Die hindert Tage. Noman aus tz-m Jahre i.81b von M. von Witten. lRachbeuck verboten.) ^Fortsetzung.) Es litt Otto nickt länger bei dem ihm einst so lieben Kameraden. Wie? Ruhten denn nicht auch Erdmuthens Helle Nugpn mit durchdringender Neugierde auf ihm? Mit einem Ruck stand er auf. „Du hast recht," stieß er hervor. „Ich bin ein Drops. Sie wird irgend einen Spaziergang gemacht — einen größeren Einkauf zu erledigen gehabt haben. Vielleicht ist sie auch nach Luxemburg hinüber, um irgend eine lieberralchung für mich zu besorgen, durch die sie mir beim Abschied eine Freude machen will Gewiß, so ist's! So muß es sein!" Er sprach in einem Atem, bemüht, vom Bilde seines Weibes den Schatten jeden Borwurfs wegzuwtschen. Am Ende aber hielt er selber für ivahrscheinlich, wnS er da gesagt. Es konnte i n gar nicht anders sein! „Verzeiht, daß ich Euch in meiner dummheit erschreckt! Leit wohl!" Er verbeugt sich be'u.rh-.' förmlich vor Erdmuthe und reicht« Ulricr, nur fltächtig diu -Hand. Dann war er gegangen. Mit Lütgen votl schrnerzltcher Trauer blickten die Gatten einander an. s lieber die schwanke Schiffsbrücke, die Ehrenbreitenstcin mit Koblenz verbindet, fährt ein hulboffener Reifewaaen. Zwei preußische Offiziere in. vküctsitz — Adjutanten mögen es sein — und tm Vordersitz die imponierende Gestalt eines hohen Uniforms in schlichtgraucr Uniform. Unter der einfachen Schirmmi'che quiltzt der Schnee des vollen Haupthaars hervor, ein hohes Alter verratend. Aber der kraftvolle Gliederbau, die raschen, beinahe srnrigei Be-ivegnilHen, das Ivechselvolle Mtc aensviel des eigenartigen großzügigen Gesichts scheinen einem Jüngling auzugchören. Mit stolz leuchtendem Aufblitzen tunfaßt der Blick der roßen blauen Augen das herrliche LandschastsbUd. In reiter, löstlicher, sonnenumwobener Flut wälzt sich der Rhein zwischen den Ufern dahin. Die ganze Gegend ist in Licht und Glanz getaucht. Selbst die düster trotzigen Drummer der Felsenfeste Ehrenbreitenstein, die die Franzosen etwa vor einem Dezennium geschleift, denen der Alle noch einmal einen liebevoll zornigen Blick rückwärts schauend gönnte, sind vom Sounciigesiinkel umsponnen. Drüben aber vom jenseitigen User her, auf das sie zufahren, winkt von den Wellen des Rheines und der Mosel umspült, in Weingärten und blühende Obstbäume gebettet, das alte deutsche Koblenz herüber, auf das die Franzosen auch Ende des ver- flossenen Jahrhunderts die Hand gelegt! lieber das kühne Antlitz des Alten zucken Blitze. Tie Rechte, die auf dem Wagenschlaa liegt, ballt sick rur Faust. Deutsch muß das deutsche Land dort drüben bleiben! Und haben wir's dem Korsen in blutigem Strauß wieder abgerungen — er soll's uns nicht zum zweiten Male rauben! Ein Lächeln echter Husarenlist huscht unter dem iveißen Schnurrbart hervor und zu den Augen hinauf, die in wildem Grimme slanimen und drohen! Der Rhein — Deutschlands Strom, — nicht Deutschlands Grenze! Das muß die Richtschnur sein. Und seine Gedanken eilen zurück zu der Stunde, da er vor wenig mehr als Jahresfrist, in jener Nacht, die das Jahr 1814 geboren, an der Spitze seiner schlesischen Armee bei Caub den stolzen Rheinstrom überschritt. Kaleidoskopisch ziehen die stolzen Niederlagen, die kühnen Siege seiner Truppen ans Frankreichs Boden an seinem Geiste vorüber — und endlich der Einzug in Paris! — Da treffen Stimmen an sein Ohr. Jubelnde, jauchzende Stimmen — anschwellend wie das Brausen der Meeres- wvgen, das Rauschen des Rheines übertönend. Er blickt auf. Das ganze Ufer vor ihm ist umsäumt mit Tücher und Hüte schwenkenden Bürgern, mit Truppen, die mit aufgepflanztem Bajonett oder hoch zu Roß mit gezogenem Säbel seiner ivie eines einziehcnden Fürsten warten. „Blücher, Vater Blücher! Marschall Vorwärts! Hoch! Hoch! Hoch!" tönt es in unbeschreiblichem Jubel dnrchein- ander. Schon haben die Hufe der Rosse das feste Land betreten — der Wagen wird umringt — es bleibt nichts anderes übrig als anzuhalten. Von neuem erfüllt brausender Jubel die Luft. Einer der Kühnsten, die sestgekeilt ain Wagen, stehen, ersaßt des greisen Helden Hand uno zieht sie an die Lippen. ^,Ja, da bin ich ivieder, Kinder", ruft Blücher, indem er sich erhebt. Für Augenblicke schiinmert in seinem Auge ein weicher feuchter Glanz, der sich aber bald in ein zorniges Sprühe» ivandelt. „Da bleibt nichts andres übrig! Wir müssen iwch mail 'ran an die Gewehre! Aber diesmal »vollen ivir dem Bonaparte die .Hölle bei uns so heiß machen, daß er auf Nimmerwiedersehen von der Bildfläche verschwindet!" „Ja, das wollen wir! Das wollen wir, Vater Blücher!" So scholl es und schwoll es in klingender, wachsender Begeisterung. Und nun schwebte, wie getragen von dem hehren Sturme, eine hohe, helle Frauenstimme an Blüchers Ohr: „Marschall Vorwärts! Führen Sie uns auch diesmal Vorwärts zum Sieg!" „Mein Wort darauf! Ich tu's!" rief Blücher flammend und blickte sich init jugendlicher Beweglichkeit nach der Stelle um, woher die Worte kamen. Da — Küfern des Wagens, zur Rechten des Weges, da gcivahrte er die mädchenhafie Gestalt einer Frau, die ein gut Teil über die Köpfe der Menge einporragend, neben ein paar anderen Bürgerfranen auf einer Bank oder einer sonstigen Erhöhung stand. Das schlicht herabfallende, kleinkarierte Kleid, von dem ein dunkler UmB 574 Hang halb herabgeglitten war, ließ die unschöne Eckigkeit der Glieder noch hartkantiger erscheinen. Der schmucklose Schu- tenhut umrahmte ein graublasses, scharfzügiges Gesicht mit gescheiteltem, straffblondem Haar — und doch war ein Etwas in diesen an und für sich reizlosen Zügen — ein seltsam anziehendes tiefinuerliches Leuchten und Leben, das ihn an ver°> gangene Tage erinnerte. Wo hatte er diese Frau schon einmal gesehen? Feldmarschall Blücher runzelte die starkbuschigen Brauen. Da! Jetzt hatte er'sl „Erdmuthe Schneider! — Mädchen — bist du's! Bist du's nicht?" „Ich bin's, Herr Feldmarschall und bin's auch nicht!" gab die Angerufene errötend zur Antwort, indem sie von ihrem Standort aus herzhaft in Blüchers ausgestreckte Rechte einschlug. „Die Erdmuthe Schneider hat sich seit Jahr und Tag in eine Erdmuthe Erlen verwandelt. Melde ganz gehor- I amst —", von neuem errötend, wie mit frauenhafter Scheu ämpfend, aber doch mit einem Schelmenlächeln, fügte sie, militärisch die Rechte an den Hut legend hinzu — „daß ich zum brandenburaischen Ulanenregiment als Gattin des Rittmeisters Erlen kommandiert bin!" „Erlen? — Erlen? — Ach richtig! Der! Gratuliere! Braver Kerl! Ganz mein Geschmack", schmunzelte Blücher. „War ja auch an der Katzbach und bei Möckern dabei!" Und indem er Erdmuthens Hand fahren ließ, zu den Zunächststehenden: „Kinder, was, das waren Tage! Wer da dabei war, der vergißt sie nicht!" Bon neuem antwortete tieftönen-- des Jauchzen dem Alten. „Nun laßt mich aber einmal durch, Kinder. Und du, Erdmuthe, komm nachmittag aufs Schloß! Werd schon ein Weilchen Zeit für dich finden. Mußt mir doch von dir und deinem Rittmeister erzählen!"-- Am Nachmittag betrat Erdmuthe wirklich durch den hohen, achtsäuligen Portikus den langgestreckten Bau des stolzen Schlosses. Mit hochklopfendem Herzen stieg sie, von einem Offizier geführt, die breite, elegante Freitreppe zu den oberen Räumen hinan. Lange mutzte fte dann in einem der saalartigen Zimmer warten. Aber sie wartete mit Freuden und ohne Ungeduld, bis der von allen Setten in Anspruch genom- mene, heißgeliebte Feldherr Zeit für sie finden würde. Und endlich durfte sie sich ihm gegenüber an einem runden Marmortische niederlassen. Durch die Scheiben der hohen Fenster schauten die trotzigen Höhen von Ehrenbrei- tenstetn herüber und Erdmuthe vermeint« durch oen offenen Fensterspalt das Rauschen des Rheines zu Höven. Eine wundervoll« Begleitmelodie erschien thr's zu den Worten, nein! zu dem ganzen Wesen dieses Mannes, der da im rotfeidenen Armsessel vor ihr saß. Er und der Rheiw, — die beiden gehörten zusammen, so wie der Rhein und Deutschland zusammengehörte — zufammengehören mußte! Diese königliche, jugendlich runde Gestalt, dieses scharf geprägte, prächtige Haupt, auf dessen zurückspringender Stirn der Stempel einer göttlichen Sendung aufgedrückt schien — diese Augen, bald unergründlich tief wie stehende Wasser, bald flammend und lodernd lvie SonnenfeuerI Ein geborener Held und zugleich welch ein warmherziger, zartfühlender Mensch! Gleich nach der kurzen herzlichen Begrüßung hatte er Erdmuthe eingehend nach ihrem und Ulrichs Ergehen gefragt, und als er gehört, daß sich Erdmuthens Mann gesund und frisch bei der Armee besinde, da hatte er seiner großen Freude, auch diesen alten Kampfgenossen dort wiederzusehen, auss wärmste Ausdruck gegeben. Und sofort stand Blücher mit beiden Füßen mitten in den neuesten Ereignissen drin. „Erdmuthe," rief er, mit wuchtiger Faust auf den Marmortisch schlagend, „was das für ein Glück ist! Wahrhaftig! Die Preußen können sich beim lieben Herrgott dafür bedanken, daß er die Engländer mit Blindheit geschlagen und den Napoleon so kreuzfidel wieder in Paris einpassieren ließ!" „Nur schlimm, daß all das furchtbare Blutvergießen noch einmal beginnt!" wagte Erdmuthe schüchtern zu entgegnen. „Meinst du vielleicht, daß das mir eine Freude wäre?" donnerte Blücher aufspringend. „Aber es kann nicht anders kein — um Preußen, um Deutschlands Ivillen! Was haben die Federfuchser in Wien auf dem Kongreß für Dummheiten gemacht! Um all die Früchte, dt« unser Schwert errungeiü wären wir durch sie beinah betrogen! Mel fehlte nicht, und die noch bis vor kurzem Verbündeten Mächte wären sich wi« Hunde um den besten Knochen, um Polen oder Sachsen, ist die Haare gefahren! Da ließ der Herr der Welten das Schreckgespenst noch einmal aus seiner Versenkung einpor- fahren — sein Erscheinen hat sie alle mit einem Schlage! wieder einig gemacht. Noch einmal ist das Schicksal in unsere Hand gegeben! Und was bei mir steht — ich will eS schmieden!" Mit swlzen, zielsicheren Schritten war er, während ihnt die Rede einem Feuerstrom gleicht von den Lippen floß, inj dem weiten Raume auf und ab geschnitten. Jetzt stand ep still— die in tiefer Erregung funkecnoen Augen hinaus in die Landschaft gerichtet. ',sJch fühl's! Zu seiner Vernichtung bin ich geborenl Und ich lasse nicht ab, bis er überwunden am Booen liegt!" Aus seiner dunklen, vibrierenden Stimme klang mit Elementargewalt die Ueberzeugung dieser seiner Bestimmung auf Erden und ein feierliches Gelöbnis zugleich. Erdmuthe erschauerte heimlich. Ein paar Augenblicke schwiegen sie beide. Dann sagte sie leise: „Diesem einen großen Gedanken haben Durchlaucht ja schon damals in Pommern gelebt —" Er fuhr zu ihr herum. Flammen schienen aus ihm zu schlagen. „Hjkitt' ich's nicht, —< wir wären heute nicht so weitf Er war mein Morgen- und Abenldgebet, meine täglich» Speise." „Wer wüßte das nicht, Marschall Vorwärts?!" Bei dieser Anrede ging ein Lächeln über Blüchers Züg« — die Spannung ließ nach. „Möglich, daß es manche wissen, möglich, daß dn zu ihnen gehörst! — Ach, Erdmuthe, was war oas doch damals für eine Zeit!" Er ließ sich, gleichsam mit gelösten Gliedern^ wieder tn einen der Lehnsttljhle fallen, bis den schweren! runden Tisch umstanden, und griff zur Pfeife, die sein Jäger ihm vorhin gestopft und bereit gelegt, und begann zu paffen. Vor Erdmuthe aber war mit einem Schlage jene Zeih heraiifgestiegen, jener Sommer 1811, da Blücher die in Pommern stehenden Truppen befehligte und auf dem Gut» ihres Oheims «in häufiger, ach! so gern gesehener Stamin- gast war, — jener Sommer, wo Blücher auch den junges Leutnant Ulrich Erlen kennen lernte. Des greisen Helden Gedanken inußten den gleichen Weg gegangen sein. „Damals bin ich fast zum Narren geworden übe« Deutschlands Schmach!" Erdmuthe blickte auf. Blücher war hinter einer weißen Rauchwand verschwunden. Aber dahinter hervor war di» Stimme so voll von heißem, qualvollem Erleben gckonnnech, daß sie ergriffen die rechte Antwort nicht sogleich fastd. Ev aber schien auch keine zu erwarten. Langsam, wie aus W- gründen herauf, anollen nun seine Worte: wie jene Zeit in Pommern, so schlimm sie auch für sein haßflammendes Gemüt gewesen, doch noch eine Steigerung in ihrer Qual erfahren, als ihm im Februar 1812 das Bündnis zwischen Preußen und Frankreich bekannt geworden — dieses Bündnis, das auch die preußischen Truppeic gezwungen, im Dienste ihres Todfeindes Napoleon die Waffen zu ergreifen. Wie er um seines Fluchens und Wetterns willen seines Postens enthoben, im einsamen Schlößchen Scheitnig elend seine Tage verbracht und, einem sprungbereiten Löwen gleich, auf elne Wendung des Schicksals gelauert habe, bis Die Kund« von der gänzlichen Vernichtung der Großen Armee an sein Ohr gedrungen und sein König — sein angebeteter König —z ihn an die Spitze der schlesischen Armee berufen habe. Erdmuthe lauschte — lauschte atemlos. Lichter und wärmer war ine Stimme geworden hinter; der grauen Wand. Und nun rauschte wie auf Schwingest des Sturmwinds die jüngste Vergangenheit an Erdmuth» vorüber unter seinen Worten, die mit knappen, leuchtendest Strichen die Heldenschlachten malten, tn denen der Welleroberer endlich niederg.«pvungen worden von einer Schap von Helden. Und plötzlich fuhr Blücher wie ein Wettergott aus seiner Wolke hervor und blickte Erdmuthe mit großen Üllutangen an. „Und morgen geht's nach Lüttich — in mein Hanoi« quartier I Mein guter Gneisenau ist schon vorauf. Da wollest wir zusancmen dem Napoleon das Fell über die Ohren »tehen, daß er das Anffteh«n für immer vergißt! Schab», das Du kein Jusge bist, um mittun zu können.." 676 — s/ÄJJiibe!" Erdmutbe stand auf und lächelte in sich B mn. „Schädel Ich hätte sicherlich einen guten Reiter gegeben." „Hättet Du auch! HüiE'st Tu auch!" entschied Blücher paffend und zerteilte mrt wuchtiger Hand die weißgrauen Vollen, hie ihn von neuein zu verschlingen drohten. (Fortsetzung folgt.) was das voll von London sagt. Von einem Ohrenzeugcn. Die lebensvollen Ausschnitte aus Gesprächen des Londoner Publikums, die auf der Straße erlauscht wurden und in der „Daily Mail" wiedergegeben werden, gewähren den anschaulichsten Anblick in die Sttmmnng der Londoner Bevölkerung und »eigen, daß die Engländer durch die Erfahrungen der letzten Wochen schon viel von ihrem Hochmut verloren haben und den wahren Ernst der Lage allmählich recht lebhaft zu fühlen beginnen. „Möchte bloß, daß die Deutsche» mal rüber kommen würden Mit einigen von ihren Zeppelinen und ein paar Bomben auf uns runter werfen," sagte der Kellner des Restaurants, der vor der Tür stand. Er ist ein großer kräfttger Bursche, der stolze Besitzer «ner Medaille und einer silbernen Uhr mit Inschrift, beides Erinnerungen an den südafnkanischen Krieg. Er lauert daraus, einmal auf ein paar Deutsch« zu schreßen... „Wie meinen Sie?" fragte erstaunt der junge Mann auS Kolonialwarenladen nebenan. Ein kleines Kerlchen, das mtt orliebe der Meinung Ausdruck gibt, wenn die Könige was mtt- nander auszumachen hätten, dann sollten sie das besser unter !ich tun. Dabei opfert er aber von seinem Wochenlohn von 4 Schilling 2 für die Wohltätigkeitssammlung deS Prinzen von öaleS, acht niehrere Schilling auf den Schießständen von Manor- ark aus und ist von drei verschiedenen Rekruttermrgs-Bureaus rückgewiesen worden. „Wie meinen Sie?" äfft« ihm der Kellner nach. ,,Aufwecken K en sie uns natürlich, die Zeppeline. Ohne das trnrd's wohl sts werden," fügte er verzweifelt hinzu. Der Kohlenmann, der seit den Nachtfrösten sehr vergnügt aus- ti«ht, weil daS Geschäft zu blühen anfängt, setzte deS langen und hreiten auseinander, daß England gar nicht schlafe, daß man nur Marlen solle, es werde schon etwas geschehen. Da trat ein Besucher deS Restaurants zu der Gruppe. schlafen wir nicht?" schnarrte er wütend. „Da schicken wir ! wei Leute mit Stöcken bewaffnet herunter, um das Magazin in... u bewachen. Tun wir das nicht? Ja, und die ständen noch heute >a, bereit mit ihren Stöcken die Eindringlinge zurückzuschlagen, »enn nicht ein alter eingerosteter Oberst gekommen toäre und sie ittder nach Dause geschickt hätte. Jetzt stehen dort bewaffnet« oldaten und beivachen das Magazin. Wir aufwachen?! Das erden wir nie. Wir werden es nicht, wahrhaftig. Sehen Sie!" tf er und schwang triumphierend eine Karte über seinen Kopf, bas ist die beste Karte von London, die es in der Welt gibt, ber auf der Vorderseite, da steht groß und deutlich genug geschrieben: „Gedruckt in den Vereinigten Druckereiwerken. Berlin." Und wir haben keine brittsche Karte.von Berlin, da können Sie ncher sein, und von Loitdon seine so billige. Halb so gut und doppelt so teuer. Und wenn man auswachen möchte, dann wird Man wieder in den Schlaf gelullt. Tag für Tag." „Na, beruhigen Sie ftch man," sagt« der Kohleninann ironisch. „Nein, ich beruhige mich nicht I Jeden Tag klingt das Schlummerlied aus allen Zeitungen. Und immer singen sie dasselbe Lied: „Großartige Stellung der Verbündeten. — Die Verbündeten ziehen nch aus eine bessere Stellung zurück. Sllles geht gut!" So geht das pied, das uns einlullt, und es hat schon viele, viele Verse. Und Hann gehtS weiter: „Großarttge Stellung der Verbündeten. — Di« Deutschen können sich nicht mehr beivcgen." Na, und dann bewegen sie sich doch, die Deutschen. So singen sies und schon sctt 2 oder 6 Wochen. Und weiter rm Text: „Der Fall von Antwerpen, j— Ein nutzloser Sieg. — Antwerpen ist von gar keiner Bedeutung." Und unterdessen heißts „das verlorene Belgien", das „selige Belgien", wie Kipling sagen würde, und ein Teil von 'Frankreich sind dem Deutschen Rerch einverleibt." Und er richtete sich zu seiner vollen Größe auf, 6 Fuß 2 Zoll, und so schrie er dem andern zu: „Ich bin Frvß genug, um di« Wahrheit zu wissen. Ich weiß, es riecht nicht alles nach Lawcndel hier herum. Ich bin ein Engländer. Ich bin kein zitternder, bang- herziger Feigling. Warum behandelt man mich als einen solchen?" Ein junges Paar kam aus dem Kiuotheater heraus. „Haft kdi das Bajonett bemerkt, das an der einen Schneide wie eine Säge gezähnt war?" fragte sie. (Es handelt sich um die mißverstandenen Seitengewehre unserer Pioniere.) „Scheußlich, nicht wahr?" > „Ach was, mein Kind!" sagte der Mann. „Aber nicht wahr, das würdest du doch nicht wollen, daß man kv Vorgeht?" „Wieso?" fragte er. „Ich meine, es würde unserer nicht würdig sein, eine solche Waffe zu verwenden." „Nein!" fuhr er auf. ,,Es würde unserer würdig sein, eine Waffe anzuwenden, die zwei Schneiden hat, die wie Sägen gezähnt sind." Und als sie schwach protestierte, fuhr er fort: „Wir sind alle so nett, so gutartig, wie Jungens aus der Sonntagsschule, und dabei sind wir ausgemachte Narren! Ich meine, daß der Krieg kein Freilustsanatorium ist noch eine Erholungsreise zur Langlebigkeit. Es ist Krieg! Und wenn wir die Hände in den Schoß legen, unsere weichen und schön gepflegten Hände, und die andern Burschen haben Fäuste, die blaue Augen schlagen, dann werden wir niemals Unter den Linden spazieren gehen, mögerr wir auch noch so kriegerische Lied«! singen. . Der dicke schwerfällige Großkaufmann schob sein Glas der Bar- Dame hin, um es von neuem füllen zu lassen. Dann steckte er sich behaglich eine neue Zigarre an und lächelte nachdenklich vor sich hin. „Wir werden's ihnen schon besorgen. Warten Sie's nur ab, Herr Schmachtlocke. Nur kerne Furcht. Am Ende wird schon alles all right." „Llber ich will gar nicht, daß wir's ihnen besorgen, mein Herr. Ich will, baß wir gegen sie Kämpfen, Mann gegen Mann." „Nur ruhig, ruhig! Unser Geld wird gewinnen — das ist der sicherste Weg. Nichts ist so gut wie GÜd zum Gewinnen." „Ich möchte aber doch, daß wir lieber auf eine andere Weise gewinnen sollten — wirklich und wahrhaftig," entgegnete Herr Schmachtlocke, Indem er streillusttg hinter seiner goldumränderten Brille her vorblickte. v „All right — warten Sie's nur ab! Immer Geduld. Si« verlieren jeden Tag Menschen und können sie schließlich nicht wieder ersetzen. W.ir können es." „Aber — das ist ja schön und gut. Aber könnten wir si« nicht jetzt schlagen, sie besiegen?" „Natürlich könnten wir. Wer sehen Sie denn nickt..." und hier verlor der Großkaufmann seine Geduld und sprudelte semen Ingrimm heraus: „Das ist diese abscheuliche Art von Euch jungen Gents, die Ihr so freundlich, so zart und bebrillt dremschant. Ihr benehmt Euch ja wie die wilden Tiere. Ihr tut's ernsach nicht unter der völligen Vernichtung des deutscken Heeres. Aber nehmen Sie doch Vernunft an. Wenn wir reich genug send, mn mit silbernen Kugeln zu gewinnen, warum, in aller Welt, sollen wir bleierne anwenden?" „Ich sühle mich ganz schwach: immer läuft mir 'ne Gänsehaut herunter," sagte die Dante in der Kaffeestube. „Ich glaube, das konmtt bloß von der Duukelheft, in der man jetzt leben muß. Blau findet sich ja gar nicht mehr zurecht, wenn die Dämmerung kommt." „Nur keine Beunruhigung, meine Dame, machen Sie sich keine Sorgen," tröstete sie der Kellner. „ES ist ja nichts dabez trotz allem, was man hört. Was haben sie denn in Paris weiter angectchtet, nur 17 Tote und Verwundete." „Ach, um Gottestoillen, aber ich könnt« doch Nr. 16 sein.., Glauben Sie denn wirklich nicht, daß wir si« in ein paar Tagen hier über uns haben werden?" Der Kellner erklärte, daß er es nicht glaube. „Schön, schön," sagte die Dame kopfschüttelnd, „aber sie sind so tüchtig, fl* sind so geschickt. Mir scheint's, sie werden cs trotzdem doch tun. Natürlich glaube ich an unfern lieben Jellicoe. Aber diesen Deutschen traue ich nicht, nein, wirklich nicht. Sie scheinen wahrhaftig zn allem fähig zu sein." Der Buchhändler hatte dem Herrn Hauptlchrer gerade „DaS Zeitalter der Vernunft" verkauft, und nun sprachen sie eifrig über das unvermeidliche, über das ständige Thema aller Unter hat« tungen. ..Gewiß," gab der Buchhändler zu, ..ich muß sagen, daß wir sie besiegen werden. Das ist all right. Aber wir haben doch nicht einmal das ferttg gebracht, um dessentwillen wir den ganzen Krieg angefangen haben. Wir haben nicht die belgische Neutralität verteidigt. Sie mußte das selbst besorgen. „Belgien wird letzten Endes nichts verlieren," erklärte de» Hauptlehrer. „Wir werden ihm eine reiche ordentliche Entschädigung geben." „In Geld--?" „Aber gewiß, ja. Ich nehtne an." „Aber das hätten wir doch auch tun können, ohne daß wie deshalb Krieg gemacht hätten. Meinen Sie nicht?" „Da haben Sie recht: aber das wäre keine Straf« für berl Kaiser gewesen." „Nein, das wäre es allerdings nicht gewesen," stimmte der Buchhändler, ein alter, grauhaariger Mann, zu, und kopfschüttelnd fuhr er fort: „Ick kann mir nun mal halt nicht helfend ich wünschte doch, wir hätten die belgische Neutralität verteidigt- t [> denke, ich würde glücklicher gewejen sein, wenn wir es getan tten, und ich stelle mir vor, daß die Belgier dann auch glück- her gewesen sein würden." §. 676 Vermischte». ' Die Geologie als strategische Wissenschaft. Die Strategie von heute ist eine schwierige und ansgebreitete Wissenschalt, die viele verschitoen« Wissenszweige i» sich vereinigt und zn den Gebieten, di« der Heerführer beherrschen soll, treten noch täglich neue hinzu. So macht ein rumänischer Offizier, ®. Teodoresen, daraus ausmerksam, dag sür den modernen Strategen, ja sogar für de» eiiizelnen Trnppenfllhrcr Kenntnis der Geologie von hoher Wichtigkeit ist. »ES ist klar", sagt er, „daß nicht nur die Topographie eines Landes, sonderii auch die Natur- beschaffeuheit deS Erdbodens ans die KrtegSpläue und die einzelnen Anordnungen von hohem Einfluß sein kann. Wenn z. 93. den Soldaten die Ausgabe gestellt ivird, eine Anhöhe zu erklimmen oder gar z» stürmen, so sind die Schivierigkeiten sehr verschiedenartig, je nachdeni die Felsiormationen der Berges ans Granit, Kreide, Sandstein oder ans Schleier bestehen. Die einen Gesteins- soruiationen bieten iür de» Fuß gute Hallflächen, während andere wieder sür eisenbeschlagene Schuhe höchst ungünstig sind und die Truppen leicht anSglciten lassen. Ein Hochtourist, der sein Ge- schäst versteht, studiert flunier den Gesteinscharakler des Berges, den er erklimmt, und sür di« Soldaten liegen noch schwerwiegendere Interessen in dieser Hinsicht vor. Aber nicht nur in bergigen Gelände», sondern auch in Gegenden, ivo Ebenen, Hügel und Plateaus mit einander abwechseln, sind geologische Kenntnisse sür die Krieglührnng von großem Nutzen. Bei starken Regengüssen z. D. besteht ein beträchtlicher Unterschied zwischen Marsch- geländen, aus denen die Erde schnell trocknet, irue Sand, Kreide und KteS und anderen Bodcnformen, di« das Wasser nicht wie ein Schwamm auisange», sondern die sich in nassem Zustande tn schweren Klumpen an die Beine hängen, wie bei Tors oder Lehmboden." Natürlich kann man von dem einzelnen Oisizier keine tiefgründigen Kenntnisse der Geologie verlangen; es genügt, daß er über die Bodcnbeschasfenheit des Schlachtkeldcs und der ganzen Gegend gut unterrichtet ist. .Hat der Truppensührer einen genanen Ueberblick über die Beschaffenheit des in Frage kommenden Geländes. so kann er sich trockenen seslen Boden Inr den Marsch seiner Truppen anssuchen und kann de» Feind in Stellungen znrück- werse», wo die gegnerischen Soldaten mit Lehmboden oder Snmps- geiände zu kämpfen haben. Solche Kenntnisse sind auch wichtig zur Entscheidung von Fragen des Artillerie- und Munitionsiransports, desAnsweriens von Schützengräben und anderer inililärischer Tinge." * Ans dem Kriegstagebuch einer englischen Herzogin. „Sechs Wochen im Krieg." So benennt die Herzogin von Sutherland, die als Letter eines englischen Lazaretts in Belgien die ganze Eroberung des Landes durch die Deutschen mit durchlebt hat, ein interessantes kleines Buch, in dem sie ihre Erfahrungen und Eindrücke schildert. Die englische Aristokratin bewahrt soviel Unabhängigkeit des Geistes, daß sie in die Lügen- aeschichten ihrer Landsleuie über deutsche Gewalttaten nicht ein» stimmt, sondern den Eroberern volle Gerechtigkeit widerfahren läßt. Das einzige, worin sich die spitze Zunge der Feindin bemerkbar macht, ist ihr etwas billiger Spott iiber die allzu große Höflichkeit der Deutschen, die sic als die „gnädigste Frau-Manier" bezeichnet. Tie Herzogin leitete ein Lazarett tn Namur während der Beschießung und war dann als Krankenpflegerin in Brüssel und Maubeugc während der Besetzung durch die Deutschen tätig. „Das kämpsende Deutschland," sagt sie, „wie es sich so plötzlich einem in den Gesichtskreis drängt, ist imponierend. Zu meinen! Pflegerinnen und Aerzten und zu mir waren die Deutschen sehr höflich." Packende Auszüge aus ihrem Tagcbuche schildern die Beschießung von Namur. Tie Herzogin pflegte mit ihren Damen im Kloster der Schwestern Unserer lieben Frau verwundete Belgier und Franzosen. „Eine furchtbare Beschießung hat angefangen," schreibt sie am 23. August. „Die Granaten singen über dem Kloster ihrLied aus den tief dröhnenden deutschen Kauouen.cm langes singendes Sausen und dann eine lÄcplosion, die wie das Niederfallcn eines schweren Steines klingt. Ter Mann, der heute nacht die letzt« Oelung erhielt, ist vor Schreck wie wahnsinnig. Ich glaube nicht, daß er sehr schwer verwundet ist. Er hat eine Kugel in der Schulter, und das rst nichts Ernsthaftes. Aber er hat völlig seine Sprache verloren, und ich glaube, er ist das Beispiel eines Mannes, detz auS reiner Furcht stirbt. . . Nun marschieren die deutschen Truppen in stolzein AuHug ein. Ich höre sie singen, wie sie marschieren. Sie singen wundervoll, mehrstimmig, als wenn sic zu diesem Gesang kunstvoll eingeübt wären. Und wie sie marschieren ! Diese stattlichen wohlgestalteten Männer in ihren grauen Uniformen. Die ganze Nacht hindurch hören wir das Trapp, Trapp, Trapp der deutschen Infanterie in den Straßen, die hallende» Kommandoworte, das fortgesetzte tieftönende Singen. Sie sind voll Stolz und Hochmut." Trotzdem waren die Deutsche» sehr freundlick und liebenswürdig, als sie in das Kloster kamen. Tie Herzogin wandte sich an den deutschen Oberbefehlshaber, den General voit Below. der ihr alle Wünsche für ihr Lazarett gewahrte und sich bei ihr cntschuldgite, daß er sic in seinem Schlafzimmer crnpfaugei, aber alle andern Räume wären von Offiziere» überfüllt. .Hiev wurde die Herzogin auch dem Feldnrarfchall von der Goltz vor- gcstellt, der auf seinem Wege nach Brimcl durch Namur kam, „tu seinen Mantel eingeknöpft bis zur Nase." "Der »Kleiderkasten". Die Bestrebungen, die Frau»» mode in Deutschland von der Herrschaft von Parts unabhängig zu nmchcn, haben einen bedeutsamen Schritt vorwärts getan. Sechs große Berliner Modehäuser, nämlich die von Gerson, ManhetmeL Hammer, Spitzer, Decroll und Stein, haben sich zu einer Genoffen- schalt zusanimengela», deren Gegenstand die Begründung und der Betrieb eines Berliner ModellhanseS unter dem Namen .Kleiderkasten" bildet. Tie Fachzeitschrlit „Der Konfektionär" berichtet über dies« Gründung interessante Einzelheiten. Außer den gedachten Modehäusern ist eine Reihe von Künstlern zur Mitwirkung am „Kleiderkasten" herangezogen worden; es sind zun, Teil Künstler von allgemein bekannten Namen, wie Ernst Stern, Walser, Kätner, Christophe, Spiro, Tudovtch. Dar Ziel der Unternehniung wird dahln bezeichnet, daß sie „einzig und allein Diode" machen will. Es besteht also nicht etwa die Absicht, eine besondere »deutsch«' Mode zu schassen - ein Persnck, der ja bisher noch stell an der Natur und den inneren Bedingungen der Franenmod« gescheitert ist — sondern allein btc Mode vom Ausland» unabhängig zu machen. Der ^Kleiderkasten" ist im Anschluß an die Räum« des bekannte» pohenzollern-Kunstgewerbe» hauses eingerichtet ivorden, und er ist wirklich, war der Name besagt: ein Kleiderkasten voller Stofs«, Spitzen und allem Zubehöre eleganter Franentracht. Eiu wesentlich neuer Zug an dem Unternehmen, der das Beste verspricht, ist, daß hier die Frauen selbst die Modesache in die Hand genommen haben. Di» Modellwerkstott hat einen rührigen Ausschuß hinter sich, deffen Seele Fra» Mitsord, geb. v. Friedländer-Fnld, >m Vereine mit einer Anzahl anderer Tainen der Berliner Gesellschast ist. In de» eleganten Räumen der „Kleiderkastens" herrscht ein« reg« Tätigkeit, Beratungen werde» abgchalte», Stoffe hervorgeholt und probiert, die Künstler zeichnen in flüchtigen Stricken ihre Anregungen auf und der Fachausschuß beurteilt ihre Auriührbarkeck und ihre vratz» tischen Aussichten. Tie ersten in dieser Werkstatt entstandene» Modelle werden bereits in wenigen Tagen an die Oeffenllichken treten; der Verkauf findet natürlich nicht direkt an das Publikum, sondern an die Modehäuser statt, denen dann die weitere Der- ardeitung der Modelle obliegt. Ueber die bisher entstandenen Modelle ivird belichtet, daß sie nicht durch Ileberraschungen oder gecvagle Formen zu wirken versuche», wohl aber durch schön« Stoffe, durch bezaubernde Farbenstellungen, kurz durch dar, was eine Dame von Geschlnack zu tragen gewohnt ist. vilchertisch. — E i n treuer Freund in Feindesland. Ein gutes Verbindungsglied zwischen den Trlippen im Felde und der Heimat stellt di« seit 26 Jahre» inr deulschc» Heere wohlbekannte, bet Kar» SiegiSmund InBerlin erscheiliende illuslrierteZeltschrilt „Deutscher Soldaten Hort" dar. Auch dieser alt« Freund unserer Truppen in FriedenSzeilen ist mit dem soeben neu begonnenen Jahrgang zum KriegSblatt geworden. Er hat feine Spalten in erster CmlJ allen Interessen unlerer heiligen, grmeinsamcn Dache geöffnet und orientiert seine Leser zunächst über die wichtigsten Ereigniff« auf den Krtegsschanplätzen in Form einer packeuden, kurzen Krieg»« chronik; er unterrichtet an der Hand von Dokumenten politischen Charakter» über alle wichtigen politischei, Vorgänge, die den Krleo berühren; an diese Dokumente von bleibendem Wert schließen sic» Tarslelliiiigen der Kriegsereigniffe, der Kample, der Geleckt« m Form von anschaulich geichriebenen KriegSbildern auS Frankreich. Belgien, Rußland, Oesterreich-Ungarn, von der Nordsee und der Lnitstolte an, die trotz ihrer bunten Manniglaltigkeit doch nach be« sliliimten Gesichtspunkten aiisgewnhlt find und in i!,rer reichen Fülle ein abgeruiideles Gcniälde der zeitgeschichtlichen Kämpf« bilden. An die Kriegsbilder schließen sich die Bilder ans der Heimat, di« dem Krieger draußen in Worte», die von Herzen kommen und zii Herzen gehe», erzählen, was die Deutsche» dnhciin i» ernst be- ivegter Zeit empfinde», fühlen und wirken. Köstlich ist schließlich die Rubrik „bunior", belehrend die große 9Inzahl kleiner Artikel auS den verschiedensten Gebiete» der imlitärischen Leben»; Karlen und Bilder vervollständigen und berauschaultchen tn ihrer vorzüglichen AuSlührung de» Inhalt dieser illustrierte» Zeitschrift, dt» wirklich ein treuer Freund in Feindesland ist. Veränderungr-Kätjel. Rast — Oder — Rand — Sieb - Onkel — Laub — Hase, Tle Aniangsbuchstaben vorstehender Wörter sind der Reih« nach diwch andere zu ersetzen, so daß ebenso viele neue Wörter entstehen, deren Aniangsblichstaben eine Stadt am Niederrhein ergeben. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Skat-Ausgabe in voriger Nummeri Im Skat liegen tr7 nitb p8. Mittel, and. erhielt: trB, carB, cZ, trZ, trK, tr8, pK, carD, car8, car7; Hinterhand die übrigen, Spielgang: 1. B. °7 M. cZ H. cA — (— 21) 2. H. earK 93. carA M. car7 — (-(- 15) 3. 93. c8 M. carB H. cB — (- 4) 4. H. carZ 93. cK M. cat8 = (+ 11) 5. 93. c9 M. tri? H. P B — (— 4). Die übrigen Stiche niacht Vorhand; itiithin sind die Gegner im Schneider geblieben. Schristleitun.r; Ang. Goctz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühlffche» l'nirersitätS-Bnch- und Stcind.gckcrci, Sk. Lange, Gießen-