Die hundert Tage. Roman aus dem Jahre 181b von M. von Witten. (Nachdruck verboten.) Eine milde Märzsonne des Jahres 1815 stieg mit rötlich-gelbem Licht am klarblauen Himmel empor. Der zartgrüne Schleier des jungen Frühlings lag schon über den Feldern und über den sanften Höhen, zwischen die das kleine Städtchen Bettemburg eingebettet war. Lenzfrohes Hoffen atmete die festtägliche Stille. Aus allen Ritzen und Spalten guckte der Frühling. Aus jedem Strauche, aus jedem Baum lugte er mit leuchtenden Augen heraus. Sonntag war es. Leutnant von Jägers adlerscharfer Blick umfaßte, aus dem kleinen Fenster eines sauberen Gasthoszimmers hin- ausschweifend, das anmutige Bild. Unbewußt. Seine Gedanken weilten ja ganz wo anders — ganz wo anders! Aber die smaragdgrüne Lenzstimmung da draußen, das frohlockende Hoffen, nein! die sieggewisse Zuversicht vom Triumphe des Lenzes, vom Triumphe der Liebe, die saß mit einem Male in seinem Herzen fest, und alle Schatten grüblerischen Sinnes, die noch eben sein Hirn durchkreuzt und sein frisches, einnehmende? Gesicht verdüstert, sanken darin unter. - Es m u ß t e ja alles gut werden! Er hatte ja schon weit Schwereres, weit Größeres durchlebt und durchrungen. Der Feldzug in Rußland stieg blitzartig vor seinem geistigen Ange auf, — dieser Feldzug, den Napoleon in unersättlicher Ländergier mit so unerhörter Mnchtentfaltuna unternommen, und der aus seinem völligen Zusammenbruch die Freiheit der unterjochten Völker Europas gebar. Welche Qualen hatte er da, Ulanenosfizier . in einem der beiden kombinierten Kavallerieregimenter, die aus dem Verbände des preußischen Hilsskorps unter General Bork gerissen, der großen Armee zugeteilt waren, durchlittcn! Welche Greuelszenen hatte er erlebt. Und dann — die Auferstehung seines Vaterlandes! Der Losbruch des Sturmes, der einer elementaren Naturgewalt gleich, sich gegen den verblendeten Tyrannen erhob und, dahinbrausend, sein monströses Staatcngebäude zerbrach. Die Völkerschlacht bei Leipzig mit ihrem grandiosen Ringen um Sein und Nichtsein, mit ihrem berauschenden Siegel Was bedeutete gegen das alles der Kampf mit dem Schatten in eines Mädchens Herzen?! Der Kampf mit einem Schatten! Wieder legte sich ein dunkler Schleier über da§ yffene Gesicht Otto von Jägers. Dieser Schatten hieß —: Napoleon! Der glühende Haß, den er gegen den Unterdrücker stets empfunden, durchsiedete sein Blut von neuem. Seine Hände ballten sich. Zugleich strafften sich alle Sehnen seines Körpers wie zum Kampf. Die blauen Augen sprühten Funken. „Ich will dir mein Liebstes schon abringen, du — Schatten!" Kaum aber hatte der Ton seiner halbgeinurmelten Worte sein Ohr gestreift, als ein Lächeln über seine Züge ging. Ein leichtsinnig keck übermütiges Lächeln. Er trat vor das Bild des Korsen, das über dem geblümten Sofa hing. „Ich habe dich im Schlachtenbraus nicht gefürchtet, — ich werde dich nicht fürchten auf deinem Elbaner Ruhesitz!" Er spitzte die Lippen und pftsf ein munteres Lied. Ungeduldig trat er in dem einfachen Zimmer umher und blieb noch einmal vor dem goldrahmigen Rokokospiegel stehen, der eine der Ecken füllte. Noch einmal nestelte er am Gehänge des Säbels, fuhr mit der Rechten über das blaue, tadellos sitzende Kolleg dann über das braune, wellige Haupthaar und den kecken, hochaufgezwirbelten Schnurrbart: ein Blick der Befriedigung umflog sein Spiegelbild. Dabei lauschte sein Ohr aber doch hinaus: wenn sie doch nur erst kommen wollte! Sein Auge streifte die Stutzuhr: Zehn Uhr! Der Wagen mußte gleich Vorfahren. Daß doch die Frauen so gern warten lassen! Da — ein leichter Schritt — das Knistern eines seidenen Gewandes — die Tür tat sich auf — „Toska!" Es war ein Ruf der Ueberraschung, des Entzückens. Nein! So schön hatte er sie selbst in seinen Träumen nicht gesehen! Leuchtenld umfloß die weiche weiße Seide ihre herrliche Gestalt. Wie eine Krone saß der Myrthenkranz auf dem duftigen blonden Haar, das, wenn die Sonne drin spielte, wie eben jetzt, einen goldenen Märchenschimmcr trug. Und voni Brautschimmer eingerahmt, dieses eigenartig reizvolle Gesicht, das mit kritischem Maßstab gemessen, vielleicht nicht einmal schön zu nennen mar, das aber süße Rätsel zu lösen aufgab, wie der verschwiegene Wald, wie die heimlich murmelnde Quelle — dieses ovale, mattweiße Gesicht mit seinem seinen, blumenweichen Kindermunde, mit seinen mandelförmigen tiefen, braunen Mädchenaugen. Wie diese Augen ihn anblickten! Alles Leid —> alle Liebe der Welt lag darin. „Toska!" Er, der einen Augenblick tvie angewurzelt gestanden, stürzte nun vor, ergriff ihre Hand und zog sie ins Zimmer hinein. „Toska", wiederholte er erschüttert. „Traure nicht länger! Ich will dich halten als mein teuerstes Gut! Mein Höchstes sollst du mein Leben lang sein." „Das weiß ich!" entgegnete sie fest mit einer warmen glockentiefen Stimme. „Darum will ich mein Lebtag mit dir gehen. Trotz allem!" Und leise — unter köstlichem Erröten, aber ohne die Augen zu senken — fügte sie hinzü: „Demi ich habe dich lieb." „Toska! Das danke dir Gott!" Sein Herz schwoll vor Jubel. Er wollte sie in die Arme schließen und wagte es doch nicht. So beugt« er sich nur über ihre Hand und küßte sie in Wonne, Leidenschaft und Ehrfurcht — ein, zweimal. Gebete — Gelöbnisse stammelte dieser Kuß. — Hs — Ihre Seele verstand ihn. Schauer durchrieselten sie. Schauer tiefer bräutlicher Seligkeit, doch zugleich Schauer eines heimlich zitternden Grauens: wenn es das Schicksal nun d o ch an ihr rächen würde, daß sie sich ihm zu eigen gab? Aber die Seligkeit siegte. „Komm!" flüsterte sie mit bebenden Lippen. Da wurde die Tür von neuem geöffnet. Geräuschvoll und in freudiger Hast. „Vorwärts, Kinder! Wo steckt ihr denn? Zum töte ü Me habt ihr später noch Zeit genug!" Ulrich und Erdmuthe Erlen traten ein. „Nun, Hab' ich Ihre Braut nicht schön geschmückt?" fragte sie mit einem frischen Lächeln, das die gesunden Zähne sehen ließ, indem sie neben Tvska trat. Ottos Blick umfing einen Augenblick lang beide grauen. Welch ein Gegensatz! Der ganze Zauber geheimnisvoller Weiblichkeit schien über Toska ausgegossen. Erdmuthens hagere, eckige Gestalt im schwarzseidenen Kleide, ihr grauweißes, scharfkantiges Gesicht mit dem straffanliegenden aschblonden Haar schien ihm ohne jeden Charme und nur bestimmt, das Bild seiner Braut zu heben. Ulrich Erlen aber empfand anders. Auch sein Auge ruhte auf den beiden. Toskas reizvolle Erscheinung erweckte in ihm J ieute in noch höherem Majße als sonst jene prickelnde, be- lemmende Unrast, jenes unheimliche Bangen um den ge- i lebten Freund, das er so oft in ihrer Nähe empfunden. Bei krdmuthe war gütige durchsichtige Klarheit, war tiefer, mütterlicher Frieden. „Heißt Ihr Schweigen etwa: nein?" fragte die jetzt mit einem humorvollen Aufblitzen ihrer hellen Äugen in die Stille hinein. „Es heißt, daß man einen Bräutigam nicht so dumm kragen muß," nahm Ulrich fast ärgerlich das Wort. „Eine Braut ist dem Geliebten stets der Inbegriff alles Schönen. Muß es sein! Selbst, tvenn sie in den Augen anderer —" „Eine Nachteule ist!" warf Erdmuthe schelmisch ein. „Selbst dann! Ihm muß sie der Sonnenvogel sein —" Ulrichs blauschwarze Äugen taten sich unter den vorspringenden buschrgen Brauen weit auf. Ihre Lichter fluteten mit warmem Glanze in die helleren seiner Frau und in ihre jauchzende Seele hinein. „--und bleiben?" fragte sie mit einem Erröten, das sie für Augenblicke mit frauenhafter Anmut umkleidete. „In Ewigkeit!" bejahte er mit leuchtendem Ernst. „War das nun eine Liebeserklärung?" fragte Toska scherzend. „Eine ganz regelrechte, Fräulein von Eure! Ach, Kinder, ich muß meinem vollen Herzen einmal Luft machen! Nehmt euch ein Beispiel an uns alten Leuten...!" Voll tiefer Erregung wandte sich Ulrich dem Brautpaare zu. „Fräulein Toska, ich übergebe Ihnen heute meinen Freund, meinen langjährigen Wafsengefährten, den ich wie einen Bruder liebe. — Nein, das Wort Bruder ist ein zu schwacher Ausdruck für mein Empfinden! Aber ich finde kein anderes. Ungezählte Leiden auf Rußlands Schneegefilden — himmelstürmende Freuden, trotz aller Not und Gefahr im Kampfe wider den Korsen — das hat unsre Herzen aneinanderej geschmiedet wie die Glieoer einer Kette. Erdmuthe, meine Erdmuthe, war die dritte im Bunde. Heute treten Sie, Fräulein von Eure, als vierte in unfern Kreis. Vergessen Sie. alles, was draußen, was hinter Ihnen liegt." Beschwörend ergriff er die Hand. „Gehören Sie fortan ungeteilt, mit ganzer Seele zu ihm —> zu uns! Machen Sie ihn glücklich!" Toska war leicht erblaßt. Fast unmerklich war sie vor diesem plötzlich so stürmisch hervorbrechenden Werben zurück- B nchen. Ihr Herz öffnete sich ihm nicht — es verschloß eher davor. ,^Jch »kill es versuchen", sagte sie leise. Aber es wehte ein fröstelnder Hauch durch ihre Stimme. De-r sensitive Ulrich stand betreten, verletzt. Otto fühlte es; er fühlte aber auch in Toskas Seele. „Laß' mir mein Bräutchen heut in Ruh, Großer!" wehrte er ab. „Sie werden dirs schon zeigen, daß sie meitt ist — ganz mein!" Dabei legte er ihm, dem „Großen", der doch um einen halben Kopf kleiner war, die Hand wie bittend auf die Schulter. „Und nun kommt! Der Gottesdienst ist aus. Die Glocken beginnen schon wieder zu läuten." Gin paar Augenblicke später fuhren sie durch die sauberen Straßen der katholischen Kirche zu. Sie war für diese Stunden den brandenburgischen Ulanen zum protestantischen Wottesdienst eingeräumt. Toska gehörte durch ihre Mutter, die eine Deutsche war, dem evangelischen Bekenntnis an. Der junge Rittmeister saß mit seiner Frau im ersten Wagen; das Brautpaar im zweiten. In düstrem Schweigen starrte Ulrich vor sich hin. Erdmuthe betrachtete ihn. Wjemi er so dasaß, wie eben jetzt, mit vorgebeugtem Kopf, die Lippen unter dem schwarzen Schnurrbart fest geschlossen, die Lider unter den vorspringenden schwarzen Brauen tief über die Augen gesenkt, dann war etwas Fanatisches in seinem runden, schmalstirnigen Gesicht; man sah, daß dieser Mann alles, was ihm das Leben auch immer entgegenbrachte, mit heißer Leidenschaftlichkeit erfaßte. Er machte sich das Leben nicht leicht. „Wenn er nur glücklich wird —!" wurden seine Gedanken laut. „Aber Ulrich! Warum sollte er nicht! — Wie konntest du nur...!" Mütterlich erfaßte Erdmuthe seine Hand. „Du hast recht! Ich war wieder einmal täppisch — wollte sie im Sturm erobern!" Abgerissen, stoßweise kamen die Worte. Dablei fuhr er sich mit der Rechten durch dqsi volle schwarze Haar. „Aber wenn du wüßtest — wie mein Herz an ihm hängt —'! Und sie! Diese Fremde —! Uw- natur ist's!" „Ulrich — sie haben sich lieb!" „Unnatur jst's trotzdem", beharrte er. „Er ist ein Preuße. Sein ganzes Denken und Empfinden wurzelt in seinem Vaterlands. Preußens schmachvolle Demütigung, Preußens glanzvolle Erhebung sind für ihn wie sür einen jeden von uns zum eigenen Schicksal geivorden. Napoleon', der Preußen geknechtet, ist unser persönlicher Feind. Unser Leben ist verankert in der Feindschaft wider ihn. Und sie —! Sie hat mit der Muttermilch die Vergötterung sür diesen Höllensohn in sich gesogen!" „Ulrich, dn siehst zu schwarz. Ihre Mutter war eine Deutsche —" „Und ihr Vater ein Offizier der alten Garde Napoleons." „Er ist tot!" „Tot?" Brüsk wandte er sich zu ihr herum. Der Säbel klirrte an seiner Seite. „Wer sagt das? Otto glaubt« eö — Toska glaubt es — ich glaube es immer noch nicht! Ich sah nur, wie er auf dem entsetzlichen Leidenswege von! Wilna nach Kowüo den Kosaken in die Hände geriet. Mehr weiß kein Mensch. — Wvnn er plötzlich wieder auftauchto und vor seine Tochter hinträte! Wvnn der Korse plötzlich wieder in Frankreich erschiene!" „Ulrich! Dein Pessimismus treibt dich ins Uferlosei" „Liebe macht hellseherisch. Ich glaube an Träume. Dt« Fühlsäden unserer Seele schauen mit scharfsichtigen Augen lange voraus, was als Wirklichkeit in die Erscheinung treten wird. Daß ich ihn vor dieser Ehe hätte bewahren könnenl" „Du bist außer Dir!" Sie versuchte, ihn sanft an sich zu ziehen. Mjit stiller gütiger Liebkosung strich sie über sein dunkles Haar. Wieder und wieder. Die Berührung ihrer leichten kühlen Hand beruhigte ihn. „Vergib", murmelte er, die Augen schließend. „Vergib! Aber wem sollte ich mich anvertrauen, wenn nicht dir?" — Der Wagen hielt. Sie stiegen aus. Er reichte ihr den Arm und schritt mit ihr durch die M^nge, die sich au/f die Kunde von der bevorstehenden Trauung vor der Kirchtüp angesammelt. Die blaue, mit dem eisernen Kreuz geschmückte Ulanenuniform mit ihrem Kragenrot, ihren Goldschnüren und dem Federtschako stand ihm sehr gut: obwohl er nicht schlank und hochgewachsen, nur mittelgroß und eher etwaA untersetzt war. Die hagere Erdmuthe war von gleicher Größe. Manch einer wunderte sich, daß er nicht eine hübschere Frau genommen In der Sakristei fanden sie schon die anderen Gäste vor; zumeist alles Ofsiziere von demselben Regiment. Auch zwei ihrer Damen, die wie Erdmuthe aus der Heimat gekommen waren, um sür kurz« Zeit wieder einmal in der Nähe! ihrer Gatten zu sein. Denn die drei preußischen Armeekorps, die 1814 in Frankreich gefachten, waren — wie die meisten anderen Truppen der Verbündeten — noch auf Kriegsfuß verblieben. — Jetzt trat das Brautpaar ein. Ein kleines Zug bildete sich — inan schritt in das Schiff der Kirche, iu der noch die Ulanen weilten, die zuvor am Gottesdienst teth> genommen. Unter Orgelklängen nahm man am Altäre Platz. Die Rede des Predigers begann. 647 — Ulrich vermochte ihr nicht zu folgen. Tr konnte trotz >rößter Willensanstrengung seine Gedanken nicht darauf kon- «ntrieren. Wie der Alp eines nahenden Unheils lag eS auf einer Brust. Um sich zu zerstreuen, hob er die Augen und ieß sie über die kleine Gesellschaft schweifen. Alles liebe, vertraute Gesichter, mit denen die Vergangenheit ihn und Otto aufs engste verband. Er sah sich plötzlich wieder mit ihnen in der Schlacht an der Katzbach — sah ich wieder im wilden Kricgsgetümmel bei Möckern-LeipzigI ie die Löiuen hatten sie da gekämpft — einer für alle, alle r einen, um die verlorene Freiheit wieder zu erringen und en Tyrannen in den Staub zu werfen. Und nun dieser remde Blutstropfen in ihrem Kreise, sie, die der eigene /ater, wie sie selbst erzählt, zu diesem Tyrannen wie zu J ineni Halbgott hatte aufzublicken gelehrt. Und fremd würde ie bleiben. Das hatte ihm ihre kühle Zurückhaltung seiner eurigen Bitte gegentlber eben nur zu deutlich bewiesen. Da war aller künstliche Selbstbetrug, da war alle Hoffnung, daß es einst anders werden könnte, jäh in sich zusammengesunken. Wo in aller Welt hatte er nur seine fünf Sinne gehabt? Er war mitschuldig, wenn der Freund unglücklich wurde! Liebende sind immer blind — Nachtwandlern gleich. — Er aber hatte doch seine hellen Augen, seinen klaren Verstand k Vor nun fast einem Jahr, kurz nach der Schlacht von Paris >m 20 März, da hatte es begonnen. Die Hauptstadt hatte apituliert, Napoleon sich nach Fontainebleau geflüchtet. Die "konarchen von Rußland und Preußen hatten an der Spitze .rer Garden und Grenadiere ihren feierlichen Einzug in ie Stadt gehalten. Der übrige Teil der verbündeten Heere bezog Quartier im weiten Kreise um die Hauptstadt herum — das Ulanenregiment biwakierte bei Courcelles in der Nähe der Seine, eine halbe Stunde vor den Toren vor Paris. Dre Ofsiziere nahmen, geradezu trunken vor Glück über diesen Ausgang des Krieges, in dem kleinen Schlößchen Quartier. Es gab viel Lachen und Scherzen dabei und manche köstliche Situation. Denn das Schlößchen hatte bis dahin einer Erziehungsanstalt für junge Damen zur Heimstätte gedient. Erzieherinnen und Zöglinge aber hatten anscheinend in toller Eile vor den heranziehenden Barburen die Flucht ergriffen. In holdem Wirrwarr lagen tausend süße Mädchendinge noch n den Zimmern umher. (Fortsetzung folgt.) Aus dem teben König Larols. Keiner unter den Herrscher» Europas hat eine solche Fülle «ontantischcr Wagnisse und Kämpfe durchlebt, wie der dahinge- Mi»gene Schöpfer der rumänischen Königsmacht. Vom deutschen Prinzen und preußischen Leutnant zum mächtigen Beherrscher eines Reiches, den, er eine imponierende Stellung im europäischen Konzert geschaffen, von Düppels Schanzen, wo er die Feuertaufe erhielt, brs zu den Schlachtfeldern von 'Plevna und Smrdrn, wo « als überlegener Feldherr sein Heer führte, von der Heimat- stadt Signwringen bis zur Königsresidenz Bukarest — es ist «in weiter Weg, den dieser kluge und kühne Fürst durchmessen wußte, es ist zugleich eine glanzvolle Laufbahn, wie sie wenigen Sterbttct>en beschiedeu. Gebührt der Mannesrcifc und dem Greisenalter Carols der Ruhm, in unermüdlicher Sorge für sein Land die Grundlage von Rumäniens Größe geschossen zu haben, so ist seine Jugend die Zeit ib-cr Abenteuer, und wie ein wannendes Märchen Mutet die Geschichte seiner Wahl und seiner Thronbesteigung an, an die wir hier erinnern wollen. Es war im Kriegsjahr 1866; aber noch herrschte Frieden, und zum Gebuttstag Körrig Wilhelms hatten sich all seine Verwandten in Berlin versammelt. UMer ihnen befand sich auch mit seinem Vater, dem Fürsten Karl Anton von Hohenzollern, und seinem älteren Bruder, deni Erbprinzen Leopold, Prinz Karl von Hohenzollern, der als Premierleutnant beim preußischen zweiten Garde-Dragoner-Regiment stand. Zur Fcrer des Osterfestes erhielt er darauf Urlaub nach Düsseldorf, und hier erschien plötzlich der rumanytye Abgesandte Joan Bratranu, der vom Fürsten Karl Anton zur Tafel gezogen wurde. Während der Fürst von seinen Plänen unterrichtet war, sah ihn der Prinz zum erstenmal bei Tisch, wo ihn Brattanu mtt den Wotten be- e ßte: „Dian hat mir viel von Eurer Hoheit in Paris ge- chm, wo man mir sagte, Sie waren in Berlin. Ich bin äiücklich, durch einen guten Zufall Eure Hoheit schon hier zu finden." Der Prinz, der seine Mission ahnte, ernnderle, daß er in zwei Tagen zu seinem Regiment zuruckkehren müsse, uird fügte hinzu: „Umsomehr, als wir Krieg bekommen werden." Es widersprach seineni patt io tischen Gefühl, sein Vaterland in einem solchen Augenblick zu verlalsen; aber als daraus Bratianu tu persönlicher Midienz bei ihm erschien und ihm die Krone RuinänicnS «ntrug, lehnte er nicht direkt ab. Freilich nahen er noch weniger an, !ünd fein Erstaunen war daher grenzenlos, als er 14 Tag« später mit seinen Regimentskameraden tm Kasino saß, die Zerrung gebracht wurde und folgende Depesche darin stand: „Bukarest, 1./13. April. Heute haben Statthalterschaft und Ministerium mittelst Anschlag an den Straßenecken den Prinzen Karl von Hohenzollern unter dem Namen Karl I. zum Fürsten von Rumänien vorgeschlagen; es geht das Gerücht, der Prinz werde demnächst hier eintrefsen. Die Bevölkerung scheint darüber voller Freude zu sein." Abends im Opernhause begrüßte den bestürzten Thronkandidaten Prinz Karl von Preußen scherzhaft als „Türken"; Köllig Wilhelm äußerte schwere Bedenken, aber Bismarck riet ihm, direkt nach Rumänien abzureisen und vom König nur einen Urlaub ins Ausland zu erbitten. Als Ministerpräsident müßte er sich entschieden gegen die Annahme der rumänischen Krone aussprechen, da Preußen durch jede offizielle Unterstützung in schwere Konflikte mit Rußland und der Pforte verwickelt werden könne, aber als Freund gebe er ihm den Rat zu eigenmäch- ttgem Handeln; mißlinge der Coup, so bleibe ihm immer noch die Erinnerung an ein „pikantes Abenteuer". Prinz Karl, der wußte, daß nur entschlossenes Handeln die Sache zum Austrag bringen könnte, faßte nun gegen den Willen der in Paris tagenden Konferenz den Enffchluß zur Annahme und bat um Urlaub nach Düsseldorf, den ihm der König mit den gerührten Wotten: „Gott behüte dich!" gab. Dem Fürsten Karl Anton teilte er mit» daß der Prinz bei einem eventuellen Ueberschreiten der preußv- K Grenz« seinen Abschied einreichen müsse, da er nicht im blick der Mobilmachung als preußischer Offizier außer Landes gehen könne. In Düsseldorf wurden mit Bratianu die end- gültigen Besprechungen gepflogen und der Plan zur raschen Reise ««saßt. In der Morgenfrühe des 11. Mai, als noch alle Bedienten rn der Residenz des Fürsten Karl Anwn zu Düsseldorf schliefen, packt« Pttnz Karl selbst seine Sachen. Ein kurzer Abschied von den Eltern; dann ging es hinutcr — zum letzten Male in preußischer Dra- goner-Umform — er umarmt noch den jüngsten Bruder und sprengt dann davon, als gelte es einen Spazierritt, niemand durste ahnen, daß der neue Fürst von Rumänien in diesem Augenblick die Reise in sei» Reich anttat. Nicht ohne Bewegung vertauscht er dann bei seinem ältesten Bruder in Schloß Wenrath dre preußische Uniform mit einem Zivilanzuge, und dann geht die Fahrt in Begleitung weniger Vertrauter nach der Schwerz. Unterwegs werden die Namenszüge aus der Wäsche getrennt, die Krone über dem C am Necessaire des Prinzen abgekratzt. Vom Landamman Elpli bekommt er einen Schwerzer Paß, lautend aus den Namen Karl Hellingen mit dem Signalement: „Blaue Augen, dunkle Haare, scharf geschnittene Adlernase, dunkler Flaum auf Wange und Oberlippe, schlanke Gestalt und Brille", welch letztere der Pttnz sich -»gelegt hatte, um sich ganz unkenntlich zu machen. Ans der Rttse durch Oesterreich, wo die Bahnhöfe mit dem zur Mobilmachimg ttlenden Militär überfüllt sind, ist er unzählige Male in Gefahr, erkannt zu werden. Aus der letzten österreichischen Eisenbahnstation muh er zwei Tage aus die Ueberfabrt über die Donau warten, während jede Stunde länger in der österreichisch-ungarischen Monarchie die Gefahr des Entdecktwerdens vergrößert. In dem klttnen schmutzigen Wirtshaus erzählt man sich allerltt bon dem neuen Fürsten, was nicht gerade hoffnungsvoll klingt: „Der wird sich bald ebenso unmöglich machen wie der Cnsa" oder: „Es wird nicht lange dauern, dann jagen ihn die Walachen davon!" Endlich er- vlgt die Fahrt nach Belgrad und von dort weiter. Zwischen Fracht- 'äcken schreibt der Fürst von Rumänien an Kaiser Franz Josef, aß er die Krone .nicht in feindlicher Absicht gegen Oesterrttch annehme. Nachmittag den 20. Mai legt das Schiss an der ersten rumänischen Stadt an; über die Landungsbrücke vonTurnu-Severin schreitend, setzt Prinz Karl den ersten Fuß auf den Boden sttnes Reiches; seine Untertanen, die neugierig ringsherum stehen, ahnen nicht, daß ihr neuerwähller Fürst da an ihnen vorüberschrertet---- Drei Jahre harter sorgenschwerer Arbttt liegen hinter dem jungen Herrscher: durch unüberwindlich scheinende Hindernisse, durch die Wogen der ringsum hocherregten Politik hat er das Schiss seines Staates sicher gesteuett. Nun, glttchsam im ersten srtten Augenblick, da er sein Land beruhigt verlassen kann, wird er eine andere wichtige Aufgabe ersüllen; seinem Reich die Herr- schettn schenken. Und er ahnt auch schon, wer das sein soll. Sein alter tteuer Freund und Berater, Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen, der mit ihm in Baden-Baden zusam- mentrrfst, rät ihm dttnqend, „alle andern in Frage kommenden Partien auszugeben und sich um die Prinzessin Elisabeth von Wied zu bewerben: Er kenne sie genau, sie habe eben soviel Geist wie Herz, edles Stteben und einen unwiderstehlichen Liebreiz." Ter Kronpttnz will eine Begegnung vermitteln, ohne daß die Prinzessin etwas ahnt. Fürst Carol fährt unterdessen in wichttgen Geschäften nach Patts, und als er Kaiser Napoleon vo» seinem Plan Mitteilung macht, erklärt dieser sein Einverständnis mit den Worten: „Die deutschen Prinzessinnen sind ja so gut erzogen!" Ter Kronprinz, der sich auf der Reise nach Konstantinopel befindet, telegraphiert aus Venedig, daß das Rendezvous mit der Fürstin von Wied am 12. Oftober in Köln vereinbart sei. t u verabredeter Stunde trifft der Fürst ttn, und der pttnlich« ugenblick der ersten BegegPing ist schnell und angenehm überwunden. „In ihrer lebhaften und unbefangenen Att" lesen wir in den „Aufzeichnungen ttnes Augenzeugen", „erkundigt sich die 648 t lebrei&enbe Prinzessin nach seinem Lande und seinem Leben dort! ie frischen gemeinsame Berliner Erinnerungen aus, und Prinzessin Elisabeth ruft ihm ins Gedächtnis zurück, lote sie einst auf der Trevpe im Schloß sieipcrtr und nur dank seines starken Armes, i>«r sie aufsina, keinen Schaden nahm. Ehe di« Promenade zu End«, ist Fürst Karl bereits in ihrem Bann«: sie hat ihn für immer erobert und an sich gehesselt, ohne selbst eine Ahnung davon zu haben." Gleich nach dieser ersten Begegnung erklärt der Fürst schon im Wagen den Lernen seiner Begleitung, er sei entschlossen, augenblicklich den entscheidenden Schritt zu wagen. Er hält sofort danach um die Hand der Prinzessin an und empfängt von der Fürstin das Versprechen, daß sie mit ihrer Tochter reden wolle. Eine lang« Viertelstunde bangen Wartens — dann läßt der Ungeduldige wieder anfragen und erhält die erhoffte Nachricht: Die Prinzessin hat „ja" gesagt. Nur zwei Stunden ist es ihm vergönnt, noch mit seiner lieblichen Braut zusammen MI sein, dann rufen ihn wichtig« Geschäfte schon mit denr Nachtzug nach Paris zurück. Ein erstes Telegramm meldet dem Förderer des Bündnisses, denr Kronprinzen, die frohe Nachricht, der von Konstanttnopel aus seine Glückwünsche an den Fürsten sendet: „Du wirst Dir denken können, wie mein Her» beim Empfang der Nachricht gejubelt hat, denn eine lang gehegte stille Hoffnung hat sich erfüllt, und Meine Erwartung, daß, Elisabeths Erscheinung ihren Eindruck auf Dich nicht verfehlen werde, ist eingetroffen. Möge Gott nun Euch in Eurer Ehe das Glück bescheiden, das Du in der mcinigen oft genug zu beurteilen Gelegenheit gefunden hast; Möget Ahr also reichlich für all die Entsagungen entschädigt werden, die Eure Stellung in der neuen Heimat unvermeidlich mit sich bringt." Die große Wendung im Leben König Karols bildete der russisch-türkische Krieg, in dem Rumänien durch seine entscheidende Beteiligung an den Kämpfen seine Leistungsfähigkeit als moderner Staat und als kräftige Militärmacht zu beweisen Gelegenheit hatte. ES geschah dies bekanntlich sehr gegen den Wunsch und Willen Rußlands, welches Rumänien in der Rolle eines kleinen Vasallenstaates festzuhalten gedachte. Rußland nahm denn auch das Hilfeangebot d«S Fürsten Karl zunächst sehr kühl auf und Ne- ltdow machte ihn darauf aufmerksam, daß Rumänien, ivenn es sich in den Krieg einzumischen gedenke, dies auf eigene Gefahr tun müsse. Fürst Karl beschloß abzuwarten und mobilisierte zunächst einmal sein ganzes Heer. Als dann, nachdem die Lage für Rußland bereits krittsch geworden war, vom Zaren ein drahtloser Hilferuf erging, zog der Fürst nun seinerseits vor, erst noch zu warten. Den weiteren Fortgang der Dinge, der sich geradezu dramatisch gestaltete, hat König Karol selbst einmal einem Besucher in fesselnder Weise erzählt. Es kam ein zweiter Hilferuf. „Ich telegraphierte deni Kaiser, daß ich käme, und meine Armee überschritt in größter Ordmcng die Donau. Ich werde die Einzelheiten meiner Begegnung mit dem Kaiser und dem Großfürsten Nikolaus nie vergessen. ES war in einer elenden bulgarischen Hütte: ich kam hei einer furchtbaren Hitze, mit Staub und Schweiß bedeckt, an. Nach der ersten Begrüßung sagte der Großfürst: „Sie sind also Entschlossen, Ihre Arm« selbst »u führen^' — „Natürlich, es ist ja meine Armee." — „Das soll heißen, daß Sie nicht unter dem Kommando eines russischen Generals stehen können." Ich sprang bei diesen Worten aus und schrie: „Unter dem Befehl eines russischen Generals! Sagen Sie lieber, daß zehn russische Generale unter meinem Befehl stehen können!" Um der peinlichen Unterredung ein Ende zu machen, sagte der Kaiser in liebenswürdiger Weise, daß ich wohl sehr müde sein dürfte, und daß mir ein wenig Ruhe gilt tun würde. Man führte mich in ein schönes und bequemes Zelt, das durch einen Verschlag in zwei Teile geteilt war. Ich war gerade mit meiner Toilette beschästigt, als der Großfürst Noch einmal kam und mir sagen ließ, daß er mich sosort sprechen müsse. Ich kleidete mich in aNer Eile an: „Der Kaiser," sagte Großfürst, .chietet Ihnen den Oberbefehl über alle Streitkräste vor P l e w n a an. Entschließen Sie sich rasch, denn ich soll ihm die Antwort bringen." — „Wie kann ich mich denn sosort entschließen," antwortete ich, „ohne daß ich weiß, wie viel Mann da sind!" Nachdem mir der russische Generalftabschef erklärt hatte, daß vor Plewna 30000 russische Soldaten ständen, ging ich zum Kaiser und erklärte, daß ich annähme. Nun kamen viele Generale auf mich zu, um mich zu beglückwünschen: unter Ihnen befand sich Jgnatiew, und ich konnte mich nicht enthalten, ihm zuzurufcn: „Nun, dieser Feldzug sollte ja nach Ihnen ein bloßer militärischer Spaziergang werden!" Jgnatiew schob die ganze Schuld auf seine Regierung, die nicht genug Armeekorps mobilisiert hatte. Vor Plewna hatte der König dann noch verschiedene Zusammenstöße mit den russischen Generalen, die durchaus angreisen wollten: als er eines Tages für die Soldaten Äerschanzungen Anschlägen lassen wollte, sagte einer der Generale stolz: „Unsere Venchanzungen sind die Brüste unserer Soldaten." — „Ganz richtig." erwiderte der König, „und weil diese Brüste mir viel wert sind, wünsche ich. daß sie durch einen Graben geschützt werden!" vermochte«. • S o Iba* und Stock. Mit seltlam gemischten Gefühlen las ma» in letzter Zeit, daß sich vieliach Gummiknüppel tm Besitz gefangener russischer Ossi,iere fanden, die augenscheinlich d» Kriegs« beaeisterung uiiscrer Feinde etwas nachgcholten halten. Wenig bekannt sein dürste es, daß ma» vor den Befreiungskriegen in de? Tut den Stock Im Heer« für unumgänglich nötig hielt, eben well damals aü« Truppen noch ähnliche Elemente unter sich hatten wie jetzt di« Russen. »Daß der Stock regiere unter den Soldaten, schreibt Ernst Moritz Arndt, Ist ein notivendtges Nebel, so langt man sich nicht ichämt, den Auswurs der menschlichen GesellschaÜ in die Klasse dieser Staatsbürger autzunehmen. Wa» soll ma» anlangen mit verwilderten, zuchtlosen Taugenichtsen, mit Menschen, die oU schon alle Stuten der Schande a»l- und abgestieaen sind und dann «wem Werber »»lauten? Was soll man mit Ihn«, ansangen, wodurch soll man sie bändigen, als durch de» Stock, durch dl« Furcht vor dem geinelnsteu Schmerz?' — Und von Friedrich dem Groben sagt Goethe in Dichtung und Wahrheit (Buch XUl „Sei» Uebergewicht In allem offenbarte sich am stärksten, als ln der tranzösischen Armee das preubtsch« Exerzitium und sogar de* preußisch« Stock elngesührt werden sollte.' Sprache«!« der Allgemeinen Deutschen Sprachverein». Amtsdeutsch I. Frühere Bezeichnung. Jetzige Bezeichnung. Absentenliste.......Verzeichnis der Fehlenden •Acta..........Akten, Amtsschriften ad Acta......... ui den Akten Adjazent.........Anlieger, Angrenzer, Anraina Administration ...... Verwaltung Adoption......... Kindesannahme Adressat.........Empfänger Adresse.........Anschrist, Aufschrift Adresskalender ......Wohnungsanzeiger Advokat.........Anwalt, Rechtsanwalt 4 fonds perdu ....... ohne Ersatzpflicht Abende.........Gottesdienstordnung Agent.......... Geschäftsvermittler, Mäkler Stellcnvermittler, Mittelsmann akkreditieren . ......beglaubigen, bevollmächtige» Akt......... . Handlung, Tat, Vorgang aktiv..........tätig, handelnd Aktiva.........Vermögen Akzise.........Verbrauchsabgabe Alphabet.........Buchstabenfolge. ABC Alternative........Wahl, Zwiewahl Amnestie........Gnadenerlaß, Straferlaß analog .........ähnlich Analphabet........Schristunklindiger animalische Lymphe.....tierische Impfe Anomalie........Abweichung, Ausnahme anonym.........ununterschneben Arbeiterkolonie......Wanderarbeitsstätte Areal..........Fläch« Argument........Beweis Arrest ......... Beschlagnahme,Sperre,Pfändung assistieren........Helsen, beisteben A'yl..........Obdach, Stätte, Heim Attentat.........Anschlag, Mordanschlag, Angriff Ariäienr.........Empfang, Gehör Avancement........Ausrücken, Beförderung AuS dem Berdeutschungsbiich „Die Amtssprache'- Sitatenrätsel. AuS jedem der lolgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, so daß sich ein neues Zitat ergibt: 1 . Mein Sobn, nichi» i» der Welt ist unbedeutend, 2. Mensch, bezahle deine Schulden I Lang ist ja die Lebensbahn .... 3. Und immer höher schwoll die Flut. 4. Ter Knabe Don Carl langt au, mir fürchterlich zu werde», b. Wer srüh erwirbt, lernt lrüh den hohe» Wert Der holden Güter dieses Leben» schätzen. 8. Stets ist die Sprache kecker als die Tat. 7. Atu Ende ist der ganze Kerl noch nicht einmal geboren. 8, Ei» jeder gibt de» Wert sich selbst. 5. Das ist des Landes nicht der Brauch. 10. Tages Arbeit! Abends Gältet Saure WochenI Froh« Fest, I Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Königspromcnade in voriger Nummer? Wer allzu heltig rennt, geht überremieud Des Ziels verlustig. Wisit ihr nicht, daß Feuer, Wenn es den Trank zuui Ueberschaumen schwellt, Ihn scheinbar mehrt, doch in der Tat verflüchtigt? Shakespeare. Nedaktlon: Aug. G o e tz. — RotailonSdruck und Derlag der Brühl'scheu Unlversitäts-Duch- und Steindruckerel, R. Lauge, Gießen.