Kinderseele. Roman von Rein hold Ortmantt. (Nachdruck verboten.) (jjrortfefejmg.) „9£öer, ich bitte Sie," Tarn Iadwiga im Ton zornigster Empörung der Antwort Iosephas zuvor,, „was soll das heißen? Nach dieser in meiner Gegenwart ausgesprochenen Ansfordernng habe ich ein Recht, Aufklärung über den Ztveck Ihres Hierseins von Ihnen zu verlangen. Ihre Feststcllun- geu sollen sich also aus den Tod meiner unglücklichen Ver- tvandteu beziehend' „Allerdings, gnädiges Fräulein. Ich war der Meinung, Sie lßitten das bereits erraten." „Wie sollte ich aus eine so uugcheuerlici>e Vermutung Versalien! Es ist skandalös, daß eine Behörde sich dergleichen herausnehmen darf, und ich ivürde Ihnen einfach die Tür gewiesen l>aben, wenn Sie mir sogleich gesagt hätten, daß Sie in solcher Absicht kämen." Der Kommissar blieb vollkommen höflich. „Ein Polizei- beamter. der in dienstlichem Aufträge erscheint, pflegt sich nicht ohne weiteres die Tür iveisen zu lassen, meine Gnädigste. Im übrigen kan» ich Ihre Entrüstung nicht ganz verstehen. Wenn die Vermutung laut geworden ist, daß Frau v. Bardelebeu nicht eines natürlichen Todes gestorben sei, so hat doch sicherlich niemand dringenderes Interesse an einer Klarstellung als ihre Angehörige." „Nun, es wird Sache des Barons sein, sich darüber mit Ihnen auseinanderznsetzen Vor ihm werden Sie es zu rechtfertigen haben, daß Sie mich veranlaßten. Ihnen diese Gemächer zu öffnen." „Selbstverständlich, mein gnädiges Fräulein! — Also auf der Schwelle zwischen diesen beiden Zimmern lag die Baronin, als Sie eintraten?" wendete er sich an Josepha. jawohl." l „Sie hätte demnach volle fünfzehn Schritte machen müssen, um vom Arbeitszimmer bis hierher zu gelangen. Wie lange kann der Baron nach Ihrer Schätzung von hier abwesend gewesen sein, um Sie und das Zimmermädchen zu holen*' „Das weiß ich nicht. Es können zehn Minuten gewesen sein, aber auch weniger. Nach der Uhr Hab' ich nicht gesehen." „Wo lag der Kops der Baronin, als Sie sie fanden?" „Neben dem Stuhl da. Auf den muß sie im Fallen anfgejchlagen sein und sich die Beule geholt haben." „Was für ein Glas ist dies? Und was hat sich darin befunden?" Die Frage bezog sich auf ein hochgestieltes Likörglas von feinstem Bakkaratschliff, das der Kommissar von einem unmittelbar neben der Tür des Ankleidezimmers stehenden Tischchen aufgenominen und vrüsend gegen das Licht gehalten hatte. Es war leer, aber der unterste Teil der Höhlung ivar von einer eingetrockneten Substanz oder einem Niederschlage mit einer feinen weißlichen Schicht bedeckt, die sich allerdings nur bei genauer Betrachtung dem Auge offenbarte. Josepha sagte mit ihrem gewohnten, verdrießlichen Kopsschütleln. „Wie soll ich das wissen? Es ist eines von den beiden Gläsern, die immer neben der Likörkaraffe auf dem Schreibtisch des Herrn Barons standen. Der gnädige Herr trinkt vor dem Schlafengehen stets einen Kognak. Das tat er schon, weim er als junger Leutnant auf Urlaub nach Klein Ellbach kam." Bergmann hatte einen Blick nach dem Schreibtisch hin- übergeworsen. „Die Karaffe ist inzwischen entfernt worben?" „Sie ist am Morgen nach dem Tode der gnädigen Frau heruntergefallen und entzweigegangen, wie das ganze Arbeitszimmer voll von Menschen war." Der Kommissar, der das Glas unausgesetzt prüfend betrachtet und wiederholt an seine Nase geführt hatte, schwieg eine kleine Weile. Dann fragte er weiter: „Sie sagen, seit der Fortschaffung der Toten seien die Zimmer von niemand mehr betreten worden? Es ist also auch nicht wahrscheiw- lich, daß dies Glas erst nach dem Ableben der Baronin hierher gelang! ist?" Josepha mußte Nachdenken, ehe sie den Sin» seiner Worte begriff. Dann erwiderte sie: „Erkundigen Sie sich danach bei jemand, der allwissend ist. Ich Hab' von dem Geschwätz nun nachgerade genug, und ich gehe jetzt zu meiner kleinen Baronesse." Sie lies wirklich zur Tür, und diesmal hielt der Kommissar sie nicht mehr zurück. Verbindlich, als hätte er ihren vorigen Zornesausvruch ganz vergessen, kehrte er sich gegen Jadwiga: „Wohin — wenn es mir erlaubt ist zu fragen, gnädiges Fräulein — gelangt man durch diese Tür?" „In dem anstoßenden Zimmer schläft das Töchterchen des Barons. Aber die Tür ist nienrals benützt tvorden. Schon als ich vor längerer Zeit zum Besuch auf Klein-Ell- bach weilte, war der Schlüssel verloren gegangen und, soviel ich weiß, ist bis heute kein neuer angefcrtigt tvorden." Sie wußte selbst nicht, wie sie dazu kam, dem Manne mit einem Male so bereittvillig Auskunft zu geben. Vielleicht war cs eine Folge der seltsamen, beklemmenden Angst, von der sie sich ergriffen fühlte, seitdem sie hier an dieser Stelle, wo Irma v. Bardelebeu ihren letzten Atemzug getan, zur Zeugin eines Verhörs geworden ivar, das den Tod der jungen Frau aus einem natürlichen Geschehnis plötzlich zu einein düsteren und geheimnisvollen machte. Dieser bei aller ruhigen Bestimmtheit so weltmännisch höfliche Beamte erschien ihr jetzt geradezu fürchterlich. Sie hatte die Einpsindung, daß hinter jeder seiner gleichmütigen Fragen eine schreckliche, lauernde Absicht verborgen sei, und daß unerbittlich, unaufhaltsam irgend etwas Grauenhaftes auf sic zuschliche. 510 Ihre Stimme hatte gezittert, während sie seine Frage beantwortete, und sie wurde sicherlich den ersten besten Borwand ergriffen haben, um seiner für sie jetzt so beängstigenden Nähe zu entfliehen, wenn sie nicht durch das Erscheinen der Zofe, die F-annis Nachfolgerin geworden war, erlöst worden Ware. „Gnädiges Fräulein, der Herr Baron ist soeben zurück» gekommen," meldete das Mädchen. Ohne Besinnen wandte sich Jadwtga zum Gehen. „Ich werde meinen Vetter von Ihrem Hiersein unterrichten," sagte sie hastig. „Man wird Ihnen sogleich mitteilen, ob er bereit ist, Cie zu empfangen." Bardeleben hatte nach einem kurzen Gespräch mit dem Diener bereits die Bibliothek betreten, und das Gesicht, das er Jadwtga zukehrte, offenbarte keinerlei Anzeichen einer ungewöhnlichen Erregung. Sie aber umfaßte mit beiden Händen seinen Arm und flüsterte: „Harro —^ um des Himmels willen, was soll das bedeuten? Es ist jemand von der Polizei da, der Erhebungen anstellen soll über Irmas Tod. Er hat Joseph« fast eine Stunde lang verhört, und dann mußte ich ihn tn das Sterbezimmer hinausführen. Nun verlangt er dich zu sprechen. Hast du eine Erklärung für all dies Gräßliche?" „Nein," erwiderte er ruhig. „Aber ich werde sic ja wahrscheinlich von dem Beamten erhalten. Man soll ihn hierher schicke». — Aber vor allem: wie befindet sich Fräulein Othmar?" „Soviel ich weiß, geht es ihr ganz gut. Den Arzt aus Reinswaldau hat sie gleich wieder fortgeschickt, ohne sich von ihm untersuchen zu lassen, und Joseph« sagt, daß sie sie nur mit Mühe habe verhindern können, aufzustehen. Es kann also mit ihrer Krankheit unmöglich viel auf sich haben." „Um so besser. — Und jetzt ist es wohl am nötigsten, daß ich den Herrn von der Polizei abfertige." Jadwtga ging, ohne sich beruhigter zu fühlen, als bei ihrem Eintritt. Sie schickte das Mädchen hinauf, um den Kommissar zu benachrichtigen, und begab sich in das Wohnzimmer. Der Beamte aber betrat gleich darauf die Bibliothek, wo ihn Bardeleben vor seinem Schreibtisch erwartete. „Sie sind Herr Bergmann, Kriminalkommissar aus Breslau?" fragte der Baron mit einem Blick auf die vor ihni liegende Karte. „Ich bitte um Ihre Legitimation." Er prüfte das Papier, das der andere ihm bereitwillig überreicht hatte, und gab es zurück. „Ich danke. — Wollen Sie gefälligst Platz »ehinen! In welcher Angelegenheit sind Sie hier?" „Es ist ein Ermittlungsverfahren angeordnet worden, Herr Baron, zur Feststellung der Umstände, unter denen der Tod Ihrer Frau Gemahlin erfolgt ist." Bardelebens Gesicht blieb unbeweglich. „Von wem ist das angeordnet worden? Die Breslauer Behörden wären dazu ja gar nicht befugt. Zuständig ist hier nur die Walden- burger Polizei bezw. das dortige Gericht." „Meine Entsendung geschah auch lediglich auf Regnisi- tion der Waldenburger Polizeidirektion. Die Erklärung ist ziemlich einfach. Die Denunziation, die den Anlaß zu dem Verfahren gegeben hat, erfolgte in Breslau, und die Denunziantin wurde von mir vernommen. Wir haben das Protokoll dann zur weiteren Veranlassung an die Waldenburger Polizeibehörde geschickt, und diese hat um meine Entsendung gebeten, weil sie eben annahm', daß ich mit dem Gegenstand besser vertraut sei als einer ihrer nur aus das Protokoll angewiesenen Beamten." Er hätte einem Vorgesetzten nicht höflicher und sachlicher Bericht erstatten können, als er die Frage Bardelebens beantwortet hatte. Nichts von der auf suggestive Wirkung berechneten Ueberlegenheit des inquirierenden Kriminalisten war in seinem Benehmen. Bardeleben lehnte sich in seinen Stuhl zurück und sah ibm mit klarem, festem Blick ins Gesicht. „Eine Denunziation — sagen Sie. Eine bestimmt formulierte Beschuldigung also? Gegen wen?" „Nicht eigentlich gegen eine genau bezeichnete Persönlichkeit. Im Grunde handelt es sich vielmehr nur darum, daß die Person, von der die Anzeige ausging, auf Grund ihrer! wirklichen oder vermeintlichen Wahrnehmungen nicht an einen natürlichen Tod der Frau Baronin glaubt, und daß sie zur Beruhigung ihres Gewissens der Behörde davon Miti- teilung machen zu müssen meinte." „Sind Sie ermächtigt, mir den Namen der Denunziantin zu nennen?" „Es ist Ihr ehemaliges Zimmermädchen Fanni Hasselbauer." „Ein ebenso gemeiner wie alberner Racheakt also! Und auf solche Angaben hin setzt man den ganzen polizeiliches Apparat in Bewegung?" „Wir sind gesetzlich verpflichtet, jeder Anzeige nachzu- ,ehen, von wem immer sie berrsthren mag und wie durch- ichtig auch ihre Beweggründe fern mö^en. Vielleicht hätte ich ja alles weitere erübrigt, wenn »mr den Sanitätsrat Doktor Mittmann hätten befragen können, der die Verstorbene untersucht und die Todesursache doch jedenfalls mit aller durch die Umstände gebotene» ärztlichen Gewissenhaftigkeit sestgestellt hat. Aber der Herr ist leider schwer krank und ivird, wie ich höre, aller Voraussicht nach übcr- haicpt nicht wieder vernehmungsfähig werden." „Aber er hat die Todesursache seinerzeit in dem von ihm vorschriftsmäßig ausgestellten Attest bestätigt. Ist das denn nicht genug?" „Nicht ganz! Auch der tüchtigste und ersahrenste Arzt ist det Möglichkeit eines Irrtums ausgesetzt, zumal, wenn er sich sein Urteil erst nach bereits eingetretenem Tode bilden muß. Er tvird hinsichtlich der Krankheitserscheinungen dann ja immer mehr oder weniger auf die Angaben anderer angewiesen sein, die die eigene Beobachtung nicht vollständig ersetzen können. Auch ist es denkbar, daß ihm dabei absichtlich oder unabsichtlich etwas Wichtiges verschwiegen wird. Um die Bescheinigung des Doktors Mittmann als unbedingt zuverlässig anerkennen zu können, hätte man also tviohl von ihmi selbst erfahren müssen, auf Grund welcher einwandfreien wissenschaftlichen Untersuchung er die Todesursache fest- gestellt hat." Bardeleben hatte ihm sehr aufmerksam zugehört, und nun nickte er zustiinmend. „Das ist vom behördlichen Standpunkt aus vollkommen einleuchtend. Aber was wünschen Sie denn nun eigentlich von mir zu erfahren?" „Ich bitte Sie um eine ausführliche Schilderung der Umstände, Herr Baron, unter denen Erkrankung und Tod Ihrer Frau Gemahlin erfolgt sind." „Die Erfüllung dieses Wunsches muß ich zu meinem Bedauern rundweg ablehnen." „Pardon! Sic haben mich ohne Zweifel nicht ganz richtig verstanden. Es handelt sich für uns selbstverständlich nur um die Geschehnisse der fraglichen Nacht, und über diese, soweit sie sich in Ihrem Beisein abgespielt haben, die Auskunft zu verweigern, haben Sie doch gewiß keinen Anlaß." „Doch, Herr Kommissar, und den allertristigsten. Ich ersuche Sic also, sich an meiner bestimmten, und bündigen Erklärung genligen zu lassen, daß ich mich über die Vorgänge in der Todesnachl meiner Frau nicht äußern werde, weder vor Ihnen noch an irgend einer anderen behördlichen Stelle." „Darauf war ich allerdings nicht vorbereitet, und ich würde es auf das lebhafteste bedauern, Herr v. Bardeleben, wenn Sie bei diesem Entschlüsse verharrten. In Ihrem Interesse namentlich würde ich es bedauern." „In meinem Interesse?" „Zu dem Edelmann und Offizier darf ich wohl freimütiger sprechen, als ich es vielleicht vor einem anderen dürfte. Das ganze Auftreten der Denunziantin und die Art ihrer Bekundungen haben mir ja von vornherein keinen Zweifel darüber gelassen, daß es sich für sic in der Tat weniger um einen unwiderstehlichen Gewissenszwang als um; die Befriedigung eines Rachebcdürsnis handelte, und ich gestehe, daß ich in ihrer Erzählung nichts anderes sah als den gewöhnlichen Dienstbolenklatsch, der sich in nichts auszulösen pflegt, sobald inan ihm einigermaßen energisch auf den Grund geht." „Und sind Sie inzwischen anderer Meinung geworden?" „Die tatsächlichen Angaben des Mädchens haben sich in allen Stücken als richtig erwiesen, Herr Baron. Die Schlüsse, die sie aus ihren Beobachtungen gezogen hat, mögen ja falsch sein; aber diese Beobachtungen selbst hat sie jedenfalls voll^ kommen zutreffend geschildert. Die Waldenburger Behörden werden also nicht um»n können, der Sache weiter nachzuu gehen, wenn nicht von Ihrer Seite die unbedingt notwendigen Aufklärungen erfolgen." „Das ist mir unverständlich. Wenn es überhaupt einen Sinn haben soll, kann es doch nur der sein, daß man mich eines an meiner Frali verübten Verbrechens verdächtigt." lFortsctzung lclgt) 611 — SUtDdlfi. Von Joses Kuhnigk. Mit der Besetzung des russischen Gouvernements Suwalki und der Einrichtung einer Zivilverwaltuug haben wir uns angeschickt, deutsche Kultur in das Land des heiligen Andreas zu tragen, das während seiner kurzen Herrschaft in Ostpreußen die Provinz russischer Zivilisation für bedürftig hielt. Nun, wir haben es ja zur Genüge und mit tiefster Empörung empfunden, worin der Russe seinen Kulturbegriss zusammensaßt. Was hier in so grauenhaft wüsten Formen unter dem Teckmantel des rauhen Krieges heraustrat an sittlicher Verrohung und Verderbtheit, das fürchteten wir wohl alle vorhanden in dem weiten verlotterten Reich, und unsagbar lächerlich und verlogen mußte umsomehr die Phrase wirken von dein knechtischen Militarismus der Deutschen, von dem die Welt zu befreien mit unseren Feinden sich auch das Zarenreich anschicken müssen, sür jeden, der einmal russischen Boden betreten hat. An der Chaussee, die über Mierunsken, das letzte Tors rm Ostpreußischen, nach Suwalki, der Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements, Mit, steht in Friedenszeiten ein starker Militärposten des russischen Grenzschutzes, und beim Uebcrsahren der Grenze greist sofort ein Kosak mit geladenem Gewehr, das Seitengewehr aufgepslanzt, in die Zügel der Pferde. So ist der erste Schritt in das Land, das nun deutschen und österreichischen Landesteilen die „Freiheit" bringen loill. Man ist heilsroh, wenn der Ossizier an den, Paß nichts auszusetzen fiirdet und der Kosak die Zügel wieder sreiläßt. Und nun das landschaftliche Bild des Gegensatzes. Die schöne ostpreußische Chaussee mit ihren schattigen Bäumen schneidet mit dem Schlagbaum ab. Baum- und schattenlos schlängelt sich von da ab durch das sich verflachende Hügelgelände des baltischen Höhenzuges die Kunststraße iveiter, nur die eisernen Werstpsähle recken sich in regelmäßigen Abständen. Und wirst man den Blick aus preußischen Boden zurück, so schaut man das lückenlose, bunt- gewürfelte Tuch bestellter Aecker, Wicsengrün und dunkle Wälder. Hier dagegen lange Striche öden Landes mit Steinen besäte der erste Blick sagt auch dem Laien, daß von einer intensiven Bewirtschaftung nicht die Rede ist. Wir sind an einem wunderschönen Frühlingstage durch dieses Laird gesahren und waren uns klar darüber, daß eine liebevolle Regierung aus diesem Landstrich eine starke Lebeusenergie zu entwickeln wüßte. Und dann das erste und einzige Dorf auf dieser über drei Mellen langen Chaussee: Filipow. Ein schmutziges Nest mit unansehnlichen altersschwachen Häusern. Erwägt man, daß das Gouvernement zu Vs aus Littauern, Vs aus Polen besteht und der Rest aus Juden, Russen und Deutschen, so stechen unsere Dörfer in vorwiegend litauischen oder polnischen Gegenden sehr vorteilhaft gegen dieses ab. Selbst ivenn Filipow, wie es für den Durchfahrenden den Anschein hat, viel jüdische Bewohner aufweist, kann man für den Charakter des Dorsbildes nicht diese letzten Endes verantwortlich machen, man loird auf die Regierung des Landes den Rückschluß ziehen müssen. Sieht man dann aber ani Ziel von der letzten Höhe aus Suwalki in der Ebene liegen, so hat man den Eiridruck eines überaus schmucken, freundlichen Städtchens. Der Eindruck bleibt auch, sowie man die Stadt betritt. Die Bürgersteige sind zum größten Teil aus Holzdielen belegt und sauber wie dre meisten schönen, breiten Straßen. Die Stadt hat etwa 26 000 Einwohner und ist gleichzeitig Garnison. Die russische Kirche, ein wuchtiger, eindrucksvoller Bau, liegt an dem Volkspark, einer schmucken Baumanlage mit brcllen, gepflegten Wegen uich einem Musiktempel, in dem Festtags mn Nachmittag eine Militärkapelle spielt. Bei unserem Ausflug« an den Pflngsttagen nach Suwalki spielte dort die Kapelle der Alerander Tragoner. Das Konzert war nicht eben ein Kunstgenuß. Auf leine Handvoll falscher Töne kam es den Musikern und scheinbar auch dem Kapellmeister wenig an. ikluf fiel uns der fleine Trommelschläger, ein Kerlchen von etwa l4 Jahren. 4lufsallend war es sür uns Deutsche auch, zumal für die beiden Ossizicre unter uns, daß die Dragoncrossiziere ihre Kameraden von der Jnsantcric und die Kosakenoffiziere nicht grüßten. Die Ossizicrsdamen, so viele bezw. o wenige wir sahen, waren überaus auffallend gekleidet, sie unter- chieden sich wenig in ihrem Aeußcrn von den Damen, wie man hnen in den weltstädtischen Nachtlokalen begegnet. Im übrigen waren aber die Offiziere wie Mannschaften durchweg gutgeivachsene, kräftige Menschen, sauber und ordentlich ge- klerdet. Die meisten der Dragonerossiziere sprachen übrigens, was wir festzustcllen Gelegenheit hatten, derrtsch. Sie hatten nämlich durch unseren Hotelwrrt erfahren, daß preußische Ossiziere unter uns seien und uns in liebenswürdigster Weise in ihr Kasino für den Abend geladen. Die Kapelle beschloß das Konzert vorzeitig mit der deutschen Nationalhvmne. Uns zu Ehren. Damals spann Js- toolSki noch nicht mit seinen Spießgesellen in England und Frankreich das Netz um uns für „seinen" Krieg. Und etwas iwch, das auf das Leben in Rußlands hohen Gesellschaftskreisen ein bezeichnendes Licht wirst. Suwalki hatte den osfi- iiellen Besuch des Gouverneurs von Warschau bekommen. Die Stadt prangte im Flaggeuschmuck. Der Gouverneur war in unserem Hotel abgesticgen. Von der Straße aus sahen wir auf einem der Balkons ein hübsches Mädel, dunkeläugig, pikant in ihrer Haltung, in ihrer Kleidung. Sic kokettierte zu uns hinunter. Wir erkundigten uns des näheren beim Wirt. „O, wer das ist?" sagte er. „Ist von Warschau-Gouverneurs Kusine." „Kusine „Nun ja, Gouverneur ist wohl verheiratet, fährt aber immer mit Kusine." So reisen also ossiziefle Persönlichkeiten in Rußland dienstlich. Und dieser Gouverneur hieß von Mirbach. So wie der Schloßhcrr unseres ostpreußischen Sorguitten. Und diesem Namensvetter haben nun die Kosaken den herrlichen Landsitz schändlich verwüstet. Deutsche waren für Deutsche! Zu den erfreulichen Wirkungen, die der große Krieg hervorbringt, wird, wenn nicht alle Zeichen trügen, auch die gehören, daß in Zukunft, so weit dies irgend angängig ist, dem deutschen Käufer durchweg deutsche Waren geboten werden. Dabei stellt sich in immer weiterem Umfange heraus, wie viele deutsche Erzeugnisse bisher mit fremden Marken versehen wurden, um sich bei jenem Teile des deutschen Publikums einzusühren, das leider allem Ausländischen den Vorzug zu geben geneigt ist. Da ist z. B. das berühmte französische und belgische Korsett! Wie viele Frauen gab und gibt es nicht bei uns, die da meinten, ein Korsett, das wirklich gute Figur mache, müsse durchaus aus Paris oder aus Brüssel stammen — und natürlich haben die schlauen französischen und belgischen Fabrikanten es nicht daran fehlen lassen, durch eifrige Reklame diesen geschäftigen Aberglauben zu stärken. Selbst die deutschen Fabrikanten mußten wohl oder übel ihre deutschen Erzeugnisse oft mit einem französischen Nimbus umkleiden, um sie marktgängig zu machen. Ist nun das deutsche Korsett wirklich geringer als das ausländische Erzeugnis? Als Gegenbeweis weist ein g achmann im „Konfektionär" aus die Tatsache hin, daß ein erliner Fabrikant schon seit Jahren in Paris — natürlich unter französischer Flagge, da die Franzosen bei einem Deutschen nicht gekauft hätten — ein Spezialkorsettgeschäft unterhielt, in dems er in der Hauptsache seine Berliner Fabrikate vertrieb. Diese Korsette wurden als französische Korsette verkauft und die Kundschaft war zufrieden. Es kam dann vor, daß etwa eine ganz elegante Dame in dem Berliner Geschäfte derselben Firma fragte, ob sie denn auch hier so ein gutes französisches Korsett bekommen könnte. Natürlich wurde das Gesicht dann sehr lang, wenn man sie darüber aufklärte, das französische Korsett sei in Berlin angefertigt. Nicht anders steht es um die sogenannten „englischen Handschuh e". Hierüber berichtet gleichfalls ein Fachmann in dem gedachten Blatte, daß große englische Häuser in den kleinen Fabrikstädten des Erzgebirges und Böhmens diese „English gloves" aus den deutschen Stoffen und nach deutschen Arbeitsmethoden Herstellen und waggonweise nach England schaffen ließen. Dort wurden die fertigen Handschuhe lediglich mit dem englischen Fabrikstempel versehe» und dann nach Deutschland zurückgeschickt, um hier mit entsprechendem Preisgewinn sür den englischen Kaufmann als „echt englische Ware" verkauft zu werden. Zuweilen wurde auch der Kürze und der Ersparnis halber die englische Fabrikmarke den Handschuhen gleich in in ihrer deutschen Heimat aufgedrückt. Nicht anders steht es um zahlreiche andere Erzeugnisse. Die deutsche K n o p s m o de z. B. steht durchaus aus einer solchen Höhe, daß sie sich von der französischen Erzeugung ohne weiteres vollständig unabhängig machen kann. Die bisher vielfach aus Manchester bezogenen weißen B a t l i st e und ebenso durchbrochene weiße W a s ch st o f s e können durch die Baumwollweberei im Elsaß in der gleichen Güte und zu den gleichen Preisen geliefert werden, und es liegt nicht der geringste Grund vor, englische Taschentücher zu bevorzugen, da das deutsche Erzeugnis ihnen vollständig ebenbürtig ist. Aus allen diesen und vielen anderen Gebieten wird, so steht zu erwarten, der Krieg der schmählichen Ausländerei endlich den Garaus machen. „Mutter Simon". Eine zeitgemäße Erinnerung. Mehr als zwanzig Jahre lang hatte Marie Simon, die Gattin eines Dresdner Weißwarenhändlers, stlll hinter dem Ladentisch ihres Mannes getvirkt, als im Jahre 1866 die Kunde, von dem Elend auf den böhmischen Schlachtfeldern sie trieb, ihre Häuslichkeit zu verlassen und gemeinsam mit einer Gleichgesinnten an dre Stätten des Jammers zu eilen. Die loackere Frau, die sich sofort daran begab, im Freien sür die Verwundeten abzukochen, begegnete wohl anfänglich dem Mißtrauen der leitenden Persönlichkeiten, aber bald erregte ihr großartiges organisatorisches Talent solche Bewunderung, daß der „Internationale Verein" si: zu seiner 612 Vertreterin auf dem KrieMchauplatz eriumnte. Nach dem Krieg« »og Mutter Simon" wie sie von den dankbaren Soldaten angeredet wurde, sich still und bescheiden wieder hinter ihren Laden, tisch zurück. Doch berief man sie jetzt in das Direktorium des Al- bert-Bereins. damit sie die Ausbildung seiner Krankenpflegerinnen überwache. Was für eine Riesenteistung es oft bedeutete, den zahl- reichen Kranken und Verwundeten Obdach, Lager und geeignet »ubereitete Nahrung »u geben, das abzuschätz n soll nur Augen- zeugen ihm Wirksamkeit möglich gewesen sein. Lu dielen zählte übrigens auch ihr Biograph Rudolf Bunge, der das Bild Marie Simons besonders lebensvoll vor uns erstehen läßt, wenn er schreibt: Bei all dieser großartigen Tätigkeit habe ich, so oft nrich mein Amt an den beschränkten und höchst primitiven Räumen des „Freßkommandos" — so namiten dre Soldaten säzerzend die Koch- und Verpflegungsstellen Mutter Sinrons — vorllber- führte, seinen dirigierenden weiblichen Chef stets mit dem riesigen Kochlöffel in der Hand und mit einer wahren GeneralK- miene, einem Blicke ruhig heiterer Zuversicht im Antlitze gesehen, ja, es schien sogar, daß ihre Augen um so glücklicher strahlten, je dichter sich die Haufen ihrer hungernden und dürstenden, teils verwundeten, teils von den Mühseligkeiten der Reise oder anstrengender Märsche erschöpsten Söhne uni ihre dampfenden Kessel drängten." Daß diese derbe, tüchtig«, tatkräftig« Frau auch der zartesten Empfindungen fähig war, beweisen ihre Tagebuckchlätter und Briefe. Bon wahrhaft ergreifender Poesie ist eine Stelle, die uns vor die mit Verwundeten überfüllte Krche von St. Marte versetzt. , Es ist rührend," heißt es da, „wie die Aerzte und das ganze Sanitätspersonal es sich angelegen sein lassen, die Patienten ander Mrche herauszutragen auf den Friedhof in die milde, frische Luft, an ein sonniges Plätzchen — und sie sorgsam in ihre Decken hüllen oder letztere neben ihnen aufhängen, danitt sie vor jedem Zug geschützt sind. Manchem haben sie das Lager auf einem Leichensteine zurechtgemacht. liegen nun Deutsche und Franzosen, die sich eben noch wütend bekämpft, friedlich nebeneinander auf einem Friedhofe, sie, die Lebenden, die erst ihr Leben so freudig eingesetzt und es jetzt doch nicht lassen möchten, unter den Toten. Vorüber ist alle irdische Leidenschaft: hier herrscht Friede und Versöhnung." — — . Auch als der Krieg beendet war, suchte Mane Simon rn mütterlicher Treue für ihre „Soldatenkinder" wciterzusorgen. Die Gründung einer Heilstätte für deutsche Invalide tvar ihr heißester Wunsch, und ihren rastlosen Bemühungen war es zu danken, daß die Anstalt im ?lpcil de- Jahres 1872 in der Losckuvitzer Flur bei Dresden eröffnet werden konnte. Bis zu ihrem Tode, der fünf Jahre später erfolgte, wirkte hier die schlichte Samariterin, der buich den Kongreß der Genfer Konvention die Große goldene Medaille übermittelt worden tvar, — die man einen Triumph der deutschen Frau, eine Elirenbürgerin Europas, eine deutsche Nightingale genannt hatte, und die doch keinen lieberen Ehrentitel kannte als den der „Mutter Simon". vermischte». Ick. Dt« empiindlichste Wage der Welt. Aus der diesjährigen Festsitzung der Royal Society führte F. W. Aston die Wage vor, mit deren Hill« er gemeinsam mit I. I. Thomson die beiden Gas« bestimmt hat, aus denen das früher als einheitlich bcstimnite Gas Neon besteht. Diese Wage ist nach den „Nalurwisje »schal len" ganz aus geschmolzenem Quarz hergestelll. Sie bildet einen Kasten, dessen Wände Qnarzplalte» sind, die mit Siegellack znsammengekittet wurden. In dem 7V, cm langen Kaste» beiindet sich aus einer Messerscheide als Wagebalke» ein Qnarziaden, der aui einer Seite i» einer Kugel von 1 mm Durchmesser endet und aus der anderen Seite ansbalanciert ist. Dieser Wagebalken wird bereits durch ei» Gewicht von Viooooo« Milligramm zur Drehung gebracht. Man stillt nun den Wagekaste» mit dem zu untersucheiideii Gase und beobachtet den Druck, bei welchen» die Wage i,n Gleichgewicht ist. Geschieht dann dasselbe »nit einem bekantilen Gase, etwa Sauerstoff, so verhalten sich die Dichten der beiden Gase umgekehrt, »vie die beobachteten Drucke. * Hungersnot fm „Ro o". Eine merkwürdige Folge- erfcheinitng des Krieges macht sich iu Amerika geltend. In den zoologischen Gärten des Landes droht eine Hltngersnol, die ihr« Bestände in ernste Gefahr bringt. Aus Plnladelohia »vird besonders Klage darüber geführt, daß der größere Teil der Nahrung für die Insassen des „Zoo" aus Europa, und zivar aus de» in den Krieg verwickelten Ländern, koni»nt. In erster Linie ist für die Vögel zu fürchten, für die die Nahrttngsmiilel aus Deutswland bezogen wurden; in Amerika war keinerlei Ersatz dafür zu finden, so daß die Vögel ivahrscheinlich eingehet, müssen. Für die Löiven lind Tieger braucht mau Pferdefleisch, und auch dies ist jetzt schiver zu erhalten, da die Erfordernisse für den Krieg zunächst befriedigt werden müssen. Die körnerfressenden Tiere sind bereits auf sehr kleitie Portionen gesetzt, daniit inan mit den, vorhandeiie»» Borrat recht lange auskoinmen kann. Auch die bevorziigt« Nahrung der Affeli, die Bananen, fiiid nicht genügend z>» erhallen, und so »verden sie vorläufig mit anierikanischen Apfelsine» gefüttert. Schließlich erfahren die zoologischen Gärten gegenwärtig auch keine» Zuwach» an seltenen wilden Tieren, da diese fast alle au? Deiilschland ein- geführt werden. * „Belageruugsmünzen". Diesen kriegerischen Name» erteilten unsere Münzkundigen einer besonderen Art von Notgeld, das in belagerten Plätzen bei Geldmangel bald aus edlem Metall» bald auch aus wertlosem Stoff wie Leder, Pappkarton, Papier hergestellt und namentlich zur Löhnung der Truppen verwandt wurde. Silbernes Tafelgeschirr inußte mehr als einmal dazu herhalten» in Belagerungsmünzen umgewandelt zu werden. Aus Bruchstücken von Silbergeschirr ließ z. B. bei der Belagerung von Jülich im Jahre 1610 der Ko»ninandant Joh. v. Rauschenberg durch Wertste,npel Guldenstücke machen, die je nachdem 1—10 Gulden galten. Auch Herzog Karl Alexander von Württemberg ließ während der Belagerung von Landau im Jahre 1713 aus silbernem Tafelgescknrr Münzen schlagen, die in ihrem Aeuheren ihre Herkunst noch verraten. Es sind achteckige Platten, die in der Mitte und auch an den Ecken mit Stempelchen versehen sind. Die Bclagerungsmitiizen, die begreiflicherweise meist eilig und ohne große Sorgfalt hergestellt wurden, sind überhaupt in vielen Fällen sogenannte „Klippen", d h. eckige Geldstücke, lieber einen Mangel an Bclagerungsmünzen läßt sich nicht Nagen, denn die vergangenen Jahrhunderte haben eine nicht geringe Zahl hervorgebracht. Die ältesten sind wohl di» sehr seltenen von Tournay aus dem Jahre 1521. Zu den jüngsten zählen die von Mantua aus dem Jahre 1818. Belannt genwrden ist aus neuerer Zeit namentlich auch das Belagerungsgeld von Kolberg, wo man Anno 1807 Kartonstückchen, die mit den entsprechenden Kommandantursteinpeln und handschriftlichen Bemerkungen versehen waren, als 2, 4 oder 8 Groschenstücke ausgab. Für uns aber ist es heute von besonderem Interesse, daß es auch A n t - werden er Bclagerungsmünzen aus den» Jahr« 1814 gibt. — Nicht zu verwechseln »nit de»i „Bclagerungsmünzen" sind übrigens die sogenannten „Feldmüuzen". Mit dem letzteren Na»nen bezeichnet inan Geld, das außerhalb des Landes oder der Hauptstadt stehende Heerführer sür die Truppe» ansertigen ließen. Unter Belagerungsmünzen versteht man im Gegensatz dazu nup solche, die in befestigten, eingeschlosfcnen Plätzen ausgegeben wurden. vilchertisch. — Eine neue Kriegskgrtc von Kiautscho» zu Gunsten des »Oenerr. Noten Kreuzes". Die Kaitogr. Anstalt G. Freytag & Berndt, Ges. m. b ö., Wien VII, Schotte,lleld- gafie '>2, Hai eine neue, schön ausgeführte Karte lierausgegebe» t G. Freytaqs Karte von Kiautschou 1: 100.03» mit Beigabe eines Planer von Tsingtau 1:10.000 Ost - Asten 1: 7.500.00» und .»>er Weltkarte mit Darstellung aller deutsche» Schutzgebiet« j : ICO Millionen, endlich eines hübsch illustrierte» Textes. — EinKriegskalender. Der Verlag von „G r i e b e n s Reiseführern" Albert Goldschmidt, Berlin W. 36, bringt einen „Kriegskalender" heraus. Das in seiner äußeren Form sehr handliche Büchlein enthält ferner eine übersichtliche Darstellung der militärischen Machtverhältnisse, der deutschen Heeres- und Marineeinteilung, des Wehrgesetzes in Deutschland sowie ein Kalendarium vom Ausbruch des Krieges bis Ende dieses Jahres zur Eintragung der wichtigsten Kriegsereignisse. (Bis zum 1. September sind die hauptsächlichsten Vorgänge ans den Kriegsschauplätzen bereit? verzeichnet.) Wer die Eindrücke fcsthalten will, die er von den gewaltigen Ereignissen des Völkerkrieges 1914 empfängt, der findet hier ein geeignetes Tagebuch für seine persönlichen Erlebnisse, wie für die Kriegschronik. Der Preis des Kalenders beträgt 80 Pfg., mit einer vorzüglichen Karte des gesamten Kriegsschauplatzes ausgestattet 1.20 Mk. Charade. Dem Ersten traue nicht zu viel, Schon mancher ivurde arg betrogen; Er wollt' eS erjagen i» dem Spiel: Heim ist er mit leeren Taschen gezogen. Drückt dich die Hitze allzu sehr, Willst frisch« Luft du haben, Dem Ziveiten dann den Rücken kehr', Des Waldes Grün »vird bester dich laben« Willst du die beiden nun verbinde»: Nach Schleswig führ' ich dich sofort; Ich glaube, Freund, leicht wirst du finden Das Ganze als einen Hafenort. Auslösung in nächster Nummer. Auflösting des Kapfclrätsels in voriger Nuninier: llllrio, Kahm, Augerüst, Ulli», 8tern, vkor, Ade, Und, Wieget Wie, Keusch: Trau, schau, w e m l Redaktion: Aug. G o e tz. — Rotalioiisdruck und Verlag der Brühl'scheii UiiiversitätS-Buch- und Steindriickerei, R. Laiige, Gießen.