Kinderseele. Roman von Rein hold Ortmanrk. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Es war wie ein Klang von Geringschätzung in dem Ton ihrer letzten Bemerkungen gewesen. Die Ehrfurcht vor der bevorzugten gesellschaftlichen Stellung ihrer angestammten Gutsherrschast saß dieser auf der Klein-Ellbacher Scholle geborenen Taglöhnerstochter offenbar ebenso tief iin Blute wie ihr Merglaube. Nicht aus neugierigem Interesse, sondern nur, um nicht nnsreundlich zu erscheinen, sah sich Margarete veranlasst, eine Frage zu tun. „Die Herrschaften haben nach ihrer Vermählung immer auf KleiwLllbach gelebt?" „Nein — nicht immer. Bei der Hochzeit war ja der alte Herr Baron noch am Leben, und Herr Harro stand in Breslau als Offizier. Das tvac ein Offizier, Fräulein, tvie ich vorher und nachher keinen sonst gesehen habe! Wenn er in seiner Kürassicrunisorm daherkam, hätt' man tvahrhastig meinen sollen, es wir" der heilige Erzengel Michael, wie er auf dem Bild in meiner Kammer abgcmalt ist mit dem Panzer und dem flammenden Schwert. Ta. war kein Mädel in Reinwaldsau und aus Klein Ellbach, das sich nicht beinahe den Hals abgedrcht hätte, um ihm nachznschauc». Und mit den seinen Tarnen wird eS auch nicht anders ge-- wesen sein, wie ich denke. Aber er hat sich um keine gekümmert, als uni seine Frau. Und wenn alles mit rechten Dingen zugegaugcu iväre, hätt' sie so glücklich sein müssen, wie keine zweite auf der Welt. Gott allein kann wissen, wie es geschehen ist, daß sie ihm kein freundliches Gesicht gezeigt hat seit dem Tage, wo sie als Gutsherrschaft ans Klein^Ellbach eingezogen sind, nachdem der alte Herr Baron in die Ewigkeit hinübergegangen war. Ihm nicht und dem Kindchen auch nicht, das sie doch als Mutter unter ihrem Herzen getragen. Es war wie ein Fluch auf diesem Hause, Fräulein, alle die Fahre hindurch. Und ich habe so meine Gedanken, daß er noch lange nicht gebannt und beschworen ist mit dem Hingang der Frau Mrronin." Margarete hatte die Alte reden lassen, obwohl es ihr peinlich toar, so von der Toten sprechen zu hören. Ihre Gedanken aber waren unausgesetzt bei denl einsamen Manne zewesen, den sie da nebenan als Toteiuoächter am Lager eines Weibes wußte, und wie heigbs Mitleid war es in hrem Herzen aufgestiegen bei der Erinnerung an das Elftere, gramvolle Gesicht mit dem er vorhin daS Zimmer eines Kindes verlassen hatte. Das Geschwätz der alten Jo- epha mochte in Wahrheit nicht ganz so töricht sein, als es hr wohl unter anderen Umständen erschienen wäre. Auch ie glaubte etwas von dem beklemmenden Druck eines Verhängnisses zu fühle», das auf diesem .Hause lastete, und inbrünstig sehnte sie die Stunde herbei, da sie es fvieder würde verlassen dürfen. Sie hatte der Alten nicht geantwortet, und mit auf die Brust gesunkenem Kopse schien Joscpha ganz in ihre trübe» Gedanken und Erinnerungen verloren. Da klangen von unten herauf gedämpfte Hammcr- schlnge, und das graue, verwitterte Haupt der Dienerin richtete sich horchend auf. „Jetzt richten sie unten den Saal sür die Totenfeier," sagte jje. „Wer weiß, wie bald sie ihn wieder für eine Hoch- zeit richten werden! Aber ich möcht' es nicht erleben." „So sollten Sie nicht sprechen, Joseph«," mahnte Margarete. „Es gibt heute unter diesem Dache gewiß niemand, der sich ein solches Zukunftsbild ausnialen kann." „Der da drinnen gewiß nicht. Aber eine weiß ich, die von heute ab keinen anderen Gedanken mehr haben wird als den. Und sie wird es durchsetzen — ich weiß, daß sie es durchsetzen wird. Denn sie ist eine von denen, gegen die sich kein Mann zur Wehr setzen kann, wenn sie zur Beisetzung herkommt! Tie und keine andere wird Dietlindes zweite Mutter." „Wenn cs sich so verhielte, liebe Fosepha, kommt es wohl keiner von uns beiden zu, Betrachtungen darüber an- zustellen. Wir wollen lieber nicht weiter von diesen Dingen sprechen." Tie Alte nickte nur ein paarmal und versank dann aufs neue in ihre Grübeleien, die schließlich in einen sanften Schlummer übergingen. Aus dem unteren Stockwerk klang noch iininer in kurzen Zwischenräumen das unheimlich dumpfe .Nstopfen herauf, und bei jedem Schlage, den sie vernahm, mußte Margarete daran denken, wie schmerzlich er das Herz des Mannes treffen mochte, von dem sie nur durch den schmalen Raum des verdunkelten Kinderzimmers getrennt war. 9. Kapitel. Als Botho von Reibnitz am zweiten Morgen seines Berliner Aufenthalts erwachte, mußte er sich sekundenlang besinnen, bevor er zu klarem Bewußtsein der ihn umgebenden Wirklichkeit gelangte. Kurz vor Tagesanbruch erst war er ins Hotel zurückgekehrt und hatte srch halb angekletdet aufs Bett gelvorfcn. Tie reichlich genossenen geistigen Go- tränke hatten ihm tvohl zu einem tiefen und traumlosen Schlummer verholfen; aber sie machten sich firr diese Wohltat jetzt überreich bezahlt. Ein dumpfer, bohrender Schmerz saß ihm in den Sck,läsen, und er hatte eine Empfindung, als ob ihm der Hinterkopf mit Blei ausgefüllt wäre. Dazu fühlte er sich am ganzen Körper zerschlagen wie bei einer schweren Krankheit, und von Zeit zu Zeit fuhr es ihm durch die Brust, als hätte man ihm eine lange, spitze Nadel in die Lunge gestoßen. Stöhnend drehte er den Kopf auf die andere Seite und schloß von neuem die Augen. Aber das Klingeln der Straßenbahnen, die drunten unablässig vorüberrasselten, 450 das Tuten der Automobildrvschken und alle die ungezählten anderen Geräusche des nie stockenden Großstadtlebens hätten ein Zurücksenden in den erlösenden Schlummer unmöglich gemacht, auch wenn ihn nicht schon das qualvolle Arbeiten seines schmerzenden Gehirns wachgehalten hätte. Zehn Minuten lang hielt er eS aus; dann raffte er zusammen, was ihm noch an Willenskraft übriggeblieben war, und richtete sich ächzend auf. „Unsinn! — Es ist ja doch alles Unsinn!" sagte er laut, indem er sich mit den flachen Händen über die heiße Stirn und durch das schon dünn werdende Haar fuhr. „Wozu noch die ganze scheußliche Quälerei!" Er stand auf und ging an den Waschtisch.^ Aber er vermied geflissentlich, in den darüberhängenden Spiegel zu blicken, während er seine Morgentoilette machte. Und als- er fertig war, blieb er eine ganze Weile mit schlaff herabhängenden Armen initten im Zimmer stehen. Endlich ging ec zur Tür, um nach dem Frühstück zu llingeln. Aber auch das wurde ihm wieder leid, und er ließ die Hand sinken, ehe sie den Druckknopf berührt hatte. Die Borstellung, zu essen oder zu trinken, hatte das Gefühl des Ekels gesteigert, das ihm seit dem Erwachen würgend in der Kehle saß, und mit der ganzen Hilflosigkeit eines Menschen, der nicht mehr weiß, was er mit sich und der Welt anfangen soll, starrte er durch das Fenster in den grauen, trübseligen Regentag hinaus. Der Koffer, dem er die frische Wäsche entnommen hatte, J dand noch haW offen, und irgend eine geheimnisvolle Kraft >er Anziehung schien von ihm auszugehen, denn nach einer Weile drehte Reibnitz langsam sein fahles Gesicht nach jener Richtung, und in seine matten Augen kam etwas wie ein Glitzern der Angst oder der wildaufbäumenden Verzweiflung. Er machte zwei rasche Schritte, beugte sich über den Koffer und fuhr mit der Hand in eine der Seitentaschen. Lin eleganter Armeerevolver war es, den er herausgczogcn hatte, und den er jetzt von allen Seiten betrachtete, als hielte er eine derartige Waffe zum ersten Male zwischen den Fingern. 9hm hoib er ihn langsam empor und setzte, ohne die Sicherung zu lösen, die Mündung des Laufs zwischen die Augen auf seine Stirn. Er wußte ja, daß kein Schuß losgehen würde, auch wenn sein Finger aus den Abzug gedrückt hätte, und er wußte auch, daß er in dieser Stunde noch nicht den Mut haben würde, Ernst zu machen. Aber es dünkte ihn schon wie ein erster Schritt zu dem Ziel, das er wie etwas Unaustveicht- kiches vor sich sah, wenn er wenigstens sich! darin übte, die unheimliche Berührung des niörderischen Eisens ohne Erschauern auszuhalten. Draußen auf dem Gange zwischen den Zimmern näherte sich ein Schritt, und nun wurde an die Tür geklopft. Rasch warf Reibuitz die Waffe in den Koffer zurück und hob horchend den Kopf. Erst als sich das Klopfen stärker wiederholte, ging er, um den Riegel zurückzuschieben. Seine gespannten Züge wurden wieder schlaff, als er nur das gleichgültige Gesicht des Zimmerkellners vor sich sah. „Was gibks?" fragte er. „Einen Brief?" „Nein. .Aber eine Dame ist da, die Herrn v. Reibnitz sprechen möchte." „Eine Danie? Was siir eine Dame?" „Ein junges Mädchen. Aber da ist sie schon. — Bitte!" Er war zurückgetrctcn, als er bemerkt hafte, daß die Gemeldete ihm auf dem Fuße gefolgt war, aber er versagte sich's nicht, noch ein paarmal neugierig zurückzuschielen, während er sich gemächlich entfernte. So konnte er gerade noch wihinehmen, daß Reibuitz die Besucherin mit einem wahrhaft entsetzten Blick anstarrte, und daß kein Wort der Begrüßung zwischen ihnen ausgetauscht wurde. Endlich sagte Reibuitz! „Bitte — kvnun herein!" Die Tür hatte sich hinter dem jungen Mädchen geschlossen. W>e zwei Menschen, deren jeder von dem anderen auf d>>s Schlimmste gefaßt ist, standen sie einander gegenüber. Die einfach, aber nicht ohne Schick gekleidete Besucherin war recht hübsch wenn auch keine auffallende Schönheit. Ihre Gestalt war etwas zu klein und zu voll, ihre Züge zu wenig ausdrucksvoll; aber daß sie Reibuitz in diesem Augenblick als die schrecklichste aller Erscheinungen vorkam, mußte seinen Grund doch wohl in anderem haben als in ihrem Aeußeren. „Dii kommst hierher — du?" stieß er hervor, und seine Stimme war klanglos vor Aufregung. „Ja, was soll denn das heißen? Wie hast du es überhaupt augestellt, mich zu siuden?" „Es toar nicht sehr schwer," erwiderte sie leise und mit dem sichtlichen Beinühen, ruhig zu erscheinen. „Huhndorf, der dich nach der Station gefahren hat, sagte mir, daß du eine Fahrkarte nach Berlin gelöst hättest. Und hier auf dem polizeilichen Meldeamt, von dein ich eben konlme, nannts man mir ohne weiteres deine Adresse." „Reizend — wirklich ganz reizend! Eine Neberraschung, wie sie gar nicht schöner hätte sein können. Fehlt nur noch der Herr Werlrneister. Tenn der ist doch natürlich auch mit- gekommen." Das junge Mädchen schüttelte den 'Kopf. „Ich bin ohne den Vater gefahren, Botho, und gegen seinen Willen. Ich kann nie —i nie mehr nach Reinswaldau zurück." „Herrgott im Himmel!" Er schlug die Hände zusammen und begann mit verzweifelten Gebärden auf und nieder zu rennen. „Ist denn die ganze Welt gegen mich losgelasseu? Wie konntest du nur auf einen so wahnwitzigen Einfall geraten, Regine? Hast du den Brief nicht erhalten, den ich dir vor meiner Abreise geschrieben?" „Ich habe ihn bekommen. Und eben deshalb bin ich gefahren." „Das habe ich ja sehr hübsch gemacht. Eben deshalb — sagst du? Ich meine doch,, es wäre recht wenig darin gewesen, das dich zu solchem Schritt hätte ermutigen können." „Es war ein so schrecklicher Brief, Botho — so voll Verzweiflung. Einen Mensche», den mau lieb hat, läßt man in solcher Verfassung doch nicht allein!" Sie hatte es ganz einfach gesagt, ohne Feierlichkeit und ohne Tränen. Aber es war doch etwas im Klang ihrer! Stimme gewesen, das Reibuitz seltsam getroffen haben mußte, denn er blieb plötzlich stehen und sah ihr mit etncw ungewissen Blick ins Gesicht. „Deshalb wärest du gekommen? Wer das ist doch unmöglich! Du hast einfach gar nicht verstanden, was ich dir geschrieben." „O doch• ich habe es ganz gut verstanden. Es ist der Tod der Baronin Bardeleben gewesen, der dich in solche Verzweiflung gestürzt hat. So lieb hast du sie gehabt, daß du meinst, du könntest ihr Hinscheiden nicht überleben und —i" „Nun ja. Wer trotzdem —" „Trotzdem habe ich auf der Stelle den Entschluß gefaßt, dir nachzureisen und dich zu trösten, so gut ich es eben kann." i „In der stillen Hoffnung natürlich, daß ich mich jetzt vielleicht doch entschließen würde, dich zu heiraten, jetzt, wo keine andere mehr dazwischen steht." Wenn er geglaubt hatte, sie durch diese schonungslose Enthüllung ihrer geheimen Wünsche niederzuschmettern, so sah er sich getäuscht. 1 Sie hatte wohl ein wenig den Kopf sinken lassen, aber ihre Antwort kam ohne alles Zögern. „Ich werde dich gewiß nicht drängen, mich zu deiner Frau zu machen. Wer warum sollte ich nicht darauf hoffen, daß es eines Tages geschieht? Hast du nur nicht hundertmal gesagt, daß du mich lieb hast? Und habe ich nicht deinetwegen alles andere aufgegeben — i einen Menschen, der mich ans den Händen getragen hätte, und jetzt sogar meinen alten Vater? Darum, daß du auch die Baronin geliebt hast, bin ich dir nicht mehr böse." „Wirklich?" höhnte er. „So großmütig bist du? Darach daß man auch eine Tote noch lieben könnte — und vielleicht tausendmal mehr als die Lebende — daran hast du in dev Einfalt deines Herzens selbstverständlich nicht gedacht?" „Gewiß habe ich daran gedacht. Aber ich glaube nicht, daß du sie immer lieben wirst. Das ist gegen die Natnr^ Botho! Und dann — dann verlange ich ja auch gar nicht, daß du mich ans dieselbe Art lieben sollst wie sie. Zu ihc hast du doch nur emporgesehen ivie zu einem überirdischest Wesen. Es konnte nicht anders sein, weil sie als die Frau eines anderen für dich immer unerreichbar geblieben wäre. Und ich lverde dich gewiß nicht lstndern, mit solcher Verehrung auch künftig an sie zu denken. Aber das Leben hat doch auch seine Rechte — nicht wahr? Und mich sollst du nicht anbeten, denn ich weiß ivohl, daß ich danach nicht angetan bin. Mir sollst du nur erlauben, dein treuer und guter Kamerad zu sein, dir beizustehen und alles für dich zu tun, was ein Mensch für den anderen tun kann." (Fortsetzung stlgt.) 461 Dichter und Uind. Carl Spittelers „früheste Erlebnisse". ' Von Tr. Friedrich Spreen. „Jedes fiiitb ist gewissermaßen ein Genie, und jedes Genie «ewilserinaßen ein Kind." Dies Wort Schopenhauers verleiht den schärfsten Ausdruck einem uralten Glaube», der im Spiel der Kleinen ein der Kunst vcrtvandtes Tun sieht und den nach Plato besonders Schiller verherrlicht hat. Auch heute noch findet diese An- schauung, das; Kunst Spiel sei, in der Wissenschaft Vertreter, roch hat sic Wundt dahin berichtigt» dass er das kindliche Treiben nur noch als Vorstufe genialen Schaffens gelten läßt: „Die Mutter der Kunst ist das Spiel." In der stärkeren Empfindlichkeit des it indes äußeren Eindrücken gegenüber und in seinem unbewußten Sinnen und Träumen scheinen die dichterischen Kräfte der Reizsamkeit und der visionären Phantasie vorausgenommen zu sein. Welche geheimnisvoll ticsen Bande den Poeten mit dem Kinde verknüpfen, wieviel das Genie dem wundersamen Erleben seiner Jugend verdankt, das wird aber kein Gelehrter ergründen können; das kann uns nur der Künstler selbst offenbaren. Viele unsrer Großen, wie Goethe, Jean Paul, Hebbel. Keller, haben uns von ihrem jungen Sein und Werden erzählt; keiner jedoch ist so tief hinab- geslicgen zu den leise rauschenden Quellen des Kindcrlandes, hat das Wesen des Dichters so wundervoll aus der Seele des Kindes erklärt wie Carl Spittelcr, der große Schweizer Meister, in seinem vor kurzem im Verlag von Eugen Diederichs in Jena erschienenen Bekenntnisbuch „Meine frühesten Erlebnisse". Der Schöpfer des „Olympischen Frühlings", dieses einzigen modernen Epos, das reinstes Schauen mit klarstem Denken vereint, gibt hier eine Autobiographie seines 1. bis 4. Lebensjahres, wendet also ein Buch an einen Zeitabschnitt, für den Goethe in „Dichtung und Wahrheit" nur ein paar Seiten hat, und es ist ihm gelungen, in diesen so hell gesehenen und zart gedeuteten Visionen, in denen ein großer Dichter noch einmal zurücklaucht in das Paradies der Jugend, nicht nur oin poetisch reifes Werk, sondern auch eine wichtige Fundgrube für den Psychologen zu schaffen. Wie wundervoll schildert er gleich zu Beginn den Traum des Kindes als den Urgnell des Dichters; .Tausend kleine Dinge und Vorkommnisse des wachen Lebens, die den abgestumpften Erwachsenen gänzlich kalt lassen, die er nicht einmal mehr sicht und, wenn er sie sieht, nicht bemerkt, rühren dem Kinde, weil es noch irisch fühlt und weil ihm die Erdendinge neu sind, bis in die Seele und erzeugen Traumspiegelungen int Schlafe. Ich kann aus meiner Erfahrung berichten, daß mir ein Eisengittcr um ein Haus, ein flüchtiger Blick in ein Kellergeschoß in der darauffolgenden Nacht ernste, tiefsinnige Träume verursachten, daß aus größere Neuigkeiten, zum Beispiel aus den erstmaligen Anblick strömenden Wassers, ein wahrer Traumsturm folgte. Und wie golden schon die Landschaftsbilder in den Träumen Enoachsener leuchten mögen, die Landschaften, die der Traum des Kindes malt, sind noch viel seliger und süßer. Die Träume meiner ersten zwei Lebensjahre sind meine schönste Bildersammlung und mein liebstes Pvcsiebuch." Wie goldene Blüten sprießen uns solche Träume allenthalben aus dem Buche entgegen. Aber der Dichter n>arnt davor, feilte Erinnerungsbilder für Phantasien zu halten, bie er in die Natur hineingetragen; sie wurden ihm vielmehr vor', außen ausgedrängt. Das Kind „lernte die Formen auswendig", erfaßte das spezifische Aussehen einer Sache „und sog an der seelischen Stimmung, die sie enthielt". Erst dem Dreio und Vierjährigen erschließt sich so das Ülntlitz der Erde, offenbart sich ihr äußeres tKewand. mi-5 der „Urzeit" des Daseins ist weniges ihm geblieben. „Nur wie etwa aus Trümmerschutt Bruchstücke altehrwürdiger geheimnisvoller Schriftdenkmäler, so leuchten iwch vereinzelte Erinnerungsbilder an die Stunden nach, wo die Seele, noch Neuling auf Erden, als vermeintlich unbeteiligter Zu- schaucc in den Weltraum staunte. So entsinne ich mich, ergriffen wie vor einem ernsten, erhabenen Kunstwerk, nüe und wo — ich könnte die Stellen zeigen — ich zum ersten Male meines Lebens einen Wald schaute, einen Regen im Freien erlebte, einen Fluß strömen sah und ähnliches." Das Kind empfing seine ersten Eindrücke aus dem Dorfe, in engster Berührung mit Baum und Strauch, mit Wiese und Feld, und Spittelcr preist sich darob glücklich. „Ueberhaupt schasst es ja ein ganz anderes Gemütsverhältnis zur „Natur", das will sagen zu.den irdischen Dingen unter freiem Himmel, wenn man sie im frühesten Kindesalter erlebt, als wenn man sie erst nachträglich durch Spaziergänge und Ausflüge kennen lernt. Vollends wenn ihre erste Bekanntschaft aus dem Grund und Boden des Familien- eigentums geschlossen wird, entsteht etwas wie Scelenverwandt- schast mit den Dingen. Die trauten Gestalten der Angehörigem färben aus das Gefilde ab. Aus diesem Gruiche, ich meine, weil ich als kleines Kind die „Natur", also die Landschaften der Erd- obersläche, nie anders als in Gesellschaft der Meinigen gesehen habe, wird mir das, was andere ihr Naturgefühl nennen, zum Heimatsgefühl. Ter Kirschbaum der Aphrodite, der Nnßbaum der Pandora, das Gras des Baldur, das Korn der Mittagsfrau sind auf den Feldern meines Großvaters gewachsen. Das Versehen haben sie gut vertragen, sogar bis aus den Olymp." Und wie ihm die Natur mit Heimat und Kindheit in eins verwebt ist, so erklingen überall in seiner Entwicklung und in seinem Weltbild die Glocken aus dein stillen Liestal, da er geboren wurde. Welch eine Rolle spielt die Wirtsstube bei den Großeltern! „Weil aber erst im zweiten und dntten Lebens,ahr des Menschen der Wachzustand über den Schlaszustand das Uebergewicht gewinnt, empfand mein Bewußtsein die Wirtsstube als die Geburtsstälte meines Ich und das ganze frühere Wiegen- und Wohnstnbenleben als unvordenkliche Vergangenheit. Wenn ich daher am Mittag zum Essen und am Abend zum Schlafen aus der Wirtsstube der Großmutter in die Wohnung meiner Eltern Hinausstieg, so überkam mich ein Gefühl, als begäbe ich mich aus der Gegenwart in längst überwundene Urzeiten zurück." Nicht minder wichtig ist für den Dreijährigen der Hausbau des Vaters. „Der wirkte natürlich aus wich wie ein gewaltiges Ereignis, das sick> als lief und nach- haltig erwies. Jedesmal ivenn in nieinen Schriften von einem Hausbau die Rede ist, habe ich die Gemütsfarben dazu aus dem Hausbau meines Vaters bezogen." Und von der Freude an den lneuen Räumen behält er „eine Borliebe für Oelfarbengeruch" t tf immer zurück. Das Läuten der Betzritglocke, das m sein chlafzimmer dringt und das Abendgebet begleitet, ist ihm unvergeßlich. „Ihr Ton ist nie in meinem Herzen verklungen, weil er zum Äbckndsprüchlein der Großmütter das Schlummerlied saiig". Und.weil zu Frühlingsanfang in der Brauerei des Paten Bier gebraut und Fässer geteert wurden, sind ihm „Malzgeruch Und Pechgewölk zeitlebens Symbole des Vorfrühlings geblieben". Eine freundliche stets lustige Nachbarin „lebt als Fee des Frühlings in meiner Erinnerung". Frühlingseindrücke, die Auge und Ohr in früher Jugend eingesogen, kommen ihm später erst zu Bewußtsein. Der Blick für Himmelshühen, Erdenfernen, Luft- und Wolkeuspicle, für Lichtströme und Dustschleier ging ihm schon ganz unvermerkt damals auf. „Aus diesem Grunde, ich meine wegen solcher Augencrlebnisse in meiner Kinder- zcit, wurde .ich dann, gls ich mich der Poesie verschloor, durchs meine Natur gezwungen, meine Stoffe aus der blauen Luft zu beziehen. . . Im Winter vor meiner Konstrmation hörte ich im Basler Theater den Freischütz. Ms der Freischützwalzer erklang, llberkam mich eine Verzückung; „Den hast du vor unvordenklichen Zeiten als Kind schon vernommen." In Bern hörte ich einmal Knaben auf Weidenflöten pseijen. Beim Klang dieser Flötentöne erfaßte mich die Sehnsucht nach Liestal". Seine Phantasie wird zuerst durch die Märchen der über alles geliebten Großmutter geweckt. „Nachdem ich von dieser Kost geschmeckt hatte, verlangte ich nach nichts andrem. Nur immer und ewig erzählen, meinetwegen stets das nämliche, die Geschichte von den Geißlein und dem Wolf, von der Kohle und dem Strohhalm; ob ich das schon auswendig wußte, ich mochte es immer von neuem hören, und zwar von der Großmutter, von niemand anders." Erst später im dritten und vierten Jahr kamen die Bilderbücher dran und weckten zunächst „nicht meine Phantasie zu selbständiger Spielgeschäftigkeit". Der „Struwelpeter" mißfiel dem Kinde; am meisteil entzückte ihn ein Prachtwerk aus des Vaters Schrank, in dem „die gesamte Menschheit und Tierheit" abgcbildet war. Spittelcr hält überhaupt nicht viel „vom berühmten Spielglück des Kindes". „Die gähnende Kluft livischen der Wirklichkeit irnd den Phantasieträumen beim Spielen MM ir wohl zum Bewußtsein. Ich hatte kommt nämlich dem Kinde gar .. ... ___________ es bald gelernt, daß die Bleisoldaten und irdenen Schästein und Rößlein, die ich aufstellte, wieder in die Schachtel zurückmüssen, und daß sic einen trotz dem schönen Traumleben, da- man ihnen leiht, stumm und dumm anglotzen. Das Spiel hat einen glücklichen Auftakt, aber die Fortsetzung langweilt, weil sie der Erwartung keine Antwort bringt; darum bedarf es des ewigen Wechsels, um immer von neuem den Auftakt zu geunimen. Das .Spiel beruht aus Täuschung, darum endet es mit Enttäuschung." Viel besser dünkt ihm das „Handwerkerglück", wenn das Kind schon eine richtige kleine Arbeit verrichten kann und sich als Schöpfer fühlt. Und auch einen Blick über die HeUc des Tages und „die freundliche Großmutterwelt" hinaus tut er schon, als er einmal im Dunkeln allein auf dem Dachboden gelassen wird. Ein eigentümliches ernstes Gefühl durchschauert ihn. „Ich bin weder willens noch befugt, aus lenes Stündlein auf dem Dachboden deswegen überlegen zurückzublicken, weil ich damals ein winziges gedankenloses Menschlein war. Der Gedanke ist nicht der einzige Weg zur Wahrheit; ich bin sogar versucht zu sagen, ein Irrweg. Kur», ich schaute damals einen Augenblick m das Antlitz der Meduse". Nun beschäftigt sich seine Phantasie viel mit den Wintergeistern, die im Dunkel der Nacht im Walde hausen . . . Und als er dann die erste größere Reise macht, wird ihm Solothurn zur goldenen Märchenstadt und in Bern interessiert ihn nichts als ein großer gemalter Elefant über einem Hauseingang. Zahlreiche Fäden spinnen sich von diesen Eindrücken und Gefühlen des Kindes zu den Dichtungen des reifen Mannes. Ein Ausflug, den der Zweijährige mit dem „Salomelt" nach dem reizenden Waldenburg macht, blldet den Keim zu dem schönen Idyll „Gustav": das dort gefchilderte „Fensterli" ist das „Münsterli", in dem das Kind sich wie verzaubert vorkommt, und auch ine Ente» fehlen nicht, die das Baby entzückten. Sehr oft kehrt in seinen Schriften die Felsschlucht „Clus" toieder, die sich ihm bei der Fahrt mlt der Upitter in die Seele prägte. „Die geheime utsvoUen Täler des Olympischen Frühlings auf der Reise zu Uranos, die Talvisionen im Imago sind die Nachkommen der Visionen, die dem Dreijährigen auf seiner ersten Berner Reise in der.Gegend 452 der Dürremnühle geschahen". Manche der „Extramundana" sind ans den Kiiwcrträumeu entstanden. Den beimmpelten Tannen- bannig der beim Richtsest ans dem Hause des Vaters prangte, hat er später aut die Jubelhallc des Zeus im „Olympischen Frühling" gepflanzt, und der Gang des Vaters in die Nacht, der bei dem Kinde bänglickze Gefühle erregte, schuf die Stimmung für die Rns« der Gatleskinder im Prometheus. „Zwar lieht dort natürlich nichts von dem neuen Häuschen utld dag Papa den Hut auffetzte, und zur Haustür hinausging. Ich aber weißt, daß, tvenn ich nicht in meiner frühesten Kinderzeit einmal meinen Vater abends spät hätte in die Nacht hinausrieben sehen, die Schilderung der Reise der Gotteskinder nicht bestände. Einem andern, der nicht in seinem Herzen ein hierher taugliches Erlebnis vor- vefunden hätte, wäre es ja überhaupt nicht in den Sinn gekommen, die Reise der Gotteskinder so ausführlich zu erzählen".. heiteres aus den albanischen Kämpfen. Einige beglaubigte Einzelheiten au? den jüngsten Kämpfen in Albanien hat ei» Teilnehmer und Augenzeuge der Verteidigung von Berat den, ,Times"-Korrespo»de ,len überliefert. Rach d » Scharmützeln bei Koritza gelang es den, vanptmann Ghillardt, einen, geborenen Kroaten, mit einer Gciolgschait von Freiwillige», unter dene» sich 10 Bulgaren, 1 Amerikaner und einige hundert Albanier belaube,u sich durch die Linien der Aufständischen durchzuschlagen; am Abend der tv. Juli erreichte die Schar Berat. Man stcllte auf der alten venezianischen Zitadelle ein Feldgeschütz und vier Maschinengewehre a»!, während der Gegner en> bei Elbassa» erobertes Gcbirgsgeschntz dazu benutzte, die alte Feste mit Schrapnells zu beschiehcn. In, übrigen aber tämpste »u,» buchstäblich „mittel- alterpch". Die Artillerie der Verteidiger bestand in der Hauptsache aus einen, Dutzend alter venezianischer Kanonen aus de», Jahre — 1489! lind man lud diese Ungetüme wie einst mit Steinkugel»; »S fehlte nicht an dieser.Munition", denn Ste,»kugeln nmren überall zu habe». 311$ Ladepirops-n diente» dann alt« Lappe», als Feuer- material schwarze? Pulver. Man wird sich vorstcllen können, wie gefährlich dies« Kanonen gewesen sein »lögen — für die Bedienungsmannschaft. Immerhin Ivichen die Shufstäudischen dem Feuer al,s wrd zwar auf folgende höchst einfache Art. Bon Norwesten niar« schienen sie nach Nordosten und mischten sich hier unter die zur Sicherheit hierhin gebrachten Frauen und Kinder von Berat. Infolgedessen mußte man das Feuern aus die Aufständischeil niistcllen. Als eiu Angriff aus die Zitadelle erfolgte, wies man ihn dadurch ab, daß nian die alte venezianische Steinniauer den Angreifern auf die Köpfe stürzte. Aber um Mitternacht nahmen die Verteidiger ihr Feldgeschütz und die vier Maschiuengetvehre und eilten irach Balona. — Einen amüsanten Kommentar zu dem komischen Heldengedicht von der Errettung des Mbret durch den kühnen Prenk Bib Doda liefert der aus Albanien soeben in England eingetroffenc Bruder des englischen Privatsekretärs des Fürsten Wilhelm. Der große Wiriditenfeldhcrr zog mit 2000 Mann von Alessio aus, um Fürst Wilhelm in Durazzo zu entsetzen. Mr. Heatou Armstrong, ein unternehmender junger Brite, der sein Monocle init Würde trägt, nahm an diesem denklvürdigen Zuge teil: als Oberbesehlshaber der Artillerie. Die bestand ans einem österreichischen GebirgSgeschütz und war im übrigen ivolst das einzig streitbar« Element der Armee. „Es war wunderlich," erzählt Mr. Aruistrong, „wie dieses Geschütz für die Albanier alsbald eine Art Fetisch tvnrde. Niemals hielten die Rebellen Granatfeuer stand, während unsere eigenen Känipfer bei dem geringfügigsten Anlaß zu mir gestürzt kamen, um mich zu beschwören, die Artillerie in Tätigkeit zu setze». Das größte IFnteresse aber erregte mein Monocle. Die wackeren Krieger waren fest überzench, das Moiwcle sei zur Handhabung des Geschützes unentbehrlich, ohne Aäonocle könne man nickst richtig schießen. Ich ließ ihnen ihre Illusion und trug das Einglas, wenn imnier ich einen Albanier sah. Als ich am Abend das Geschütz abmontierte und mich auf den Rai Prenk Bib Dodas mit ihm zurückzog, brach sofort eine Panik aus, ohne daß ein Grund dafür zu entdecken war. Der Feind besetzte unsere Schanzen, Und Unsere Armee war plötzlich nahezu ganz perschtvunden. Dann beschloß ich, das Geschütz auf dem Seewege nach Durazzo zu bringen, aber mit tausend Schlichen und ftzniffen suchten die Albanier meinen Fortgang zu verhindern. Ich mußte schließlich bis an die Achseln ins Wasser hineinsteigen um mit Hilfe einer Leine das Boot von der stachen Stelle ins Fahrtvasser hincin- zUziehen. Nun schienen sich die ivackeren Krieger endlich ein wenig zu schäme»; sie halfen jetzt tapfer mit, wir kamen nach Schlinza und von dort mtt einem Segelboot nach Durazzo." vermischt-». kt D i e Hundertjahrfeier einer Zw ergrepnblik. Zsvischen Aachen und Bervier?, a» der denlsch-belgische» Grenze, liegt die kleine Nepnblik MoreSnet, die in diesem Somnier die Hundertjahrleier ibrer Ilnabhängigkeit begehen ivird. Die Gemeinde gehörte vorniaiS z» Oeslerccicki, wurde spület vv» Frankreich in Besitz genommen, wobei sich zwischen Napoleon I. und der preußischen Regierung allerhand Streitigkeiten übe, die Zugehörigkeit des LändchenS entwickelte». Ans den, Wiener Kongreß indessen wurde daS Lündchen einfach vergesse», und Io konvnt es, daß eS heule eine unabhängige Republik ist. Brcube» und Belgien konnte» sich lange über den Besitz nicht einigen, denn keiner gönnte es dem andere», iveil danialS in den, Gebiete ziemlich ergiebige Galniei- grnbe» befanden. Henie indes liegt d,efes Bergwerk ioi, und die Ruhe und der Friede» der Republik MoreSnet wird vo» keiuem der angrenzenden Staaten mebr gestört. Die Einwohner spreche» sowohl deuffch als iranzöstsch, überhaupt ist in dein Ländchen alles gemischt. Ter Bürger,nelsler der Hauptstadt Attenberg, die and} Calamin« oder Siel»,iS genannt wird, ist zugleich preußischer »,H> belgckcher llnleita», ebenso ist es mit dem Bahnhossvorstand. In die Rechtspflege leiten sich Preußen und Belgien; in etr stachen gilt vielfach »och der sehr harte Code Napolson. Tie Einwohner des LändchenS sind streng katholisch; Überall sieht man Heiligenbilder, die an Bäumen angenagelt sind, und aus denen sich Verse wie solgcnder finden: Halt, Wanderer, gedenke ein wenig hier, Was JesuS hat gelitten für dir. * I n d c r I u l i h i tz e. An der Fassade eines Cafös aus dem Montmartre, in dem stets fröhliche Laune herrscht, erschien in diesen Tagen der großen Hitze folgendes Plakat, das die erschöpsten Passanten in Scharen anzog; „Während der großen Hitze ist die Terrasse drinnen!" * Die Helferin. Die ältere Dame; „Was ist denn das, junger Herr, Sie haben ja den Arm um die Taille der jungen! Dame gelegt!" Der fni^c Mann: „Ich danke Ihnen. Ten ganzen Abend über suche ich fdjüm diese Stelle zu siudcn, aber bei diesen neuen Toiletten weiß nian wirklich gar nicht, wo sie eigentlich ist," vüchertisch. — Neuerscheinungen der Universalbibliothck. Nr. 5691.—5693. F ü r st Bülows Reden. In Auswahl her- ausgegeben und mit Einlellungen und verbindender geschichtlicher Darstellung versehen von Wilhelm von Massow. Autorisierte Ausgabe. Vierter Band: 1905—1908. Mit Fürst Bülmvs Bildnis. In Leinen l Mk., in Leder mit Goldschn. oder .Halbperg. 1.75 Mk. —■ Nr. 5694. Iphigenie, in Aulis. Bon Ehr. W. Gluck. Große Oper in 3 Auszügen. Dichtung von Bailli Le Blanc du Roullet. Bcarb. von R. Wagner. Bollständ. Buch 81. Band der Opcrnbücher. Herausgeg. und cingeleitet von G. Rich. Kruse. —> Nr. 5695. Wunder der Urwelt. Von Carl W. Neumann. Natnrwissensch Plaudereien. 2. Bd. Mit zahlr. Abbild. In Lein. 60 Psg. — Nr. 5696. Firma Murks. Bon L. Schermann. Heitere Schilderungen ans dem Geschästsleben. Zweites Bändchen. Inhalt: Schupser ans Waffenübung — Murks mit dem guten Herzen. — Verrechnet. — Avancement im Hause Murks. — Pcv» svnalvermehenng im Hause Murks. — Murks auf Brautschav. — Ein böser Tag des Herrn Murks. —> Die Order. — Die Auskunft. — Murks auf Urlaub. — Ein Sonntagsmorgen. — Ein Geschäft des Herrn Murks. — Nr. 5697. Der grüne Abend » zwei andere Forst ha nsgcschichien. Bon C. Cölestin. Inhalt; Der grüne Abend. — Die Nonne — Nachmittag im Forsthaus Krujanke. — Nr 5698. D i e Kindesmörderin. Bon H. L. Wagner. Ein Trauerspiel. Eingelötet und heraus- qegeben von Dr. Alfred Möller. — Nr. 5699. Shakespeare. Bon Dr. Ludwig Weber. 18. Band der Dichter-Biographien. Mit Shakespeares Bildnis. In Lein 60 Pf.—Nr. 5700. Nachdenkliche Geschichten. Bon Hugo Salus. Mit Bild des Dichters und Eiiisicktung von Dr. R. Reinhard. In Lein. 60 Psg, Inhalt; Einleitung. — Der Schreibdonor. — Der Ruhm. — Greifendekehrung. — Das Märchen aller Märchen. — lArterien-Berkalkung. Wesen und Bedeutung, Vorbeugung und Behandlung. Von Professor Dr. Otfried Müller, Direktor der Medizinischen Klinik in Tübingen. Preis 60 Psg.. (Porto 5 Pfennig). _ versteärätsel. Johannes — Rheingold - Eisengiltec — Vogelnest — Rosen — Regenwelter — Nizza — Hirtenstab — Stalltür — Pole» — Wasgenwalb — Lchnelldampfer — Bücherregal — Pfennig. Ans jede», der vorstehende,, Wörter sind der Reihe »ach zwei zusanimenbängeiide Buchstaben zu entnehme», so daß sich daraus eiu Sprichwort ergibt. Auslösung in nächster Nummer. Aullösung des Diamant-Rätsels in voriger Nummer! C B c y D a 1 i n Celsius Seide 8 u r s Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche» UnioersilälS-Buch- und Sleindruckerel, R. Lange, Gießern