Kinderseele. Roman Uon Reinhold D r t nt a n tt. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „ES war an dem Abend, wo Hermann Knbalke und ich tags darauf Hochzeit machen wollten. Elf Jahre toaren tvir miteinander gegangen, und immer lwtte cs nicht gereicht für daS Hänschen und das bißchen Hausrat, tvaS man drxh zum Heiraten braucht. Nu» aber hatten wir's tbeifaniinen. Und wir waren sehr froh darüber. Nicht vorher und nicht nachher in meinem Leben bin ich jemals wieder so froh getvesen tute in der Zeit. Und weil wir noch mancherlei zu bereden hatten, toaren wir zur Achlummerzeit mit- saniincn durchs Dorf gegangen und noch ein Stück darüber hinaus, bis wir mit einem Male au den See gekommen toaren — wir wußten selber nicht ivie. Da sah ich tvas Kleines, Dunkles, das sich weit draußen auf dem Eis bewegte, tiird da schrie ich auch schon los! „Herr im Himmel, der junge Herr Baron! Alle guten Geister sollen ihn beschützen!" Mein Bräutigam aber sagte: „Es muß ein Wunder geschehen, wenn er lteil zurückkommt. In der Mitte trägt's ihn nimmermehr." Und wie er das noch nicht ausgesprochen hatte, da sahen >vir auch schon, tvie der kleine Harro die Brrmchen in die Höhe warf. Und dann war er verschwunden. Wie verdonnert standen wir da. Aber nicht lange, denn mein Bräutigam war kein Mann, für den es ein langes Besinnen gab, wo'S Zugreifen not lat. Er tvußte wohl, daß nicht mehr Zeit ivar, ins Torf zurückzulaufen und Leitern oder Stangen zu holen. Darum lief er das steile Ufer hinunter, legte sich platt aufs Eis und schob sich mit Händen und Füßen vorwärts, immer näher nach dem schwarzen Loch hin, das ihm den Weg zeigte. Wo der Knbalke bleibt, dacht' ich, da bleib' ich auck> Und tat's ihm nach. Und gut war's, daß ich auf den (bedanken gekommen war — lyenigstens für den kleinen Herrn Baron. Denn meinem Bräutigam hat's nichts nützen können, dem war's nun mal bestimmt, daß er seinen Hochzeitstag nicht erleben sollte. Das Eis trug ihn, bis er ganz nahe an das Loch herangekommen ivar: dann brach's auch unter ihm, und nie Hab' ich begreifen können, daß es mich auSgchaltcn hat, obwohl ich damals freilich nur ein leichtes Ding war und dünn ivie ein Zaun- stecken. Bis hart an den Rand der Bruchstelle ivar irl, gekrochen, und weil ich die gräßliche Stille nicht aushalten konnte, die um mich herum war, schrie ich einmal übers andere: „Knbalke, >vo bist du?" MS wenn er mir hätte Antwort geben können aus dem tiefen, kalten See heraus! Da sing das schwarze Wasser vor mir mit einem Male an, sich zu beivegen, und es kam was zum Borschein — ein kleiner blonder Kinderkopf. Da muß ich denn wohl gleich zugepackt und ihn zu mir heraufgezogen haben aufs" Eis, während ich mich zugleich mit den Knien rückwärts schob, von dem gräßlichen Loch weg. Genau kann ich dir das nicht erzählen, Herzenskindchen, denn ich Hab' keine rechte Erinnerung belwlten an das, tvas ich damals tat Nur das eine werd' ich nicht vergessen bis an mein Ende — das eine, daß eine Hand und ein halber Arm heraustauchten aus dem Wasser, und daß die Finger von der Hand in der Lust her- umgriffen, als ob sie nach etwas suchten, woran sie sich sesthalten könnten. Aber es war nichts da lind ich konnte nicht hin bis zu ihm, denn dazwischen war alles EiS gebrockten, nnd ich bog so schon mit der Brust halb im Wasser Da sanken der Arm und die Hand wieder in den See zurück Und das war das letzte gewesen, waS ich von dem lebendigen Hermann Knbalke gesel>en babe." Margarete hatte sich längst aufgerichtet, nnd mit verhaltenem Atem hatte sie gehorcht, uni kein Wort von der Erzählung der Alten zu verlieren. Nun wartete sie gespannt aus das, was Dietlinde sagen würde. Aber die Kleine hatte die Geschichte von Hermann Kubaltes Heldentod >oohl sck>vn zu oft gehört, als daß der Eindruck sie Hoch hätte überwältigen können. „Weißt du, igosepha," klang es seltsam nachdenklich durch die Stille, „iveißt du, was die Mama getan hätte, ioenn sie da mit dem kleinen Harro ans dem Eis gelegen hätte, als die Hand wieder tut L>ee verschwand?" „Nein, Schätzchen, wie soll ich das tvissen?" „Ich weiß es. Sie würde den kleinen Harro wieder hin- eingelvorfen Iwben in das Loch. Und dann hätte sie gesagt, er wäre mit Hermann Knbalke ertrunken." „Bewahre dich der Himmel vor sündigen Gedanken, Kind! — Soll ich dir jetzt auch noch das Ende von der Geschichte erzählen?" „Ach, das kenn' ich schon. Du bist mit meinem Papa über das Eis zurückgekrvchen, und sie haben ihn hier im Schloß wieder zunt Leben gebracht. Und dann hat der Papa von meinem Papa gesagt, du solltest bis an dein Lebens- etide zu seinem Hause gehören — und darum hat dich die Mama inck» iortschicken dürfen tvie alle die anderen, die noch von früher her hier waren — nnd der Papa hat gesagt, wenn du fort solltest, dann ginge er auch fori — und mich würde er mitnehmen. Und ich bete so oft, daß er es doch tun möchte. Aber er tut es nicht. Jetzt weiß ich ganz geiviß. daß er es nie — niemals tun wiro." „In der Sckirift steht, daß Mann und Weib zufammen- gehören. Davon verstehst du aber noch nichts, Dita — Und nun wollen wir beten." Margarete trat ans die Schwelle der Berbindnngstür. „Gttte Nacht, Iosepha!" wandte sie sich an die Alte, die eben im Begriff war, das Zimmer zu verlassen. „Wollen wir einander nicht die Hand geben, da ivir doch fortan einö sein wollen in unserer Liebe zu Dita?" Die Alte, die bei der unerwarteteil Anrede ihre sinsterste Miene aufgesetzt hatte, kam zügeritd und mit sichtlichent in- bereit Widerstreben der Aufforderung nach. Schlafs und ohne Druck lag ihre harte, runzelige Hand in den Händen per Erzieherin. „Ich bin nur eine uttwisseitde Magd, und Sie 434 — sind ein Fräukcin, ba§ nuf Schulen studiert T)var ein so tiefes Schweigen um sie her. daß sie deutlich das leise Kiiar- ren und Aechzen der entlaubte» Beste vernahm, die sich draußen unter ihrem Fenster im Nachtwinde gegeneinander rieben. Da kam sie zu der Ueberzeugung, daß alles »ur Traum und Sinnestäuschung gewesen sei. und mit einem schmerzlichen Ausseufzen ließ sie sich in die Kissen zurücksinken. 6. Kapitel. Hell fiel das Tageslicht durch das leichte Geivebe der Tüllgardiuen vor ihrem Fenster, als Margarete die Augen aufschlug. 'Sie war nicht von selbst erwacht,' sonder» der Druck von etwas Schwereui und Hartem auf ihre Schulter hatte sie geiveckt. Sie brauchte eine kleine Weile, um sich in dieser fremden Umgebung zurechtzusinden und sich zu erinnern, wem das faltige, verwitterte Francngesicht gehörte, das sie da über sich geneigt sah. „Stehen Sie auf, Fräulein! Der Baron wünscht, daß Sic mitkommen, wenn Dietlinde zu ihrer Mutter geführt Urirfe." Margarete richtete sich auf. „Jawohl! — Gewiß! — Wie ist es nur möglich, Josepha, daß ich so lange geschlafen habe?!—Die Baronin wird sicherlich ungehalten sein, wenn sie genötigt ist, auf mich zu warten." Ohne daß ein Zug in ihren, harten Gesicht sich verändert hätte, schüttelte die Alte den Kopf. „Nein, Fräulein, davor brauchen Sie sich nicht mehr zu ängstigen. Der Frau Baronin ist jetzt alles gleich. Die ist in einer besseren Welk." Mit beiden Händen umkrampfte Margarete den Arm der Dienerin. „Josepha!" stöhnte sie. „Was ist das? Was haben Sie gesagt? Tic Baronin ist — " „Sill! Tita schläft noch, lind die muß es ivohl aus andere Art erfahren." „Barmherziger Gott! Es soll also Wahrheit sein? Frau v. Bardeleben ist tot?" „Ja. Gegen zloei Uhr morgens ist sie sanft entschlafen. Friede sei mit ihrer grinen Seele." Das also loar^dic Erklärung für den entsetzlichen Schrei, der sie aus dem Schlafe aufgeschreckt hatte. Aber sagte nicht Josepha, die Baronin sei sanft entschlafen? „Ehe Sie Dietlinde ivecken, erzähle» Sie mir Näheres. Mein Gott, es ist wirklich nicht Neugier, daß ich danach frage." „Warum sollten Sie's auch nicht wissen? Um ein Uhr kam der Baron au meine Zimmertür, weil die Baronin plötzlich erkrankt wäre. Er war ganz verstört und ist selber nach Reinsivaldau geritten, um den Sanitätsrat zu holen Aber als der ankam, war schon alles vorbei. Sic lag wie im Schlaf die ganze Zeit, während Fan», und ich an ihrem Bette saßen. Und 'im Schlaf ist sie auch hinübergegange». Kaum, daß man's gemerkt hat, als sie starb." Noch immer hatte Margarete nicht die Krast gesunden, sich von ihrem Lager zu erheben. In ihrem Kopfe wirbelte es, und ihr Herz klopfte so stürmisch, daß sie seine Schläge hörte wie das Ticken einer Uhr. „Und woran —" - „Sie war schon lange herzleidend. Der Sanitätsrat sagt, er habe immer gefürchtet, daß es einmal ganz plötzlich mit ihr zu Ende gehen würde. Sic hat einen schöne» Tod gehabt, Fräulein! Und uns kommt es nicht zu, ein lautes Gcjainmer darüber zu erheben. Wie der Herr Baron es nimmt, ist seine Sache. Daß es ihn so fi,rchtbar packen könnte, hätt' ich freilich nimmermehr geglaubt." „Und Dietlinde? Das arme, unglückliche Kind! Wie soll man es ihr nur sagen?" Mer sie wurde des weiteren Nachdenkens über diese schmerzliche Frage überhoben, denn plötzlich stand die Kleine in ihrem laugen weißen Nachthemd, bleich und großäugig wie ein Wesen aus einer anderen Welt, aus der Schwelle der Vcrbindungstür und sagte! „Ich will aber nicht hinübcr- gehen, Josepha! Wenn die Mama gestorben ist, will ich sie nicht mehr sehen." Margarete erschauerte wie unter einem Strom jählings über sie ausgegossenen kalten Wassers. Hatte dies frühreife Kind von der Furchtbarkeit des Todes wirklich noch eine so unzulängliche Vorstellung, daß die unverinutete Schrcckenskunde in seiner Seele keine andere Empfindung auszulösen vermochte als die dcsZÄranciis vor dem Anblick einer Leiche? Sie sprang aus dem Bett und umschlang die Kleine, um sie aus ihr Küie zu ziehen. „Dita! Liebe, geliebte Dita! Denkst du denu nicht daran, daß die Mama getzt vielleicht von da droben aus dich herabschaut, und daß sie sehr traurig sein würde, wenn 'du ihre irdische Hülle nicht »och einmal küsse» wolltest?" Dietlinde schwieg. Der gespannte Ansdruck ihres wächsernen Gesichtchens ließ erkennen, daß irgend etwas ihre Gedanken sehr angelegentlich beschäftigte. Tan» fragte sie: „Ist Papa auch bei der Mama, Josepha?" „Nein, Liebling. Er ist eben nach Waldenburg gesahren und kann wohl kaum vor Nachmittag zurück sein." „Dann will ich hinübcrgehcn." Sie sagte cs kurz und bestimmt. Aber noch immer lvar etlvas so seltsam Fremdes, lluirdisches in ihrem Gesicht, daß cs auch der alte» Josepha. nicht entgehen konnte. „Bist du so sehr erschrocken, Herzchen?" fragte sie das Kind, das von Margaretes Schoß herabglitt, um sich an- klcidcn zu lassen. „Ja, wie könnt' es den» auch anders sein! Aber jetzt mußt du zeigen, daß du meine mutige kleine Dita bist, lind den Papa niußt du jetzt »och mehr lieb haben als zuvor. Nun hat er auf der Welt ja bloß dich." (Fortsetzung lolgt) Sur Geschichte der vurg und Stadt Staufenberg an der Lahn. Von Dr. H. Vergor- Gießen. (Fortsetzung.) II. S I a d t S t a u f c n b e r g. * Die Burg Stausensberg blieb nicht lauge »ach ihrer Erbauung allein. Es entstand bei ihr uni die Mille des l 2. Jahrliuu- derts unten im Tal ein Burg fl ecken durch die Ansiedelung von Hörigen, die für die Ausübung ihres Handmrrks Brschäs- ligun^ und Verdienst bei dem Burgherrn fanden und sich unter dem Schgtz einer neu erbauten Burg sicher fühlte». Auch Frei« traten in den Dienst des Burgherr», wurde» seine Burgiiiaime», erhielic» von ihm Burglehen, Haus unv Hof. Ihre Niederlassung unteu int Tale mag de» Besitzer der Burg, den Grasen von Ziegen- 436 Hain, veranlaßt haben, daß er am Anfang des I 4 Jahrhunderts dem Burgflecken Staufenberg beim Kaiser Stabtrechte tnmrftc. Im Jahre 136? wird schon urkundlich ein scultens (Schultheiß', städtischer Bürgermeister, von Staufenberg erwähnt. Die mittelalterlichen Städte erhielten meist auch Befestigungen. Hier in Staufenberg scheint dasrir der adlige Herr Friedrich von Rols ha nscn gesorgt zu haben, der im Jahre 140 1 im Austrag des Grasen von Ziegcuhain und des Rats von Staufenberg die Errichtung einer Stadtmauer und einer Stadtpsortc aus- filhrte. Hierzu bemerkt von Ritgen nach genauer Prüfung der Banaulage: „In der alten schönen Stadtpiortc ans der Südseite der Stadl erblickt man links am Eingänge, 5- 6 Meter vom Boden in einem Ecksteine der Rinne für das früher dagewesene Fallgitter einen Helm mit B ü f f e l h ö r n c r n linb zwischen demselben zwei kreuzweise gelegte Schaufeln ■ . . Darunter liegt ein breiterer Stein, der noch in die Rinne einbiegt und auf diesem ist folgende Inschrift zu lesen: lnceptum fieri MCCCC1 per Fridericum Kolehusen“ (angefangen zu bauen durch Friedrich von Rolshausen 1401'. Das Wappenbild mit den Büsselhörnern und den zwei ins Kreuz gelegten Schaufeln führten die Herren von Rolshausen. Auch die S ch a b e n mögen bei Errichtung des Torturms mitgewirkt haben: denn unter dem Torkapitäl findet sich das Schaben sche Wappen: Schabeisen mit zwei roten Griffen und goldenen Ringen. Deute dient der Turm der Stadtpforte als Glockenturni. Bon der alten S t a d tm au e r lassen sich links,vor dem Eingang in die Sladtpforte noch Reste erkennen. Da, wo man nach den Stcinbrüchen geht, unweit des Friedhofes, standen weitereTore. Man unterschied das obere und untere Tor. Fortwährend begegnen wir in den Staufenberger .Stadtrechnungen, namentlich in den Jahren von 1690 bis 166? AuZgabeposten für Unterhaltung der Stadtmauer. 1665: „Dieses Jahr sein zwei neue Pfeiler an die Stadtmauer ini Psuhlgarten kommen. Dem Mauerer geben 4>- Taler — Die Mauerer am untersten Tor vcrthan 35 alb. 166?: Oslerdienstag die Maurerarbeit verdingt wegen eines Stückes eingefallener Mauer am Obertor. Es werden gestellt 8 Mann aus der Bürgerschaft zu Gesellen. Zu Lohn erhielt der Mauerer 40 Taler." — Das Wappen der Stadt Staufenberg ist eine in silbernem Felde gezinnte Mauer mit g e z i n n t e in Turm, lieber dem Turm befindet sich ein guer geteilter Schild, dessen obere Halite schwarz mit goldenen sechseckigen Sternchen, die untere Hälfte golden ist. Der Turni war das gewöhnliche Wappen- eichen einer Stadt; die Sterne im Wappen beuten auf die Äraschaft Ziegcnhain. In Erbschaftsangelegcnheitcn galt für Staufenberg ein besonderer „S t a d l b r a u ch", der schon 1572 fcstgelegt wurde. Auch sonst hatte Staufenberg besondere Rechte und Gewohnheiten, wie unter anderem eine besondere Münzordnnng, nach der der Gulden 5 2 Kreuzer statt 6 0 Kreuzer hatte. Rechte und Geivohnheiten werden der Stadt Staufenberg beim Uebergang an einen neuen Städterin bestätigt. Die älteste Bcstätigungsurkunde aus dem Jahre 4 5D, die 'sich noch im Original im Staufenberger Archiv besindct, ist ausgestellt von Ludwig I., „dem Friedfertige n", beim Uebergang der Stadt von Ziegenhain an Hessen. Sie lautet: „Wir Ludwig von Gottes gnaden Landgraf zu Hessen bekennen Vor uns vndt Bnieren Enkeln vndt nachkommenden Fürsten des Landes zu Hessen öffentlich in diesem Brief vor allen Leuten: Alb der Edle Herr Johann Gr aff zu Ziegenhain vndt zu Nidda unser Lieber Neve (Neffe, heute wohl Bruder) seliger Von Todes wegen also abgcgangen ist, vüdt Keine Leibes Erben Hinter Jhnie gelassen Hat, davon dann die Herr- schaiten vndt Grassschaften, Zu Ziegcnlwin vndt Nidda mit Schlössern, Städten vndt allen Ihren Zu behörungen off vnns vndt unsere Erben . ». . gekommen vnd gefallen vnd lvir damit des begäbet sehn. Darauf jetzundc Bürgermeister, rath vudt gantze gemein dZuStauffenberg vnserLieben getrewen vnb . • • eine rechte erb Huldigung gethan haben, alb so haben Wir nun solchen Ihren guedten willen angesehen vndt wollen Wir . . . dieselben Bürgermeister, Rath vnd gailtze gemeind zu Staufscnbcrg vnd Ihre Nach Kommen lassen bleiben bet, allen Ihren F r e p h c i t e n, g c w o h n h c i t vnd rechten, die sic dann von der Herrschaft Zu Ziegcnhain Von alters gehabt vndt her- brach t Haben, vndt Ihne die nicht Zerbrechen, vndt allswann vnscrc Neve» von Zygenhatz» seelig Zu Zeiten über das Glider oder zweite Jahr von Becd vsf ctzliche Ihre Schlösser vndt Stätte gcsctzct vnd sre oarmit B e s ch w e h r c t t haben, lolchcr Becd haben Wir . . . unsere Bürger Zu S t a u f s e n b e r g vndt Ihre nach Kommen gcfrctzct . . . Alles sonder gefehrdt vndt arglist. Dest zur Uhrkunde haben wir wapp vnd Jniiegel hieran il>un Henken. Geben zu Marpurg vss den Montag nach dem Sonntag vooeni jucunditatis 19. Mai Anno Dom. millesimo quadringen- tesimo quinquagesimo.“ (1450.) (Nach einer späteren Abschrift vom Original ani Pergament. In gleicher Weise werden den Bürgern von Stausenberg ihre Freiheiten. Gewohnheiten, Rechte und Befreiung von der allgc- iiieiucn Beede Steuer) durch Laiidgraien Ludwig V. von H c s s e n - T a r in st a d t bestätigt laut Urkunde vom 5. Februar 1 605, gegeben zu Gieben, nachdem Bürger und Rat, beim Erb- tlbergaiig beim Tode Ludwigs IV. „des «Aeltcrcn" von Marburg, dcin neuen Landesherren gehuldigt hatten. Die Beslätigunqs- prkniide lautet: „Wir Ludivig, von Gottes gnaden, Landgraf von Hessen, Graf zu Kabcncllcnbogcn, Diez, Ziegenhain und Nidda, belenncn Vor vnb vndt vnseren Erben, Fürsten zu Hessen, öffentlich in diesem Brief, demnach vns vnsere Untcrthauen, B n r g e r- m c i ft e r, Rath vndt g a n tz g c m e i n d t zu Staufenberg nach ablebcn wehl. des Hochgebohrcnen Fürsten, vnscrcs liehen Vetters Landgrafen Ludwigen des Eltern (Aeltercu) Erb Huldigung gethan vnd darneben ctzliche iintcrschiedlickw besiegelte Briefs Vorgezeiget, darinnen sie . . . bet, Ihren F r e tz- heil e n , g e w o h n h e i t c n Mid rechten bleiben zi, las - s c n, vndt vmb ebenmäßige gnädige Bewilligung gebeten . . . .Ali? haben wir Ihne erasft dieses Briefs . . . lassen bleiben bctz allen I h r e n F r e » h e i t e n . .. die sie dann von der Herrschaft zu Ziegenhain Von alters vndt darnach von vnsern Vor Eltern, Fürsten zu Hessen herbracht haben ... alß dann hochgedachte vnsere Voreltern von der Beede sie befreyet, So wollen wir vnd vnsere Erben Sie damit auch nicht be- s ch w c h r c ii." (L. S.) 16 8 0 erhält Staufenberg durch die Landgräfin Elisabeth Dorothea von Hessen (als Regentin für ihren unmündigen Sohn Ernst Ludwig) das Recht, drei Märkte alljährlich halten zu dürfen, und zwar: Mittwoch nach dem 1. Sonntag Trinitatis (Sonntag nach Pfingsten', Mittnwch nach dem 13, Sonntag »ach Trinitatis (etwa September) und auf Martini (11. November), lieber die Eröffnung des Marktes berichtet das Protokollbuch der Stadt Stausenberg (1661—1714 : „Anno 1680 ist auf hochsürstlicher gnädigster Einwilligung der erste Marck zu Staufscnbergk introducieret und ausgeführt worden von denie Edlen vnndt Großachtbahren Herrn Joh. Heinr. Holtsmann, fürstlich-hcss. darnist, wohlbestellten Schultheißen zu Staufscnbergk . . . vndt hatt die aussührung Hut der Bürgerschaft durch offcnd- liches Tromm- u. Pfeisfenspiel gethan. Herr Joh. Tan. Schwahn, Haubtmann über den ausschuß (heute Landwehr) u. Batt. schreibet: zu Allendorf, welchem ein Reichsthaler Zum recompensc gegeben worden." Demnach geschah die Eröffnung des Marktes recht feierlich unter Mitwirkung des Schultheißen, mit Trommel- und Psciffenspicl. Schwahn war eine vielseitig gebildete Persönlichkeit: er war Landwetzrhauptmann, Balaillonsschroiber und Bataillonstambour. Das E r ö f s n u n g s e s s e n durfte natürlich auch nicht fehlen: denn ein Eintrag in der Rechnung von 1680 im November, also am Martinimarkt, meldet: „9 alb. für Fisch auf denn Marck, 25 alb. für etlich fedder Vieh, so aus dem Marcr aufgangen, 20 alb. an Christoph Damm, daß er auf dem Marck für die Herrn gekocht." Das Trinken lvar, abweichend von der sonstigen Gewohnheit, sehr mäßig: denn es werden nur 15 alb. (1,20 Mk.) „für verschieden getränck" verausgabt. Festessen am Markttage und Musikanfführungen, ja Aufführungen von Schwerttänzern, sind hier Und da in den Urkunden angeführt: aber städtischerseits scheint nichts mehr für Vergnügen des Stadtrats aus allgemeine Kosten an Markttagen beivilligt worden zu sein- während inan sich sonst für „Verehrungen" nicht spröde zeigte. Tie Märkte damaliger Zeit waren „K r ä m e r m ä r k t e", aus denen die Handwerksmeister des Platzes oder der Umgegend, Schuhmacher, Spengler, Lein- und Tuchweber, ihre verfertigten Erzeugnisse scilboten, und wo man seinen Bedarf, bei dem gänzlichen Mangel an Verkausslädcn heutiger.Zeit, für Kleidung, Küche, Haus und Hof deckte. Bekannt und berühmt waren fahr- ljundertelang als „Spezialitäten" die Tuchmärktc in Schollen und Ortenberg. Der Krämer in der größeren Stadt war Kolonial-, Materialien- und Eisenwarenhändler. In Stausenberg war hauptsächlich das Leinweber- und Schuhinacherhandwevk vertreten. Eine starke Konkurrenz erwuchs den Staufenberger Schuh- machermeisternauf den Märkten durch ihre Gicßener Zunstgenossen, die schlechteres Leder verarbeiteten, „g e p i n » t c" (mit Holznägcln her- gestellte) statt geuähteTchuhe zum Verkauf brackiten und wcgiiGwr billigen Herstellniige-weisc auch billigere Preise machen konnten. Darüber beschweren sich dir Staufenberger Meister und der Rat bei der höchsten Stelle der Landesregierung, bei der Regcntin, richten aber mit ihrem Gesuch nichts aus: denn es wird ihnen der fürst-» liche Kanzlcibescheid, datiert aus Gießen am 13. Dezember 1684, daß im Namen her durchlauchtigen Fürstin Elis. Dorothea, Land- gräsin, geborenen Herzogin von Sachsen, als Vormünderin und Rcgentin in Zachen der Beschwerde des Rates und Bürgermeisters zu Stausenberg gegen die (vießener Schuhmacherzunst für Recht erkannt sei, „daß die Gießer Schuhmacher auf den offenen Jahrmärkien Staufenberg gepinnte Schuhe zum Verkauf bringen dürfen". Der Zunitstreit zwischen Giesener und Staufenberger Meistern dauert fort. 1732 beschweren sich Bürgermeister, Rat und sämtliche Handwerker zu Stausenberg beim Landesherren, daß sic gezwungen seien, der Gicßener Zunft anzugehören, ^ie richten an ihn die Bitte, zu gestalten, dal, sie eine eigene gemeine Zunft errichten. Die Gicßener drohten ihnen, sic in diesem Falle nickit als züuitig auzzischen, wodurch sic gezwungen seien, das Handwerk niedcrznlcge». Als Grund für die Gründung einer eigenen Zunft geben die Staufenberger an, fie seien nicht imstande, das hohe Zunjlgeld zu erlegen, auch könnien sie bet den Zunst- zusammenkünsten in Gießen „nicht in angemessener Kleidung er scheinen, wodurch sie der Verachtung ansgeletzt seien". Durch die Niederleg,iilg des Haudiverks Töiinteu sic sich mit dem Ackerbau 486 nicht allein ernähren. Sie bitten, ihnen gleiche Stadt- rechte zu bewilligen. Nachdem die Bittsteller abgewicseu, reichen die Schuhmacher eine besondere Eingabe ein, in der sie um E r m ä s> r g u u g des Z u n s t g c l d e s bitten. Seither müsse ein jeder Schuhmacher 18 fl. Zunslgcld entrichte». Dies sei zu lwch: man könne von, Handwerk nicht allein leben. Obschon man dieses nur >, Jahr betrieb, nnssse man doch noch überdies alle Monat 3 Kdeuzcr Kontribution (©teuer' zahlen. Ausserdem inachten sie den Aießener Meistern keine Konkurrenz, da sich ihre Kundschaft aus dem Kasselschen und Rassau-Weilburgischen rekrutiere. Sie bitten, wie man Schneider und Leinweber auch „um ein Billiges" in die Zunft ausgenommen, ntöge man sie tin, 6 —8 sl. Zunilgeld aufnehme». Welchen Erfolg die Staufenberger Meister mit dieser Eingabe gehabt, ifr aus den Urkunden nicht drsichtlich. Neben deni Krämermarkt wurde mit der Zeit auch in Stausen- berg ein B i e h m a r k t errichtet. Er tvurde aus dem „Burgacker" abgehalte». Ain 22. März 1714 wird als Vergünstigung zur Hebung des Staufenberger Viehmarktes gestattet, alles Vieh, so auf den Staufenberger Markt gebracht werde, solle ein Jahr zollfrei gelassen werden. Von jedem Stück Viels muhte gewöhnlich eine Abgabe entrichtet tverden; denn in den Steuer-Erheberegistern steht als besonderer Betrag bei den betreffenden Steuerpflichtigen immer „von Haußbekh und Feuerschilling, von Gütern vnd jB > e h e, vom Wachtgeld". In einzelnen Jahren wurden in den Verzeichnisse» über 150 Stück Rindvieh gezählt. Ebenso bedeutend war die Schweinezucht. Die Schweine ivnrden zur Eichelund Eckernmast in die städtischen und staatlichen Waldungen getrieben, >vo man auch für Unterbringung des Viehes bei schlechtem Wetter oder als Ruheplatz besondere „Hütten" errichtete. Wichtig ivar das städtische Amt der Kuh- und Schweinehirten, die vor dem Rat jedes Jahr eidlich verpflichtet tourden. Sic waren gleichzeitig Straßenwärter, Torschließer und hatten für die Reinhaltung der Straßen zu sorgen. Sie waren auch Nachttvächtec, die „die Uhr anzublasen und anzusingen" hatten (nachts die Stunde zu verkündigen». Ta Staufenberg ivenig Wiesen hatte, tvar es oft schwer, in knappen Jahren bei Futtermangel das Vieh dnrchzubringen. Deshalb ivird auch draußen viel einzelit geweidet, wobei nicht immer die Grenze zwischen eigenem und fremdem Boden beachtet wurde. Daher die große Zahl der ivegen F e l d s r e v e l n s, oft 20 im Jahre, zur Anzeige gebrachten Personen, die zur „Buße" (Strafe! herangezogeu tverden mußten. Die „Büßenden" hatten vor dem Rat zu erscheinen, der ost Strafen bis zu 1,50 Mark im Einzeljalle verhängte. Dieser Strafe entgingen auch die „Adeligen" oder ihr Verwalter nicht, wenn es den „adeligen" Kühen oder Pferden aus fremdem Gebiet besser schmeckte als aus dem eigenen. Häufig kamen auch „Bußen" wegen Waldfrevel ns vor, die ebenfalls hart Ivaren, da im allgemeinen es nicht für Unrecht galt. wenn man sich im städtischen Wald für seine Wagendeichsel oder für sein Ackergerät ein Stämmchen holte. Auch die Aufsicht- sührendeil über den Wald deckten manchmal den eigenen Bedarf an Werkholz. 1710 erhielt der „Waldhüter" 10 Taler Strafe, iveil er sich ein „Hölzchen" gehauen. Interessant ist auch eine Bemerkung in einem „Bußregister": „Jteni ist gestrafft worden Zwei tunge Barsch, die die Kuhhaut genomüten (soll ivohl heißen, sich ver- muinmten! und ohne der Vätter willen, in unseren ivalt gesahren und ein evghen siämnrcheu gehalten, damit sie Kirmesgcld haben bekonimen. gestrafft jeder 1 Taler." (Die Frevler waren tvohl aus einem benack,barten Dorf, da in Siansenberg selbst keine Kirmes gehalten wurde.). lFortjctzuttg folgt.) vermischter. — Der Juli in deutschen Sprichwörtern. Im Juli beginn, in verschiedenen Gegenden Deulfchlairds die Ernte. Mährett» dieser Zeit und schon vorher wir» von den Landleuiei« allgeniein gewünscht, daß eine recht starke Hitze herrsche. Ein verregneter oder kühler Juli oder auch nur ein solcher, der keine grelle Hitze bringt, erscheint den Landleuten als eine Kalamität, die schweren Sckraden verursacht Aus allen Sprichwörter», die auf den Juli Bezug nehmen, spricht der Wunsch aus einen recht heißeir Juli. Daß der Juli schon als Erntemonat gelten kann, geht aus beut alten Spruch hervor: „Der Juli bringt die Sichel für Peter uud den Michel." Die Weinbauern und Obstzüchter sagen: „Nur in der Juliglut ivird Obst und Weit, dir gut." In verschiedenen Gegenden wie in Sachsen und Thüringen heißt es der den Landwirten: „Im Juli muß vor Hitze bralen, was im September soll geraten." An der Mosel und am Rbern sagen die Wiirzcr: „Wird der Juli trocken und heiß sein, kannst du hoffen ans reck» viel Wein." In der norddeulichen Tiefeben« heitzt ein Spnnb: „Im Juli großen Sonuenbraud ist gut für alle Leut' nird Land" und auch: „Wenn die Hundstag' hell, tvarm und klar, zeigt's an ein gutes Erntejahr." In bezug auf die Hüirdstage wird da und dort noch der Nachsatz gebraucht: „Wer den Regen ,'re bereiten, bekommt der Landmann schlechte Zeiten" Ern tüchtiges Gewitter mit kurzem Regen kann aber schon einmak kommen, denn: „Ein gutes Jnligewitler ist gut für Winzer und Schnitter." Anders ist es, wenn im Juli eine längere Regen- Periode kommt, dann versauli das Getreide, oder es reist nicht recht. Deshalb sagen die Landleute: „Langer Jnliregen nimmt fort den Erntesegen" oder auch: „Wenn es ün Juli lange regnet, man überall gisiigetn Meltau begegnet". Fast überall bringt der Juli für den Landwirt eine sehr anstrengende Arbeit. Auch das kommt in den Sprichwörtern zum Ausdruck. So heißt es in eurem alten über ganz Deutschland verbreiteten Sprichwort: „Wer nicht geht mit dem Rechen, wenn im Juli die Bremsen stechen, nru{j im Winter geh'» mit dein Hcuserl und rufen: Wer hat Heu seil?" Ein anderes Sprichlvort, das dasselbe besagt, heißt: „Wem im Juli nicht die Anne stiegen, kann im Winter nicht auf der Osen- bank liegen. * D i e Kerze als Trinkgeld. Eine lustige Geschichte ans der Reisezeit erzählt ein sranzönscheS Blalt. Der Vorfall ereignete sich vor einige» Jahre» in einem der ersten Hotel- i» Odessa. Damals — und das ist noch gar nicht lange her — lehlte es in dieser russischen Stadl noch an elektrischer Belenchtimg, ir»d der Gast, der i» einem der besten Zimmer cinlogierl ivar, innßte sich daher mit Kcrzenbclenchtnn r bcanüaen. Diese aber war mit echt russischer Freigebigkeit äußerst stattlich: an einem vielarmrgen Kronlcnchtcr erglänzten eine stnllliche Anzahl Lichter, die .de» Raum in eine schöne Helligkeit tanchten. Der ermüdete Reifende, der gleich schlale» ivollte, lölchle die Lichter ans, die nur wenige Mistimeter hertmtergebra»»! tvaren, »»d gab sich da»» dem Schlnmmcr hin. Als er aber am anderen Morgen nach dem Frühstück die Rechnung echieli, bemerkte er z» selnem Enllchen, daß die sämtlichen Lichter, und zivar das Stück zn einem ganz imgewöhnlich hohe» Preis, auf die Rechnung gesetzt ivaren. Ohne z» murren, zahlte er) dann aber ging er auf sein Zimmer zurück und steckte sich die teuren Kerzen in die Tasche. Als er da»» beim Verlassen des Hotels den bekannte» Soießrntenlans durch die lang« Reihe der Holelbedienstelcn unternehmen mußte, zog er die Lichter ans der Tasche, reichte sie ihnen mit würdevoller Gebärde hin und sagte : .Greitt schnell zu, denn bei dem Preise, der in diesem Land« für Kerzen bezahlt wird, ist es ein königliches Trinkgeld, das ich ench mit dreier Spende mache I' Vielleicht findet dies Vorbild anch anderivärts Nachahmung — mit Glühbirnen l * Willis Beiveise. „Willi" sagt der Lehrer, „führe mir drei Beweise dafür an, das die Welt wirklich ruird ist." „Janrohl", sagt Willi treuherzig, „das Buch sagt es, Sie sagen es ünd Mama sagt es aruch." * 'Eru Held. „Also, Herr Hauptmann, als Sie in der letzten Schlacht waren, haben Sie da Ihr kaltes Blut behalieu?" „Gewiß, ich Halle sogar so kaltes Blut, daß mir alle Glüede« zitterten."__ viichertisch. Wander karten des A c st e r tv a l d e s (ernschi Sre- bengebirge. Rhein-, Lahn und Siegtali. Verlag von Carl Georgi- in Bonn Preis Mk. 1,— für beide Karten Bo» allen Wander- sreunden kann das Erscheinen dieser im Maßstabe l : 100 000 in klarem, gutem Druck hergestellte» Karten freudig begrüßt werde». Es handelt sich nur zwei Karten, davon eine Karte des nördlichen Westcnvaldes mit Sieg- und Rheintal und eine des südlickmu Westenvaldes mit Lahn und Rheintal. Auch die drei Höhen- Ivegc „Bonner Weg", „Kölner Weg" und „Rheinhöhenweg" sind berücksichtigt. — Jean Gilbert-Heft (Musik für Alle, Verlag Illl- stein u. C»„ Berlin SW. 68, Preis 50 Pfennig.». Täiize und Lieder aus der diesiührigen Revue des Berliner Metropol-Thea- ters „Die Reise um die Erde in vierzig Tagen" und aus der er- ecfolgreicheu Operette „Autvliebchen" sind in dem iieueu Heft der „Musik für Alle" vereint. — Das Heit wird durch eine Biographie Jca» Gilberts von Dr. Erich Urban eingeleitet nnh enthält ferner Abbildungen der Hauptdarsteller (Helene Ballot, Guido Thielschcr, Arnold Rieck, Karl Bachmann u, s.) in ihren Rollen. — Das Jnliheft der „Stickerei-Zeitung und Spitzen R e v u c",(Verlagsanstalt Alex. Koch, Darmstodt , zeigt eine Reihe von ornamental reichen und interessanten Völkskunst- Stickereicn aus Schaumburg, neue Häkelspitzen von W. Dehn, farbige Entwürfe rwn L. H. Junginckel, Duntstickereien von E. Tanger, Spitzen aus Prag, Paris und Schneeberg, Spitze,itoilette» und.anderes mehr. Vierteljährlich Mk. 2.50. Loaogriph. Afrika ist meine Heimat, als Schwarzer bekämpf' ich die Weiße»: Schenke statt' „v* mir ein „e", wert,' ich ein schmackhaft Getränk. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung des Versteckrätsels in voriger Nummert Erfahrung ist eine teure Schule. Redaktion: K Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unlversiläts-Buch- und Steindrnrckerel, R, Lang«, Gießen