Kinderseele. Roman twn Reinhold Drtmatut (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Me Baronin saß steif und teilnahmslos da wie vorher; wenige Minuten später aber gäb sie dadurch, daß sie sich von ihrem Strchle erhob, das Zeichen zur Aufhebung der Dafel. Me Herren küßten ihr der Reihe nach die Hand. Mer es ipar wohl nur Reibnitz, dessen Lippen sich fest auf ihre kühle, blasse .Haut preßten, wie sie auch nur ihm ihre schmalen Finger für die Dauer einiger Sekunde» überließ. Bardelcben hatte in seiner lebhaften Art den Arm des kleinen Sanitätsrats genommen, um ihn irgend etwas zu fragen, und er bemerkte es deshalb picht, daß seine Frau dem Volontär während der Handkusses einige rasche Worte ufliisterte, die er nur durch einen hingebungsvollen Anflick und ein zweimaliges energisches Nicken erwiderte. Gleich daraus hatte sich die Tür des Rauchzimmers hinter den drei sperren geschlossen, und fast in demselben Augenblick schob sich von der anderen Seite her Dietlindes Figür- chen in das Zimmer. Sie hatte ein Päckchen Schreibhefte in der Hand und blieb unsicher neben der Tür stehen. Da erklang mit schneidender Schärfe, die Margarete überrascht ausblicken ließ, die sonst so weiche Stimme der Baronin: „Run? Weißt du nicht, was sich schickt, wenn du zu deiner Mutter ins Zimmer trittst?" Das Kind zauderte noch für einen Augeirblick; dann ging es auf die Mutter zu und neigte .den dunklen Kopf auf ihre Hand. ,zJch hoffe, daß ich nicht noch einmal nötig haben werde, dich an deine Pflicht zu erinnern. Jetzt lege Fräulein Oth- mar deine Hefte vor. An jenem Tische dort. Und antworte auf ihre Fragen, lvie sich'S gehört." Sie ließ sich in einen ab>eits stehenden Klubsessel nieder und zündete sich eine Zigarette an. Dietlinde aber breitete auf dem ihr bezeichneten Rcbentische ihre Hefte aus, in der Rechensolge, die sie für geeignet hielt, der neuen Erzieherin einen cheberblick über ihre Leistungen zu verschaffen. Margarete war übxrrascht von dem, was sie sah. Dies Kind mußte von ein,er erstaunlich geistigen Frühreife sein, oder man mußte es weit über das übliche Maß hinaus angestrengt haben. Mnn es ivaren durctfweg Arbeiten, wie sie sonst erst eine Zehnjährige zu leisten pslegt, und sie ivaren von der ersten bis zur letzten mit einer Sauberkeit gefertigt, die ihre Urheberin in jeder öffentlichen Unterrichtsanstalt zum Range einer Musterschülern! erhoben haben wiirde. Mit einem Interesse, dem sich freilich aufs neue ein Gefühl tiefen Mitleids beimischte, vertiefte sich Margarete in das Studium der Hesse, und sie nmrde erst durch das Wieder- erscheinen des Sanitätsrats tzezivungen, ihre Beschäftigung zu unterbrechen. Der alte Herr kam allein aus dem Rauchzimmer und ging auf Frau v. Bardeleben zu, um sich von ihr zu verabschieden. l „Me Zigarren Ihres Herr» Gemahls sind zwar ebenso verführerisch wie seine Liköre," sagte er, „aber ich möchte in Reinswaldau noch ein paar von den Schmerzenskindern unter Meinen Patienten besuchen, denen nicht mehr zu Helsen ist. Es verschafft diesen Aermsten manchmal eine ruhigere Nacht, wenn sie das Gesicht des Doktors ani Abend noch einmal gesehen haben." „Sie sind ein unverbesserlicher Ntenschenfreund, .lieber Sanitätsrat. Wie man nur in Ihren Jahren noch so schlvach sein kann! Ich glaube. Sie bringen es yicht einmal übers' Herz, mich wegen meiner verbotenen Zigarette zu schelten." „Ich sollte es wohl, Frau Baronin. Sie wissen, wie sehr Sie sich damit schaden." J „Ach, lieber Doktor, es kommt darauf nicht mehr sonderlich an. Mer einen ärztlichen Rat möchte ich vor Ihrem Fortgehen doch von Ihnen haben. Wollen Sie mir drüben noch einige Minuten schenken?" „Ich bin ganz zur Verfiigung," versicherte er und folgte der Voranschreitenden zur Tür. Als er an Margarete vorüberkam, reichte er ihr zum Abschied die Hand. „Gute Nacht, Fräulein Othmar! Träumen Sie etwas recht Angenehmes. Sie wissen ja, was »nah in der ersten Nacht unter einem fremden Dache träumt, ist von besonderer Bedeutung. — Ein ausgezeichneter Manu, Ihr Herr Bater. Ich habe alle seine Schriften gelesen." Sie lächelte ihm dankbar zu, denn es tat ihr wohl, daß er das Bedürfnis fühlte, ihr etwas Freundliches zu sagen. Dann war sie mit Metlinde allein. Aber mitten in einer Frage, die sie an das Kind richtete, schrak sie zusammen,> denn sie hörte die Stimme des Barons so deutlich, wie wenn er dicht hinter ihr stände, und sie gewahrte erst jeht, daß der Sanitätsrat versäumt hatte, die Tür des Rauchzimmers wieder hinter sich zu schließen. Gegen ihren Willen mußte sie so vernehme», wie Bardeleben sagte: „Ersparen Sie sich alle faulen Ausreden und Entschuldigungen, mein Bester! Ich bin vorhin drüben in Reinswaldau gewesen und habe mit dem Bater des Mädchens wie mit dem Mädchen selbst gesprochen. Es ist eine Schmach! Und Sie können sich wohl denken, daß ich nicht gesonnen bin, dergleichen aus meinem Grund und Boden zu dulden." Margarete war in tödlichster Verlegenheit. Sie konnte doch unmöglich hingehen, um die Tür zu schließen, und eben- soivenig wagte sie, vor der Rückkehr der Baronin mit Met- linde das Zimmer zu verlassen. Eifrig, fast ohne zu wissen, was sie sagte, begann sie zu dem Kinde zu sprechen, und so verstand sie denn auch glücklich nichts von dem, was Reibnitz dem Baron erwidert hatte. Bardelebens ehernes Organ aber machte alle ihre gutgemeinten Anstrengungen zuschandem „Jugendliche Unüberlegtheit? — Kominen Sie mir doch nicht damit! Einen 480 Leichtsinn kann ich immer entschuldigen, denn ich bin wahr- K ftig auch kein Enget; vor der nackten Gemeinheit «der ver- gt mein Verständnis wie meine Duldsamkeit. Weil Ihr alter Herr einer der verehrungswürdigsten Ofsiziere meines ehemaligen Regiments gewesen ist, hatte ich Ihnen hier den Weg zu einem neuen Leben erschlossen, als Sie von Ihrer Familie wie von Ihren Kameraden bereits aufgegeben waten ; aber ich habe Ihnen von vornherein gesagt, woran Sie sich zu halten haben. Sie haben mein Vertrauen getäuscht, und damit ist cs aus zwischen uns — ein für allemal und UMviderruslichausl Mache» Sie sich keine Hoffnung aus eine Fürsprache meiner Frau. Es gibt Dinge, in denen ich mir nicht dreinreden lasse. Auch von ihr nicht. Bis zum Ersten mögen Sie in Gottes Minen noch hier bleiben, wenn Sie vor den Leuten den Anschein vermeiden wollen, davongejagt zu sein. Mer ich verbitte mir bis dahin jede Art von Vertraulichkeit. Zwischen Leuten Ihrer Art und mir gibt es keinerlei Kameradschaft!" Er mutzte unmittelbar nach dem letzten Wort durch einen anderen Ausgang das Rauchzimmer verlassen haben, denn Margarete hörte das dröhnende Zuschlägen einer Wr. Wenige Sekunden später erschien Reibnitz auf der Schwelle. Er war leichenblaß, und jeder Muskel seines hageren Gc- B sichts schien in zuckender Bewegung. Die Anwesenheit der Erzieherin und des Haustöchterchens hatte er in seiner charen Erregung offenbar übersehen. Er sah nur die e Gestalt der Baronin, die eben jetzt, ihm gerade gegenüber, wieder ins Zimmer trat. Ungestüm eilte er auf sie zu und warf sich vor ihr nieder, sein Gesicht mit einem schluchzenden Laut in die Falten ihres Kleides pressend. „Ich kann nicht mehr!" stieß er hervor. „Er hat mich beschimpft wie einen Buben. — Es muß ein Ende gemacht werden. Ich will es nicht länger erwägen !" Vergebens hatte Frau v. Bardeleben durch eine heftige Bewegung und durch einen zischende» Laut versucht, ihn am Reden zu hindern. Nun machte sie sich los und tat einen Sckritt auf Margarete zu. „Gehen Sie auf Ihr Zimmer, Fräulein Othmar! Es ist Zeit, daß Dietlinde zu Bett gebracht wird." Dje Erzieherin nnißte kaum, wie sie mit dem Kinde aus dem Gemach hinausgekommen war. Die Hand Dietlindes ly der ihrigen haltend und an allen Gliedern zitternd, stieg sie oie Dreppe in das obere Stockwerk empor. Aber noch waren die Erregungen dieses Abends für sie nicht zu Ende, denn von oben her kam ihr ein fester, dröh- NMtder Schritt entgegen, und aus einer der obersten Stufen sah sie sich Harro v. Bardelehen gegenüber. Er hatte einen grauen Havelock über die Schultern geworfen und einen weichen Jägerhut in die Stirn gedrückt. Sie hatte gehofft mit leisem Gutenachtgruß an ihm vorüberschlüpfen zu können, aber seine breite Gestalt vor- K örrte ihr den Weg Sein Blick freilich galt nicht ihr, son- rn dem kleinen Mädchen, das er ein paar Sekunden lang starr ansah, um es danu plötzlich emporzuheben und auf die bleiche Stirn zu küssen. Mtz er es behntsatn, wie wenn er in der Dat gefürchtet hatte, das zierliche Geschöpf zu zerbrechen, wieder auf den Boden gesetzt hatte, wandte er sich an Margarete. „Gute Nacht, Fraulein! Ich habe Ihnen ja wohlmeinend voraus- gesagt, daß es nrcht sehr vergnüglich zugeht auf Klein- Ellbach. Mer lassen Sie sich nicht gleich einschüchtern. Es können auch noch fröhlichere Dage kommen." Er ging iveiter, und Margarete klammerte sich mit beide» Händen an das Dreppengeländer, von einer lähmenden Furcht überwältigt, daß er noch einmal in das Speisezimmer eintreten und die beiden dort überraschen könnte. Aber sein Schritt hallte über die Diele dahin, und mit einem Gefühl unsäglicher Erleichterung hörte sie, wie das schwere Haustor hinter ihm ins Schloß siel. ü. Kapitel. Dietlinde wurde in ihrem Zimmer von Josepha er- tvartet, in deren Händen offenbar die Sorge für das leibliche Wohl des Kindes lag. Margarete war zwar entschlossen, diese Sorge als einen Ivichtigen Teil ihrer Rechte und Pflichten künftig für sich in Anspruch zu nehmen: aber sie wünschte auf gütlichem Wege dahin zu gelangen und es nickst gleich an diesen« ersten Meud auf eine Machtprobe ankouiincn z» lassen. Auch fühlte sie sich nach der laugen Fahrt und nach altem, was ihr gefolgt war, sehr erschöpft und glaubte sich derAufaabe einer unbefangenen Unter« Haltung mit dem Kinde nicht mehr gewachsen. Sie ließ es also geschehen, daß Joseph« die Kleine itt Einpfang nahm, ohne der Erzieherin einen Blick oder ein Wort zu vergönnen; aber sie ließ die Berbindungstür offen, so daß ihr kein Wort entgehe» konnte, das nebenan gesprochen wurde. Sowie Dietlinde zu Bett gebracht «var, sagte sie: „Nun mußt du inir aber was erzählen, Joseph«, damit ich ein- schlafen kann." „Gern, inein Engel. Was soll ich dir denn erzählen'?"' „Die Geschichte, wie Hernrann Kubalke meinen Papa aus dem Wasser gezogen hat. Das ist doch die allerfchönste." „Das war also, wie Baron Harro sechs Jahr' alt lvar, und wie >vir de» strengen Winter hatten, >vo die verhungerte» Vögel überall herumlagen, und wo wir in der Scheune auf den« Vorwerk die beiden erfrorenen HandwerksbUrschen fanden." Mit einem Klang von Ungeduld fiel Dietlinde ein: „Ach, von den Vögeln und den Handwerksburfchen mag ich nichts hören. Nur das andere!" „Aber das gehört doch dazu, Liebchen! Den» es ist, solang' ich lebe, das erste und einzige Mal gewesen, daß der Zackelsce zum Stehen gekommen ist. Es soll ans der Erde herauf warmes Wasser hineinflicßen, darum kan» er nicht zufrieren. Aber damals ist er doch zngefroren. Der liebe Gott hat's eben so gewollt, Schätzchen!" Margarete lauschte mit wachsendem Interesse. Wenn sie nicht Mit solcher Bestimmtheit gewußt Härte, daß es wirklich die alte Joseph« war, die da drinnen saß und erzählte, sh «vürde sie nimmermehr geglaubt haben, daß die Sprechende und die arobknochige Me mit dem harten, finsteren .Gesicht eine und dieselbe Person sein könnten. „Nein, der liebe Gott hat es nicht gewollt," sagte Dietlinde. „So etwas darfst du nicht behaupten, Josepha!" „Nun, so «var es ein anderer, der es geivolli hat. Der Herr Baron, was damals der richtige Herr Baron «var. Harros Vater, der hat auch genau gelvußt, daß das Eis auf dem Zackelsee keinen Menschen tragen könnte, auch nicht ein Bübchen von sechs Jahren. Und nicht eininal, nejtz zehnmal hat er's dem Jungen verböte», darauf zu gehen. Wer der Herr Harro war schon damals keiner von deneip dis sich verbieten lassen, «vas sie sich eininal in den Kopf gesetzt haben. Und «veil er sich vorgenommen hatte, auf dem Zackelsee zu schlittern, darum hat er es auch getan. Wie wir ihn da mitten auf dem Eise sahen, der Hermann Kubalke und ich — „Nein, Josepha, heute erzählst du nicht richtig. Erst koinmt doch das von deiner Hochzeit." ,dWas für ein Gedächtnis du hast, «nein Engel! Wer das ist doch nicht die Hauptsache." ,/Doch! —i Wenn das nicht dabei wäre, möcht' ich die Geschichte gar nicht iinmer wieder hören." (Fortsetzung solgt.) Zur Geschichte der vurg und Stadt Staufenberg an der Lahn. Bon Or. H. Berger- Gießen. lFortsetzung.) Wir behalten aber Uns vnd vnseren Erben und Nachkommen-« Fürsten za Hesse«i hiermit außtrücklichn» bevor, Pfarrkirchen vud andere Ordnungen darzu Gulden >v einzoll Appellation Sachen Volgcsteuer bnd schatzungen, die solle» Uns, Unfern erben vnd Nachkontincii Ungehindert Z „stehcn, Bolgen, Vnnd gereicht lverdten, auch die Widder ablosung genwltls vnser Schloß vnd Stadt Stausfenbergk, tvel- ches Jhares vnns daß beliebet bequeni vnnd eben Ist. Doch daß wir dem Kcuisjer seinen Erben vnnd künftigen Inhabern, Welches ein halb Jhar von Cathedra petri zuvor in unserkm versiegelten Briew Verkündigen» Bund volgends ge- mcllen Peters lagt die Losung Nemblich 6000 sl. darzn was er an vorgemellen 600 sl. Münz bewilligten Baugelts Knndlich verbaivct l-ait vnnd mit de» Bawregistern bescheinen wurddet. Auch was er sonst Widder zu Schloß vnird Stadt zugepragt vvn audereu Jngelov vnnd darüber den Jngcloste Verschreibung vorlegen wurdte, zu M a r b u r g k t h u n vnnd bezahlen». Unnh soll alß dann diese Verschreibung todt, Crastlos vnnd von Keinen wurten mehr sein, auch Unns oder vnsern erben »eben den Registern Und anderen Verschreibungen, ob er deren, loie Vorsteltelt, znlosen lvürde, herauser geben vn«,d Unser Schloß vnnd Stadt sampt den Zugehor»ngen Uns wid» 481 bfruinfc ei n geräumt VNd j_n g e fl r 111 werbe Ohn geverdte. Test Dur vrkundlen haben wir Secret Jnsiegel heran henken vnd gel/en laffen. Zu Marvurgk am Tage Petri ad cathedram anno A^niini Tausent, sunshunderl siebzig mid sieben/' — „ „Bercdde vnd verspreche (Rolshausen) darnach vor mich vnnd meine erben, daß wir alles daß Jhenig, was uns in solcher Verschreibung aeineldet wurdtet, treu sich vnnd vestiglich halten, auch hochgedachten Mepnen gnädigen Fürsten vnnd Hern vnd seiner ffitfn. Gnaden erben an denen stücken, welche seine sürst- lichc gnad hierinn Austrücklichcn bedinglt, Unnd Vorbehalten haben, nicht verhindern, dazu welche Zeit Jhro fürftl. gnad oder deren erben vnd Nachkommen, sürsten zu Hessen von mir vnd meinen Erben Inhalt vnnd lauth vorhergehender Verschreibung zu darin bestirnten Zeitt von uns widderzulosep begehren, wir denn Ihrer fürftl. gnaden dieselbige widderablosung also ohne allen Jn- lrag vnnd Verhinderung v erstatten vnd zulassen, auch Fntrag vnnd Verhinderung verstauen vnd zulassen, auch jegen Erlegung der 6000 sl. Hauptsumme obberurter Mehrung losch Schloß vnd Stadt mit ihren Zugehorungen, — In «Uermaßeu ihres genandten Pfandt? entpsangen vnd übernommen habe, — frey leddig wiederumb abtreben sollen tmb Wüllen. Alles treulich dessen zu wahren Urkunden vnd ohne geverdte habe ich diesen Revcrßbrief mit eigener Hand unterschrieben mid mein Angeboren Jnsiegel hieran gesetzt. Geschehen oss tag vnd Fhar wie vor. (ge*. Friedrich von Rolshausen.) Nach dem Register „vber alle Hins vnd gevelle an gelde, feucht, vedder vie, wackzs vnd andeerem" vom Schloß und der Stadt Stausenbcrg vom Jahre 1571 gaben Bürgermeister und Rat alljährlich an Bede (Steuer) 44 s l. 22 alb., 90 st. 83 alb. ständiges Geld, vom „Bi einkaus" je 1 fl. Tos Einnahmegeld vom Fisch-Wasser „von de Lohne" erbrachte von 2 Pächtern 20 sl.; dazu waren noch wöchentlich 3 Psd. Fisch aus das Schloß zu liesern. Die Einnahme vom „alten und neuen Haingartenzins" betrug 8 s l. 15 a l b. „Die Zwenn harngraben vor dem thor an der Mauer, der Kellersgarten genannt, zwischen der Mauer und Friedrich v. Rolshausen hat! der Schultheiß des orts amtshalber im gebrauch." L e h n s - träacr im „Lollarer Gericht" hatten von Häusern und Gütern 11 fl. 2 alb. zu zahlen. Die Inhaber des Schloßgeländes und ver „M ölen (Mühle) am vnderu Stein" (unterhalb der Station Friedellzausen an der Lahn) halten ein Neujqhrgeld zu zahlen, „wie es seither im ort berechnet wird". Außerdem waren fällig vom Schloßaelänoe und von der Mühle 9 Malter 12 Mesten Korn, 12 Malter 4 Mesten Daser. Das Zehnte-Korn erbrachte 20 Malter 4 Mesten. Aus -„Ascher-Mittwoch" waren zu liefern von 99 Personen 2 5 M e st e u „Olev" (Rapssamen), aus „Lichtmeß" 19'/- Pid. Wachs (zu BcleuchtungszweckenL Bon Däusern Und Lehnsgütern hatten 8 Einwohner, davon einer in Ruttershausen und einer in Lollar, 16 Ganse zu stellen: von einzelnen Gütern in „Dickenbach" (untergegangenes Tors aus den: Weg von Stauscnberg giach Oden- usen, links vom Weg) 11 Gänse, im ganzen also 9 6 G ä n s e. An ^astnachtshühncrn" waren zu liefern 16 Stück, an „Ei- genleibshühncrn": 95, im ganzen 51 Hühner, an Fastnachtshähnen: 98 Stück, an „gehendHähnen": 1 2 6 Stück, und zwar von Gütern „in der Kirchgasse, bei den Rodengruben, am Rolshausenschcn Baumgarten, an der Lendelbach, hinter der Rudtharth, am neuen Daingraben." Tie „S o e r a u - Wiesen" (zwischen Mainzlar und Taubringen) lieferten 20 Wagen Deu: die Grummeternte wurde für 24 sl. 17 alb. versteigert. Die Einkünfte aus den Gefällen zum Slausenberger Schloß lassen sich ungefähr aus 1000 sl. jährlich berechnen, kür die damalige Zeit ein hoher Betrag und gewiß eine gute Verzinsung, 15»/» von den von Rolshausen vorgeschossenen 6000 fl. 160 4 kani mit dem Tode des Landgrafen Ludwig IV. von Marburg die Oberburg Staufenberg an den Landgrafen Ludwig V. von D e s s e n - D a r m st a d t, den Gründer der Gießencr Universität. Es entspann sich aus dieier Marburger Erbschaft bekanntlich ein Erbschastsstreit, der für das Dessen- land verhängnisvoll wurde, da er erst endgültig mit dem Westfälischen Frieden 1648 ausgetragen wurde. Aber schon 1623 wird dem Landgrafen Ludwig V. vom Kaiser Ferdinand II. von der Marburger Erbschaft zugcsichert: Gießen, Düttcnbcrg, Bu- seckcr Tal, Staufenberg, Alsfeld, Romrod, Butzbach. Am 5. August 1607 schlug der Blitz in die Oberburg Staufenberg ein. Tas Wetter zerstörte den Giebel Und „sorn die ganze Wanderung" iStockwerke'. Während des 30jährigen Krieges hatte die Oberburg viel zu leiden, namentlich von den Schiveden, weshalb auch gewöhnlich angenommen wird, der schwedische General Königsmark habe sie 1647 in die Lust gesprengt Nach dem Bericht des Pfarrers Trygophvrus zu Kirchberg soll sic von den N i ed e r h e s s e n , die wegen der Marburger Erbschaft mit Dessen-Tarmstadt in Krieg waren und allerdings auch Schweden und Franzosen als Verbündete hatten, durch General Mort arg ne am 2 7. Mai 1 6 4 7 zerstört ivorden sein. Ter Kirchberger Pfarrer berichtet 1647: ,,Das Hessische Kriegswesen ist diesen Sommer über so kontinmret, daß von dem Nieder-Hessischen Gencral-Leutenant Morlaguic Rheinfels. Kaub, die Katz etc. F-riedbergk, Blankenstein, Königsbergs und airdere feste Plätze eingenommen, auch unter denen .St fl senb erg im Majo (Mai) feindlich angegangen, das fürstliche Haus nnterminiret Und! sainbt dem Thurm dem 27. eiusdem Mayi, war scstens Ascenlionis (Himmelfahrt) gantz llbernhausen geivorsen Undt tzingeäschert worden." Die Reste der Oberburg zerfielen seit der Zeit immer mehr. Lange Jahre war der Weg zu ihr durch Gras, Gestein, Gebüsch und T-ornen unzugänglich, bis der hessische Staat seit 1844 einen Weg anlcgen, das Schlohgeländc mit Bäumen mid Gesträuch besetzen ließ und sie durch Reparaturen an der Burgruine und an der Schloßmauer vor gänzlichem Versgll schützt«- 1846 wurden für die Wiederherstellungsarbejiten der Oberburg 560 sl. ver- weüdet: seitdem wurde sie unter Aufsicht des Staates gestellt, der heute noch für die Erhaltung der Ueberreste forgt. Unterhalb der Oberburg liegt die Unterburg. Sie biüieke ehedem auch ein längliches Viereck von 12 Metern Länge. An ihrer Stelle standen wohl ursprünglich die Wohnungen lwr Burgmannen der Oberburg. Fälschlich wird angenommen, Frich- rich II. von Rolshausen, der 1564 Friedelhousen erbaut hat, habe auch 1563 die Unterburg erbaut. Ist es schon unwahrscheinlich, daß Friedrich II. von Rolshausen innerhalb zwei Jahren zwei Burgen erbaut haben kann, so weist auch die Unterburg in ihrem Baustil auf eine frühere Bauzeit als Fri edel Hausen. Die Erbauung der Unterburg fällt wahrschemlich in das Jahr 1517 und ist von dem Onkel des erwähnten Friedrichs II., von Friedrich I. von Rolshausen, ausgesührt worden. Dieser Friedrich I. von Rolshausen war mit einer Freiin von Rau-Holj- hausen Verheiratet. An einer Pforte zur Unterburg finden sich webest der Jahreszahl 1517 das Rolsyauscnsche und dos Rauisch«Wappen, Friedrich II. von Rolshausen, dein 1571 Landgraf Ludwig IV. von Marburg die Oberburg verpfändet hatte, war hesfen-kasselscher Oberst und unter Philipp dem Großmütigen und seinen: Sohn Wilhelm IV., „Dem Weisen", (1567—1581) ein angesehener Edelmann und Hofmarschall. IM schmalkaldischen Krieg führte er als DauMmann ein Fähnlein. Er kommandierte die 50 Trabanten, die bewaffneten Lcibdiener des Landgrafen Philipp. Als solcher bezog er eine „Leibesbesoldung" von 50 fl. monatlich. 1562 wurde er dom Landgrafen Philipp mit einigen tausend hesst- lchen Reitern den Protestanten in Frankreich zu Hilfe gesandt. Er erwarb sich dort groben Ruhni, besonders in der Schlacht bei Treu: »nd kehrte 1563 mit Schätzen reich beladen, die der Sage nach ihm Mehrer« Maulesel heimführten, von Frankreich zurück. 1564 erbaute er sich bas Schloß Fried «l hau seit, wahrscheinlich Mit dem französischen Gelde, weshalb dies aüch „Klein-Frankreich" gmannt wurde. 1577 war Friedrich II. von Rolshausen Amtmann und Burgmann zu Staufenberg. 1583 starb er; er wurde in der Kirche zu Kirchberg beigesetzt, wo sich noch ein schönes Epitaphium von ihm befindet. Daß die Unterburg 1647 nicht dem Schicksal der Oberburg verfiel, erklärt iich einmal daher, daß die Unterburg nach dem Fall der oberen Feste als Schutzburg kür die Kriegsführung keine Bedeutung halte. Weiter kommt in Betracht: Ein Urenkel Friedrichs II. von Rolshausen, Otto von Rolshausen, war kömg- ltch-schwedischer Oberst und diente als solcher damals in Deutschland. Ihm mußte daran gelegen sein, seine Burg Fpiedelhausen Und auch die Unterburg seines Vetters Ignaz von Rolsbvusen zu schützen. Nachdem dieser schwedische Oberst 1670 sein Besitztum Friedelhausen veräußert hatte, kam auch bald darauf die Unterburg in den Besitz der Famili« von Graß. Hundert Jahre später ging sie, infolge Erbstreitigkeiten schon venvahploH etwa um 1780 in den Besitz eines pensionierten Pfarrers Busch von Brandobcrndorf über, dessen Erben sie für 900 st. an emen kurhcssischen Oelonomien KeU „auf der Fortbach" verkauften. Dieser ließ sie zum größten Teil abbrechen, wobei er allein 900 st. für Blei vom Dach gelöst haben soll. Somit war die Unterburg zur Ruine gemacht. Später erstand die Ruine für 960 st. ein Käuf- mann Taschs aus Gießen, der mtch die Badenburg erwarb. TaschS lieb sich in dem Turm ein Zimmer einrichten. Bon Tgschd erwarb die Ruine ein SchreinerMeister Stingel aus Staufenberg, der in ihr eine Wirtschaft einrichtete, die gut ging. Trotzdem bot er das ganze Besitztum für 1160 sl. zum Verkauf aus. Als im Jahre 1858 die Prinzen Heinrich und Ludwig von Hessen in Gießen studierten, erwarben sie das Besitztum von Stingel. 1860—1862 wurde unter Leitung des Professors Dr. ,Dugo von Ritgeu, der auch die Wiederherstellungscnlwürse antcrn'gte, 7>as Hauptgebäude der Unterburg mit den Ringmauern teilweise wieder hergestellt. Prinz Ludwig, der spätere Großherzog Ludwig IV. von Hessen, in dessen alleiniges Eigentum die Unterburg übergrug, sorgte für die Erhaltung der Burg. 1871 wurde ein Saal hergerichtet und unter Beihilfe des Herrn Adalbert-von Rabenau mit Rüstungen Und Waffen geschmückt. In dem Saal und in dem Garten der Burg wurde im Sommer Wirtschaftsbelrieb eingerichtet. Dem jeweiligen Burgwirt, jetzt Herrn Torfeld, ist auch die Aussicht über die Burg übertragen. Ter jetzigeEigentümer derBurg ist der Grobherzog Ernst Ludwig von Dessen, der manches für ihre Wiederherstellung tat. Seit 1887 sind auch im oberen Stock der Unterburg Wohn- räume hergerichtet. Tie Unlerburg Staufenberg hieß auch und heißt noch im Bolksmund die „Sch oben bürg". Die Bezeichnung weist - 432 — aus das Geschlecht der Schaben, die eine Psandschast au» die Burg hatten Die Schaben waren ein altes angesehenes Adelsgeschlecht. 1318 ist ein Crasto, dictus Scabe oder Scabin Burginiann (castrensis) in Staufenberg. Noch jetzt heißt eine Murbezeichnung am „Schabender g", wo wohl ehemals die Wohnung den Schaben gestände,i hat. Sie hatten außerdem Gärten und Hosreite vor der Stadtpforte. Außerdem hatten fte einen Hoi in Ruttershausen. Lehen luttteu sie in Bortshausen beim Frauenberg, in Mainzlar, Lollar: Grundeigentum bejahen sie in Annerod, Altenbuseck, Reiskirchen, Hause», Wisnior und Ruttershausen. 1639 gingen ihre hessische» Lehen an Wols von We,tvlsl»ausen. genannt Schrautenbach, der eine Freiin von Rols- blinden Zerstörungswut fanatischer Menschen herstbergerettek hat. Was sich aus der Vergangenheit von de» Burgen zu Stausen- bcrg nicht nur vor dem Zahn der Zeit, als vielmehr vor der blinden Zerstörungswut sanatisckzer Menschen l>erübergerettet hat, bis zur Gegemoart, sind nur wenig- Reste, immerhin aber »och Zeugen genug von der stolzen Feste und dem stattlichen Herrensitz, die beide heute noch von ihrem felsigen Berg als Denkmäler vergangener Zeiten in das Lahutal herabschauen. lFortsetzung folgt.) vermlscbte«. *ß)te „Etagenrose". Mit einem merkwürdigen Fall ungewöhnlicher Entwicklung einer Blüte macht der französisch« Blumenzüchter Victor Germain aus Mourilldn die Rosen- freunde bekannt. Es handelt sich um eilte Art Etagenvose. Auf dem Stengel bildete sich ein« anscheinend nvrinale Blüte mit voll- Ivimnen entwickelten Blütenblättern. Dafür fehlten aber dieser Blume in ihrer Mitte die Stempel und Staubfäden völlig. An ihrer Stell« spvoßte mitten aus der Blume einer neuer Stengel, der in eine Knospe auslief. Die Knospe entfaltete sich, entwickelte sich zU einer kleineren Rose, die aber im^Gegensatz zu der unteren größeren Blüte all«. Staubgefäße und Stempel aufwies. Die Beispiele derartiger seltsamer Bildungen der Natur sind bei den Rosen ziemlich selten, sodatz die Rose von Mourillon erwähnt zu werden verdient. ' Ick. Der Humor der Schulpsychologie. Englisch Schulmänner haben kürzlich aus einer Konferenz ihre Erfahrungen über Psuchologte im Unterricht ausgetaufcht. Welches ist, so wurde da beispielsweise gesragt, dar LieblingSsach der Kinder? Unter- richtsgegenstände wie Biblische Geschichte, Gedichtberfagen oder Geographie sind fast durchweg unbeliebt. Zeichnen und Hand- ferttgkeitSunterricht dagegen haben die Kinder sehr gern. Wenn man »ach den Gründe» sragt, weswegen die Kinder den einen Gegenstand verabscheuen und sich dagegen zu dem anderen hin- gezogen sühlen, so kan» man ost die ergötzlichsten Antworten zu hören bekommen: »Ich liebe die Grammatik nicht,' so sagte einer der kleinen A-B-C-Schützen, .weil ich so schlecht rate» kann.' Und «in anderer: „Ich haste den Gesangsunterricht, weil ich davon Schmerzen im Bein bekomm«,' Einer Schar achtjähriger Kinder wurde ein Gesicht gezeigt, das der Lehrer im Profil ausgezeichnet und wobei er absichtlich die Nase oder das Auge ausgelassen hatte. Die Kinder wurden nun gesragt, welcher Gesichtsteil aus bem Bilde fehle. Das erste Kind, das gefragt wurde, suchte den Kern der Frage zu umgeben nnd antwortete, der Zeichner hätte ja vergessen, den Körper und die Beine des ManneS mit auszuzeichnrn. Der Lehrer ließ aber nicht locker und sagte: er wolle nur wisten, was in dem Gesicht« des Mannes fehle. ,Ja," sagte da der Junge, „Sie haben doch vergesten, auch Sie andere Seite des Gesichtes mit Hinzumalen.' kt. Besteuerte Vielweiberei. Während man in vielen Ländern Europas die Einführung einer Junggefellenstener erwägt tn der Hoffnung, diele Maßregel würde zur Bekänipfung des Geburtenrückganges beilragen, denkt man in Afrika allen Ernstes daran, eine ganz entgegengesetzte Steuer cinzuführen, nämlich eine aui Vielweiberei, ES sind die Belgier, die die Schwarzen in ihrer Kongobesttzung mit einer solchen Steuer beglücken wolle». Ten Kultnrsorlschritt des Steuerzahlens kennen diese schwarzen Söhne Afrikas bereits, denn sie muffe» eine Kopfsteuer entrichten, die bis ,u 20 Mark beträgt Da aber die Verwaltung noch sehr stener- bedürflig ist, hat jetzt eine Studienkommifston an Ort nnd Stelle erforscht, ob die Bedingungen für eine Kopfsteuer günstig sind. Nach den Mitteilungen des „Journal des Tebats' zu schliche», ist sie zu einer bejahenden Antwort gekommen: es sind „Slencr- objekte', wie sich der amtliche Bericht ausdrückt, in hinreichender Zahl vorhanden, und wenn diese Lnstbarkeitsstener eingeführt wird, wird ihre Höhe gestaffelt werden, nur ist bereits beschlossen ivorde», daß die höchste Steuer aus Vielweiberei die Kopsslener des Betroffenen nicht übersteigen dari. Tie Kongoneger unter belgischer Herrschalt werden demnach also ziemlich glimpflich davonkonimeu, und jeder kann, je »ach Bedarf und Reichtum, so viele Frauen haben, wie er will; mehr als 20 Mk, Steuer jährlich koste! ihni sein Harem aus keine» Fall. * Italienischer Humor. Modernes Kind. Die Mama: „Du hast mir wicher nicht gehorcht, Tommasino! Hatte ich nicht „Nein" gesagt, als Du noch ein Stück Torte haben wolltest?" Tommasino: „Aber, Mama, glaubst Du etwa, daß ich nicht weiß, Ivas es heißt, loenu eine Frau „Nein" sagt?" — Unwillkommene Arbeit. Ein Mann hatte einen säumigen Schuldner verklagt. Bor Gericht erklärte der Schuldner, er hätte zwar kein Gelbs, aber er hätte dem Kläger Arbeit für seine Schuld ailgeboten. „Nun, Herr," sagte der Richter zum Gläubiger, „das ist doch ein gutes Angebot. Warum wollen Sie es nicht antieh- men?" „Dieses Angebot? Herr Richter, Sie wissen nicht, daß dieser Mensch Inhaber eines Begräbnisinstitutes ist!" — Das letzte Mittel. Nachdem der Arzt mit großer Geduld lange Zeit zugebürt hatte, was seine schöne Patientin ihm sagte, unterbrach er sie: „Zeigen Sie mir Ihre Zunge!" Die Patientin gehorchte, und dann sagte der Arzt: „Nun bitte ich Sie, die Zunge so zu halten, bis ich Ihnen gesagt habe, was ich Ihnen zu sagen habe." — Gleicher Erfolg. In einen! Irrenhaus sieht eine Besucherin zwei Insassen mit verzweifelter Mime in einer Ecke sitzen. Aus ihre Frage, wie die beiden so elend httäen werden können, antwortet der 'Arzt: „Ach, das ist eine sehr traurige Geschichte. Der eine verliebte sich in ein Fräulein, tvarb um sie und ward abgewicsen, und so verlor er den Verstand vor Schmer». Der andere dagegen ivurde wahnsinnig, well dasselbe Fräulein ihn erhärt und geheiratet hatte." Vüchertisch. — Nützt den Garten als Erholungsstätte aus und macht ihn nutzbringend für dm Haushalt durch Gemüsebau. Die gesteigerten Ansprüche an geistig« und körperliche Arbeitsleistung Machen eine gute Ernährung und ausgleichmde Erholung nötig Beides zu fördern ist der Zweck eines praktischen Buches betitelitl „Dr. Oetkers Anleitung zum Gemüsebau sür den Hausgebrauch". Jeder, der es eben ermöglichen kann, einen, Garten oder ein Stückchen Land sein eigen zu nennen, oder zu pachten, sei in tziottes freie Natur verwiesen. Das erwähnte Buch gibt in schlichter Darstellung nicht nur die Grundregeln für den 'Gemüsebau, sondern mich zugleich Ratschläge, wie man die verschiedenen Gemüse richtig zubereitet. Es ist somit in zweifacher Hinsicht ein wertvollm Ratgeber, sowohl für den Hausherrn, wie für die Hausfrau. Juterefsenten erhalten das Buch umsonst zugesandt von der Nährmittelfabrik Dr. A. Oetker in Bielef eld. Wi r iverden gesegmtlich einige Probm daraus veröffentlichen — E. Stilgcbauer, „Der Felsen von Monaco". Preis, geheftet Mark 4.00, gebunden Mark 5.00. Reuß u. Jtta, Verlagsanstalt, Konstanz (Baden', Nach seinem große,:, historischen Heine- noman „Harry" betritt Sttlgebauer Jitit diesem Buche ,nieder das Gebiet des Gefellschafts-Romanes und beweist aufs neue seine Begabung für die Darstellung der dem gegenwärtigsten Leben entnommenen Zustände und Erlebnisse. Sein Roman spielt in Monte ' Carlo. — Griebens Reiseführer, Band 92: Bad Nauheim- 3. Auslage. Mit 3 Kartm. Preis Mk. 1.—. Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin W. 35. Bad Nauheim hat einen Weltruf- die Zahl seiner Besucher steigert sich von Jahr zu Jahr: die rasche iAiufeinanderfolge der 'Auslagen des Griebenschen Führers für den Kurort ist daher leicht erklärlich. Die gänzlich umgearbeitet« und erweiterte neue Auslage trägt mit größter Genauigkeit allen stattgefundenen Veränderungen Rechnung: alle Angaben über Woh» Nungs-, Kur-, Bäder- nnd Verkehrsverhältnisse, über Vergnügungen und Ausflüge sind lgewissenhaft nachgeprllft nnd in erschöpfende« Weise vervollständigt worden, so daß das Büchlein durchaus auf der Höhe ist. Zur leichteren Orientierung im Orte selbst dimt der nme Plan des lBadcs, währmd bei Spaziergängen in die nähere oder bei Ansfiügm in die weitere Umgebung die beiden hieisüv bestimmtm Karten vorzügliche Dienst« leisten werden. Jedem Besucher von Bad Nauheim, Passant oder Kurgast, kann der neu.« Grieben von Nauheim wärmstens empfohlen werden. verfteckrätsel. Man suche ein Sprichwort, dessen einzelne Silben in solgenden Wörtern versteckt sind, wie die Silbe „an' in „Wanderer'. Perlenhalsband — Radsahrerin — Begeisterung — Jrauen- list — Veilchensiranß — Fahnenweihe — Tenernng — Ehrensold — Schuldschein — Wiudniühle. Auslösung in nächster Nummer. Auslösung des Diamant-Rätsels in voriger Nummer: IN D ii n M i ii n a München Dohle B e I n Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schcn Universitäls-Buch- und Steindruckeret, R, Lange, Gieß«*