Kinderseele. Roman von Reinhol. d Ortmann. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Margarete aber liebte die Kinder mit aller Wärme eines unverkümmerten werblichen Gefühls, und sie traute sich darum auch die Fähigkeit zu, diesen Trotz durch die Muht geduldiger Liebe zu überwinden. Zärtlich zog sie die Meine zu sich heran und legte ihren Arm um das wie in leisem Widerstreben erzitternde Körperchen. „Wir toerden also hinfort miteinander leben. Und nur werden immer recht gute Freunde sein — nicht wahr, Dietlinde?" Die Gefragte blickte nicht auf, aber ihre Antwort erfolgte sofort, trocken und automatenhast, mit der eingelern- rep Bescheidenheit einer auf Aeußerlichkeiten gerichteten erzieherischen Dressur. „Fa — wenn Sie es so »Pünschen, Fraulein I" „Nicht, weil ich es so wünsche, sondern weil wir einander recht von Herzen liebgewinnen wollen. Nennt man dich hier im Hause immer bei deinem vollen Vornamens, oder hast du bet der Mama noch einen anderen?" „Mama heißt mich immer Dietlinde. 4drr Josepha sagt Dita. Mer die Mama darf es nicht hören, denn sie hat verböten, daß Joseph« mich so nennt." „Und wer ist Joseph« ?" „Die mich hier heraufgebracht hat. Sie habe ich lieb." Etwas eigentümlich Herausforderndes klang aus dieser letzten, in einem ganz veränderten Tone abgegebenen Er- i «. WÄrung. Und plötzlich sah Margarete die bisher beharrlich gesenkten Augen des Mädchen —i wundervoll tiefe, dunkle Augen — mit seltsam starrem Mick auf sich gerichtet. „So ist sie wohl schon lange bei dir, die Josepha?" „Sie ist immer hier gewesen, ihr ganzes Kleben lang. Die Mama ist erst viel später hergekommen. Und Josepha weiß alles, was sich jemals auf Klein-EMach zugetragen hat Sie kann so schöne Geschichten erzählen. Und ich habe sie sehr lieb." - „Wenn du sie so lieb hast, hat sie es loahrscheinlich auch verdient. Mer deine Eltern liebst du doch jedenfalls noch viel mehr?" In den Augen des Kindes ging es aus wie ein triumphierendes Leuchten. Und tvährend sich ein feines Rot unter ihrer durchsichtigen Haut ausbreitete, schüttelte sie energisch den Kopf. „Rein — ich habe niemand so lieb wie Josepha. Much Mama nicht. Mama am allenvenigsten. Und nun lverdeu Sie hingehen und es ihr erzählen — nicht loahr?" .Mas sollte ich erzählen, Dita? Und wem?" „Oh, ich weiß schon. Mademoiselle bat es ja auch getan. Und die Mama hat mich mit der Reitpeitsche geschlagen. Wer ich fürchte mich nicht vor der Reitpeitsche — nem, gar nicht! Und ich werde es immer —i iminer — immer wieder sagen." > Margarete fühlte sich eiskalt überriefelt. Jetzt verstand sie, >vas bei dieser ersten Begrüßung m der Seele deS Kindes vorgegangen war. Die neue Gouvernante bedeutet? für sie nichts anderes als eine neue Peinigerin, und aus einem tapferen Wahrheitsbedürfiris heraus hatte sie nicht gezögert, ihre Gedanken zu offenbaren. Mit vollem Bedacht lehnte sie sich auf gegen eine Zärtlichkeit, an deren Echtheit sie nicht glaubte. Ihr kindlicher Geist rvähnte einen Weg gefunden zu haben, der ihr rasch volle Klarheit verschaffen mußte auch über ihre neue Tyrannin. Weil melleicht einmal das Vertrauen, das sie einer Erzieherin geschenkt hatte, zür Ursache einer grausamen Züchtigung geworden war, darum hatte sie jetzt mit betonter Absichtlichkeit das verhängnisvoll« Wort wiederholt. Es hatte eine Probe sein sollen oder eine Ansage offener Fehde. So erschütternd wirkte dieser todesmutige Verzweig lungskampf einer mißhandelten Kinderseele auf Margarete, daß sie die Kleine an ihre Brust drückte und ihr Gesicht mit Kiissen bedeckte. Steif, regungslos, mit geschlossenen Augen und heftig atmender Brust liest Dietlinde die Liebkosungen über sich ergehen, aber als Margarete sie dann frergab, zitterten zwei große Tropfen an ihren Wimpern. ,Mama hat Mademoiselle verboten, mich zu küssen," sagte sie leise. „Und ich — ich mag auch nicht geküßt wer-, oen, Fräulein!" „Gut, Dita, so werde ich dich erst wieder kiissen, »veirn du selbst ein Verlangen danach hastz. Mer von dem, was du mir gesagt hast, werde ich keinem Menschen erzählem Denn es war nicht recht von dir, so zu sprechen. Und alles Unrechte, das du tust, wird fortan immer ein Geheimnis! bleiben ztvischen dir und mir. Damit bist du doch einver- ftaiiden — nicht wahr?" Wieder sah die Kleine auf. Diesnial aber tvar es nur ein vascher, scheuer, mißtrauischer Blick. ,,Jch — ich weiß nicht," kam es zögernd von ihren Lippen. Margarete sah ein, daß sich dies spröde Herz nicht im Sturm gewinnen lassen würde, und fiir den Augenblick wäre ihr auch nicht Zeit zu iveiteren Versuchen geblieben, denn ein harter Finger klopfte nachdrücklich an die Zimmertür, und Josephas knochige Gestalt erschien auf der Schwelle. „Fräulein iverdpn zu Tisch gebeten. — Komm, Dita!" 4. Kapitel. Das Familienspeisezimmer war das letzte in der Flucht der unteren Gemächer. Die Wände toaren bis zur bemalten Decke hinauf mit tiesrotem Holz getäfelt, und aus demselben Material bestanden auch die mächtige Kredenz wie der große runde Speisetisch und die schtveren, hochlehnigen Stühle. Eine breite Glastür, die jetzt geschlossen war, schien auf eine nach der Parkseite des Hauses gelegene Terrasse oder Veranda zu führen. Eine andere, offene Tür gestattete 426 — den Durchblick in ein ziveites Gemach, das seiner Ausstattung nach wähl zum Rauch- und Drin Zimmer bestimmt war. — Man wartete noch auf den Hausherrn, als Margarete 'eintrat. Bevor er erschien, bewirkte die Baronin in der lässigen Art, die allen ihren Handlungen eigentümlich schien, die Vorstellung der neuen Haustzenossin und der beiden außer ihr anwesenden Herren. „Herr v. Reibnitz, Volontär auf Klein-Ellbach — Fräulein Othmar, Dietlindes Gouvernante — Herr Sanitätsrat Dr. Mittmann." Der zuerst Genannte wollte Margarete nicht wie ein E remder Vorkommen, hem sie zum ersten Male in ihrem eben begegnete. Irgendwo meinte sie diese lange, überschlank« Gestalt, dieses scharfgeschnittene, bartlose, nervöse Gesicht mit den unruhig umhersahrenden hellblauen Angen bereits gesehen zu haben; aber sie erinnerte sich nicht, wo eS geschehen sein mochte, und sie war nicht gestimmt, sich lange den Kopf darüber zu zerbrechen. Jedenfalls war ihr dieser schon recht verlebt anssehende junge Mann viel weniger smnpathisch als der Sanitätsrat, ein Keiner, beweglicher, weißhaariger Mann, der wohl die Siebzig bereits überschritten hatte und sie aus gutmütig zwinkernden Aeug- lein mit ganz unverhohlener Neugier betrachtete. „Othmar sagte die Gnädigste, wenn ich recht verstanden habe." redete er sie ungeniert an. „Vielleicht eine Verwandte des bekannten Philosophen gleichen Namens?" „Mein Vater, Herr Sanitätsrat." „Und ein sehr liebenswürdiger Herr, wie ich aus eigener Erfahrung bezeugen kann," misckte sich Herr v. Reibnitz im richtigen Leutnantston ein. „Gnädiges Fräulein werden sich vermutlich kaum noch erinnern; aber ich hatte vor zwei Jahren oder so herum die Ehre, Ihrem Herrn Vater vorgestellt zu werden und in einer Franoaise als Ihr Visavis zu tanzen. Es war bei irgend einem Berliner Konsul oder dergleichen. Hätte mir damals freilich nicht träumen lassen. Ihnen hier auf Klein-Ellbach wieder zu begegnen. — Ah, der Herr Baron !" Bardelebens Reckengestalt war in die offene Tür getreten, und wie er erhobenen Hauptes dastand, ernster, als H n bisher gesehen, mit raschem, scharfem Blick die kleine der Anwesenden überfliegend, erschien er ihr als die ar vollkommenste Verkörperung männlicher Kraft und ritterlicher Vornehmheit. Zugleich aber bemächtigte sich ihrer von neuem jene Bangigkeit, die sie vorhin während der gemeinsamen Wagenfahrt vergebens zu meistern gesucht hatte. K fte seine Slugen auf sich ruhen fühlte, mutzte sie den 's zur Seite wenden, um ihre Verwirrung zu verbergen. „Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich; habe warten lassen," sagte er, „aber es gab drüben in Reinswaldau für Mich zu tun. — Guten Mend, verehrter Herr Sanitätsbat! Wir haben uns ja seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen. Ich hoffe, Sie haben inzwischen den Gottesäcker fleißig bestellt. Es krchbelt ja noch immer viel zu viel Geschmeiß auf dieser schönen Erde herum. — Nun, Fräulein Othmar, haben Sie sich schon ei» wenig vvn den Schrecknissen Ihrer ersten Eindrücke auf Klein-Ellbach erholt?" Noch bevor er den alten Arzt mit kräftigem Händeschütteln begrüßt, hatte er die kleine, schmale Rechte der Baronin in rascher, flüchtiger Bewegung bis in die Nähe seiner Lippen geführt, und nun nickte er Margarete lächelnd Mt. lieber die zu tiefer Verbeugung gebogene Gestalt und die grußbereite Hand des Herrn v. Reibnitz aber waren seine glänzenden Augen hinweggeglitten, wie wenn da, wo der Volontär stand, nichts als leere Luft gewesen wäre. Dem Beispiel der Hausfrau folgend, ließ man sich an dem reich und geschmacüioll gedeckten runden Tische nieder, und sogleich wurde mit deni von Fanni und einem Diener besorgten Servieren der Speisen begonnen. Margarete hatte ihren Platz zwischen dem Baron und Herrn v. Reibnitz erhalten; aber keiner ihrer böiden Tischnachbarn schien in der Laune, sich mit ihr zu beschäftigen. Bardeleben hatte ein lebhaftes Gespräch mit dem Sanitats!- rat angeknüpft, und Reibnitz saß während der ersten Minuten in tiefem Schweigen da: Seltsamer und bedrückender freilich als dies Verstum- >n des vorhin so redefertigen jungen Mannes wirkte auf rrggrete der Anblick der schönen Frau, die mit der Starreit einer wächsernen Statue zwischen dem alten Arzt und vrem Gatten saß, Wenn sie auch von jedem Gang etwas " ihren Teller nahm, so rührte sie doch keine der Speisen an, und die vollkommenste Teilnahnilosigkeit für alles, waÄ um sie her geschah, drückte sich in ihrer Haltung wie in> ihren unhewealichen Zügen aus. „Wie steht's übrigens mit Dietlindes Gesundheit?" fragte Bardeleben, als er das erste Gesprächsthema erschöpft hatte. „Ich habe sie zwar vorhin nur slüchiia gesehen, aber sie kam nur beinahe noch spitzer vor als sonst. „Sie brauchen sich ihretwegen vorderhand keine Sorge zu machen," beruhigte der Sanitätsrat. „Ein bißchen nervös und blutarni ist sic ja leider von Haus aus. Aber wenn sie geistig nicht so sehr angestrengt wird, mach! sie sich schon mit der Zeit heraus." j , „Da hören Sie's, Fräulein Othniar," wandte sich der Baron an Margarete. „Machen Sie's also gnädig mit der Dressur." , „Das Fräulein ist durch mich bereits hinlänglich über die Natur ihrer Pflichte» unterrichtet," erllang jetzt zum ersten Male die weiche Stimme der Baronin. „Wenn du cs aber statt meiner übernehmen willst, Harro, Dietlindes Erziehung zu leiten unsd zu überwachen, so —" „Vor solchen cbelüsten bewahre mich der Himmel. Ich weiß mit kleinen Madeln nichts janzu fangen, noch dazu, wenn sie Io zerbrechlich sind wie das meine. Darauf, daß ihrer Zerbrechlichkeit auch von anderer Seite gebührend Rechnung getragen werbe, kann ich mich ja wohl verlassen." Die Baronin antwortete nicht, und es trat eine etwas peinliche Stille ei», bis der Baron Vvn neuem das Wort nahm, „Fast hätte ich vergessen, Irma, dir einen Gruß «us- zurichten, der mir ftir dich vusgetragen worden ist. Du wirst schwerlich erraten, von wem." Der Blick der jungen Frau war starr ins Leere gerichtet, und sie hätte es auch bei der Anrede ihres Gallen nicht für der Mühe ivert gehalten, ihm eine andere Richtung zu geben. In, Tone frostigster Interesselosigkeit antwortete sie: „Nein, in der Dal —" „Von meiner .Base Jadwiap. Ich traf sie zu meiner Ueberraschung aus dem Bahnhof in Kohlsurt, wo sich unsere Rcisewege kreuzten. Sie wollte nach Berlin, um einige Vorlesungen zu hören, und vermutlich auch, um ein wenig von dem Becher der Lust zu naschen, der dort allwinterltch so freigebig kredenzt wird. Sie hat sich sehr teilnehmend lincft dir erkundigt, und sie trägt dir's augenscheinlich nicht »ach^ daß du ihr noch immer eine erneute Einladung »ach Klein- Ellbach schuldig bist," „Irl) komite ja nicht annehme», daß Fräulein von Ostrowski eine derartige Einladung erwartet. Denn ich bin leider nicht in der Lage, meinen Gästen hier den Becher der Lust zu kredenzen." Da war schon wieder die drohende Falte zwischen den Brauen des Riesen. Und wieder grollte seine tiefe Stimme über den Tisch hinweg. „Nein, der Himmel weiß es, daßj dergleichen hier noch nie versucht ivorden ist, wenigstens nicht mehr in de» letzten acht Jahren. Die Becher, aus denen hier getrunken wird,haben mehr Geruch nach Wermut oher Er unterbrach sich, denn er war zufällig den Äiigeit der Gouvernante begegnet, und; was er in ihnen gelesen) war jedenfalls ausreichend, ihn daran zu erinnern, daß er eben im Begriff gewesen war, sich gegen die Gebote gesellschaftlicher Sitte zu versündigen. Ohne den begonnene» Satz zu vollenden, erhob er sein Glas .gegen Margarete. „Aus gute Hausgenossenschaft, Fräulein Othmar! Und darauf, daß Ihr Wirken unter diesem Dache ein gesegnetes sei!" Sic neigte dankend den Kops und nippte an ihrem Glas«, (Fortsetzung folgt.) Zur Geschichte der vurg und Stadt Staufenberg an der Lahn.'» Bon vr. H. B e r g s r-Gießen. I. Die Burg Staufenberg. Dic älteste Geschichte der Burg Staufenberg ist wie die Enh> stehung ihres Naincns in Dunkel gehüllt. Man will den Name» „Stousinberg, Stoyphenberg" von einer germanischen Kultstättt *) Benutzt: 1. Archivalien: a) Zahlreiche Urkunden des Stadtarchivs zu Staufenberg, b) Urkunden des Haus- und Staatsarchivs zu Dakmstabl. 2. G e dr uck te Qu e > l e n; Günther; Bilder aus der Hess. Borzeit. 18öS, von Ri tgen, Geschickt« der Stadt Staufenberg und ihrer beiden Burgen. (UntbersitW» sestschsist 1863,) 427 — Verleiten, wo der Götze Stusso angcbelel wurde. Mehr Wahrscheinlichkeit gewinnt die Herlcitung von st o u s, st a u s lahd- Fels, so d«ß wir zur Deutung des Namens als On zuni felsige» Berg j»m«h. Soweit die Nachrichten reichen, ist Stauscnberg rm Besitz der Grafen von Ziegenhain, die es als suldaisches Leben tragen, wie aus der BelehnungSurkundc von 1446 beim Nebergang von Ziegenhain aus den .Landgrasen Ludwig I. „den Friedfertigen" von Hessen (1413—1458) hervorgeht. Wie inag Staufenberg an FulRt gekommen sein? Darüber lassen sich nur Vermutungen anstellen Vielleicht I>at ein begüterter Herr an der Lahn, wie es seit der bonifaziusischen Zeit üblich war, „uw seines Seelenheils" willen den Berg an der Lahn mit Wald und anstoßenden Gütern dem Kloster Fulda »um Geschenk gemacht. Je mehr der Grundbesitz des Klosters wuchs, je mehr lag für es die Frage nahe, Güter und Leute der Gau- und Zehntgerichtsbarkeit zu entziehen und dafür besondere Gerichtsbezirke einzurichten, itber die es dann Laien als eigene Vögte setzte. Diese Vögte erhielten daneben Güter als Lehen. So mag sich die Gras- schast Ziegenhain gebildet haben. Mit ihr kam auch Staufenberg vn Ziegenhain. Soweit die Nachrichten reichen, wird um 1111 int Ziegenhainischen ein fuldaischer Vogt Gozmer I. genannt. Er, der Stammvater der Grasen von Ziegenhain, ist wohl der Erbauer der festen Burg Ziegenhain und auch der Vurgfeste Stausenberg gewesen. Staufenberg Ivird urkundlich erst 1233 genannt. In einer Vcrgleichungsurkund« zwischen dem Landgrafen Conrad von Thüringen und den Grasen Gottsried und Berthold von Ziegenhain heißt es: „Renunciavinrus etiam omni iuri quod videbaumur habere in castro Stauphenbergh" (Wir haben auch auf olles Recht verzichtet, das wir auf die Feste Staufenberg zu haben schienen). Landgraf Konrad verzichtet also hierin aus sein Recht aus Stausenberg. Dem Besitzer, Gras Berthold von Ziegenhain, war die Burg an der Lahn bei der damaligen Kriegsführung zur Zeit des Faustrcchts ein wichtiger Stützpunkt. Die Burgherren konnten natürlich nicht überall sein und vergaben ihre festen Orte wieder ass Burglehen an Ritter (milites), die für sie den Krieg sühnen. Da sie die Bewachung der sesten Orte zu besorgen hatten, wurden sie auch Burgmannen (ca- ftrcnses) genannt. Der Gras von Ziegenhain übergab seine Burg Staufenberg .an Burgmanne». Ms erste werden 1258 Urkundlich genannt die Mitglieder der Familien von Rolshausen und dse von Schabe. In dem' Erbschastsstreit wegen der hessen-thüringischen Lande zwischen Sophia von Brabant und denr Markgrafen von Meißen verwüsteten die erzbischöslich-mainzischen Mannen von Änioeneburg vus, die Ziegenhainer von Staufenberg aus das ihnen benachbarte hessische Land. Deshalb joll Sophia 1252 gegen das benachbarte Kurmainz mit seiner Feste Amoeneburg und gegen Ziegenhain mit Stausenberg sich selbst zum Schutz eine feste Burst südlich von Marburg, die Frauen- bürg (erbaut von einer Frau) angelegt haben. Die Tochter des Landgrafen Heinrichs I., „des Kindes" von Hessen, Mechthild, heiratete den Grasen Gottfrrcü von Ziegenhain, der ihr als Witwensitz 1288 Stausenberg bestimmte. 1303 brachte sie von .Elisabeth von Falkenstcin, einer geborenen Gräfin von Zieacnbain, auch den anderen Teil von Staufenberg um 350 Mark Damaliger Rechnung) an sich. 12 9 6 wurde Stausenberg vom Kaiser Avis von Nassau belagert. Hierhin, aus die feste Burg feines Schwagers Gottfrieds von Ziegentzain, hatte sich Landgraf Otto von Hessen, der mit scinein Vater Heinrich 1. in Erbstreitigkeiten lebte, zurückgezogen, nachdem er sich noch bet Lebzeiten seines Vaters hatte huldigen lassen. Der alte Landgraf hatte Kgiser Adolf um Hilfe angerusen, der auch mit einem stattlichen Heere, dos ihän die Erzbischöfe von Mainz und Köln, Herzog Rudolf von Baiern und der Abt von Fulda zusührten, vor der Burg Staufenberg erschien. Aufs beste hatte man sich hier zum Gegenkampf gerüstet. Monate vergingen, die Belagerten trotzten allen Angriffen des kaiserlichen Heeres. Doch >oas hals es den Nicderhessen und Ziegenhainern, tvenn sie sich auch löwenmutig wehrten; sie mußten sich der Uebermacht ergeben. Otto Mußte zufrieden sein, daß er noch für sein Leben Gnade beim Kaiser fand. Otto söhnt« sich später mit seinem Pater aus und erbaut« sich 1307 eine Burg in Biedenkopf. 135 9 verpsändctc Gottfried VI. von Ziegcnha,» Stausenberg an die llldeligen von Rolshausen um 3500 sl. UM diese Zeit, als Landgraf Hermann „der Gelehrte" in Hessen regierte, trieb das Raubrittertum sein Wese». Als der Landgraf gegen es vorging, bildete sich gegen ihn der „S l e r n e r b u II d". Der Ansührer dieses Bundes, dem auch ein großer Teil des hessischen Adels angchörle, war Gottsrred von Ziege n - Hain. Ter Stern, den er in seinem Wavpen führte, und den seine Ritter golden am Steigbügel oder am Helm, die Knappen silbern trugen, war das Bundcszeichen. Wilde, beutelustige Scharen durchstreiften das Land »rnd traten alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellte. Städte wurden überfallen und geplündert, Dörfer niedergebrannt, Saatfelder zerstört. In dieser Not fand der Landgraf eine treue Stütze an seinen Vasallen, Burgmanncn und Bürgern seiner Städte, Auch die Burgmännen und Bürger der Stadl Gießen verpflichteten sich, in der Fehde mit Gottsried von Ztegenhain sich geaenseitig zu unterstützen und den entstandenen Schaden gemeinschaftlich zu tragen, ivie hie Urkunde vom 8. Dezember 1370 besagt: „W irdieBurg manne gemeiniglich zu denen Gyssen erkennen . , als die Sch essen vnd Bürgere gemeyniglich zu denen Gyssen sainptliche in Krieg und beschaff kommen wären mit deme G r a v e n von C y g e n - harn und darin Kosten und schaden . . gelitten vnd gehat Han — darzu sollen vnd wollen wir daselbige (dasige) Burgmannen ihnen helfen vnd rathen . . . vnd sollen dieselbe Schesfen vnd Bürgere vns dasselbe wieder t h u n. Hierbei sinn gewest gezeuge (Zeugen) Herr Crafft von Rodcnhausen, Rupert, Eckard, Schlaun vnd Friedrich von Busecke, die von uns den Burgmanne gemeiniglich dazu gekohren vnd geheißen synt." . . . Tic Burg Staufen berg lourdc damals (1370t, als sich Gottfried von Ziegenhain dahin zurückgezogen hatte, von den Burgmannen und Bürgern von Greben belagert. Von 1419—1447 ist Staufenberg an den Erzbischof von Mainz und die Herren von Rvdenhausen verpfände!. Landgraf Ludwig I., „der Friedfertige" von Hessen stand in freundschaftlichem Verhältnis zu dem Grasen Johann II., „dem Starken" von Ziegenhain, mit dem er auch eine Reise nach Jerusalem machte. Gras Johann befand sich stets in Geldverlegenheit, aus der ihm der Landgraf half. So fam es, daß Jvhann schon bei Lebzeiten, da er kinderlos war, den hessischen Landgrafen zum Erben der Grafschaft Ziegenhain einsetzle. 1447 hatte der Landgraf mit 4115 fl. die Pfandschaft ber der Burg Staufenberg bei deM Erzbischof von Mainz eingelöst. Ms 1450 Johann starb, belehnte der Abt von Fulda, als oberster Lehnsherr, Landgraf Ludwig von Hessen mil dem Ziegenhainischen Lehen, darunter auch mit Staufenberg. So kam Stausenberg an Hessen. Auf die Bestätigungsurkunde der Freiheiten der Stadt Staufenberg von 1450, die sich im Original in dem Stausenbmger Archiv findet, werden wir später 'zurückkoMmen. 1453 komnien Burg und Stadt Staufenberg in Psandschast von Themme von Weitols- hausen, sgenannt Schrautenbach (Badenburg). 1490 überträgt Lanf»- graf Wilhelm III. von Hessen die Amtsmannschast über Staufenberg seinem Rat Hauck, nach dessen Tode wurde es 1497 an die von Berlepsch sür 2000 Goldgulden verpfändet, bis es dann 1507 in Psandschast von Friedrich und Curt von Rolshausen kommt. De Verpfändung von Schlössern, Städten und Aemtern war ein beliebtes Mittel der damaligen Zeit, um sich Geld zu verschaffen, natürlich mit dem Recht, sie später wieder einzulösen. . Wenn seither von der Burg Staufenberg die Rede war, so bezog sich dies nur auf die obere Burg, die heute in Trümmern liegt. Diese obere Burg war keine eigentliche Hofburg: sie sollte nur in Kriegszoilcn als sichere Zusluchtsstätte dienen. Wie schon früher erwähnt, soll sie um 1111 von Gozmer I. von Ziegentzain erbaut worden sein. Sie wäre demnach 200 Jahre jünger al§ der Gleiberg und ungefähr gleichaltrig mit der alten Burg in Greßeü her der Stadlkirche gewesen. Auf der höchsten Stelle des Berges stand der Bergfried: daran schlossen sich der Burghof imd das „hohe Haus", der Palas. Später wurde die Burg erweitert. In dem unteren Teil des Burggeländes staichen Wirtschaftsgebäude und Stallungen. Nach von Ritgen bildete das Hauptgebäude, der Palas, ein Rechteck von 86 Meter Länge und 12 Meter Tiefe. Es hatte ein Erdgeschoß und 2 Stockwerke. Nach etner Abbildung bei Merlan von 1606 erscheint das Haus in vier Stockwerken. Landau (Hessische Ritterburgen) sagt: „Ae O b e r b u r g bestand aus einem viereckigen Hauptgebäude mit vier Eckihürmchcn. Eine hohe, nach der Stadtseite lausende Mauer umgab den Schloßhos, dessen beide Borderecken durch zwei Thürm« geschützt wurden: rechts stand ein, wie es scheint, Mt dem Gebäude gleich hoher Turm mit Zinnen: links ein kleinerer mit effiem spitzen Kogeldache." 15 71 wurde Staufenberg Mit allen „Zubehörungen" (Abgaben und Zinsgesälleni vom Landgrafen Ludwig IV. von Marburg an Friedrich II. von Rolshausen verpfändet, von Rolshausen hat die uni Reversboies außer der Pfandsumme von 6000 ff. noch versprochenen 600 ff. verbaut und die Burg erweitert, weshalb denn auch bei Mevian die Burg mit vier Stockwerken erscheint. Der Landgras behält sich in der Pfandurkunde für sich noch aus: „Pfarrkirchen vnd ander« Ordnungen, darzu Gulden we,nzoll, appellation Sachen, Bolgesteuer vnd schatznngen." Der Reversbrief von 15 71 über die Pfandverschreibung des Schlosses und der Stadt Stausenberg an Friedrich von Rolshausen lautet: „„Ich Friedrich von Rolshausen Ihue künlh hierin vor mich vnnd meinen Erben, das der Durchleuchte hochgeborene Fürst vnnd Her Ludwig, Landtgrawc tzu Hessen Grawe tzU Caßenellenbogen Tietz Ziegenhain vnnd Nidda main gnediger Fürst vnnd her seines jürstl. gnaden Schloß vnnd Stadt Stauffenbergk mit Ihrer An- vnndt tzugehoruno vor vnndt vmb segstausend Guldenn, Iden tzu tzwanzig sieben alb. oder funszehen batzen gerechnet, verpfendet vnnd ernge- r a u m p t hat, laut seiner fürstt. gnaden Verschreibung, so von Worten tzu Worten hernach volget: „Bon Gottes gnaden Wir Ludwig Landtgrawc zu Hessen pp. thun kunth mit diesem öfsentlichenn vor Uns, Unseren erben vnnd Nachkonttnen, Fürsten zu Hessen bekennende, das wir Mt Zoittigem Vorgefaßtem Rath, auch rechter guttcc 426 Wissenschaft Utrtb wtfctct erben um> Fürstent hums besten nutzen willen mit einem steten Vesten vfirichtigen Berkanse, MH besten- digst vnnd Cresstigst, der Bonn rechts oder gewohnheit wegen bk schehen käme, Grafit vnnd macht haben soll vnd magk, Bund Crast dieses briwes verkaufsen dem Besten vnserem lieben Getrewen, Friederichen vonn Rolshansen, vnsers freundlichen lieben Bruder« vnnd Gevattern, Landtgravens Wilhelms zu Hessen, O b r i st e n, allen seinen rechten erben, vnnd Künftigen mit ihrem gutten wissen vnnd Jnhawern dieser vnserer Kerschreibung, Bnnser Sch loh vnnd Stadt Staussenberg mitt allenn Bund jedenn derselben In, An vnnd Zugehorungen, nne die genannt vnird Nahmen haben mögen, »ichtts ausgeschieden. In aller- massen das Herpracht Ist, Bor vnnd vmb sechs Tansent g u I b e n n , Jdenn gülden,i tzu fünfzehn bähen pp, ivelche obgenanter Friederich vonn Rolshansen vnns bar dargezellt vnnd geliefertt hatt, wie die auch Inn Bnnserm Ruhen empfangen vnnd anwenden lassen. Lagen demnach berunen (berülnten) Bnserm lieben Getrewen Friederichen vonn Rolshansen, saine» Erben, vnnd Mit Ihrem gutten wissen vmrd ivillen Inhabern dieies briesfs vorberurter Haupt Summe hiermit q u v i t vnnd w o h l - be, alltt, Sagen derhalben für die bemeltten Käufer Ihre erben vnnd ntitbeschriebene folchs vnnser Schloß vnnd Stadt Stansenbergk Mit seinen In an vnnd Zugehorungen, alß obstshet, in einer rnigen gewehr Bnnd oesitzung, vnnd wir, »nfere Erben vnd Nachkommende Fürsten zu Hessen darauh, wollen sie darbei treulich schuhen, schirmen, Berthcdingenn vnnd handhaben, auch aller inniglichen Ansprüche, was dero durch vnfer Verursachen an sie gelangen möchte, entnehmen. Darumb so sollen vnnd nmgen nun hinfüro der Vorgedachte Friedrich vonn Rolshansen, saine Erben vnnd mitbeschriebene, dah gemeltt Bnser Schloß vnnd Stadt Stans- s e n b e r g k Mit Ihren An In vnd Zugehorungen, wie obgerurt, ginne haben, nutzen, Niessen vnnd gebrauchen nach Ihrem willen Bund gefallen von Unfern Erben vnnd , . von, Unsert wegen U n b e h i n d e r t t, Jnmahen das Herkonunen vnnd gebraucht worden ist. Damitt auch solch Unser Schloß Stauf- senbergk nicht verwüstet noch in abfäll komime, im Besonderen in gutten besserung vnnd bawe gehalten were, So verwilligen wir genieltten Friedrich vonn Ro ls hause n, daß er an solchenn vnserem obgemellten Schloß Sechshundert gnldenn. Münz hu sechs vnd zwanzig albus, v er - v a w e n Magk, Doch das Jder zeitt solich bawen Mit vnserem wissen Vnd off vorgehender besichtigung beschehe, vnnd vorgenommen, auch vorter (fürder! dah Jyenig, ,vas vnnd wie es zu demselben baw geivendett teglich vnnd wöchentlichem zu Registern bracht werde, vnnd das er also an solcher Summe der sechshundert guldenn künftighin Verbaiven vnnd mit Bauregistern bescheinen würdt, dah soll Ihme seinen erben vnnd mitbeschriebenen Zur zeitt der ablossung mitt vnnd beneben dem Psand- schilling obgenant güttlich Widder geben vnnd bezalt werden ohn g e v e r d e. Wir haben auch ermelttem Friederichen vonn Rolshansen »ergont vnnd zugelassen, Da etl,oas zu dem Borgenanten Unserem Schloß vnnd Sladt Staussenbergk gehörig, anderen verpfändet, verschrieben oder versaht wehre, daß er solches auch vmb denselben Psandschtlling, darüber es lauth darüber g egebener briesf vnnd siege! verschrieben ist, widderlosen lnnd zu oorgenantem Unserm Schloß vnnd Stadt Staussen- bergk Prinzen Möge, vnnd waß er also desseir zu sich losen wurdt, solches soll Ihme vfs Darlegung der zuge- lostcn Verschreibungen auch gütlich Widder erleget vnnd h e z a l e t t werde», > ^ (Fortsetzung folgt.) vermischte». — Brennendes Eis, In unserem Zeitalter der Nord- landsahrte« vergrößert sich von Jahr zu Jahr die Zahl derer, die das volare Treib- und Packeis aus eigener Anschauung kennen lernen. Da dürste öS von Interesse sein, etwas von den merkwürdigen Ansichten zu hörein, die man in früheren Zeiten von diesen Etsmassen hatte. So berichtet der im 11. Jahrhundert lebend« Domherr Adam von Bremen in seiner „Hamburgischen Kirchen- aeschichte" hei der Beschreibung ber Insel Island, dah jenes Eis so schivarz und trocken vor Alters zu sein schejinel, dah es brenne, wenn man es anzllnde. Dieser Glaube hat sich „,it überraschender Zähigkeit noch säst bis in die Gegenwart erhallen. Im Jahre 1774 bemerken die Dänen Olaffen und Povelsen in der Schilderung einer von ihnen unternommenen Bereisung Islands, dah noch „in diesen erleuchteten Zeilen selbst große Naturknndiger in ihren Schriften die Ungereimtheit anzuführen pflege», daß dieses Eis, besonders die großen Stücke, Feuer fangen und als Holz gebraucht loerden könne". Zum Beweis für die Richtigkeit derartiger Behauptungen führte man die Beobachtung an, man habe eine helle Flamme aus Mni Eise herauskommen sehen, Olaffen und Povelsen suchten die Erscheinung dadurch zu erklären, dah es sich in solchen Fällen um brenne,wes Treibholz gebandelt habe, das sich infolge der starken Reibung zivifchen dem Eise erhitzt habe und in Brand geraten sei. Eine andere Erklärung gab bald daraus der Professor und kur» fürstliche geistliche Rat Weher zu Landshut, Dieser beobachtete im Jahre 1795, als bei Antritt des Tanwcttcrs zu Dillingen da? Donaneis brach, in der Abenddämmerung, daß zwischen den Eis- stücken, die sich übereinander schoben, Fcuerstrahlen in Menge her- vorschossen. Da nirgends im Strome sich Holz zeigte, und di« Feuerstrahlen auch nicht denen einer Holzslamme glichen, sondern denen, die aus kräftig geriebenen Eiskugeln hervorkommen, sot glaubte Weber, daß es sich auch bei dem „brennenden Eise" um Vorgänge elektrischer Natur bandle. Eine andere höchst seltsame Ansicht, die iwch gegen das Ende des 18, Jahrhunderts selbst von Gelehrten allen Ernstes vertreten wurde, tvar die, daß das Treib« eis zum größten Teil aus Salpeter bestehe und deshalb in de« Pulverfabriken gebraucht werden könne. Büchertisch. — D ie Werkbuud-Nummer der „Deutschland", die soeben in recht stattlichem Umfange und gnit erner Füll« eigenartiger Photographien und künstlerischer Zeichnungen er« schienen ist, gibt ein außerordentlich interessantes Bild von deht gefamlen Umfang der vielbesuchten Kölner Ausstellung, gewahrt aber durch die Auswahl der Beiträge insbesondere einen tiefen Einblick in die vielseitige Tätigkeit der deutschen Werkkunst, dt« ja auf 'der Kölner Ausstellung zum ersten Male in geschlossener Größe vor die Oessentlichkeit tritt. In dem einführenden Aufsatz „Köln als Stadt der Deutschen Werkbundausstellung" gibt Bes^ geordneter Rehorst, der geschäftsführende Vorsitzende der Ausstellung, eine sesselnde Darstellung von dem Wesen der deutschen Werkkunst, Aus dem weiteren Inhalt des Heftes erwähnen wir vor allem als Beiträge von wertvoller prinzipieller Bedeutung die Artikel: „Der Weltbund und die Kunst?', „Der Werkbnnd mw das Verkehrswesen", „Werkbund u,id Industrie", Moderne Er-, holungs- und Vergnügungsstätten", „Veredlung der Reklame", „Städtebau und WoMrkultur", „Die Tätigkeit der Frau im Sinne der deutschen Werkkunst", die vor allem für die weitesten Schichten des Publikums Interesse haben uich diese Nummer nicht nur zu einem wertvollen Führer, sondern auch zu einer Veröffentlichung von bleibender Bedeutung stempeln, — Ravensteins Touristenkarte der Umgegend! vonGießen.die wir vor einiger Zeit schon kurz ettvähnt haben, mit der Markiernngsboarbeitung des Zweigvereins Gießen des Boaclsbcrger Höhenklnbs (Maßstab l: 100000, Preis aus Seinen* Mk, 1,50) ist int Verlag Ludwig Raven stein, Frankfurt a, M, erschienen. Me Karte reicht von Marburg im Norden bis Nauheim im Süden, von Dillenburg im Westen bis Frerens en und Nidda im Bogelsberg im Osten, Die touristisch interessante Gegend des Lahntales mit feinen Nachbargebieten ist in überaus klarer, selbst dem Laten leicht verständlicher Weise durch ?sachen Farbendruck dargestellt. Besonders der Eindruck der Orts- zilänchen in twsa Und die kräftig gehaltenen Markierungszeichen! gestatten rasche Orientierung, Die Gebirgsdarstellnng mit brauner Kreideplatte gibt der Karte in Verbindung mit den grün gedruckten Waldflächen eine leichte Plastik, welche deutlich Höhen sind Täler hervortreten släßt. Men Wandet freunden fei die in allen Buchhandlungen und heim Verlage käufliche Karte bestens empfohlen, _ Diamantrütskl. In die Felder nebeustehenber Figur sind die Buchstaben abcddeseh h i 1 1 m m in u n u □ n n o U a derart einzutragen, daß die wagerechten _ Reihen solgendes bedeuten: I I. Einen Consonaiiteii. 2. Gebirgszug in Thüringen, 3. Weiblichen Vornamen, 4, Stadt in Bayern, 5, Einen Bogel, S. Ungarischen Geschichtsschreiber. 7. Einen Consonanlen. Die senkrechte und wagrechte Mittelreihe ergeben das Gleiche« Auslösung in nächster Nummer, Auflösung der Skat-Ausgabe in voriger Nummer: Abkürzungen: tr — Treff, p = Pique, e — Event, car—Carreau trB = Treff-Bube, pA — Pique-Aß, cD = Coeur-Dame u|io. Mittelhand erhielt: pH, cB, cZ, cK, carZ, carK, carD, car9, car8, car7, im Scat lagen tr7 und c7; Rest für Hinterhand. — Verlaus de» Spieles : I) V. oA M. 08 H, carB 2) H. pD B. pA M. cB 3) SOl.carK H. trB V. carA 4) H. pK V. pZ M. pB Vorderhand bekommt auch int weiteren Verlauf keinen Stich« da Mittelhand mit Coeur und Carrea» am Spiel« bleibt. Redaktion: tk Neurath. — Notattousdruck und Verlag der Brühl'schen Unlversttäts-Buch- und Steindruckeret. R. Lange, Ließen