Weiber-Kegiment. Wornatt von OSkar Klaußmann. (Nachdruck verboten.) (Fortjctzung.) Wieder ivurde die Tür aufgerissen, und Fahrsteiger Oswald stürzte herein, gefolgt von zwei Mann. „Den Rauchanzug!" schrie er Hartrop zu. „Den Feuertauchanzug! Wo liegt er?" „Dort drüben iin Borratsraum!" rief Hartrvp. Fahrstciger Osivald kam ganz dienstlich an Dora heran und meldeten „Graf Klinker will mit dem Feueriaucheranzug in das Grubensetd Vordringen, wo die brandigen Gase sind, obgleich es der Herr Geyeimrat nicht gestalten will. Es ist ern Selbstmord vom Grafen Klinker, denn der Bergrat und die Leut», die mit ihm waren, find langst tot Aber Graf Klinter mill nicht nachgeben." Draußen wurde es Nacht. Die elektrischen Bogenlampen blitzten aus Die Balle» der Dampswotken, die jetzt am Fenster vorüberslogen, waren schwarz. Aber mit der Regel- mästigkeit eines Uhrwerkes und unaufhaltsam wie das furcht bare Schicksal, das sich dort unten im Bergwerk vollzog, kamen sie immer wieder vorbei. Wozu blieb Dora hier ? Warum setzte sie sich nicht in ihr Automobil und fuhr davon? Sie ivußre es: sie war nicht imstande, sich von ihrem Platze zu erheben. Ihre Füße waren wie gelahmt, und im Gehirn brannte es imnier glühender. Ein vielhundertftimmiges Geschrei klang von drairßen; einzelne Hurrarufe wurden laut. Der alte Hartrop setzte die Mütze aus, die er neben sich aus der Bank liegen hatte, und ging wieder hinaus. Rach kurzer Zeit kehrte er wieder. „Mit der abgeschnittenen Kolonne im Tiefbau ist telephonische Verbindung hergestellt. Sie konnten bisher an das Telephon nicht heran Sie melden jetzt, daß hundertztvanzig Manu sich sehr wohl befinden. Sie haben gute Luft, und es ist nur sehr kalt. Sie werden alte gerettet werden." Das Schreien da draußen wiederholte sich immer wieder Die Menge inachte ihrer Erregung Lust mit dieseui Geschrei. Pirtvn ini Bergwerk, nicht tveit vom Füllort in einem AnsH»ev, saß Geheimrat Kersten aus einem Block Steinkohle unk» gab seine Befehle. Die Kräfte des alten Mannes tvaren nicht so gehorsam wie sein Wille: die Beine versagten ihm vor Schreck. Aufregung und körperlicher Anstrengung den Dienst Gras Klinter toar seit einer halben Stunde fort, und kem Zeichen hatte er bisher gegeben Es loar ein Wahnsinn von ihiir, ln das alte Feld, wo die Brand gase tvaren, vor- zudringeu, aber er tvar doch ein braver, tapferer Mensch „Ich kenne das alte Feld wie meine Tasche," hatte er gesagt: „ich toeiß, woran es liegt, daß die Brandgase nicht abziehen können. Die Wetterstrecke ist durch eine schüvera Tür verschlossen, und die muß geöffnet iverden. Wenn mir das gelingt, zieht die frische Lust von oben in das alte Feld hinein »nd drückt die Brandgase hinaus." Kleine, tragbare Telephonleitungen hatten die Ma- schi,«enteilte bis zu der Stelle gelegt, Ivo der alte Geheimrat saß Eine Verbindung ging bis zu dem Daninibau, der jetzt vollendet ivar und die WasserhaltungSmaschine vollständig schützte. Die zweite Leitung ging z» der Stelle, tvo an der Befreiung der Eingeschlossenen im Tiefbau gearbeitet wurde, und die dritte Leitung hinüber in das alte Feld bis zu der Stelle, wo nian sich aust-alten konnte, ohne von den Brand - gasen belästigt zu iverden. Dort war Fahrsteir>er Osunld intt zwei Oberhäuern und einer Anzahl alter Hauer stationiert und bewachte die Wettertür, die den Brandgasen das iveitere Vordringen erschloerte und hinter «velcher Graf Klinter ver- schtoundeu uwr, als er den verztveiselten Rettnngsganjg antrat. Wie oft hatte i» de» letzten zehn Minuten Osivald an dieser hölzernen Tür mit verhaltenem Atem gelauscht AArr nichts als das Fallen der Tropfen, die tu der Strecke von der Firste zur Sohle herunterfielen, vernahm man. „ES ist ihm nicht geglückt," sagte er zu den beide» Oberhäuern, die neben ihm standen: „auch der Gras ist verloren. Sckm-de um jhu! Aber eS war doch Wahnsinn, da hinein, zugehen." . . . Eine Stunde war tvieder verflossen Dranßen führe» rasch mehrere Wagen vor. Die Tür des Zechenhauses wurde autgerissen, und es strömten Männer herein mit tmüßeu Binde» »nd rotem Kreuz am Arm Es toar die freiwiMge Sanitätskoloniie des Bergwerks, die alarmiert worden tvar. Betten ivurden aufgeschlagen »nd im Saale des s^echen- hauses aufgestellt. Äerzte kamen, grüßten Dora stumm und breiteten die getvaltigeu Mediziukasten, die herangeschleppt wurden, aus. Der alte Hartrop tvußte nicht, tote er allen Au so rde, rungen gerecht werden sollte. Man verlangte Eimer, um Wasser bereitzustellen: man stellte alle möglichen Ansinnen an ihn, denen er nicht nachkommeti konnte. Tann eilten wie- der die Leute der Sanitätskoloime und die Aerzte hinaus; sie schlugen ei» Zelt auf dem Platze auf. Der alte Hartrvp kam wieder und sagte sehr aufgeregt zu Dora: „Es ist ja doch altes umsonst. Der Bergrat ist tot und die fünf Mann und Graf Klinter auch. Der ist nicht wiedergekommen. Die sollen nur all ihr Zeug wieder etnpacken; die vo» der Kolonne im Tiefbau brauchen ihre Hilfe nicht, denn es heißt, daß man in zwei bis drei Stunden zu ihnen vorgedrungen sein wird." Wieder >vurde die Tür ausgerissen, denn niemand kam in diesen Stunden bedächtigen oder ruhigen Schrittes, sondern alles stürmte, lief und stolperte Einige Mann von der -xrnitäcSkolonne käme» berei». vackten die Medizlnkatten 402 wieder zusammen, schlugen sie zu, schleppten sie fort, und Leute kamen, die Tragbahren Holken; alles in Hast, alles in Aufregung. Erst nach langer, langer Z§it kam Hartrop und meldete: „Die Aerzte und Sanitätsmannschaften sind hinuntergefahren ins Bergwerk. Was sic dort machen wollen, weiß niemand. Der Geheimrat hat sie telephonisch bestellt." Noch einmal kam ein Arzt, gefolgt von einem Manne der Sanitätskoloune, und schrie in seiner Erregung Hartrop wie ein Wahnsinniger an: „Der Sauerstoffapparat! Es soll ein Sauerstoffapparat hier sein! Wo ist er?" Hartrop ivar so erschrocken, daß er sich erst besinnen niußte. Wer dann lief er nach dem Borratsraume, und der Arzt mit seinem Begleiter folgte ihm, und sie schleppten! einen Sauerstoffapparat fort. Hartrop half ihnen beim Forttragen des Apparates bis zur Hängebank des Schachtes. Lange blieb er fort, dann kam er zurück mit der! Meldung: „Es soll noch ein Versuch gemacht werden. Wer es bat ja doch keinen Zweck. Zu erfahren ist nichts. Alles redet und schreit durcheinander; es ist- als ob die Leute den> Verstand verloren hätten." > Frenetischer Jubel da draußen; Hurrarufe und das gellende Kreischen von Weiberstimmen. Zwanzig Eingeschlossene aus dem Tiefbau hatten sich selbst herausgearbeitet und kamen gerade zur Erdoberfläche zurück. Und jetzt kannte die Menge, die sich draußen vor dem Tore staute, keine Rücksicht mehr. Ms die schweren Flügel des Gittertores geöffnet wurden, stürmten alle herein, rannten die wachhabenden Bergleute über den Hausen und fluteten rufend und schreiend auf den Grubenplatz, als könnten sie dadurch den anderen Eingeschlossenen helfen. Auto- Swbfle tuteten draußen und Wagen rasselten. Mehrere Tchwachgewordene der Geretteten Wurden in Transportwagen nach dem Knappschastslazarett geschafft. Neues Geschrei da draußen; Hurrarufe, eilige Schritte. Mieder lvird die Tür aufgerissefl; vier Mann von der Sanitätskolonne stürmen herein, ihUen folgt ein Arzt. „Macht hier vorläufig alles zurecht. Es sollen mehrere Krankentransportwagen kommen, damit die Geretteten in das Knappschaftslazarett gebracht werden können." Daun erst sah der Arzt wohlDora und wendete sich zu zu ihr. Er riß den Hut vom Kopfe, wischte sich den Schweiß von der Stirn und von dem schmutzig gewordenen Gesicht. „Graf Kliuter, der Bergrat und die fünf Mann sind aus den Brandgasen heraus. Einige von ihnen werden wir inS Leben zurückrufen. Graf Muter ist schon wieder ganz auf dem Posten; nur mit dem Bergrat scheint es sehr schlecht zu stehen." i > Der Arzt stürmte wieder hinaus. Jubelgeschrei da draußen und dann plötzliches Schweigen. Dann hörte man taktmäßige Schritte. Aulch der zweite Flügel der Tür zum Zechenhause wurde geöffnet, und die Smntätsmannschaften trugen sechs Bahren herein. Auf ihnen lagen die Körper des Bergrats Spalding und seiner fünf mutigen Begleiter. Am Arme eines Arztes erschien wankend und nur müh- sani gehend Graf Klinter. Er wurde auf eines der Betten gelegt, die im Zechenhause ausgeschlagen waren, und mit dem Sauerstoffapparat behandelt. Dann wurden auch die anderen noch halb Bewußtlosen veranlaßt, Sauerstoff ein- zuatmen. Dora sah alles wie im Nebel. Eine erschreckende Gleichgültigkeit gegen alles, was um sie vorging, hatte sich ihrer bemächtigt. Nicht einmal eine Hosfnung mehr war in ihr. Die Krankentransportwagen fuhren draußen vor, und die sechs Bewußtlosen wurden fortgebracht. Graf Klinter weigerte sich, nach dem Knappschaftslazarett zu gehen. Er hatte sich auf den Bettrand gesetzt und erklärte: „Es wird schon besser, die frische Luft tut mir Wohl. habe mein eigenes Auto hier und fahre damit nach Hause." _ Er stand aus und versuchte zu gehen, was ihm auch gelang. Mit Anstrengung kam er ans die Estrade hinauf und reichte Dora die Hand. Dora küßte diese Hand und erschreckte den gutmütigen Grasen dadurch dermaßen, daß er eigentlich erst jetzt zum vollen Bewußtfein kam. „Nicht doch, nicht doch!" wehrte er ab. „Sie haben sie gerettet," sagte Dora, und jetzt endlich fand sie Tränen und herzzerreißendes Schluchzen. Der Graf setzte sich zu ihr und versuchte sie zu trösten. Er sprach einzelne zusammenhanglose Worte, wie es seine Erschöpfung und Verwirrung infolge der Gasvergiftung gestatteten. Dora saß am Tisch, das Gesicht in den Händen verborgen. Das Rufen und Schreien draußen wurde lauter, das Hin- und Herlaufeu vieler Mensche» deutlich vernehmbar. Lautes Hurrarufen! Der einarmige Hartrop kam m das Zechenhaus und ries: „Die Hauptkolonne aus dem Tiefbau kommt herauf. Es sind alle gerettet!" Dann verschwand er wieder. Es litt den alten Berg- niann nicht in deni geschlossenen Raume, er mußte hinaus. Um die Kameraden zu begrüßen. Der Tumult draußen dauerte wohl eine halbe Stunde an. Dann kam müden Schrittes, seine Beine mehr schlep, pend als hebend, der alte Geheimrat Kersten. Sein Erscheinen hatte unsinniges Jubelgeschrei draußen angezeigt. Dieses Jubelgeschrei dauerte noch an, als er das Innere des Zechenhauses erreicht hatte und sich kraftlos auf eines der Betten setzte. Draußen an den Fenstern drängten sich Hunderte von Menschen, besonders Frauen und Kinder. Sie entdeckten den Grafen Klinter, nick dann ging draußen das Geschrei von neuem los: „Ter Graf Klinter, Hurra! Glückauf! Glückauf!" Es half nichts: Graf Klinter mußte sich erhebe» und bis vor die Tür gehen, um ein paar Worte au die Leute zu richten. Er war der Held des Tages, er war der Retter der Verlorengeglaubten, ebenso wie der alte Geheimrat als Leiter der Rcttungsarbeite» das Verdienst hatte, daß die im Tiefbau Eingeschlossenen so rasch wieder befreit und ihren Angehörigen wiedergeben wurden. (Schluß folgt.) Der Blinde am Meer. Roman von Karl Böttcher-Chemnitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) « Feodora wandte sich zu den beiden .Herren und zeigte ein huldvolles Lächeln. Sie reichte ihre Hand zum Kusse und beteuerte ihre Freude, die .Herren schon so zeitig bcgriißen zu können. Aus Kun, den Naturmenschen, wirkte diese ganze Situation: diese schöne Frau inmitten dieses reizende» Zimmers und in dieser Beleuchtung, wie ein secnhaster Zauber. Aber Rene, der in der großen Welt Erfahrene, hatte den Eindruck des Gemachten, des beabsichtigten Esfektes. Unwilltürlich verglich er die zierliche, gepflegte Schönheit tzeodoras mit der klaren, reinen und natürlichen Anmut Ärdas. Und während Kun sich fast ausschließlich mit Feodora unterhielt, in seiner lebhaften, drastischen Art, mußte Rene immer an Arda denken. Er war einsilbig und zerstreut, bis sich Feodora direkt an ihn wandte: „Nun, Herr Professor, erzählen Sie mir etwas von Ihrem neuen Werke, und vor allem, wann man es sehen kann." Rene Brian wurde sichtlich verlegen. Etwas in ihm sträubte sich, mit Feodora gerade von diesem Bilde zu sprechen, denn das Bild war ihm kein Ding, keine Sache, es war für ihn etwas Lebendiges, das er mit voller Seele liebte, aber mit jener heimlichen Liebe, von der man nicht spricht, die man hütet wie eine srühlingszarte Knospe. Und Kun Orsk fühlte das, und er kam Rene zu Hilfe und sagte: „Gnädige Frau, mit dem neuen Werke meines Freundes hat es eine eigene Bewandtnis. Ich habe das Gemälde gesehen, cs ist unbeschreiblich schön, aber Rene will seine Schöpfung nicht verössentlichen, wenigstens nicht für die aUgemeine große Welt. Und ich habe ihm darin recht gegeben." „Aber ich, das heißt — der Kreis seiner intimsten Verehrer und Freunde — werden doch das Werk zu Gesicht bekommen, Herr Professor?" „Das liegt dann ganz an den Herrschaften selbst. Ich meine unter „dann" nach der endgültigen Missteltnng meines Bilde?." „Und darf 'ich wissen, wo Sie eS ausstellen werben?" „Ich bitte das vorläufig als mein Gehetnrnis betrachte» zu dürfen, gnädige Frau," sagte er unter elner konventionellen Verbeugung LOS „Bitte, flttn» mit Sie wollen, Herr Professor," ankworket« Ne kühl und warf dabei den Kopf hoch und wandte sich dann an Kun Orsk. Rene lächelte vor sich hin. Er wußte, er hatte die schöne Frau helcidigt. Aber er fühlte nicht das geringste Bedauern, und als er sah, daß sein Freund kein Auge von dem schönen Antlitz Frau von Brauns wandte, und dieser seine Unterhaltung mit Wörme und Feuer führte, fühlte er eine leise Genugtuung. Und Feodora machte kein Hehl daraus, daß ihr Herr Orsk gefalle. Sie war äußerst liebenswürdig zu ihm und zeichnete ihn auch besonders aus, als man dann drüben in den beiden «roßen Salons unter den zahlreichen Besuchen! des Hauses stand. Sie sührte Kun zu jedem, den er noch nicht kannte und stellte ihn mit ein paar liebenswürdigen empfehlenden Worten vor. Rene stand anfangs ziemlich einsam. Die Gesellschaft fühlte, daß er bei der Frau des Hauses in Ungnade gefallen war, und so hütete man sich auch, ihm besonders zuvorkommend zu begegnen. Gräfin Gotheim trat zu Rene. „Sagen Sie mir, lieber Freund, ist es Ernst oder ist es Interesselosigkeit Ln diesem Getriebe hier, was aus Ihrem Antlitz spricht?" „Beides, gnädige Frau. Doch Sie werden mir verzeihen, wenn Sie bedenken, daß ich monatelang nicht unter solchen Menschen weilte. Ich bin des geschraubten, gesellschaftlichen Tones entwöhnt, und wer am Busen der Natur gelegen, muß erst nach und nach seinen Lebensmagen an die Kunstspeise, die aus Konvenienz, Lüae, Schminke und geistigem Hochmut zusammengerührt ist, gewöhnen." „Sie sprechen bittere Worte, Herr Professor." „Bittere Worte sind ober fast immer wahr, darum will sie auch niemand gern hören. Aber beobachten Sie die erlauchten Besucher dieses Salons, und Sie werden mir recht geben. Sehen Sie dort den Ministerialdirektor, mit welch bestrickender Liebenswürdigkeit er mit dem Leaationsrat spricht, und doch weiß ich zufällig bestimmt, daß er heute inorgen beim Staatssekretär des Auswärtigen die Kaltstellung des Legationsrates gedeichselt hat. Sehen Sie dort an dem Klingerschen Beethoven die beiden Offiziere. Wie laut und pathettsch der Gardeulan über Metzschebriefe doziert. Ich kenne ihn sehr genau. Er hat mit mir zwei Jahre die Schulbank gedrückt auf der Kreuzschul« zu Dresden. Ich versichere Ihnen, gnädige Gräfin, er hat nie Nietzsche gelesen, und er tat recht daran, denn er würde ihn nicht verstehen. Schauen Sie dort meinen Kollegen Wirker. Er ist ein lieber, einfacher Mensch, in dem sonst kein Falsch ist, er ist ein echter Bafuvare. Hören Sie nur, er spricht mit Seiner Durchlaucht dem Prinzen Lobenstcin über die Erfolge des Wcinbergschen Stalles Der Aermstc, er hat >wch me ein Rennen gesehen, aber selbst der Biedere schämt sich, das dem Rennfavoriten Lohenstein, der dies Jahr die goldene Peitsche gewann, zuzugestehen. Nun sagen Sie, Frau Gräfin, ist das nicht Lug und Konvenienz, ist das nicht Schminke?" „Hören Sie auf, Herr Professor, ich merke, Sie sind ein anderer geworden." Rene aber reichte Frau von Gotheim die Hand und sagte «rnsti „Ich danke Ihnen für dieses Wort, gnädige Frau." „Sie sind mir wunderlich. Da schauen Sie Ihren Freund Kun Orsk an. mit welch lebhaftem Feuer er erzählt. Kommen Sie, wir wollen ihm zuhören." Und während sie in den K^eis traten, der sich um Feodora tarn, Braun und Kun OrSk gebrldct hatte, sagte Rene noch leise »ur Gräfin: „Kun OrSk ist der einzige, der echt ist. Seine Morte sind schlicht und wahr und seine Verehrung für Feodora 'Aufrichtig." Kun erzählte von seinen Forschungen auf dem Grunde des kV leeres, aber in so bescheidener, zurückhaltender und doch klarer und spannender, von Humor gewürzter Weise, daß er im Fluge die Sympathien seiner Zuhörer gewann. Die Diener reichten jetzt Tee und Gebäck herum, und Rene benutzte diese Gelegenheit, sich unbemerkt aus dem Salon zu stehlen. Im Entree sagte er zu einem Diener, er solle ihn später bet Frau von Braun entschuldigen und Herrn Doktor Orsk diskret Mitteilen, daß er ihn bet Josty erwarte. Er giim zu Fuß die Anden vor. Ein naßkalter Wirch strich durch di« Straßen, und Rene vergrub fröstelnd seine Hände tief kn die Taschen seines Paletots. Er freute sich, daß er dem Drubel bei Feydora entschlüvft sei. Nun wollte er allein seinen Gedanke» nachhängen. An der Friedrichstraße traf er einen bekannten Kunstkritiker, der ihn bat, sich ihin anschließen zu dürfen. „Wenn Sie auch den geringsten Versuch unterlassen, mich zu interviewen, gern." „Ich hätte ja gern einiges über Ihre letzten Arbeiten gehört, Herr Professor, aber wenn Ihnen nichts daran gelegen ist, ver- vVAmäm in ivFnvfAvt " dorthin wird auch später ______änder Gelehrte kommen." „Meinen Sie Kun O«k, den Meeresforscher?" Gewiß. Kennen Sie ihn?" * hörte ich »VN ihm. Zwei medizinische KavazstäFn. Doktor Seile und Doktor Morgenstern, sprachen von ihm." „Doktor Delle? Dock» nicht etwa der Hamburger Kliniker?" „Eben der. Er ist ein Studiengem,sse von imr, und ich traf ihn heule morgen zufällig -m Lehrter Bahnhof." Rene blieb stehen und blickte überlegend zu Boden. Er war Aufgeregt und seine Stimme zitterte, als er sagte, „Können Sie mich mit dem Herrn bekannt machen, Herr Doktor?" „Aber gern. Cr wohnt im Passagehotel, und Sie können ihn morgen früh mit mir aussuchen." „Morgen früh? Nein, hegte noch, jetzt gleich." Der Kritiker überlegte: „Nun gut, wir telephonieren von Josty aus in sein Hotel und bitten ihn, in das Eafö zu kommen oder uns sonst einen Vorschlag zu unterbreiten." Rene hielt eine Droschke an, und mit fuhren sie die Friedrich- straße vor und bogen in die Leipziger Straße ein. DeS ungeheuren Verkehrs wegen mußte der Wagen im letzten Zuge mit anderen halten. Plötzlich sprang der Kritiker auf und ries: „Selle, Selle!" Ein kleiner Herr mit goldener Brille blteb stehen. Rene und Doktor Winter, der Krittler, sprangen aus dem Wagen und Doktor Winter stellte die Herren vor. Der Arzt sagte: „Ich freue mich, den berühmten Meister der arbe nun auch persönlich kennen zu lernen, nachdem ich manches ,'ild von Ihnen, besonders aber das „Waldmärchen" im Hamburger Museum bewundert habe." „Und ich bitte Sie, wenn Sie eine Stunde Zeit haben, auch mein neuestes Werk zu besichtigen. Gerade Sie sollen das Bild zuerst sehen." „Und ich?" fragte der Kritiker. „Sie können mit, d. h. nur als Privalniann, denn Sie dürfen nicht einen Buchstaben über das Bild veröffentlichen." „Ich verspreche es." „Nun gut." Die drei Herren bestiegen wiederum den .Wagen, und nun fuhren Sie nach Charlottenburg. Rene war einsilbig und überließ den beiden anderen Herr«» allein die Unterhaltung. Und nun standen sie in Renes Atelier. Der Maler drehte sämtliche elektrische Birnen an und zog dann den Schleier vom Bilde. Der Krittler stützte sein Haupt in die Hände und besä-auke das Gemälde, und Doktor Selle lehnte am Ofen und blickte still und ernst aus das Bild. Rene.aber war ganz zurückgeteeten. Lange, lange Zeit verharrten so die drei Männer. Endlich aber sagte Doktor Selle und legte seine Hände auf Rene Schultern! „Ich kenne die Geschichte Arda Jaskis und begreife, daß Sie sie malen mußten, aber daß Sie das Mädchen so malen könnten, so in jeder Nuance naturgetreu, hätte ich nie sür möglich gehalten." „Erzählen Sie mir von Arda Jaski," bat Rene mit zitternder Stimme. „Sie ist mir ans Herz gewachsen wie ein eigenes Kind, und sie hat volles Vertraue» zu nrir. So erzählte sie mir eines Tages, als ich sie weinend fand, ihr Schicksal." „Und sie ist noch bei Ihnen?" „Noch wenige Wochen. Das Weihnachtsfest will sie in der Heimat feiern." „Und dann?" l„Dann will sie ihre Hand dem blinden Erzähler geben." Rene wandte sich ab und trat an das Fenster und blickte stumm aus die breite, hell erleuchtete Straße. Ein Hosfnungsbau war in ihr» zusammengebrochen. Dann bat er die Herren, ihn zu verlassen, er müsse allein sein. Etwa zwei Stunden später kam Kun Orsk. Er traf seinen Freund mit tiefernstem Antlitz vor dem Bilde sitzend. „Da bin ich, Rene. Du wirst lange auf mich gewartet haben. Verzeihe mir mein langes Ausbleiben. Feodora von Braun aber dielt mich so lange zurück, und ich — ich gestehe es frei, ich war schwach genug, der schönen Frau nicht widerstehen zu können." Rene zog Kun neben sich auf den Divan, und er sagte: „Ich habe dich um Entschuldigung zu bitten, mein Kun. Erstens, daß ich mich bei Feodora auf englisch drückte, und dann, baß du mich nicht bei Josty antrafst. Höre nur —" „Bitte, mein lieber Junge, ich weiß alles. Doktor Winter erzählte es mir. Und nun laß deint trüben Gedanken, Rene. Ich muß dir etwas beichten, etwas, worüber du so lachen und schelten wirst, daß dein Trübsinn im Nu verfliegt. Höre: Kun Orsk, das alte Nilpferd — ist verliebt, verliebt in -ine Witlve, bei welcher sein bester Freund Vorkaufsrechte hat, verliebt bis über die Ohren. Und er will nun eilends, iwch in dieser Nacht, den Staub Berlins von seinen Füßen schütteln und auf sein meerumbraustes Jnselnest flüchten. Kun Orsk schwieg. So sehr er sich bemüht hatte, seinen Worten einen leichten, lustigen Klang zu verlethen, «S war ihm nickt gelungen. IFortsetzung folgt.) — 404 Gluck. Zür 200. Wiederkehr seines Geburtstage« am 3. Juli. Bon Dr. Hans K l e e m a n n. Nachdem die Florentiner am Ende des 16. Jahrhunderts in der Absicht, das altgriechische Drama neu erstehen zü lassen, die Oper, d. tz. das Mnsikdrama gleichsam erfunden hatten und diese neue Klmstgattung rasch ihren Siegeslauf angetretcn hatte, da mährte es gar nicht allzu lange, und der ursprüngliche Zweck wurde aus dem ?ljuge verloren. Die Musik trat aus ihrer dienenden Stellung hervor und beansprucht« selbstherrlich den ersten Platz oder richtiger: die Gesangssolisten taten dies. Las gröbere Uebel war die jeder dramatischen Forderung widersprechende Handlung, das imuatürlicin Gebaren der antiken Götter und Heroen, die statt an das menschliche Empfinden des Hörers zu appellieren, vom Dichter zu inarioncttenhasten Srl>einen erniedrigt wurden, lind die Mehrzahl des Publikums besand sich dabei gang wohl. "Denn ihn, war die Person des Sängers, der in dieser oder jener Rolle niit endlosen Koloraturen glaiczte, tveit wichtrger, als eins vernünftige, pshchologisch begründete Entwicklung der Handlung. Ein Reformator tat dringend not. Selbst im italienischen Lager begann mau zur Einsicht zu kommen, daß die einseitige Pflege der Soloopcr ein Uebel sei. In Wien hatte man tioch am wenigsten vergessen, daß die Oper ein Drama sein sollte. Hier hielt man im Gegensatz zu den Neapolitanern an der Verwendung des Chors fest, hier war die Oper nicht nur eine Gelegenheit für den Gesangsvirtuosen, seine Künste zu zeigen, sondern auch die selbständige Orchestcrmusik kam in durchgearbeiteten Nnstrumentalsätzen zur Geltung. Hier lernte Gluck, der 17-tb nach Wien kam, die an der alten Tradition festhaltenden Opern von 8-uj und Badia kennen. Vor allem aber war der Wiener Jn- ie-danl Gras Durazzv ein energischer Verfechter der Opernrejorm: loas Graf Algarottl in seinem „saggio sopra Lopera" (Versuch über die Oper) vorschlug: Wiederaufnahme von Chor- und Instrumentalmusik Nach dem Muster der französischen Oper (also bereits ein >oesentlicl>cr Gedanke der Gluckschen Reform', entsprach aich seinem Prvgrainm. In Gliuk fand er für die Ber- Ivirkltchung seiner Ideen den Musiker, ein geeigneter Dichter schien sch ihm in Calsabigi zu bieten. Es kann als wahrscheinlich gelten, hast diese beiden Männer überhaupt erst buch Ducazzo veranlaßt wurden, qecneinsam dem vorschwebcnden Ziel znzustrcbcn. Lange hatte sich Gluck vom Stroni der italienischen Oper treiben lassen Nur im „Telemach" (Rom 1750) erscheint er ein anderer) da sticht er vor Uns als der Gluck, als den wir ihn uns vorzustellen pflegen. Der breite Raum, der darin dem Chor, drauratischen Ensemblcfätzcn und dem Tanz zugcstanden Ivird, hebt ihn dcutlch aus seiner Umgebung liecaus, obwohl das vcr- toickclte Intrigenspiel beweist, daß der Dichter der Schule Me- tastasios angehörk. Aber der „Telemach" blieb vorläufig vereinzelt, Und in den nächsten 12 Jahren bewegte sich Gluck wieder in misaefabrencn Gleisen. Darin unterscheidet er sich wesentlich von Richard Wagner, dessen künstlerische Entwicklung, sobald er sein Ziel einmal erkannt hatte, einen mit unbeirrter Konsequenz durchgeführten Aufstieg darftellt. Mit dem „Orpheus" (1762) — Gluck war inzwischen 48 Jahre alt geworden — begann der Umschwung. Calsabigi hatte bei der Abfassung des Librettos das Jntrigensystem ganz beiseite gelassen mrd die Handlung in einfachen, klareil Linien entwickelt. Dauiit feierten die Rcnaissaneebestkebungcn, aus deiien heraus einst die Oper geboren war, eine neue Auferstehung. Die in Metastasios Anschauungen befangenen Zeitgenossen konnten ich freilich mit solchen Neuerungen nicht befreunden. Sie sanken ie langweilig. Und die Musiker vom Fach nahmen es ihm sehr ibcl, daß er, wie er selbst bekannte, sich nicht scheute, gelegentlich die Schulregeln zugunsten der Wirkung zu opfern. Ausserhalb Wiens vermochte der „Orpheus" vorläufig nicht Fuss zu fassen. Eine gewisse Popularität von zweifelhaftem Werte geiiojs er in Italien. In Trajettas Buffo-Oper „Cavaliere errantc" tritt ein Wahnsinniger auf, der sich einbildct, Orpheus zu sei». Er fingt die Arie „Ade ich habe sie verloreii!" Hatten die Jta- licuer bemerkt, daß sich Gluck im Tou dieser Arie vergriffen liatle und daß die anmutige Melodie zum 'Ausdruck der Klage nicht stimmt? Aber >vas will dieser Mangel bedeuten gegenüber der tiefen 2lusdruckskrast, der ivir sonst im „Orpheus" begegnen. Wie genial ist in de» Furienchiören des 2. Aktes der Uebergangl voui finsteren Trotz bis zum Erwachen des Mitleids als einer diesen Wesen bisher ungekannten Empsitidung musikalisch erlebt! Wie idyllisch ist das Ballett der seligen Geister, von welchem Stimm»,igszauber der in seiner Naturschilderung Beethovens Pastorale vorahneude Gesang des Orpheus „Welche reines Licht"! vier liegt überhaupt eine der stärksten Begabungen Glucks, der als Förstersvhn in innigem Verhältnis zur Natnr stand. »nzusriedeu mit dem hinter seinen Erioartungen zurückblei- beudeu Erfolg des Orpheus, und noch mehr zweier tveitercr Re- foruiopern „Alceste" 1 17671 und „Paris und Helena" (1770), ivandte sich Gluck jetzt nach Paris, wo ec rui Hinblick aut die Vorarbeit Lnlln« und Rauceaus aus größeres Verständnis für das eigentlich Dramatische in der Oper rechnen durfte. lind wirklich tvurde di« Aufführung der „Jphigeirie in Aulis" (1774) z'um Ereignis. Dir Schwierigkeiten der Vorbereitung waren hier noch grösser, da sich das gesamte Over,«Personal in höchst verwahrlostem Zustande befand) aber er sieche auch hier, zumal er in Maria Anboniettc, seiner ehemaligen Schülerin, eine einfluß- reiche Gönnerin besah. , i Eine Neubearbeitung des „Orpheus" für Paris, bei welcher bis ursprünglich für Alt (den Kastraten Guadagni) geschrieben« Titelrolle in eine Tenorpartie umgewandelt tvurde, tritg zur Per- größerung seines Ruhmes bei. Inzwischen waren aber auch die Gegner, die Anhänger der italienischen Oper, ivieder am Werke, Sie beriefen als Rivalen Nicola Piccini nach Paris, und nun entspaiui sich der weltberühmte Streit der Gluckisten und Piccr- nistcn, wobei übrigens, währeird die Parteigänger sich hestlg befehdeten, ihre Häupter in bestem Einvernehmen stairden und gcgen- seitig Beweise ihrer Neidlosigkeit lieferten. Der Ansgang ist bekannt. Gluck blieb Sieger, und auch Picciili beugte sich willig dem deutschen Genius. „Iphigenie auf Tauris" war die Oper, durch die er auch seine Gegner von seiner Ucberlegeuheit als musikalischer Clmrakterschilderer überzeugte. Gluck hatte, tvie Bulthaupt treffend sagt, „das Geheimnis des goldenen Schnitts gefunden, das verborgene Gesetz der Harnrvnle aller Teile, de» Punkt, aus tvelchem die uiusikalische Lyrik dramatisckte Betoeguug ivird und das Drama sich melodisch, mit lyrischer Ruhe aiisalmet." So hatte Gluck bei den Franzosen das gefunden, ivas er bei seinen Rutschen Zeilgeuoffen, vor allen den Fachmusikern, vergebens suchte: Verständnis für sein Reformwerk. Entschädigt wurde er bei seinen Landsleuten durch die Wertschätzung, die ihn« die Dichter entgegenbrachteu. Der geistesverwandte Klopstvck, dessen Dichtungen ihn zu ties empfundenen Gesängen inspirierten, Wielaich, Schiller und Goethe zählten zu seinen Benmnderern Herder ersah im Geiste den Fvrtsetzer des von Gluck begonnenen Werkes, Ein Jahrhundert nach Gluck tvurde dieser Mann geboren: Richard Wagner, dessen Lcbenswerk mit dem Glucks vieles gemeiu hat, humoristischer. * Zweifelhaftes Lob. „Wie wurde Ihre Repe dem« ausgenommen?" fiagt rin Gesiuuunasgenvssc den Agitator. „Ich kann Ihnen sagen — als ich mich schließlich setzte, meint-n alle, es sei das beste, >oas ich je geleistet hätte." t i " In den Zeiten der Errrteuerunq. Der eine Tragöde, vor dem Eierladen, zum Kollegen: „Sich nur die Preise! Weißt Du, so lauge das so bleibt, sind wir vor Eiern ziemlich sicher." _ vüchertisch. — jGrzebeusReisesührer: Bau» 29, „Der Rhein". 29. Auslage init lt Karten und einem Grundriß. Fltk 3. .« Verlag Albert Goldschmidt, Berlin W 36. Welch großer Beliebtheit sich der Griebeusche Rheiusührer erfieut, das beweist am besten seine hohe Auslagezisser . ist er doch soeben bereits in der 29. Auslage Lrschieiic». Dem Führer wurde die Rheinfahrt von Köln bis Mainz zugrunde gelegt, wobei all« Nachbargebiete weitgehendste Berücksichtigung fanden. So schließen sich z B. an das Kapitel Mainz tveitere über Frankfurt a. M., das Täunusgebiet uud Heidelberg,' anschließend an Coblcuz nffrd die Moselbahn nach Trier un» ents sprechende Rückfahrt mit Dampfer behandelt Empfehlende Berücksichtigung finden auch alle anderen Nebcntäler. Dank der gründlichen Ncubearbxitimg ist das Buch wescitllich bereichert worden, Das gesamte Kartenmaterial entspricht dnrckzaus dem neueste,« Stand. Als Auszüge aus diesem Baud erscheinen ein „kleineq Führer für die Rl»eiureisc", Preis Mk l,60, der für einen kurzen Äusenthalt am Rhein genüge» dürste, uud ein Spezialführer „Köln und Umgebung" (Preis 60 Psentfig.) versteckrätsel. Man suche rin Sprichwoct, beste» einzelne Silben in tolgenve« Wörtern versteckt sind, wie die Silbe .an" in .Wanderer-, Anlweroen — Biberpelz - Fehdehandschnb — Kohlenbergwerk Eigenwille — Mußbach — Geburtstagskind — Schornstciu- seger — Dornröschen — Adlerauge — Bienenkorb Auflösung in nächster Nummer. Auslösung der Skat-Ansgabc in voriger Nummer- Abkürzungen: tr — Trost, p = 'Hone, c — Coeur, eae — Carreau trB — Trefi-Bnbe, pA — stigne-Asi, cD — Evenr-Taine «sw. Das Spiel ist vrrliecbar. Vorhand muß haben trX, 1,0. tr9, Ir7, pD, p8, p7. carA, car9, < arl, Hinterhand die übrigen: Mittelhand drückt pZ und earZ. Spielgang: 1. B. tr« M. trA H. cX — - ls. 2. H. carK D. carA M, carD — — 18. 3. B tri) M. trZ 0. cD = — 16. De» 4.-9. CItch erkält Blittelhand, aber der letzte auf tr» fönt den Gegnern zu (M. trZ, i\ pA, B. tr9 = — 11), so daß dieselben insgesamt 61 Angen erhalte» haben. Redaktion - K Reuratb. — Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen llniversttätS-Buch- und Steindruckerei, R. Laug«, Dteßei^