Weiber-Nrgiment. Roman von OSkar Klaußmann. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Der flanze «esuch hatte nur eine Viertelstunde gedauert. Das Automobil fuhr nach Dasburg zurück und in eine Seitenstraße, wo auf freiem Felde inmitten eines großen Gartens das Sanatorium stand. Graf Klintcr half Barbara aus dem Wagen und schritt mit ihr durch das Vorderhaus und den Garten hinter diesem Hause aus das zweite große Quergebäude zu. in dem sich die Krankenzimmer befanden. Der Portier überwies sie einem Diener, und dieser brachte die Besucher nach dem ersten Stockwert und rief den alten Geheimrat aus dem Zinimer des kranken Sohnes. Frau Barbara erschrak, als sie den alten Mann sah. Er lvar in diesen wenigen Wochen um Jahre gealtert. Aber ein Lächeln der Freude flog doch über sein Gesicht, als er Barbara erblickte. „Ich danke Ihnen tausendmal," ries er, „tausendmal, gnädige Frau, dag Sie gekommen sind. Mein Sohn nennt fortwährend Ihre» Namen, und ich fürchte, er wird nicht genesen, wen» er Sie nicht gesehen hat." Der alte Mann schien noch etwas sagen zu wolle», aber er fand die Worte nicht. Doch seine Augen ruhten mit geradezu flehentlichem Ausdruck aus dem Gesicht Barbaras. „Darf Ihr Herr Sohn Besuche empfangen?" „Der Arzt hat bereits Besuche, die nur kurze Zeit dauern, gestattet. Unter allen Umständen wird aber Ihr Besuch ihm angenehin sein." Kersten eilte auf die Tür zu, um sie für Barbara zu össnen. Graf Minier aber hielt ihn am Rockärmel fest und sagte ihm halblaute „Lassen Sie die gnädige Frau allein eintreten. Ich habe mit Ihnen zu sprechen; ich muß Sie unterrichten über das, was in Ihrer Llbwesenheit vorgefalken ist." Dann schloß Gras Klinter die Tür, durch die Barbara in das Krankenzimmer getreten war, und ging mit dem Geheimrat im Korridor aus und ab Lothar Kersten saß in einem Lehnstuhl in der Nähe des Fensters. Der dunkle Zivilanzug, den er trug, ließ sein Gesicht noch geisterhaft blasser erscheinen, als es war. Barbara drückte ihr Taschentuch an die Augen und schritt daun so^ geräuschlos >vie möglich bis zu deni Stuhl des Kranken. Sie sah nur die Augen in seinem Gesicht, die mit einem unbeschreiblichen Ausdruck von Hoffnung und Bangen aus sie gerichtet waren. Barbara stand neben dem Stuhl des Kranken und faßte seine Hand. „Wie acht es Ihnen?" fniflti sie leise In das wachsbleiche Gesicht des Kranken trat eine leichte Röte. „Ich danke Ihnen," antwortete er mit matter Stimme, „ich danke Ihnen, daß Sie gekommen sind." Barbara wußte, daß sie jetzt nicht weinen durste. Sie beherrschte sich, so sebr sie konnte. Sie legte ihre linke Hand auf die heiße Stirn des Genesenden „Ich war sehr krank," sagte Lothar. „Ich weiß es, aber Sie werden gesund werde» und tver- den auch diese schlimme Zeit vergessen." Wieder fühlte Barbara den Blick des Kranken auf sich ruhen, jenen Blick voll Zweifel und Hoffnung. „Ich schrieb Ihnen einen Brief," flüsterte Lothar und blickte zu Boden, „ich schrieb Ihnen einen Brief im Fieber. Aber was in dem Briese stand, war die Wahrheit." „Ich weiß es, daß Sie mir die Wahrheit schrieben," antwortete Barbara, und ihre Stiinme klang sehr unsicher. „Werde ich eine Antwort erhalten auf diesen Bries?" fragte Lothar. Barbara beugte sich zu dem Kranken herab, und ihre Lippen berührten flüchtig seine Stirn „Sie werden eine Antwort erhalten. Werden Sie nur gesund, recht bald gesund." „Und lvenn ich gesund bin?" forschte Lothar, und er faßte mit beiden Händen die Hand Barbaras und drückte, soweit es seine Schwäche gestattete, diese Hand au sein Herz. Barbara beugte sich noch tiefer herab und sltisterte dem Leidenden ins Ohr: „Daun werden wir den Hochzeitstag verabreden." So schwach der Kranke war, er zog Barbara an sich, und sie küßte ihn zärtlich und unter Tränen. Dann saß sie neben ihm und hielt seine Hände fest, und zwischen ihnen ivar das heilige Schweigen, das durch Worte nicht unterbrochen werden darf.-- Es dauerte wohl eine halbe Stunde, ehe der Geheimrat mit dem jGrafen Klinter das Zimmer betrat. So länge hatten die Auseinandersetzungen draußen im Korridor gedauert, so lange hatte es gewährt, bis Graf Klinter dem alten Herrn klarmachte, wie das Duell zustande gekommen war, und wie sich alles in der Zwischenzeit abgespielt hatte. Der alte Geheimrat ivar außer sich, daß Werner mit in die Affäre hiueingezogcn worden ivar Und dürchiseinen Sohn fast das Leben verloren hatte. „Wir waren alle nicht unserer Sinne mächtig," berichtete Graf Klinter „Bis zum Spätnachmittag des Duclltages war ich bei dem Schwerverwundetcn. Dann fuhr ich nach Jvershofen, um Frau Barbara Glover die traurige ?tach- richt zu bringen, und saud sie nicht mehr anwesend. Sie war abgereist. Erst acht Tage später bekam ich einen Brief von ihr aus Paris, und erst dann konnte ich ihr Mitteilen, was geschehen war. Telegraphisch habe ich dann Frau Glover über das Befinden Ihres Sohnes und Werners auf dem lausenden erhalten. Wir haben alle Schweres dnrchgemacht, Herr Geheimrat, aber nun ist das vorüber. Hoffen >oir das Beste 386 und Ihr Sohn wird genesen Frau Glover hat mir nicht gesagt, wie es um sie steht! aber ich vermute aus den wenigen Worten, die sie in den letzten, Tagen mit mir gewechselt hat: da drinnen haben sich soeben zwei Herzen gefunden. Das Gluck wird Ihren Sohn gesund machen." Vorsichtig öffnete Graf Klinter die Tür und winkte dem Geheimrat, näherzutreten. Dieser sah den Sohn und Barbara mit ineiuandergeschlungenen Händen nebeneinander sitzen und wußte genug. Er fühlte es, daß sein Sohn von jetzt ab genesen würde. 13. Kapitel. Als Dora am nächsten Tage in ihr Zimmer im Generalbureau trat, lag auf ihrem Schreibtisch eine Anzahl von Schriftstücken, und oben daraus befand sich ein Brief mit der Handschrift Werners, der an das Generalbureau gerichtet war und lautete: „Hierdurch bestätige ich den Empfang eines Brieses, durch den mir Fräulein Dora Buchwald nntteilen läßt, daß sie meiner Dienste vom 31. März kommenden Jahres nicht mehr bedarf." Ein Geräusch in dem Zimmer nebenan ließ Dora aufschrecken. Sie eilte zur Wr und öffnete sie. Geheimrat Kersten saß an dem Schreibtisch auf dem Platz, den er früher innegehabt hatte, und als er Dora erblickte, sprang er mit fast jugendlicher Leichtigkeit auf. Dora sah, wie schwer Kersten in letzter Zeit gelitten hatte, und wurde von tiefstem Mitleid ergriffen. „Guten Dag, mein liebes Kind," rief Kersten mit eigentümlich weicher Stimme, „guten Tag! Da bin ich wieder, und nun wird es hoffentlich keine Störungen mehr geben. Ksnn ich dich einen Augenblick sprechen?" „Wer gewiß, lieber Onkel Geheimrat," antwortete Dora und trat in ihr Zimmer, wohin ihr Kersten folgte. Kersten nahm auf dem Stuhl neben dem Schreibtisch Doras Platz und begann: „Es wird alles noch gut werden, mein liebes Kind. Auf fliegen folgt immer Sonnenschein. Du gehörst ja zur Familie, du bist mir so lieb wie eine Tochter, darum sollst du auch erfahren, wie alles eine glückliche Wendung genommen hat. Du bist ja auch diskret und wirst darüber nicht sprechen. Gestern hat die liebe, gute Barbara Glover meinem Lothar ihr Jawort gegeben; sie sind verlobt. Angezeigt kann die Verlobung noch nicht werden, denn mein Sohn muß erst seinen militärischen Abschied haben. Dann kommt die offizielle Verlobung und die Hochzeit. Das Herzeleid meines armen Sohnes ist beendet. Wie töricht sind mir Menschen doch, und wie viele Qualen bereiten wir uns unnützerweise selbst! Nun sind sie glücklich einig. Weißt du, was in der Zwischenzeit geschehen ist, während wir von hier fort waren? Ich muß mit dir darüber sprechen im Interesse meines! Sohnesj denn du bist auch bis zu einem gewissen Grade dabei beteiligt. Weißt du, daß ein Duell stattgesunden hat?" „Ich habe nur dunkle Andeutungen davon gehört," ent- gegnete Dora etwas unsicher. „Dann bin ich verpflichtet, dich über alles aufzuklären," sagte Kersten, „denn es handelt sich auch um deine Person. In seinem Fieberparoxysmus hat mein Sohn, als er den Hergrat Spaldiug brüskierte und zum Duell zwang, auch dich beleidigt, und gerade um deinetwillen hat der Bergrat meinen Sohn gefordert. Die Beleidigung, die Lothar gegen dich ausgestoßen hat, ist nicht allzu schlimm und ist über- ? gupt keine Beleidigung, denn sie war die Tat eines Wahn- innigen, eines Schwerkranken." Dann erzählte Kersten Dora alles Borgefallene, und er war so eifrig, seinen Sohn zu verteidigen und Entschuldigungen für das Verhalten des Kranken zu finden, daß er gar nicht sah, >vie sich das Gesicht Dovas inehr und mehr veränderte. Endlich schloß Geheimrat Kersten: „Und nun wird alles gut. Der gute, brave, edle Werner hat auch meinem Sohne verziehen. Montag kommt er selbst zu ihm, um ihm die Hand zu reichen. Mit Gottes gnädigein Willen ist ein großes Unglück verhütet worden, und nun hoffe auch ich, daß alles wieder gut werden wird." Kersten war ganz gerührt. Er reichte Dora die Hand, schüttelte die ihre, yhne zu merken, wie kalt diese war, und ging dann in sein Zimmer zurück, um sich wieder zu fassen. Dora saß regungslos an ihrem Schreibtisch, und ihre Auge» ruhten aus den Schristzügeu Werners, aus dem Briese, durch den er die ihm zugcgangrne Kündigung bestätigte. — * Werner erledigte die schriftlichen Arbeiten sowohl betreffs der Verwaltung der Theresien .Hütte wie der Instiuus« Grube, seitdem er wieder am Schreibtisch sitzen konnte. Wenn ihm auch die Aerzte noch nicht gestatteten, das Zimmer zu verlassen, so hatte er doch regelmäßig täglich zweimal von den beiden Werken die Mappen mit den eingegangenen Schriftstücken erhalten und prompt alles erledigt. In einer der Mappen, die von der Theresien-Hüttc kamen, fand er den Brief des Generalbureaus, der an ihn persönlich gerichtet war und die Kündigung enthielt. Die Ueberraschung Werners war doch nicht klein. Jetzt, in diesem Augenblick, hatte er natürlich eine Kündigung! nicht erwartet, obwohl er immer eine 'Ahnung gehabt hatte, daß vor Ablaus des Dezember diese Kündigung doch noch erfolgen würde. Daß sie um so viel früher kani, war eine Demonstration egen ihn, war eine Brüskierung, war recht verletzend: und aß mau ihm die Kündigung zustellte, bevor er noch wieder in den Dienst treten konnte, noch in der Zeit seiner Rekonvaleszenz, war sehr rücksichtslos und ebenso verletzend. Man setzte ihn vor die Tür wie einen ungezogenen Schüler, man gab ihm vorzeitig den Laufpaß. Das war sehr kränkend für ihn und schädigte ihn in seiner ganzen Karriere; denn der Makel blieb an ihm hasten, daß man ihn aus! seiner Stellung, diefeine große Verantwortlichkeit in sich barg, nach kurzer Zeit herausgesetzt hatte. Es war eine bittere Stunde, die Werner verbrachte. Aber er ivar bereits genügend genesen und besaß so viel Elastizität, um sich auszurichten. An die Stelle der Bitterkeit trat das Mitleid, herzliches, aufrichtiges Mitleid mit Tora, die er ja von ganzem Herzen lieb hatte. Sie selbst hatte die Kündigung unterschrieben, und das war Demonstration genug. Sie war die treibende Krast bei dieser Sache, sie wies ihn von sich, weil ihr Herz voll Mißtrauen war Es war ein Jammer, daß dieses iveibliche Wesen, das einen Mann so glücklich hätte machen können, dazu bestimmt schien, in Einsamkeit ihr Leben zu vertrauern. Dieses Mitleid mit Dora war bei Werner so groß, daß er alle Bitterkeit überwand. Dan» kam der Gedanke an die Zukunft und vor allem daran, daß er in wenigen Monaten wieder drüben in Ame- rika, wo er von allen kleinlichen Rücksichten losgelöst war, frei schaffen und arbeiten konnte; und das tröstete ihn. Zwar lagen noch vier unangenehme Monate vor ihr». Mehr als hundertzwanzig Tage mußte er mit einem gewissen Widerwillen seine Pflicht als Beamter tun. Was er noch leistete, daran hatte er wenig Interesse. Von seinen Projekten, die sowieso zurllckgestellt waren, wurde natürlich keines ausgeführt, und irgendwelche besondere Neuerungen oder tatkräftige Arbeiten war ihm versagt; er konnte seinen Nachfolger nicht präkludieren. Er mußte die nächsten vier Monate absitzen und sehen, wie er mit sich und den Verhältnissen fertig wurde. Anderthalb Stunden hatte er mit dem Nachdenken und den wechselnden Stimmungen verbracht. Dann wandte er sich seinen Arbeiten zu und erledigte diese um so rascher. Arbeit, Arbeit! Das war das Heilmittel für ihn. Mit der Arbeit half er sich über die unangenehme Zeit, die noch vor ihm lag, hinweg. Und wenn er nicht für die Werke tätig sein wollte, weil er ja hier alles den üblichen Gang S n lassen mußte, so konnte er sich mit Privatarbeiten lässigen. Mittags kam Graf Klinter, um seinen Besuch zu machen, und da es recht sonnig war, ging er mit Werner im Garten spazieren. lFortsetzung folgt.) Der Blinde am Meer. Roman von Karl Böttcher-Chemnitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Als die beiden Damen am Parktor des Schlosse- Friedrichsruh vorüberfchritten, sagte Fcodora von Braun; „Worin besteht nun die Größe dieses Bismarck? In feinem Wollen oder in seinem Können? Ich glaube in 387 f Einem Wollen, Sein Wille war grob und gewaltig, o gigantisch, dag Völker, daß eine ganze Welt davor staunte, und sich ihm beugte, und dann erst gelangen ihm seine groben Werke, Sein Wille war größer als sein Können, Und wenn ein Mensch recht zeigt,/daß er will, dann kann er es auch. Ein starker, unbeug- sanier Wille wird immer respektiert. Wir Menschen haben alle etwas von Knechtessinn in unserein Herzen, der sich duckt, wo er den Herrscher spürt," „Meine liebe Feodora. Ich danke dir für deine philosophische Nbhandlnug über Wollen und Können, Du bist nun einmal die Geistreiche der Berliner Salons, Ich denke aber, hier auf diesem herrlichen Weg in deni herbstlichen Sachseirwald, bei dem Wandern im raschelnden Laub, wollen wir nicht philosophieren, sondern zum Beispiel einmal darüber sprechen, wen Du mit den gepflückten Andenken aus Friedrichsruh beehren nnllst?" „Einige meiner Bekannten in Berlin, — Ich werde die Blätter auf runde Eichenhölzer lleben und dann darum kleine Vignetten malen, vielleicht einige Motive aus Friedrichsruh," „Da Du gerade vom Malen sprichst: Hast Du noch keine Nachricht von Rene Brian?" Frau von Braun seufzte tief auf, und ihr Antlitz von wirklich wunderbarem Reiz bekam einen wehmütigen Ausdruck, „Du weißt, Jeanette, ich spreche nicht gern davon, doch da Du die Vorgeschichte kennst, sollst Du auch das Weitere erfahren, Rene ist wieder in Berlin, — "Nachdem ich seinen Antrag äb- gelehnt--" l „Mir unbegreiflicherweise abgelehul," „Bitte, unterbrich mich nicht, —. Also, nachdem ich seine Bitte, ihm meine Hand zu geben, abgelehut, hat er fluchtartig Berlin verlassen, ist nach Helgoland, und dann in ein einsames, Nordfriesisches Fischerdorf gereist, wo er, zerfallen mit der Welt, wochenlang in einer Fischerhütte gehaust hat. Ein Fischermädchen von märchenhafter, nordischer Schönheit und das ganze Milieu soll ihn so gefesselt hoben, daß er sein wundervolles Gemälde r,Der bliiche Erzähler am Meere" geschaffen hat," — Feodora unterbrach einige Augenblicke ihren Bericht, denn der Expreß Hamburg—Berlin raste mit unheimlicher Schnelligkeit vorüber. Da der Weg dicht am Bahndamm hinführte, waren die beides Damen durch das plötzliche Auftauchen und Wiederverschwinden des kurzen Zuges heftig erschrocken. Nur ein schwaches Knattern der Schienen drang zurück, und ein Regen von welken Blättern, die von dem Luftdruck von den Bäumen geschüttelt wurden, ant- wortete, Feodora begann wieder: „Von meinem Gewährsmann habe ich nun noch erfahren, daß das Friesenmädchen plötzlich verschwunden, und Rene danach in eine Art Schwermut verfallen, lei. Nur durch einen einsamen Fischer, der noch dazu blind sein soll, sei Nene aufrecht erhalten worden und schließlich wieder genesen," „Und jetzt ist er wieder in Berlin?" „Seit etwa einer Woche," „Und Du bist begierig, ihn wieder zu sehen?" „Begierig? — Ich freue mich, ihn wieder in meiner Nähe Pr haben," „Und dein Herz?" „Das habe ich noch nicht geprüft, Uebrigens, ich glaube, Jeanette, jetzt müssen wir über diese Brücke, Wir können noch ein Biertelstündchen in Aumühl umherwandern. Es ist erst eit Uhr, und unser Zug sährt elf Uhr siebenundzwanzig," » Just um dieselbe Zeit sab in einem Atelier ani Kurfürsten- damm zu Berlin W Rene Brian, An das Glas der vielscheibigen Fenster sprühte ein feiner Nebelregen, und die winzig kleinen Tröpfchen rieselte» in hundert Bächlein über das Glas hernieder. An der schmalen Hinterwand des sehr großen Ateliers war in einer massiven Schraubstasselei ein großes Gemälde eingespannt. Ein dünnes, iveißes Tuch verdeckte das Bild, Aus der kleinen Setzleiter davor lagen Paletten, Farbentuben und Pinsel in wilder Unordnung durcheinander. Neben der großen Staffelei lehnte auf einer zierlichen, kleinen, aus schivarzem Ebenholz, das Bild eines Mädchenkopfes, und vor dem amerikanischen Hocker, auf dem Rene saß, stand ebenfalls ein Bilderständer mit demselben Kopf, nur anders beleuchtet An den Wänden hing das gleiche Gemälde noch zwei-, dreimal, doch das Antlitz stets in anderer Tönung und mit anderem Ausdruck, Rene stand auf, vergrub die Hände tjes in die Taschen seines Schnürrockes und ging im Atelier aus und ab. Hunderterlei stand in dem großen Raume umher, und der Künstler mußte sich oft schmiegen, um eine gefahrvolle, enge Passage zu durchschreiten. Ihn fröstelte, Etz warf einen Blick nach dem Thermometer, und da dies nur 18 Grad zeigte, schritt Rene zu der schmalen Tiir, die nur durch einen chinesischen Perlenschnurvorhang Vvn den, neben Neues Atelier gekegenen Arbeitszimmer verhüllt war durchquerte dieses und trat dann in ein helles Zimmer mit «ltpätcrikcheu koinixikten Möbeln, Aus einem Tritt, der sich wunderlich genug vor dem großen Bogenfenster ausnahm, sah au einem Nähtisch eine alte Frau, Rencs Wirtschafterin, Die Alte sah aus und blickte Rene mit ihren kleinen Augen liebevoll an, „Aber warum klingeln Sie nicht Herr Professor? Nun haben Sie sich erst den langen Weg gemacht," „Weil ich sowieso ein Stück laufen will, inich fröstelt, und außerdem erschrecken -oie ja so, wenn die Klingel schrillt. Also bitte, Feuer, Ich gehe nur ein Stück den Danim vor, vielleicht bis zur Gedächtniskirche, In zwanzig Minuten bin ich wieder da, Uebrigens fahre ich heute nicht nach Berlin zum Essen, Ich speise gleich im Tauenzien und statt bei Josty trinke ich im Casö Orient meinen Kaffee," „Schon gut, schon gut, Herr Ptofessor," sagte die Alte und holte eilig Hut und Ueberrock Renes herbei. Und als der Künstler schon unter der Entreetür stand, fragte sie noch: „Wenn jemand kommt, soll er warten?" „Ja, lassen Sie ihn aber nicht in das Atelier." Rene war etwa fünf Minuten fort. An dem großen, prächtigen Hause, in welchem er die gesamte zweite Etage bewohnte, fuhr ein Bedagwagen vor. Ein Herr sprang behend aus der ?ruto- taxe, lohnte den Chauffeur ab und eilte dann zur Haustür, Eine fiebernde Freude sprach ans all seinen Bewegungen und aus seinen guten, blauen Augen, Der Hausmann schob langsam seinen Kops durch das lleine Fenster der Portiersloge, aber Kun Orsk, Renes Freund aus Helgoland, ries lachend: „Machen Sie auf, Männeken, aber etwas dalli, ich will ein Wiedersehen feiern," „Zu ivem will denn der Herr, wenn ich fragen darf?" „Das dürfen Sie nicht, Freund Cerberus, Schnell, schnell, ich will zum Professor Brian, Himmelsakra, sind Sie ein langsames Gebein," Das Schloß der Haustür knackte, die Tür öffnete sich geräuschlos und Kun Orsk sprang die Treppe empor, drei, vier Sttlfen aus einmal, und er hörte nicht, daß der Portier rief: „Herr Prosessor Brian ist nicht zu Hause," Am zweiten Stockiverke riß Kun Orsk mächtig in die Klingel, so daß die alte Wirtschafterin mit hastig trippelnden Schritten herbeigeeilt kam und angstvoll die Tür öffnete, „Heiliges Rhinozeros, das ist doch wahrhaftig noch die Mutter Wünschen — Sie — Frau, holder Grasaffe, glotzen Sie mich nicht so fremdartig an, als hätten Sie mich noch nie gesehen. Und wie oft haben Sie mir in Schwabing draußen, vor Münchens Toren, eine Weißwurst eingekauft und Rene spendete ein Stück Brot," Ein wilder Freudentaumel packte ihn und er schüttelte die Alte ab, und diese rief in einem fort: „Herr Orsk, Herr Orsk, sind Sie es denn wirllich?" Aber Kun schob jetzt Frau Wünsche beiseite und stürmte in das Logis und riß alle Türen auf und schrie: „Rene, Rene, ich bin da, der Kun aus Helgoland," Frau Wünsche, die ihm nachgeeilt war, sagte: „Aber schreie» Sie doch nicht so, Herr Orsk, der Herr Professor ist nicht da, er kommt aber in zehn Minuten wieder," Orsk blieb stehen, „Nicht da? Mein Rene nicht da? Verteufelt!" Er setzte sich im Atelier auf den amerikanischen Hocker und beschaute sich die an den Wänden hängenden Bilder, 'meist Studien und Akte, Einige kannte er noch von seiner Münchener Studienzeit her, wo er Rene kennen lernte und sein Freund ivurde, und die schon dort des Malers bescheidenes Atelier, das er bei Frau Wünsche in Schwabing gemietet hatte, schmückten. Renes Wirtschafterin kniete vor dem Ofen und bemühte sich, Feuer zu machen, „Sind Sie des Teufels, Frau Wünsche, heute zu feuern? Wir kriegen nach Mittag noch den .schönsten, warmen Sonnenschein, und übrigens, denke ich, wird Freund Brian nicht gleich erfrieren, Ich werde ihn schon warm bekommen," Die Alte ließ sich aber nicht stören, llnd während sie mit den Händen ein paar große Kohlenstücke auf das prasselnde Holz legte, sagte sie: „Herr Professor friert so leicht, ®r ist überhaupt so still geworden, seitdem er vom Meere zurück ist. Er reitet nicht mehr, er spielt nicht mehr Klavier, er sitzt den ganzen Tag vor den elendigen Bildern da und starrt sie an," „Vor welchem, Frau Wünsche?" „Vor diesem Mädchenkopf, der wohl ein dutzendmal herumhängt." Kun Orsk stand aus und betrachtete jetzt die Porträts genauer, dann ging er an das große, verdeckte Gemälde, das an der schmalen Hinterwand eingesvannt war, und zog das Ivelße Tuch vorsichtig weg. Lange, lange blickte er auf das Bild, Alle Erlebnisse Renes im Fischerdorf, die dieser ihni brieflich mitgeteilt hatte, stiegen in ihin auf. Da war der Freimast und davor stand der blinde Erzähler, Daneben hockte auch des Blinden Braut, Kun Orsk erkannte sofort, daß die Porträts des Mädchenkopses, die so oft die Wände schmückten, Arda 'Jaski darstellten. Er trat ein Stück zurück, schob auch einige Spaltvörhänge von dem letzten großen Fenster, und ließ dann das Gemälde in voller Beleuchtung aus 'sich wirken 888 Die Darstellung imtv von einer wunderbar plastischen Ans- sassung, die Tönung meisterhaft, ebenso die Linienführung. Die ganze Meeresabendstimmnng, der volle Zauber von des Blinden Erzählung schien einen zu erfassen. Man meinte, den Blinden reden zu hören, man fühlte sich gezwungen, unter den Fischern mit andächtig zu lauschen, und man glaubte, von fern den leisen Nachtgesang der träumenden Wellen zu hören. Shin hatte sich auf einen Malschemel gesetzt und hatte nicht gemerkt, daß sich Frau Wünsche davon gemacht hatte. Cr war ganz in den Anblick des Bildes versunken. So traf ihn Rene Brian. In seiner stillen, sanften Art war er fast unhörbar in das Atelier getreten, und da er auf dem Korridor seine Wirtschafterin nicht getrosfen hatte, wußte er nichts von Kuns Anwesenheit, und war nicht wenig erstaunt, vor seinem Bilde einen Fremden sitzen zu sehen, der ihm den Rücken zukehrte. Er ging durch das Atelier, und erst jetzt hörte ihn Kun Orsk. Er drehte sich um. „Kun, o sKun." „Mein Rene." Die beiden Freund« begrüßten sich herzlich wie zwei Brüder, »nd Kun sagte: „.Vorgestern erhielt ich deine Nachricht, daß du wieder in Berlin seiest. Da bin ich gestern sofort weg von Helgoland, habe gestern abend bei einem Freunde in Hamburg, den du übrigens auch kennst, Professor Schlieben, übernachtet und bin dann heute in aller Frühe nach Berlin gefahren." (Fortsetzung folgt.) Aus vertha von Suttners Erinnerungen. Mit der Geschichte der Friedensbewegung wird der Name Bertha von Suttners immer verknüpft sein: durch ihren aufsehenerregenden Roman „Die Waffen nieder" gab sie der damals erst entstehenden Strömung einen mächtigen Antrieb, und von da au stand ihre edle und fortreibende Persönlichkeit in allen großen Momenten von den Kongressen in Rom und Bern bis zu den Haager Friedcnskonsercnzen mit im Mittelpunkt. Lange hat es gedauert, bis die bildschöne und hochbegabte österreichische Komtesse nach einenr leidenschaftlich durchlebten Herzensroman, nach vielerlei Irrungen und Wirrungen in dem Kampfe für diese große Idee den eigentlichen Inhalt ihres Lebens fand, der alle geistigen Kräfte in ihrer echt weiblichen, von einem warmen Mitleid mit aller Kreatur und einem hohen Idealismus getragenen Natur entfesselte. In ihren so lebendig erzählenden Memoiren hat sie selbst von ihrer langen Jagd nach einem Lebensziel, nach dein! „Wichtigen", wie sie es nannte, gebeichtet. Die Gräfin Kinskp, die in den Kreisen des internationalen, Hochadels in Wien und Paris, in Rom und Venedig, in Baden- Baden Und Homburg gesellschaftliche Triumphe feiert, ist doch unbefriedigt in ihrem Herzen: nach rascher Verlobung und Entlobung mit einem alten Manne, nach „enttäuschten Licbestrüumen" wendet sie sich dem Gesangsstndium zu, um eine „zweite Patti" zu iverden. Aber beim.Probesingen vor der großen Viardot fällt sie trotz ihrer schönen Stimme kläglich durch, und bald hört der Gesang auf, ihr das Wichtigste zu sein: sie stürzt sich nun in das Treiben der großen Welt, muß aber dann in jäheni Abstieg, da die Familie durch die Spieileidenschaft ihrer Mutter völlig verarmt, eine Stellung als Gesellschaftsdame im Hause Suttner annehmen, und hier findet sie in dem Sohne, dem „Sonnenscheinmenschen" Artur Gundaccar, den Mann, den sie vor Liebe und Glück ihr ganzes Leben „den Meinen" genannt hat. Der Verbindung stellen sich Schwierigkeiten entgegen: die Suttners wollen die Heirat nicht Kugeben. Bertha nimmt eine Stellung als Hausdame bei dem Erfinder des Dynamits, bei Nobel in Paris, an: aber sie tritt sdiescn Posten bei dem Manne, zu dem sie später in so folgenreiche Beziehungen kommen sollte, gar nicht gn, sondern nach dem Verkant ihres letzten Erbstückes, eines wertvollen Diamantkreuzes, reist sie heimlich nach Wien zu dem Geliebten zurück, und die Heirat erfolgt ohne Wissen seiner Familie. „Das Glück wollte uns wohl: von dem Aufgebot in einer entlegenen Vorstadtkirche kam der Familie nichts zu Ohren, und eines schönen Morgens, eS war am 12. Juni 1876, fuhr ich im Rciscklcid und Hut zur Gumpolds- kirchner Pfarrkirche: mein Verlobter erwartete mich dort mit seinen und meinen Zeugen, und in einer Seitenkapelle sprach uns eist uralter Priester zusammen. Wir waren Mann und Frau." Die Flucht der Jungvcrmählten gehr nach dem Kaukasus, wo sie Beziehungen haben und wo sie arbeiten, „unsere Talente verwerten" wollen. Bittere Jahre der Not folgen, in denen sogar das Geipcnst Hunger an sie herantritt. Da heißt cs Stunden geben, Konzerte veranstalten, durch Schriftstellerct verdienen. In dieser Zeit reist Bei tl« von Suttner zur Dichrcrin heran, die freilich nicht durch voraussetzungslosc Kunst, aber durch das temperamentvolle Einsetzen ihrer starken und sympathischen Persönlichkeit ergreift. Als sie nenn Jahre nach ihrer Flucht heimkehren und mit offenen Armen, „wie der verlorene Sohn in der Bibel", ausgenommen tverden. da hat die. tapfere Frau bereits das packend« Ausdrucksmittel für ihre Ideen gefunden, aber ihr fehlt noch das rechte Feld der Betätigung. Auf die elegante Weltdame hatten Politik und Krieg keinen Eindruck gcinacht. Gleichgültig erlebte sic die Schrecken von 1866, die sich in ihrer nächsten Nähe abspielten: auch ders deutsch-französische Krieg blieb ihr nur ein leerer Schall, da sie sich damals in die Lektüre dickitcrischer und wissenschaftlicher Bücher vergraben hatte. Als sie iur Kaukasus den Ausbruch des russisck». türkischen Krieges erlebte, entpfand sie ebenfalls kein Protestgesllhl: sie sah darin nur ein „Elementarereiguis von besonders historischer Wichtigkeit". Erst zehn Jahre später Hörle sic bei einem Gespräch Aber Krieg und Frieden — „ein Thenia, das mir schon mäckstlg die Seele erfüllte". — von dem Vorhandensein einer internationalen FriedensvereinigiMg. „Es gibt eine Friedensbewegung!" dnrcki- znckte es sie tvie mit einem elektrischen Schlage, und nun vertieft« sie sich in alle Einzelheiten, in Zweck und Methode des Vereins, und fühlte den leidenschaftlichen Wunsch, „der Friedcnsliga einen Dienst zu leisten". „Wie konnte ich das besser tun, als indem ich ein Buch zu schreiben versuchte, das ihre Ideen verbreiten sollte?" Aber keine trockene Ablmndlung sollte es sein, „Dem Schmerz wollte ich Ausdruck geben, den die Vorstellung des Krieges in reine Seele brannte: — Leben, zuckendes Leben — Wirklichkeit, istorische Wirklichkeit wolllc ich vorführen, und das alles konnte nur in einem Roman, am besten in einem in der Form derSelbst- biographie geschriebenen Roman, geschehen. Und jo ging ich hin Und verfaßte „Die Waffen nieder!"" Nach eisrige» Studien schrieb sie aus ihrem starken Mitgefühl heraus das Buch nieder. Aber als sie es nun in einer Zeitschrift oder Zeitung veröffentlichen, wollte, erfuhr sie überall Höffiche Ablehnung: „Große Kreise unserer Leser würden sich durch den Inhalt verletzt ffihlen." Auch ihr Verleger wollte den Roman nur bringen, wen» sie sich das Manuskript von einem erfahrenen Staatsmann durchsehen lasse, der alles streichen sollte, was Anstoß geben könnte. „Gegen diese Zumutung schrie ich entrüstet auf." Ehe sic etwas an diesem Bekenntnis ihrer innersten Gefühle ändern wollte: „Nein, da lieber in den Ofen damit!" ' - j Der Verleger fügte sich, und das Buch machte eilt ungeheures Aussehen, hatte einen gewaltigen Erfolg. Von min an hat Frau von Suttner durch ein Vierteljahrhnndert ihr Wirken und Sem ganz der Friedensbeivegung gewidmet. Sie gründete die Oesterrci- chische Friedensgesellschaff, sie wußte auch ihren alten Freund Nobel für diese ,Ideen zu gewinnen: sie sckmf eine Zeilschrist „Die Waffen nieder". „So stand ich denn mitten drin in dev jungen Bewegung, ich hatte einem neuem Verein zu präsidieren, eine Revue zu redigieren, und tvieder erfüllte mein Leben und Trachten ein Etwas, das ich als „das Wichtige" erkannte," Vüchertisch. — Die Münchener Jahrcsausstellnng im Königliche» Glaspalast unterzieht Dr. W. Burger in der neuesten Nummer l.'tVll!) der „I l l u str i e r t e n Z «i t u n g" (Verlag I. I. Weber, Leipzig) einer eingehenden und sehr interessanten Würdigung. Den Text unterstützen eine Anzahl ausgezeichneter Reproduktionen nach den schönsten der ausgestellten Gemälde und Skulpturen. Die Erinnerung an den Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 ruft der reich illustrierte Aussatz „Der llebergang nach Alsen am 29. Juni" wach, während von anderen .interessanten Artikeln noch zu er- >vahnen wärm: „Luftschisfahrt und Gewittergefahr": „Die neue Stadihalle in Hannover": „Die Felsengräber von Pian-Liang": „Der Johannistag in Sitte »nd Brauch": „Was muß der moderne Mensch von der Hygiene »oisscn, uni sich gesund zu erhalten", In allen Fällen wird hier das geschriebene Wort durch sehr gnle zum Teil ganzseitige Bilder illustriert, von denen außerdem noch das des neuen Großherzogs Adolf Friedrich von Mcctleu- burg-Strelitz und das von der Froiileichnamsprozession in München erwähnt seien. Bilder der Woche sind die vom Besuch des deutschen Kaisers aus Schloß Konopischt, von Iden Kämpfen in Albanien, den Tenniswcltmeisterschasten in Paris, dem Stapellanf des Nord- deiitfck>en Lloyddampsers „Zeppelin", Obe,Präsident v. Eiscnlmrt- Rothc, Prof. Dr. Karl Frenzel, Prof. D-r. Adolt Lieben nsw, Käthe Triebels Novelle „Marietta" werden unsere Frauen besonders begrüßen. Einen besonderen Schmuck erhält die Nummer noch durch zwei ganzseitige Buntbilder von prächtiger Wirkung, die sich „Der Marktplatz in Damaskus" „nd „Der Snphellegletschey am Fjärlandsfjord" betitelll. Ergünjungrrätsel. Z .. g . . i, t. ii. e, d. n. l. S.. t. D. r . ch . s. d . s . eb. n, I . t' S v . B .. d d . ch . u. d. r Sch.. t. n, «l. . a. L . ch . .» h. b . n! Auslösung in nächster Nunnner. Auflösung des Vcrsteckrätsels in voriger Nummeri Ei» eigene? Auge ist besser als zwei lremde. Redaktion: K. Neurath, — Notatlonsdruck und Verlag der Brühl'sche» Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Langem