Mribrr-Krgilmnt. Boman von Oskar Klanßmann. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung,) Werner ivußte ivohl, »velche Gerüchte über ihn und das Duell in, Umlauf waren. Er wußte, daß allgeniein das Gerede ging. er habe sich mit dem Hauptmann Kersten geschossen. »veil sie Nebenbuhler bei Frau Glover waren. Er ahnte, daß dieses Gerede auch zu den Ohren Dora? dringen würde. Wie würde sie darüber denken? Er konnte aber absolut nichts tun, um sie über den richtigen Sachverhalt aufzuklären. Wenn nichts weiter wischen ihm und ihr stanv, als daß sie die Chesin und e>r er Untergebene war, ging fie die gnnje Duellgeschichde nichts au; und den Grasen Klinter konnte er nicht bitten, irgendwelche Aufklärungen ,u geben, denn dann hätte er dem Freunde gestehen müssen, daß Dora ihin nicht gleichgültig sei, und ihm viel daran liege, daß sie richtige Inforniationen über den Borfall erhalte. Es fiel ihm auf, daß sich Dora nicht persönlich, wenigstens durch das Telephon, nach seinem Befinden erkundigt hatte: inimer nur >var es Frau Jchotte- liüs gcivcsen. Beklageii konnte er sich aber über diese anscheinende Vernachlässigung nicht. Wenn Dora iyni gegenüber vorsichtig war, so hatte er das durch seine plumpe, taktlose Annäherung seinerzeit verschuldet..... Dora tat auch nichts, uni aus ihrer Einsamkeit heraus- zukouimen: sie vermied selbst die Ausfahrten. Bei ihrem seelischen Zustand ivar es ihr peinlich, überhaupt Menschen »u feheil. Sie war so aus den, Gleichgewicht gebracht, daß es ihr schien, jeder Mensch müsse von ihrem Gesicht ablesen, sie sei eine Närrin gewesen und habe einen Mann geliebt, ver s,e verschmähte. Fast drei Wochen hatte Dora sich zu Hause gehalten und nur im Park von Saarkirchen weitere Spaziergänge unternommen. Am liebsten ging sie allein. Sie fürchtete sich vor den Bemerkirngen der Dante, die, ob absichtlich oder nicht, immer etwas Peinliches, Unangenehmes, Verlebendes für fte hatten und schmerzliche Empsindiingen iu ihr weckten. Sie ging auf ihren Spaziergängen jedesmal bis an den Gvenzgraben an der Westseite des Parkes. Dann blickte sie nach dem Birtenwäldchen hinüber, .hinter deni Birkenwald chen lag eiiie Villa, und in dieser befand sich ein Kranker. Doci ivar der Mann, den sie haßte. Za, sie >var überzeugt, sie hasse ,b» wieder, seitdem er nicht mehr in Lebensgefahr ivar. Tie haßte ihn, sie suchte nach einem Ausdruck ihres bitteren Empfindlingen, iiiid sie mußte schweigen. Es war ihr manchmal, als müsse sie ersticken. Sie sehnte sich nach einer Betätigung, ilack einem Ausdruck der widerwärtigen Empfindungen, die sie Tag und Nacht beherrschten. Der Neubau der MädchenfortbilduugSschiile war fast vollendet. Dora hatte zu entscheiden, tute die Einteilung der Räumlichkeiten für die verschiedenen Schulahteilunaen durck- gesührt werden sollte. Der Baumeister wünschte dringend, daß Dora den Bau besuche. Das Generalbnreau hatte die An- gelegenheii Dora vorgctragen, und an einem Nachmittag entschloß sich Dora endlich, mit der Tante auszufahren und den Neubau zu besichtigen. Sie blieb eine Stunde aus dem Neubau und traf ihre Berfügniigen. Das lenkte sie von ihren sonstigen linangenehiiieii Gedanken ab. Dann suhr sie von Dorotheenhof die Ehaussee hinunter nach Dasburg. Als sie kurz vor der Billa ivaren, in der Spalbing lvohnte, sah sie aus der entgegengesetzten Richtung ein Automobil kommen, ivetches zur Billa einboa und vor derselben hielt. Zm Borübcrfahren sah sie deutlich, daß Frau Glover und Gras Klintcr dein Automobil entstiegen und in die Billa hlneingingen. „hast dii gesehen?" sagte die Tante, als sie weiterfuhren. „Frau Glover beincht ihren Ritter! Nun, es wird Zeit, daß sie sich uni ihn kümmert. Wenn ich nur klug ivüide aus der Rolle, die der Graf Klinter dabei spielt. Ich backte früher immer, er würde sich selbst eininal um Frau Glover bewerben." Dora antivortete nicht, nud das reizte die Dänre zu neuen Bemerkungen lind spornte sie au, c.was boshafter zu iverden. Die gefährliche Episode mil Tpalding ivar überwunden: aber die intrigante Frau tvollte doch ihr Mütchen au Dora etwas kühlen. Deshalb sing sie ganz harmlos tvieder au: „Nun wird wohl die Heirat nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die Hochzeit wird »>-ihricheinlich in großartigem Stile gehalten iverden, und >uch wir beide werden nicht umhin können an derselben teilzunehuien. Zch glaube ja nicht, daß der Bergrat in deinem Dienste bleiben wird. Frau Glover wird keinen Angestellten von dir heiraten ivollen. Aber er war doch bei dir im Dienste, und du mußt aus der Hochzeit erscheinen. Vielleicht aber macht er sich gar ilichis daraus und bleibt doch dein Generaldirektor. Dann mußt du erst recht au der Festlichkeit teilnehmen. Stusschließen kannst du dich nicht: die Leute würden sonst glauben, du ivürst eiser- süchiig. Mir ist der Gedanke jent schon peinlich, daß wir aus der Hochzeit des Bergrats die liebenswürdigen Gäste darstellen müssen. Cs ist immer sehr Dumm, wenn eine unverheiratete Ehefin da ist. lind ein Angestellter heiratet eine andere Die Leute geht das ja nichts an: aber sie reden doch darüber, und unwillkürlich fragen sie sich: Warum hat er deuu seine Ehefin dem vielen Gelbe nicku genommen? „Nliii ja," sagen dann r»e Lenke, ,.ivo die Lrebe hinfätlt: die andere gefiel ihm eben besser." Aber cs gibt auch bösartig« Leute, die sagen: „Die hat er nicht genonunen trotz ihres viele» Geldes, die nimmt so leicht keiner." To iverden die Leute reden." „Das glaube ich nicht," sagte Dora plötzlich sehr scharf. „So boshaft lvie du sind die Leute nicht." „Mein Gott, ich und boshaft?' erwiderte mit einem Äugenaufschlag, der ihre Kränkung andeuten sollte, Frau 882 — Schottelius. „Ich und boshaft! Ach sag« »ur das, U>as die Leute rede» werden, und man rann doch de» Leuten den Mind nicht verbieten!" In Dasburg hatte» die Danien einige Besorgungen. Dann fuhren sie wieder nach Saalkirchen zurück. Nach dem Mittagessen zog sich Dorn in ihr Zimmer zurück und ging hier erregt auf und ab. So boshaft die Tante war, so hatte sie doch recht Frau Klüver besuchte den Bergrat zwar in Begleitung des Grasen Stilltet; aber dieser Besuch galt doch gewissermaßen als Zugeständnis, daß sie sich als Braut des Bergrats betrach- tete. Die Verlobung und die Hochzeit ließen wohl nickt mehr lange auf sich warten, und Dora würde auf dieser Hochzeit erscheinen, sie ivürde auf ihr tanzen müssen! Dora lachte so grell, so schneidend auf, daß sie^ vor dem Tone ihrer eigenen Stimme erschrak. Sie haßte Spal- ding, aber sie haßte noch mehr Frau Glover. Die Frau haßt niemals so sehr den Mann, der ihr untren wird, als die andere Frau, um derentwillen er die Untreue beging. Mit geballte» Fäusten, die Unterlippe zivischen den Zähnen, lief Dora in ihrem Zimmer aus und ab. Die boshafte Tante hatte ja doch recht. Die Leute waren böse, sehr böse, sehr schlimm in ihren Nachreden, und sie r, würden sagen; „Welch ein Scheusal muß diese Dora Bnchwald sein, daß trotz des vielen Geldes der Bergrat Spalding sie nicht nahm, sondern sein Herz an eine andere hing!" Man würde sie verspotten, verlachen, und den Triumph hatte Frau Glover. Dann saß Dora wieder in einem Fantenil und weinte Tränen des ohnmächtigen Zornes. Sie sah noch immer ganz verstört aus, als sie nachmittags ihr Zimmer im Genernlbnrean betrat. Sie fand aus ihrem Platz einen mit Bleistift geschriebenen Zettel des alten Geheinirats, welcher lautete; ' „Mein Sohn ist zur Besinnung gekommen, die Aerzte hoffen das Beste, sie meinen, die Krisis sei überwunden. Den Typhus hatte er nicht. Es ist also keine ansteckende Krankheit vorhanden, und ich komme morgen lvieder zu Dir. Ich hoffe zu Gott, daß Lothar jetzt am Leben erhalten bleibt und seine Genesung rasche Fortschritte machen wird." Dora nahm den Kalender zur Hand und rechnete nach. Ende März war Bergrat Spalding in ihren Dienst getreten, und jetzt befand man sich im Anfang des November. I ss waren acht Monate verflossen, seitdem er feine Stellung nne hatte, und im nächsten Monat mußte es sich entscheiden, ch er blieb, oder ob er ging; entscheiden, ob Dora ihn weiter m Dienst behalten wollte oder nicht. Sie klingelte und ließ durch den eintretenden Bureau- diener den juristischen Betrat zu sich bitten. „Sehen Sie doch einmal den Vertrag mit dem Bergrat Spalding nach," sagte sie. „Ich habe die Bestimmungen im Kops," meinte der t uristische Beirat, ein alter, weißköpsiger Mann. „Bis zum etzten Dezember haben beide Parteien das Reckt, zu sagen, äß sie den Vertrag nur bis zum ersten April fortsetzen, oder zu erklären, daß sie bereit sind, einen neuen Vertrag «i schließen. Soll ich den Vertrag für die Anstellung des vergrats als Generaldirektor entwerfen?" „Nein!" antwortete Dora scharf. „Kann nicht auch schon früher erklärt werden, daß wir ans das Fortbestehen des Vertrages verzichten?" „Selbstverständlich. Früher kann immer diese Erklärung abgegeben werden, nur nicht später, nur nicht nach dem Sl. Dezember." „Bitte, lassen Die sofort deni Bergrat schreiben, daß ich auf seine ferneren Dienste nach Ablauf des ersten Jahres verzichte." „Also die Kündigung?" fragte er überrascht. „Jawohl, die Kündigung." „Soll der Brief von Herrn Geheimrat Kersten unterschrieben werben?" „Nein, ich will ihn selbst unterschreiben." „ES soll geschehen," sagte der juristische Sachver- ständige. Das >var der Ausweg, den Dora gesunden hatte. Sie agte sich von Werner los, sie entließ ihn, und Frau Glover mite das Vergnügen, einen entlassenen Beamten Doras zu zeirate». Nun konnte ft cf»' «jemand mehr wundern, daß Werner nicht seine Chefin, sondern Fra» Glover heiratete. W, die Chesin, wollte ihn nicht haben, sie verzichtete ans ihn. Er verschmähte nicht sie, sondern sie vericknnähte ihn. Diese Kündigung tvar auch die Antwort aus seine plumps zudringliche Bemerkung, die Werner damals gemacht hatte, als das kleine Märiechen Dora für seine Fra» hielt. Tos ivar die einzig richtige Antwort, die sie ihm längst lstitte geben sollen; und damit war für sie die ganze Episode er- lcdigt. Dora tvar geradezu entzückt von der großartigen, Lösung, die sie gefunden hatte. Es dauerte keine halbe Stunde und der Burenuvor- stcher kam mit dem Kündigungsbrief für Spalding. Dora ergriff die Feder, um zu unterschreiben, und in diesem Augenblick war es ihr, als höre sie den Geheimrat Kersten wieder sagen: „Ich muß dich, liebe Dora, daraus ausmerk- sani machen, daß man geschäftliche Dinge nicht nach Ge- sühlsauswallungen, sondern lediglich nach ruhiger, klarer Ueberlegung entscheidet." Sie stutzte und tat, als lese sie de» Brief noch einmal recht sorgfältig durch; dann unterschrieb sie mit fester Hand ihren Namen. Sie handelte nicht nach Gefühlsanfwallungen, sie handelte nach klarer, langer, ruhiger Ueberlegung. Sie konnte gar nicht anders handeln, selbst Ivenn sie gewollt hätte. Der Bureanvorsteher trocknete die nassen Schristzüga von Doras Namenszug mit dem Löscher und sagte daunk ,,Der Herr Bergras hat soeben dem Generalbureau mit- geteilt, daß er in drei Tagen, ain näcksteu Montag, wieder in den Dienst tritt. Soll ihm dieses Kündigungsschreiben sofort zurückgeschickt werden oder erst am Montags „Sofort," erklärte Dora. Der Bureauvorsteher ging nacheinerBerbeuguug davon. Endlich, endlich hatte Tora allem, >vas in ihr tobte, Luft gemacht. Endlich hatte sie das Schweigen brechen dürfen, durch das sie gewissermaßen ins Unrecht gesetzt ivürde, durch das sie einer willenlosen Märtyrerin alichs die alles Leid, alle Beschimpfungen ivehrlos über sich ergehen lassen mußte. Sie wußte, daß der Geheimrat über diese Kündigung außer firfr geraten würde ; aber es was ihr gleichgültig, was geschah. Und konnte sic nicht machen, was sie wollte, war sie nicht die Herrin, ivar sie nicht dis Chefin auch des Bergrats Spalding? Hatte sic nicht das Recht, ihm jederzeit die Stellung zu kündigen? — — Der Besuch, den Frau Glover mit dem Grafen Klintcv bei Werner machte, war schon längere Zeit geplant, aber Graf Klinter hatte ihn immer noch aufgeschoben, weil er die unvermeidliche Erregung fürchtete, die für Werner mit dem Besuche verbunden war. Frau Glover sah recht mitgenommen aus; ihr Gesicht war blaß, man sah es, sie hatte eine Zeit schwerer Sorgen hinter sich. Sie weinte und war keines Wortes mächtiab als sie in das Zimmer Werners trat und diesem die Hand reichte. Werner saß mit einer leichten schwarzen Binde um den Kopf an feinem Schreibtisch und küßte Frau Glover die Hand. j „Nehmen Sie Platz," bat er, „und gleichzeitig herz, lichen Dank für Ihren freundlichen Besuch." Barbara konnte sich immer noch nicht beruhigen. Erst nachdem sie sich ordentlich ausgeweint, brachte sie die Worte hervor: „Ich bin an allem schuld! Ich habe recht töricht gehandelt, aber ich wußte weder aus noch ein. Ich hätte den »iiglücklichen Lothar Kersten nicht ohne Hoffnung lasseii sollen; ich hätte auf seinen Brief antworten, ich hätte ihn empfangen müssen, als er zu mir kam. Dann hätte ich ihn nicht zu dem unsinnige» Schritte gezwungen. Aber er kann ja nichts dafür, er hat im Feber gehandelt. Tvotze dem bin ick nicht frei von Sckiuld, und säst hätte ich Ihr Leben auf dem Gewissen gehabt." „Ich bitte Sie dringend, sich zu beruhigen," eutgeguete Werner. „Weder Sie, noch der unglückliche Hauptmann tragen irgendwelche Schuld. Sie wußten nicht, was bevorstand, und der Hauptmann handelte im Feberzustand. Mir ist gesagt worden, daß er unmittelbar, nachdem das Duell vorüber war, ohnmächtig geworden ist und in Delirien^ versiel. Also keine Aufregung, gnädige Frau! Die Sache ist ja glimpflich genug abgelause». Diese Schramme veripächst bald wieder bei mir, und ein Merlaß schadet hin undi wieder nichts." „Sie sprechen in so liebenswürdigem Tone yon Ihrem Gegner," bemerkte Frau Glover, „daß ich den Mut sind», Ihnen noch eine Bitte vorzutragen: Können Sie Ihrem Gegner verzeihen»" s«g „Mer selbstpershändlich! Wie werde ich einem Menschen nicht verzeihen, der in krankhaftem Zustand gehandelt hat. Ich höre, daß es dem unglücklichen Hauptmann besser geht, und daß Hoffnung auf seine Genesung besteht. Am Montag werde ich zum ersten Mule ausgehen und meinen Dienst wieder antreten. In der Mittagsstunde werbe ich nach Dasburg hinübersahren, de» .Hauptmann im Sanatorium aussuchen und ihm die Hand bieten." ,,Sie sind ein guter, edler Mensch," ries Frau Glover und sing wieder au zu weinen. Gras Klinter wollte die rührende Szene möglichst abkürzen, schon um des Patienten willen, und sagte: „Gnädige Frau, wir müssen nach dem Sanatorium." Dann wendete er sich zu Werner und berichtete ihm erklärend: „Wir haben dem alten Geheimrat aus sein dringendes Bitte» versprochen, heute den ersten Besuch bei dem Kranken zu machen." iFvrtsctzung solgt.) vlumen und Insekten. Wie ii» Tierreich, so ist auch im Pflanzenreich die geschlechtliche Fortbildung die Regel. Bei den Phonerogamen sinden sich beiderlei Sepualorgane dicht beieinander, Staubgefäße u.'Stenipel meist in derselbe Blüte, so daß die Selbstbefruchtung möglich ist. Die Regel bei der Befruchtung ist jedoch die Fremdbefruchtung oder die Kreuzung, und die durch letztere entstandenen Nachkommen sind, wie Dartvin gezeigt hat, im Wettbetverb den andern überlege», weil die durch Selbstbefruchtung entstandenen Individuen schwächlich und wenig widcrstandssähig sind und deshalb bald zu Grunde gehen, wenn überhaupt der Samen keimfähig ist. Die meisten Pflanzen labe» sich der Kreuzbefruchlung aitigcpaßt, und ein Hauvt- mittel zur Verhinderung der Selbstbestäubung ist bei den Zwitter- blütlern die Reiseentwicklung der Staubgefäße und Stempel zu verschiedene» Zeilen, so daß die Staubgefäße entwickelt sind, bevor die Narbe des Griffels empsängnissähig ist und umgekehrt. Ber vielen Pflanzen wird die Kreuzbefruchtnng durch den Witid oder durch Insekten betvirkl. — Die Windblütler, zu denen last alle Mätzchenträger, die Gräser- und Getreidearten gehören, vedürsen der Anlockunasmittel für die Insekten nicht, sie besitzen weder Honig noch Duft, noch ausfallende Farbenpracht, erzeugen aber eine große Menge von Blütenstaub, der vermöge seiner Leichtigkeit und Trockenheit bequem in der Luft umberfliegt: außerdem haben sie lange, beivegliche Staubfäden, auch ist bei vielen die Narbe des Stempels mit langen Fanghaaren beletzt, die den Blütenstaub leicht ausfange». Die Insektenblütler, deren Blüten als Blumen im engeren Sinne bezeichnet werden, sind durch mannigfache Ausgestaltungen der Blütenblattkreise, durch Farbenpracht, Genick, Sastmal«, Honig, warzige Pollenkörner usw. ausgezeicknct. Zwischen den Blumen und den Insekten haben die mannigfaltigsten Anvassungen statt- desunden. Wie die Blumen sich vielfach den sic besuchenden Jn- ftkten angepaßt haben, so haben umgekehrt auch bei de» Insekten vluvassungen vielfacher Art an die Blumen statlgefuuden Die höchste Stufe nehmen dabei di« Schmetterlinge ein, die durch chren viollrüssel befähigt sind, den Honig aus den längsten und engsten Blumenröhren zu holen und bei ihrer raschen Bewegung in kurzer Zeit zahlreiche Befruchtungen zu bewirken Bon größter Wichtigkeit für die Befruchtung unserer cinheinrischcn Blumen sind die Bienen, die als Bauch-, Schenkel- und Schienensammler für die Bestäubung von unschätzbarem Nutzen sind. Am wenigsten beteiligt bet der Befruchtung ber Blumen sind die Käser, obwohl einzelne Pflanze», w'ie z. B die Magnolie, flch der Befruchtung "durch sie durchaus angepaßt haben. Auch bei den Fliegen, die den Honig der Blumen suchen, finden wir viele Anpassungen in der Bildung d«S Saugcavvarates. Einrichtungen der Blumen zur Anlockung der Infekten sind vor allem Größe, Gestalt, Farbe und Geruch der Blüte, die Bergung von Gcnußmittelu, wie Honig und Blütenstaub, die Darbietung von Obdach, Brutstätten und Material zum Nestbau, aber auch Einrichtungen, welche die Ausnahme von Blütenstaub und die Uebertragung desselben auf die Narbe erleichtern, wie Sastmale. Haarlcisleii, passende Beschaiseuhril des Blütcustaubcs und der Narbe. Die Blumen mit völlig offenem Honig sind den verschiedensten Insekten zugänglich. Blumen, bei denen der Honig nur bei Sonnenschein lickubar wird, tverdcn ive- uiger von Insekten betucht, Blumen mit völliger Honigbergung haben buntere Farben und tteten häufig auch zu geschlossenen Gesellschaften zusammen, wodurch sie auNallc» und die Insekten anzichen Rote und blau« Blumen werden gern von den Faltern, selten von Käfern und wesprnariigen Insekten besucht: am unabhängigsten von der Farbe der Blumen sind die Hummeln, die sich mehr durch die Ausbeute als durch den äußeren Schcin ! um Besuche der Blumen bestimmen lassen. Bel den Bienen-, tummel- u. Wespenblumcn sürd knrzrüssclige Gäste ausgeschlossen, ei den Fallerblumen, die sich durch einen starken Wohlgeruch aus- »eichnen, ist ber Honig lies in Röhren oder in einem Sporn geborgen, wo er nur durch den langen, dünnen Schinetterliugsrüssel erreicht werden kann. Die Taasalterblumen sind meist rot und blau, die Nachtfallcrblumen weiß und gelb mit intensivem Wohlgeruch zur Flugzeit der Nachtschnierlerlinge. Ailderc Blume,>, die durch Kot und Aasfliege» bestäubt werden, haben einen wicder- lich süßen, urinarligcn Geruch und sleischrotc, gelbliche oder braun, roten Farbe. Hierher gehört »eben dem Pfeifenstrauch die Osterluzei, bei deren Besruchtting die Fliege oder Mücke durch die klein« Blüienröhre in die kesselarlige Erweilcrung der Blüte gelangt und die Narbe bestäubt, dann aber den Ausgang durch Haare versperrt stndct, so daß sic nun gesangcn sitzt, bis nach dem Ab- stcrben der Narbe der Ausgang ,nieder ftei wird. Häufig findet man viel tote Fliegen in dem Kerker, den sie mit großer Lebenslust betreten haben. — Im nachstehenden geben wir noch einig« Beispiele bekannter Pflanzenfamilten, ohne indes damit etwas Neues zu bringen, was nicht schon längst bekannt wäre. i Bei den Schmetterlingsblüilern, die weithin sichtbare und dustend« Blumen haben, dient die Fahne als Aushängeschild, das den Insekten die Blüte als Fundgrube von Honig und Blutenstaub anzeigt. Bei vielen schließen die Flügel und das Schiffchen mit den Sexualorganen so fest aneinander, daß die Bienen nur mit Aufwand aller Kraft den Zugang zum Honig erzwingen; daher kommt oft Einbruchdiebstahl, besonders durch Hummeln vor, i»dem dies« den Kelch anbohren und den Honig Hussaugen, ohne dabei die Befruchtung zu bewirken. Bei einigen Arien der Papilionacecn ist die Blüienröhre so lang, daß nur lang- rüsselige Insekten Zutritt finden. Als man den Klee nach Neuseeland vervstanzt hatte, konnte man dort lange Zeit keinen Klecsamen erzielen, weil cs an Hummeln zur Beftuchiung fehlte; erst als man aus England die Hummeln eingesühr! hatte, gelang es, Kleesamen »u erzielen. Innerhalb der Familie der Rauunculaceen haben in der Form und Farbe der Blumen- und Kelchblätter, sowie in der Gestalt der Staubgefäße die verschiedensten Anpassungen stattgefunden, so daß einige Arten zu den Windblütlern zählen, während andere als Honigblumen von einer großen Zahl von Insekten besucht werden. Bei den Bcilchenarten, bei denen der ftühen Zeit der Blüte halber, der Jnsektenbesuch unsicher ist, findet eine Selbstbesruckftung statt, die später blühenden werden fleißig von Hummeln, Stockbienen, auch von Schmetterlingen, besonders vom Zitronenfalter besucht. Während bei den Umbellisere» und Kruziferen durch die Bereinigung vieler Blüten zu einer Blütengenossenschaft die Insekten angelockt werde», finden wir bei vielen Kompositen geschlechtslose Randblüten mit leuchtender Farbe als Lockblüten. Bei der Kornblume, bei der die fünf Staubblätter jeder Schcibenblüte oben zu einer Röhre vereinigt sind, die aus der Scheibcnblüte hervorragt, fällt der Blütenstaub aus de» zweinarbigeu Griffel, eh« die Narbe reis ist, und dann wird er von den besuchenden Insekten zu anderen Blumen getragen, wo ihn die reifen Narben aufnehmen. ' Die zahlreiche Familie der Orchideen, die an Farbenpracht. Wohlgcruch, Größe und Forni der Blüte sehr verschieden lind, hat Darwin zum Gegenstand eingehender Untersuchungen gemacht. Stempel und Staubbeutel sind zu der Grifselsäule verwachsen, und die Pollenkörner werden von einem klebrigen Safte znsammeit- achalten, so daß ohne Insekten keine Bestäubung staltiinden kan». Die Blüten, die zu einer Aehrc zusammengedrängt sind, erregen durch ihre Farbenpracht die Aufmerksamkeit der Insekte», die auf der Honiglippe mit dem Saftmal einen Ausflugsort finden; beim Eindringen des Rüssels in den Sporn hasten die Pollenkörnchen! am Kopfe des Insektes, das sie dann auf die klebrige Narbe andrer Blüte» überträgt. So zeigen uns diese Daüstelkungen, tvic außerordentlich mannigfaltig die Anpassungen der Pflanzen an die Tierwelt des Jii- sektenreiches sind, wie Pflanzen und Tiere sich gegenseitig in die Hände arbeiten Und wie die Blumen so rechl das Produkt sind der Wechselbeziehungen zwilchen Blüte und Insekt. Der I28föf>rige Indianerhäuptling. Znsann»engekrümnit und zitternd, aber noch immer mit zwei kleine» schatten Augen aus den> von unzähligen Runzeln übersäien vcrgamentsarbene» Gesicht blickend, gehüllt l» seine malerische Tracht, den Schmuck des Häuptlings, de» mächtigen Federputz, aus dem Haupt«, so ist er nach Minueapolis gekonnne», Wa-bc-ne-gew-wes, der > 2 chäl,rige Häuptling der Chivvewa-Jiidla er, der heute ans dcu bürgerlichen Rainen John Smith hört. Als er geboren wurde, dg deckte »och jnngsränlicker Urwald die herrlichen Jagdgründe der roten Männer, da herrichte noch das Heldenzellaller der groben Häupllinge, da ivare» die Söhne Manitus noch die Herren der Erde. Heute ist alles ganz, ganz anders, und der uralte Kreis, der mehr als Ivo Jahre der Führer eines einst mächtigen Stanuues gewelen, hat sich entschlossen, vor seinem Tode noch die grobe Stadt ,» besuchen, die heute da steht, ,vo er einst aus seine», feurigen Renner durch die Wildnis lprengt«. John Sniith Ist jetzt »ach seiner Rechnung 128 Jahre; dab er nicht viel jünger sein kann, geht aus den oifizielle» Regierung«- aulzeichnuuge» hervor, in denen Wa-be-ne-gew-weS als Knabe und Sohn des Häuptlings der Ehipvewas zum ersten Male vor IIS Fahren nnsgelührl wird. Jedenfalls ist er der letzte der große» 384 Indianerhäuptlinge, die einst den Schrecken der Weinen bildeten ,n,d deren Ruhm ln den LieblingSgelchtchten unserer Jugend sorr kkingt. Wenn auch von, Alter gebeugt, kann er doch noch ganz gut gehen, und seine Sinne, sein Auge, sein Ohr sind schars geblieben ivie einst, da ec aus den, KrieqSpsad anszog. Deshalb stört ihn der Air», der Großstadt empfindlich: er sehnte sich sogleich zurück »ach der Stille seiner Wälder und »inrinelte ärgerlich : ,Zu viel Wagen hier, zu viel Wagen," Die anierikauischen Journalisten, die cs sich nicht entgehen lieben, de» seltenen und einzigartigen Gast zu interviewen, mußten sich durch seinen Be- gleite, mit ihm verständigen, durch .Klein« Wolke", einen junge» Man» seines Stamines, der init seiner Frau und einen, 6 Monate alten Baby den großen Häuptling begleitete und als ainerikanlscher Bürger Charlie Brunell heißt. Der Alte, der nur ivenige englische Worte spricht, erzählte in, Chippewn-Dialekt von den Heldentaten seiner Bergaugenhait, vc», der Trauer der Gegenwart, Da stand er, wie das lebendige Eyinbol dieses untergehenden Volkes, verwittert, ansgedörrt und gebrochen, last erdrückt von dem nialertjcke» Schinuck, de» er einst so stolz getragen, aber innner »och voller Würde und edlem Anstand i» Gcberde und Red«, voll melancholischem Pathos in seinen Morten. „Men, Volk ist dahingegangen," so sprach der l28jähr>ge Häuptling, .bald werde auch ich dahingehen. Mein Volk stirbt ans, meine Jugend ist dahin. Nun bi» ich »ach Minneapolis gekoninren, um es zu sehen, bevor ich sterbe,' Und er berichtete davon, wie er vor 70 Jahren I» de, große» Schlacht zwischen den Swu, und den Chippcwas ani Roteii See de» Tomahawk geschivungenj ivie er vor 60 Jahren sein Volk an- siihrte zum heiligen Kamps um die Jagdgründe. In einen, Dutzend blutiger Schlachten eroberte er die Skalpe vieler Feinde und der Sieg leuchtete von den Waste» der ChippcivaS, aber Hunger und Krankheit lichteten ihre Reihen, und sic mußten aus ihre» heimischen Jagdgründcn sich zurnckztehen in eine andere Gegend, Damals schlugen ste ihr Lager ans, wo heute die Stadt St, Clo>,d steht. In dem groben Jndianerauistand von 1862, dem ivichligsten jener Rämpse, die sich damals in Minnesota abspiellen, stand er bercilS olti Seiten der Weißen, denn er hatte erkannt, daß inan gegen die Bleichgesichter nichts machen könne. Damals brachte er nach dem turchtbaren Gen,ehe! von Neu-Ulm in einem gclährlichen und ,vagc- muligr» Ritt die Warnung vor der drohende» Gelahr ,» den weißen Ansiedlern, Während die anderen, dt« ausgerltten ivaren, die iveißen Freunde zu warnen, von den Pseilen der Sioux durchbohrt wurde», brach Wa-be-ne-geiv-ives durch und bewahrte die Ansiedler vor dein Schlimnisten, Diese Tai ist der geschichtlich denkwürdigste Augenblick in dtesei» 128jährige» Leben, das sich nun trotz aller Rüstigkeit des Häuptlings dem Ende znneigt. vermischte». * D i e I a I, r e s r i ii g e de, Heringe, Jüugsi ivurde die außerordentliche Verringerung der Heringe an den iranzoiiichen Küsten gemeldet >md dainit wieder ein markantes Beispiel erbracht für dl« großei, Schivankungeii, denen der Ertrag des Heriiigssanges unterworfen ist. Ilm die Ursache» diese, Schwankungen zu er- grüudeii, ist es notwendig, da» Alter der Fische und dar Austreten der verschiedenen JahreSklassen in den einzelnen Fischbeständen sest- zustelle». Dnstir hat nun, ivie in einen, Aufsatz de, Umschau aus- gesührl „>ird, der iwrwegische DiecreSsorscher Johan Hjorl als das geeignelste Mittel die Beobachtung der Fischschnp v en erwiesen. Da die Schuppen in jedcin Jahre um einen geivisten Betrag an Größe zunehmen und das Wachst,»» nicht glcichsörinig eriolgt, so lassen sich die einzelnen Wachst,„nSzonen wie am Holz der Baume durch Anltretcn ringähnlicher Bildungen feftfteClciu Durch genaue Beobachtungen über das Wachst,>n> der Heringe in den einzelnen Monaten hat mm Einar Lea sestgestellt, daß die Heringe nur vom April bis znm September ivachsen und zwar am stärksten vom Mai bis zum Juli, vom Oktober bis zum März wachsen sie nicht. Aus diese Welse entstehen in den Schuppen dunkle Ringe oder Halbringe, die anzeigen, wenn die Schuppen nicht gewachsen sind und daher „Winterringc" heißen. Ans den Heringsschuppen kann man übrigens nicht n»r das Atter des Fische», sondern auch seine Größe in den einzelnen Jahren des Lebens ans Grund der verschiedenen Lagerungen der Ringe bestimme», — Der falsche Regenbogen, Es scheint, das, bei sehr vielen Malern, denen die Welt Werke von hohem koloristiichem Reize vcrdiiiiki, das Erinnerungsvermögen rftr Farben weniger entwickelt ist als das für Formen, Das zeigt sich sehr amiallenh tn der geradezu erstaunlich falschen Wiedergabe der Farben des Regenbogeiis, ja in einem interessanten Aufsatz der Revue de Mötapln,siql,e et de Morale tveist G, Le-Ehalas „ach. daß nicht nur häufig, sondern fast immer ans Gemälden, in denen ein Regenbogen auslancht, die Farbengebung dieser Hiiiiniclscrickwiniing in Widerspruch mit dem Vorbild der Natur falsch ,viede,gegeben wird. Man weiß ». B , daß im Falle eines doppellen Regenbogen; die Reihenfolge der Farben sich umkehrt: das Rot liegt am äußeren Rande des kleinen Bogens und am inneren Rande des große». Le- Chalas hat ein« ganze Reihe von Landschastsbildern, in denen doppelte Regenbogen erscheinen, nachgeprüst. und nur n» einzyies Mal ist die Farbenskala richtig »argestellt geivesen. Wie die Male, den doppelten Regenbogen falsch koalieren, s» halten sie es auch mir dem rm'achen, sie kennen ihn „kcht genaüer 'Fast immer wir» das Rot in die innere Seite des Bogens verlegt: da» beobachtet man nicht nur bei Künstlern bescheidenen Ranges, sondern selbst bei Meistern wie Millet (auf seinem „Frühling" in Louvre, be, Eottet, bei Beandoin u, a. Wie erklärt sich nun diese auffällige Neigung der Maler, die „arürtiche Farbmskala ihres Vorbildes bei der malerische» Wiedergabe ans den Kops zu stellen? Vielleicht liegt es daran, daß das Rot im Regenbogen schneller und unvermittelter abichließr als das Violett, das sich in unzähligen feinen Farbenabstufungen vermindert rmd damit jede starke Kontur »er- meidet. Der Regenbogen läßt „ns an eine Wölbung denken, „ich es ist vielleicht dem Auge eine großer,? Beiriedignng, einen auch in der Linie starken und festen Bogen eine ilockenarng verdammenide Farbeilschicht zu tragen, Infolgedessen notnui die Maler instinktiv dazu, das Rot als die stärkste lind am schärfsten begrenzte Färb« an den imiereil Raich des Regenbogen» zu verlegen. Allein die malerische Ilnzuoerlässigkeil in der küiisileriichen Gestästung ffK» Regenbogens beschränkt sich nicht ans die Unrichtigkeit der Farbgebung, Betrachtet man die Landschaft von einem bestimmten Punkte, also vom Standort des Malers aus, so läßt sich die not» toendige Forn, des Regenbogens und seine Größe absolut genast bestimnien, Hier zeigt sich am deutlichsten, daß fast alle Maler den Regenbogen nicht nach der Natur darstellen, sondern als es» malerisches Requisit künstlich in das Bild einfügen. Aus den Bildern wird der Regenbogen entweder zu klein oder viel zu groß dargestcllt, taucht an Stellen ans, an denen et, vom Standort des Malers gesehen, tn der Natur nicht erscheineil würde, Kurz, an dem Regenbogen ist die geschärfte Natnrbetrachtung unserer Maler anscheinend stets vorübcrgegangen, — Gin S e lbstmord. Ein Herr tvar zu Besuch bei einer Dame, und die Unterhaltung nahm nur mühsam ihren Fortgang, Als wieder eine ängstliche Pause entstanden war, irrte das Auge des Herr» hilfesuchend im Zimmer umher und blieb aus eitlem Bilde hasten, das an der Wand hing Es tvar ein Porträt. Eine Dame war dargestellt mit einem süßlichen schmachtenden Ausdruck mit Farben, die einen Futuristen neidisch machen konnten. Aber nach längerem Betrachten entdeckte der Herr doch, daß da die Dame des Hauses dargestellt sein sollte. Hier bot sich ihm die schönste Gelegenheit zu einem Kompliment, Er ivies aus das Bild und sagte: „Wer tutt nur da den Mut gehabt. Sie in solcher Weise hinzuinorden?" Die Dame warf eine» Blick aus das Bild, dann Jh sie de» Herrn an, ein liebenswürdiges Lächeln glitt über ihre Züge, und sie erioiderte: „Es bandelt sich nicht um einen Mord, lieber Herr, es ist ein , , . Selbstmoiö !" *• Gemütlich. Student: >,Gestern ist mein Onkel gestorben . . Sein Kamerad: „Tut mir seit» ' . . Na. . Fried« seiner Tasche!" * Besiegte Sieger. Brown: „Schau doch, da ist da» Mädchen, um das Jones ,u,d Smith sich so geprügelt haben." „Ach! Und toer >i»ar der Glücklichere?" „Jones — sie hat Smith geheiratet," _ Vüchertisch. — ßtiieoena Reiseführer: Band 31, „Frankfurt a, M< und Umgebung", 29, Auflage, Mit 3 Karten uiu, Grundrissen^ W, 0.60.) Verlag Albert Goldschnudt, Berlin W. 35. Dieser Lpezialsührer, der bisher in de, Griebenschen Rciscjührersammlung als Sonderabdruck aus dem Rheinssthrer vorlag, ist nniimeh, al» selbständiges Bändchen von Rektor Schmitt-Frankfurt a. M. in bedeutend erweiterter Fassung neu bearbeitet worden. Int eisvei, Teil des handlichen Büchleins findet inan ausführliche Angaben über ^Vohnungs- und Verkehrsverbällnissc, über Vergnügungen und Sport sowie eine Reihe ivissenswcrtrr Adressen. Besonders «rwünscht toerden dem Reisenden die aussührlichen Tarise und die Preistafeln der verschiedenen Bühnen sein, ebenso die sehr übersichtliche Stundentascl für den sreien Eintritt zu den Sehenswürdigkeiten. Weiterhin enthält der Führer in der Form von! 8 Spaziergängen durch die Stadt eine eingehende Beschreibung der Ivichtigsten Gebäude und Sammlungen Es svlgt sodann ein aus» lührliches Kapitel über Ausflüge in die U»,gebung, wodurch de« Führer auch sü, den Einheimüchen iveitvoll ist. Erwähnt seien schließlich nock, die vorzüglichen Karten und Grundrisse, die ii, ihrem klaren, deiillichen Druck die Brauchbarkeit des kleine,, Buches ivesentlich erhöben. versteckrätjel. Alan suche ei» Sprichwort, dessen c!„ze!»e Silbe» i» solgendea Wörtern versteckt sind, wie die Silbe .au" in .Wanderer". Rheinland — Sauerteig — Gigerlstock — Schwalbennest — Aiigustiis — Nibelnugeulied — Zigarrenkiste — Niibesonne»- heit — Serbien — Halskrageu — Zivetbrücke» — Jremd- herrschat — Redesreiüetl, Auslösung i» nächster Nummer, Auslösung der Eharadc in voriger Nummer: B » , ch ,v i n d r ö r ch e ii. Redaktion? K Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unioersttät»-Buch- und Steindruckeret. R. Lang«, Gießern