Weiber-Negiment. Roman von OSkar Klaußmann. (Nachdruck verbotene (Fortsetzung.) Geheimrat Kersten hatte ein Telegramm bekommen, daß sein Sohn schwer erkrankt in Dasburg liege. Dora zeigte ihm das Telegramm, welches das Verunglücken Spaldiugs mel- bete. Auch diese Nachricht schien Kersten zu erschüttern. Dora brachte es nicht fertig, den gebrochenen Manu noch mit der Nachricht zu erschrecken, daß ein Duell zwischen Spal- ding und seinem Sohne stattgesunden batte, und daß beido schwer verwundet seien. Tante Schottel^is kam zurück, und da der Geheimrat hinausging, um nach der Exvedilio» seines Gepäcks zu sehen, konnte Dora der Tante noch warnend sagen: „Daß du ihm ja nichts von dem Duell erzählst! Der alle Mann ist vollständig gebrochen. Er erfährt alles zeitig genug, wenn er zu Hause ankommt. Daß Spaltung mit dem Pferde gestürzt und schwer verletzt ist, habe ich ihm mitgeteilt." »Ja, ja," antwortete die Tante, „man muß Rücksicht auf ihn nehmen, er erfährt alles noch früh genug. Unglücksnach- richten kommen nie zu spät, und wer weiß, was uns erwartet, wenn »vir die Heimat erreicht haben." Im Inner» ihres Herzens aber »var Frau Schottelius außer sich darüber, daß sie das Geheimnis von dem Duell: nicht an den Mann, das heißt an den alten Geheimrat, bringen konnte, und sie hoffte, es »vürde sich unterivegs doch noch eine günstige Gelegenheit bieten, um die schlimme Nachricht ihm zu versetzen. Dann wurde die Weiterfahrt angetreten über Stuttgart nach Karlsruhe. Dora und die Tante wollten dort übernachten: der Geheimrat wollte die Nacht durchfahren und früh in Dasburg eintreffen. Wenn es nach der Unruhe in Dora gegangen wärp, hätte sie ihn auf der Nachtfahrt begleitet Aber jetzt, >vo der Geheimrai ivieder nach Dasburg kam und dort die Leitung des Generalbureaus übernehmen konnte, war für Dora erst recht keine Veranlassung vorhanden, so rasch zu reisen, keine Veranlassung wenigstens der Oesfentlichkeit gegenüber. Wieder saßen nach der Abfahrt von München die drei Personen allein im Abteil erster Klasse, und erst nach eines Stunde begann der alte Gehcimrat zusammenhängend zu sprechen und zu klagen. Es schien jetzt der Augenblick gekommen, wo er sein Inneres entlasten mußte: »Wir haben Schreckliches durchgemacht!" sagte er zu Dora, der er gegenüber saß. „Die ersten Tage in Merast ingen, dann packte meinen armen Sohn das Fieber, und ich abe geglaubt, es sei aus mit ihm. Auch die Aerzte schüttelten die Köpfe und schienen wenig Hoffnung zu haben. Sie sagten, sein Herz sei sehr anaegrissen, und es sei fraalick. ob es die schweren Ficberanfälle aushalten könnte. Doch das Schrecklichste war für mich das, was ich aus den Fieberphantasien meines Sohnes erfuhr. Was hat er gelitten, der arme Junge, welche schrecklichen sechs Jahre liegen hinter ihm!" Aus den Augen des alten Herrn flössen Tränen, uijb eS dauerte lange, bis er sich so weit gefaßt hatte, um wiedev sprechen zu können. „Warum haben Kinder kein Vertrauen zu den Ellern? Warum hat mir mein Sohn nicht gesagt, was ihn bedrückte? Aus Herzensnot ist er nach beu Kolonien gegangen, in Herzensnot und Jammer hat er dort gesessen, »veil er eine Frau liebte, die nicht für ihn erreichbar »var. Und vielleicht war eS doch recht töricht von ihm, vielleicht toäre es dennoch möglich gewesen, ihn glücklich zu machen, denn die Frau »vurde frei, sie wurde Mtlve. Sechs Jahre lang hat der arme Junge sich gequält und mit sich gekämvft. Ja, er ist mutig, tapfer und hart; aber das, was sein Gemüt bedrückte, wurde schließlich doch stärker als die Kräfte des Körpers. Deshalb kam er endlich nach der Heimat zurück." Kersten trocknete wieder seine Tränen und sah dann starr eine Zeitlang zum Wagenfenster in die Landschaft hinaus. Nach einer längeren Pause, die Dora nicht zu unterbrechen »vagte, nahm er das Gespräch »vieder auf: „Gerade als wir glaubten, es »värc zu Ende mit dem armen Lothar, ging das Fieber zurück. Er erholte sich überraschend schnell; aber der behandelnde Arzt meinte, es sei nicht der letzte Anfall. Doch Lothar ging mit mir aus, ev machte sogar einige größere Spaziergänge. Eines Morgens »var er fort, mit dem Nachtzug« war er davongefahren. Er hinterließ mir einen Brief: er müsse fort, das Leben Hab« keinen Wert für ihn, wenn er nicht Gewißheit habe. Er bäte mich dringend um Entschuldigung, und ich sollte mich nicht beunruhigen: in achtundvicrzig Stunden würde ich Nachricht von ihm haben. Er komme auf jeden Fall wieder zurück. Ich »vußte nicht, »vas ich davon halten sollte, aber es blieb min nichts übrig, als zu warten. Die achtundvierzig Stunden vergingen, und es kam keine Nachricht. Da erhielt ich gestern eine Depesche meiner Wirtschafterin aus Dasburg, in der mir mitgeteilt wurde, mein Sohn sei dort schwer erkrankt und nach einem Sairatorium gebracht »vorbei». Er »vird natürlich einen Rückfall des Fiebers haben, wie es der Arzt in Merail mir schon prophezeit hatte. Lothar muß aufs neue schtvcre seelische Erregungen durchgemacht haben, und daher »vird der Anfall noch stärker sein, als der war, den er in Meran erlitt. Weiß Gott, was ich zu Hause finde!" Daun kam wieder eine lange Pause im Gespräch. Der Geheimrat und die Tante begaben sich nach dem Speisewagen, um dort etwas zu essen. Dora blieb allein, und ihre Erschöp-- sung war so groß, daß sie durch das taktmäßige Stoßen des Wagens uird die gleichmäßig schatikelnde Bewegung glücklich in Schlaf gelullt wurde. Sie mußte stundenlang geschlafen haben, ehe sie wieder erivachte. Abends kam man in Karlsruhe an, und Dora verabschiedete sich von dem Gebeimrat, der »veitersubr. Sie 376 wünschte ihm von ganzem Herzen, daß er gute Nachrichten in Dasburg finden möge. Sie wünschte ihm das nicht nur für seine Person, sie wünschte es auch sich; aber sie sagte natürlich nichts davon. Sie wußte, der Geheimrat würde eine schlechte Nacht haben und voll Unruhe und Sorge sein. Und dieselbe erbärmliche Nacht drohte ihr, und den nächsten Vormittag Würde sic in Hangen und Bangen die Weitersahrt fortsetzen, die jetzt schon der alte Geheimrat antrat. 12. Kapitel. Wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter. Es kam natürlich niemand auf den Gedankens die beiden Duellanten zur Rechenschaft zu ziehen. In einem großen Jndustriebezirke bestehen ganz andere Verhältnisse als in sonstigen Gegenden des deutschen Vaterlandes. Da ist alles von der Jits- dustric abhängig, alles hat aus sie Rücksicht zu nehmen, und jeder einzelne hütet sich sehr wohl, sich mit den maßgebenden Persönlichkeiten in Konslikte zu setzen. Die untergeordneten Behörden werden gesetzmäßig von der Industrie unterhalb ten. Die Villa, in der Bergrat Spalding wohnte, und das Birkenwäldchen gehörten in das Revier des Amtsvorstehers Lenske, der gleichzeitig Inspektor auf der Theresienhüttc war. Lenske wäre sehr erstaunt gewesen, wenn man ihm zugcmutet hätte, seinen Chef, den Bergrat Spalding, wegen Duells der Staatsanwaltschast zu denunzieren. Lenske wußte ja auch nichts „Sicheres" davon. Man erzählte sich heimlich von Ohr zu Ohr, es habe ein Duell Mischen dem Bergrat Spalding und dem Hauptmann Lothar Kersten, dem Sohne des Geheimen Bcrgrats, stattgesundcn, und man erzählte sich ebenso geheimnisvoll, beide seien verwundet worden. Lothar hatte in Wirklichkeit das Fieber, aber das glaubte die Oeffentlichkeit nicht. Die „Eingeweihten" zuckten die Achseln und sagten, er habe ebensowenig das Fieber, wie der Bergrat Spalding niit dem Pferde gestürzt sei. Sie seien beide verwundet, und beide schwebten in der höchsten Lebensgefahr. Auch weshalb das Duell stattgesunden hatie, wußte man, Frau Wolf war natürlich nicht so diskret gewesen, alles zu verschweigen, was- sie wußte. So erfuhr man denn allmählich, daß Frau Barbara Glover, die jetzt verreist war und anscheinend allen Weiterungen und Unannehmlichkeiten aus dem Wege gehen wollte, die Veranlassung zu dem Duell gegeben hatte. Beide Männer hätte» sie geliebt, und sie wollten sich gegenseitig an das Leben. Mit dem Duell ist es nämlich wie mit dem Schmuggel: jedermann lpeiß, daß der Schmuggel ein Unrecht ist, aber man treibt ihn doch, und man findet nichts Ehrenrühriges darin. Auch das Duell ist ja verboten und strafbar, aber es ist dock etwas sehr Ritterliches, und selbst die enragiertesten Gegner des Duells sagen schließlich: Laßt doch den Leuten ihren Willen, wenn sie sich gegenseitig die Hälse brechen wollen. Diejenigen Personen, welche an dem Duell beteiligt waren, schwiegen natürlich und wahrten pflichtgemäß höchste Diskretion. Bon ihnen war nichts zu erfahren, und selbst wenn jemand töricht genug war, direkte Fragen an sie zu stellen, antworteten sie mit Achselzucken. Mit Werner stand es nicht so schlecht, wie man zuerst geglaubt batte. Es erwies sich, daß der Schuß nur ein Streis- schuß an der rechten Kopfseite war. Allerdings, der Knochen war „geschrammt", aber die Verletzung war nicht so schlimm, wie sie zuerst ausgesehcn hatte. Besonders günstig war es, daß die Heilung fast ohne Eiterung verlief. Schlimm stand es dagegen mit Lothar Kersten. Nach den Gerüchten, die umgingen, konnte man sein Ableben eigentlich stündlich erwarten. Wenn Dora nur zu dem Zwecke nach Saalkirchen zurückgekehrt war, um dort in der Nähe der Ereignisse zu sein und alle Nachrichten aus erster Hand zu empfangen, so hätte sie sich diese Rückkehr sparen können. Sie war in ihrem Schloß in Saarkirchen so vereinsamt und abgeschnitten, als lebte sie aus einer wüsten Insel. Graf Klinter war ein einziges Mal ganz flüchtig in Saarkirchen zu Besuch gewesen. Von dem Duell hatte er natürlich kein Wort gesagt. Der Geheimrat kaum auch nicht; der saß im Sanatoriuni bei seinem Sohne. Auf einem Zettel, mit Bleistift geschrieben, hatte er Dora mitgeteilt: „Die Aerzte wissen nicht genau, ob Lothar den Typhus hcrt. Ist dies der Fall, so ist die Krankheit ansteckend, und ich kann das Sanatorium nicht verlassen, kann auch das Gene- tLlbureau nicht aufsuchen. Laß mir doch die wichtigsten «gchen, Uird nur die allerwichtigsten, hierher senden, damit Uö prüfe und kurz meine Anordnungen treffe. Nach Saalkirchen kann ich natürlich auch nicht kommen, uin euch nicht zu gefährden." Man sah es den Schristzügen des alte» Herrn an, wie mitgenommen er ivar, Tante Schottelius verspürte natürlich große Lust, einen Besuch bei Frau Wolf zu machen, um sich dort nach dem Bcjinben des Bergrals zu erkundigen. Dora hatte ihr dies aber mit so heftigen Worten und in solcher Erregung untersagt, daß die Tante den Besuch unterließ. Aber telephonisch erkundigte sie sich bei Frau Wols nach dem Befinden des Bergrats, und Lenske meldete dem Generalbureau, wie es um Spalding stand, und die Meldungen lauteten ja recht günstig. Erst war eine Krankenschwester bei Spalding; als er aber das Bett verließ und ansing herumzugehen, wich Graf Klinter nicht von seiner Seite. Das wäre ja schon eine Entschuldigung dafür gewesen, daß er nicht nach Saarkirchc» kam. Den alten Gehcimral hatte Gras Klinter seit der Rückkehr nicht ßesehen. Er durste ihn auch im Sanatorium nicht aussuchen, weil Ansteckungsgefahr vorlag. Gras Klinter war daS auch ganz recht. Sollte er dem alten Manne zu allem! Schmerz noch sagen: „Dein Sohn hat in seiner Tobsucht säst den unschuldigen Menschen, den Bergrat Spalding ins Jenseits befördert"?! Klinter wußte sehr gut, wie wohlgencigtz der Gcheimrai Werner war und wie er ihn inehr schätzte als einen nahen Verwandten. Gras Klinter hatte den kranken Freund in den Garten hinuntergesührt an eine sonnige Stelle. „ES gehl noch nicht ordentlich mit dem Lauseli," meinte Werner. „Die Beine wollen ganz anders als der Kops." „Unv'was macht denn der Kopf?" fragte Graf Klintcp. „Ter schmerzt immer noch sehr. Er ist noch gairz wund, Die Kugel hat einen ordentlichen „Schramm" gemacht. Manchmal kommt es inir vor, als ob alle Schrauben >m Gehirngehäuse locker wären." „Sie werden schon wieder die nötige Festigkeit bekom- nien," tröstete Gras Klinter. „Nur Ruhe, Ruhe — und nicht zu zeitig in den Dienst gehen! Auf Jnstinus-Grube ist der Qnerschlag gestern fertig geworden. Obersteiger Mandlick hat cs mir mitgeteilt, daniit ich Ihnen die Nachricht weiter gebe. Es ist alles in bester Ordnung. Wir wollen nur hoffen, daß alles gut verläuft." „Mick wundert nur, daß das Gericht sicki noch nicht mit der Sache besaßt," meinte Werner. „Mir sind banit ein paar Monate Erholung sicher." „Die Sache kann nicht so schlimm lverden," sagte Gras Klinter. „Sie sind provoziert worden. Dem unglücklichen Hauptmann Kersten kann überhaupt nichts geschehen, selbst wenn er noch einmal gesund wird; denn er hat unzweifelhaft in unzurechnungsfähigem Zustande gehandelt. Das Höchste aber, was Sie bekommen, sind zwei Monate Festung, und die verleben Sie als Ferien irgendwo. Eine ehrenrührige Sach« ist es ja schließlich nicht." „Steht cs denn so schlimin mit dein .hauptmann Kersten?" „Die Aerzte zucken die Achseln, und Sie wissen, das ist immer ein böses Zeichen. Was ihm eigentlich fehlt, weiß man nicht. Er hat hochgradiges Fieber, das allen Medikamenten Widerstand leistet, und es fragt sich nur, ob das HerK das aushält, das schon durch die früheren Fiebcranfälle sch^ eschwächt ist. Zweimal ist er bereits tot gesagt worden, und ann kam immer wieder eine leichte Besserung." „Ich wünsche von ganzem Herzen, daß er wieder gesund wird, schon um des Vaters willen", meinte Werner. Gewöhnlich erst spät abends verließ Graf Klinter die Villa des Freundes, um nach Hause zu fahren, und dort big tief in die Nacht die Arbeiten, die zur Leitung seiner Werke notwendig waren, »achzuholen. Wenn sich Werner im Spiegel betrachtete, entdeckte er, daß er sehr blaß aussah. Er hatte außerordentlich viel Blut verloren, und die Kugel hatte säst (es bandelte sich nur um ein Zentimeter) die große Schlagader, die sogenannte Tenu- poralis, in der Schläfe zerrissen. An der rechten Seite war irf den Haaren ein zwei Finger breiter Zwischenraum, den man indes nur bemerkte, wenn der Verband abgenommen wurde. Der Arzt kam täglich, und jedesmal, wenn er de» Verband erneuerte, erklärte er sich von dem Fortschreite» der Verheilung der Wunde sehr befriedigt. (Fortsetzung folgt.) 379 Der Blinde am Meer. Roman von Karl Böttcher-Chemnitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Was mögen in den Köpfe» der Ausivanderer für Gedanken Atzen? Was mögen für Luftschlösser gebaut werden, die aber drüben nur allzu schnell verfallen, und ein Häuschen kläglichen Elends bleibt übrig. Die Schiffskapelle des Dampfers halle sich jetzt aus dem Sonnendeck aufgestellt, und als die Passagier« erster und »weiter Kajüte aus dem Bahnhofsgebäude traten, letzte sie mit einer lustigen Wesse ein. Der große, eisernte Treppenturm wurde an das Fallreep herangeschoben. ?ln seinen« Eingang prüften die Beainien die Auslandspässe und dann bewiese» die Passagiere den Dampfer. Herzzerreißende Mschiedsszenen spielten sich an dem Kai ab, jmb dazu spielte die Kapelle den neuesten Schlager des Berliner Metropoltheaters. Immer und immer noch loaltcn die Menschen von den« Bahnhof nach dein Kai, und zu zivein passierten sie bet« Eingang »um Trepp«-««turn, Ter Bankee mit souveräner, lächeln-- wr Miene, der Geschäftsreisende gleichgültige«« Schritts, die Mutter, das Kleinste aus dem A-rm, mit tränenfeuchtem Antlitz. Alle sind bepackt mit allerhand möglichen und unmöglichen Gepäckstücken, oft mit den unpraktischsten. Endlich lichten sich die Reihe», und nur noch einige Spätlinge beeilten sich, m« Bord z» kommen. Die Dampfpfeise stößt den schrecklich brüllenden Schrei aus, der alles Geräusch uinher in ein Nichts ersterben läßt. Der Lotse besteigt «nft dem ersten Offizier den Kommaudo- turn«, die Kaiarbeiler lösen die Riesentaue, der Treppenturm wird zurückgerollt, das Fallreep empvrgewunden und die Ladeluke verschraubt. Ganz, ganz langsain, unmerklich säst, setzt sich der Ozcan- riesc in Bewegung. Sllle Passagiere dränge«« sich nach dem Steuerbord, die Kapelle I Vielt: „Muß « denn, muß i denn zun« Städlele lftnaus" — ein mndcrtfaches Tücherschtvenken .hüben und drüben, dann verl>allen unter dem Rauschen der Wellen die Klänge. Mit «najcstätischcr Ruhe und doch rasend schnell fährt das Schiff dahin. Die Zuschauer batten sich längst verlaufen, nur Arda lehnte noch an« Gesünder der Plattform und schaute dem dahinziehen- ben Dampfer nach. „Wie viele Sorge» mag das Schiss mit wegnehmen, doch die meiste» bleiben da," sagte sie vor sich hin. Und sie kam sich jetzt verlassener vor, den» je Sie ging langsam am neuen Hasen hin, wo die Minenleger festgeinackt hatten. Doch gss einige Arbeitssoldaten, die im Bauche eines Kohlcn- leichters standen und die Ladung löschten, ihr unzarte Worte zuriesen, entfloh sie nach dem Atüegehdst. Zu ihrem Hetinweh kam noch ein Grauen vor dem Alleinsein, vor bcm UnheschÜtztsein. Kaum erneu Tag war sie von der Heimat fort, und schon zlveimal batte sie Worte gehört, die ihre reine Seele verletzten. Die Welt und ihre Art waren ihr so ffemd geblieben, haß erst jetzt eine Ahnung von pen drohenden Gefahren in ihr «ufstieg. Sttmdenlang saß sie nun am Anlegehöst aus der schmalen Lattenbank und «vartete mif den Dampfer, der endlich gegen acht Uhr cintraf. Mit ernbrechcndein tzlbend verließ die „Silvana" Cuxhaven und kurz vor Mitternacht machte sre an den St. Pauli-Landungsbrücken in Hamburg fest. Schon von der Brunsbüttler Sck>lüsse an senkten sich graue, wallende Nebelschleier auf die Elbe, die einen feuchten Niederschlag zurückließen, und von Blankenese an setzte dünner Sprühregen ein, und dazu «var es empfindlich kalt. An den St. Pauli-Landungshrücken verließ Arda säst als erste das Schiss. Sic hatte sich entschlossen, zimächst ein einfaches Gasthaus aufzusuchen, und ain näckistcn Tage «vollte sie sich um eine Stellung bemühen, ganz gleich, welcher Art. Mer vom Kai führten so verschiedene Straßen ab, daß sie lunschlüssig war, welche sie wählen jollte. Die riesigen Gebäude, das hellerleuchtete Fährhaus, die Seewarte, auf der Höhe das Seemanns- rmd Tropenhaus «virkten verwirrend aus sie. Sie ging aus eine Gruvpe Menschen zu, um zu .fragen, --- doch was sollte sie fragen? Sie wußte ja selbst nicht, umhin sie eigentlich wollte. So eilte sie die Helgoländer Mlee entlang. Doch die- Straße war still und ausgestorbcn. und sie kehrte voller Furcht wieder »rm und ging zu den Landungsbrücken zurück. Der Menschenschwarm hatte sich verlaufen, nur einzelne Gepäckträger und Hoteldiener arbeiteten noch unter Schimpfen und Fluchen. X»n der Holzmole, die zu Käses Hafenrundfahrt führt, kamen «ine Anzahl Burschen, und als ffe Arda bemerkten, liefen sie lachend und johlend auf sie zu. Einer faßte sie a«n Arm, ein anderer uni die Hüfte. Lähmendes Entsetzen ergriff sie. Sie riß sich los und rannte rn Todesangst über die Straße und ein Stück die Sylter Allee hinaus. Aber die .Burschen überholten sie und verstellten ihr den Weg, und wieder umschlang sie einer und bog ihren Kopf zurück, um sie zu küssen. — Da traf ihn ein Faustfchlag ins Gesicht, und eine harte Hand riß ihn von Arda weg. „Zwei Zoll Stahl zwischen die Rippen, wer das Mädel noch einmal berührt." Arda prallte zurück. Sie schlug voll tiefer Scham die Hände vor das Antlitz und ließ ihr Bündel fallen. „Petrow." Die Burschen «vichcn vor dein langen, breitbrüstigen Matrosen zurück und begnügten sich mit höhnischen Zurufen „Oho — Tikanders Braut," lachte einer, und ein Miderer johlte laut platt: „Kiek mal, Jungs, ick kann dat gor nich be- griepen, wat eegentlich mit Petrow los is?" Aber Petrow brauste auf: „Gor nix hebbt Ji to seggen!" und schon blitzte in seine«- Hand das breite Klappmesser. Da trollten sich die Freunde davon und Petrow nahm Arda bei der Hand und sagte barsch: „Du gehst mit mir." Sie nahm ihr Bündel auf und folgte «hin willenlos. Sie gingen die Sylter Allee hinauf, am Zirkus Busch vorüber. Dann wandte sich Petrow nach rechts. Trotzig blieb Arda stehen. „Nun, «voraus «vartest du?" ftagle Petrow kurz. „Geh du. Ich habe nichts mit dir zu schaffen," sfteß sie kuxz hera««s, und Scham und Zorn preßten ihr di« Träne«« aus den Augen. Petroiv trat ganz dicht vor Arda hin, nahm ihr das Bündel aus der Hand und sagte kalt und ruhig: „Du gehst «nit mir. Was nullst du allein nachts in der Sündenstadt?" Arda gedachte mit Schaudern des eben erlebten.Anfalles der Burschen, und so folgte sie Petrow, immer einen halben Schritt hinter ihm zurückbleibend. Sie überquerten die Cuxhavener Allee und schritten nach dem Millerntor-Tamm. Das massige Bis»iarck-Tenkn«al ragte wie ei» Riesenturm gespenstig in die feuchten Nachtuebel. Arda ffagte «etzt ängstlich: „Wohin nullst du mich führen, Petrow?" „In ein anständiges Gasthaus. Leute deines Schlages gehören um Mitternacht nicht nach St. Pauli." Ein «veicher Klang lag im Tone seiner Sftmme. Und nun gingen sie schtveigend «veiter, vom Zeughausmarkt durch die Hütten. Diese Zeugen ältester Hansazeiten, diese.halbverfallenen Fach- werkbauten, dieses wüste Geschrei aus den Kneipen wirkte auf Arda grauenerregend. Sie ging jetzt dicht neben Petrow u««d drängte, schneller zu laufen, und sagte leise: „Hier ist's schrecklich." Petrow nickte und lief schneller u«rb am Holstenplatz bog er ein. Der Regen fegte jetzt wild über den Asphalt. Arda «var zum Umsinken erinattet. Sie griff nach Petrorvs Arm und stützte sich. „Jsl's »och weit?" „Wir sind am Ziel. Ich werde dir hier ein Zimmer «nieten aus zivei oder drei Tage, dann werden wir «veiter sehen." Noch unter der Tür sagte Arda: „Fragst du denn nicht- «vas ich —, ich meine, warum ich hier bin?" „Was küinmert das mich! D» brauchst jemanden, der dir hilft, und das genügt mir. Ich kann auch mal eine anständige Gesinn««ng haben." Sie traten in den Vorraunt des Hotels „Holstentor" und Petrow läutete nach dem Zimmerkellner. Er sprach leise mit ihm, gab ihm Geld und reichte dann Arda die Hanv. „Ich muß morgen früh mit meinem Schoner nach Bremen «mb komme erst übermorgen abend zurück. Wenn du willst, kannst du Mick abends sieben Uhr an der Lombardbrücke treffen, dort, wo die Alsterdampser halten. Ich verspreche dir, dich in keiner Weise zu behelligen. Und nun ruhe dich aus. Gute Nacht." Er trat «vieder in den Regen hftiaus, und Arda ließ sich von« Zimmerniädchen in ihr Zimmer ftihren. 6. Kapitel. Herbst. Herbst i» Friedrichsruh. Der buntblätterige, ehrwürdige Sachscnwald rauschte wch- «nütige Abschiedsweisen, und Tränen, gelbe, rötliche, und braune Tränen rinnen von den alten Riescneichen herab und decken nun die knorrigen Wurzeln. Am Ausgange der Waldstrabe, die zwischen Mausoleum >,nd Hirschgruppc nach dem Schlosse führt, stand Feodora von Braun. Sie trug ein enges, graues Kleid von vornehmstem Stil. Den großen Florentincrhut hielt sie in der linken Hand an einem Baud von rosa Farbe wie ein Körbchen, und darin lagen bunt durcheinander Blättcrbüschcl und einige Herbstblumen. Sie stützte sich leicht auf einen braunseidenen Sonnenschirm und blickte über die weiten, weiten Wälder. Bon der Sägemühle oberhalb des Bahnhofs erklang eintöniges, schwaches Surren. Das einzige Geräusch in diestun Gottesfrieden. 380 — Feodoca wandte sich jetzt seitwärts zu einer Dame, die am Raine saß und in ihrem Schatze Mninon und Blätter zu einem Kranze wand. „ . Fra» von Braun sagte: „Mir tut es leid, Jeanette, daß ich wieder sort mutz von diesem wunderherrlichen, friedvollen Platze. Biet kann man wirklich alle Sorgen in Wald und Leide ertränken. Warum lächelst du, Jeanette?" ..Verschiedene Gründe, meine Liebe. Erstäns, weil du von sorgen sprichst, die du ertränken willst. Du, die vergöltertstc, beneidetste Frau von Berlin. Ach bitte, last nrich ausreden. Und zweitens, weil ich mich freue, dast ich von vier wegkomme, Ruhig ist es hier, keine Frage, sogar sehr ruhig. Aber vier Wochen hier, in dieser Gegend, vier Wochen in Wohldorf, ist etwas reichlich viel. Aber heute über acht Tage, da soll es anders sein. Mein Mann eröffnet die Saison mit dein Regimentsfest. Du kommst doch, Fee, ach bitte, versprich mir, dast du kommst." „Wir sprechen noch darüber, Jeanette. Doch jetzt erhebe dich, bitte, gefälligst. Wir pilgern bis nach Aumühl, dann fahren wir 11,27 mit dem Erpress alias Borortszug nach Wohldorf. Feodora ergriff ihrer Freundin Hand und zog sie eurpor. Am Bahnübergang kamen von Aumühl her zwei Reiter. „Das ist der junge Fürst, Fee," rief Jeanette begeistert, und als der junge Otto von Bismarck an ihnen vorbeiritt, trat Jeanette einen Schritt vor und sagte: „Verzeihung, Ew. Durchlaucht. Ick bin die Gräfin Gotheim und Witte um die Erlaubnis, diesen Eichenkranz am Sarge des Altreichskanzlers mederlegen zu dürfen." Der Knabe errötete und nahm die Mütze ab. Dann sagte er mit seiner weichen Stimme: „Gern, gnädigste Gräfin, ist Ihnen der Zutritt gestattet. Mein Leibjägcr wird Sie führen." Er winkte dem hinter ihm reitenden Lakaien und ritt dann grüßend weiter. „Nun kommen wir doch noch in das Mausoleum/, Fee," rief Jeanette freudig. ! Sie stiegen mit dem fürstlichen Diener die schmale Treppe empor, die zum Portierhaule führt. Der alte, graubättige Portier, der vieler viele Jahre des Kanzlers treuer Diener gewesen war, schritt den Damen voran >md erschloß das kleine Gotteshaus. Dumpfe Kühle schlug ihnen entgegen. Sie stiegen die wenigen Stufen empor, die zii dem schlichten Betsaal führen, und folgten Krnn denr greisen Diener, der das Gitter öffnete, dast die Bc- zräbnisstätte vom Betsaal trennt. Nun standen sie vor den beiden, riesigen, schlichten Sarkophagen. Durch die Butzenscheiben fiel mattes Licht schräg auf den Marmor und verlieh ihm leuchtenden Glanz. : Der Diener wischte sich niit dem Handrücken die Träiren ans den Augen und sagte wehmüttg: „So einen kriegt Deutschland nicht wieder, und ivenn hundert Jahre vergehen. An die ztvanzig gekrönte Häupter haben ihn besucht, darunter vier Kaiser und neun Könige. Meine Frau sagt inimer: Nach unserm lieben Herrgott ist noch kein Mensch so geehrt imd begehrt worden toie Bismarck." Er trat an des Fürsten Sarg und strich kosend mit der Hand über den kalten, harten stein, un» Gräfin Gotheim legte ihren Eichenkranz auf den Sarkophag. Danach verließen sie das Gotteshaus und traten an die alte, morsche Bank, des Fürsten Lieblingsplatz, von dem au4 er weithin über seine Waldungen blicken konnte. Die Damen setzten sich wenige Minuten, dann belohnten sie den alten, biederen Führer. (Fortsetzung folgt.) Bananen. Al» die Heimat der Banane ist Äorder-Indren, Cehlon und die malaiischen Inselgruppen anzusehen, too die überall verbreitete und in zahlreichen Sorten verwilderte Musa paradiesica auch in wildem Zustande mit kleinen, grünlichen Früchten vorkommt, welche keimfähigen Sauien tragen. Das Vorkommen samen- tragender Bananen ist bemerkensivert, lveit die kultivierten Bananen bekanntlich niemals Samen bringen »nd durch Wurzelschossc Vermehrt werden müssen. Die beiden Arten Linnös, Musa paradiesica und sapientum lassen sich botanisch nicht aufrecht erhalten- woht aber kann man die zahlreichen Kulturformen, von denen man in Indien allein über bl) kennt, in zwei Gruppen, Obstund Gemüsebananen, teilen. Die Verwendung der Bananen als Obst ist wahrscheinlich so alt wie die indische Kultur selbst. Europa lernte sie durch den Zug Alexanders des Groben kennen. Während die Banane noch vor 20 Jahren bei uns nur selten eingeführt würde, nimmt die Einfuhr zurzeit nach England und Deutschland von Jahr Jahr zu und erreichte im Jahre 19i3 bei uns bereits 450 5o6 Doppelzentner. Die meisten kommen über Hamburg von Jamaica, Westairika und ein kleiner keil auch von den kanarischen Inseln. Die Obstbananen oder eigentliche Bananen, der Typus der , Linneschen Musa sapietum, bringen meistens kleine, etwa singer- lange Früchte mit zartem gelblichem Fleisch Es gibt daher auch voißgelbe, rote und solche von rundlicher Apfelform Die kleinere,,! Sorten sind meist die geschätzteren, weil sie im Geschmack fenverf sind. Was man gegenwärtig in der Ceylon-Ausstellung sieht, ist die Sorte, welche der Engländer unter deur Ramm „Ladtesfingcr" als die köstlichste bevorzugt. So »vichtig die Obstbanane in ihrer Heimat auch ist, al» Bolksnahrungsinittel steht sie gegen die Gemüsebanane doch weit Zurück. Diese Banane oder Pisang verkörpert den Typus der Musa paradiesica und ist äußerlich daran zu erkennen, daß die "männlichen Blüten mit ihren Hochblättern ziemttch lange am Blutenstände verbleiben und die Früchte bis zu 30 Ztm lang werden. In Ostasttka hat inan sogar Sorten, deren Früchte bä Armsdicke einen halben Meter Länge erreichen und eine Form von Musa cornirnlata soll Früchte geben, an ivelcher sich drei Mann satt essen können. Diese Banengattang verdankt ihren Nährwert dem höhen Gehalt an Stärke. Sic werden in nicht ganz ansgereistem Zustande in der mannigfachste» Weis« zubereitet, gekocht, gedämpft, gebacken, und der singhalesische Koch versteht aus ihnen mancherlei Süßspeisen herzustellen. Das Bananenmehl, welches in manchen Gebieten Afrikas eines der wichtigsten Nahrungsmittel darstellt, wird in der Weise gewonnen, daß man die Bananen schält, in Streifen zerlegt und dann an der Sonn« oder über Feuer trocknet. Sie werden dann zu Mehl zerstoßen, welches sich, trocken aufbeivahrt, lange Zeit hält. Läßt man du> reisen Gemüsebananen mit einem Zusatz von Cvracana, einer tropischen Gettcideart, die auch in der Ceylon-Ausstellung in Samen und Pflanzen jgezetgt wird, gähren, so entstehen berauschende Getränke, die an Bier oder Wein erinnern. Die /Banane gedeiht nur im heißen und feuchten Dropen- klima. Trockenheit verttägt sie nicht. vermischte«. — Der plötzliche Tod der Bavenven. Nicht selten hört man von plötzlichen Todesfällen, die sich in Fluß-- und Seebädern ereignen. Die Erklärung, die man gewöhnlich dafür gibt, ist, dast den Badenden infolge der Ueberanstrengiing inib Erhitzung ein Herzschlag getroffen hat. Auch der volle Magen gilt bisweilen als Ursache, indem man annimmt, dast der Ettruiiken« unter Wasser erbrochen hat. Aber diese Gründe wirken nicht ganz plausibel, wenn man bedenkt, daß die Schwimmer gewöhnlich jung« kräftige Leute, hausig auch recht geübt, bei denen ein Herzfehler sehr unwahrscheinlich ist. Auch habe» die meiste,, Sektionen der Leichen am Herzen nichts gesunden. Es ist nun recht interessant, eine Hypothese zu hören, die Dr. A. Gütlich- Frankfurt in der Medizinischen Klinik entwickelt hat. Er zieht den sogen. Bestibular- apparat des inneren Ohres heran, dessen Störungen Schwindel, unlvillkürliche Augeiibeloegnngen (Nystagmus) und Erbrechen Hervorrufen können. Derartige Erscheinilugen treten bei gewilscn Menschen, besonders solchen, die eine Läsion des Trommelfelles besitzen, aber auch bei anderen, deren Trommelfell intakt ist, >iuf, wenn man ihnen kalles Wasser ins Ohr spritzt. Die plötzlichen Todesfälle in« .Wasser sind durch solche Reizungen des vestibulären Apparates zivaiiglos zu erklären Es gibt eine Menge Menschen, die einen alten Rist im Tronimelsell von Jugend an besitzen, ohne etwas davon zu spüre». Auch kann es be, einem mißlungenen Kopfsprung zu einem Rist führe». Dann dringt kaltes Wasser durch den äusteren Gchörgang in die Paukenhöhle und reizt von hier ans de» vestibulären Apparat. Es kommt zu Orientierung»- störungen — deinr das Veslibuluin ist das statische Sinnesorgan — zum Erbrechen infolge Reizung der Magennerven auf nervösem Wege vom Gehirne her. Dabei ist ein voller Magen natürlich ae- sährlicher als ein lecrxr. Mai, inüstie daher, so verlangt iDr. Göttich, Leute mit Trommelfellschäde» warnen, allzu kühne Kopfsprünge auszuführen oder in zu kaltem Wasser iinterziutauchen. Ein ins Ohr gesteckter Wattepfropfen ist ein gutes Borbeugungsmittel gegen die Gefahr, die dem inneren Ohre droht, Charade. (Viersilbig.) Es kam der Herbst schier über Nacht, Da war bas Erste kohl geworden: Das Zweite fuhr daher mit Macht, Tie leiden Letzte» hiuzuuio>de». Nun, da der Lenz die Fluren weck^. Da aste Knospen aufechteheu, Hab' ich tut Ersten tief versteckt Das Ganze anmutsvoll gesehen. Auflösung in nächster Nummer, Auflösung der Schach-Ausgabe in voriger Nummert 1. L e 5 — f 2 K e 5 n. f 8 ober A) it. B) 2. L£2 — d4 setzt Matt. A) 1.......... Ke 5 —4 6. 2. S a3 — c4 setzt Matt. B) 1.......... Beliebig anders. 2. L f 2 — g 3 seht Matt. Redaktton K. Neurath. — Notationsdruck und Verlag der Brübl'Ichen Universttäts-Buch- und Stemdruckeret. R. Wtr.nt ®ie&e>v