Samstög, den 20. Juni Wriber-Kegiment. Lioman von Oskar Klaußmanit. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Welch eine Närrin lvar sie doch, daß sie sich so quälte! Sie wollte ja so gern glauben, und wenn sie sich noch sträubte, tvenn sie immer noch dem Zweisel Einfluß aus sich gestattete, so lvar das nur eine Erinnerung an vergangene böse Tage. Aber von jetzt ab wollte sie glauben und vertrauen, das gelobte sie sich) nie sollten die Zweisel sic wieder quäle». Stiminen wurden hinter ihr laut) Touristen kamen zum Lockstcin hinaufgczogen, um hier im Fluge das Panorama zu besichtigen. Ihr Reden und Lachen paßten nicht zu Doras Stimmung. Sie trat den Rückzug an und schritt wieder durch den Buchenivald und dann die Straße hinab bis zum Hotel. Als sie hier »ach halbstündiger Wanderung ankam, war Tante Schottelius mit dem Mädchen, das in Doras Diensten stand, noch in der Kirche. Aber der Zimmerkellner brachte einen Brief, den Frau Schottelius hinterlassen hatte. Er trug Doras Adresse, und oben stand das Wort: „Eilig!". Dora öffnete de» Umschlag und fand einen Briefbogen mit der Handschrift der Tante, der nur die Worte enthielt: .chlics doch die schreckliche Nachricht, die ich soeben bekomme! Ich bin ganz außer niir und wollte schon nicht in die Kirche gehen, weil ich nicht weiß, wie ich mich beruhigen soll." Das klang allerdings vielversprechend! Ein zlveiter Brief lag darin, und als Dora nach der Unterschrift sah, entdeckte sie, daß er von Frau Wolf, der Wirtin des Bergrats Spalding, kam. Dieser Brief lvar an Frau Schottelius gerichtet und lautete: „Gnädige Frau! Und wenn ich hundert Jahre alt werde, kann'ich den schrecklichen Augenblick nicht vergessen! Mir zittern »och die knie, wenn ich nur daran dentle. Es war mir schon ausgefallen, daß der Bergrat so frühzeitig aufsland, selbst nach der Küche ging und sich Kaffee bestellte Dann kam der Herr Graf geritten und stellte sein Pferd bei uns ein. Er ging mit dem Herrn Bergrat nach dem Birkenwäldchcn. Sie wußte» natürlich nicht, daß ich sie beobaclitetc. Es vergingen nur wenige Minuten, dann hörte ich schießen, und nach einer Viertelstunde brachte Graf Klinter mit einem fremden Herrn den Körper des Herrn Bergrats getragen und ein Militärarzt ging nebenher. Wie ich erschrocken lvar, ich kann eS nicht sagen. Tao ganze Gesicht und daS Oberhemd des Herrn Bergrats voll Blut, er regungslos wie ein Stück Holz. Er gab keinen Laut von itch. So brachten sie ihn in sein Schlafzimmer, und Graf klinter telephonierte nach Aerzten. So aufgeregt.habe ich den Grafen noch nicht gesehen. Er sagte mir, ich müsse ihm schwören, niemand zu sagen, was vorgefallen sei) es würde behauptet Iverden, der Bergrat sei mit dem Pferde gestürzt und habe sich am Kopfe verletzt. Das ist aber natürlich alles nicht lvahr, und Ihnen muß ich die Wahrheit sagen, denn Sie sind doch meine gnädige Herrschaft. Ich habe das alles erst int Lause des Tages erfahren. ES ist ein Duell gewesen zwischen dem Herrn Bergrat und dem Herrn Hauptniann Kersten, und ziva'r wegen der Frau Glo- ver. Der yerr Bergrat hat einen Schuß im Kopfe. Es sind ain Vormittag noch zwei Aerzte gekommen, und zusammen mit dem Militärarzt haben sie lvohl eine Stunde im 'Krankenzimmer gesessen, tntb sie haben gesagt, es sei nicht alle Hoffnung auszugeben, und vielleicht könne der Bergrat noch gerettet werden. Wie sich alles zugetragen hat, kann ick> Ihnen nicht genau beschreiben, ich weiß es selbst nich^ Hauptniann Kersten muß auch etwas abbekommen haben, denn er ist in das Sanatorium geschafft worden. Ich bin den ganzen Tag nicht zur Besinnung gekommen, tzchchmit- tags kam Frau Glover, und als sic die Treppen hinunterging, hat )ic geschluchzt und zweimal gerufen: „lind um meinetwillen sollte er sein Leben verlieren! Ich hätte nie wieder eine ruhige Stunde gehabt!" Aber so ist cs immer: Erst rühren solche Damen die Geschichten ein, und dann sind sie außer sich. Sie toerden ja, gnädige Frau, dem Gericht auch nichts mitteilen, und hier wird alles vertuscht. Zwei Aerzte sind schon bis abends beim Bergrat geblieben) dann ist er aus kurze Zeit wieder zu sich gekommen, und ich habe schnell etwas Bouillon Herstellen müssen. Jetzt schläft er, der Militärarzt ist bei ihm. Es ist Mitternacht, und ich schreibe diese Zeilen an Sie, gnädige Frau. Entschuldigen Sie, wenn ich nicht alles richtig dargestellt habe, aber ich lveiß noch immer nicht, wo mir der Kopf steht. Ich fürchtete mich davor, schlafen zu gehen, damit ich nicht den blutigen Körper des Herrn Bergrats im Trauine sehe, so, wie sie ihn in das Haus hereinbrachten. Sie kamen durch die Hintertür, und die Mädchen haben nichts gesehen. Wenn nur nicht noch der unglückliche Herr Bergrat stirbt! Was doch eine Frau für Unheil anrichten kann! Wenn ein Unglück geschehen sollte, telegraphiere ich Ich muß schließen, denn der Brief soll noch zuin Bahnhof." Dora las den Brief zweimal, bis sie seinen Inhalt vollständig begriff. Sie sah nach dem Datum: Der Brief lvar vor zlvei Tagen geschrieben. Er war aber mit der ersten Post gekonr- men, während Dora schon den Spaziergang angetretcn hatte. Also ein Duell, und uni Frau Glovers willen. Und diese Frau jammerte und schrie, daß er fein Leben um ihretwillen verlieren sollte. Ja, warum hatte sie ihn denn dazu veranlaßt, sein Leben für sie einzusetzen? Diese elende, kokette Person, die so unnahbar tat, und dadurch die Männer an sich zog! Er hatte sein Leben für Frau Glover opfern Ivollen, für die Frau, die er liebte! 374 llnb diesem Manne wollte Dora vertrauen, und an ihn wollte sie glauben, durch ihn hosftte sie glücklich zu werden, durch ihn, der mit ihr nur gespielt hatte! Ihr hatte er Liebenswürdigkeiten gesagt, und dabei erfüllte der Gedanke an die Witwe sein Herz. Er ivar klug, dieser Mann, er hatte sich eine Reserve gehalten, wenn ihm die Sache mit Frau Glovcr mißglücken sollte. Dort, bei der Witwe, war sein .Herz. Wenn aber diese Hoffnung nicht realisiert wurde, dann blieb immer noch die Chefin in Saarkirchen mit dem vielen Geld, die er dann heiraten konnte, um sich für den Verlust, der seinem Gefühl zu- gesügt wurde, schadlos zu halten. „Sic sind eben alle schlecht, erbärmlich schlecht, die Männer, und die Gefühle einer Frau sind ihnen nichts!" Erbärmlich hatte er an ihr gehandelt, gespielt hatte er mit ihrem Empfinden, plumpe taktlose Andeutungen hatte er ihr gemacht, wohl in der Absicht, sie zu ködern. Wie sie ihn haßte! Sie wünschte in diesem Augenblicke, daß er den bösen Streich, den er ihr gespielt hatte, mit seinem Leben bezahlen müßte.--- Dora entsetzte sich vor sich selbst und dem fürchterlichen Gedanken, den sie soeben gehabt, und brach in wildes Schluchzen aus. Es w!ar alles in ihr gerissen und gesprungen, >vie die Saiten einer Zither. Es war alles zusammengcbrochen. Der Götze war vom Altar gefallen, und weil er aus Ton war, lag er in Scherben. Trümmer von Hoffnungen und Empfindungen rings um sie herum! Dora schloß sich in ihrem Zimmer ein, antwortete Frau Schottelius, als diese aus der Kirche zurückkam, nur durch die Tür und wurde erst gegen abend wieder sichtbar. „Du kannst hierbleiben, Tante", sagte Dorä, als sie abends mit verstörtem Gesicht im Zimmer auf und ab ging. „Aber ich muß nach Hause, wenigstens für einige Tage. Der Geheimrat ist verreist, der Bergrat ist dienstunfähig; cs muß. sich irgendjernand um die Werke kümmern." „Aber wenn der junge Kerstcn in Dasburg ist," meinte Tante Schottelius, „wird doch auch der alle Geheimrat da sein." „Das glaube ich nicht", entgegnete Dora. „Wäre der dagewesen, so hätte er das Duell verhindert." „Ich lasse dich nicht allein fahren", antwortete Tante Schottelius. „Wir sind drei Wochen hier gewesen, das genügt schon. Ich wäre ja gern noch länger hiergeblieben, aber natürlich kann ich dich nicht im Stich lassen. Du brauchst jetzt erst recht jemand, der um dich ist. Wir können morgen früh schon nach München abfahren und gehen über Stuttgart, Karlsruhe und Trier nach Hanse. „Es wird wohl das Beste sein," sagte Dora. „Klingle nach dem Kellner und laß die Rechnung bringen, damit wir heute abend noch alles begleichen. Ich gehe in niein Zimmer packen. — Nein, nein, Tante, laß nur! Du hast mit deinen: eigenen Gepäck zu tun; ich werde mit meinen Sachen schon fertig werden. Das Mädchen kann erst dir helfen und dann mir. Sage dem Kellner, er solle das Mädchen aufzusinden suchen; sie wird im Hotel „Zur Krone" sein, wo Tanz stalt- findet. Es soll ein Bote hingcschickt werden, um sie zu holen. Morgen früh mit dem ersten Zuge fahren wir." Gegen abend kan: ein Telegramm aus Saarkirchen von: Gencralbureau, lautend: „Bergrat Spalding mit dem Pferde gestürzt, schwere Kopfverletzung, dienstunfähig." Dora überlegte eine Zeitlang und telegraphierte dann an das Generalbureau zurück: „Bin übermorgen dort." Der Zug nach München sollte am nächsten Morgen um 5 Uhr 45 Minuten von Berchtesgaden abgehen; um halb fünf sollte geweckt werden. Dora U!:d die Tante gingen zeitig schlafen, das heißt, Dora machte den Versuch zu schlafen. Welch fürchterliche Nacht! Jede Minute wurde zu einer Seelenqual! Fassungslos weinte und schluchzte Dora stundenlang in die Kissen ihres Bettes hinein, bis sie ganz erschöpft war. Aber auch dann fand sie keinen Schlaf. Die Angst, die furchtbare Angst ließ sic keine Ruhe finden. Die Angst schreckte sie immer wieder auf: die Angst um ihn, der vielleicht mit den: Tode rang, die Angst um ihn, den sie — > den sie — haßte, ja, haßte mit aller Kraft ihrer Seele. Sie haßte diesen Mann — und sie zitterte für sein Leben. Dora horchte auf jedes Geräusch nachts. Hatte doch Frau Wolf gesagt, sie würde telegraphieren, „wenn ein Unglück geschah". Um zwei Uhr nachts, als alles still war, als alles Leben in: Hotel erstorben schien, wurde heftig unten an der Glocke gezogen. Dann kamen Schritte heraus, die Treppe, den Korridor entlang, und Dora ahnte, daß an ihre Tür geklopst und ihr ein Telegramm gebracht werden würde mit der Todesnachricht. Es war auch ein eiliges Telcgramin, aber für einen andere:: Hotelgast. Die wenigen Augenblicke der Spannung hatten indes bei Tora ein Herzklopfen erzeugt, daß sie nun erst recht nicht cinschlafcn konnte. Endlich kam der Schlummer über sie. Aber kaum niochte sie eine halbe Stunde geruht haben, als man sie weckte. Sie mußte aufstehen und fühlte sich körperlich wie zerschlagen. Sic war todmüde und abgespannt. Sie wußte nicht, daß diese Uebcrmüdung eine Wohltat für sie war; denn die körperliche Schwäche lähmt auch die Gedanken und schwächt Angst und Sorgen ab. Dora kleidete sich an, sie frühstückte und fuhr mit der Tanle und dem Mädchen zum Bahnhof. Das ganze Tal war voll Nebel, und als der Zug über Reichenhall sich durch die Berge wand, sah :nan nichts als Nebel rechts und links von den Kupecfcnstern, und Dunkelheit und Feuchtigkeit lasteten auf den Körpern, wie der seelische Druck auf Doras Gemüt. Nun war sic während der Fahrt anderthalb Tage außer aller Verbindung mit der Heimat. Keine Nachricht konnte sic erreichen, weder eine schlin:me noch eine gute, und das war ihr eine Beruhigung. Aber sie wußte, daß sie die Angst vor dem, was sie in der Heimat traf, um so schrecklicher anfallen würde, je näher sie der Heimat kam. In Freilassing wurde der Salzburger Schnellzug bestiegen, der nun nach München eilte. Der Nebel stieg e:npor, und die goldene Herbstsonne trat allmählich in ihr Recht. Als inan gegen halb zehn Uhr Rosenhcin: erreichte, war strahlender, Heller Sonnenschein. Tante Schottelius hatte wiederholt versucht, mit Tora ein. Gespräch anzuknüpfen, aber gar keine Antwort erhallen. Nu» gab sie alte Versuche auf, um Dora nicht ärgerlich zu machen. Diese saß mit der Tante in einen: Abteil erster Klasse allein und hielt die Augen geschlossen. Die taktmäßigcn Stöße des Wagens riefen ihr ununterbrochen zu: „Vorbei — vorbei! Ans — aus!" Es war alles vorüber: alle törichten Hoffnungen, alle Aussichten ans Glück und Zukunft! Sie gehört eben nicht zu den Kindern des Glückes; wenn ihr eininal das Glück erschien wie eine Fata Morgana, so verschwand es auch wieder. „Vorbei — vorbei! Aus —- aus!" Was wollte sic denn in Saarkirchen, wozu fuhr sie dorthin? Glaubte sie wirklich, daß sie inistande sei, die Werke selbständig zu leiten? Mußte nicht nach der Erkrankung des Sohnes auch der alte Geheimrat Kersten jeden Augenblick dort eintrcsfen, und übernahm dann nicht wieder der die Leitung des General-Bureaus? Die Angst trieb sie nach Hause, die namenlose Angst. Sie wollte dort sein, um alles zu erfahren. Alles wollte sie wissen, obgleich sic ahnte, daß ihr das .Herz bluten würde, wenn sie erst die ganze Wahrheit erfuhr. Sie mußte dort sein in der Nähe des Elenden, der sic betrogen, der mit ihren Gefühlen gespielt halte; sie mußte dort sein, wenn ein Unglück cintrat. „Laß ihn leben, o Gott, laß ihn leben für die andere! Aber rette ihn!" Dora hatte dieses Gebet gesprochen. Es war ihr selbst unbegreiflich, daß sie fähig dazu gewesen war. Aber in ihrer Seele war ein Zwiespalt, in ihrem Innern war eine Zer-- risscnhcit, in ihr wechselten innerhalb einer Minute die widersprechendsten Gefühle. Endlose Schienenstränge zur Rechten und zur Linken, Wage», Lokoniotiven, ein -und ausfahrende Züge! Man befand sich im Bahnhof München. Um 10 Uhr 45 Minuten wurde der Zentralbahnhof erreicht. Es gab länger als eine Stund? Aufenthalt bis zur Meitcrfahrt nach Sluttga:t. Tante Schottelius wollte einen Spaziergang machen, um sich „die Beine zu vertreten", da man doch den ganzen Tag weitersuhr und keine Bewegung hatte. Dora war tödn:üde. Sie blieb im Warlcsaal sitzen, und zeitweise wollte sie der Schlaf über-- wältigen. Sie sah das Kommen und Gehen der vielen Men- schen nur wie durch einen Nebelschleier. Aber als drei Viertelstunden nach ihrer Ankunft die hohe Gestalt des Gcheimrats Kersten in den Wartesaal trat, erkannte sic ihn doch, und sic sah deutlich, wie entsetzlich verändert der alte Herr aussah. Früher hatte er sich iinmer hochaufgerichtct und straff gehalten. Jetzt war ihm der Kopf nach vornüber gesunken, nnl» O 10 die hohe Gestalt des Geheimrals fob aus wie eine Tanne, deren Wipfel umgcknickt war. Kersten bemerkte Tora auch »nd kain ans sic zu. lFortsctzung folgt-) Stdnöbcros Koffer. Eine Friedrichshagener Erinnerung. Von Bruno Wille. Einc fröhliche „Chronik aus Friedrichshagen" labt in diesen Tagen Bruno Wille unter dein Titel „Tas Gefängnis von« Preußischen Adler" bei Eugen Tiedcrichs in Jena erscheinen. Er erzählt darin von seiner inehrwüchentlichen Haststrafe, die er verwirkt hatte, weil er eine Geldstrafe lvegcn Unterrichts der Konfinnanden der Freireligiösen Gemeinde nicht zahlen wollte. Zunr Schluß erhielt er „Urlaub" auf unbestrmmte Zeit, den er „seltsamerweise zur Zeit noch immer genießt". Don den lustigen Episoden, die er schildert, heben wir die folgende heraus, die auch um der milwirkenden Personen willen besonderes Interesse hat. ‘ ( Die SchriftleUung. Ich ioar zu dem Häuschen gelangt, das 'Olaf Norskeborg gemietet hatte. Da er sich in Schweden Nicht hinreichend anerkannt fühlte, so hakte ihn seine lebenskluge Frau nach Berlin gebracht, -wo das Skandinavische neradc Trumpf war. Durch Bolschc, der die Zeitschrift „Freie Biihne" herausgab, warNorske- borg für Friedrichshagen interessiert und Mitglied der „Kolonie" geworden, um sich, was ihm keiner übel nimmt, in Deutschland entdecken zu lasse«, wo schon mancher Prophet, der bei den eigenen Landsleuten wenig galt, den Grundstein zu seinem Ruh- mcsmonuinent gefunden hat. War auch Strindbcrg in solcher Absicht gekommen? Nicht doch! Das wäre zu klein gedacht von diesem Wickinger, den man naiv, nicht raffiniert nennen mag. llebrigcns war er nur vorübergehend hier, wie meine Frau sagte, t— sonst in Paris ansässig. ?lls ich bei Norskeborg die Türklitigel gezogen, öffnete mir die Haushälterin Fröken Ingrid, eine stattliche Bauerntochter aus Schonen. Bon dort stammte auch Olaf Norskeborg, der Sprosse eines alte» Bauerngeschlcchts. Eben trat er zu mir auf den Flur, wo ich den Mantel ablegte. Ein schlanker Dreißiger, blauäugig, mit blondem Schnurrbart, etwas nervös. Die Röte seiner durchsichtigen Wangen lief; merken, daß er animiert war — sonst bfli'flbrt das Angesicht dieser Skandiitavicr frostige Unbeweglichkeit. Seine Augen drückten Staunen aus: „Ssie bind nicht i»t Gefängnis? Ihre Frau s-agtc doch, wie?" — „Ich gehöre allerdings hinein — doch cs behielt mich nicht — hat mich ausgespien nnc der Walfisch den Propheten Jonas — und, >vas komisch ist, lmomcnta» kann ich nicht zurück — der Kerkerschlüssel ist verlegt." - „Ssonderbare Ssache," lächelte Norskeborg — „aber sainvs? Kommen Sie! Strmdberg ist da — aua, iprzs cki — Sie kennen doch den Polen?" —- „Aus der Freien Bühne, ja! Und wie steht es mit meiner Frau? Fst sie da?" — „Noch nicht — hat aber zugeßagt." — „Immer noch nicht? Welche Verwicklung! Doch spaßhaft, sich treiben zu lassen von diesem krausen Wellensviel!" Norskeborg führte mich ins Speisezimmer, es war eng, wie das ganze Häuschen. August Strindbcrg, dem ich nun vorgestellt wurde, war mittelgroß und kräftig, schlank und elastisch, obwohl er hoch in den Vierzigern Ivar. Hinter seiner selscnhasten Stirn lauerte finsteres Grübeln. Tie Locken verrieten rebellische Wühlerei. Das graublaue Auge schien nicht nach außen gerichtet, sondern mit verstecktem Innenleben beschäftigt: wenn es aber die Außenwelt schierte, fehlte selten ein Zug des Mißtrauens. Die kartofjclsörmige, oben etwas platt gedrückte Nase ließ aus lappländisches Blut schließen. Eine Mischung von Troß und Geziertheit sprach aus dem kleinen, dicklippigen Munde. Nach oben spreizte sich ein kurzes Schtvedenbärtchen, eins aus denr Dreißigjährigen Kriege, während über dem zurückliegenden Kinn, das winzig wie ein Knopf war, eine sogenannte Fliege saß. Darf man Persönlichkeiten mit Getränke» vergleichen, ■— und in mancher Gesellschaft lieg! dieser Vergleich gewiß nicht fern —, so hätte für Strindbcrg das schwere und zähe, dunkle, bittere Porterbier gepaßt. Was ferner den Polen Przsckr bc- trisst, so würde ihm moussierender Schnaps entsprechen, wenn cs welchen gäbe. Ich nreine etwas brennend Prickelndes und lAusrüttelndes. Wenn er zu mir sprach, kitzelte es in meiner Nase wie Kohlensäure oder Schnupftabak. Schon sein Name luirfte so — sieben zischende Konsonauntcn mit dem Fistelgezwit- schcr des einen Vokals: in echter Aussprache klang es fast wie „pschih!" Als ich ihm zum erstenmal begegnet tvar, und er sich mir verstellte, meinte ich, dieser Herr, der sich vor mir verneigte und dabei „pschih" sagte, toäre von einem Nies-Kobold tüberfallen, und so hatte ich mit lächelnder Höflichkeit erwidert: „Pröstchen!" Ucbrigens tränten die mattblauen Augen des Polen, als habe er Schnupfen. Paßte das Schlagwort Tedance nicht im mindesten auf Strindberg, so desto besser aus Przscki. Seine schmächtige Gestalt hatte etwas Zusammengesunkencs. In den bleichen Zügen des schmalen Blondkopfes verschmolzen slawische Sinnlichkeit und romantische Träumerei mit dem ironischen Aus- beaehren eines geknechteten Edelvolkes, und cs war, als müsse dieser polackische Byron seine schwermütige Schlaffheit imrner von neuem aufpeitschen durch einen Ruck seines Motors — will sagen durch eine» Schluck aus denn Weinglas, das er hin und wieder mit Kognakfüllte. tUeb.rhaep: hrtt: au Norslebergs Tafel die Abstinenz nichts zu schassen, zumal sic auch sonst in jener guten alten Zerr fast bedeutungslos war . . . Da Prscki aufsprang und mir einen schelmischen Wink gab. folgte ich ihm ins Nebenzimmer: „Hörren Sie!" sagte er lebest, „ich habbe sec einen gutteir Witz — Sie müssen dichten parr Verse auf Strindberg ... Sie habben doch gehörrt von sein Koffer — den man soll habben gestollen — Adder is »ich warr — is sich geblibben stehn auf Bannhos Friedrichstraß — Und hier is er nun! Jetzt abber der Strindberg! Das alles er weiß nicht! Soll fein Ucberraschung. Wirr machen dramattische Szenne." Vergnügt ging ich auf den Plan ein, während Fröken Ingrid die Tür nach dem Speisezimmer abschloß und mit dem Polen das festliche Arrangement des Koffers vornahm. Außer den ge- tvünschten Versen verfaßte ich noch einen Bries, mit dem der Dieb die Rücksendung jdes „wertlosen" Koffers beglseitele. Przscki schmunzelte „Scrr gutt", und nach Verabredung der Rollen kehrten wir ins Speisezimmer zurück. Aus seiner siegesgetvissen Miene entnahmen Norskeborgs» die ja in unfern Plan eingeweiht waren, daß die Vorstellung beginne, und Frau Lina meinte mit gespielter Wehleidigkeit; „Ja, dänken Se sich, Doktorchen, Strindbarjen säin Kosser is ouf enr Bahnhof Freedrichstraße jestohlcn." — „Wirklich gestohlen" antwortete ich zweifelnd — „haben Sie denn schon auf denr Fundbureau augesragt?" — Düster winkte Strindberg ab, als sei die letzte Hoffnung entschwunden. —t „Werr kann wissen!" Und der Pole stimmte seine Gitarre. „Ach ja! Speelen Se!" animierte Frau Lina, und Przscki deutete auf mich: „Hier derr freie Voggel, aus Käfig ausgeschlüpst, mäß singen — ich begleite — singen wirr Volkslied schweddisches mit Text deit- sches — frisch versaßt von deitsche Lirrikcr." Und sein Präludiuml leitete die schwedische Weise ein: „Mägdlein hielt Tag und Nacht — traurig an dem Spinnrad Wacht . . ." An des Polen Seite sang ich die improvisierten Verse: „Striirdberg hielt Tag und Nacht — grübelnd an dem Schreibtisch Wacht . . ." Ich schilderte seine Sehnsucht nach denr Liebchen Gold, wie er in Paris das alchhmistische Rezept zu Papier gebracht habe und siegesgewiß'geü Osten gereist sei, um mit seinem Freunde Olaf'im verschwiegenen Fritzenwalde ganze Klumpen Goldes zu bereiten. Tremolierend besang ich, wie ihm dicht vor dem Ziel ein Berliner Spitzbube den Kosser samt dem Goldrezepte gestohlen habe. Und wie er diese Untat wohl noch übertrumpfe, indem er die Manuskriptblätter als Fidibus für seine Tabakspfeife verivende. ... In tiefer Schwermut schloß das Lied unter harfender Beglntungl „Hoffe, Alchhmiste mein, Morgen kommt der Kosser dein! — Strindberg sann, die Zähre rann — nie doch kam der Koffer an!" Da saß nun der Goldmacher am Grabe seiner Hoffnungen und zerwühlte die Lockenmähne. War bei den ersten Strophen ein geguältes Lächeln über sein 'Gesicht geschlichen, so rann jetzt eine wahrhaftige Zähre herab. Da war es an der Zeit, das grausame Spiel in Wohlgefallen auszulösen. Aus einen Wink des Polen öffnete Fröken Ingrid die Tür — und sieh, auf einein Schemel stand der betrauerte« Kosser, mit Tannenreis unikränzt, mit brennenden Lichtlein besteckt, daß man meinen konnte, es sec hier Weihnachtsbescherung^ Ungläubig staunend starrte Strindberg ans den Koffer und aus das beiliegende Manuskript, streifte die Anwesenden mit einem durchbohrenden Blick und schlich mißtrauisch zum Koffer. Aufleuch- tenden Auges ergriff er das Manuskript, blätterte hastig darin, drückte es an sein Herz und begann einen stanlpfenden Tanz, den sein Laudsmann Olaf sofort verständnisvoll begleitete. Von Stund an 'war 'Strindbcrg verwandelt. Seine Augen lächelten kindlich, Heimische Weisen trällerte er vor sich hin, seine mürrische Schweigsamkeit war einer verbindlichen Plaudere« Heimchen. Nun ließ er auch in sein Ideenreich blicken. Zur Begründung seiner Lehre von der Goldbereitung führte er an, Gold sei kein Element, es gebe im Naturreiche kein starres Gefängnis, alles entwickele sich, lasse sich umwandeln. Silber sn Gold. Auf Norskeborgs Zureden holle Strindberg, der sich Veranlagung zur Malerei zutraute, ein Oelgemälde, mit dem er der lunverstandcnen Genialität der Stoffe seine Huldigung darbringen wollte. Eine Stranddistel wuchs aus bleicher Düne. Sübergrun hlomni sie durch die Nacht, als lodere hier ein mystisches Sehnen des geringen Standes, zunr milden Silber des Mondes um- gewandelt zu werden. Strindberg war befriedigt, als ich den Eye- rubinischen Wandersmann zitierte: „Mensch, was du liebst, rn das Wirst ou vcrivandelt werden: Gott wirst du, liebst du Gott, Und Erde, liebst du Erden ..." „Oh jö-hö, gewiß", versicherte Strindberg: „wenn der Mensch sich transmutiert zu Gott, das ist oberste Alchymie." Mir Ivar noch eine ähnlicher Spruch desselben Mystikers eingefallen: „Die Goldheit machet Gold, Die Gottheit machet Gott — Wirst du nicht eins mit ihr, , t So bleibst du Blei und Kot!" 376 Slciudberg tinivße mifoer tielsiunig nnb meinte säst düster: „Blet und Kot! Jö, das sind wir — «vollen aber nicht bleiben so! Und die einsame Silberdistel — wissen Sie, was die ist? Unsere Sehnsucht." Seufzend fügte er hinzu: „Und ist meine Dornenkrone — jö-hö!" Was nun den Polen betrisst, so schien er die Trausmulal.vn seines Wesens mehr ans flüssigem Wege erreichen zu ivollcn, und Olas vertrante mir die Hypothese an, nach den« Rezepte des Cherubinischen Wandersmanns tverde dieser Kognaksrennd im Himmelreiche ein Destillierkolben sein. Indessen bewährte sich rührend der musische Adel, der die söhne Apolls — und Przscki gehörte ja zu ihnen — auch in ihrer Bezechtheit irgendwie an das Schöne gefesselt hält. Przscki behauptete, er müsse seht lm* bedingt ein Klavier haben, um die mystische Stranddistel in Tönen zu feiern. Uebrigcns sei es an der Zeit, daß man sich in Pilsener abkühle, und ich solle die Gesellschaft in eine Kneipe führen. Da selbst die Dame des Hauses geneigt war mitzntun, zogen >oic allesamt ins Waldhaus, wo unter der hingebenden Obhut des dicken Wirtes ein tadelloser Urguell verzapft tvnrde und selbst zu vorgerückter Stunde ein sideler Kreis willkommen war. Diese Nachsitzung erquickte auch insofern, als der musikalische Pole dem Klavier seltsame Welten wühlender Töne entlockte, Schöpfungen Chopins. Bon der dyonischen Nachtfeier erwähne ich nur noch, das; Strindberg init Przscki Schmollis trank, weil beiden den Russen hassten, der die Finnen wie die Polen tyrannisiert. Run sollte Strindberg ein deutsches Lied nach der! Melodie des Chopinschen Träuermarsches verfassen. Nachdem er seine No- sizen gemacht, sang er zu Den 'schleppenden Akkorden mit dem Ausdruck heißer Empörung — ^Jetzl woll'n wir legen einen Schult zu seinent Grab — speit ihm eure Flüche in den Hüllenschlund hinab! Der Tyranii ist mausetot. Und zu Ende unsre Rot. Jö. begießen loir die Freiheit bis ins Morgen-Morgenrot!" «urär's Sonnnerzeil geivesen, so hätte in der Tat das Morgenrot zu unsrer Freiheit geleuchtet: doch mit ihrer langen Finsternis hielt die Wintcrnacht unsere Schwärmerei nachsichtig verhüllt. Der Ninematograph als Lehrmittel für die Polizisten. (Bon AnitSgerichtsrat a. D. Sommer-Köln.) Der Seinepräsekt lmt in Paris die Einrichtung einer Polizei- schule angekündigt, die demnächst ins Leben treten soll. Außer theoretischen Borträgen Und praktischen llebungen wird auch ein eigenartiger Anschauungsunterricht mit Hilse des Kincmatographen igegeben werden. Der Leiter der Schule hat sich mit mehreren Ab- ltellnngschess der Polizei in Verbindung gesetzt und für diesen Teil des llnterrichts eine Reihe kinematographischer Ausnahmen machen lassen, die dazu dienen, die Ausgaben der Berkehrs-und Sickinrheits- polizei im Großstadtverkehr in lebendigen Bildern vor Augen zu führen. Man will den Polizisten Ivetter nicht nur die bekanntesten Verbrecher der Hauptstadt im Bilde vorstellen, sondern hat auch eine Rcil»e von Szenen hergestellt, die diese Spezialisten ihres Faches bei der Arbeit zeigen. Wie der Taschendieb aus der Straße, ans dem Rennvtatz, im Warenhaus »sio. vorgeht, wie sich der Leichi'usledderer a» sein Opfer heranperscht, in welcher Verkleidung der Kollidieb anstritt. tote Schmiere gestanden tvird, Fluchtversuche gemacht tverde», alles das wird der Polizeischüler beobachten und sich so bald eine Ersahrnng aneignen können, die er sonst nur in tanger und angestrengter Berufsarbeit erwerben kann. Dre polizeiwissenjchast- lichen Kinodarstellungen aus dem Berbrecherleben besitzen natürlich, da man mit ihnen andere Ziele verfolgt als mit den lediglich der lltiterhaltung gewidmeten Kinodramcn, einen ganz anderen Wirklichkeitswert wie diese. Die große Mehrzahl der in den Kinotheatern gespielten Verbrecher und Detektivslücke haben tvenig oder nichts mit dem Leben Bernern. Ein Sherlock Holmes ist in der Wirklichkeit umnöglich. Me Verbrecher und Detektive der Kinodrame» sind die Gestalten, die in der Vorstellung des Volkes leben und die der Kinodichtcr und der Kinosckmuspieler nach Maßgabe ihre Phantasie frei schäften. Das Ziel ist dabei, möglichst starke Eindrücke beim Publikum ans- zulösen, und deshalb wird aut bühnenmätzige und zwar inöglichst bildmäßige Wirkinig hingearbeitet. Es ist klar, daß der Polizei dabei oft genug eine undankbare, vielleicht sogar eine komische Rolle zujallen muß. Aus den Bildern der Polizeischule dagegen tviro die nüchterne Wirklichkeit, wird das Leben selbst sprechen. Außer deu vorstehend genannten Kursen werben für Krimmal- inspcltorcn noch besondere Vorlesungen über Kriminologie gehalten werden, die das Verbrechen als soziale Erscheinung beleuchten. Die neue Einrichtung verdient die Ansnierksamkeit unserer Polizeibehörden in mehr als einer Hinsicht. Bisher wurden ausländische Erfahrungen in polizeiwissenkchastkichem Anschannngsunterricht nur in bescheidenen! Maße verwertet, Ivährcnd dies hier in iiuftang- leichstrc Weise ermöglicht ist. Me Filme können überdies auch in Städten vorgesührt werden, wo keine Polizeischulen bestehen, so dag ihre Verwendbarkeit zu polizeitvissciischaftlichen Zwecken dadurch bedeutend erweitert wird. Endlich läßt sich mit Hilse dieser kinc- »natographrschen Ausnahmen ans dem Berbrecherleben die Beobachtungsgabe der Polizelbcamtcn prüfen und schulen Bei der rasenden Schnelligkeit, mit der die Bilder auf dein Llchtsävrm vor dem Auge vorüberjagen, wird mir ein verhältnismäßig kleiner Teil ihres Inhalts voni Bewußtsein ausgenommen und »och weniger vom Gedächtnis sestgehaltcn. Es mag hier nnerörtcrt bleiben, ob die Nur das Auge beschäftigende Filmszene leichter oder schwerer in ihren Einzelheiten zu erfassen und zu behalten ist als das sich an stiehrcre Sinne wendende Bild der Wirklichkeit, deren Eindruck!! iinter allen Umständen die stärkeren sind. Jedenfalls haben die wenigsten Beobachter eine Ahnung davon, wieviel ihnen von Vorgängen, die sich vor ihnen absplelen, entgeht. Sie halten ihre Aus- merlsanileit und ihr Bewußtsein für unbegrenzt ausnahmesährg. So kommt es, daß in Gerichtssitzungen oft die Aussagen gutgläubiger Zeugen in einem unlösbaren Widerspruch miteinander stehen, und daß Zeugen, die tatsächlich falsch beobachtet lxaben, hiervon durch nichts zu überzeugen sind. Hier bietet die Kinematographie ein ausgezeichnetes.Mittel, nicht nur die Beobachtungsgabe der einzelnen Polizeischülcr auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen, sondern auch diejenigen, die falsch oder nnvollständig beobachtet haben, davon schlagend zu überführen, indem man den Film nochmals langsam sich vor ihren Augen abrollen läßt. Muß ein Beamter einschen, daß ihm häufiger aus diese Weise Fehler in seinen Beobachtungen nachgewiesen loerden, so wird das erzieherisch wirken. Er wird ganz von selbst vorsichtiger in der Verwertung der Eindrücke, zurncklialtcnder bei der Abgabe seiner Aussage werden. Auch für Richter wäre eine derartige Schulung z. B. in den Fortbildungskursen für Juristen und Verivaltnngsbcamte sehr wünschenswert, viichertisch. — Griebens Reisesührer: Band 88, ^Holland", 14. Auslage. Mit 9 Karten und 2 Grundrissen. (3 Mk.) Verlag Albert Goldschmidt, Berlin W. 36. Die soeben erschienene Neuausgabe des Griebenschcn Reiseführers „Holland" hat textlich eine ganz bedeutende Erweiterung erfahren. Die einzelnen Ortsbeschreibungen sind teils genau revidiert, teils vollständig umgearbeitet worden, wobei Museen und Sammlungen besondere Berücksichtigung fanden. Bon den Neneinsügungen sei vor allem die aussühr- liche Beschreibung des Friedenspalastes ini Haag ertvähnt. Auch die Umgebungen der interessanten holländischen Städte wurden diesmal eingehender als bisher behandelt. Die Reiseroute» sind aus das Praktischste znsammengestellt; überhaupt ist die Anordnung so gehalten, daß sich jeder mit Leichtigkeit orientieren kann, »nd da auch das reiche Kartenmaterial in jeder Hinsicht dem neuesten Stand entspricht, so wird der Führer jebeni Holland-Reisenden als zuverlässigster Begleiter sehr willkommen sein. Schach-Aufgabr. Bon ConteS. Auslösung in nächster Nummer. Auslösung des Krcuzrätiels in voriger Nummert A 8 K ff c n e h a A ff e s i 1 «1 0 8 S c ii i I 1 i u g K n a 1 I g 0 1 d a i 0 0 u 1 s e d Redaktion : k, Ll« u r a t b. — Nolationsdruck und Verlag der Brüül'Ichen UniversttätS-Buch- und Steindruckerel. R. Lange. Ließet^