Wrider-Mgiinent. Roman von OSkar Klaußmann. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Graf Klinker trabte nach Hause und dachte unterwegs daran, daß in letzter Zeit die Welt hm allgemeinen und die Menschen im besonderen aus den Fugen zu gehen schienen. Für ihn selbst war der Augenblick gekommen, wo ein Paar Mädchenaugen ihn mehr interessierte» als alle seine Werke. Bergrat Spalding war melancholisch, und nun schienen irgendwelche seelischen Kampfe auch Frau Glover, die Unnahbare, zu erschüttern. „Es muß doch aber schließlich in der Welt auch noch etwas anderes geben als Kohlengruben und Walzwerke!" Zu diesem Resultat war Graf Klinter gekommen, als er vor seiner Billa anhielt und aus dem Sattel stieg, um das Pferd dem herbeigeeilten Stallknecht zu übergeben..... Frau Barbara Glover war auf dem Schloßhofe bis vor den Stall geritten, stieg hier an der besonders erbauten Rampe, bis zu der sie das Pferd lenkte, ab und ging dann nach dem Schloß. Sie erklärte dem Diener, daß sie sür niemand zu sprechen sei, ivenn Besuch konmren sollte, und zog sich in ihre Zimmer zurück. Hier guia sie lange Zeit erregt auf und ab. Dann trat sie an den Schreibtisch und entnahm einer Schublade desselben einen Brief, den sie am Tage vorher erhalten hatte, und durch den sie in solche Aufregung versetzt worden war. Dieser Brief kam von dein Hauptmann Lothar Kersten und lautete: „Lieber den Tod als die Ungewißheit! Ich befinde mich seit Tagen wieder in einem fieberhaften Zustande, der nicht enden will, da die seelischen Erregungen de» Körper nicht zur Rübe kommen lassen. So oder so muß ein Ende gemacht werden. Ich will Klarheit habe»» Was hat es für einen Zweck, zu genesen, ivenn das Leben keinen Wert für mich hat, und warum soll ich mich weiter quälen, wenn das Leben mir nichts mehr bietet? Seck>s Jahre sind es her, daß ich Ihnen in einem Augenblicke, in dem ich ineine Selbstkontrolle verlor, meine Liebe gestand. Sie iviesen mich init Entrüstung von sich und taten recht daran, den» Lie waren das Weib eines anderen Ich ging um Ihretwillen aus der Heimat und versuchte in fremden! Lande in den Aufregungen und Mühsalen des kolonialen Lebens Sie zu vergessen. Ich versuchte, mein widerspenstiges Herz zu bezwingen, und ich Narr dachte eine Zeitlang, daß es gelungen sei. Ich wußte, daß Sie zwei Jahre nach meinem Fortgange Witwe wurden, aber ich kehrte zu Ihnen nicht zurück. Ich scheute das Wiedersehen mit Ihnen; ich fürchtete. Sie würden mich unfreundlich einp- fangen, ich glaubte. Sie zürnten mir lvegen der Vergangen heit, und deshalb blieb ich Ihnen uird dem Vaterlande fern. Es gab Stnndeli, Tage, Wochen, ja Monate, in denen ich glaubte, ich hätte Sie vergessen, die leidenschaftlich« Neigung zu Ihnen sei geschwunden. Da versagte endlich nach sechsjährigem Ausenthalte in den Tropen mein Körper. Ich hatte absichtlich niemals um Urlaub nach der Heimat gebeten, weil ich Si« nicht Wiedersehen wollte. Ich kehrte vor kurzem zurück, und gleich am ersten Tage zwang mich mein Vater, in Ihr Haus zu kommen, weil er bei Ihnen eine Besprechung hatte. Endlich nun habe ich Sie wiedergesehen, Barbara, und habe fürchterlich gelitten. Ich sah sie schöner und begehrenswerter als je, ich sah Sie srei, ich hörte, wie alle Welt Sie pries und verehrte. Alles, was ich in mir erstorben geglaubt, es wurde wieder lebendig. Am nächsten Tage brachte mich mein Vater fort aus Ihrer Nähe und hierher, obgleich er nichts von dem ahnte, was in mir vorging. Erst hier in der Einsamkeit ist wieder alles das lebendig geworden, was ich je für Sie empfunden habe. Nichts davon ist verblaßt, nichts davon ist milder geworden. Nein, heißer, lechenschastlicher, glühender, als es je gewesen ist, ist das, was ich für Sie empfinde. Die furchtbare seelische Erregung hat mir das Fieber wieder gebracht Ich habe einige Tage in Bewußtlosigkeit gelegen, und ich glaube, ich habe mir Ihren Namen gerufen. Ich bin wieder zum Leben e?» Ivacht. Ich bin abgeschlagen und fiebrig, ich bin zeitweise meiner Sinne nicht mächtig. Ick» frage »nich fortwährend: hat es noch Zweck, weiterzuleben? Ohne Sie will und kann ich nicht leben. Ich liebe Sie nicht, wie sonst ein Mensch liebt, ich liebe Sie bis zum Wahnsinn. Von Ihnen Ivird es abhängen, ob ich weiterleben soll oder nicht. Werden Sie »nein Weib, Barbara, und ich werde genesen in der Stunde, in der Sie mir Ihr glückverheißendes Ja sagen. Ich weiß, daß ich ein Narr bin. Jahrelang bin ich von hnen fern gewesen, vor Jahren habe ich zu Ihnen von iebe gesprochen, und jetzt komme ich wieder und verlange von Ihnen, daß Sie mir das Höchste geben, was Sie z»t vergeben haben: sich selbst. ?kber es ist etwas in mir »vie eine Ahnung, tvie die Gabe eines Sehers: ein Etwas, das »nir sagt, daß Sie mich »vieder lieben müssen. Ich habe vierundzwanzig Stunden vergehen lassen, »veil ich merkte, daß ich unlogisch »vurde und daß meine Gedanken sick» verwirrten. Ich »vill nichts von Ihnen, als daß Sie mir gestatten, um Ihre Liebe zu »verben; ich »vill nichts, als daß Sie »nir sage»»: ich darf versuchen, »nir Ihre Liebe zu erringen Stelle» Sie mich auf die Probe, verlange» Sie von mir, »vas Sie »vollen; nur geben Sie mir Hoffnung, sonst kann ich nicht leben Ick» werde und muß diesem Leben ein Ende machen, wenn mir nicht die Möglichkeit geboten wird, »um Sie zu känipsen und zu ringen. Ich »veiß nicht, was ich von Ihnen verlangen soll, ich weiß nicht, ob tch erlvarten darf, daß Sie »nir auf diesen Brief antworten. Ich »veiß nicht, ob es anaezeigt ist, ivenn ich binnen wenigen Tagen diesem Briefe folge, um mir von Ihnen die Antwort selbst zu hole». Ich fürchte jetzt schon, Ihnen 362 unleidlich uud unangenehm zu sein, und doch will ich Ähre Liebe. Haben Sie Mitleid rmt mir! . Lothar Kersten." Barbara steckte de» Brief wieder in die Schublade des Schreibtisches. Dann verbarg sie ihr Gesicht in de» Händen und lveinte. Wie ein Gcwitierstiirm war diese Lebensepisodc über sie gekomnien. Und doch hatte sie sich jahrelang gesagt, daß 08 vielleicht einmal mit Lothar Kersten zu irgendwelchen Auseinandersetzungen kommen könnte. Dieser Gedanke war ihr ebenso unangenehm gewesen, wie er freudige Gefühle in ihr erregte. Der Gedanke brachte sie in Zwiespalt mit sich selbst, und deshalb wußte sie, daß sie einst einen schwere» Augenblick um dieses Mannes willen durchmach«» würde. Barbara Glover war eine Deutsch-Amerikanerin und hatte in verhältnismäßig jungen Jahren, mehr dem Willen der Eltern als ihrer eigenen Neigung gehorchend, einen bedeutend älteren Mann geheiratet. Sie war mit ihm dann nach Deutschland gegangen, wo Glover als Industrieller tätig war, bis er seine sämtlichen Berg- uud Hüttenwerke verkaufte und nur das Gut Jvershofcu behielt, auf dem er die Landwirtschaft zu seinem Vergnügen betrieb und um einen Zeitvertreib zu haben. Da kam vor sechs Jahren Lothar Kersten zu einem längeren Urlaub nach Hause, und Barbara war selbst überrascht, als sie entdeckte, welch tiefen Eindruck sie auf ihn machte. Sie wußte es wahrscheinlich früher, als sich Lothar darüber klar geworden war, daß eine wilde Leidenschaft ihn ergriffen hatte. Sie tat nichts, uni ihn zu ermutigen, sie wich ihm aus und steigerte dadurch seine Leidenschaft umsomehr. Glover hatte Fuchsjagden nach englischem Muster eingeftihrt, die nach seineni Tode aushör- trn. Bei einer solchen Fuchsjagd war Barbara einer falschen Spur gefolgt, welche einige Hunde der Meute aufge- nomnien hatten, und batte sich weit von der anderen Jagdgesellschaft entfernt. Lothar, der sic nicht aus den Augen jetassen hatte, eilte ihr nach, und als sie allein lvaren, ge- tand er ihr seine Liebe. Sie wies ihn Mit Entrüstung von ich und erklärte ihm, sie würde von der Schmach, die ihr Lothar angetan, ihrem Gatten nichts sagen, schon um Lothars Vater willen nicht; sic verlange aber von ihm, daß er sie meide und verlasse. Sie war dann querfeldein davon- Ä unb noch zum Schluß der Jagd zurechtgckomMen. r ging am nächsten Tage, trotzdem sein Urlaub noch nicht vorüber war, nach der Garnison zurück, und kürze Zeit darauf erfuhr Barbara von dem Geheimrat, dem der Schritt des Sohnes sehr unangenehm war, Lothar habe sich zur Kolonial-Ärmee gemeldet und sei bereits nach Afrika abgegangen. , Sie wußte, was ihn fortgctricben hatte, und sie gedachte oft seiner. Keine Frau ist gleichgültig gegen Huldigungen, die ihr von einem Manne dargebracht werden, ain allerwenigsten aber gleichgültig gegen solche Leidenschaft, wie Lothar Kersten sie für Barbara empfunden hatte. Ein Schlagansall, der Glover traf, machte Barbara zur Witwe. Sie hatte sich schon bei Lebzeiten ihres Manyes eine glänzende Stellung in der Gesellschaft verschafft, und sie hielt jetzt diese Stellung aufrecht. Sie bewirtschaftete ihr Gut lveitcr und freute sich der Freiheit, die ihr die Witwenschast brachte. Sie lvurde mehr und mehr selbständig und entwöhnt, einen anderen Willen neben sich zu habe,. Sie hatte deshalb auch nie daran gedacht, zu heiraten. Es gab freilich auch niemand, der ihr so seicht Neigung eingeslößt hätte, und so wurde es ihr nicht schwer, die Körbe auszuteilen, die sie in de» letzten Jahre» in nicht geringer Zahl an Freier gespendet hatte. , Da erschien plötzlich dieser Mann ivicder aus der Bild- flächc, der sie in Schmerzen und Jammer geliebt hatte und wahrscheinlich noch liebte. Tiefes Mitleid ergriff Barbara Glover, als sie au jenem Sonntagnachmittag de» schwer- kranken Lothar erblickte. Sie sah in de» Blicken, mit denen er sie betrachtete, die alte Leidenschaft, sie ahnte und sühlte, daß dieser Mann sie noch immer liebte, und ahnte gleichzeitig dre Kämpfe, die ihr bevorstanden. Lothar war ihr nicht gleichgültig; das ist für eine Frau nie ein Mann, der die Frau liebt, Aber Barbara war jetzt Mitte der Dreißiger, und sie kam sich wirklich wie eine alte Frau vor, die nicht daran denken konnte, einem Manne, der nicht einmal älter war als sie, die Hand zum Ehebund« zu reiche». Sie war an Selbständigkeit und Freiheit gewohnt.. Sie müßte es sich sorgfältig überlegen, ob sie diese Freiheit so ohne weiteres mifgeben sollte, und sie tat dies, wenn sie die Gattin Lothars wurde. Die Liebe hätte indes auch diele Freiheitseinschränkung überwunden, und Barbara glaubte selbst daran, daß sie de» Bewerbungen Lothars auf die Dauer nicht widerstehen würde. Aber die Art und Weise, wie er ihr nun seine Liebe auss neue gestand uud sie zur Entscheidung drängte, verletzte sie, stieß sie ab, machte sie nicht geneigt, den Werbungen des Unglücklichen Gehör zu schenken. Allerdings, er war krank, er war im Fieber, er war wohl unzurechnungssähig; das bewies sein Brief. Aber sicher stand in diesen Zeilen, die zum Teil im Fieberwahn geschrieben waren, keine Unwahrheit. Er war aus Rand und Band, er war körperlich und seelisch so herunter, daß das Leben für ihn keinen Wert mehr hatte, loenn ihm nicht in der Zukunft das Glück winkte. Dieses Glück aber konnte nach seinen Erklärungen ihm nur Barbara bringen. Nein, nein, das war sicher nicht die Art und Weise, lvie man um sie werbe» konnte. So überrumpeln ließ sie sich nicht, in dieser Weise ließ sic ihren Gefühlen keine Gewalt antun . . . Und doch, der Unglücklich« tat ihr leid. Wenn er nur nicht die Torheit beging, wirklich selbst zu komnien und sie zur Entscheidung zu drängen. Sie konnte sich jetzt nicht entscheiden, sie konnte ihm keine Antwort geben, die ihn irgendwie befriedigt hätte, denn sie war sich über ihre Gefühle selbst nicht klar. Die empfand Mitleid niit ihm, mehr als Mitleid; aber ob das Liebe war, dieüLiebe, die auch zu Opfern bereit ist, sei es auch nur das Opfer der Selbständigkeit uud des eigenen Willens, das ivußte sie nicht, uud deshalb konnte sie ihm keine befriedigende Antwort geben. Sic wußte nichts, ob sie die Wahrheit sprach, >venn sie ihm sagte, sie liebe ihn; sie wrißte nicht, ob sie die Wahrheit sprach, wenn sie das Gegenteil behauptete. Aber in gewaltiger Erregung befand sie sich; sie fühlte ihr ganzes Inneres durcheinander geschüttelt wie eine Wassermasse, die der Sturm aufpeitscht und wütend gegen die Ufer schleudert. Sie wußte, daß der Unglückliche zum Revolver griff und sich ein Leid antat, wenn sie mit kühlen Worten seine Liebeserklärung ablehntc. Das wollte sie dem Unglücklichen nicht antun, auch dem alten Vater nicht, und am allerwenigsten sich; sie ivußte, wie tief unglücklich sie selbst werden wurde. Ein lauter Wortwechsel draußen im Vestibül ließ Barbara ausschreckcn. Sie war sonst nicht so nervös, iveder Tiere noch Menschen konnten ihr imponieren, selbst wenn sie noch so zornig waren. Aber in ihrem Zustand von Unruhe und nervöser Erregung war das Zittern, das jetzt durch ihren Körper lief, erklärlich. Sie ging bis zur Tür und stand hier mit verhaltenem Atem. Es lvurde draußen ivioder ruhig. Barbara trat an das Fenster und hörte das Fortrollen einer Equipage. Sie klingelte nach dem Diener und fragte, was geschehen sei. ,Herr Hauptmann Kersten war hier," meldete der Diener. „Ich habe ihm gesagt, daß die gnädige Frau unwohl ist und niemand empfängt. Er wollte mit Gewalt in daS Zimmer eindringen, und ich habe ihu nur mühsam und durch gutes Zureden verhindert, dies zu tun. Er erklärte, er müsse die gnädige Frau unter allen Umständen sprechen. Ich habe chm gesagt, er solle seinen Besuch auf gelegenere Zeit verschieben; heute empfinge die gnädige Frau niemaiw." „Ich danke", antwortete Barbara und winkte dem Diener, das Zimmer zu verlassen. Sie stand vor einer Katastrophe. Sie wurde zu einer Entscheidung gezwungen, die höchstwahrscheinlich sie selbsh und eine Anzahl anderer Menschen sehr hart traf. (Fortsetzung folgt.) Der Blinde am Meer. Roman von Karl Böttcher-Chemnitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Das ans Land gelvorfcnc Küid aber lag »och immer am Strande, noch niemand batte sich seiner erbarmt. Nun toeint« es und ries fremde Nanien mit weicher, ivvhllautender Stimm«. „Ein welsches ltind." „Danke, wer ernährt die unsrigcn?" Da bückte sich die alte Wüten, hob das Bündel auf und schritt damit den Deich entlang Die anderen sahen ihr kopfschüttelnd nach 368 In d«r allen Witten Hütte lag bleierne Stille. Der Findling schlieft und die Mte stand davor und schaute nrftleidsvoll aus baff Kind. Nun ging sie still an ihre Arbeit, und dabei rann ihr Trane >rm Träne aus den Augen. ..Das ist Bojens Netz, der brauchtts nicht mehr, und das ist OntleS Netz, den hat's auch draußen behalten in letzter acht. •— ©olt, was bist du für ein Gott? Raubst mit einem Schlage das Mannesvolk, das uns ernährt, und wirfst dafür ein fremdes Lind ans Land." Und ihre schweren Gedanken konnten sich nicht zurechtsind«» vttt diesem Gott. Sic stickte »veiter und legte Netz um Netz beiseite, und nun war sic fertig mit Micken und fertig mit Denken. „Ein wunderlicher Gott," sagte sie und faltete doch die Hände tat Schoß und betete zu diesem wunderlichen Gott: .Laß mir nicht ivieder solche Gedanken kommen und tröste di« Armen und Verlassenen im Orte." Da legte sich eine Hand auf ihren Arm, eine kleine, braune Minderband. „Was bin ich erschrocken, Kind." Sie hob das Mädchen hoch und betrachtete es von allen Seilen. „Vielleicht an drei Jahre." Sic richtete Frage um Frage an das Kind, doch -das schluchzte und rief fremde Namen und weinte und zeigte auf sich und sagte: „Corna." So nannte es die Witten Corna und behielt es in ihrer Hütte. Die andere» aber im Dorfe blickten es scheu an. „Das welsche Kind und seine Leute sind schuld, daß ihr Waisen seid," das hatten die Hastigkinder viele Male gehört. So blieb Corna eine Einsame. Sie vergaß bald ihre welschen Worte und sprach mit schwerer Zunge mühsam die Sprache der Halligbewohner. Jahr um Jahr verging und Corna Witten hotte moch keine Jreunbc. Sie ward ein träumerisches Kind. Stundenlang saß l« am Deiche und schaute in die spielend« Sec. Dann trabte ie scheu durch den Ort, warf ivvhl hie und da einen sehnsüchtigen blick nach den Kindern, die im Kreise ihre Friesenspiele trieben, und eilte hinweg und weinte. Wie ost sah man sie nicht weinen? — Sie weinte für sich und weinte mit anderen Jedes Fremden Schmerz ging ihr nahe, und wenn sie jemanden leiden sah, vergaß sie ihre Scheu und ging hin und tröstete mit plumpen, schweren Worten, und fand sie kein«, so tröstete sic mit Tränen. „Tränenmariell" nannten sie die Halligleute. Noch mancher Sturm hatte an den Jnselchen gerüttelt, noch mancher der Braven war draußen geblieben, aber auch manch Schiffbrüchiger war hcreingeholt worden in sichere Hut. Aber nach Corna hatte all die Jahre niemand gefragt. Sie wohnte noch immer bei der alten Witten, die nun schon uralt war und längst keine Netze mehr flicken konnte. llnd was der Mten einst eine Last war, den Mndling zu nähren, das wurde ihr jetzt ein Segen, den» Corna hegte die Witten wie ihre leibliche Mutter. Und was damals für die kleine Insel wie ein Hohn des Meeres erschient ftir vierzehn Männer ein welsches Kind, das war jetzt für die Hallig ein Geschenk. Träncnmarjell war überall. Wo es eine Wöchnerin gab und wo einer sterben ivollte, >vv der Hunger an der Schwell« hockte lmd das Fieber schleichend sich in die Kammer machte, da hals sic mit ihrer weichen Hand und tröstete mit ihrer weichen Sttmme. Aber viele ließen dies nur geschehen, weil sic es brauchten, und viele dankten ihr cs nicht und sahen sie lieber hen als kommen, denn der Werglaube hat noch Leimatsrecht! nterm Teiche und Tränenmarjcll war und blieb doch immer eine Angeschwemmle. Tränenmarjcll mochte nun siebzehn Jahre alt sein. Da brachten die Lotsen drei Fremde ans Land. Die hatten zuunterst im Schiff gesessen.und lvaren von den Mannschaften des Schoners verlassen worden, denn sic hatten den Tod im Leib« — die Pest. Weit hinter dem Dorfe standen drei Hütten. Dorthin brachten die Lotsen die Kranken und blieben gleich selbst mit draußen, um die Ihrigen zu schonen. Der Deichbevollmächtigtc ging nun von Hütte zu Hütte und bot Summe um Summe, aber keiner fand sich, der binaus wollte, die Kraulen zu pflegen. Ta machte er sich selbst auf zuid halte doch sieben Kinder und ein Weib zu Hause. Vor Wittens Hütte saß Corna und besserte Netze aus. ..Wohin, Bcvollmächttgter?" fragte sic den Mann. Der zeigte nach den Pcsthütten. „Was gibtts da draußen zu suchen, Bevollmächtigter?" „Ten Tod, Marjcll." Und er schritt weiter, Corna aber war ihm zur Seite, und als sic hörte, daß die draußen die Pest im Leibe hätten, hielt! sie mit beiden Armen den Mann zurück, und schon rieselten große Tränen aus ibren Augen. „Bleibt, Bcvostmächtigler, und denkt an Eure Kinder. Aber ich will gehen. Und wen» ich draußen bleiben sollte, versteht Ihr: für immer, scx-sindcl Ihr ivohl den Weg zu Mutter Witten und wohl auch ein Stück Brot für lie." — Drei Tage hörte man nichts von MarjAl. Man trug Speise und Trank an den Deich und Marjell holte sie. Am vierten Tage stand der Korb noch unberührt und anr fünften kreisten Krähen in trägem Flug um die Hütten. — Still und heimlich, wie Marjell gekommen war, hatte sie sich wieder davongcmacht. Aus ihrem Grab steht ein schwarzes Kreuz, und darauf in unbeholsencn Lettern: Tränenmarjcll, ein welsches Kind. Gestrandet am 11. November 1824 — gestorben um Jesu willen am 23. April 1841. Jetzt sprechen die Halligleute von Tränenmarjcll wie von einer Heiligen." Serbe schwieg. Noch lange saß man im KrÄse und keiner sagte ein Wort. Der Blinde hatte die rechte Hand vor den Äugen, während seine linke schlaff herunterhing, und Arda erfaßte sie und küßte sie. Und als Rene mit Seede und Arda heimging, fragte Arda! „Ob Tränenmarjcll recht getan, ihr junges Leben dahinzuopscrn?" Rene schüttelte den Kopf. — „Die Jugend hat ein Recht aus das Leben, der Tod gehört den Alten." Seede aber sagte: „Eine große Seele lächelt des Todes, denn sie macht sich zum Herrn über ihn, indem sie sich ihm ergibt, ohne zu murren. Nur wer den Tod fürchtet, ist des Todes Knecht." 5. Kapitel. Rene arbeitete mit hoher Begeisterung an seinem Werk. DeS vormittags saß ihm Sede und am Nachmittag Arda. Er hatte in der Gartenlaube ein Atelier errichtet und ließ nun Entwürfe und Skizzen entstehen, aus deyen er dann in Berlin das eigentliche Gemälde zusammensetzen wollte. Durch das tägliche und stündliche Zusammensein mit Arda und Seede kam er den Herzen dieser beiden Menschen immer näher. Auch Mutter Bahlscn wohnte ost den Sitzungen bei und mußte ebenfalls als Modell dienen, desgleichen eine große Anzahl typischer Norden und Fischer. An den ^achnttttagssitzungen war Rene meist mit Arda allein, denn Seede ging an den Strand. Er hatte solch unbo- zwingliche, eigenartige Sehnsucht nach dem Rauschen des Meeres, daß es ihn nicht im Hause litt, wenn er an dem Tage noch nicht am Deiche gewesen war. Er nannte das Strandfieber. Eines Tages saß Rene wieder allein Arda gegenüber. Er war abgespannt und chm fehlte die rechte Lust zur Arbeit. Außerdem war er aufgeregt. Seine Berliner Verehrer und Freund« hatten nach wvchenlangem Suchen seinen Aufenthalt entdeckt und bestürmten ihn nun, doch zurückzukehren. Seine so mühsam errungene Ruhe war wieder ins Schwanke» geraten und nun weilten seine Gedanken öfter als ihm lieb war in Berlin. So anch jetzt wieder. Er ließ die Pinsel ruhen und blickte gedankenvoll in daH Buschwerk des Gartens. „Sie sind heute so einsilbig, Herr Brian," sagte vorwurfss- vost Arda. „Sie haben recht. Verzeihen Sie mir. Mir sehlt heute die rechte Schasscnssreude. Das Stillsitzen macht mich nervös. Ich wäre Ihnen dankbar, trenn Sie mit mir zum Strande gingvtt Vielleicht hat das Meer beruhigende Wirkung auf mich." Arda erhob sich und half'Rene das Malzeug zusammcnpacken. Sie blickte lange auf das Bild, welches sie selbst darstellte, auf eineni Boote sitzend und mit verklärtem Auge zu Seede aufblickend, der am Freiniast steht und erzählt. „Sie malen mich zu schön, Herr Brian," sagte sie mit seinem Lächeln und senkte ihr Haupt. Aber Rene schien ihre Worte nicht verstanden zu haben Er verglich Original und Bild und schaute dann sinnend zu Boden. Eiidlich sagte er: „Es gibt eine Schönheit, die kann kein Künstler auf die Leinwand bannen, es ist die Schönheit, die nur das Leben hat, und dann auch nur auf karye Augenblicke, ein«; Schönheit, die der Moment gebiert, eine heilige Schönhett, wie Sie sie im Augenblicke haben." „Herr Brian." Arda richtete sich hoch auf und wandte sich ab. Sic fühlte aber trotzdeni Rcnes Blick auf sich ruhen, und das tat ihr weh. Sic mußte an Seede denken, sie mußte daran denken, ob Rene dieselben Worte gesagt haben würde, wenn Ihr Bräutigam zugegen gewesen wäre. Rene aber sagte jetzt mit weicher Sttmme: „Verzeihen Sie einem Manne, den das künstlerische Empsindcn regiert, dessen Lebensgöttin die ewige, die reine Schönheit ist." _ Arda ging zwei Schritte vorwärts und neigte jich über einen Rosenstrauch, und sie verbarg ihr glühendes Antlitz in fttsch erblühten Rosen. Tann brach sie eine der Rosen und steckte sic an ihren Busen, und nun ivandtc sie sich wieder zu Rene und fragte unbefangen: „Mögen Sie Mädchen leiden, die eitel sind, Herr Brian?" „Ich kann mir ein Mäd'chcn ohne Eitelkeit nicht denken Diese spezielle Fraueneigenschast, die allerdings auch manche Männer in Pacht genommen baden, gehört zum Mädckien >vie der Duft zur Rose. Sie umgibt das Mädchen mit jenem Hauch iugendlichen Reizes, der es so lieblich macht, ^ie ist die Mutter der Verschämtheit, die das Mädchen wie ein zarter Schleier der Reinheit und des Unberührlseins umwallt. Mädchen, die nicht eitel sind, haben keinen Sinn ftir Schönheit und naives Glück, sic haben Neigung 384 zum Mannweiblichen »nd Nobels Freilich fwt die liebe Eitelkeit auch zwei böse Schwester» : Gcsatlsucht mld Koketterie. oie der Teufel erfunden hat. als er sich einst über das männliche Geschlecht so recht geärgert haben mag." Arda lachte hell auf und rieft „Wir Norden sind wenig eitel, dafür aber von starkem, treuem Herzen " Sie eilte zum Hause, und in der Tür rief sie zurück t „In zwei Minuten bin ich fertig." Rene schaute ihr verblüfft nach und wiederholte halblaut ihre Worte: Bon starkem, treuen, Herzen. Er war ei» Menschenkenner, ein Frauenkenner. Was sollten diese Worte Ardas? Sollte es eine versteckte Drohung sein oder eine Warnung? Wenn jemand seine Treue beteuert, ist das nicht schon der Anfang des Wankens? Allerhand Gedanken stürmten auf ihn ei». Wozu »var er hier? Wollte er Eroberungen machen? Wollt« er tWuei herrliche Menschen, wie Seede und Arda es waren, trennen? Doch ihm blieb nicht Zeit, seine Gedanken zu sichten, denn Arda kam zurück, einen weihen, dünnen Schal um den Kops gebunden. Rene sah sie zum erstenmat in dieser Strandkleidung. Ihre dunklen Augen blickten ihn übermütig an. Ihr Gesicht war durch ton umschlungenen Schal ovaler und dadurch noch schöner getvorden. Sie lachte und sagte: „Erst lwben Sie ein hohes Lied aus die Eitelkeit gesungen, Herr Brian, und nun ich des starken Windes wegen den Schal ningebunden, machen Sie ein betretenes Gesicht." „Ich hätte nicht geglaubt, daß sich der Begriff Schönheit steigern liehe, daher tvohl mein erstauntes Gesicht." Sie schlug wieder die Augen nieder und sagte bittend: „Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie solche Worte nie mehr zu inir sagten. Ich habe kein Verständnis dafür, und wenn Seede je solches hören würde, ihn toürde es schmerzen um seiner Blindheit willen." Rene war beschämt. Sie verliehen das Haus durch eine Gartenpforte, von der ein schmaler Steig direkt zun, Strande führte. Das Meer stand in halber Flut, und eine kräftige Brise blies landwärts. Sie gingen auf dem Damnic hin, aber des starken Windes wegen konnten sie wenig miteinander sprechen. Hinter der neu erstandenen Badeanstalt sah Seede und flocht Aalreusen. Doch »och ehe sie bei ihm waren, blieb Rene stehen und sagte: .Fsetzi möchte ich eine Segelfahrt machen." (Fortsetzung folgt.) vermischte». — Von einem eigenartigen Schutz- und Trutz- 8 Ündnis zwischen Ameisen und Akazien berichtet der bekannte Anieiscnforscher Prof. Dr. K. Escherich in den soeben crschtenenen Lieferungen 50 — 55 des natnrwissenschaftl. Prachtwerkes „Die Wunder der Natur" (Deutsches Berlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, 65 Lieferungen zu je 60 Psg.d Es handelt sich hierbei um gewisse Mazien Südamerikas und Afrikas, die durch ihre stark vergrößerten Dornen besonders anffallen, die sogenannten Büffelhorn- bczw. Flötenakazien. Wenn der Wind über die Steppe dahinzieht, ertönen von diesen trockenen, hohlen, mit Löchern versehenen Kugeln (Gallen) eigentümliche, wenn auch schwache, sausende, an das Rausäzen der Segel erinnernde Klänge, oder wie mit der Stärke des Windes zunehmende nnd verhallende Aeolstöne, was zu demi Namen „Flötenakazien" den Anlah gegeben hat. Berührt man diese (stallen, so stürzen sofort in nervösem Eifer zahlreiche Ameisen heraus. Mit gerade nach oben gehobenem, immer hin- und herwackelndem Leib, dessen Spitze ein Tröpfchen übelriechender, milchigweißer Flüssigkeit entquillt, verbreiten sie sich auf die Mätter und Zweige. Es ist zweifellos, daß hier ein Fall von eintrm Schutz- und Trutzbünonis vorliegt, aus dem beide Teile Nutze» ziehen. Die Ameisen finden in den barten und hohlen Gallen den besten Schutz und die bequemsten Wohnuirgen. Andererseits haben die auf der Steppe zerstreuten Akazien durch diese Armee von kampflustigen übelriechenden Ameisen, die sich beständig auf ihnen befinden und bei der geringsten Berührung der Pflanzen massenweise aus den Gallen herausstür- men, den besten Schutz gegen Angriffe nicht nur von Tieren, sondern auch gegen blattsressende Insekten. Bei der amerikanischen Büffelhorn Akazie richtet sich der Schutz hauptsächlich gegen die schlimmen Blattschneider-Ameisen, die eine besondere Vorliebe sür die Akazienblätter zu haben scheinen. Die Kienntnis dieser nutzbringenden Tätigkeit gewisser Ameisen ist übrigens eine sehr alte und auch schon mehrfach praktisch verwertet So haben die Chinesen bereits im 12. Jahrhundert räuberische, karnivore Ameisenarten gesammelt und gezüchtet, um mit ihrer Hilfe die Orangen- und Mandarinenbänme raupenfrei zu halten. Auch die Japaner benutzten Ameisen, um die Früchte der Mangobäume vor den Angriffen eines Rüsselkäfers z» schützen. — Im übrigen bringen die genannten, wiederum unvergleichlich gut und reichillustrierten Lieferungen u. a. Auffätze von Prof. Drl, R. Hisse über den „Papier Nautilus", von Dr. F. Marschall über „Berbor>rene Wunder des Schmetterlingskörpers", von Sir Harrh Johnston über „Fasstn- vögei", von Pros. Dr. P. Schwab» icher „Unterirdische Flüsse" usw. — Kurzum, auch diese Lieferungen enthalten ivieder eine Fülle ver interessanten Themen aus alten Gebieten der Natur- tvissenschaften. Das Werk stellt sich als eines der vornehmsteir Geschenk und Studienmerke dar, da es neben der bisher bei natur- tvisscnschaftlichen Werken u rrcichten Praäzt uird Naturtreue der Abbilonnge» in seinen Aui'ätzen durchweg strenge Wiisenschastlich- keit mit belehrender Unterhaltung verbindet. * Ein gefährlicher Narr. „Sieh nur diesen Narren da, den Mr. Baker," sagt ein Mann zu seinem Freunde, „geht der Mensch an einenr Regentage tvie heute ohire Schirm ans! Ist er nicht wirklich verdreht?" „Ich glaube auch," sagte der andere und hat es plötzlich eilig. „Aber ivir wollen schnell weiteo gehen." „Warum denn?" „Ich möchte ihn doch lieber nicht treffen: vielleicht erkennt er seinen Regenschirm wieder." ' E i n W o h l t ä t e r d e r F r a u e n. In einer politischen Bersammlung spricht eine Vorkämpferin der Frauen: „Wer ist der Mann, der in der modernen Welt sich rühmen kann, uns lFrauen zu größerer Hölze emporgelzoben zu haben? . . ." Eme Männerstimme ans dem Hintergrund des Saales: „Der Erfinder der hohen Absätze!" vüchertisch. — Peter Rosegger. Gesammelte Werke. Vom Verfasser ueubearbeitete und neuemgeteilte Ausgabe. 40 Bände rn 4 Mteüungen zu >e 10 Bänden. Jeden Monat gelangt ein Band zur Ausgabe Jeder Band geschmackvoll gebunden Mk 2.50 (Kr. 3. —), in Halbpergamcnt Mit 4 ift't._4.ÖO). Emzelne Bände werden nicht gelrefert. Verlag von L. Staackmann in Leipzig. Soeben erschien von der zweiten Abteilung Band 13: Wald- heunat ll (Der Guck ins Leben». Der 13. Band der endgültigen Rosegger-Ausgabe, die immer erhöhtem Interesse begegnet, enthält den zweiten Abschnitt des auf 4 Bände erweiterten persöntichsten Werkes des Dichters: Waldheimat II (Der Guck ins Leben). Rosegger erzählt von seinen Kindheitstagen, von seinen Erlebnissen und Erfahrungen aus seinem Jugendlcben in der Waldheunat. Er macht uns mit seiner schönen und glücklichen Welt ans rauher Bcrgeshöh zwischen Wäldern und Wiesen berkannt Die Erzählungen reihen sich ,ener Galtnng von Wahrheit zu, ivelche durch den Poeten ins allgenieine gehoben wird und den ganzen Menschen zeigt. Talgründe, Waldwinkel und Alm- matten lernen wir kennen, eine eigenartige Well tut sich vor uns auf — vre eigenste Welt Roseggers. Kühle Waldluft und gc- sunte Lebensfreude weht uns aus diesen Erinnerungen entgegen. — H e sses Volksbücherei. Nr 905—921. Preis jeder Nummer 20 Pf. Leipzig, Hesse & 'öccfor Verlag. Die jüngste Serie von Hesses Volksbücherei bringt zunächst Heinrich von Kleists unvergängliche Novelle „Michael Koblhaas" (Nr. 905). Weiter enthält sie den vortresflichen vaterländischen Roman „Die Hosen des Herrn von Bredow" des erst jetzt zu verdientem Ruhm gelangten Erzählers Willibald Alexis (Nr. 906—910: und des Dänen Jens Peter Jacobse» Meisterroman „Niels Lvhnc" (Nr 9l 1—914), eins der intimsten Bücher der Weltliteratur Der gern gelesene schioe- dische Erzähler Alfred as Hedenstjcrna ist mit zwei Bändchen „Äus- ewähltec Erzählungen nnd Humoresken" vertreten >Nr. 915 und 16,. Dankenswert ist die Aufnahme einiger der ivichtigsten und interessantesten Schriften Richard Wagners: Nr. 919 bringt die Arbeit über Beethoven, Nr. 920 die viel umstrittenen Abhaiidlungcn „Das Judentum in der Musik", „Was ist deutsch?" und „Modern" und Nr. 921 die Revolutionsschriften. Alle drei Bändchen enthalte» lehrreiche Einleitungen des bekannte» Wagneriorschers Julius Kapp. Arithmogriph. 1 4 2 7 4 5 ein Sunipsvogel. 2 8 8 1 Nebenfluß der Donau. 3 6 2 4 5 Stadt an der Mosel. 3 4 4 anregendes Getränk. 4 6 8 9 biblischer Name. 5 9 7 5 eine Krankheit. 6 8 2 8 Stadt in Unierägypteu. 7 8 6 4 ei» Nagetier. 3 9 8 3 4 5 Labsal für Feinschnrecker. 9 7 9 ei» Raubvogel 68186834 ein 6 , enkünstler. Die Ansangsbuchslaben der gesundene» Wörter ergeben der Reihe »ach, von oben nach »ulen aelele», de» Namen eines deutsche» Lyrikers. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung der Königspromenade in voriger Nummer: Freue dich, daß du z» ringe» hast I Nur aus den Bergen blüht Edelweiß. I« steiler die Plade, je schöner der Preis, Je häAec das Tagwerk, je süßer die Rast; Freue dich, daß d» zu ringe» hast. Frida Schanz. Redaktion: K Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühllchen Unioersitäts-Buch» und Steindruckcrei, R. Kanas, Gießen,