Weitzer-Kegiment. Kotnan von Oskar Klauhmann. Wachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Inan Schotteluis schrieb sehr kifrig Postkarten. Auch rau Wolf, die Wirtschafterin Werners, erhielt eine solche arte mit einem Gruß und mit der Adresse der Frau Schot- telius in Berchtesgaden. Die kluge Frau Wolf wußte, was sie zu tun hatte: Sie mußte einen Bericht nach Berchtes-, gaden schicken, einen möglichst interessanten Bericht. Bei diesem kaui es natürlich auf etwas Ueber)reibuug nicht an; nur interessant mußte er sein, denn Frau Schottelius liebte den Klatsch. In dem Briefe, den sie an Frau Schottelius schrieb, stand es klipp und klar: „Unser Herr Bergrat ist fetzt von Frau Glover ganz und gar mit Beschlag belegt lvorden. Sie holt ihn immer znm Spazierenreiten ab und bringt ihn daun Ivieder nach hause zum Frühstück. Selbst unfern Dienstmädchen ist es schon ausgefallen, wie Frau Glover den Herrn Bergrat eigentlich am Seile führt und mit ihm macht, Ivas sie will. Die Männer merken ja nichts. Deshalb ist auch der Herr Bergrat jetzt immer so außerordentlich vergnügt und fühlt sich wahrscheinlich sehr wohl in der Gesellschaft der Frau Glover." Dieser Brief entsprach ja einigermaßen den Tatsache», aber nicht vollständig: Erstens vcrinied es Frau Wolf, mittzuteilen, daß Graf Klinter immer der Dritte bei den Reitpartien war, und daß Frau Glover nicht etiva allein den Bergrat abholen kam. Dann übertrieb sie sehr stark, denn nur zweimal hatten früh Gras Klinter und Frau Glover den Bergrat abgehott, und ein aiiderinal waren sie mit ihm gemeinsam vom Spazierritt zurückgekommen: sonst trennten sie sich vorher, und der Bergrat kam allein nach Hause. Auch war Frau Wolf eine sehr schlechte Bcobachterin, lvenn sie angab, daß der Bergrat sehr vergnügt sei. Im Gegenteil, er ivar recht sorgenvoll, denn die Sache in der Justinus- Grube kam ihm nicht geheuer vor. Das Thermometer, das im Querschlag eingebaut worden ivar, stieg in den ersten drei Tagen langsam, aber stetig. Darauf allerdings trat ein Stillstand ein, und dann fiel das Thermometer wieder, und zlvar sehr schnell. Eine Beruhigung brachte das aber für Werner nicht. Das Feuer, das sich im Innern des Bergwerks dem Querschlag genähert hatte, ging vielleicht einen andern Weg. v Aber Frau Wolf tvollte ja gar nicht die Wahrheit berichte», sondern nur Interessantes, und so begnügte sie sich mit den Andeutungen, die auch bei Frau Schottelius den Glauben Hervorrufen mußten, daß in den vierzehn Tagen, in denen sie mit Dora von Hause abwesend war, Werner und Frau Glover ohne ihre gegenseitige Gesellschaft nicht hätten leben können. Jedenfalls war Frau Schottelius über den Brief der Frau Wolf sehr erfreut. Sie schrieb ihr ein paar kurze Dän- keszeilen „für alle die interessanten Nachrichten", was natürlich eine neue indirekte Aufforderung an Frau Wolf war, „zu berichten". Am Abend des nächsten Tages saßen Dora und Frau Schottelius im Garten des Hotels und tranken ihren Tee schweigend, denn ihre Blicke gingen immer wieder nach den Bergen hinüber, auf deren.Felsen- und Schneeflächen die letzten Töne des Abendrots allmählich verblaßten. „Was »lögen sie wohl jetzt zu Hanse machen?" begann Frau Schottelius, gerade als das elektrische Licht im Garten aufging. { . . . „Es geht wohl alles seinen gewohnten Gang," entgeg- nete Dora: „es liegt ja keine Veranlassung zu irgendwelchen Aenderüngen vor," „Aenderungen können in wenigen Tagen eintreten," warf Frau Schottelius hin: „unser ganzes Leben besteht cnis Aenderungen, aus Enttäuschungen, aus FrrtÜmern, und immer gibt cs etwas Neues, selten aber etivas Gutes." Mit dieser pessimistischen Bemerkung tvollte Frau Schet» telius ihre Nichte beeinflussen und sie empfänglicher machen für den Samen des Mißtrauens und der Kränkung, den sie jetzt in ihre Seele zu legen gedachte. „Ich habe heute einen Brief von einem Bekannteit aus Dasburg bekommen," sagte Frau Schottelius: „dort hat die abscheuliche Klatschsucht schon wieder ein neues Thema. Man fängt schon an, sich den Kopf zu zerbrechen, wann die nächste Verlobung stattfindet. An eine solche scheint man in eln- geweihten Kreisen sicher zu glauben." Dora wußte, daß jetzt eine Bosheit kam. Sie kannte ihre Tante zu genau! Wenn diese mit den Augen gerade an ihrer nicht allznkurzen Nase entlang sah, dann plante sie Böses, dann legte sie gewöhnlich den Zünder an die Mine, die sie zum Auffliegen bringen wollte. „So iverden schon wieder von der Klatschsucht Ehen geschlossen?" , „Ja," antwortete die Tante, „diesmal aber scheint man der Klatschsucht denn doch Nahrung genug gegeben zu haben, und es handelt sich um eine Frauensperson, die unnahbar schien und die schon viele Körbe ausgeteilt hat: um Frau Glover. Die Leute hatten doch recht, die da sagten, es würde schon einmal der Richtige kommen, und dieser Richtige ist der Bergrat Spalding. Er und Frau Glover stecken immerfort zusammen, machen gemeinsame Ausritte, und man zweifelt nicht, daß nächstens die Verlobung zustande kommt, die natürlich die Eingeweihten nicht überraschen wird. Frau Glover ist immer noch eine sehr stattliche und schöne Frau, und wen» ich daran denke, wie Spalding' vor ihr stand, als er ihr damals im Mnsikverein vorgestellt wurde und sie ihm die Hand zum Kusse reichte, wenn ich daran denke, wie er ganz sprachlos schien vor der Erscheinung der sehr hübschen Frau, will es inir nicht einen Augenblick zweifelhaft 358 erscheinen, daß er sich Hals über Kopf in Frau Mover verliebt hat." I Frau Schottelius schwieg und warf nur vorsichtig Blicke ans das Gesicht Doras, in deni Röte und Blässe wechselten. „Es ist kalt hier," sagte nach einigen Minute» Doraj mit etwas unsicherer Stimme; „ich gehe in mein Zimmer." Dann erhob sie sich und ging ausfallend rasch davon. Frau Schottelius blieb hochbefriedigt zurück. Sie hatte an dem Abend, an welchem Dora den törichten Fackelzug veranstaltete, um dem Bergrat Spaltung eine unverdiente Ehre zu erweisen, wohl gemerkt, nüe sich Werner und Dora ansahen, wie feucht es in ihren Auge» glänzte und wie sie ihre Blicke ineinander versenkt hatten. Frau Schottelius wußte, wie sehr das Gemüt Doras zum Mißtrauen neigte und wie leicht es war, Zweifel in ihre Seele zu bringen. Mit dem Resultat des heutigen Abends konnte fie zufrieden fei», —i-- i Kurz vor acht Uhr morgens hatte sich in der Nähe von Klinterfelde Werner von Frau Mover und Graf Klinker verabschiedet, um eiligst nach Hause zu reiten. „Begleiten Sie mich noch etwas," sagte Frau Mover zu Klinter, als sie den Weg nach Jvershofen einschlug; „ich habe mit Ihne» etwas zu besprechen. Ich will »mssen, was mit Ihne» los ist. Mein Alter berechtigt mich, ein wenig die vorsorgliche Tante zu spielen. Eben erst ist es uns mit Mühe und Not gelungen, den Bergrat aus andere Gedanken zu bringen, und nun fangen Sie an, den Kopf zu hängen. Was ist los mit Ihnen, Herr Mas? Ich bin eine alte Frau, Sic können sich mir anvertrauen." „Ich habe stets das höchste Vertrauen zu Ihnen gehabt, Madige Frau. Mstatteu Sie mir aber, vor allem dagegen zu protestieren, daß Sie sich eine „alte Frau" nennen. Sie tun mir-wehe damit, wenn Sie solche Worte gebrauchen, Und, ich wcitz es, nicht nur mir, sondern allen Ihren Freunden und Verehrern." „Meinen Sie, daß ich deren so viele habe?" „Ja, gnädige Frau, wer Sie kennt, mutz Sie verehren." „Sie hätten die diplomatische Karriere einschlagen sollen, Herr Graf. Sie verstehen brillant auszuiveichen; Sie sollten von sich sprechen, und Sie reden von mir. Also: >vas fehlt Ihnen, warum hängen Sie den Kops'?" Gras Klinter wurde verlegen. „Ich wüßte nicht," sagte er, „daß ich kopfhängerisch wäre." Er wollte wohl noch ctivas sagen, aber er schwieg wohlweislich. „Ich merke es aber," entgegnete Frau Mover, „und ich meine. Sie haben doch gar keinen Grund dazu. Wenn ein Mann wie Sie um ein Weib wirbt, so braucht er wahrlich nicht zu gering von sich zu denken und nicht zu fürchten, daß er eine 'Abweisung erfährt. Wer diese Furcht, diese Aengsh- lichkeit ist ja das Zeichen der echten, wahren Neigung." Gras Klinter sah vollkommen verblüfft auf und in daS Gesicht der Frau Mover. „Gnädige Frau sprechen in Rätseln," sagte er. „Die kleine Gräfin," fuhr Frau Mover fort, „au die Sie jetzt Tag und Nacht denken, ist doch nicht blind siir Ihre Vorzüge." Graf Klinter war so betroffen, daß sein Pferd einen Seitensprung machte. Frau Glover lachte. „Das saß," meinte sie; „nicht nur der Reiter, sondern auch das Roß ist erschrocken. Und nun lassen Sie sich alles erklären, ich will Sie nicht auf die Folter spannen. Die wissen doch, die ganze Welt ist ein Fischerdorf, und während Sie in Berlin waren und mit der kleinen Gräfin Rother so oft zusammeukamen, als es nur möglich war, wurden Sie von einer mir befreundeten Dame, die auch mit der kleinen Rother bekannt rst, beobachtet, und man hat es mir gemeldet, daß Sie der kleinen Gräfin aus Tod und Leben den Hof machen." Gras Klinter war ganz rot geworden. „Gnädige Frau," sagte er, „Sie fehen mich so überrascht an, daß ich in der Tat nicht weiß!, was ich sagen soll. Ich möchte nur Protest erbeben gegen die Bezeichnung „auf Tod und Leben". Ich will nicht leugnen, daß mich die Gräfin Rother sehr interessiert, haß ich viel mit ihr zusammengewesen bin; aber vom Höfmachen bin ich weit entfernt." „Warum?" fragte Frau Myver. „Sie brauchen doch nicht zu zögern und brauchen nicht zu furchten, daß Sie sich einen Korb holen." „Sie vergessen eins, gnädige Frau," sagte Graf Klinter nicht ohne Mtterkeit, „ich bin ein Krüppel!" „Erstens ist die Sache nicht so schlimm," meinte Frau; Glover, „und zweitens wäre das für ein weibliches Wesen, das liebt, niemals ein Hinderungsgrnnd, um einen Mann zu heiraten. Ich glaube, in diesem Falle empfindet eine Frait viel tiefer und zarter als der Mann." „Gewiß, gnädige Frau," sagte Graf Klinter, „sind die Gefühle der Frauen in solchem Falle zarter als die dög Mannes. Aber ich will nicht Mitleid, ich fürchte mich vor! dem Mitleid. Ich habe an ettvas anderes gedacht." „Sie wolle» Liebe," entgegnete Frau Glover. „Warum soll die Ihnen nicht zuteil werden? Ist die Liebe, die vielleicht aus Mitleid entsteht, minderwertig?" „Für mich ja, gnädige Frau. Ich meine, solche Liebe kann keine Dauer haben. Ich habe mir immer sagen lassen, daß die Frau zu dem Manne ausseheii, daß sie ihn bewundern muß. Daranf aber habe ich in meiner Krüppelhaftigkeit keinen Anspruch. Kann sich jemand einen lahmen Heide» denken?" „Seien Sie nicht so bitter, Herr Graf. Erstens könnte man sich das sehr wohl denken, dann aber brauchen nicht alle Männer Helden zu sein. Es ist ein Irrtum, wen» man annimmt, die Frauen schenkten ihre Liebe nur Helden. Wenn die Frauen klug sind, gehen sie sogar den Helden aus dem Wege; die haben ein zu großes Selbstbewusstsein, und daher auch ihre Mucken. Glauben Sie mir, tvenn ich Ihnen das sage; ich bin eine alte Frau, die ihre Erfahrungen hat." „Gnädige Fra», Sie werden wieder behaupten, ich lenkte das Gespräch ab; aber ich mutz nochmals Protest erheben, daß Sie sich als alte Frau bezeichnen." Im Nächsten Augenblick geschah ettvas so Sonderbares, daß Gras Klinter ganz verblüfft war: Frau Glover sitig an zir weinen. Zwei gewaltige Tränen lösten sich von ihren Augenlidern los und rollten über ihre Wangen, und daun begann die schöne Frau so zu schluchzen, daß ihr Pferd unruhig wurde. „Gnädige Frau!" rief Graf Klinter ganz entsetzt. „Was ist geschehen? Ich trage doch nicht die Schuld an Ihren; Dränen?" Barbara schüttelte energisch den Kopf. „Sie haben mich um Vertrauen gebeten, gnädige Frau, und ich habe mich vertrauensvoll gegen Sie geäußert. Können Sie mir nicht sagen, was Sie drückt'?" Frau Glover kämpfte herzhaft mit ihren Tränen und sagte dann: „Oh, tvie töricht sind die Männer! Erst setzen sie uns! den Revolver aus die Brust, und toen» wir uns das nicht gefallen lassen wollen, dann setzen sie sich den Revolver selbst an den Kops und drohen mit Sclbstniord und solchen» törichtem Zeug." Und wieder weinte Frau Glover, daß cs dem Grafen Klinter ins Herz schnitt. Er wußte, jeder Zuspruch war in diesem 'klugenblicke zlvecklos. Er konnte auch nicht in die schöne Frau dringen, um sie zur Preisgabe eines Geheimnisses zu veranlassen, das sie anscheinend heftig drückte und ihr Inneres in große Verivirrung brachte. So begnügte er sich, stuinm neben ihr z>» reiten. Man loar am Park von Jvershofen angelangt. Frau Barbara machte Halt und trocknete ihre Tränen. Sie steckte das Taschentuch in die Seitentasche ihres Rett- jacketts und reichte ihren» Begleiter die Hand. „Sie haben mich schlvach gesehen und in einem Zustande der Erregung und seelischen Verwirrung, der inir leider von den Verhältnissen und von» Schicksal ausgezwungeir wird. Sich, ich habe nie geglaubt, noch cininal in solches! Dilemma zu kommen. Ich bitte um Ihre Diskretion, ich vertraue auf Ihre Berschivicgeuhcit und Ihre Freundschaft. Sie sollen auch erfahren, um was es sich handelt; nur heute nicht, nur nicht, nur nicht jetzt. Und »>un, bitte, verlassen Sie mich. Meine Leute zu Hause »verdeu doch merken, daß ich geweint habe, und es soll nicht unnütze Rederei entsteheir, wenn Sie inich nach Hause begleiten. Man niinint sonst an, es hat zwischen uns irgend ettvas ftattgefuuden. Bleiben Sie mein Freund, Herr Graf. Ich brauche vielleicht in den nächsten Tagen so sehr Ihre Freundschaft und Hilfe. Ich habe hier keine Freundin; es niag an meinem etwas herrische» und selbständigen Wesen siechen, daß die Frauen mir nicht besonders geneigt sind. Ich habe keine Freundin, zu der ich mich aussprechen könnte, weder zu einer älteren noch zN — 869 einer jüngeren, und der alte Geheimrat, dem ich mein vollstes Vertrauen schenken könnte, ist nicht da, und er könnte mir in diesem Falle auch nichts helfen. Nein, er gar nicht, er schon lange nicht! Leben Sie wohl, Herr Gras! Mso morgen früh zeitig Rendezvous zum Reiten hier in Jvers- hofen. Vielleicht machen wir morgen den letzten Spazierritt. ES ist möglich, daß auch ich verreise und auf und davon gehe. Es wäre vielleicht die beste Lösung." Graf Klinter fügte Barbara die Hand mit noch größerer Ehrerbietung als sonst. Aus seine» Augen strahlte ein so herzliches Mitleid, daß ihm Frau Glover »och einmal zunickte, bevor sie ihr Pferd weltergehen ließ. (Fortsetzung folgt.) wie ernährt man sich gut und billig? Vo» Dr. S e 11 * Eleonorcii Heilstätte. Wenn unsere Ernährung die Bezeichnung „gut" verdienen soll, so nius« sie bei dem gesunden Erwachsenen auf Erhaltung des KölVcrbcstoiides (nicht Mehrung des Gewichts), auf Erhaltung seiner Arbeitskraft, Zülugkeit und Ausdauer zngclchnitten sein. Etwa 50 Prozent der verdauten Nahrung sind Baumaterial und dienen (durch Ersatz der natürlichen Abnutzung) der Erhaltung des Bestandes, 96 Prozent dienen dem „Betriebe der Körpcrmaschtne", - sie werden, wie die Kohle unter dein Dampfkessel, mit Hilfe fce& aus der Lust eingeatmetcn Sauerstoffs verbrannt und liefern dabei Wanne imd Kraft: aber nicht nur rohe Kraft zum Hebe» und Forlickwffen von Lasten usw, sondern auch DenÜraft, Sehkraft, Nervenkraft, Berdauungskrast, Kraft zur Abwehr andrängender oder zur Ueberwindung eingedrnngener Mankheitskeiine usw. Man belvcrtct deshalb die reine» Grnndswfte der Nahrung nach der Menge der Wanne, die sie bei der Verarbeitung (Verbrennung) im Körper liefern: das ist jedoch imr teilweise richtig. Denn wenn auch mit der Wärmebildung stets in gewissem Verhältnis die Enttrncklnng von Kraft verbunden ist, so werde» andrerleits bedeutende Kräfte auch ohne Wärmebildung erzeugt. Die Mineral- stosse vor allem sind solche Nahrungsbestandteile, die nicht verbrannt werten, aber, — wie die Wissenschaft jetzt einwandfrei nach- gewicse» hat, — für die gesamte Lebenskraft wichtiger sind, als alle die anderen Stoffe, die verbrannt werden. Sie sind deshalb (also Kalk, Eisen, Natron, Kali, Kieselsäure, Phosphor, Schwefel, Mangan, Fluor) auch „Nährsalze" genannt worden. Wenn man die Nahr»ng eines Versuchetieres künstlich von allen diesen Mineral- stoffen völlig frei macht, alle anderen verbrennlichen Stossc aber >» der richtigen Mischung darin läßt, so stirbt das Tier sckmeller und Unter größeren Qualen, als wenn man es ganz verhungern läßt. Diese Mineralstosse sind hiernach die wichtigsten Nahrnngs- bestandteile, obwohl sie keine Wärme liefen! und unserem Körper nur in verhältnismäßig kleinen Mengen Nötig sind. Die übrigen verbrennlichen Grundstoffe der Nahrung sind die Eiwcißslosse, Fettstoffe, Mehl-Stärke-Zuckerstosfe. Die letztgenannte Gruppe liefert hauptsächlich Kraft und Stärke und verdient deshalb ihren Namen „Stärke" ini vollsten Maße: die Fettstoffe liefern lxiuptsächlich Wanne, die Eiweißstoffe sind (wie die Mr- neralstosfe) in erster Linie Baumaterial. Wie beim Gebäude hängt auch beim Körper und allen seinen Organen die Festigkeit, Zähigkeit, Lebensdauer von der regelrechten Menge, Qualität und Verwendung des Bauniaterials, hier also der Mineralswfse iund des Eiweißes, ab. — Aber nicht die Arbeftsleistung. — Es ist ein alter und weit verbreiteter Irrtum, aber eben doch ein Irrtum, daß die Euveißnahrung, besonders im Fleische, von ganz besonderer Bedeutung für die Leistungsfähigkeit eines Menschen sei und deshalb in der Kost arbeitstätiger Menickw» besonders reichlich vorhanden sein müsse. Für Stärke und Fett als die besonderen Stärke- und Wärmelieseranten trifft diese Ansicht besser zu. Man macht doch auch die Kolbenstange oder das Schivungrad einer Maschine nicht dicker und größer, wenn sie einmal länger oder schneller lausen soll, sondern man schaufelt mehr Kohlen ein, macht besseren Luftzug und erzielt den gewünschten Arbeits- ersolg eben durch erhöhten Verbrauch an Betriebsmaterial. Als solches ist das Eiweiß keineswegs hervorragend geeignet. Es wird zwar verbrannt, aber nicht so vollständig, wie Fett und Stärke: es ist viel verwickelter zusammengesetzt, als diese einfachen Belriebsmaterialien sind. So liefert ein Gramm teueres .Eiweiß einerseits Nicht im geringsten mehr Wärme (und Kraft) als eilt Gramm Stärke, andrerseits aber macht seine Verarbeitung dem Körper viel mehr Arbeit als die der viel einfacher zusammengesetzten Fett- und Stärkestoffe. Was vom Eiweiß nicht verbrannt werden kann, das muß Unter Aufwendung von Kraft andersartig verarbeitet und ausgeschieden werden. So ist das Eiweiß noch weniger geeignet zur Lieferung von Betriebskraft, als die anderen verbrennlichen Nahrungsstoffe. Daß ein großer Teil Kraft zur Verarbeitung des mit der Nahrung zugeführten Eiweißes verbraucht wird, sehen wir daran, daß ein Mensch, der viel Eiweiß zu sich genoinnien hat, inehr Luft einatmen muß, auch wenn er auf dem Sofa liegt Und ( keinen Finger krumm macht. Der vermehrte Lustbedarf zeigt tms an, daß irgendwo im Körper eine besondere Anstrengung vorliegt: jeder Mensch weiß, daß er mehr atmen muß, lvenn er sich anstrengt, schneller geht, Treppen steigt, schiver trägt nsw. Atmet jemand niehr, leistet aber keine sichtbare Arbeit, so muß eben die Anstrengung innerlich sein: im angenommenen Falle ist es die Verarbeitung allzngroßer Eiweißmengen. „Gute" Ernährung für arbeitstälige Menschen darf also nicht zu viel Eiweiß enthalten, denn sonst wird zu dessen Verarbeitung zu viel Krast verbraucht und es fehlt dann an Krast für die Be- rnfsarbeit. Die Eilvcißstosse sind zum Ersätze der Abnutzung unseres Körpereiweißes gelviß unentbehrlich: aber es ist unsinnig, sie deshalb i» übergroßen Mengen zu genießen. Man hat lange Zeit die Eiwcißslosse überschätzt, ganz besoiiders das eiweißreiche Fleisch, ja man hat, — iit dem Eiwcißabcrglaubcii befangen, — sich angewöhnt, ans Bcasstcaks nocki Eier zu schlagen, Rührei mit Schinken zu verbinden, zu den eiweißreichen Hülsensrilchtsuppen noch Würstchen zu esse», Brot ohne Fleischbelag zu verachten und dergleichen. Es wird aber kein ttnparlciischcr behaupten, daß die in dieser Weise „gut" lebeuden Meiischeu zu große» Leistungen besonders besähigt seien. — Das Gegenteil läßt sich beweisen. Wie man die Eiweißstoffe überschätzt hat, so hat man, — auch in der Wissenschaft — die Mineralstosfe unterschätzt und lange Zeit gar nicht auf sie geachtet. Fn demselben Maße aber, wie die seit etwa 100 Jahren immer »lehr i» Mode kommende Verseinerung der Nahrungsmittel um sich gegriffen und der Menschheit in den Kulturländern einen große» Teil der in den natürlichen Nahrungsmitteln enthaltenen Mineralstoffe geraubt hat, ist di« Wissenschaft auf den Mineralmangel als Ursache der zunehmenden Schwächlichkeit, Blutarmut, Nervosität, des furchtbaren Zahnversalles und anderer Rückgangserscheiimngeii (Degeneration) aufmerksam geworden. Man vergleiche, ivas oben über die mineral- srcic Ernährung von Versuchstieren gesagt ist. Besonders leiden unter der Miiieralstossverarmiing die aus Getreidearicii hergestellten Nahrungsnütlel. Die moderiie Feiiimnlleret hat das gute Brot unserer Allvordcren in ein armseliges Nahrungsmittel verwandelt. Nach den heutigen Zuständen kann man nicht mehr, wie im Vaier- unser, das Brot als Inbegriff der gesamtcii Nahrung bezeichnen, denn ihm sehlen wichtige Stoffe. Deutscher Weizen enthält durch- fchnittlich 2,12 Prozent Miileralbestandteise, der üblickze Weizengries nur 0,5 Prozent, Weizenmehl Nr. 0 nur 0,47 Prozent, bas seinste Weizenmehl Nr. 00 nur 0,42—0,38 Prozent. Die Weizenklcie aber mit ihren 8,01 Prozent Mineralstossen halten lvir sür grade gut genug zum Vichfutter. Vollreis enthält 3,38 Prozent Mineralstosfe, der überall täuftiche Reis unseres Handels aber nur noch 0,82 Prozent. Mehl ans ganzen Getrcidekörnern, also einfchließiich der Kleie, enthält gerade noch 10 mal so viel Eisen, als das allgemein übliche weiße Mehl. Kein Wunder, daß die Menschheit blntarni und bleichsüchlig dabei wird nnd Ungeheure Menge» von Eisenvrävarate» aus der Fabrik und Apotheke beziehen mnß, aber fclbst dadurch nur einen mangelhaften Ersolg erzielt. > „Gute" Nahrung muß also die natürlichen Mengen von Mineralstossen enthalte». Es wäre ei» trügerisches und törichtes (auch teueres) Beginne», wenn wir iveiterhin diese wertvollen Stosse fortwcrsen Und uns zum Ersatz vielleicht eins von den zahlreich angevrieseuen Nährfalzprävaraten kausen wollten. „Gute" Nahrung bieten die „nverkünstelten gröberen Nahrungsmittel i»>d sie stellen gleichzeitig die „billige" Nahrung dar. Daher list es ein Irrtum, wen» ärmere Leute die Wohlhabenden um ihre vermeintlich bessere Nahrung beneiden. Im Gegenteil, es ist ein Segen sür die breite Masse des Volkes, daß es nld)t die Mittel dazu hat, all die Gesundheit zerstörenden und Arbeitskraft fchmäleruden Eßgewohnheiten (vergleiche Eitveißl der Reickzen nachzumachen. Es soll aber durchaus nicht verschwiegen iverden, daß den Miuderben,ittelten die Entwertung der Nahrungsmittel, vornehmlich des täglichen Brotes, besonders verhängnisvoll werden kann, wenn sie töricht genug sind, das möglichst weiße Brot dem vollwertigen, kernigen Schwarzbrote vorzuziclzen. Denn der Reiche kann sich durch reichlich Gemüse und Obst den Verlust an Nährsalzen ersetzen, auch die Verschleuderung von Getreidc- eiweiß, das in der Meie vor's Vieh kommt, durch grössere Fleisch- Portionen ausgleichen, der Aermere aber oft nicht. Gerade die breite Masse des Volkes sollte sich deshalb mit Entschiedenheit geaen die eingebürgerte Entwertung des Brotes wehren, dre nar-* toffeln ungeschält kochen, damit die Nährsalze darin bleibe», die Gemüse nicht abbrühen, sondern mit Kochwasser genießen und kein Geld für die wertlosen und dabei so leicht gesund hettsschädlich werdenden Genußmittel, wie Kaffee und geistige Getränke ans- gcben. Unser Verlangen nach diesen Reizmitteln und Nervengiften ist erst so groß und so allgemein geworden, seit uns die so wunderbar Und geheimnisvoll stählenden Mineralltosfe in immer steigendem Grade entzogen worden sind. Die unverkünstelten Nahrungsmittel. auch zum Teil roh genossen, wie Obst, gelbe oder ferne Rüben, Salate, Radieschen, haben ein ei, ganz ausgezeichneten Wohlgeschmack, auch die geauellten Kartoffeln im Vergleich mit den ausgekochten. Wie kräftig schmeckt, >vie nachhaltig sättigt ein Stück wirkliches Schwarzbrol Muiimik- brot/km Vergleiche zu dem armseligen Weißbrote! Feder wenkeiib« 360 — kann sich also selbst überzeugen, das; es ein Irrtum ist, zu glauben, cs ser ein Vorrecht der Reichen, eine schmackhafte Ernährung zu haben. Nein, — je natürlicher (und deshalb meist auch billiger) ein Nahrungsmittel ist, desto wohlschmeckender ist es, desto mehr toird man es schähen lernen, tuen» man die Sache nur recht versteht und sich durch den Verseinerungstaumel nicht die Augen blende» läßt. Entscheidend wichtig ist dabei aber vor allen Dingen, daß wir die Speisen auss gründlichste durchkanen. Schwarzbrot z. B. muß nian stets so gut austrocknen lassen, das; es einen geradezu zwingt, es ordentlich durchzukanen. Die meistten Menschen essen viel zu rasch, brauchen ihre Zähne nicht ordentlich und lassen sie so durch Untätigkeit (wozu noch von Kind auf der Mineralmangel und ost auch Zuckernrißbrauch kommt) zu Grunde gehen; sie jagen die Speisen klumpig in den Magen, verdauen sie dann) nur unvollständig, ruinieren aber oft dabei den Magen, langes und gründliches Kauen macht auch die gröberen (billigeren), vermeintlich schwer verdaulichen Speisen leichter verdaulich. Erst bei feinste»; Kauen und Ausschmecken kommen die natürlichen, seinen Geschmackseigenschaften zum Vorschein, die wir sonst nicht merken, oder durch Senf, Psesser, Essig usw. totschlagen. Erst dann werden wir die Speisen vollständig ausnützen, nichts von den wertvollen Nährstoffen verlieren und wirklich billig leben können. Solches, den Naturgesetzen unseres Körpers entsprechendes, Essen ist also in jeder Hinsicht vorteilhaft. Dann brauchen tvir auch durchaus nicht so viel zu essen. Denn nirgendwo ist die Meinung „viel hilft viel" so falsch, wie be; einer nachlässigen- gedankenlosen Ernährungsart. Wie der einzelne Mensch so viele Fehler inachen kann, die ihn Verbindern, „billig" zu leben, so verteuert sich auch die Menschheit in ihrer Gesamtheit durch falsche Gewohnheiten die Ernährung aanz ungeheuer. Fleisch z. B. kann gar nicht billig sein, denn seine Erzeugung ist teuer; mau hat berechnet, das; die Fläche lAckerland, mit deren Ertrag man 1 Mlo Schlachtsleisch erzeugen kann, 19 mal so groß sein muß, als für ein Kilo Weizen nötig ist. Es ist andrerseits berechnet ivorden, daß allein dem deutschen Volke alljährlich 1000 Millionen Mark erspart werden könnten, wenn es die Kleie toicder zum Brote verwenden würde. Weitere ß2k>300 000 Mark könnten erspart werden, — wovon nahezu 2 Millionen Menschen ihre Ernährung bestreiten könnten, — wenn tvir die über 2 Millionen Hektar denlschen Ackerbodens, dessen Erträge heute zur Erzeugung geistiger Getränke benutzt werden, mit Brotfrucht bebauen würden. Es ist berechnet worden, daß in einen; Jahre 262 484 Millionen Kilogramm Eiweißstosfe 48009 Millionen Kilogramm Fett 1329 547 Millionen Kilogramm Stärke 70 083 Millionen Kilogramm Mineralstosse 93 206 Millionen Kilogramm Fruchtzucker die die deutsche Erde in Form von Rohstoffen uns zur Ernährung erzeugt hat, zur Produktion alkoholischer Getränke vernichtet werden. Es ist doch kein Wunder, wrrn das Uebrigbleibende dann teurer werden muß. i Bon dev guten und billigen Kartoffel werden be; uns jährlich 20—25 Millionen Dopvelzentner zu Branntwein verarbeitet. Uiti> Wie viel ZWetschen, Kirschen usw. teilen dies Schicksal! Welche ämgeheuren Mengen von Aepseln und Beerenobst wandern in die Kelter und das Weinfaß! In jedem ländlichen Haushalte aber könnte »rau für „gute" ^besonders nährsalzreiche) und gleichzeitig „billige!' Ernährung außerordentlich viel tun, wenn inan von den; ivertvotlcn Obste nur den wirkliche;; Ueberschuß verkaufen wollte, zunächst aber von dem, was sich zum empfehlenswerten Nohessen nicht aufheben läßt, für den eigenen Bedarf große Vorräte dürren und dann das tzanze Jahr über recht häufig auf den Tisch bringen lvollte. So geht aus diesen kurzen Betrachtungen hervor, daß auch heute noch eine wirklich gute und billige Ernährung möglich sein könnte, wenn nur die Menschen ihren eigenen Verstand brauchen und nicht gedankenlos mit den; 2;rom schwimmen wollten, wenii sie nicht das, was unsere Vorfahren wußten und taten, verachten wollten und sich durch den Kulturdünkel aus einem Holzweg ;n den anderen führen ließen. Man denke nur an den jammervollen Zustand der härtesten (!) Körperteile, der Zähne, gerade bei der Jugend, und man bat den Beweis deutlich vor Augen, wie sich unsere Kulturmenschheit aus der schiefen Ebene in zunehmendem Verfalle befindet. Jeder wahrhaft Aufgeklärte aber hat die Pflicht und die Möglichkett, ohne Geldaufwand, ja mit Ersparnis, an der Besserung mitzuwirken, che cs noch schlimmer mit unserem Volke wird. Er muß zuerst sich selbst nach den hier besprochenen Gruud- sätzeu langsam anders gewöhnen; er lvird den Segen dieser besser naturgemäßen Lebensweise schon an sich selbst empsindeu, vor allen; aber den Nachkommen, die es im Leben einuntt sckuvercr haben werden, als tvir, zu einer besseren Kürperbeschaffenheit und größerer Leistungsfähigkeit verhelfen. — Vermischte». kos. Vogelzug u n d N » n; p l e r t a n b e. Die Erforschung des Vogelzugs hat gerade ihrer großen Schwierigkeiten ivegen dt« Ornithologen von jeher besonders gefesselt, und es sind schon die verschiedenste;; Mittel und Wege versucht worden, das Geheimnis zu lüsten. Manches ist ja im Laute der Jahre durch zähe Arbeit schon aufgeklärt worden; aber immer noch stehen ivir hier in der Hauptsache vor ungelösten Rätseln. Da lieiert uns die inoderne Technik einen ganz neuartigen Bundesgenossen in; Flugzeug, da» dazu bestimmt ist, die ErsoZchung des Vogelzugs in völlig neue Bahne;; zu lenken und über verschiedene grundlegende Fragen zuverlässige und sichere Auskunft zu geben. Das Flugzeug gestattet de»; Menschen, den; leichtbeschwingten Wandervogel aus seiner lustigen Bahn zu folgen, sozusagen die ganze Reise mit ihn; zu »rachen und dadurch genau die Zugstraßen sestzuleaeu, ebenso dt« Höhe des Wanderfluges, die Rastpunkte, die Schnelligkeit lifw. Anderseits kann eine derart;ge Betätigung auch sür die Lultschissahrt nur von den besten Folgen sein, da wir inriner »och von; Vogel zu lernen haben. Wir wissen ja heute bereits, daß dieser die Wilte- rungsverhällnisse und uanrentlich Windrichtung und Windstärke aus das tresslichfte auszuuuheu versteht, daß deshalb ein und dieselbe Vogelart je nach den Lustverhältnissen in ganz verschiedener Höhe zieht, und die genaue Beobachtung all dieser Umstände wäre auch für den Flieger die beste Schule, die er durchurachen könnte. An vielen günstigen, vorher genau festgelegten Bcobachtungspunkten wäre je ein Ornithologe und eiu Flieger auszustellen, die bei»; Herannahen großer Vogelzüge diesen zu solgen hätten. Natürlich ist das nicht so auszusassen, als ob der Flieger und sein ivissen- schasilicher Begleiter etwa inmitten de» Vogelschwarms selbst dahin- zlehen sollen, weil dadurch die Vögel sicherlich kopflos gemacht, von ihrer Richtung abgedrängl oder gar zersprengt werden würden. Wohl wäre es aber gut durchznsührcn, daß das Flugzeug den; Vogelschwarn; in größerer Entfernung folgt, die einerseits eine Aeugstiguug der Vögel anSschließt, nnderseils aber doch ihre genaue Beobachtung mit den; Glas gestattet. Tie Erfahrung wird hier bald den richtigen Mittelweg zeigen, und ebenso ist nckt Sicherheit anzunehme", daß die Vögel sich schließlich ebenso gut an den Sin- blick der Flugzeuge gewöhne;; werden, wie sie sich i>; weitestgehender Weise an Etjeubahiien und Tampsschisse gewöhnt haben. vüchertisch. — Grrebens Reiseführer; Band 55, „Die Ostsee- bädcr". 16. Auslage mit k3 Karten. (Mk. 2.—.) Albert Goll>-> schmidt, Berlin W. 35. Wer längere oder kürzere Zett au der Ostsee verbringe;; will, de»; lvird sich obeugeuauuter Führer, der ittinmehr in der bereits 16. Auslage erscheint, als unentbehrlicher Ratgeber und zuverlässiges Auskunstsbuch erweisen. Ist; es doch nach anttlichen Mitteckuugeu und eigenen Informationen von einem Fachmauue bearbeitet und b;etet so — tute wohl kaum ein anderes ähnliches Werk — sür absolute Zuverlässigkeit sicher« Gewähr. Sämtliche Ostseebäder sind übersichtlich und erschöpfend behandelt: a;ul> enthält das Buch Notizen über Seebäder, Winter»; huren, das Leben des Meeres, Seezeichen, Naiionalslaggen, Reedereien, Fahrkarten usw. Ferner wurden der neuesten Auslage eine ausführliche Beschreibung und ein Plan von Stettin bctgefügü Das reiche Kartenmaterial, das dem handlichen, in Leinen gebundenen Führer beigegebcn ist, entspricht durchweg den „enestcul Ausnahmen. _ Königspromenat?. Alau dars die ciuzetueu Wörter und Silbe;; nur tu der Weise luiteiuaudee vcrbiudcu, daß inan — wie der König aus de;;; Schachbrett — fiel» vou einem Feld aus auf ein beuachbartes übergeht. hast zu daß je psade nur ringen dich du die schöne; der ans srene bergen " steiler vrei» je z» den hast blüht weiß härter tag du ringen dich die edel werk das daß rast ■ ireue süßer je Auslösung in nächster Nummer. Auslösung des Zitatenrätseks in voriger Nununcr: Vergnügt s m ohne Geld, des ist der Stein der Weise;; Redaktion; K Neurath. — Rotationsdruck uud Verlag der BrüliNchen UniversilälS-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.