Weibkr-Kelliment. Koman von Oskar Klaußmann. (Nachdruck verboten) (Fortsetzung.- Die in früher Morgenstunde angesetzte Vorstandssitznng des Musitvereins im Hotel Friedrich ivährte nicht allzulange. Außer Frau Glover ivaren nur Direktor Grau und Graf Klinter enchienen. Geheiinrat Kersten fehlte, weil er verreist tvar. Es handelte sich lediglich darum, in einer Besprechung mit den, Hotelier festzusetzen, wann der Saal frei sei, und in welcher Weife die Geselligkeit, die sich an die musikalische Ausführung anschloß, durchgeführt tverden sollte. Dar Datum war bald bestimmt, ebenso die Genüsse, die Küche und Keller nach der Musikaussührung bieten sollten. Friedrich tvnrde beauftragt, auch für ein Streichguartett zu sorgen, das nach dem Essen Tanzmusik inachen sollte. In einer halben Stunde war alles erledigt. „Sind Sie zu Pferde hier?" fragte Barbara Glover den Grafen „Jawohl, gnädige Frau." „haben Sie so viel Zeit, um mich zu begleiten? Ich nrochte mit Ihnen sprechen." „Ich stehe ganz und gar zu Ihren Diensten, gnädige grau." hüttendirektor Grau beeilte sich, nach seinem Bureau zu kommen. Graf Klinker half Barbar« aufs Pferd, dann ritte» sie langsam durch die Strassen von Dasburg und schlugen den direkten Weg nach JverShofen ein. „Sie waren verreist?" sagte Barbara. „Ich bin erst heute nacht zurückgekommen. Ich war vier Lage fort." „hoffentlich sind Sie von dem Resultat Ihrer Reise befriedigt," meinte Barbara, und um ihre Lippen spielte ein etgentüintiches Lächeln Dasselbe machte ihren Begleiter stutzig, und etwas unsicher autivortete er: „Ich glaube wohl, gnädige Frau." „Ich wollte in dringender Angelegenheit Ihres Freundes, des Bergrats Spatding, mit Ihnen sprechen. Er befindet sich in einem Zustande der lleberarbeitung, der mich besorgt inacht. Ich habe ihn vor noch nicht ztvei Ltunden in meiner Schonung in einem Zustand Vvi> GeisteSabivesenheit angetrofsen, der beängstigend war Wenn ich nicht genail wüßte, >oen ich vor mir hatte, hätte ich geglaubt, der gute Bergrat sei trotz des frühen Morgens stark betrunken. Als ich ihn anrief, erwachte er ivie au» einem tiefen Traum und sprach dann ganz vernünftig. Er erklärte mir, er habe sich ivieder mit seinen Projekten und Dieiistangelegenheiten auch beim Reiteii beschäftigt und habe dem Pferde vollständig die Zügel überlassen, so daß eS in die Schonung hineingeriet. Auf diese Weise wird er einnml verunglücken Ein Pferd ist «n allgemeinen ein unvernünftiges Tier, und weil» es merkt, daß sein Reiter in Gedanken versunken ist, dann neigt eS zu Kapriolen." „Spalding ist allerdings ein Arbeitssanatiker," erklärte Klinter; „er geht in seinen Arbeiten vollständig auf, und augenblicklich hat er ja ziemlich viel auf hem Kopfe. Er leitet ztvei groß« Werke und hat noch die Arbeiten des General-' direktors." „Auch Fräulein Buchwald ist seit heute früh verreist, und seine Beranttvortung und Arbeit tvird dadurch wohl noch etivas größer tverden. Wir trafen kurz vor neun lshr die Damen von Saarkirchen, als sie zum Bahnhof fuhren " „Die Damen sind verreist?" fragte Klinter überrascht. „Davon hatte ich keine Ahnung." „Sie verreisen doch immer um diese Zeit " „Allerdings, und sie müssen sich sehr plötzlich entschlossen habe». Mehr Arbeit hat ja tvghl durch die Abreise des Fräulein Buchwald Spalding nicht, aber noch mehr Verantwortung.'t „Wir muffen etwas tun, mein werter Gras. Auch Geheimrat Kersten, der an mich geschrieben hat, bittet mich, hin und tvieder nach Spakding zu sehen, damit er sich nicht überarbeitet." „Wie geht es dem Geheimrat Kersten?" „Ihm selbst wohl ganz gut, aber nicht dem Sohn. Der Hauptmann hat einen schweren Fieberanfall und liegt tm Sanatoriuni in Meran. Indes geben die Aerzte Hoffnung auf baldige Besserung." Das Pferd Barbaras fing an, unruhig zu werden, und ztvar schien sich die Unruhe von der Reiterin auf das Pferd zu übertragen. Es ist merkwürdig, lote ein gut gerittenes Pferd selbst auf die seelischen Erregungen des Reiters oder der Reiterin reagiert. Der Graf Klinter und Frau Barbara Glover ritten einige Minuten Trab. Dann beruhigte sich das Pferd Barbaras tvieder, und Klinter setzte das Gespräch fort: „Es ist sehr schtver, Spalding lvszureißen und von seinen Arbeiten abznbringen. Wenn man ihn tagsüber stört, holt er das Versäumte nachts nach. Ich zerbreche mir vergeblich den Kopf, lvic man ihn auf andere Gedanken bringen könnte." „Die beste Zeit dafür ist wohl die Morgenstunde, in der er täglich ausreitet. Tie Hauptsache ist, daß man ihn wentg- stens für diese Stunde ans andere Gedanken bringt, daß man ihn zwingt, sich mit anderen Dingen zu beschästigen als mit seine» Dienstangelegenheiten Das märe eine geistige Erfrischung für ihn. Ich meine nicht, daß ivir so geistvolle Plauderer sind, um ihm diese geistvolle Erfrischung zu ge- tvähren; die entstünde von selbst durch die Abtvechslung. Die Morgenstunde sollte sich der Bergrat frei von allen dienstlichen Angelegenheiten machen, und ich meine, es könnte uns nicht schtver fallen, ihn zu beeinflussen. Wir müssen ihn nur begleiten und ivährend deS Schrittreitrns zum Plaudern veranlassen." 354 — „Wir können nnS jeden Morgen zeitig an bestimmter Stelle treffen," meinte Graf Klinter. „DaS wird auf die Dauer langweilig," sagte Barbara; „immer und immer dieselben Wege zu reiten, macht keinen Spaß, ganz abgesehen davon, daß schließlich auch Gerede dadurch entsteht, wenn man NnS immer zusammen sieht. Ich meine, wir sollten morgen früh den Bergrat in seiner Villa abholen, und einen Ausflug nach Nordost machen, lieber- Morgen tönnen die Herren mich abholen, und wir machen einen Ritt durch meine Wälder. Am Tage darauf holen wir Sie in Klinterfelde ab und machen einen Rundritt, so daß wir den Bergrat wieder zeitig genug in seiner Villa ablie- fern können. Ich reite dann über Bahnhof Buchwald nach Hanse, und für Sie ist der Weg über Saarkirchen ebenfalls nicht weit. Sie müssen die Sache nur noch heute telephonisch mit dem Bergrat verabreden. Wir werden auch Veranlassung nehmen, den Bergrat in die musikalischen Uebungen zur nächsten Ausführung hineinzuziehen, damit er abends zu einer Ablenkung gezwungen ist und sich nicht in sich selbst verkriechen kann." „Ihre Vorschläge sind die besten, die gemacht werden können," entgegnete Graf Klinter; „ich werde nachmittags Bergrat Spalding telephonisch anrufen — denn vormittags kann ich ihn nicht erreichen, da er im Bergwerk ist — um ihm mitzuteilen, daß wir ihn morgen früh abholen. Wir Müssen dann allerdings schon um sechseinhalb Uhr vor seiner Wohnung sein." „Das tut nichts," erklärte Frau Glover, „wir sind ja beide Frühaufsteher." 9. Kapitel'. Die angebliche Erkrankung der Frau Schottelius an ihrem asthmatischen Leiden war eigentlich nur ein Borwand. Asthmatische Anfälle hatte die sonderbare alte Frau häufig. Die hatte freilich nichts dagegen, daß Dora um ihretwillen Nch plötzli ch zu einer Reise entschloß, und noch weniger sträubte sich Frau Schottelius, nach Berchtesgaden zu gehen, wo es ihr immer außerordentlich gut gefiel. Sie hatte dort ihre Bekanntschaften, und die Abwechslung, die der Aufenthalt an einem anderen Orte brachte, war auch nicht zu verachten. Man lebte ja in Saarkirchen sorgenlos und in geradezu glänzenden Verhältnissen; aber das Leben dort wurde doch auf die Dauer einförmig. Seit langen Monaten war das Fest im Musikverein die einzige Unterbrechung des gleichmäßigen Daseins gewesen. Daß aber Dora Hals über Kops abreiste, hatte seinen Grund darin, daß sie mit sich selbst einig werden wollte. Jene BMerkung, die Werner in ihrer Gegenwart zu dem kleinen Mariechen in der Kleinkinderschule gemacht hatte, löste einen Stnrni von Gefühlen in Dora ans. Ter erste Eindruck, den diese Ueberrumpelung Werners auf sie aus- tibte, war kein günstiger. Sie fühlte sich verletzt, sie fühlte sich so überrascht, daß sie eine Zeitlang ganz fassungslos war. Schon während der Rückfahrt nach der Thercsien-Hütte an Werners Seite sagte sie sich daß es das Beste sei, die Bemerkring Wernes zu ignorieren. Auf die Dauer aber konnte das nicht geschehen. Als sie zu Hause allein war, besonders abends, nachdem die Tante zur Ruhe gegangen war, verbrachte Dora geradezu qualvolle Stunden. Ihre Stimmung wechselte ununterbrochen. Wieder hörte sie die Worte ihrer Bruder: „Gr ist ein Mitgiftjäger, er will dein Geld!" Aber sie hatte trotz ihrer Ueberraschuna doch beobachtet, daß Werner über seine Aeußerung selbst sehr erschrocken war. Sie fühlte, es hatte ihm jede Absicht bei dieser Bemerkung fern gelegen; sie war eben nichts als der Ausfluß der Gefiihle, die ihn bewegten. Dieser Gedanke machte sie glücklich, aber nur auf Minuten; dann war das alte Mißtrauen wieder da. Dann kam die Erwägung, daß doch sein Vorgehen ein gar zu stürmisches gewesen war, daß er anfing, genau in die Fußtapfen seines Vorgängers zu treten. Dieses Mißtrauen sagte ihr, daß Werner bald zu deutlicheren Andeutungen übergehen würde, wenn sie seine Bemerkung ignorierte Sie fühlte sich ihm gegenüber so unsicher, daß ihr ein Wiedersehen mit ihm vorläufig unmöglich schien. Sie wollte ihn aber nicht verletzen, sic fühlte Mitleid mit ihm, denn sie hatte es ihin wohl gngefehen, wie niedergeschlagen er war, als sie sich von ihm verabschiedete. Sie wollte ihre eigenen Gefühle auf ihre Echtheit prüfen, und das war am besten möglich durch eine Trennung. Wenn sie wochenlang fortblieb von der Heimat und von dem Manne, für den so viel in ihr spfiach, und ihre Gefühle dieselben blieben, dann >var ihr Empfinden echt. Wenn diese Gefühle aber erblaßten, dann war e? auch möglich, sie zq überwinden Und auch er sollte durch ihre Entfernung Gelegenheit haben, seine Gefiihle zu prüfen. Sic wünschte, er möchte sie vermissen, sie hoffte, er ivcrde ihre Abwesenheit schwer empfinden. War das nicht der Fall, dann waren seine Gefiihle auch nicht echt, dann sprach er anders, als er dachte. Dora beschloß, alle» Schwierigkeiten dadurch aus dem Wege zu gehen, daß sie Werner nicht wiedersah, sonder» sofort abreiste. Tie fürchtete sich vor dein Augenblick, in dem sie sich von ihm persönlich verabschieden mußte. Wiederum wollte sie aber doch nicht fluchtartig davongehen. Er sollte nicht glauben, daß sie ihm zürne, er sollte nicht glauben, daß sie sich fürchte vor seinen Empfindungen. Deshalb schrieb sie ihm den Brief, durch den sie sich von ihm verabschiedete. Nun saß sie wieder in Berchtesgaden, aber nicht in der entlegenen Pension in der Ramsau, sondern in einem der ersten Hotels, wo sie für Tante Schottelius und sich drei Zimmer gemietet hatte. Ein Mädchen von der persönlichen Bedienung in Saarkirchen war mit den Damen gekommen. Gestatteten es doch die Mittel, auf großem Fuße zu leben und auf die dadurch entstehenden Kosten nicht int mindesten zu sehen. Tie Tante beschäftigte sich selbst, sie hatte Unterhaltung, und Dora erhielt dadurch Gelegenheit, allein Spaziergänge zu mache», die ihr außerordentlich wohl taten. Sie war ganz glücklich, sich losgelöst zu haben von all den gewohnten Verhältnissen, aus der Entfernung die Dinge zu betrachten, die in der Nähe verworren und »»lösbar schienen. Sie fühlte, wie von Tag zu Tag mehr Ruhe über fte kam und ihre Seele das Gleichgewichi wiedergewann. Sie fiihlte es, sie würde das entsetzliche Mißtrauen, das in ihr lebte, überwinden, und dann würde klar und rein das Empfinden strahlen, das sie überaus glücklich machen mußte und gegen das sie sich jetzt noch sträubte. Nach fünf Tage» kamen die ersten Aktenstücke ans Saarkirchen. Werner schrieb ihr kurz, knapp und dienstlich, der Bau der Mädchen-Fortbildungsschule habe begonnen und schreite stetig fort. Der Baugrund sei gut und biete nirgend« Hindernisse, es seien genügend Arbeiter vorhanden, und in vier Wochen hoffe man mit den Gebäulichkeiten unter Dach und Fach zu sein. Sie setzte auf sei» Anschrciben einige kurze Dankesworte und ließ es mit den Aktenstücken wieder zurückgehen. Sie wußte es, er tat alles, ivas in seinen Kräften stand, uni ihren Lieblingswnnsch zu erfüllen. Er hatte ja auf eine einfache Aeußerung von ihr hin alles vorbereitet, so daß der Bau der Mädchen Fortbildungsschule beginnen konnte. Wirkliche er tat alles, ivas er ihr an defi Augen absehen konnte, und das geschah sicherlich nicht nnrl aus dienstlichem Interesse. Er suchte sich nicht bei ihr, der Chefin, in ein gutes Licht zu setzen; sie fühlte es, er tas das um ihrer selbst willen, er ivar wohl glücklich, ihr eine Freude zu machen. Er ivar ja so gut, so liebenswürdig, er dachte nie an sich, nur an andere! Das hatte ja Graf Klinter immer gesagt, und Graf Klinter verehrte ihn als einen guten, edlen Charakter und als seinen Freund ! Graf Klinter war gewiß nicht der Mann, der sich täuschen ließ, und sicher schenkte er seine Freundschaft nicht einem llniviirdigcn! Fa, Spalding war pflichtgetreu und eifrig, er ging ganz ulid gar in der Erfüllung seiner Pflichten auf, und er empfand etwas fiir Dora. Wie mußte es in ihin aussehen, daß die Zurückhaltung, die er sich auferlegte und die sie sehr wohl! bemerkt hatte, zusammenbrach, daß er plötzlich die Gefühle, die in ihm tobten, nicht mehr einoämmcn konnte! Dora fiihlte es: es ivürde der Tag kommen, ivo sitz erkannte, daß der entscheidende Augenblick ihres Lebens de« gewesen war, in.dem Werner die wenige» Worte zu dentz kleinen Kinde sprach, neben dem sie beide knieten. - (Fortsetzung folgt.) Der Blinde am Meer. Roma» von Karl Böttcher-Chemnitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Noch lange ivanderlc Rene in seinem Zimmer aus und nieder und überdachle, wie er Seede und ferner Braut Heise» können Er gedarbte seines Reichtums und beschloß, ihnen ein Hänsöre» bauen zu lassen, aber er glaubte, die stolze Art ArdaS zu kennen. 366 Me durch solche? Anerbieten und Geschenk mehr fltönmingt als «rsreut worden wäre. Er verwarf den Plan und manchen an- wrnt. Ter Sturm tobte mächtig und suhr durch die Baumkronen ltmd rüttelte an den Fenstern. Rene trat in de» Garten und lauschte in die Nacht, die in dicken, sinstcren Schichten in de» Büschen lag. Bon ganz, ganz ferne konnte man das Branden der Mögen vernehmen. Er trat »»rück in das Minimer. Ihm wurde es unheimlich zumute und er gedachte der Sage» vom-Klabautermann und dem fliegenden Holländer. Der alte, wuchtige Schrank im Zimmer mit all seinen Schnörkeln und Zierraten, das dünnbeinige Spinett und die hoch- lehniqc» Kirchenstühle gemahnten ja auch an alte Zeiten. Als sich Rene zu Bett legte, wurde der Sturm eiti Rasen lund Stämmen der Winde. Tie Dachsparren knirschten und die Schindel» klapperten. Das war eine Nacht. — Am andern Morgen wanderte Rene mit Ar da und seede zum Strande, t,m die Folgen der Sturmslut zu besehen. Der Deich hatte wacker ividerstanden. Hier und da hatten die schlingenden Wellen ein Stück Rasennabe herausgenagt, aber schon ivarcn Männer beschäftigt, die schadhaften Stellen aus- »»bessern. Andere sammellett Daschenkrcbse oder kleine Aale, die in den Wasserlachen zurückgeblieben ivaren, und viele Weiber lasen angeschivemintc Holzslücke zusammen oder suchte» nach toerivolle- rem Strandgut Die Sonne brannte heitz hernieder und der Wind schien alle Kraft in der vergangenen Nacht verausgabt zu haben. Jetzt lieh er die Flügel hängen, und die langsam zurückkehrende Flut zeigte nur schwache Wellenkräusel. Seede Bahlsen und Arda und Rene setzten sich aus eine Bank unweit des Fischerhasens. Seede sagte: „Solch Sturm gleichs einem jähzornigen Menschen, der, von wilder Wut gepackt, sich austobt und hinterdrein sich über sich selbst wundert und Hann ganz klein und demütig wird. Wie viele jähzornige Menschen mag es wohl geben Und wieviel llnglück durch solche ungezügelte Leidenschaften sck>on herausbeschworen worden sein, lind doch gibt es ein so etnsaches Mittel gegen diesen jähen, wilden Zorn." Rene blickte erstaunt zu Seede, ttnd dieser suhr fort: „Ich war als Knabe so jähzornig, datz ich in blinder Wut ergriff, was mir in die Hand kam, und damit zertrümmerte ich wie ein Tobsüchtiger alles, ivas mich umgab. Und hinterdrein mutzte ich bitterlich weinen, und ich gelobte mir wohl tausendmal, mich zu bel/errschen. Aber tvie solche Selbstgelübde, die gegen eine heihe Leidenschaft sich richten, siird! Es l>alt Nichts. Ta sagte eines Tages ein alter, gütiger Lehrer in der Blindenanstalt zu Hamburg zu mir: „Wen hast du am liebsten aus Erden, Seede Bahlsen'?" „Meinen Bater," antwortete ich. „Und wen möchtest du niemals kränken'?" „Meinen Bater." „lind wenn der nun gesehen hätte, tote du jetzt gewütet hast'?" Da war ich zu Tode beschämt, lind der Lehrer fuhr fort: „Wenn dich wieder der Zorn packt, so denke an deinen Bater und tver dtr sonst am liebsten ist aus (|rbeii." Und ich habe es versucht. Noch tzwc, oder dreimal bin ich unterlegen, dann nicht mehr. Und wenn wich jetzt der Wilde, jähe Zorn mit sortreitzen tvill, da mutz ich an Arda denken, und verraucht ist alle Wut.", Und Arda lächelte sein und sagte: „Soll es nicht so lein, dotz hie Frau den Mann erzieht und der Mann die Frau'? Wie bin ich glücklich, datz auch du, Seede, in mir etwas findest, denn du gabst mir so unendlich viel." Rene wähnte wieder das Glück dicht an seitrer Seite, das volle, reine Glück, das den Dritten neidlos sich mit freuen und in seinem Herze» die guten Saiten erklingen läßt. Und der Blinde erzäblte: Das reine, wahre Glück, wie es nur Kinder und Liebende haben können, ist eine hehre Macht. Wie die taugoldenen Strahlen der Morgensonne gietzt es Frieden und Schmerzvergeftenheil aus Und sühri seine herrliche Schwester, die Hoffnung, in die Herzen der Menschen. Glück ist Hossnung und Hoffnung ist Glück, und der Mensch, der das Hosfen verlernt hak, steht am grausigen Abgrund des Todes und wird nie das Glück lchane». Rene beichlotz, jetzt endlich die Frage vorzubringc», ob er Arda und Seede malen dürfe. Beide erlaubten es ihm, und so zog er sein Skizzenbuch hervor und zeigte Arda die, aus der Erinnerung hingeworseuen Faustzeichnungen. Arda sagte schalkhast: „Diese hier kenne ich sck>o», Herr Brtan." Rene blickte vertoundert aus Arda und sie erklärte: „Als Sie gestern am Strand fasten, waren sie so vertieft, datz Sie mein Kommen »ickn hörten. Ick, wars einen Blick über Ihre Schulter uni das Buch und merkte, datz Sie stille Zwiesprache hielten mit der Göttin Kunst. Da habe ich mich leise davongemacht. Berzeihen Sie meine Neugier." Und nun lachten die drel imi> Rene jagte: „Wenn ein Dichter kiendezvous mit seiner Muse hält, ist ei» Dritter wohl stets ein Störeniried. Doch ich habe es gern, wenn ich bcr meiner Arbeit plaudern kann." Und nun enitoickelte er Arda und Seede selnen Plan zn seinem großen Bilde „Der bllndc Erzähler ami Meer", und die beiden lauschten, und als er geendet, zeigten ihre Züge tiefen Ernst. Arda sagte: „Sie sollen einer der berülMlesten Maler der Gegenwart sein, Herr Brian. — Der Hafenmeister, der oft nach Hamburg und Berlin kommt, hat viel von Ihnen erzählt." Rene machte eine verächtliche Handbewegnng und sagtet „Wer wägt den Ruhm und wer prägt den Ruhm'? Ich sage: Ruhm ist em Produkt dcs Zufalles. Wie viele Menschen wären nicht bei rühmt, wenn nicht durch eincu Zufall ihr Talent entdeckt und gefördert wäre. Wie viele Menschen könnten berühmt sein, wenn sich der Zufall ihrer elwas mehr erbarmte. Doch genug davon. Me sagen, ich sei berühmt. Bielleicht ist es so, vielleicht hat sich die Welt geirrt. —, Und nun zur Älrbeit." Rene skizzierte nun Arda und Seede in den verschiedensten Akten, und am Nachmittage entwarf er im großen die Umrtsse zu seinem Bilde. , Am Abeiid schlenderte er wieder nach dein Freimast. Seed« hatte ihm versprochen, zu erzählen. Er stand nun von ferne und beobachtete den Blinden und .Arda, und die Stimmung wirkt« wieder mächtig aus ihn. Er wollte etliche Zeichnungen machet^ aber Seede erzählte so kunstvollendet und doch so schlickst und einfach, datz er wie alle andern Zuhörer hingerissen wurde stud alles um sich her vergaß. Und der Blinde erzählte: „Im rasenden Wettlaufe stürniten die Fluten den Deich hinap. Dann tänzelten und hüpften auf dem tosenden Wclkenkamme klein« Schnumhäuschen daher, und eine nrmächtige Woge erfahte sie mit ihrer wuchtigen Hand, und die Eitlen zerstoben ,n lausend Sprüh- trövfche» und legten sich wie Wafserschleier über den Damm. Und der mächtige Nord zerrte an dem Schleier und ritz ihn auf und nieder und schleuderte ihn in hundert Fetzen.den narrenden Menschen ins Gesicht. Die ganze Insel bebte und der Deich wankte in seinen Festeii. Solch eine Nacht. „Sie kommen, sie kommen," schrie einer draußen an der Mole, aber der Wind nahm das Wort mit fort mit schrillem Hohnlachen und die Wasser verschlangen gurgelnd seinen Schall. Und das war gut. Was sollten die am Deich sich Hossnung machen? Zwei Stunden warteten sie. Zwei Stunden >var das große Boot hinaus an das Wrack, das am Risse klebte. — Zwei Stunden warteten sie, die Weiber mit stierem Blick und krummem Rücken, die Burschen stampfend und wirschend, die Kinder leise weinend, so starrten aUe nach der See. „Sic komme» nicht wieder." Dje alte Barken sagte es müde. Die anderen schwiegen. Vierzehn Männer vom Ort in einer Nacht! Und sie kamen nicht wieder. Stunden verrannen. Aus dem ichäumenden Gischt rang sich mühsam der Tag, ein fahler, grauer Tag. Noch immer polterte das Meer an die Weichen des Dammes. Doch der stand fest, und aus ihm die Witwen und Waisen der Hallig Ta fuhr ein Sonnenstrahl durch die geballten Wolken und hüpfte blitzschnell über die Wasser, er kletterte am schwarzen Rist empor und setzte sich oben fest wie eine Leuchte. Hundert Augen am Deiche folgten seinen Sprüngen, dann ivandten sie sich ab, vom Wachen müde, von Tränen naß. - „Das Wrack ist versunken." „Und die Unseren?" „Sie kommen nicht wieder." Die Weiber und Kinder und Burschen drängten zusammen, auch der von der Mole kam herein und keines sprach ein Wort. Ob sie still beteten? Ob sie still fluchten? Wer kann das sagen? Solch stille Trauerseier sicht die Hallig.nicht seifen. Die See gurgelte matter und schlaffer, sie war des Tobens satt. Nur hier und da paarien sich ungestüme Wellen noch zu wuchtigen Wogen. Und eine der Wellen ward keck und sprang mitten unter die Weiber und legte ein Windel vor ihre Füße. Jhäe feuchte»/ züngelnden Arnie fuhren noch koseich über die nassen Fetzen, dann krochen sie zurück und scheu und schnell stürzten sie den Damn, hinunter', als fürchteten sie den Dank. Den Dank? — Oder den Fluch? Hnndert Augen blickten aus das Bündel, und drinnen regt« sichs, und ein Acrmchen wühlte sich durch die Decken und ein Händchen griff in die Lust, und ein Köpfchen schob sich, lservor, ein Köpfchen, umwirrt von triesenden, tiefschwarzen Haarsträhnen/ und ein dunkles Angenpaar wanderte fragend von einem Antlitz zum andern. „Ein Kind." „Gott weih, wie das am Leben blieb." „Was soll uns der Balg?" sagte verzweifelnd die alte Barken, und ihre Stimme brach von der Wucht ihres Schmerzes. Mann und Sohn hatte ihr die Nacht gekostet. Sie wandte sich und ging den Tamm hinunter in ihre einsame Hütte. Und andere solgien, Lästerworic murmelnd. Die Armen. Solch eine Nacht kann warme, treue Seelen veriinstern iFortsctzung folgt.) — »66 vichterludiläen. (Henckell und Flaischlen, Bor zw« Jahren schrieb ich hier über Johannes Acklas uni» wies aus dessen überragende Bedeutung in der modernen Literatur hin Schlots 50. Geburtstag ging damals völlig unbeachtet vorüber. Uni so uiehr l>abe ich mich gewundert, daß in diesen! Jahr die suntjigsten Geburtstage von Henckell und Flaischlen soviel Beachtung' sanden. Denn diese beiden lassen sich tvirNich beim besten Mllen nicht mit Schlot vergleichen lieber Stuct Henckells Stellung in der Dichtung der Gegenwart braucht man itberhauvt kein Won zu verliere». Die ganze, neuerliche Produktion Henckells ist völlig bedeutungslos und wertlos Line gewisse Rolle in der Entwicklung »er modernen Literatur kan» matt ihm dagegen nicht ahspreclzc» Er ivar einer der ersten, der das soziale Moment in die Dichtung brachte. An sich — aus ihrem zeitlichen Zusammen- Ihaiig gelöst, — lind aber auch diese sozialen Gedichte wertlos. Stein Gedickt Henckells wird — das dari man ruhig sagen — aus die Nachwett komme» Und Caesar Flaisckzlen? Auch er lvird maßlos überschätzt. Man pslegt Ihn als tiefen Weltanschauungsdichter zu charakterisieren. Und in der Tal liebt er es, leine Gekickste, namentlich seine Mrosagedichte und sonstigen Schritten mit Ideen, Lebenslveisheiten und Wahrheiten zu versehen. Aber diese Wahrheiten und Erkenntnisse sind Plattheiten, Selbstverständlichkeiten. Nur die Form, besser gesagt: die Ausmachung, in der Flaischlen seine Maximen zum besten gibt, vermag das einige Zeit zu verdecken. Geht man der Sache aus den Grund, untersucht inan seine Ideen aus ihren Gehalt, so erschrickt man über di« Leere und Alltäglichkeit. „Es ist so einfach alles, wenn man fpfön nur es eüisach nimmt," „singt" Flaischlen Er tut's. Aus seine Einsachheit, die geistige Leere ist, sind viele lzereingesallen und nennen sie Tiefe und Schlichtheit. Ich will ein Beispiel hersetzen. Flaischlen schreibt im Goethekalender 1910: „Mensch Und Dichter ist nicht ztveierlei! und ist nicht zu trennen! und wer als Mensch nnll ist, ist auch «s« Dichter null! und ivenn es Leute gibt, die anderes behaupten, dann irren sie! Und wenn sie sangliche Literaturbücher der Welt Herbeihotei,: Mensch und Dichter sind auseinander zu halten! Dann sind sämtliche Literaturbücher der Welt eben salsch und müssen umgeschcieben werden. Es wäre so wie so langst Zeit dazu." Welche neue, welterschutlernde Entdeckung: Mensch »nd Dichter sind nicht zu trennen! Und lvieviel Worte, uin dies zu verkünden! Niemand hat das vor Flaischlen geahnt! Nicht wahr, so tut ec dach, in dem er sich in Gegensatz zu „sämtlichen Literaturbüchern der Welt" bringt? Und ivelckser Mut gehört wieder hierzu! Müssen tvir ihn nicht üeivunder»'? Dutzende solche ausgebanschten Plattheiten könnte ich ansühren. Dies Beispiel mag genügen Ich toill nid» ungerecht sein. Flaischlen lzat manches schöne Gedicht gemacht Ich nenne: „Im Kahn", „So regnet es sich langsain ein". Manches seine Stimmungsbild ist ihn, gelungen. Manche seine Scelenanaltzse. » Für sein bestes Werk Halle ich immer noch das Schauspiel „Martin Lehnhardt", das sich durch ante Charakterschilderung anszeichnet, >ven» auch die Berquickung des im Bvrdergrund stehenden religiösen Probleins mit einer ziemlich peinlichen Liedesgeschichte keinen reine» Einbruck aus- konline» lässt. Aber ein großer Dichter, ein Weltanschauungs- dichler ist Flaischlen nicht Dazu ist er nicht lies, nicht innerlich genug ,Es lebe das Leben!" Mehr verniag uns Flaischlen über di« letzten Fragen nicht zu sagen. Und das ist verdammt wenig. Burkhard Thurn, vermischte». M. Biegsame Steine. Felsenfest, steinharl — diese Wörter sind von den bckannlen Eigenschastcn der Slelne abgeleitet. Gibt ei aber auch Steine, die nicht steinhart und lelsensest, sondern geschmeidig und biegsam ivie Gumnii sind? Bon Glimmerplättcheu und Asbestsädeu ist bekannt, dab sie eine gewisse Biegsamkeit und Elastizität besitzen. Cs gibt aber auch eine Art Gestein, die sich in dicken Plalteii durch ihr eigenes Geioichl dnrchbiegt. Diese »>erk- wllrdige Erscheiniiiig findet sich bei gewissenArte» des Ilaloloniits (.Gelkiikguarz'). Jlatolvniit, so schreibt l«r. F. Hart int .Prometheus» (Verlag voi> Otto Spanier, Leipzig) ist eilt hellgelblicher bis hellrötlicher Saildsicin voii schielrlger Struktur, dein zahlreiche Glimmer- plättche», Talk- und Ehloritkörnchen ciiigelageit siiid, soivie änbersl seine Feldspatparstkelchen. Daneben finde» sich in ihm noch Eisenglanz, Maaneletsen soivie gediegenes Gold. Auch gilt der Jtakoloniit als das Miiltergestelii der brasilianische» Diamanten. In Brasilien tritt der Jtakolomil in großeii Blasse» auf Gneis lagernd, mit kristallinischen Schleiern verknüpft ans. 1780 stiest ma» zuerst aiis Schichten, in denen diese biegsame Art gesunde» ivnrde. Denn nicht jeder Jtakotoniit ist bicgsaiii nnb elastisch. Da Glimmer in dünnen Plättchen biegsam und zähe gegen Bruck« ist, so könnte ,i,an verflicht sein, den etn- getagerlen Gtimmerschschten die Btegsaiiikeit des JtakolomltS »>,- ziischreiben. Daß dem aber iiicht so ist, lenchlet am klarsten daraiiS hervor, dast selbst sehr glinunerreiche Jtakoloiiitle auch nicht die Spur von Btegsaiiikeit answcijc», soiideri, hart nnb fest sind wie aiidere Gesleiiie. Betrachten ivir mm ei» feti,geschlissenes Plättchen der bieg- saiiieii Jtakolomtts unter bent Mikroskop, so satten iins besonders dis kstnarzkörnchen ans. Diese sind voii bizarrer Gestalt mit ein» und aus* springenden Ränder». Die ttörnchei, liegen dicht beieinander, und ihre gezätiiiten Ränder greise» gelenkartig ineinanber, ivie mau etiva die Finger der einen Hand zipische» die der e.iideren schiebe» kaiiii. Indem mm alte oneinnuber liegende Lluarztöriiche» so inetuander ein- avetten, resiiliierl die Bleglamkeit etnet ganzen Platte. Ein« aufrecht- stehende Jlakoloniitvlalte schnxintt htii nnb her ivie eine Lederhaut. Eine dicke, an vcidei, Enden unterslützl« Platte biegt sich konkau durch, ivird sie zeüorh iinr in der Mitte unterstützt, so biege» sich die beiden Endcii iiach ntiten, sodaß die Gestalt konver ivird. Kleinere Plalteii von mehreren Zenliiiieter» Ticke iu»b 16 — 29 cm Länge lassen sich mit den Händel, biegen ivie eine Guminiplatte. * Einige Nulnmern niedriger Die Tochter eines seit kurzem reich gewordenen Mannes, deren Bildniig noch zu wünschen übrig ließ, kani kürzlich in ein elegaiites Schuhgeschäir in Chirago und ließ sich eine Anzahl Muster vorlegen. „Ich denke, ich „ehnie dieses Paar," sagte sie schließlich. „Aber Louis X V-Absätze sind mir zu hoch. Geben Sie mir doch bitte eine Nuinmer niedriger oöer „och besser — gebe» Sie mir Louis XIII Absätze. Die luetbeit für mich auch hoch genug sein." vüchertisch. — Die Bände X »nd Xl der Bibliothek dev Unterhaltung u n d d e s Wissens .Union, Deutsckze Ber- lagsanstalt in Stuttgart» eiuhalten Ivieder, ivie auch die srühere», gilt« Roinane und Erzählungen, darunter: „Das Armband der Herzogin", von Fritz Sänger, „Rur eiii Traum", von W. Gran- tstlle Schniidt, „Der selige Maior" von Gg. Hartwig, „Liebs Sorgen" von Else Strafft, „Klaas Baaljens drei Bräute" von H. Traden, „Die Wette des Amerikaners" von W. Harb, „Die zunge stoniinandeuse" von Horst Bodemer. Weiter bringe» sie Aussätze mehr belehrenden Inhalts, so ziii» Beispiel „Die Körperkultur des Kindes, „Reue Brntapparate", »nd unter der Ueberschrist „Mannigfaltiges" finden sich znm Schluß eineLlnzahl kurze Erzählungen. — Das literarische Echo. Halbmonatsschrist snr Lite- ratulsreunde »Begründet-von Dr. Joses Ettlinger. Herausgegebeni von Dr. Ernst Heilborn. Verlag: Egon Fleische! u. Co., Berlin W i)'. Das ziveite Juniheit ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Ottokar. Fisdzer: Anagnvrisis. Rudolf Pechel: Bettina und Alilinl. — Willi Scheller: Die Grschivister Brentano — Engen Köhler: Ein Buch liber Brunetiöre. — Leopold Hirschberg: Alt« ^?Mirakel"-Dicht»ngen — Erwin Ackerknecht: Bon Zielen und Wegen des modernen deutsche» Bibliothekswesens — Hermann Uhde-Bernays: Die Dichterbitdnisse aus der Tarmstädter Ausstellung — Zu Cäsar Flaiichleus 50. Geburtstag. — Echo der Zeitungen und Zeitschriften. Echo des Auslands. — Kurze Anzeigen. — Potizeu — Nachrichten. — Büchermarkt Sitatenrätstl. Ans jeden! der solgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, jo daß sich ein neues Zitat ergibt: 1. Weißt du, worin der Spaß des Lebens liegt? — Sei lustig I Geht das nicht, so sei vergnügt! 3. Se»i oder Nichtsein, das ist hier dis Frage. 3. Glück ohne Ruh, Liebe, bist du! 4. Mehr Kredit als Geld: So konnnl inan durch die Welt. 6. Das geht nicht z» mit rechten Tinge». 6. Miltagsschlal ist ein brennend Licht mit Tage. 7. Im engen Kreis verengert sich der Sinn. 8. Müdigkeit schnnrcht an! dem Stein, nud Trägheit findet hart das Daunenbett, 9. Alles in der Welt labt sich eistragen. 10. Die Wahrheit ist vorhanden iür den Weisen Tie Schönheit für eln fühlend Herz. Auslösung in nächster Nummer. Aiiflösnng der Schach-Ausgabe in voriger Nummert Weiß 1) 8 c 7 — b 5 K c 6 it. t» 5 oder A. u. B. 2) Dh3 — d7 4- ■ Beliebig. 3) D d 7 — a 4 setzt Malt. A. X)...... Lflli.b5. 2) I) h 3 — c 8 -|- L d 8 — c 7. 8) 0-8 —«8 setzt Matt. 8. X) ..... . e6 — c4, 2) 886 — a!-f K c 6 — o6 oder — ei. 8) D U 8 — » 3 oder c 8 setzt Matt. Redaktion» !4 Neurath. — Rotatlousdruck und Verlag der Brühl'schen Untversitäti-Buch- und Stelndruckerel, R, Lange, Aleßettz