Wleiber-Krgiment. Roman von Oskar Klaußmann. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Werner mußte jetzt ablvarten, was geschah. Er konnte in keiner Weise eingreifen; er mußte vor allem, abwarien, wie sich Dora ferner gegen ihn verhalten würde. Um nicht ganz unleidliche Verhältnisse zu schassen, ignorierte sie wahrscheinlich seine törichte Bemerkung und tat, als ob nichts vorgefallen lväre. Das ivar das Vernünftigste und für beide Teile Angenelimste. Im aegebenen Augenblick schickte sie ihm dann die Kündigung, und es bedurfte keiner Motivierung für dieselbe; er wußte schon, iveshalb man ihn gehe» ließ. Auch er mußte so tun, als ob nichts vorgefallen sei, er durfte in seinem Benehmen Dora gegenüber keine Äenderung zeigen. Wer weiß, ob er sie in den nächsten Tagen sah. Allerdings, sie ivar, als sie sich vor der Theresien-Hiitte von ihn« trennte, nicht unliebenswürdig gewesen. Sie hatte ihm sogar die Hand gereicht, nach einigem Zögern allerdings, und hatte sich freundlich von ihm verabschiedet. Das inußte sie aber tun, wenn sie die Taktlosigkeit Werners ignorieren wollte. Hin und wieder kain Werner auch der großenlvahnsinnige Gedanke, daß Dora die Dache vielleicht gar nicht so krumm genommen habe. Wenn er ihr nun nicht gleick>gültig lvar, wenn sie Sympathien für ihn hatte? Auch dann war seine Bemerkung eine Taktlosigkeit. Auch dann hatte er sich pluinp und aufdringlich betragen, und Dora ,mißte sich verletzt fühlen Werner schlief schlecht in der Nackt. Als er früh er- lvachte, fühlte er sich aber doch nicht mehr so niedergedrückt wie am Tage vorher, und der Trotz kam über ihn. Was hatte er denn getan? Er hatte verraten, daß er Dora liebte. Nun, über kurz oder lang wäre das doch geschehen Dieses Verraten ivar unvermeidlich wie ein Naturereignis. In verzweifelten Lagen klammert man sich selbst an Sprichwörter, und Werner erinnerte sich daran, ein orientalisches Sprichwort gelesen zu haben, ivelches sagte: Liebe sei >vie ein Wohlgeruch; man könne sie einsperren, sie dringe doch aus festverschlossenen Belstiltern hervor, lieber kurz oder lang, bei einer andern ryelegenlwit hätte er sich doch verraten; da war es schon besser, die Sacke war jetzt schon geschehen. Um so früher kam für ihn die Klärung aller Verhältnisse und die sichere Direktive für die Zukunft. Nun konnte er sich schleunigst um eine Stellung bewerben. Er hatte noch einige Monate Zeit, und es >vurde ihm gewiß nicht schwer, irgendwo unterzukommen. In der Berg und Hüttenmännischen Zeitung lvar erst vor einigen Tage» eine Stellung ausgeschrieben worden, di« ihm sehr gut gepaßt S iiitte, und für die er qualifiziert war. Ilm die wollte er sich osort bewerben. Bor dem ersten Wiedersehen mit Dora empfand er eine gewisse Scheu. Wie sich die Beziehungen zu ihr für die nächste Zeit gestalten lvürden, das hing gailz und gar von ihrem Bk nehmen ab. Am Nachmittag sah er sie zum ersten Male wieder, und dann erfuhr er, ob die nächsten Wochen untsr dem Druck eines Geheimnisses stehen würden, das nur zwischen ihm und Dora bestand, oder ob diese Zeit für ihn ein Martyrium werden würde. Er fuhr nachmittags vor drei llhr nach Saarkirchen und setzte sich im Generalbureau wie immer an seinen Schreibtisch. Eifrig ividmete er sich den vorliegenden Arbeiten; aber hin »nd lvieder inachte er doch eine Panse und lauschte mit verhaltenem Atem, ob er nicht doch Dora in ihrem Iimmer, das an das seine stieß und nur durch eine Tür von ihm getrennt war, hörte. Aber nichts belvegte sich in diesem Zimmer. Dora hatte keine Anfrage, und es lag auch nichts Wichtiges vor, tvozu sie ihre Entlcheidung hätte geben müssen Gegen Ende der Stunde kam der alte Bureauchef, der weißhaarige Hart- manil, mit einer Anzahl von Unterschriften und sagte zum Schluß, als ob es sich um gar nichts Wichtiges handle: „Fräulein Buchtvald ist nach Neuenburg gefahren, um Einkäufe zu »lachen. Sie verreist morgen für längere Zelt. Sie lvird in einigen Tagen ibre Adresse angeben, damit ihr wichtige Jachen zur Entscheidung nachgeschickt lverdkn können." ' „So, so!" sagte Spalding. „Es liegt ja ivohl augenblicklich auch nichts Wichtiges vor." Aber als Hartinann das Zimmer verlassen hatte, sah Werner gar nicht so gleichgültig aus. Das war die Antwort auf seine Taktlosigkeit! Er lvurde also genau so behandelt wie sein törichter Vorgänger, nur daß man ihm nicht ohne weiteres kündigen konnte. Das heißt, die Sache war nicht so ganz sicher. Allerdings hatte er einen Vertrag bis zum Ablauf des Jahres; aber niemand hinderte die Chefin daran, ihm Mitteilen zu lassen, daß er sofort entlassen sei. Man brauchte ihm nur das Gehalt bis Ende des Jahres zu bezahlen. Wenn Dora wollte, konnte sie den »nbeanemen, aufdringlichen, vlumven und taktlosen Angestellten mit eiilem Schlage los sein. Werner fuhr in seinem Auto »ach der Theresieu Hütte zurück und verbrachte hier die schliinnisten Stunden, die er seit Jahren zu liberstehen gehabt hatte. Diese Aniwort Doras war vernichtend für ihn. Und ihr Vorgehen ivar eine Ant- >vori auf seine Taktlosigkeit, eine nicht mißznverstehende, «ine Antwort, die ihn zu Boden schlug. Sie entzog sich seinen weiteren Zudringlichkeiten. Wahrscheinlich hatte sie sich in der Zwischenzeit die Sache überlegt und keinen anderen Ausweg gefunden als denjenigen, den sie seinem Vorgänger gegenüber gewählt hatte. Ihr Entschluß, zu verreisen und zwar für eine längere Zeit, mußte ganz plötzlich gekommen sein. Am Tage vorher hatte sie noch kein Wort davon geäußert und wahrscheinlich auch gar uicht daran gedacht. Sie ging ihm aus dem Wege, sie wollte ihn gar nicht mehr sehen. — 360 deshalb war sie angeblich nach Neuenburg gefahren, uin dort Einkäufe zu machen. — Am nächste» Morgen nach sehr unruhiger Nacht stieg Werner wieder in den Sattel, und nahm seinen Weg absichtlich nicht über Saarkirchen, um nicht etwa Dora zu begegnen, wenn sie zur Eisenbahn fuhr. Er vermied auch Dasburg, weil wahrscheinlich vom dortigen Bahnhof aus Dora abreiste. Er ritt direkt hinüber nach Jvershosen, am Schlosse der Frau Glover vorüber und in den Hochwald. Hier, in der Einsamkeit des Waldesrauschens kaum ein neuer, unerträglicher Anfall von moralischem Katzenjammer über ihn. Ein Jahr seines Lebens hätte er darum gegeben, wenn er dadurch die Szene aus dem Hofe der Kleinkinderschule hätte ungeschehen machen können. Groll gegen sich selbst und gegen das Schicksal, tiefe Niedergeschlagenheit über den unglücklichen Zufall und den einen Augenblick der mangelnden Selbstbeherrschung rüttelten sein Inneres durcheinander. ,,Aber Herr Bergrat!" rief eine Frauenstimme. „Aber Herr Bergrat! Sie reiten ja fortwährend in meiner Tannenschonung herum! Ich hätte wirklich Lust, Sie zu pfänden und Ihnen zum mindesten Ihren Hut wegzunehmen. Danken Sie Gott, daß mein Förster Sie nicht gesehen hat! Ich beobachte Sie schon seit einer Viertelstunde. Sie sind ja geistesabwesend und lassen das Pferd laufen, wohin es will." Frau Barbara Glover ries diese Worte von dem Sattel ihres hohen Rosses herab, mit dem sie am Rande der Schonung hielt, in welcher kaum spannenlange Bäumchen standen. Werner batte alles um sich her vergessen; er hatte dem Pferde die Zügel gelassen, und dieses war in die Schonung hineingegangen und langsam durch dieselbe hindurchgebummelt. Erschreckt riß Werner den Kops des Pferdes hoch und mit der andern Hand den Hut von seinem Kopfe. „Guten Tag, gnädige Frau! Ich bitte tausendmal um Entschuldigung. Ich muß wirklich ganz geistesabwesend gewesen sein, und das törichte Pferd neigt, wie alle Geschöpfe, zum Abweichen vom geraden Pfade." Er kam mit zwei Sätzen aus der Schonung heraus und bat Frau Glover nochmals um Entschuldigung. Die schöne Frau sah aber gar nicht so ärgerlich aus. Ihr Blick ruhte mit unverkennbarem Wohlwollen auf Werners Gesicht, als sie jetzt erklärte: „Sie arbeiten zu viel, Herr Bergrat. Wir haben das schon längst befürchtet, sowohl Ihr Freund Graf Klinter wie ich. Sie ruinieren sich mit dem übertriebenen Arbeiten. Man hat Ihnen allerdings in letzter Zeit so viel aufgehalst, daß Sie kaum mehr mit den Arbeiten durchkommen können. Sie müssen aber Rücksicht nehmen auf sich selbst!." Werner lächelte matt. „Es ist nicht so schlimm, gnädige Frau. Augenblicke, in denen man rief in den Gedanken versunken ist, hat jedler Mensch. Es gehen mir da ein paar Projekte betreffs unserer Werke durch den Kopf, die mich stark beschäftigen." „Ihre Worte beweisen nur, daß ich recht habe. Sie sollten doch wenigstens in den Augenblicken der Erholung, auf Ihren Spazierritten, sich nicht derartig in Ihre Dienstangelegenheiten vertiefen. Aber ich werde Ihnen Gras Klinter aus den Hals hetzen. Ich will nach Dasburg; wenn cs Ihnen paßt, können wir zusammen reiten." „Mit größtem Vergnügen!" erklärte Werner, den ein Blick auf leine Uhr belehrte, daß es sowieso für ihn die! höchste Zeit war, nach Hause zurückzukehren. Das Pferd Barbaras war recht unruhig, und fiel von selbst in scharfen Traich Auf der glatten Chaussee, die östlich von Jvershosen nach Dasburg führte, fanden die Reiter auch kein Hindernis. In der Nähe des Bahnhofes begegneten sie dem Automobil von Saarkirchen. Dora und Frau Schot- telius saßen in demselben, und ein kleineres Auto folgte mit großen Koffern. Man grüßte sich gegenseitig, und Frau Glover bemerkte: „Tie Dame» verreisen, wie es scheint. Sie geben immer um diese Herbstzeit auf Reisen. Wir haben in Friedrichs Hotel eine Komitee-Sitzung. In sechs Wochen ist unsere erste große Ausführung im Musikverein; ich hoffe. Sie werden sich auch diesmal aktiv daran beteiligen." Frau Glover reichte Werner die Hand und bog in eine Seitenstraße ein, während Werner so rasch wie möglich nach seiner Billa ritt. So war er ihr dennoch begegnet; noch ein letzter Blick aus sie war ihm vergönnt gewesen! Werner berührte kaum das Frühstück und suhr dann nach der Iustinus-Grube, um sich dort umzuziehen und zur Untersuchung der Querschlng-Arbeiteu einzusahren. Obersteiger Mandlick begleitete ihn und sagte, an einer Stelle des Querschlags stehen bleibende „Herr Bergrat, ich habe zu meiden, daß die Arbeiter! behaupten, der linke Stoß (Wand des Stollens) fühle sich warm an. Ich habe mir den Ert genau bezeichnen lassen, und Fahrsteiger Oswald hat mit Rötel hier dieses Kreuz an deir Stoß gemacht. Ich habe nngeordnet, daß ein Thermometer eingebaut ivird, und zwar so, daß es nicht beschädigt werden und daß diese Ablesung leicht erfolgen kann." „Das war recht!" antwortete Werner. „Durch Ansühlcn mit der Hand kann »ran keine besondere Wärme seststellen, obgleich es mir auch vorkommt, als wäre der Stein nicht so kühl, wie er sei» müßte. Wir müssen die Thermometer- Beobachtungen recht häufig und genau vornehmen, uin sest- zustellcn, ob sich etwa eine Erhöhung der Temperalnr zeigt. Sind wir nahe am alten Brandselde?" „Nein, Herr Bergral. Aber man iveiß noch nicht, wie das Flöz im Innern des Gebirges geht, ob es nicht irgend einen Sprung macht oder eine Verwerfung hat und sich das. Feuer nach hierher ziehen könnte." „Wir können vorläufig nichts tun, als sorgfältige Thermometer-Beobachtungen anstelle». Sollte die Temperatur steigen, dann ivärc cs allerdings ein recht ungünstiges Zeichen. Wenn schon der Sandstein erwärmt ist, der doch wahrlich nicht als guter Wärmeleiter betrachtet werden kann, so wird es bis zum Feuer nicht nllzuiveit sein. Sorgen Sie nur dafür, daß das Thermometer sofort eingefügt ivird, ivenigsteiis im Lause des heutigen Tages. Wir können dann bis morgen früh die ersten Resultate der Beobachtung ergeben." Die Meldung des Obersteigers beunruhigte Werner so, daß er ganz und gar seine Privatsorgen vergaß. Erst als cv wieder nach Hause fuhr, dachte er a» die Ereignisse de^ Morgens, und wie ein Trost klangen ihm die Worte Bari, baras: „Die Tameu von Saarkirchen verreisen immer um diese Zeit im Herbst." Als er nachniitlags um drei Uhr nach dein Generalbureau kam, harrte seiner eine Uebcrraschung. Aus der Platte seines Schreibtisches lag ei» an ihn adressierter Brief, auf dem er sofort die Schristzüge Doras erkannte. Eine» Augenblick lang fühlte er, wie sich sein Herz zusnmmenzog. War das seine Entlassung und das schriftlich geänßerts Ersuchen, sofort seine Stellung anfzngeben und sich de» Rest seines Gehaltes auszahlen zu lassen? Tief atmend griff Werner nach dem Bricfössner und riß den Umschlag aus. Ter Brief lautete: „Werter Herr Bergrat! Tante Schottelius halte ihre asthmatischen Beschwerden plötzlich ivicder bekonnnen und miiß durchaus in andere Luft. Wir gehen nach Berchtesgaden, und »nie lange wir fortbleibcn, läßt sich noch nicht bestimmen. Natürlich können ivir nicht eher wiederkehren, als bis sich die Tante vollständig erholt hat. Ich werde Ihnen meine nähere Adresse augeben, und Sie haben ivohl die Freundlichkeit, mir wichtige Sachen dahin zu schicken. Ich werde alle Sendungen umgehend erledigen. Ans Wiedersehen! Dora Bnchwald." Werner hatte das Gefühl, daß eine schwere Last vom seiner Brust sank. Er konnte wieder frei atmen. 'Fortsetzung folgt.) Lin kattischer Nönigrgau? (KD). Eine kleine Stunde Wegs von der Universitätsstadt Gießen Über die Lahn hinüber nach Norden za liegt eine von Westen nach Osten sich streckende Anhöhe. Von, Volke wird sie die „sieben Hügel" genannt. In früheren Jahren hieß sie auch noch der „Wetteberg". Ihr langgestreckter Rücken ist niit Wald bestanden und zu dem Wald hinaus zieht sich Acker und Heide. Von der höchsten Spitze genießt man da oben eine herrlich« Aussicht. Das Lahntal bis nach Marburg hin, die Stadt Gießen tmt denr dunkeln Schisfenberg im Hintergrnnde, iveit in der Ferne die Höhen des Vogelsberg, des Taunus, nahebei Gleiberg Und Vetzberg, die Höhen von Hohensolms, die Kuppen lund Täler des Hinterlandes und schließlich der dunkele DjlnS-, berg .... . Bietet diese Rundsicht an sich schon einen Genuß, jo bieten die liebeu Hügel selbst noch interessantere Ausblick« —, Ausblick» i — OKI — fn ferne Jahrhunderte, ja Jahrtausende. Denn ihren Namen »al die Höhe nrcku zusäUig erhallen, es liegen in der Tat da oben sieben Hügel, offenbar Reste einer uralten Kultur. Noch nicht «ngciastet, vom Pfluge nicht berührt, zeigen sie heute noch Interessanter genug. Die Hügel sind künstliche Erdauswürfe, natürliches Fels- aestei», das zu Wohnungszwccken ausgehaucn und hergerubtet Wurde Alle sieben liegen getrennt in enrer Reih« hintereinander auf den, Rucken der Anhöhe. Diese Strecke beträgt schätznngs- txeise 100 bis öOO Meter Kommt man von Osten den Hang hinauf, nn man sie alle nach Westen hin der Reihe nach besuchen.. >1b in der Erde steckend, bedeckt mit einem Dache von Stroh, oos oder Erde, boten diese Wohnungen wahrscheinlich einen ganz behaglichen Aufenthalt auch im Winter. Alle Anlagen lassen heute noch erkenne», dai> sie dem Osten, der ausgehenden Sonne, zugewendct ivaren. Tie runden Senkungen in der Erde deuten aus einen runden Holzbau, während auch deutlich rechteckige Vertiefungen, »ach Osten osten, nach Westen sich an Erde oder Fels anlehnend, vorhanden sind. Ist man an, sechsten Hügel, dem größten Trümmerhaufen Unter den sechsen und mitten im Wald gelegen, angelangt, steht man vor einer breiten Sattelsenkung und man muh diese hin- überschrciten, um zu dem siebenten Hügel zu gelangen. Der siebente Hügel bildet zugleich die höchste Spitze der Nithöhe. Von ihr genießt man die im Eingang erwähnte Rund- licht Er ist das größte und am besten erhaltene Werk. Schon seine von den anderen sechs gesonderte Lage verrät, daß hier etwas besonderes war. Ich toill ihn deshalb das Heiligtum lnennen. Kommt man die Sattelscnkung heraus, stößt man zuersr aus den das Ganze umgebenden Wall, der heute noch manns- hock) ist und i» genau kreisrunder Lage das Heiligtum umgibt. Der Weg siihrt in den Wallgraben hinein und man kann in fhni rings um das Heiligtum wie in einem kleinen Festungs- grabcn herumwandeln Das Heiligtum selbst tvar ebenfalls nach Osten gewendet. Im Durchschnitt hat cs die Form eines abstumpften Kegels. Hohes Felsgestein schließt es gen Westen n ab. Zwei zangcnsörmige Auswüchse umschlossen auch aut n Seiten den Bau und nur nach Osten, dem iveiten Platze lckus der Sattelsenkuna zu, muß dieser frei gewesen sein. Wie der sicherlich dazugehörige Holzbau ausgesehen haben mag, mutz ich leider der Phantasie des Einzelnen uberlassen. Es ist klar, daß es auf jener Höhe zu unserer Urväter Tagen leblwfter zuging, wie es heute dort der Fall ist. Ja, ich möchte die Vermutung aussprechen, daß die sieben Hügel etwas west bekanntes, berühmtes waren, ein Wallfahrtsort unserer kriegerischen Ahnen. Eine weitere interessante Erscheinung in der Gegend ist der Tinsbera. Offenbar sind die Konturen dieses zirka 500 Meter hohen Berges nicht natürliche, sondern künstlick>e! Er ist ruigs- lbcrum in zwei Absätzen kegelförmig abgegraben. Sein Gipfel ist lgon ausfallend kleinem Unitang im Verhältnis zur Höhe des Berges. Er war tvohl den, Volke nicht zugänglich und noch heule kostet es keine geringe Mühe, die steilen Hänge cmporzu- fltmmen. Ein künstlicher Zugang auf der westlichen Seite ist rn Gestalt eines breiten Dammweges noch deutlich zu erkennen^ Ter Nanie Tinsberg sagt uns schon, was er einstens ivar: dick Wohnstätte oder das Heiligtum eines Gottes Tin, dessen Name uns heute noch sehr geläusig ist. Ick) erinnere nur an: Dienstag, Diener, dienen, vielleicht auch Ding u. a. Doch sehen wir uns noch etwas weiter in der schönen Gießener Umgebung um. Dem Densberg vorgelagert sind zwei Höhen, heute tragen sie die staatlichen Ruinen zweier Burgen: Gleiberg und Vetz- ! erg. Beide haben ebenfalls eine auffallende gleichmäßige kegel- örnilge Gestalt. Höchstwahrscheinlich stammt der Name Gleiberg .on dem gleichen Aussehen der Anhöhen her. Gleiberg ^ Gleich- erg = die gleichen Berg«. Man kann aus die Vernrutung kommen, daß auch sie diese .Form nicht von der Natur erhalten, sondern daß sie von Menschenhänden zu ganz bestimmten Zwecken aus vorhandene» natürlichen Felshügeln so geschaffen wurden. Gewiß iit es kein Zufall, daß diese Anhöhen heute noch stattliche Dörfer um ihre Burgen haben. Sie nennen sich sogar aus dem Mittelalter her noch: Stadt Gleiberg, Stadt Vetzberg. Unsere Ritterburgen liegen meist allein auf den Höhen Diese nicht. lEs ist die Möglichkeit vorhanden, daß diese Ansiedelungen älter sind wie die Burgruinen, daß ihr Ursprung zurückgeht bis zu unserer Ahnen Zeiten. Daß ans Ringburgen der alten Kalten tje sich bis zu unseren Tagen in solcher Hölze erhalten haben, Daß die mittelalterlichen Burgen aus den Steine» >ener katttschen vilngburgen erbaut sind. Bekanntlich lebte nach Tacitus ber den Kalten dle Kaste der Krieger gesondert von, Volke und ward von diesen, unterhalten. Ter Schluß liegt also nahe, datz da dbc» Niederlassungen kastischer Krieger waren, die schon von tmseren Ahnen „Burg" genannt wurden. Und uiiser gutes Wort -Mursch" bezelchnete also den Bewohner einer solchen Kriegerniederlassung. Ter Diüsberg inrt seinen umliegenden Höhen scheint nach all diese»! «tu Priesters icher Bezirk bei Miseren Ahnen gewesen ju frttt Da« großartigste Natirrhefkkgkum, bas wir in denEckzen Landen rennSn Auf den Höhen westlich des Dtnsbergs, getrennt durch das lch-K>e Biebertal, liegt ein Königsberg, gibt es eine» Könrgs- stuhl, imd schließlich nach dem Lahntal zu ein Kinzenbacb, (King •“ König). Offenbar residierte hier einmal ein König und hätten wir einen Königsgaü neben einem priesterlichen Bezirk in diesen Bergen vor uns. Dorsnamen wie: Frohnhausen, Fviedclhofen, Frickhofen, Erda, Mtzbach (Alto) imd viele andere denken aus uralte Niederlassung in dieser Gegend. Wenden wir uns Noch den Tälern zu. Ta ist zuerst das versteckt »wischen den Bergen liegende Krosdorf zu erwähnen. Sein Name sagt imis schon, datz hier ehemals die Toten bestattet wurden, denn Krost ist nichts anderes wie Gruft. Blicken nur von einer der Höhen in's weite Lahntal, so liegt dort wie eine weite natürliche Schutzwehr um den ganzen Bergbezirk der „Hehler". Offenbar in alter Zeit ein Sumpfland, wenn nicht gar ein See, ivar er sicher ein ergiebiges Iagd- aesilde unserer Vorfahren. Noch mehr: am nördlichen Einflnh der Lahn in dieses weite Gebiet liegt Lollar, am westlichen Ende, dem Ausfluß der Lahn, Wetzlar. Ar heißen bet uns Gewässer, die enge Täler haben, also aufgehalten werden. Arreter --- auihalten. Lollar das kleine Ar, Wetzlar das weite oder groß« tAr? Dos Ar könnte, da es zu einer Ortsbezetchnung dient, hier nur ein menschliches Werk, ein Stauwerl bezeichnen, ber dem später der Name aus den Ort überging. Betrachte» wir uns einmal in diesem Sinne die Lahn oberhalb Lollars. Da steht gegenüber Ruttershausen ein uralt Kirchlein, Kilchberg genannt. Die Lahn kommt aus einem weiten, dem Marburger, Becke», verengt dann plötzlich ihren Laus, um sogleich wieder in eincns großen, sumpsarirgen Gebiet wciterzufliehen. Und dteses uralt« Kirchlein steht gerade an der Stelle, wo die Lahn am engsten. Nicht weit davon haben wir aber die Burg Dtausenbera! Auch dieser Name ist verdächtig. Denn er hängt mit „stauen" zusammen. Auch diese Höhe zeichnet sich durch eine ausfallende kegelförmig« Gestaltung aus. Wie wäre es, wenn da oben die Siaubesatzung einstens auf ihrer Ringburg gehaust hätte? Gewiß ist es kein Zufall, datz an den weiten, Becken, die die Lahn von Marburg bis Wetzlar gebildet hat, Städte und Dörfer liegen, deren Name an ein Meer oder an einen See erinnern, z. B. Marburg, Wismar, Weimar, Ruttershausen, Gießen u. a. Und bei Wetzlar haben wir noch einen Dtovpelberg, (stoppen — ftaueii', der mit seiner Spitze wett in das Land und hinüber »ach seinem Kollegen Staufenberg blickt. (Wer denkt da nicht unwillkürlich an eine Lust- und Zeichenielegraphie zwischen beiden Anhöhen?) Unsere Ahnen hätten es also in der Hand gehabt, sich ihren Hehler auch bei Trockenheit mit Wasser gefüllt zu hakten. Bekanntlich sind diese Gebiete heute noch fast alljährlich, namentlich im Frühfahr großen Ueberfchwemmungen ausgcsetzt. Datz Unsere Borfahren im Land«, die Kalten, Bäche nick Flüsse künstlich angcstaut haben, erzählen uns ja auch die römischen Schriftsteller. ' „ , „ Nun noch die Wege. Neuere Forschungen haben festgestellt, daß Trusus bei seinen Einfällen in dos Katlenland ältere keltisch- tzermanische Straßen benutzt Hai. Sein Nachfolger, Germanlkus, ließ diese verbessern und ausbauen. Bon diesen sührte die Hauptstraße vom Main über Fried- berg—Nauheim—Butzbach nach Wetzlar. Diese Heerstraße bog also bei Butzbach plötzlich vor, ihrer nördlichen Richtung ab. Heute führt sowohl die Eisenbahn, wie auch die sogenannte Frankiurterstraße von Butzbach direkt werter nordwärts nach Gießen. Es kann also mit ziemlicher Gewißheit angenommen werden, daß der Keßler, als See oder Sumpf gedacht, die Ursache dieser ykbbiegung der Straße nach Westen ivar. schon der Name „Gießen" gibt uns zu denken. Weiß man aber, daß Alt-Gteß«, tatsächlich zum großen Teil auf Sumpfboden steht, so wird die Sache schon glaubhafter. Erwähnt sei nur, datz man beim Bau der dortigen Johanniskirche aus tiefen Moor- und Sumpfboden stieß, der die Fundamcniierungsarbeiten fast in Frage stellte. Dir schnurstracke Richtung der Hauptstraße der Stadt von Süden nach Norden, der Seltersweg, ist sicher kein Zufall. Sollte er nicht einer Pionierarbeit der römischen Heeresverwaltung vielleicht leine Entstehung verdanken? Daß nrsmünglich mir dreier Weg von Süden nach Norden vorhanden war, bestätigen die Namen zweier a>ren Straßen, die von dem Selterswcg nach Osten und Westen abgehen. Tic Straße nach Osten führt den Namen „Neue Bä»", die nach Westen „Neustadt". Wahrscheinlich sind diese erst im Mittelalter oder noch später entstanden, nachdem die Stadt durch den Verkehr zwischen Nord und Süd ansing zu wachsen. Gießen wäre also zu misercr 4lhnen Zeiten ein tiefer Sumpf am Rand« des Urwaldes gewesen. Trotzdem könnte es sein, daß der Ort damals schon den Namen Gießen oder ähnlich hatte. Denken wtv an die unS von den Römern geschilderten Wasserburgen dev alten Germanen, so wäre dieser Ort wie geschaffen dazu gewesen. Weiber, Kinder, das Vieh in diesem Sumpfloch, während drüben bei Wetzlar der Feind den einzig möglichen Uebergang über die Lahn Und ihre Seen bewerkstelligte! Nach alledem, was uns die alte Erde hier in der Heimat verraten hat und wahrscheinlich noch an Rätseln birgt, waren die Kalten bereits ein wooloraanifterter Staat oder vielmehr Wohl- 362 organisierte Staate» oder Gaue. Wir dürfe» und gar nicht so erhaben über unsere Ahnen dünken! Nur stolz können wrr aus sie sein, daß sie eg verstanden haben, einem n>eit überlegenen, Feind jahrhundertelang Widerstand zu leisten. wenn -er Mensch Pech ha!! Ein Jagdgeschichtchen aus dem Busccker Tal. An «nein lauen Juninachmittag dieses Jahres brrscht da i» einem alten Buchruibestand des Groben Buserker Geineindewaldes vorsichtig und lautlos ein Jägersmann, um womöglich einen Reh- doit 'zu erlegen und kommt hierbei an das Ende des lichten Waldes, dessen Saum gleichzeitig die Gemarkung und Jagdgrenze bildet und von einer sastrgen Ries« des Nachharreviers eingelalzr läird, Die Jagdgrenze ist für lebe» Weidmann ein sehr beachtenswerter Gegenstand, einen Schritt darüber und Gewehr und Wallen schein sind derlallcn, wenn es zur Anzeige gebracht wir», Da gibt es keinen Generalpardon, »oir bet dem Wehrbeitrag, Bielleicht ähnlich denkend, wollte unser Jägersmann schon der Grenze den Rücken drehen, als er plöhltch einen Mann erblickt, der mit Flinte und Sihstork versetzen, eiligst über die besagte Wiese der Wald- und Jagdgrenze zueilt und dicht an der Grenze wie voni Erdboden verschwunden ist. Der Weidmann fährt zusammen sind drü sich hinter eine dicke Buchet aha! der Herr Nachbar! doch wo ist er so plötzlich hingekommen'? Also näher 'ran an die Stelle »nd, immer durch die Buchenstämme gedeckt, beginnt die Birsche auf eine» Mensche», Da, loenige Schritte von der Grenze, ist in einem Wiesengraben ein unscheinbarer Schirm von srilcltkir Zweigen gebaut Nnd dahinter kauert der Herr Nachbar, Er ist von weit hergereist, »m hier das edle Weidwerk z» betreiben nnd hat Küsste Ersahrung dann, eine besondere Spezialität von ihm ist aber der Ansitz aus Grenzböcke, die er meisterhaft abzuschneiden versteht. Auch heute scheint er aus eine „Dauersitzung" vorgesehen zu sein: er macht hinter dem Schirm Toilette: es ist ia aiich noch Zelt, bis der erlvartele Rehbork austrete» Unrb; ein? Jagdweste, ein Halstuch . Und zuni Schlnst noch ein Weitermanlel werden vorsichtig erweise angelegl, da es abends in der dunstigen Wiese höllisch „frisch" werden wird, — Der Mann hinter der dicken Buche Hai nun unwillkürlich den Kolbenhals seiner BüchSslinle fester »mspannt lind macht sich seine Betrachtungen: Der Herr Nachbar hat sicherlich hier einen Grenzbock auSbaldovert, der heute abend daran glauben soll: also heißt es, ebensalls hier aushalten, obgleich ein längerer Ansitz durchaus wicht vorgeseh n war. Auch der Mann hinter der Buche machte daher Toilette, wenn auch nicht so umfangreich wie „drüben" Und harrt nun gespannt der kommenden Dinge, — Lin leises Knistern von Pcrgamentpapier lästt ihn erraten, das; hinter dein Schirm geveivert lvird: durch die dünnen Ztveige des Schirms sieht er deutlich, daß der Herr Nachbar dem Rucksacke bedeutende Mundvorräte entnimmt Und auch hinter der Bnche wird et» belegtes Brötchen seiner Papicrhülle entledigt und auch hier wird „der Gesellschaft halber" und zum Zeitvertreib etwas gegessen, — Die Sonne ist längst über den Givjcln der hohen Buchen verschwunden und immer noch ist nichts zu sehe», imnier noch sitzen beide Gegner lautlos gegenüber und nur das Aushalten des einen spornt den anderen zu gleicher Belgarrlichkeit an Da endlich kommt der er>oartete Bock, orn kapitaler Bursche, in kurzen Fluchten sottlich durch die hohen Buchen, uni sofort ans die Wiese zu treten. Der Jäger hinter der Buche hält den Atem! Zum Schieben im Holze lvar es zu iveit und nun steht der Bock einige Schritte litber der Grenze aus der Wiese, direkt aut den Schirm des Nachbars chlnziehend, ein alter Bekaiinter, der sonst mitten im Revier steht. Schon hat de, Bock, dicht an der Grenze herziehend, öen schirm aut Schussweite erreicht und doiinernd dröhitt der Schrotschuh des Herrn Nachbars durch die Abenbstille, Der Bock zeichnet, «st aber zweiiellos schlecht getcossen und springt mit krummem Rücken denselben Weg, den er gekommen, zulück. Nun ivikdt hinter der Buche lebendig: es gibt einen Wettlaus zivischen dem «»geschossenen Bock und »cm Jäger hinter der Buche, der den Bork noch glücklich erreicht, wie er durch die Buche» zurückioeckiseln will Und mit gutem Blattschug von seinen Schmerzen befreit, •— Haben Sie „ihn", ruit der Maiiii lnnter deni Schirm, der nun erst sieht, dass er eilten stillen Beobachter gehabt hat und erhält die Antwort: Jawohl! Danke! Zn Gegendiensten stets bereit, — Ja, ivenii der Mensch Pech hat! Der Herr Nachbar kriecht ans seinein Verhau, jedcnsalls mit sehr gemischten Gefühlen: das schöne schwarzbranne Gehörn des Bockes mit den blendend weihe» Enden, der schöne Braten oder das schöne Geld dalür: Alles sutsch! Weidmannsheil. vermischte». * Das Ideal, Die jungen, von einem glühenden Rejorm- «iser beseelten Männer lvaren znsammengekvmme» und lvaren wieder einmal einstimmig der Ueberreugung, da» cs in der Welt rminer schlechter lvird und daß sie von Grund auf reformiert werden müsste, as» sich «in alter Mann mit finsterer Miene erhob und sagte: „Wenn ich nicht irre, so ivolll Ihr jungen ELente eine Welt, in der alle dem Gesetz gehorchen müssen, nn» alle ihr Klei» und ihre Speise zugeteilt erhalten, ohne selbst dafür sorgen zu müsse,,, ,o» es kein Geld gibt, >vo alle» nach der Regel geht, ohne die geringste Unordnung und ohne den aus- reibenden Konkurrenzkampf, Ist es nicht so ? „Gewiß," riesen die jungen Leute, „Nun, ,ch komme gerade oon einem Ort, der so ist, ii,i? Ihr ihn wollt," „Wirklich ? Wo ist cf? Können' >vic da auch hingeben?" „O gewiß", sagte »,-r Atte. „der Ort iss im Gefängnis. * Als der R e ck I s g e l e h r t e R n s o l > von I h e r i n g eininal in Berlin weilte, wurden ihm Angehörige der Familie Gutentag, die einen juristischen Vertag deiitzt, vorgestellt, „Assesior Giitentag. Flitz Gutentag, Dr ttzutenkag, Herrmann Gutentag. Ott» — — ", Da seufzte der Gelehrte und sagte: „Es ist doch lvahr das alte Wort: Nichts ist schiverer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen," vücherlisch. — „B ühneuiidWcl t". Friedrich Lienhard leitet die heran- iiaheiide Sommerspielzeit des Deutschen Theaters mit einem feinen Essay über „Soinnierlpiele" m der Halbmonatsschrift „Bühne und Welt" ein Dem Beitrag folgt eine Stndie über „Musik und Schauspiel" aus der Feder Wilhelm Tannhvrst, der sich vsr länacrer Zeit schon durch einen vielbesprochenen Aussatz über „Parstfal,' das Werk!" auszeichnete, Kurt Knchler bringt einige sehr interessante aus einem alten Werke ausgegrckbene ernste Anekdotai« unter der lleberschrift „Schauspielerinnen", Tie sind in ihrer schlicht tiefen Art edle Bilder große, Bühwuikünstlerinneu, lieber den „Neueil Dresdener Faust" schreibt Geheimrat Dr, Zetß in derselben Nninmer einen Aussatz »nd Dr, Ernst Wächter berichtet über ein zu Unrecht unbekannt gehaltenes Werk des Leipziglev Dramatikers Paul Schmidt, betitelt „Die schöne Melusine", Aus dem übrigen Inhalt seien hervorgehobcn: „Die Sibylle" von Hero Max: „Die falsche Wahl" von E v Lenor: „Der Ruf nach Hilfe" vom Herausgeber, — Grrcbcns Reiseführer: Baud 53, „Die N o r o - seebädcr", lk> Auslage, Mit 8 Karten, (Mk, 2.—.) Verlag Albert Goldschmidt, Berlin W, 35, Als niitertichteter und zuverlässiger Ratgeber für die Wahl eines Nordseebades erweist sich Griebens Rersesührer „Die N v r d s e e b ä d e r", der kürzlich in neu bearbeiteter 18, Auslage erschienen ist Besucher der deutschen, holländischen, belgischen nnd skandinavischeil Nvrdsecbäder finden in diesen. Buche ausführliche nnd durchaus zuverlässige Angaben über Verkebrsoerhältiiisse, Unterkunft und Verpflegung, Bäder- preise, Kurtaxen, Vergnügungen, Austlüge »sw, usw, iedes einzelnen Badeortes Außerordentlich interessant ist auch die Einleitung des Buches, die eine kurze Einführung in die Naturgeschichte des Meeres nnd r» die Kenntnis der Seezeichen, Flaggen und der Flaggensprache enthält, sowre Ratschläge über den Gebrauch der Seebäder. Das vorzügliche Kartenmatcrral unterstützt tu bester Weise die textlichen Ausführungen, Schach-Ausgabe, Von E. Antony. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung des Glcichklangrätsels in voriger Niimmert Das Tor, der Tor. Redaktion, R Neurath. — Rotationsdruck und verlaa der vrüül'Irben Unlversttäts-Buch- und Steüidruckeret, Sl. Sana«. Gtast»^