Mriber-Krgiment. Koma» von OSkar Klaußmann. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Der Wagen hielt vor dem Seitenflügel des Herrenhanse-? in Saalkirche», nnd Kersten führte Werner durch die Räume des GeneralbureauS, um ihm die einzelnen Be- amten vorzustellen und ihnen mitzuteileii, daß Werner vorläufig fiir ein Vierteljahr feine Vertretung übernehme. Neben dein Zimmer Kerstens fanden sie in ihrem Privat Bureau Dora, die ein technisches Werk über Hütten- beirieb vor sich hatte und anscheinend eifrig studierte. „Nun, ivieder sleißig, mein liebes Kind? Es ist wirklich rührend, welche Mühe du dir gibst, in dieses für dich so langiveilige Zeug einzudringen. Hier bringe ich dir unseren hilssbereiten Freund, der mich vertreten wird und die neue Arbeit gern ans sich nimmt. So hat er mir wenig- ste>ls heuchlerisch versichert." Dora reichte Werner die Hand, und Werner bückte sich tief herab, um die Hand zu küssen. Er folgte einem Impulse, einem plötzlichen Zivauge, und ivar dann einigermaßen verlegen. Er hatte bei dienstlichen Zusanunenkünften Dora sonst nie die Hand geküßt. Dora errötete und wies mit einer Haudbelvegung Kersten nnd Werner nach den Ledersesseln, die zur Rechten ihres Schreibtisches stallden. „Ich habe Bergrat Spalding schon im Generalbureau vorgestelit, nnd dal kannst mit ihm besprechen, wann er täglich auf eine Stunde hierherkommen soll. Es ist wohl notwendig, daß du dann auch anwesend bist, um eventuell beiitc Willensmeinung itub Entscheidung kundzugeben. Wir müssen Rücksicht darauf nehmen, daß der Bergrat sehr lvenig Zeit ()at; aber natürlich müssen auch deine Wünsche, Dora, berücksichtigt werden." „Ich kann mich mit meiner Zeiteinteilung immerhin nach den Wünschen des gnädigen Fräuleins richten", er- klärte Werner. „Diese Wünsche treten selbstverständlich zurück", sagte Dora bestimmt; „sie sind aber auch gar nicht vorhanden. Mir ist jede Zeit am Tage genehm. Es handelt sich um ivichtige Dinge, und für die muß man immer Zeit haben." „Wenn der Dienst iin Generalbureau ebenso eingeteilt ist lvie in den Betriebsbureaus, so wäre es vielleicht am passendsten, wenn ich nachmittags zwischen drei und vier hierher käme. Dann sind die Eingänge, die im Laufe des Tages eintreffen, durchgesehen und geordnet, etlvaige Be- antivortnngen sind fertig, die täglichen Rapporte sind ein- gegangen und vorgeprüst worden. Ich hätte dann immer noch Zeit, nach Theresien-Hütte hinuberzufahren und dort die Ausgänge zu unterzeichnen sowie eventuell noch auf L"sti»uS Grube einmal nachzusehen. Ich werde ja aber auch die anderen Werke möglichst häusig besuchen müssen, schon um mich über die Betriebsverhältnisse zu unterrichten." „Du tvirst den Herrn Bergrat in den verschiedenen Betriebswerkstätten den Chefs vorstelleu?" fragte Dora halb fragend Kersten. „Das ist nicht nötig. Der Bergrat ist mit allen Betriebsführern persönlich bekannt. Es genügt ein Rundschreiben des Geueralbureaus an die Betriebsvorstände, daß der Bergrat ineine Vertretung übernimmt, und damit ist ja die Sache erledigt. Dieses Rundschreiben kann heute nachmittag hinausgeschickt werden und bis inorgen früh durch die Hände sämtlicher Betriebsvorstände gegangen sein." „Ich lverde die Absenduug des Rnndschreibens sofort veranlassen", erklärte Dora. „Und inich entschuldige", bat Kersten; „ich muß noch einige Reisevorbereitungen treffen. Wir müssen heute abend abreiscn. Je eher wir von hier fortkomnien, desto besser. Lothar wollte dir einen Besuch machen und die alte Kinderfreundschaft erneuern; aber er wird das nachholen, wenn wir zurückkommen." „Ich wünsche dir und Lothar glückliche Reise", faste Dora, „und gute Erholung." Werner und Kersten verabschiedeten sich von Dora, und vor der Tür fragte Kersten; „Wie kommen Sie nun nach Hanse? soll ich Sie vor Ihrer Billa absetzen?" „Das ist nicht nötig. Ich gehe durch das Birkenwäldchen in zwanzig Minuten hin. Es ist herrliches Wetter, und der Spaziergang wird mir sehr wohltun." Der große, gut gepflegte Park, der das Herrenhaus von Saarkirchen nach Norden und Westen umgab, ging allmählich in die Landschaft über, und zwar in ein Wäldchen aus Birken, Eichen und Nadelhölzern gemischt. Ein breiter und tiefer Graben, über den nur zwei nebeneinander liegende Balken führten, trennte das Wäldchen von dem Park. Das Birkenwäldchen führte ja seinen Rainen nicht ganz mit Recht, denn es bestand auch aus anderen Bäumen, die Birken waren aber vorherrschend, und die weißen Stämme und das hellgrüne Laub dieser Bäume bildeten an verschiedenen Stellen einen wirkungsvollen Kontrast zu dem dunklen Grün der Kiefernadeln und den knorrigen, alten Eichenstämmen. Es war parkartig eingerichtet, ohne der Natürlichkeit der Landschaft Abbruch zu tun. Es gingen einige nicht befestigte, aber doch beständig reingehaltene Wege kreuz und guer durch das Wäldchen, das auf einem welligen Hügelgelände stand. Auf der Spitze mehrerer Hügel, von denen aus man eine hübsche Aussicht hinüber nach dem Park von Saalkirchen, nach Dasburg und nach den Bergwerken im Norden hatte, waren Bänke aufgestellt. Ein Bach, der auch den Grenz- graben zum Park von Saalkirchen mit Wasser versorgte, floß durch das Wäldchen und machte es zu einem angenehmen Aufenthalt, so daß die Betpohner von Dasburg, welche nachmittags Zeit hatten, ihre Spaziergänge gern nach dem Bir- 342 krnwäldchen Itnften. Schon der alte Buchwald hatte dieses Wäldchen dem Publikum freigegeben, hatte aber nicht geduldet, daß irgendwelche Wirtschaften oder Restaurants darin errichtet wurden, um ihm den Charakter des Parks nicht zu nehmen/ Es sing bereits an zu herbsteln, als Werner durch das Wäldchen schritt. Das Laub der Birken und Eichen särbte sich schon geblich. Obgleich Werner hungrig war und wußte, daß Frau Wolf mit dem Mittagessen auf ihn wartete, ging er doch unwillkürlich langsam, um die Naturschönheiten ans sich wirken zu lassen. Aus der Spiye einer der Terrainwellen stand eine gewaltige Blutbuche mit weit ausladenden Aesten, deren Helles Rot sich wunderbar von den weißen Birkenstämmen, dem hellgelben Laube der Birken, dein dunklen Grün der Kiefern und dem Dunkelgelb der Eichenblätter abhob. Es war ein so farbenprächtiges Bild, das Kunde gab von dem Ausflackern der Naturschönheit, bevor Sommer und Herbst zur Rüste gingen, daß Werner ganz gefesselt stehen blieb. Unwillkürlich setzte er sich aus die Bank, die dort stand und einen Blick auf die Gruppe, deren Mittelpunkt die Blutbuche bildete, gestattete. Ja, es war schön, idyllisch schön hier in diesem Stück wohlgepslegter Natur. Nur ganz von fern klang das Arbeitsgeräusch der Berg- und Hüttenwerke herüber; gedämpft klang selbst das Pfeifen der vielen Eisenbahnzüge, die in der Nähe vorüberfuhren. Ja, es war schön hier, und nicht nur in dem Birkenwäldchen! Werner hatte hier eine Beschäftigung, der er sich mit Leib und Seele widmen konnte, er hatte Arbeit in Hülle und Fülle. Zu selbständigem Schassen ward ihm täglich Gelegenheit. Werner hätte sich die Verhältnisse gar nicht besser wünschen können, als sie waren. Und doch hatte er ein leifes Empfinden des Unbehagens und der Furcht vor etwas Kommendem, dem er nicht entgehen konnte. Er fühlte, wie er von den Verhältnissen geschoben wurde, ganz gegen seinen Willen und ohne daß er sich dagegen wehren konnte. Gegen die Gefühle für Dora sträubte er sich gar nicht mehr; die waren so gewaltig, so unüberwindlich, daß cs Torheit von ihm gewesen wäre, hätte er sie unterdrücken wollen. Er war stolz darauf, daß es heilige, schöne und edle Gefühle waren, die er für Dora hegen durfte. Sie erschien ihni in dem ganzen Nimbus eines keuschen, liebenswürdigen, herrlichen Weibes, dessen Zauber man sich nach einigem Sträuben freudig hin- gibt. Er empfand etwas für Dora, was vielleicht nicht Liebe allein, sondern mehr noch Verehrung war. Vielleicht war cs ein Gemisch von Liebe und Verehrung. Er empfand Freude darüber, daß Dora überhaupt vorhanden war. Er hatte keine Zeit zum Schwärmen, nicht einmal zum ordentlichen Nachdenken. Es lag ihni auch nichts daran, sich klar zu werden über die Gefühle, die er für Dora hegte. Nur so viel wußte er, daß er vorsichtig sein, daß er seine Empfindungen niemals verraten durfte. Wollte er hier bleiben, wollte er dauernd sich an die Werke binden und ihnen seine Tätigkeit widmen, so mußte er alles vermeiden, was ihn in denselben Konflikt bringen konnte wie seinen Vorgänger. Stand er aber nicht anders zu Dora als der ausdringliche Liebhaber, den sie sich vom Halse geschasst hatte? Emp- sand nicht Dora etwas für ihn? Er wußte es nicht, er hoffte eS aber! Zum mindesten hatte er das Gefühl, daß er ihr hmpathisch war. Um so vorsichtiger mußte er ihr gegenüber ein, damit sie ihn nicht für einen Mitgiftjäger hielt, deren o viele sich ihr schon genähert hatten. Sie erwies ihm Vertrauen, sie hatte ihm eine große Freundlichkeit durch die Veranstaltung des Fackelzuges erwiesen. Sie bemühte sich, ihni das Leben angenehm zu machen, soweit ihr das gestattet war. Umso mehr Grund hatte er zur Vorsicht und Zurückhaltung. Da schoben ihn die Verhältnisse wieder ein Stück vorwärts in einer Richtung, die er vorläufig noch gar nicht übersehen konnte. Bisher war er mit Tora nur in größeren Zwischenräumen zusammengekommen; es verging eine Woche oder auch mehr, bis er sie sah. Von jetzt ab war ev wahrscheinlich täglich mit ihr zusammen. Unter anderen Verhältnissen wäre das herrlich schön gewesen. Unwillkürlich wurde» sie aber jetzt vertrauter miteinanoer. Er wußte ja auS Erfahrung, wie sich die Förmlichkeiten zwischen Personen, die ständig niiteinandcr verkehren, langsam abschlci- sen. Für ich, stieg jetzt die Gefahr außerordentlich, zu verraten, was ln ihni für Dora lebte. Er nahni sich gewiß so sehr ln acht, als nur möglich. Alber es konnte irgendein Zufall ihm auch nur die Andeutung seiner Gefühle entreißen, und dann war ein unberechenbarer Schaden geschehen, dann hatte er einen Schritt getan, den er nicht wieder gut machen konnte. Dann ging auch er eines Tages als der abgewiesene, zudringliche Freier davon, gegen leinen Willen und lächerlich gemacht ln den Augen aller Menschen, selbst derjenigen, die ihni vielleicht wohlwolltcn, wie Geheimrat Kersten und Graf Klinter. Vielleicht war cs das klügste, er ging von selbst, er hütete sich, etwas von seinen Gefühlen zu verraten, und wenn das Jahr um war, verließ er den Dienst auf den Buchwaldschen Werken und war dann wieder ein freier Mann. Dann hätte er um Tora werben können, dann hätte er unter ganz anderen Verhältnissen vor sie treten können, um ihr seine.Neigung zu gestehen. Tann war er nicht mehr der von ihr abhängige Angestellte, der de» lächerlichen Gedanke» hatte, die Chefin zu heiraten und sich in den großen Besitz „wie in ein warmes Nest" hineinzusetzen. Wenn Geheimrat Kersten nicht die Absicht gehabt hatte, die Kiesgruben der Frau Glover zu pachten, so hätte sich Werner dazu entschlossen. Tan» hätte er Veranlassung gehabt, in Dasburg und in der Nähe Doras zu bleiben; daun hätte er vorsichtig als unabhängiger Mann, frei in seinen Entschlüssen, die Werbung um sie beginnen können. Aber wahrscheinlich nahm man es ihm sehr übel, wenn er nach Ablauf des Jahres wieder den Dienst verließ und sich selbständig machte. Geheimrat Kersten nahm das sicher sehr krumm und wahrscheinlich auch Dora. Hub war er denn sicher, daß Dora ihn nicht ablvies? War er so überzeugt davon, daß Dora mehr für ihn empfand als für alle die Männer, die ihr werbend genaht waren? Wie stand sie zum Beispiel zu Lothar Kersten, der unverheiratet war, mit dem fie eine Kinderfreundschaft verband, der ihr also viel unbefangener als jeder andere entgegentrctcn konnte, und der noch als gewichtiges Moment für seinen Wert als Freier und die Lauterkeit seiner Gesinnungen den Umstand kür sich hatte, daß er der Sohti des Geheimrats »ersten, des Mannes war, der nicht allein die Stelle des Generaldirektors, sondern auch ein wenig die des Vaters bei Tora vertrat? Abwarten, abwarten! Aber Menschen mit heißen Empfindungen, seien diese selbst nur eine hohe Verehrung für ein Weib, find sehr ungeduldig, 'und das Warteninüssen macht sie unruhig, nervös und zil unbedachten Schritten geneigt. Ein Narr war er, daß er sich hier ans die Bank gesetzt und geschwärmt hatte wie ein Schulknabe! Er war hungrig über alle Maßen Und sein Mittagessen wurde kalt. Werner sprang auf und legte mit eilige» Schritten, ohne sich weiter um die Naturschönheiten des Birkenwäldchens zu kümmern, den Weg bis zu seiner Billa zurück, wo Frau Wolf sich entschuldigte, sie habe nicht gewußt, wann er komme, und sie könne nicht dafür, wenn das Essen nicht so sei, wie er es vielleicht erwartet habe. Werner sagte, es sei seine Schuld, und das Essen würde chon genießbar sein. Frau Wols fühlte sich aber durch diese reundlichen Worte keinesivegs angenehm berührt. Sie gab ich die größte Mühe mit dem Kochen und der Führung >es Haushaltes. Aber Werner sah das nicht; er hatte wahr- cheinlich gar kein Verständnis für ihre Tätigkeit und in- olgedessen auch keine Anerkennung. Nach dieser hatte sie bisher gestrebt. Aber wen» der Hausherr, wenn Bergrat Werner Spaltung für sie bisher eine Autorität gewesen war, deren Anfehen ihr imponierte, so war dieser Autorität durch das Verhalten der Frau Schottelius einigermaßen Abbruch getan. Wer weiß, lute lange diese bergrätliche Herrlichkeit noch dauerte! Frau Schottelius hielt nichts von dem Bergrat, und sie war eine sehr einflußreiche Person, und sie war die Tante der Besitzerin, die hier unuin- fchränkt wie eine Königin herrschte. (Fortsetzung folgt.) 3m Freiballon von Eichen in die Eifel. Bon Hermann Schmidt. Ein strahlender Maitag war es, an dem der Gießcner Verein kür Luftschisfahrt seine sportliche Tätigkeit mit einer Freiballon- fahrt begann. Der Marburger Verein halte zu dieser Fahrt Ballon und Führer zur Verfllgmrg gestellt und 3 Greßener Herren sich zur Teilnahme aemetdet Leider war cs nnmüglich, mit drei Passagieren zu fahren, da sic für die „Marburg" zu gewichtig waren. De;» bestimmten: „Mit.6 Sack Ballast fahre ich 348 nicht" tx? Führers >gar nichts zu entgegnen und so muhte das kos entscheide», wer den Korb zu verlassen hatte. Kanin >var neu abgewogen, da erscholl der Befehl: ,.Fertig — los!" und stolz stieg die „Marburg" unter deni jubelnden Tücherschwenken der zahlreichen Zuschauer in die Lüste. Ta lag cs nun imlcr uns, unser liebes Gießen, nett und sauber, wie aus der Spielzeug- fchachtel. In der Mitte die verwitterten Ziegeldächer von Alt Gießen, umgeben vom grünen Kranze der Anlagen und darum fchwarzgrau leuchtend die Neustadt In allen Straßen winkte es und die Schulen taten .auch ihr möglichstes zum Abschieds- jubel Aber des Berweilens war nicht lange. Wir halten sosort in 900 Mtr. die Gleichgewichtslage erreicht und steuerten mit 80 Klm. Fahrt in der Richtung Frankfurt, hinter uns stiegen Gewitterwolken aus: unser Ballon aber ivar schneller als sic und lies ihnen davon. Toch der „Marburg" geiiel die cingeschla- gene Richtung nicht. Wahrscheinlich wollte sic mir Neuling im Korb sofort das schönste Stück Vaterland zeigen und zur Nacheiferung anseuern. So zog sie es vor, mit einem eleganten Bogen über Klein-Linden weg in das Lahntal zu schwimmen. In gleichmäßiger Fahrt, immer in Gleichgewichtslage, schwammen wir Über Wetzlar, an Braunsels vorbei, das mit seinem stolzen Schloß von oben fo ganz anders aussah wie gewöhnlich. Plötzlich sielen Böllerschüsse, und wir bildeten uns beinahe ein, daß die Kayenköpse uns zu Ehren ihren ehernen Mund hätten sprechen lasse», bis wir bei nähereni Zuschauen sahen, daß cs gewöhn liche Sprengschüsse eines Steinbruchs waren. Um lO Uhr etwa sichtete» wir Weilburg. Ich habe selten ein schöneres Städtebild ^eschen, als es dieser Ort aus seiner Insel, umflossen von der grüne» Lahn, umgrenzt von ivaldigen höhen, bietet. Aber des Berweilens war auch hier nicht lange. Unsere „Marburg" wollte weiter und da ivaren ihr die vielen Krümmungen der Lahn, denen wir.seither immer gefolgt waren, zu zeitraubend. So zog sie es vor, um an den Rhein zu kommen, sich auch den Westerwald ein wenig zu beschauen. In Sicht von Limburg verließen wir unter militärischem Trommel- und Pfeifen- schall das Lahntal und stiegen über den Westerwald. Aber viel folltcn wir von ihm nicht sehen, hinter Hadamar türmte sich rin ausgeivachsener Cumulus, der rechte Sehnsucht nach uns hatte. Aber die nötige Ballastabgabe brachte uns über ihn und nun genossen wir den überwältigenden Genuß einer Wolkensahrt mit aN ihren, Zauber, lieber uns ein tiefblauer Himmel, unter uns ein wallendes, tvogendes Nebelmeer, auf dem unser Ballon- fchatten langsam dahinzog und mit seiner Aureole Farbe in das blendend« Weiß der Wolke brachte. Taniit auch die Wissenschaft nicht zu kurz kam, hielt unser Führer einen Vortrag über Luftschichten und Wolkenbildungen und ihren Einstuß aus die Fahrt. Als wir die Erde wieder sichteten, lag er vor uns, der herrliche, grüne Rhein. Aber schön und grün sah er nicht aus. Trotz blendenden Sonnenscheins und lachender Fluren zeigte er ei» mürrisches Gesicht: trüb und langsam wälzte er seine Fluten. Dennoch schien unser Ballon eine groß« Zuneigung zu ihm gefaßt zu haben, „halb zog es ihn, halb sank er hin." Ta mußte der mürrische Flns-gott sein Opser haben. Mit 2 Säcken Ballast war er zufrieden und ließ uns in 1700 Mtr. unsere Wege ziehen und ztvar recht langsam, damit wir seine Schönheiten auch ausgiebig kosten konnten Und cs war ein herrliches Panorania, an dem sich das Auge tvcidele. Nach Norden schweifte der Blick bis Vallendar mit feinen Inseln, im Süden wurde der Horizont begrenzt von Oberlahnstein und der Burg Stolzenfels, und unter ims lag Koblenz und das Moseleck mit dem Kaiserdenkinal. Ta gab es zn schaue» genug, und die langsame Fahrt, die wir machten, gab uns überreichlich Zeit dazu. Fast 3 ,i Stunden benötigten wir, um Rhein und Mosel zu überqueren und in die Eifel einzutretcn. Mer da sah es bedenklich aus. Vor uns türmte sich Cumulus ans Cumulus und aus einen schien es die „Marburg" abgesehen zn haben. Das Gesicht unseres Führers wurde immer bedensticher, und kaum war ihm das Wort entslohen: „Der liefert uns," da sahen wir auch schon drin im Nebel. Unwillkürlich kam mir der . Gedanke an Niflheim, aber zu weiteren Betrachtungen blieb keine Zeit. In rasender Fahrt riß uns der vertikale Luststroni auswärts Tie Zahlen lauten 12.50 Uhr — 2500 Mtr.: 12.55 Uhr 2750 Mtr : 12.57 Uhr — 3000 Mtr. In dieser Höhe schnitt unser Führer das Schlepptau los und mit einem unangenehmen Geraffel sauste cs in die Tiefe. Zum Schluß gab es noch einen kräftigen Ruck, der den Ballonkorb in kräftiges Schwanken brachte. Noch schneller, als wir oben ivaren, sielen wir nun durch. Wenns nicht Aneroid und Vareometer angezcigt hätten, an unser» Ohren merkte» wirs zur Genüge. Tie Fallzeiten lauten: 12.57 Uhr — 3000 Mtr.: 12.59 Uhr — 2100 Mtr : 1.01 Uhr — 1600 Mtr Zum Parieren brauchten wir 5 Sack Ballast. Als wir bei Münstermaiseld die Erde nsieder sichteten, konnten wir trotz alles Suchens nur noch !>/r Sack im Korb entdecken Ta war Holland in Not Und vor uns lag der schönste Teil der Eifel. Ganz fern am Horizonte sichteten wird das Pulvermaar und von meinen Wanderungen her wußte.ich, daß dann auch der Mäuscberg mit seinen stimmungsvollen Maaren und das prächtige Manderscheid nicht weit waren. Unferm Führer gingen wohl ähnliche Gedanken durch den Kopf. Und als er sich noch die schönen Kornfelder unter uns betrachtet und wohl schnell den Flurschaden berechnet hatte, den es da unten geben würde, sagt« er: „Eigentlich müßten wir landen: aber ich verlasse mich auf Ventilzug und Sonnen- strahlnng." Und so zog unsere „Marburg" weiter, bald hoch, bald lies: >e nachdem tvir Sonne oder Wolkenschatten halten, bis wir an das liebliche Pnlvermaar kamen. Das sah wie ein dunkelblaues Auge, umgeben vom grünen Kranz herrlicher Buchen, zu uns herauf Nabe seinem liier lag ein heidekegel in voller Pracht blühenden Ginsters. In dessen goldiger Flut tvolllcn tvir ein- tauchcn und die prächtige Fahrt beenden. Doch cs gelang vorbei. Sonnenstrahlung zog uns wieder hoch. Langsam zogen wir nun über das nahegelegcne Dörfchen Gillenfeld. Und als wir auch da nicht landeten, erhob sich eine Flut von Tönen, hundegebell, Hahnengeschrei und Menschentöne umwoben uns. Es war ein ganz harmonisches Konzert, in dem nur die Bässe sehlten, und es schien mir, als ob nur die niit Sopran begabten Wefen ihrer Enttäuschung lauten Ausdruck gaben, während die Herren der Schöpfung den Schmerz, uns nicht an ihrem Dorfe tpiedcr an die Erde gekettet zu sehen, mit mehr Würde trugen. Hinter Gillenfeld war nun ein geeignetes Landungsfeld, auf dem der Führer niedergehen wollte. Doch der Führer dachte, aber die Sonne lacht« unfern Ballon so freundlich an, daß er den Lockungen nicht widerstehen konnte und hoch zu ihr stieg. Allein ein energischer Ventilzug er- mnerte ihn an seine Pslichten der Mittler Erde gegenüber. Und nun begann ein« interessante Fahrt, landschaftlich sowohl nne sahrtechnisch. An d.em Mäuseberg mit seinen melancholischen Maaren, dem Schauplatz von Klara Viebigs herrlicher Novelle „Totenmaar" vorüber, über das idyllifch gelegene Manderscheid hinweg ging die Fahrt über vielsach bewaltetes Gelände, das schlecht Landungsgelegenheit bot. Schlepptau, Ventil und der letzte Ballast halsen über die gefährlichste Stellen hinweg. Zum Schluß mußten wir noch über einen herrlichen, hochstämmigen Buchenwald. DaS gab eine prächtige Fahrt. Dicht über den Wipfeln ging die Fahrt und gar manchmal tauchte der Korb hinein in das grüne Blatter- mecr. Doch inimer wieder hob er sich zu neuein Schwung über die grünen, wogenden Gipfel, bis wir endgültig scstsaßen. Da keinerlei Sandballast mehr vorhanden war, mußte der Verpackungsplan herhalten Niit Krachen sauste er hinunter, riß einige Aeste jrcit und fiel glücklich zu Boden. So entlastet, stiegen wir etwas hoch und landeten bald auf einer nahegelcgenen kleinen Waldwiese, ohne die Reißleine gezogen zu haben. Es war eine richtige Tamenlandung, Kaum waren wir gelandet, als auch schon die Bevölkerung herbei- strömte. Sie hatten noch nie einen Ballon gesehen und betrachteten ihn mit großer Neugierde. Als aber unser Führer befahl: „Zigarren und Pseifen weg", verzogen sie sich in respektvolle Entfernung. Bei der nun folgenden Verpackung halfen sie jedoch fleißig und bald waren wir reisefertig. Nur der Vcrpackungsplan fehlt« noch. Da die nach ihni ausgeschickten Kinder trotz des versprochenen Trinkgelds erfolglos zurückgekehrt waren, .mußten wir uns felber aus die Suche machen. Wir fanden zwar bald die Stelle, wo wir Königlich preußischen Tomanialwald beschädigt hatten, doch den Plan, den sah nian niemals wieder. WahrschBnlich deckt er heute den spitzen Rücken einer dürren Eifelkuh. Aber noch eine Enttäuschung sollte uns Vorbehalten sein. Wie wir »ns auf ünsereM Landeplatz an einem mitgenommenen guten Tropfen stärken wollten, fanden wir nur noch die schlechte hülle. Der edle Inhalt war in den durstigen Kehlen unserer Helfer verschwunden. Da inzwischen unser Fuhrwerk angckommen war, packten wir auf und fuhren aus holprigen Wegen nach dem malerischen Khll- burg zur Fahrt in die Heimat. Das Stottern der ttinder. Bon Dr. med. Th. H o e p f n e r. Das Wort „Stottern" auszusprechen ist eine so schlechte Angewohnheit von Eltern und Erziehern, daß es jahrelanger Arbeit der Forscher bedurft hat, um seststellen zu können, daß man diesen Ausdruck im Volke irrtümlich auf die im Grunde allerverschiedcnsten Erscheinungen anwendet. Ter Ausdruck „Stottern" besagt, wenn wir der Logik und nicht dem Herkommen die Ehre geben wollen, nur, daß an den Anfängen von Worten die ersten Buchstaben und Silben niehrfach gesprochen werden, etwa wie „D-T-D-David" oder „Te-Tc-Te- Teller". Diese Wiederholungen sind Erscheinungen einer ungenügenden Verbindung zwischen dem Willen zu sprechen (einer geistigen Triebkraft) und dem Worte (einem Formclemente unseres Denkens). Tie Ursache ist verschieden, und es darf als ein unbestreitbares Verdienst der psychoanalytischen Forschung angesehen werden, auf diesen Umstand hingcwiesen zu haben. In dreißig Prozent der Fälle, in denen ein dauernder Zustand aus solchen Anfängen sich entwickelt, ist ein Unfall oder ein seelischer Chok als Urfache für diese anfängliche Erscheinung nachzuweisen, die ihrerseits auf einer Lockerung oder Zerreißung der eben genannten Jdeenvcrbindung, aber nicht aus einer irgendwie beschaffenen Schädigung der Nervensubstanz beruht. In weiteren dreißig Prozent der Fälle ist eine hochsieberhaste Erkrankung des Kindesalters die Ursache dieses anfänglichen Stotterns: im letzteir Drittel findet infolge einer ungünstigen erblichen Beeinflussung der Entwicklungs- gleichmäßigkeit eine anfängliche Ungleichartigkeit zwischen geistiger und sprachlicher Entwicklung statt. Soweit paßt der Ausdruck „-tot- 344 tevit" auf die Erscheinungen des sprachlichen Buchstaben- und Sil- benwiedcrholens vier setzt die schlechte Angewohnheit von Eltern mib Erziehern ein, sich bei der Diagnose zu beruhigen und nun alles andere zu ziehen >uid zu erziehen, nur nicht die unfertige Sprache: lvoher soll man es auch wissen? Plan lacht Ivohl gar darüber, man lässt, als pädagogischer Kunstgciss gemeint, wohl gar andere noch darüber lachein Nichts ist herzloser und unsinniger zugleich. Gäbe man sich Mühe, so lvürde man erkennen, da» die Störung einen ganz anderen Charakter annimmt : sie verliert das Zuftitlige, Unwillkürliche und lvird sichtlich gesetzmäßiger, zwangsmäßiger. DaS kommt so zustande. Das Mud hat eine Seele, lvie man eigentlich wissen sollte, und diese Seele nimmt, langsamer oder geschlvinver, eine Vorstellung davon auf, dag an bestimmten Stellen der Bewegungsvorgang des Sprechens unterbrochen und der Ausdruck des Gedachten folglich verzögert, die eigenartige Lautvermehr- sachnng für andere Menschen etwas Lächerliches oder Aergerliches oder gar Mißdeutbares wird. Ist dieser geistige Entwicklungsvorgang, diese Vorstellungsbildung, geschehen, so sühlt sich das Kind in seiner Eigenliebe und in seiner Liebe zu seinen Mitmenschen unangenehm und beschämend getroifen. Damit sind aber, wie jeder pshchologisch nur einigermaßen Gebildete weih, die Bedingungen für ein eigene» Handeln, für ein Molle» gefchassen. Da das Kind nun richtigmachen, wiederherstellen, überlvinden loill, lvas ihm als Falsche», als Gestörtes, als Hinderndes erscheint, so strengt es sich an, und zwar in der naivsten Mlerle, in der, seit die Melk steht, schließlich alle mehr oder weniger psychisch diplomatischen Konflikte entschieden wurden: es lägt die Muskeln stärker arbeiten. Es liegt icun in der Natur der Sprechmuskelbewegungen, dass sie, da sre zarte Lautgebilde bervorbringen, aber keine Kampsprobleme lösen sollen, infolge dieser mit ihnen ausgeführten Anstrengungen die riussprache der Laute verdecken, verderben und verzögern. Das Kind hat aber erreicht, lvas es wolltä: es hat seinem Vorstellen Genüge getan und die schleppenden Buchstaben- und Silbenver- doppeluugen au» der Welt geschasst: daß es aber dadurch in gewolltungewollter Weise nun selbst zum Störer der richtigen Aussprache wird, das merkt es nicht gleich. Die Umgebimg des Kindes merkt es auch nicht, deutet das, lvas sie sieht, entweder gar nicht oder hält die anfängliche und die gesetzmäßige Form der Störung sür dasselbe. Selbst erfahrene Aerzte sind dieser Täuschung anheimge- sallen: man verwechselte die störenden Selbsthilssanstrengungen mit Krämpfen Dabei bedachte man nicht, daß Krämpfe weh tun und unwillkürlich austreteir, lvährend die hier beschriebenen Erscheinungen (auf die also der Ausdruck „Stottern" nicht niehr paßt) ganz vom Willen abhängen : sie können verstärkt lverden, können dadurch, daß man mit dem Tprecheuivollen aufhört, unterbrochen werden und können, wenn der ernste Wille dazu besteht, auch, im Ansangsstadiuni, noch ohne besondere Unterweisung vermieden lverden. Wer, sei es Arzt, Lehrer, Vater oder Mutter, zuerst gesagt hat, ein „bißchen" Stottern schade nichts, das läßt sich nicht mehr seststellen. Jedenfalls erbt sich eine unglaubliche pädagogische Stumpfheit in diesem Punkte fort wie eine K udersranennntugend, nur dasz man diese früher lvenigstens irgendwann einmal als Tugend bezeichnete: ich denke dabei^. B an das Einwickeln der Arine bei Wickelkindern Aber beim stottern, besonders beim Zustand der ausgebildeten Störung, hat man bis znnt heutigen Tage vergessen, sich vorzustellen, daß man ein Kind nicht ungestraft in seinen tiefer und tiefer werdenden sprachlichen Konslikten sitzen und darin versinken läßt. Die weitaus meisten stotternden Kinder sind nach einiger Zeit schwer erziehbar, moralisch undurchsichtig, zu starken Affekten geneigt, häufig verlogen, aller Verstellungen fähig. Dabei werden die Worte schwer findbar, der.Sprachschatz verarmt und mit ihm Redegewandtheit uiü» die Schärfe der Begriffe. Krankheitsge- sühl, Unlust, Gereiztheit stellen sich ein, oft übergehend in hypochondrischen oder hysterieartigen Egoismus. Die Schulleistungen lassen nach, nicht so sehr nur lvegen der sprachlichen Behinderung, als weil schließlich überhaupt jeder klare Trieb und Wille, etwas zu leisten, fehlt. Wer hat gesagt, daß das von selbst besser würde oder ganz wegginge? In der wissenschaftlichen Literatur habe ich nichts Genaues darüber gefunden, selbstzengnisse bedürfen, gerade lvegen den angedeuteten Folgeerscheinungen, gründlichster Prüfung, alle Erfahrung aber spricht dagegen, daß der ungünstige Einfluß einer jahrelangen Sprachbehinderuug ohne besondere Maßnahmen einfach spurlos verschwinde. Jeder geistig normale Erwachsene wird sich eingestehen, daß ein Leid, das jahrelang ohne eigene Schuld ge tragen wurde, von Einfluß auf seine Auffassung des Lebens, aus Selbsteinsäiätzung, Altruismus, Religion und Ethik gewesen: wie oder warum soll es hier anders sein? Und die Erfahrung des Fachmannes lehrt, daß es nicht anders ist. Wo aber moralische und geistige Eigenarten von solcher Deutlichkeit und Eigenart wahrnehmbar werden, da sollte, nach erprobtem und sonst angewendetein Brauche, ein Grund für erzieherische Bedenken und Maßnahmen nicht erst gesucht werden. vermischte». — Grand. Nicht das .höchste' Spiel beim „d e »t l ch « n Skat" und anderen Kartenspielen, die sich immer noch fraiizöstscher Ausdrücke bedienen, sondern leider ein anderer sichtbarer Mißbrauch dieses sranzösischc» Eigenschastzwortes ist hier gemeint. Zwar da» „Grand Magasin“ (oder gar .Magazin“) oder der „Grand Basar“ als Benennung der Warenhäuser scheint seit einigen Jahren nlcht weiter nm sich gegriffen zu haben; doch erfreuen sich so große und lebhafte Handels- und BerkehrSmittclpimkte wie Nürnberg und Franklurt am Main immer noch eines „Grand Basar“ als des .erstklassige» Kaufhauses“. Außerordentlich weit verbreitet sind dagegen leider immer »och das „Grand Botel“ und das „Grand Oats“, und zwar soivohl in Verbindung mit den verschiedensten Eigenjchaststvörlern als mehr oder weniger sinnvollen Zusätzen wie Grand Bötel Continental oder Grand C'af6 Imperial usiv,, als auch ganz eiusach als Grand Botel und Grand Ca!«. Dabei besteht im Wlitsgewerb« der Wahn, der wohl von den Besuchern geteilt werde» dürste, daß diese ziemlich anmaßende Sclbstbezeichnung ohne weiteres einen Vorrang vor den Wetlbewerbern sestlegt. So ist kürzlich auch in einer lehr reichen und neuerdings mächtig aul- blühenden Handelsstadt am Rhein ein alteiugesührles Kaffeehaus nach beträchtlichem Ansba» als „Grand Cals“ eröffnet worden. Ja, ja: »Großer Gasthos“ und .Großes Kaffeehaus“ dünkte die meisten wohl seltsam oder vielleicht gar svaßig: und doch gibt es in Altbaycru, sogar in der Hauptstadt München selbst, mehr al» ein staltliches und starkbesuchtes Wirtshaus, das .Großer Wirt* oder „Großwirt“ heißt, L. Fränkek (LudivlgShalen.) * Schwer zu machen. „Wenn es geht," sagte der iieu« Sträfling, „so möchte ich in meinem Berufe beschäftigt werden." „Das ist immer sehr schön," sagte der Gesäugnisdirektor, „welchen Berns haben Sie denn?" „Ich bin Flieger." vüchrrtisch. — Neuerscheinungen der lln i ve rsa l B i blio - thek. Nr. 5671. Erinnerungen. Bon Richard Wagner. Herausgegeben und.eingeleitet von Georg Rich. Kruse. In Leinen 60 Psg. — Nr. 5672. Die von Wildtberg Bon Fritz v. Briefen. Die Tragödie einer Jugend und eines Alters in vier Akten. — Nr. 5673—75. Unter 'Napoleons Joch. Erinnerungen eines sächs. Ordonnanzoffiziers. Roman. Bon Curt Kühns. In Leinen 1 Mk. — Nr. 5676. DerverrückteFlins- b e t m und zwei andere Novellen. Bon Charlvtte Niese. Mit einer Eiul. von Carl Friede. Nowack. Mit Bildnis der Verfasserin. In Leinen 60 Psg. Inhalt: Der verrückte Flinsheim. Die Geschichte des Etatsrats. Die Geschickne von einem, der nichts durfte. — Nr. 5677. Scherzgedichte. Bau O. Blumenthal. Leinen 60 Plg. — Nr. 5678 —80. Der Säugetierorga- nisnius und seine Leist un gen Bon Proi. Dr. Ernst Th. v. Brück«. Erster Teil. 22. Band der Bücher der Naturwissenschaft, herausgegeben von Prof. Dr. Siegmund Günther. Mit 4 bnnten und 3 eiiisarbigen Tafeln und 21 Zeichnungen im Text. Rösselsprung. kann und Zweifel «usnihri bar üpp' Astes Natur kommen und dem wer schauet dl« offen- genr Sterben kein recht keine da» nach Sah- stand und im klar folget ew'gen Blüh» ni» auch und Wider- Spur- feieben Geheim- ung der von schön kein ... r,t nicht e n leben Glücks Renen sie im Eut- ist den scheuen lang- wie färbe» dem Tod Leben sameS daS und Auslösung in nächster Nummer. - Auslösung der Charade in voriger Nummer! H « b.e s ch »i a » s. Redaktion' lk N«uratb. — Notation-druck und Berlaa der Brühl'schen Il»iversilät»-Buch- und Steindruckerel, R. Lange, Gießen