Mnbrr-Kegiment. Roman von Oskar Klaußmann. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Kersten kam aber nicht allein, er brachte eine» Be- ssleiter mit sich, ein verjüngtes Ebenbild seiner eigenen Person, eine hagere, drahtige Erscheinung: den Sohn, der mittags znm Urlaub von Ostasrika eingetroffen war. Hauptmann Lothar Kcrsten, der eine aschgraue, krankhafte Gesichtsfarbe lgitte und dem inan ivohl ansah, daß er »inter dein Tropenklima stark gelitten haben mutzte, Ivar mit Frau Glover und dein Grafen Kliuter persönlich sehr ut bekannt Es bedurfte also keiner besonderen Entschnl- igung dafür, daß ihn der Bater mitgebracht batte. Kersten machte den Sohn mit Werner bekannt, und dann bat die Hansherrin die Gäste, in dem Gartensalon mit ihr den Kaffee zu trinken. Nach diesem mußte sich der Hauptmann allerdings eine Zeitlang selbst beschäftigen; er ging im Park spazieren, während Frau Glover mit den drei Fachleuten die Angelegenheiten der Kiesgruben besprach und die nötigen Papiere vorlegte. Das dauerte im ganzen eine Stunde. Dann Ivar man sich darüber einig, daß die Gruben zu viel höherem Preise verpachtet werden mutzten, und zwar deshalb, weil man bei intensivem Betrieb ganz andere Ausbeuten heransholen konnte als bisher. Gelseimrat Kersten ließ Werner und Graf Klinter die Taxen machen, erklärte sich init dem Pachtpreise, den diese für richtig, hielten, einverstanden und meinte: „Wenn Sie niemand finden, gnädige Frau, der Ihnen mehr bietet, bin ich eventuell mcht abgeneigt, die Gruben selbst in Pacht zu nehme». Es handelt sich dabei nicht um mich, souderit um meinen Sohn. Sie tverden schon geseheir haben, daß er fürchterlich initgenommen ist; ich habe einen Schrecken bekominen, als er heute plötzlich bei mir erschien. Und es ist nicht allein sein Aeußeres, was mich erschreckt, sondern noch viel mehr sein« Nervosität, die gleich,zeitig, so sonderbar es erscheint, mit einer Art Apathie gemischt ist. Der Junge darf mir um keinen Preis nach den Tropen, zurück. Ich hosse, er wird das auch einsehen, und schlimmsten salls nimmt er seinen Abschied. Dann muß ich eine Beschäftigung für ihn haben, und die Verwaltung und Ausbeute der Kiesgruben wäre etwas für ihn. Kleine Kinder, Nein« Sorgen, große Kinder, große Sorgen." „Natürlich gebe ich Ihnen die Gruben lieber als jedem andern," entgeguete Frau Glover; „ich könnte mir keinen besseren Pächter ivüuschen, denn durch Sie lverden die Gruben nur noch wertvoller Die Pachtung läuft in drei Monaten ab Es kostet Sie nur ein Wort, Herr Geheimrat, und Sie haben die Kiesgruben Ich iverde diese nicht erst ausschreiben, denn selbst wenn ich von anderer Seite ein paar hundert Mark mehr bekäme, tvas ich nicht einmal glaube, liegt mir doch sehr viel daran, die Gruben in Ihren Händen zu sehen — Nun wollen wir aber den Heryr Hauptmann tvieder aus dem Park herzitieren, damit er sich nicht langweilt." Hauptmann Kersten vereinigte sich mit der anderen Gesellschaft im Salon, und es begann eine Unterhaltung, die sich naturgemäß um das bisherige Wirkungsfeld des Offiziers, um die ostafrtkanische Kolonie drehte. Äeheim- rat Kersten suchte seinen Sohn zum Erzählen zu antnitereu Aber es lag soviel Müdigkeit in den abgespannten Zügen des Hauvtmanns und in seinem ganzen Wesen, daß man ihm wohl anmerkte, es Ivar ihm unangenehm, an die Verhältnisse, aus denen er kam, erinnert zu werden Er berichtete nur, daß er das Fieber in hohen, Grade gehabt, daß ihn, der Ansenthalt an der Küste eine Verschlimmerung des Fiebers gebracht habe und daß der Aufenthalt aus See ztvar sehr wohltätig für ihn gewesen sei, aber das Fieber' nicht vollständig beseitigt habe. Er fürchtete für die Nacht sogar wiederum einen Ansall, und lvenn man seine unruhig flackernden Augen sah, zweifelte man nickt, daß seine Befürchtung begründet >var. Nach einer halbe» Stunde empfahlen sich die vier Besucher, obwohl Frau Glover bat, doch zu bleibe». Bor der Tür ivandte sich der Äeheimrat zu Werner und Graf Klinter und sagte ihnen: „Mein Sohn braucht Gesellschaft, recht lustige Gesellschaft. Wenn Sie nichts weiter Vorhaben, bitte ich Sie um den Gefallen, mit mir und meinen, Sohne nach Dasburg in die Weinstube von Ztmmermaun zu komme» Es ist heute Sonntag, und die Herren haben gewiß nichts Wichtiges vor. Ich möchte Sie überhaupt bitten, sich meines Sohnes etwas anzunehmen. Ich selbst bin ja ein recht langweiliger und moroser Gesellschafter für ihn." Werner und Graf Klinter waren einverstanden und fuhren t», Auto des Grafen voraus, n>ähre„d Geheimrat Kersten mit seine», Sohne in der Equipage nachkam Es war gegen halb sieben Uhr abends, als die Herren wieder i» der Weinstube von Zimmerman» in eiuem kleinen Zimmer vereint saßen. Mau war bei gimmermann sehr gut ansgehoben, das Restaurant arbeitete in großstädtischen, Stile und war de- rühmt lvegen seiner vorzüglichen Leistungen. Der Küchenchef stannnte sogar von Pforte ans Hamburg und lvar ein Meister seiner Kunst. In jede», Jndnstriebezirk wird sehr viel Geld verdient, aber auch sehr viel Geld ausgegeben. Die Mark rollt dort rascher als anderivürts, und man laßt in geeigneten Augenblicken recht viel draufgehen DaS Beste ist dann gerade gut ;ge»ug. Der Geheimrat betrachtete die drei andere» Herren als seine Etäste und bestellte einen alte» Rotwein „Schloß- abzug Margaux, erstes Gelvächs". Zimmermann kam selbst, um sich nach den Wünschen der Gäste z» erkundigen, und besprach mit den, Geheiinrat ei» exquisites Menu fttr das Souper. 388 M schien für alle Teilnehmer ein sehr genußreicher Abend in Aussicht zu stehen, über Hauptmann Kersten machte Strich durch alle Berechnungen und Hoffnungen. Er saß erst ganz apathisch da und schien sich für die ganze Unterhaltung nicht zu interessiere». Das wirrte natürlich nicht besonders erheiternd. Ein steinerner Gast ist an keinem Tische angenehm. Nachdem aber Lothar einige Gläser des schweren Rotweines getrunken hatte, begann er ettvas aufzutauen. „Sei etwas vorsichtig mit dem Wein", warnte in liebenswürdigstem Tone der alte Geheimrat „Wenn du mehr trinken willst, gehen tvir lieber zu einer leichteren Sorte über." Durch diese Bemerkung schien sich Lothar über alle Maßen verletzt zu fühlen. Er trank nun keinen Tropfe» mehr, berührte das vortreffliche Essen, daS bald darauf serviert wurde, gar nicht und antwortete auf Fragen des Baters ebenfalls nicht. Auf seiner Stirn lagerte eine drohende Wolke, und es schien sich in ihm eine beständig teigenhe Erregung zu entwickeln. Nach zwei Stunden brach »iese aus und richtete sich gegen den servierenden Kellner, ,«r anS Unachtsamkeit Lothar mit einigen Tropfen Wein iegossen hatte. Lothar wurde immer heftiger lind so laut, daß das ganze Lokal aufmerksam wurde, und schließlich geriet er in Tobsucht lind packte den Kellner am Halse, um ihn zu cr- S gc». Wären nicht der Geheimrat und einige Kellner »gesprungen, die den Unglücklichen ans den Händen ars befreiten, so wäre eine Katastrophe unvermeidlich gewesen. Dje Gemütlichkeit nicht nur in denr kleinen Kreise, sondern im ganzen Lokal war gestört. Lothar trug Zivil und war nur tvenigen Gästen bekannt. Es fielen über ihn sehr verletzende Äeußerunae», bis es sich herümiprack, wer Lothar sei, und woher er komme, dann war man im ganzen Lokal bei Zimmermann sich darüber einig, daß der Geheimrat zu bedauern sei, da sein Sohn offenbar an Tropenkoller leide. „Ich erkenne den Menschen gar nicht wieder!" ries f Klinker. „Ich kenne ihn doch schon seit vielen Jahren, er eS war immer ein sehr liebenswürdiger 1111b korrekter Mann, der mit großer Liebe an seinem Vater hing. Allerdings war er immer etwas verschlossen und in gelvissen Augenblicken Und Verhältnissen unfähig, sich irgend jemand anzuvertrauen. So hieß cs früher, er habe sich für Frau Mover schon zu Lebzeiten ihres Gatten über alle Maßen mteressiert. und er habe aus Herzcnsbedrängnis sich zum Anei,st in den Kolonien gemeldet. Ich war ganz erstaunt, daß ihn der alte Geheimrat heute niit nach Jvershosen brachte." Werner lvar an> nächsten Mittag gerade aus dem Hauptschacht der Juslinus-Grube ausgesahren und im Zechcnhause mit dem Umkleiden beschäftigt, als ihin gemeldet lvurde, der Geheimrat Kersten sei da und wünsche ihn zu sprechen. Werner beschleunigte sein Umkleiden und traf aus der trade des Zechenhauses den Geheimrat, der mit Obersteiger andlick die neuesten Eintragungen im Grubenbilde prüfte. „Ich konime Sie abholen," sagte Kersten und reichte Werner die Hand. „Sie müssen mit mir fahren, ich habe etwas Wichtiges mit Ihnen zu besprechen." Sie verabschiedeten sich vom Obersteiger, und als der Wagen vom G.rubenplatz herunterfuhr, begann Kersten sofort: Gras „Ich komme leider wieder mit vermehrter Arbeit für Sie, und wenn Sie ärgerlich darüber sind, weil ich n>ich als Ihren Plagegeist darstclle, so habet! Sie einiges Recht dazu. Sie haben gestern abend die Szene mit meinem Sohne gesehen. Ich habe heute unseren Hausarzt konsultiert, und er hat nur das bestätigt, lvas ich mir selbst gestern abend schon gesagt habe, und was Sie und Graf Klinter auch wohl angenommen haben: mein Sohn hat den Tropenkoller. Es handelt sich noch nicht um die schlimmste Art; aber jedenfalls sind die Wutanfälle und Erregungszustände, in die er verfällt, beängstigend, und es muß etwas dagegen geschehen. Der Hausarzt meinte, der Klimawechsel sei für ven Lothar ein so heftiger gewesen. Der Herbst kommt heran, die letzten Tage waren kühl, besonders auf der Fahrt von Genua bis hierher hat inein Sohn kühles, regnerisches Wetter gehabt. Lothar muß nach dem Süden. In seinem Zustande kann ich ihn nicht allein fahren lassen, ich muß ihn begleiten, dazu bin ich als Bater verpflichtet. Ich hoffe auch, daß meine Gegenwart beruhigend auf ihn einwirken wird, und dann kann ich di« Durchführung der ärztlichen Verordnungen bei ihm auch überwachen. Wir sollen zuerst nach Meran, dann, wenn es kühler wird, zum Herbst nach Aegppten. Ich werde wohl ein Vierteljahr tvegbleibc». Natürlich dürfen die Bnchwaldschen Werke nicht ohne Leitung bleiben. Sie müssen jetzt schon, und ohne daß Sie als Generaldirektor angcstelll sind, meine Vertretung übernehmen. Nach meiner Rückkehr nwllen ivir dann definitiv mit Ihnen abschließe», und Sie als Generaldirektor cinfctzen. Sie haben jetzt Gelegenheit, sich den ganzen Betrieb anzusehen und mit allen Verhältnissen vertrant zu mache», und können sich daun eiitschliehcn, ob Sie nicht schon vor Ablauf des Probejahres, das Sic festgesetzt habe», die Leitung des Ganze» übernehmen. Ich glaube aber, Fräulein Buchwald tvärc auch damit einverstanden, wenn Sie jetzt sofort dcit Vertrag als Generaldirektor annähmen." „Ich bitte Sie, davon nicht zu reden", erklärte Werner. „Jetzt, wo durch Ihren Weggang Fräulein Buchtvald in einer Zwangslage ist, ivürde es mir am wenigsten anstche», den Vertrag abzuschließen. Die Sache will gründlich übctlegt sein, und cs ist mir ganz lieb, daß ich durch Ihre Vertretung die Verhältnisse noch näher kennen lernen kann. Seien Sie versichert, ich werde mir alle mögliche Mühe geben, ivenigstens einigermaßen Sie zu ersetzen, obgleich mir das vollständig nicht gelingen wird. Bitte, unterbrechen Sie mich nicht, Herr Geheimrat. Sie haben doch nun einmal die größere Ersah- rung und Routine in allen Dingen, und >vo ich mühsam den Weg suchen muß, den man in getvissen Fällen zu gehen hat, haben Sie diesen Weg inuncr sicher und klar vor Augen." „Lassen Sie nur vorläufig die Neueinrichtungen aus Thercsien-Hütte, bis ich zinückkoinme, und überlassen Sie den Betrieb der Hütte ganz und gar dem Inspektor Leuske, damit Sic die nötige Zeit zu meiner Vertretung finden. Wir fahren jetzt nach Saarkircheu, ich muß Sie im Genernibiircau als meine» Vertreter einsührcn, und selbstverständlich werden Sie sich jetzt täglich, wenigstens ans eine Stunde, nach dem Generälburcatt begeben müssen, um dvrt »nterschristcn zu leisten und Entscheidungen zu treffen. Fräulein Buchtvald ist Ihnen dankbar dafür, daß Sie meine Vertretung über- uehmeu. Sie sicht eiu, daß ich im Interesse meines Sohnes fort muß."- „lieber alles das braucht kein Wort verloren zu wc» den, Herr Geheimrät", entgegnete Werner; „selbstverständlich werde ich mir, wie bereits erivähnt, Mühe geben, Sie einigermaßen zu ersetzen. Auf Justinus-Grube geht die Arbeit gut fort, und nach den Angaben der Markscheider und nach den« Grubenbilde find wir jetzt auch an der schwierigsten Stelle vorüber. Wir haben den abgesperrten Brandherd umfahren und enlsernen uns jetzt täglich mehr von ihm. Meine Angst lvar cs ja immer, daß Brandgase ans dem abgesperrten Brandsclde hervorbrechen könnten, wenn der Oner- schlag weitcrgetrieden wird. Das scheint aber nicht der Falk zu sein. Die Hauptgcsahr ist nach meiner Ansicht vorbei; de» Brand ist wahrscheinlich erloschen, und es sind keine Brandgase mehr vorhanden." „Das wolleir wir nicht so schroff hinstellen", meint« Kersten: „Brandgase halten sich jahrelang, wo sollten st« denn auch hin? Aber ich stimme darin mit Ihnen übereilt, daß die schwierigste Stelle passiert ist. Die Abbaustrecke fünf gen Osten ist ja bereits gekreuzt." „Schon vor acht Tagen, wir haben jetzt sogar schon Abbaustrecke gen Osten gekreuzt und wären viel weiter, wen» wir nicht aus dem Sandstein, in dem wir sehr gut die Firste»! wölben kouutcn, in sehr brüchigen Tonschiefer geraten wären. Wir müssen sehr dicht unterbauen, und das halt aus." ,,Dieser brüchige Tonschiefer wird uns noch viel Schwierigkeiten bereiten", meinte Kersten; „ich glaube, er erstreckt sich kilometerweit. Es wird sich vielleicht empfehlen, dt« Strecke auszumanern, um die nötige Betriebssicherheit zu erreichen." __ „Ich habe an Eisen-Unteebau gedacht", jagte Werne», „obgleich er viel kostspieliger ist als Holzvau. Aber immerhin kommt er doch noch billiger, als wenn die Strecke^ Mit Mäuerwerk auSgewölbt werden." „Machen Die das ganz, wie Sie es für recht stich«»", tntgegneie »ersten. . fy ,‘r HJortffimn« Wat) 889 Der Blinde am Meer. Roman von Karl Böttcher-Chemnitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) In den Gassen des Dörschens log ein stiller, sonniger Frieden, «nd wohin er blickte, überall sah er freundliche, >ve»n auch ernste Menschen, die seine» Gruß durch ein Kopfnicken oder durch ein ttirzes Wort/ meistens in Platt, erwiderten. Am kleinen Hafen war soeben ein Kutter eingelausen, ein Robbeujäger, der fünf oder sechs Seehund« an Bord hatte Das naß in der Frühsonne erglänzende Fell der seltenen Tiere schimmerte ivie Samt. Die Seehunde bäumten sich in ihren Netzen, und sie bellten heiser, und ihre groben, seuchlen Augen sahen bittend zu Rene auf, so sehnsuchtsvoll nach der verlorenen Freiheit „Wo haben Sie diese Tiere gefangen?" wandte sich Rene an »inen der Fischer. Der versenkte die Hände tief in seine Hosentaschen, maß ihn mit verächtlichem Blick von oben bis unten, spie aus und drehte sich weg. Rene lachte in si-h hinein und dachte: Der eckstc Norde. Wenn «r keine Lust hat, zu sprechen, zwingt ihm keine Macht der Erde rin Mort ab. Und er fragte de» anderen Robbenjäger. Der erzählte ihm etwas in solch wüstem Platt, daß er weiter nichts daraus entnehmen konnte, als daß die Seehunde auf einer Sandbank eine Stunde vor der Küste gefangen worden wären und nach Stellingen zu Hagenbeck gebracht würden. Bom Hasen ging Rene nach dem Deich und wanderte auf ihm entlang. Bor ihm lag das lveit«, «veile Meer. Es war gerade Hoch- £ ut, da aber nur ganz schwacher Wind ivehte, war die Wellen-- tweaung eine sanfte. Hier und da sprang zwar eine kühne Woge über den Zement- kwrd, aber sie >var machtlos und zerlief, »nd die Wasser rannen zurück ins Meer. Weißschimmernd« Möwen schaukelten auf den Weile», und sie schosse» in das Wellental und wurden senseils wiÄer einpor- getrage», und es schien, als spielten sie mit den Fluten. Rene breitete seinen Umhang aus dem Deiche aus und lagerte sich. Er verschränkte sein« Arme unter dem Kops und träuinte mit offene» Augen in das Himmelsblau. Die Wölkchen zogen in kleinen Scharen dahin, sie vereinigte» sich und trennten sich wieder und kamen an anderer Stelle wieder zusammen. Und Rene dachte: So sind auch die Menschen: die zusammen waren, fest und lcheinbar unzertrennlich, gehen auseinander, und sie wandeln «in jeder seine Bahn, als müßte has so sein. Und doch drängt! alles in ihnen wieder zur Bereinigung, — und wenn die Herzen vor Sehnsucht krank sind, und der Trotz ganz, ganz klein geworden ist, dann lausen sie eines Tages ipteder zusammen und begreifen nicht, daß sie je sich trennen konnten. Und er dachte an sein Leben. Voll Trotz und Zorn ivar er dem Leben entslohen in diese Einsamkeit, und er lauschte auf sein Herz und fühlte, daß es noch nicht vor Sehnsucht krank sei, er fühlte, daß er hier freier atmete, als in der schwülen Lebenslust Berlins. Und er ivar so froh, so glücklich, und er streckte seine Arme weit von sich »nd reckte und dehnte sich, und die langen, dürren Grashalme an seiner Seite tanzten mit ihren Büschelkronen im lnatten Seewind. Und Rene ries lachend: „Ja, tanzt ihr nur, ihr Zeugen Weines Friedens," und als er ganz fern am Fretmast die Wimpel auf und nieder slattern sah, rief er: „Nun tanzt ihr im hellem Gonnenglanzc, ihr Heuchler, die ihr nachts schaurig slöhnt, wenn der Blinde darnnter seine Märchen erzählt." Bor seinen Augen stand das Bild des gestrigen Abends. Mit einem Ruck setzte er sich auf, zog sein Skizzenbuch hervor «nd entwarf in großen Umrissen das Bild, und wie er so zeichnete und alles um sich vergaß, Hörle er nicht, daß Arda kam und sich hinter ihn stellte und gespannt Strich um Strich verfolgte. Ihr Herz erzitterte, als sie ihren Körper entstehen sah, wie sich Linie «i Linie fügte, und sie schlich sich hinweg und ging leise jcnfrita! des Dammes entlang Und in Rene entstand ein Schaffensdrang, wie er ihn seit Jahren nicht empfunden. Er wollte malen, nein, Menschen entstehen lassen, lebende Menschen. Und die Freud« des genialen Schöpfers erfaßte ihn und das »wingende Bwürfnis, sich jemandem mitzutellen, mit jemandem seinen Plan besprechen. Er sprang auf und wanderte aus dem Deich dahin. Da sah irr mell das blond« Haupt Ardas erblinken. Die Sonn« hatte »kl ihr Gold aus diesem Kops vereinigt, und ihre Strahlen woben nun glänzend« Aureolen um ihre hohe Stirn, und Rene erschien «s wi« ein Heiligenschein. Neben Acha. dt« am Damm« laß und auS einem Buche «orlat, lag Seede Vahlsen mit geschloffenen Augen Er hatte sein Haupt in des Mädchens Schoß gebettet und seine Züg« verrieten gespanntestes Lauschen. > „Ich höre Schritte," sagte ek halblaut und ivandte sich seitwärts. ,,Es ist Herr Brian, unser Sommergast," ries sie, und Serbe erschien es, als bebte ihr Körper ein iveiiig. Rene trat heran »nd bat, sich mit zu ihnen setzen zu dürfen. Arda schob ihre beide» Hände unter Seedcs Kops und drängle ihn zum Aufstchen, aber Rene, der das bemerkte, trat sofort zurück und sagte: „Sollte ich Sie auch nur >m! geringsten stören, suche ich mir ein anderes Plätzchen." Eine tiefe Traurigkeit lag in seiner Stimme, und er schickte sich an, tveiter zu gehen. Da sprachen Arda und Seede wie aus einem Münde: „Bitte, bleiben Sie, Herr Brian. Sic stören uns nicht." Und Arda forderte ihn durch eine Handbewegung auf, sich an ihre Seite zu setzen. i Reue lagerte sich nun dicht neben Arda und ergriff Seedes Hand, die dieser ihm tvillig überließ, und sagle: ,,Jch bin Ihnen Noch Tank schuldig, Herr Bahlsen. Die haben i» mir gestern! abend einen ungeladenen Zuhörer gehabt und einen Bewunderer gefunden, der Sic bittet, ihm auch fernerhin Zutritt zu Ihren Erzählerabenben zu gewähren. Ihnen gebührt mein Dank ans vollem Herzen." Ein sonniges Lächeln des reinsten Glücks lag aus Seedes Zügen. Er sattele die Hände aus seiner Brust und lag so ganz still, geraume Zeit, und Arda und Rene erwarteten, daß er sprechen würde. Er aber schwieg, und Arda sagle mahnend: „Seede!" Seede sagte nun tveich: „In der Blindenanstalt in Haml- burg lernte sch einst: Wes bas Herz voll ist. des gehet der Mund über. Ich aber sage: Wem das Herz voll ist, der findet oft nicht Worte, zu sprechen. — Und das Herz ist voll im Glück und im Leid, und ich bin so glücklich, ach, so glücklich." Und Rene sagte: „Ich liebe die glücklichen Menschen. Sie haben alles abgestreist: Neid, Mißgunst, Lug und Trug, und sie tragen ihr Herz auf den Händen und lassen einen jeden hinein- blickcn, und >oer sehen kami, der wird dann erkennen, daß. es noch gute und edle Menschen gibt." Man schwieg, und Arda und Seede überdachten das Gehörte. Nach einiger Zeit fragte Seede: „Glück macht die Menschen gut?" „Ich denke." „Und das Unglück?" „Auch das kann wohl läutern, wenn es selbst verschuldet ist." Da richtete sich Seede auf und in seiner Stimme lag tiefe Augst, als er fragte: „Wenn es aber nicht selbst verschuldet ist?" „Tann macht es schwache, unselbständige Naturen zu Zweis- lern." „Und die anderen, die Starken?" „Die macht es stärker und demütig." Seede schlug seine Hände vor das Antlitz und ries: „Mir lag das Unglück in der Wiege, und mir raubte es Bater n»d Mültür.- — und ich konnte nichts dafür und nichts dagegen, — mib wie bin ich nun? — Arda, sprich, wie bin ich nun?" Er kniete vor dem Mädchen und rüttelte sic mit beiden Händen, und Arda »ahin seinen Kopf und zog ihn zu sich nieder, und sie sagte innig: „Tu bist stark und demütig," und sic küßte ihn aus Stirn und Wangen. Rene aber blickte über das Meer und glaubte, noch nie so reines Glück gesehen zu haben, und als er sich wieder den beiden zuwandte, schaute ihn Arda ängstlich an, und sie sagte bjttend: „Verzeihen Sie, Herr." ^ Er aber sagte froh: „Ich liebe die glücklichen Menschen." Arda erhob sich und ordnete ihre Kleider. Sie reichte Serbe und Rene die Hand und entschuldigt« sich, daß sie gehen müsse, weil zu Dause die Küche ihrer wartet«. „Sie tvinkl Ihnen einen Gruß zu, Herr Bahlsen," sägte Rene. „Mir? — Uns, Herr Brian, sie sendet ihn uns," antwortete Seede. und leise setzte er noch hinzu: „Sie liebt alle guten Menschen." Aber Rene mochte das nicht gehört haben, denn er ergriff das Buch, welches Arda hatte liege» lassen, und las den Titel. „Was — Sic lesen Grillparzer?" entfuhr es ihm. Seede nickte: „Arda liest mir vor und ich erkläre ihr, was sie nicht versteht. Medea ist ein wuchtiges Werk, doch ich verstehe diese Menfchen nicht, ich werde irre am Wahren und Guten, und es wäre mir besser, Arda hätte dieses Buch nicht vorgelescn." „Der Dichter hat wahre Menschen geschildert, Menschen, ivie wir wirklich sind, und nun staunen wir, daß wir so fiitb. Die Menschen in Medea streben, und wonach eilt Mensch strebt, das hält er für sein Glück. Und streben zwei nach einem Ziel, das nur einer erreichen kann, so wird das Streben zum Kampf. Und die Menschen in Medea kämpfen, — nein, sie rasen, und wird der Kamps ein Rasen, wer wägt dann die Mittel des Kanipses?" „Wonach der Mensch strebt, das hält er für fein Glück," sagte Seede Er stand auf, nahm das Buch und schob feinen Arm unter den Renes. 340 „Wonach der Mensch strebt, das halt er für sein Glück." sagte er immer.wieder, „Das Wort muh ich mir überdenken, Herr Brian, Bitte, sühren Sie mich bis sunt Dorf, dann geleitet mich jedes Kind gern nach Hanse," Und Rene führte ihn sorgsam wie ernc Mutter, und wenn eine Stufe kam oder ein Absatz, dann warnte er ihn, und er lächelte still vor sich hin und dachten „Wenn mich so meine .Berlines sähen, ihren vergötterten Meister als Blindenführer," Kaum waren sie am Dorfe, da svrangen Junge,>s und Mädels herzu in ihren klavvernden Holzschuhen, und sie entrissen ihm fast den Blinden, und ein jeder wollte ihn an der Hand führen, und sie riefen jubelnd: „Unser Seedc, unser Seede!" Und im Triumph führten sie ihn fort, Rene aber ries den Kindern nach: „Bringt ihn gut nach Hanse," Und hie Kleinen antivvrteten int Ehore: „Mok di man feen Sorgen," —- — — In der Ferne verklang der Lärm, und die Gassen lageit wieder still. Rene lehrte um und ging denselben Weg zurück Am Deiche lagen noch sein Mantel und die Mütze, Er raffte beides auf und blickte noch lange auf die Stelle, »vv Arda und Scede gesessen hatte». Dann sagte er: „Ich gedachte, andere Menschen hier su finden, und doch bin ich glücklich, solche, wie diese beide», gefunden zu haben. Wen» ich ihrer wert würde," Er schritt de» Deick, hinab bis zur Böschung und setzte sich auf die Steine, die »och feucht waren von der znrückweichen-- den Flut, Aber er fand keine Ruhe, und »ach tvenigen Augenblicken wanderte er tveiter, und unbewußt lenkte er seine Schritte heimwärts. Er trat in sein Zimmer und beschloß, vor Tisch noch ei» wenig zu ruhen, (Fortsetzung folgt) Schreibtisch: denn ein solches Beruistuöbel hat er vor leinen letzten Lebensiahren nie sein eigen genannt, Ihm genügte zue Niederschrift seiner sämtlichen Werke ein Salontischchen, das einer Weltdame zur Abfassung ilrrer Billets dvux zu unbeauem gewesen träee. Schleppte er doch dorthrtt icdesmal, bevor er anhob, erst Papier, Tintensatz und den Gänsekiel, dem er vor allen Stahlfedern den Vorzug gab. Aber iticht nur dalmm, auch unterwegs stellte er in bezug auf die Arbeitsbedrnguugen keine riet Ansprückw« Jede Umgebung tvar ihm recht: die nackten vier Wände emec Spelunke taugten ihm ebenso lute ein behagliches Hotelzimmer^ i9hn vor übertriebenem Luxus hegte er ciue starke Abneigung^ Doch das Hauptgeheimnis seiner beispiellos ergiebigen Schöpferkraft lag in der wundersamen Harmonie seiner Gaben, dev frühzeitigen AnSgegltchenheit seines Wesens, seiner körperlichen, qersttgen und seelischen Geradtviichsigkest, Er. der so unzähligen Problemen des MenschenherzeilS uachgeganqeu, barg in der eige- inen Brust nichts Problemalisches, keine Rtsse, die verkittet, leine Klüite, die überbrttckt werden muhten, feinen Zioiesvalt, der langwierige innere Kätnpfe verursachte, Ebeti darun^ konnte ec die gesammelte Energie, ohne gleich anderen Kiiititlern einen beträchtlichen Teil davon für aufreibende Delbstbefehdung zu verbrauchen, der Arbeit zulvendet,: daritm mutzte er nicht mit sich ringen, bevor er mit dem Werk rang. Seine Art hatte etwas Leuchtendes und Beschwingtes, und zu leuchten und zu beschwingen hielt er and) für die eigentliche Ausgabe seiner Kunst, Nur mein die Welt munde, so hörte ich ihn sagen, der könne sie mundgerecht machen: deshalb fei es die Boranssetzung aller Poesie, Geschmack an ihr zu finden, und ihr Ziel, ihn anderen beizubriitgen. Demnach betrachtete er das asfen als eine unmittelbare Aeutzening gesteigerter Lebenstreude oder, wie er rm Gespräch sich oimnal auSdrückle, als einen Ueberfchutz an Gesundheit, „Dichte» ist ein Uebermut", schrieb er mir ein andermal; .wenn ich den nicht in mir spüre, rühre ich keine Hand, ' Heber Me Art von Paul heyses Schaffen erzählt Ludwig Fulda in höchst persönlich gehaltenen Erinnerungen an den verstorbene» Frennd altertet interessante Einzel - beiteil, die die erstaunliche Fruchtbarkeit des Dichters erkläreit. Wir finden de» auch an Briefen Heyses reichen Aufsatz im Ännlhest von Bel ha gen & Klasi „ gs Monatsheften, demselben Heft, das and) die letzte Novelle des Meisters veröffentlicht, Fulda sürreibt: „Er nintzte täglich arbeiten. Er mutzle; er konnte nicht anders. Er ivar nicht imstande, anf seinen Lorbeeren auszurilhen, zwischen dem eben beendeten Werk und den: nächsten zu pausieren oder in höheren und höchsten Semestern aüfzuhören. Ohne Zweifel hätte er klüger daran getan, noch im Vollbesitz seiner Mittel zu verstntnme», statt d»rch schwächere Altersleist,nigen die glänzende Ernte seiner Mannesiahre oor- llibergehend in den Schatten treten zu lassen. Doch zu dieser Klugheit mangelte ihm nicht nur die kühle Berechnung: Leben lu»d Dichten waren für ihn so sehr eins, das, der Treimnugs- schnitt, lue»» er ihn überhaupt hätte aussnhren können, mitten durch sein Herz gegangen tväre. Ec billigte me die hochmntiga Aeslhetenvarole: „l-'art pour I’art"; aber ein anderer Wahlspruch wäre ihm ans der Seele gesprochen gewesen: „Le travaii pour le travaii". Das Glück des Wirkens galt ihn, uiienMid, viel mehr als das Schicksal des Werkes. Seine heitze Baterliebe für das^Buch, an dem er schrleb, erkaltete angenblicktich, sobald er den Schlnftvunkt dahinter gesetzt, und zioar sür immer. Die Folge davon war, da» es bet ihm in gründlich« Vergessenheit geriet, Bor ein paar Jahren erzählte er mir eilten drolligen Beleg dasltr. Er hatte in irgend einer provenzalischen Ehronit kürzlich einen Stoff anfgestöbert, der ihm ungemein reizvoll schien, hind machte sich mit freudigem Eifer an seine novellistische Ans- sührnng. Ein gutes Stück davon war bereits ausgezeichnet, als er durch einige ihn sonderbar bekannt anmutende Details und Eigenname» stutzig wurde Wo waren ihm die nur schon vorqekom nnuV Bon einem unbestimmten Argtvohn getrieben lorschte er in seinen eigenen Schriften »ach, und siehe tza. die Geschichte stand längst in einem seiner Novellenbände. und er luitte sie bis zur Hälfte ahnungslos zum zweltenmal versatzt. Um immer arbeiten zu tvollen, bedurfte er nur seiner an- lgeborenen unermüdlichen Betätig,ingslnst. Das, er es an» immer 'konnte, tvar das Ergebnis zahlreicher Faktoren, wie sie sogar bei begnadeten Menschen sich nur ausnahnisweise vereimgeii. Dazu gehörte vor allem eine nie versagende Phantasie, die ihn Um Motive, Gestalten, Fabeln nie verlege» tverden lietz. An der einen „och brentietlüen Fackel entzündete er die andere, Darum »ahmen viele seiner Hervorbringungeu ungesiicht einen jvNisckten Eharakter an. Eine provenzalijche, eine Meeraner lstovelle be- schtvor ein ltzilbes Dutzend heran!: ein tragischer Einakter viianzie sich zu einer Sippe fort: ein lhriiches Thema iveckte eine lange Me,t»e von Variativnen, Dazu gehörte ferner seine beneidenstverie pkervenlosigkelt Aentzere tlmstäiive übten aus seine Arbeitskraft Vicht den geringsten Einftntz Jeden Morgen, veil Gott tverden lietz, satz er drei Stunden lang, nickit weniger u,w nicht mehr, an feinem Tisch und schrieb, Ich sage absichtlich nicht: an seinemt vermisste». ' Die verkannte Königliche Hoheit. Die Cr- nenntmg des Prinzen Alexander von Teck znin britischen General» gouvernenr von Kanada erweckt die Erinnerung an eine amüsante kleine Geschichte, d,e sich vor fahren in eine», der grüßten Ber- gulignngsetablissements der br,tischen Hauptstadt abspielle. Der Direktor des UnternshnienS geifte als llnger Gcschäilsniann bereits seit langeni »ach der Ehre, Köuiglihe Hoheiten in seinem Theater empsangen z>, dürfen, den» ersah, migsgemnn machen sich derartige Ehren sehr bezahl! >l»d steigern die Kasseneinnahmen, Wie groß ivar datier die Freude des Direktor«, als er am Nachmittag benachrichtigt lvnrde, der Prmz und di« Prinzessin Alexander von Teck beabstehtigte» die Abendvorstellung zu beinchen, Ter Herr Direktor ivar nicht ivenig aillgeregt und seine srendtge Nervosität wuchs, je näher die Stunde des Borst-llungLansmiges heranrnckle Er beschloß, das Hauplportal de« Theaters für die erlanchtc» Gäste srei- znhaltcn, damit sie au! dem Wege von der Hoiegnipage zu ihrer Loge nicht i» Verlegenheit kämen, sich durch einen Hanken gewöbn- licher Sterblicher,» drängen und woniöglich gar Esienbogenslöße z» emvlangen. Der Herr Direktor libertvachle selbst die Räumung des Vlitteloortals. Nur ein junger Mann iveigerle sich energisch, seine» Platz ,n ve>lassen; er erklärte, er habe sich mit seiner grau hier verabledet, er inlisse sie er,vart«n. »Aber Manul' schrie der Direktor, «Sie müssen fort, ich erwarte Königliche Hoheile»,' Der jung« Man» grinste und schüttelte de» Kops, ,Aeb, ich gehör« auch zu jener Gattung.' Es war Prinz Alexander jelbst, der hier ain Thealerportal seine Frau erwartete, die Nachkommen wollt«. * R e j l e x i o n, Kavalier; „'s fällt immer schwerer, Geld auszutreiben! Um lumpige 500 Mark zusamnienziibniigen, habe ich heute die Uhr, den Winterpaletot und viermal 's Ehrenwort verpfänden Müssen !" _ Lharadr. Die beiden ersten Silben künden Dir die olympische Gestalt, Die einstmals ans verschiednen Gründen Als göllllch hehres Wesen galt, Tenn olt, so »irl:en uns die Sagen, Fand im Olymp das Drille statt, Und alle schtlirsten mit Behagen Was Ein? und Zwei geböte» hat. Das Ganze aber bildet heute Nach großem Werk ein Fest der Ruh', Tie Maurer und die Zimniecleut« Erscheinen herzlich ge>n dnz». Auslösung in nächster Nummer, Auslösung des Arithmogriphs in voriger Nummsrt «eis — I