Weiber-Krgiment. Kornau von Oskar Klaußmann. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) 3. Kapitel. Am nächsten Morgen sas; Werner in seinem Bureau und rechtlcte: „4 nial 3 ist 9 und 5 ist 13." Eilig fuhr der Bleistist über das Papier, Zahl reihte sich neben nnd unter Zahl, und das Resultat war falsch, das sah Werner ans den ersten Blick. Roch einmal begann er von vorn zu rechnen und entdeckte Fehler neben Fehler. Es tvar, als hätte er seit dem gestrigen Abend die Kunst des Rechnens vollständig verlernt. So stümperhaft hatte er als Schüler nicht gerechnet. Er legte den Bleistist beiseite und trat an das Fenster. Er sah das Leben und Treiben aus den Höfen des Walzwerkes, er sah die Lokomotiven mit den leeren und vollen Eiseubahuwagen ans den Anschlußgleisen hin und her fahren. Aber es kam ihm nicht zum Bewußtsein, was er sah. In ihm war etwas, Ivas er bisher nicht gekannt hatte: eine Unruhe, eine Unsicherheit und Ungewissheit, ein Ge fühl der Befriedigung, das gleichzeitig Angst erzeugte. " War es denn wirklich möglich, daß ein?lugenblick des Zusammenseins mit einem Weibe, ein Blick aus leuchtenden Frauenauge» im Innern eines Mannes eine solche Veränderung Hervorrufen konnte? War da plötzlich in ihm etwas tvach getvorden, ein Gefühl. eine Leidenschaft, von deren Vorhandensein er bisher nichts, absolut nichts gewußt, und steckte in jedem Manne die Möglichkeit, das; explosiv ein solches Gefühl lebendig wurde und das ganze Denken und Fühlen des Mannes beherrschte? War er bisher Ivie ein Blinder der Welt, besonders den Frauen gegenüber gewesen, hatte er bisher eine Lücke in seinem Empfinden gehabt, einen Defekt in seinem Gemüt? — Ein Narr tvar er, ein Mordsnarr! Mit tvelcher Geschicklichkeit trat er nicht in die Fußtapsc» seines Vorgängers! Das tvar das Richtige: sicl> in die Chefin verlieben, sein Gefühl verraten und ihr binnen kurzem lästig und unsympathisch zu werdet«, um schließlich fortgcjagt zu werden mit Spott und Schande! Er begriff seinen Vorgänger, er verstand es toohl, daß dieser sich gleich ihm hatte gesangcnuehmen lassen durch den Zauber, der von Dora Bucknvald ausging. Und er haßte gleichzeitig diesen Mann, den er nie gekannt, tveil jener es gewagt hatte, seine Angen zu Dora Buchwald zu erhebet« nnd ihr' mit seinen Gefühlen lästig zu falleit. Ein ekelhafter, taktloser Frechlings . . . Es tvürde vorübergehen, es mußte vorübergehen. War er nicht Mann genug, um sich zu beherrschen, um diese» törichte Aufslackern einer wilden Leidenschaft, die er heut zum erstenmal fühlte, zu unterdrücken, einzndämmen tvenig- stens, bis er in Sicherheit war? Und er mußte sich in Sicherheit bringen. Er durste nicht hier bleiben, er mußte fort. Er wünschte, das Jahr wäre uni getvesen. War er nicht der Mann der Energie, der Tatkraft und des unerschütterlichen Willens, der bisher alles erreicht hatte, toas er erreichen wollte — nnd hier sollte er schwächlich, feig und abhängig von törichten Gefühlen sein, die wahrscheinlich ebenso rasch vergingen tote sie gekommen waren? Werner ging einigemale im Bureau auf und ab und trat dann an das gegenüberliegende Fenster. Eine Equipage kam auf den Hof gefahren, und als sie näher heran tvar, erkannte Werner den Wagen des Geheiin- rats Kerslen. „Was tvill er so früh hier?" fragte er sich. Dann setzte er sich an den Schreibtisch und tat, als wäre er eifrig bel- schäftigt. Der Arbeiter in Feuerwehruniform, der draußen Or- donnanzdienste tat, riß die Tür aus und meldete: „Herr Geheimrat Kersten." Werner sprang lebhaft ans und ging seinem Gönner höilich' entgegen. „Guten Morgen, lieber Bergrat!" rief Kersten. „Hoffentlich störe ich nicht allzusehr. Ich komnie mit einem ganzen Sack voll Neuigkeiten. Das Neueste zuerst: Sie sind gestern abend ganz plötzlich verschwunden, und ich muß mich bei Ihnen entschuldigen. Ich halte mit Dora und Frau^Schot- telius verabredet, daß wir vier, die beiden Damen, Sie und ich, an einem Tische essen ivürden, und war beauftragt, Sie einzuladen Das habe ich in dem Augenblick, in dem ich Sie im Musikverein traf, vergessen. Klinter sagte dann, Sie wären fortgegangen, weil Sie sich abgespannt fühlten und heute früh aus deni Bureau sein ivollten. Ich hoffe nur, Sie haben mein Versehen nicht übelgenommcn. Ich bin ein alter Man», der eine Menge Dinge im Köpf hat. Ich habe sogar vergessen. Ihnen gestern abend mitznteilen, daß mein Sohn von Ostafrika unterwegs ist. Er hat mir von der Küste aus ein Kabeltelegramm geschickt, daß es ihm besser geht nnd daß er sich durch die Seefahrt genügend zn erholen hoffe. Er kommt zn dreimonatigem Urlaub hierher. Ich habe mich so über das Telegramm gefreut, daß ich an gar nichts anderes dachte. Ich bin die Angst »>n die Erkrankung des Jungen los, und Sie können sich denken, tvie ich mich freue, ihn drei Monate bei mir zu haben. Die Damen, besonders Fräulein Dvra, haben meine Entschuldigung natürlich nicht annehmen ivotlen. Man fürchtete, Sie seien verletzt, »rau tvollte Ihnen gegenüber sich irgendtvie dankbar zeige» für Pie freundliche Hilfe, die Sie Dora bei ihrem Bortrage nud mit der Begleitung hatten zuteil werden lassen, nnd eS herrschte ziemliche Verstimmuug am Tisch, was mir nicht 314 »»genehm sein konnte, weil ich das Karnickel war. Ich darf Wohl wenigstens de» Damen noch im Laufe des heutigen Tages berichten, dass Sie die Sache nicht krumnigenom- men haben?" „Ganz und gar nicht, mein werter Herr Geheimrat, und wen» ich offen sein soll, war cs mir sehr lieb, daß Sie diese Einladung vergessen haben." „Wieso?" fragte Kersten erstaunt. „Weil es inir sehr unangenehm gewesen wäre, dazubleiben und mit am Tische zu sitzen, gewissermaßen bereit, alle Liebenswürdigkeiten zu empfangen, die man mir schuldig war oder wenigstens schuldig zu sein glaubte. Gerade weil ich alle Dautsagungen und Freundlichkeiten vermeiden wollte, bin ich gegangen und bin froh, daß cs so gekom-- men ist." „Nehmen Sic mir's nicht übel, lieber Bcrgrat, aber was Sie da reden, ist mir gänzlich unverständlich. Es kann Ihnen doch nicht unangenehm sein, mit Leuten an einem Tisch zu sitzen, die Ihne» gegenüber das Dankgcsühl haben." „Unter anderen Verhältnissen als hier natürlich nicht, aber wenn man sich so unbelyrglich fühlt!" Werner brach plötzlich ab, und Kersten machte große, erstaunte Augen. „Unbehaglich? Mein Gott, so rede» Sie doch! Ist irgend etwas nicht in Ordnung, paßt Ihnen irgend etwas urcht? Sprechen Sie sich doch offen mir gegenüber aus. Nur kein Schmollen, kein Mucksen, kein Maulhängen! Wir sind doch Männer und nicht hysterische Weiber. Was ist denn geschehen?" „Nichts, Herr Geheimrat, nichts! Ich bitte Sie dringend, keine falschen Schlüsse aus meiner Bemerkung zu ziehen! Sagen wir anstatt „unbehaglich": „unsicher", obgleich auch das nicht das richtige Wort ist. Gar nichts ist geschehen Sie brauchen sich nicht zu beimruhigen! Aber die Verhältnisse hier sind nicht normal, das habe ich Ihnen von Anfang an gesagt. Wenn ich mit Fräulein Dora Buchwald zusammen bin, dann habe ich meine Unbefangenheit nicht, die ich jeder anderen Dame gegenüber habe; denn Fräulein Buchwald ist meine Chefin, ist meine Brotherrin. Ich bin von ihr abhängt-A ich bin ihr Untergebener. Ich fühle mich unsicher, wie ich mein Benehmen ihr gegenüber einrichten soll. Ich habe immer das Gefühl, daß ich nicht den richtigen Mittelweg treffe zwischen der Zurückhaltung, di mir als Angestelltem der Dame zukommt, und der Höflichkeit, die ich ihr schulde, weil sie eine Dame ist. Zwischen mir und der Dame steht immer der Schatten meines Vorgängers." Der Geheimrat schlug mit der flachen Hand aus den Tisch. „Verdammte Klatscherei!" ries er. „Da hat Ihnen wieder irgend jemand etwas in die Ohren geblasen, natürlich entstellt, verdreht und übertrieben. Ich weiß schon, was Sie sagen wollen. Ihr Vorgänger war ein taktloser Esel. Er hatte es sich in den Kops gesetzt, Dora zu heiraten und hier den Herrn zu machen. Er kam täglich ungcrusen, angeblich in dienstlichen Angelegenheiten nach Saarkirchen, um Dora unter den nichtssagendsten Vorwänden zu sprechen, blieb dann stundenlang den Damen aus dem Halse, machte immer deutlichere Anspielungen betreffs Liebe, Verlobung und Eheschließung, bis e8 Dora zu viel wurde und sie den Mann loszuwerden suchte, sie abreiste und ihm durch mich dle Kündigung zuaehen ließ. Sie hat in der Notwehr gegen einen recht taktlosen Narren gelsandelt. Sie betrage» sich vernünftig und taktvoll gegen sie. Was haben Sie also jju fürchten, was kann Sie beunruhigen, ivas macht Sic nervös und unsicher? Ist Ihnen irgend etwas an Dora Buchwald unsyinpathisch?" „Nein, nein, ganz ini Gegenteil!" antwortete Werner, und in: nächsten Augenblick hätte er sich auf den Mund schlagen mögen. Er fühlte, wie ihm das Blut in das Gesicht stieg, und das verwirrte ihn dermaßen, daß er unzusammenhängend zu stottern begann: „Ich meine — ich wollte nur sagen — Fräulein Buch- tvald ist mir natürlich in keiner Weise unsympathisch — im Gegenteil, sie hat alle die Eigenschaften, die Sie mir einst an ihr rühmten." „ES freut mich, daß Sie das eingesehe» haben," eut- gegnete Geheimrat Kersten; „um so mehr wundert es mich dann aber, daß Sic nervös werden. Wenn Sie wirtlich eingeleheu habe», welch scksätzenswerte Eigenschaften Dora besitzt, müssen Sie wissen, daß an ihr alles klar, ehrlich, ohne Falschheit und ohne Hintergedanken ist. Ich meine, wenn man eine derartige Person v«r sich hat, sei es Monn oder Weib, gewinnt man doch Sicherheit und nicht das Gegenteil." „Sie haben recht, Herr Gelseimrat, ganz reckst. Ich sehe es ein, ich bin wohl mit vorgefaßter Meinung hier an die ganzen Verhältnisse herangetretcn." „Das habe ich sofort gemerkt, als Sie Iserkamen, und habe es gefürchtet tztun gewöhnen Sie sich diese vorgefaßte Meinung ab. Ich denke. Sie haben allen Grund dazu, sich nicht selbst Sachen zu suggerieren, die Sie in Ihrem seelischen Gleichgewichte störe». Und dann will ich Ihnen etwas sagen, lieber Freund. Sie können es mir glauben, denn ich bin ein älter, erfahrener Monn: man gewöhnt sich an alles, auch an Verhältnisse, die Sie als normal bezeichnen. Geiviß, ich gebe es zu: es ist nicht angenehm, eine junge Dame zur Chefin zu haben, ivenn man sich in Ihrer Stellung befindet. Doch auch daran gewöhnt man sich. Aber nun hoffe ich, Sie in der nötigen seelischen Verfassung zu haben, um Ihnen eine Bitte vorzutragen, und zwar im Namen von Fräulein Buchwald, respektive im Interesse des Dienstes. Der Belriebssührer der Justinus- Steinkohlengrube, Berginspektor Brandt, hat gestern abend einen Schlagansall erlitten »nd ist in das Uuappschasts- lazarett geschafft worden. An seinem Aufkommen wird ge- zweiselt. Aus der Justinus-Grube sind wichtige Umbauten im Gange. Es hilft Ihnen nichts: Sie müssen die Leitung der Justinus-Grube auch übernehmen. Ich hoffe, Sic machen mir keine Umständlichkeiten. Sic sind allerdings nur als Direktor des Walzwerks engagiert, aber selbstverständlich werden Ihre Bezüge erhöht, wenn Sie auch noch die Leitung der Steinkohlengrube „Justinus" übernehmen. Sie sind aber gleichzeitig als zukünftiger Generaldirektor designiert, und es ist logisch und vernünftig, wenn ivir nicht erst ivieder einen neuen Betriebsleiter für die Justinus- Grube engagieren, sondern ivenn Sie ganz nach Ihren Intentionen »nd Wünschen die Umbauten dort vornehme» lassen, um dann, ivenn Sie Generaldirektor sind, ganz nach Ihrem Belieben sich einen Betriebsführer für die Justinus- Grube zu eugagieren. Ich weiß. Sie sitzen in kolossalev Arbeit, ich iveiß, Sie planen eine Vergrößerung des Walzwerks »nd einige Neuerungen. Um mir Ihr Wohlwollen zu erwerben, will ich Ihnen nur gleich sagen, daß ich inich über Ihre Absicht freue, daß ich mit Ihren Plänen vollkommen einverstanden bin und nicht einen Augenblick zweifle, daß dieselben ganz nach Ihren Wünschen zur Ausführung gebracht werden. Nu» seien Sie aber einmal gemütlich und sagen Sie ja. Sie wollen die Leitung der Justinus-Grube übernehmen. Allzuviel Arbeit war bei Ihnen nie ein Hinderungsgrund; Sie gehören zu den Genies, die es verstehen, immer mehr Zeit zu haben, je mehr sie arbeiten." Werner lächelte und erklärte: „Mein lieber, werter Herr Geheimrat, es ifr wirklich nicht nötig, daß Sie eine solche Flut von Schmeicheleien auf niich niedergehen lasse». Sie sage», cs handelt sich um einen Gefallen, den ich Ihnen und der Besitzerin des Bergwerks tun soll. Wie Sie richtig bemerkten, hat mich eine Ucber- süllc von Arbeit noch nie abgeschreckt. Ich bin bereit, auch die Leitung der Justinus-Grube zu übernehmen." „Das war ein Wort," sagte der Gchcimrat, „nun erkenne ich ivieder meinen alten, lieben Werner. Und die nichts- würdige Suggestion von Weiberregimcnt und allen möglichen Geschichten lassen Sie sich gefälligst aus dem Kopfe gehen. Mein Wagen steht vor der Tür; wir müsse» hinüber nach der Justinus Grube. Ich will Ihnen dort die Beamten vor- stellen, und Sie müssen sofort eingreifen, denn die Justinus- Grube muß so bald wie möglich in vollen Betrieb gestellt werden, weil wir sonst unseren Bedarf an Steinkohle nicht genügend decken können. Sie haben nur an zwei verschiedenen Orlen zu arbeiten, Sic müssen vormittags auf dem einen und nachmittags auf dem anderen Werke tätig sein. Aber Sie haben Ihre Eauipage zur Verfügung, und Sie können auch ein Automobil hekommen, ein kleines Auto, das die Damen nicht mehr benützen und das in bester Verfassung ist. Sie uehnien uns eine Sorge ab, und wir werden Ihnen alle dankbar sein. Wie Sie wissen, stimme ich mit Ihren Plänen betreffs der Theresienhütte überein; aher das muß ich Ihnen sagen: Es ist viel wichtiger, daß die Justinus- Grube in vollen Betrieb kommt, daß dort die Umbauten mit großer Beschleunigung sertiggestellt werden, als daß wir hier Neuerungen und Erweiterungen des Walzwerks vornehmen. 316 Kteinkohlen sind nun einmal die Seele der Industrie, und auch Ihre Neuerungen können ohne genügende Sleinkvhlen- produktion nicht verwirklicht werden. Nehmen Sie Ihren Hut und Ueberzicher und kommen Sie mit. Wir sind mit meinen Pferden in rwanzig Minuten aus der Justinns Grube, und dort können wir sofort einsahren. Grnbenzeng bekommen wir im Zechenhausr." (Fortsetzung folgt.) Grammophon-Vobbie. Von Martin P r o s k a » e r. Wir saßen »ne jeden Abend mit Major Curliß in der Bar von Manibasa, dem einzigen Lokal dieses langioeiligen ostasrika- Nische» Hasenurles, als die Tür ausging und ein dicker großer Mann eintrat. Er war mit einer gewissen absichtlick-en Ruppigkcit gekleidet, aus der ein paar Brillanten an Händen und Kravattc unangenelzm heraiisblitzten. „Guten ?lbend, Grammophon-Bobbie, sind Sic auch iviedcr da?" ries ihm Major Curtiß zu. Wir sahen den Freunden erstaunt an Man gewöhnt sich an der afrikanischen Küste an Spitznamen, schon weil die Neger den Weißen die merkwürdigsten Nanien geben — aber dieser war doch sehr sonderbar. Sonderbar war auch die Wirkung aus den eben Eintretenden. Er sah uns mit eincni bösen Blick an, rückte wortlos den Hut in oje Stirn uind ging wieder hinaus. Dabei warf er die Tür mit einer solchen Energie zu, daß das ganze Wellblech-Hotel ins Wackeln geriet. Major Curtiß, der das Verhalten des Mannes mit spott- funkelnden Augen beobachtet halle, lachte leise vor sich hin. „Ten Mamen kann er aus den Tod nicht leiden", sagte er, „dabei ist bas der größte Spaß, den ich je in diesem Lande erlebt habe. Der Herr, der da eben so fit wieder wegging, ist Bob Samson, einer der gerissensten Ncgerhändler. i» ganz Brltisch- Ostasrika. Es gibt nichts, was er den Negern nicht schon verkauft hat, von» Taschenspiegel bis zur waschechte» Haarsarbe, die beim ersten Regenguß herunter!äust, — aber cinnml ist er doch hin- eingesallen, und seitdem heißt er eben „Grammophon-Bobbie". Bob Samson geht zivej- bis dreimal jährlich mit einer Lasten- karawanc iit den Busch: er kennt das Hinterland besser als der Gouvcrnc,er Resident in Zanzibar Und was er den Negern für Elfenbein und Gummi gegen seine Schundivarcit abgenommen hat, muß in die Millionen gehen. Es ist jetzt vielleicht sechs Jahre her, da »wollte er einmal ein Geschäft in großem Stil machen. Seine geehrten schwarzen Kunden waren wohl Veit Schlipsnadeln, bunten Kravatten und Union- Jack Taschentüchern übersättigt, denn schließlich reisten ein paar hiindcrt Negerhändler damit im Lande herum, jetzt mußte ei» gröberes Objekt her. Also mein Bob Samsvil sing an zu überlegen, daun gingen ein paar Kabeltelegranimc „ich England: und als der nächste Dampfer in KiSmayu ankam, hatte er Ins halbe Hinterdeck voll Kisten für Samson — Granimvphone, nichts als Grammophone! Ich war dainals als Leutnant beim „Afrrean Military Service" in Kismayu stationiert, daher niachte ich deir Haupiteil dieses Komödie persönlich mit. Einige Wochen später kan, Samson in das Büro und verlangte militärischen Schutz sür seine neue Dandclskaraioane. Wir telegraphierten nrit deni Gouverneur, und nach vier Tagen hatte ich die Ordre, lnit zwölf Mann vom Eingeborenen Regiment den ebreniverleii Mister Bob höchstselbst zu geleiten, zu schützen und ihm alles liebe zu tun, was er als britischer Untertan vom Staat beanspruchei, konnte. Danrals kriegte noch jeder Halunke, wenn er cs bezahlen konnte, Leute vom Kaiserlichen Dienst, heute geht das ja Gottseidank nicht mehr. Also ich trat nrit meinen Leuten bei Bob Samson an Er hatte eine Karaioane von mindestens 150 Mann, lauter Busch- neger, die die Laste» mit ben Grnmmoplioncn schleppen sollten. Ter Weg führte von Kismayu aus südlich im Bogen durch das Hinterland, bis wir, voraussichtlich mit Elseubeiii reich beladen, in Bamu wieder an der Küste austauchen »vürden. Unser Ausbruch war eine Sensation, Zuschaiier in allen Hautfarben standeil am Wege und besahen unsere Erpeditron, die größte, die ic aus Ncgerhandel gezogen war. Bora» ritt ich mit Bob Sainson, der besonders guter Laune war und eine Gruppe Koiikurrenten die er tras, höhnisch anlachte. „Wenn die erst ivüßten, >vas ich noch macheii will, werden sic vor Wut Platzen", sagte er zu mir, „und Bandar Huk, der indische Gauner, stirbt vor Neid!" Bandar Huk war ein indischer Negerhändlec und nebenbei der größte Gefchästsiivale von Bob. Dann enttvickelte mrr Bobbie seine Idee. Er wollte den Negern gegen schweres schönes Elfenbein die Grammophone derkauseu, richtig und ehrlich, mit Trichter», Platten und allem Zubehör. Nur eine Kleinigkeit dachte er Zunächst zurückzubehalten, die Nadeln. Und ohne die konnten die Grammophone natürlich tücht spielen. Dann wollte er denselben Weg zurückgehen und beit armen Negern mit Hilfe seiner Sprachkenntnisse Und seiner geistigen Ueberlegenheit den „Zau- >er" erklären. Wo raut er ihnen die kleine Svielnadel nachträglich gegen neues Elsenbrin gütigst überlasse» ivvllte. Ich mutz sagen, daß ich die Idee zivar nicht schön, aber ganz wirkungsvoll fand. Schließlich war ich nicht als Moralprediger mitgegangcn, sondern hatte nur darüber zn weichen, daß mein Bob Sainson nicht etwa von einem grammophonsüchtige» Neger erschlagen würde. Tos übrige ging niich amtlich gar nichts an. Als wir so an der letzten Hütte von Kisneay» porbeizogen, stand richtig Bandur Huk da, der indische Händler, und kreuzte grüßend die Hände über seinem weißen Gewände. Dabei musterte er uiiscrn Zug schweigend und ernsthast. Schon am nächsten Tage steckten wir mitten im Urwald und zogen von Dorf zu Torf. Ueberall ließ Bob Samson Teilt Milstcrgrammophou ertönen, und dom Häuvtling mit zehn Nebenfrauen an bis herunter zum ärmsten Waldneger entbrannte in alten schivarzcn Herzen das Veilangen nach diesen! herrlichen „Zauber", der so schönen Radau Mächen konnte. Bobs Preise ivaren freilief) hoch, unter vierzig Psund Elsenbrin gab er kein Gramiuophon, und die mit den Blumen bemalten Trichter waren noch teurer. Ich schätze, daß Bob aM Stück etwa lausend Prozent verdient Hai: aber er lehnte es ab, mir den Einkaufspreis bekannt zu. geben! Wir blieben in jedem Dorf nur einen Tag, und da [eins der verkauften Grammophone xine Nadel erhielt, luirb wohl in allen Negerhütten Stille und Jammer statt des crhossten „Zaubers" geherrscht haben. Die ganze Sache war auch nur mit einem so gutmütigen und liniiitelligenten Volk möglich, wie cs gerade unsere Buschneger dort sind. Jedenfalls tauchten wir, wie cs geplant war, nach sechs Wochen in Bamu aus, schwer beladen mit Elsenbrin. Kaum waren wir aber in Bamu aiigelaugt, als unsere sämtlichen Träger ausrissen, einige vergaßen sogar, vorher ihre Last Elfenbein abzulegen. Bob slnchte, als ob er es stundenweise bezahlt bekam, aber es nutzte nichts. Seine Nigger waren wie die Flöh? in den Busch gehopst, er hatte sie auch zu schlecht behandelt und die Kerle jn den letzten Wochen mit Gewaltmärschen überanstrengt. Na, sic waren lveg, und er konnte lausen und neue mieten. Nach vierzehn Tagen hatte er auch stir teures Geld eine neue Trägerkarawane zusammen: nun sollten wir ausbrechen, um die schwarze» Grainmophoilbesitzrr mit den passcudeu Nadeln zu beglücken. Da erschien plötzlich, gerade drei Tage vorher, eine andere Karawane aus dem Busch, an der Spitze auf einem Schimmel Bandar Huk, der indische Händler, hinter ihm eine endlose Reihe Neger, jeder eine volle Last Elfenbein auf den Schultern. Ernst und schiveigsam zog er an uns vorbei, seine indischen Aufseher wie Wachhunde um die Neger l»eru»i, und der ganze Zug marschierte geradenwegs z»m Hasen, wo der Dampfer zur Abfahrt nach Kismayu fertig lag. Ein Pfiff — und Bandar Huk und seine Leute schwammen ab! Samson machte ei» verdutztes Gesicht, als er den verhaßten Koiikurrenten reich beladen vorübcrziehen sah, aber er beherrschte sich und freute sich aus den Rückiveg, der seinen Prosit verdoppeln sollte. Endlich brachen wir aus. Und als ivir uns dem ersten Tork näherten, hörten wir schon ,aus den Hüllen rechts und links am Wege ein Gedudel, ein Gesinge, als ob der Urwald verrückt geworden ivar. Mein Bob töurde ganz blaß, sprang vom Pferd, kroch in die nächste Hütte, stürmte weiter und blieb dann stehen. Die braven Nigger kamen aus ihren Lehmhütten gekrabbelt, strahlten vor Freude »nd zeigten ans ihre Grammophone, die aus vollem Halse — Pardon Trichter — spielte». Es war zum Tollwerdcu. Die ganzen alten Platten, die in Europa kein Mensch mehr fauste, waren natürlich für die Schwarzen gut genug gewesen, jetzt klangen hier im Urwald alte Gassenhauer, abgelegte Caruso-Arien und unmodern gewordene Operettenmelodien mit dem Jubelschrci der Neger zu einem unbeschreiblichen Getön zusammen. ?lbcr das war kein Zweifel. Die Granimophonc spielten — jedes hatte eine Nadel — und sogar Reservenadeln waren da! Als Samson die Nadeln untersuchen wollte, wurden die Neger unhöflich und ließen ihn nicht mehr an den „Zauber" heran Aber sie erzählten aus unsere Fragen, was wir nnssen wollten Und ivährend Bob Samson vor Wut fast einen Schlagausall bekam, dachte ich. ich sollte niich über den „Zauber" totlachen. Bandar Huk, der indische Gauner, hatte hem guten Bobbie nachspioniert- wahrscheinlich schon »ach zwei Tage» den Trick gemerkt, sich in rasender Eile von seinen indischen Schmieden — den geschicktesten Handwerkern der Welt — Hunderte von Grammophonnadeln machen lassen und war damit auf „Tour" gegangen. Das heißt, er war uns nachmarschiert, brauchte keine Waren für den ^Tauschhandel zu schleppen und verkaufte überall den Negern die kleine Stahlnadel, die den Zauber erst möglich machte, sür Hausen von Elfenbein. Und so war es. Wohin wir kamen, kreischten die Svrechmaschine» und waren die Nigger von Ellenbein so blank geplündert., wie dieser Tisch hier In ihrer verrückte» Wut a),f die Grammophonmusik batten die Kerle sogar die Gräber ihrer Vorfahren von dein heiligen Elfenbein befreit, um so auf ihre Art in die Reihen der Kulturmenschheit zu kommen. Ihr könnt nickt ahnen, wie unsere Stellung war. Ick und meine Soldaten, wir haben uns vor Lachen nicht halten können- Bobbie unser Wrammovkwn-Boblhle. erfand vor Verzweiflung die 818 herrlichsten Flüche, aber es nützte nichts, die ganze Schinderei des Rückivegs war umsonst. Und dazu dieses Gedudel der Grammophone, wohin wir kamen. Eine Urwaldstrastc, wild, verwachsen, roniantisch ivie eine Mädchenphantasie und feucht wie ein Sumpf, verpestet mit diese» elenden Musikmaschinen! lind alle, soweit sie noch lwil waren, in vollen, Betrieb! Hier „Bankee-Doodle", dort „Cakewalk-Melodie", dazwischen „Bus in-den Kamps-Torrero"-Geheul und Madonna Theresa", nur ein Irrenarzt könnte sich dieses Durcheinander ausmalen! Endlich waren wir aus der furchtbaren musikalischen Zone heraus. Als wir toieder in Kismahu ankamen, war Bandar .Huk mit dem Danipser längst angekommen und halte seinen Triumph natürlich nicht verschwiege». Und Bobs Spitzname war schon fertig, ehe wir nur von den Pferden stiegen!" Major Curtiß lachte wieder herzlich vor sich hin: „Mich haben sie damals sogar „Grammophon-Hobbies Scbntz- truppe" genannt, aber mir war's egal. Das vergast sich bald. Nur Babble Samson wird seinen Spitznamen für alle Zeit behalten!" Vas vegieften der Minnen. Bon M. Trott. Die Zeit, da die Hausfrau sich wieder mit dev Pflege ihrer Blumen auf dem Balkon oder im Garten beschäftigt, ist wieder da Und mit ihr auch die Zeit der kleinen Jrrtümer und Sünden gegenüber den Pflanzen. Die Bluuienpslege ist nicht so leicht wie inan im allgemeinen annimmt: eine Kleinigkeit, die man, versieht, kan» mitunter eine Arbeit von Woche» und Monaten verderben. Der Gärtner loeist das und handelt auch streng danach. Der Laie aber begeht in seiner Unkenntnis nur allzuoft schwere Fehler. Meistens sogar beim Begießen. Auch das Blumenbegiesten ist eine Kunst. Es ist ganz falsch, am Morgen oder am Abend die Gießkanne zu nehmen, und tagaus, tagein im Frühling, Sommer und Herbst geivissenhaft jede» Blunientopf, jede Pflanze so lange zu begießen, bis das Wasser int Augenblick nicht mehr aufgesogen lverden kann. Die verschiedenen Pflanzen erfordern verschiedenes Begießen. Licht, Lust und Temperatur wechseln täglich 'und verändern auch bei den Pflanzen das Bedürfnis nach-flüssigen Nahrung. Ein Zuwenig ist hier ebenso schädlich wie ein Zuviel; beides kann den Tod der Pflanze herbeiführen. Darum seien dem Laien, dem Wohl und Wehe seiner Pflanzen am Herzen liegen, einige erprobte Ratschläge gegeben. .Zunächst benutze nran eine Gießkanne mit Brause: dadurch wird das Wasser gleichmäßig verteilt, und Blätter und Stengel ioer- iden durch das aus sie spritzende Wasser erfrischt. Man gieße überhaupt immer „von oben" herab, so daß die Pflanze eine richtige Dusche erhält, lvas sehr wohltuend nird zugleich auch reinigend wirkt. Das geeignetste Wasser zunk Gießen der Pflanzen ist R e g e n ,oa s s e r. Da dies aber, besonders den Städtern nicht zur Verfügung steht, so soll man nur abgelagertes Wasser, d. h solches, welches einige Stunden der Sonne ausgesetzt tvar, Verwenden. Aber auch das läßt sich mitunter schwer durchführen, jedenfalls achte man aber immer darauf, daß die Temperatur des Wassers höher ist. als die der Luft. Die beste Zeit zum Bcgreßen sind die Morgen und Abendstunden, Will man ganz peinlich sein, so gieße man bis Johannis früh, da bis dahin die Nächte noch Miner kühl sind und das Wasser den Boden kalt macht. Nach Johannis gieße man abends, da die Sonnenstrahlen von, frühen Morgen schon so intensiv wirken, daß das Wasser zu schnell Verdunstet, ohne daß die Pslanzen genügend Nutzen davon haben. Niemals gieße mail aber, wenn die Pflanzen gerade von der SoNne beschienen siitd, denn.dadurch tverden sie in ihrer Ent wicklung geschädigt. Ganz besonders zarte Getvächse kann man sogar dadurch in kurzer Zeit gänzlich zu Grunde richten. Beim Blumenbegiesten sollte ,nan es sich zuin Prinzip machen: einmal, aber tüchtig. Ein einnialiges, reichliches Begießen ist viel porteilhaster, als eilt mehrfaches, schwaches lieberspritzen Blumen. deren Blätter und Stengel nur flüchtig bespritzt 'werden, sind allerdings für den Augenblick erfrischt, das Wasser perdnnstet aber außerordentlich rasch und die Wurzeln sind leer ausge- stangen. Man gieße daher so tüchtig, daß man genall lveiß, daß die Feuchtigkeit bis zu den Wurzelfasern dnrchgcdrungen ist und von ihnen anfgesaugt lverden kann. Pflanzen, die sich itt der Zeit ihrer ersten Enttvicklnng beiinden, bedürfen einer häufigeren Bewässerung. Eine Beimischung von Jaliche zum Giestlvasser, wen» sie Nicht zu stark ist, bekommt den Pflanzen sehr gut. Man inuß aber in diesem Falle darauf achten, daß die ,Flüssigkeit- nur auf den Boden luid nicht ans Stengel und Blätter kommt. Wasser, lvelches sich durch übermäßiges Gießen iu den iMinnennnterjetzern gesauiinelt hat, gieße man ailgenblictlich fort und lasse es nicht stehen, da jo st die Wurzelfasern leid» durch die übermäßige FoniNlgkeit zli sauten beginnen. Wenn inan die obigen kleinen Barsch ritten beachtet, >vir» nian bat» merke», welch wohltuenden Einst»» das richtige, zweck mäßige Begießen aus die Pslanzen hat. vermischt«». * D i e Mehrheit. Ein bekannlee englischer Chirurg macht» in der Klinik die Runde juiammtu mit einem halben Dutzend Studenten. Ais er zu deni Belte eines Patieliten kam, dessen Fall zlveifelhalt lvar, sagte er zu seineli Beglellern : .Nim, meine Herren, ist hier eine Operation angezeigt oder nicht?" Einer nach dein ander» stellten die Studenten ihre Diagnose, und sie kamen all» z» denr Schluß, eine Operation wäre nicht richtig. »Sie haben alle nicht recht, meine Herren," sagte der berühnite Chirurg, „morgen werde ich operieren.' „Das werde» Sie nicht tu»/ rief da der Patient und erhob stch tut Bette. „Sechs gegen einen ist die entschiedene Mehrheit. Ich will meine Kleider habe».' Sprachecke der Allgemeinen veutschen Sprachvereinr. * D t e Larve. Schiller- Taucher ist in grausiger Tiefe .unter Larven die einzige fühlende Brust'. Was sind Larven, lvas iv a r e n sie? In ihrer Herkunst von lat. larra sind eS zunächst den Furien vergleichbare gelve>lstische Quälgeister, die nach Ansicht des Römers weder Lebende noch Tote mit ihren Quälereien verschonen. Was sie in, Leben toten, meint ein römischer Schriftsteller lApnlejnsj, müssen sie auch nach ihreni Tode iortsetzen. Daß Larven dann allgeniein zu gefühllosen Schreckgestallcn ivnrden. bezeugt Schillers Wort. Ein lucitcrer Schritt: das Wort ivnrde wahrscheinlich durch szenische Darstellungen zur Gesichismaste, zunächst natürlich zur häßlichen, dann aber auch allgeniein zur Maske überhaupt. So versteckte man früher das Gesicht unter einer Larve, iven» man zi»n Mnvimeuschanz aing, so entlarvt man de» Gegner, wenn man Ifjm die Maske vom Gesicht zieht, so braucht die Natur- ivisseilschaft die Larve i»i Sinne einer MnSke, hinter der sich sozusagen die Puvpe und daher auch daS spätere Tier verbirgt. Endlich überlrug stch das Wort aitch aus Fori» >u,d Erlchciuuug des meuschltcheuAntlitzes; des gesiebtes larT wird bei Gryvbiu» zu», Gesicht« selbst. Aber auch >» dieser Auweudung hat der Aus druck anfangs einen häßlichen, verächtliche» Beigefchuiack. Emilia Galolti zieht nach Marinellis Ausicht als .Mädrheii mit wenig Larve, aber mit viel Prunk von Tugend und Gefühl imb Witz' den Grasen Appiani iu ihre Schlingen, und die Königin Elisabeth spricht von der verhaßten Nebenbuhlerin: Und ift'3 denn wirklich wahr, daß sie so schön ist? So oft musst' ich die Larve rühmen hören Endlich schwand auch dieser verächtliche Beifilm und Larve tvurde schlechthin zum Gesicht, so daß mau heute auch uon schönen Larven (Grillparzer) und allgemein voll einen! hübschen Lärvchen reden tauu. Ilm das .niedliche Lärvchen" der Gnilel ans Btase- witz haben sich .die Herren vom Reqinient' ehenials förmlich gerissen. Söhn? tHannover). Biertisch. Berühmte Autoren. Zur ErGsnnng der Inter- nativnalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik an« 6. Mut 1911 hat der bekannte Verlag einen Almanach heransgegeben „Berühmte Autoren des .Verlags F. A. Brock hg ns". Eine Auslese hervorragender Autoren, deren Nainen mit deni des Brockhausschen Verlags aufs engste verknüpst sind, ist in dieser reizend ausgestattelen Schrift mit Originalbeiträgen, Briefen, Faksimiles oder Bildnissen vertreten: Arthur Schopenhauer lind Paul Deussen, Friedrich Bodenstedt und Johann Peter Eckermanii, ;Karl Gutzkow und Ferdinand Gregorovins, David Friedrich Strauß und Ferdinand Lassalle, Heinrich Schlieman» und Theodore Roosevelt, vor allem aber die laiye Reihe der großen For- schnngsreiseilden, deren Werken der Verlag BrockhauS einen bedeutenden Teil seiner Tätigkeit gewidmet hat: Schweinsnrth, Stanley, Fürst Uchtomfkij, Statin Pascha, Nansen, Hedi», Mikkel- sen, Kapitän Scott, Herzog Adolf Friedrich, Herniann von Wisj- Imann, Sverürup, Nordenskiöid, Emin Pascha u. a Jedem Besucher der Bngra wird dieses Büchlein eine tvertvvlle Erinnerung sein. Magisches Auavrat. In die Felder nebenstehende» Qiiadrats sind die Biichstaben AA EEH I INNOOHKR Z Z derart ein;»lragen, daß die ivagerechten >n senkrecht.Reihen gleichlanteiid folgendes beüenlen: 1. Ein Gebirge. 2. Musikstück. 3. Fluß in TranSkankanen. 1. Griechischen Philo'oohen. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Schach-Ausgabe i» voriger Niniimeri ' Weist. Schivarz. 1» Tli7 - c7. Th I ii. »2. ä* S h 1 - d 3 f S b 3 u. d 2 . 3: f> a 1 — e I seht Matt. Redakeia»: lt. Neuratb. — N„truck und Verlaa der Brübi'sche» Unioerstlätl-Biich- »nb Steindruckerei. R. Lang«. Gieße»,