Wribrr-lKrgiment. Roman von Oskar Klaußmann. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Dora hatte auch nie ein besonderes Interesse für einen Mann gehabt. Sie war eine nüchterne, ruhig überlegende Natur. Acußcrlichkeiten imponierten ihr nicht. Titel, Orden, Uniform, ein elegantes Aeußeres: Eigenschaften, die einzeln oder zusammen sonst viele Frauen bestechen, machten auf sie keinen Eindruck. Einmal hatte sie jich für einen Mann interessiert, eine kurze Zeit laug und wohl mit einem romantischen Empfinden solaend. Der Retter des kleinen Mädchens, das bei», Aufenthalt in der Ramsau bei Berchtesgaden verloren gegangen war, Werner Spalding, war ihr in jener Stunde des rasenden Gewitters in malerischer, romantischer Pose eutgegengetreteu, mit dem geretteten Kinde auf oem Arm. Wie ein Engel, wie ein Halbgott erschien er damals den jammernden und sorgenden Frauen, welche mit den Eltern des verloren gegangenen Kindes bangten. Der Mann hatte ihr auch imponiert. Er entzog sich durch schleunige Abreise allen Danksagungen, aller Anerkennung. Er hatte ein schlafendes Kino zufällig getroffen, S iatte es mit sich genommen, und das war ja in Wirklich- eit keine Heldentat. Aber dieser Mann hatte sie doch einen Augenblick lang stark interessiert, und Dora hatte sogar versucht, das Bild. das sie von ihm in der Erinnerung hatte, mit Bleistift und Kreide festzuhalten. Aber, wie die Tante Scbottelius Kersten verraten hatte, war das Bild mißglückt. Wahrscheinlich hätte auch ein Künstler, der mehr Uebung im Zeichnen besaß als Dora, das Bild nicht ans der Er- innerung zu eigener Zufriedenheit zeichnen können. Von dem Manne, den sie in romantischer Pose gesehen, war schließlich nur eine schwache Erinnerung zurückgeblieben. Sie kannte seinen Nanren, den man in der Pension in der Ramsau aus deni Fremdenbuche festgestellt hatte. Da kam eines Tages Geheimrat Kersten und schlug ihr vor, diesen Mann, den er gut kannte, als Direktor der Theresien-Hütte und später als Generaldirektor zu engagieren. Im ersten Augenblick, als Geheimrat Kersten den Namen nannte, ries etwas in Dova laut und deutlich: „Rein, nein, um keinen Preis diesen Mann!" Dann kam die vernünstige Erwägung, daß Werner Spalding ein bedeutender Fachmann und eine tüchtige Kraft sei und daß es sich sehr wohl empfehle, ihn für die Werke zu interessieren. Und außer dieser kühlen Erwägung gab es noch etwas anderes in Dora: ein Gemisch von Neugier, von wicdererwachendem Interesse und ein nicht zu beschreibendes Gefühl, das man vielleicht als den Wunsch bezeichnen konnte, „mit dem Schicksal zu spielen". Das Schicksal hatte ihr diesen Mann einmal in den Weg geführt, und nun sollte er dauernd in ihre Nähe konrmen. Dunkle, durchaus unklare, nicht definierbare Empfindungen waren es, die sie veranlaßten, ja zu sagen. Bon dicserck Augenblicke an aber war das Empfinden Doras ein wenig aus dem Gleichgewicht geraten. Sie bangte einen Augenblick, Spalding sänne die Stellung ablehnen; aber es kam sogar telegraphisch seine Zusage an Geheimrat Kersten. Dann wurde der Termin seiner Einkunft bestimmt, und Dora begann die Tage zu zählen, bis sie ihn Wiedersehen würde. Ihre Gedanken beschäftigten sich nrit dem Manne, den sie nur flüchtig gesehen hatte, der sie wahrscheinlich gar nickt kannte, in solchem Grade, daß ihr das lästig wurde. Sie wollte diese Gedanke» abschütteln, aber sie kamen immer wieder. Ihr Denken fing an zwangsläufig zu werden und sich gegen ihren Willen mit Spalding zu beschäftigen. Dann kam er, und Dora fühlte sich wie erleichtert, tote von einer Spannung befreit. Vom ersten Tage an hatte Tante Schottelius an Spalding alles mögliche auszusetzeu. Von der ersten Stunde an haßte sie ihn wie alle unverheirateten Männer, die in Doras Nähe kamen. Ihr gegenüber mußte Dora fortwährend die Handlungsweise Spaldings verteidigen. Es ivar merkvür- dig, daß sie das^überhaupt tat. Sie nahm sonst die Bemerkungen der gehässigen Frau, mit der sie zusammen lebte, ohne jede Gegenbemerkung aus. Sie hatte aber Spalding mehrere Male verteidigt, und deshalb gab ihr Tante Schottelius den Hieb, der auch richtig saß, indem sie erklärte, Dora fände alles gut, was Spalding täte. Diese Behauptung war nicht wahr. Dora dachte gar nicht daran; int Gegenteil, sie war mit vielen Worten und Handlungen Spaldings gar nicht einverstanden. Wenigstens für den ersten Augenblick nicht. Wer wenn sie näher nachdachte, fühlte sie, >vie ihre Gedanken wieder einen Zivangs- weg gingen, wie sie aus einer Anklägerin Spaldings seine Verteidigerin wurde und wie sich ihr schließlich die Ueber- zcugung aufdrängte, daß er gar nicht anders handeln konnte, als er handelte, und daß das das Richtige Ivar, was er tat. Gewiß, die Art und Weise, wie er Schranken zog zwischen sich und ihr, wie er absichtlich durch sein Betragen andeutete, daß zwischen ihm und ihr eine tiefe Kluft bestehe, die zu überbrücken ihm niemals einfallen ivürde, ver- letzte sie in manchen Augenblicken. Seine Unnahbarkeit, sein ostentatives Zurückhalten taten ihr sogar wehe. Aber konnte er anders handeln, wenn er klare Verhältnisse herbeiführen wollte, wenn ihm daran lag, in ihr nichts anderes zu sehen als die Herrin der Werke, die jetzt teilweise seiner Leitung anvertraut waren und später ganz und gar seiner Obhut überlassen werde» sollten? Sie ertappte sich auf dem Gedanken, daß sie sich das Rebcneinandcrleben mit ihm anders vorgestellt hatte. Er war das direkte Gegenteil seines Vorgängers, der sich ihr in aufdringlicher Weise genähert hatte, um sie gewissermaßen zu überrumpeln und zu einer Verlobung und Hock>zeit halb und halb zu zwingen. 900 Epalding war das diametrale Gegenteil, und vielkeicht Wäre die mittlere Linie zwischen dem Verhalten seines Vorgängers und dem Verhalten Spaldings der richtige Weg gewesen. Aber Dora mußte sich sagen: diese mittlere Linie war ungemein schwer zu finden. Was wollte sie denn von ihm? Er betrachtete sie als seine Chefin und als nichts anderes. Hätte sie denn das nicht erwartet, war das nicht naturgemäß, war das nicht seine Pflicht? Dorn hätte aber wahrscheinlich gar nichts Ausfallendes in dem Verhalten Spaldings gesunden, wenn nicht Tante Schottelins mit ihren Nörgeleien gewesen wäre. Beständige Einflüsterungen und Beeinslussungen machen schließlich die besten Vorsätze wankend. Dora wollte sich unter keinen Umständen von Tante Schottelius irgendwie beeinflussen lassen, und doch fühlte sie, daß dies der Fall war. Sie ahnte, daß sie in einen inneren Konflikt kam, der so töricht, so überflüssig, so unangebracht ivar, daß er ihr selbst lächerlich erschienen wäre, das heißt in der Zeit, als ihre Gedanken! noch nicht Zwangswege gingen. Abends unl acht kam Werner nach Saarkirchen geritten. Er lchtite die Teilnahme am Abendbrot, zu der ihn die Tante veranlassen wollte, ab, da er selbst soeben vom Tische kam. Dann sang Dora die Arie noch einmal durch, und sie sang sie mit solchem Schwung und solcher Begeisterung wie noch wie. „Wunderschön!" sagte Spalding halblaut, als sie geendet hatte, und diese Anerkennung machte ihr mehr Freude als viele Dinge in den letzten Jahren. Dann übte Spalding selbst noch ein paar schwierige Einsätze, plauderte dann anstandshalber noch einige Minute» mit den Damen und ließ sein P^rd vorführen, uin nach Hause zu reiten. Am nächsten Morgen war er pünktlich um acht wieder da und erzählte, daß er von einem einstündigen Spazierritt komme, aus dem er auch in Klinterselde beim Grasen gewesen war, um diesen« „Gutenmorgen" zu sagen. Werner schlug den Kaffee, der ihm angeboten wurde, nicht aus, denn er hatte noch nichts genossen. Dann wurde noch einmal die Arie geübt, ein paar schwierige Stellen Ivurdcn wiederholt, und Spalding erklärte schließlich: „Ein weiteres lieben wäre überflüssig und würde Sie pur austrengen, gnädiges Fräulein. Wir müssen uns aus Ihre Sicherheit und aui gutes Glück verlassen." Um neun Uhr klang schon wieder der Husschlag seines serdes von der Straße her. Er jagte nach der Theresien- ütte hinüber, um niöglichst früh im Bureau zu sei». Werner hatte init Graf Klintcr verabredet, daß ihn ieser am Abend mit dem Automobil zum Mnsikvcrcin ab- olte. Nach Schluß der Tienststundcn nahm Werner sein lbcndbrot zu sich, kleidete sich sorgfältig an und war auf die Minute fertig, als Gras Klinier vorfuhr. Eine Viertelstunde vor acht betrat Gras Klinter mit Werner den Festsaal des Hotels in Dasburg. Die beiden Freunde kamen aber keineswegs z'u früh. Der große Fcstsaal strahlte schon ini hellsten Glanze der elektrischen Lichter. Zur Rechten und zur Linken im Saal waren terrassenförmige Tribünen nufgebaut, und besonders aus der linken Seite saß schon eine Anzahl älterer Damen. „Diese Tribüne heißt der Drachenfcls!" raunte Klinter seinen! Freunde lächelnd zu. Gegenüber dem Eingang befand sich die Bühne, zu deren Podium einige Stufen emporführten. Der Vorhang war ge- üssnet: man sah aus der Bühne die Dekoration eines Parkes. Vor der Bühne im Saale selbst stand eine Menge von Pulten und Stühlen, die wahrscheinlich sür das Orchester bestimmt waren. Auf der Bühne standen zivanzig bis dreißig Damen, fast sämtlich in hellen Kleidern, mit Notenblättern in den Händen. «Unser Frauenchor", erklärte Graf Klinter: „und da ist auch schon die Dirigentin, Frau Barbara Glover." Ja, sie war es, mit der Werner im Eiscnbahnzuge die Begegnung aus der Fahrt von Nenenburg nach Dasburg I ehabt hatte. Ein silbergraues Seidenkleid floß in langen falten an der herrlichen Figur der Frau herunter. Ein Bril- antenhalsschmuck und ein paar Brillanten im schön frisierten )aar erhöhten die Wirkung, welche die Erscheinung Frau Zarbaras ausübte. Die schön modellierten Arme Barbaras, die aus den weiten, kurzen Aermeln des Kleides hervor-: traten, waren ohne jeden Schmuck. Sie bedurften eines solchen auch lischt. Graf Klinter brachte Werner bis aus das Podium und stellte ihn Frau Barbara vor. Sie hatte dem Chor gerade noch einige Verhaltungsmaßregeln gegeben. Jetzt wandte sie sich rasch um, lächelte verbindlich und sagte: „Wir kennen uns bereits, wenn wir uns auch uicht vorgcstellt sind." Dann reichte sie Werner die Hand zum Kusse. „Ich höre von unserm verehrten Grasen, daß Sic heute bereits iu liebenswürdigster Weise Aushilfe leisten. Ich danke Ihnen dafür und hoffe, Sic recht oft als Mitwirkendcn bei uns zu sehen. Sie haben wohl die Freundlichkeit, Graf Klinter, und stellen den Herrn Bergrat den Damen vor." Graf Klinter erfüllte auch diese Pflicht, indem er jeder einzelnen Dame auf deni Podium Werner präsentierte und den Namen der Dame nannte. Nur bei Dora Buchwald, die unter den Sängerinnen stand, war das nicht nötig; sie begrüßte Werner mit einem freundlichen Kopfnicken. Werner verbeugte sich dann auch noch gegen den „Drachenfelsen", aus dem Frau Schottelius saß und herablassend dankte. Dann führte Graf Klinter Werner wieder voin Podiunl herunter und durch den Saal hindurch in eine» der Nebcnräume, wo er ihn mit dem hüttcndirektor Grau bekannt machte. „Unser verehrter Dirigent des Orchesters und des Männerchores", erklärte Gras Klintcr. „Ich bringe Ihnen hier, Herr Direktor, ein wertvolles Mitglied sür unser» Verein. Er begleitet ausgezeichnet, wie Sic heute abend sehen werden, er bläst Piston und ist als Sänger im Chor zu verwenden." „Seien Sie herzlich willkommen, Herr Bergrat", sagte Grau, der nicht bei den Buchwaldschcn Werken, sondern bei einer anderen Gesellschaft als Hüttcndirektor anestellt >var. „Ich hoffe, Sie werden uns mit Ihren musikalischen Leistungen öfters erfreuen. Sie dürften sich schon heute abend überzeugen, daß hier ein ernstes künstlerisches Streben vorhanden ist, und daß wir alle mit Leib und Seele der Musik ergeben sind." Es herrschte nnziveiselhast eine begeisterte Stimmung, und etwas wie Weihe der Kunst war schon in dem rasch sich süllenden Saale bemerkbar. Der alte Geheimrat Kersten kam mit dem Cello im Arm, niit der Stahlbrille auf der Nase und sah dadurch so verändert aus, daß ihn Werner kaum tvicdercrkanute. Er kam aus dem Linimer, in dem die Instrumente gestimmt worden waren, und brachte behutsam das Cello auf den Platz, den er im Orchester einnehmeln sollte. (Fortsetzung folgt.) Der Blinde am Meer. Roman von Karl Böttcher-Chemnitz. tNachdrnck verboten.) 1. Kapitel. Langsam kehrte die Flut zurück. Schon züngelten die Wasser den steinichten Damm hinauf. Die Wellen schoben und drängten sich in stetem auf und nieder, und ihre Rücken wölbten sich zu massigen Bogen, die in sich zn- sammcusiclen und als lange Grate wieder auscrstanden. Ganz draußen aber kamen die schauinigcn Wellenrosse lebhafter dahergcstürmt. — .Sie bildeten eine weiße Gischtmauer, und einzelne Wasserstrahlen stiegen wie Türme in die Höhe und zerstoben dann in lausendtropsigem Sprühregen. Die Frühniorgensonne übergoß dieses Flukenspicl mit leichte,» Rot, das sich mit dem Gelbgrün der Fluten mischte und nun als zart abgetöntes Orange glänzte. Jeder daherrauschendc Wellenrücken zeigte neue Färbung, unh als die Wasser jetzt die Algen der Böschung umspielten, leuchtet« dunkles Smaragd. Hier und da hob sich aus Pein leuchten »sersand mit kläglichen, Schrei eine Möwe empor. — Die Flut überzog ihren reichliche» Tisch mit einem feuchten Tuch und raubte ihnen die bequeme Atzung. Durch die Hasenpsorte des kleinen Fischerdorfes wandert« Woge um Woge, und die breitbrüstigcn Segler, die abgetakelt im Schlamme hockten, hoben Kiel und Bug und schwankten nach links und rechts, erst ganz leise, vom Wellenstoß erzitternd, dann wie aus dem Schlafe, den die Ebbe ihnen beschert, erwachend und sich reckend und streckend, daß sich die Ankerketle klirrend spannte. Aus dem dunllen Schisisbauche stiegen bedächtig die Fischer. Sie rieben sich die Augen und spähten dann, an die Reeling gelehnt, seewärts. Das Wetter wird gut, die Flut setzt ordnungsgemäß ein, ia einer Stunde kann der Schoner seine Fahrt beginnen. Weitab vom Fischerdorf, wo der Deich in scharfem Winkel nach Westen springt und die Wellen der Nordsee am wildesten branden, — 307 W an jenem Morgen auf dem Kamm des Grasdammes Seede Vahlsen. Er hatte die Beine iveit von sich gestreckt und den Kops aus den rechten Arm gestemmt. Vor ihm lagen Weidenruten und eine halbfertige Aalreuse. Er summte ein schwermütiges Fischerlied vor sich hin. Nur von Zeit zu Zeit hob er den Klopf und lauschte nach dem Meere zu, besonders wenn eine Woge die Steinböschung übersprungen hatte und nun ermattet und kraftlos auf dem Borlande sich zerlief. Er schaute dann mit begehrlichem Gesichtsausdruck nach jener Stelle hin, siel aber schnell in sich zusammen, und sein frisches, hübsches Gesicht wurde tiestraurig. Seede Bahlsen war blind. Er ergriff die Fischreuse und einige Weidenruten, bie er gewandt durch seine Finger laufen ließ, sie bog und drückte und dann schnell und sicher in den Aaltrichter verflocht. Plötzlich sprang er auf, warf Geflecht und Ruten hin und lauschte mit vorgebeugtem Körper und angehaltenem Atem landwärts. Mit seinem, wohl allen Blinden eigenen, feinen Gehör hatte er in weiter Ferne Schritte vernommen. Aber der Ausdruck der Freude, der einen Augenblick sein Antlitz verklärte, verflog. Seede ließ sich zur Erde fallen, drückte sein Haupt in das Deichgras und blieb so liegen. — Ein Zittern durchffog seinen Körper. f eebe Bahlsen schluchzte, a ertönte hinter dem Teich eine helle, metallische Slimme: r,Seede? — Seede?" Der Blinde richtete sich schnell auf, ergriff Reuse und Ruten und begann emsig' zu siechten. Immer wieder rief es: „Seede? — Seede? — Min goter Jong, Seede Bahlsen." Und dann tauchte über dem Dammweg ein blonder Mädchen- kopf aus, mit schwarzen, glänzenden Augen und kräftigem, elfenbeinweißem Gebiß. Und das junge Mädchen blieb erschrocken stehen, als es Seede Bahlsen so zusammengeduckt am Deiche sitzen sah. Sie lvarf den dicken Zopf, den sie über der Schulter auf dem Busen liegen hatte, durch eine hastige Kopsbeivegung zurück, setzte einen lleinen Korb nieder und kniete neben Seede in das Gras. „Min Jong, min goter Jong, was hast du?" Sie nahm SeedeS Kopf zwischen ihre Hände und schaute ihn an, dann ries sie bestürzt: „Du hast geweint, Seede Bahlsen, du hast geweint?" Er schüttelte den Kopf. „Lüg' ein anderer der frühen Gottessonne ins Gesicht. Du kannst es nicht. Deine Augen schimmern noch feucht, Seede, mein Seede, warum hast du geweint?" Sie schmiegte ihren schlanken Leib an Seede und umschlang ihn. Und der Blinde erzitterte leise und rührte sich nicht unter den Liebkosungen des Friesenmädchens. Und als sie ihn losließ, ergriff er ihre Hand und preßte seine Lippen darauf, und mit glücklichem Lächeln sagte er: „Arda". Nun saßen beide schweigend am Deich und lauschten dem Konzert des wogenden Meeres. „Rede, Arda, ich höre wie das Meer klatscht und schlägt," bat der Blinde. „Gut, Seede, das sind die breiten Wogen, die >vie flache Teller aus den Wassern springen und von oben platt auf das Land fallen." „Sind das die schlimmen?" „Nein, die sind zu laut, um viel zu schaden. Die lausen auseinander und sickern ein." Seede nickte mit dem Kopfe und lauschte dann gespannt dem Wogen des Meeres zu. „Ich höre, wie es leise schlürft und dazu lieblich singt." „Das sind die heimtückischen, die machen es wie die bösen Menschen, die sich scheuen, laut aufzutreten, die immer locken und züngeln. Seede, die wühlen und lockern, was fest und gut >var." „Ach, Arda, lehre mich das Meer kennen. Seit zehn Jahren sitze ich hier Tag für Tag stundenlang und starre aus die Flut. Mein Ohr kennt jede Welle', fühlt jede Woge, und ich zermartere mir das Hirn: Wie mag das Meer aussehen? Tu sprichst: Jetzt grün, jetzt weiß, jetzt glänzt es ,und> jetzt erscheints wie finstere Nacht. Ach Arda, was ist grün, und was ist weiß, und ivas ist Glanz?" Und sein tiefer, innerer Jammer packte ihn wieder und preßte Tränen aus den erloschenen Augen, und Arda küßre Träne um Träne, die aus ihre Hand rollten, fort. Tann holte sie tief Atem und sagte tröstend: „Sei nicht traurig, Seede, du hast doch mich. Und kann ich dir auch nie lernen, wie das Meer aussieht und der Himmel und das Wiesenland, so kann sch dir doch sagen, daß die Welt nicht immer gut aussieht. Manches auf der Welt ist häßlich und erfreut picht des Menschen Auge, und das bleibt dir erspart, mein lieber, guter Seede " Er nickte vor sich hin und sein düsteres Gesicht wurde friedlicher. „Nur einmal möchte ich sehen, nur einen einzigen Blick in die Welt gönne mir das Schicksal. Dich und das Meer und Mutter Bahlsen, nur diese drei möchte ich sehen einen einziges Augenblick " Arda hatte die Knie angezogen und die Arme darum verschlungen. Sie blickte traurig au, Seede Bahlsen und schwieg. Ihre Trostkunst war zu Ende. Und Seede brütete wieder vor sich hin, lange lange Zeit. „Soll ich singen?" fragte endlich Arda. Er schüttelte sein Haupt. Bald danach fragte er: „Wie gehts der Mutier, Arda?" „Die alten Schmerzen, bald arger, bald geringer. Sie fragt nach dir. Du sollst komme» und ihr erzählen. Hast du eine neue Geschichte erdacht?" . --Du weißt doch, Arda, ich erdenke mir keine Geschichten. Es rst wie beim Quell: sie fließen mir aus Sinn und Herz." In Ardas Augen leuchtete es auf. Sie riickte näher an Seede und begann mit eindringlicher Stimme: „Seede, du bist eigentlich unzuftieden und undankbar." „Arda!" _ „Gewiß, Seede Bahlsen, das bist du. Zwar hat dir Gott das kostbare Gut des Augenlichts versagt, aber siehst den» du trotzdem nicht mehr und besser wie alle anderen im Orte, siehst du nicht mit deiner Seele und Malst du nicht mit Worten, so bunt, so glänzend, wie es keiner kann, wenn er auch tausend sehende Augen im Kopse hätte? — Hörst du nicht, wie alle die Burschen und Mädels mit stillem Atem lauschen, wenn du erzählst? Bist du ha nicht ein König unter all den Sehenden, trotzdem du blind bist? Und lveißt du noch, als vor zwei Jahren der alte Kun Peters aus dem Fockmast gestürzt war? La lag.er und stöhnte vor Schmerz und fluchte und lästerte, und als man dich holte und du begannst mit deiner weichen, milden Stimme zu erzählen, da war Kun Peters still und er lauschte, und ganz sanft ist er gestorben. Und bist du es nicht, der die Hinicken rm Armeleutestübel durch deine Geschichten zur Ruhe bringt, ivenn sie schreit und tobt und alles zerschlägt?" Arda holte tief Atem und schwieg, und von der Seite schaute sie gespannt nach Seede Bahlsen. Dessen Gesicht war friedlich und ruhig geworden und ein Schimmer verklärter Freude hatte sich darüber gebreitet. Seede ergriff Ardas Hand und behielt sie in seiner Linken, und mit der Rechten strich er darüber hin. Dann sagte er weich: „Und das Beste hast du vergessen. Durch meine Erzählerkunst habe ich dich ja gewonnen, das beste von all den Mädchen im Dorfe." — „Und das schönste," fügte er noch mit erschütternder Traurigkeit hinzu. Aber Arda gab der erneuten düsteren Stimmung des Blinden nicht Raum. Lachend rief sie: „Was weißt d» von meiner Schönheit! Wer weiß, gefiel ich dir, wenn du mich sehen könntest." Und sie drückte sich an ihn und küßte ihn auf die blinden Augen, dann! sprang sie aus und holte den kleinen Korb, aus dem sie gedörrten Fisch nahm, ihn entgrätete und die schneeweißen Stücke Seede in die Hand legte. „So — mein Freund. Nun iß, und hier das Rundstück dazu." Und während Seede aß, ging Arda den Deich hinunter. Sie bückte sich emsig und sammelte grünliche und rötliche Muschelchen, und ihr schlanker Körper bog sich elastisch und zeigte Formen von wunderbarem Ebenmaß, und ihr vom Bücken zart gerötetes Gesicht wurde von den starken Blondflechten liebreizend umrahmt. Sie sang leise ein altes Lied. „Was singst du, Arda? Singe lauter, das Lied gefällt mir." Arda kehrte mit dem vo» Muscheln angefüllten Körbchen zurück und setzte sich neben Seede. Sie zog dann aus einem fteinen Täschchen von Seehundssell, das sie an ihrer Hüfte hängen hatte, allerhand Werkzeug: einen! kleinen Amboß mit einem spitzen Fuß, ähnlich dem Dengelamboß her Schnitter, ein Hämmerchen und einen Spitzmeißel. Den Amboß trieb sie zn die Erde. Dann nahm sie eine Muschel, legte sie aus den Amboß, setzte in ihrer Mitte den Meißel und schlug dann mit dem Hammer kurz darauf, so daß die Muschel ein Loch bekam. Gar manche zersprang, aber vielt blieben doch ganz. Und sie sang dazu: Wenn die Woge rauscht Und die Möwe zieht — Und das Segel mächttg bläht —> Dann erklingt mein Lied: Finnisches Mädel, lebe wohl. Meere trennen unser Glück. Und am fernen Seegestade Denk' ich gern an dich zurück. Wo die Palme rauscht Und der Lotos blüht. Braunes Mädel glühend küßt — Dort erklingt mein Lied: Finnisches Mädel, lebe wohl. Meere trennen unser Glück. Und am fernen Seegestade Denk 'ich gern an dich zurück. — „Das Lied gefällt mir, Arda, woher hast du die Weise?" „Es ist ein alles, sinnländisches Lied. Petrow Tikander hat mirs gelernt." „Der Findling? Seit wann lernt der dir Lieder?" 308 Seede Bahtsen hatte sich emporgerichtet und blickte mit seinen erloschenen Augen zu Arda. Seine sonst tvcichen Züge hatten sich gespannt und zeigten Feindseligkeit und Kanrpfeslust. Aber Arda antivortete ruhig: „Gestern, als er Mutter einen Korb frischer Krabben brachte. Da hat er tnir auch das Muschel- kochetl gelernt und mir das Werkzeug verschafft." Seede ergriff einige der kleinen Muschelchen, betastete sie genau und sagte: „Wozu soll das?" „Die Muscheln fädele ich an und es werden daraus Muschelketten für die Kinder der Badegäste. Bis die ersten konrmen, kann ich ein paar Hundert solcher Ketten fertig haben. Das gibt Geld, Seede, und daun —" Arda blickte verträumt und glücklich über das Meer und dann überschattege sie mit der Hand ihre Augen, als blendete sie das Glück ihrer Gedanken. „lind dann?" drängte Seede. „Dann kaufen ivir das kleine Haus an der Düueustratzc und ziehen ein." ,, ^ „Wer: tvir?" fragte hastig Seede. „Du und ich. — Und der Pfarrer von Nvcddors kommt herüber und tut uns zusammen," Da jauchzte der Blinde auf »>td lachte und meinte vor Freuden — Plötzlich rib er Arda an sick, und fragte hastig: „Und mit Petrow Tikander — das ist wirklich nichts, Arda?" „Sed>e!" „Die Burschen sagen es — Arda. Er fet oft Oet Mutter Bahtsen und er habe dir aus Helgoland bunte Sterne nritgebracht und ein schönes Tuch. Arda Jaski blickte finster vor sich hin. dailn fliest sie hervor: „Petrow Tikander ist ein Dummkopf — und er hat kein Herz." „Und du liebst ihn nicht?" Da sagte sie schlicht: „Wer dich liebt, kann tricht einen Petrow lieb haben." Sie stand auf, legte ihr Werkzeug zusammen, wand um di« halbiert,ge Aalreuse und die Ruten ein dünnes Seil, — daun zog sie Seede Bahtsen enrpor und toanderte nun Hand in Hand mit ihm den Dammweg entlang und dem Dorfes zu. An dem kleinen Haus an der Dünenstraste mit den grünen Fensterläden und dem schmalen Borgarten blieben sie stehetl. „Hier tvollen wir tvohnen, Seede, du und rch." Er nickte und bat: „Erzähle mir von, dem Haus." „Grost ist es nicht, Seede. — Zwar Stuben unteu und eine Kammer oben. — Aber graste Fenster hat es, und da kann Pust und Sonne hinein, die goldene, glänzeirdc Sonne." Erschrocken schwieg sie und blickte äirgstlich nach dem Blinden, dock dieser lächelt« mild und sagte: „Ser unbesorgt, Arda, ich bin dir nicht böse. — Ich habe ja meine Sonne im Herzen: Dn bist meine Sonne." — Dann waren beide wieder still und dag (duftige Glück weitete ihre Herzen. (Fortsetzung folgt.) . Anekdoten von chinesischen Malern. Slus der austerordentlich reichhaltigen Ueberlieserung über die Meister der chinesischen Malerei teilt Mar R. Funke in de» von Proiessor Biermann heranSaegebeueu Monatsbelte» für Knnsl- wissenschall eine Anzahl von Anekdoten mit, die sür die Auffassung der Ehincse» vo», Künstlerbcru! und die Art der chinesischen Meister charakteristisch sind. Ueber alles schätzt der Chinese den Rausch, und wie Li T ai-po, Chinas größter Dichter, Zeit seines Lebens betrunken war und erst in, Rausch die schönsten Verse fand, so steht am Anbeginn derKunstgeschichie der berühmte Ts'ai B»»g (133—192), genannt der trunkene Drache. Auch der gröstte ihrer Meister, Wu Tao-tsze, berauschte sich erst ganz gehörig, ehe er an die Arbeit ging, und wenn er völlig betrunken war, dann regte sich sei» Pinsel und zauberte wunderbare Landschaslen von tausend Fornien hervor. Von anderen grasten Blalern wird dasselbe berichtet: so lebte Li Knei-chö», ein taoistischer Priester des Iv. JahrhnnderiS, stets in Schenken, und wenn man ihn zur Rechetischakt zog, so sperrte er den Mund ans und sog an seinen Fingern, ohne ein Wort zu sprechen. Als ihn der Kaiser selbst zur Rede stellie, Ivrach L, gelassen : .Mein Kleid ist dünn und ich mag den Wein, de» Wein trink ich, um inich zu erwärme», und Bilder niale ich, um de» Wein zu bezahlen.' Bon einem anderen Maler derselben Zeit wird gesagt: Wenn der Wein ihn begeisterte, so hielt er die Wolke» und die Berge in seiner hohle» Hand. Der Künstler erschien den würdevollen Chinesen als ein unberechenbares exzentrisches Wese», das Amt und Würden verschmähte, um steh der goideneti Freiheit zu ersrenen, zu wandern uud i» der Cinsainkeit seinen Träumen zn leben: davor grame dem ordenilichcn Chinesen, und doch cinpsand er sür ihn einen heimlichen Neid und eine scheue Bewunderung. Als T'no Hnng.ching, der in, 6 Iah,hundert lebte, von, Kaiser mit Sille» bestürmt wurde, au den Hos zu kounnen, sandte er ihm einmal als Antwort ei» Bild mit zwei Rindern: da streiiie das eine »ach Herzenslust zwischen Feld und Wiesen u»,her, während das andere prachtvoll ausgezärnnt war, aber der Leine und der Peitsche des Hirte» folge» mnstlc. Ter l,clgcbige >.»d rillerlich Kao K'o-mmg lebte, um sich in die Natur zu vertieseu und tot Stimmung zu kommen, wochenlang in, Wasser oder unter best Tieren in Berg und Wald. Ein eigenartiger Kauz war auch Nr Tsa» im 14. Jahrhundert, der sein grobes Vermögen an seine Verwandten verteilte uud in Armut an die wer der Flüsse und Seen wanderte; er rastete kurze Zeit in den bescheidenen Klöstern und verschenkte seine Bilder jedem, der ste mochte. Als ihm einmal ein Diener Seide und Geld brachte, dann! er ein Bild male, wurde er sehr zornig und rieh er sei kein Bettelmaler und Parasit der Neichen, und damit zerrist er die Seide und schickte das Geldgeschenk znriick. Auch in ihrer Arbeitsweise benahmen sich viel« höchst absonderlich. Der Landschaslsmaler K» Shöna breitet« zunächst die Seide ans de» Boden und mischie die Farbe»: dann liest er eine Anzahl Musikanlen Trompeien blasen, Trommeln' schlagen und so einen Höllenspektakel mache». Ilnlerdessen legte er ei» gestickieS Kleid an, leizlc eine kostbare Kopldedcckung aus »nid trank, bis er halb berauscht war. Nun begann er die Umrisse z» ziehen und die Farbe» anzulege», und so enlslanden wundervolle Bilder von Berghohen und Jnsclrändcrn. Eine ganze Anzahl Geschichten handeln vo» der Art, wie sich die Maler i» die Schönheit der Nainr versenkten, ehe ste anS Schaffen gingen. Der eine lebte meist in den Berge» und Wäldern: oft saß er den ganze» Tag über ans einen, Felsen und sah sich rings um, die Schönheit des Landes zu geniesten, oder er wandelte, starr vor sich hinblickend, in Schneenächien und beim Blondenschein, bis tl.m die Eingebung kam. Ei» anderer reiste im Lande rnnher, belrachtete berühmte Berge und Ströme, und wo er eine schöne Landschaft tand, blieb er und trieb sich umher, als wäre er der Genosse der Asse» und Bären. Wen» er dann aus die Seide malte, was ihm in der Seele lebte, so waren eS Dinge, von der die AlltagSivell keinen Schi,inner Halle. Ein dritter liebte das Dunkel und Schweigen, tagelang schiveilte er in wilden Gegenden herum, dann kehrte er heim, zog sich in einen stille» Rann, zurück und .liest seine Seele der Erd« enifliehen'. Immer spielt so die Eingebung, das plötzliche Ans- stamme» und Entzncktsein des Künsllernienschen in der chinesischen Malerei «ine große Rolle. verinischte». * B o m F i u g c r » a g e l. Ich habe einen Freund, der die Menschen nur »ach dein Aussehen ihrer Fingernägel beurteilt. Noch nie, so behauptet er wenigstens, hat ihn dieser Gradmesser der Bildung uud des Charakters betrogen. Mag dem sein wie ihm wolle, jedenfalls mustle ich ihm recht geben, n«enn er seinen Kinder» gegenüber in diesen, Punkt unerbittlich strengl war. Was sindeu sich da nicht sür gefährliche Gesellen unteo den, Schmutz, der sich als „Trauerrand" unter den Nagel scknebt! Bei einer wissenschaftlichen Untersuchung konnte man unter 400 Kindern nicht weniger als 24 seststellen, die mit gefährliches Tuberkelbazillen behaftet waren. Bedenkt nran mm, wie häufig kleine Kinder an den Finger» lutschen, dann versteht man, loelche ungeheure Gefahr sür die Gesundheit hier Uurcinlichkeit und Unachtsamkeit bildet Wenig bekannt ist übrigens, daß sich in den« Wachstunr der Nägel das Befinde» des Körpers ebenso .getreu wiedcrspiegelt, wie die lvechselnde Witterung aus den Jahresringen der Bäunw scstgestellt werden kan». Gesundheitsstörungen uird Stockungen in der Gesanitentwickluiig wirken derart aus die Fingernägel, dass guerlausende Verdickungen entstehen. Der Nagel! wird rauh wie die Nustenflächc von Muscheln * Jet Sparsame. „Lieber Freund, löiinlest Du mir nicht zehn Lire leihen?" „Hier, ich will Dir fünf schenken: dann machen Nur beide ein gutes Geschäst." * Aufs Wort befolgt. Beim Schneider: „Wie hoch beläuft sich meine Rechnung?" „230 Lire und 20 Centesimi " „Wre sagten Sie?" „230 Lire und 20 Centesimi." „Kommt es Ihnen aus die Centesimi so sehr au?" „Ja, darauf kommt es uns ganz besonders an: unser Geschäft ist peinlich genau." „Na schön, da haben Sie die 20 Centesimi. . . Auf Wiedersehen!" Silbenrätsel. cker, dor, dro, e, !, mar. mu, o, ro, »oe, stow, renz, te, tlie. Ans vorstehenden Silben und Buchstabe» sollen sechs Wörter gebildet und derart nnterelnander gesetzt werden, dnst die Ansangs- buchslabe» von oben nach unten und die Endbuchstabe» vo» nnleu „ach oben gelesen den Namen eines bekannte» Schauspielers ergeben. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgender: 1. Kleines Raubtier. 2. Italienischen Alpensee. 3. Römische» Dichler. 4. Männlichen Vornamen. 5. Ausländische Vogelarl. 6. Russische Halenstadt. Auslösung in nächster Nummer, Auflösung des Kryptogramm« in voriger Stummer: « Georg (Geig« Orgel. Redaktion' K Neurath, — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schkn Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Gießen,