Okkizierstöchter. Roman von Paul Grabein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Na, Kyllburg, leben Sie also wirklich noch?" Oberleutnant Goercke begrüßte eintretend den Kameraden in seiner Wohnung. „Ich mutz mal endlich nach Ihnen sehen. Denn Sie lassen ja nichts von sich Horen. Mis machen Sie denn eigentlich nur in aller Welt, wenn Sie hier so ewig aus Ihrer Bude rumhocken?" Er warf neugierig einen Blick aus das Buch vor Kyllburg. „Mann Gottes — ich glaube. Sie treiben wahrhaftig gar Chinesisch!" „Das nicht, aber Kisuaheli." „Was — Afrikanisch?" Kyllburg nickte, indem er nun die Graminatik langsam zuklappte. „Ja, was wollen Sie denn aber damit anfangen? Wollen Sic denn etwa zur Schutztruppe übertreten? Das ist ja das erste, was ich höre!" „Ich denke ja auch vorläufig noch gar nicht daran — 1 nur, man kann ja nie wissen — und schließlich funn’3' einem ja auch nichts schaden, wenn man was gelernt hat." Es klang ein wenig ausweichend, und Kyllburg schob dem Besucher jetzt die Zigarrenliste hin. „Bitte, bedinen Sie sich." „Danke — danke sehr," der Oberleutnant nahm und biß die Zigarre ab. „Uebrigens — das wollt ich Sie ja vor allen Dingen mal fragen — waren Sie letzthin mal wieder bei Keßlers?" „Nein — ich bin schon lange nicht mehr hingekommen." „Na ja — kann mir's wohl denken. Ist doch jetzt für unsereinen grade leine angenehme Situation. Aber hören Sie, das tvird Sie interessieren, da hat mir nämlich Grimberg — Sie wissen, der Sechste Ulan bei Ihnen aus der Akademie, mit dem ich öfters mal einen kleinen Fischzug mache — ja eine tolle Sache erzählt. Die Tochter seiner Wirtin ist Choristin am Palasttheater. Da hört er so allerlei, und da hat sie neulich eine sehr interessante Neuigkeit init »ach Haus gebracht: der Keßler und die Miezi Mvl- nar —! Na, was sagen Sie dazu? Jawohl, es ist am Theater offenes Geheimnis, schon seit langem. Aber das war' ja weiter nichts Neues. Doch mm kommt erst die Hairptsache, und darum fragte ich Sie eben. Tie Sache hat nämlich geklappt: der Gerda Keßler ist die Geschichte gesteckt worden, von irgend so einem Theaterwcib, und das weitere tonnen Sie sich ja denken. Gerda Keßler soll sofort aus dem Hause gegangen sein, zurück nach Ellerstcdt. Aber unser Alter hat sie wieder zu ihrem Manne geschickt. — So wird wenigstcnsl erzählt. Tatsache ist jedenfalls, daß Frau Keßler in Ellerstcdt gewesen ist, vor ein paar Wochen. Und nur ganz flüchtig, bloß auf ein oder zwei Tage. Sie ist gleich wieder abgereist. und kein Mensch hat sie überhaupt zu sehen gekriegt. — Na, was sagen Sie dazu?" Kyllburg saß, das Kinn in die Hand gestützt. Nun antwortete er, doch etwas stockend: „Das -1 das kann ich mir kaum denken. Wer weiß, ob nicht alles bloß ein leeres Gerede ist — Theaterklatsch." „Nee, nee — die Sache init der Molnar, da ist wenigstens nicht dran zu tippen. Die steht mal bombenfest." Und Goercke gab einige Belege dafür, wie sie ihm berichtet waren. „Das andere natürlich — da ist man ja nur auf Kombinationen angewiesen. Aber mir will schon alles ganz glaubhaft vorkominen. Auch das, was ich weiter noch gehört habe: daß Gerda Keßler zwar dem Wunsche ihres Vaters gefolgt und zu ihrem Manne zurückgekehrt ist, aber nur der Form wegen. Um sich nicht selber ins Unrecht zu setzen, juristisch, und auch, um alles unnötige Aufsehen zu vermeiden, solange es irgend noch möglich ist. Die Scheidung soll jedoch schon immer eingeleitet sein. — Aber Sie sagen ja gar nichts? Ich dachte, die Geschichte würde Sie besonders interessieren. Denn Sie haben doch früher immer viel bei unserem Alten verkehrt und auch die Tochter näher gekannt. Die arme kleine Frau kann einem eigentlich leid tun. Nach so kurzer Ehe schon." „Ja — wenn es so ist — wirklich so ist!" Und Kyllburg stand jetzt auf. Die Hände auf dem Rücken verschränkt, ging er auf und ab, des Kameraden ganz vergessend. Wenn das Tatsachen waren, dann eröffnete sich ihm ja da ein Ausblick —! Und er fühlte seine Pulse schneller gehen. „Die Sache scheint Ihnen also ein bißchen nahezugehen. Na ja," nickte der andere und blickte rauchend herüber. Es war, als ob er noch etwas hätte sagen wollen. In Ellerstcdt hatten die Kameraden damals ja sämtlich eigentlich erwartet, daß sich Kyllburg mit Gerda von Henning verloben lvürde. Die Sache dann mit dem Schauspieler hatte sie samt und sonders stark überrascht. So sah denn auch jetzt Goercke wie mit einem stummen Fragen zu Kyllburg hin. Der aber schien die Blicke zu fühlen, denn er blieb nun vor dem Sofatisch stehen. Seine Hände rückten an der Alabastcrschale mit den nnchgemachten Früchten. „Das wird Henning hart augekommen sein. Gerda Keßler war ja immer seine Liebltngstochter." Er lenkte so die Unterhaltung von seiner eigenen Person ab und zeigte in nichts mehr, wie tief ihn diese M!ib- teilung eben betroffen hatte. Erst als er nachher wieder allein war, kamen ihm jene aufgestörten Gedanken zurück und ließen von ihm nun nicht mehr. Wenn es Wahrheit wurde — Gerda noch einmal frei! Wenn sich keine Schranken mehr zwiicben ibr und ibm — 262 erhoben — dann gab es noch ein Hoffen. Er wußte eS, seit jenem Augenblick damals am Neuen See. Und eS ließ Kyllburg keine Ruhe mehr. Gewißheit mußte er haben, und er wollte sie sich verschaffen. Zwar zu ihr selber war ihm ja der Weg verwehrt; aber nicht zu ihrer Schwester, und er wußte, Petersens waren ja jetzt wieder in Berlin. Astrid hatte ihm schon vor ein paar Tagen ein Billett mit dieser Mitteilung geschickt und ihn wissen lassen: ihr Mann und sie ivürden sich freue», ivenn er sich recht bald einmal sehen ließe. Davon würde er nun Gebrauch machen, und hoffentlich gelang es ihm bei dieser Gelegenheit, zu erfahren, was er wissen mußte. Astrid war in der Tat wieder in Berlin, und jeder Tag sah sie mit der Schwester vereint. So war es auch heute. Schon am Borniittag war Gerda zu Petersens gekommen; die beiden jungen Frauen saßen nun im Wohnzimmer — Petersens hatten ja jetzt ein eigenes kleines Quartier bezogen und Gerda half der Schwester beim Suchen in den Modejournalen . Sie fahndeten ans einen aparten Stickereieinsatz, den Astrid neulich einmal irgendwo flüchtig bemerkt hatte. Sie sprachen dabei noch einmal von Ediths Hochzeit, die kurz vor Petersens Abreise in Ellerstedt gefeiert worden ivar. Astrid berichtete noch nachträglich von allerlei Einzelheiten und schloß dann: „Wie gesagt, zu schade, daß du nicht dabei ioarst, Gerda. Es war eine sehr nette Hochzeit. Klein, aber alles so stimmungsvoll. Warum bist du denn nur nicht noch gekommen? Edith war wirklich sehr traurig, und auch Papa fehltest du sehr. Wir hatten dir extra noch einmal deveschiert am Tage vorher. Wollte es Heinz denn etwa nicht?" „Doch. Er drängte sogar, ich sollte ruhig fahren, er nähme es mir gar nicht übel. Aber ich wollte nicht." „Gerda! Die Hochzeit unserer Schwester! Noch dazu, wo Edith nun so weit weg ist." „Es ist mir ja auch schwer genug gewesen. Aber ich konnte wirklich nicht. Alt die fremden Menschen — wer weiß, was nicht schon alles über »ns geredet worden sei» mag!" Astrid verstummte. Wußte sie doch nur zu gut, daß in der Tat in Ellerstedt über Gerdas Ehe alle möglichen Gerüchte umgingen. Klaus hatte da so manches gehört. So blickte sie nur still, mit einen: mitleidigen Ausdruck auf die Schwester. Und ivie sie diese so nachdenklich betrachtete, fiel es ihr auf, jsvie verändert sie anssah. Da fragte sie teilnehmend: „Fühlst du dich nicht wohl, Gerda?" „Wieso?" Und Gerda schüttelte leise den Kopf. „Aber du bist so blaß, so dunkel um die Augen, und so schmal geworden!" „So? Findest du?" Mit einem niatten Lächeln blickte die junge Frau vor sich hin und blätterte langsam weiter in den Hefte». Aber da legte Astrid ihr die Hand auf die Rechte ., „Gerda, sag' mir — es stimmt wohl noch immer nicht bei euch?" Die Schwester hob die Augen von dem Journal nicht auf. So antwortete sie: „Doch, es ist alles wieder in Ordnung, nur — Aber wozu davon reden? Ich sagte es euch ja damals zu Hause: was einmal einen Sprung hat, das —" Sie brach ab; aber der Ton, in dem sie gesprochen hatte, schwang leise nach, müde und hoffnungslos. Da senkte auch Astrid ihr Haupt und seufzte schwer. So schwiegen sie beide. Bis Astrid sich dann wieder ihrem schmerzlichen Sinnen entraffte und von anderen Dingen sprach. Es ivar wohl das Beste, auch für die arme Gerdas man rührte gar nicht mehr daran. Die Zeit verging so, es war uin die Bisitenstundc, schon ein anderer Bekannter hatte Vorgesprächen — da meldete das Mädchen abermals Besuch — Walter Kyllburg. Gerda schrak zusammen. Sie hatte ihn nie ivieder getroffen seit ihrer Begegnung ani Neuen See. Und es war gut so. Es durste auch nicht mehr sein. Wohl tat das bitter weh, zu denken: ihn nie wiederznsehen — nie mehr! Mer eS mußte fein. Und auch das mußte ertragen iverden, wie all das anoere. Der Gedanke, Kyllburg nun wieder gegenüber zu treten, weckte in Gerda von neuem den schlummernden Schmerz. Am liebsten hätte sie kick zurückgezogen, aber was sollte Astrid davon denken? Und so blieb sie. Kyllburg trat nun ein. Aber er hielt plötzlich mitten im Schritt an. Gerda hier? Gerade sie, wegen der er kam! ES >var nur gut, daß Astrid — jetzt wieder in ihrer gewohnten heiteren Art — ihn inunter willkommen hieß. „Das ist aber nett, lieber Herr Kyllburg! Und nun müsse» Sie sich gleich nral mein kleines Reich hier ansehen." „Tie Betricbsfiliale Berlin," scherzte er, sich mit Gewalt zusammennehmend. Aber seine Finger zitterten heftig« als er jetzt auch Gerdas Hand zur Begrüßung an seine Lippen führte, der er bisher nur stuinin seine Verbeugung geinacht hatte. „Filiale?" lachte Astrid, „Zentrale wollen Sie sagen. Denn der Schwerpunkt unserer Betriebsamkeit liegt hier! In Ellerstedt, da bin ich nur noch, um mich auszuschlafen — neue Kräfte zu sammeln für Berlin. Ach, mein göttliches, liebes Berlin! Was nicht bloß alles hier wieder neu entstanden ist in den paar Monaten, wo man nicht hier war. Ein neuer Eispalast, ein Luxusbäd, eine Riesen, konzerthalle, wo sechs verschiedene Orchester auf einmal spielen — und gar nicht erst tzn reden von all den neuen Kabaretts und Bummellokalen. Wie man nur da überall durchkommen soll? Ach, es ist zu wundervoll! — Mer nun kyinmen Sie." Sic nahm ihm den Helm ab, den er noch immer hielt, und wies uni sich. „Sehen Sie hier — unser Wohnzimmer! Alles einfach aber molkig, nicht? Namentlich hier unsere Klubsessel. Da räkelt sich'S wundervoll drinnech Wenn Sie sehr nett sind, dürfen Sie nachher auch mal drin, sitzen. Und hier ist das Eßzimmer." Sie trat mit dein Besucher in den Nebenranm. Gerda blieb zurück. So entging sie wenigstens für Minuten der Pciii dieses Zusammenseins. Sic blätterte in einem der Modehefte, aber bald entfiel cs ivieder ihrer .Hand; fie mußte auf die Stimme der beiden da drüben hören: Astrids frohes, helles Schwatzen, und dazivischen dann und wann seine Stimme. Schwer, abgebrochen — sie merkte ihm an, ivie er sich die paar Worte mühsam abquältc. Seine Gedanken waren wohl bei ihr hier. Da lehnte sie den Kopf mit geschlossenen Augen im Sessel zurück. Ja — es war nicht leicht, den Weg zu gehen, den die Pflicht gebot. I Dann hörte sie die beiden sich ivioder nahen, und fie richtete sich auf. Ihre Hand griff Ivieder nach dem Journal. „Nun sagen Sie, Herr Kyllburg" — Astrid fragte es — „wie gestillt Ihnen unser kleines Nest hier? Ist es nicht riesig nett?" „Ganz wunderhübsch, meine gnädige Frau — wirklich allerliebst." „Wirklich?" Die junge Haussrau strahlte über das ganze Gesicht, und sie nötigte nun den Besucher in einest der weichen Ledersessel. „So, und nun machen wir ein gemütliches Schwätzchen. Und rauchen dürfen Sie auch, iint Ihr Glück voltzumachen — da, neben Ihnen stehen die Zigaretten. Dankc, ja — nehme auch eine. Merci. Uebrt- gens immer noch die Queen, wie Sie sehen — bin konservativ in aflen meinen Neigungen, nicht? — mein Klaus versorgt mich auch heute noch immer damit." „Befehlen Sie auch, meine gnädige Frau?" Und Kyllburg bot nun Gerda die Schachtel an. Er mußte auch an sie einmal das Wort richten. Aber sie machte eine leise, verneinende Beivegung. „Danke — ich nehme nicht." Da ivandte er sich wieder Astrid zu. Diese begann jetzt auch dem alten Freunde ihres Hauses von Ediths Hochzeit zu erzählen. Er war nicht geladen gewesen, da mau sich nur auf den Familienkreis beschränkt hatte. Und sie sprach nun auch von dem neuen Heim des jungen Paares in dem fernen Konstantinopel, von Achim von Büloivs dienstlicher Stellung dort. „Ja, ich beneide ihn." 1 Kyllburg sagte es jetzt, so ernst und schlvcr, daß Gerda unwillkürlich zu ihm Hinsehen mußte. Aber Astrid protestierte lebhaft. „Da so zu Hansen zwischen Türken, Griechen, Armeniern und Gott weiß ivas noch alles sür Volk? Nein, ich würde mich schönstens bedanken!" Das Eintreten des Mädchens unterbrach die Unterhaltung. „Verzeihung, gnädige Frau, aber der Bote von Braun ist da mit den Blusen." „Ach ja!" Astrid sprang aus. „Ich Hab' mir nämlich eine kleine Auswahl senden lassen. Da müssen Sie mich schon ein paar Augenblicke entschuldigen. Wer Gerda leistet Ihnen ja so lange Gesellschaft. Auf Wiedersehen also!" Uird sie eilte beretrs hinaus. (Forlsepuiig folgt.) 263 Var unglückselige Lachen. Humoreske von Georg Müller-Heim. Wir saßen in Unterprima. Das Gymnasium in Wickstädt galt als streng; kein Wunder, daß unsere Klasse immer mehr zusammen- schrumpste Es gab Ostern immer Ivieder Sitzenbleiber; da zogen es manche Eltern vor, ihre Söhne aus der Schule zu nehmen, xi» der Unterprima waren wir nur noch zwölf; getreu hatten wir von Sexta an zusammengehalten, eine Klasse, in manchem Sturm erprobt und darum von seltener Kollegialität. Die allerbesten Freunde aber saßen aus der letzte» Bank: Bar, Illing und ich. Wir waren unzertrennlich. Bär stotterte ein wemg, aber nur dann, wenn er gefragt wurde, besonders wenn er von dincm Lehrer gefragt wurde und keine Antwort wußte. Illing war ein intelligenter Kerl, einer von den Wücklichelnl, denen alles zue fällt, ohne daß sie sich anzustrengen brauchen. Nur seine unglaubliche Faulheit und Bequemlichkeit hatten ihn auf die letzte Bank gebracht. Im Trinken war er Primus, im Rauchen nahm er es mit jedem Oberförster auf. Er rauchte lange Pfeife und genoß darum besonderes Ansehen bei allen Kameraden. Nicht zuletzt auch um deswillen, weil er die tiefste Stimme hatte. Wenn er auf unserer Pennälerkneipe lachte, den Körper weit zurückgelegt, den Kopf gen Himmel gerichtet, den Mund weit offen, die Hände über dem Bauch gefaltet, dann dröhnte das Lokal von dem tiefen „Ho—ho— ho—hoooh!" Er lachte in jedem Atemzuge vier Silben; die letzte aber dehnte er so lange, bis seiner Lmige der Rest von Lust entwichen war. Wer ihn so sah und lachen hörte, konnte nicht anders; es mußte selber mitlachen. Das hatten wir unzählige Male am eigenen Leibe verspürt. , .... „ , Und doch sollte dem braven Illing gerade sein göttliches Lachen zum Verhängnis werden. Das kam so; Als wär drei, „die letzten vom Regiment", wie uiis der Klassenlehrer der Obersekunda mit Vorliebe genannt hatte, nach schweren Examenswehen in die Unterprima eingerückt waren, erhielten wir zum Ordinarius Professor Langer, einen unleugbar kenntnisreichen Mann, den der liebe Herrgott aber im Zorn zum Pädagogen gemacht hatte. Es gibt schließlich in jeder höheren Schule einen Lehrer, den der Schülermund »um Popanz stempelt. Doch Professor Langer war entschieden der Popanz aller Popanze. Das ganze Gymnasium zitterte, wenn er die Aufsicht hatte; und seine speziellen Schüler, die Unterprimaner, wurden als Märtyrer betrauert. Er hatte es nach dem Schulball im Januar sogar fertig gebracht, einen ihm besonders mißliebigen Schüler mit Arrest zu bestrafen und ihm auf diese Weise die nähere Bekanntschaft mit einer der schwersten Horazischen Oden zu vermitteln, weil er mit seiner Tanzstundendame mehr als dreimal — das war das vom Rektor diktierte Maximum — getanzt hatte! Die Laune Lanzers war unberechenbar. Die Klasse konnte »och so Tüchtiges leisten — man strengte sich schon an, um kein Gewitter herauszubeschwören — er fand eben doch etwas zum Strafen. Das war im vorigen Jahr —> also bei den nunmehrigen Oberprimanern — einmal so weit gekommen, daß der Rektor eine m>n Langer wegen Spazierstocktragens eines Schülers verhängte Strafe wieder ausheben mußte, weil der Schüler glaubhaft nachwies, daß er sich beim Turne» die Zehe verstaucht hatte und ohne Stock nicht zur Schule gehen konnte. Seit jener Zeit war cs ganz aus mit Langer. Er empfand diese Rektifizierung durch den Leiter der Schule als empfindliche Niederlage und Minderung seines Respektes. Seine Schüler machten schwere Zeiten durch: doch die Freundschaft, durch das gemeinsame Leid gekrästigt, ließ sie die Unbill ertragen. Hinter Langer winkte ja die Oberprima unter einem famosen Klassenlehrer. Die Art Lanzers hatte das eine Gute, daß selbst der „Pflock" der Klasse alles daran setzte, um das Ziel zu Ostern zu erreichen. Um Gotteswillen nur heraus aus der Unterprima, nur nicht bei Langer sitzen bleiben! Wir aber saßen drin! Illing war unglücklich. Schon die ersten Wochen des neuen Schuljahres hatten erwiesen, daß Langer und Illing zwei Gegenpole waren, die sich nie und nimmer einander nähern würden. Illing gab sich Mühe, es nutzte alles nichts. Sein Schuldkonto im Klassenbuch wuchs; schon hatte der Primus eine zweite Seite für Illing in Bereitschaft. Denn auf die erste ging vor lauter Verweisen, warnenden Vermerkungen und Arresten schon bald gar nichts mehr drauf. Bloß Karzer hatte es noch nicht gesetzt. Aber Illing litt seit einigen Tagen unter trüben Ahnungen. Dazu kam, daß er zu Ostern nur mit ganz knapper Mühe und Not — allerdings ebenso wie Bär — als „Minus-Primus" gerade noch versetzt worden war. Es war rührend, zu sehen, wie sich Illing anstrengte, Professor Langer sich geneigt zu machen. Wann es eben nicht Illing gewesen wäre, bei Gott, wir hätten ihn als „Streber" in Verruf getan. Aber alle Liebesmüh' war umsonst. Nur eins gab es, was wenigstens auf Viertelstunden die Stimmung Lanzers bessern konnte, wenn man über einen Mg, der wirklich einmal — es kam selten genug vor — dem Gatter seiner Zähne entfloh, laut lachte. Tann huschte über sein von einem schwarzen Heni> guatrs umrahmtes Gesicht so etwas wie ein Lächeln und der Rest der Stunde verlief ungetrübt und glücklich. Verfehlte aber eine Pointe Langers, mit unverkennbar seinem Sinne aus der neudeutschcn Geschichte oder dem Hora; gegriffen, ihre zündende Wirkung auf die Klasse, so schien das Langer als passive Resistenz auszufasscn und geriet in eine maßleLe innere Wut, die noch in derselben Stunde ihre Opfer suchte. Das war im ganzen Gymnasium bekannt, und so kam es, daß gerade aus dem Unterricht bei Langer gar nicht selten die dröhne,idste Heiterkeit scholl, während es seinen Schülern durchaus nicht wie Lachen ums Herze war. Der Mai war herangekommen und mit ihm eine Periode auffällig heißer Tage. Am Dienstag hatte es die ersten Hitzeserieik gegeben, für den Wonnemonat eine ganz ungewöhnliche Erscheinung. Nach einem Gewitter am Mittwoch hatte die Hitze von neuem eingesetzt. Heute, Freitag vormittag, erschien am „Schwarzen Brett" die von allen Klassen mit Jubel begrüßte Ankündigung des Rektors, daß in Anbetracht der abnormen Wärme der Nachmittagsunterricht wiederum ausfallen müsse. Die Unterprima war besonders glücklich; hätte doch der Nachmittag zwei Stunden Horaz bei Professor Langer gebracht, die er auch noch eigenmächtig ohne Pause abzuhalten pflegte. Doch das Geschick hatte es anders beschlossen. In der letzten Vormittagsstunde verfehlte eine Pointe Langers über ein mittelhochdeutsches Gedicht ihre Wirkung so gut wie ganz; man war aus Freude über den schulfreien Nachmittag unachtsam gewesen und hatte vergessen, pflichtschuldigst zu lachen. Das rächte sich bitter. Beim Läuten der Schulglocke erklärte Professor Langer, daß, um endlich im Horaz vorwärts zu kommen, die beiden Nachmiltagsstunden abgehalten würden. Wie die betrübten Lohgerber sahen wir unsere Felle davon- schwimmcn, herzlich betrauert von unseren glücklicheren Kameraden. Nachmittags 3 Uhr fanden wir uns, müde wie die Fliegen, in dem total verwaisten Schulgebäude ein. Und der Unterricht begann — ohne Schulglocke; sogar der Kalfaktor streikte wegen der Hitze. Das Uebersetzen begann der Primus, er hatte fleißig präpariert, und Langers Antlitz wurde freundlicher. Nun mußten nach alter Erfahrung noch zweii an die, Reihe kommen; denn Langer ließ jeden etwa vierzig Minuten übersetze». Wir waren darin übereingekommen, gut auszupassen und jeden Witz Langers mit dröhnenden Lachsalven auszunehmen, um ihn bei guter Laune zu erhalten. Gelegenheit hierzu gab denn auch der zweite von Langer Ausgcrufene, der eine Stelle falsch übersetzte, woran der Ordinarius eine scherzhafte Bemerkung knüpfte. Schallendes Gelächter, aus dem sich die tiefe Stimme Illings heraushob, quittierte dankend. Gegen halb fünf Uhr ries Langer den Dritten auf, Illings Vordermann. Nun war keine Störung mehr zu befürchten. Und unserem Nachbar Illing fiel ein Stein vom Herzen; er hatte schlecht präpariert und war so entsetzlich müde. Heimlich steckte er zur Rechten Bär, zur Linken mir ein Zettelchen zu. Daraus stand: „Ich mache jetzt ein Nickerchen. Nun kommt ja keiner mehr dran. Wenn Mephisto" (das war Langers Spitzname) „aber einen Witz noch macht, so stoßt mich an, daß ich feste mitbrülle. Gute Nacht!" Wir nickten und legten, wie Illing, das Kinn auf die übereinander gelegten Fäuste. Es kostete uns geradezu Uebcrwindung, nicht einzuschlafen; die Hitze war lähmeich. Wie von der Tarantel gestochen, fuhren wir aber in die Höhe, als Langer plötzlich — sieben Minuten vor Füns — Illings Vordermann unterbrach: „Es ist gut! Mag fortsahren . . ." Das Herz stockte uns. Um Gotteswillen, wir wußten nicht einmal die Steile, wo Illings/ Vordermann zu übersetzen ausgehört hatte. Entsetzliche Sekunden einer kurzen Pause. Dann siel das furchtbare Wort vom Katheder: „Illing!" Scharf wie eine ausschlagende Messerklinge klang's. Ich habe hinterher bekannt: Ich weiß, wie ein Herzschlag sein muß! Illing schlief. Ich stieß ihn mit dem Knie und raunte dabei meinem Vordermann zu: „Wo sind wir?" Doch schon wieder das schreckliche: „Illing!" Da gab Bär auf der anderen Seite dem arme» Illing einen Stob in die Rippen. Illings Kopf fuhr in die Höhe und — den Körper weit zurückgebogen, die Augen zur Decke gerichtet, den Mund weit offen, die Hände über dem Bauch gefaltet — dröhnte er sein „Ho—ho—ho—hoooh!" in die Stille des Zimmers . . . Ein Donnergepolter auf dem Pult war das Echo. Mephisto war aufgesprungen, daß der Stuhl umslog, und schmetterte mit knirschenden Zähnen: „Sind Sie verrückt?" Illing sah wenigstens momentan so aus. Versteinert saß er noch immer und blickte mit halb offenem Mund in Mephistos funkelnde Augen . . . Wcfjt Tage später saßen wir nur noch zu zweit auf der letzten Bank. Unser braver Illing — mit zwei Stunden Karzer bedacht — hatte es vorgezogen, die „Klassen-Lotterie" bei Langer nicht weiter zu spielen, wie er sich ausdrückte. Er wiürde ja doch zu Ostern mit seinem Los nicht herauskommen. Inzwischen ist er ein tüchtiger Kaufmann im Exporthandel geworden, der schon fast alle Erdteile bereist hat. Ostern aber verlebt er gewöhnlich in meiner Fanlilie. Da schniaucht er seine Pfeife, daß meine Frau das Reinemachen immer erst auf die Zeit nach dem Feste verschiebt, hebt sein Glas mit dem Waldmeistertrank: „Pereat Mephisto!" und lacht hinterher sein glückliches „Ho—ho—ho—hoooh!" Die Indianer Mexikos. Wenn man bedenkt, daß viele der Männer, die seit der Befreiung Mexikos von der spanischen Herrschaft dessen Geschicke geleitet oder hervorragerch beeinflußt haben, reinblütige oder fast rein- blütige Indianer gewesen sind, wie Benito Juarez, Porfirio Tiaz 264 — „nd jetzt Huerta, so liegt es nahe, sich ein wenig mit diesem wichtigen Bevölkerungselpmcnt der Republik zu beschäftigen, das ohne Zweiscl auch in Zukunft eine maßgebende Rolle in dem Lande spielen wird. Wie iiberall im romanischen Amerika, so hat auch in Mexiko seit der Conquista eine weitgehende Durchmischung der indianischen Urbewohnerschast mit den Weißen stattgefunden, aber gegen 40 Prozent sind doch noch indianisch geblieben. So ist es nicht zur Bildung einer „mexikanischen Nation" gekommen. Die im Bereiche der heutigen Republik wohnenden Indianer sind in Sprache und Kulturbesitz nicht einheitlich. Die Vorstellung ist falsch, daß die vorspanische Bevölkerung nur oder auch nur größtenteils aus Azteken bestanden habe. Gerade diese Azteken waren ein an Zahl recht uirbcdeutender Stamm der Nahua-Sprachgruppe, der ansangs nur ein Stück des Hochtals um die Stadt Mexiko bewohnte, und erst spät. 50 Jahre vor dem Erscheinen des Cortcz, sich seiner kriegerischen lleberlegenheit bewußt wurde, und das große Aztekenreich grllichete, aus das die spanischen Abenteurer im Jahre 1519 stießen. Aber dieses Reich war erst ganz lose gefügt: es um- saßte Dutzende von Stämmen oder kleinen Staaten, die nicht azte- kisch waren, und barg deren auch solche in seinen Grenzen, die ihre Unabhängigkeit überhaupt noch nicht verloren hatten und gleich mit Cortez gemeinsame Sache machten. So siel denn das Reich unter dem Ansturm der Fremdlinge bald in sich zusammen. Die mexikanischen Indianer sind so wenig einheitlich, daß zu ihnen sowohl die Nachkommen des Kulturvolkes der Maya, wie die als Sammler, Fischer und Jäger auf niedrigster Kulturstufe stehenden Seri-Jndianer gehören. Diese Seri, die heute infolge der Aus- rottungskämpfe der mexikanischen Regierung aus die Insel Tiburon im kalifornischen Meerbusen und das gegenüberliegende Küstenstück von Sonora beschränkt sind, errichten kaum ein Obdach und verschlingen ihre Nahrung roh: sie sind die primitivsten Eingeborenen Amerikas. Auf der Kulturleiter nach oben hin würden dann die Otomi folgen, die schon von den Azteken als „Hunde" bezeichnet und aus dem Hochtal von Mexiko in dessen Randgebirge vertrieben wurden. Die Otomi sind immerhin schon seßhaft. Sie haben sich Sprache und Sitten noch recht rein erhalten und leben abgeschlossen für sich, nur gelegentlich die Marktorte der Ebene aufsnchend. Sie gehören zu den Stämmen, die schon vor Ankunft der Nahua auf mexikanischer Erde saßen, sind untersetzt und schwerfällig und färben daS Haar rot. Weiterhin sind mehrere toestmexikanische Stämme zu nennen, die zwar gleichfalls noch nicht zu den altamerikanischen Kulturvölkern zu rechnen sind, aber schon wesentlich höher stehen, als die bisher genannten Stämme. Hierher gehören die Pima, Huit- schol, Kora und Tarahumara. Auch sie sind in ihren abgelegenen Gebirgswohnsitzen von europäischen Einslüssc» nur wenig berührt worden, und es hat namentlich erst das Studium der Kora in der Sierra de Naharit von Tepic uns zum richtigen Verstehen der aztckischen Religion verholsen. Die Tarahumara in der westlichen Sierra Madre der Staaten Sinaloa, Sonora und Shihuahua waren früher Höhlenbewohner und gleichen den „Clissdwellers" von Arizona Und Neumexiko. Zu den Kulturvölkern Altmexikos gehörten u. a. die Mrx- teken und Zapoteken des heutigen Staates Oaxaca (Der Diktator Juarez war ein Zapotekel, die Tarasken in Michiacan, die Azteken des Hochlaiches von Anahuac und die Maya in Chiapas und Vukatan. Häufig werden die zahlreichen Reste ihrer Architektur, die man in diesen Staaten vorsindct, Tempelpyramiden und Paläste, schlechtweg als aztekisch bezeichnet: sie sind das aber nicht, ftnd auch oft älter. Zapotekisch sind die prächtigen Ruinen von Mitla, das erst Ende des 15. Jahrhunderts von den Azteken zerstört worden ist. Biel älter als die Azteken sind die Tarasken und ihre Kultur. Sic hatten eine eigene Bilderschrift. Am' besten sind wir Aber die Staatseinrichtungen und 'die sozialen Verhältnisse bei den Azteken unterrichtet, dank den ersten spanischen Berichten. Sie waren derart, daß die Spanier ihnen kaum etwas voraus hatten. In starkem Gegensatz dazu stand allerdings der mit scheußlichen Menschenopfern verbundene Götterkult, der übrigens in dieser Gestalt auf die Azteken beschränkt war und von den übrigen Völkern Altnrexikos verabscheut wurde. Die Maya endlich zeigten neben manchen Eigentümlichkeiten auch viele Berührungspunkte mit den Azteken, so in der Schrist (Bilderschrift) und im Kalender. Selbständig waren jene in ihrem reich und zweckmäßig ausgebildeten Zahlensystem, das aut der Zwanzig beruhte und den Stellenwert der Zahl kannte. Ihre schönsten Bauwerke, iu denen nicht selten aztekischer Einschlag zu erkennen ist, die aber schon zur Zeit der spanischen Eroberung verlassen waren >md in Ruinen lagen, finden sich in Vukatan. Die spanische Kolonisation hat in Amerika und also auch in Mexiko einen dauernden kulturellen Niedergang zur Folge gehabt. Wahrscheinlich ist von den uns erhalten gebliebenen alt- mexikanischen Bau- und Kunstwerken nicht eines nach der Eroberung entstanden. Erlosch aber auch die indianische Kultur mit einem Schlage für immer, so haben die Spanier den indianischen Charakter selbst nicht ümwandcln können, und als ihre Herrschaft zu Ende war, da vermochte jede indianische so gut >vie jede kreolische Intelligenz sich Geltung zu vcrschassen, da es keine Schranke mehr gab. Vor allem in den ewigen inneren Kämpfen. Die Truppen d«r Rebellensühr« und Präsidentfchaftsbewerbei bestanden natürlich größtenteils aus Indianern, und jed« Haft» den Marschallsstab im Tornister. Daraus erklärt es sich, daß tag neuen Mexiko die führenden Geister selten Weiße gewesen sind« . vermisste». * Biene» und Hummel». Ei» Gartenfreund erzählt im »Pro« nietheus" (Leipzig. Otto Spanier): Als Naturfreund betreue lch meine Pflanzen selbst, beobachte mit de» scharfen Augen des Chemikers und sehe öfters de» Biene» und Humnreln bei ihrer einsigen Arbeit u, und siehe da, die Humnreln beflogen Krcsseblüten von vorn, onnte» aber mit dem kurzen Säugrüssel nicht bis zu den im Sporn g elegene» Nektarieu kommen: kurz entschlossen kehrten sie um und ohrten einfach von außen den Rüssel in den Sporn. Die Bienen saugten aber von vorn, da sie schwächer sind und so tief genug in die Blüte eindringen können, um mit dem Säugrüssel bis zu den Nektarieu zu gelangen. Einmal ausnrerksain, beobachtete ich rveiter und fand beim Löioennraul gerade das Umgekehrte. Die kräftige Hummel zwängte sich einiach ins Löweninaul hinein, die schwächer« Biene dagegen schob »ach einigen vergeblichen Versuchen, von vorir heremzukommen, von außen ihren Rüssel kiiapp über den Kelchblättern durch die zarte Blütenivandung Ich beobachtete seitdem dieses „ingeniöse' Verfahren und stets wiederholt es sich; sonach scheinen beide Insekten allgeinei» sich dieser GeivinnuiigSart des Nektars z» bedienen, nnd es würde mich freuen, zu erfahren, ob aiidere die gleichen Beobachtliiigeii auch schon gemacht habe». * Mißverständnis. „Sie köimten nur ivohl auch endlich das Buch zurückgcbcn, das ich Ihnen vor einem halben Jahre geliehen habe." „Was geliehen? Stuf der ersten Seite stand doch ausdrücklich: Lesen und behalten." * Die Aerzte. Arzt: „Also für Ihren Rheumatismus viel Gemüse und wenig Fleisch." Patient: „Uird sür meine Blutarmut?" „Wenig Gemüse und viel Fleisch." vüchertisch. — „P h ö b u s", eine neue Monatsschrift sür Aestetik und Kritik des Theaters, herausgcgebcn von Heinz Eckenroth, ist soeben in München erschienen. Das erste Heft enthält einen einleitenden Aufsatz über „Theater und Literatur" von Privatdozent Dr. Artur Kutscher, eine eingehende Besprechung der Komödie Gorslebens: „Der Rastaquär", einen größeren Beitrag von llniv.-Prof. Dr. .Hugo Dinger, einen längeren Aufsatz über: „Die künstlerische Durchbildung des Buhnenraumes" (mit 8 Illustrationen! von Dr. Wolsgang Martini, eine eingehende Besprechung von Ehrensteins. „Tubutsch" und „Selbstmord eines Katers" von Richard Sander, ferner Dr. Georg Hecht: „Das Problem und die Krise in denj Münchener Kammersvielen", .Heinz Eckenroth: „Der Münchener Theaterwinter", W. Schendell: „Berliner Briefe, Dr. Max Pirker: „Das Rollenfach im Deutschen Theaterbetrieb des 18. Jahrhunderts", Dr. Hans Harbeck: „Das Jahr der Bühne", Karl Schmidt: „Tagores Sangesopfcr", Gedichte von Alfred Vagts, Hans Harbeck, Friede. W. Wagner. — „Die Kinder der Frau von W u t hen o w" „Aschenbrödel." Margarete Gräfin von Bünau. Mil ihren beiden reizeirden Novellen „Die Kinder der Frau von Wuthe- now" und „Aschenbrödel", (soeben in Kürschners Bücherschatz Nr. 947 Hermann Hillger Verlag, Berlin und Leipzig erschienen: die sich durch eine hervorragende heitere Unterhaltnngs- kunst auszeichnen, gibt die Verfasserin den Lesern eine Lektüre, über der diese sicher das Grau des Alltags vergessen werden. Der Band sollt unter das 5000 Mark-Preisausschreiben von „Kürschners Büchcrschatz", an dem sich jeder Leser durch eigene Kritik als Preisrichter und Gewinner beteiligen kann. togogriph. Muß nage» und zehrcii Mit heißem Begehren, Was nul t zu versckiliugen: ich muß es zerstören. Doch Antaug und Ende. Me»u beides nun schwände: Ein harmloses Tierchen als Rell sich nur fände. Auslösung in nächster Nummer. Auslösung des Krcuzrätsels in voriger Nummer: P K 9 o i c t 1 h Petr o lenm Kilo m c t e r Schl e Bien e t i »ec ui r a Redaktion: ik. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen lliüversitälS-Buch- und Steiudruckerei. R. Lang«, Gießen«