Lkkizirrstöchter. Roman von Paul Grab ein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) 'Gerda trat an das Fenster und blickte auf die Straße hinaus Ein trüber, grauer Wintertag Und sie sank fröstelnd in sich zusammen. Nach ein paar Augenblicken kam Astrid wieder und nickte: „Ja, in etwa einer halben Stunde — neun Uhr fünfzehn. Aber auch Klaus, er ist ja ganz niedergeschlagen, bittet dich herzlichst — " Doch Gerda richtete sich auf aus ihrer inüden Haltung. „So muß ich also fort zur Bahn." „Aber du kannst doch unmöglich so — du hast gewiß noch nicht einmal Kaffee getrunken — warte wenigstens den Mittagszug ab und ruh dich erst noch ein bißchen bei uns aus." „Nein, nein — laß mich. Ich Hab' doch keine Ruhe mehr hier. Heini will ich — zu unserem Vater. Also, leb wohl, Astrid," sic küßte die Schwester, „und grüß' auch Klaus herzlich. Innigen Dank für eure Teilnahme." Gerda ging zur Tür. Astrid warf ihr rasch noch ihre eigene Pclzstola um die Schultern. „Die Stola nimm wenigstens noch mit. So in deinem dünnen Kostüm, bei der Kälte. Ach Gott, was tust du mir leid, du armes, armes Tierlc!" Und der Gutherzigen standen die Tränen in den Augen, »pie sie jetzt die Schwester so scheiden sah, nur mit dem, was sie aus dem Leibe hatte. Sic kehrte daun zu ihrem Manne, der inzwischen auch aufgestanden war, ins Schlafzimmer zurück. Fragend sah er sie an: „Ist sie also doch weg?" Astrid nickte nur, ein unterdrücktes Schluchzen in der Kehle. Dann warf sie sich Klaus plötzlich an' die Brust und umschlang ihn fest. Er verstand und streichelte ihr herzlich das blonde Köpfchen J5ei ohne Sorge, Kleine." Da hob sic das noch tränenfeuchte Gesicht zu ihm auf, nun scheu wieder mit einem sonnigen Strahlen: „Ach. ivas kann ich doch glücklich sein!" Und sie legte ihrem Manne die Arme um den Hals. ? :ilend und doch viel zu langsam für Gerda führte der ie der Hciinat entgegen. Unbeweglich saß sie in ihrer Kupeecke, wie sie eingestiegen war. Verwundert trafen die Blicke der Mitreisenden die schöne, aber so blasse, junge Frau, t>i- »;,.f verschleiert, mit geschlossenen Augen an dem Polster ohne sich zu rühren. Sie mußte wohl Schweres durchs gemacht haben. Und die Kupeeinsassen — es waren nur Herren, die offenbar in Geschäften reisten — bemühten sich mit kleinen Aufmerksamkeiten um ihre schöne Mitreisende. Aber wie gut gemeint das auch ivar, Gerda atmete doch auf, als das Kupee in Hamburg gaitz leer wurde und sie nun allein weiterfubr. Durchs holsteinische Land führte sie jetzt die Fahrt. In die Heimat. Ja, als Heimat erschien ihr, wie sie jetzt so hindurchfuhr, dies Land, in dem sie doch nicht geboren war. Aber eine lange Reihe sorgenloser Jahre waren ihr hier vergönnt gewesen, in sicherer Hut des Elternhauses. Ihre Jugend, di» Madchenzeit mit ihrem Sehnen und ihrem Hoffen, hatte si« hier durchlebt. Das verknüpfte sie mit diesem Lande, daß es ihr lieb und vertraut erschien, als sie sich ihm nun wieder nahte nach so langer Frist. Gerdas Blick flog über die weitgestreckten Felder und Kämpe hin, umhegt von Knick und Busch. Im weißen Schneetuch lag heute das alles da. Als sie dies Land zum letztenmal geschaut, stand die warme Sommersonne darüber. Grün lachte Feld und Wald. Ueber den goldenen Breiten schwebte mit leisem Jubilieren die Lerche, und auch in ihrem eigenen Herzen sang es vopj jungem Glück. Wie anders war das alles heute. Schwer drückte der graue Winterhimmel auf das stille, verschneite Land. Kahl standen die Bäume da und streckten wie wehklagend die dürren Aeste empor. Und drüben vom Gehölz strich mit schwerem Flügelschlag krächzend ein Schwarm hungriger Krähen ab. So einsam, traurig, trostlos dies alles da draußen, als wäre es ein Widerschein ihres Inneren. Und schwer flatterten auch ihre Gedanken dahin. Wie konnte sich so schnell Glück in trübstes Dunkel wandeln? Wie konnte das geschehen, was ihr angetan war? Und sie bemühte sich in dieser grauen Stund«, zum ersten Male klar zu sehen über sich und ihr innerstes Verhältnis zu Heinz. Was sie im Laufe ihrer Ehe nur als vereinzelte Eindrücke erfahren hatte, als dunkle, unbestimmte Empfindungen, das reihte sie sich jetzt aneinander und gewann so> den Blick über seinen Zusammenhang. Da mußte sie erkennen: ein großes schliinmeS Irren war alles gewesen — ein doppeltes Irren. Sie hatte einst zwei Naturen in sich gespürt und gewähnt, jenes Sehnen nach der Welt da draußen mit all ihrem Locken, das wäre die Grundfeste ihres Wesens. Aus diesem ersten Irren war das zweite erwachsen — die Neigung für Heinz, die sie für Liebe gehalten. Aber nun hatte sie erkennen müssen: das Tiefste, was ein Frauenherz zu geben vermag, das hatte ihr Mann nie in ihr zu erwecken verstanden. Er hatte sie nur äußerlich gefesselt. Seine bestechende Manneserscheinung und der Nimbus des Künstlers hatten sie geblendet, und der Gedanke, daß er ihr die Tür öffnen 250 — Würde — hinaus aus der Enge, hinein in das lockende Leben, in das Glück. Das war das verhängnisvolle Irren ihrer Jugend ge- f oesen, die sich selber noch nicht kannte. Erst das Leid hatte je gelehrt, klar in sich hineinznblicken. Und nun wußte sie: nein, jene Welt des äußeren Gemeßens, das war doch nicht ihre Sphäre. DnS andere ivar das Stärkere in ihr — das Innerliche, das fest wurzeln ivolltc in eingeborenen Anschauungen von Tüchtigkeit, Ehre und Treue, gegen sich wie gegen die, zu denen man gehörte. Das erkannte nun Gerda Keßler in jener stillen, einsamen Stunde, da sie sich der Heimat wieder nahte, als ein Flüchtling, eine Schutzsuchende. Schwer hatte die Hand des Schicksals auf ihr gelegen. Aber war sie nicht noch ju>rg> n-och biegsam genug, sich! wieder aufzurichten? Wenn sie nur erst ganz befreit sein würde, von dem, was sie niederzog. Ja, frei! Und wieder kam ein Sehnen über Gerda. Doch nicht mehr wie in jenen Mädchcnjahren voll unklaren Dranges und heißen Ueberschwanges. Nein, das klare, große Wünschen der Frau, die das Leid aufgeweckt hat von allein» Träumen. Ein stilles, heißes Sehnen. War es aber etiva zu spät zur Erfüllung? Nein — doch noch nicht! Ein Hoffen sprach es in ihr, leise aber freudig. Eine Gewißheit. Und in ihrem Blick, der nun wieder hinausglitt in das weite, zugeschneite Land, leuchtete es auf: dort unter der Winterhülle lag schlummernd die Saat. Der neue Frühling würde kommen, sie zum Leben zu erwecken — wenn ihre Zeit da war. Und es war, als sandte ihr Blick einen stillen Gruß hinaus in die weite Ferne. * Heinz Keßler hatte in der Nacht lange wach gelegen. Erst gegen morgen hatte er Schlaf gefunden. Doch nur dumpf und schwer. Als er nun erwachte —< es war spät geworden — und in seiner Gewohnheit sich umschaute nach Gerda, stutzte er im ersten Moment, als er ihr Lager unberührt sah. Dann zogen sich seine Brauen zusammen — richtig, ja! Und alles stand ihm mit einem Schlage wieder vor der Seele. Auch der finstere Trotz war da wieder, mit dem er gestern abend von ihr gegangen war. Aber dann, beim Aw- kleiden, kehrten seine Gedanken doch wieder zu ihr zurück. Ob sie wohl noch immer drüben war, in ihrem Zimmer, und noch immer eingeschlossen? Und anderes ging ihm nun durch den Kopf: ihre Leute! Was sollten diese davon denken? Aerger und Verlegenheit stritten in ihm. Was ihnen zur Erklärung sagen? Es blieb schließlich wohl nur das eine, so dumm es klang: es war Gerda nicht ganz wohl gewesen. Darum war sie die Nacht lieber außer dem Bett geblieben. Uber natürlich mußte diese lächerliche Situation dann nun ein Ende haben. Nur erst noch den Anzug beenden, daniu wollte er hinüber zu Gerda und mit ihr einmal ernsthaft reden. So ging die Geschichte einfach nicht weiter. Und er klingelte nach dem Diener, dessen Handreichungen er brauchte. Jean versah seine Obliegenheiten mit dem gewohnten Schweigen, das er ihm anerzogen hatte. Heute hätte es Heinz Keßler freilich lieber gesehen, er wäre etwas mitteilsamer ge-, tvesen. Kam es ihm nur so vor —i in seinem Argwohn — ; ober spielte es um Jeans Lippen wirklich wie ein kleiner, leiser Zug von mokanter Ucberlegcnheit? Da brach denn der Herr das Schweigen. „Der gnädigen Frau war heute nacht gar nicht gut. Sie wissen ja, es sing gestern abend schon an. Sie ist darum auch drüben geblieben, in ihrem Zimmer. Sagen Sie — " und Keßler bückte sich über sein Toilettennecessaire — „ist meine Frau noch dort — ■ oder schon im Eßzimmer?" „Die gnädige Frau ist überhaupt nicht mehr im Hause." „Wie denn?" Keßler suchte im Spiegel der Waschtoilettc das Gesicht Jeans, der gerade hinter ihm stand. „Nicht mehr km Hause — also sortgegangen?" „Jawohl — schon in aller Frühe. Wie mir die Jungfer vorhin sagte, kurz nach acht." Ein ganz leises, ironisches Betonen unterstrich diese ungewöhnliche Zeit. Heinz Keßler sank die Hand mit dem Polierkissen nieder, doch im nächsten Moment sagte er, schon wieder beherrscht: . -st die gnädige Frau also offenbar etwas an die frische Luft gegangen." „Vermutlich wohl," gab Jean zurück, aber wieder mit lenem eigenen Ton. , Heinz Keßler überhörte es, ganz mit seinen Gedanlest! beschäftigt. Gerda fort —• was hatte das zu bedeuten? (£ti spürte plötzlich einen unangenehmen, dumpfen Druck in de« Brust. Nun war er endlich fertig. Sein erster Gang war hinüber in das Zimnier seiner Frau und zum Schreibtisch am Fenster. Ob sie vielleicht etwas für ihn hinterlassen hätte. Aber nichts. Da sah er sich langsam i» ihrem Gemach uni, als könnte er sonstwie aus irgendwelchen Anzeichen daraus schließen, wohin dieser frühe Gang sie geführt haben möchte. Doch das Zimmer zeigte ganz sein gewohntes Aussehen. Bloß aus der kleinen Chaiselogue war die Decke aus Antiv lopensell etwas verschoben und die seidenen Kißchen zerdrückt. Nachdenklich blieb er-da vor dem Ruhebett stehen. Hier hatte sie wohl die Nacht über gelegen und vergeblich Schlaf gesucht. Langsam griff da seine Hand nach den Kissen und strich sie glatt. Dabei stieg etwas weich in ihm auf. Die ersten Zeiten ihrer jungen Ehe fielen ihm ein, wo er hier vor ihr gekniet in zärtlichem Getändel. Und plötzlich preßte seine Hand das zierliche Seidenkissen, das sie gerade hielt, krampfhaft zusammen. Ein dunkles Angstgefiihl packte ihn» wenn sie vielleicht in einem Anfall von Verzweiflung —i! Aber dann rief er sich selber wieder zur „Unsinn!" Und er warf das Kissen auf die Chaiselongue zurück. Gewiß war sie wirklich nur eine Stunde an die Lust gegangen, um sich anfzufrische» nach, der schlaflosen Nacht. Und er zog mechanisch feine Uhr. Ülber da erschrak er doch wieder — gleich elf, und Jean hatte da eben etwas von acht gesprochen! So lange konnte sie doch unmöglich in der kalte» Winterluft draußen herumlauscn. Und die Sorge um sie kehrte ihm wieder; noch verstärkt jetzt. Unruhig schritt er in den Räumen ans und nieder. Grübelnd, fürchtend und doch wieder hoffend. Sein Ohr lauschte hinaus. Ging da nicht gerade die Flurglocke? Vielleicht kam sie nun zurück! Aber es war immer nur eine Täuschung. Bloß Jea» kam einmal, um an das Frühstück zu erinnern. Keßler dankte kurz und nahm seine Wanderung auf! nur noch ruheloser. Was sollte er denn nur tun? Da schrak er abermals zusammen — die Klingel draußen! Und diesmal konnte es keine Täuschung sein. Er Ivolltc selber össnen gehen, besann sich dann aber, trab nur nahe an die Tür und horchte: wirklich eine Frauenstimme draußen, die mit Jean sprach. Gott sei Tank, sie war also wieder da! / Er atmete tief auf und trat jetzt von der Tür zurück; bemüht, wieder ganz ruhig zu erscheinen. Nu» ging die Tür auf, aber nicht Gerda, sondern ihre Schwester stand auf der Schwelle. „Wie — du, Astrid?" „Ja — ich." Etwas bedrückt kam die Schwägerin herein und nestelte sich am Schleier. Sie wußte noch nicht rechts wie sie fich zu ihm stellen sollte, nach allem, was vorgefallen war. Aber dann gab sie ihm doch die Hand. „Guten Tag —" fie vermied nur die trauliche Anrede bei seinem Vornamen — „ich glaubte ja nicht — Gerda nieinte, um diese Zeit würdest du sicher nicht mehr im Hause sein. Entschuldigg also, wenn ich störe." „So hast du also Gerda schon gesprochen heute?" „Ja — sie war bei uns, heut morgen." Und wieder schwieg sie, verlegen. Heinz Keßler aber entnahm aus ihren Worten nun endlich die Gewißheit: seine Befürchtungen waren grundlösl gewesen. Und an ihrer Stelle regte sich alsbald der Aerger^ daß er sich so törichterweise Sorgen gemacht hatte. Aerger über dieses dumme Weglanfen Gerdas, so bei halber Nacht noch! Es klang deutlich aus seiner Stimme, als er nun fragte: „Wo steckt denn Gerda jetzt eigentlich? Immernoch bei Euch im Hotel?" > > „Min —" Astrid sah ihn ganz erstaunt an; dann aber; iönrde ihr Blick unsicher — „weißt du denn nicht — ?'■ „Bitte, was?" „Daß sie adgereist ist — nach Haus," „Nach Haus?" „Nun ja, nach Ellerstedt." Heintz Keßler führ unwillkürlich zurück. Darauf war er nicht gefaßt geivesen — zurück zu ihrem Baker! (Fortsetzung folgt.) m Alt-Sietzen. Von Oberbibliothckar Dr. Karl Ebel. (Schluß.) Etwa an der Ecke des alten Schulgäßchens, heute „Auf der Vach" genannt, schloß sich die älteste Stadtmauer an die Burganlage an. Vor der nördlichen Häuserreihe des Kirchenplatzcs lief sie neben dem Stadtgraben, dessen Reste sich hinter diesen Häusern finden, nach dem Lindenplatz, an dessen Ecke, am „Einhorn", das „Wallthor" lag, und weiter in der Richtung nach dem Brand. Was wir nun weiter von dem Lauf der Befestigung durch sichtbare Spuren feststellen können, stammt zweifellos von einer ersten Erweiterung, denn die Landgrafenburg am Brand, ein Bau des 14. Jahrhunderts, ist hier schon miteinbezogen. Zur Festlegung des Weges, den die ältesten Werke, d. h. Mauer Und Graben, genommen habe», hilft uns vielleicht ein Blick aus den «Ltadtplan vom Jahre 1759, der nach dem des Majors Laurcns v. I. 1792 ergänzt, dem 4. Jahresbericht des Obcrhessischen Geschichtsvereins (1885) bcigegcbcn ist. Dort sehen wir, daß vom Lindenplatz nach der Schloßgasse, von da nach der Kaplaueigasse und von dort nach der jetzigen Schulstraße kleine Gäßchen liefen, deren Reste noch sichtbar sind (z. B. in der Schloßgassc hinter dem Lindschen Haus). Ihre Fortsetzung fanden diese Gäßchen in der heutigen Wagengasse und in der anschließenden Wcttergasse. Die beiden zuletzt geirannten Gassen bilden einen Bogen, der in die Sandgassc hinein führt und zwar unmittelbar ans den Winkel, den dort der Stadtbach am großen Stadtbrauhaus bildet. Es scheint mir keinem Zweifel zu unterliegen, daß die älteste Stadtbesesligung den eben beschriebenen Weg genommen hat uich dann mit dem Stadtbach nach der Burg zurück gezogen ist, die sie in der Nähe des „Cass Ebel" wieder erreichte. Die Dieterichsche (1613) und Winkelniannsche (1697) Nachricht, daß das Städtchen anfänglich rund gewesen sei, wird hierdurch genau bestätigt, während die Gestalt der jüngere», gleich zu beschreibenden, Umfassung derjenigen einer Birne glich. Der Graben, von dem soeben die Rede war, wurde vermutlich schon in alter Zeit aus der Lahn, vielleicht auch aus de» Wieseck gespeist, wie aus dem, was später über den Laus dieses Flüßchens zu sagen ist, möglich erscheint. Denn ausfällig bleibt die Führung des Stadtbachs vom sog. Eingcrinn bis zur Ecke des Stadtbrauhauses in der Sandgasse und seine Teilung an dieser Stelle. Man hätte, wenn nicht alte Bachläuse benutzt wurden, ein großes Stück sparen können. Wie wir jetzt den Laus vor Augen haben, sandte der Stadtbach seinen einen Arm nach Norden zur Burg, der andere verfolgte die Richtung nach dem Tiefenweg. Er war notwendig getvorden für die erste Stadtertveiterung, die Landgraf Otto im Jahre 1325 vornahm. Otto verlieh allen in der Neustadt und vor den Toren Angesiedellen die Rechte der innerhalb der Burgmauer wohnenden Bürger. Mit anderen Worten: die Außenbewohner wurden in den Bereich der geschützten Stadt einbezogen, Stadtmauer und -graben entsprechend erweitert. Die Vesestigungeu bekamen jetzt die noch heute feststellbare Richtung. Hinter der Burg bis zum Lindenplatz blieben sie unverändert. Am Brand war vielleicht gleichzeitig oder doch nur wenig später eine Neue hessische Burg entstanden, das sog. alte Schloß (!m Gegensatz zum neuen Schloß Philipps), auf dessen Grundmauern jetzt das historische Museum steht. Um diese» Bau wurden die neue Stadtmauer und der Grabe» herumgeführt, trafen auf die Schulstraßc und liefen parallel ihrem alten Weg bis zur Mäusburg. Dort stand an der Rittergasse das Selterstor. Von da wandten sie sich rn südlicher Richtung tveiter zwischen Ritter- und Kaplansgasse hindurch bis zum Tiefcntveg, an dessen Biegung sie sich mit dem Von der Sandgasse kommenden Befestigungsarm vereinigten. In der Nähe der Mündung des Tiefenwegs in die Neustadt schloß die ehemalige, in den 30cr Jahren des vorigen Jahrhunderts abgebrochene Stadtvlorte das von Otto dort einbezogcne Gebiet gegen außen ab. Die damalige, schon 1307 erwähnte „Neustadt" ist mithin die heutige Marltstraße. Bis zur Zeit Philipps des Großmütigen behielt die Befestigung diesen immer noch geringen Umfang. Aber vor den Toren und Mauern siedelte sich die fortwährend wachsende Bevölkerung an. Das älteste erbaltene Zinsregister vom Jahre 1495 teilt die Stadt in vier Quartiere: 1. In der Stadt Ringmauer: 2. Vor der Walpforte: 3. Vor der Selterspforte; 4. Vor der Neuen Stadt. Bis dahin hotte auch die Wicseck einen anderen Lauf. Rambach fand noch Merkmale, nach denen sie, wie er annahm, etwa in her Gegend des Botanischen Gartens die Stadt erreichte, dann durch die Neuen Bäue und Sonne über das Kreuz und längs der Kavlansgasse nach der Mühlgasse floß, wo sie eine Mühle trieb (um 1710 fand man dort ein altes Wasserbett und einen Wellbaum). Es kann sein, daß Rambach hier den Zug des jüngeren Besestigungsgrabens für den der Wieseck hielt, es kann aber auch sein, daß die Wieseck streckenweise als Stadtgraben benutzt worden ist. Jedenfalls darf man ihre» Laus durch die Mühlgasse als sicher anuelnnen, da dieser Name ebenso wie der der Sandgasse auf einen allen Wasserlauf hindeutet. Philipp der Großmütige umschloß seit dem Jahre 1530 die Stadt mit der ersten Anlage der Festungswerke, die nach seiner Gefangennahme (1547) durch den kaiserlichen Kommissar Grafen Reinhard von Solms geschleift, in den Jahren 1560 bis 1565 aber von Philipp verstärkt und erweitert Ivieder anfgebaut wurden. Von dem Umfang der ersten Anlage weiß man nichts mehr. Vermutlich ist er durch den Neubau nicht verändert worden. Er war von vornherein so bemessen, daß die Stadt auf absehbare Zeit Raum zur weiteren Ausdehnung hatte. Tie jetzt vorhandenes Torhäuschen, die nach der Schleifung der Festung angelegt tvorden sind, bezeichnen nicht genau die Lage der vier alten Tore. Sie irmrden beträchtlich hinausgerückt. Das Walltor lag wenig nördlich von der Mündung der Braugasse, seine Schanze nach links in der Richtung auf Dcnuinghoffs Brauerei. Das Neuweger Tor erstreckte sich mit seinen Besestigungen von der Ecke der Johannesstraße nach der Süd-Anlage, wo das Theater mit seinem vorderen Teil auf der Torbastion steht. Das Selterstor begann in der Nähe der Wolkengasse, und das Neustädter Tor zwischen Ausgang der Neustadt und dem Durchlaß des Bahndammes. Jedes Tor, mit Ausnahme des Walltors, war durch einen Turm geschützt. Vor ihm, durch eine Zugbrücke verbunden, lag eine Bastion, von der wiederum eine Zugbrücke über den äußersten Wallgraben führte. Beide Brücken lagen einander im Winkel zugekehrt. Zwischen den Toren liefen, durch sieben weitere Bastionen, Redouten und Schanzen verstärkt, Wallgraben, Wall und die sog. Streichmauer. Der Wall bestand aus gemauertem, mit Kasematten versehenem Unterteil, auf dem sich der mit grünem Rasen bedeckte Erdwall auftürmte. An seinem unteren Teil, am Graben her, befand sich ein gedeckter Gang, die Schrir oder Schoor, deren Namen später auf das zum Svazierweg umgewandelte Glacis übergegangen, heute aber leider verschwunden ist. Ein letzter Rest des Wallgrabens liegt noch zwischen dem Botanischen Garten und der Ost-Änlage, rechts und links der Senckenbergstraße. Der steile Hügel, der sich an dieser Straße im Botanischen Garten erhebt, ist ein Ueber- bleibsel der Zeughausbastion. Die kleine Anhöhe, auf der der vordere Teil des Theaters steht, ist die ehemalige Neuweger Bastion. In dem Möhlschen Garten und seiner Umgebung an der West- Anlage erinnert ein Stück Wall an die Ausgerinn-Redoutd. Das Alice-Schulhaus an der Kirchstraße stand ehemals auf dem jetzt abgetragenen sog. „Berg", der der letzte Rest der GießhauS- Bastion war. Das ist alles, was aus unserer „Festuugsttd" geblieben ist, abgesehen von den zahlreichen Grundmauern, di« noch im Boden stecken und gelegentlich bei Ausschachtungen zu Tag kommen. In den Jahren 1805—1810 fielen die Werke, die Stadt konnte sich ausdchnen. Die damals auf dem Glacis angepslanzte und „Schur" genannte Lindenallee ist bis aut einen Rest, eben an dem ' lebten Stück d.s Grabens an der Ost-Anlage, auch wieder ver- schwunden. An ihrer Stelle umziehen Anlagen die Innenstadt. Bor den Toren entstanden neue, teiltveise hübsche Straßen, die Mar- burgcr, Garten- und Frankfurter Straße. Eine vernünftige und für das Stadtbild alles versprechende Ausdehnung nach dem Flusse hin verhinderte der Körper der Main-Weser-Bahn. Der Schaden, den die kurzsichtigen und z. T. auch eigennützigen Besür- Wörter dieser Bahnliniensührung dem künstlerischen Ausbau und damit dem Aufblühen unserer Stadt zugefügt haben, ist niemals wieder ganz gut zu machen. Wie ich am Eingang dieser Ausführungen sagte, ist das, was uns am besten erhalten geblieben ist, der Zug unserer Straßen. Der Wert für die historische Topographie der Stadt ergibt sich aus meinen Darlegungen, den künstlerischen veranschaulichen geschickt« Ausnahmen aus älterer und neuerer Zeit. Großes Verdienst haben sich in dieser Beziehung das städtische Tiefbauamt (durch Bau- technikcr Hermann Köhler), die VerlaAsfirma Emil Roth (durch ihre 1893 erschienene photographische Sammlung Alt-Gießen) und nicht zuletzt der Denkmalpfleger für Oberhessen, Geh. Baurat Prof. Walbe in Darmstadt, erworben. Aeltere Ansichten sammeln das Oberhessische Museum und das städtische Archiv. Dort sind auch Bilder alter Bauten zu finden, die im Verein mit dem. was wit heute noch an solchen besitzen, zeigen, wie schmuck unser Gieße» noch heute aussehen könnte. Vieles ist weggerissen und hat Neubauten weichen müssen, aber der künstlerische Blick der Architekten Hans Meyer und Johannes Sickert sjetzt in Leipzig) und des Photogravben Ludwig Uhl Hot uns in jüngerer Zeit doch manches wenigstens im Bilde gerettet. Leider ist es nicht möglich, ohne Beifügung von Abbildungen an dieser Stelle eine Beschreibung dieser alten Häuser, Bauten und Straßenzüge zu geben. Ich empfehle jedem, der sich für sie interessiert, sich auf die Wanderung zu begeben und unterwegs die Augen hübsch weit aufznmachen. Er wird ans der Mäusburg, dem Markt, dem Kirchenplatz, in der Sandgasse, der Kirchstraße, Zozelsgasse, Sonne, in der Neuen Bäue usw. genug des Schönen und Merkwürdigen sindeir, aus dem er sich ein Bild früherer Zeiten wiederherstellen kann Vielleicht findet er auch Gelegenheit, einen oder den anderen Mitbürger zu bitten, wenn er wieder einmal unter dem alten Bewurf seines Hauses eine schöne Balkenkonstruktion entdeckt, sie nicht aus Furcht vor dem Denkmalsschutzgesetz wieder schleunigst zu verstecken, sondern sie zu Nutz und Frommen unserer lieben Baterstad« rm alten Glanze neu erstehen zu lassen. Vas 5reimaurer!um, ein Faktor deutscher Kultur. Wenn von Freimaurerei die Rede ist, so finden wir heut« noch Mitmenschen, die bei diesem Wort ein leises Gruseln über- 252 läuft uitb allerlei Spukgeschichten, die in der Kinderstube von alten Wärterinnen einst erzählt wurden, werden in der Erinnerung lebendig. Um den immer noch sich forterbenden irrigen Vorstellungen Über die Freimaurerei zu begegnen, erscheint jetzt die Monatsschrift: „Das Wort", Bausteine für Freimaurerei und allseitige Erkenntnis, öffentlich »nd kann von jedermann durch Buchhandel oder Post abonniert werden. (Verlag von E. R. Herzog in Meerane. Preis im Halbjahr 1,50 Mk.l Daß die Freimaurerei ein wesentlicher Kultursaktor für unser Volksleben gewesen ist, soll hier nachgewiesen werden. Die Freimaurerei mußte bei ihrer Einbürgerung in Deutschland als ein Geheimbund Fuß zu fassen suchen, denn zu jenen Zeiten be- herrschte das Volk einerseits der Wille des Landesherrn mit despotischer Gewalt, und daneben die Jesuiten und andere Mönchsorden. Diese wie jene glaubten, Treue für Thron und Vaterland, Glaube, Gottessurcht und Sitte sei nur bet einem wenig aufgeklärten Volke zu erhalten. Gegen diese Voraussetzung kämpfte von Ansang an die Freimaurerei. Sie stellte sich auf den heute nicht mehr bezweifelten Satz, daß wahrhaft gebildete Menschen auch wahrhaft gute Menschen sind. Die Ausbreitung human-wissenschastlicher Erkenntnis war darum nur im Gebeimbunde möglich uitd ans diesem Gebeimbund- wesen haben sich Ritual und Synibol bis in das Manrertnnr Unserer Tage herüber erhalten. Das überbrachte Symbol gab -Anlaß zu mancherlei Volksmythos, der sich, nicht selten zum Nachteil, um die Freimaurerei wob. Um den bedeutenden Einfluß des Fresinaurertums zu kennzeichnen, ist es wohl am kürzesten, tneun wir auf die Angehörigen der Logen in verschiedenen Zeitepochen Hinweisen. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts finden wir als Angehörige des Bundes Kant, Goethe, Schiller, Lessing, Wieland, Knigge, Herzog Karl August von Weimar, Kursürst B Joseph III. von Bayern u. a. Bei Anbruch des 19. Jahr- ertn finden wir unter den Gegnern napoleonischen Despotis- Mis die Freimaurer Joh. Gottl. Fichte, Freih. von Stein und viele k«r Kämpfer für Deutschlands Erhebung. Im neuerstandenen Deutschen Reiche endlich sehen wir unter den Freimaurern verschiedene Träger von Kronen, bedeutende Parlamentarier und viele durch Wahlen oder Verwaltung zu Führern des Volkes berufene Männer. Man hat daraus den Vorwurf hergeleitet, daS Freimanrer- tum benutze seinen Einfluß zur Erreichung von Sondervorteilen für seine Mitglieder: man verwechselt damit aber die Wirkung nrit der Ursache. Nicht weil sie Freimaurer sind, wurden diese Männer erwählt, sondern weil sie durch die Erziehungsarbeit in dem Orden, durch Streben nach vertiefter Erkenntnis sich zu Persönlichkeiten entwickelt haben, die des Vertrauens des Volkes würdig sind. Was die Freimaurerei in verflossenen Zeiten für deutsches Geistesleben geleistet, will sie auch ferner erfüllen. Zur Ban- arbeit am Charakter weitere Kreise anzuregen, bezweckt das Hinaustreten der Zeitschrift „Das Wort" in die Oeffentlichkeit. Es will erziehen zur Persönlichkeit, und Persönlichkeiten sind unferm Volksleben jetzt recht vonnöten. vermisste». — Das Ende des „passattstischen Kritikers, ^Passatistisch" sind alle Kritiker, die nicht „futuristisch" sind. Oder genauer: sie waren es, denn sie sind nicht mehr, mit einem einzigen gewaltigen Entschluß hat sie der Futurismus in den Hades hinabgefegt und ihnen sogar — Ehre, wem Ehre gebührt. — die Leichenfeier gerüstet. Das geschah bei der Eröffnung der futuristischen Ausstellung in Rom. Die Feier bestand in einer von Mannetti vorgebrachten Verdonnerung des gesamte» „Passatismus", der dann das „Leichenbegängnis des passatistischen Kritikers" folgte. Da sah man plötzlich zwei in Kapuzen gehüllts Gestalten m den Saal treten. Aus einem Klotz trugen sie einen blutigen Kops. Das war natürlich der Kopf der passasistischen Kritik, der suturissische Dichter Cangnillo hatte ihn „geschaffen". Es war ein grausiges, nnsörmiges Etwas, ein von Geschwüren zernagtes Gesicht, die Wangen durch futuristische Ohrfeigen zerfetzt, noch sah man als blutunterlaufene Stellen die fünf Finger des allmächtigen Futurismus ans dem Antlitz abgezeichnet. Den f chädel bedeckte die Hälfte einer großen Zwiebel: und auf dieser wiebel sah man eine Kartoffel, in der eine Feder steckte, während die Ohren des unglücklichen Passatisten — mit gutem Grunde — dick mit Watte verstopft waren. Die beiden vermummten Gestalten schritten langsam mit diesem Haupte des Toten durch den Saal, von allen futuristischen Poeten gefolgt, indeß der Maler Balla mit einer geborstenen Herdenglocke in der Hand von Zrp zu Zeit ein heiseres klangloses Gebimmel ertönen ließ, wobei er düstere Rufe ausstieß. Die Ueberreste des passatistischen Kritikers wurden dann vor den fnturistischen Altar niedergesetzt. wo nun Marinetti als Hoherpriester des Futurismus die Totcn- andacht hielt, die in der Vorlesung eiltet Anzahl futuristisches Dichtungen bestand. Sprachecke der Allgemeinen veutschen rpeachvereln». 'Geschäfts not — Wortnot. 'Armer deutscher Geschästs» »tarnt, der bei dem heutigen großen Wettbewerb nicht niel t weiß, wie er die Kunden an sich ziehen soll! In beit Großstädceii, wo der Mens henstroi» durch die Straße» slule!, t>’l er auf den souder- bnren Einsall geraten, feine deuts Heu Landsleute auf Französisch oder Englisch anz»reden, »in sie anzulocken! Das war mein erster Gedanke, als ich neulich durch die Straßen einer Großstadt ging »nd die Ansschrntr» auf den Firmenschildern las. Wieder sah ich, wie neue Eindringlinge aus deui Auslande sich i» die Maste der alle» Fremdwörter geschlichen (jilleii. Ta fiel t in t dicken Buchstaben ,8tozipage artistiqiio franqais“. Nicht weit davon schreibt ein önnrtnr.Mler über seinen Laden mit goidstrotzcnden Buchstaben „Palais de Coiffure" »nd hängt in sein Schaillemirr ein Schild mit dem Kauderwelsch »Svezialiiäi 'fit individuelle vunitatbeilen*. In einer Nebenstraße preist ein Kanima»» sein Aeschäst mit „Comptoir d’Exportatiou" an. In der nagen Pauptstcaße sieht e4 gegen früher völlig verändert ans, aber ganz nach ansiändischer Diode Erst kam Ich an einem -Oats Boulevard" vorbei, dann stieß ich an! ein .Rimliab Butter", und z. letzt — ich tränte meinen Angen kaum — las ich aus einem Gasthansschild, das noch vor kurzer Zeit einen guten dentschen Nanien trug, die französische Benennung „Botel Royal, Cafä-Restanrant“. Warum sagt man nicht, so dachte ich bei mir, „scanzösts.li Kmistiiov'erei", .künstliche paararbeiten", »Geschält für Außenhandel", »Ringkassee »nd Kaiserhol"? Will »>a» denn nicht merken, daß durch das ivachiende Peer der fremden Eindringlinge der Widersvrnch der eigenen Landsleute immer stärker heraiiSgeiordert wird? Können die Franzosen und Engländer, die solche Aufschriften lesen, nicht mit Recht weiter svotien: »Wir lernen die Verachtung der denlschei, Sorache von den Tentschen?' Armer Geichästsmann, der du den lramigen Schein erweckst, als stände nnser Vaterland erst am Anfänge aller Bildung, nnd als uu'iü!« cs für seine Sprache elende Brocken vom Ausland erbetteln I _ Tesch (Köln). vüchertisch. — I. C. Heer hat sür Belhagrn & Klasings Volksbücher eine herrliche Schilderung des Engcchins geschrieben, die alle Reisrlusiigcn und insonderheit die Frcnnde dieses Tales mit herzlicher Freude lesen werden, zumal da« Bändchen, getreu den Griiudsätzen der immer umfassender ansgestallelen Sammlung, mit einer Fülle vorlresslicher, auch farbiger Illustrationen geschmückt ist — Gleichzeitig mit diesen erscheinen zwei weitere Bände, in denen Johannes Höffner die mit seinem „Jungen Goethe" (Nr. 7b) begonnene Goethe-Biographie znm Abschluß bringt. Aus knappem Raum saßt er in volkstümlicher Schilderung die Hauptzüge der Entwicklung seines Helden zusammen, unterstütz! von verständnisvoll gewählten Abbildungen, die in ihrer Gesamtheit eine höchst reichhaltige Goethe-Galerie darstellen. Ebenfalls in die lilrralurgeschichlliche Abteilung der Sammlung fällt das Bändchen über Ibsen von dem geschmackvollen Alfred Wien. Für Freunde der Kunstgeschichte bildet Dr. Hans Jantzen einen willkommenen und kenntnisreichen Führer durch die „Alt- christliche Kunst". Jedes Buch kostet 60 Ps. — Theodor Storm Ein deutscher Lyriker. Bon Hermann Binder. (Hesses Volksbücherei. Nr. 901—902.) Leipzig, Hesse L Becker Verlag. 40 Pf., geb. 80 Pf. — Hesses Volksbücherei. — Leipzig, HesseLBecker Verlag. Die jüngste Reihe bringt einen neuen Brand der beliebten Sammlung „Vom köstlichen Hunwr" (Nr. 881—884), Er enlhält Beiträge von Otto Julius Bierbaum, Max Bittrich, Marie v. Ebner-Eschenbach, Georg Engel, Hans Hossmann, Otto v. Leixner und vom Freiherr» v. Schlicht. Unlerhallende Skizzen von Franz Kurz-Elsheim („Ruhmeszauber und andere Attisten- geschichlen") bilden die Nummer 892. Es folgt ein humoristische, Roman des Erzählers Carl Worms: „Der Mann von Wasungen'* (Nr. 893—896). _ Matenrätstl. Ans jedem der folgenden Zitate ist ent Wort z» nehmen, so daA sich ein neues Zitat ergibt: I. Den schreckt der Berg nicht, ivec daraus geboren. 3. Begnüg! euch doch, ein Mensch zn sei». 3. Der brav« Mann denkt an sich selbst zuletzt. 4. ES war die Na.htigail nnd nicht die Lerche, b. Wem Gott will rechte Ginist erweisen, Ten schickt er in die iveite Weit. 8. Mancher glaubt, er lenft, nnd hält doch nur die Zügel. Auslösniig in nächster Nummer. Auslösung der Schach-Ausgabe in voriger Nummer: Weiß. Schwarz. 1. Val—ab. Beliebig. 2. vab— e3 ob. d2f und Matt Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Vertag der BrühLschen UniversitätS-Buch- und Steindruckeret, R. Lang«. Gießens