Somsta»!. den II. Amil Ostern. Von Johannes Trojan. Es kam der Tag, da überall Hell von der Türme Hohn Verkündet Osterglockenschall Des Heilands Auferstehn. O Tag, der neue Lebenslust Und neues Hoffen läßt Entfalten sich in Menschenbrust, O schönes Osterfest l O wie so hold auf Flur und Au Es wieder knospt und blüht l Wie reizend aus dein Himmelsblau Erklingt der Lerche Lied! Befreit vom Eise nimmt durchs Tal Der Waldbach seinen Lauf, Wo Veilchen tun, vom Sonnenstrahl Geküßt, die Aeuglein auf. Nun ist vorüber all das Leid Der bange» Winternacht, Und was geschlafen lange Zeit, Ist ivieder aufgewacht. WaS da vecstttmmt für immer schien, Wird fröhlich wieder laut, Wenn in der Bäume zartem Grün Sein Nest der Vogel baut. 2lnf und hinaus nun in den Wald, Wo uns so viel erfreut Und Blrunensterne niannigfalt Sind auf den Grund verstreut. Gern heinint der Wandrer seinen Schritt, Um einen kleinen Strauß Zu pstücken sich, und trägt damit Den Frühling in sein Haus. Verwunden ist des Winters Weh, Wenn Ostern kommt ins Land, y Fällt auch aufs Grün noch einmal Schnee» Rasch ist er fortgebannt. Es kani das Fest, das sorgenfrei Das Herz uns schlagen läßt. Froh sei begrüßt, willkommen sei, O ?lufersteh»ngSfest I Vkkifierstöchtrr. Roman von Paul Gr ab ein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Warum sollte ich nicht darüber zu Ihnen sprechen k Zu einem alten Freunde. Es ist ja kein Unrecht, wenn ich Ihnen sage: nein, dieses Wanderleben ist nicht mein Fall. So ohne blechende Stätte, heute hier, morgen da, nur so aus dem Koffer zu leben, alle Tage neue Gesichter um sich — es ist mir ettvas Schreckliches. Ich bin vielleicht schwerfällig in dieser Beziehung, aber es ist nun einmal so." Er hörte hinter ihren Worten noch Ernsteres heraus. Und seine Äugen ruhten besorgt ans ihrem Antlitz. Sie n»ar entschieden blasser geworden, und eine Müdigkeit lag über ihrem ganzen Wesen. Zögernd sprach er da: „Ich kann Sie nur zu gut verstehen, meine gnädige Frau. Sie sind ja auch nicht geboren zu solch einem Lebe». Aber — es wird wohl schwer sein für Ihren Herrn Gemahl, da Wandel zu schaffen?" „Ja, das ist cs ia gerade." Er nierkte es ihr an, tvie sich nun innerste Sorgen bei ihr unbewußt Lust machten. „Was soll er anders anfangen? — nach dem unglückseligen KonfliN? Es bleibt ihm eben nichts lveiter als solch ewiges Herum,ziehen. Denn diese Varieteebühnen müssen ja längstens allmonatlich ihr Programm tvechseln. Oft genug alle vierzehn Tage. Es Hilst also einmal nichts." lind sie versank wieder in ein müdes Schweigen. Kyllburg spielte am Portepee des Säbels, den er zwischen den Knien hielt, mit gesenktem Kopse. Dann aber ließ ihn. ein leiser Laut, loie ein bedrücktes Atemholen aus ihrer Brust, aufsehen, zu ihr hin. Und als er sie nun so gewahrte, in ihrer matten Versunkenheit, das schöne Ant- lttz mit seinem Schmerzenshauch, der ihm von dem verriet, was sie nicht anssprach — in ihrer Leidenszartheit doppelt reizvoll, wie Trost und Schutz von seiner Manneskraft fordernd, da fühlte er plötzlich in seinem Blick ein Fiiinmern treten. „Liebe, arme gnädige Frau —!" Stockend kam e-s ihm von den Lippen, und ganz leise nur, als scheute er sich selber vor diesem aus der Tiefs dringenden Ton. Aber es war, wie wenn sie es gar nicht vernommen. Da neigte er sich zu ihr hinüber, mit dunkler, halblauter Stimme: „Wenn man Ihnen raten könnte! Glauben Sie mir — ich sorge mich mit Ihnen. Was gäbe ich darum, könnt' ich etwas für Sie tun!" Sie lächelte mit geieiikien Lidern. Ein ganz kleines, schwaches Lächeln. Wie gnr das tat, so Zuspruch zu hören. Weich und zart. Und ans seiner dunklen Stimme wehte es sie an mit dem Hauch der Erinnerung. So hatte er auch gesprochen, damals, an jenem Abend im Walde. Eine Wehmut schlich an ihr empor. Ein Mitleid mit sich und 226 — Ihm. Und sie wußte eS nicht, Ivie schön sie aussah jnit diesem verträumte», wehmütige» Lächek». Aber Kyllburg sah es und er beugte sich vor, noch weiter, er konnte nicht anders, und ergriff ihre Hände, die ihr ini Schoß ruhten. Eine jähe, unerwartete Berührung. Gerda schrak empor von ihrem Sitz. Da erhob auch er sich. Seine Linke krumpfte sich in gewaltsamer Beherrschung um den Säbelgriff. „Verzeihung, wenn ich Sie erschreckte, aber — ich fühle so mit Ihnen!" Es klang fast heiser, wie er es so sagte. Sie machte eine hastige Bewegung, griff nach einem der Nippes auf dem Tischchen neben sich und heftete die Augen darauf, aber erwiderte nichts, noch immer von diesem Schrecken gebannt. Was war das da eben gewesen mit ihm? Nun hörte sie ihn sagen, und es war wieder sein alter Ton: „Ich glaube — ich lasse Sie besser allein, meine gnädige Frau. Sie sind wirklich angegriffen heute. Von ganzem Herzen recht gute Besserung und — meine Empfehlung an Ihren Herr» Gemahl!" Ein paarmal das silberne Anklingen der Sporen, das Klinken der Tür — nun war er fort. Da erst hob sie die Lider und strich sich langsam über die Augen. Als wäre das da eben ein Traum gewesen. Heinz Keßler trat in sei» Herrenzimmer, in das der ihm eben gemeldete Besuch geführt worden war. Er hatte mit ziemlicher lleberraschung die Karte gelesen, die ihm Fean präsentiert hatte: Moritz Sannt? Was wollte der von ihni, der Direktor des Palastthcaters? Na, man konnte ja mal hören. Als er so ins Zimmer trat, unhörbar aus den weichen Teppichen, sah er den Besucher, ihm halb abgekehrt, drüben an der Wand stehen, anscheinend in irgendeine Beobachtung vertieft. Eine sonderbare Erscheinung, dieser Herr Larnn! Heinz Keßler hatte ihn natürlich schon hier und da einmal gesehen, aber dennoch mußte er jetzt unwillkürlich lächeln, als er den Mann da gewahrte. Vielleicht gerade in dieser Um- f ltfmua, in diesem streng stilgerechten Raum, wo alles orgsältig nbgcdänipft >var aus einen ruhigen, dunklen Farbenklang. Und dazwischen nun er! Das nur kleine, aber um so wohlbeleibtere Männchen im strohgelben, lächerlich kurzen Sportüberzieher mit handbreiten Steppnähten, kupferroten Dogskinhandschuhen und lveißen Gamaschen an den plumpen, kurzen Lackstieseln. Sogar von seinem Spazicrstock hatte er sich nicht trennen können. Er trug das spanische Rohr mit schwerem Goldkuops — natürlich Biedermeier — mit dem Hute in der Linken. Mit dem Zeigefinger der Rechten aber strich er jetzt gerade prüfend über den Gobelin der Wandbespannung. Doch im nächsten Moment drehte er sich herum, als habe er Keßlers verwttnderten Blick gespürt. Ohne jede Befangenheit trat er auf den Hausherrn zu und nickte dann wieder zu dem Gobelin hin. „Doch echt — Habs erst für Tapete gehalten — aber nu seh ich: wirklich Gobelin, sogar französ'scher. Sehr scheen, sehr gediegen!" Und den Kopf wiegend, ließ er jetzt seinen Blick über den ganzen, vornehm ausgestatteten Raum gleiten. „Und was steht sonst noch zu Diensten, Herr Larun?" Mit leiser Ironie und ein wenig herablassend fragte es Heinz Keßler. Larltu wandte nun sein Gesicht dem Hausherrn zu, ein plump geschnittenes Gesicht, aber mit ein paar hochintelli- genteu schwarzen Augen, halb voll Gutherzigkeit, halb voll Verschlagenheit. Und dazu die hochgewölbten, beständig beweglichen Nasenflügel in dem gelblichen Antlitz, überragt von einem blauschwarzen Haarschopf. Der Mann sah so einem Ausländer ähnlich. Er kokettierte auch gern tnit seiner ungarischen Abkunft. Larun Moritz schrieb er sich, niit Vorliebe. Böse Zungen freilich behaupteten, sein Stammbaum führe in das tiefste Galizien hinein. Aber, lute dem auch war, die Intelligenz und den Erfolg konnte Moritz Larun keiner bestreiten. Er hatte das anfänglich jämmerlich verkrachte Palasttheatcr Unter den Linden hochgebracht. Jetzt war dort Abend für Abend ein ausverkanftes .Hans. Wochenlang vorher mußte man sich lvomöglich die Billette bestellen? Ten Fremden, der nach Berlin kam, führte gleich sein erster Ausgang unfehlbar ins „Palast". Kurzum — er war schon ein Kerl, der kleine Woritz Larun, der wußte, was er loollte. Das lvußte. t auch jetzt, als er mit seinem gutmütigsten Lächeln nun dein Hausherrn die Rechte hinstreckte. „Vor allem — erst mal mein'n Glickivuusch, Verehrtcster. Das war ja neulich in Frankfurt an Erfolg! Was haaßt Erfolg? A Bombenerfolg! Vierzehn Hervorrufe bei offener! Szene — a so was Hab' ich in mcin'm Leben noch nix gesehn." „So — wären Sie also auch da?" „Rn na — »ich werd' ich da sein, wo was kos is! Spaßj i— Mer nu mal im Ernste. Ich halt' grad' zu tun in Frankfurt, in Geschäften. Und was les' ich an den Plakaffäule»? Erstes Debüt von Heinz Keßler im Intimen Theater, in» „Blauen Blut". .Hab' ich mcr doch gleich gesagt: kannst du besser unterbringen deinen Abend? Und Hab' mcr an Sitz genoinmen in der Fremdenlosch'! So Hab' ich Se denn gesehn als Baron Egon. Also, no — was soll ich Ihnen sagen? Es hat nier nich gereut. Glänzend Ivar'n Se —i fabelhaft! Was haaßt fabelhaft? Erstklassig —, wie a Gott haben Se gespielt!" Keßler machte eine Bewegung der Abwehr. „Ru, Hab' ich nötig, Ihnen ikomplimente zu machen? Ich versteh' nebbich was vom Theater. Und dann — Hab' ich doch gelesen am andern Morgen die Zaitungcn; zums Jriehstick, im Hotel Bristol!" „Ra ja " Heinz Keßler schlug die Beine übereinander« „Und nun —" „Und nu kommt de Hauptsache: eine Entdeckung Hab,' ich gemacht, wie ich Se so gesehn Hab' den Abend. Was! sag' ich: gesehn? Studiert Hab' ich Se!" „Eine Entdeckung an mir? Da bin ich neugierig!" „Kunststick! Rich neugierig tvcrd'n Se sein auf das, was ich Ihnen zu sagen Hab'! Also passen Se ans. Wie ich Se so gesehn Hab' in dem neien Stick von Wried — übrigens Stick, auch keine schlechte Sache, das „Blaue Blut"! 'n gutes Stick, 'n saines Stick, 'n Kassenstick! Also, wie ich Se so gesehn Hab' als Baron Egon — vornehm, elegant, tipptopp vom Kopf bis zu de Jieß' — schon de ganze Erscheinung, das Exteriehr — totschick wissen Se! — und dabei so a lnisen Stich in der Karikatur — das war also einfach a — a nu, wie mecht' ich sag'n? — a Typus! Und dal ts mir aus einmal a ganze Gasbelcickitung ansgegangen: in dem Mann steckt noch was drin, wovon er vielleicht! selber noch ka Idee hat! Aber so an alter Praktikus wie ich hat nu Blick für sowas!" »Nun aber endlich man los, Dirckior I WaS denn bloß?" „Ich sag' Ihnen —," Larun hob bedeutsam den Zeigefinger, und langsam bewegte er ihn auf Keßlers Brust zu, a Komiker steckt in Ihnen — a Charakterkomiter!" „Komiker?" Keßler erstarrte im ersten Augenblick säst, dann lachte er laut auf. „Sie sind verrückt, bester Larun — aber komplett verrückt!" „Wußt' ich, daß Se mcr ivürden sagen! War ich itoch auf ganz >vas anderes gefaßt. Und doch sag' ich Ihnen immer wieder — a glänzender Komiker!" Keßler machte nur eine ironische Bewegung zur Stirn, Wer Larun lächelte ihn überlegen an. „Ro, verstehn Se mich recht: natierlich ka Possenreißer — nein, a ganz a moderner Komiker! Und atz ganz aparter Schanre! Versciuert, vergeistigt, raffiniert, up do date — wie alles heutzutage. A Klasse! Eben tnit der feudalen Rote, wie Se sie neilich Ihrem Baron Egon gegeben Hab'». Selbstverspottung bis hart an de Grenze der Karikatur und doch iviedcr imponierend — ich soll so leben! — ivie Se's machen, so mit einem Blick durchs Monokel von oben runter! Also, .mit einem Wort: wie aus'm Simplizissimus erausgeschnitten. Leschehr, miede von der langen Ahueureihe, a bissel Exzentrik, a bissel degeneriert — aber immer rassig, vornehnt un' voll Witz. Voll Sarkasmus und Selbstironic. Sehn Se — das war' Ihr Schanre!" Keßler schüttelte noch immer mit spöttischem Lächeln den Kops, aber er hatte voller Interesse dem zu ge hört, >vas Larun da entwickelte. Ter Direktor des Berliner Palast» thegters war ein gerissener Fachmann. Dafür war er in« Bau bekannt. Und so sagte denn Keßler nun: „Verrückt, aber ganz amüsant, was Sie sich da alles! znsammenphantasieren, lieber Larun. Doch wozu das alles? Denn wie ich Sic kenne, hat Sie nicht bloß ihr Knnstenthn- siasmus Hergetrieben, um mir was von mir vorzndekla» mieren!" (Fortsetzung folgt.) I — 227 — N 3n$ Netz getrieben. Oster-Skizze von Maria Regina. Elli, die fimgc'Frau Assessor, lag faulenzend aus der Chaiselongue. An» Fenster säst ihre Freundin Moricluise und „tippte . Der blonde Kops mit der Schncckensrisur um das icrngczeichnete «.-sicht stob sich plastisch von dem Licht des Hellen Vorsrühlmgs- tages ab. Der Herr des Hauses, der srischgrbackcnc Assessor, war aus dem Gericht, die beiden Mädchen in der Küche, und so störte nichts das Jdh», als das slinlc Tippgcrausch der Maschine und em Triller, den .Hänschen im Vogelbauer dann und wann hcrunter- perlte. Die Ballontür stand weit ossc». Marieluisc hielt plötzlich mit Tippen i»ne. Eine Stelle in dem selbststenographiertcu Manuskript war ihr nicht klar, und dann war da cttvas Eigentümliches, das sich nicht mit dem Thema rhrer Arbeit: „lieber das Recht der einzelnen Schuldverhältnme nach B. G. B., mit Ausnahme des Kauss", vertragen wollte. Marre- liiisc ist nämlich Studentin der Rechtswissenschaft rm zweiten Semester und arbeitet wie ein „Heupferd", wie der Assessor, der ein Held in unmöglichen Vergleichen ist, sagt. Also da war etwas, das augenscheinlich störte. Das kam zur osscncn Balkontür herein und versetzte die Lust im Znnmer m Schwingungen. Draußen schaukelte das Knospengrün aus den Bäumen und Sträuchern. Am .Horizont zogen die Segel aus dem Rhein, und die lachende Sonne lag über den morqensrischcn Wce,cn mit den verkrüppelten Weiden. Ter Wind rist die mächtigen Flügel der alten Windmühle herum, strich kosend über die Gärten und pustete dem Pirol, der sich trillernd auf dem Fliederbusch wiegte, geradewegs ins Gesicht, so daß er ärgerlich sein Gefieder schüttelte. Und dann brachte der Lusthaüch wieder das eigentümliche Etwas ins Zimmer hinein. . „Jetzt weiß ichs," rief Marieluise plötzlich, -,es riecht nach Frühling! Nach Ostern und nach Frühling!" . Die junge Frau drehte sich lässig herum, blinzelte rn die leuchtende Sonne hinaus und warf eincit erstaunten Blick aus ihre Freundin, die, umflossen vom Vormiltagslicht, in der Türöffnung des Balkons stand und die Arme reckte. Ehe sie wieder an die TippUiaschine zurückging, schob sie wie in Gedanken die Base mit den weißen Anemonen in den Bereich der Sonne. Und dann schlug sie mit tvahrer Arbeitswut von neuem ans die Tasten los. , Plötzlich richtete sich Elli aus ihrer lässigen Stellung aufs „Marlic, du, hör mal auf mit dem dummen Tippen!" Die fleißigen .Hände sanken mit einer halb unwilligen Bewegung in den Schoß und der Kopf wandte sich fragend ins Zimmer hinein. „Also," begann Elli und holte tict Atem, „du sollst heiraten!" Es klang im energischen Imperativ. „Aber, Elli, du weißt doch" — und mit einem kleinen ärgerliche» Lacben begann Marlic ivieder mit ihrer Arbeit. „Du heiratest doch!" bcharrte Elli eigensinnig. „Und ich suche dir einen Mann! Rechtsanwalt darfst du ja dock) bei uns in Deutschland nicht werden, und wenn du noch so viel Rechts- wissenschast sNidicrst! Ein Mädchen bedeutet überhaupt erst daun etwas, wenn es heiratet." „Bravo! Sehr richtig!" Tab die Tür sich leise geöffnet und der Herr des Hauses im Zimmer stand, lMtlen die beiden überhört. Elli war mit einem Satz aus den Füßen, die Aktenmappe slog aus den Schreibtisch, und mit einem „Hurra" hatte sic ihren Mann bei de» Ohren gefaßt und lüßte ihn ordentlich ab. Ein seines Rot stieg in Marlies Gesicht. Vielleicht kaiu es auch vom Bücken, denn die Blätter waren durch Ellis stürmische Szene aus den Boden geweht worden. „Kinder," meinte Bert nach der Begrüßung Marlies, „heute wird gerudert. Am Kanal blüht alles. Wir trinken draußen Kaffee, und dann hole ich Jupp Klaaßen ab." „Ja, wieso denn?" „Die Aujklärung kommt im Briej wie im Kino!" lachte der Assejsor und entfaltete ein nur mit wenigen Schrislzeichen bedecktes Papier. „Famos!" Elli klatschte in völligem Vergessen ihrer „Frauenwürde" ncit dem Uebermut der zwanzig Jahre in die Hände. „Tie Oslertage will er bei uns verleben, schreibt er, da —" Ein erstaunter Blick ihres Mannes unterbrach ihre Rede. r.Seit wann freust du dich denn so über Jupvs Kommen? Sonst war ^er doch „langivcilig" und „öde" und " Sie hielt chm den Mund zu: „Ich betrachte ihn jetzt von- einem anderen Standpunkt," sagte sie toürdevvll, „wie eine Offen barung ists über mich gekonimeu: das ist ei» Mann für Marlie!" „Na, erlaube," sagte die entrüstet, „erstens kennst du meine Grundsätze —" „Stille bisle!" kommandierte Elli. „Ich sage dir, daß das ein Mann für dich ist. Du brauchst ihn ja nicht gleich zu nehmen — und anscheu verpflichtet zu nichts, lind dann —" „Also bitte!" Marlie schien tvirklich ernstlich böse tverdeu zu wolle». „Sei doch kein Frosch!" Elli fiel der Freundin in die Arme: „Du verstehst doch Spaß! Ich schenke dir also Jupp zum Ofter- hafen, und —" „Jupp als Osterhase!" schrie der Assessor vergnügt. „Marlie das laß rch mir geiallen." „Armer Osterhase," lachte die spöttisch. „Wer weiß, vielleiclst 'st, euer Jupp schon längst versagt." Ein fröhliches Lachen aus beider Munde ließ sie verstummen. „Ach nein. Bert schüttelte in komischer Trauer das Haupt. „Jupp ist nämlich so schüchtern, wie man es dein tüchtigen As- slstenzarzt gar nicht zutraut: unb wenn er tvirklich Feuer sängt, woran ich gar nicht zweifle, dann lache ich mich tot! Aber, Marlie, du darfst uns. den Spaß nicht verderben!" '.Wenn er so dumm ist," sagte die achselzuckend, und danit wurde übermütig der Feldzugsplan cntworscn, der den ahnungslosen „Osterhasen" ins Netz trechcn sollte. Das Licht brannte schon, als Bert seinen Studienfreund ^upp Klaaßen Marlie vorstellte. Marlie hatte einen roten Kops, weil sie Elli mit Mühe das Lachen verbeißen sah. Aber trotzdem hatte sie mit einem Blick erfaßt, das; da eine große, breitschultrige Gestalt in einem Anzug von unmöglichein Schnitt und Muster vor ihr stand. Auch der blonde Kopf mit dem derbknochige» Ge- slchtsschnitt sprach von seiner bäuerischen Abkunft. Und Hände von solchen Dimensionen. Wo die zupackten! Ein Paar blauer «lugen sahen hinter scharfen Kneifergläsern ein bißchen verlegen aus Marlie herunter. Beim Abendbrot wurde die Unterhaltung sogar lebhaft. Der ahnungslose „Osterhase" geriet schon in die Fangschlingen, wie Elli mit heimlichem Vergnügen feststcllte. Dabei kokettierte Marlie Koch nicht mal, lvie verabredet, solcher» sprach ernsthaft mit ihm über das Bergouiesche Entsettungsversahren. Aber als Marlie später über das „vorschriftswidrige" Aussehen ihres „Osterhasen" spöttelte, wußte Elli, daß die ernsthafte Unterhaltung nur ein Trick gewesen war. Doch das kam im Laufe der Tage öfters vor. Und Jupp Klaaßen hatte denn auch bald richtig Feuer gefangen. Bert und Elli, die .ihn von seiner Peunälcrzeit her kannten, freuten sich königlich über das Gelingen ihres schwarzen Planes. Marlie lachte natürlich mit. So war der Abend des Ostermontags gekommen. Die Gesellschaft tvar noch einmal zur „Wacht am Rhein" hinausgefahren und hatte dort Kaffee getrunken. Mit dem Ächt-Uhr-Zug mußte der junge Arzt wieder zur rheinischen Universitätsstadt zurück. Der Frühlingstag ging zu Ende. Aus den braunen Ackerschollen, aus denen zartes Grün sproßte, stieg der Abend feucht auf. lieber dem Rhein war die Sonne untergegangen. Elli und Bert gingen hinter den „beiden junge» Leuten", weil sich das so schickt. Aber ihre Witze fanden heute so recht keinen Widerhall. „Marlie ist genau so langwcUig geworden, wie der Osterhas," klagte Elli. „Und immerzu Anslaiidsbauban spielen ist fad!" .Und sie zog Bert den .Fahrweg herunter, lieber de» Waldweg bauten hohe Bäume mit srischkcimeudem Grün ihre Bogen. Die Abenbschatlcn krochen aus dem Brombcer- gebüsch und lagerten sich über den Moosboden. Marlie und ihr Begleiter merkten es nicht. Er sprach in seiner bedächtigen, gründlichen Art von seiner .Heimat, von seinem demnächstigen Pslichtenkreis dort, von seinem Plan, oben im Friesischen eine Niederlassung von Dorsschwestern zu.gründen, die ein.Segen für die vom Verkehr völlig abgcschnittcnen Dörfer sein würden. Und die spoltlustige Marlie vergaß ganz, daß er so verhaßt blond war und einen unmöglichen Anzug und zu große .Häiche hatte. Sie hörte nur, lute sein ganzes Wesen von Menschenliieb« durchströmt w.ar, wie ernst und groß er von seinenr Berus dachte. Er hatte ihr gegenüber seine Scheu ganz abgelegt. Mit ihr kann ich sprechen, wie mit der Mutter, dachte er und fühlte in demselben Augenblick eine heiße Welle vom Herze» zu Kopf steigen. Verstohlen sah er Marlie von der Seite an. Sie hatte um den jungen Mund einen so hcrbstolzcn Zug, der ihn vom! ersten Sehen gefesselt hatte, wie nie bei einer Frau zuvor. In diesen wenigen Tagen, das fühlte er, hatte sich sein Schicksal entschieden. „Sehen Sie nur?" jubelte Marlie plötzlich und deutele »ach einem Busch schwankender Kätzchenzweige. Mit einem Sprung! war sie drüben, überm Grabe» und stand schon mit einem Arm voller blühender Zweige vor ihm, ehe er recht zur Besinnung gekommen war. > „Der Frühling grüßt!" lachte sie übermütig und reichte ihm die knospende Pracht entgegen. Jäh verstummte das Helle Lachen Ganz still wurde es. Zwei Augcnpaarc begegneten sich, ernst, fragend und bejahend. „Marlie!" jauchzte cs laut durch die Abendstille, und noch einmal selig und leise: „Marlic..." ? : Die Blütcnzweige sanken zur Erde. Stud. jur. Marieluise Braudeck merkte nichts davon. Nur daß Jupp Klaaßen sic in seine» starken Armen hielt, das fühlte sie. Plötzlich machle sie sich heißcrrötend frei und drehte sich erschrocken um. Ihre ganze Schändlichkeit und die von Elli und Bert fiel ihr ein. Tie. werden schön gucken! Aber dann kam ein Leuchten in ihre Augen Irgendwo läuteten die Osterglocken das Fest ans. Und daun kam etivas, das Marlie tief beschämte. Seine Hände iaßle» t^e ihren: „Marlie. wenn.ich Bauer nun zu meinen friesischen 228 Bauern gehe, wirst du dich meiner nicht schämen — als meine Frau?" Ganz zaghaft hatte cr's gefragt, denn .Marlie hatte ihn bei seiner Ankunft so spöttisch angesehen und viel von „Franeust ndinm" und von „Selbständigkeit" geredet. Aber da schlang stud. jur. Atarlie ihre Arme um seinen Hals und jubelte: „Meinst du vielleicht, ich gäbe meinen -Osterhasen wieder her?" wenn die Gloüen schweigen. „Beim Gloria am Gründonnerstag stiege» die Glocke» fort »ach Rom." In diesem alte» Volksspruch ist ei» sinniger und rührender Osterbranch bewahrt, der beim ersten Eindruck wohl seltsam und wunderlich erscheint, dem verstehende» Beobachter aber bald seine tiesere Bedeutung osfenbart. In vielen Teilen Deutschlands nämlich, besonders im Süden und in der Schweiz, wird die andächtige Stimmung der stillen oder Karwoche durch das mt6* tönende Rasseln und Lärmen von Ratschen, Knarren, Klöppeln und ähnlichen Holzinstrmnenten höchst eigenartig »nterbrochcn, und die unholden Geräusche der schnarrenden Dinger gelten nicht nur durch die Gaste», sondern man setzt sie auch beim Gottesdienst und beim Schlust der abendlichen Ehorgebete in Tätigkeit. Erklärt ivird diese Sitte durch eine alte Bolkssage, die zu der weitverbreiteten Gruppe der Glockengeschichte gehört. Tie deutsche Einbildungskraft hat sich ja mit besonderer Zärtlichkeit jenen ehrwürdigen Stimmen des Kirchturmes zugemandt, deren eherner Klang zu heilige» Festen und Gebeten von der Höhe herab in das Menschentreiben hineinrust. Tie Glocken gelten in der Sage als belebte Wesen, werden getauft und gesegnet, damit der Teufel keine Macht über sie gewinne, und stiegen trotz ihrer Schwere im geheimnisvollen Schwung durch die Lüste. Zu Ostern «un ziehen die Glocken »ach Roni, um dort vom heiligen Pater den Segen zu empfangen, »nd sie kehren erst am Karfanrstag I abends zurück, gerade noch früh genug, um das Gloria der Oster- nacht durch den Weiheklang ihrer Zungen z» verherrlichen. Während als Tag diese? Glockenstuges der Gründonnerstag angenommen ivird, will eine andere Sage, daß die Glocke» am Mittwoch der Osterwoche aus Gram über das Leiden des Herrn sterben und erst nach drei Tagen zu Ehren der Auferstehung Christi ebentalls auserstehen. An Stelle der verstummten Glocken aber müssen nun andere Töne zur Kirche rufen, und so treten jene eigenartigen Holz- ratschen in Kraft, die z. T. ans den Kirchtürmen angebracht werden und dann eine beträchtliche Größe haben, teils auch von Mini- strauten und Buben aus der Straße und im Gotteshaus gerührt werden. In einer fogen. „Rumpel- oder Trauermette', die am Abend des Karmittwoch oder Gründonnerstag gehalten wird, werden die Rasseln eingeweiht. Wenn der Gottesdienst zu Ende geht und die feierlichen Lamentationen gesungen sind, schlägt der Organist mit dem Buche auf die Bank, und das ist das Zeichen für die Ministranten und die anderen Knaben der Pfarrei, ihren Lärm- instrumenten ein ohrenbetäubendes Geichnarre, Gerassel und Geknatter zu entlocken. „Wer als Knabe einmal Ministrant gewesen ist", erzählt Rosegger, „der weiß, welch eine unbeschreibliche Lust eS ist, anstatt des einförmigen Klingelns einmal recht herzinnig klappern zu können." Der Name, den der Karmittwoch in manchen Gegenden als der „krumme Mittwoch" führt, hängt mit diesem Brauch zusammen. Es ist nämlich nicht ein krummer, d. h. böser Tag, der heut« noch entgelten must, dag sich an ihm der Verräter JudaS einst erhängte, sondern es ist der „Grumpmittwoch", an dem das laute Germnpe — Lärm, Getöse bei der abendlichen Traueroder „Pumpermette" beginnt. Das Knarren hat man dann freilich so gedeutet, als ob es den frommen Unwillen und das laute Ge- inucre des Volkes über die Frcveltal des Erzschelmes Judas darstelle: es wird auch so erklärt, als solle dadurch derMißklang und die Störung, die durch den Tod des Herrn in die Natur kam, symbolisch versinnlicht werden. Weiter in die Öeidenzeit zurück greiien die Zusammenhänge, die die volkskundliche Forschung zwischen der Rumpelmette und den altgermanischen Lärmumzügen ausgeüeckt hat. Um böse Dämonen zu verscheuchen und den Zauber schlimmer Unholde ab- ,»wehren, werden nämlich Umzüge mit Lärmgeräte» veranstaltet, eine Erscheinung des Volksglaubens, die über die ganze Erde verbreitet ist. Solcher Lärmzeremonien haben sich im deutschen Volks- brani» noch viele, besonders zur Weihnachts- und Faschingszeit, erhalten, und ihnen ist auch das Herumtansen mit den Holzklappern in der Osterwoche zuzuzählen. Da nämlich die große Ratsche am Kirchturm nicht weit zu hören ist, so liefen außerdem noch die Ministranten mit Holzklappern durch das Dorf, um die Zeit des Kirchenbesuches anznkünden; ihnen schloß sich die Jugend an, und so eutivickeltc es sich, daß die Schulknaben in der Ostcrivoche morgens, mittags und abends mit ihrem wilden Gelärm durch das Dorf liefen, um die verstummten Glocken zu ersetzen Dazu saugen sie allerlei Sprüche, wie z. B.: „Wir ratschen, wir ratschen de» englischen Gruß, Daß a jeder Christ weiß, was er beten muß"; oder: „Steht aus, ihr Leut, 's isch Betenszeit! Der Tag längt an zu bleichen für die Armen wie jür die Reichen! Belglock!" vermiscbtr». • In den Pariser Katakomben verirrt. Was sonst nur die Schauderromane jdes älteren Dumas und Montepins alt grausigstes Abenteuer in der Phantasie ausmalten: das Umber- irren eines Menschen in der unheimlichen Pariser Unterwelt, in den vielaenannten Katakomben, das hat sich nun wirklich ereignet, und zwar passierte dielrs nicht alltägliche Abenteuer einem Krankenwärter des Cochin-Holpitals, Paul Phitippard. Dieser nnter- «ehmcude junge Mann ließ sich durch seine leidenschaittiche Liebe zu geologischen Forschungen dazu verleiten, in einen offene» Schacht heruntcrzusteige», als in einem Hose desKrankenhansesKanalisaiwns- arbeiten vorgenommen wurden. An einem Strick ließ er sich 6ll Fuß lies herab und wollte sich, mit einer brenuendeu Kerze bewaffnet, „mal die Gesleinssormationen von Paris anichauen". Uw seine Rückkehr von deni kleinen Aussiug war er nicht besorgt, denn er niacbte üch an den Kreuzwegen des labyrinthischen Gewirrs von engen Gängen Zeichn, mit Kreide, um zurückzuftnde», und klopste dann mit einem Hammer an de-> Gewölben und Steinen herum. Als aber das Licht ziemlich herimtergebraunt war, schien es ihm geraten, nun wieder die Oberivelt aufzusnchen. Seine Kreidekreuze mußten ja den beste» Ariadneiaden ersetzen. Aber plötzlich Iah er andere Zeichen, die man früher ivohl an den Wänden angebracht hatte; er wußte nicht aus noch ein, tappte hierhin und dorthin, und plötzlich hatte er eine Brandwunde an der Hand und stand in dunkelster Finsternis. Wo sollte er ivieder Lichk herbekommcn k Er steckte eine Zeitung in Brand, die aber rasch vcrstackcrte, zündete daun die Bänder seiner Schürze an und verbrnnnte die wenigen Streichhölzer, die er noch beiaß. Es Huts alles nichts, er konnte keinen Ausweg entdecken. Stunden »in Stunden irrte er nun in dem finsteren Gewirr umher; ein« schreckliche Angst überfiel ihn, wie sie wobl den tief unten begrabenen Bergmann ergrcise» mag- Schließlich kam er an einen Schacht, der nnswärts zu lühren schien. Mit blutenden Händen kletterte er hinaus, aber hier war alles iorgsällig mit einer eiserne» Platte veischloffen und sein heiseres Gebrüll hallte wohl schnuerlich in den Gängen wider, drang aber nicht zur Oberwelt empor. Hungernd und völlig ermattet, glaubte er, daß se n letztes Stündlein gekommen sei und daß er hier elend zu Grunde gehen müsse. Mühsnm schleppte er sich in dem pechschwarzen Dunkel weiter, und endlich, endlich sah er Licht. Durch einen engen Spall schimmerte es herunter; aber hier cuipor- zuklettcrn und sich durchzuzwängen, war unmöglich. So blieb er denn stehen und brüllte eine Viertelstunde laug aus Leibeskrästen, so qut er eS noch konnte, bis ihn einige Arbeiter hörten und au einem Seile hinauizogen. Er war viele, viele Stunden unter der Erde gewesen und kam i»p> gut zwei Kilometer von {einem Kranken- hause entfernt wieder an das so heiß ersehnte Sonnenlicht zurück. Ico». Warum i st d e r H i in m e l blau? Was wäre all^ Poesie, wenn cS das strahlende Blau des Himmels nicht gäbe Das strahlende Blau; dem nnpoetischen, nüchternen Denker sogt dieser Ausdruck schon, daß es sich hier nicht um eine Farbe, sondern eine Lichterscheinung handelt. Die Erde ist umgeben von Lust und diese strahlt uns das blaue Licht zu. Wenn die Sonne hoch am Himniet steht, dann ist der Himmel nich! blau, dann ist das Sonnenlicht so stark, daß es i» blendender Weiße die ganze Lufthülle zu durchdringe» vermag. Neigt sich aber die Sonne dem Horizonte zu, oder ist sie gar schon untergegniigen, daun strahlt der Himmel einen Teil des Soimeniichtcs zurück, und dabei zeigt er die schöne blaue Färbung. Mau kann ähnliche Erscheinungen beobachten, wenn man sich trübe Lösungen herstellt. Klares Wasser ist sür das Licht vollkommen durchlässig, löst inan aber z. B. in einem Glas mit Wasser eine Spur Seife au!, so nimmt das Wasser einen bläulichen Schimmer an. Die Lust verhält sich ähnlich wie eine trübe Lösung, winzige Staubteilchen, Waffertröpicben und ander« Beimengen mache» sie trüb und eiklären die Bläue des Himmels, sie erklären es auch, daß cutiernl« Gebirgszüge blau erscheinen. Bei Sonuenansgang oder Sonnenuntergang sehen ivir den Ball dcs Tagesgestirnes ost als blutrote Scheibe am Horizont. Auch da? hängt mit der Trübung der Lust zusammeii, die die blauen Strahlen reflektiert, die roten aber durchläßt. Je tiefe» di« Sonne sieht, einen i»n so längere» Weg muß ihr Licht durch di» Lnflhüti« zurücklegen, ehe es bis z» »nserem Auge gelangen kann: dabei iverden immer mehr blaue Strahlen verschluckt und die Färb» der Sonnenscheibe nähert sich immer mehr dem Rot. Logogrip^. Mit „e" kannst du es oft am Hund erfahren. Mit „a" liegt's schivergeiüllt mit Ware». Mit „u" wird eS vom Landivirt sehr begehrt. Mit „o* zum Hering in Berlin verzehrt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Kvnigspromeuade in voriger Nummer! Tie Sterne, die begehrt man nicht, Man freut sich ihrer Pracht, lind mit Eiitzückeu blickt mau aus In jeder heiter» Nacht. Goethe. Redaktion: >i. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Briihl'jchen llniversstäls-Buch- n»d Steindruckerei, R. Lauge, Gießen»