Lkkizierstöchter. Roma» von Paul Grabet». (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Seit jener Stunde «var zwischen Gerda und Heinz nichts »nehr iiUcr seine Aukunftsptäne gesprochen. Sie wußte ja nicht, ivelches seiner Projekte er verlvirklichen «vürde, und schloß ans seinem Schweigen nur, daß wohl noch keines zum Abschluß gekommen war. Es drängte ja auch nicht so. Dciiiz Keßler hatte einiges Privatvermögen hinter sich, has ihin ein Abwarten schon erlaubte. . Inzwischen niachten sie auch ihre Besuche bei «Gerdas alten Bekannten. Wenn Heinz freilich auch keine igroße Neigung zu einen« solchen Berkehr empfand, so zwang doch die geselllchaftliche Form z>« diesen Visiten. Gerda '»«achte «««dessen den Weg z«t den alten Bekannten uird Freunden setzt nur schweren Herzens. Mcht allein, daß sie «mißte, wie Uilgeri« ihr Manu sie dabei begleitete, nein, auch das andere kam nun noch hinzu: auch ihre Freunde wußten ja von Heinzens Affäre, die Stadtgespräch gewesen war. Aber wie würden sie darüber denke»? Wie Gerda Keßler so diesen Weg ging, da empfand sie «ui» erstenmal drückend und schwer: es war nicht niehr >v«e früher Es trennte sie etwas von ihren alten Bekannten, von ihren« alten Lebenskreise — sic gehörte rjut Grunde »licht mehr zu diesen Menschen, die sie gewöhnt war, als ihresgleichen auznsehen, so lange sic denken konnte. Genuß, man nahm sie überall sehr freundlich .auf, auch ihren Mann. Sie «vurden allenthalben augeuomnieu, mail äußerte seine Freude, sie «oiederzusehen nun auch als junge Frau. Aber trotz allem! So bei Lölveckes. Man sprach von diesem «und von jenem, dabei äußerte der Hanptinaun etwas von Heinzens nächsten« Auftreten. Gerda stutzte — ja, wußten Löweckes den» wirklich noch nichts —? Ihr Mann überhörte absichtlich die. Frage, der Hauptmauu schien zu verstehen, glitt zu einem anderen Thema hinüber, glatt, unauffällig, freundlich «,nk> verbindlich — und trotzden« fühlte Gerda alsbald den geheinien Druck, die Unsicherheit diesen Menschen gegenüber, denen sie sich bisher so rückhaltlos gegeben hatte. Wenn sie wüßte», auch das noch, was nun weiter kommen loürde «ult Heinz! Ihre gerade, ehrliche Natur litt schwer unter diesem Verheimlichen. So brach Gerda den Besuch eher ab,.als cs bei so guten Bekannten nötig gewesen «väre. Dann bei Buugardts ging es ihr nicht andcrs. Der jetzige Direktor im Autollub, ein feiner Weltmann von verbindlichsten Formen, behandelte ihren Mann «me sie selber zivar aufs zuvorkomineudstc, und vermied es taktvoll, überhaupt von Heinzens Beruf zu sprechen. Aber gerade das enipfaud Gerda tvieder fast verletzend. «Als ob ihr Mann einen Beruf ausübte, über den man in ihren Kreisen schonenderweise lieber nicht spräche. Sie sagte es sich zwar im nächsten Augenblick wieder selbst: das war ja wohl nur Ueberreiztheit bei ihr, ein ungerechtfertigtes Mißtrauen. Ihre Unbefangenheit war nun einmal dahin, auch hier. Und «vie sie dann mit Heinz, beide schweigeich, die Treppen «viedcr hinutergiiig, da fiel ihr erst ein: Bungardts hatten bei aller Liebenswürdigkeit überhaupt nichts von den» Wunsche eines Wiedersehens verlauten lassen. Bei diesen sicheren, «veltgelvandten Menschen zweifellos kein bloßes Uebersehcn. Nein —- entschieden vollste, bewußte Absicht. Sie würden ihren 'Gegenbesuch machen, selbstverständlich^ aber damit würden ihre Beziehungen eben auch ein Ende haben. ( Gerda fühlte im Hinabsteigen, wie ihr das Blut heiß in die Schläfe trat. Nun auch das noch! Und sie hatte es schon vorhin bei Lölveckes peinlich genug empfunden, wie bloß die Frau des Hauptmaniies ihr beiin Abschied gesagt hatte, nur so halblaut eiu btßcheu abseits, mit einiger Verlegenheit: „Und wir werden uns recht bald einmal sehen, kleine Frau? Machen Sie mir doch etninal eine Freude, nachmittags zum Tee!" r Von ihrein Manne kein Wort. Gerda Keßler fühlte einen dnmpsen Druck im iKops, als sie aus dem Hause trat und «nit ^einz wieder ins Auto stieg. So mutlos «vnr sie geworden, so gebrochen in ihre«» Stolz. Das ihr, der Tochter des Oberstleutnants Pon Henning, der bisher all diese Leute mit leinen« gewissen Respekt begegnet waren. Ja, gehörte sie denn «virktich nicht mehr zu jenen? War «virktich denn eingetreten, wovor sie der Vater so ernst gewarnt: hatte sie ihre bevorzugte Kaste verloren mit ihrer Heirat? Deklassiert — auch sie selber? „Wollen w>ir es nicht heut lieber genug sein lasse», Heinz?" Unverloandt wandte sie sich so im Fahren «an ihre» Mann, der schlveigend neben ihr saß und ins Straßengewühk blickte, niit einem leisen sarkastischen Zug um die Mnnd- winkel. Auch er mochte im stillen seine Betrachtungen anstellen über diese Vi)ttenfahrt. Nun sah er ans sie nieder «nit einer gewissen Genngtniiiig im Blick und entgegnete: „Warum? Wenn es schvi« einmal sein muß, dann lieber das ganze Vergnügen.auf einmal!" Da nickte sie müde. Sie hatten „GKiiif", wie Heinz «roiiisch sagte) sie ve>> selstte» die beiden anderen Familien, bei denen «ic nock« Vorfuhre». Nur Heßfurths trafen sie noch an, Uno der Ober-, leutnant wie seine junge Fra», die erst in Gerdas Alter stand, ivaren sogar ganz reizend zu ihnen beiden. Emme- rich von Heßfurth, eine frische, sehr lebhafte Natur, sprach ganz »»geniert von Heinzens Konflikt mit seinem Direktor und meinte: „Wissen Sie, Herr Keßler, mich frent's immer, lueim einer so feste um sich haut! Wenn man selber im Dienfz 218 — immer hübsch stiklhalleii und alles runtcrwürge» muß, da ist's einem ordentlich ne Wohltat, wenn inan mal wenigstens einen anderen frisch vom Leder ziehen sieht." Die Worte taten Heinz wie Gerda wohl. Die Besangen-» heit luid> von ihr, und .Heinz schloß in seiner leicht begeisterten Art dki, Oberleutnant sofort ins Herz. So plauderte inan sich so angenehin fest, daß schließlich die liebenswürdigen Wirte, da unversehens die Mittagsstunde da war, Keßlers baten, ohne Umstünde mit ihnen zu essen — ä la fortune du pot — >cnd cs entivickelte sich daraus ein sehr heiterer Sonntagnachmittag. Als Gerda dann gegen Abend mit ihrem Manne im Auto nach Hans fuhr, da war es ihr, als habe sie ein geheimes Unrecht an ihm gutznmachcn. Und sic suchte seine Hand. „Wars nun nicht »och ganz reizend heute, Heinz'?" Auch er lvar froh gestimmt. „Ja — der Oberleutnant ist wirklich ei» Prachtkerl!" Er' legte dabei den Arm um ihre Schultern Sic fuhren im geschlossenen Wagen, und es war schon dämmrig aus der Straße. „Die ganze andere Gesellschaft kann mir gestohlen bleiben, weißt du. Aber das mit Hesisnrths war wirklich ein guter Einfaft von dir, Böbs!" Und er zog sie plötzlich au sich, nach seiner alte», stürmischen Art. Trotzdem sie gerade in eine belebte Straße elnbvgeu und da§ elektrische Lampenlicht hell durch die Wagenfenster fiel, duldete sic cs', ja sie küßte ihn wieder. Gott fei Dank, daß es wieder hell wurde auch drinnen bei ihnen. Run erschienen ihr auch Heinzens Zukiiustspläuc gar nicht in ehr so schrecklich. Man sah ja, es gab noch Men-, scheu, die vernünftig dachten. I» Heinzens Arm entwarf auch sie Pläne: wie sie sich mit Hcßsurths recht eng befreunden wollten. Und diesmal stimmte er bcreitwiftigst zu. * „Hallo — Kyllburg! Trifft man Sic endlich mal. Zweimal Hab' ich nun schon vergeblich bei Ihnen angetlopft. Hörte ja, daß Sie jetzt hier sind — gratuliere übrigens auch noch nachträglich! — und ließ mir aus der Kriegsakademie Ihre Adresse geben. Aber nie traf ich Sic an." Der .Angerufene sah zn dein Herrn in Zivil hin, der da aus ihn zugetreten war — richtig! Der Regiments-j kamerad, dessen Karte er ja schon vorgestern bei sich im Briefkasten gefunden batte, und er streckte dem anderen die Hand hin. „Tut mir leid, lieber Goerckc. Aber Eie wissen ja, wie das in Berlin so geht. Das Sichverfehlen ist eigentlich der Normalzustand. Sic sind drüben in Jüterbog?" ,,Ja, offiziell!" lachte der Kamerad. „Aber mccrschten- dcels hier. Ich Hab' mir sogar '»« Bude gemietet, dicht am Anhalter Bahnhof. Sache klappt tadellos. Jeden Abend sieden achtundvierzig komm' ich hier rübergerutscht. Der Theaterzug. Wir sind immer ein ganzes CoupS voll, riesig gemütlich. Und dann geht- ans de» Bummel. Man muß die paar Wochen ausnützen. Früh sechsc dreizehn geht dann die Retourkutsche genannt die „letzte Oelnng". Man lricgt nämlich gerade »oct, de» Anschluß. ’» bißchen ßrapa ziös ist's ja freilich ans die Dauer, man liegt nicht allzu- viel in der Falle. Aber, man ist ja nur einmal jung! Na — und ivas mact-en Sie Guts'?" Goerckc hängtc sich bei dem Kameraden ein. „Ich? Ja, was man hier so macht. Mitunter Theater, Konzert, oder auch mal Familie. Sic wissen ja, unser Loelvecke und Bungardts —" Goerckc nickte. „Ja, lvar auch schon mal da. Doch schätze den Fanich lienbetrieb nicht übermäßig. Na, aber jagen Sie mal, was haben Sic heute vor?" „Nichts Besonderes gerade —" „Das trifft sich ja gut. Da müssen Sie mal mit! Bloß" — und er musterte lopsschütlelnd den anderen — „wie kan» inan abends in Berlin in Uniform ausgehe»! Wissen Eie was?" Er sah nach der Uhr. „Es ist ja noch Zeit. Wir nehmen ein Auto. Sie können sich rasch umziehe». Wir kommen noch zcirccht zum Wintergarten." „Was lvvtle» Sie denn da? Ich muß Ihnen osje» gestehen, Goerckc, ich mache mir niä,t allzuviel aus diesem Epezialilätcnkram. Einmal im Winter, das genügt für meine Bedürfnisse. Und ich lvar erst neulich da." „Ja, da ist doch aber heute gallz ivas Besonderes! -bissen Sic denn gar nichts davon?" Kyllburg verneinte. „Na, da muß also lvirklich erst unsereiner kommen Und euch sagen, ivas bei euch in Berlin los ist. .Hier — da haben wir's ja gerade, schwarz ans lveiß!" Er zog den Kameraden zu der Anschlagsäule, an der sie eben vorbeikainen, und wies mit dein Spazierstock aus ein mächtiges Plakat mit ausfallendem Druck. Die Anzeige des Wintergartens für den heutigen Abend, aus der Kyllburg nun IaS : 91/2 Erstes Auftreten von Heinz Keßler O'/r in den drei Einaktern „Lebcnsbilanz", „Kavaliersehre", „Totentanz". „Na, jvas sage» Sie dazu? Der Mann von unserer Gerda Henning im Wintergarten! Muß man nicht dabei sein?" KhUbnrgs Auge hing noch immer an den schreienden, großen Worten des Aiifchlags. Mit jenem Erschrecken, das ihn in« ersten Moment überfallen hatte. Nun zog er den Blick gewaltsam fort, und halblaut sagte er: „DaS ist freilich —" „Nicht wahr? Doch 'ne reichlich dolle Sache! Was wohl unser Alter — " er meinte ihren Kommandeur, den Oberstleutnant von Henning — „dazu sagen wird? Auch ein Schwiegersohn!" Walter Kyllburg erwiderte nichts. Aber in seinem Innern empfand er voll das Peinliche. Der 'Kamerad fuhr indessen im Weitergeheu fort: „Bon der Ohrfeigcnafsäre haben Sic natürlich gehört?" Nur ein stummes Ricken als Antwort. „Na, dabei hatte der Keßler ja selbst nicht eigentlich schlecht abgeschnitten. Aber das da", und er nickte noch einmal zn der Anschlagsäule »rück, „ist doch ein bißchen l-appig. Das wird Henning ver- amint an die Nieren gehen. Wer lveiß überhaupt, ob ihin die Geschichte nicht noch den Hals bricht. Gerade jetzt, Ivo er sein Regiment kriegen soll!" Kyllburg schwieg noch immer, bis Goerckc ihm Nun den Arni drückte. „Aber kommen Sie, drüben hält gerade ein Anto." Da machte er sich mit einein leisen Widerstreben frei. „Nein, bitte, lassen Sie, Goerckc. Znm Bummeln bin ich wirklich nicht recht aufgelegt heute." „Alter Streber! Sie sollten sich gerade mal ’n bißchen ausmische». Aber in den Winlergarten gehen Sie wenigstens mit? — Nee, nee, Bester! N>« mal nicht anskneifen. Das' sind Sie nur einfach schnldig. Denn Jhretlvege>l Hab' ich inzwischen den Anschluß verpaßt, an die anderen, die mich im Pschorr erwarten wollten. Jetzt müssen Sic einfach Mit. Ich tan» mich nicht den ganzen Abend allein rnmdrücken!" Da gab Kyllburg nach. I» einer der mittleren Parkeltreihen des Wintergartens' saßen Pctcrsens und Gerda. Nur das Zureden der Schwester hatte diese bewogen, mit ihnen zu gehen. „Sei doch vernünstig!" hatte Astrid geraten. „Aenoern kannst du nun lnal nichts mehr an der Sache, also mußt du dich damit absinden. Und daS muß ich schließlich deinem' Mann zngebcn: nachdem es einmal fuiueit gekommen ist, kann er wirklich nicht mehr zurück Aber ivas bleibt ihm da »och weiter übrig? Er ninß wohl oder übel jetzt diesen Weg gehen. Schön ist's ja gerade nicht, seinen Schwager dä zwischen Akrobaten und Jongleuren sich produzieren zu sehen — aber, du lieber Gott, wir sind ja nun mal in Berlin! Da ist.nichts uninöglich. Und er hat recht: er jst eben eine Klasse für sich, und das Publik»,n wird sich auch daran gewöhnen. In ein paar Wochen findet inan die Sache schon ganz 'in der Ordnung. Es fallt kein ein Menschen mehr ein, sich darüber anfzuregc». Also, liebste Gerda', strüud' dich nicht länger dagegen. Du niachst damit bloß deinem Manne lind dir das Leben unnütz schwer. Und zu seiner Premiere finde ich - mußt dii doch einfach! Etz> würde ihn schiver kränken, ivenn die cigcnegran fern bliebe, sich scheute, sich dort zu zeigen, wo ihr MH»n «»stritt." tForlsctzung folgt.) Sturmflut. Skizze vo» Karl Böttcher, Cheinnitz. Ter junge Fischer stand ans der Diiice und schaute über Slrand und Meer. In niatten Kräuseln trieben die Wasser landwärts und der Wind war so schwach, daß die Motorhafciituttcr aste i» See gegangen loaren, die hcinikchrenden Fischerboote, deren Segel »öl« jianc» Winde schlass an. Maste dingen, ins Schlepptau zu nehme» 21S und Ijcinijiibolen. Sieben feiltet Seele mären btmtfjeti u»d würden heule reichliche» Sfoitfl heimLringen. Secbe Vahlsen, der junge Fischer, war einer der Wohlhabendsten im Strauddonc, und wenn erst bnf neuerbaule yaus neben dem Räuchcrschuvveu auch inwendig kft und seNig sein Würbe, dann wollte er, Serbe Vahlsen, die blauäugige Inge freie» und sie zur Herrin des schönsten Hauses inBidde- row mache», Bis jetzt halle er freilich »och nicht mit Inge Jaskh über seine ZnknnslSpläne gesprochen, aber Inge »rußte eS längst gefühlt haben, das; Seches Herz warm für sie schlug, Ter junge Fischer reelle und dehnte sich im Wohlgefühl seines kommeirden Glücks, bann warf er sich in den Sand und überließ sich Znkunststräume», So traj ihn Inge Iaskv, sie, der seine Träume galten. Sie irug ein ausgebessertes Netz über der Schulter, das sie zu Sigurd ptzinglosi schaffen wollte. Sie und ihre Mutter waren Netzflickerinnen, tvohnten dich! neben dem Friedhof der' Heimatlosen tu einer kleinen, aber sauberen Hütte, Sie waren trotz ihrer Armut angesehen im Dörfchen und nährten sich durch fleißige, mühevolle Arbeit Lächelnd stand Inge zu Haupte» des Träumers, der sie nicht haue kommen hören. Sie bückte sich, mrhm eine Handvoll Sandes und streute ihn Seede über den Kops, Er rieb sich die Augen und wischte den Saird fort und pustete ein wenig mit den Lippen und ahnte nicht, wer ihn neckte. Da lachte Inge, ein herzlich-helles^ Lachen, Cr sprang aus, und als in die fröhliche», tiefblauen Augen * Inges blickte, ward er verlegen und lachte mit, weil er nichts besseres zu tun wußte, Daun griff er nach dem Fischnetze, das Jirge erus der Schulter trug und sagtet „Jeh trage dir die Bllrde, Inge, Bum Lohn läßt du mich mit dir gehen!" Sie überließ ihm das Ney, und so schritten sie selbander auf dem Düuemoege dahin. Sie waren zwei vrächttge Gestalten voller Jugend und Kraft.......Serbe schwieg sich ans, und Inge, die allzeit sröblick>e, sumnite ei» heiteres Liedchen vor sich hin, ,,Was singst du da, Inge?!" „Ach, ein kleines Lied,.....kennst du es nicht?" „Nein, Tu weißt, so lauge der finstere, verschlofsene Baier noch lebte, war feber Sang hei uns im Hause verpönt, und nun bin ich wohl zu alt, noch Lied Und Sang zu lernen," „Ei, seht einer den Greis!" lachte schelmisch das Mädchen Daraus sagte der junge Fischer bedächtig t „Frohsinn ist mir lieber, als alles Getld der Melk, Won» ich einen müßt', der mich Frohsinn lehrte!" Sie schwieg, und er wartete, , , , llnd als sie »och immer schwieg, fragte er wichtig und mit Bedeutung: „Wüßtest d» keinen?" Sie sann »itd sann. Dann bub sie an nnd in ihren Aitgen blitzte «s ans; „Einen wüßt' ich nicht, wohl aber eine," Da blieb er stehen, bossmmg und Erwartung trieben ihm das Blut in die Schläfe, Und er fragte hastig! „Sag' Inge, lver ist die eine?" „Es müßt' eine sein, die dich lieb hat, Seede," „Ja, ja......Sprich doch . , • »nd die eine?!" „Ist An künde Bangerow " „Tie Müllerstochier?!" , . , Verächtlich und enttänschl kam es von seinen Lippe», „Ja, die , , , Seede, Sie liebt dich, . . ich weiß es, . . . und sie ist reich und ist fröhlich obendrein," Da hielt er trieb* länger an sich, , Er nahm ihre beiden Hände, zog sie an sieh heran und merkte nickst, >oie sie widerstrebte , , , Und hastig sagte er,' „Was nütz! mir Rejchtnm? Den Hab' ich genug, , Und ich will eine Fröhliche, die ich liebe, die ich selwn seit vielen Jahren liebe, .... und diese Fröhliche bist du," lind er sah das Erschrecken in ihren Augen, , , , sah die Anas! ihrer Seele, »nd wortlos, langsam senkte er seine Hände, die die ihren hielten, und nun ließ, er sie fallen und iroü zurück, , Sie sprachen kein Wort, und doch wußte er, daß sein" Hoffnung dahin, . , , Er legte still daS Netz zu ihren Füßen, tvandie sich still ab »nd schritt, jetzt nicht mehr hehr und ansrecht, >vie ehedem, davon , lind Inge holte tief Atenr und sagte dann zu sich: „Das Hab ich nicht gewußt!" Dann ging auch sie ihres Weges, Als Seede heimkam, war der Seesang der letzten Fahrt schon cingebracht. und Peter Anstedt, der alte Fischmeister Seedes, rieb sich die Hände und sagte z» seine», jungen .Herrn: „Na, Herr Vahlsen, heut' sind ivohl an die tausend Tälerchen hereingedracht, und Sie sind wohl nicht dawider, wenn wr den Fischern heute ein übriges znnt Lohne geben " „Tut, wie Ihr denkt, Jnstedt!" sagte müde Seede und ging davon „Na, junger Herr, ist es Euch nicht recht, so bleibt e§!" sagte verwundert der Alte lstnterbreiu, , , , Das hörte Seede und ihm tat es letzt leid, daß er so kurze und abweisende Worte für den alten, imirit Menschen gesunden hatte. Und er lvandle sicl, wieder zurück und sagte nun: „Nein, nein, Jnstedt, gebt nur reichlich »nd vergesst auch Euch bei der Äuszalüung nickst," , . . Der Alte, der Seede sckwn seit desie» Kindheit kannte und mit ihm gespielt hatte, als er noch in Windelhosen im Sande gesessen, merkte sojort, daß Seede ein Leid drückte..... Väterlich fragte er ihn: „Ist Ihnen nicht tvobl, Seede ? Sie sehen bleich und müde aus," Seede wandte sich ab und sagte mit Bewegung: „Ihr seid ein *fta Freund meines Hauses, Jnstedt, und Eilre Anteilnahme tut mir wohl Ich erlitt soeben die erste große Enttäuschung meines Lebens, und das grcist mir ans Herz," „Ich sah Euch vorhin tnit meinem Rohre, als wir heim- geschleppt lvurde», mit Inge Jaskh am Teiche stehen, Herr Seede. . . . Ist es das?" „Ja, das ist cs.....Nun wird mein Hans am großen Schuppen ohne Herrin bleiben, und ich bleibe in meiner alten Hütte droben auf dem Hügel." Ter Alte wiegte bedächtig sein graues Hauvt.....„Ja, Herr Seede, mit der Liebe hat der Mensch nicht gletel; beim ersten Netz- wurs Glück. Ta ist's wie mit der Fischerei, , , , Uebrigcns, daß Inge Jaskh Euch nicht nimntt, hätt' ich Euch längst sagen könne». Sie ist versprochen mit Wuls Rosmussen, des Deichbevolsmäristigten «oh» " „Ter so viele Jahre in Stettin gelebt hat?" „Ja, derselbe; er zieht demnächst ganz nach Bidderotv und dann führt er Inge heim," ' Der Sommer dahin, — Die Herbftslnten ivarcn längst über den Strand gerollt und hatten Damm, und Deich mit brausender Wucht zu stürmen gesucht. Aber das wohlgepflegte Dammtverk hatte gar wacker widerslanden und das Dörslein vor Not und Tod geschützt, Das neue, feste Haus, das sich Seede Bahlsen Hatto im Sommer bauen lassen, grüßte schinuck und sreundlich über See und Land, aber es stand leer, denn bte Herrin, die sich der junge Fischer dafür auserkoren, war eines anderen Braut geivorden und jüngst, zum heiligen Feste der Weihnachten, da ward sie Wulf Rasmassen angelraut, Seede ivnr seitdem mürrisch und schweigsam und betrachtete jenen Wulf Rasmussen als seinen größten Feind. In dieser Zeit war zweimal am Strande ein Schiss in Not gewesen* und zweimal war es Seede, der in harter See mit braven Kameraden die Mannen vom Wrack rettete. — „Er will sein Leben drau- setzen," sagte» die Kameraden, „so tollkühn wagt er sich hinaus." — Aber das Meer mochte ihn nickst, bei! und mit Ruhm bedeckt, kehrte er heim. — Nun knechtete ein harter Winter mit sielen Stnrmsluten den Strand. Seit zwanzig Jahren hatte das Meer nicht so gehaust und den Deich fa trßld bestürmt und in seinen Grnndsesten wankend gemacht. Der Teichbevotlbeinächtigte und der Deichhauplnmun mit einigen Ingenieuren vom Bezirksamte ritten täglich mit sorgenvollen Mienen den Dünenwog entlang, berieten und maßen und untersuchten. —> i Aber die Jischersleute hinter dem Deiche waren voller Ber- tranen sind dachten nicht an Unheil, Doch in der letzten Nacht Hub ein solches Stürnien und Heulen an, daß selbst die ältesten Fischer meinte», diesem Drucke der Wogen könne der Deich wohl kaum widerstehe», Frauen und Kinder saßen beim blakenden Lichtlein daheim und beteten, die Manneslesil' aber zogen die Oetjacken über und drückten den Südtvester ins Gesicht und gingen nach dem Damm, Ei, wie das schnob!! — (Situ eisiger Nord brüllte vom Meere und peitschte die Wogen aus. Die grünen, leuchten Massen schoben sich und drängten sich Und überstürzten »nd untergruben sich, schäumten und gischteten und versüstange» sich gegenseitig, mtb gebaren neue, größere Wasserberge und saugen dazu ein Lied, wie wilder Recken Sang, >vie wenn sich Berge rieben, toie wen» Lawinen rollen. Und die Pechsackekn in ihren glühend-schwelenden Köpfen schienen bald sterbenden, irrenden Lichllein gleich, bald leuchtenden Toteusanalen, Und hundert und hundert Männer standen da und schauten in das Wühlen der Elemente, und gar manchem fraß die Sorge am Herzen, denn gar mancher wußte: Wenn diese losgelassene Höllenslnt de» Deich durchbricht, wenn diese ivilde», wallenden Wasser eine Bresche schlage» i» den schützenden Tamm, dann webe dir, Dörslein, — dann wehe dir, Hütte und Heimat. Jetzt rollte eine Riesemvoge daher. Mit zhklovetchafter Wucht trieb sie die Borwelle» beiseite, verhielt einen Augenblick, als wolle sie die letzte, gewaltigste Kraft zusanimeniiehuien, und nun sprang sie, ein Riesenwasserberg, aus den Damm, lrallte sich et», züngelte, leckte und fraß, — und kehrte, brüllend vor ohnmächtiger Wut, sckiaumgischleitd zurück in das einige Meer. Biele hundert Augen hatten an ihr gehangen, hatte» sie werden sind ivochsen sehe», hatten ihren Sturm auf die Deichzinne verfolgt, und nun atmeten aUe. alle tief aus. Auch Seede Bahlsen stand mit droben am Damni. Das müßige Zuschaue» gefiel ihm nicht. Er suchte den Deichbevotlmäckstigten und schrie ihm zwei, dreimal ins Ohr, bis der verstand: „Jeder soll einen großeit Stein herbcischafsen und einen Sack Sand bereiihaltcn," Das gefiel dem Bogt und er machte es den Männern, di« um ihn standen, durch Zeichen verständlich. Da schritten sic davon mid ein jeglicher Holle, das Begehrte, Und sie taten gut daran, Tenn die eine große Woge, die so schmählich Zmückge- schlagene, holte hilssbernte Kameraden, und sie taten sich zu- santmen und rollten nun mit verstärkter Wucht auf Deich und Düne. Hölle und Teufel! Wo die Düne de;i Winkel macht, den stnmpsen, da setzten sie ein, die Wellen, Wie miltelallet liehe Bklogerungswidder raiinnlen sie an den t:and, leckte» mtb schleckten, bohrten und wühlten, — und ivie fit" erst die Grasnarbe verschlungen, wie sie erst am bloßen, nackten t-ande fpitlleit, da verdoppelten sie ihre Wucht, Immer rasender, immer toller wüteten sie, dazu pra>selte noch stechendicktaner Eisregen hernieder, dazu brüllte der Sturm und. peitschte die .Wasser ztt grö- 220 fictct Wut, uitb jetzt, jetzt knackte uitb knisterte es, Risse, Haarschars, zeigten sich, — cS bebte der Damm, — und setzt schossen die Wasser durch. Ein einziger, wilder Schrei aus hundert Kehlen! O Seede, was warst du klug!! Krach und krach!! Es flogen Steine, zehn, zwanzig, hundert mächtige Brocken in die Bresche und dumvl Polterten die Sandsacke nach, ■ . . Die Wasser stutzten, staute» sich, fluteten zurück, kanie» Ivieder, . . ■ Was, ifrr Menschlein wollt mit einer Handvoll Steine und,einem Berglein Sande in ivildaufgepeitschtes, nordsturmaufgewühltes Meer im Siegesläufe hemmen ? Wahnwitzige Kreaturen!! Größenwahn- tinnigc yu>ergc! . . . Ha, Meer! Flut! Mit sieghaftem Gebrüll, mit weitzslammendeni Gischt stürmt es iveiter und reiht Sand Und Steine mit fort, packt die am Rande der Dammwunde stehenden Menschlein uiit ein und schluckt sie mit hinunter, , , . und nun gurgelt es in die Strahen. Die ersten Hütten stehe» im Ru unter Wasser, . , , Ihre Einwohner sind längst fort, das Unheil ahnend, . , , Und die Wellen rasen tveiter und mit ihnen die Mannen Pom Damm um die Wette, Heini, zu retten, was zu retten ist, , , , Und dazwischen lenken die Kirchenglocken und künde» in die Lande von des Wassers grausiger Tat, , , , Und Seede stürmt mit ins Dorf, , , , Sein Haus, droben am Hügel, ist sicher, aber Helsen will er, wo seine Hand gebraucht werden kami. Besonders bas eine Haus am Dammwege fitdrt er, dort zu Helsen, das Haus, in denr Inge Jaskp, jetzt Frau Rasmussen, wohnt. Da ist es schon Die Tür springt auf, und der junge Wulf Rasmussen stürzt heraus. Seine schwächliche Gestalt vermag dem Druck der spülenden Wasser nicht zu widerstehen und die Wogen werfen ihn an den Zaun, Und Seede sieht es, und ein hählicher, harter Gedanke schiesst durch sein Hirn, . , , „Wenn er jetzt versöffe, der Rasmussen , , , ivenn du Inge rettetest, , , , daun vielleicht, , Aber schon drückte er den Teufel nieder, der Um z»m Schurken mache» null, lind er saht des jungen Menschen Arm und zerrte ihn ins Haus znrück. ,,Bleiben Sie hier, ich komme ivieder!" schreit er ihn au und dann saht er Inge, die, wenig bekleidet, mit zitternden Kntcni vor ihm steht. Er hebt sic hoch und trägt sie aus seinen starken Armeil aus dcnl Hanse, Bis an die Brust spülcii ihm scholl die Wasser und Inges Fühe schleife» durchs Rah, Er trägt sie fort, Wulf Rasmussen schreit ihnen nach, aber ec achter nicht darauf, Uird als sie endlich an höher gelegene Strahen kommen und die Wucht der Wellen sich mindert, da setzt er sie nieder, „Geh in mein Haus, Inge, ich bring dir den Mann!" verspricht er ihr noch, dann kehrt er in die wühlenden Wasser zurück, IIeber- all begegnen ihln fliehende, ivimmernde, jammernde Menschen, und allen ries er zu: „Geht in Mein Haus, da seid ihr ge« borgen," Und er kommt an Hütten, da sitzen sie aus den Dächerii des schon ivankenden Hauses, Weiber und Kinder, nnd sleheir und betteln, sie herausznholen uiid zu retten. Und er gedenkt des harrenden Wulf Rasmussen, aber er kann doch an flehenden Weibern und Kindern nicht Vorbeigehen, Und so holt er sie, halb erschöpft und von der eisigen Kälte halb erstarrt herab und schasst sie in die höher gelegenen Strahen, Und wieder gedenkt er des harrenden Wnls Rasmussen und ivieder sitzt ihin der Teufel in den Ohren, der flüstert: „Lass ihn ersaufen, dann ist sie dein, die schöne Fuge!" Aber er lacht grell auf und ruft > „Daß ich ein Schuft würde!" und abermals steigt er in die gischteiideu Wasser, au den Mauern klammert er sich dahin. Endlich ist er an Wulfs Haus, Da hangt der Mensch geduldig mul Gartenznnne mtb wartet vertrauensselig auf seinen Retter. Und als ihn der starke Seede vackt und fortschasst, sagte er: „Ich wühle, dah Sie kanie,i, Herr Bahlse», Meine Frau hat mir tz» oft von Ihnen erzähll. ivie gütig Sie seien," Ta entwich der Teufel ans Seedcs Seele, und er war wieder froh und stützte de» Geretteten, bis er ihn geborgen wähnte, und holte dann noch vom Dache eines Hauses ein altes Mütterchen, das man in dieser wilden, gransigcii Nacht vergessen hatte und das sich schon die Stimme versteht unb verschrien hatte, und als ec nun selbst an sein Haus auf der Höhe kam, ivar das zum Asyl geworden. Und er suchte Inge und ihren Mann, Sie hockte bleich und zitternd am Herde und fragte ihil bang: „Wo hast du meinen Mann?" - Da erschrak Seede gewaltig, „Ist er nicht hier?" „Du hast ihn nicht geholt. Seede, du hassest ihn! Seede, darum überliehest du ihn den Wellen," Da sprang er ivieder bcu Hügel hinab, schrie, dah ihm die Kehle springen wollte: „Wulf Rasmussen!" Aber der Stnrnr fräst seine Worte hohnlachcnd iam. Seede rannte mm in das ivellcndurchspülte Dorf zurück. In das Heulen und Brülleil der Wasser klang entsetzlich das Poltern der brechenden Häuser, das Krachen der stürzenden Winde, Uiid während Seede, mu sich vom Verdachte des Schnrkentnms zu reinigen, suchte und hastete, kroch Wulf langsam den Hügel empor. Er war fast erstarrt vor Kälte, und endlich, eiidlich erreichte er das gastliche lHaus, Seede aber geriet >»it seiner voll erschöpften Kraft in die Strudel, lind die Wogen, als sic des kühne» Seede ansichtig wurden, der ihrer Gier so viel Beute entrissen, sielen über ihn her, und seiiie geschwächte Kraft konnte nicht mehr tvidcrstehen. Sie packten^ ihn, hoben ihn noch einmal hoch, und dann schotz er in die Strudel hitmb ntid wurde von heimkehrenden Wellen durch die kühn verteidigte, nun riesengroß geivordene Damnr« dresche mit hinnntergerissen ins weite, ewige Meer, vermischte». * Wanti soll d e r M e u s ch e s s e n? Ter bekannte sran- zosische Phistiologe Prokessor I, Bergonw arbeitet seit Jnliren a» wertvollen Studien über die Energieabgabe des metilchlichc» Körpers und deren ZMammenhaiig mit der Ernährung. Als das Erlebnis seiner langtviecigeu Forschungen hat der Gelehrte jetzt der Pariser Akademie der Wisieuschasteu eine interessante Studie vor- gclegt, in der er das Steigen icnd Fallen der menschlichen Leistungsfähigkeit lvährend der einzelne» Tagesstunden ienstellt nnd ihren Zusammenhang mit der Zeiteinteilung der Nahrnligsanitiahnic »nlerincht, Bergonib konnte lesiftellen, dah im Verlaute von 24 Ctnnden die menschliche Energie zwei Maxima und zwei Minima erreicht und auf Grund dieser Feststellungen läßt sich zunächst sagen, »in welche Zeiten die Nahrungsaustiahme am ungünstigsten ist. Dabei zeigt sich, da» man nicht zwischen 12 nnd 11lhr mittags und nicht nach 9 Ubr abends esten lost: also just zu den Slnnden, in denen ivohl die Mehrzahl das Mittagessen und das Abendessen zu sich nimmt. Bergonid iveist nach, d>h »m diese Zeiten die Encrgie- kiirve des menlchlnhen Körners ein ÜJIinimum erreicht; um dieie Zeit ist enie starke Nnhrnnqsanhiahme ungünstig nnd sührt nur zu ciner Ucberlastinig der Lebertätiakeit. Wenn die Menschheit ihre Crnäkrnngsweise zeitlich mit der Hhgieue in Einklang drnigeu will, müsste sic sich »ach dcu Forschungen Bergoniös vollkommen um» getvölnien. Wir essen gerade um die Zeiten, da die Nahruiigs- nnsnahnie ungünstig wirkt, viel, und zu jenen Stnndeu, in denen der Organismus eine reichlichere Nahrungsaufnahme braucht, wenig. Die Hauvtniablzeit, alio sozusagen das Mittagessen, sollte um die Zeit etngenomnien iverde», da die Energickurve ihre stärkste A»s- wnrtst eivegnng zeigt, DaS ist ctwa moigeuS »in'st,8 Uhr. Dieser Mittagessen zur Frühstücksstunde soll nicht nur für die nächsten Stunden neue Energie liefern, sondern auch die nach der Nachtruhe gleichianr ausgelnnigecte Leder mit ncneni Kräitevorrat versehen. Eine zweile kleine Mahlzelt von nur 300 bis 400 Kalorien müßte dann nachmittags gegen Ab Uhr genommen werde»: Tee ivürde dabei voltkonilnel, genügen. Eliie b itte 'Mahlzeit aber, 700 bis 800 Kalorien, iväre dann gegen * Uhr abends zn nehme», l»o- inil die Ernähr»»» des Melischen uoCteubct iväre. Beigoniö bat diese Art der Ernährung seit iechs Jahrel, bei einer bcstiinntteli Familie eingesnhrt nnd die best » ge >lndheitllchen Erlotge damit erzielt. Also: um 7 Uhr morgens Mittagessen, um & Uhr nachmittags Tee und um 8 Uhr abends das Frühstück — und deine Arztrechuungen werben ivunderbar zilsammenschrumpieu. * (hesährlichc M ode. Der Droschkcnqaal hat »ach einer weithin slatternden Haarflechte der eleganten Schönen geschnappt, und diese schimpst aus den Kutscher, „Da kann ich nichts dafür. Fräuleinchen," entgegnet dieser entschiltdigend, „Mein Pscrd hält eben Ihre grüne Perücke für frisches Gras," Schach-Aufgabe. S warz. Weih fetzt mit dem dritten Zllge Matt. Auflölung in nächster Nummer. Austösluig des Knvlelrätsels M voriger Nmninrr: Gute Schwimmer ertrinken gern. Redaktion: K. N « u r a t h. — Notatiousdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R, Lange, Gießet»