Lkkizirrstöchtrr. Roman von Paul Grabetn. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Heinz Keßler ging langsam. Es fiel ©erb« auf. Al- ob er den Abstand von dem Paare da vorn noch absichtlich vergrößern wollte. Eine Bekloinmenheit überfiel sie da. Was hatte er — was wollte er? Und sic fühlte, wie der schon aufgeregte Takt ihres Herzens noch schneller ging, immer schneller. Und plötzlich setzte er für einen Moment mit heftigem Stocken ganz ans. Heinz Keßler war stehen geblieben. Und vorn die beiden waren verschwunden hinter den Büschen der Wegbiegung. Allein mit ihm war sic in den stillen An- lagen des Sladtparks. Jetzt — jetzt! Sic fühlte nur in dumpfem Brausen laktmästig die Blut- wellen im Ohr anschlagcn. „Fräulein von Henning — bat Sic c-Z eigentlich nicht gewundert, daß ich wieder nach hier kam?" „Gewundert'?" Sic wiederholte es ganz mechanisch, den Blick geradeaus auf den Birkenstcnnm vorn am Wege gerichtet „Nun ja —" es klang ein wenig ungeduldig — „schließlich ist Ellerstadt doch gerade kein Wcltbad, wo man sich eo ipso als Sommergast einquarticrl." „Ganz recht — und warum kamen Sie da eigentlich ans diese Idee?" Eine lebhafte, säst ärgerliche Bewegung bei ihm. „Sollten Sie das wirklich nicht wissen?" „Wie sollt' ich — Aber in ihre Augen, die immer noch an dem Birken- stamm hingen, kam ein geheimes Flimmern. Da trat er vor sic. „Fräulein von Henning!" Und sein Ton tvar so zwin- gcnd, daß sic zu ihm aufsehe» ncußtc. „Seien wir doch offen zueinander. Sie wissen es ja: ich kam hierher — nur Ihretwegen !" Aus ihrem Antlitz toich leise die Farbe. Aber ihr Ton verriet nichts von ihrem Enipsiuden, als sie erwiderte: „Da Sir es sagen, wird es wohl so sein." ES klang sogar kühl, als wollte sie ihn wieder in die nötige Distanz weisen. In seinen Zügen zuckte es ans. „Oft Ihnen mein Hiersein wirklich so gleichgültig?" „Was berechtigt Sic zn dieser Frage, Herr Keßler?" Aus dem ganz blassen Antlitz kam die Estgensrage. mit einer frostigen Unnahbarkeit. Das Grollen in seinem leidenschaftlich beioegten Gesicht wuroe da noch drohender. „Was mich berechtigt? Muß ich es Ihnen sagen? — das ernste Interesse, das ich an Ihnen nehme!" „Sie kennen mich ja noch kaum." „Braucht es dazu Wochen, Monate? Gehören Sie zu den Leuten, den traurigen Konventionsmenschen, bei denen sich immer olles hübsch reglementsmäßig abspielen muß? — Fräulein Gerda! Lassen Sie doch endlich die Maske fallen, mich endlich wieder Ihr wahres Gesicht sehen. Warum jetzt aus einmal diese Komödie mir gegenüber? Pardon sür das Wort — aber ich kann inir nicht Helsen." In Gerda war ein letzter Kamps. Dann sah sie ihn an, immer »och blaß, aber mit großen, ernsten Augen: „Nun gut, lassen Sie mich rückhaltlos sprechen. Gewiß, ich bemerkte natürlich Ihr Interesse. Aber — hatte ich irgendeinen Anhalt sür seinen Ernst?" Es war, als wollte er leidenschastlich loSbrechen, aber dann gab er zu: „Sie haben recht. Was wissen Sie im Grunde von mir? Ja, vielleicht — ich fürchte, ich bin sogar sicher: das, was Sie wissen, von, .Hörensagen, es war »vohl gerade keine Empfehlung für mich." „Ter »klatsch gleitet an mir ab." „Fräulein Gerda !" Eine impulsive Bewegung, als tvollte er nach ihrer Hand greisen. Aber dann beherrschte er sich doch. Rur aus seinen Augen brach es. „Ich danke Ihnen! Und nun lassen Sie inich einmal offen sprechen, ganz offen. Denn Sie haben ein Recht, zu wissen, iver ick bin. Darf ich?" Ein rnum merkliches Neigen ihres .Hauptes, doch es ließ ihn hofsnungsfroh ausatmen. „Ich sagte Ihnen schon damals, gleich bei unserem ersten Begegnen — Sie besinnen sich wohl noch? — ich bin ein Fahrender, und mein Leben bisher war unstet — bisweilen wild, ich leugne es nicht. Aber ich bekannte Ihnen auch ivciter: ich war trotzdem ein Suchender, nach dem heiligen Feuer. War cs meine Schuld, daß ich es so lange nicht fand, daß mich manchiual falsches Licht trogst' Sie erwiderte nichts Aber in ihrem Schweigen war etwas, tvas ihm den Mut gab, weiterzuspreche». „Und nun fand ich Sie, Gerda. Sie nahmen von mir Besitz im ersten Augenblick. Sie wissen es ja. Freilich Sie sehen, ich bin rückhaltlos offen, mir selber zum Schaden vielleicht: aber Sie solle» niich kennen lernen, wie ich bin — nicht gleich empfand ich bas für Sie, tvas ich jetzt empfinde. Es war zunächst iinr Ihre bezwingende Erscheinung — bitte lassen Sie mich das alles sagen. Aber iuinn, als ich Sie kenne» lernte, im Gespräch, da kam es über mich: Sie waren ein Mensch, wie ich ihn inir ersehnte, wie ich ihn brauche — ohne Vorurteile, und doch so groß und hoch. Und auch Sie trugen das Sehnen, toaren einsam hier. So ergriff es mich den». Das Hoffen: war das nicht mein Schicksal und — vielleicht auch das Ihre? — Sehen Sie, Gerda, nun wissen Sie, wie es um mich stand, und jetzt —" Heinz Keßlers Blick suchte Gerda, die immer noch blaß vor innerster Erregung vor ihm stand. Da war nun di« große Stunde ihres Lebens. Ein Wogen war in ihr, das ihr die Brust spreiigen wollte. Seine Worte, aber säst noch mehr der weiche, dunkle Werbelant seiner Mannesstimme, 1«0 löffelt eilt heißes Uebcrslulen ihres Empsindens auS, ei» herausdrängendes Glücksgcsühl: Nun, nun fallt) all ihr Sehnen sein Erfüllen! Alle Selbstguälerei, der Zwiespalt ihres Inneren hatte nun ein Ende. Und dach — klang da nicht von fernher etwas wie ein Warnen? Nichts Bestimm-« tes, Gedankenklares: aber ein Llhnen, dunkles Befürchten aus den unergründlichen Tiefen des Instinkts heraus. „Gerda!" Gin leidenschaftsdnrchzittcrter, leiser Ton nur, und da war wieder das andere, das stärker war: das heiße Pulsen ihres jungen Lebens, das seine Erfüllung forderte. So fand Heinz Keßler die, die er suchte. Gerda hatte, zu Hause angelangt, sofort ihre Mütter aufgesucht und ihr Mitteilung gemacht. „Kind, Kind — aber das ist ja ganz unmöglich!" Frau von Henning, im höchsten Maße betroffen, konnte nur immer wieder den Kopf schütteln. „Ein Schauspieler — loie konntest du denn überhaupt nur —? Und er! Es ist ja unerhört, daß er das ohne unseren Willen wagte. Ohne sich überhaupt bei uns vergewissert zu haben." „Mein Gott, Mama — das kam eben so. Es war ja heute die erste Gelegenheit, wo er mich einmal ungestört sprechen konnte." „Ganz gleich. Keine Entschuldigung. Ein Mann von Erziehung und Gesinnung tut das eben nicht. Da siehst du gleich den Unterschied. Nimm neulich Klans Petersen, der wußte, was sich gehörte, kam erst zu mir und zum Baker, und dann erst hielt er bei Astrid an." „Doch bloß eine leere Formalität. Meinst du etwa, Klaus und Astrid wären sich nicht vorher völlig einig gewesen? Und ob es nun Blicke sind oder Worte!" Aber die Mütter konnte von ihren Bedenken nicht lassen, wenn sie freilich allmählich auch in das Stadium des Er- wägens geriet. „Ein Bühnenkünstler — ich konim' und komme darüber nicht weg! Gewiß ein erster in seineni Fach, und in seinen Kreisen sehr geachtet — „Doch auch anderswo, Mama! Würde ihn sonst eine Prinzessin zu sich laden?" „Ja, ja gewiß, aber unsere gute Juliane — " und Frau von Henning zuckte die Achseln. „Wir wollen uns doch nicht im unklaren darüber sein, daß man sie bei Hofe nicht recht voll nimmt. Man läßt sie mit ihren Extravaganzen notgedrungen eben gewähren, aber im übrigen — " „Nun, in Berlin ist Heinz aber nicht minder beliebt. Er ist doch wiederholt von hoher Stelle ausgezeichnet worden, und es schweben bereits Verhandlungen wegen seines Uebertritts zur Hosbühne. Ich weiß es doch von ihm selbst." „Run gut, mag sein — ich gebe ja überhaupt zu, nach mancher Richtung hin wäre die Sache ja schließlich wohl diskutabel." Der Mütter siel ein, was Frau Brcncken da neulich erzählt hatte. Was diese Künstler verdienen sollten wahre Ministergehälter. Und auch ihre gesellschaftliche Stellung in Berlin. Mjan trieb ja dort wohl einen förmlichen Kultus mit ihnen. Und anderseits — es war so schwer, gerade für Gerda zu sorgen. Wie oft lag ihr das nicht auf dem Herzen, seitdem sich für sie die Chancen mit Klaus zerschlagen hatten. Sie sah ja sonst keine Aussichten für ihre Tochter, und der Gedanke, daß das schöne Mädchen nach verblühter Jugend einmal in dumpfen Stislsmauern ihr Leben vertrauern sollte, war doch zu schrecklich. Also wenn sich da nun wirklich für Gerda eine Mögz lichkeit bot — sollte, dürste man sic ihr benehmen? Nur aus Standesvorurteilen heraus? Frau von Henning geriet immer tiefer ins Nachdenken, und die Situation mochte ihr schließlich wohl doch nicht mehr ganz so unmöglich erscheinen. Denn wenn sie jetzt zwar auch schwer aufseufzte, so erhob sie sich doch. „Ich weiß ja nicht, Gerda, ob wirklich daran zu denken ist, aber auf alle Fälle will ich doch mit dem Vater sprechen, und zwar gleich, sowie uyllburg wieder heraus ist. Er ist nämlich augenblicklich drüben bei ihm." Doch Gerda trat der Mütter entgegen. „Ich danke dir herzlich, Mama. Aber bitte — laß mich selber mit Papa sprechen." „Traust du mir nicht zu, daß ich deine Sache genügend vertreten würde?" äks klang verletzt. „Doch, Mama, selbstverständlich! Mer ich möchte trotzdem lieber nicht — ich möchte lieber allein, ohne Mittelsperson — cs kommt mir so feige vor, daß ich mich hinter di« verstecken soll." Die Mütter beschwichtigte sich da wieder. „Nun, wie du willst. Ich werde ja nachher doch auch noch ein Wort dazu zu sprechen haben." Vielleicht war es sogar besser so, ihr Mann machte seiner heftigen Erregung erst Gerda gegenüber Luft. Dann war er nachher eher für Vernunstgründe zugänglich. Also sagte sie denn zu der Tochter: „So geh nur zum Vater. Aber mach' dich auf allerlei gefaßt." Gerda nickte nur stumni, doch es senkte sich ihr jetzt, als sie zum Arbeitszimmer des Oberstleutnants hinüberschritt, lastend auf die Seele. Sie ging da einen schweren Gang. Sie wußte es wohl. Vor dem Eingang zu des Vaters Tür, in dem als Diele ausgestatteten dämmrigen .Hausflur des altertümlichen Hauses, wartete Gerda. Gedankenvoll stand sie an dem bunt- verglastcn Hoffenster, bis das Geräusch der sich öffnenden Tür sie zum llmdrehen veranlaßte. Kpllburg trat heraus. Als er sich ihr so unvermutet gegenübersah, schreckte er leise zusammen. Aber gleich hatte er sich wieder in der Gewalt und machte ihr eine stumme Verbeugung. Auch sie dankte ohne ein Wort. Etwas unsicher glitt ihr Blick dabei über seine Züge. Tie kamen ihr jo verändert vor. Gar nicht mehr das Ojscne, Freundlich-s Helle, das sie früher so wohltuend an chm empsunden hotte. Ihr Werk! Und mit einem dunklen Schuldbewusstsein sah sie ihm nach, bis er hinter der Portiere vorn am Ausgang verschwunden war. Da atmete sie noch einmal tief. Dann trat sie zu ihren! Vater über die Schwelle. Der Oberstleutnant steckte gerade eine neue Zigarre in Brand. „Na — " die dunkle Felix-Brasil noch zwischen den Zähnen nickte er Gerda gutgelaunt zu — „was bringst bti Gut's, Mädel?" „Ich — ich Hab' dir etwas mitzuteilen." „Das kommt ja so gedruckst heraus!" lachte er gemütlich. „Was hast du denn ausgejrejsen — hm?" Und er legte die Zigarre weg, nahm das schone Mädchen, sein Lieblingskind, nnt seinen schweren Händen bei den Schultern und schüttelte sic im Scherze ein wenig hin und her. „Lieber Vater," ihr Auge blickte ihn klar und groß an, und nun stieg ein stummes Bitten in ihm auf, „ich hnb' mich eben verlobt — mit Heinz Keßler." „Was?" Die mächtigen Hände gruben sich ihr schmerzhaft in das zarte Fleisch. „Mit dem Schauspieler?" Sie nickte nur. Aber das Bitten in ihren Augen ward zum weichen Flehen. „Das ist ja Blödsinn!" Und er gab sie frei, so plötzlich, daß sie fast taumelte. „Kompletter Blödsinn!" Dumps grollend kam es aus seiner gewaltigen Brust. Dann steckte er sich die Zigarre wieder in den Mund. Mächtige Rauchwolken von sich stoßend, ging er durchs Zimmer hin mit schweren, klirrenden Schritten. Und machte wieder kehrt, so schars und plötzlich, daß auf dem Bord überm Sofa die Silbcrbecher und Pokale klirrten — alte Renntrophäen. Er hatte da eben wohl nicht recht gehört. Und er vergewisserte sich, mit befehlsgewohntem Blick: „Du meinst, er hat dir da was von seiner Liebe vorerzählt. Aber du hosfentlich — " Doch Gerda hielt dem durchdringenden Blick stand. „Nein, Vater. Ich sagte cs dir ja schon: ich Hab' mich mit ihm verlobt." „Verlobt!" Ta brach cs los. Tie dröhnende Stimme, die das Gerassel der Batterien zu übertönen gewöhnt war. „Verlobt! Ohne unser Wissen und Wollen — bist du von Sinnen, Gerda?" „Verzeih — wir haben natürlich eure Zustiminung dabei vorausgesetzt." „Redensarten! Ein Mädchen von guter Familie und ein Mann, der aus sich hält, setzen eben nichts voraus. Man spricht erst mit den Eltern. So gehört sich das, und nicht anders." Gerda heftete die Augen fest aus den Aufgeregten. „Lieber Vater, wenn man jung ist, denkt mau eben anders." _ (Fortsetzung folgt.) 191 Lin Frühlingstag auf Norfu. Bon Tr. Wilhelm Wintzer. Ehe noch die Frühlingssonne die ganze Pracht südlichen Frühlings der Erde entlockt, treibt as auch diesmal wisdar Kaiser Wilhelm in sein Zauberschloß an der Adria. Tann fangen nur eben ans den Wiesenhängen Korfus die Anemonen an zu sprießen. Feigen, Oliven und Myrlhen blühen verstohlen in den Gürten und die ersten Nelken und Rosen beginnen zu knospen. Aber lüble Winde und kalte Nächte vcrkümniern noch den Pollgenuß des südlichen Frühlings. Indessen gerade die ahnungsvolle Herbheit dieses Vorfrühlings ist es, die Kaiser Wilhelm besonders liebt. Poller, berauschender, sieghafter aber lacht der südliche Lenz an den Küsten der Adria erst im Maien. Weißt eA dann die Sonne aus den schattenlosen Wegen zwischen den weilen Frucht- und Blumengärten Korsus auch oft allzu gut —i dar Eindruck all de!r paradiesischen Schönheit, die der Frühling nrit einem Male aus das Wundereiland ausstrcut, bleibt jedem, der ihn einmal erleben durste, unauslöschlich für alle Zeit. l Bei wilder Bora hatten wir San Giovanni di Medua, um dessen paar Däuser im Balkankricg so viel gestritten worden ist, verlassen. Immer tiefer sinkt jetzt die guer über den Horizont gelagerte schwere Wolkenwand, imnier stiller i>Mden Meer und Himmel, immer leuchtender die blauen Berge, imnier lveichcr die Winde. Santa Quaranta lieget hinter uns — und nun löst sich die Welt plötzlich auf in einen cinzigeir süße» Zusammenklang aus tausend dustlg-blaucn Farbenlönen . . . ein neues hehres heiß- crschntes Erlebnis künhigt sich an: Griechenland! Aber wer da glaubt, sich völlig ungestört den traumhasl schönen Eindrücken einer Gricchenlandreise hingcbcn zu können — der kennt das Reisen im Süden, vor allen im Orient, nicht. Wie sin MückenschwarM hat sich schon in Santa Quaranta eine Schar ausdringlicher Frcm- dcnsührer, Portiers »nb Holclagentcn aus unser Schiss niedergelassen. Tic ganze Nein« nordische Reisegesellschaft soll im letzten Augenblick mürbe gemacht werden. Und ich wollte doch nicht den internationalen Reisctrubcl in den Korsucr Allcriveltshotels d'Angletcrrc und Saint Georges mitten in der Stadt Korfu teuer befahlen. Wie viel stimmungsvoller mußte sich die Maienschön- hcit Griechenlands genießen lassen im bescheidenen feigenitinrankteir Häuschen hoch auf felsigen! Abhang über dem Meere! Ich entfliehe dem Trängen, Porschlagcn, Abtvciscn und Feilschen aus der Kommandobrücke, um die wunderbare Annäherung an die zwei- zackige zypressenumstandenc Zitadelle von Korfu, an die schmale immer höher wachsende weiße Häuscrmasse der Stadt, an die sastig- grünen kühngeschwungcncn Buchten zu erleben. Aber die Landung schon reißt wieder aus alle» Himmeln. Im Orient sind die Reisenden nun einmal uinl der Gepäckträger willen da, nicht umgekehrt. So mußte der Kamps mit Gepäckträgern, Bootssührern, Dotelagenten durchgekämpft werden vermittels einer Hand voll Frankstückc und Grobheiten, erschwert noch durch den Zustand, daß cs Privatlogis in Korfu überhaupt nicht gibt, aus dem einfachen Grunde, weil selbst zur „Saison", wenn Kaiser Wilhelm da ist, die Ricscnhotcls noch nicht einmal voll, sonst aber meistens leer sind. Tenn Korfu ist wegen seiner Sckwttenlosigkeit noch immer keine geeignete Erholungsstation. Tie Ausflüge sind sehr ausge- dahnt, und anr Ziele in den Dörfern gibl's nur verirocknetes Rosinenbrot, warmen Wein und schlechten türkischen Kassee. Tie englischen Reisenden, die Korfu als Zwischenstation zum Ucbcr- gang vom ägyptischen Winleraufcnlhalt benutzten, um dann in Albanien aus Eber zu sagen, gehören der Vergangenheit au. Wie so manches in dieser einst blühendsten Hafenstadt Griechenlands! Schaudernd betreten wir die verfaulten Ticlen im schönsten Prunkzimmer des größten Hotelbaus am Hafen „Hotel de Konstan- tinople". Abgerissene Goldtapetcn, in Fetzen hcrabhängende Gardinen und elend zertrümmerte Waschtische verscheuchen uns rasch wieder ans dem „Albancsenhotel" zum Entsetzen seines Wirtes, bis wir durch Bermittlung des deutschen Bierrcstaurants endlich in der einzigen Pension Korfus, die eine Teulschschweizerin sauber verwaltet, behagliche Unterkunft finden. Ter Morgen hält uns noch in der Stadt Korfu. Zwischen Zypressen und Felsgrvtten erklimmen wir die Plattform der Zitadelle von Korfu. T-a liegt in kristallen-strahlendem Lichtmeer die ganze Herrlichkeit dieses glücklichen Eilands um uns herum. Vor uns die Stadt, rechts der kleinere Küstenbogen, der mit lieb- tiäicn Hügelreihen das blaue Hafenbecken umschließt, links der größere, der sich mit dem Achilleion als weißem Punkt aus grünem Höhenrücken weit im südlichen Blau verliert. Hinter uns wie ein dusliger Gazeschleier die steile Felsenküsle Albaniens. Tort von dem riesigen Grasplätze, der arkadengcschniücklcn Esplanade, geht cs die breite Platancuallee am silbernen Strand entlang nach der sonncnschimnierndcn Bucht von Eauone, nach den Zaubergärten von Mon Repos, nach dem Kaiscrschloß Achilleion. Noch brennt die Sonne nicht allzu glühend. Ein kühler Erd- «ßruch entströmt den Gärten, die reichlicher Regen satt getränkt, Tautropfen blitzcir von lausend Blättern, und >vie ein Meer heißer Blumendüste schivebt es über die Straßen. Welch wunderbares Wandern in einen solchen Morgen hinein! Aus den Gärten, märchenhast fruchtbar wie die Gärten der Hcsperiden, treten kleine, schmucke, zierliche Mädchen mit fröhlichem Lachen, tins Blumen zum Kauf anbietend. Besonders reizende Knaben mit stillen, tiefen, seelcnvojlcn Augen wollen uns mit Früchten versorgen. Wie üppig sprießt und blüht und fnichiet lind auillt'si auch aus den Gärten Korfus! Fruchtbeladcne Feigen-, Apfel- sliien- und Psirsichbäume hängen ihre Zweige ülier'die Straße, glutrote Granaten, weißblühcnbe Kakteen leuchten im Rethcrblau^ goldgelbe, durstlöschend« Mispeln — nicht zu verwechseln mit unserer häßlicheren, trocken-mehligen Frucht —. pralle, große Glaskirschen, goldene Orangen und Zitronen schimmern im dunkelgrün glänzenden Laub. Und den hehren Glanz einer herrlichen Natur konnte auch von den Häuptern der Bewohner dieser Insel die rauhe Hand des Weltcnschicksals nicht ganz hinwegwischcn. Die Korsiotcn sind stolz, daß sie sich im Sturüi der Jahrhunderts» den Stempel griechischer Kultur durch römische, normannische, venezianische, englische und türkische Bedrückung bis heute siegreich erhalten haben, stolz, daß ein Deutscher, der Graf v. dev ^chulcnburg, Korfu 1716 endgültig vor den Türken rettete, wie sein Tcnkmal auf der Esplanade erzählt. Griechisch ist noch bleute die stolze Haltung der Frauen, deren Kops von dem malerisch viereckig gefalteten Tuch umrahmt ist oder graziös den große» altgriechischen Wasserkrug trägt — die Urbilder der Karyatiden — griechisch die ebenmäßigen Züge in diesen gelbbraunen Gesichtern mit den funkelnd schlvarzen, bläulich umränderten Augen, der oft gradlinig mit der Stim sich sortsetzen- dcn Nase, dem blauschwarzen Haupthaar — griechisch die seinabgetönte Farbenharmonie auch der ärmlichsten Frauenkleidung aus hellgelb-lichtblau, rosa und weiß, griechisch auch die leichtherzige Heiterkeit des Temperaments. Uebermütig plaudernd und scherzend geben uns unsere kleinen Blumenverkäuserinnen eine Viertelstunde das Geleit, würden wir all ihre Blumen kaufen, wir würden in der Blnmensülle verschwinden! Aber auch wenn wir nichts kaufe», nur mit ihren glücklichen Augensternen lachende Micke tauschen und scherzend uns ihrer natürlichen Grazie freuen, sind sie's zufrieden und hüvsen schließlich unt einem heiteren! „Adio" glücklich lachend von dannen. Nach kurzer Wanderung stehen wir am Eingang von Mon Repos, dem weißen Schlößchen des griechischen Königs, just an der Stelle hoch überm Meer erbaut, wo vielleicht Alkmoos, des Phäakenkünigs, gastliche Königsburg stand, in der der zu- rückkehrende Dulder Odysseus herrliche Feste feiern durfte. Ein nndurckchringlichcr Laubgang zuur Schlosse läßt keinen Strahl der heißen Sonne auf den Weg. Um so leuchtender ist die bimte, schier märchenhafte Pracht, die ungehemmte Sonnenglut in denr strotzenden Garten erzeugt, der in seiner vcrivegenen Wildheit jeder Kunst des Gärtners zu spotten scheint! Büsche, Rose dicht an Rose, fast kein Laub, baumartig cmporlvachsende Margariten, unzählige Arten Primeln, Löwenmaul, Orchideen, Nelken und Mohn, darüber ein Gewirr von Riesenpalmen, Buchsbaum, Granaten und Orangen, über dem Rasen blühende Myrthen und uralte tausendfach verknöcherte Oliven, als stammten sie noch aus den Zeiten Homers. Und über allem träumt der stille blaue Nachmittag — in der Ferne schimmert sanft der zarte lichte grüne Spiegel des Meeres . . . Und wie hier sagenhafte Vergangenheit ihre Flügel hinüberschlägt in die sichtbare Gegenwart — so auch im nahen G a r i tz a. Zwischen Gärten und Blumenbüschcn sind Kanäle und Löcher gegraben und wir wandern —r dank der Aus- grabungstätigkeit Kaiser Wilhelms — wieder auf den Tempelsluscir der Riescngorgo, deren wuchtiges Giebelfeld >vir im kleinen Kor- suer Museum bewundert haben. Als sich die griechische Plastik iwch in primitiven Anklängen an assyrische und persische Vorbilder bewegte und auf die Darstellung dämonischer Naturwesen beschränkte, entstand diese gewaltige Gorgo. Ihre Ausfindung ergänzt in unschätzbarer Weife die wenigen großen Ucberreste aus jener Vorzeit griechischer Kunst. Von Garitza ist es nur eine kurze Wegstrecke zum landschasllich reizendsten Punkt in Korsus nächster Umgebung, nach C a n o n e. Die Landstraße hoch auf dem Plateau stößt plötzlich hart ans Meer. Laubcngänge am steile» Ufer laden zur Rast beim goldigen Kephalonier oder beim tiesdunkel-fcurigcn Griechenwein. Und wer wollte hier nicht rasten? Solch süße Stätten traumhaft stiller, weltentrückter Schönheit hat die Welt nur wenige auszuweisen! Tort unten senkt sich die sanskgeschwungene Küstenlinie zu der Wiese am Strande, aus der einst die holde Nau- sikaa den schlasendcn Odysseus fand. Inmitten aber der blauen Meereseinsamkcit unter uns schweben wie Märchen aus dem Wasserspiegel zwei kleine W u n d e r i n s e l n , die den geheimnisvollen Grundton auschlagcn zu der feierlich stillen, traumhaft seligen Stimmung dieser Landschaft, die sich in die Seele singt wie ein Beetho- vensches Adagio molto e cantabile. Um einen Hügel und ein Häuschen streben aus der einen lote auf Bücklins Totcninsel dichtgedrängt spitze Cypressen gen Himniel, während aus der andern, die ganz von einem griechischen Kloster malerisch überbaut ist, Mönche durch weltentrückte Kreuzgängc cinsain wandeln. Weiße Gischt umspült die roten Mauern, und leise klingt der Gesang der grünen Wellen durch die Nachmittagssrille zu uns heraus. Schweigend versinkt die Seele ini Schauen von so viel Schönheit in tiescs Träumen, in seliges Selbstvergessen. . . An einem Spätnachmittage, als die lacheiche Maiensonwe gowig die Hügel und Wacher von Pelleka vergoldete, standen wir aus der Terrasse des Achilleion oder Achihlcon, lvie die Kor- schten es nennen. Als ein rechter Winkel mit der Spitze nach dem Lande öffnet sich hoch oben aus dem Bergrücken das Schloß der Kaiserin Elisabeth nach dem Meere und schließt hier den zauberhaften Garten, die schönste „Terrasse des AchiUeion" ei». 192 $rmt hier bildet das Schloß nur ei» rechteckiges Säulenparlerre, wahrend cs nach der Landseite mit ihren Terrassenvorbauten Vierstöckig ist. Bon jedem Punkt dieses einsamen Gartens hier oben schweist der freie Blick über die ferne Stadt, über Oliornwaldcr, Rebcnhügel. Aelsenbcrge und Meeresküsten, über weite Länder und serne User. Trotz solch sieghaster Freiheit ist aber hier oben eine olympische Rübe, ein tiefer Frieden, eine hehre Abgeschieden^ heit von allein Irdischen, allem Profanen. .Hier schwelgt das Herz in einer Harmonie der Farben, Formen und Linien, die die Natur zum hehrsten Kunstiverk macht — in einer Kunst, vornehm, keusch und groß, wie die erhabenste Natur! Ein Wald von Dutzenden nietcrdicke Riescnpalmen überschattet uns mit kolossalen, dicht verschlungenen Wedeln — ,vti ihren Fitsten zauberhafte Blumenrabatten — Rasen würde dieser königlichen^Prächt nicht genügen — über und über blühende Beete nur aus Tulpen., nur aus Primeln unzähliger wunderbarer Arte», nur aus duttigen Hyazinthen oder zarten Anemonen. Sechs höbe, schnecweistc Marmorsäulen tragen den mit bomerischen Bildern an den Wänden, aut dem Boden mit Mosaik geschmückten Hallengang, von dem man durch riesige Glasscheiben in die Pracht der Gemächer und in das in edlem pompejanischen Stil gemalte TreppenliauS binausschaut. Bor jeder der neun Säulen die überlebensgrostc Marniorstatue einer Muse. Wir tvandern zögernden Schrittes durch diesen olympischen Hain, in dem uns die Sonne mit elysisckwn Düsten uni rauscht. An dem kleinen Tempel vorbei, in dem die Marniorstatue der Kaiserin Elisabeth steht, schauen wir ties in den graben Weg hinab, der zum Landnngspavillon des Kaisers sührt. Leise klingt von da unten das Rauschen der Wellen zu uns heraus, die sich an den Treppenstiisen brechen. Da >vo das edle Marmorbild des sterbenden Archill von Herter steht, schreiten wir die Treppen stufen hinab zur üutzcrslen, palmenüberschattcten Terrasse bart am Abhang, Ivo der Blick ungehenimt über Berg, Land imb Meer schweist. lind hier ragt hock» empor, tvie aus den Riesenwedeln schwebend, an glücklichster Stelle dieser Achillesburg ihr königliches Wahrzeichen: der riesige bronzene Achill von Götz, den Schild fest an die Brust gedrückt, de» Speer mächtig zum Himmel reckend. Glühend sinkt die Sonne über Korsii. In tauseiid gol digen Farben blitzt und lerickitet und flimmert der duftige Abend über der Stadt, über der Pracht der Gärten und Olivenhaine, der Dörfer aus den Bergen, der Meeresbuchten und Felsenuser Ui ihren Füsten. Ani goldroten Himmel enipor steigt der blasse Mond. Maiennacht aus Kors»! Wir wandern durch slüsterndc Haine, z» denen verstohlene Düste aus den Gärten berüberwehen Und geheimnisvoll umschwärmen uns koseich tausende spielender Glühkäser, bis Uns au§ der Stadt von ferne leise Musik entgegentönt. Wir gehen ihr nach. Da sitzen die Männer aus den Straßen und singen zur eignen Freude mehrstimmig mit volltönendem Bast und hellstem Tenor schöne trauincrische Weisen. Die köstliche Frische und süße Lieblichkeit ihrer Natur hat die Korsiote» dem rauhen Dienste des Mars oder Vulkan entwöhnt, uich sie huldige» viel lieber Apoll und den Musen, der Musik und denl Tanz. Zu alle» festliche» Gelegenheiten führen sie aus der Esplanade von Korfu oder in den Dörfern graziöse Volkstänze zu Musik und Gesang aus. Uns zog es dann lvieder ans M«vr, an den Hasen Wie verführerisch flimmerte der Moich auf den Wasserspiegel, plätscherte das toarine kristallgrüne Strandwasser zu unfern Füßen. Da klingt leises Tönen, blimien- und laternengeschniücktc Boote schlveben heran, Mädchen und Jünglinge singen zur Laute süßlockcnde, seurigslackernde Weisen. Verstohlenes Flüstern, silberhelles Lachen klingt über die Wasserfläche — Wangen erröten — Küsse werden getauscht 2 Meeresrauschen — o Maiennacht! veriniscbte». * D e r Meer film. Nachdem Erde und Lustreich nach allen Regeln der Kirnst „gefilmt" worden sind, nachdem kein spaziercn- gehender Europäer und kein baumkletternder Asse vor der,,Filmwut" mehr sicher ist, kommen die erstaunten Bestien der dunklen Mecrcsabgrunde an die Reihe. Die Tiesseesorscher haben uns zwar Wunderdinge von der submarine» Flora und Fauna zu berichten gewußt, sie verstanden es sogar, n»S niit Orrginalphotos jener geheimnisvollen Meerestiefcn zu beschenken —' nicht genug: der moderne Kulturmensch wünscht eineu vou Leben urid Bewegung erfüllte» „Meerfiliii" zu besitzen. Kanu es wundern, hmen, daß just ein Amerikaner die Verwirklichung dieser Idee in Angriff genommen hat? Mutet sie dock«, im lustigen Sinne des Wortes, ein bißchen „amerikanisch" an: was im übrigen nicht hindert, daß sie der Technik recht ernsthaste Ausgaben stellt und mit den bekannten „Reportcrenten" der Bankecs nichts zu tun zu haben braucht. Mister M. E. Williamson aus Norfolk legte kürzlich eiuer Gruppe New Norker Finauzlente und Teckmiker sein hochinteressantes Projekt submariner Filmausnahmen vor, einen bis ins einzelne durchgearbeiteten Plan, der trotz gewisser Schwierigkeiten sich durchaus tut strabmen der heutigen technisch-mechanischen Möglichkeiten hält. Ein besonderes Schiss soll für die „Filmexpeditionen" ausgerüstet werden. Der Bode» des Fahrzeuges ist im mittleren Teile derart bcweg- lich eingerichtet, daß hier eine vollständige photographische Kabine ins Wasser hinabgelassen toerden kann. Die Kabine, die nach einer Seite durch eine starke Glaswaich abgeschlossen ist, »veist hinreichend große Dimensionen ans, um den Operateur nebst einem vollständigen Film-Aus,ialnneapparat zu beherberge». Die Eamera obscnra, deren solide Stahlkonstriiktion dem z» erwartenden Wasserdruck so- tvie einem etwaigen Angriff filmieindlickwr Meeresbesticn getrost standzuhalten verniag, bleibt mit dem Schisssboden durch ein sogenanntes teleskopisches Robr, einen sußbreitc», in den einzelnen Teilen sich überei na ndei schiebenden Tubns in steter Vcrbindimg. Seine technische Konstruktion erlaubt ein Versenken der Camera in ziemlich beträchtliche Tiefen und verbürgt als „Lustschachl" da? gesabrlose Arbeiten des Operateurs Der vor der gläsernen Camerawand befindliche Teil des Wassers wird durcki hinabgesenkte. niit Tpiegelreslektvren versehen» starke elektrische Bogenlampen er leuchtet. Der Operateur bat nun nichts »veiler zu tu», als seinen Apparat ans die maßlos erstaunten Bewohner der Tiefe zu richten, die selbstredend in ganzen Schare» herbeischwimmc», um die nnge- tvohnte submarine Illumination gebührend in Augeuschein zn nehmen. WenigstcirS bviil das die demnächst zu bildende Neio florker „Aktiengesellschaft für Mcerfilins" mrd Mister Williamson * Triumpl, der Tüchtigkeit. Die Dame hat eine» neuen Parkettbulme, engagiert: „Nun. verstehe» Sie Ihr Geschäft auch?" „Na, und ob, Madame. Da brauchen Sie bloß >na> bei der letzten .Herrschast Nachfragen. Da babe ich Fußboden und Treppe poliert, und allein aus dem Boden im groben Saal baben sich fünf Leute die Beine gebrochen und eine Dame ist die Treppe heruntergestürzt und hat eine Gehirnerschütterung bekommen." vüchertisch. — H c i m a t k u n st ist ein Wort, das ani alle einen gewissen Zauber ausübt, tvenn es auch manchmal eine» wenig erfreulichen »Beigeschmack bat. von dem aber bei den ZizenHauser Figuren keine Rede sein kann, denn sie bilden ein Stück Hcimalkuust für sich. Bo» ihnen handelt ein Artikel i» der Numrner 7 der „Gar t e n l a u b e". Er zieht diese eigenartigen Gebilde erst wieder ans Licht: sie sind nämlich sonst so gut tvie unbekannt, da cs eim> Literatur darüber kaum gibt. Wer Zizeuhausen anssuchen wollte, tvürde zuerst von dem eigenartigen Knnstzweig zn hören bekomnien, der dort bereits in der sünsten Generation ausgeübt wird. — Wogende, goldene Korn selber, den ganzen lieber- sluß der gesegneten Scholle, mit der selbstbewußten Besitzessreude der Bauer», denen all dieser Reichtuni gestört, »oeiß E. Be ly niit plastischer Geslottungskrast i» ihrem neuesten Roman „H a go r" zn schildern. Soeben in Kürschners Bücherschatz Nr. 910 Hermann Hillger Verlag, Berlin W. !>i erschiene». Für 20 Pig. ist der Ronian der vielgelesenen „Velh" in allen Buch- und Papierhandlungen zu haben. _ Schach-Aufgabe. Von ®. N. Cheney. Sri warz. abedefgh 8 ܧ f||§ Hf M 8 7 i i i -d 7 e SB K iS R 6 5 mm 4m m 5 j i •■;■***■• 4 3 |J|> A 3 2 sM ^ i I ^3? 31 i abodetgh Weiß. Weiß setzt mit dem drilteii Zuge Matt. Aiiflösuilg in nächster Nummer. Auslosung dc-s Ergänzuugsrätsels in voriger Nummerr Großer Vlenscheu Werke z» sehsti. Eckilägt einen nieder, Dock» erhebt eS aiich ivieder, Daß so etivas duich Mensche» gescheh'n. Rückert. Redaktion: K. Neurath. — Notationsdrnck und Verlag der Bnihlsche» Universitätt-Duch- »nd Steindruckerel, R. Lang«, ldietzen.