Ein Frühlingstraum. Roman von Fr. Lehne. (Nachdruck verboten.1 ^cytup., »Für mich ist cs das beste, liebstes Tantchen. Ich bin so inüoe, das, ich mich auf den langen Schlaf freue! — — Bitte, nicht weinen!" Ihre schlanken Finger umfaßten zärtlich die Hand der anderen. Dan», nach einer Pause: »Ich habe nicht viel Zeit mehr — da mnß ich Ihnen wohl endlich Aufschluß über meine Person geben: ich bin Ihnen ja so viel Dank schuldig!" „Lassen Sie das doch nur, Kind, und strengen Sic sich durch unnützes Reden nicht an —" »Das ist nun alles eins," lächelte Marh wehmütig »Wollen Sie mir einen Gefallen tun? Geben Sie mir doch, bitte, aus meinem Schubfach den polierten Kasten heraus!" Frau Hamann tat eS und schloß ihn auch auf, woraus Marp ein kleines Kästchen hcrausnahn^und beiseite legte — „das legen Sie mir mit in meinen Sarg, ja? Versprechen Sie mir da'?! Es hat für niemand Interesse. — Und wenn Sie an Frau Doktor Walter schreiben, dann bitten Tie sie, daß sie das Grab nicht vergißt! — — lind diese Blätter sind für Sie, liebes Tantchen! Ich habe Ihnen Verschiedenes ausgeschrieben. — Wollen Sic sie jetzt lesen? Nicht? Nun, dann später — und dann haben Sie Nachsicht mit mir, ja? Tragen Sie mir aber, bitte, jene Heimlichkeit nicht nach!" Müde schloß sie die Augen. Ganz leise wurde da die Tür geöffnet. „Schläft sic noch?" »Nein, Onkel Doktor, kommen Sie nur herein!" Und den Kops ein wenig wendend, lächelte sie dem Eintretenden entgegen. „Nun, wir haben doch schön geschlafen? Ja? Na, also! Und kein Fieber mehr?" sagte Doktor .Hamann etwas gezwungen lustig. Er als Arzt wußte ja am besten, wie es stand, daß es keine Rettung mehr gab — zwei Tage höchstens noch! — „Kindchen, draußen ist jemand, der Sic gern sehen will, darf er —?" „Wer?" Ein schwaches Rot trat in ihr Gesicht: der Gedanke an Wols durchzuckte sie: aber das war ja unmöglich: er konnte ja nichts von ihrem Kranksein wissen. „Können Sic nicht raten? Doktor Kornelius!" Sic nickte. Gleich darauf stand dieser an ihrem Bette, reines Wortes fähig vor innerer Bewegung, die sich ans seinen! hübschen Gesichte deutlich abspiegelte. Sic reichte ihm die schmale, abgezehrte Hand. „Das ist lieb von Ihnen, daß Sie noch einmal nach mir schein! Nicht wahr, >vir waren doch zwei gute Kameraden und haben wacker miteinander gearbeitet!" Er drückte hestig ihre Hand: sprechen konnte er nicht. Wie durch einen Schleier fah sein tränennerdunkelter Blick die Geliebte liegen. „Sehen Sie." fuhr sie müde lächelnd fort, „wenn ich nun Ihre Braulk wäre, so wäre es doch viel schmerzlicher für uns — Ve» gessen Sie nur Ihren guten Kameraden nicht!" Doktor Kornelius unterdrückte gewaltsam das in ihm anssteigende Schluchzen: wortlos und hastig verließ er das Zimmer, da der Jammer ihn zu überinannen drohte — und sinnend sah sie ihm mir den großen leuchtenden Augen nach. Sie hatte ihn so gern gehabt, diesen gute», treuen Menschen, und cs hatte ihr so leid getan, ihm Schmerz bereiten M müssen. — „Wie ist's draußen? Es muß doch bald Weihnachten sein?" fragte sie nach einer Panse. „Reden Sie nicht so viel, Kind — schonen Sie sich doch!" „Ach, das ist doch nun gleich! Lassen Sie mich nur! Mir ist's so wohl — ich fühle mich so frei, geliebtes Tantchen, ich habe ja keine Schmerzen mehr! — Scheint denn die Sonne? Die möcht' ich gern noch mal sehen, ehe ich gehe — ich habe sie so geliebt!" Statt aller Antwort stand Frau Hamann auf, zog die Vorhänge auseinander und ließ das helle Sonnenlicht ungehindert ins Zimmer fTuten. Dichter Schnee lag aus den Dächern der Häuser, und die Sonne zauderte ein köstliches Flimniern darauf. Unwillkürlich saltete Marh die Hände. „Wie schön!" flüsterten ihre Lippen. „Ist es kalt?" „Ja, sehr kalt!" cntgegnete Frau Doktor Hamann. Mary sprach nicht mehr. Sie hatte die Augen wieder geschloffen und schien zu schlafen. Gegen Abend war sie wieder ausgewacht; Frau Hamann saß wieder bei ihr. „Geben Sie mir doch, bitte, Papier und Bleiseder, Tantchen." Diese reichte ihr das Gewünschte, und mühsam schrieb Marh ein paar Worte nieder. Nach einer Weile fragte sie: „haben Sie gelesen? Ja? — Siel sind mir doch nicht böse? — Ich büße ja nun auch nieine Schuld." Saust streichelte Frau Hamann ihre abgezehrten Wangen. „Nein, mein liebes Kind, wir fühlen mit Ihnen — mit dir! Lasse mich du sagen! Wir hätten dich so gern als Tochter gehabt, du süßes Kindl" Mit Tränen in den Augen küßte Mary ihre Hand. „Dank dir, o Mutier! — o, wie gut das tut — Mutter!" — „Mein liebes Kind! Nun mußt du doch gesund werden!" Frau hainann wandte sich ab, daß Marh ihre Tränen nicht sehen sollte, die unaushaltsam über ihre Wangen liefen,- die Rührung und der Schmerz hatten sie übcrmannt. — — „Einen Wunsch hätte ich loohl noch," begann Marh wieder. „— und der wäre? Was in meinen Kräften steht, mein Kind, soll dir werden —" „Könnte ich tvohl, — möchten Sie - möchtest du nicht veranlassen, daß —" sie hielt inne: es wurde ihr doch schwer, das ausznsprcchen, was sie aus dem Herzen hatte. „— sprich doch, Kind! Gerne, alles, alles sollst du haben!" „Ich möchte — ich möchte Hauptmann Wolssburg so gern noch mal sprechen," rang es sich endlich mühsam von 138 ihren Lippen, während ein lichtes Rot in ihre Wangen stieg. Frau Doktor Hamann sah sie einen Augenblick betroffen an. Der also war es, den Mary vor Jahren so namenlos geliebt ---o, nun wurde ihr so vieles klar — ihr Wille, das Kind trotz körperlicher Schwäche durchaus zu pflegen — ihre häufigen Wege nach deni Friedhof — aber sie machte keine Be- nierkung darüber. „Aber natürlich, Kind, soll das geschehen. Heute noch?" „Wenn möglich, ja! Und kann er nicht kommen, geben Sie ihm dieses ■— ach ja, du liebe Mutter!" Und sie reichte ihr den Zettel, den sie vorhin göschrieben. Es waren nur die paar Worte: „Ein letztes „Behüt dich Gott!" Denke zuweilen an deine Mary." Frau Doktor Hamann telephonierte sofort nach seiner Wohnung. Wolf war selbst da, und sie bat ihn um seinen! Besuch. Er sagte sofort zu, und es dauerte nicht lange^ so kam er auch. Sie begrüßte ihn und sagte: _ „Meine Bitte, zu uns zu kommen, ist Ihnen gewiß seltsam erschienen. Doch es war ein Wunsch Schwester Kon- suelos, Sie noch einmal zu sprechen — sie ist sehr krank." „Was, Mary krank, und das wußte ich nicht!" Dieser Ausrui bestätigte ihre Vermutung. „Ja," entgegnete sie, „und ich kann Ihnen nicht verhehlen, daß es sehr schlimm — aussichtslos mit ihr steht. Sie war zum Totenfest auf dem Friedhof und dort hat sie sich ihre Krankheit geholt." „O Gott," stöhnte Wolf, das Gesicht in den Händen verbergend. Leise erzählte sie ihm dann von dem Verlauf der Krankheit, bis zu ihrem Wunsch, Herrn Hauptmann noch mal zu sehen. „Ich danke Ihnen," sagte Wolf, „daß Sie mich benachrichtigt haben! Kann ich sie jetzt sehen?" „Ja! Vor allem aber bitte ich Sie um Fassung, Herr Hauptmann! Das Geringste regt sie auf! Mein Mann wird vielleicht gar nicht einverstanden sein: aber diesen Wunsch konnte ich ihr nicht versagen. — Hier, das gab sie mir für Sie," schloß Frau Hamann, ihm das Briefchen gebend. In diesem Augenblicke ertönte das Zeichen einer Glocke. „Entschuldigen Sie einen Augenblick, Herr Hauptmann, das ist Konsuelo!"-- „Ist er da?" fragte Mary, Frau Hamann erwartungsvoll ansehend. „Ja, Kind, soeben ist er gekommen! Aber bitte keine Aufregung!" „Dann bringe ihn mir doch — er ist es ja, den ich so unaussprechlich geliebt habe," flüsterte sie leise, „o, wie danke ich dir!" — — Sehnsüchtig blickten dann ihre großen glänzenden Augen nach der Tür, durch welche der Heißersehute jeden Augenblick eintreten mußte. Endlich sah sie den Geliebten auf der Schwelle stehen: sie versuchte sich ein wenig emporzurichten und ihm beide Hände entgegenzustrecken. „Wolf!" flüsterten ihre bebenden Lippen, während ein seliges Lächeln über ihr Gesicht flog. „Dank dir, daß du gekomrnen bist, du Guter, Lieber!" Mit zwei Schritten war er an ihrem Bett. Zartfühlend zog sich Frau Hamann zurück, ihnen dadurch ein paar Minuten ungestörten Beisammenseins ermöglichend. Wols war vor dem Bett niedergesunken und drückte sein Gesicht aus ihre eine Hand, während sie mit der anderen liebkosend durch sein schwarzes lockiges Haar strich. Er konnte vor innerer Bewegung kein Wort herausbringen. Endlich sagte sie mit bebender Stimme: „O, Wolf, das ist meine größte Freude, dich noch einmal zu sehen! Nun kann ich ruhig sterben!" „Sprich nicht so, mein Märchen, ich kann es nicht glauben! Du zerreißt mir das Herz!" „Gewöhne dich an den Gedanken, Wolf! Dann kannst du auch meiner gedenken, ohne daß es ein Unrecht ist! — Wir dürfen ja einander nichts sein!" Wieder war es still zwischen ihnen; man hörte nur leise die Uhr im Zimmer ticken. Das gedämpfte Licht der Lampe fiel aus ihr totenblasses schmales Gesicht, ans bfitt die unnatürlich großen Augen fast schwarz hervorsahen. Das goldige Haar ivar gelöst und umgab ihr Köpfchen wie ein Heiligenschein. Er streichelte ihre zarten Hände, während er sie unverwandt ansah, als wolle er sich ihr Bild fej't einprägen. Ihre frühere hinreißende Schönheit besaß sie allerdings nicht mehr, dafür war sie aber von einem fast überirdischen Liebreiz, der rührend war. Ihre Augen ruhten sinnend in den seinen, als sie leise fragte: „Nicht wahr, Wolf, du hast mich doch lieb gehabt?* Er sah. sie nur mit einem Blick an ,der ihr alles sagte.> Sie lächelte schwach und fuhr dann fort: „Ja, ich weiß es) doch wollte ich es noch eininal von dir hören, niei» Geliebter! — Ach, jetzt sterbe ich gern mit der Erinnerung an meinen Frllhlingstraum! Wie war er doch schön — wie Hab' ich süß geträumt!" Da zog er ihre Hände an seine Brust und sagte mit! vor Erregung bebender Stimme: „Ja, mein Märchen, ich Hab' dich lieb gehabt und liebe dich noch — mehr als alles in der Welt! Du warst ja mein ganzes Glück!" Selig! lächelnd hörte sie ihn an, ihre Blicke tief in sein dunkles! Auge tauchend. Behutsam nahm er da ihren Kopf in seine Hände und küßte sie noch einmal — zum letztenmal — lange und schweigend auf den Mund. Dann bettete er sie sanft zurück; sie hatte die Augen geschlossen; doch lag noch der selige Ausdruck in ihrem Gesicht. — Etwas geräusch^ voll wurde da die Tür geöffnet. „Verzeihen Sie — aber Konsuelo muß einnehmen! es ist jetzt die Zeit, Kind," sagte Frau Doktor Hamann sanft. „Schon wieder? — O warum weckst du mich aus meinen, schönen Frühlingstraum?" klagte Mary. Wolf hatte den Wink, der in Frau Hamanns Worten lag, wohl vcrs standen. „Ich will gehen, Mary," sagte er, „ich habe noch Dienst heute." Fetzt kam das Schwerste für ihn — der! Abschied! Wortlos hielt er ihre Hände — er sah ihr an, daß es kein Wiedersehen hier gab, und wider seinen Willen — er wollte ja stark sein, liefen Tränen über sein schönes! dunkles Gesicht. Er hätte ausschreien mögen vor Weh, wie er die zarte Gestalt so hilflos und so ergeben daliegen sah, die er so gern vor allem Leid bewahrt hätte! — „Behüt' dich Gott, mein Wolf," flüsterte sie leise, weh-, mutig lächelnd. Dann ging er, begleitet von Frau Hamann. Sehnsüchtig folgten ihm Marys Augen — ach, es war doch zu schwer, in der Blüte der Jahre auf alles, was das Leben schön und begehrenswert macht, zu verzichten und aus der Welt zu gehen. Zum erstenmal kämen «ihr! diese Gedanken — aber sie war zu schwach, ihnen nachzu-, hängen — als Frau Hamann zurückkehrte, fand sie Mary, von tiefer Ohnmacht nmsangen. „Dacht' ich's doch!", jammerte sie. Glücklicherweise kam ihr Gatte in dem Augenblick nach Hause, und mit dessen Hilfe gelang cs, die Kranke zum Bewußtsein zu bringen. „Warum weckt ihr mich? Ich träumte so süß von meinem Frühlingstraum!" hauchten ihre Lippen. Aber gleich darauf erschütterte ein Hnsten- anfall ihre zarte Gestalt, und ein heftiger Blutstrom ergoß sich aus ihrem Munde, der das weiße Linnen ihres Bettes purpurn färbte. — — — — ---Nach einer Weile ivar alles vorbei. Saust druckt« Doktor Hamann der Toten die Augen zu. Tränen glänzleu in seinen Augen. „Weine nicht, Frau," tröstete er sein« schluchzende Gattin, „ihr ist viel erspart geblieben. Gesund wäre sie nicht wieder geworden; es war das beste für sie —> wenn ich sie auch sehr ungern dahiugegeben habe! —■ — Sie war inir ebenso lieb wie dir! — Möge sie sanft ruhen!" * — r— Weihnachten war's. Wolf hatte das Grab seines! Kindes aus das prächtigste geschmückt, und wie so oft, ging er auch heute an Marys Grab. Er fand den alben Berger beschäftigt, dasselbe mit Tännenzweigen und Christrosen zu schmücken. „Grüß Gott, Herr Hauptmann," sagte dieser nus- stehend und ihn ehrerbietig grüßend. „Ah, ich sehe, Sie kommen mir zuvor; ich hatte ihr auch Blumen zugedacht —" „Das lassen wir »ns für das liebe schöne Fräulein Mary nicht nehnien," wandte der alte Mann ein, „ach, Herr Hanptmann," und er wischte sich die Tränen, die aus seinen Augen tropften, ab, „wie ich das Grab für sie schaufelte, da war es mir, als ginge ein Stück von ineinenb Herzen mit weg. — Als sic das letztemal hier war, sagte sie schon, daß sie am liebste» ganz Herkommen möchte! — nun ist es so! Das hätte ich nicht gedacht, daß es so bald schon geschehen sollte! So viel Jugend und Schönheit! — Ja, ja —" und er nickte wehmütig vor sich hin — „das! war eine andere Zeit, wie sie vor ein paar Jahren immer so vergnügt zu uns kam, damals im Frühling —" Wolf wandte sich ab, weil es heiß in seinen Augen aufquoll; dann entnahm er seiner Brieftasche einen Hundertmarkschein. „Hier, Berger, nehnien Sie das vor- 13 « läufig — Hallen Sic das Grab gut imstande und öfters mal frische Blumen! Weiße Rosen und anch Maiglöckchen liebte sie so!" „Rein, nein," wehrte der Alte, „das Grab halte ich so wie so gut —" „— machen Sic keine Sache, Berger, die Blumen sollen doch von mir fein, und ich selbst kann keine fiir sie besorgen! Mit dem übrigen machen Sie Ihrem Wilhelni eine Freude; der verdientes — ist ein braver Mensch!" „— Das will ich meinen, Herr Hauptmann, ein Schlosser, wie es kaum einen zweiten gibt," nickte der Me freudestrahlend, „er ist mehr für das Höhere —" Wols hatte nicht mehr viel Zeit; Ella mit ihrem Vater Mußte sogleich kommen; er war ihnen zuvor gegangen. „Adieu, Berger," verabschiedete er sich, diesem die Hand gebend. „Adieu, Herr Hauptmann, und fröhliche Weihnacht!" „fröhliche Weihnacht!" ais ob eS für ihn noch etwas Fröhliches gäbe — er lächelte bitter, und sein Blick flog über die winterliche Landschaft. Ueberall Schnee — dick lag er auf den Besten der Tannen — alles wie mit einem Leichentuch bedeckt Und dock> beneidete er die Schläfer, die hier alle so saust ruhten — jo weltentrückt und allem Erdenleid so fern. Es fröstelte ihn- er schlug den Mantelkragen hoch und beflügelte seine Schritte. — ' * Der Tod seines Kindes hatte Wolf augenfällig verändert. Er war ja immer ernst gewesen, aber so wortkarg und einsiedlerisch doch nicht. Dazu kam, daß seine sonst so feste Gesundheit gelitten hatte — der Gram und schlaflose Nächte hatten daran genagt. — Mit seiner Frau >var er vollständig zerfallen — er hatte jede Gemeinschaft mit ihr znrückgewie- len. So lebte jedes für sich; Geselligkeit konnten sie wegen des Trauerjahres nicht pflegen, deshalb verreiste Gabriele auf einige Wochen, um der drückenden Atmosphäre ihres Hauses zu entsliehen. Einen Lichtpunkt in Wölfs Einsanikeit bildete der Besuch seines Freundes Strachwih, der tief «er- schlittert von dem Geschehenen Kenntnis nahm — Wolf hatte ihm nur den Tod seines Kindes angezeigt — sein Wiedersehen mit Mary aber nicht geschrieben. Wozu auch?-- Strachwitz war gekommen, sich mit Käthchen Lautner zu verloben; das liebliche Sclliner Psarrlind hatte es ihm angetan, und Wolf freute sich aufrichtig seines Glückes. Winter und Frühjahr lvaren vergangen und der Sommer hatte in voller Pracht seinen Einzug gehalten. Wols konnte die Erinnerung an das Vergangene nicht abschütteln; er hatte allen Lebensmut und alle Energie verloren. Das Leben ekelte ihn an--eines Morgens fand ihn sein Diener tot auf dem Bette liegen, eine Ivinzige Wunde an der Schläfe, die Pistole der hcrabhängeuden .Hand entfallen — einen sriedlichen Ausdruck im Gesicht. Gabriele war untröstlich — aus ihre Art hatte sie ihn doch geliebt, und nun tat er ihr das an! — Anfangs hieß es, er wäre durch unvorsichtige Handhabung mit einer Pistole tödlich verwundet — aber die Wahrheit sickerte doch durch — sein zerrissenes, eheliches Leben war doch zu bekannt, als daß nicht andere Ansichten und Meinungen hätten laut werde» müssen. Aber keiner, der ihn verdammt hätte — nur eine Stimme des Mitleids herrschte; jeder, der ihn gekannt, hatte ihn auch verehrt! So wurde er denn begraben neben seinem Kinde, von allen aufs innigste betrauert — wieder hatte der alte Berger ein Grab zu schaufeln, und wieder stand er tränenden Auges davor, die Hände gefaltet — sein einfacher Sinn faßte das nicht — — ja, eitel ist alles Irdische, und des Menschen Leben ist wie eine Blume im Felde — wenn der Wind darüber weht, ist sie nimmer da. Das ist die Geschichte jener Gräber, und in stillen Abendstunden habe ich dir nun ausgeschrieben, was ich darüber erfahren habe. Nimm die Blätter freundlich an, und wenn dich einmal dein Weg hierher führt, dann wollen wir zusammen hingkyen und ein paar Blumen auf jene Hügel niederlegen. _ was witzige grauen sagen. Die Herren der Schöpstmg möchten »war den Damen gern den Sinn für Humor absprechen; wie unrecht sie aber damit tun, das beweist eine funkelnde Perlenkette von schlagenden Witzen und geistreichen Worten der Frauen, die im Strand Magazine an rinandcrgereiht werden. Schauspielerinnen haben sich immer durch eine spitze Zunge ausgezeichnet. Berühmt für ihre tressendcn Antworten >v»r die große französische Sängerin Sophie Arnould, bei der sich einst eine ebenso schöne wie dumnie Kollegin prahlerisch über die Unzahl ihrer Verehrer beklagte. „Meine Liebe," sagte Sophie, „dem kannst du doch aiis die leichteste Weise abhelsen. Du brauchst nur mit ihnen zu sprechen." Nicht niinder scharf war die Entgegnung- der berühmte» Tragödin Marie Dorval, die bei einem Wohltätig- keitssest auch einen reichen Fabrikanten um eine Gabe bat. „Ich habe nichts zu geben," sagte er. Woraus sic prompt erwiderte: „Dann nehmen Sie sich etwas: die Sammlung ist für arme Leute." Gut aus der Affäre zog sich die große Heroine des englischen Theaters im 18. Jahrhundert Mrs. Siddons, als ihr Vater sie zur Rede stellte, weil sie sich entgegen seinem Verbot heimlich mit einem Schauspieler verheiratet hatte. Dieser Siddons war ein sehr mäßiger Mime. Die Tochter behauptete kühn, sie wäre nicht ungehorsam gewesen. „Wie?" rief wütend ihr Vater, der Schauspielöirektor Kcmble, „und sogar den schlechtesten Darsteller hast du dir noch ausgewählt?" „Gewiß," antwortete sie ruhig, „niemand kann von ihm behaupten, daß er ein Schauspieler ist." Schwer beleidigt fühlte sich die älteste Schauspielerin der Comsdie Franyaise Mme. Allan durch ein witziges Wort ihrer Kollegin Augustine Brohan. Als Augustine einst Mme. Mlan mit einer anderen Schauspielerin in einem angelegentlichen Gespräch sah, fragte sie neugierig: „Wovon ist denn die Rede?" „Von der Schöpfung", antwortete Mme. Allan abweisend. „Ja," sagte Augustine lachend, „da kann ich freilich nicht mitreden, aber Mme. Allan wird gewiß ganz genau wissen, wie es da zugegangen ist." Als die Tänzerin Mme. Vestris Charles Matthews heiratete, erzählte eine Freundin der geistreichen Julia Glover: „Bevor ihm die Vestris ihr Jawort gab, hat sie ihm erst alle ihre Liebhaber eingestanden." „Was für ein großartiges Gedächtnis," sagte Mrs. Glover mit komischer Bewunderung. Eine „Abfuhr", wie sie besser und kürzer nicht gedacht werden kann, ließ die extravagante Lady Blessington Napoleon III. zuteil werden. Als verbander Prinz in London hatte Napoleon sehr viel bei ihr verkehrt und oft auch ihre Hilf« in Geldnöten in Anspruch genomnien . Nicht lange nach dem Staatsstreich kam die Lady nach Paris und erwartete natürlich, nach den Tuilerien eingeladen zu werden. Der Kaiser aber nahm von ihr gar keine Notiz; erst als er sie bei einem großen Empfang sah« schritt er liebenswürdig auf sie zu und fragte lebhaft: „Ah, Mylady Blessington! Werden Sie lange in Paris bleiben?" „Und Sie, mein Herr?" war die einzige Antwort der Dame, die damit auf seine noch unsichere Stellung anspielte. Eine andere schlagfertige englische Aristokratin Lady Clanricard sprach nach dem Kriege von 1870 eines Tages mit dem sranzösischen Gesandtem der sich bitter darüber beklagte, daß England Frankreich im Stich gelassen habe. „Aher es wair ja nicht anders zu erwarten," sagte er, „wir glaubten stets, daß Ihr eine Nation von Schacherern seid, und nun wissen wir, daß Ihr es seid." „Und wir," entgegnete die Lady, „glaubten stets, daß Ihr eine Nation von Soldaten seid, und nun wissen wir, daß Ihr es nicht seid." Daß der Witz auch unter den modernen britischen Schönen nicht ausaestorben ist, beweisen die geistvollen Aphorismen der Mrs. Kendal. So plauderte sie z. B. „etwas über Küsse": „Einen Kuß stehlen ist natürlich. Einen Kuß kaufen, ist dumm. Seine eigene Frau küssen, ist Pflicht des Anstands. Eine häßliche Frau küssen, ist galant. Eine alte Dame küssen, ist Ucberwindung. Ein junges hübsches Mädchen küssen, ist — ganz was anderes. Eine reiche Tante küssen, ist Heuchelei. Die Schwiegermutter küsse», ist ein heiliges Opfer." Von einer Frau, die ans der Bühne Erfolg haben will, fordert Mrs. Kendal drei Tinge: „Die Haut eines Rhinozeros, die Stärke eines Mannes und das Gefühl einer vergrabenen Statue." Bekannt wegen ihres Geistes ist auch die Mutter Winston Churchills, die Gattin des verstorbenen Lord Randolph Churchill Sie lud einmal Shaw zum Lunch ein, der als Feind aller Gesellschaften telegraphierte: „Ich komme nicht! Wie können Sie mir so etwas zumuten bei meiner wohlbekannten Gewohnheit?" Das Antworttelegramm lautete: „Kenne Ihre Gewohnheiten nicht. Hoffe, daß sie nicht so schlecht find, wie Ihre Manieren." Lady Cardigan sagte, als in ihrer Gegenwart eine ziemlich einfältige Dame ein Kompliment über ihren Verstand bekam: „Da wundere ich mich nicht, daß sie viel Verstand hat. Sie gibt niemals welchen aus." Gut parierte auch eine ältere Dame die Aenßerung einer viel jüngeren, die meinte: „Nach 30 ist keine Frau ansehen-wert." „Ganz richtig," sagte sie, „aber vor 30 ist kein? anhörenswert." vermischte». Kos. Ein königliches Vergnügen. Friedrich VI.; König von Dänemark, war ein bei seinem Volke sehr beliebter, leutseliger Herr, der auch sür viele Dinge Interesse zeigte, um die sich Monarchen sonst nicht zu kümmern pflegen. Sein Steckenpferd war das Feuerlöschwesen: wenn er nicht König gewesen wäre, wäre er sicher Feuerwehrhauptmann oder Brandmajor geworden. Er sorgte nicht nur dafür, daß die Feuerwehr in seiner Hauptstadt Kopenhagen durchaus auf der Höhe stand, sondern ließ sich auch aus seinen zahlreichen Reisen durch sein Ländchen überall die Spritzen vorsühreu, und sein ganzer Zorn tras die Stadtverivalinugen, wenn nicht alles in bester Ordnung war. 140 So kam er äuch im Jahre 1836 in ein in der Nähe von! Apcnrodc gelegenes Don, wo er von seinen getreuni Bauern jubelnd empfangen wurde. Auf die feierliche Anrede des Schulzen erwiderte er nur: „Die Spritze heraus!" Im nächsten Moment schon fuhr die Spritze dröhnend über das Kolperige Pflaster und machte vor dem König halt. „Sehr brav!" sagte dieser, „ging ja sehr schnell, so must es auch gehen. Nun tvill ich aber sehen, ob ihr auch löschen könnt. Nehmen wir deshalb an, dast die große Scheune da in Hellen Flammen steht." Schnell wurde der Schlauch in den Dvrsteich gelegt, und ein Dutzend kräftiger Bauernsäustc begann mit allen Kräften zu pumpen, während der Hauptmaun der Feuerwehr die kupferne Spitze des Schlauch» auf die gefährdete Scheune hielt. Seltsamenveise wollte aber kein Tropfen Wasser aus dem Schlauche kommen. Die^Spritze war lange nicht gebraucht worden, wahrscheinlich war der Schlauch an irgend eine Stelle verstopft. „Nun, was ist denn das?" sagte der König mit ärgerlicher Miene. „Da scheint mir irgend etwas nicht in Ordnung zu sein." Er trat näher uich hob den Schlauch i» die Höhe. In demselben Augenblick aber gab es einen lauten Knall. Von dem Ucberdruck des allzu heftiger Pumpens platzte der Schlauch gerade an der Stelle, die de: König in der Hand hielt. Ein armdicker Strahl schmutzigen Wassers crgost sich über den unglücklichen Monarchen, riß ihm den Drei master vom Kops und durchnäßte ihm Mantel und Uniform Fluchend ließ der König den Schlauch fallen und flüchtete aus dem Bereich der gefährlichen Spritze. Da er einen Koffer mi. weiteren Kleidungsstücken nicht bei sich führte, mußte er in dem Sonntagsstaat des Schulzen seine Reise sortsetzen. Einen Schlauch hat er seit der Zeit nicht mehr in die Hand genommen. * Altägyptische Parfüms. Im Kulturleben der alten Aegyptcr war der Gebrauch wohlriechender Stoffe allgemein verbreitet. Ihre Herstellung, die ein ganz spezielles Studium erforderte, lag ausschließlich in den Händen der Priester. Jede: Tempel verfügte daher über ein eigenes Budget zum Kauf von aromatischen Rohstoffen sowie zur Pflege von Gärten und Gehölzen, in denen die wichtigsten, zur Parsümbcreitung nötigen Pflanzen gezüchtet wurden, vor allcni aber auch über ei» gu eingerichtetes Laboratorium, dessen Wände mit den, vor der Außenwelt streng geheim gehaltenen Rezepten zur Herstellung der ein zelnen Wohlgerüche beschrieben waren. Die teils flüssigen, teils trockenen und dann zum Räuchern bestimmten Riechstoffe, die natürlich auch verkäuflich waren, wurden zu den verschiedensten Zwecken benutzt. In erster Linie hatte sich allerdings der religiöse Kultus der Anwendung von Wohlgerüchen bemächtigt. Ohne das Räucherbecken, aus denr zu den Bildern der Götter aromatisch' Dämpfe ausstiegeu, war kein religiöses Fest denkbar. Dieselbe groß Rolle spielte der Gebrauch wohlriechender Stoffe auch bei den Ein balsamierungen, die glcichsalls von den Priestern vorgcnomme' wurden. Eine ganz besonders stckrke Verwendung sanden wohl riechende Essenzen jedoch bei der Körperpslege der alten Acgypte:. Auch diese Parfüms stammten aus den priesterlichen Laboratorien, wurden indes »ach ganz anderen und von. den für den Götterdien't bestimmten durchaus verschiedenen Rezepten hergestellt. So gab es eine ganze Anzahl parfümierter Oele zum Massieren des Körpers, wohlriechende Haarwässer, mit denen nach dem Bade der Kops übergossen wurde, duftende Pomaden und schließlich auch aromatische Pastillen für die Mundpflege: daneben bediente man sich noch der verschiedensten Räuchcrmittel für die Wohn- räume. Aus allen erreichbaren Ländern, sogar aus Indien her wurden die erforderlichen Rohstoffe bezogen: allerdings hatten die Priester dafür auch die Genugtuung, daß ihre Parfüms weit über die Grenzen ihres Landes berühmt wurden und daß cs in Griechenland bald zum guten Ton gehörte, ägyptische Wohlgerüche zu gebrauchen. So sehr sich nun die Gelehrten späterer Zeiten auch bemühten, die alten ägyptischen Rezepte nachzuahmen, so ist es bis heute doch noch niemandem gelungen, ein ähnliches Erzeugnis herzustellen. Kürzlich unternahm man jedoch, wie der Forscher Reuter berichtet, in Paris einige gründliche Untersuchungen von Parsümresten, die sich in alten Basen erhalten, hatten, und erzielte damit immerhin manches interessante Ergebnis über die Zusammensetzung dieser altägyptischen Riechstoffe. Die Analyse der untersuchten Duststosfe, die seinerzeit gleichfalls als Räuchermittel gedient hatten, ergab zunächst das Vorhandensein von Weihrauch, Erdkwrz, Storar, Myrrhe und Tre- binthen, ferner Asphalt, Palmwein. Tamarindenmark und Kassie, sowie Reste von .Henna und verschiedenen anderen wohlriechenden Pslanzenteilen. Wenn es auch nicht gut möglich ist, diese Wohlgerüche nachzuahmen, so kann man sich doch vorstellen, daß cs starke und sehr aromatische Düste waren, die den Ränchcrgc- säßen der alten Aegypter entstiegen. >eo8. * Unfaßbar. Ein Herr hat einen neue» Mo man gekauft und übergibt das Buch seinem Burschen, es auszuschneiden. Ter macht sich auch ans Werk und befolgt sorglich alle ihm gegebenen Weisungen, kann sich aber nicht enthalten, ber jedem neuen Schnitt verwundert zu rufen: „Aber wie haben sie das gemacht?! Wie ist so etwas nur möglich?" „Ja, was ist denn los?" fragte der Herr endlich. „Ich verstehe nicht," erwidert der Bursche, „wie sie es fertig gebracht haben, da drinnen zu drucke», ohne die Blätter aufzuschneiden!" *HoheEinschätzung. Ter berühmte Tenor: „Ich bedaure unendlich, daß ich auf Ihrer Gesellschaft nicht singen kann, aber ich bin stockheiser." — Die Hausherrin: „Ja. es ist sehr fatal, daß Sie nicht singen können, aber können Sie dann nicht vielleicht wasi anderes machen?" Lprachecke des Allgemeinen Deutschen Sprachverelnr. — Der Star. Der arme Starmatz! hat man nicht seinen Namen z» der bekannten böse» Angenkrankhelt in Beziehung gebracht? Er hätte allen Kr,nid, darob ein Wehgeschrei zu erhebe», »denn er iühlt sich schuldlrei" lind er dar! sich nicht nur so inhle», er ist cs auch. Da- Woet Star als Krankbeitsbezeichnung hat sich ans allhochdentschen, starablint tnnttelhochdentsch starblint) gebildet, das an! das Täti ckeitsivort staren, d. h. mit starren, unbewegte» dingen blicken, znrnckgeht. So sagt Meister Altswert in Hermann von Sachsenheinis gleichnamige», Gedichte aus den, lö. Javr- hlindert: „ich was „ach (= nahezu) worden „starrebliut“ und an einer andere» Stelle „ich was sehauwsus staroliut", .Starblind" bezei bnete demnach von Hans ans eine, Zustand, bei de», das Auge io „»bewegt n»d „»verrückl nur a»l einen Gegenstnnd gerichtet war, daß es dadurch geradezu starr und inlolgedesten nicht nur sür andere Tinge völlig btlnd ward, sonder» schließlich auch den anaeschanten Gegenstand nicht »rehr völlig klar zu erblQen vermochte. Das Auge Orests, des Mi tterniörders, ist immer nur starr aul seine Schuld, aus das inüetig« Bervängiiis seines Hauser gerichtet, so starr, daß er kür nichts anderes mehr .Auge hat", aber auch leine Schuld nicht mehr „»»getrübte» Auges" zu beurteile» imstatide ist. Und iven» daranstnn Iphigenie klagend die Götter an, »st; O, nehnil den Wahn ihn, von dem starre» dingel Io ist dieses „starr" von .blind" kann, noch verschieden. So tvnrde „starblint" zu blind überhaupt, die Slarblitidycit zur völlige» Blindheit und — der unschuldige Frühlingsbote zu ihrer Benennung. Als t»an die Redensart ichiti „einem den Star steche»", d. H. ihm die dingen öffne», » »ßte die llebertragiing des Wortes aus der Nanien des Vogel- bereits vor sich gegangen sei». _ . Sohns (Hannover). vilchrrtisch. — Das Favorit-Moden-Album (Frühjahr und Sommer 1914) ist zum Preise von 60 Pf. im Verlage der Internationalen Schnittmanusaktur, Dresden, soeben erschienen. Diese Nerierscheinnng bedeutet für die weitesten Frauenkrci.se inimer ein Ereignis, wird ihnen doch mit diesem reichhaltigen Albuin gleichsam die große Modenschau des Frühjahrs im Hause geboten! Das illustrativ ganz l>ervorragend ausgestattete und dabei sehr preiswerte Modenbuch repräsentiert die wirkliche Mode, die sür das große Publikum nicht bloß zum Ansehen, sondern auch zum Tragen geeignet ist. Die schönsten Modelle sftid nach sorgfältiger Wahl aus den maßgebenden Neuerscheinungen von Paris, Berlin, Wien im Album vereint und können ohne Mühe und preisiocrt nachgeschneidert werden, da zu allen Vorlagen die als Qualitätsarbeit so geschätzten Favorit-Schnitte erhältlich sind. Zu beziehen ist das Favorit-Moden.Albuni durch die Internationale Schnittmanusaklur, Dresden-N. 8., Nordstraße 29/31. — Hesse» Volksbücherei. Preis jeder Nummer 20 Pf. Leipzig, Hesse & Becker Verlag. Soeben ist eine neue, reichhaltige Serie der Volksbücherei des bekannten und verdienten Verlags ersästenen. Es sind folgende Bände: Stern: „Der Steiger von Berchtesgaden" (Nr. 838). Alexander Puschkin: „Pique-Dame und andere Novellen", die von Angelo Pankow ins Deutsche übertragen worden sind (Nr. 859—60 . Jeremias Gotthels: „Der Notar in der Falle", „Der Besuch" (Nr. 865). „Der Roland von Berlin" von Willibald A l c r i s Mr. 868 bis 876). Richard Wagner: „Der Ring der Nibelungen" (Nr. 878 bis 880). _ BÜNfrrüOtl. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Versteckrätscls in voriger Nummer: Selnister, b eib he, deinen, 1'eiste» Redaktion : K. Neurath. — Notnlionsdruck und Verlag, der Brühl'schen Universitäls-Bnch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.