Montag, den 2. März Ein Frühlingstraum. Roman von Fr. Lehne. (Nachdruck verbalen.) (Fortsetzung.) „Gut, daß Sie kommen," n.f ihr Doktor Kornelius mit gedämpstcrStimme entgegen, als sie insKrankenzimmer trat. Schnell eilte sie ans Bettchen und nahm die abgezehrte Hand des Knaben in die ihre. Leise und behutsam strich sie die schwarzen Löckchen ans der bläulichweißcn Stirn. „Da bin ich wieder, mein Liebling, nun bleibe ich ganz bei Dir," flüsterte sic nur tränenersticktcr Stimme. Wie bleich er aussah, so ganz anders — so wächsern und unter den Augen tiefe dunkle Schatte». Fragend blickte sie in Doktor Kornelius Gesicht, der ihr gegcnüberstaud. Er sah furchtbar ernst aus und vermied es, sie anzusehen. „Ja, das ist gut," sagte da Hasso mit schwacher Stimme, „Papa ist doch auch da? Der tvollte dich doch holen!" Tann schloß er aber gleich wieder die Augen. — Leises Schluchzen tönte da an Marys Ohr; sie blickte sich um und sah Gabriele an der Chaiselongue zu Füßen eines älteren Herrn — ihres Vaters — knicen, der telegraphisch von einer Geschäftsreise wegen der Neuerkrankung seines Enkelkindes zurückgcrufen worden tvar. „Ach, Papa, Papa, tvenn mir Hasso stirbt — Wolf sagt, ich trage die Schuld," schluchzte sie. Ticfbekümmcrt blickte der alte Ulrich auf sein Kind, das bei ihm Trost suchte, statt bei ihrem Gatten. Doktor Kornelius trat zu ihr und sagte ernst und bestimmt; „Fassen Sie sich, Frau von Wolfsbnrg; Hasso darf durchaus nicht aufgeregt werden; er darf Sic nicht weinen hören. Ich bleibe diese Nacht mit Schivester Konsuelo hier." Bei Nennung dieses Namens schlug eine jähe Röte in ihr Gesicht. Wie hatte sie dies Mädchen beleidigt — und doch kam es wieder in ihr Haus. Sic konnte cs jetzt nkchp sehen und Ivankte, von ihrem Vater unterstützt, aus dem Zimmer.-- „Sie bleiben hier, Doktor?" fragte Mary leise. Er nickte. „Was denken Tie?" forschte sie weiter. Er zuckte die Achseln. „Ich habe keine Hoffnung — die Herztätigkeit ist zu schwach. Ich habe schon alles mögliche versucht; ivir müssen uns aus das schlimmste gefaßt machen." Tränen traten in Marys Augen; ihr Blick flog zu Wolf, der am Fenster stand. Sic deutete auf ihn — „möchten Sie es ihm nicht sagen?" „Ich kann cs nicht," cntgegnete er. „noch nicht!" Hasso schlug die Äugen wieder auf. Als sein Blick auf Mary siel, versuchte er ein wenig zu lächeln. „Du bist noch da? Die andere ist jetzt fort! Das ist aber hübsch von dir —", „— still, mein Liebling, spricht nicht! Ich, bleibe die ganze Nacht hier an deinem Bettchen, Papa auch und Onkel Doktor auch." Hasso faßte ihre Hand und hielt sie fest; der Arzt schob Mary einen Stuhl hin, auf den sie sich setzte, damit sie es nicht gar so unbequem hatte. — Ta drehte sich Wolf um; sein Gesicht trug einen unheimlich starren Lluse druck. „Nun/, Doktor?" fragte er heiser, gierig in dessen Zivi gen lesend. „Ein Hustenanfall, als Sie weg waren, hat Hasso wieder sehr erschöpft. Jetzt ist er ja ruhig," wich ihm der Arzt aus, „zu Ihrer Beruhigung wache ich mit der Schwester. Schwester Hanna habe ich fortgeschickt, weil Konsuelo bleiben will!" Ms der Morgen graute, war alles vorbei. Die Kunst des Arztes hatte nicht vermocht, das schwache Lebenslicht des Kindes zu erhalten. — Fast wahnsinnig vor Schmerz wühlte Wolf seinen Kopf in die Kissen. Ohnmächtig war Gabriele am Bett ihres Kindes zusammengebrochen; doch Wolf hatte nicht darauf geachtet. Doktor Kornelius trug sie aus dem Zimmer und ging dann still fort — jetzt lvar er hier überflüssig. Bitterlich weinend neigte sich Mary über den Geliebten. „Fassung, Wolf! Jammere nicht so; es schneidet mir ins Herz! Der liebe Gott lvciß, lvarum er dir das Kind genommen hat," suchte sie ihn zu trösten, während sie über sein Haar strich. „Du bist ja nicht der einzige Bater, der ein Kind hcrgeben muß! Wer weiß, was dein Knaben erspart ist — Wolf!--Komm, stehe ans, geh zu deiner Frau!" Er zuckte zusammen. „Wolf, denke doch an mich; es zerreißt mir das Herz, dich so leiden zu sehen!" Sie hauchte einen Kuß auf sein Haar. ES war, als ob er ihn fühle; er wandte ihr mit einem trostlosen Ausdruck sein Gesicht zu. Dann stieß er hervor: „Warum mir das alles? Warum? — O, es gibt keinen Gott, sonst hätte mir dies Kind bleiben müssen — wie Hab ich darum gebetet — aber vergebens — o!" „Hadere nicht mit dem Allmächtigen, Wolf," sagte Mary ernst, „trage geduldig, was er dir auserlegt, wie es andere auch tun müssen — oder meinst du, er hätte dich allein verschonen sollen? Ein jeder bekommt sein Teil zu tragen; da wird keine Ausnahme gemacht." Starr sah er sie an. Dann murmelte er: „Nun habe ich nichts mehr auf der Welt — o Mary — mein liebes Kind — Gott, Gott —" Vier Wochen lag nun Hasso schon unter der Erde. — Es war ei» trüber, seuckitkalter Novembcrnachmittag vor dem Totenfest, als Mary wieder mal ihre Schritte seinem kleinen Grabe zulenkte. So oft sie konnte, ging sie dorthin, ihrem Liebling ein paar Blumen zu bringen; es war ihr, als ob dort ihr eigenes Kind läge — aber heute sah sic von weitem, daß ein paar schwarz gekleidete Gestalten davor standen. Darum schlug sie einen anderen Weg ein, einen Weg, den sie nimmer wieder gegangen war — zu Bergers, Sie hatte die guten Leute nicht wieder ausgesucht, da sic vollständig mit der Vergangenheit abgeschlossen hatte. Jetzt wollte sie sie doch einmal aussnchen, vielleicht war es unrecht von ihr gewesen, daß sic sich ihnen fern gehalten! Sie würden sich 134 gewiß freuen! Da leuchtete ihr auch schon das schmucke Häuschen entgegen: sie klinkte die Haustür aus und klopfte leise a» die Stubentür, die sie auf das „Herein" öffnete. Es war ganz wie vor sechs Jahren — Frau Berger saß am Fenster, ihre graue Katze bei sich, und strickte, während ihr Mann, sein Pfeifchen rauchend, ihr gegenüber saß — das Stübchen war behaglich durchwärmt und blitzblank. „Grüß Euch Gott, Ihr guten Leute," sagte Mary endlich zu den beiden, die sie wie einen Geist anstarrten. Aber beim ersten Ton ihrer Stimme sprangen sie auf — „Fräulein Marie — " und der alten Frau liefen Tränen über das gute Gesicht, „sind Sie es denn? — Wo kommen! Sie her?" riefen beide. „Ja, ich bin eS wirklich; ich wollte endlich einmal nach Ihnen sehen," sagte Mary, sich ans den angebotenen Stuhl setzend, „nun erst, wie ist es Ihnen denn ergangen?" „Wir sind eben sechs Jahre älter geworden, weiter nichts! Unser Leben ist immer dasselbe! Nur Sie haben >vir ver- niißt, Fräulein Marie! Wo waren Sie nur? Nun sind Sie wieder da! — Wissen Sie auch, daß — " „ — ich weiß alles — alles besser als Sie!" unterbrach sie Mary, „sein Kind ist in meinen Armen gestorben, und diese Blumen hier will ich auf das kleine Grab legen!" Sie sah die verwunderten Gesichter der beiden und erzählte ihnen nun, daß sie barmherzige Schwester geworden und auf diese Weise in sein Hans gekommen sei. Der alte Berger nickte ein paarmal vor sich hin, dann sagte er: „In dein Hause soll es nicht gut aussehen — er hat ja eine schöne reiche Frau; aber glücklich sieht er nicht aus — " „ — ja, und das Begräbnis hätten Sie sehen sollen — so Ivas war lange nicht da — die vielen Leidtragenden und die vielen, vielen Kränze, und wie blaß sah der Herr Hauptmann aus — wenn mau so denkt, das einzige — " „Laß man gut sein, Alte! was geschehen ist, ist geschehen; da läßt sich nun nichts ändern, und tvir Ivolleit weiter nicht mehr darüber sprechen," meinte der alte Berger zu seiner Frau, da er sah, tvie es bei deren Worten schmerzlich in Marys Gesicht zuckte. „Ja, dem Kinde ist ivohl! Ach, Berger, wie oft habe ich den Wunsch gehabt, auch so friedlich zu schlummern, allem Erdeuleid entrückt! Vielleicht machen Sie mir noch mal mein Grab zurecht! Dann möchte ich es ganz einfach haben — ! nur Efeu und einen weißen Rosenstock darauf," sagte sie schwermütig. „Fräulein Marie, machen Sie uns das Herz nicht schwer durch solche Reden!" sagte Berger vorwurfsvoll, „Sie sind doch so jung, und Ihnen blüht doch auch noch einmal das Glück. Sie müssen vergessen! Jeder hat einmal in seinem Leben was durchzuniachen! Wir haben oft an Sie gedacht und von Ihnen gesprochen; der Herr Hauptmann ist auch ein paarmal dagewesen und hat nach Ihnen gefragt; er wollte zu gern tvissen, wo Sie waren, und die paar Karten von Ihnen hat er immerfort gelesen, die Sie uns geschickt hall^ ten. Diese und Ihre Bilder sind uns ein Heiligtum." Sh plauderte der alte Mann in seiner einfachen ruhigen Weise und bat dann Mary, auch von sich zu erzählen. Sie sprach dann von ihrem Beruf und daß sie bei Doktor Hamanns wäre und noch mehr, bis es Zeit zum Gehen war. Mit herzlichen Worten schied sie von den guten Leuten und ging nach Hassos Grabe. Dort legte sie ihr bescheidenes Sträußchen neben die prächtige» Kränze, mit denen es schon geschmückt war. Sinnend stand sie da mit gefalteten Händen. Sie achtete des seinen Sprühregens nicht, in den sich der Nebel aufgelöst, trotzdem er in seiner Kälte durchdringend Ivar; ihre Gedanken tvaren ganz bei dem Kinde, bei Wolf, und ein unaussprechliches Weh durchzog ihre Seele. Es war ihr mit einem Male, als ob all der .Heldenmut und die Liebe zu ihrem Berufe nichts ivar, seit sie ihn wiederge - sehen und seine Küsse ivieder aus ihren Lippen gefühlt hakte. Es >var ihr so sterbensweh zu Mute wie niemals; sie fühlte sich so einsam und verlassen, daß es ihr fast das Herz nbF drückte. Sie hatte doch niemand auf der weiten Welt, an den sie sich vertrauensvoll anklammern konnte. So versunken war sie in ihrem Schmerz, daß sie die »äherkommenden Schrille nicht hörte — erst, als ihr jemand sanft die Hände' vom Gesicht zog, blickte sie erschrocken ans und sah gerade in Woiss liebevoll ans sie gerichtete Augen. „Du hier, mein Märchen — und weinend?" fragte er besorgt. „Morgen ist doch Totenfest, und da Ivollte ich Hasso ei» paar Blumen bringen." Dankbar sah er sie an. „Du Gute, Liebe! Aber warum weintest du? Bist du krank?" „Ich weiß es selbst nicht, Wolf! Es überkam mich mit einemmale — o, es ist zu traurig —" kam es leise schluchzend von ihren Lippen. Dann aber zwang sie ein Lächeln uni den Mund und trocknete ihre Tränen, damit er nicht darunter leiden sollte. Wolf nickte vor sich hin. „Ja, Mary, so traurig, daß ich meinen Jungen da unten um seine Ruhe beneide," sagts er düster. Mitleidig sah sie ihn an. Sein Gesicht trug einen so trostlosen Ausdruck, daß ihr das Herz vor Schmerz zu springe» drohte. „O Lieber," tröstete sie mit ihrer süßen Stimme, „sei doch nicht gar so traurig; sieh, deine Frau —" t „— meine Frau?" er lachte bitter auf, „meine Frau, die hält Beratungen mit ihrer Schneiderin über Trauer- toiletten usw. Ja, wäre sie wie du, mein Märchen — dann wäre alles, alles anders! Aber so habe ich niemand, der! mich versteht, der mit mir trägt —" „Tue deiner Frau nicht Unrecht, Mols! Sie hat Hasso sehr geliebt!" „Ja, ja — sich aber noch viel mehr! Laß uns nKifjH weiter darüber sprechen, es hat doch keinen Zweck und peinigt mich unnütz." Beide schwiegen und hingen ihren Gedanken nach. „Wie einsam es hier ist," sagte Mary leise erschauernd, „darum erscheint dir auch alles in einem doppelt düsteren Lichte!" Da sahen sich beide lange an, bis er ihre Hand faßte und sagte: „Damals, Mary, danials störte »ns das nicht" und er sprach das ans, ivoran sie in diesem Augenblick dachte. „Damals war es auch Frühling, Wolf, und die Rosen blühten," sagte sie leise, ihn mit einem unbeschreiblichen Blick ansehend, — „und jetzt ist es Herbst!" „Ja ■— Herbst!" und er blickte an ihr vorbei ins Leere. Sie schauerte da i» ihrem dünnen Jackett zusammen; es war doch zu naßkalt und feucht. Er bemerkte es. „Du friest, mein Märchen? Laß uns gehen! Wir stehen so lange schon hier; du hast gewiß nasse und kalte Füße bekommen." „Ach das tut nichts! Aber du hast recht, Frau Doktor Hamann wird schelten!" „Du bist noch bei ihnen?" „Ja, und diesen Winter bleibe ich auch noch da. 9?iit dem Pflege» wird es allerdings nicht viel werden; Herr Doktor will es nicht — höchstens, daß ich mich in seiner Privatkliuik nützlich mache. O, sie sind beide so gut zu mir." „Wenn du hier bist, dann sehe ich dich vielleicht doch öfter noch, Märchen?" „Vielleicht wird es der Zufall wollen, daß tvir uns mal ans der Straße begegnen, sonst glaube ich es nicht! Nun laß mich gehen; mich friert!" Sie streckte ihm beide.Hände entgegen. „Behüt dich Gott, mein Wols!" Mit festem Druck ergris; er sie und blickte schmerzlich bewegt in ihr süßes,! blasses Gesicht. Er hatte noch so viel auf dem Herzen, was er sagen und fragen ivollte, brachte jedoch kein Wort hervor. „Lebe wohl, mein Mädchen, mein einziges Glück," kam es endlich über seine Lippen; tvie halberstickt klangen diese Worte und krampfhast preßte er ihre Hände. Einer plötzliche» Eingebung folgend, schlang sie die Arme um seinen Htals und drückte einen innigen Kuß aus seinen Mund. Er drückte sie an sich, als ob er sie nie ivieder lassen ivollte. „Bleibe doch bei mir," flüsterte er flehend in ihr Ohr. Aber sie befreite sich aus seiner Umschlingung und ging schnell fort. Nach ein paar Minuten sah sie sich um; wie sie da den! Geliebte» noch immer so traurig und einsam a» dem Grabe stehen sah, packte sie der Schmerz um ihn von neuem. Sie lehnte ihr Gesicht an eine Linde, die ihre entblätterten Aeste ivie anklagend zum Himmel streckte und weinte heiße Tränen um ihre verlorene Liebe. VIII. „Ich denke einen langen Schlaf zu tun. Denn dieser letzte» Tage Qual ivar groß." (Schiller: „Wallensteins Tod".) Es war Marys letzter Gang gewesen. Bei dem naßkalten Wetter hatte sie sich eine heftige Erkältung zugezogen, dev ihr zarter, durch Nachtwachen und seelische Aufregungen geschwächter Körper nicht geivachsen ivar. Nach mehrwöcheut- lichem Krankenlager wußte sie, daß es zu Ende mit ihr ging; still und ergeben lag sie mit geschlossenen Augen in den — 185 Weihen Kissen. Frau Doktor Hamann saß leise schluchzend an ihrem Bett. „Weinen Sie doch nicht, mein liebstes Tantchen," sagte Mary da, die Augen ausschlagcnd, mit matter Stimme, „gön neu Sie mir doch die Ruhe, die ich so heiß ersehnt habe." Sie machte eine Pause, da das Sprechen sie doch etwas anstrengte, „ich freue mich sogar — dann sehe ich doch endlich meine lieben Eltern wieder und Hasso — " „Sprechen Sie doch nicht so, Kind! Es zerreißt mir das Herz! Wir haben Sie doch so lieb gewonnen, daß wir gar nicht fassen können, daß Sie uns verlassen wollen." (Schluß folgt.) Aus den Zetten der akademischen Gerichtsbarkeit -er Ludoviciana. II. Im Karzer. In eineni wenig bekannten Studentenlied des Leipziger Kom- InersbnchS findet sich ein Vers, der also lautet: Als ich einen Schnurren letzthin wacker zwickte, Hat er mich beim Rektor angeklagt, Ter mich dann zum Zeitvertreib ins Karzer schickte. Denn ich fwtt’ das Ding zu arg geniacht. Glaubst d», daß mich dieser Spaß verdroß? Nein, im Karzer lebt sichs ganz famos. 5kch vermute mit gutem Grund, daß der ungenannte Versasser leine eineni sonst wenig besungenen Orte gewidmeten Worte seiner eigenen Sach- und Lokalkenntnis verdankt und ich bin daher ersreut, daß auch ich als ehemaliger akademischer Bürger der ehrwürdigen Ludoviciana aus eigener Erfahrung die Richtigkeit jener Worte bestätigen kann. Zwar hielten die engen Käsige da droben in dein Giebel- und Tachstock des jetzigen neuen Schloß gebäudes, des vornialigen „Trszippels", weder in Bezug aus Rauminhalt, noch auf Eleganz der Ausstattung und hygienische Einrichtungen einen Vergleich aus mit den entsprechenden Lokalitäten unserer modernen Strafanstalten, deren fast hotclmäßiaer Komfort bekanntlich kaum noch etwas zu wünschen übrig läßt. In einer nur wenige Quadratmeter haltenden, getünchten und durch ein vergittertes Fenster erhellten Zelle befand sich eine Ausstattung von folgenden Gegenständen: ein Tisch von mäßiger Größe, ein Stuhl, ein Bettschrank, in welchen tagsüber die Matratze mit dem importierten eigenen Bettwerk eingeschlossen werden konnte, eine niedrige Bank mit einer Waschschüssel, ein kleiner eiserner Ösen zur Holzseuerung und eine dickbauchige Wasserflasche oder ein Steinkrug mit Glas. Dieses recht bescheidene Mobiliar wurde nun noch vervollständigt durch ein in einem schmalen Waichschränkchen befindliches diskretes Gesäß, welches allgemein in jeder geordneten Haushaltung als ein notwendiges Zubehör jeder Schlasstätte betrachtet zu werden pflegt. An Stelle der Bilder und sonstiger Schmuckgegenstände bestand die Tckoralion der Wände aus Hunderten von Inschriften, Sprüchen in Poesie und Prosa und Zeichnungen, mit denen frühere Generationen den Epigonen Kunde davon gaben, daß auch sie vor Zeiten in diesen geheiligten Räumen ihre Missetaten gebüßt haben. Natürlich fehlte unter den Namensinschristen auch der jetzt in Vergessenheit geratene Kosmopolit K i s e l a ch nicht. Unter den Zeichnungen waren auch solche von künstlerischer Hand, aus dem Studentcnleben entnommene oder damit in Zusammenhang stehende humorvolle Bilder. Da baumelten z. B. an einem Gal- ? en, an ihren charakteristischen äußeren Merkmalen leicht cr- ennbar, der dürre Universitätsrichler und seine Schergen, während gierige Raben ihnen in die Gesichter hackten und Muscn- söhne den Galgen umstanden und das Gaudeamus sangen. Aus dem letzte» Vers dieses Liedes hatte die Hand des Künstlers die Worte beigesügt: „Sic pereat . . . (ein Spitzname mit latinisierter Endung) et auiviS antiburschius". Andere Bilder stellten Karikaturen aus denr Mensuren- und Kneipleben usw. dar. Daß in den solchergestalt bis an die Decke hinaut geschmückten Räumen jeler neue Ankömmling sich von vornherein tvohl nnd heimisch fühlen und de» Mangel der sonst, gewohnten Bewegungs'- srcihcit leichter erträglich finden konnte, dürste ^hiernach ohne weiteres glaubhast erscheinen. Bildete doch das Studium dieser beredten Wände, znmal für den jungen F»ck>s, eine ergiebige Quelle angenehmster Unterhaltung und war ungleich interessanter, als die tieigrnndige nnd sinncnvertvirrcnde Weisheii der wissenschaftlichen Werke seines Studienfachs, von der sein harniloses Gemüt glück- lichertveisc bisher noch gänzlich verschont geblieben ivar. Auch das V c r p s l e g u n gs tve sc » ließ im allgeniciiicn nichts zu wünschen übrig. Da selbstverständlich weder die Universitäts- noch die Staatskasse sür den frevclhastcn Ucbvrtreteit der akadeniischcn Gesetze außer der Gewährung des sreien Quartiers auch noch die VcipftegungSkosten tragen konnte, so blieb cs jedem überlassen, sich selbst sür seine leiblichen Bedürfnisse zu sorgen. Dieser Ausgabe wurde der Korpsdiencr oder ein Dicnstniann gerecht, der ans dem benachbarten Gasthof „zum schwarzen Roß" oder dem „Case Kneip" mittelst Traggeschirrs die „Fressalien" des Diners in so reichlicher Quantität herbeischleppte, daß sie selbst der schärfste Appetit nur Unter der gütigen Mitwirkung des als Hausmeister iinl» Beschließer fungierenden Pedellen restlos vertilgen konnte. Di« Beschaffung des Frühstücks geschah entweder durch Selbst- bereilung des Kasfees oder Tees mittelst eines mitgebrachlen Spi- ritnsapparats oder gegen angemessene Vergütung durch die weibliche Hälfte des Kerkermeisters, die auch snr> die irischen Morgen- brölchcn sorgte. Tie Abendmahlzeit bestand in der Regel nur aus „kalter Küche", Schinken oder Wurst mit Brot und Butter, deren vorherige Besorgung meist der liebevollen Fürsorge der Frau Mama oder Hauswirtin zu verdanken war. Was die Befriedigung des Durstes anlangt, dieser Spezialeigenschast aller normale» Musensöhne, so trugen die gedruckten Bestimmungen der Karzerordnung diesem Bedürfnis zwar nur in etwas bescheidenen Umfang Rechnung, indem sie die Maximalgrenze für den erlaubten Konsum des edlen Gerstensafts meines Erinnerns aus täglich nur zwei Flaschen setzten. Allein wie so häufig im Leben der tote Buchstabe des Gesetzes einer vernunst- und zeitgemäßen Sinnesauslegung Platz machen muß, so wurde auch hier von dem einsichtsvollen Kerkermeister keine allzu rigorose Prüfung der von den dienstbaren Geistern gebrachten Körbe aus ihre Flaschenanzahl und deren Inhalt geübt. Es blieb vielmehr, und zwar mit stillschweigender Billigung seiner Vorgesetzten Behörde, dem diskretionären Ermessen dieses Beamten überlassen, unter Würdigung der körperlichen Jiidividualitäten und Leistungs- sähigkeit des Empfängers auch einer entsprechend größeren Zahl von Flaschen Passierschein zu erteilen, natürlich unter der väterlich-wohlwollenden Ermahnung, von dieser ausnahmsweisen Vergünstigung keinen anißbiäiichlicheii Gebrauch zu machen. Aber auch bas System der E i n z c l h a j r und das Verbot des geselligen Verkehrs der Zellenbewohner untereinander wurde nicht immer streng eingehalten, besonders wenn beim Andrang Mehrerer zur gleichzeitigen Strafverbüßung die vorhandenen Zellen, deren es meines Erinnerns sechs waren, zur Aufnahme aller Gäste in Einzelzellen nicht ausrcichten. Es kam dann mitunter vor, daß mehrere derselben in einen Raum untergebracht wurden. Außerdem wurde dank der inenschenfreundlicheir Gesinnung des Kerkermeisters den unglücklichen Opfern der Gerechtigkeit zuweilen gestattet, tagsüber während einiger Stunden als solamen miscris den Besuch teilnahmsvoller Schicksalsgenossen zu empfangen. Dann gelangte aber die lebensfrohe Natur der Fugend wieder sehr bald zum Durchbruch, aller ihr angelegten äußeren Fesseln znm Trotz. Diejenigen, die sich noch vor kurzeni mit dem Schwert in der Rechten kampsesmutig und mit grimmig-entschlossenen Mienen gegenüber standen nnd die Schwächen in der Fcchtweise des Gegners erspähend und benutzend ihre Namen aus dessen jungfräulich unberührten Wangen mit blusiger Schrift dauernd eingeschrieben hatten, sitzen jetzt in sriedlicher Eintracht zusammen an dem runendurchfiirchtcn und mit Flaschen dekorierten Tisch und feiern das Gedächtnis ihres ritterlichen Wasscngangs durch einen solennen Bersöhnnngsschmollis. Man ist dabei fröhlich und guter Dinge und unterhält sich auss beste, wozu ide längsten „vexatorischen Maßnahmen" des Universitätsrichters gegen S.-C.-Mitglieder, die Tisscren-en mit dem Ksi V orstand wegen Vor an. eus am'den Bällen und anderer ebenso wichsige Tagessragen reichhal.igenStoss bieten. Zun« Glück sindet sich auch in der Korpsordnung kein Rauchverbot, so daß neben denr leicht handlichen Glinimstengel (imitiertes Havannadeckblatt aus dem Laden der Firma Gebr. Wenzel) auch der etwas schwerfälligere Apparat der langen Pfeife mit twr sechsgliedrigen Spitze und den dreifarbigen Quasten in fast perpeiuelle Aksion treten konnte. Der anfangs' bläuliche liebliche Dust des leichten Kanasters von Gg. Hch. Schirmer mit dem roten Wappensiegel erfüllte dann den ganzen Raum bis in die engsten Ritzen der Wand und verdichtete sich mit der Zeit zu einem undurchdringlichen grauen Nebelineer, in welchem der „Wolkensanimler Zeus" bequem seinen Thronsessel hätte aujrichten können. Fn dieser sonst nur noch in den Kneipen herrschenden Atmosphäre waren natürlich Belästigungen durch die Stubenfliegen und Schnaken gänzlich ausgeschlossen: diese Plagegeister menschlicher Ruhe waren rettungslos dem Untergang geweiht. Dagegen standen einige der Karzcrzellen in dem wohlbegründeten Ruf, außer den rechtmäßigen Inhabern noch ungebetene andere Gäste zu beherbergen, die der wenig angesehenen Familie Eimer angehören und von dein entomologisch nicht gebildeten geineincn Mann schlechthin Bettwanzen genannt werden. Hatte nun der in seiner wohlverdienten Nachtruhe durch den Besuch dieser unliebsamen Bettgenosscn gestörte Bewohner einer solchen Zelle aut seinem Streiizuge nach diesen einige Exemplare als Trophäen erlegt und sic aut eine Stecknadel gespießt, am andern Morgen dem Kerkermeister als Belege vorgezeigt, dann erfolgte in anerkennenswerter Weise seine alsbaldige Uebersührung in eine andere besser beleumundete Zelle, in welcher er sich ungestörter nächtlicher Ruhe erfreuen konnte. Eine dieser Zellen, die sich durch einen um mehrere Quadratmeter größeren Rauminhalt auSzeichnetc und aus diesem Grunde „der Salon" heißt, galt als bevorzugles Lokal und war besonders geeignet, den geselligen Verkehr der mehreren „Sträslinge" miteinander zu erleichtern. Da wurde, wenn der erforderlich« dritte Mann zu haben ivar, niancher lustige Skat gedroschen und — allerdings ohne Sang nnd Klang — manch« Flasch« geleert auss Wohl der akadensisck>en Freiheit, die sich auch in den Kerkcrmaueni noch so vortresslich bewährte Soweit nach 136 dem Tagesprogramm die Stuirden nicht diesem geselligen Berkehr gewidmet Ware», füllte man die Stunden der Einsamkeit aus mit der Lektüre mitgebrachter oder aus einer Bibliothek entliehener Bücher oder der Korrespondenz mit Bekannten, zuioeilen auch, jedoch nur bei längerem Ausenthalt, mit Abschreiben von Kolleg- besten fleißiger Kominilitonen oder „Nachteilen von Schwänzen" in den eigenen Heften. Reichlichen Unterlmltungsstoft gewährte daneben auch das dem „Diszippel" gegenüberliegende mtb nur durch den schmalen „Brandplatz" von diesem getrennte frühere Gymnasium (das jetzige Kreisamtsgebäude', dessen Fenster im Sommer während der Unterrichlssinuden in der Regel ossen standen und sonüt einerseits den Pennälern den sreien Ausblick nach den vergitterten Karzerzellen aus dem Dachstock und andererseits deren Bewohnern die Beobachtung der Vorgänge in den Klassenzimmern ermöglichten. Bei dem lebhaften Interesse, das die Gießener Pennäler, auch schon die jungen Herren Quintaner und Quartaner, allezeit den Personen und Schicksalen ihrer zukünftigen Borbilder gewidmet hatten, war eo natürlich, das; ihnen auch die Namen und Persönlichkeit derjenigen, die da droben in .Hemdärmeln durch die engen Gittcrösfnungen nach ihnen heruntcrschanten und durch Zuwinken stumme Zeichen freundlicher Begrüßung mit ihnen wechselten, ganz genau bekannt waren. Diese gegenseitigen Sympathiekundgebungen waren aber keineswegs im Sinne der Her.en Magister, die nicht selten die betrübende Wahrnehmung machen mußten, daß das Interesse der braven Schüler an den unregelmäßigen Verben der lateinischen oder griechischen Grammatik und an den anziehenden Schilderungen in Caesars „de bello Gallico" und Xenophons „Anabasis" weit hinter dem Interesse für den armen Kerl hinter dem Gitter »urückblicken. Eine Aenderung dieses Verhältnisses trat erst ein, als einmal ein frecher Fuchs in übermütiger Laune den Quartanern während der Französischen Unterrichtsstunde mit lauter, vernehmlicher Stimme die frivolen Worte zugerusen hatte: „Ihr Buben, laßt euch doch von dem Schulmeister nichts weismachen!" Die wegen dieser Ungebühr von dem Direktor erhobene Beschwerde hatte den Erlaß einer universitätsdehördlichcu Verfügung zur Folge, wonach den Karzerbewohnern jcglick>e Störung des Unterrichts in dem Gymnasium bei Meidung besonderer disziplinären Ahndung strengstens un ersagt wurde. Außerdem wurde der betressende Missetäter in eine nach der entgegengesetzten Seite, im sog. Turm, gelegene Zelle versetzt, in welcher ihm weniger Gelegenheit zu anregender Unterhaltung geboten war. War nun unter dieser ablvcchslnngsrcichen Tätigkeit und Unterhaltung das Ende der Strafzeit hcrangckomnien, dann nahm der angehende Freiheitskandidat feierlichen ^Abschied von den ihm liebgewordcnen Räunien, die ihm so gastliche Aufnahme gewährt und ihm die Gelegenheit gegeben hatten, im stillen Kämmerlein über die Verwerflichkeit des Duells im allgemeinen und die Substitution unschuldiger Menschen sür sckmldige im besonderen ernsten Betrachtungen obzulicgen. Wenn dann endlich um die Stunde der Fledermäuse das Rollen des Handwägelchens, aut welchem der dienstbare Geist das Bettzeug und die sonstigen Effekten diskreterweise abbvlte, sein erwartungsvolles Ohr erreichte, dann noch einen „Blick nach dem Grabe" seiner Freiheit, ein Wort freundlichen Dankes an den Hüter seiner Sicherheit sür die menschenwürdige Behandlung uird — „frei, frei, frei ist der Bursch." Die da draußen aber, die den Märtyrer akade- misäter Freiheit und altruistischen Opfermuts so herzlich bcwill- kommtcn und zur Erholung von dem ansgestandenen Martyrium aus dem kürzesten Weg zur Kneipe geleiteten, mochte hierbei wohl eine stille Ahnung beschlichen haben, daß Über kurz oder lang des Schicksals Tücke auch sie ereilen könnte — „heute dir, morgen mir"! Mit loclchen Mitteln und bis zu welcher Stunde der dort seither schmerzlich Venuißte die Freuden des Wiedersehens genossen hat, liegt außerhalb des Rahmens des ösfentlichen Interesses und damit auch dieser Zeilen. Uebrigens: „Hony soit, qui mal y pense!" Wenn du aber, lieber Leser, heute aus dem jetzigen „Land- grai Philippsplotz" unserer freundlichen Muscnstadt einen alten Herrn mit spärlichem, von der Fülle der Jahre gebleichtem Haupthaar stehen siehst, dessen Augen in stiller Betrachtung aus dem Dachstock des restaurierten Schloßgebäudes ruhen, dann mögest du wissen, daß der ehrwürdige Greis lteute ein eigenartiges Jubiläum feiert, — die fünfzigjährige Wiederkehr des Tages, an welchem er mit der bunten Mütze aus den, sorgenfreien .Haupt auch einnial seinen Einzug dort droben gehalten hat. Und wenn du sichst, tvie er sich dabei eine stille Träne aus dem feuchten Auge wischt, dann wirst du diesem Akt pietätvoller Erinnerung an die Freuden und Segnungen der glücklickten Burschenjahre und der entschlafenen akademischen Gerichtsbarkcnt auch deine Anerkennung nicht versagen. _ O. Jnvenis. humoristischer. * Immer nach Vorschrift. Die alte Dame in der Straßenbahn: „Schön, aber nachdem ich nun sür meinen .Hund ein Billett gelöst habe, bat er jedenfalls doch anch einen Anspruch ans einen Sitzplatz?" — Der Sckwffner: „Selbstverständlich, aber nur, wenn er die Vorschrift innehält und die Sitzkisjen nicht mit den Füße» berührt." * Der anstellige Bursche. Ein Ossizier sagt zu seinem Burschen : „Geh zu Signor B. und sage, ich ließe mich nach dem Befinden der gnädigen Frau erkundigen, die gestern abend mit deur Tode rang. Sollte die Aermstc gestorben sein, so frage, wann das Leichenbegängnis sein wird." Der Soldat kehrt zurück und erklärt ganz stolz : „Sie haben mir gesagt, es ginge der gnädigen Frau heute besser, und wann das Leicktenbegängnis wäre, könnten sie noch nicht sagen." * Geistesverwandte. Die berühmte Mrs. Stanley: „Ach, wie viel Neues habe ich heute abend nicht gelernt, wieviel wertvollen Nutzen trage ich nicht von diesen! Gespräch mit Ihnen, meine verehrte Miß Deartonie, davon! Irgendwie fühle ich Ihren Geist, Ihre Art zu sehen, Ihr Wissen dem meinen verwandt. Sind Sie auch Schriftstellerin?" — „Nein, ich lehre im Kindergarten." * Ein s ch ö n c r L o h n. In einem römischen Blatt las man lürzlich folgende Anzeige: „Gesucht wird eine tüchtige Wäscherin, die Wäsche einer kleinen Familie zu wasche». Als Lohn würde Klavierunterricht erteilt." * Schnelle Erfüllung. Der Redner, der seine Zuhörer schon seit langen: ehrlich langweilt, mit Inbrunst: „Ich spreche hier zum Wähle und zum Besten der Nachwelt!" —> Stimme aus deni Hintergrund: „Ja, und wenn Sie nicht bald fertig werden, wird sie da sein!" vüchertisch. — Neuerscheinungen der Universal Biblio < thek. Richard Wagner, Tondramen. In 2 Leinen- bänden 3 Mk., in 2 Lederbänden mit Goldschnitt 4.50 Mk. Rr. 5641. Das Rheingold. Borabend zu dem Bühnen- scstspiel Der Ring des Nibelungen. Bon Richard Wagner. 76. Band der Opernbücher. Vollständ. Buch, herausgegeben und eingeleitet von G. R. K r n s e Nr. 5642. Die Walküre. Erster Tag aus dem Bühiiensestspiel Der Ring des Nibelungen. Von Richard Wagner. 77. Band der Opernbücher. Voll- ständ. Buch. Herausgegcben und eingeleitet von G. R. K r u s e. Nr. 5643. Siegfried. Zweiter Tag aus dein Bühnenfest- spiel Der Ring des Nibelungen. Von Richard Wagner. 78. Band der Opernbücher. Vollständ. Buch. Herausgegeben und eingeleitet von G. R. Kruse. Nr. 5644. Götterdämmerung. Dritter Tag ans dem Bühnenfestspiel Der Ring des Nibelungen Von Richard Wagner. 79. Band der Opernbücher. Vollständ. Buch Herausgegeben und eingeleitet von G. R. Kruse. Nr. 5645. Rienzi, der letzte der Tribunen. Große tragische Oper in fünf Auszügen (nach Bulwers gleichnamigem Romair. Von Richard Wagner. 80. Band der Operiibücher. Vollständiges Buch. Hrausgegcben und ein- gcleitct von Georg Richard Kruse. Rr. 5646. 5647. Die F ra u P r o s e sso ri n. Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte. Bon BertholdAuerbach. Mit einer Einleitung von l>r. Eugen Wölbe. In Leinen 80 Pf. Nr. 5648. Das Jmpsgesetz für das Deutsche Reich vom 8. Apric 187 4. Mit Einleitung und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Paul Michaelis. In Leinen 60 Pf. Inhalt: Vorwort. Einleitung. Jmpsgesetz. Beschlüsse des Bundesrats vom 28. Juni 1899, betreffend die Ausführung des Jmpsgcsetzes. Anhang, enthaltend die vom Bundesiat vorgeschriebenen Formulare. Sachregister. Nr. 5649. Melchior K a t ä n g h y. Erzählung. Von Koloman Mikszäth. Autorisierte Ilebersetziing aus dem Ungarischen von Jo sefine Kaufm a n n. Nr. 5650. Berggen offen und andere Erzählungen. Bon Heinrich bon Schultern. Mit dem Bildnis des Versassers und einer Einleitung von vr. Robert Reinhard. Inhalt: Einführimg. Berggenossen Mister Bolings Heimkehr. Der Weibernarr. Ei» Scelenkonslikt Der Schmetterling. Aus der Bergheimat. sHkr immer! Atelierseelen. Feuer! Der Uebersetzer, Der närrische Graf. _ versteckrätsel. Man Incbe ei» Sprichwort, dessen einzelne Silbe» in solgende» Wörtern versteckt sind, wie die Silbe „an" in .Wanderer". Bctscbnane» — Finsternis — Bleiburg — Reibeisen — Deidesheim — Wonnemond — Stärkekleister — Wachposten. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung der Künigspromenade in voriger Nummer: Der Baum merkt nicht die Last, Hält drauk der Vogel Rast; Doch fliegt der Vogel ivcg. So schivaiikt davon der Ast. So suhlst du nicht die Lust, Tie wonnt in deiner Brust: Doch ivenn sie dir entstiegt. So iüblst di, den Belast. Nückeik. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche» Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lauge, Gießen,