Ein Frühlingstraum. Roman von Fr. Lehne. (NaKiruck verboten.) (Fortsetzung.) Ci» lichtes Rot färbte einen Augenblick Marys bleiches Vesichtchen; mit große», ruhigem "Blick entgegnete sie: „Rein, gnädige Fra», daran habe ich nicht gedacht! Man träumt tvohl maiichuml niit einem junge», törichten Mäd- chenherzeil einen Traum von Glück und Liebe — aber dann kommt daS Leben mit seiner rauhen Hand und zeigt, daß schließlich das Ivahre Glück getreue Pflichterfüllung ist — daß der einzelne sich der Gesanitheit unterznordnen hat! — Mein Beruf bringt mir die lautersten Freuden! Ich kann Ihnen nicht schildern, lvas ich empfunden habe, als ich vorige Woche einem trostlosen Bater drei liebliche Kinder, die an Scharlach und Diphtherikis erkrankt loaren, als genesen überlassen konnte, während die Mutter der Kinder in, Wochenbett lag. Können Sie sich die Gefilhle der armen Frau vorstellcn, die tatenlos daliegen mußte? Es lvar sehr anstrengend für mich, jene Pflege — und doch, lute reich lvar ich belohnt durch die Freudentränen in den Augen der Eltern! O ich könnte Ihnen da vieles erzählen — man bekommt Einblick in manches Menschenleben und Menschenleid, was man nie geahnt hätte, Uw ran nian achtlos vorübergehk." Gabriele schwieg einen Augenblick; dann sagte sie leise: „Ich habe noch ine so recht darüber nachgedacht: man beachtet so vieles nicht — —" — Hass» wurde wieder unruhig: er phantasierte und verlangte ständig »ach dem Papa, sowie den, Großpapa. Mit fester Hand hielt ihn Mary und unterstützte ihn bei den krampfhaften Hnstenansällcn, die das kleine Körperchen erschütterten. „Gehen Sie, gnädige Frau," lmt sic, „der Anblick regt Sie unnötig auf." „Nein, nein," jammerte Ella, „ich bleibe." Wider Willen mußte sie Mary bewundern, die so still und geräuschlos und doch so energisch ihres Amtes waltete. Der Ansall gab sich, und stöhnend lag Hasso da. „Armes Kind," leise, fast unmertlich strich Mary über sein Köpfchen. „Wird er leben?" fragte Gabriele angstvoll. Ihr Mnttergefüht regte sich doch, als sie sah, tute das Kind sich quälen mußte. „Doktor Kornelius ist ein tüchtiger Arzt: er ivicd ihn schon dnrchbringen, wenn ich Ihnen auch nicht verhehlen kann, daß der Fäll ernst liegt Der Kleine scheint aber eine kräftige Natur zu haben, trotzdem er sehr zart anssicht." Schiveigend saßen die beiden Frauen da und lauschten ans die schweren Atemzüge des Kindes, das sich jetzt beruhigte So verging eine geraume Zeit, ohne daß die bei« Gm ein Wort ivechselte». Da hörte nian eine Tür schlagen. Gabriele fuhr zusannnen; das war Wölf, der eben heimae« kommen. Sie warf teilte» verstohlenen Blick auf Mary, die das wohl kaum gehört hatte: ihre ernst blickenden Singen ruhten unverwandt ans idem Kind. Nach einer Weile wurde behutsam die Diir des Krankenzimmers geöffnet, und Wolf trat ein. Sein erster Blick fiel auf die schwarze Gestalt am Bettchen: das mußte wohl die Pfleaenn sein, die Doktor Kornelius mitbringcn lvollte: ihr Gesicht konnte er nicht sehen. Leise trat er näher und fragte seine Frau: „Wie geht es Hasso?" „Jetzt besser — er ist ein wenig eingeschlummeri," lautete deren Antwort. „Gott Lob," kam es aus seiner tiefsten Brust. „Wolf," fuhr seine Frau fort, „Wolf, Schwester Kone suelo ist uns in der Tat eine Hilfe: der Arzt hätte ste uns schon früher bringen können; sie weiß Hasso ivunderbar zu beruhigen." Er wandte sich der Schwester zu und lvollte etwas sagen: jedoch das Wort erstarb ihm auf der Zunge — Marh hatte die Augen erhoben und groß ruhte ihr Blick in dem des einst so heiß geliebten Mannes, während ihr Herz so ungestüm klopfte, daß sie fürchtete, man könnte es hören — starr vov Bestürzung stand Wolf da, keines Wortes mächtig. Krampfhaft umfaßte seine.Hand den Rand de-Z Veilchens, und weil beugte er sich vor, der Schwester ins Gesicht zu sehen. Aesste ihn denn ein Spuk? Dir saß sie ja. an die crl Tag und Nacht gedacht, seine Mary, sein Märchen — am Beite seines Kindes! Es lvar kein Traum — cs war Wirklichkeit! Kein Ton kaiu über seine Lippen; wie betäubt stand er da — starr seine Augen auf ihr süßes Gesicht heftend. „— Was ist dir, Wolf?" schlug die Stimme seiner Frau an sein Odr. Er schreckte zusammen und strich mit der.Hand über die Stirn. Ein Blick in Ellas gespanntes Gesicht mit dem triumphierenden Ausdruck sagte ihm, daß sie cbensalls Mary erkannt, daß sie sich an seiner Bestürzmig weidete — eine tiefe Verachtung gegen sein gewissenloses, herzloses Weib quoll in ihm auf. „Nichts!" entgegnete er hart und ging aus dem Zimmer, ohne du Wort für die Schwester zu haben, die mit geseukteu Augen da saß. Ein hohnvolles Lächeln uinspieltc Gabrieles Mund — dieser Augenblick entschädigte sie sür vieles. Zwar hatte kein Zug in Marys Gesicht deren innere Bewegung verraten: jedoch mit kein geschärften Gefühl der Eifersucht batte Ella gesehen. >vle es Mary bei Wolfs Anblick gepackt hatte! lind dieser erst! So fassungslos war er ihr noch nie erschienen. Ganz gebrochen >oar er ja hinansgegange». so hatte ihn dies plötzliche, unvermutete Wiedersehen ergriffen! — Nach einige» Minuten sagte sie zur Schwester: „Ich kann mich wohl jetzt ruhig ans ei» Weilck>rn entferne»? .Hasso schläft ia, und ick muß mich meinem Manne doch auch wid- inen . Er klagt schon über Vernachlässigung meinerseits — aber seit das Kind krank ist, habe ich keinen Gedanken slir etwas anderes!' 114 „Gewiss, nnäbigc Frau — Sie können ruhig gehen," Irmtete Mari-s Antwort. Nun war sic allein! (Lin tiefer Atemzug hob ihre Brust. Gott Lob, das erste, so gefürchtete Wiedersehen war vorbei. Jetzt galt es, Kopf hoch, und den« Zauber, den Wolf aus sie ausübte, zu widerstehe». Ach, da-? Herz war »och nicht gestorben, wie-sie gewähnt; es war ein gar nngebrrdig Ding, und sein ungestümes Klopfen drohte ihr die Brust zu spien gen. Aber sie wollte sich mit aller Kraft gegen jeden Einfluss lvehre» - sie wollte nicht denken an vergangene Zeiten nur an ihre Pflicht und weshalb sie hier war. Liebkosend lag ihr Blick ans dem Gesicht des Knaben. Wie er ihm glich - er hatte doch nichts von der rosigen blonden Mutter. Fast unmerklich hauchte sie einen Kuss aus das kleine Händchen, daS, zur Faust geballt, unruhig auf dem Deckbett hin und her glitt. Gabriele ließ da fragen, ob Schwester Konsnelo mit ihnen essen wollte, jedoch diese dankte, sie konnte nächj. daran denken, das Kind auch nur einen Augenblick allein zu fassen. So wurde ihr das Essen auf ihren Wunsch im Zimmer serviert, wovon sie allerdings nur wenige Bissen genoss. Nach neun Uhr kam Doktor Kornelius noch einmal. Die Eltern des kleinen Patienten waren am Krankenbett; jedoch vermied Wolf jedes Wort. Dann ging er mit dem Arzt, nachdem dieser der Schwester noch verschiedene Berhaltungsmahregekn erteilt, und Gabriele blieb zurück. Das Zimmer ivar nur schwach erhellt; die Lampe war mit einem Schleier umhüllt, damit das grelle Licht gedämpft wurde und Hasso nicht blendete. Es stand ihnen eine schwere Nacht bevor; das Kind lag in heftigem Fieber und phantasierte stark; verschiedene Hustenansälle erschütterten dessen Körper dermassen, dass er Ivie gebrochen in dem Arm der Schtvester hing. „Schtvester - Schtvester — was soll das werden!" jai» stierte des Kindes Mutter, die weißen Hände ringend, „o, ich bin ausser mir!" „Nur Mut," redete Mary ju, „der Arzt hasst ja auch das Reste! Denken Sie auch an sich legen Sie sich nieder - „Nein, nein," rief Ella, „ich bleibe bei meinem Kinde, bei Ihnen, ich helfe Ihnen Sie sehlasen ja auch nicht; lassen Sie uns zusammen wachen!" „Ich habe in den letzten Tagen fast nur geschlafen, bin vollständig gekrästigt und an das Wachen gewöhnt; mir macht es also nichts! Aber Sie, Frau von Wolssburg, können das nicht aushalte», schlafen Sie wenigstens ein paar Sttm- de», dann sind Sie frischer und widcrstandösähiger. Unterstützen Sie mich am Tage und vertreten mich dann, ivenn ich ein Ivenig ruhe; wir müssen iins obwechseln." Sie wollte auch darum allein sein, iveil Ella durch ihre llmständlichkeit und Hast ihr im Wege war; das konnte sie ihr allerdings nicht sagen. Endlich gehorchte diese Marys Drängen imb ging Nun war Mary allein. Ein paarmal glaubte sie vor der Tür Schritte gehört zu haben; allein es kam niemand herein; sie mochte sich getäuscht haben! Aus Hassos Fieberphantafien entnahm sie, wie leidenschaftlich das Kind «m seinem Baler hing — von der Mutter wollte es nicht viel wissen. - Es mochte gegen Mitternacht sein, als sich die Tür leise öffnete und Wolf herein trat. Erschreckt sprang Mary ans. Er winkte jedoch mit der.Hand und sagte leise: „Erschrick nicht, Mary, ich will nur noch mal nach meinem Kinde sehen." Er traf ans Bettchen und neigte sich über ihn: „Mein Junge, mein armer, süsser Junge; Gott, v gib, dass ich ihn behalten darf." Ans den paar Worten klang ein so tiefer Schmerz, daß sie davon bis ins Innerste berührt wurde. Da berührte sie leise seine» Arm: „fassen Tie Mut, Herr Hauptiiinnn! Ich hoffe das Beste! Wäre nur die Krisis erst vorüber!" Mit irrem Blick wandte er sich um. „Was willst du eigentlich hier? Wie koiumst Du hierher?" Mitleidig ruhte ihr Blick ans seinein Antlitz, in das die Sorge der letzten Tage liefe Furchen gegraben hatte! Was mußte er leiden um das Kind! „Ich hatte Doktor Kornelius versprochen, ein krankes Kind ans seiner Praxis zu pflegen. Als ich erfuhr, wqssen Kind es sei, war es zu spät, zurückzittrcten, ohne Argwohn! zu erregen. Sonst hätte ich dies Begegne» vermieden!" „Und mie kommst d» >n dies Gewand?" >orschle er weiter. „Ich hatte leinen anderen Zufluchtsort, wenn ich nicht schlecht werden wollte!" entgegiiete sie. * Er hörte auf zu fragen, da der Knabe wieder unruhig wurde. „Papa, Papa," kam es klagend und stoßweise aus seinem Munde, „bleibe du bei mir; Mama schlägt Hasso immer. Papa, nicht traurig sein, wenn auch Mnma schilt; sie ist nicht gut. Aber Hasso hat Papa'n lieb; komm, g,ib Hasso einen Kuß!" Er richtete sich hoch ans und- blickte mit den sieber-glänzenden Augen um fickt. „Warum kommst km nicht? Ach, du darfst nicht! Pass auf, Hasso kommt danw, Mama sieht es ja nicht, die ist mit dein Rade fort." Und er schickte sich an, aus dem Bette zu springen. Mit Gewalt musste ihn Mary zurückhalten. Da schlug er nach ihr: „Geh, bu böse Mama! Tn ärgerst Papa immer, und da ist Papa so traurig!" Er lveiiite »nd schrie, bis er erschöpft mit jagenden Pulsen in die Kissen sank, das Gesichickte» von dicken Schtveisstropsen bedeckt. Behutsam bettete ihn Abart) ttnd erneuerte die Umschläge. „Kann ich helfen?" fragte Wolf, dessen Gesicht sich bei Hassos Phantasien mit hoher Röte bedeckt hatte. Sie schüttelte nur mit dem Kopfe und beschäftigte sich iveiler, bis Hasso ganz ruhig dalag. Wie ein breiter Schatten lagen die bimfleit Wimpern aus den blassen Wangen; wie eitiyes-alle» und schmal das Gesichk-- chen in den paar Tagen geworden war. Hin unb wieder zinkte es um seinen Mund; sonst war er ruhig. Marys Fulger lagen über denen des Kindes wie behütend und beruhigend. Wolf hatte sich jetzt an die andere Seite des Bällchens gesetzt, tvo sonst immer Gabriele saß, und heftete feine Blicke auf die schmale weiße Hand, die vorhin so viel Kraft entfaltet hatte. Wie er sie so svnzlich um Hasso bemüht sah, durchzuckte ihn der Gedanke — tute eine Mutter und sie hätte es vielleicht sein können, ivenn nicht — und Mary saß mit niedergeschlagenen Augen da, fürchtend, in die seinen zu schauen. Hier n» der Stille der Nacht fass sie mit dein geliebten Mann allein am Mute keines Kindes, das hätte sie sich nimmer denken können. Und da kam auch ihr der Gedanke — wäre es doch auch das ihrige und Wolf ihr Gatte — wie schön wäre das doch! Bronneupj ruhte sei» Blick'aus ihrem süssen Gesicht; er forscht und sucht in den klaren Zügen sie koinmt ihm so frenid mii> doch so vertraut in der einfachen Schwesterntracht vor —i cs geht von ihr wie himmlischer Friede aus — oa ist cs, als zwingt sie sein Mick; sie hebt ihre Augen, senkt jie aber gleich wieder, errötend von der heißen innige» ZärrlichkLiss die ihr daraus entgegenstrahlt. Leise, behutsam legt er seine Hand auf die ihre, die darunter erbebb (Fortsetzung wlgl.) Spinnstübrn im vozeksberg und in den angrenzenden Gebieten. Bon Tr. Hermann Malz, Giess«». I. Mil dem Wort Spimistube verbinden wir die Ecinucrimg o>i die Zeiten der Grossväter; wir denken an eine behaglich erwärmte, matt beleuchtete Stnbe, wo die Mädchen ini Kreise an ihren kcknniL- renden Räder» sitzen und frohe Lieder erkKnge» lassen, lvahreiw draussen die Schneeflocken im Winde treiben. Wir denke» auch an die übermütigen Burschen, die den Mädchen gar hold »nd zu tollen Streichen stets aufgelegt sind. Aber das alles Nüssen imv nur ans Erzählungen, toclche die eigene Einbildungskraft srch schaiiend näher ausmglt; denn nur wenigen hat sich Gelegenheit geboten, den Zauber der alten Spinnstube unmittelbar ggf sich wirken zu lassen. Längst ist die Zeit entschwunden, >vo bas Leinen iür den Hausbedarf in der eigenen Familie gesponnen wurde. Mit der Eiuführimg der SvinnMaschinc ist das Spinnen zuerst aus den Städten und 'mit dem Ausbau der Verkehrsloege auch aus den Dörfern verdrängt worden und fristet jetzt nur »ech an einzelne», meist abgelegenen Orten ein bescheidenes Dasein. Tie Erstndüng des Spinnens gehört deit ältesten Zeiten des Menschengeschlechtes an; vorgeschichtliche Funde weise» aus das Borhandenseiu von Spinngeräten hin. Tie Negerstämme Afrikas, ivie die Indianer Amerikas sind mit der Kunst des' Svinnens vertraut Nur die Art der Geräte und Werkzeuge ist verschiede«; bis au dem vollendeten Ban unseres Spinnrad.', das für den qedachlen Zweck die verfligbaron Körperkräfte voll anch- Mltzt und die Arbeit so rasch loie möglich fördert, sind die Wilden nicht vorgedrunge». Beobachtungen in der Natur, etwa bas t£m»> vorwinden einer Schlingpflanze oder auch auf vergleichender lieber-- legittig beruhendes eigenes Finden Mögen das Spinnen bei de» Böllern der Erde lieroargenifen staben Das Bekleidnngsbedörsiüs lvae besonders gross bei den Menschen dssr nördlichen Linder, .und so lvird es begreiflich, dass hier die Ausbildung re« Geräts am vollkommensten gelungen ist. Aus dem gleiäfen Grunde muhten aber auch viele Hände tätig sei», in» das vo der behäbige Wohlstaird nnd Genügsamkeit zu Hause waren. Voraussetzung aber ist dabei eine gewiss« Abgejchlossen- lp'it von de» Hauptverkehrswegei,; die Eisrnbahiien haben die Erzeugnisse der städtischen Industrie rasch in Umlauf gesetzt nnd daS Aufkommen des ländlichen Handwerks und daö Fortbestehen der Spinnstubcn unterbunden. Ta» ländliche Handwerk hat letzt im Taunus, im Bogelsberg und Knüll Schistbruch erlitten: cs kmnite dem Aiisturnc der maschinellen Masseiierzeugnissc nicht ftandhalte». Ebenso sind die Spinnstnben bis aus geringe Reste brrschwnnden. II. Wenn man »ach den Gründen des Niedergangs der S p i n n st» b e forscht, wird mau von den Leuten ans dem Lande allgemein erfahren, daß der Flachsbau und die Gewinnung des Garns zn mühselig seien, daß sich die Selbstbcreitung der Leinensachen nicht mehr lohne. Ohne Zweifel ist das auch der Hauptgrund stir den Rückgang. Zahlreich nitd mühevoll sind die Arbeiten, die von dein Aussäcn des Leins an Johanni bis zum Ansspulen des Garns im übernächsten Winter erforderlich sind . I ) Indes ist die Billigkeit der Maschinenwaren trotzdem nicht allein für das Zurückdrängen der Spinnstnben verantwortlich zu machen. Auch die Eitelkeit nnd die Sucht, es den Stadtlenten nachzntun, spielt keine geringe Rolle bei der Bevorzugung der .meist gefälligeren nnd hiibscheren Erzeugnisse der Maschine Außerdem aber fehlt es den größeren Landwirten an billigen Arbeitskräften. l ) Die Schriftsprache hat in übertragener Bedeutung verschiedene Ausdrücke ans dein Bereich der Spinnstube übernommen. Tie Unachtsame konnte leicht „den Faden verlieren" und es war oft schiver, ans der Spule „den Faden wiederzu- finden und a n z u k n ü p f e n". — Die Hechel besteht aus einem Brettchen, ans dem dreikantige scharfe Eisenzinken dicht inr Kreise ei»gescl>laaen sind. Durch diesen Büschel Zinken zieht die Bäuerin den Flachs, sic hechelt ihn. Tie seinen langen Fäden, die sie nach mehrntaligem Turcksiireifen aus der Hechel in der Hand znnickbebält, bilden den cigentliche» Flachs, der d>is beste Leinen liefert. Was beini Hecheln abfällt, ist Werg, ber zn Sackleinen nnd znm Durchschuß bei groben, Leinen verwandt wird. Mau hechelt einen Mensck-en durch, wenn man in seiner Ab- Iveseiiheit alle weniger rühmlichen Eigenschaften an ihm he.rvor- kehri, wie ncan ans der Hechel den Werg ans den, Flachs heraue- treibt. — Das Garn wird von der Spule auf den Haspel gebracht es wird gehaspelt: von dieser gleichmäßigen drehenden Bewegung stammen die Wörter: h eru n , e r h a s p e I n nnd ab- ha I tz c l „. Kulturarbeit, Straßenbau »nd Waldarbeit bringe» den Leuten mehr ein, als sic beim Flachsbau und Webe» verdienen können Auch die im allgemeine,! segensreiche Niederlassung von Fabiiken ans dem Laiche hat eine stattliche Anzahl Kräfte angezogen »ich znm Vordringen der städtischen Waren beigelragen. Damit geht Hand in Hand die Abwanderung vieler kleinen Leute nach den Mittetpunkten der Industrie. Zn erinnern iväre schließlich noch an die zahlreichen Familien, die ei» kleines Gütckwn ihr Eigen nennen, und wo der Familienvater in der Stadt als Fabrikarbeiter seinem Verdienst nachgeht. Vor etwa 20 Jahren nahmen die wohlhabenderen Bauern in, Winter einen Weber ins Haus, der die nod- Ivendige» Leiiiknsachcn nnd Tuche webte. Ter Man» war gewöhnlich aus demselben Torse, aß im Hause »nd kehrte abends nach der Arbeit zu seiner Familie zurück. Heute würde die Arbeit eines solchen Lohnwebers im allgemeine» zu teuer iverdcn. Nur in abgelegenen Dörfern des Knülls (Steiirdorf und Rückertsfeld) hat sich der Berns der Lohmoeber noch «halten. Mit dem Niedergang der Spinnstube sind manche Verluste verknüpft, die ans den erste» Blick nicht abzuwägen sind. Jeden- falls hat der besondere Reiz des ländlichen Lebens und Treibens starke Einbuße» dadurch erlitten. Beim Rupfen des Flachses im September fanden in, Vogelsberg besondere Festlichkeiten statt. Tic kernigen Lieder, die ost von Tors zn Dorf verschieden waren, schwinden mehr und mehr ans dem Gedächtnis. Die Gewohnheiten der Torsbewohner nähern sich inimer mehr der städtischew Art: die eigentümlichen Bräuche und Sitten machen einer öden Einsörmigleit Platz. Ter Sinn für die Pslege der Eigenart geht verloren, und die nüchterne Lebensauffassung, die kerue idealen Güter kennt, geroimit die Oberband. Aber auch in sittlicher hin- sicht ist der Rückgang dG Spinnens »nd Webcns zn beklagen. Um diesen Satz deutlicher zn machen, möge hier eine Stelle ansl dem Briese eines Bürgermeisters folge,,: „Es tut uns leid, daß wir »rck,r mit mehr Geschästen (gwm'iiit sind Handwerke) dienen können: denn bei Geschästen wurde der Mäßiggaug nicht so gepflegt tvie bei der Waldarbeit; wen» es dunkel ist, ist es fertig und bei Regen nnd dickem Schnee auch. Ta ist cs bei.Geschäften anders, da wird die Jugend ihre gesetzlich« Zeit beschäftigt." So äußert sich in bündiger Form der Bürgermeister eines Torfes, dessen Bewohner vor dreißig Jahren znm größten Teil — 75 Prozent »ach seiner eignen Mitteilung — Hausmachertuch anserbigten. Offenbar hat er in jüngerer Zeit, Ivo Spinnen und Weben in feinem Dorf gar nicht mehr in Hebung sind, trüb« Erfahrungen gesammelt, Ebenso habe ich Von anderer Seite oft darüber klagen hören, daß di« Jugend an den langen Winterabenden keine richtige Beschäftigung mehr habe, in den Wirtshäusern herumsitze nnd unreife Redensarten im Munde iühre. Jede Unibildnng der wirte schastlichen .Verhältnisse bringt Gesahren für die Beteiligten mit sich, und erst allmählich sind«! ein Anpafse» an den Fortschritt der Zeit statt. Tie alten Spinnstuben lassen sich nicht ivicdcr- erwccken, jeder Versuch in dieser Richtung wird scheitern; für uns kann es sich nur darum handeln, das landschaftlich Kennzeichnende in den neuen Formen zu wahren und zn beleben. III. , Unsere Wanderung zu den alten Spinnst „den in« Vogelsberg führt uns zunächst nach Hopsinaiiusseld bc, Rix- seid (an der Bahnlinie Stockheim—Laulerbach—Fuldas Dort und in dem noch abgelegeneren Meiches ist der-Svinnbeirieb heut« noch in vollem Gange. In den Nachbarorten Hörgenan, Eirbcl- Hain, Eichenrod und Dirlammen wird nur noch ivenig in den Spinnstnben gesponnen. Wie in Engelrod, dem größten Ort de» Gegend, stricken »nd häkeln die Mädchen meist bei ihren abendlichen Zufammcnknnsten. Wer sich unsere Bogelsberger Spinnstube einmal ansehen will, der sahre über Alsfeld (von Franffurt am besten über Fulda), Lauterüach nach Rixfeld und von da mrt der Post nach Engelrod und nehme der dem gastlichen Bürgermeister Onarti«. Von diesen, Standort.ans kann er dann die Spinnstnben begnem besuchen. Ter Weg nach Hopsiiiannslekd sührt an dem Galgen bei Hörgenan vorbei, und Meiches erreicht man ans Pfaden über die in herrlicher Einsamkeit gelegene Totenkirche: beides zwei bedeutsame Denkmäler, Zierden der Landschaft. Nicht weil von Engelrod liegt der andere Mittelpunkt dev alten Spinnstnben: Obermoos mit den umliegenden Dörfern Niedernroos, Gunzena», Metzlos, MetzlosGehag, Schlechtenwegen. Bon Gießen aus erreicht man Obermoos am raschesten über Als- seld, Lauterbach. Ans der Streck« Lauterbach—Stockheim steigt man in Crainseld-Haltepunkt ans, nnd von da geht man zu Fuh ln einer Stunde nach Obernwos: wer bequem ist, läßt sich von dem Gastwirt Lind mit dem Wagen abholen. Obern,oos, weltabgeschieden, freundlich an den großen Teichen gelegen, wird Golt set Dank nur selten von Fremden besucht. Es ist einer der wenigen Orte in Oberhessen, die ihre Ursprünglichkeit noch rein bewahrt haben. Die Häufet sind alle in Fachwerk erbaut, und die Dorfe straßen sind mit den zu niedrigen Mauern aufgejchichteten Bafalt- blöcken eingefaßt, die »um auf den angrenzenden Miefen auf- geleien hat. Tie mit Wildenten stark bevölkerten Teiche verleihen der Lage deS Tones in, weiten Umkreis etivas Einzigartiges. Tie Bewohner ipinnen nnd webe» »och fast alles Leinen und Tuch, dassiie für Wäsche nnd Kleider >nötig habe». In jedem Hause steht noch ein Webstuhl. Im Winter 1912 13 gab es in Obermoos noch drei Spiuiistubeu Auch die Männer iPinnen noch zu .Haufe in der Familie, wenn Leinen gemacht ivird. 11 « An der nördlichen und östlichen Abdachung des BozelsbergeS haben sich also die Spinnstnben vereinzelt bis in unsere Tage erhalten. Es läßt sich auch bei genauer Kenntnis der wirtschaftlichen Verhältnisse des Gebirges nicht nrit Bestinrmtheit sagen, toclche Unistündc im einzelnen Falle zum Festhalten am Alten geführt haben Doch scheint die Abgelegenheit von wichtigen Verkehrs« tvegrn mtb größeren Orten in Verbindung nrit dem Fehlen von iirdustriellen Werken flir die Bewahrung der alten Uebrrtiesernng maßgebend gewesen zn sein. Zuweilen mögen aber auch rein örtlich« Grürrde die Fortdauer des alten Zustandes venrrsacht haben. Die genannten Orte treiben besonders Viehzucht und erfreuen sich eines ziemlichen Wohlstandes: im Winter stockt die Arbeit, uich da war es, wenn man nicht zur Hausindustrie übergehen wollte, recht natürlich, Spinnen und Weben weiter zu Pflegen, um auch jm Winter eine Beschäftigung zu haben. Weirn diese Arbeit auch nicht mehr so lohnend war, so behielt man sie doch bei, um nicht zuni Müßiggang verurteilt zu sein. Wenn dairn noch gewichtige Persönlichkeiten des Dorfes für den Flachsbau eintraten und ihren Mitbürgern ein Beispiel gaben, konnten die Spinnstnben sogav in ihrer alten Blüte erhalten werden (Hopflnannsscld). Trotzdem aber ist ihr Absterben in den nächsten Jahrzehnten sehr wahrschein- lich: bald dürsten loie in Thüringen Kraftwagen die Kauslcute mit den städtischen Waren bis in die entferntesten Winkel bringen, Eiseiisteiugrubcn dürsten in Betrieb gesetzt wcrdeir — und dann lebt wohl ihr letzten Spinnstuben! Um die Liste der Spinnstuben in Hessen voll zu machen, sei auch erwähnt, daß auch in Arnshain an der Nordgrenze Oberhessens (bei Neustadt an der Maiu-Weser-Linie» noch tüchtig gesponnen ivird. In der Schwalm, im Knüll lRabvldshausen, Hergetsfeld, Steiudorf, Rückertsfeld und anderen Orient und im Hohen Westertvald (Driedorf, Stein -Neukirch) sind die Spinnstuben auch nock nicht ganz erloschen. Recht zahlreich sind sie noch im Kurhessischen, in der Gegend von Biedenkopf und Wetter, vertreten. Die Hauptortc sind hier: Hcrzhnusen, Danishausrn, Friv- densdors, Buchenau, Treisbach, Amönau, Niederasphe, Oberasphe, Unterrosphe, Oberrosphe, Mellnau. Indes ist überall ein deutlicher Rückgang zn bemerken. (Fortsetzung folgt.) Deutsche Titel- und Grdenssucht. Von Otto Gildemetster.*) Ziemlich allgemein findet man, daß die Entwicklung unseres Ordens- und Titelwesens unserem öffentlichen Leben ciue Physiognomie ausgeprägt hat, die uus, im Vergleiche mit anderen vorgeschrittenen Nationen, nicht zum Vorteil gereicht. Ziemlich allgemein, sagen wir, ist dies i>ic Ansicht der Presse und wohl auch de? Publikums. Aber es gibt auch eine cutgegengesctzte Stimmung, die ans dem krankhaft überreizten Gefühle beruht, daß alles Deutsche herrisch und tadellos und daß es eine Versündigung sei, wenn mau behaupte, daß bei anderen Völker» dies und jenes besser sei als bei uns, den Enkeln Armins, Barbarossas und Luthers. Es sind daher auch Urteile laut geworden, deueu zufolge die Tadler gegen berechtigte deutsche Eigeirtumlickkciteii frevelt!, die tiefere Bedeutung der Bänder, Kreuz« und Sterne »nd der Titel verkennen, das Ausland auf Kosten der Heimat lobeir wo di gar aus purem Neide, tvril sie selbst nicht dekoriert imirden, den ehrenvollen Schmuck Höherstehender bespötteln. Die Verständigsten unter denen, die solche Erörterungen übcl- gcnommen haben, sind Noch diejenigen, die da sagen: Freilich such diese Dinge, die ihr kritisiert, nicht sehr schön, aber, du lieber Hinimel, die menschliche Eitelkeit ist einmal vorhanden und unarisrottbar, und sie ist nicht bloß in Deutschland und im neunzehnten Jahrhundert anzntressen, sondern sie ist allen Ländern gemeinsam und sie ist so alt >Me die Pyramiden oder vielinchr wie das Menschengeschlecht selbst. Analoge Erscheinungen ivic unsere Nanglisten und Ordensverzeichnissc haben wahrsckzeinlich schon bei den Mensche» der Urzeit existiert, und jedenfalls existieren sie hcntc, umhin nian auch blicken inag, bald in dieser, bald in jener Gestalt, bei Hottentotten und Australnegern nicht minder als in Peking, Petersburg und Paris. Ob man stolz ist auf einen vtasenring, eine Tätowierung, oder aus einen Stern von Silbcr- vlech, das macht im Wesen keinen Unterschied, und nian sollte daher das, was so allgenrein ist, nicht unsercn Landsleuten zum besonderen Borwurf nracheu. Dari» liegt etwas Wahres, aber es beweist zu viel. Wenn wir den Besen vor unserer Tür rasten laffe» müssen, tveil vor anderen Türen Unrat liegt, so ivird die Straße niemals rein tvcrden. Es ist ganr richtig, daß sogar die Wilden und die Barbaren allerlei künstlickic Mittel anwenden, um ihren Umgebungen , *) Diese Belrachtiutgen, die wir der erschienenen neuen Auflage seines prächtigen Buches „Aus den Tagen Bismarcks" (Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig) entnehme», schrieb der berühmte Essayist 1891, als der Prozeß gegen einen Bureauvorsteher des Kaiserlichen Zivilkabinetts ioegen Vorspieglungen in Ordens- mrb Titelangelcgenheitcn und ioegen Untcr- schlagiiiigeii in Deutschland viel Staub ausivirbelte Sie sind auch heute »och lesenswert und von aktueller Bedeutung. *u imponieren, aber damit ist nicht gejagt, daß der zivilisiert« Mensch hingehen und desgleichen tun müsse. Jm Gegenteil, inan sollte denken, dir Moral dieser ethnologischen Tatsache weise in eine ganz andere Richtung. Höhere Kultur iveudet sich geringschätzig von dem Flitterstaat ab, der daraus berechnet ist. die Aufmerksamkeit auf die geputzte Person, wohl gar vorzugsweise aus ihren Körper zu lenken. Mit der Zunahme der Bildung pflegen Pomp und prahlerische« Auftreten zu schwinden, Kleidung, Zer»> Monieli und Redeweise sich zu vereinfachen. Griechen und Römer bildeten in ihrer guten Zeit durch ihr schlichtes Wesen einen vornehmen Gegensatz gegen die prachtliebendeu Asiaten, sie ersck>einen uns als wahre Menschen neben törichten Kindern. Ohne Zweifel haben auch sie ihre Eigenliebe, ihren Ehrgeiz und ihre Eitelkeit gehabt, aber sie suchten für die Befriedigung dieser Begierden: edlere Forinen al« äußerlichen Behang und inhaltlose Wörter^ und vor allem, sic bedienten sich dieser Formen mit einer Sparsamkeit, die alle Mittelmäßigkeit anssAoß. Nur dem ivirklichen und mir dem seltenen Verdienste wiirkte der Lorbeerkranz und di« Eichcnkrone, und nur dem wirklichen Amte und Machtbesitzc gl» bührte der kurulische Sessel und der Purpurstreif. Die modern« Menschheit zu der Schönheit des hellenischen Lebens zurückführen zu lvollen, wäre eine Utopie. Aber nicht ganz aussichtslos und sicherlich nicht unpatriotisch ist es, gegen die Unnatürlichkeitcu und Häßlichkeiten, die bei uns Gesellschaft und Staatswesen m überwuchern drohen, das Wort zu ergreifen, und den durch Geivohaheit abstumpseuden Sinn für das LL.yer- lichc der Petersburger und Pekinger Ideale von Zeit zu Zeit wieder zu schärfen Andere Völker haben vielleicht in andern Lastern, vielleicht in schlimmeren Dingen den Vorrang vor un», aber das ist kein Grund flir uits, die Hände selbstgefällig in den Schoß zu legen und Gott zu daiiken, daß wir so relativ Muster- hast sind. Es ist leider unzweifelhaft, daß, so reich auch di» übrigen Völker des Okzidents an Zöpfen sozialer Eitelkeit sein mögen, Deutschland sie doch sämtlich ioeit übertrifft an Massen- hastigkcit, an pedantischer Klassifikation, an Aufdringlichkeit der äußeren Formet! und auch, nach unserem Gefühle wenigstens, au Geschmacklosigkeit. Man sagt, daß für jeden Buchstaben unserer Alphabets wrr einen mit Rat zusammengesetzten Titel aufweisen können. S und V natürlich ausgenommen, rmd daß mir aus U s ich kein Rat ineldet außer Unrat. Und all diese Titel sind im Verkehr und Umgang lebendig, wennscho-n oft genug ohne alle Substanz. Man sagt, daß an Kombinationen, deren die preußischen Ordensdckorationcn fähig siird, es viele Hunderte gibt und daß niemand, seit dem Tode Kaiser Wilhelms l, sie alle kennt. Daß ferner unsere deutschen Titel in Komposition und Klang etioas Kleinstädtisches, Unästhetisches haben, beivcist der Eindruck, den sic machen, sobald sie mit wirklich großen Namen Zusammentreffen. Hofrat von Schüler zum Beispiel! Indes da» ist nicht das schlimmste. Die eigentliche beklagenswerte Seite der Sache liegt darin, daß allmählich hinter dem sich ausbreitenden Rang-, Titel- icnd Ordenssystem der Meiisch, der rein persönliche Wert in den Hintergrund verschwindet, und der Umstand, wie einer heißt, wichtiger ivird, als was einer ist. So hängt schließlich diese auf den ersten Blick oberflächliche Entstellung doch mit tieferen Schäden zusammen. Uössrlsprung. jedem welt vergiß war man schö da» lag wird mit die weiß den her, noch der nicht daS ner tiefste blühen qiial mag armes nicht tal den blüh. wer will nun alles I er I lernst« sich ende»! NUN j wen ! alles muß Auslösung „I m . ü.p Rümmer. Auflösung des Acithniogriphs in voriger ffhumuec: Sfnin — Amin — Satin» - llnmaua — Aga» — «»ans — Sfniii — Sfii; Ma 8eag« i. Redaktion: fl. R« urat h, — Notatü-uSdiuck und Verlag der Brühl'schen U»iversilätS-Buch- und Steindruck««!, R. Länge, Gceßeu,