Ein FriMngstraum. Roman von Fr. Lehne. (Nackdruck verboten.) (Fortsetzung.) Dr. Kornelius lenkte seine Schritte nach dem Hanse Dr. Hamanns. Ans der Treppe begegnete ihm dieser. „Na, Kollege, was gibt's denn?" ,Wut, das; ich Sie noch treffe,- lieber Freund, ist Schwester Konsuelo für mich frei?" „Ja - - eigentlich aber nicht! Sie ist recht angegriffen. Vorgestern kam sie zurück, biestern den ganzen Tag hat sie geschlafen; dem armen Geschöpf ist eine ausreichende Erholung zn gönnen! — Was wollen Sie denn von ihr? Doch keinen HeiratSantrag mache»? Das gibt's nicht! Die gebe ich nicht her!" In deS jungen Arztes Gesicht stieg eine flüchtige Röte. „Nein, daS nicht! Ich wollte sie nur gern als Pflegerin für de» kleinen Wolfsburg haben." „Was — der hübsche Junge unseres Hauptmanns — ist der krank?" „Ja, Lungenentzündung, ziemlich schtoer. Fehlt an geeigneter Pflege. Sie kennen ja die Frau: sie ist viel zu oberflächlich! Mir tut Wolfsburg in der Seele leid, er ist ganz außer sich!" „Wenn es so ist — in Gottes Namen denn, wenn sie will. Sprechen Sie mit ihr. Sic ist oben bei meiner Frau! Adieu, Kleiner, Hab' nicht viel Zeit!" Sie schüttelten sich die Hände, und nicht ohne .Herzklopfen klingelte Dr. Kornelius an der Flurtür. Er liebte die stille, sanfte Schivester aus der Tiefe seines ehrliche», warmen Herzens, und sein höchster Wunsch war, sie dereinst als Frau heimzuführen. Noch fand er nicht den Mut, ihr das zu sagen: so wartete er von Woche zu Woche auf Gelegenheit, und wenn sie da war, ließ er sie vor Scheu voo- übcrgehen. — Die Hausfrau öffnete ihm selbst. „Ach, Sie sind's, Doktor? Gehen Sie nur immer ins Wohnzimmer: ich komme sofort, muß schnell noch mal in die Küche. Sie sind jedenfalls meinem Mann begegnet." Und ohne Antwort abzuwartcn, eilte sie schon davon. Er folgte ihrem Wunsche — war er doch ein sehr guter Bekannter des .Hauses. —• Bei seinem Eintritt sprang eine schlanke, in Schwarz gekleidete Fraucngcstalt von dem Divair auf, an» dem sie gelegen. „Verzeihen Sie, Schwester, wenn ich gewußt hätte — ich störte Sie — ich —" entschuldigte er sich. „O nein, Herr Doktor," entgegnete die Angeredete, während eine lichte Röte über ihr lilienweißes Gesicht flog. Sie strich sich das dicke, goldblonde Haar zurecht, das durch das Liegen etwas aus seiner Ordnung gekommen war. Liebevoll ruhten seine dunklen Augen auf ihrem süßen Antlitz. „Sie sehen so blaß und angegriffen aus, liebe, liebe Schwester," sagte er herzlich. „Sie haben sich auch zuviel zugemutet, die drei kranken Kinder zu pflegen — das hätten Sie nicht tun sollen!" „Wer denn, Herr Doktor? Dazu bin ich ja da; es ist doch mein Beruf, und es galt, die Kinder gesund zu machen — da ist nichts zn viel," entgegnete sie mit einem Aufleuchten ihrer wundervollen, dunkelblauen Augen. „Außerdem habe ich gestern den ganzen Tag geschlafen, ebenso die Nacht hindurch — da bin ich also vollständig erquickt und wieder hergestellt." „So recht glaube ich Ihnen das nicht, und doch, Schwester Konsuelo, habe ich ein Anliegen, eine herzliche Bitte wegen eines Kranken an Sie!" „Und was liegt vor. Herr Doktor?" fragte sie freundlich. „Das kleine Söhnchen eines guten Bekannten von mir hat eine schwere Lungenentzündung, und die Mutter ist voll ständig unfähig zum Pflegen. Ich Hab' den Jungen so lieb — er ist ein bildschönes kluges Kind, seines Vaters Abgott! In dem Hause bin ich das erstemal als Arzt tätig, und mir wäre es schrecklich, wenn ich ihn nicht durchbrächtc. Er ist sehr zart!" „Was in meinen Kräften steht, Sie zu unterstützen, Ivill ich gern tun," sagte sie einfach und streckte ihm die Hand entgegen, die er mit festem Druck umschloß. Mit warmem Blick iah er ihr in die Augen. „Sie sind ein Engel und wirklich ein Trost, Schwester' Konsuelo — Ihr Name ist so recht Sie selbst. Wim habck ich wieder Vertrauen und Mut." „Was wollen Sie, Herr Doktor! Es ist ja meine Pflicht, den Kranken beizustehen! — Wann werde ich erwartet?" „Am liebsten so bald wie möglich! Geht es schon nachmittag, ja? Dann können wir nach der Sprechstunde zusammen hingehen." Frau Doktor Hamann kam jetzt herein. „Verzeihen Sie, Doktorchen, daß ich Sie warten ließ! Aber die duinnie Gans, die Line, Sie wissen, die neue „Perfekte", hat die größten Dummheiten mit dem Essen ang» richtet. Das ist eine Not mit den Mädchen! — Na also, was gibt's denn? Haben ivohl mal wieder ein Anliegen an Muttern „Nein, diesmal nicht, verehrte Frau," lachte er, „mein Anliegen galt der Schwester!" „So? Das ist ja recht niedlich! Will ihr denn niemand wenigstens ein paar Tage mal Ruhe gönnen? Ich verbiete es ganz entschieden; Sie kommen noch ganz 'runter, liebe Konsuelo! Nein, ich dulde es nichts daß Sie sich schon wieder anstrengen! — Suchen Sie sich jemand anders, lieber Kornelius," ereiferte sich die kleine rundliche Frau. „DaS geht nicht mehr, Frau Doktorchen," sagte die Schwester mit ihrem sausten Lächeln, „ich habe Herrn Dr. Kornelius meine Unterstützung versprochen, und mein Versprechen nehme ich nicht zurück; das halte idj unter allen Umständen! Denken Sie( es gilt trostlosen Eltern das Ein» - 100 ztge zu erhalten, da wäre eS doch Müde, wenn ich „nein" sagtet „So, wer sind denn die Eltern?" fragte Frau Hamann etwas mißtrauisch, „kann die Frau ihr Rind nicht selbst pfke- gen — muß cs denn gerade immer unsere Konsuelo sein ? Doktor, das ist nicht recht von Ihnen; Sie sind wenig rücksichtsvoll gegen uns! Aber Sie wissen genau, daß sie nichts abschlägt, daß ihr nichts zu schwer ist! Gehen Sie doch nach dem Krankenhause! Mein Mann wird auch tüchtig schelten!" „Nein, im Gegenteil, er ist vollständig einverstanden! Machen auch Sie eine Ausnahme! bitte, liebstes Tantchen!" „Na, ja denn — aber sagen Sic endlich, wessen Kind so krank ist, für wen Sie so plardieren. Ich habe doch auch sür Ihre Praxis Interesse, Kleiner!" „Der kleine Sohn vom Hauptmann Wolfsburg ist an einer schweren Lungenentzüirdung erkrankt —" Klirrend fiel eine mit Blumen gefüllte Vase, die in dem Fenster stand, an welchem die Schwester saß, zu Boden, während diese selbst bleich bis in die Lippen geworden war und wie ohnmächtig im Stuhle lag. Erschreckt sprang da Frau Hamann auf. „Was ist Ihnen, Liebste? •---Sehen Sie, Doktor, daß ich recht hatte! Sie ist noch so schtvach, daß ihr unmöglich von neuem eine anstrengende Pflege zugemutet werden kann!" „Das sehe ich jetzt auch ein," cntgegnete er kleinlaut,, „wenn es nicht gerade dieser Patient geioesen wäre, würde lch mit jenem Verlangen gar nicht gekommen sein!" Inzwischen hatte Mary Winters, ihre Fassung wieder bekommen. Um Gotteswillen, nur nicht merken lassen, daß sie die Familie kannte, von der die Rede wär. Am liebsten hätte sie ihr Versprechen rückgängig gemacht; aber das war ia unmöglich, ohne Verdacht zu erregen, weil sie vorhin der Frau Dr. Hamann gegenüber daraus bestanden hatte. Ferner galt es, Wolfs Kind zu retten; da mußte jedes kleinliche Bedenken schwinden. Und dann sah sie ihn wieder, nach dem sie sich gesehnt, an den sie gedachsts, nlm den sie schinerzlich, ach so schmerzlich geweint die ganze lange Zeit--den st« ja nie hatte vergessen können. „Liebste Frau Doktor, verzeihen Sie mir," sagte sie mit einem schwachen Versuch zu lächeln, „ich bin so ungeschickt gewesen und habe die schöne Vase zerbrochen —" „— Ach das ist ja gar nicht .der Rede wert — wenn Sie nur Vernunft aunehmen und nicht so auf Ihre Gesundheit losstürmcn wollte». Sie sehen ja selbst, wie schwach Sie sind — wohin soll das noch führen? Wenn das so weiter geht, liegen Sie in ein paar Jahren aus der Nase," ereiferte sich die kleine Frau. „Und was ist da weiter dabei? Dann ist mein Lebert wenigstens nicht nutzlos gewesen —und ich habe gelebt! Wer fragt wohl sonst nach mir? Ich habe je niemanden auf der Welt!" entgcgnete sie mit müdem Lächeln. „O, das sagen Sie nicht, das ist ein Unrecht! Sie denken wohl gar nicht an uns, Liebste — nicht daran, was Sie meinem Mann und mir gervorden sind!" sagte Frau Hamann in vorwurfsvollcin Tone, indem fte liebkosend die zarten Wangen des Mädchens streichelte. Dankbar sah Mary sie an. „Ja, wenn ich Sie nicht hätte--ich tarne mir sonst vor wie ein arm verlassen Kirrd, das niemand als seiner»' Gott hat!" Jetzt war auch der Zeitpunkt für Dr. Kornelius gekommen. „Liebstes bestes Fräulein, wenn Sie nur wollten, dann könnten Sie jemand finden, der Ihre Einsamkeit und Ber- lassenheit endet und den Sie zum Glücklichsten der Welt machten dadurch, daß Sie sein^ angebetetes Weib würden! Ach, auf den Händen wollte ich Sie tragen —" und mit einein bittenden Blick, in dem seine ganze Seele lag, sah er sie an. „Nicht ivciter, Herr Doktor, ich beschwöre Sie," unterbrach sie ihn hastig, „Sie wissen nicht, wem Sie das sagen. Ich habe das Glück verlernt; ich kann kein Glück spenden Und keine Liebe, wie Sie es verdienten! Glauben Sie, ich tauge nicht sür Sie; ich würde Sie enttäuschen —" „ß, sagen Sie das nicht, liebes Fräulein," flehte er, „ich habe Sie ja so lieb, und Sie sind noch so jung, daß Sie un- möglich mit dem Leben nbschließen Ivollen —" „Dock, Herr Doktor, ich habe vollständig mit dem Glück und dem Leben abgeschlossen. Und dazu sind Sie mir zu wert, als daß ich Sie belügen ivollte! Sie verdienen eiiw bessere Frau, als ich Ihnen jemals werden könnte!" „Ach, liebe Konsuelo," sagte Frau Hamann, feuchten Auges ihre Hand ergreifend, „liebe Konsuelo, seien Sie doch nicht so grausam; er hat Sic so lieb, und Sic sind viel zu jung, um so entsagungsvoll zu reden, wenn Sie vielleicht! auch augenblicklich ein Kummer drückt! Das vergißt sich alles mit der Zeit! Wie würden mein Mann und ich sich freuen^ wenn Sie die kleine Frau unseres lieben Kornelius würden — da würden —" „Quälen Sic mich nicht durch Ihre Gute," bat Marth „es tut mir weh! Warum konnte nicht alles beim alten blei- den? Es war doch so schön und friedlich; ich fühlte mich so geborgen —" sie sprach nicht weiter, da Dränen ihre Stimme zu ersticken drohten. „Sie haben mir eine liebe Hoffnung zerstört," sagte der junge Arzt traurig, „so lange ich Sie kannte, hatte ich der» Wunsch, Sie als mein liebes Weib zu halten; ich habe Sie ja so lieb, Konsuelo!" Er griff nach seinem Hut. „Doch jetzt! will ich gehen und Sie von meinem Anblick befreien; ver«l zeihen Sie!" „Nicht bitter lvcrden, lieber Freund! Ich habe Ihnen nicht wehe tun ivollen — im Gegenteil! Wenn^ie mcincul Lebensgang kennen ivürden <— wer weiß, ob Sie mich das noch zu», Weibe begehrten!" „Aber Sic tun ja gerade, als ob Sic ctlvas verbrochen hätten, Konsuelo, unser» lieben Doktor abzuschrcckcn," sagte Frau Hamann ärgerlich, „das ist nicht recht, nein!" „Denken Sie so, vielleicht ist es besser so," entgegnet« Mary ruhig. „Also, lieber Doktor," wandte sie sich freundlich an diesen, „es bleibt bei unserer Verabredung; nach Ihrer Sprechstunde holen Sie mich ab; ich halte mich bereit! —! Verzeihen Sie mir, lieber Freund, daß ich Ihnen habe wehe tun müssen; ich kann aber nicht anders handeln, wenn ich ivahr sein will! ilkicht wahr, wir beide vergessen diese Viertelstunde, und es bleibt zwischen uns beim alten'?" Mit herzgewinnendem Lächeln streckte sie ihin die ivciße zarte Hand! entgegen, die er krampfhast umschloß. Tann drückte er einen heißen Kuß ans dieselbe und war gleich daraus aus dein Zimmer. — „Nein, ich begreife Sie einfach nicht, Konsuelo," sagte Fraic Doktor Hamann etwas ärgerlich, „ich begreife Sie wirklich nicht, der arme Mensch! Ich habe ihn, noch dazu in seinen Hoffnungen bestärkt und ihm zugeredet — ja, wenu> ich gewußt hätte, daß Sic so eigensinnig sind — nein, kaunr zu glauben! Was wird mein Mann sagen, der es auch so, gern , gesehen hätte, Zvcnn aus euch beiden ein Paar ge-. worden wäre! Und Sie hätten so gut zicr Doktorssrau gepaßt! Waruni ivollen Sie eigentlich auf jedes Glück verzichten - - Sie, die Sie noch so jung und so schön sind! So schön, Konsuelo — mir alten Frau können Sie es schon glauben!"' sFortsetzung trägt Z Siehener StaMocrfftiöncriingspläite vor 60 Jahren. Bei der Niederlcgnng der Häuser von Süß n. Forbach war eine Verbreiterung der Wettcrgasse angeregt worden. Vor rund 60 Jahren hatte »ia» sich hier säum mit ähnlichen Plänen getragen, die die Veräußerung des damaligen „Wochcnmarkles" bezweckten und wollte gleich die ganze sogenannte „Insel", d. lj. die Häuser zwischen Marktplatz und WcNergasse, culterne». Damals spielte sich der ganze , Wochenmarkt" aui dem an sich schon engen Marktplätze ab, noch mehr eingeengt durch eine Anzahl Verkaussbnden mit iveit vorragenden Schutzdächern. Ter Fußgänger mußte sich an den Markttagen an den Hä,,fern herdrücken, wenn er nicht mit den verschiedenen, Fuhrtverken Bekannl- schast mackfen wollte, denn besondere erhöhte Bürgersteige gab es noch nicht. Eine flache kaum angedeutctc Gosse schied einen schmalen Fußweg von der Fahrbahn. Die Vorgängerin unserer Schulstraße war ein schmales Gäßchen zwischen „Alexander Mäher" und ciiicnc altbcrühmten Wirtshause, ersteres Hans an Stelle der heutigen Engelapotheke, letzteres genannt „ins Bramme" mußte später der breiten Schulstraß» und dem Geschäftshaus von Gebrüder Stamm Platz niachcn. Tie Schule, welche den Name» hcrgab, ist »mt auch schon verschwunden, sic mußte dem Postamt 2 weiche». Auf deni Kirchcn- platz, welcher bei dem Lcibjchen Hause keinen Ausgang hatte, Imirde der .Holzmartt abgchaltcn, ein Bild, welches man sich heute nicht vorstcllcn könnte. Es ist deshalb leicht erklärlich, daß sich eine große Zahl Iliilerschristcn fand, als es galt, die von einem Ausschuß in das Leben gerufene Bewegung zu unterstützen. Erreicht ivnrde allerdings nichts, denn es fehlte an (tzeld. Es war am !). August 1856, als in Nr. 64 des „Anzeigc- blattes sür die Stadt und den Kreis Gießen" ein Ausrui erschien, der eine halbe coeite des ganzen vierseitigen Blattes einnahin und kantete zvic folgt: „Durch den gesteigerte» Verkehr i» der Stadt Gießen hat sich das Bedürfnis der Erweit-xung des Wocheiunarktes schon 4M IStiflft fühlbar gemacht. Es ist deshalb die Frage in Anregung und bereits zur allgemeinen Erörterung gekommen, ob cs nicht an der Zeit sei und im Interesse der Stadt liege, sämtliche zwischen der Wettergasse und dem Marktplätze gelegenen hvsraitcn, seitens der Stadt zum Zwecke des Abbruchs anzukaufcn. Aus vcrscknedcnen Gründen ist sich vielfach zu Gunsten dieses Projektes ausgesprochen — namentlich in einer nach öffentlicher Einladung stattgchablc» Versammlung hiesiger Einwohner in Erwägung, das; 1. der Marktplatz viel zu klein, dcui Bedürfnis durchaus nicht mehr entspreche, eine Verlciluttg oder gar Verlegung des Wochenmarktes aus der Mitte der Stadt aber von verschiedenstem Nachteile sein würdet 2 . die Vergrößerung des Marktplatzes die Ausdehnung des Marktverkehrs wesentlich fördern dürste; 3. die Preise der Häuser bisher merklich gesunken, viele verkäuflich, daher den jetzigen Besitzern der Häuser aut der vorbezeichneten Fläche Gelegenheit geboten sei, anderweit passende Gcschästslokalc zu erwerben; 4. dadurch der Wert der Häuser im allgemeinen und mit demselben der Kredit in ivünschcnswerter Weise gesteigert werde; 5 . eine größere Baulust und durch solche regeren Geschästs- betrieb angebahnt werden dürfte: .6, die Entfernung des Holzniarktes vom Kircheuplatze und eine würdigere Herrichtung des Letzteren ermöglicht werden könnte, daß endlich 7, eine weitere Verschönerung, deren die Stadt im Innern noch sehr bedürfe, erzielt Ivürde, beschlossen worden, daß auf Verwirklichung dieses Projektes hin- zuarbeiten sei, Tie Unterzeichneten, zur Durchführung dieses Beschlusses erwählt, haben zu den Besitzern der fraglichen Häuser das Vertrauen, daß sie gegen entsprechend« Entschädigung der Ausführung dieses für die Wohlfahrt unserer Vaterstadt so sehr wichtigen Projektes keine besoirdere Schwierigkeiten entgegensetzen: sie vertrauen ebenso denr Vorstande der Stadt Gießen, der dem Vernehmen nach nur aus anerkennenswerten Rücksichten die erste Anregung nicht geben wollte, daß er, sobald festgestellt ist, daß die Mehrheit der Einwohner die Ausführung des Planes ivünscht, die Sache gerne in die Hand nimmt und in allseitigcm Interesse zur Erledigung zu bringen sucht, Tie Unterzeichneten bezwecken daher hiennit zunächst, das Projekt nochmals zur allgemeinen Erwägung zu bringen; sie werden dann eine Liste zirkulieren lassen, durch welche konstatiert werden soll, inwieweit sich die Einwohner Gießens für die Ausführung desselben interessieren und demnächst die weiter geeigneten Schritte tun. Indem die Unterzeichneten die Hoffnung aussprechen, daß die Einwohner von Gießen an dieser Sache, die für die fernere Entwickelung des Verkehrs der Stadt und somit auch des Wohlstandes'ihrer Einwohner von größtem Einflüsse ist, entsprechendes Interesse zeigen, glauben sie, noch daraus aufmerksam machen zu sollen, daß nach eingezogener Erkundigung die Durchführung des Plans eine Erhöhimg der Kvmmunallasten nicht nötig machen dürste. Schließlich wird bemerkt, daß jede Ansicht bezüglich der Vergrößerung des Marktplatzes gerne eirtgegengenommen wird. Sie möge nur tunlichst motiviert und schriftlich an den mitunterzcich- neten A. Baiser abgegeben werden, Gießen, den 7, August 1856, . (Folgen die Namen.) Dieser Aufruf zeitigte ein Zirkular mit 96 Unterschriften, keilweise noch jetzt blühende Firmen und älteren Leuten wohlbekannte Personen, Interessant ist die Bemerkung eines der Schrift nach sehr alten Herrn Tr, Vix: „Ich stinrine unbedingt für die Verschönerung und den inneren Ausbau der Stadt, wozu die Vergrößerung des Marktplatzes allerdings auch gehört: doch ist es mir einerlei, ob der im Wochenblatte mit A oder B bezeichnte Plan*) zuerst ausge- sührt werde. Der Stadtvorstand fange nur einstweilen damit an, das alte Schlachthaus, die alte Waage, niederrcißen und daselbst vorerst eine Anlage, eine Art Bosguet. vor dem Sckul- hausc anlegen zu lassen, Das andere kommt nach! Tr, Vix," Am 26, Sept. 1856 gab die Bürgermeisterei folgende Ant- tvort: . „benachrichtigt den Herrn A, Baiser und Genosse», aus ihre Eingabe vom 10, September 1856, daß die pecu- niärcn Verhältnisse der Stadt nicht gestatten, auf das vorgelegte Gesuch einzugeheu," gez, D. Ebel, Dieser hatte eine energische und stellenweise sogar! recht scharfe Antwort des Komitees zur Folge, in welcher geklagt wird: „daß kiirzerhand ohne alle und jede Motivierung die Sache abgelehnt *) Die Art dieser Pläne A und B konnte der Verfasser nickst wehr feststcllen, Tas alte Schlachthaus und die alle Waage — — daher „Waagengasse" ---- standen dem Schulhans, jetzt Postmut 2 gegenüber. wird, trotzdem durch unsere Eingabe und ihre durch die Mehrzahl der Bürger unlerschrifllich bezeugte Willensäußerung das Project genügend begründet ist." Es würde nun zu weit führen, den ganzen Verlaus der Angelegenheit nach den vorhandene» Belegen darzulegcn. Das Komitee arbeitete zähe an seinem Plane loeilcr, Ani 29, März 1858 ging eine sehr ausführlich begründete Bcschlverde an die Vorgesetzte Behörde, das Großh, Kreisanrt ab, deren ganzen Wortlaut an- zusühren den gegebenen Raum überschreiten würde. Erwähnt ser nur die bittere Bemerkung: „In der That scheint aber auch der Stadtvorstand die sinan- zielle Lage der Stadt noch nicht so trostlos zu sinken, da er in der Neuzeit für andere Zwecke, die Jenem, welchen wir im Auge haben, wenigstens nicht voranzustellen sein inöchten, ganz enorme Summen votiert hat," Das Ergebnis dieser Beschwerde liegt nicht vor, — Jetzt scheinen andere Männer die Angelegenheit verfolgt zu haben, denn ein Schreiben der Bürgermeisterei antwortet ani 24, 12, 1859 an einen in der vorhergehenden Bewegung nicht genannten „Bürger Philipp Walther und Genossen": „Auf Ihre Vorstellung vom 27, October 1859 hat der hiesige Gemeinderat in der Sitzung vom 16, Decber 1859 in Erwägung, daß die jetzigen finanziellen Verhältnisse der Stadt nicht von der Beschaffenheit sind, um sich einem so überaus kostspieligen Unter- uehmen unterziehen zu fönnen, zumal in nächster Zukunst durch eknen Umbau der Stadtkirche und Erbauung zweier Pfarrhäuser und eines Schulhauses die finanziellen Kräfte der Stadt ungewöhnlich in Anspruch genoinmen werden müssen und den schon sehr hoch gestiegenen Schuldenstand ungewöhnlich vermehren, das von Ihnen angebrachte Gesuch abgeschlagen, wovon wir Sie in Kenntnis setzen." gez,: D. Ebel. Hiermit scheint die ganze Frage abgetan gewesen zu sein. Das beginnende Jahrzehnt brachte andere Ereignisse, hinter deren Bedeutung der alte Gießener „Wochenmarktplatz" zurückstehen mußte. Die nachfolgend« Generation hat die Frage in einer anderen Weise zu lösen gewußt, ohne daß die „Insel" verschwinden mußte. Wie würde daun heute unser eigenartig schöner Marktplatz aussehen ohne die alte „Hirschapotheke" ? — R, Buff, Die ysenburger Schnepsenheller. Seit dem Jahre 1861 besteht in Büdingen die Sitte, daß der Fürst von Bsenburg-Büdingen jährlich einmal einige Hände voll knvierne Schnepsenheller ünter die vor dem Schloß versammelte fugend des Städtchens wirft, um deren Besitz besonders die Buben sich munter tummeln und balgen. Der Schnepsenheller, von dem wir heute drei Typen abgebildet bringen, ist eine Erinnerung an die ehemalige Souveränität und das besessene Münzrecht des alten Dynastengcschlcchts, das schon zur Zeit des Kaisers Barbarossa int sogenannten Königsforst, dem Büdinger Wald, damals als Grasen von Büdingen ansässig war, Kaiser Friedrich, genannt der Rotbart, jagte gern und oft in dem ausgedehnten Jagdrevier um Büdingen, er hatte zu dem Ende die Burg Gelnhausen in der Gegend erbauen lassen und nachweisbar ist ziemlich gleichzeitig mit dieser Burg auch das Schloß in Büdingen entstanden. Das Münzrecht wurde dem Grasen Wolfgang Ernst zu Bsenburg »nd Büdingen 1G17 vom Kaiser Mathias verliehen, auch vom Kaiser Ferdinand II, 1627 bestätigt. Von diesem Zeitpunkt an bis zum Eintritt der Franzosenzeit 1806 bildete der Erbgang des unter Diether v, Bsenburg und Büdingen (1408—1461) vom Kaifer Friedrich III, zu Reichs-- grasen erhobenen Herrschergeschlechts das interessante Bild dieler derartiger deutschen Fürstenhäuser, Es wurde das Erbe geteilt, wieder vereinigt und wieder geteilt, so daß sich Nebenlinien bildeten. Die gesamte Grafschaft Büdingen trat 1806 unter Führung der Birsteiner Linie als souveräner Staat, nrit der Hauptstadt Ossen- bach, dem Rheinbunde bei. Mit dem Fall Napoleons und trnrdj den Wiener Kongreß verloren die Nienburger Linien sämtlich die Souveränität, das Land fiel teilweise an das Großherzogtum: Hessen-Darmstadt, teilweise an Kurhessen, Selbstverstäiidlich erlosch mit der Mediatisierung der Grafen von Bsenburg deren Münzrecht, das sie etwa 200 Jahre ausgeübt haben. Zur Erinnerung an ihr Prägerecht ließen seit dieser Zeit die Grasen und die später vom Großherzog von Hessen gefürsteten Herren zu Asenburg-Büdingen die sogenannten Schnepsenheller prägen. . Der letzte der regierenden Grafen, Ernst Easinnr III,, hat bereits 1805, wahrscheinlich nur zur Probe, einen Schnepserv- psennig prägen lassen, der aber selbst in Münzsammlungen äußerst selten zu finden ist. Die ersten ossizielleu Schnepsenheller, als Schaumünze mit einer Schnepfe draus, wurden 1824 vom Grafen, späteren Fürst»r Ernst Casimir zu Isenburg-Büdingen, dem Grafen Adolf zu Bsenburg und Büdingen^-Wächtersbach, sowie dem Grafen Otto zu Solms-Laubach gemeinsam geschlagen. Diese erste, Prägung zeigt ein und dasselbe Schuepfenbild, welches aber mehr storchartig ausgefallen ist, doch sind die Namenszüge verschieden. Eine zweite Münzung ließ der Büdinger Herr Ernst Casimir im Jahre 1628 108 vornehmen. Hierbei wurde aus der Vorderseite im Namenszug daS I (Isenburg! durch ei» P (Psenburg! geändert. Durch die Verleihung des Fürstentitels an das Büdinger Haus Ivurde 1840 die dritte Prägung der Schaumünze vorgenommen, die wir in Abbildung l unseren Lesern vorführc». Die vierte Prägung ließ 1861 erst der Enkel Ernst Casimirs, der verstorbene Fürst Bruno zu Psenburg-Büdingen, mit seinem Namenszug vornehmen (Abbildung 2), wobei das Bild der Schnepfe eine Berändening und Verbesserung erfuhr. Fürst Bruno, ein bekanntlich überaus freundlicher Herr, hat die originelle Sitte eingeftihrt, die Schnepfeni- münzen zu Ostern unter die Büdinger Jugend zu Wersen Dessen Nachfolger, der jetzige Fürst Wolfgang zu Psenburg-Büdingcn, hat. der Tradition seiner Väter folgend, ebenfalls einen Schnellen- Heller mit seinem Namenszug auf der Vorderseite prägen lassen, tvobei wieder eine Aendcrnng der Schnepfe bewirkt wurde (Abbildung 3). Bon allen hergestellten Typen der Münze, die in Kupfer aus- gesührt wurde», sind auch Silberabschläge gemacht, die teils für die fürstlichen Familienmitglieder, teils aber auch für besonders glückliche Schützen bei Schnepfenjagden bestimmt waren, während die kupfernen Münzen bei Treibjagden an die Treiber verteilt werden. In den Kreisen der Münzsammler, aber auch in Jäaerkrciscn in ganz Deutschland, sind Büdinger Schnepfenheller sehr geschätzt. Jäger lassen sich das Münzchen vielfach vergolden und tragen es so an der llhrkette. Silberabjchläge der Sckwumllnze sind mimis- inatische Seltenheiten, solche Stücke sind nicht einmal in unserem Museum anzutresfen. _ G. W. G. vermischter. 'Der „DI agier" von Hobokcu. Daß auch die Freibei' Amerikas »nd die lärmende Wirklictiket! New Ports im 20. Jahrhundert nicht vor Aberglaube» schütz', crnneS in diesen Tagen ,n einen, Gerichlssaal New Ports ein Prozeß, de» Air. Gregory Pickte gegen den »Professor" Theodore Citorra, den großen » agier" von Hoboken, anftrengte, um das (Selb, das er, Pickte, seinen, Aberglauben geovlert halte, znrnckzncrlangen. Pickle lebte als Arbeiter der Setdenlabrike» von New Ferse» ein mühevolles, aber Iried- licbes Lebe». Aber er ersehnte Relcbtümer »nd eine Fra», »nd io wandte er sich an Sikorrn, der sich i» ZeitnngSannoneen n!S ,Maqr«r, Beschwörer, Seher, Mi,st ker des Ostens und Oslcovoten" anpries. Gregory Pickle zahlte 100 Mt. Vorschuß und erhielt dafür die Aussicht, 800 000 Mt, »nd eine reiche schöne Fra,, zu bekommen, Zuvor aber innbte er einige nicht leichte Ansgabe» lösen. Er lollie tie' in den .verzauberten Forst" (der in der Nähe der „crystal city“ von Hobo en liegt) wandeln, hier auf de» Ruf des Wol'es harre», dann das Neil des heilige» ivilden Vogels inchen, daraus ein Ei nelinie» »nd dieses Ei Tag und Nacht in der Achlel- höi'le tragen, sünf Wochen lang, ivährend deren er üch ,»,r von Stevsel» ernälire» durste. Täglich sollte Gregory Pickte ivährend dieser Zeit tu de» verzanherten Forst gehen, um Visionen z» erleben. Dann ivülden ihi» der Pavst und der Kaiser erscheinen. Von diesen, Augenblick an hätte er geivonnencs Spiel. Er brauche dann nur z» rillen: .Gib mir d,e 800 000 Mark und ein« reiche Frau l" inid — fjui, hast d» nicht gesell«» — würden sich Kaiser „nd Papst in Geld und Frau verwandeln. Unter donnerndem Gelächter erklärt« der arme Gregor» Pickte vor Gericht, daß er sich nach Krallen beinülst habe, alle Poischristen des Magiers zu enüllen, ivns ihm jedoch »ich! ganz geglückt sei, ivcil man in Holoken nicht viel sehen könne, .den,, es sind so viele Häiller dazwischen'. lind stall eines Ei Nils de,» i»chl ainsindbaren Neste des heiligen Vogels halte sich Gregor» Pickle mit einem Ei eines geivölinliche» Regenvscners begnügt, llntcr diesen IIn»stä»den er- schleneii ib»i natürlich iveder der Kaiser »och der Pavst, aejcknveige denn beide. Tic Richter schüttelten die Köp'e und sprachen dem abergläubische» ai inen Teilst! ieine 100 Alk. ivicder zu, aber Ncich- I»n> »nd eine schöne Frau komile ihm auch der .inoderne Merlin" nicht gebeii. 'DaS gewahrte Jnlognito. I» feinem fesselnde» historischen Werke „An Eonchant de la Monarchie" erzählt der Maranis de Ssgnr eine ivenig bekannte Anekdote von Kaiser Josef II., die io.voht für dj« ttzcistcsaegcnivart des Kaisers als auch für (eine Abneigung gegen alles starre Zerenioniell charakteristisch ist. Ter ritterliche Fürst benutzte jede Gclegeiihetl, »in die äußeren Vorrechte seines Ranges als lästige Bürde abznstreilen »nd auch bei der Reise nach Frankreich, >vo er seine Schweiler, dtS Königin Marie A»loi»elte besuchte, verzichtete er ans >edcii Pvmp und Luxus, vermied es, sich als Fürst und Kaiser zu erkeniien zu gebe,! und reiste unter einem angeuoinineiien Raiiicn, nur von zwei Herren begleitet. Ans der Reise übernachtete er in einem kleine» Gaslhost ÜllS er am Morgen in de,» kleinen Gastzimmer vor dem bescheidenen a» der Wn,id hängeiiden Spiegelchen stand und sich rasierte, hiel, ihm die rochier des Wirts das Waschbecken. Das Gepäck des nnbekannteii Herrn oder das Verhalteir ieilier Beglciier mochte die Neugier und den Verdacht des Mädchens erregt haben. JedenlallS iraqte sic plötzlich iespektvoll: »Sind Sie nicht ein 'Angehöriger der- Hülstaales oder des GclolgcS des Kaisers?" Joses sah Io>orl, ivohin die Frage führen könnte, blickte das Mädchen von der Seile an und erklärte dann lächelnd: »'Aber geiviß, liebes Kind, wie haben Sie das nur heraus be- koiiiine» ? I cl> r a I i e r e d e n K a i s e r." lind die prompte Antwort erstickte soiorl jede iveilere Vernnitinig * Doppelsinnige Auskunft einer Auskunftei. „Der Geschästsnmsatz des Herrn Kra>ner soll sehr bedeutend sein. Man meint, er betrüge täglich mehrere Tausend. * Stoßseufzer eines Studenten. „Die furchtbaren Sausereien mach' ich nicht mehr mit. Mir brummt heute der Schädel, als wenn ich gcarbeilel hätte." * Schlechter Trost. Mutter (zu Hänschen, nach der wöchentlichen Gcneralreimguiig!: „Ei, Hänschen, toas bist du letzt so rein, ich kenne dich ja nicht mehr!" — Hänschen (zärtlich die Multer streichelnd): „Sei ruhig, Mamachen, morgen kennst 'du mich wieder!" "Jur Dusel Beschlvipster Gast: „Bringen Sie mir mal 'ne Ansichtskarte, Kellner, Schreibzeug und de» Briejkasten!" * T i e Haut des anderen. „Unerhört! Hatte ich doch vor einiger Zeit für die Operation eines junge» Mannes, der sich übel verbrannt hatte, ein Stück! von meiner Haut hrrgegeben, was schreibt er mir heute? Meine Haut zeige seit einigen Tagen einen krankhasten Ausschlag, ob ich nicht ettvas dagegen tun wolle." vüchertijch. — Peter Rosegger, Gesammelte Werke. Vom Bersasscr »eubearbeitcte und neueingeteilte Ausgabe. 40 Bände in 4 Abteilungen zu je 10 Bänden. Jeden Monat gelangt ein Band zur Ausgabe. Jeder Band geschmackvoll gebundea 2,50 Ml., in Halbpergament 4 Mk. Einzelne Bände werden nicht geliefert. Verlag von L. Staackniann in Leipzig. Soeben erschien von der ersten Abteilung Band 10: Die Abelsbergcr Chronik. Dieser die erste Abteilung der prächtigen Neu-A:isgabe von Roseggers Werten abschließende Band bringt die lustige Abelsbergcr Ehronik. Rosegger verdankt seine Beliebtheit im deutschen Volke nickill in letzter Linie seinem köstlichen, urwüchsigen Humor, seiner unvergleichlichen Gabe, Menschen und Dinge in schalkhaster Weise darznstellen. Zu den besten Schöpfungen dieser Art gehören unstreitig die Erzählungen von der Schildbürgerstaüt Abelsberg und seine» Betvohueru. Rosegger übergibt in der Nen-Ausgabe diese Chronik der Stadt Abelsberg als Festschrift zum Jubiläum ihres 500jährigen Bestehens. Ein lustiges, herzliches Lachen wünscht er diesem Buch. Denn Lachen ist notweirdig sür die Leibes- uird Seelengesundheit des Menschen. Diese Abclsbcrger Chronik wird dem Leser dazu verhelfen. — Kürschners Bücherschatz Nr. 834. Die B e l a - stungsprobe und Gräfin Hochmut. Zwei Erzählungen von Ada von Gersdorsf. Mit Illustrationen von L. Berwald, Rösselsprung. men sen »ich lig unsre hält lau tig ach scheil nicht hinncn rin fährt der ta stuck, wie - zeit in wie mit sind be von nen och ,u ström ge Mid wie ginnt neu I Auslösung in nächster Numnrer. Auflösung der Charade in voriger Numnicc: Rübezahl. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen Umversiläts-Bnch- und Steüidrnckcrei, R. Lange, Gießen»