Ein Frühlingstraum. Lioman von Fr. Lehne. (NaAnmck verboten.) (Ssrlsctzung.) Hastig eilte sie in ihr Schlafzimmer und entledigte sich des 5ostbaren KesellichaftstleideS, das sie noch trug. Währenddem 'auschte uno »vartetejie ans da-S Eommen des Gatten; es war doch wirklich Zeit zum Schlafengehen. Sie schlüpfte in ihren Schlasrock und silztich silii zu seinem Zimmer ^— alles still darin Tann bückte sie sich, um durch das Schlüsselloch zu sehe», aber der Vorhang vor der Tür hinderte sie, etwas zu 'erblicken. Leise öjswele sie die Tür und trat ein. Wolf sah an seinem Schreibtisch, tu etwas vertieft und hörte sie nicht So gelang >s ihr, unbemerkt näher zu kommen. Gierig blickte sie über seine Schulter und sah ei» Bild in seiner Hand, ans das er unverwandt b!ickte. Ein tiefer Seufzer hob seine Brust und sie sah eine Träne ans die Tischplatte falle». Ihr Heister fliegender Atem streifte da seine Wange; hastig drehte er sich um und sprang sofort auf, als er seine Fra» neben sich gewahrte. „Du hier?" stieß er mühsam hervor. S-e senkte die Augen. „Warum wundert dich das fragte sie leise. „Ich kann mir deine Anwesenheit hier nicht anders erklären, als dast du deinem Benehmen von vorhin die Krone anfsetzcn willst dadurch, dast du mir nachspionierst!" Sic zuckte bei diese» Worten leicht zusammen >lnd agtc leise: „Und wenn ich dir nur „Gute Rächt" sagen wollte „DaS glaube ich nicht!" sagte er verächtlich. ,Xu bist doch so oft schon ohne de» Gruß schlafen gegangen!" Mit einem raschen Griff hatte sie da das Bild ersaht, warf einen Blick daraus und hielt eS trinmphierend in die Höhe. .Kei n an nir Spionage wcwirsst, inein Freund, so ist sie ut>g von Erfolg gekrönt! Siehe das Bild des engelglei- chcn Wesens! Also habe ich recht, und ich bi» eine arme betrogene Fra» — du bist so über die Maßen falsch und dabei gebärdest du dich als so sittenstrenger Mann —" „Gabriele, mache mich rticfjt rasend! Augenblicklich legst du das Bild hin und verläßt mich, wenn ich mich nicht vergessen toll," besah! er zitternd vor Erregung, und da sie zögerte — „gib das Bild zurück — o. an deiner Stelle würde ich »'.ich ltr'f in die Seele hinein schämen." „Da hast du dein Liebchen," ries sie höhnisch, das Bild zerknitternd und e-s ihm writcrsüllt vor die Füße werfend, indem sic darauf trat, ..da nimm!" Mit einer gebieterischen Veivegung streckte er die Hand nach der Tür. »Hinaus mit dir. Elende!" Da war es uni ihre Selbstbeherrschung geschehen. Drohend hielt sie ihm die Hand vor das Gesicht und stieß mit vor Wut erstickter Stimme hervor: „Du — du wagst c-5, mir die Tür zu iveiscn, die Tür ineiueS Hauses, Hast du den.'-i überhaupt ein Recht dazu, ein Recht auf alles, was sich hier besiudel? Was wärest du denn, wenn du mich nicht hättest —" „Jedenfalls wäre ich ebenso glücklich, wie ick jetzt elend bin in dem Besitze eines Weibes, das so gänzlich bar alles Zart- und Ehrgefühls ist, da Da lachte sie schallend aus; „das ist ja köstlich," rief sie höhnisch, „köstlich, daß du — du stets das Wort Ehre im Munde führst, der du selbst keine hast —" „Wenn du nicht sofort schiveigst, vergesse ich trotzdem, daß ich mit einer Unzurechnungsfähigen zu tun habe," und unwillkürlich hob er den Arm. „Recht so. recht so — schlage mich. daS fehlte noch," rief sie gellend. „Oder ist es etwa ehrlich gehandelt, wenn man ein Mädchen heiratet, um sich durch dessen Geld vor der öffentlichen Brandniarknng zu retten? Glaubst du, ich wüßte nicht, daß der stolze strenge WolfSburg der Sohn — eines Fälschers ist?" „Weib, du —“ mit rauher Hand faßte er da ihren Arm, daß er rote Flecken aufwies. „Ja, freilich," fuhr sie fort, sich von ihnt befreiend und >oie eine Bacchantin den Kopf zurnckwerfend, „ja freilich, dazu war mein Geld gut, jenen Betrug zu verbergen! — Nach ineinem Herzen hast du nie gefragt — meine Liebe hast du zurückgewiesen, niit Füßen getreten und die deinige meiner Putzmacherin geschenkt! Und dabei führst du stets das Wort Liebe, Treue und Ehre im Munde! Die Welt tvürde große Augen machen, wenn sie erführe, daß die stolzen Wolssburgg ehrlos sind! — — Aber Papa werde ich erzählen, toie du mich behandelst und was du für ein undankbarer Mensch bist. — Aus den Knien müßtet ihr uns danken, daß wir euch vor dem Zuchkhausc bewahrt haben," schrie sie gellend, sinnlos vor Wut. Wie von einem Peitschenhiele getrofseu, zuckte da Wolf zusammen. Totenbleich war sein Gesicht; er bebte am ganzen Leib: aber mit unnatürlich ruhiger Stimme sagte er: „Ich habe dich ausredcn lassen, um dich ganz in deiner gemeinen Gesinnung und Denkungsart zu sehen — einen anderen Ausdruck finde ich nicht. — Ruhig, ich spreche jetzt," befahl er, da sic bei diesen Worten nnfsnhr. „Also, gehe hin, erzähle von der Schande der Wvlfsbnrgs, deren Namen du und dein Kind ja auch tragt. Sage cs deinem Vater, wie un- slücklich du dich bei mir fühlst! Sage ihm aber auch, daß du die meiste Schuld daran trägst. Ich habe euch nie belogen! Wahrheitsgemäß habe ich damals deinem Vater, als er »lich zu sich bestellt und mich vor die Wabl gestellt hatte, entweder seine Tochter oder Bloßstellung, gesagt, dast ich bereits gebunden sei — er ging leicht darüber hinweg! Ich halte Geld zur Einlösung jenes Wechsels geboten; die fragliche Summe hätte ich überall bekomme» — umsonst, dein Vater ging nicht daraus ei», weil ihr mich wolltet! Er hatte kein Recht dazu, mich zu zwingen; denn jene Wechselgeschichte ging nur meinen Vater und mich an! In meiner .Herzensnot ging ich aus jenen unglückseligen Schacher ein und brach dadurch ein trenlieben- deS Franenherz 94 Gabriele lachte bei diesen Worte» schrill aus; unbeirrk jedoch fuhr er in derselben ruhigen Weise fort: „Eigentlich könnte ich meine Worte spare»; es erniedrigt mich oor mir selbst, wenn ich inich gegen dich verteidige! Aber da nun doch das Tischtuch zwischen uns zerschnitten ist, sollst du erfahren, dass ich dich durchschaue, dick in deiner ganzen Erbärmlichkeit kenne. Was du deine Liebe zu mir nennst, ist nichts weiter als Sinnlichkeit, die inich anekelt — als Eitelkeit, den „schönen Wolfsburg", wie du mich ja wohl genannt hast, zu besitzen auf jeden Mll zu besitzen. Vergeblich warfst du deine Netze aus — bis euch jene Angelegenheit gerade recht kam! Also kann mir der Borwurf des Mitgift- jägerS nicht gemacht lverden; ich habe vollständig korrekt gehandelt. Anfangs glaubte ich, du wüßtest nichts; bin aber in dem Glauben wankend geworden!" Und mit erhobener Stimme, jedes Wort betonend, fragte er sie, die Augen fest auf sie heftend: „Warum bist du auf jenen schmählichen Handel eingegangen? Warum hat sich denn da dein Stolz nicht gesträubt gegen die Verbindung mit einem Mann, dessen Herz nicht dir, sondern deiner Putzmacherin gehörte, wie du auch damals schon wußtest?" Sie erwiderte nichts, schlug nur die Augen nieder, und er suhr fort: \ „Redlich habe ich mich beniüht, dir ein guter Gatte zu sein, und habe dir stets die Treue gehalten! Ich liebte dich als Mutter meines Kindes, und wenn du nicht gar so oberflächlich, genußsüchtig und eitel wärest, würde unser Zusammenleben ganz erträglich sein! Nach dieser letzten Stunde ist das aber ganz ausgeschlossen! Tu kannst ruhig deiner Wege gehen!" Wie Kenlenschläge sielen seine Worte auf Gabriele nieder. Sie stand ihrem Manne gegenüber, die Arme unter dem Üppigen Busen verschränkt, ein hohnvolles Lächeln um den Mund, das aber bei seinen letzten Worten jäh erstarb. „Du denkst an eine Scheidung? Nie willige ich darin ein, „kam es hastig von ihren Lippen. „An eine Scheidung gerade nicht; denn ich will meinem Jungen nicht antun, daß er unter unserem Zwist leidet! Aber an ein eheliches inniges Zusammenleben zwischen uns ist nach deni heutigen Abend nicht mehr zu denken. Teile dies meinetwegen deinem Vater mit. Auf den jährlichen Zuschuß von ihm verzichte ich!. Meinen Jungen und mich kann ich mit meinem Gelbe erhalten — auch dich; selbstverständlich müßtest du dich meinem Einkomnien anpassen! Kannst und willst du das nicht, und du wirst auf den gewöhnten, Luxus nicht verzichten ivollen, wie ich dich kenne, so magst du meinctivegcn in der bisherigen Weise weiterleben. - Aber für meine und Hassos Bedürfnisse wird nicht ein Pfennig mehr von deinem Gelbe verwendet — ich brauche es nicht." „Du tust gerade so, als ob Hasso mich nichts anginge," fuhr sie da erregt aus, „ich habe ihn geboren, ich bin seine Mutter — also habe ich doch wohl das größte Recht aus ihn!" „Das hast du verwirkt! Du hast dich nie um das Kind gelümniert; e-s war dir eine Last, ein Hindernis in deiner f ;cränschvollen Lebensführung. O, ich möclite es nicht auf eine Entscheidung ankommen lassen! — Dein Einfluß aus ihn ivürde überhaupt nachteilig für ihn sein! Noch mehr als bisher werde ich streng daraus halten, daß er nach meiner Ansicht erzogen wird, und ich ersuche dich, niemals meine Anordnungen umzustoßen — in deinem Interesse, Gabriele! Und die Versicherung gebe ich dir, daß ich niemals den Versuch machen werde, bas Kind zu beeinflussen oder dir seine kindliche Liebe zu entziehen — im Gegenteil; er soll seine Mutter lieben und soll nichts ahnen von der Kluft zwischen uns. — So, nun weißt du, wie wir sbrh'ciis. Im übrigen überlasse ich es dir, dein Leben zu gestalten, wie du willst: das ist nur vollkommen gleichgültig. Nur das eine gebe ich dir zu bedeuten; daß, wenn du auch nur den leisesten Makel auf meinen Namen wirfst, ich unbarmherzig Vorgehen lverde. Dann ivürde ich auch den Etlat einer Scheidung nicht fürchte». Vergiß das nie! Sieh dich also vor, daß du in deiner Gefallsucht nicht zu lveit gehst; halte dir Meßborf vor allem fern, ich wünsche cs und befehle es dir sogar. Spricht er dir seine Verwunderung darüber aus, sage ihn: ruhig den lvahren Grund; ans einen Gang niit ihm soll cs mir wirklich ntcht ankomme»." Hochausgerichtet stand Wolf da; in seinen Augen lag ein kalter Ansdruck, und im Gesicht ein unsagbar hochmütiger, verächtlicher Zu;g, während er auf seine Frau blickte, die schweigend, wie betäubt, am Tische lehnte. Das höhnische Lächeln war längst aus ihrem Gesicht verschwunden; sie biß sich die Lippen blutig; ihre Angen irrten unsicher an der hohen Gestalt des Gatten vorbei; sie konnten seinem Blick nicht begegnen. Nervös riß sie an den Spitzcn ihres Gewandes; sie wollte antworten, fand aber nicht dcn Mut. Das hatte sie doch nicht vorausgesehen und auch nicht gc- tviollt! So hatte sie ihren Mann noch nie gesehen; er war immer so ruhig und geduldig gewesen — fast müde — aber jetzt erschien er ihr furchtbar in seiner Entrüstung — früher hatte sie leichtes Spiel gehabt — aber — allzu straff gespannt zerspringt der Bogen! Und hier hatte sic cs bis aufs äußerste getrieben; sie mußte einlenken, wenn nicht alles verloren sein sollte. Da schlug ihres Gatten Stimme kalt und! fremd an ihr Ohr: „Es ist schon spät, Gabriele! Auch haben tvir uns wohl nichts mehr zu sagen," damit wandte er sich ab. Da raffte sie sich auf; sie trat einen Schritt vor und sagte mit bebender Stimme: „Ich verstehe dich; so schwcrsällig bin ich doch nicht, daß ich deinen Wink, zu gehen, nicht begreife! Du hast mir so unrecht getan, und ich könnte dir Vorwürfe —" \ „Halt, Gabriele, auf Erörterungen und Anklagen lasse ich mich nicht mehr ein. Du kennst jetzt meinen Entschluß; er ist nnwiderrnfltch! Vor der Welt bist du mein Weib; die braucht unseren Zwiespalt nicht zu erfahren — dies Zugeständnis mache ich dir," sagte Wolf kalt. „O, du bist grausam, Wolf, aber freilich, das ist leicht gegen eine ungeliebte Frau, deren entledigt man sich gerir; da fragt man nicht nach ihrem Herzen —" „Wenn ein Weib, das ich wahrhaft liebe, sich von einer solchen Gesinnung gezeigt hätte wie du, würde ich nicht einen Augenblick anders gehandelt haben," sagte er bestimmt, und fügte leise, mehr wie für sich, hinzu: „Nur, daß ich vielleicht nie darüber hinweggekommen wäre." Sie sah den kalten, grausamen Zug in Wolfs Gesicht und versuchte das letzte, seine Unerbittlichkeit wankend zu zu machen. Bittend streckte sie ihm die weißen Hände entgegen. „Wols", flehte sie in demütiger Weise, „Wolf, verzeihe mir, ich war sinnlos vor Eifersucht, du bist; doch sonst so edel, nur dies eine Mal verzeihe mir noch, und du sollst keinen Grund zur Klage mehr haben." Es war dock gar zu bitter, wie er sie für ihre Uebereilung strafen wollie; sie konnte ja nicht ohne ihn leben und wollte es auch nicht; deshalb entschloß sie sich zu dieser Bitte um Verzeihung — wohl zum ersten Male in ihrem Leben. Doch ernst schüttelte er mit dem Kops und übersah die ausgestreckten Hände seiner Frau. „Nein, ich kann nickt — du hast mich zu tief gekränkt! Gehe jetzt und laß mich allein! Vergiß nie, was ich dir gesagt!" Und damit wandte er sich ab. Totenbleich vor Ingrimm wurde da ihr Gesicht; es schüttelte sie fast, als sie heiser hervorstieß: „Ja, ich gehe, ich verschone dich mit meinem Anblick! Die Folgen deiner Grausamkeit fallen ans dich zurück." Sie raffte die Schleppe des lichtblauen Schlasrockes zusammen und eilte tvie gehetzt aus dem Zimm.r. — Wolf glättete das arme, gemißhandclle Bild Marys, das er vorhin schon vom Boden genommen hatte, so viel es an- giug. Er warf einen langen, traurigen Blick ans das fühe Gesicht: dann schlug er plötzlich die Hände vor das Gesicht und schluchzte laut aus, und schwer siel seine Gestalt ans einen Stuhl, wie von einem Krampf bebend. In dieser Nacht suchte er sein Lager nicht auf (Fortsetzung folgt. ttlem-Lin-ener Volksleben in ber Zeit noch dem ZOjäiirigen Krieg. (Schluß.) 3m Jahre 1653 klagt der Pfarrer: Der Ovscrmann zieht nicht die Glocke», weil sie ihn, keinen Lohn dafür geben wollen. Am 18. Dezember 1659 habe ich Konrad Peter und Konrad Becker zu Lindes anbefohlen, ihre Kinder zur Schule zu schicken, entschuldigen sich, sic hütle» keine Kleider »nd konnten auch keine bekommen, auch kein Geld, eine Tafel, ei» Buch zu kaufen. Als ich ihm, dem Becker verwies, daß er seine Frau vor der Kommunion und auch hernach geschlagen, antwortete er, er schlüge wohl manchmal seine Frau, aber nachher ivären sic doch wieder einig, das erneuere nur die Lieb. Seine Kinder sollten nicht Psarrer oder Schulmeister werden, sie brauchen auch darum nicht in die Schule zu gehen, das wäre nur für die gelehrten Leute. Wo das erste Schulhaus gestanden, ist ans den Nachrichten nicht zu erfahren; sehr wahrscheinlich war es die Privatwohnung d«S OpsermamiS. Sie mag gar klein Uno beengt gewesen >em, a hätte der Pfarrer doch noch ein Plätzchen darin zum Ueber- len gefundene dem scheint aber nicht so gewesen zu setin Wir lesen darüber: Am 30. April 1665 blieb ich zu LindeS >iber Nacht bei dem Opsermann, ab den Abend mit ihm Brot und Käs Und lag die Nacht in seiner Scheuer auf denr Heu. Am Morgen hielt ich in der Kirche die Frühmesse und ging dann gen Gießen zum Superintendenten. Am 8. Juli 1666, als ich gen Linden gehen wollte, liberraschte niich ein arg Donnerwetter, weshalb ich wieder umkehrte und beim Opfermann in Lindes im Stall Über Nacht blieb. In LindeS war die Schulstelle niit einem Handwerksmeister besetzt, in den anderen Orten des Oberfürstentums dagegen waren es meist Theologen, die vor Ihrer definitiven Verwendung als Prediger die Stelle eines Schulmeisters übernahmen. So finden wir Theologen als Schulmeister in Gießen, Großen-Linden, Lang- Göns, Ebers-Göns, Ober-Gleen, Groß-Rechteubach, Lützellinden, Heuchelheim, Mieseck, Großen-Buseck, Watzenborn usw. Trotzalledem war es aber mit der Schnlblldnug des gemeinen Volkes in dieser Zeit doch recht schlecht bestellt, wie aus folgenden Nachrichten hervorgeht: 1680. ,Lnst Vigelius aus Linden war zum Kastenmeister (Kirchenrechner) erwählt worden, schlug aber die Wahl aus, weil er weder lesen, noch schreiben könne. Er hat mich in meinem Hause hart angefahre», weil ich für ihn keinen andern Vorschlägen wollte. Ich wies ihn ab, er möge sein Amt so gut versehen, wie er könne. Er bietet sich an, eine Mahlzeit gerne zu geben, wenn er nur das Amt nicht zu nehmen brauche." In der Kirche wird jeden Sonntag ein Abschnitt aus dem Katechismus vorgebetet, damit die Leute, so des Lesens unkundig sind, mit dem Inhalt doch vertraut werden. Die einfachsten Ding« sind den Leuten aus Befragen manchmal nicht geläufig; so namentlich. wenn sie nach ihrem Geburtstag gefragt werden. Da ist der Eine so um den Gießener Mechelsmarkt herum geboren, der Andere ums Kornschneiden, ein Dritter „uf die Heuchelheinier Kirmeß". Die Gründung des Dorfes Klein-Linden geht aller Wahrscheinlichkeit nach von der Burg aus. Der Burgherr, auch Junker genannt, hatte als Sachverwalter einen Hofrichter oder Burg- hosmann. 1652 wird des Junkers Hofrichter Heinrich Weigel genannt, 2 Jahre später der Hosrichter Hillebrand. Vom Jahre 1658 leien wir: Pfarrer Happel in Alsfeld fragt an, ob Nikolaus, des Möllers Sohn in Zeidelbach, von uns in Lindes konfirmiert worden sei, der bei den: Junker von Weitershauscn zu Lindes die Schafe gehütet. „Als ich 1665 am 8. Oktober zu Lindes predigte, sagten die Lindeser, daß itzt der Junker da war niit seiner Frau, welche itzo von Echzell gekommen." E 1670. Der junge Junker saß cm Sonntag in der Kirche in seinem Stuhl neben der Gräfin von Wied. Vom 16. November 1680: Auf dem Wege von Gießen nach Lindes sagte mir Johs. Friedrich Schäfer (Burghofmann zu Lindes), daß sein Junker Beriihard von Weilershausen die Burg verlaust habe an Junker Freiherrn von Wrede auf der Altenburg bei Alsfeld, welcher aus künftigen Petritag Heraufziehen und hier wohnen wolle. 1653. Spricht niich an der Baiser, itzo Schäfer in Alleirdorf, ihn mit Elisabeth Heep, die aus der Burg Magd ist, weinkäuflich zu kopulieren. Habe sie kopuliert in dem Garten hinter der Burg. Anstatt der Mahlzeit erhielt ich, ein Kopsstück und einen Käs. 1654. Spricht mich an der Hofrichter des Junkers, ihm auf der Burg ein Kind zu taufen. Bei der Mahlzeit spielten die Sackpfeiser aus. Wir aßen Hammelfleisch und Eierkäs. Ten roten Firnewein, den wir getrunken, hatte er Pis -er Apotheke zu Gießen. Meine Frau und ich blieben über Nacht ans der Burg. 1658. Der Junker ist gen Lindes kommen und hat den Melchior Hillebrand von der Burg getrieben, hat den Johannes Svanheimcr von Heuchelheim und seinen Eidam Johannes Eckhard zu Hofleuten ernannt. Wenden wir uns nun den weltgeschichtlichen Ereignissen jener eit zu. Deutschland hatte sich von den Schrecken des 30jährigen rieges »och lange nicht erholt: da erschallte schon wieder das Kriegsgeschrei jenseits des Rheins. Der König Ludwig XIV. von Frankreich, dieser ehrgeizige und herrschsüchtige Fürst, hatte Holland in Not gebracht. Seine Raubscharen zogen über den "ihein, verwüsteten die Pfalz und verbreiteten sich über einen ßroßen Teil Deutschlands. Hier interessieren uns nur die kriegerischen Ereignisse, solveit sie unsere engere Heimat betreffen. .Hören wir, was Weigel in seinem Tagebuch darüber berichtet: 1672 Die Gemeinsleute Balth. Lenz, Konrad Becker, Heinrich Jung und Johannes Neidel sind vom Lberkonrmando, so in Gießen liegt, gezwungen worden, mit ihren 4 Karren 400 Musketen von Gießen nach Tarmstadt zu fahren. Am 4. Oktober ging ich nach Lindes zu predigen, aber vergebens, weil der Ort von Menschen leer war. Am 13. Oktober, als ich zu Lindes auf der Kanzel stand zu predigen, kam eine Partie Reuter, die gen Frankfurt wollten, vor das Kirchentor geritten und begehrten den Weg gezeigt. e ch mußte abbrcchen und ohne Schluß von der Kanzel gehen. n der Lückebach haben sie einem Juden von Hochweisel 2 Reichstaler abgenommen. 1673. Ter Pfarrer von Dutenhofen hält bei mir um ei« Almosen aus dem Gotteskasten an, weil er ganz ausgeplUndert, sein Bieh und alles verloren hat. Den 12. Mat war der Landgraf zu Gießen und hat besohlen, daß die Bäume und Decken vor Gießen sollten abgehauen werden wegen der Kriegsgefahr. Die Leute sollten sich aus V- Jahr mit Proviant versehen. Den. 4. Juni ist der Pfarrer von Volpertshausen vor den Kriegern geflohen und mit Weib und Kindern, Kühen und Säuen zu uns gekommen, weil vergangene Nacht die Franzosen mit Bewilligung des Grasen von Weilburg aus Gleiberg in das Schloß gekommen sind. Am 12. Juni ist ein Franzos von einem Bauer beim Wetzlarer Schlag erstochen worden und in das Gesträuch versteckt. Am 6. Juli ging ich nicht gen Lindes zu predigen, weil ich hörte, daß nieniand da wäre als die französischen Reuter; die ganze Gemein aber nach Gießen geflohen. Am 9. Juli 1673 haben die Franzosen in Dutenhofen 16 Scheuern und 3 Häuser abgebrannt. Bier Männer brachten in einem Backtrog einen Burschen von Vollkirchen, den die Franzosen erschossen und ihm die Schuhe ausgezogen. Am 2. August fällt die Kirche aus, weil nur Weibsleute da sind, die Männer aber wegen .Aufbruch des Kolkes zur Wacht gezogen. 4. August 1673. Nachdem der französische General Turenne 4 Wochen in Wetzlar gelegen und nun aufbricht, nach der Wetteranl zu ziehen, kann das Abendmahl iricht gehalten werden. In Lindes sterben viele Leute an der roten Ruhr, dieweil sie in ihrer Not unreifes Obst essen. 1674. Kommt zu mir in mein Haus wieder ein Pfarrer und bittet um «in Almosen: er sagt, daß er 20 Jahre Pfarrer gewesen und zuletzt Schulmeister im Waldeckischen. Er sei dort weggezogen, weil die Leute ihn nicht mehr bezahlen könnten, so sie selber nichts hätten. Am 24. Oktober wird ein Soldat begraben, der im Backhaus gestorben ist. Für das Begräbnis werden den Trägern seine Schuhe und sein Hut gegeben. AM 2. Novbr. 1660 spricht mich an ein Weibsmensch, die Barb, sie wolte sich mit dem Lindeser Schäfer kopulieren lassen. Sie weiß aber nicht, wo sie her ist und auch nicht ihr Alter. Sie sagt, als der Schweb gekommen sei, wäre sie mit ihren Eltern als ganz kleines Kind in den Wald geflohen, >oeil alles in ihrem Dorf verbrannt war. Im Walde sei ihre Mutter von Soldaten mitgenommen worden. Sie sei dann auf den Schisfenberg gekommen. Bon ihrer Mutter habe sie nie wieder etwas gehört." An diesem Beispiel — und derartige Einträge finden sich viele in den Tagebüchern — läßt sich so recht die arme Zeit erkennen, welche die Bewohner unserer Heimat damals durchlebt haben. Hand in Hand mit diesen Notständen gehen auch die Sitten, die Armen- und Krankenpflege, das Gerichtsverfahren, Merglaube und anderes. Diesbezügliche Einträge finden sich folgende vor: 1664. Ward mir erzählt, daß die fremde Weibsperson, so sich in Lindes aufgehalten, zu Gießen drei Tage tot in der Gasse gelegen und dann erst begraben wurde. 1661. Kommt ein Weibsbild von Butzbach zu mir und verlangt ein Taufzeugnis, weil sie mit ihrem Kerle, so Soldat in Gießen, kopuliert sein will. Ich kann ihr keins geben und verweise sie an den Superintendenten nach Gießen. 1681. Spricht mich an ein fremdes Weibsmensch, die angibt, in Lindes geboren zu sein und will ein Todeszeugnis ihres Mannes, der hier gestorben sein soll. Ich sage ihr, daß ich solches nicht ausstkllen lann, weil sich in den Kirchenbüchern von 1635 bis 1642 wegen der Pestjahre keine Einträge finden. Sie geht in Zorn von mir fort. Bei all denr Elend und der großen Armut, die überall herrscht, ist Völlerei und wüstes Treiben an der Tagesordnung. In den Wirtschaften werden bei Bier und Branntwein bis zum frühen Morgen Trinkgelage veranstaltet. Jede Gelegenheit wird benützt, „einen Trunk zu tun". Selbst bei der Wahl der Kirchen- vorstcher, dcr Gemeinderäte, bei Auf- und Abzug eines Pfarrers wird ein „Umtrunk" veranstaltet. Beim Wirt Reinhard in Lindes geht es oft bis zur Frühmesse toll her. „Als ich an Reinhards Haus kam, hörte ich ein wüst Ge- krisch. Ich fah sic aus der Karte spielen und mit Sausen und Gcblärr sich die Zeit vertreiben. In der Kirche habe ich nachher über diese Unsitte hart gezürnt." Nicht selten komnct es vor, daß Leute betrunken zur Mrche kommen uird wieder hinausbesördert werden. 1680. Heute ließ ich den Wirr Thielmann in Linden vor den Konvent kommen, weil er die Nacht Weibsmenscher in seinem Hanse bei den Gästen beherbergt und zur BöUerei und Unzucht Anlaß gibt, antwortete er mir, dann sollten auch die Ratsherrn ein besser Ezempel geben und nicht bis nachts 1 Uhr aus denr Rathaus saufen, sich zanken und dann einer den andern zur Treppe hinunterweifen. ^ ^ 1680. Weil ich heute in der Morgcnkirchc und der Kaplan in der Mittagskirche gegen das Sanken gepredigt, haben die Burschen vor den Pfarrhäusern in der Nacht arge Gekrisch voll- 96 führt i:tih ein«! JfcifcM in dir Tränke gewonen, Heul: 2 Vurjcl'n vor den Konvent gerufen, weil sie in der Kirche die W.nbstkn!.' mit Dreck geworfen." . Diebstähle weiden bei Tan und Nacht «nSgesührt. »tcr werden Ganse mt'3 den, Stall gestvnlen. dort Schate aus dem Pferch geholt Die Frucht ans dem Speicher und die Kuh im Statt ist nicht sicher vor den Dieben: »nr von Gelddiebstählrn weiß unser Autor »ickle- zu berichten. 1659. Der Kaßcumeister kann mir de» Rest meiner Beioldung von 2 C'iiitbcv, nicht bezahlen und muß t-i fürs nächste Ial-r schuldig bleiben. Wie er sagt, ist es eine grobe Beschwerung sür de» Kaste», das Geld eben Herbeizuschasse» Im Jahre 1679 crleibt der Kirchen kästen an einen Lan-g- aser Bauer 10 Kinldeu, nviür er 3 Acker, so im Lindeser Feld likgten, als lluterchand verschreibt. Geradezu unmenschlich war es in der Rechtspflege und die Voll Ziehung gericktliüwr Strasen. „ . llmer Ehronist Inuierläszt uns darüber mehrere Au'zeich- 1665 werden in Glichen 2 Weiber aus Lißberg hiugcrichtct, weil sie als Hexe» verurteilt ivarcn: die eine wurde mit dem Schwert gerichtet, die aiidete verbrannt. . 1661 ist einem entlausenen Soldaten ;» Gictzen ein Ohr abgeschnitten und er mit Ruten ansgestrick-en worden. 1671 tvar zu Lindes cin Brand, wobei 3 Scheuern tarnt den Ställen abgebrannt. Anna Elisabeth-,. Eberhards Witwe, io verwirret toar (irrsinnig) und an einer «fette gelegen, sich p.-i dem Brand los gerissen nick» in die Löhn (Lahn) gesprungen. 1674. In Gießen sind 2 Grcisensteiuer Reuter, s» wegen Raub cingespcrrt waren, mit Ruten gestrichen »nd wieder los- gelassen. .. „ . „ .. 1679. In Lützellinden bat l,ch ern Berrucktcr, so an einer Kette gelegen, losgcrissen und in der Bach crsäust. Er ist an einem Nebenort aus dem Kirchhof begraben ivorde». Am 18. Oktober 1680 ist iu Gießen auf Befehl deS Ksm- mandantcn ein Soldat aus den, Marktplatz gcrabbrecht worden, weil er eine» Setzer umgebracht. Lin tragischer Fall aus dem Studcntenleben wirs uns aus dem Jahre 1659 niilgeteilt: „In dieser Nacht (18. Oktober) gegen Morgen hat in Gießen der Student Helimann, des Ober>chultl>e,doie eS von den mittleren LebenSiahren an fast regelmäßig nach der Haupt- inablccil in der Mitte des Tages einzutrcic.l pilegt. Vor allere, sollten Kinder tu der Mittagszeit r>bei, e? genügt iur dieselben votlkoiuintii eine Mahlzeit, welche der sonst übliche« Abendmahl- zeir enljpricht. Noch weniger Beden len bestehen Inc eine solche Berschirbtkng für ?M Erwach,r',777;. Die LaMtthme Rkk §aupk- »»<>.,ieu zwischen >/;7 uno t IIbr würde vom gcsmldhcitlichcit Standpunkt die richtigste sein, weil dann die oit bis zur Nachtstunde verschobene Abrndmahlzcit mit ihren Schlafstörungen weg- fällt, die an Umfang verringerte Mahlzeit in der Tagesmitt die Rarbmittagsarbeit Ivenizer beeinträchtigt und die Ausnutzung der Hauptmahlzeit sonne der vorhergegangenen 3 bis 4 Heinere» Mahlzeiten eine viel intensivere würde. Bei Kindern und schwächlichen Personen würde es sich cinpsehle», wenn nach 7 Uhr nichts mehr genossen wird, Tic erste Friihskückomahlzcit soll etwas kräftiger gestaltet r.»d etwas Käse oder Eierspeise genossen werden. * Verwickelte i* t r iu n rb 11 ri) n (15 u c v I) 5 (t ui i i e. Bollständia vercii.ztävderl ist leider der bist 1 '8iöbnr 1911, daß stch ini vorige» Jahre, am ll.Jannor I0!3, der einzige Toln, zweiter Eh« deS Fürste», der 1*90 geborene Gral Lothar Blücher von Walüstalt, mit der 1178 ge orenen tzrinzesst» Luise Radziwill vcrniälLt hat, — die eine filiere Schwester seiner Eties- nnstler ist. D)c Folge» dieser niertno rdi> e» verwandtschaitlichen Ber indimg zwischen Bater'und Sohn sind höchst scltsamer Art. Fürst Blücher und sein Sobn lind Tchiväger und Gral Lollwr Blücher ist der Onkel seiner jüngeren Geschwister, außerdem aber auch, als Genialst selnec Tante, sem eigener .»kel .eworden. Wird ihn, ein Loh» acschenkt, so ist er demnach dessen strohonkel und zugleich dessen Bet:er, -er Sohn wird der Resse seines Großvaters sei» >stw. tisw. »iw. VSchrrtijch. — lieber Jugendpflege und Wehrt licht«? keil spricht der nm die praktische Herausbildung deutscher Jugendpflege so verdienstvolle Feldmarschall Freiherr von der Goltz in dem soeben zur Ausgabe gelaugten 5, (Februar-IHest der E o t t a ' s ch e n M o n a t s s ch r i f t „D e r G r c i s". Wenn irgend einer berechtigt ist, den Einslnf; einer sorgfältig geleiteten Jngend- vslegc nnf die Wehrtückstigkeit der neuen Generation zu beurteile», so ist es von der Goltz, In Nesselnden Iluslühruiigcn weist er daraiis bin, wie die Erziehung des Soldaten leute wllig rudere Wege geht als noch vor wenigen Jahren, An die Stelle des Drills und blinden Gehorsams iind an) Oirnnd der Ersatzrungeri der letzicn Kriege die Forderungen nach selbständigem Handeln, nach cigener Ucberlegung und veranlivorlungsbewußter Enlslblos- senhcit getrelen. Diese Forderungen mit einem n keiner Weise vorgebildclen Mcnjchciunatcrial in der verkürzten Dienstzeit zn crsütlen, ist eine geuentstandenc Schwierigkeit, oie durch eine Dorbildiing in den Jahren der Entwicklung, also ourch eine ztveckmäi.ige J,:gei!0pslege überwunden ircerden soll. Wir sind überzeugt, daß die lichtvollen AnSsührungen des volkstümlichen Kriegsmaiinrs in weilcsteu Kreisen starken Anllang finden werde». Außer diesem tvertvvllen Beitrag enthält das Februarhest einen geistvollen und klar «orientierenden Anssatz „Der Stille Ozean und die Wclt-nachlSprobleiiic der Zuknult" ans der Feder des Freiherr» von Mackay. Ferner sinden >vir Erinnerungen Johannes Schloss aus den Jahren der Entstehung der Freien Bühne und des naturalisisschen Dramas, einen Beitrag des berühmten Wiener Uiiivenitätslehrcrs Proscssor Friedrich Jodl, der unter ganz neuen Gesichtspunkte» für Ecrhart HauptmaunS Festspiel eintritt. Besonders hervoryeben möchten wir schließlich Dr, Wilhelm Fließ' wertvolle Arbeit über den Rhtithnius des Lebens, m der der Ber- sasjer seine Aussehen erregende Theorie von der harmonischen Rrgclmäsjigkeil aller biologischen Ereignisse darlcgt, — Reich ist in dieser Nummer auch der belletristische Teil, Neben einer von starker Handlungslrast getragenen Novelle aus dein italienische» Lebcii von Richard Boß stehen Lul» von Strauß und Tornehs cindringlickw Ballade „Mara" und Will BesperS sormschöneZ Gedicht „Morgcnröic". _ Loqsgriph. Ich t in rin n-ilde« rcißendes Tler. Und inancheni Jäger e.eiährll.h gen'escn. Al-S hannloier Vogel crbhelne ich die. Wird vorn ein nnde.cS Zeicl en gelesen. Auslösung ln nächster Nummer. Auslösung des kkapselrätlel-s i > voriger Rnnimer: W > \ man wünj Ol, das glanvl man gern. tzkedaktlo»: !k, Reuratl«. — Notationtdruck und Verlag der BrühLschen NinoerstlälS-Bnch- und Steindrnckerei, R. Lange, Bietzen,