Ein Frühlingstraum. Roman von Fr. Lehne. (Nachdruck verboten.) lFortselmng.) „Ich halte es für besser," wandte sich Wolf an den Bankier, „wenn ich selbst meinem Vater von dem günstigen Ausgang meiner Werbung Mitteilung mache." „£>, du willst intet) schon wieder verlassen," schmollte Gabriele „Bleibe doch!" „LiebeZ Herz, ich bin meinem Vater doch ctloaS Rück-, sichst schuldig — gib mir für eine halbe Stunde Urlaltb, ja? Ich bleibe dafür ven ganzen Tag hier!" „Wen» es nicht anders sein kann, füge ich mich," sagte sie, sich zärtlich an ihn schmiegend. Er drückte einen leisen Kuß auf ihre Stirn und verabschiedete sich. — Rach einer knappen Stlmdc tvar er mit seinem Bater wieder da. Gabriele kam ihm jubelnd entgegengefloae». „Gut, daß du wic- drr da bist! Wie lang ist mir die Zelt geworden! — Ah, und dein Papa!" Mit unnachahmlich liebenswürdiger Geberde streckte sie diesem die weiße ringgeschmückte Hand entgegen. die er galant an seine Lippen führte. „Mein liebes Schwiegertöchterchen," sagte er lächelnd, „wie ich mich freue über diesen günstigen Zufall, der eS mir vergönnt, Sie persönlich zu begrüßen! — Mir kam die Verlobung so plötzlich; Wolf hat mir nie etwas davon mitgeteilt, daß sein Herz gefangen ist! — Fürwahr, aber sehr begreiflich!" Und intt bezeichnendem Blick küßte er von neuem ihre Hand, die er noch iinmer in der seinen hielt. „Du weißt, Papa, daß man von dem am wenigsten spricht, das einen innerlich o,n nieisten beschästigt," meinte Wolf rubig. Ein schneller Blick seiner Braut stretste ihn; lvaS wollte er wohl damit sagen? Sie kam aber nicht zum Nachdenken, da der Freiherr eine Unterhaltung einleitete, die sie vollständig in Anspruch nahm Der Srhtviegerpapa gefiel ihr außerordentlich; er sah so sein und vornehm aus; er lvar so liebenswürdig und verbindlich, daß er im Sturm ihr Herz »nd das ihres Valers gewann. Schade, daß Wolf nicht auch so war — der saß so kalt und steif da nun, das lvollte sie ihm schon abgewöhnen! — Fräulein von Lassen, die Hausdame, >var nur noch bei dem intimen Frühstück zugegen. Sie lvar eine außerordentlich vornehme Ersehet-, nung, zu der Mols sich sympathisch hingezogen fühlte. Bon GabrtelrS launenhastem Wesen hatte sie manches zu ertragen, was sie aber mit vornehmer Ruhe und Gelassen-' heit hinnahm, wenn es auch schinerzte. — Wolf saß zicin- lich still da; er hatte einen etwas schlvülsttgen Toast seines Vaters und einen sehr rührseligen des Schwiegervaters über sich ergehen lassen — eine unheimliche Leere fühlte er in sieh; ihm ivar es, als schaue a>ls dem Grund seines Glases ein süßes, blondes Gesicht mit traurigen Augen Vorwurfs-» voll zu ihnt-empor. Konnte er denn das unnütze Grübelst nicht lassen, da es doch keinen Zweck hatte! Langsam strich er mit der schmalen Hand an der seit kaum einer Stunde! der breite Verlobungsring blitzte, über die Sttnr. Seine Braut beobachtete ihn schweigend; schließlich fragte sie etwa» verletzt: „Woran denkst du, Wolf?" O, sie wußte genau, >00 seine Gedanken weilten, und ihre Hände krampfteil die Serviette zusammen. „Warum willst du das wissen, kleine Neugierige?" gab er mit schwachem Versuch zum Scherzen zuriick. „Du sagst es mir doch, ja? Du warst in Gedanken vertieft, ich sah >es — du vernachlässigst mich doch nicht etwa? Wolf, Wolf, das bi» ich nicht gewohnt!" Ans dem leichten, scherzenden Ton, in denr das gesagt wurde, klang doch eine gewisse Schärfe, die ihm keineswegs entging. Er mußte sich zusammennehmen — koste cs, ivas es wolle — das Wetb, das er liebte, war ihm ja untreu — nun wohl, hier saß auch eins, das schön und begehrenswert war, und vor allem 1 — dem er verpflichtet war, und das ebenfalls Anspruch auf Liebe und Zärtlichkeit hatte. Etlvas lote Mitleid kam doch über ihn, wenn er daran dachte, wie seine Braut ihn liebte, wie sie ihn, cntgegenkain — und er konnte ihr nicht? dafür geben! Da gelobte er sich, daß er sich beherrschen und mit den Umständen rechnen wollte. „Run, Wolf, du antwortest mir gar nicht? Darf ich deine Gedanken nicht wissen?" fragte Ella noch einmal. „Und wenn ich cs dir jetzt nicht sagen will?" „Doch dann nachher?" „Nachher, wenn lvir allein sind, mein Mädchen!" sagte er leise, ihr in die Augen sehend. Sie sprachst« so viel von der Macht und dcni Zauber seiner Augen — dann wollte er das jetzt geltbnd machen — und sein Blick versehltc auch die Wirkung nicht. Errötend schlug Gabriele die Augen nieder r— er war also daruin so still, weil er sich nach einem Alleinsein mit ihr sehnte — gerade wie sie! — Sie faßte nach! seiner Hand, die er einen Augenblick festbielt und zärtlich drückte. Gabriele ivars einen Blick auf die beiden alten Herren, die i» lebhafter Unterhaltung begriffen waren, lind Fräulein von Lassen saß sti.l und gedankenvoll da, das Brautpaar unauffällig beobachtend. Sie sah das Begehrliche in Gabriele? Augen und das Gezlvnngene in Woiss Benehmen und batte ihre eigenen Gedanken über diese Verlobung- Endlich war das Mahl zu Ende: die Herrschaften erhoben sich, tind die bei«'» Väter wollten sich ins Rauchs zimmer zurückziehen. „Mein Junge, ich gratuliere dir," sagte der Freiherr leise z» seinem Sohne, als sic einen Augenblick beieinander standen, „deine Braut ist ein schönes Weib und schiver reich — dil hast ein berteufelles Glück! Was wird da Erwin sagen?" „Meinst du, Papa?" entgegncte Wolf kalt, „gestatte, daß ich nicht gar so begeistert bvli dem Handel bin!" „Du bist nicht recht gescheit — Der Freiherr kam aber nicht weiter, da Wolf sich weggewandt und seiner Braut — 54 den Arm geboten hatte. Er ruckte- die Achseln. „Verrückt," murrte er für sich und trat dann ins Rauchzimmer. „Na, lieber Wolfsburg," rief ihm der Bankier ent- gegen, „da find Sie! Ich glaubte Sie schon hier! Nun wollen, Ivtr es uns bequem machen und das Brautpaar sich ein wenig selbst überlassen — meinen Sie nicht auch? -Hier diese Zigarre taun ich Ihnen empfehlen, lieber Baron, sie ist wirklich vorzüglich! -- „Nicht wahr, Fräulein von Lassen, den Kaffee trinken wir im Garten; es ist so wunderschön heute," sagte Ga-, briele zu der Hausdame. „Das wäre auch meine Ansicht, Fräulein Ella. — Sie erlauben mir, die nötigen Anordnungen zu treffen," erwiderte die Angeredete. Sie wußte ja, daß sie daznit Ga-i brieles Wünschen entgegenkam, die mit dem Verlobten so gern allein zein wollte. „Bitte, Liebste, es Ivird ja nicht zu lange dauern," sagte Gabriele liebenswürdiger, als es sonst ihre Art war. Fräulein von Lassen empfahl sich und ließ die beiden allein. —, Zärtlich sah Ella zu ihrem Verlobten empor. „Bist du zufrieden, mein Schatz?" hauchte sie dann. Er nahm ihre we,ße Hand und küßte sie. „Ja, Ella," sagte er, „ und nun bitte ich dich, wenn es dich nicht zu sehr ermüdet, mir eines von! deinen Liedern zu singen; ich habe dich stets gern singen hören." Er sprach damit keine Unwahrheit. Gabriele besaß eine sehr hübsche, sorgfältig geschulte Mezzosopranstimme und verstand es auch, mit Ausdruck zu singen. Einen Augenblick sah sie il>» betroffen an — wenn er weiter nichts wollte i— ach, und sie sehnte sich danach, in seinem Arm zu liegen und ihn zu küssen — und er iriol'Itc sie singen hören. „Gern, Wolf," sagte sie aber doch freundlich, „ich bin nur heute nicht besonders bei Stimme; du mußt Nachsicht haben! Komm, bitte! Tn weißt ja Bescheid, Ivo der Flügel steht." — Er war ihr beim Notenaussuchen behilflich; sie kniete» beide vor dem Notenschränkchen —, „hier Schatz, Hab ich ein neues Lied — ich kann es nur noch nicht so rechk/1 sagte sie, ihn lächelnd ansehend. Sie war berückend in diesem Augenblick, und Wolf Ivollte sich diesem Eindruck nicht entziehen. Zärtlich legte er den Arm um sie. „Das tut nichts, mein Herz! Komm her zu mir!" Er zog sie an seine Brust; jubelnd schlang sie die Arme um seinen Hals und preßte sich fest an ihn. „O, du du —", stammelte sie, trunken vor Glückseligkeit, „wie habe ich dich lieb, Wolf. Ich wäre estorben, wenn du nicht mein geworden wärst! Nicht ivahr, u liebst mich auch'?" Und fragend blickte sie ihn an. „Frage doch nicht, lasse dich lieber küssen, mein Herz!" sagte er, und drückte seine Lippen ans ihren roten Mund. So saßen sie eine Weile. Wols schloß die Augen halb, und wenn er Ella küßte, nieinte er, es iväve sein süßes kleines Mädchen! Was mochte sie treiben? Seinen Brief fand sie doch erst heute abend vor, wenn sie aus dem Geschäft kam. Sicher glaubte sie, cs wäre eine zusagende Antwort auf ihren Brief, daß er heute Abend wieder kommen ivürde! Und dann las sie statt dessen seine Anklagen! So deutlich sah er alles vor sich!—daß er doch die Gedanken nicht bannen konnte! Immer und inimer ivieder tauchte ihr holdes Ge- sichtchcn vor ihm auf, selbst jetzt, wo er die Braut im Arme hielt! — Er kam sich vor, wie der Ritter Lothar, den Lurlei im Wachen und Träumen verfolgte, weil er ihr die Treue gebrochen; --er kam nicht los von ihr; zu sest ivaren sie miteinander verbunden. — Und Ella — wie war sie leidenschaftlich und unersättlich in ihren Küssen — das üppige, junge Weib in seinem Arm war ganz Liebe und Hingebung wie war sie anders, als jenes holde Mädchen, das die verkörperte Unschuld und Keuschheit für ihn war, dessen reine Seele so offen vor ihm lag ---und das ihn doch de , trogen!! Tiefe hier war ihm treu, das ivußte er genau, — sie hatte ja die Wahl unter so vielen gehabt imd hatte doch nur ihn gewollt! Aber umr das auch die echte, rechte Liebe? Nein! es war nur ein leidenschaftliches Begehren und Drängen, cs ivar nur Eitelkeit, den gefeierten Frauen s liebling erobert zu haben —, anf welche Weise, war gleich —, sie hatte ihn, und das genügte! O, er sah auch, was nun kommen mußte — endlose Besuche, langweilige Einladungen, dazwischen Zärtlichlcitsansbrüche und Eifersuchtsszenen, wovon er heule schon den Anfang gesehen hatte! Nein, das durste nicht sein — dieser Brautstand würde seine Nerven auss äußerst« anspannen — keine Minute Zeit mehr für sich, immer der ergebene Sklave sein — und dazu die quälenden Gedanken — nein, da ivar es am besten, er heiratete so bald >vir möglich, dann war er doch wenigstens seit» eigener Herr! lind.gleich jetzt ivollte er der Braut den Vors schlag machen; sie ging sicher darauf ein! — „Tu wolltest wissen, Ella, ivoran ich vorhin dachte?" begann er, „willst du es hören, jn?" „Was war es denn, Geliebter?" fragte sie, sich das.Haar aus der Stirn streichend. „Ich habe eine Bitte, mein Herz! Möchtest du bet Papa; ein gut Mort für mich einlegen, wenn ich ihn bitte, daß wir bald heiraten, recht bald, ja?" Für ihn ivar es eine Erlösungaus diesem Zustand, der ihn zu einem Heuchler machen mußte — und nichts war ihm verhaßter, als heucheln und lügen! „Aber warum?" fragte sie erglühend, „cs ist doch so schön, verlobt zu sein!" Ihr Gefühl sagte ihr, daß die holde Poesie des Brautstandes vor der Wirklichkeit, vor der Prosa der Ehe, nicht standhalteu könnte. „Ja, Ella, cs ist aber doch viel schöner, Ivenn man verheiratet ist und ein eigenes Heim hat, in dem ein liebes! Weibchen schaltet und waltet, und das dem Manne lieb und sreundlich entgegentritt, wenn er müde und abgespannt vom Dienst heim kommt — meinst du nicht auch?" fragte er, sic zärtlich an sich drückend und sie mit den dunkeln kraul rigen Augen ansehend, die eine so große Macht über Frauenherzen halten — und doppelt, w-enn er wollte! Und jetzt! wollte er auch die Macht anwenden, das erste Mal, daß ev es bewußt tat, um zum Ziele zu kommen. „Tu hast recht, mein Herzensschatz," entgcgnete sie leise, „du hast recht, es muß doch ssüK sein, wenn man sich erst ganz angehört! Ach, ich sehne mich so danach, tveil ich dich so unbeschreiblich lieb habe! So lange ich dich kenne, Wolf! Zwei Jahre bist du schon hier! Wenn ich dich nicht gesehen, hätte, tvärc ich längst verheiratet! So habe ich auf dich gewartet !" „— Kind! Aus mich armseligen, unbedeutenden Leutnant —?" „Ja, Wolf, ich gestehe es dir! Nahe ivar ich daran, mich mit einem Grafen von Meßdorf zu verloben — ich weiß nicht, ob du ihn kennst — nein? Da sah ich dich im Theater —i o, ich weiß nock» genau, es ivnrde „Tie verftinkene Glocke" gegeben — und du warst so verliest, daß du gar keine» Blick fürs Publikum hattest — wie war ich eifersiichttg aufs Rautendelein, der deine ganze Aufmerksamkeit galt — und ich saß doch gegenüber in der Loge! Tn gefielst mir so, dein schönes Gesicht — ach, lvir jungen Mädchen schwärmten alle für dich; iveißt du, wie wir dich nannten? „Hunold Einguß den Rattenfänger"! Eigentlich dürfte ich dir das gar nicht sagen, ihr Männer seid alle so eitel und eingebildet." Wolf lächelte etivas gezwungen; ihni waren diese Er- össnungen nicht gerade angenehm, da er ein Feind jegliche« llebertreibnngkn ivar, besonders, wenn ihm Schmeicheleien wie diese gesagt wurden. „Ich tonnte nachträglich noch eitel werden, Schatz," sagt« er, „daß meiner unbedeutenden Person so viel Beachtung geschenkt tvorden ist! ?kber der Graf, Ella, loas ist aus ihm geworden —?" „Er ist wohl nach Schlesieu gegangen, seine Güter zu bcivirtschasten! Er war «in hübscher flotter Kerl — ah, Pardon für diesen Ausdruck, Wolf, ich weiß, er ist nicht ladhlike und du liebst so etwas Forciertes nicht —- da siehst du, wie genatl ich alles behalten habe, was du sagst," lachte sie. —> „Ach du," sagte sie in leidenschaftlickiem Töne, sich wieder fest an ihn schmiegend, „ach du, Wolf, ich habe dich ja zw lieb — ich könnte vor Eifersucht wahnsiunig werden, wenn ich wüßte, daß du noch andere außer mir küßtest — du gehörst doch mir, mir allein! Sag^ du hast doch keine ander« außer mir lieb? Ich weiß, ihr iiingen Männer nehmt das nicht so genau!" „Aber Ella," erividertc er ernst auf diesen Erguß, „was muß ich hören! Was für Gebauten hegst du in deinen, kleinen Kopf! Kränke mich nicht durch solches Mißtrauen! Seit dem! Tage, daß du mein geworden;, gibt es für mich kein anderes Weib!" Beschämt senkte sic den Kops; dann suchte sie leiden« schastlich seinen Mund. „Vergib, vergib mir, Wolf," flüsterte sie, „nur nieine übergroße Liebe —" Im anstoßenden Zimmer hörten sie Fräulein von Lassens Stimme, die mit dem Stnbeuinädchen sprach. Hastig glitt Ella von Wölfs »nie. „Sie konnte uns auch noch ein! vaar Mimiken des Alleinseins gönnen," sagte sie unwillig KV Wobei ei» häßlicher Zug Ober ihr Gesicht flog. „So, Schatz, inm will ich dir das Lied singen — bleib aller dort litzöu,. du bringst mich sonst aus dem Text," und sie setzte sich ans Klavier und sang: „O laß dich halten, goldne Stunde, Die nie so schon sich wieder beut! Schau, wie die Mondnacht in die Runde All ihre weißen Rosen streut!" Wolf zuckte bei diesen Worten zusammen. Hatte Mary mit ihrer süßen Stimme sie nicht auch gesagt — und hatte er da sein Mädchen nicht stürmisch m die Arme genommen? IN greifbarer Dewtlichleit stand jener Abend wieder vor seinen Augen, und die Erinnerung überkam ihn mit Macht. Er hörte nicht darauf, nne und was seine Brault noch sang — er hörte nicht, daß sie geendet und sich ihm wieder zugewandt hatte. Er saß da, das Gesicht von seiner Land beschattet, in Sinnen verloren. (Fortsetzung frlgt.) Johann Aott'ieb sichte. Bilder seines Lebens und Denkens. (Zum 100. Todestage am 27. Januar 1914.) Bon Dr. K. Tischendors. Am Torsbache zu Rammenau in der Lausitz, stand ein kleiner Knabe im Leinenkittel und n>ars sein Lieblingsbuch, den „hör- nenen Siegsried", in das glucksende Wasser. Zu solchen! Opfer hatte sich der junge Johann Gottlieb entschlossen, weil jenes Buch alle seine Gedanken so in Anspruch genommen hatte, daß sür seine Pflichten nichts mehr übrig geblieben. Teck brave Leinwand- Weber Fichte zwar vergalt diese kindlich« Heldentat der Pflicht durch eine tüchtige Tracht Prügel, tveil das teure Buch nun weg war. Sonderbar und unglaubwürdig genug mag ihm die Prophezeiung von künftigem Ruhm geklungen haben, die ein alter Verwandter an der Wiege dieses Erstgeborenen getan, und er bat wohl kaum mehr daran gedacht, selbst als durch die Gönnerschaft des Frciherrn von Miltitz sich dem Knaben unerwartete Bahnen zu freier Entfaltung seiner geistigen Kräfte eröfsneten. Fast hätte Johann Gottlieb selbst sich seine Aussichten abgeschnittcn und sich in ein ungewisses Abenteuerleben gestürzt, als ihm die Ttuälercicn der Zimmergenossen aus der Fürstenschule zu Psorta den Fntschluß eingaben, zu entfliehen. Doch ist er von selbst Ivieder umgekehrt, der Eltern gedenkend. Seine Studicnjahie waren schwer und von Türitigkeit und ständiger Sorge ums tägliche Brot »erquält. An seinen! 26. Geburtstage saß er aus seiner Leipziger Dachstube, der Verzweiflung nahe, weil alle Wege vergeblich, alle Mittel erschöpft waren. Eine Hauslchrcrstcllc in Zürich half aus der Rot. Hier gewann der eckige und unbeholfene Kandidat der Theologie in Hannchen Rahn, einer Nichte Klopstocks. die zukünftige Frau. Es war nicht seine Art, in persönlichem Glück auszugehen und seine innerste Bestimmung zu vergessen, er, der seine einzige Lcidenschast den Trieb nennt: Nach außen zu wirken. Jahre noch sollten dahin gehen im Suchen und Leiden. Nach Leipzig zurückgckehrt, zerschlugen sich ihm alle Pläne. Erfüllt von glühenden Projekten, im Borgesühl seines Wertes, begierig nach bedeutungsvollen Taten bleibt ihm im Kampfe gegen die Widerstände als einziges Kapital: sein Mut. Ein anderer wäre zerschellt: ihn spornen die Hemmnisse an, stählen seine Kraft, führen ihn dahin, wo er den Ausgangspunkt seines künftigen Systems finden sollte: in die Innerlichkeit des Jchs: „Ta ich das anher mir nicht änderrr konnte, beschloß ich, das in mir z„ ändern". Was so das praktische Leben von der einen, bewirkt die Theorie von der andern Seite her: die Kantische Philosophie packt ihn mächtig, erschüttert alle Anschauungen, macht den Boden frei sür den kühnen Bau des Willens, den der Philosoph später errichtete. Am 4. Jul! 1791 schritt Fichte in sein m mit Stahl knöpfen besetzten schwarzen Frack dein kleinen Hause des verehrten Meisters Kant am Schloßgralen in der Prinzessiustraßc iir Königsberg zu. Seine schnell gearbeitete Schiist „Tic Kritik aller Ossenbarnng" gewann ihm Kants Interesse und eine ehrenvolle Mittagseinla- duna: eine Bitte um Hilie freilich ivurde dem wieder in Not Verstrickten abgeschlagen. Jene Schrill machte ihn berühmt: seine Vermählung im Jahre 1793 schenkte ihm Arbeitsniuße und Ruhe im Hause seines Schwiegervaters. Ta kam seine Berufung aut den Lehrstuhl der Philosophie nach Jena. Am 23. Mar 1794 früh um 6 Uhr war der größte Hörsaal der Jenaer Universität bereits überfüllt. Auf Tischen und Bänken standen sie übereinander: die Sväterkommcnden drängten sich im Hausflur und Hof. Alles reckte die Halse, als der kleine Mann von kräftigem, gedrungenem Körperbau cinlrat und sich in seiner trotzigen Gangart den Weg zum Katheder bahnte. Welche felsharte Stirn, Ivas für eine vorspringende gleichsam herausfordernde Nase! Was für ein durchbohrender Blick! Mit etwas greller Stimme, die Sähe scharf akzentuierend, begann Fichte seine erst« Vorlesung mit der „Bestimmung des Gelehrten". Er sprach mdrf schön, aber seine Worte waren von schwerer Geivichtigkeit. Wie ein Gewitter war sein Bortrag und bewegte die Zuhörer. Ihm, der im Gelehrten den Erzieher der Menschheit sah, der deshalb die höchsten sittlichen Forderungen zu erfüllen hatte, ward zur Ausgabe, die akademische Jugend zu höherer Lebensweise, zu echtem Menschtnm, zur Bertiesung ihrer Religion und Veredlung ihrer Litte zu sührcn. „Handeln! Handeln i das ists, wozu wir da sind," donnerte er ihnen zu. Und seine erste Sommervorlesung beschloß er mit einer Ansprache „lieber die Würde des Menschen", in der es in mächtigen Akkorden klingt: „Ter höhere Mensch reißt gewaltig sein Zeitalter auf eine höher« Stufe heraus: er reißt mit Riescnarmen, was er greisen kann, aus dem Jahrbuch des Menschengeschlechts heraus!" Seinen Zwecken schienen besondere moralische Vorlesungen nötig, die er bei dem Mangel an Zeit aus den Sonntag zu verlegen gedachte. Dieser Plan reizte die ersten Widerstände auf. Ernster wurde es, als bei seinem Kampf gegen die Verbindungen aus den Reihen der Studenten selbst Gegner erstanden, die nächtlicherweise sein Hans mit Steine» bewarfen. Aber ihn, der sich daraus in ine Einsamkeit nach Osmanirsledt zurückzog, holten leidenschaftlich« Bitten wieder an das Lehrpult zurück: „Kommen Sic^ Fichte, Lehrer der Wahrheit! Werden Sie wieder Muster sür Taufende fich bildende und zu Gelehrten reisende Jünglinge!" Wie sollte er einem solchen Ruf widerstehet:, dem Wirken so naturnotwendig war! Fichte» theoretische Philosophie, die er in Jena als „Wissen- schastslehre" in inimer neuer Gestalt vortrug, ist, so abstrakt sie in ihren Ausgestaltungen erscheint, aus denr Leben erwachsen und strömt dem Leben dienend zu. Ntenrals hat je ein Philosoph den innigsten Znsammcntfang des Menschen mit seinem Denken so tief begrissen, als er, der lehrte: Was sür eine Philosophie man wähle, hängt davon ab, was sür ein Mensch man ist! Derjenige, dem die Widerstände unabänderlich erscheinen, der fich sklavisch der Notwendigkeit beugt, wird nie zum Glauben an die freie Tat, an die schöpferische Umbestimmbarkeit seines Jchs gelangen. Nur der Kühne und Tapfere kann in seiner Weltaw- fchanung Idealist sein. Und so wird der Lehrer, der seine Schüler zum Idealismus führt, zugleich der Erzieher, der sie zu freien, sittlichen Menschen macht. Ter feurig-scharfe Geist FichleS begnügte sich nicht damit, die Sclbstherrlichkeit des Ich schlechtweg zu behaupten; er wollte das Wesen der Widerständlichkeit logisch begreifen, die Vorgefundenen Schranken auslöscn in Taten jenes Ich, das, gleichsam Ur-Jch, im Einzelnen nur in Strahlen gebrochen sich darstellt. Tie Ungeheuerlichkeit dieser Ausgabe machte ihre Lösung unmöglich, wenn auch Fichte unerhört nah an den Kem der quellenden Kräfte herankam. Wie ein Synrbol seines Kampfes in dev Theorie ctscheint sein immer wieder erneutes Zusammenprallen mit de» praktischen Widerständen. So ging er auch Jena verloren. Ihn, den tief Religiösen, beschuldigte man einiger Formulierungen wegen des Atheismus. Einen Kompromißversuch von oben, der halb ihm, halb den Beschuldigern recht geben sollte, wollte sein Wahrheitssinn, sein Mannesmnt nicht dulden. Sich als Vertreter des Gelehrtenstandes fühlend, sah er in diesem Vorgehen ein Symptom reaktionärer Einengnngsversuche des freien Forschens. So bvt er, im Falle er einen Verweis erhielte, seine Entlassung an: er erhielt sie. Herausgerissen aus seiner Tätigkeit, ein Heimatloser, fast ein Verbannter, wandte er sich nach Berlin. Aus dem Lehrer der akademischen Jugend wird der Lehrer des Volkes: aus den« Erzieher der Auftültler, der Ermahner, der slanimendc Prediger. Ein Jahr vor den, Zusammenbruch schmetterte Fichte seinen Zuhörern in den „Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters" seine Ueberzeugung von der vollendeten Sündhaftigkeit seiner und ihrer Zeit ins Gesicht. Seine „Anweisung zum seligen Leben" ist aus praktischem Helscrwunsch geboren, zu bessern und zu veredeln. Aber die Lehre durch das Leben vermochte er seinen Mitmenschen nicht zu ersparen. Ter unheilvolle Krieg von 1806 mußte erst seine blutigen Zeichen schreiben. Beim Ausbruch bot sich Fichte dem König als weltlicher Feldprediger an; da er nicht durch die Tat seine Gesinnung beweisen, da er nur reden könne, so wünschte er, wie Schwert und Blitz zu reden. Ter König lehnte freundlich dankend ab. > Fichte befand sich in einem Freundeskreis, >vo man der Wassenbrnder auss wärmste gedachte. Immer wieder klangen die Gläser irn Wunsche aus ruhmvollen Ausgang aneinander. Auf der Heimkehr in lauer Oktobernacht frohlockten Fichte und die Seinen über den Sieg, den ein Unbekannter fälschlich verkündet hatte: mn nächsten Morgen erfuhr er die schreckliche Wahrheit von Jena und Auerstädt. Er wußte fliehen; er hielt sich in Königsberg, in Kopenhagen auf. ,Lch glaubte, die deutsch« Nation müsse erhalten werden, aber siehe, sie ist ausgelöscht," schrieb er schmeiH- ltch. Tie Not seines Volkes schmilzt den Philosophen zum glühendsten Patrioten um. War es ihm bis dahin noch immer möglich erschienen, daß die Zlvecke des Menschendaseins in der Menschheit ohne Beachtung einer bestimmten Nation erreicht würden, so wird ihn« jetzt die Nation zur eigentlichen Trägerin und Er- halten» der wahre» Wert«. Und gerade in der Erniedrigung des Vaterlandes w-ichst ifptt We Krait zum Glauben an die heilige Million der deutschen Nation. Er findet den Weg »n seines Lebens grösster Tat! das gebrochene Selbstbewrristsein des Deutschen emporjureihen durch seine „Reden an die deutsche Nation". Im runden Saale der Akademie z» Berlin versammelte sich vierzehn Sonntage des Winters 1807/08 hindurch ein dichte gedrängtes Publikum, das die Gebildeten aller Stände nmsastte. Hier sprach Fichte, von den Behörden gewarnt unter den Augen der sranzäsischen Aufpasser, in vollem Bcmuhtsein der Lebensgefahr, der er sich aussetzte. Tie Anspannung dieser Monate brach ihm die Gesundheit und macht ihn skinfviertel Jahr arbeits- unsähig. Aber der Same wirkte, den er gestreut. Die Wege zur sittlichen und sozialen Erneuerung, die hingehender Eiser bahnte und beschritt, sind bestimnit von Fichteschen Ideen; so Scharnhorst'? allgemeine Wehrpflicht nnd die Gründung der Berliner Unrventtät Am Versassungsplan der lehtercn arbeitcie Fichte mit; ein Jahr hindurch ivar er Rektor. Als die Zeit der Vorbereitung vorüber, als die innere Anspannung aller ausbrechen durste zur Tat, als der König die Wasfenbereiten berief, deren Losung das Fichtesche „Siegen schlechtweg!" war, bat Fichte zum zweiten Male um eln tveltücheS Prcdlgeramt im Leer. Vergeblich Seine Borlesuugcn brach er ab und entlieh die Studenten zu den Massen Ten allgemeinen Opsermut 'teilend, rüstete ec mit seinen Kollegen 16 Studenten auS, während man noch 47 Reiseunlerstützunge» gewährte. Mit Säbel und Pike stand er selbst in den Reihen des Berliner Landsturms. In der Frühiahrszert der sortdauernden Aushebungen hielt er in seiner Vorlesung vom „Begriss des wahren Krieges" jeden« die heilige Pflicht entgegen, dem Vaterlands zu dienen. Während in siegrerckren Schlachte» Ehre und Freiheit des Vaterlandes wieder errungen ivard, baute, er in seiner „Staatslehre", die Gegenwart wett überfliegend, ein Dernunstsreich des ewige» Friedens auf. In feinem Vermächtnis „Fragment einer politischen Srirrist" rvandtc er sich der Frage der zukünftigen Verfassung zu und wie? als Erster Preristeu die Stelle im Reiche. Mitte» in der Ausübung seiner akademischen Pillchten war« ihn eine Ansteckung nieder, durch seine Frau übertragen, die sich bei der Pflege in Berliner Lazarette« den Tpphus geholt. Er konnte mit der Hossnung auf die gesteigerte Zukunft seines Volkes sterben, an der er mitgcarbeitci durch zündende Rede und markige Schrist, er, der Tatenmensch als Lenrec. Pcrmifcbtet. — Das Neueste vom gedeckten Tisch. Der» modernen Kulturmenschen ist die Tafel, von der er iht. nicht minder wichtig, als Ivas er isst, und die seinsten Genlliic der Küche schmecken ihm nicht, wenn nickt auch der Rahnien und die Art, in der sie serviert werden» seine» äslhetisckreu Sinn befriedigen Währeno inan in früheren Zeiten Reichtum und Prunk des gedeckte» Tische» durch eine Anhäufung kostbarer Geschirre »uni Ausdruck brachte, haht der invdcrile Geschmack jede Ucberladnng »nd möchte auch den inaterielien Gciirrjs, der »un einiiial.ini Eisen liegt, gleichsam durch eine iminateriell« Form der äusseren Umgebung ver- seinern und verklären. Deshalb will man nur wenige, aber erlesene Tinge aus der Speiietasel sehen, köstliches Leinen, Tischdecken mit Spiheninknistalionen und Teckchen in durchbrochener Arbeit. De» eigentlichen Schmuck der Tafel bilben Vlumenkörbc aus Porzellan, aus deren Bode» kleine elektrische Lampe» angebracht sind, die dem feine» Material eine leuchtende Durchsichtigkeit verleihen. Auch zarte künstlich« Porzcllanblumrn, besonder» Rosen und Wasserlilie», sind beliebt; sie sind nitt dem Tisch verstreut, oder die Waiserlilie» toachien empor ans einem kleinen von Naiadcn umgebene» See, der durch einen blitzenden Spiegel dargestellt wird. Neben solch diskreter künstlerischer Zierde dark der Schmuck mit natürliche» Blume» und Früchte» nicht veruachläsiigt iverde». OSrofic Weintrauben, kleine Bündel von Nüssen, Mandarinen und andere erotische Früchte sind überall au> den« seinen Linnen airsaeviertet und gewähre» so de» Dinierenden dns Vergnügen, hie Frückie sich mit eigener .Hand gleichsam vom Zweige zu brechen nnd beguci» «nie aus einem künstliche» Frucktgarle» auszuwählen. Eingebettet in ihr eigenes Laub locke» erlesene Aepse! und Birnen, und ,wisst,e» Veilchen buketts schauen Zitronen hervor, die man sich über die Austern airsdriickt Die vornehmste Beieuchtrrir rsiornr für de» modernen Esstisch sind Kerzen, im> zwar gelten elektrische Leuchlkörper, die die strenge und feierliche Stimmung der wirklichen Wachskerze nicht Vortäuschen können, Nur als uralte Surrogate. Am schönste» brennen richtige Wachskerze» in silberne» Leuchtern mit ihrem ruhigen Lickt unirr schattende,r kleinen Schirmen, die durch eine jiirrircichc Vorrichtung immer tiefer herabsinken, je mehr die Kerze niederbrenut Für die einzelnen Gänge gibt es bestimmte Fern- lreile» de? Servieren». Am l-estrn trägt »rg» rin Gericht in einer Dekorierung aus, die mit keinem Ursprung im Zusammenbau.« steht. Die getrünelte Gänielebrrpastete erscheint z B. rin- gerambt von dein ganze» Gefieder einer (Kans; Gejlügel wird in einer vergoldeten Schale arisgetragen, die genau die Forme» de» Tiere» wiederholt und mit einem passenden Ornament. |. Q. einem roten Hahnen kämm, geschmückt ist. To» Gleiche gilt v«B den Fischen. * Sein Geschästsprinzip. Die KSchi»! „Ja, sage» Sie mal, Herr Schlächtermeister, Sie wlegcn ja das Fleisch ga» nicht, das Sie nrir verkartsen." — „Gut, dah Sie mir das sagen. Wir tviegen immer erst, wenn man sich beschwert." vüchertijch. — Neuerscheinungen der Univerlal-Biblio» thck Nr. 563l. Aus den Erzählungen de» Baron» Kablcbuh Bon Paul Steinmüller. Zweiter Band. 1. und 2. Band in einen Leinenbarrd gcb. 80 Pfg. Inhalt: Born srohen und traurige» Pastor. Hrrndcseele — Nr. 5632—5634. Meereskunde Von Prof. Dr. Adolf Pghdc. 80 Band der Büche« der Naturwissenschaft, herairsgegeber, von Pros. Dr. Sregiiiund Günther. Mit 3 farbigen Kartenbcilagen, 7 schwarzen Tafeln, 1 Porlrätbeilagc und 13 Abbildungen im Text. In Leinen i Mk„ in Leder mit Goldschnitt oder Halbpergament 4,75 Mk. Inhalt« Vorwort. I. Geschichtliches. II. Die Meeresbecken. III. Das Mecrwasser. IV. Bewegungen des Meerwassers. I. Die Meeresströmungen. 2. Die Wellen. 3. Ebbe und Flut. Schlusswort. Register. — Nr. 5635. Der fliegende Holländer. Romantische Over in drei Aufzügen. Bon Richard Wagner. 70. Band der Opernbücher. Vollständiges Buch. Herausgeaeben und ein- geleitet von Georg Richard Knrse. — Nr. 5636. Tan »Häuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Romantische Oper ln drei Auszüge». Von Richard Wagner. 7i. Band der Opernbücher. Vollständiges Buch. Herausgcgebe» und eingeleitet von Georg Richard Kruse. — Nr. 5637 Loh e ngrin. Romantische Oper in drei Auszügen. Von Richard Wagner. 72. Band der Opernbücher. Vollständiges Buch Hcrausgeacbe» und ein« geleitet von Georg Richard Kruse. — Nr. 5638. Tristan nnd Isolde. Von Richard Wagner. 73. Band der Opcrnbüchrr. Vollständiges Buch. Hcrausgegcben und eiriaeleitet von Georg Richard Kruse. — Nr. 5639. D i e Meistersinger von Nürnberg. Von Richard Wagner. 74. Band der Opernbücher. Vollständiges Buch Herausgeaeben »nd eirrgeleitet von Georg Richard Knrse. — Nr. 5640. Parsisal. Ein Bühnenweihsest- spiel. Von Richard Wagner. 75. Band der Opernbücher. Hcrarrsl- acgeben und mit einer Einlelttrng versehen von Georg Richard Kruse. Mit WagnerS Bild. — Die Schaubühne, hcrairsgegeberi von Siegfried Jacobsohn, enthalt in der Nummer 4 ihres zehnten Jahrgangs: Der hinge Nietzsche. Von Egon Frieden. Frauen. Vo» Peter Attenberg. Der Bogen des Odhsseus. Von S. I. Meditation über Dorr Giovanni. 3. Don Leopold Ziegler. Zum Tode Lickrttvarks. Bor, Robert Breuer. Wiener Premieren. Bon Alfred Polgar. Deutschem Wort, deutscher Art. Bon JuliuS Bab. Revolution in Klirlgenback. Bo» Wilhelm Schäfer. Autwortrn. Der Fraucn- mut. Von Heinz Stolz. Die Uhr. Von Hans Harbeck. Die irntev- brochene Rheinfahrt. Von Peter Panter. Aus der Praxis. RössZsvrunq. ichüt er »ei lern' tem von all t«r und er ps mut rvelll »eh'n auch 0« doch l« »in klag »» bei ein ein m lich ta dein ich . grrn trüb gor wind gel li 1 ger » dich »eil I« Auslösung NI n chs! r Nummer. Auslösung des Bilderrätsels in voriger Nunrnrer: Langsam gebt will. Redaktion; st. Neurath. — Rotationsdruck >,»d Verlag der Brr'ihllcherr Uiiiverfrläir-Buch. und Sieiudruckerei, R. Lauge, Sieben.