(Bin Frühlingstraum. Noman von Fr. Lehne. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Sie setzten sich an den FruypackStisch. „Bitte, Papa, bediene dich. Versuche den Schinken, ich kann ihn dir empfehlen! Uebrigens habe ich mir für heute Urlaub genommen und stehe zu deiner Verfügung." Er entfaltete feine Serviette, unter der ein Briefchen lag. Als sein Blick auf die Adresse fiel, wurde er glühend rot: Marys Hand", fchrist! Mit zitternder Hand schob er de» Brief in den Ausschlag seines Aermels. Sein Vater beobachtete ihn lächelnd. „Willst du nicht lesend' fragte er, ,ich hätte keine Ruhe!" „Das glaube ich! Doch bin ich nicht in der Stimmung," sagte Wolf kurz. Er konnte das fröhliche Wesen seines Vaters nicht vertragen: es machte ihn nervös. Jedoch der Brief brannte wie Feuer auf feiner Seele: nach Beendigung des Frühstücks stand er aus und ging ins Nebenzimmer: er mußte de» Brief ohne Zeugen lesen. Mar» schrieb: „Mein einzig Geliebter! Ach sei nicht böse, daß ich Dlir so oft abgeschrieben habe; cS lagen jedoch triftige Gründe vor. („Das glaube ich" lachte er bitter.) Ich habe mich nach Dsir gesehnt mit meiner ganzen Seele, Geliebter, und zähle die Stunden, bis ich Dich iviedersehe und in Deinen Augen lesen kann, l ob Du mir noch gut bist! Denn heute abend wirst Du doch sirl)er zur gewohnte» Zeit kommen können? Ich erwarte Dich bestimmt! Du »varst gestern wieder bei UL« : richs? Nein, ich bin nicht eifersüchtig, mein Wolf, ich weiß j ja, daß Du mich liebst! Ich habe schwere Stunden hinter mir, Geliebter, vielleicht finde ich Beruhigung in Deinen ! ÄWncn! Mündlich darüber mehr! Behüt Dich Gott, mein ! Wolf! In heißer Sehnsucht küßt Dich Deine kleine Frau." Bitter auflachend sank Wolf auf einen Stuhl. War das nun Wahrheit oder wieder Lüge? Er sah sie vor sich, wie sie den Brief schrieb H das blonde Köpfchen geneigt und die. S üßen Augen mit innige»» Blick auf das Papier geheftet, te schrieb ja an ibn! Eine heiße Sehnsucht überläm ihn, sie zu küssen und fest au sich zu pressen —» er schloß einc>:» -Augenblick die Augen und atmete tief. Dann sprang er auf. „Mein — das geht nicht so weiter; ich mache ein Ende und gleich!" Sie war schuldig, ohne Zweifel, das stand fest — und sie sollte erfahren, daß er wußte, »vie sehr sie ihn hin« ter-gangen. Ec ging wieder ins Wohnzimmer zurück, ihr das sofort zu schreiben. „Nun, Wols, cs tvar wohl ein Brief Von der Liebsten?" so empfing ihn fein Vater lächelnd. „Ja. Papa, es ist ein Brief von denuMädchen. das niir über aller- teuer ist! Und du gestattest ,uir bitte, daß ich ihn sofort beantworte —" „Aber natürlich, kann mir lebhaft denken, lvie das süße Ding aus Antwort »vartetl Ich könnte dich fast beneiden —" „— sofort beantivortc und ihr mitteile," fuhr Wolf fort, ohne den Einwurf seines Vaters zu beachten, „daß von nun an alles aus sein muß zwischen uns beiden!" Verblüfft sah sein Vater ihn an; cs war aber ei» Ausdruck in Wolfs Gesicht, der den Freiherrn daran hinderte, noch eine weitere Bemerkung zu machen. Er blätterte in der Zeitung, während Wols an Mar» schrieb, daß er sie und den anderen gestern abend gesehen, daß er von ihrem Trcubruch aufs tiefste gekränkt sec und ihr hiermit ihr Wort zurückgäbe. Hastig glitt die Feder über das Papier; ebenso hast'g kuvertiertc er den Brief und übergab ihn dem Burschen zur sofortigen Beförderung. Dan» nahm ec daS Bild LNarys aus seinem Rahme», warf einen langen Blick daraus und verschloß es dann in einem Msten seines Schreibtisches. „Was tust du, mein Sohn?" fragte der Freiherr erstaunt. „Wie ich dir schon sagte, Papa, ich räume mit allen Erinnerungen aus. Du hast wohl vergessen, daß ich heute einem anderen Mädchen mein Wort geben »vill, und daß dieses dann Anspruch, wenn nicht auf Liebe, so doch wenigstens aus Zt - ao und Achtung hat," sagte Wolf ernst und nachdrücklich. Sein Vater beobackftete ihn schweigend: fast neugierig forschte er in des Sohnes bleichem Gesicht. Er war doch so ganz anders als der Vater und Bruder — richtig aus oer Art geschlagen! Er, der Alte, hätte nicht so kurzerhand deswegen mit socch süßem Mädel gebrochen — für die hätte er trotz Braut «der Frau noch immer Zeit gefunden! Aber dies unbegueme übertriebene Pflichtgefühl, oas hatte er von der Mutter, der er auch äußerlich glich — die wav ein schönes, aber kaltes Weib gewesen — aber von unbeugsamer Willenskraft. — Der alle Wolfsburg fühlte sich gar nicht so recht wohl bei dem ernsten Sohn; am liebsten wäre er sofort abgcreist, da jene fatale Angelegenheit so leicht geregelt war. Er mußte aber doch abivarten, was der Sohn beschloß. ..Du entschuldigst mich wohl jetzt. Papa! Ich muß langsam daran denken, Toilette zu macken. Unterhaltung wirst Du dort im Bücherschrank finden!" bemerkte Wolf, einen Blick auf die Uhr »versend. „Bitte. Wvlf, geniere dich nicht." antwortete der Vater. Dauu machte er sich an» Bücherschrank zu schaffen, fand aber nichts nach seinem Gesckncack. „Sonderbarer Mensch, der Junge! Bei Erwin sieht cs doch anders nu§."_ Schließlich begnügte er sich mit einem Baud „Fliegende Blätter". — var er doch imncer so freundlich und nicht so furchtbar ernst wie seit gestern, Wolf las ihm jenen Wunsch vom Gesichte ab, „Damit Sic es wisse», Wilhelm ich hole mir heule eine Braut!" sagte er. Ruhig Toitutc er schon vorher davoic sprechen — denn einen Korb bekam er nicht! , „11 je, Herr Leutnant, das freit mich aber! Doch gewiß «ns hübsche Freilein, das drinne ns'» Schreibtisch steht? Ta gratuliere ich! Die is zu hübsch!" „Tummes Zeug!" cntgegnete Wolf, „Das Fräulein steht nicht ans dem Schreibtisch — es ist überhaupt kein richtiges Fräulein, nur ein Phantasiebild! — So. 's ist gut!" — Pfiffig lack he der Bursche hinter ihm her, „Keen rich kiges Freilcin? Na, wer's gloobt! ?l» wen hat er denn sonst de Villen Briese jeschrieben »nd von wem jekriegt? Dann konnte das Bild doch ooch ruhig steh'n bleiben! Das kennen m'r! Ra, mich soll's ejal sinn! Er wird sich nu jewiß 'ne> «echt reiche nehmen - brauchen können wir's ja — ob die aber so hibsch is, wie die Kl eene da driun?" Er zuckte diel Achseln und psiss zum S:ieselputzc» den Gassenhauer: „Mein Herz, das ist ein Bienenhaus —" „Ach, lieber Wölfsbueg," ries Bankier lltrich Wals entgegen, al-s ihm dieser gemeldet wurde. „Nun, so feierlich?" ft«rgtc er, als Wolf i» förmlicher Haltung vor ihm stehen blieb, „Fa, Herr Ulrich," entgeaenete dieser ernst, „ich nehme Bezug ans unsere gestrige Unterredung und habe die Ehre, Ece um die Hand Ihres Fräulein Tochter zu bitte»! Sic werden sie mir hoffentlich nicht versage». n»d mein Be streben soll eS sein, Fräulein •« Ariele glücklich z» machen." Eine Röte stieg ln des . «,i - r* Gesicht bei diesen eis kalt gesprochenen Worten: am liebsten hätte er dein hochmütigen Offizier gezeigt, daß - aber hatte er sich nicht selbst die Hände gebunden? Deshalb erwiderte er ln gemesse • nein Ton: „Davon bin ich überzeugt; ihr Antrag ist mir eine Ehre; es fragt sich aber, wie meine Tochter darüber denkt: jis hak mir niemals eine Andeutung geniacht," Bei diesen Worten blivte es in Wolfs Auge» an>, dann sagte er rnhig: „Sie Föiimni nur ihr Fr» nt ei» Tmtzter milirg ander, trauen; vielleicht lernt sie midi doch lieben!---Was meine Vermögens»«', hättiiisse anbeirisfl, so sind dieselben vvllstän» dig geregelt. Ich besitze ei» kleines Bermöge» von 10« )00 Mark, — Schulden habe ich nicht — und Verpflichtungen ebenfalls nicht — nach keiner Seite Ist» — cs ist alles erledigt!" „Aber warum sagen Sie mir das alles, lieber Wolfs-, bürg." entgegnetc ihn; der Bankier, „ich kenne Sie ganz genau und weiß, daß niei» sind nirgends besser aufgehoben, sein wird, als bei Ihnen! Nun Ivill ich meiner Tochter von Ihrem Hiersein sagen und —' „Bitte noch einen Augenblick, Herr Ulrich! Mein Vater ist mir ganz überraschend gekommen: er ist aus der Durch, reise nach M ; trotzdem habe ich ihn allein gelassen, dannt er bei günstigem Bescheid Ihres Fräulein Tochter meino Braut gleich kennen lernt!" „Ah, das ist ja charmant, ganz charmant! Wie mich das freut! Ihr Herr Vater ist ivohl selten hier? Wenigstens erinnere ich mich nicht —" „Ganz offen, Herr Ulrich," unterbrach ihn Wolf, „mir waren uns durch äußere Umstände ganz fremd geworden; aber zum Glück sind jetzt die Mißverständnisse beseitigt! —i Jedoch erzähle ich Ihne» das ein andermal: jetzt möchte ich vor allen Dingen die Antwort Ihres Fräulein Tochter hören; Fräulein Gabriele —" er stockte; beinahe hätte er gesagt „Fräulein Gabriele wartet ja schon," Wie ihm alles zu, Ivider ivar; lveire doch nur erst die Kvmödic vorbell Ella trat ei», gefolgt vv» ihrem Vater, Eie trug ein weißes, englisches Tuchtirid, das die üppigen Forme» e»g umschloß und ihre volle Gestalt im günstigste» Lichte zeigte. Sie stellte sich sehr überrascht »ob schüchtern und schmiegte sich an ihren Vater: dieser s,rgte: „Also Gabrietes "Antwort wünschen Sie zu hören? Hier ist sie!" Dabei führte er die Tochter dem Mauve, der »m sic geworben, zu, „Ach, tausend Dank!" Wolf führte ihre Hand an seine Lippen, „Na, Zinder, nun geniert Euch nicht »nd gebt Euch den Berlobungsiuß," meinte Herr Ulrich lächelnd, Gabriela hielt den Kopf gesenkt; jedoch äts Mols sich ihr näherte, schlug sic die Augen auf, und heraus brach ein Strahl so sen«>eiid und slimniernd, wie er ihn noch nie bei einem Weibe cti blickt. Er drückte seine Lippen aus ihren üppigen Mund und ihm ivar, als wolle sie sich an ihm sestsangen, so heiß gab scc ihm den Kuß zurück, Wolf war sehr rot gelvorden; ec mußie an Marg denken. Ihn, war, als halle er einen Treu» druck, an ihr begangen — und doch ginge» sie sich ja nichts mehr an! Aber er hatte ein würgendes Gefühl i» der Kehle und einen Abscheu, jenen begehrliche» roten Mund zu küsse»,, der sich ihm gar jo willig bot. — - „Nun, was denken Eie, lieber Wolssburg ivlr lassen Ihren Vater holen und nehmen dann so ganz entre »vus ein kleines Frühstück ei», — Sie haben doch Zeit?" meinte: da der Bankier, „Aber natürlich! für den ganzen Tag habe ich mir Urlaub genommen!" „d, das ist lieb von Ihnen," ries Ella, ihn zärtlich aiisehend. „Aber Gabriele, hast dn als meine Braut kein andc» Wort für mich?" „ES ist mir so überraschend - ich muß mich erst dareil, finden," sagte sie leise, Wols erlvidertc nichts darauf. Er kannte ja das Mädchen ganz genau; er wußte, dal: diesa Verschämtheit nur Koketterie, wohlbcrecbnete Koketten« wa» — er dnrckgchaule sie ,»r zu genau! Uno doch mnßlc er den zärtlichen Brüutignin spielen, so wenig ihm auch danach« zu Mute war, iForlsevung Irlgt) Sin wn'lker. Stizze von Elotilde Bretiavcr lBerlin). Mit gemlieten Händen lehnte die verbuzelle kleine Gestalt cm dem iveiße» Kachelofen und ltarrte vor si«ch bi», Tic ai:d«'rn> Ware» schwa längst vom Begrädaio zarnk, und sie Hand noch immer an der gleiche» «stelle. Als oi sie, in den Boden hinein- wachsen wollte: immer Keiner und kleiner wurde sie, »ad veo- huzelter. Was sollte sic auch üt««r der Erbe, dr. tziesi, »hur den Io» bauues? Oit genug Hane sie darum gebetet, bah der Hengoli ihnen die einzige Gnade erweise und sic mileiinmd m sich nehme in sein Hmnnelreich. Tie Marie, die an den Lotterie Ein».hmer verheiratet war» trat an> die Mutter zu mb sagte sie mitleidig deitp Arm: „stonun. 51 SDiiitki, fct) bid). Kannst doch itMjt eivig dastehc». Misst eh schon, ganz imid sein." 'Jic Alke schüttelte mir wie in leiser Verwunderung den grauen Kops: War sic denn nichr totV llnj> hatte der liebe Gott sie vergessen? Ader sie liest sich doch, ivlgkam wie ein Kind, von der Tochter OnS Fenster sühren, 511 dem Grostvaterstuhl, in dem sonst der Johannes innncr seine Zeitung gelesen und nach Tisch sein Schlag chen gehalten hakte, lind wie kurz vorher über den Sargdeckel, so strich sie jetzt mit den alten, zitterigen -Finger» liebevoll über die gestickte Schlunnnerrolle. t Tee Schwiegersohn bastelte verlege» an seiner neuen schwarzen bkrowatte herum, räusperte sich ein paarmal und sagte dann endlich, „Aber Inas wahr iS. iS wahr — eine schöne Leich' ist'S gewesen, mit die vielen Postillions in Gala. Wann'ö der selige Vater hätt schauen können, der hält a Freud gehabt." „Na und ob der a Freud gehabt hätt!" stiimnte die Mari eifrig bei. „Gespielt Habens — grad zinn Weineit so schön." Ta blickte die Alte mit grasten Augen um sich, als wäre sie aus einem Traum erwacht. Sic sah die vecschwotleiieir, loten Augenlider der Tochter und nickte ihr zu: „Wein du nur. mein Kind, du hast gut weinen. .Hast deinen Mann und die Kinder. Morgen oder nbermiorgcn .wirst, schon wieder an tvas anderes denke» müssen . . . aber ich — ich müsst mir ja die Augen aus dem Kops herausschreien, wann ich erst einmal ansangen teil." Und wieder starrte sic mit denr gleichen leeren Blick hinüber zur Türe, Ivo an einem glänzenden Messingnagel dev abgetragene Mantel von dem Seligen hing und darüber die alte Dienstmütze. Du liebe-, Gott, natürlich hatten auch nicht.immer die Engerln gesungen brr de» Wasriegels. Krach hatte es gegeben wie in jeder r:chfschasse»e» Ehe und uro.nchmal noch ein bißchen darüber, denn bei Johannes war von jeher einer gewesen, bei dem das tzäserl leicht iLerkochte. Deshalb toustle die Resi doch, „Macht nichts, «nacht alles nichts. Hunde, die bellen, beißen nicht." ilud ic wütender der Alle zum Schlnb in den tvcisten Bart gebrummt hatte: „Schon recht schon recht!" — desto vergnügter kicherte die Rest Vor sich bin Denn, wenn sie ihn erst so iveit hatte, den Mann, dann wir er bald ganz nm den kleine», Finger zu wickeln. Nur einmal hatte der Johannes nicht nachgcgcbmi. - Eiir- »not ulcht. lind das war auch der Grund, warum die Resi letzt noch anderes aus der Welt zu schissen hatte, als sich die Auge» aus den« Kopi zu weinen. Ta war ja iwch ihr Bub, der Rudi! Und das erste was sie dachte, als sie aus ihrer Erstarrung hinaus überhaupt elivas Deuten konnte, das war, „Jcsirs, Maria und Joses! — jetzt tarnt er ja guck) dem Rudi nickt mehr verzeihen !" Ja, der Rudi — - — I Akkurat süiij Jahre lvaren's jetzt. Füus Jahre . . . ,Jn der Wohnung bei den alte» WaSricgcls wird die (Türe auigcrisscn und der Schwiegersohn stürzt herein. Nicht einmal zum Anklopfen hat er sich die ,U'it genontmen. Und,auSgesck>aiit hat er, wie das Zifiseri von einem Leintuch, so weist. Na, nnd da»» platzt er mit der ganzcii Bescherung los, Auf und davon ist der Bub Rach Amerika, lind in der Kasse dein» Lotteei,Einnehmer jelilen ei» paar Hunderter. Jessas, die Schand! 'Ter Johannes wird puterrot im Gesicht, schnappt ei» paarmal nach Lustnnd sckstagt daiiu in seiner ganzen Länge aus den Bode» bin, wie ein Stück Holz. Und kauin daß er wieder recht sprechen iloiinte, halle c, geschworen, der Rudi dürfe ihm nie wieder inq Haus Zeitlebens nicht. „lind hörst. Mutter," lzatte er gesagt, „wenn du ihn sc wieder «nsckanst, den Lnmipen — ich drehet mich iw Grab herum." „Hin Gottes willen, Vater, vcrsiurdigc dich nicht, Vater" — hiitte die Reist gestammelt. Als wen» ihr einer mit einer glühenden Zange das Herz aus bei Brust hatte reisten wollen, ivar es ihr geioesen. Aber was da der Alte geplauscht hatte in seinem Jörn, das gab- es ia gar nicht. Sich lossaqen vom'eigenen Fleisch nnd Blut - - nein, nein, lieber gleich zu die Grube hinein. Eine schlechte Adulter müsste die Resi sein, iveiin sic das nickst fertig brächte bei dem Alte». Aber Brief aus Brief hatte der Rudi geschrieben, einen schöner als den andern, so voll Reue And Liebe. — für den Vater war's Luit. Run wie Luit. Und wenn die Mutter es eimnal wagen wollte, ein gutes Wort iür den Buben einznlogen, war der Alte i» einen solchen Zorn gerate», daß sie wahrhaslig fürchte» mutzte, es treiie ihn wiederum der Schlag. So hatte sic gewartet und gewartet, jahraus und- jahrein gewartet, trotzdem sic manchmal geglaubt hatte, länger Ifalta sie es «iiisacki nicht aus, geschehe, was da wolle. Und >etzl war er tot, der Johannes, »nb> konnte dem Buben »iwmerinehr verzeihen. Aber das Aller-Atlcriirgsic ivar doch, dast er das gesagt hatte — das mit dem Jin itzrabHerunidrehen. — Wenn sie daran dachte! Gott, 0 sist'tt, wenn sie daran dachle! - f ,c dachte daran, die Resi. Dachte daran bei Tag und bu Nacht, seit der Stunde, da sic ihr den Johannes auf den Fried- hvs hinaus getragen hatten. Erst heute hatte her Rudi wieder geschrieben, dast es ihm gut gehe, und dast er halt nur den cineu Wunsch habe, sein Mntterl zu uinarn-.cn. Auswendig wußte sie die Worte: „Mutter, Mutter sei doch nicht so grausam! Selbst wenn einer einen Mord begangen, hat und dasiir gehenkt werden soll, kommt, noch fein Mntterl zu ihm nnd segnet ihn und betet für ihn. Und ich bi» doch nur ein dummer, leichtsinniger Bub gewesen. Sind die langen Jahre noch nicht genug Slrase für mich? Und dast der Vater hat ins Grab niüssen, ohne daß er mir verziehen har?" Recht hatte der Bub, tausendmal recht! — -Aber dem Johau ncs seine ewige Ruh---? Konnte sie, die Resi ein so grundschlechtes Weib sein mch de» eigenen Mann darum bringe»? Ain Sonntag, in der Kirche, hatte der Herr Pfarrer geprc- degt, dast der Resi das Wasser irur so aus den Augen gelausen war. Und als obs eigens für sie gewesen wäre: „Ein Reuiger ist dem Herrn lieber, denn zehn Gerechte." Gott im Himmel, was wußte denn der Hochwürdige von dem, was sie litt! Hatte er vielleicht, wie sie, ein Kind unter dem Herzen getragen und es grostgezogen und lieber gehabt als all die andern, um cs dann zu verlieren und noch tausendmal lieber zu haben? Nein, keiner aus der ganze» Welt konnte ihr helfen. Nicht einmal der Kaiser. Der einzige, der ihr hätte helfen können, der lag stumm mch starr niiter der Erde. Die Resi überlegte mch sinnierte, bis ihr ganz wirr im Kopse wurde. Es blieb immer dasselbe. Wie beim Karussell wars, inimer im Kreis herum: Der Mann — der Bub — d.r Mann — der Bub — — Nein, »ein, das hätte der Johannes nicht sogen dürfen! Einem Tolcn soll man die Wahrheit nacksteden: Nie hätte sic sich einen braver» Mann tviinschen können. Er hatte nicht getrunken und nicht gespielt und war den Weibern nicht nachgestiegen. Auch wie er jung war »i-Vt und damals hätte er mehr als ein« habe» können. An jedem Fstiger hätte er eine haben können.. Nur das hätle er nutzt sagen dürscn. TaS nickst. Wie hatte er ihr überhaupt so etwas antun können? Sünde wars und Schande. Und sie wolllc cs ihm schon sagen, dem Johannes, tüchtig, ganz tüchtig, ohne sich ein Blatt vor dem Mund z» nehmen. Aber wie sie dort stand, vor dem schwarzen Kreuz niit der goldenen Jnschrist, und alles darunter so still blieb und so stumm, da tvaes sie sich voll Berzweislnng über den Grabhügel hin nnd schluchzte zum Steinerweichen: „So red doch — so red doch nur ein einziges Wörter!!" Der tüte Mund konnte nicht widerrnsen. Der Toteilgräber, der gerade in der Nähe ein irisches Grab schaufelte, sagte gutmütig: „Mntterl, da hilsl alles nix! Den Weg zurück hat noch keiner gesunden. Gehn S' hübsch nach Haus und beten & fleißig, dast die arme Seel a Ruh kriegt." „Ja, ja, dast die arme Seel a Ruh kriegt!" — wiederholte leise die Alte. Es war ein langer Weg zurück durch die endlose Vorstadt. Viel, viel länger erschien er der Resi als vorhin, da sie auszog, sich ihre» Buben zu erkämpscn. Und überall vor den Haustüren spielten die Kinder, aber die konnte sie jetzt schon gar nicht sehen. Besonders die Blonden, die Krausköpscten nicht, die jo ansschautcn, irrte früher der Rudi. Daheim in der Küche wartete die Marie auf die Mutter. „Bist drausten gewesen, beim Vater?" fragte sie. Die Alte nickte stumm. „Weißt", sagte die Marie, „ich inein allcioeil, wenn er's noch widerrufen könnt', wegen dem Rudi, er täcks gewiß." Die Resi stdrrtc der Tochter ins Gesicht, gierig, als ob sie ihr jedes Wort von den Lippen reisten wollte. Beim Schlafengehen steckte sie sich den Brief voin Rudi unter ihr Kopitissen. So halte sie wenigstens ein Stücker! waS Lebendiges bei sich. Das Zimmer war so groß und einsam, scildem der Johannes nicht mehr in dem zweiten Belt, unter dem gestreiften Deckbett, schnarchte. Gott, 0 Gott, jetzt wartete der arme Bub noch immer dort drüben in dem weiten, weiten Amerika, bis sein Mntterl ihm schrieb: „Na so komoi! In Gottes Namen, komm — —" Unb das konnte sie nicht tun. Alles, alles hätle sie für den Buben tun können, nur das nicht — wenn nicht der Herrgott im .Hinunel ein Wunder geschehen ließ. Tie Alte faltete die Hände und betete. Betete um das Wunder. Als ihr bann endlich die inüde gemcinicn ?lugc:r beinahe ,u- sielcitt tasteie sie mit ihrer zitterigen Hand ins andere Bett hinüber, wie sie das so seit vierzig Jahren gcwohist war. und murmelte schon halb im Schlaf: „Gute Nacht, Johannes..." Doch da hörte sie wiederum den Rudi flehen: „Kannst du cs wirklich übers Herz bringen. Mutter?" lind sie sah den Buben, wie er sich als kleiner Knirps hinter ihrer Schürze versteckr hielt und wie er bettelte: „Mntterl, sag's du dem Vater und bitt für mich — —" „Vater, Vater, hörst den» nicht, Vater?" — stöhnte die Resi. Und wieder tastete die eine zitterige Hand ins andere Belt hinüber, während die zweite den Brief vom Rudi fest umklammert hielt. S2 Nein, sie lieb sie nicht mcvr los, den Johannes nicht und den Buben necht. Sie suhlte plötzlich eine Krait in sich, daß ihr vor nichts mehr bangte. Und wenn sic hätte müssen ans ihre» alten Knien hinrutschen und mit den Nägeln die Erde ausgrabcn, in der ihr Seliger schlics, in die rauben Ohren wollte sic ihm schreien: „Pater, Vater! Hörst denn nicht, Vater!" Und aus einmal war cs der Resi. als hörte sie neben sich, unter dem gcstreijtcn Federbett hervor, den Alten in den weißen Bart brummen: „Schon recht! Schon recht--" Ta preßte sic den Bries vom Rudi an ihr Herz und stammelte unter Lachen und Weinen: „Siehst'du, Valerl, siehst du, — jetzt Hab ich euch wieder bet-- einander — dich und den Rudi....."-- von nro ganattichen Zürftenehen. Prinz Aage von Dänemark ist, wie gemeldet wird, dem Zuge seines Herzens gejolgt und hat sich mit der Gräfin Mathilde Calvi vermählt. Seine jetzige Frau war zurzeit, da Graf Giorgio Calvi dt Bergolo italienischer Gesandter am Kvpcnhagener Hose ivar, in der Gesellschaft von Kopenhagen als „Komtesse Meta", wie sic in ihrer Familie genannt wurde, sehr besannt und beliebt. Komteß Meta ivar eine eitrige Freundin dcS Sports, und wahrscheinlich ist der Tennisplatz das Feld g wesen, an, dem die Liebe zwilchen ihr und dem Vetter des gegenwärtigen Königs von Dänemark erblüht ist. Als die Gräsin Calvi nach Kopenhagen kam. bediente sie sieb mit Vorliebe der deut.chcn Sprache, die sie gut beherrschte, da ihr Vater zuvor Legationssekretär in Berlin tzcwcscu war. Später bat sic aber in Kopenhagen auch das Dänische sich vollkommen zu eigen gemacht, und es war bekannt, daß sie sich in der dänischen danptiCot sehr wohl suhlte. Ihr Gemahl, Prinz Aage, der Sobn des Prinzen Waldemar, ist letzt Jahr alt, ein schlanker, eleganter Offizier, der in Kopenhagen «große Beliebtheit genießt. Er bat jene schlichte Bürgerlichkeit und Natürlichkeit, die schon seit langem sür das ganze dänische Königshaus charakteristisch ifi. Prinz Aage ist im Stabe seines Großonkels, des Königs Konstantin von Griechenland gewe'en. hat den griechisch bulgarischen Krieg mi«->emacht und tob t auch Gelegenheit gesunden, an verschied-nen größeren Gechtei tr lz-mehmen Dir morganatischen Ehen sind üdri.cns im dänischen Königshanse nicht gar selten. Schon König Christian IV., den das beliebte und be- rühsnte dänische Volkslied „König Christian fand am hohe» Mast" verherrlicht, bat sich nach dem Tode seiner ersten Gemahlin mit der Tochter eines dänischen Edelmannes. Christine Munk, oer-- heiratet, und sehr bekannt ist ja die morganati ch: Ehe, die Friedrich VII., der letzte d«r alten dänischen Königslinie, mit seines Gräsin Danner eingegangcn ist. Eine Munk spielt übrigens noch einmal in den Annalen morganatischer Ehesch ießung in skandinavischen Fürstenhäusern eine Rolle. Mit Fräulein Ebba Munk, dem Abkömmling einer guten alten schwedischen Familie, bat sich Prinz Oskar, der Bruder des gegenwärtigen Königs von Schloeden, verehelicht, indem er zugleich den Titel eines Prinzen Bernadottc annahm. Morganatische Ehen, d. ü. also nach dem hohen F-Ürstci,rechte nicht voll ebenbürtige Ehe» sind ja wohl als Ausnahmen zu bezeichnen, immerhin ist ihre Zahl so groß, daß es heute nicht ein einziges regierendes ldaus gibt, dessen Genealogie nicht aus mor» zianaiische Eheschließung zurückznsühren wäre. Stammt doch das russische Zarenhans in le"tcr 8i«r von •■r lettischen Baucrnmagd ab Dies ist jene .Kat arina Skawronskij, di" Peter der Große im Jahre 1703 im Hanse des Fürsten . tichikost als Gefangene sah und, von ihrer Schönheit gescssrlt, mit sich führte. Sie ward zuerst durch gcbeiine Trauung, dann aber nach ihrem bcldcnhasten Betragen im Tjirkenkrie-e des Jahres 1711 össem- lich die Gemahlin des Zaren und Kaiserin von Rußland Nach seincin Tode bat sic bekanntlich als die Selbsthcrrich-rin aller Reußen den Thron bestiegen. Trotz dic'es höchst morganatischen Ursprunges ist aber gerade die russisch« Kaiscrsamilie gegen alle uiorgnitatische» Ebcschließunoen äußerst 'reng Es sei da nur ans den Liebesroman des Großfürsten MiEa-l Michaelowitich hin- gewiesen. Er verliebte sich in eine rir'sische Gräfin: als er sich aber dem Zaren eröiinete. verweigerte ihm die'er schroff seine Zustimmung „nd schickte ihn in die Verbannung an die Riviera. Das hieß ihn aber wirklich von der Scvlka in, di: Charnbdis iveric». denn dort lernte der Gtroßbstrst die Gräsin Sovhie von» Merenberg kennen, die eine neue Liebcsslamme in seinem Herzen entzündete. Diesmal schlug er aber einen anderen Weg ein. indem er sich mit der Gräfin heimlich trauen li ß Der Zar war außer sich, und as dauerte Jahre, che er dem Großfürsten verzieh: auch wurde seine Frau. d>ie den Tital einer Guäsin Torbtz erhielt, ossiziell nie bei Hose empfangen. Allerlei Romanzen von morganatischen Eh schlicßunge» w>ntz die Geschichte von den spanischen Bourbonen zu erzähle». Tie Jnsantin Joscvhine von Spanien, eine Großtante des Königs Alsous. verliebte sich in_ einen Dichter und Zeitungsschreiber. Sie wohnte mit ihrer Schwägerin, der Königin Jsabella im königlichen Patastc zu Madrid, aber eines Abends verließ sie ihn in aller Heimlichkeit unter dem Schutze des Dunkels und sloh mit ihrem Geliebten nach Vallodolid, wo sie die Ehe cliiging. Hieraus nahm das jnngc Paar seinen Weg nach Paris. Alle Versuche der Königin Jsabella, die Ehe rückgängig zu machen, scheiterten, und so wurde das Paar schließlich wieder in Gnaden in Madrid auf- gcnomme», natürlich, ohne die Hosfähigk it wiederzugewiniieiz. Eine andere Großtante des Königs Alsons, Prinzeß Jsabella, ließ sich von dem polnischen Grasen Gnrowski entführen, indenr sie ans ibrem Hanse in England mittels einer Strickleiter entwich und zu dem im Wagen ihrer harrenden Grasen stieß Dieses Paar cntsloh nach England, doch tvard die Ehe unglücklich. Ucbrigens ist auch die Ehe des Königs Alsons selbst vom Standpunkte der Ebenbürtigkeit nicht ganz zwciselsohne. Königin Ena nämlich ist die Enkelin eintr Ehe ztur linken Hand, der Ehe des 1888 gestorbenen Prinzen Alexander von Hessen mit der Tochter des firafen Moritz von Hanke. die später den Titel einer Gräsin von Battenberg erhielt und l8.'>8 gefürstet wurde. Ihr Sohn heiratete dann eine Schwester des Königs Eduard, die Prinzessin Beatrix, Noch heute gelten die Battenbergcr nach deutschem Fürstenrcchte nicht als ebenbürtig, und König Eduard hat mit Rücksicht hierauf seine Nichte bei ihrer Verheiratung mit dem Könige von Spanien eigens in den Rang einer königlichen Prinzessin von Großbritannien und Irland erhoben. Die englische KönigS- s a m i l i c selbst geht wieder aus eine morganatische Eheschließung zurück, denn König G-orq II war der Sohn des Hemogs Georg Wilhelm von Broun chwng und einer Franzö'in namens Eleonora d'Esmier, deren Mutter den Namen Pouiiart führte. Bei den engen verwandtsckastlichen Beziehungen, in die das englische Hans der Welsen zu den meisten europäischen Fnr^ensnmilien getreten ist. sind Nachkommen dieser Dame Eleonora ans eine große Zahl europäischer Königsthrone gekommen. Ucbrigens sind ja nicht standesgemäße Ellen im rngliscklen Königsbanke bis in die jüngste Zeit hineiit geschlossen worden: so bat Prinzeß Luise, Tochter der Königin Viktoria den Herzog von Argvll. und die älteste Tochter des Königs Eduard den Herzog von Fiie geheiratet. Die gegeir- loärtigc Köni-in von England, bekanntlich eine Prinzessin Teck, ist selbst die Tochter des Sohnes eines württembergischcn Prinzen aus morganatischer Ehe. Ganz besonders reich an morganatischen Ehen ist bekanntlich die Geschichte des hnbsbnrgischen Hauses — schon seit >>er berühmten romantischen Ebe des Erzherzogs Ferdinand mit P'k- livmne WeEer. Gerast« unter den xnorganatischen Fürsten-lien trifft man viele glückliche. So lmt der Herzog Georg von Meiningen es nie zu ber-nen gehabt, daß er Fräulein Ellen Franz, Mitglied keines Hosihrat-rs. die Hand znm ewigen Bunde n-rricht bat und «ts stgsst'che morganatische Este ist die des Alten Dcssauers mit der Avotbekerstochtgr Anna Lnike Föhke. der ..Annaliese" wobl» bekannt und auch literarisch mehr als einmal behandelt worden. — „Aber, aber. He"- Kavellm-ister . Der MnFk'r!'sk-r eines graben Londoner Btgltes crrästK kein-n L-ke-n eine l',v'ge kleine Anekd-l-, die istm ein in en-onäisch-a Konze-tkäsen beute sehr be-ab-nter G-tger die'er Dgge erzählte imd die noch a->s iener 'n-K Fastre rn-ück^'e--nst-n Zei» stammt. dg der h"-'tire V'rtnoso Mitglied eines h-tangeen Orche^r-4 war Es tra' sich das im Ln K st er e-oes-nä^igen K-nzechc als Gast ein b-konnter Kopll- n-er"ee s -p-H r'e, der z > st'-s-m Kon-er'e g-w-nncn wir di- Nr- o -stübroin^ ,oi"ee tt'”r Sk Kgnje z-, k-iten B-i ein-r der selten za 1 ns- ^rr Dr-io-nt s'str ge-nzl oh nicht einer st-r Hot,, bl'-'er eine be'chnmst- Pa"oge f-Trr sgtsch gedroht hot'c Tie Stelle n-'-st nn-derbott: i,nst nnest-r stonst der Kov-K-neister ab. do der 5 st-s»r-t^e,^ w-'-den sgtsch bläst. B-i-n d-'"en Abklopfen loendet sich der lch"tdino zgezter venlegkii >lnd st-ogcho-ast Dirigenten lind sgat entschuld'o,nd: „Asten, «tier, H-rr Koveslmei'-er, es tn» mir s" k-id, i-b m»ist es asten jch stoste d!-ke Stesse niemals richtio svielen sännen sei'st""' ich li- -—n eeven d"gl in der RaA-tnr des ..Tristan" sah" Das Sönoers Höstichtes' v»rstielct es die An'n>aet des gen'en "I »itie--n. ast°r er klopste an d>»t-r Stelle nie mehr ah »nt> ließ die Holzbläser blaken wie sie wollten, , . , v'kdeer'lkel (Auslösung in der nächsteir Nummer.) Auslösung k»S ir »>j oorigcr Nummer; Eier. Bier. Redaktion: st. Neurath. — stiototionsdnick und Vertag der Vrüt'l'ichen llmverstläts-Buch- und Steuidruckeret, R. Lauge, Gieße«.