Ein Frühlingstraum. Roman von 'Fr. L«hne. (Nachdruck verboten,') ^Sortktmnv^ „Der Schein ist allerdings ysgeu-sist,'"«iltvegiiete Berger zögernd, „aber glauben kann ichdas noch llangc nicht von Fräulein Mary, da-u ift sie -zu läckb mich gilt-" La, io Lirv und gut,'" widderholte Wolf wehmütig. . „Ach, Berger, wenn 'Dir 'wüßten, »vaS sie mir— ‘&ri- "mal, Eltern, Glück — imb das nun alles, rüsts w-rbei!" ' „Warten Sie ab, Herrr Laistnmst, reden Sic -mit ihr!" „Rein!" rief Won erregr „Niemals soll mau jemand ungehört verurteilen," sagte Borger warnend, „mm -weiß, was sie zu dieser Nnwahrheil getrieben hat ! .ES ist -jo noch mickst -einmal erwiesen, ob sie mit -ieneni Frenrden zusamnren gewesen ist-" Wohlwe.is.kich verschwieg er, daß -er dies gesehen, ann Woks sinn- 1 (Wirten znreden sn können .Sie können doch nicht so ckuryweg ein Glück zerstören wollen, Herr Leutnant, an dem der siebe Gort selbst istimr Helle Zrmtde gehabt hat !" „Das sagen Säe. Berger'! — Aber her heutige «ldend hat jedes Band zwisckchn ihr nNid mcr zerrissen! Ich tanu 1 sie nicht Wiedersehen- Was sie mir angetan hat. mag Gott ihr verzeihen!--- Und seht nruß ich gehen! Wir rverden und schwerlich Wiedersehen, Berger. Haben Sie Dank für alles und grüßen Sie Ihre Iran von mir. — Girte Nackn!" , Er streckte den, -alten Mann die Hand -entgegen, die dieser ergriffen drückte. „Rehmen Sie et- -nicht so schwer, Herr 'Leutnant, prüfen Sie erst — lassen Sie das -nicht Ihr l-ehtes Wort seich," * redete er zu Woks schüttelre nur mit dem -stopfe und ging dann. Wehmütig sah -ihm der Mir nach. „Armer junger Mann!" murmelte er, „wenn er recht hat, ist das Mädchen nicht wert, haß dir Sonne üc b. scheint'!"--- Wolf ging mach hm Balm, die Brust von bittersten Gefühlen durchwühkt. Er ztvang sich, nicht daran zu deirken, ’ was der heutige Dag ihm Schweres gsbracht — er mußte klaren Kopf haben, um dem Liommende.n geivachseu zu sei». Lange brauchte er nicht zia Wanten.; bald nachdem er deit Bahnhof betreten, lies auch schon her Zug «in. Suchend blickte er sich mit,; da sah er -einem Wagen 2. st lasse eine hohe, vornehme Märmevpvstalt entsteigen, in der er seinen Vater erkannte. Er eilte aus hiejen zu, und wie er in das vergrämte Gesicht mir tit-n unstet blickenden i'lugen sah, übermannite ihn eine tietse Rührung — er suhlte nichts, als- -rermzsnloses Mitleid. rmd keines Wortes säbig. schloß «• den a>«ter in iw Arme. „Mein Solm. o mein Sohn,"' murmelte dieser .jutfc ließ einen Angeitbsick das Haupt au hsffeu Schulter rulwn Sic -gingen ischweigend hem Ausgarrg zu; Wolf nahm einen ; Wagen, wirb sie sichren mach ferner Wohnung ,M- ist dir doch recht, Papa, hrr tvohnst bei mir, und wir essen auch bei rnir zn abend?" fragte Wolf- „Mir ist alles reckst, .mein Sohn! Bcstinmrc du'!" lautete die etwas gedrückte Antwort. Der Bursche hatte nach Anweisung den Tisch geheckt, und Wolf fand alles in bester Ordnung. Er hals feinem Vater, es sich kwguenr machen, und als sie sich am Tisch gegenübevsaßen, -bat -er cherxticha „So, Papa, nun iß —i stärke dich nach her Reise; hn bist hoch ziemlich laugte unterwegs!" Ter Angevedete bedeckte die Augen inii bar Hmw. „Ich kamr nichts essen,"' sagte -er mit -leiser Stimme. „-O ja, du mußt etwas ge,ließe, r,"' -eistgegnete Wolf bestimmt und -legte ihm dann -die besten Stücke ans deck Teller. 'Da ergvsif sein Water seine Hand und küßte sie; Wolf zog sie zurück, indem er -erstarrt fragte : „Mas tust .du, Papa? Nicht doch!" Er selbst zwang sich zum Essen, trotzdem er nickst den geringsten Appetit verspisite Wer feinem Auge stand M-arps Bild in seinem ganzen bestrickenden Liebreiz — tonnten denn diese Augen, diese Lippen so schamlos lügen? llüd -ein tiefer Seufzest entrang sich seiner Brust. ErsÄueckl sah sein Water -auf; „Was ist dir, mein Sohn ?" „Nichts, Pqpal Ich bin nur etwas abgespannt, da in den letzten Tagen, besonders heule, ftrammer Dienst war! — Ach, du bist schon fertig? Wirklich? — Dann total Wilhelm hier Ordnung schäffonl >Iü> verfüge nämlich Wer.weiter keinen Wohuraum." Er klingelte dem Burschen, den stink und geivandt Wolfs Befehlen gehorchte. Währenddessen ging der' Gast urrruhrg im Zimmer aus und ab — es lag das noch Unbesprochene zwischen ihm und «dem Sohn, -das ihn so drückte, und doch fand er die rechten Ansangsworde nicht. Da blieb sein Blick auf Marys Bild hasten, das ans dein Schreibtisch ftaird Er nahm cs zur Hand. „Wer ist das, Wolf," rief er -entrückt aus, .„welch süßes -Gesicht! Fürwahr,, du hast einen guten Geschmack — er vollendete nicht, da er sah, wie eine dunkle Röte des Sohnes Gesicht stirble, wie dieser sich hastig nbwandte und nichts sagte. Belmsiani feiste er das Bild wieder an feinen Platz. Wieder trat eine drückende Paust ein, bis Woti sagte: „Mock, lest d» rauchen, Papa? Dort auf dem Tischchen findest -du das Np.tige, hn rauchtest doch früher so gern?" Da faßte sich der Freiherr endlich ein Herz, trat ans Watt zu, erfaßte dessen Hand und sagte inst zitternder Stimme, „Mein Sohn, ick, halbe dir viel stbzubitten! Ich iveiß bäum, wie ich den Anfang machen soll, dir zu gestehen, daß. daß — eine Verfettung unglückseliger llmstände — ich muß ohne Verstand gewesen sein! Meine Fr-an — ach. Woks — "" „Laß das., Papa, ich iveiß schon —" „Du weißt, woher? Hat Erwin — ?" 46 „Nein — Erwin deutete mir au, daß dich etwaid Schweres zu mir führt! Ich konnte mir nicht erklären, was — bis mir heule nachmittag in einem hiesige» Bankhaute ein Wechsel mit meiner Unterschrift überreicht wurde, fällig ain 30, b. 3K. — also morgen!" Der andere wandte sich ab; er konnte dem Sohn nicht ins Auge schauen, der aber fuhr fort: „Ich erkannte jene Unterschrift nach der ersten Bestürzung als von mir herrührend an, da mir ähnle — genug —" „— Und die fällige Summe —-?" fragte der Freiherr mit fast erloschener Stimme, „Habe ich nicht!" sagte Wolf, Sein Vater sah erschreckt auf, „Nicht? Aber was wird nun? O — ist kein Ausweg?" kam es tonlos von dessen Lippen, „Beruhige dich, Papa! Die Sache ist trotzdem geregelt! Mit Geld, auch wenn ich es gehabt hätte, wäre es doch nicht gegangen. Der Bankier ahnt, weiß alles — er kennt mich und mein solides Leben auch zu genau — na, kurzum, wir einigten uns dahin, daß ich morgen Schwiegersohn des Herrn Ulrich werde — so heißt der Bankier — und jenes Papier verschwindet!" „Ach," wie im Aufatmen aus tiefster Not klang es von den Lippen des Freiherr», „und deine Braut wird jenes Mädchen dort?" dabei deutete er nach Marys Bild. „Nein," kam es rauh von Wolss Lippen, „Nicht?" fragte sein Vater erstaunt, „Wer ist denn jenes schöne Weib?" „Nur eine kleine Putzmacherin, Frage inich nicht, Papa!" kam es gequält aus seinem Mund, Wie war ihm elend zu Mute! „Ach, ich verstehe, kleine Liaison — begreife dich vollkommen, mein Sohn solche vollkommene Schönheit findet man selten —" „Nein, mehr als Liaison —" sagte Wolf hart, „Wieso, Wolf? Du ivirst doch nicht daran gedacht haben, einer Putzmacherin unseren Namen zu geben?" fragte sein Vater befremdet, „als Verhältnis verstehe ich —“ „Warum nicht, wenn ich jenes Mädchen liebe?" gab Wolf kalt zurück, „sie hätte unsere», Namen keine Unehre gemacht, so schön und klug, wie sic ist!" Der alle Herr wandte sich beschämt ab, „O Wols, es ist hart, das zu hören! — Und nun, niein Sohn, lasse dir danken für deinen Edelmut! Fürwahr, ich habe es nicht um dich verdient, daß du feurige Kohlen auf mein Haupt sammelst! Doch wenn ich dir sage, was mich zu jenem Schritt getrieben hat, wirst du mich vielleicht doch begreifen und entschuldige»! Der Verzweiflung nahe —" „Papa, wir wollen nicht mehr darüber reden; ich ivill nichts wissen — lasse die Sache ruhen, zu ändern ist nichts mehr daran," wehrte Wols ab, „ich schlage vor, schlafen zu gehen; morgen ist für mich ei» anstrengender Tag! — Du schläfst in meinem Bett; hoffentlich findest du Nuhc darin — ich habe mich nicht verwöhnt, schlafe nur aus Roßhaar unter ganz leichter Decke; Federn sind in meinem Feldbett verpönt sonst! Aber meine Wirtin hat mir für dich Federbetten geliehen; ich weiß ja, daß du gerade in dieser Beziehung Ansprüche erhebst — also angenehme Ruhe —" „— wo willst du schlafen?" „— Hab' keine Sorge — auf dem Divan." Mols machte Licht im Schlafzimmer und »ahm schnell ein Bild von dem Nachttisch vor seinem Bette weg, was sein Vater wohl bemerkte, „So, Papa, nun schlafe gn Gute Nacht!" „Gute Nacht, mein Sohn!" Der alte Wolfsburg schloß ihn in seine Arme, und ei» gewaltsam unterdrücktes Schluchzen erschütterte seinen Körper, „Tu Guter, Edler — wie habe ich dich verkannt - kannst du mir verzeihen? Was habe ich gelitten," murmelte er mit erstickter Stimme, „Laß gut sein, Papa — wir wollen nicht mehr davon sprechen," entgegnete Wolf. „Noch eine Jrage, mein Junge - hast du das Mädchen sehr gern, dessen Bild ich bei dir sah? Sic muß sehr süß sein!" „Mehr — als mein Leben" wollte er sage»; aber er bezwang sich, und mit einem schwachen Versuch zum Lächeln meinte er: „Muß man sie nicht lieb haben? Im großen und ganzen sind mir aber die Frauen sehr gleichgültig ich habe keine Lust am Weibe — so sagt ja ivohl Hamlet! Schlafe aber endlich, Papa! Gute Nacht!" Wols machte sich sein Lager aus dein Divan zurecht; er versuchte alle Gedanken zu bannen und sofort zu scblafen; aber es ging nicht, Zuviel war heute aus ihn eingestürmt; zum erstenmal fühlte er, daß er Nerven hatte. Der Nachmittag bei Ulrich, der Abend ans dem Friedhof und die große Enttäuschung, zuletzt die Unterredung mit dem Vater! Er hatte es ihm so leicht ivie möglich gemacht; er war ihiul zuvorgekommen und hatte ihm die beschämende Beichte erspart, iveil er ihn, so über die Maßen leid tat — aber eine gewisse Bitterkeit.erfüllte ihn doch, mochte er noch so dagegen ankämpfen — und er mußte sich fast dazu zwingen, herzlich zu sein! Sein Vater schien sich gar nicht weiter Gedanken um die Regelung jener Sache gemacht zu haben — aber das sah ihm ähnlich — viele schöne Worte und nichts dahinter? Und Mary — an sie durfte er nicht denken, wcnir er nichü in heißem Weh laut ausschreien wollte! Vielleicht >var sic jetzt noch mit ihrem Liebhaber zusammen — o, der Gedanke war nicht auszudenken — nein, nein, es kann ja nicht sein! Warum ihm nur das alles, ihm, der schon so wenig vom Glück begünstigt war? — Und dann morgen — vor dem Tage graute ihm — da wurde Gabriele seine Braut, und dann war alles vorbei! So jagten sich die Gedanken iit seinem Kopf, und erst in den Morgenstunden überkain ihn ein unruhiger Schlaf, aus dem er sehr wenig erquickt c» erwachte, Bon 6 bis 8 Uhr hatte er Dienst; leise machte er sich zurecht und ging dann nach der Kaserne, seiner Wirtin die Fürsorge für seinen Vater überlassend. 8 , Hält cs nimmer gedacht, Daß ein Strom, so heiß. Im Winter würd zu starrem Eis! Daß ein Ringlein von Gold, So den Finger schmückt, Wie'n Mühlstein schwer Aus die Seele drückt! Daß nach prangendem Tag So stürmisch die Nacht, So krank das Herz! — Hätt's nie gedacht! Als Wols gegen halb neun nach Haus kani, fand er den Vater am Frühstückstische seiner harrend, „Guten Morgen, Papa! Gut geschläfert?" „Brillant, mein Junge! Und du —?" „Tanke! — Aber wie ich sehe, hast du noch nichts ges nossen!" ( „Nein, ich habe auf dich gewartet. Deine Wirtin, ganz charmante Person übrigens, deine Wirtin sagte mir, daß du um diese Zeit wieder hier sein würdest, deshalb wartete ich, weil ich gern mit dir frühstücken ivollte! Hab' mich unter-, dessen ein ivenig bei dir umgesehen! Wohnst sehr hübsch!" „Meine Wirtin, Frau Tr, Rehseld, ist eine sein gebildete Tame, Papa," er legte aus das Wort „Dame" einen merk, baren Nachdruck, „sehr zurückhaltend, dabei gefällig, könnte mir keine hessere Wohnung wünschen," „Vollkommen deiner Ansicht, mein Junge!" Prüfend sah Wols den Vater an; das war derselbe Mann: nicht mehr, der gestern abend so gebrochen, so lMtlos ivar. Aber das kannte er ja schon an ihm — und am Bruder; in schtvierigcn Lage» verzagt und hilflos wie ein Kind, sobald das überwunden ivar, wieder obenauf — lustig und guter Diwge! Er, Wolf, mit seiner schwerfällige» alles so ernst nehmenden Natur paßte gar nicht zu diesem göttlichen Leicht« sinn. Dem Vater sah er heute morgen ivirklich keine seelischen Kämpfe an — er war noch immer der elegante, feine Weltmann, geschniegelt und gebügelt; er sah noch aenan so aus wie vor zehn Jahren — und doch hatte er w),. so lieb gehabt, seinen schönen Papa! Er hatte auch etwas an sich, was alle Herzen ihm zufließen ließ. (Fortsetzung Ic-lgt ) Dem Zeuertode entronnen. Von Henri L ave da ». „Ist Herr Louis Berti» zu Hause?" Als ich diese Frage im Bureau des Hotels da Palalinat (Rite Jacob 14) stellte, erhob die Tome, die in einem große» in Leder gebundenen Buck)c blätterte, den Kopf lebhaft vom Schreibtisch und legte ihre rundliche Hand ans den Busen, aus dem Brillanten, Saphire, Rubine blitzten und antwortete in sehr zärtlichem Tone: „Nein, mein Herr, er ist soeben ausgegangen." Dabei sah sie mich mit sausten, langen Blicken an, aus denen übergroßes Wvhltvvllcn sprach, ein glückliches Lächeln schwebte aus ihren Lippen, und plötzlich merkte ich in ihrem merkwürdigen 47 Benehmen eine heimliche Sympächic, ich weiß nicht welche Begeisterung für mich. . . , Ich empfand unbestimmtes Unbehagen. „Zweifellos spreche ich mit einem Freunde von Herrn Berlin?" flötete sie. „Jawohl, gnädige Frau, das tun Sie!" „Ach das ist ein rcuzender, reuzendcr junger Mann!" Zie wiederholte das Wort „reizend" iwch einmal in ihrem' Tonfall, ich sagte es dann ebenfalls, und nachdem ich mich leicht verbeugt hatte, ging ich stotternd hinaus. „Adieu, gnädige Frau .... sagen Sie meinem Freund . . . daß ich. . . daß ich wiederkommen werde. . ." Sie stieg schleunigst von dem Konwrsessel herab, ans dem sich ihre runde Person hin und her drehte, um mich dienstfertig bis an die Haustür zu begleiten, so daß ich ganz bestürzt drcinschaute, Und während ich mich eiligen Schrittes, ohne mich »nrzuwende», entfernte, fühlte ich, »oie ihre samnretweichen, feuchten Blicke mir noch lange folgten. „Ein merkwürdiges Abenteuer!" dachte ich bei mir selblt . . . „dieser Ton . . . diese Blicke. . . Und es ist doch unzulässig daß eine Frau in diesem Alter, die doch sicher schon Gattin und Mutter ist. . ." Aber in diesem Augeichlick streckten sich niir zwei Hände entgegen, zwei Hände, die sprachen und sagten: „Ich wette, daß du von mir kommst?'' Herzlich begrüßte ich nun Berlin, mit dem ich durch ein unerklärliches Zusammentreffen von Umständen seit drei Jahren nicht zusammengekomnien war, und untergefaßt schleuderten wir langsam die ruhige Straße entlang, denn es schlug halb neun von der Kirche Saint-Germain des Pres, nnd an November- abendcn ist die Rue Jacob nicht belebt. „Tie Besitzerin deines Hotels scheint ein ganz merknuirdiges Geschöpf zu sein" berichtete ich ihm sofort. Er unterbrach mich hastig: „Sprich nicht zu Ende, ich errate ... sie hat dich angelächelt? So macht sie es mit allen Leuten, die nach mir fragen." „Ist zwischen euch. . .?" „Gar nichts, ich will dir die Dinge gleich erklären. Ach! das ist eine merkwürdige Geschichte!" Und er erzählte mir folgendes: „Du ivcißt, daß ich vor zwei und einem halben Jahre, als du zum Präsektur-Rat in Dröme ernannt wurdest, als kleiner Beaniter mit einem monatlichen Gehalt von hundert und fünfzig Frank in der Versicherungsgesellschaft „Nepttrn" angestellt ivurde. Ich brauche dir nicht zu sagen, daß ich nicht gerade Geld wie Heu besaß. Ich befand mich sieben oder acht Monate wirklich in jener Geldverlegenheit, die der Anfang zum Elend ist nnd manchnial iwch schlimmer als dieses. Glücklicherlveise habe ich mich über Wasser gehalten. Ich bin noch immer beim „Neptun", ich beziehe jetzt zlveihundert Frank. Damit will ich dir nur zeigen, daß meine Lage sehr gut, fast beneidenswert geworden ist. Ich kenne eine Menge Leute, die sich freuen würden, wenn sie an meiner Stelle wären. In den Zeiten des Elends, von denen ich dir soeben sprach, bewohnte ich in der Ruc Guönögaud ein kleines möbliertes Zim- mer, das — nienrand wird wissen, weshalb es sich so nannte — zuni Hotel Marokko glehörte. Ich verbrachte unter diesein Dache, das durch die Gegenwart keines Marokkaners erheitert ivurde. Stunden unvergeßlicher Qualen. In nieinem im fünften Stocke belegenen Zimmerchcn, die Stirn gegen die Scheiben gedrückt, betrachtete ich die präckgigen Gebäude, die große» Höfe, die Giebel mit de» mpthologischen Statuen der Münze, diesen Tantalus- palast von morgens bis abends, >oo man für andere als für mich die funkelnden Goldstücke schlug, die alles, alles, alles verschaffen. Nein, du kannst mir glauben, keinen Sou zu haben und gegenüber der Münze zu lvohncn, das ging über nieine Kraft. Eines Tages wurde mir dieser Anblick unerträglich, ich suchte mir ein anderes Heim und fand es im Hotel du Palatinal. Das Zimmer, das ich dort zuerst hatte, ging nach dem Hof hinaus, einem traurigen Hofe, wie bei einer Badeanstalt, auf dem sich in der Mitte ein kläglicher Springbrunnen befand, dessen Anblick allein schon Selbstmordgedanken einflößte. Das Sofa im Zimmer Ivar hart wie ein Stein, der Kamin rauchte, an dem Bett fehlte eine Rolle und cs senkte sich schräg hinab. Bei diesem Anblich übcrkam mich eine unüberwindliche Mutlosigkeit. Dazu bezeigte mir die Wirtin, die dich eben cmpsaugcn hat, als sie mich in das Frenidenbuch schrieb, noch eine sehr offene Antipathie. Ich war sechs Monate lang sckhr unglücklich. Ich war gezwungen, mir das Bett selbst zu machen und den Wasserei,nec selbst auszugicßen; denn das Dienstmädchen kümmerte sich gar nicht um mich. An deni gemeinsamen Tische, an dem ich nur abends aß, hatte ich auch Qualen zu leiden. Immer wurde mir zuletzt serviert, alle Haare, die der Köchin ausgingcn, schienen aus meiner Suppe zu schwimmen . . . Aber iveilcr! Also voriges Jachr an einem April- tage. als ich aus dem Bureau kam, bestellte ich mir ein Bad . . . Lächle nicht, du wirst sehen, daß diese Einzelheiten für meine Erzählung unumgänglich notwendig sind . . . Als ich ini Bade saß, sand ich es zu kalt, ich wollte den Warmnasserhahn aufdrchen, und dieser ließ sich sehr schiver öffnen. Plötzlich sckvß der heiße Wasserstrahl heraus und verbrühte mir die rechte Hüfte. Ich schrie, Ich klingelte . . . Man eilte hinzu. Das Brausen des Wassers «ich meine Schreie hatten das ganze Personal herbeigelockt. So gut es ging, zog ich mich an und ging schleunigst zu meinem! alten Kameraden Roger, den d« ja schon verschiedene Male bei mir getroffen hast und dessen Mutter mich gebeten hatte, an ihrem Abendbrot im Familienkreise teilzunehmen. Zuerst war mir ganz gut, aber nach einer Weile begann ich derartige Schmerzen zu bekomme», daß ich leichenblaß wurde, mein Freund und seine Mutter sahen mich unruhig an, und so mußte ich den lächerlichen Unfall, der mir im Bade passiert war, erzählen." Roger war ganz böse : „EL ist sehr töricht von dir, daß dnl uns nichts gesagt hast; das Zimmer meines Bruders stößt an das meine; da er nicht zuhause ist, wirst du mir das 'Vergnügen machen, heute darin zu schlafen. Man ivird dir in der Küche einen Breiumschlag zurecht machen, den ich dir auflegen werde. Wemr wir beide im Bett liegen, rauchen wir eine Pfeife, pah mal auf, es ivird sehr nett werden." „Ich mochte mich sträuben, soviel ich Ivollte, ich mußte mich seinen Wünschen fügen. So legte ich mich denn zu Bett, ich ivurde verwöhnt, gepflegt, und am nächsten Morgen konnte ich, wenn auch noch etwas angegriffen, nachhause zurückkehren. Als ich so ein wenig hinkend meines Weges zog, kam mir dev Gedanke; Ini Hotel du Palatinat wärst du nicht so gut gepflegt worden." „Nun öffnete ich die Haustüre des Hotels . . . nein, wenn ich hundert Jahre alt würde, den Eindruck werde ich nie vergessen, den mein Erscheinen hervorrief! Die Wirtin, der Nachtkellner, die beiden Dienstmädchen, der Koch und vier Pensionäre der Table dchöte saßen zusammen, jeder hatte eine Zeittmg in der Hand uird sie sprachen laut. So wie sic mich erblicktem- entrang sich ihrer Brust der eine Schrei: „Da ist er ja." und sie sttirzten auf mich zu: „Sie wirren da?" fragten sie, „Sie waren da?" Diese Frag« »rar so drohend und dringlich, daß ich mechanisch antwottete: „Ja, ich war da." „Sie Unglückseliger!" Und alsbald fühlte ich, daß sic an mir herumtasteten und ihre Hände die meinen ergriffen. Einer der Pensionävq schnüffelte sogar mit der Rase an meinen Sachen und erktärte: „Ja, ja, man merkt iwch den Brandgeruch." Bemerkungen schwirrten umher: „Wie hat er es fettig bekommen, sich zu retten? Cs ist schrecklich! Ich wäre umgekoinmen!" Verblüfft starrte ich sie an. „Wirklich," stotterte ich „das ist zuviel . . . das ist. zuviel Interesse. Mer woher wissen Sie es"> .... Die Wirttn -rbohi die Attne zum Himmel: „Wer -alle wissen es. . . ganz Patts weiß es . . . ganz Frankreich." Ganz Frankreich wußte, daß ich mich im Bade verbrannt hatte. . . «Ich fühlte, wie sich meine Gedanken verwirrten: „Entweder sind sie verrückt," dachte ich, „oder i ch bin auf dem Wege, es zu werden." Ich wollte schon rufen»: „Wovon sprechen Sic! Sagen Sie doch zum Donnerwetter, wass eigentlich los lst?" als die Wirtin mir den „Gil Blas", den sie in der Hand hielt, reichste und sagte: „Haben Siie die Zeitnngcnt wenigstens schon gelesen? Sehen Sie schnell, sagen Sie uns, obi alles genau so gewesen ist?" > Ich blickte hin, und ich las- .oben auf der Seite in grohm Buchstaben: „Tie komische Oper völlig niedergebrannt! ! !" In einer Sekunde wurde mir alles klar. Man hatte niich abends und in der Nacht nicht nachhause kommen sehen, ich erschien erst! morgens (es kam nie vor, daß ich nachts nicht zu Hause war) bl-ich und elend anssehend . . . Kein Zweifel ... die komische Qpcv in Asche ... sie bildeten sich ein, daß ich von dort känte! . . s So erklärte sich ihre plötzliche Sympathie. Tu weißt, daß es von jeher mein Vergnügen war, so ganz stillvergnügt die Leute zu verulken, und ich konni« der Versuchung, die sich niir so vorzüglich hat, nicht widerstehen. Ich gab die Zeitung zurück und murmelte: „Später. . . später . . . jetzt kann ich nicht. . ." Und während der Nachtkellner mich rechts stützte und eins der Dienstmädchen links, ließ ach mich halb ohnmächtig biß in mein Zimmer tragen, in dem die Wittin bald erschien, um zu sehen, ob ich mich auch ins! Bett gelegt hätte und cs mir an nichts fehle. > An diesem Tage sah man mich nicht in der Gesellschaft „Neptun" . . . aber höre zu, es kommt immer besser. Ich saa'- Dir, daß ich in einem kleinen trauttgen Hoszimmer wohnte. An, „ack-ften Tage wurde ich i» dem ersten Stockwerk in einem hübschen, großen, gut eingerichteten Zimmer untergebracht. Während der achtundvierzig Stunden, in denen ich das Bett hütete, um den Schreck zu» rechlfertigen, den ich durch das entsetzliche Ereignis davongetragcn haben mußte, wurde ich mit rührendem Eifer gepflegt: Atter Bordeaux, Hühnerflügel, auserlesene Gemüse und die besten Komvots. Nach einander erschienen affe Pensionäre, die Alten und die en, um mir Apfelsinen zu bttngen. Ms alle ihre Fragen v »«>rä,.,te ich mich, mit stumpffinniger Miene den Kopf hin nnd yer zu bewegen und aus meine Füße zu starren. „Später. . . erzähle ich es Ihnen . . . später. ." „Sic haben doch ein paar Leute gerettet? Ich wette, daß Sie welche gerettet haben", ftagtc nrich die Wirtin. „Seien Sie doch nicht so bescheiden." 1 1 „Das ist schon möglich", sagte ich. „In solchen Augenblicken . . ich erinnere mich nicht mehr. . ."» , Sie zählten , dann unter sich Beispiele von Leuten auf, dio insolgc von solchen Katastrophen jahrelang das Gedächtnis verloren hatten oder blödsinnig geworden »varen. Zuletzt pflegte man mir dann immer auf die Schulter zu klopfen und zu sagen: „Regen M Sie sich nur nicht zu sehr aus . ■ . wir können sulchen schreck verstehen \ Ich vl-rahschiedete sic mit eurem schwächt» „Dante", und sie schlichen sich aus den Zehenspitzen Henau« und wackücn die Tür ganz leise hinter sich Zu Waren nur Herren bri mir, so Iicftcu sie sich die noch sichtbaren Spuren nwiner BrmiNwuube aus der Hütte zeigen. Diese raten Flecken brachten mir Ackitungs- anerkinmingen ein, in die sich manchmal ein wenig Reid mischte In dem ganzen Viertel hatte sich sckmell das Gerücht »er breitet, dah in, Hotel du Palatinal ein reizender junger Mann wohne, der an dem verhängnisvollen Abend ein Billett für dir Lomilchc Qper gcschmrkl gekommen hatte und dem Tode ivie durch ein Wunder entgangen war. Auch bei der SBersichcriingsgrselbscktckst „?keptnN<" wüsche inan ti und der Direktor, dem es im Grunde schmeichelte, erzülchte meine Geschichte in den Gesellschaften, zu denen er geladen ivar, und fügte 'hinzu : „Dieser Berlin ist ein kluger Kurscktc. Au» dem tmrd noch etwas." Sowie ich wieder in das Biri-ou kam, ries mich der ausge- zeichnete Manu in sein Sprachzimmer, und nachdem er mich zu meine, Rettung beglückwünscht chatte, rechte >vr mii mit, das; mein Gehalt ans zwcihuudert Franks eich licht worden würcl Dann bot er mir eine Zigarre mit einer Bauchbinde an. Der Tag, an dem ich wieder ganz hergestcllt war, erschien nun auch, und ich sollte nun eine Bescktrerbimg der persöillich erlebten Gefahren jenes fürchterlichen Abends machen. Es geschah nach dem Abendbrot in dem Lesezimmer. Ich wusite mich aus der Afsäre zu ziehen, meine wohlwollenden Zichönnr überlws er bei meinem Bericht eiskalt Da ich die Erzählung des öfteren wiederholen imitzte, wutztc ich sie bald auswendig Fch glaübr, ich habe sh- wohl schon Inmdertnial hergesagt. Das ganze Hotel, die Lieferanten. die Kausleutr der benachbarten Strafen iahen in mir «bip Art Dante. Als ick mich nun eines Nachmittags allein mit der Wirtin im Bureau befand, schloss sie die Glastür mit geheimnisvoller Miene und fragte mich mit durcküwhrenden Blicken : .„Horen Sir mal, mir können Sie .es sagen . . . Wievielt haben Sie bekommen?" Ich verstand nicht Sie Mcktc die Achsel«: „Aber Sie verstehen dock Me die Unterschriften . . . daS viele Geld . . . Sic haben Ihrer Wunde wegen als Ohscr mrtür- lich auch etwas bekommen müssen . . .." Obwohl ich Lust hatte, herauszuplatzen, walwte ich dach dir Kaltblütigkoit „Mein Gott! gwchige Drau" ant,»ortete ich. „iorrin ich auch geschworen habe, fi-itte Zahl zu nennen, sollen Sie doch wissen, obgleich ich keine grohev Summen erhalten habe . . . so ätz es eine Suminr, du mir bis ans Lebensende erlaubt . . . litoicfc lief» eine Summe . . f ..Ach," antwortete sic, „so ist es richtig, das war man „uns" auch schuldig !" „Und seitdem, lieber Freund, bin ich „dem Feuertode entronnen", bin ich der Liebling des Hauses . . und zwar in dem Maße, dab die Wirtin die Leute ztoingt, sich im „Neptun" versichern zu lassen. ,_ IDift* und vat eribery. Der herbe Wunich der Albanesen nach Unabhängigkeit ist ersüUt. Schon vor Menschenattern hat das Ringen des tavieren Volkes um nationale Selbständiltkeit eingesetzt und zu den s,achtbarsten Ausstmiden und mörderischsten lliämpsen gcsülnt. Run das Ziel dank der Beständigkeit des Dreibundes erreickft ist, kann der stolze Georg ätastrioti-Skanderbcg, der albancssiche Rationalhelh, der sich in mittelalterlicher Zeit den andräugcnden. Scharen Mo- haurmeds II., des Eroberers, mit Tvdesmut entgcgcnwars, gleich unserem Barbarossa im Grabe sorglos schlummern. Beraltete Sitte» mögen im Lande ihr Wesen treiben, wilda Leidenschaften wüten, alte Familiensehden bestehe». Blutrache im Schtvange sein, Religionshaücr die Blicke trüben, aber in ihrem Frcihcitsgesützl und Drange nach Selbständigkeit stimmen diese Menschen, mögen es nun Ghegen oder Tosten sein, oollkommon überein. Daraus gewinnt man die Hoffnung, dah sich das neue Füihentum Albanien als gewichtiger Teil gleickunässiger ftruft-- veiteilung am Balkan dauernd behaupten wird. Hoffentlich entwickelt der Prinz von Wied dieselben scsren, zähen und Augen Eigeuschasten, durch die lt'önig ttarol von Rumänien ein geschätzter Herrscher und Förderer des rumänischen Volkes geworden ib. Als im Frülmihr l6ti6 die Bojaren dem damals 27jährigea Gardedragoner Offizier Pernz ltarl von Hohen- zollern in Berlin die ftrone Riunaniens lanboten, meinte Brsmarck zu ihm „Das ist ja immerhin em hübsches Aoaweenieirt für ciiicil preußischen Lcutnaitt, und den Versuch konnten Sie wollt machen . . . Sehen^Sic, dab Sie dort nicht nützlich wirke» können, nun, so gel>e» Sk wieder fort, aber wie ein Cusa leKen Sic sich nickt behandeln." Der Prinz nahm die ftnmr an, zog als Füru in Bukarest ein, wirkte nützlich, schwang sich zu!:n ttönig a»> und hat zum Fortgehen keinen Anlab gehabt. Anders der Ba t t c n berg er, den die B u l gare » sich um . .. , brck lo'7!l zirm Fürsten gewählt hatten. Der zwriundzwaa- zigtährige Sehondc-Lentnantder Potsdamer Gardes du Eorp» hatte lvcgen -Annahme der »kröne geschwankt. Bismarck soll ihm gesatzt haben: „Rehmen Sic an! ES .wird immerinn ein» angenehm« Erinnerung für Sie fehl." Und am 13 Fall 1879 zog der lirgend- sich/ Prinz Alezander von Battenberg, Sohn des Pr hezei, Alexan der von Hellen und der zur Fürstin von Battenberg erhobenen Tochter des rbenialigen polnischcu ttviegsnv-nifteis Graten Moritz von Hauke, hosinangssroh als Fürst vou Bulgarien in Sofia cnr. Auch er sollte Kulturbrriiger seim uud wnlll «ruck, als Brr wandterdes ritsirichen und Idos englischeu-LterrsLechauses die Isogen isatzc airt dem Balkan versöhnen Helsen. Seine edle» Eigeusckmste» und fehle im Feldzüge gegen Serbien Lewieieiic Ilmsicht und Tapserkett, die iln, im Rooember l 68ö zu», Sieger von Slirmitz» machte«, in Etiren, aber ein geschickter Tiplamat ist er «ichl «es wesen. Den russischen WLVIererea, die nach Ämt Barvwngun» Od- rumÄiens mil Brügari.u mrit vei doppelte,- strM luainr FrUwuirg Zanckoiv- und des Metropoliten einietzten, war er r^ck» gewachsiw. Der Putsch in der Rächt vorn Ll. zum Li. Aanuü 186h trieb ihn auS dein Lande. Wenige Tage späleir riesen ihn die Bulgaren zurück. Am 3. September «rneuter sehrllncher Lin zug hi Sofia. Dann aus de» Fürsten Erged-mHertsadresse an diu russischen Zaren die unzweibculige iüttfimmt: „Fch werb,- mich jeder Einmischung in den traurigen Zustand der^Drage nttbaLteii, dem Bulgarien wieder überliefert iit, lolange Sie dort bleibenG Das war nackw ?lbsagc. lind so srlieb dem Baltimbcrgm nur übrig, schon am 7. September 168h adzadanlen, um Hinsvrt als^Gras Hautenau ein stilles Dasein rn Graz zu führen, wo er im Fahre 1693 als österreichischer Generaluiai-or grhorden ib. voraussichtlich wird Prinz Mied als FLrft t>on. Albanien dcawrtige Äbewtea» nicht erleben, denn seine krastooüe Stütze rsl der Dreibund. Perm Hebt**. ' Ter grüble Tunnel der Well. Auk New P«r k wird bel ichtet: Tie vraklilche Vo!Ie»bu»g otnes geairtt>gen erleS inoderncr Fngenienrkunü wurde am Tonutng rn Rriv cklork in der Stiltc geleiert: 12 1 ) Ptelcr ,aller dem Strasle>el>odr» der n>ner>- kanischen Metrormle brock»« inan über ö Zentner Tri'>n>nn zitr Eiculolio» und verrinigle danut die bc>de» Abieiluuae» d k urohtlai lreale be»ehe»de» Tunaeis der Welt. Es Imudeh lieb da>>ei um die »nlierirdöchr Lrckima der neue» Wa»«rve,1oit»n>a Rew Borts, um de» Sckilusilieu, des grohe» Latslill-Aauädudtes. der vou «ui »Uichltgin Wasiei-behalti-r vou Äs buk an übnr «lue EukkrniMg ov» vti engliscklen Meilen der St»-» dlem ilorl künitig Tag >»» Tag üvv Aiiltlone» Gallonen Waller tie'er« kgnn T>« .geI»all lge Werk, an dr>n seil sielna, iavre» ein 'Ä, l>«,ierl»eel von über pö liliv Piaiui talig all, ioiid bei semer Vollend,,na einen .t!a>sieanna»anb von über M o o Mit kl > » »« » 4!!ark «rkorderl b»l«n. Sieben Törler, in denen 3‘M>0 Bleaicheu lebte», innütea >n> tbt laute de- tltrl>eit>n vom Erdboden nerlckavinde», Ltzüll Gräber »»i cke man nasbrae», »in de», «teseiitnunel teiuen Weg zn babaen. Zn teckluische» Fackl- kreisen betrachtel >ua» dl le» Wolieilmnwl als eme gennrltieNX Lrrstnng der JngeiueurlimN als selbtz den Pn».,u»,-ötauäl. * Ein ganz Gebrochener. Ter gute Eotennino hatte seinen Frclcki.en immer das inmgite MiÜeid «ingfflösü, weil er das Op er einer w.ibr «ii tvrannijckien Schioiegerurut.er war Ta starb seine Frmi Rach kurzer Zeit hörten die Frenndr zu it»rer ilöchsteii Ilcheiraschung, daß er seine Schwägerin geheiratel hock Ein Freund begegnet nun Eotennino aut der Strasie, und als dieser ihm die Rachricht brstätigt, kann er eine geivisse Venvunderung nicht unterdrücken ,,WaS »>illü du?" sagt Eotennino tanit, „in nieinem Mer habe ich nicht mehr den Mut, dir Bekanrrlschast leinet neuen Schwiegermutter zu machen!" * Tic Unheilbare In die Sprechstunde des berühmten hlr:,teS koinmt eine elegante Dame, und er tragt sie zuoorkvmmend: „Also, sagen Sic mir, verehrte gnädige Frau, was iellkt Ihnen?" — „Ich bin Baronin, Herr Proiesior," sagt die Angeredete stosz. - Woraut der Professor liebenswürdig erwidert: „Ja. das tut mit leid, bas ist eine Krankheit, die ich nicht heilen kann.'" rogoqnvh. Dlit ,. Äunimer. Auslösung dar Skat-Ausgabe in voriger Rulniuer: (tffit b, b, *. d ixerden die vier Fnrbe» i'ezeick,»et: A — Ah, O — Unter. B>«be, Wenzel ; D — Tain«, Ober.» Alillelhand erliielt aA. «Z. aK, alt. a7, bV,, bK, 1,1», t9, i>8 und Hittteriiand den Rest. Svielaa g: 1. SB. bl) M. b l leb lg. H. 47. 2. SB. eü M. belieliiq. 6. d«. L. SB. ntJ M. belieblg. Ö. dl. 4. D. d9 M. aA fc. dA = - 22. 5. H. cA SB. c7 SDi. aZ — — 21. 6. H. cZ SB. c? M bZ — - 31. 8a. — — «>!t Augen Redaktion: ik. Rrnrnth. — Rotationsdruck und Verlag der Brlihl'sche» llniverülats-Buck)- »ich Steinbruckrvri, R. Lange, G,cgii«.