Ein Frühlingstraum. Roman von Fr. Lehne. (Nachdruck verboten.) ^Fortsetzung.) ü. O laß dich halten, goldne Stunde. Tie nie so schön sich wieder beut! Sc Brust an Brust, so ganz mein eigen. So halt ich dich, geliebtes Bild! Es rauscht die Nacht, die Lippen schweigen. Und Seele lies in Seele Quillt. Ich bin dein Glück, du meine Wonne, Ich bin dein Leben, du mein Licht, Was soll uns Tag, was soll uns Sonne? Du schöne Nacht, entslieh uns nicht! Otto Rognette. Eine zauberisch schöne Nacht, so warm und schmeichelnd die Luft, so dnrchtrünkt vom Dust der Rosen und dem betäubend süßen Geruch der Atazi>en, so verheißungsvoll in der Stille, die nur von den schluchzenden Sehnsuchtslauten der Nachtigall unterbrochen wurde, daß heut' jeder Kummer, jedes Weiterdenken aushören mußte! „Zwei Tage nicht gesehen! O Liebster, wie ist mir die Zeit lang geworden," flüsterte Mary, sich innig in Wolss Arm schnnegrnd — wie immer saßen sie unter der großen Linde, wo es so löstlich in der stillen Dämmerung war. „Und wie ich mich nach dir gesehnt habe. Maus, brauche ich wohl nicht erst zu sagen," eutgegnete er, sie mit ent« zückten Blicken betrachtend, „wie schön du wieder aussiehst!" „Du Schmeichler," lächelte sie, „mache mich doch nicht eitel!" Und lvieder kosten sie miteinander. — „Du, Wolf, ast du auch dein Bild für Bergers mitgcbracht? Wiv atten es ihnen versprochen." „Natürlich, mein Lieb! Ich vergesse nichts, was ich einmal gesagt!" „Dann lasse es uns hintrageu; ich habe das meine auch!" „Warte doch noch bis nachher; wollen wir nicht den schönen Abend noch für »ms geniesten? Es ist doch so köstlich," bat er. „Das können lvir trotzdem noch. Ich möchte Mutter Berger noch eine Kleinigkeit geben; sre ist nicht gern allein; ihr Mann ist ibei Wilhelm. Nachher niöchte ich dichinoch etlvas fragen." „Dann komm, Maus! — Wir halten uns aber nicht lange auf; denn mich mir liegt etwas am Herzen — wegen neulich." Er nahm ihr ein kleines Paketchen ab und sie gingen zu Frau Berger, mit großer Freude von ihr begrüßt. .Zch habe ja schon gewartet; mir isfs so gruselig; Berger ist heute mal zu Wilhelm gegangen. Gegen 10 wollte er zurück sein." „So spät ists ja noch lange nicht, Mutter Berger V meinte Wolf. „Nun setzen Sie sich man, Fräulein Mariecheu (sie konnte sich an das fremdklingende Mary nicht gewöhnen). Fräulein Mariechen trinkt ein Glas Limonade, ja?" Und während die Alte geschäftig hin und her eilte, öffnete Mary das Paket und nahm eine hübsch garnierte schwarze Haube, sowie ihr Bild heraus. „Was soll das?" sragte er. „Paß mir aus, mein Schatz, wie sie sich freuen wird. Die Haube habe ich gestern abend gearbeitet, und dabei an dich gedacht, wie du dich im Kasino amüsieren ivürdestl" „Wie hübsch von dir! — Ach, und dein Bild!" Entzückt betrachtete er es und führte es dann an seine Lippen. „Geh, Wols — was tust du? Du hast mich doch!" Und sich auf die Fußspitzen stellend, reichte sie ihm mit allerliebster Geberde den Mund zum Kusse. „Nun aber schnell dein Bild, Liebster!" — Frau Berger trat da mit der Limonade herein. „Für den Herrn Leutnant habe ich eine Flasche Bier, die hofscntlich nicht verschmähen lvird!" Man sah ihr an, wie freudig erregt sie war, ihren Gästen etwas anbieten zu können. „Das ist recht, Mütterchen," sagte Wolf freundlich, „ich habe gerade viel Durst, und Wasser ist so dünn!" „Mutter Berger, sehen Sie doch nur," rief da Mary freudig. Die Alte trat an den Tisch. Ihr erster Blick siel auf die Bilder. „O je, o je — nein so was — und so ähnlich, wie aus den Augen geschnitten!" Und abivechselnd betrachtete sie bald das erne, bald das andere Bild. „Und sehen Sic die schöne Haube nicht, die meine Mary Ihnen gebracht hat?" fragte da Wolf. Da sah die Alte das für sic bestimmte Geschenk. — „Was, die soll ich haben? O, die ist viel zu schön für mich," und Tränen der Rührung traten in ihre Augen, wie sie das „Kunstwerk", wie Wolf scherzend sagte, in die Hand nahm und von allen Seiten betrachtete. „Nein, Mutter Berger, die ist noch lauge nicht gut genug für Sie! Die tragen Sie immer und denken dann an mich — die habe ich Ihnen aus Dankbarkeit genäht! Und die Bilder sollen Sie immer an uns erinnern, wenn wir nicht mehr hier sind!" „Ihr guten Kinder! Möchte sich nur recht bald euer Wunsch erfüllen," sagte da Frau Berger gerührt, „daß Ihr recht bald Mann und Frau werdet!" Wolf und Mary sahen sich ties in die Auger — war das doch ihr sehns lichster Wunsch. Nach einer kleinen Weile verabschiedeten sie sich und gingen, begleitet von Frau Bergers Dankesworten. Arm in Arm schritten sie wieder hinaus in die schweigende Nacht. „Was wolltest du fragen?" nahm Wols zuerst das Wort. — 80 „Vorgestern mittag sah ich dich mit Fränkein Ulrich — ach, Wolf, das tat mir so weh!" „Märchen ist doch nicht etwa eifersüchtig? — Sieh, Kind, mein« Stellung legt mir viele gesellschaftliche Verpflicht tun gen auf, denen ich mich unmöglich entziehen kann; ich verkehre in dem Hause Ulrich, werde dort viel eingeladen, und deshalb kann ich das Fräulein nicht gut vernachlässigen, trotzdem sie mir im höchsten Grade unsympathisch ist." „Wirklich, Wolf?" Und fragend sah sie zu ihm empor. „Ja, Kind. Ein herzloseres, oberflächlicheres Geschöpf ist mir noch nicht vorgekommen —" „Und doch wird geredet, schon lange, du würdest dich mit ihr verloben! Sie ist hübsch und reich, sehr reich! Stets kaust sie die teuersten Hüte in unserem Geschäft und ist dabei o peinlich und so wenig angenehm, dag jeder sich scheut, ie zu bedienen; mich trifft stets dies Los; Frau Gündel chickt mich stets; die fürchtet sich auch vor ihr!" „Das glaube ich gern, solchen Eindruck macht sie! Ist es ihr bisher nicht gelungen, mein Herz zu erobern, ist es jetzt völlig unmöglich, die kleine Mary daraus zu veri drängen. Bist du nun zufrieden, Kleine?" fragte er, zärtlich in ihre großen leuchtenden Augen sehend und ihren Arm an sich drückend. „Ja, Wolf," sagte sie einfach. „Nur gehen mir jetzt so ernste Gedanken durch den Kopf — ob ich dir doch nicht hinderlich bin betreffs deiner Zukunft. Wenn du nicht mehr Soldat bist '— würde dir denn der Beruf bei der Polizei oder an der Steuer zusagcn? Ich glaube es nicht! Ach, ich bin nur ein einfaches Mädck>en ohne Rang und Namen — du dagegen — du klopfest sicher nirgends vergeblich an, auch wenn du dir in den höchsten Kreisen eine Lebens-i gefährtin suchen wolltest!" „Aber Mary —" „Laß mich nur ausreden, Wols! Ta denke ich dann, es wäre vielleicht besser gewesen, wir hätten uns niemals gesehen —" „Mary," unterbrach er sie erregt, ihre Hand fest pressend. „Mary, wenn du mich wirklich lieb hast, dann sage so etwas nicht wieder — oder reut cs dich vielleicht, dem armen Ossizier anzugehören? Deine Schönheit könnte dir viel einbringen — Geld und Macht und Glanz, was ich dir nicht bieten kann!" Ta sah sie ihn mit einem unbeschreiblichen Blicke an, der ihn veranlagte, nicht weiter zu reden. Sie verstanden sich schon. — Beide jchlviegen; die Mondnacht umfing sie mit ihrem Zauber — alles schien ausgelöst in Dust und Glanz. Ganz wie absichtslos gingen sie einen schmalen Weg, der an beiden Seiten mit dicht belaubten Bäumen bestanden war, deren Zweige ineinander faßten, wodurch kein Lichtstrahl dringen konnte, so daß es seltsam dunkel um sie her war. Zitternd schmiegte sich Mary fester an ihn. „Fürchtest du dich mein Lieb?" fragte er leise, gleichsam als scheue er sich, mit einem lauten Worte den Zaubey, der sie umwob, zu zerreißen. Statt aller Antwort schüttelte sie den Kops und schaute lächelnd zu ihm empor. Er konnte es nicht sehen — aber er fühlte, daß ihre Augen ihn suchten, und er beugte sich nieder, den rosigen Mund zu küssen. „Heut' sind es vier Wochen, Wols, daß wir uns kennen — es war auch solch eine wundervolle Nacht! Nicht wahr, du bist glücklich?" „Unsagbar, mein Lieb! Bleibe du mir nur treu und gut; dann bin ich zufrieden! Bisher war ich ein einsamer Man»; deine Liebe hat mich erst gelehrt, mein Leben zu lieben! Ach, Mary, wären wir nur erst vereint, dann bleibt mir nichts mehr zu wünschen übrig! Wie wollen wir dann erst glücklich sein!" „Wolf, kennst du das Gedicht: „O, laß dich halten, gvldne Stunde"?" „Nein, Märchen, Gedichte kenne ich nicht," lächelte er. „O, es ist schön — es steht in dem Buche, das du mir neulich mitgebracht hast." Und mit ihrer süßen Stimme begann sie die Strophen des Gedichtes herzusagen. Aufmerksam hörte er zu —, „Was soll uns Tag, was soll uns Sonne? Du, schöne Nacht, entflieh uns nicht!" wiederholte er die Endzeilen, als Mary geendet. „Ich weiß nicht, Wolf, lvie mir heute ist," sagte sie, „ach, ich bin so froh, so glücklich!" Sie blieb stehen und schlang die Arme »m seinen .hals, seinen Kops zu sich niederziehend und in sein Ohr flüsternd „O Wols, wie lieb ich dich doch!" Da preßt« er sie WM an sich und hob si« in seinen Armen empor —* „So Brust an Brust, so ganz mein eigen, So halt ich dich geliebtes Bild" flüsterte er ihr heiß zu und bedeckte ihr Gesicht mit leidend sckfastlichen Küssen. In diesem Augenblick verließ er mit seiner süßen Bürde die dunkle Mlee und trat auf einen freien Platz hinaus. Das Mondlicht siel hell aus Marys schönes Gesicht: ihre fast schwarz schunmernden Augen schauten ihn mir einem so seltsamen Ausdruck an; um den halbgeöffneten rosigen Mund, der die weißen Zähne hervorblitzen ließ, schwebte ein weiches, sehnsüchtiges Lächeln, und aus ihren Wangen lag eine rosige Glut. —> Wieder preßte er voller Leidenschaft seinen Mund auf den ihre», und ebenso heiß gab sie ihm seine Küsse zurück. Da kam sie plötzlich zur Besinnung. „Nein, Wolf, nein!" wehrte sie ängstlich seinen stürmischen Liebkosungen und sich fest an ihn schmiegend, bat sie mit ihrer süßen Stimme: „Laß uns nach Hause gehen, Geliebter!" „Schon, mein Märchen?" entgegnet« er, ihr tief in die Augen schauend. „Es ist wohl besser--ach Wolf, mir ist aus einmal so bang." „Aber Kind" „Wolf, nicht wahr, du l;ast mich doch immer lieb? Tn wirst mich nie verlassen?" fragte sie — ihr Gesicht war plötzlich so bleich geworden, und ängstlich sah sie ihn an. „Wie kommst du wieder zu solchen Fragen, Kind? Auf mein Wort kannst du bauen — du wirst mein süßes Weib! Quäle mich und dich doch nicht unnütz!" „Sei nicht böse, Wols! Aber ich bin so glücklich daß ich denke, es kann nicht von Tauer sein! Manchmal in der Nacht fahre ich voller Schrecken auf — das Herz droht mir stillzustehc» — mir ist es dann, als hätte ich dich verloren! Und ich kann doch nicht mehr ohne dich sein, so fühle ich mich mit dir verwachsen!" „Beruhige dich doch, mein Liebling! Mir geht eö ja ebenso — daß ich mir mein Leben ohne dich nicht mehr denken kann! — Sei gut und verbanne diese schwarzen Gedanken! Wir wollen uns doch gegenseitig nicht mehr mit den ewigen Fragen nach Liebe und Treue quälen! Wir wissen jetzt, daß wir uns lieben; da bedarf es also keiner weiteren Beteuerungen." Und zärtlich strich er über ihr Haar. Mary war mit sich unzufrieden; es war ihr, als ob sie etwas an Wolf gut zu machen hätte. „Küsse mich," bat sie; er tat es — „noch mehr, Wolf." Er kannte sie in ihren Leidenschaft nicht wieder, die aNe Sck>ranken durchbrach, Ihre Lippen und Wangen glühten, und sie zitterte. „Mein Liebling," sagte er leise, mit müder Stimme^ und streichelte sie. Sie dursten sich wohl nicht mehr so oft treffen; der alte Berger hatte recht; es war für sie beide nicht gut. Und doch konnte und wollte er aus die Zusainmenkünfte mit der Geliebten nicht verzichten, so lange es sein konnte —, wer weiß, wie lange es noch loährte, dann war sie nicht mehr in der Stadt, und er geizte doch mit jedem Augenblicke! Sie begaben sich auf den Heimiveg; Wols trug seit einiger Zeit Zivilkleidung: so konnte er sein Lieb wenig-, stens, ohne aufzusaklen, nach Haus geleiten. (Fortsetzung ir-lgl.j Gift und Giftwirkung. Von Dr. Max Lauen. Tie Gerichtsvcrhandluilg gegen den vielfachen Gistmörder Hoyf, die so großes Auffchen erregt, führt uns dre grausige Wirkung dieser heimtückische» Mordwassc wieder vor Augen und veranlaßt uns, die Geschichte der Giftwirkung und ihre inoderne wissenschaftliche Erforschung zu verfolgen. Uralt ist ja die Kenntnis von Pflan- zenstossen, deren Genuß dem Menschen Schaden zusügt, ja sogar ihm den Tod bringen kann. Seit unvordenklichen Zeiten hat man auch von dieser Wissenschaft Gebrauch gemacht, um vermittelst der Gifte, einer Schöpfung böser Dämonen zum Verderben der Erdcn- bewohner, den Feind aus dem Wege zu räumen. Noch heute bedienen sich die Wilden gewisser Pflanzen, um ihre Waffen zu vergiften. Es sei hier an das Pfeilgist der südamerikanischen Indianer, das Curare, erinnert, das die Nerven lähmt und durch Stilllegung der Atemmuskulatur zur Erstickung führt. Andere Völker- sckwften kannten Bakteriengifte wie z. B. Starrkrampf- oder Fäulnis- gisle. Die alten Germanen verwendeten cbcnsalls Waffen, die mit einer Mischung von Sturmhut (Aconitum) und Germer lLeratrum) vergiftet waren. Die Antike kannte und schützte die pflanzlichen Gifte. Besonders der Name des Königs von Kappado- cien. Mithridates VI., der von Vompeius besiegt wurde, wird Jahrhunderte lang als der des größten Giftmischers gerühmt. Mithri- vates, so geht die Ueberlieferung, soll sich, um den Nachstellungen seiner heimlichen Feinde zu entgehen, durch den Genus) zunächst kleiner, dann immer steigender Dosen — eine Methode, die mit der modernen aktiven Immunisierung gegen Infektionskrankheiten eine große Aehnlichkeit hat — allmählich so gistfest gemacht haben, daß er jedem Gifte widerstand; ja, als er freiwillig durch Gift aus dem Leben scheiden wollte, mißlang ihm der Versuch, und er mußte zum Schwerte greisen. Aus Mithridates geht auch ein als Allheilmittel das ganze Mittelalter bis in die Neuzeit hinein verwandtes Gemisch, das Antidot des Mithridates oder Theriak zurück. Es stellt eine Komposition von 54 Kräutern dar, unter denen Fcld- thyniian, Bärwurz, Klee, Anis, Fenchel, Eppich, Ervenmehl Vorkommen, alles Substanzen, denen man heute kaum noch eine medikamentöse Wirkung zuerkennen kann. Auch die Vorstellungen, die in früheren Zeiten über die Art der Wirksamkeit verbreitet waren, vermögen wir nicht mehr zu teilen. Schleichende Gifte in dem Sinne, daß sie, heimlich beige- bracht, allmählich, ohne daß der Vergiftete es merkt, seine Widerstandskraft schwächen und ihn langsam töten, gibt es nicht. Denn die metallischen Gifte wie Blei, Quecksilber und Phosphor, die in der modernen Industrie so häufig zu chronischen Vergistnngs- erscheinungen führen, kommen für kriminelle Zwecke nicht in Betracht. Noch weniger Glauben zu schenken ist jenen Giften, die ihre Wirkung schon entfalten sollten, wenn das Objekt des Anschlages sie an seinem Körper, etwa als Ring am Finger, trug. Immerhin muß aber zugestanden werden, daß die Giftmischerei in Europa im Mittelalter, und in den daraus folgenden Jahrhunderten es zu einer üppigen Blüte gebracht hat. Am berühmtesten aus jenen Zeiten ist wohl das Gift der Borgia und das Gift der römischen Gift- mischerin Tofana, die über hundert Menschen das Leben kostete. Natürlich hat auch die Kenntnis noch so vieler giftiger Substanzen niemals zu einer Kenntnis der besonderen Wirksamkeit eines einzelnen Giftes führen können. Die Lehre von den Giften, die Toxikologie, hat erst in dem Augenblicke festen Boden unter die Füße bekommen, als man aufhörte, das Gift als etlvas Einheitliches, Absolutes, Mystisches zu betrachten, sondern auch auf dies Gebiet die neue beobachtende und experimentierende Methodik der Naturwissenschaften anwandte. Man gewöhnte sich daran. Gifte, gleichviel ob es aus Pflanzen oder Mineralien stammte, als chemische Substanz anzusehen und seine Wirkung auf den Organismus sich als eine chemische Reaktion vorzustellen. Aber trotz der großen Fortschritte, die die Toxicologie gemacht hat, und trotz der vollständigen Nebersicht über die einzelnen Arten der Gifte, die es gibt, gelingt es nur schwer, eine kurze, klare und scharf Umschriebene Erklärung für den Begriff „Gift" zu geben. Man wird zunächst daran denken, daß das Gemeinsame aller Gifte ihre schädliche Wirkung auf den Organismus sei. Diese Begriffsbestimmung aber ist auf der einen Seite zu weit. Siedendes Wasser, Glassplitter, Stecknadeln schädigen zwar den Körper, aber es sind doch keine Gifte, ebensowenig wie tierische Schmarotzer, z. B. Bandwürmer, welche die Ernährung untergraben. Eher spielt schon der Quantitätsbegriff eine Rolle: aber auch nicht in dem Sinne, daß jede Substanz von einer bestimmten Menge an giftig würde, daß Wasser z. B. in großen Mbngcn getrunken, wegen seiner mechanisch-schädigenden Wirkung aus Herz und Kreislauf den Charakter eines Giftes erhielte. Gifte entfalten ihre Wirksamkeit schon in verhältnismäßig geringer Menge. So ist die tödliche Dosis das Atropins, des Tollkirschcngift.es, 130 Milligramm, bei Aconinn, dem Gifte des Sturmhutes, nur 4 Milligramm. Aber diese Menge ist eigentlich nur relativ klein. Kommt doch die Wirkung des Aconitins so zustande, daß es an ein paar Ganglienzellen im Kopfmark herangelangt, diese erst reizt und dann lähmt. Die Masse der Ganglienzellen, die angegriffen werden, stehen dabei in gar keinem ausfälligen Mißverhältnis zu der Menge des Aconitins. Verringert man die Giftdosis, so schmückst sich auch die Wirkung ab, man kommt dann schließlich an einen Punkt, jenseits dessen ein schädigender Einfluß gar nicht mehr zu spüren ist, und befindet sich nun im Bereiche der Wirksamkeit eines Medikamentes! Man spricht dann auch nicht mehr von einem Gifte, sondern von einem stark wirkenden Arzneimittel, für dessen Anwendung die Arznei- lehre nur gewisse Mengen gestattet. So beträgt die tägliche Maximaldose des vorher erwähnten Atropins 3 Milligramm, also V«s der tödlichen Dosis. In den giftigen Msngen lähmt das Atropin die Sekretion aller Drüsen, hebt die Akkomodation der Augen auf, indem die Pupillen sich erweitern, lähmt weiter die Hemmungsvorrichtnngen am Herzen, so daß der Herzschlag beschleunigt wird, ebenso wie die Darmmuskulation. Der Tod erfolgt durch Atemlähnlung. Anders wenn man innerhalb der medikamentösen Zone bleibt. Tann lassen sich mit kleinsten Tosen unter einem halbe» Milligramm rein lokale Wirkungen erzielen, die sich auf den Ort der Anwendung beschränken. Ins Auge geträufelt, ist es das ausgezeichnetste Heil- und Borbeugungsmittel gegen Rcgen- bogenhaiitentjündung. Bei Bleivergiftung, die die Darmgefäße Verengt, hebt Atropin diese Verengung auf, beim Magengeschwür, das mit einer übermäßigen Absonderung von saurem Magensaft pisammenhängt, tritt die sekretionshemmende Eigenschaft zutage. An diesem tvillkürlich gewählten Beispiel sieht man, wie Gift durch Verringerung seiner Quantität zu einem vielvcrwandten Heik-- mittcl wird. Man hat endlich, um der Definition des Begriffes „Gift" wieder näher zu treten, sagen zu können geglaubt, daß Gifte Stoffe seien, die den gesunden Organismus schädigen. In den Tat «best können Anregungsmittel, die für den Gesunden ganz indifferent siird, bei erkranften oder irgendwie disponierten Individuen durchaus Giftwirkung entfalten. Eine Tasse Kaffee kann bei bestehender Arterienverkalkung zu einer tödlichen Hirnblutung führen, ein Teller Krebssuppe bei Idiosynkrasie gegen Krebse einen heftigen Nesselausschlag verursachen. Kinder sind viel empfindlicher gegen die stark wirkenden Arzneimittel. Man muß daher die zur Anwendung gelangenden Mengen auf 'das äußerste hcrabsetzen. So ist die tödliche Atvopindose für das Kind statt 130 nur 95 Milliramm. Schließlich gibt es auch unter den; stark wirkenden Sub- anzen solche, die den gesunden Organismus ganz anders als den kranken beeinflussen. Am bekanntesten für dies Verhalten ist der Ausguß der Fingerhutblätter, des meist angewendeten Herzmittels. Befindet sich das Herz in gesunden» Zustand, so spürt man von der Digitalis keinerlei Wirkung. Steigt man mit dev Menge, so treten schließlich Bergiftungserscheinungen in den Organen des Kreislaufes auf: der Puls 'wird unregelmäßig, klein und beschleunigt. Ganz anders beim kranken Herzen, das in feiner Kraft geschwächt ist und nur unvollständig seinen Funktionen Nachkommen kann. Hier wirkt Digitalis regulierend: der Puls wird langsam und kräftig. Aus allem geht hervor, daß man zweckmäßig mit Gift eine Substanz bezeichnet, die durch ihre Eigenschaft das chemische Geschehen im Organismus zu dessen Ungunsten beeinflußt. Die Art und Weise, wie ein Gift sich »nit den cheniischen Subt- stanzen im Organismus bindet, um zu einer Wirkung zu gelangen, ist noch nicht für jeden Fall aufgeklärt. Zunächst müssen die physikalischen Eigenschaften der giftigen Substanz derartige sein, daß es rein mechanisch zu einer innigen Berührung mit der anzugreisenden Oberfläche des Organs kommen kann. Das Gift muß in fein verteiltem Zustande an die Körperzellen herantreten. Fm festen Zustande wirken Gifte nicht oder doch nur sehr langsam. Eine hervorrageride Rolle spielt bei der Gistwirkung eine Form! der Löslichkeit, nämlich die in Fett ünd settähnlichen Stoffen. Sehr viele Körperzellen, besonders aber die Ganglienzellen des Zentralnervensystems sind nach einer geistreichen Theorie, die nach ihren Entdeckern den Nmnen der Meyer-Overtonschen Narkosetheorie trägt, mit einer von solchen Fettstoffen gebildeten Membran umschlossen. Diese läßt nur solche Substanzen in die Zelle «indringen, die in Fett lösbar sind. Alle diejcni-ien Stoffe, welche die Beschaffenheit haben, wirken narkotisch: ''o das tChloroform der Aet'er u. a. m. Allein dies Gesetz gilt n»»r für die Narcotica, andere stark wirkende Medikamente wirken kraft eines ganz anderen chemischen Mechanismus. Diese werden zu denjenigen Zellen hingezogen, zu denen kraft ihrer ähnlichen Konstitution eine gewisse chemische Verwandtfchast besteht. Tann lagern sich dia Giftkörver an die Atomkomplexc der Zellen an, gehen B:rbi »düngen mit ihnen ein, die den Organisimis stark schädigen, weil die nun entstandenen Substanzen durchaus nicht in der Lage sind, die für die Erhaltung des Körpers notwendigen Funktionen zu verrichten. Zu jedem Gifte gibt es nach volkstümlicher A»»schauung ein Gegengift, d. h. ein zweites Gift, das diolWirk»»ng d^ ersten aufhebt. Dies ist, wenn Man nicht (verallgemeinern will, richtig. Besonders die zu den Alkaloiden gehörigen lPslanzengifte werden von Gegengiften, derselben Giftgattung in ihrer Wirkung ausgehoben. So ist Atropin ein Gegengift für das Muscarin des Fliegenpilzes, desgleichen für Morphium jund Opium, anderseits letztere wieder das Gegengift sür Atropin; weiterhin tvird Pilocarpin gegen Vergiftungen mit Bilsenkraut gebraucht. Auch der lebende Organismus hat die Fähigkeit, sich der Gifte auf verschiedene Weise zu entledigen. Er bildet Gegengifte bei Infektionen s— aber dies nur gegen Bakterien- und Tiergifte, nie gegen irgend welche Pflanzeng,sie«, die sich mit den Giften verbinden Und diese unschädlich machen. Aus L. T. A. hoffmanns Tagebüchern. Daß E. T. A. Hoffmann sehr unter den drückenden Verhältnissen gelitten hat, in denen er in Plock lebte, war bekannt. Wie weit dies aber ging, darüber geben die mit größter Spannung erwarteten Tagebücher Auskunft, aus denen in der Deutschen Rundschau einiges mitgeteilt wird. Die zierlichen Originale, die mit dem Hitzigschcn Nachlaß an das Märkische Museum gekommen sind, bieten des Interessanten und Amüsanten die Fülle. Hosfmann konnte die Enge und Kleinlichkeit seiner juristifchen Tätigkeit schwer ertragen und widmete sich stark der Musik, lieber alles stehen in den Tagebüchern eingehende Reflexionen. Am 2. Oktober 1803 schreibt er: „Noch ein guter Gedanke! — Mit meinen musikali,chen Ideen gehts mir so wie mit Savonarola's des Märtyrers zu Florenz, dessen Geschichte ich in diesen Tagen las, Eingebungen: — Erst schwirrts mir wild im Kopfe herum — >dcmn sauge ich an zu fasten und zu beten d. h. ich setze mich anS Klavier, drücke dia Augen zu, enthalte mich aller profanen Ideen und richte meinen ötiii auf die musikalischen Erscheinungen in den »ier Wände« meines Hirn» — bald steht die Idee klar da — ich fasse und schreibe sie ans wie Savonarola seine ProphDeymrgen — ObS nur andere Coinponisten auch so machen mögen? — aber das erfährt ei» König! Prß. Regierungs Rath in Plock nicht! Ich bin aber doch noch sehr verstimmt/' — — — — Am 16. Oktober: „ — Wann wert»' ich mehr als das ewige todte Einerlch hier wiederholen dürfen — Tic Kindergruppe Hab' ich fertig compouiert — Ob ich ivohl zum Mahler oder zum Musiker gedohrcn wurde? — Ich must die Frage dem Präsidenten Bsever- vorlegen oder mich bey dem Großkanzler darimch erkundigen: die Werdens wissen! — In Beckers Erholungen fand ich ein musikalisches Gedicht Stäsodion — der Gedanke stieg mir aus es .zu componiren und zum Oratorio zu machen. — „Alles was Odem hat lobe den Herrn" soll eine tüchtige Fuge abgeben. Amen es geschehe also!" Am 17. Oktober: „Gearbeitet den ganzen Tag! — O weh ! — ich -werde immer mehr zum Regierung-Rath — Wer hätte das gedacht vor dreh Jahren — Die Muse entslieht — der Aktenstaub macht die Aussicht siuster und trübe! — Tos Tagebuch wird Merkwürdig, weil es der Beweis der ungeheuren Erbärmlichkeit ist, in die ich hier versinke — Wo sind meine Borsätze hin! — wo meine schönen Pläne für die Kunst? — Allmächtiger Bleymei ■— bitte für mich! — hebe mich weg auS diesem Jammerthal in das Paradies an den Usern der Elbe — oder last mich den Rhein, wie Mosen das gelobte Land, aus der Ferne sehen!" Am 7. Januar: „Mit unbehaglichem Gefühl stand ich heute auf, die Folge des gestrigen Rausches — ich mutz nun einmal strenge Diät halten, um meine Kränklichkeit ganz loß zu werden — Nachmittag den „Candidc" gelesen — die Norm eines guten Romsanss — der philosophische durchgesllhrtc Satz versteckt sich hinter dem Vorgänge voll Carrikaturen — die Würze ist der Menschen Albern- Als er zu kurzem Aufenthalt nach Königsberg kam, gibt er die Schilderung einer Begegnung mit einem jungen Mädchen, die sich wir ein Stück aus den „Kreisleriana" liest: Am 13. Januar: „— Ein kleiner Vorfall ! — nein kein kleiner Vorsall — ein Ereignis — wichtig für Kopf und Herz hebt den heutigen Tag über seine tristen älteren Brüder heraus — Ein junges blühendes Mädchen, schön wie Correggios Magdalene — gewachsen wie die Grazien der Angelika Känjmann, stand Nachmittags vor mir! — es war Molchen Halt — Sie hatte dev Mutter Grazie — das Ideal meiner Kindischen Fantasien von dem Vormahls meiner Jnamorata staird vor mir — eine süsse unbekannte Wehmut ergriff inich — sic blickte mich mehrmals bedeutend an — gewiß war ich ihr nicht minder merkwürdig, als sie mir — Die Mamsell Rink die jüngere introducirte sie — bet Onkel sprach unendlich lange von einem Begräbnis) — vergebens rang ich darnach, dem Gespräch eine interessante Wendung zu geben — das ausgeblühte Mädchen wollt' ich mit meinen GeistesArmen «mranken — ich wollt sie unmerklich in die magischen Kreise 'meiner Imagination ziehen — einige emphatische Augenblicke hätten mich schadlos gehalten sür dgs geiströdtende Einerlev der vorigen Woche —> aber es ging nicht — die Rink verdarb mir alles mit ihrem blehcrnen Wesen — mil ihrer Lanaweiligkcit —• Ich lese RousscauS „Bekenntnisse" vielleicht zum 30tcn mahl — ich sind« mich ihm in manchem ähnlich — 'Auch mir verwirren sich die Gedanken wenn eS daraus ankomt, Gefühle in Worte zu lassen! — ich bin sonderbar bewegt! — Der Tobten fei) hier ein Monument gesczt! — es ist lebendiger wie sonst die Eastra dvlo- riS zu sehn pflegen, da statt des marmornen Dodesengels auf jenen hier eine lebendige Grazie die Haupt Rolle spielt — Das Compliment zum Abschiede war höchst abgeschmackt — ich wollte zu viel sagen — bey gehöriger Muße rede ich u>ie oft auch im Traume am schönsten — ich mache auch wohl Impromptus, aber alles wie gesagt mit Muße! — Warum halte ich nicht Buch über meiire witzige Einsälle trie der selige GeheimRat Baumgarten? — Könte sie denn bey guter Gelegenheit mit Effect anbringen — Voltaire machte es nicht besser — er soll auch mehrere unverbrauchte Einsälle nachgelassen haben! — Kostbarer Nachlaß — unschätzbares Legat sür einen schönen Geist! —"_ 0. K. vermischte». * Ein Mann, der sich nicht irren kann. Der Austritt, den der Pariser Korrespondent der Gazzetta di Venezia erzählt und der sich vor nicht allzu langer Zeit in der Seinestadt abgespielt haben soll, führt in den Kassen- raiim des Rothschildschen Bankhauses in Paris. Es herrscht die weihevolle Stille, die man immer cm solchem Orte trifftf mit lässiger Gebärde und verblüffender Sicherheit zählt der Hauptkassierer den harrenden Klienten die Tausendsrank-Scheine auf das marmorne Zahlbrett. Der Zufall will, daß einer der Rothschilds durch den Kassenraum kommt; die Zigarre zwischen den Lippen bleibt er einen Augenblick ein paar Schritte von dem Hauptkassierer entserni stehen und beobachtet mit nachdenklichem Interesse die sabelhafte Fingerjerligleit, mit der der Kassierer di« Scheine zählt. Da tritt plötzlich ein Herr, ein Bündel Tausendfrank-Scheinc noch in der Hand, an den Schalteri „Herr Kassierer, Sie haben sich um 1000 Frank geirrt!" „Ausgeschlossen!" erklärt der Kassierer und wirft einen nervösen Blick aus den hinter ihin stehenden Ches. „Doch, Sie haben sich geirrt. Sie haben mir statt zehntausend Frank elftausend gegeben. „Unmöglich!" wiederholt sichtlich nervös der Kassierer. Der Fremde streckt ihm den Tausendfrankschein entgegen.: „Doch, dies war zuviel." Der Kassierer streckt« schon die Hand aus, da mischt sich der Baron ein und ers klärt kalt: „Der Kassierer von Rothschild kann sich nicht irren!" und weist den Schein zurück. Der Fremd« zuckt die Achseln, steckt den Schein ein, und eine Minute später herrscht wieder die gleiche geschäftliche Stille. . . — Der taktvolle Reisende. Ein junger Mann, der von einer großen Firma in Manchester als Geichäslsreisender engagiert wurde, erhielt von den Chefs einen Wink, »aß dev große Fehler seines Vorgängers Mangel an Takt gewesen sei und daß er sich deshalb sehr taktvoll benehmen müsse. Der >unge Mann versprach, sich des größten Taktes zu befleißigen, und ging auf die Tour. Zum Erstaunen und Entzücken seiner Chefs liefen nun Ordres in einem noch nicht dagewcscnen Umfange rin: der neue Geschäftsreisende erwies sich als eine vorzügliche Kraft. Der Höhepunkt seiner Erfolge aber wurde erreicht, als er einen großen Auftrag von einer Firma übersandte, mü der sein Haus eine» großen Krach ge!>abt hatte und seit Jahren außer Geschäftsvcv- bindung gewesen ivar. Die Chefs hielten es nun nicht mehr vor Neugierde aus: sie wollten hinter das Geheimnis ihre« neuen Geschäftsreisende» kommen und fragten ihn sogleich naiv seiner Rückkehr, wie er das alles zuwege gebracht habe. „Ich folgte nur Ihren Wünschen," lautete die Antioort: „ich war in jeder Situation taktvoll. Als ich z. B. in Mr. B'S Laden kam, fragt« er mich, .waS für eine Firma ich vertrete. In Anbetracht der Umstände, die mir bekannt waren, überreichte ich ihm meine Kart« und sagte: „Ich reise l)all nun inal für diese verdammten Idioten!" * Genügsam. Zwei heiratslustige junge Damen sprechen von Weihnachten. „Nun, würde ein sehr großer Strumpf genügen, um alle deine Wcihnachtswünsche auszunchinen?" —> „Nein, Elvira, aber ein Paar Socken wären mir genug . . * Abgehärtet. Rechtsanwalt (nach der Verhandlung) zu seinem Klienten: „DaS Kreuzverhör scheint Sie wenig beunruhigt zu haben. Haben Sie schon früher Kreuzverhöre durchgemacht?" — „Ach, ich bin Vater von sechs Kindern." * Abschreck u ngsthcoric. „Da ist ein berühmter Pädagoge, der meint, jeder Mensch müsse täglich etwas Poesie oder wenigstens ein Gedicht lesen." — „Ach, der Mann hat recht: wenn mehr Leute täglich Gedichte läsen., gäbe cs vielleicht weniger, dt« immerzu Gedichte zu machen versuchen." Sitatenrätsei. Aus jedem der solgeudei, Zitate ist ein Wort zu nehmen, so datz sich ein neue» Zitat ergibt: 1. O, ich bin klug und iveise Und mich betrücit ina» nicht. 2. Wohl dem> Selig muß ich ihn »reisen, Ser i» der Stille der ländlichen Flur. 3. O süße Stimme I Pielivillkouimner To» Der Muttersvrach' i» einem siemde» Landei 4. Selig durch dl« Liebe, Götter..... 6. Mein Leivzla lob ich mir I C» i» ein klein Pari» und bildet seine Leute. 6. Tie» Kiud, kein Engel ist so rein. 7. Als ich uoeb >»> Flügelkleide I» die Mädchenschule ging. 8. Tie Hindus der Wüste geloben, keine Fische zu rss«n. 5. Hier bin ich Mensch, hier dar! ich'» sein. Auslösung in uächster Nummer. Auslösung der Schach-Aufgabe in voriger Nummer: Weiß. Schwarz LLd4-gl Kd6 — e 4 ot>« A.) 2. D»6 — e4:f. Ke4 — <8 (16) 3. D c 4 — g 4 f und Matt. A.) 1..... -4 —eS 2. Da6 —b7f Kd5 —c4 ober d6. 3. 8 d 7 — r 5 oder L g 1 — c 6 f und Platt. Redaktion: ».Neurath. — Rotationsdruck und Perlag der Brühl'lchen Untversitälr-Buch- und Steindruckeret. R. Song«.