Ein Frühlingstraum. Roman von Fr. Lehne. (Nachdruck verboten.) /Fortsetzung.) Nachdenklich hörte Strachwitz zu. „Hm," meinte er dann, klingt eigentlich sehr romantisch — Mutter russische Fürstin usw! Haben Sie sich auch genau erkundigt, ob alles, stimmt?" „Strachwitz!" brauste Wolf da auf, „müssen Sie denn immer Zweifel in das holde Mädchen setzen? Ich weiß nicht, >vas ich denken soll!" „Das Richtige, lieber Freund! Ich meine es nur gut! Denken Sie aber nicht, daß ich eifersüchtig bin auf Ihren Erfolg. Bewahre! Bin sehr stark engagiert, wenn auch nicht in solcher Weise wie Sie — ick liebe das Reelle — bin, nicht für Mondscheinnächte und vergleichen Zauber — habe aber dafür die Augen offen und sehe die Dinge an, wie sie sind! — Sie wollen doch wohl das Mädel heiraten — da darf man sich nicht allein von der Liebe beherrschen lassen, da muß nian vor allem den Verstand zu Rate ziehen, und das tun Sie nicht!" „Ich glaube meiner Mary —" „Sollen Sie auch! Ist ganz gut und schöne genügt aber nicht! Prüfen, prüfen und überlegen — nicht blindlings zutappen! — Na, für heute genug! mit verliebten Leuten »st nicht viel zu reden! -- Jni übrigen gebe ich Ihnen aber den guten Rat, Ihre alten Bekannten, guten Freunde Und getreue Nachbarn nicht zu vergessen — in Ihrem Interesse, lieber Wolfsburg! A propos! — Die schöne Ella fragt oft nach Ihnen! es ist nicht gut, die Familie zu vernachlässigen! wer weiß, ob man die Leute nicht mal nötig hat! Deshalb braucht noch niemand zu ahnen, daß Sie von zarten Banden gefesselt sind! — — Noch eins, heute abend geruht der Alte ins Kasino zu kommen, keiner fehle! nur damit Sie es wissen! Na, Servus endlich!" Damit ging er. Halb geärgert, halb gerührt hatte Wolf ihm zngehört. »,'s ist doch ein guter Kerl," dachte er dann. Nun mußte er Mary abschreiben, denn er konnte den Abend nicht anderswo zubringen, wenn der Alte sich sehen ließ, dessen Bevorzugter er sogar war! — Nachdem der Brief befördert war, — Mary fand ihn am Abend, wenn sie aus dem Geschäft kam, sicher vor — schleuderte er langsam nach der Promenade. Dort begegnete ihm Gabriele Ulrich, sehr elegant und vornehnl gekleidet. Er dachte an den Rat seines Freundes und blieb stehen, sie zu begrüßen. Sie war eine ausfallende Erscheinung, für ihre einundzwanzig Jahre fast zu üppig; das Helle blonde Haar paßte gut zu der frischen, rosigen, gesunden Gesichtsfarbe. Ihre Augen, von einem hellen B>augrau, hotten einen eigentümlich talten, nüch- lernen Blick, der gar nicht so recht zu dem etwas phlegmatischen Aussehen paßte. Fräulein - Ulrich war das, was man emeinhin ein hübsches Mädchen nennt — ohne jede beson« ere Eigenart. Für Wolf hatte sie etwas direkt Abstoßendes — warum, wußte er selbst nicht; vielleicht, weil sie ihm gar zu deutlich ihr Wohlgefallen zeigte, was ihn sehr unangenehm berichrte. „Sie lassen sich auch gar zu selten sehen, Herr von Wolssburg," sagte sie eben schmollend; „ich bin eigentlich recht böse auf Sie!" „Da bin ich untröstlich, mein gnädiges Fräulein!" „Das glaube ich gar nicht — Sie hatten es ja gar nicht gemerkt, daß ich schon auf dem letzten Kasinovergnügen Ihnen gram war — hat Herr v. Strachwitz, bei dem ich mich über Sie beklagt, Ihnen nichts erzählt?" „Strachwitz? ja, ja, allerdings," entgegnete Wolf; er hatte keine Ahnunig, um was es sich handelte, es war ihm auch gleichgültig, nur nicht die Zeit versäumen, Mary zif begegne». Aber er kam nicht von ihr los; (Rrbriech hielt ihn im Gespräch fstst; denn sie war ja viel zu stolz daraus, den schönen Wolfsburg an ihrer Leiie zu sehen, cns oag ;ie ihn so schnell" wieder freige.gebc» hätte, deshalb bat sie ihn, sie »och ein Stück des Weges zu geleiten, „die Herren haben doch vor Tisch nichts Wichtiges zu erledigen?" Wohl oder lübel mußte er mit, und sie suchte ihn lebhaft zu unterhalten. „Papa hat mir gestern ein neues Reitpferd gelaust — einen Rappen —, meine Lisa gefiel mir nicht mehr; ich habe sie verkauft, Frau von Mühlen bat mich darum." „Ist Ihnen die Trennung nicht schwer geworden? Lisa war ein gutes, frommes Tier! Erzählte» Sie mir nicht mal, daß die Dame ihre Tiere nicht sonderlich gut behandelt?" „Run ja, wenn sie ihre Nervenanfälle hat, ist es ihr gleich, was oder lven sie schlägt. Ihr Mädchen kann davoi» erzählen. Wie hat sie einmal ihr Schoßhündchen geprügelt! Das Tierchen ist daran gestorben." „Tut Ihnen Ihre sailste Lisa dann nicht leid, wenn sie in solche Behandlung kommt?" „Sie tun ja gerade, als wenn es sich um einen Menschen handelte, Herr von Wolfsburg! Ein Tier, ich bitte Sie, was ist ein Tier! Ach ja, waren Sie neulich auch im Zirkus, Herr Leutnant, als der Drahtseilkünstler stürzte? Herr von Holbach erzählte es mir; er >var zugegen! — Schade, gerade an dein Abend war ich verhindert! Ich hätte es gern gesehen; so etwas bringt doch Abwechslung und geht einem auf die Nerven!" „Fräulein Ulrich, der Mann hinterlaßt eine Frau und fünf kleine Kinder — ivas soll da aus der Familie werden?" entgegnete Wolf sehr nachdrücklich. Sie zuckle die Achseln. „Ja, warum heiratet er und hat Familie? Solche Leute brauchen das nicht! Warum ist er Drahtseilkünstler! Da muß eben stets mit einem Unfall gerechnet werden. Er konnte ja Handiverker oder sonst etwas Reelles werden! Papa hat der Frau 30V Mark geschickt — das war nicht nötig; die Frau kann arbeiten!" 28 — Wolf war empört über diese Herzlosigeit; am liebsten hätte er ihr seine Meinung gesagt; aber er schwieg. Verstohlen sah er sie von der Seite an: augenscheinlich war sie sich gar nicht des Eindrucks ihrer Worte bewußt. Das war doch so selbstverständlich. — Nachlässig ließ sie das elegante Foulordkleid durch den Staub schleifen, das wohl mehr als 800 Mark gekostet hatte, — da tat ihr das Geld nicht leid! aber e8 für arme Leute auszugeben, war es zu schade — da hatte man ja nichts dafür! „Hoffentlich werden Sie Papa mit mir begrüßen! Ich versprach ihm, ihn abzuholen! Er würde sich freuen, weil er Sic so gern hat," bat sie mit einem koketten Augenaufschlag. „Sehr fchmcichelhast, mein gnädiges Fräulein! Muß aber leider auf das Vergnügen verzichten, Ihren Herr» Vater zu begrüßen, da es mir heute tatsächlich an Zeit fehlt." „Ach, das sagen die Herren immer — um eine Ausrede sind sie nie verlegen," schmollte sie. „Wissen Sie auch, Herr vvu Wolssburg, daß Leutnant Brenner sehr eifersüchtig auf Sie ist?" „Auf mich — inwiefern?" fragte Wolf erstaunt. „Ja — er meinte, ich vernachlässige ihn — Ihretwegen zu sehr, und Sie verdienten es gar nicht!" „Mein gnädiges Fräulein — in der Tat — ich weiß — zu viel Ehre." Er war wie auf Nadeln; jeden Augenblick mußte ihnen Mary begegnen, ihn dann als Gabrieles Begleiter sehen — o, was mußte sie denken! lind richtig, da sah er sie von weitem in ihrem rosafarbenen Kleide kommen, das er so sehr a» ihr liebte. Seine Augen spähten vorwärts — jetzt mußte sie ihn erblicken; ein Freudenstrahl huschte bei seinem Anblick über ihr Gesicht, um gleich darauf einem Ausdruck erschreckten Erstaunens Platz zu machen, ihn als Begleiter einer Dame zu sehen. Sie gingen aneinander vorüber — Mary grüßte Gabriele, was diese kaum mit einem Kopfnicken erwiderte; Wolf faßte schnell an die Mütze. „Sie kannten diese Dame?" fragte er. „Dame?"" gab Gabriele etwas spöttisch zurück. „Dame? Eine Putzmacherin ist's in dem Hutgeschäst von Frau Gün- del. Sie hat entschieden etwas Geschmack im Garnieren; ich lasse mich stets von ihr bedienen. Das ist die ganze Bekanntschaft. Die Leute glauben dann, wenn man ihnen begegnet, grüßen zu müssen." „Für eine Verkäuferin hätte ich sie nicht gehalten," meinte Wolf, um etwas zu sagen. „Ja, sie ist ganz hübsch; das bestickst ja die Männer immer. Auf der Straße und im Geschäft sieht sie ganz bescheiden und fein aus und doch taugt sie nicht viel. Dinge werden von ihr erzählt, na — ich sollte übrigens meinen, auch Sie kennen diese Person, Herr von Wolssburg?" fügte sie lauernd hiirzu. „Sprachen Sie nicht tim? lief) mit ihr, als der „Zigeunerbaron" gegeben wurde, im Theater?" „Da irren Sie sich bestimmt, meine Gnädige," sagte Wolf kühl, seine Erregung mit Mühe bemeisternd. Soute der flüchtige Gruß, den er mit Mary so im Vorübergehen damals im Theater gewechselt halte, nicht unbemerkt geblieben sein? „Dann ist's eben ein anderer gewesen," versetzte Gabriele anscheinend gleichgültig. „Tie Person war es bestimmt, und mit einein Offizier hat sie gesprochen, das weiß ich genau. Ich glaubte. Sie seien es! — Solche Mädchrn haben ein weites Herz!" „Ah," fuhr da Wolf auf. Ihn überlief es sicdendheiß, als er in solcher Weise von seiner Mary sprechen hörte) jedoch bezwang er sich, als er Ellas erstauntem Blick begegnete. Die durste ja am allerivenigsten ahnrn, daß — „Mich setzt in Erstaunen," sagte er darum, sich zu einem Lächeln zwingend, „daß Sic, gnädiges Fräulein, an den, Leben einer unbedeutendrn Verkäuferin so viel Interesse haben —" „Aber ich bitte Sie, Herr von Wolfsburg, es ist doch gerade iuteressant, so etwas zu wissen — man sieht doch auch gern mal hinter die Kulissen und möchte gern aus jenen Kreisen etwas wissen — muß sehr amüsant sein. Leutnant Brenner macht manchmal Andeutungen —" „— und was für welche?" v ~! o das sage ich nicht, habe versprochen, zu schweigen —i nur das eine, „Stille Wasser sind tief," lächelte Gabriele boshaft. „Ich verstehe Sie nicht, mein Fräulein; Sie sprechen in Rätseln," entgegnet« er kühl. — — „Zu meinem Bedauern muß ich mich setzt verabschieden." „Schade," meinte sie, stehen bleibend. „Aber nicht wahr, Sie kommen bald einmal — Sie müssen doch Ihr Gutachten über mein Vferd abgcben — und einen rechl flotten Namen möchte ich dafür haben — können Sie mir nicht Helsen?" „Augenblicklich fällt mir kein aparter und doch für ein Damenpferd passender Name ein. Ich werde nachsinnen und Ihnen dann einige aufschreiben!" „Ach ja, bitte —" rief sie freudig mis. „Kommen Sie doch morgen vormittag und frühstücken Sie bei uns, bitte!" „Ob es wegen des Dienstes gehen wird? Ich weiß noch nicht; es gibt jetzt viel zu tun," entgegnete Wolf nach- denkend. „Machen Sie cs nur möglich! Leutnant Brenner kommt doch so oft!" „Ich werde sehen! Einstweilen bitte ich um eine Empfehlung an den Herrn Papa. — Auf Wiedersehen, mcizi gnädiges Fräulein." Flüchtig führte er die dargereicht« Hand an die Lippen und entfernte sich. Stolz ging Gabriele weiter mit einem Lächeln befriedigter Eitelkeit um den vollen Mund; sie war von so undj so vielen mit dem schönen Wolssburg gesehen worden —j und sie wußte, daß daran gleich Vermutungen geknüpft wurden. Wie sie ihn liebte — sie mußte Frau von Wolfsburg werden, koste es, was es wolle! Wmn er doch recht viele Schulden hätte — aber er war ja so unheimlich solide — wie nett wäre es da, wenn sre ihn mit ihrest Millionen beglücken könnte! — Für heute war sie befriedigt, hatte sie ihn doch gesehen und gesprochen — morgen kam er zum Frühstück, und wer weiß, wie lange es noch dauerte, dann hatte sie ihr Ziel erreicht. Sie liebte den jungen eleganten Offizier mit jener hartnäckigen Liebe, die eigensinnige Kinder für etwas haben, das sie nicht bekommen tönneu oder das ihnen nur sehr schwer erreichbar ist! lind au seiner Seite würde sie sicher eine Stellung einnehmen, ganz verschieden von ihrer jetzigen in der Gesellschaft. Wolssburg war sehr angesehen und beliebt, Kavalier vom Scheitel brs zur Sohle, dabei schön und klug — und so unbeschreiblich vornehm. Sie sann nach, wie sie es wohl fertig bringen könnte, ihn an sich zn fesseln. Er sollte eine kleine Liaison haben, wie Leutnant Brenner ihr angcdeutet hatte — doch die hat schließlich jeder junge Mann — was tat das! Wenn sie nur wüßte, wer —? Sie hatte seit jenem Theaterabend auf Mary Winters einen Verdacht — o, sie hatte scharfe Augen; sie wußte genau, daß er mit ihr, wenn auch nur ganz flüchtig, gesprochen hatte, mochte er auch leugnen — vielleicht war dies der Anfang gewesen! Na, gleichviel — das wollte sie schon erfahren und mußte es ersahren. Darum niachte sie sich keine Sorge! Mit Geld schafft man alles; davon hatte sie genug--und er hatte nichts! Wenn et nur spielte, vielleicht könnte er mal dazu animiert werden — — und sic zerbrach sich dm Kopf, wie sie ihn Ivohl aM sichersten saugen könnte! — In minder befriedigter Stimmung war Wolf. Was mußte Mary denken! Aber wenn er ihr die Sachlage klar machte, mußte sie einsehen, daß er Rücksichten zu nehmen hatte — sie war ja ein vernünftiges Mädchen! Unerhört^ wie Gabriele, die ihr, was Reinheit und Lauterkeit des Enipfiudcns anbetras, weit nachstand, wegwerfend von ihr gesprochen hatte — Gabriele mit ihrer seichten Oberflächlichkeit und Frivolität! — Sollte trotz aller Heimlichkeit doch etwas von ihren Zusammenkünften in die Oeffentlichkcit gedrungen sein? Es war wirklich besser, wenn sie aus der Stadt ging. Aber wie sollte er ohne sie weiter leben? Und sic konnte ja vor dem fünfzehnten Juli ihre Stellung nicht aufgebcn. Wohin daun mit ihr? Dachte er an seine Familie, krampste sich ihm das Herz voll Bitterkeit zusammen; sein Vater schrieb nicht, für den existierte er überhaupt nicht mehr; nur Edwin, der slotte, lustige Bruder, gedachte zuweilen seiner mit einigen Zeilrn. Und Wols hatte fo viel Sinn sür Familienleben — und nun er ein Weib lieben gelernt, da stellten sich seiner Vereinigung mit demselben so große Schwierigkeiten entgegen. Er hatte nur ein kleines Vermögen; aber er stand ja dicht vor dem Hauptmann, da wäre die Sache nicht so schlimm gewesen — jedoch Mary —j er wußte von ihr so wenig; seit jenem Albend hatten sie nicht wieder davon gesprochen. Zartfühlend, wie er war, hatte er niemals wieder eine Frage nach ihrer Vergangenheit getan. Eine Abrnteuerin war sie nicht — konnte sie nicht sein, dazu war sie zu unschuldig und harmlos — an Ihrer Aufrichtigkeit zu zweifeln, wäre Sünde gewesen — diese Augen und Lippen konnten nicht lügen — mochte Strachwttz sagen, was er wollte! Im Geiste trat ihr süßes Antlitz vor sein Auge, und heiße Sehnsucht packte ihn, in ihren Armen alle Unruhe, all« quälenden Gedanken zu vergessen. — Aber er mußte sich bis morgen abend gedulden, was ihm eine Ewigkeit schien. Was sollte das erst werden, wenn sie gänzlich voneinander getrennt waren? — Was hatte die Liebe für eine Macht über ihn erlangt — — das hätte er nimmer gedacht! Alles andere war ihm gleichgültig geworden — was fragte er jetzt nach Auszeichnungen und Anerkennungen! — so ganz erfüllte ihn sein Lieb! Manchmal überfiel ihn eine unsinnige Angst, sie könnte ihm entrissen werden — — oder untreu werden; der Gedanke drückte ihm dann das Herz ab, und er fand erst wieder Rnhe in ihrer Gegenwart, die ihn beseligte, ihn berauschte. — r= (Fortsetzung stlgt.) Sum Tage von vriare. 14. Januar 1871. In dieser großen Handelsstadt strömte die wütende Volksmasse tausendweise zusammen, und drohte uns zu lftnchen. Wir wurden in eine Kaserne gesteckt und hatten jetzt doch wenigstens einen besseren Ausenthalt, als in de» maisons de prison. Morgens mußten wir den französischen Unflat aus den Gängen wegräumen. Dieses war eine noble Arbeit. Elsässer Soldaten, welche sich mit einem Unterofsizier zankten, riesen uns zu: ,.S i e wärenfroh.daß sienunsbalddeutsch würden." (Einst Und jetzt, vergl. Zabern!) Ueberall, wohin wir kamen, wurden Pferde zugerittcn, Geschütze probiert und exerziert, es war ein gewaltiges Rüsten. Von Bordeaux ging es mit dem Dampfschiff nach Blaye (Festung am rechten Ufer der Gironde, Airsmündung der Garoime in das Mecri. Auf der sstihrt erboste sich voll Ingrimm eine 'Frau, geborene Deutsch« aus Köln, gegen ihr eigenes Vaterland, insbesondere den König Wilhelm, so auch ein Znave aus Görlitz in Schlesien. Ein Soldat aber aus Flandern, welcher so gut deutsch sprach wie wir, nahm uns gegen alle boshaften Zudringlichkeiten der Mitreisenden in Schutz. Unter letzteren sah man viele Marktweiber, starke knochige Frauen mit bräunlicher Gesichtsfarbe. In der Festung Blaye fanden wir noch viele pon unsere«« Schicksalsgenossen von allen Waffengattungen vor. Unser Lager war hier auch in erster Zeit der blanke Fußboden, später bekamen wir Stroh. Die Nahrung war gemäß dem Sprichwort: zum Sterben zu viel, zum Leben zu loenig. Sonst wurden wir gut behandelt, auch erhielten wir Tabakskarten, die gewöhnlich gegen Brot mit den Soldaten der garde mobile ausgetauscht wurden. Mit den Soldaten kamen wir sehr gut überein. Der Kommandant, ein auf Ehrenwort frei gelassener, gefangener Offizier, war bei uns allen hochgeachtet, Arras, ein Israelit aus Elsaß, (das rote Männchen) war sein Bursche. Ein sehr reicher blauer Husar aus Homburg vor der Höhe war sein ständiger Begleiter. Wir (die Mitgefangenen von Briare) waren hier die einzigen von allen, die noch ihre Tornister und Feldkesscl hatten, die Messer und Gabeln waren uns in Revers abgenommen worden. Die übrigen Gegenstände, auch das Geld, dursten wir behalten. Ein Buch mit goldverziertcr Einbanddecke nebst goldener Zuschlagklappe, betitelt: „Hsttoire de Russie et Tartarik", das ich U. a. in dem Nebenbau eines brennenden Schlosses in der Schlacht von Orleans vorfand, und das mich infolge Einsturzes des Dach- stuhles beinahe das Leben gekostet hätte, ließ ich als Geschenk im Lazarett von Briare zurück, obschon ich es gerne als Andenken mit in'die Heimat genommen hätte. 1 Eine Wirtschaft (cantine) befand sich in dem Fort, wo man gedörrte Heringe und dergl., auch guten Rotwein, das halbe Liter zu vier sous (gerade die tägliche Löhnung des französischen Soldaten noch heute), haben konnte. Unsere Zeit verbrachten wir damit, die vielen vorbersegelnden Handelsschiffe zu betrachten, dann das Schauspiel der Ebbe und Flut zu beimindern, und im übrigen mit allerlei Kinderspielen. Für sonstige Kurzweil sorgten: Wilhelm, ein Landwehrmann, Rosenkranz, ein schlesischer Kürassier, und Fränzel, ein Sattler, später erblindet, in Haingründau bei Büdingen, wo er sich häuslich niedergelassen, gestorben." An diesen Bericht schließt sich eine „poetische Darstellung" des bisher Erlebten, die die Ueberschrist trägt: „Tie Kranken in Briare", und deren erste Strophen also lauten: f Am fernen Loirestrome, u Briare im Spital, a lagen von Hessens Kriegern Wohl dreizehn an der Zahl. Die Uns'ren mußten weichen Aus diesem schlimmen Ort, Doch ach, wir armen Kranken, Wir konnten doch nicht fort." »fw , rm ganzen 28 Strophen. Ein weiteres Gedicht: „Tie Gefangenen von Fort Blay" mit 14 Strophen beginnt: „In Blaye an der Garonne, Nicht weit vom großen Meer, Saß eine Schar gefangen Vom deutschen Kriegesheer. Sie lebten dort recht munter. Des Tags gab's zweimal Supp, Das Fleisch mar kaum zu fassen, Auch gab's ein halbes Brut (Brot)." usw. „Der erste März brachte uns die Freiheit wieder. Die erste Kunde brachte uns der blaue Husar. Der Abschied von de» französischen Soldaten war ein herzlicher. Alles war froh. Unser Auszug aus der Stadt glich einer großen Freudenfeier. Alle Glocken läuteten, weiß aekleidete-Mädchen bildeten Spalier, und noch lange nach der Abfahrt winkten sie mit weißen Tüchern und Fahnen. In Bordeaux kamen wir von dem Dampfboot aus die Eisenbahn. In rasender Eile durchsauste dieselbe die Nacht; noch immer vernahm man das Tönen der Glocken. Am folgenden^ Tag langteir wir an der Scheidungslinie an. Der französische 'Kommandant hielt eine Rede, worin er uns für das gute Betragen dankte, in? dem wir bewiesen hätten, daß wir auch in der Gefangenschaft der siegreichen deutschen Armee würdig gewesen wären. Ein Elsässer war Dolmetscher. Die Soldaten reichten uns unter Tränen die Hände: sie empfingen von uns noch viele Tabakskarten, worüber sie sich sehr steuten. Wir fuhren alsdann mit der Bahn bis zur Loire weiter, wo eine Notbrücke errichtet war. Als der Bahnzug auf der Brücke war, wurde das Erreichen des jenseitigen (rechten) Loireufers durch die schwankenden Bewegungen der Wagen sehr erschwert und dauerte es längere Zeit, bis die Uebersahrt gelang. Wir waren nun in Tours. Offiziere geleiteten uns in die Kaserne, aber niemaich wußte etwas von Frieden. (Am 26. Februar mitternachts war der Waffenstillstand abgelausen, der bis zum 12. März verlängert wurde, nachdem am 26. Februar die Friedenspräliminarien zu Versailles abgeschlossen und am 27. zur allgemeinen Kenntnis gebracht waren.) Bon Tours ging der Marsch zu Fuß am nächsten Morgen weiter nach Chateau Renault, wo unser Regiment lag." (Vom 25. Februar bis zum 5. März verblieb das Regiment hier, woselbst am 2. März 2 Unterosfiziere, 28 Mann, darunter auch Joh. May, aus der Gefangenschaft eintrasen. Achtzehn ivaren davon dem Feind am 2. und 14. Januar krank in den Lazaretten zu Briare und Gien in die Hände gesallen. Regiments-Gesch. Jnf.-Rcgts. Kaiser Wilhelm.) May schreibt zum Schluß: „Bei unserer Ankunft in Chateau Renault wußte man noch nichts von Frieden. Ich kam wieder zur Kompagnie, aber wie staunte sieh Ich wurde längst sür tot gehalten. Es ging das Gerücht, die Franzosen hätten mich erschossen. Eine unaussprechliche Freude erfolgte aus unsere Ankunft. Die feierlichen Glockentöne durch- drangen auch hier fortwährend die Stille der.Macht. Im frohen Zusammensein verbrachten die Bürger mit den Soldaten den Abend. Wer den Wein bezahlen sollte, darnach fragte niemand, der Born spendete umsonst; der Krieg hatte ausgehört."---- Das Rätsel der Verschollenheit. Von Peter Hamecher. Die Menschheit liebt das Wunder. Sie liebt das Geheimnisvolle, Abenteuerliche, das die Phantasie ansteizt und dem schweifenden romantischen Hang des Gemütes Nahrung gibt. Die Welt der Tatsachen ist ihr lange nicht in demselben Maße Wahrheit wie die Welt der Legenden, trotz allein Rationalismus. Die schale Wirklichkeit genügt nicht dem träumenden, dichtenden Volksgeiste. Er muß die Tatsachen umgestalten, ins llebernatürliche steigern, und erst, wenn sie ganz von der Luft des Wunderbaren und Außerordentlichen umweht sind, erfüllen sie sich ihm mit eigentümlichem Leben. Indem sich das reale Ereignis zum Phantasieerlebnis wandelt, wächst es ihm zusammen mit ausschlaggebenden Elementen seines innersten Vorstellungskreises und wird ihm so zur Wahrheit jenseits aller tatsächlichen Kausalität, zur erlebten geistigen Wahrheit, auf die der Glaube sich unerschütterlich aufbaut. Wesentlich ein Phantasieerlebnis sind für die Menschheit auch jene Männer des Rätsels, die des österen in der Geschichte auf- lauchen und sich für hohe Persönlichkeiten ausgeben, die vor Zeiten im Dämmer der Verschollenheit verschwanden, und nun, nach weiten Irrfahrten und ungeheuren Leiden, plötzlich wieder ans Licht kommen, um verjährte Ansprüche geltend zu machen. Solcher Gestalten bemächtigt sich die Einbildungskrast des Volkes mit Vorliebe. Wenn je, so ist sie hier bereit, die Tatsache mit dem blühenden Gerank der Legende zu umgeben, so daß alsbald Phantasietrug und historische Wahrheit nicht mehr zu scheiden sind. Der Reiz des Fernen, Rätselhaften und das Mitleid mit dem dunklen Heldentum des Leidens schaffen eine Atmosphäre uni diese Persönlichkeiten, die sie ganz aus der Wirklichkeit hinaushebt, und sie mit einer Dämmerung des Seltsamen, Abenteuerlichen umgibt, durch die der Tagblick der Forschung kaum hindurch kann. Gewöhnlich tauchen solche Prätendenten in einer Zeit aus, deren gestörtes Gleichgewicht eine sieberhaste Erregung in den Gemütern 28 erzeugt hat, die allem Außerordentlichen Tür und Tor öffnet: die das Unmögliche als das Allermöglichste erscheinen läßt. Der Wirrwarr der Gegenwart hat vielleicht das Bild dessen, der ging, in der Erinnerung mit besonderem Glanze verklärt, und die Hoffnung auf das Erscheinen eines Retters hat dem angeblich Wiederkehrenden den Weg bereitet, auf dem ihm die Herzen entgegen- sliegen. Vielleicht ist der Prätendent nur ein Betrüger oder der Vorgeschobene einer volitischen Partei. Aber die entzündete Einbildungskraft trägt ihn empor, verwirrt ihn auch wohl selber, und der Betrug wächst über sich hinaus, oft genug bis zur Tragödie. Wie sehr aber solche Gestalten die Phantasie des Volkes beschäftigen, eigt sich darin, daß manches von ihnen noch in der Erinnerung ortlebt und gar von Dichtern in die Unsterblichkeit empor gehoben wurde. Die Geschichte ist voll von solchen Männern, um Die das Halbdunkel des Geheimnisses lagert. Am häufigste» treten sie wohl in Zeiten auf, denen das historische Denken noch nicht ausgcpangen ist. Aber der Fall Naundorf, der neulich wieder in den Zeitungen erörtert wurde, steht unserer Epoche noch nahe genug, und cs wäre nicht undenkbar, daß auch heute noch ein falscher Ludwig II. bei den Bauern des bäuerischen Hochgebirges Glauben fände, oder daß ein heimgekehrter Johann Orth sür eine Weile die Welt in Spannung erhielte. Es genügt, daß die Phantasie stark genug durch das Rätsel des Verschwindens oder sonstige seltsame Ereignisse, an die der Glauben Heischende anknüpst, rn Tätigkeit gehalten worden ist, um ihm Anhänger zu werben. Das Phau- tasiebedürsnis des Volkes lauert stets aus seltsame Abenteuer, und der romantische Wundergeist stirbt nie aus. Der irrende Odvsseus, Robinson Crusoe aus seinem Felseneiland, Kaspar Hauser sind Helden, die die Menschheit ewig liebt. l Einer der erltcn Prätendenten, die die Geschichte keunt, ist der falsche N c rj>. Am 9. Juni 68 sollte der römische Kaiser sich ctötct haben. ^ Aber das Gerücht sagte anders: Nero habe sich urch die Flucht gerettet, und eines Tages kam von der Insel Delos die Kunde, Nero sei toieder erschienen. Dieser falsche Nero fand Zulaus und beunruhigte eine Weile das Reich, doch wurde er schließlich gefangen genommen. Seine Rolle aber spielte er bis zum Schlüsse. Selbst im Sterben blieb er Nero: er stürzte sich, um der Gesangenschast zu entgehen, wie es vom Kaiser selber erzählt wurde, in sein Schwert. Nachdem traten noch andere Neronen auf. Sie waren Betrüger. Das Rätsel des ersten Nero aber ist nicht gelöst worden. Tragisch ist die Geschichte jenes Mannes, der sich für den Grasen Balduin IX. von Flandern ausaab. Balduin hatte im April 1204 Konstantinopel miterobert und war dann in die Gesangenschast der Bulgaren geraten. 20 Jahre war er verschollen. Seine Tochter hatte inzwischen die Herrschaft an sich genommen. Da hieß es, der Graf sei zurückgekehrt. Was der Greis, der sich sür Balduin ausgab, vorzubringcn wußte, sprach für ihn. Nur keine Tochter wollte sich nicht überzeugen lassen. Schließlich ließ die Gräfin den alten Mann sangen, foltern und hängen. Aber unter dem Gerüst machte dieser eine Aussage über Dinge, die nur die Gräfin wissen konnte. Als sie davon hörte, brach sic nach der Legende mit dem Ausruf: „Er war doch mein Vater!" zusammen. Ein Hospital, das sie später bauen ließ, zeigte neben dem gräflichen Wappen überall den Galgen. Bekannt durch Willibald Alexis Roman ist der f a l s ch e W a l - de mar, der Anspruch auf den Thron von Brandenburg machte. 29 Jahre nach des Markgrafen Waldemar angeblichem Tode erschien vor dem Bischof von Magdeburg ei» Mann und behauptete: damals sei in Chorin eine falsche Leiche beigesetzt worden. Er, der Markgraf. sei nach dem heiligen Lande gepilgert und nun zurückgekehrt, um die schlaff am Boden schleppenden Zügel der Herrschaft wieder an sich zu nehmen. Der Prätendent fand eine Zeitlang bei Volk und Fürsten Unterstützung, ivurde aber später vom Nürnberger Reichstag sür einen Betrüger erklärt. Dann verschwand er wieder im Dunkel. Er soll eine Kreatur des askanischen Hauses gewesen sein: ei» Müllerbursche Jakob Rehbock aus Anhalt, der dem Markgrafen früher als Knappe gedient. Weniger deutlich als diese Gestalt lind der falsche Friedrich II., der gegen Rudolf von Habsburg Truppen sammelte, und die salschen Sebastiane von Portugal. Ein ossenkundiger Betrüger aber war der Schisserssohn P e r k i n W a r b e k aus Tournai in Flandern, der eine Weile England in Aufregung versetzte, später aber, nach mehreren unglücklichen Ausständen, am Galgen endete. Er gab sich sür den Sohn Eduards IV., Richard von Bork, aus, den sein Onkel Richard III. zusammen mit seinem Bruder hatte im Tower nmbringen lassen, „der ärgste Greuel jämmerlichen Mords, den jemals noch dies Land verschuldet bat", wie es bei Shakespeare heißt. Warbek war zunächst das Werkzeug irischer Verschwörer und fand hernach Unterstützung bei der Schwester Eduards IV. und dem deutschen Kaiser Maximilian. Doch dauerte seine Herrlichkeit nur sieben Jahre, bis 1499. An die Dramatisierung der Warbekgeschichte dachte Schiller, bevor er die Gestalt des russischen Prätendenten, Demetrius, ergriff. Dieser angebliche Sohn Iwans des Schrecklichen ist ganz vom Geheimnis umhüllt. Er selber scheint an sich geglaubt zu haben, ein Opfer der Suggestionen der Zarenwitwe Marsa, die sich an Boris Go- dunow rächen wollte. Ganz rührend und licht verklärt sind zwei Jüngliuasgestalten, die noch in unsere Zeit hinüberragen: Ludwig XVI. Sohn, der im Tempel zu "Tode geguält wurde, iii'j Kaspar Hauser, der badische Prätendent, dem Verlaine ein wundersamcsl Gedicht und Jakob Wasserinann seinen schönsten Roman widmeten. Am 8. Juni 1795 sollte Ludwig XVII. gestorben sein. Mer während des Konsulats lief schon das Gerücht um, nran habe den Thronerben heimlich beiseite geschasst und eine untergeschobene Leiche beerdigt. Mancherlei Abenteurer griffen dieses Gerede auf, und der falschen Ludwige sind nicht wenige, die aus den Bernrutungen Nutzen zil ziehen suchten. Bon einein erzählt der Demamogenverräter Wit von Dörring in jenen Kapiteln seines Lebensromans, in denen er von seinen italienischen Gesängniserlebnissen berichtet. Nicht unbegründet erscheinen aber einzig die Ansprüche des Spandauer Uhrmachers Karl Wilhelm Naundorfs, dessen Nachkommen jüngst vom französische» Gericht die Erlaubnis erteilt ivurde, den Name» Bourbon zu führen. Naundorfs kämpfte bis zum Dode sür die Anerkennung seiner beanspruchten Rechte, und sein Sohn setzte später diesen Kamps fort. Ueberraschend soll die Aehnlichkeit Äaundorsfs mit den Bourbonen gewesen sein. Von all diesen Fällen der rätselhafteste ist jedoch der Fall Kaspar Hauser, und keiner hat auch die Welt stärker in Atem gehalten. Die romantische Richtung der Zeit um 1830 fand in diesem Schicksal genug des Seltsanien, um ihrem Trieb zum Geheimnisvollen daran genüge tun zu können. Ein Knabe, der nichts von der ganzen Welt weiß: der keines Wortes der Sprache mächtig ist und nicht der primitivsten Handgrifse, taucht eines Tages in den Straßen Nürnbergs auf. Der Orientalist Daumer und der Kriminalist Feuerbach nehmen sich seiner an, und wie ein Lausseucr verbreitet sich die Kunde von dem Fünaling, der ein Leben lang in einem unterirdischen Verließ eingesperrt gewesen, durch die Welt. Bald ist dieser Fremdling aus Nirgend- heim das Kind Europas. Gerüchte schwirren und verdichten sich zu Anschuldigungen gegen ein Fürstenhaus. Kaspar soll ein badischer Prinz sein, den die morganatische Gattin des alten Fürsten beiseite geschasst, um ihre Kinder zur Regierung zu bringen. Und wie Kaspars Eintritt in die Welt von Dunkel umhüllt ist, so auch sein Austritt aus ihr. Ein meuchlerischer Dolch traf ihn am 14. Dezember 1833 im Park von Ansbach ins Herz, nachdem ein früherer Anschlag mißlungen war. Der Schleier des Rätsels, der Kaspar umgibt, ist nie gelüstet worden. Er ist eine Gestalt der Bolksphantasie, und wenn man anch mit Akten käme: sie fänden keinen Glauben. Die Liste der seltsamen Gestalten ist damit nicht erschöpft. Wer erinnert sich nicht der eisernen Maske? Oder sonstiger Geschichten rätselhafter Menschen? Wer dächte hier nicht an das Gerücht, das neulich von Oskar Wilde ging: auf dem Pariser Kirchhof ruhe eine fremde Leiche, während der Dichter noch in Italien lebe? Was wollen hier Akten, die mit „historischer Wahrheit" kommen? Wir stehen »rit einem Fuße auf dem Boden der Träume, und Träume haben ihre eigene Gesetzlichkeit . , . humoristischer. * Der beste Beweis. Luise: „Sie hat gar keinen Appetit, nicht wahr?" — Julia: „Ja, denke dir nur, sie hat nicht einmal Appetit auf das, was der Doktor ihr verboten hat!" * M i ßve r sta n den. „Warum ist Maude nur so böse aus den Photographen?" — „Fa, hinten auf ihrer Photographie fand sie den Vermerk: Das Original dieser Photographie wird sorgfältig konserviert." _ Lchach-Aufgadt. Lckuvarz. abcdefgh Weib. Weib letzt mit dem dritten Zuge Matt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummert Neicki Et, wer Freunde hat. Redaktion: K. N-urath. — Rotationsdruck und Verlag der Brübl'tchen Uuiversilots-Buch» und Steindeuckerel. R. Lauge, Ciebe»