Ein Frühlingstraum. Roman von Fr. Lehne. (RaäHruck verboten.) (Fortsetzung.) „Aber, lieber Freund, was habe ich denn verbrochen, daß Die mich so strafend ansehen, als ob ich ganz etwas Ungeheuerliches begangen hätte? Es ist doch nun cinnial so, daß — " ,.Ja, es ist einmal so — leider — " unterbrach ihn Wolf, „es liegt mir fern, niich als Sittenrichter ansspielen zu wollen — mag jeder treiben, was er will — niir ist's gleich. Aber wenn mir zugemutet wird, solch eine holde junge Mäd- chenblnme zu knicken, nein, nein! Das Hab' ich niemals verzeihen können, wenn einer dazu gewissenlos genug ist! Eine Zeitlang mag solch Verhältnis wohl dauern — aber wenn die Ernüchterung eiiitritt, was dann? Meistens ist doch ein solches Wesen dann nivralisch verderbt, daß es lein Zuriick mehr für es gibt und es der anständigen Gesellschaft verloren ist!" „Ach, Sie sehen ja viel zu schwarz! — So ganz unrecht kann ich Ihnen indes nicht geben, wenn ich bedenke —" enlgegnete Strachwitz sinnend, „ich glaube, lvenn man über das. >vas man zu tun vor hat, mehr nachdächte und sich die Folgert vorstellte, würde manches llnrecht unterbleiben! — Aber wozu grübeln! Das ist das Vorrecht des lAters — warum sich dadurch seine schöne Jugendzeit verbittern! Wir können es doch nicht ändern! — Leben und leben lassen, das ist meine Devise! Gehen Sie, Eato — Sie sind ein rechter Grillenfänger." Das sagte er wieder in seinem früheren Lbcrmütigen Tone „Rein, Strachwlp, da? bin ich durchaus nicht! Früher war ich sogar ein ziemlich toller Junge — aber die Verhältnisse haben es so mit sich gebracht, daß ich ernst wilrdc! Ein solches llnrecht wie das, tvvvon wir vorhin sprachen, habe ich mir aber niemals zu schulden kommen lassen! Vielleicht kennen Sie auch das Heinesche Gedicht: Hab eine Jungfrau nie verführt mit Schmeichelwort und Rederei uslv. Heine ist sonst gar nicht ment Geschmack — na — kurzum, Strachwitz, Sie sollen mich nicht für einen Griesgram halten, wenn ich auch jetzt etwas ernster denke als Sie! Damals hei den 12. Husaren hätte» Sie niich sehen sollen —" „Mensch, Sie waren bei den 12. Husaren? Das weiß ich ja gar nicht! Sagen Sie mir nur um alles in der Welt, was Sie dann hierher verschlagen hat?" Strachwitz hielt plötzlich inne, da er fühlte, daß er etwas taktlos mit dieser. Frage gewesen war. Wolssbürg sah ihn groß und ruhig an, als er mit wehmütigem Lächeln sagte: „Die Verhältnisse, lieber Freund, die ich vorhin schon berührte Vielleicht ein andermal darüber! Und dann mit dem kleinen Mädel — nicht wahr?" — Er stockte, suchte offenbar nach Worten, doch Strachwitz kam ihm zuvor. Er drückte ihm tvarm die Hand, „ich verstehe, Wolfsbnrg," sagte er herzlich, „es wäre auch schade um so etwas Süßes, Holdes!" — — — — — — — — Am anderen Tage, gerade in der Mittagsstunde, ging Wolfsbnrg über den Rvlandsplatz. Wie zufällig blieb er vor dem geschmackvoll dekorierten Schaufenster von Frau Gün- del stehen und bemühte sich einen Mick in den Laden zu lverfcn. Hantierten dort nicht ein Paar weiße, zarte Hände? —i Sah er nicht ein süßes Mädchengesicht sich eifrig über einen Karton, gefüllt mit bunten Bändern, neigen? Das Ivar aber alles so flüchtig — vielleicht gar nur ein Spiel seiner Einbildungskraft. — .Hastig ging er weiter; doch nach ein paar Minuten konnte er es sich nicht versagen, in der Hoffnung umzukehren, das holde Geschöpf zu sehen. Er hatte auch Glück; nicht weit vom Gündelschen Geschäft begegnete, sie ihm. Schon von weitem hatte er ihre gazellenschlanke, reizende Gestalt erspäht: er bemerkte, lvie das junge Mädchen bei seinem Anblick etlvas stutzte und wie sich eine dunkle Blntwelle über ihr Antlitz ergoß, als sic einander vorübergingen. Rach einer kleinen Weile wandte er sich um und sah sic an einem Schaufenster stehen und ihm ebenfalls nach- bllcken. f Am nächsten Tä,r begegneten sie sich wieder, ebenso an den daranfsolgenden Tagen. Es war kein Zufall mehr, sondern er suchte dieses Zusammentreffen, und an ihrem jedesmaligen Erröten sah er, daß auch sie Interesse für ihn hatte. Er suhlte, daß er von diesem Mädchen, noch «he er cs recht kannte, nicht mehr los kommen konnte! Wohin sollte das aber führen — ivie enden? Mit einer Heirat? ttnmög- lich — < er, dev Träger eines alten angesehenen Namens, Offizier — und sie eine kleine Putzmacherin, die nichts als beit allerdings ungewöhnlichen Liebreiz ihrer Person in die Wagschale zu lverfen hatte! Tagelang grübelte und sann er, was tun — wenn er das Mädchen nur erst einmal gesprochen hätte! Wie sollte er sich aber nähern? Und wenn — dann mußte er sich doch auch klar sein, was er eigentlich wollte! Er konnte ihr doch nicht gleich einen Heiratsantrag machen --- da stand zu viel für ihn au; dem Spiel; mußte er doch dann dem geliebten Soldatenstande Batet sage», er, der mit Leib und Seele seinem Könige diente. Und würde schließlich der Gewinn dieses Opser lohnen? Strachwitz beobachtete ihn unausgesetzt; ihm siel der Wechsel in Wolfs Wesen ans — früher von vornehmer sicherer Ruhe — jetzt eine unstetige .Hast: es mußte etwas Zwingendes, Mächtige» sein, das den geliebten Freund sa bewegte. Nicht länger vermochte er die Rolle eines stillen Beobachters zu spielen, und so suäite er den Freund denn eines Abends in der Wohnung auf. Wolfsbnrg lag grübelnd auf dem Divan, als ihm Strachwitz gemeldet wurde. „Ah, willkommen," rief er aufspringend, „welcher gute Geist führt Sie bei dem Hundewetter zu mir?" „Ihr guter Geist, Mölschen." entgegncte er bedeutungsvoll, „na, ich will mich aber erst mal verpusten — die zwei Treppeu hier herauf — Puh — lvie kau» mau überhaupt zwei Treppen hoch wahnen! 'neu Kognak? Ja, den nehme 1V ich> Wrosit!" Gr leerte daS dargereichte GlaS auf einen Zug, „ah, das tut gut bei der Maikühle draußen!"• „Zigarre gefällig?" 1 : „Danke, ja — Sie wissen, meine Sorte I" ' „Viel Auswahl habe ich nicht —" „Na ja, wer solch Sonntagsraucher ist, wie Sie — " er brannte sich» die (Zigarre an und blies den Rauch in kunstgerechte» Ringeln von sich, während er sich behaglich im Schaukelstuhl wiegte, „so, nun ists gemütlich — Donnerwetter, ich weiß nicht, woran das liegt, bei Ihnen, Mölschen, fühle ich mich immer am wohlsten." „So, das freut mich; dann kommen Sie nur recht oft; ich sehe Sie am liebsten bei mir, Strachwitz, weil Sie ein guter Kerl sind," sagte Wolf herzlich. „Wirklich, Mölschen? Das freut mich ganz unbändig, wenn Sie das sagen. Auf das, was die anderen sagen, Pfeife ich. Da sind so ein paar, wissen Sie, die drei, die da unten! immer am Tische sitzen — weiß Gott, die Kerls sind mir Zuwider mit ihrer scheinheiligen Visage — die Pfennigfuchser, die einen, das hißchen Geld nicht gönnen, das man mehr hat als sie!" In seiner Erregung setzte er den Schaukelstuhl in immer heftigere Bewegung. „Nur langsam," lächelte Wolf, „ich habe ja auch nichts! r-. Lassen Sie die Kerle nur in Ruhe; inir sind sie auch nicht sonderlich sympathisch, hauptsächlich der Brenner — " „—i na, das beruht ja auf Gegenseitigkeit; der wünschte Pie auch am liebsten dahin, wo der Pfesser wächst! Denn «ach seiner Ansicht sind nur Sie ihm bei der Ulrich ins Gehege gekommen — das Mädel ist ja ganz verrückt nach Ihnen —" „Lassen Sie das doch, Strachivitz! Sagen Sie lieber, was Sie trinken wollen - - jPMener oder einen leichten, Mosel — ich habe da eine ganz vorzügliche Sorte —" nee, lieber Pilsener, wen» es Ihnen egal ist!" Nachdem der Bursche das Gewünschte gebracht und sich wieder entfernt hatte, stärkte sich Strachwitz durch einen kräftigen Schluck; dann fuhr er fort, hartnäckig am porigen Thema sesthaltend: „Na, leugnen können Sie doch nicht, daß die Ulrich in Sie ganz gehörig verschossen ist — schön ift'3 schon nicht mehr, wie sie Ihnen nachrennt. Sie soll gesagt haben — ich muß ihn haben — ich muß — koste es, was es wolle. Mas sagen Sie dazu? Verrückt, was? Zwar eine gute Partie ist sie, Moos ist genug da, ein hübsches Mädel ist sie auch, 8 ir meinen Geschmack allerdings zu massig, ich liebe das »mutige, Graziöse, kurz, eine Figur, wie sie die kleine Winters hat, zierlich und doch voll — das so nebenbei, also Fräulein Ulrich, wenn sie auch ein bißchen dick ist — hier sltzt's ebenfalls," er machte dabei die Gebärde des Geld- «ihlens — „tun Sie ihr doch den Gefallen, sie zu heiraten, wäre gar nicht so übel," und beobachtend sah er den yteugd an. „Nein," lautete dessen fast schroffe Antwort. „Warum nicht?" „Weil ich mich erstens niemals ums Geld verheiraten würde und zweitens, weil ich dies eitle, oberflächliche Geschöpf niemals lieben kann — ohne Liebe heiraten, nein — lieber als Junggeselle mein Leben beschließen!" „Wissen Sie auch. Mölschen, daß dieses starke Protestieren gegen die schöne Gabriele mich lebhaft auf etwas gnderes bringt'?" Strachwitz stand auf und stellte sich dicht por ihn, seine Hand aus Wolfs Schulter legend. Dieser zuckte etwas unter dem forschenden Blick zusammen und sagte Knmutig: „Sie sind nicht gescheit!" „Daraus bringt es mich," fuhr Strachwitz fort, den Einwurs gar nicht beachtend, „daraus, daß Sie eine andere gerne haben, und ich weiß auch, wen: jenes kleine süße Ladenmädel, das Sie schon seit acht Tagen anschmachten —" „Strachwitz, >ver gab Ihnen das Recht, mir nachzuspionieren?'' rief Wolf aus, dunkelrot werdend. Er sprang aus und durchmaß heftig das Zimmer. „Das ist nicht hübsch von Ihnen, das ist —" „Sachte, sachte, ich iveiß, was ich weiß und meine es nur gut! Was haben Sie denn von dem Anhimmeln? Wenn Ihnen das Mädel gefällt, zum Kuckuck, so schreiben Sie ihr mal um ein Stelldichein! — Ich will nur nicht, daß es »ock, andere merken - dem Brenner z. B. ist Ihr verändertes Wesen schon aufgefalleu — das ist doch der reine Spürhund — die anderen machen sich schließlich noch lustig über Sie als schinachtenden Seladon! Seien Sie doch offen gegen mich, Wölfchen!" - ■ i (| Wolf stand am Fenster, die Stirn an die Scheiben gelehnt. Draußen floß der Regen in Strömen, und nur hin und wieder huschte eine vereinzelte Gestalt unter dem Schutze eines Schirmes über die Straße. Strachwitz trat zu ihm. „Was gibt's denn da so Interessantes zu sehen? Nun kommen Sie mal her und stehen Sie mir Rede!" Damit zog er ihn mit sich und drückte ihn auf den Divan, vor ihm stehen bleibend: „Also, Sie haben das kleine Mädel gern?" „Ja, ja," rief da Wolf, — „fragen Sie doch nicht weiter — ich weiß ja selbst nicht, was daraus werden soll; dies süße Gesicht verfolgt mich Tag und Nacht!" „Das ist doch sehr einfach — sagte ich ihnen nicht — i l „Nein, Strachwitz, bleiben Sie mir mit Ihren Ratschlägen fern. Wenn ich mich ihr nähere, will ich auch genau wissen, warum ich es tue, was ich will — andersl niemals —!" „Also umschrieben für Heiraten! Nun, ich will Ihren Ansichten durchaus nicht entgegentrcten, gebe Ihnen aber zu bedenken, daß Sie doch erst das Mädchen prüfen müssen, ob sie auch würdig ist, Frau von Wolfsburg zu werden, denn mir scheint, als ob Sie sich stark mit Heiratsgedanken; tragen! Ein hübsches Gesicht genügt aber nicht dazu — Sie wissen ja gar nicht, ob die Kleine überhaupt richtig schreiben kann. Eine ungebildete Frau ist stets ein Hemmnis für einen gebildeten Mann und besonders für einen, ivie Sie sind! — Haben Sie auch daran gedacht, daß Sie Ihre Karriere aufgeben müßten?" „An alles," versetzte er gepreßt, „Strachwitz. Sie haben recht! Vielleicht werde ich von dieser törichten Liebe geheilt, wenn ich das Mädchen erst näher keirne. Begreifen Sie eS denn nicht, daß man ihr gut sein inuß, wenn nian sie nun sieht?" Strachwitz stieß einen leisen Pfiff aus und lächelte seltsam. „Sie sind doch ein großes Kind, Wölfchen — gerade diese madonnenhaften Erscheinungen sind oft die raffiniertesten Koketten. — Na, ich will Ihnen wünschen, daß Sie nicht reinsallen — es wäre schade! Also kurz entschlossen — schreiben Sie, damit Sie aus diesem Hangen und Bangen herauslommen! Sie sagen mir dann auch, wie die Sache verläuft; meiner Verschwiegenheit sind Sie selbstverständlich sicher! — Ich muß Ihnen jetzt gestehen, daß auch ich mich für die Kleine interessiert hatte; sollte sie mal von mir sprechen, denken Sie nicht schlecht von mir!" Es kam so zögernd von seinen Lippen, daß Wvlfsburg ihn befremdet ansah. „Was ist denn, Strachwitz?" „Bis jetzt habe ich Ihnen verschwiegen, daß mir dasselbe wie Hartleben passiert ist Auch ich war von ihr entzückt und versuchte es, ihr das auch zu sagen. Aber sie war sehr wenig entgegenkommend — kurz, sie hat mrch ganz gehörig abfallen lassen, und dieser Augenblick ivar einer der wenigen unangenehmen in meinem Leben! Sie hatte so eine Art, mich mit ihren großen Augen anzusehen, und einen Tonfall in der Stimme, daß ich nur wie ein gemaßregelter Schuljunge vorkam!" Das Bekenntnis wurde ihm sichtlich schwer; er stockte öfters in der Rede und zupfte unbarmherzig an dem schönen Bärtchen, dem er sonst seine sorgsamste Pflege angedeihen ließ. Aber auch in Wvlfsburgs Gesicht spiegelte sich bei jenem Bekenntnis eine unangenehme Betroffenheit wider, und unmutig sagte er: „Daß Ihr doch so wenig Achtung vor einem alleinstehenden Mädchen habt, ihr Eure Galanterien aufzudrängen!" „Na, die Kleine ist vielleicht die eine von den hundert, denen man das nicht bieten darf; darin habe ich Erfahrung! — Um nochmals aus die kleine Winters zurückzukommen, was würden Ihre Angehörigen sagen, wenn Sie ihnen das süße Ding als Verwandte zusührten?" (Fortsexung solgt) Auf dem Markte in Genua. In Genua ist dem aus dem Norden kommenden Fremden alles interessant. Tie herrliche Lage am Meer, um dessen weites Hafei^ Lecken die grauweiße Häusermasse der vieltürmigen Stadt sich bis hinaus äns den 350 Meter hohen fesNingsgckrönten Castellaccio aufbaut, die vrächtigen, von einer reichen Vergangenheit zeugenden Paläste des Adels im Innern der Altstadt, die — ern Zeichen der Zeit — gegenwärtig meistens von angesehenen Landelsbäuscrn; jlnßcuommen ffnd, die t»u Goldschmuck und Kunstgegenständen von unernießlichem Werte fast überladenen Gotteshäuser, nicht weniger auch die südliche Vegetation, die dem Reisenden hier »um ersten Male grüßt, das alles verfehlt nicht, einen tiefen, nachhaltigen Eindruck »u hinterlassen. Am meisten aber wird der Fremd« gefesselt von dem lebhasten Volksleben, das sich hier in unverfälschter, echt italienischer Art mit allen fernen heiteren und betrübenden Seilen entwickelt wie in keiner anderen Stadt Norditaliens. Nach Geschäftsschluß am Mittag und abends erreicht es seinen höhe-- punkt und nimmt ab mit Einbruch der Nacht. Ein Nachtleben »me z. B. in Frankfurt a. M. oder gar Berlin gibt es in den italienischen Großstädten nicht. Selbst das in mancher Beziehung verrufene Neapel ist in dieser Beziehung solide. Dafür beginnt das Leben und Treiben am frühen Morgen, und Iver es in seiner ur- Ivüchsigen Natürlichkeit beobachten will, versäume nicht, den Markt aus hem Piazza d'Annunziata in der Zeit zwischen früh 6—9 Ufte zu besuchen. Dieser Markt findet außer an'Sonn- und Feiertagen täglich statt, beginnt morgens bereits vor 6 Uhr und ist um 10 Uhr beendet. Wie auf allen Märkten mit Lebensmitteln, so ergibt sich auch hier für Arm und Reich, Jung und Alt ein Stelldichein, bei welchem der eine Teil seine Erzeugnisse so vorteilhaft wie möglich «bzusetzen sucht, wahrend der andere dieselben möglichst billig zu erstehen trachtet. Die Verkäufer von beiden Seiten der Riviera tind oben von Apennin her, sind schon lange vor Tagesanbruch sur Stelle, um einen möglichst günstigen Plah zu bekommen. Das ist bei uns ähnlich. Was aber einen italienischen Markt im allgemeinen und den von Genua im besonderen von einem in Deutschland unterscheidet, ist das Geschrei, mit welchem hier alles vor sich gehr. Aus Leibeskräften schreit hier alles. Ter Verkäufer schreit, iroch lauter hie Verkäuferin. Ihr Geschrei wird übertrosfen von dem der Zeitungsverkäuftr Am lautesten aber schreien die Esel. Jeder Gemüsekarren ist bespannt mit einem Grautter, und beginnt erst einmal eines derselben mit seinem lang gezogenen JA, dann fällt die ganze langohrige Gesellschaft in dollem Chore ein. Da Hilst nichts, cs mag der Eselstreiber zureden oder psit Schlägen begütigend cinzuwirken suchen, der .Höllenspektakel legt sich erst wieder, wenn die Tiere erschöpft sind, d. h. er legt sich nicht, sondern geht nur in anderen Tonatten weiter. Irgendwo stich, wie das auf Märkten vorkommt, Meinungsverschiedenheiten entstanden, die mit Aufgebot aller zur Verfügung stehenden Stimmzettel ausgetragen Iverden. An anderer Stelle ist ein Droschkengaul gestürzt und hat durch seinen Fall auf den glatten Steinsliefen, mit denen die Straßen von Genua gepflastert sind, einen Gemüsestand in Mitleidenschaft gezogen, so daß die ilöare der vorüberfahrenden Elektrischen größtenteils zum Opfer fällt, was wiederum durch leidenschaftlichen Stimmcngebrauch begleitet ist. Dazwischen lötien dann hupen der Automobile, kurz, man versteht sein eignes Wort nicht und wer gezwungen ist, sich verständlich zu machen und nicht über die beredte Geberdensprach« der Italiener verfügt, muß versuchen, das allgemeine Geschrei zu überschrcien. So schreit denn alles und jedes. Auch die seilgebotcne Ware ist eine andere als bei uns, und diese Verschiedenheit ist nicht allein begründet in dem Klima, das andere Erzeugnisse hervorbringt als das unsere, sondern hat zum 'großen Teil seine Ursachen in den Lebensgewohnheiten des Volkes. Der Italiener ist ein großer Gemüseesscr. Man sagt, er lebe hauptsächlich von Polenta, Reis und Makkaroni, aber diese Genüsse kann lich nur der Bessergestellte nach Belieben leisten. Der Mann aus dcni Volk mit zahlreicher Familie ißt sich an Gemüse satt, und genießt Polenta und Makkaroni nur 2—3 mal in der Woche. Fleisch kommt höchstens Sonntags auf deu Tisch. In der Zwischenzeit nährt er sich, wie gesagt, hauptsächlich diirck, Gemüse, das aut einfachste Art zubereitet, mit etwas Oel und Sailz genossen wird. Dieses Menü wird beschlossen durch ein Sttick trockenes Weißbrot, denn auch Butter zum Brot kennt man nicht. Dazu kommt die italienische Kochweise, die durchtveg auf einen großen Verbrauch von grünem Gemüse zugeschnitten ist. Jeder, der Italien bereist hat, und irgendwo das Leben des Volkes beobachtet hat, tveiß, daß ihr Haupt- und Glanzstück in der Zubereitung der „Minestra" gipfelt. Diese Minestra ist eine Komposition, welche unsere deutsche Supp«, Gemüse und Fleisch zu einem harmonischen Ganzen vereinigst und da eine echte Minestra so steif sein muß, daß der Lössel drin stehen bleiben kann, und Fleisch teuer ist, so besteht sie hauptsächlich aus allen möglichen Gemüsen, wie sie gerade die Jahreszeit bietet. Infolge dieses Massenverbrauchs an Grünzeug ist die Zufuhr zum Markt entsprechend riesig, groß und vielseitig. Bei uns werden Gemüse bevorzugt, welche möglichst zart sind. Ein Spargel, dessen Kopf einen grünen .Anslug zeigt, ist bei uns minderwertig. Der Italiener aber ißt ihn am liebsten, wenn er bereits fußlang aus der Erde geioachsen, vollkommen grün geworden ist und bitter schmeckt. Dasselbe gilt vom Blumenkohl. Man hat zwar auch viel Blumenkohl, er fehlt nirgends auf der besseret» Tafel, man kann ihn auch im glücklichen Klima von Italien das ganze Jahr haben, aber im allgemeinen bevorzugt man deir Brocoli. Dabei ist zu bemerken, daß man unter Brocoli in Italien etwas anderes versteht als bei uns. Wir kennen unter Brocoli einen lockeren Blumenkohl, der sich sehr spät entwickelt. Dieser geht in Italien irur als Blumenkohl und unter Brocoli versteht man hierzulande ein Gemüse mit violetten oder resedasarbigen, pyramidalen, etwas verkästen Blütenstand«, der viel schärfer und krästiaer schmeckt als Blumenkohl Unoebeure Mengen von Card» und Artischocken siebt man aufgestapelt und wundert sich nur, >me rasch diese Mengen ihre Käufer finde n. Aber auch eine ganze Reihe anderer Gemüscarten, mit denen «ine deutsche Hausfrau nichts anzusangen wüßte und die sie vielleicht entrüstet abweisen würde, wenn man sic ihr anböte, stnden ihr« Käufer. Wenn es nur grün und für die Minestra brauchbar ist, wirds gekauft. Dasür ist der Verbrauch an Eisenmitteln sür bleichsüchtige Damen, wie man mir versicherte, gegenüber dezn in Deutschland nur gering. Wenn die italienischen jungen Damen zwar keine frische rosige Gesichtsfarbe haben — diese Eigentümlichkeit ist in der Rasse begründet —, so ist der Durchschnittsitaliener infolge der einfachen und gesunden Beköstigung ungemein kräftig. Entbehrung sieht man ihm nicht an. Kvrtoffeln sieht man gegenwärtig mehr als in früheren Jahren aus den italienischen Märkten. Es mögen ziemlich 20 Jahre her sein, als meine Wirtin, »oenn sie am Samstag vom Wochenmarkte kam, auf ihren Korb deutend, meinte: „8>xnor, do such« compesato uns örtate per l,ei", (Ich habe auch eine Kartoffel für Sie gekauft). Diese eine Kartoffel wird am nächste^ Sonntag mittag, wenn sie auf den Tisch kam, sicher wenigstens noch einmal erwähnt und wenn ich sic verzehrt, beobachtete die ganze Familie meinen Gesichtsausdruck. Damals baute man in Italien noch keine Kartoffeln. Sachverständige behauvtcten, sie wüchsen wohl, setzten jedoch auch nicht die kleinste Knolle an. Kartoffeln mußten darum aus Deutschland eingeführt werden. Die Kartoffelsorten, die wir bei uns bauen, gedeihen auch heute noch nicht im Klima von Italien, aber man hat gelernt, Sorten zu züchten, welche für Italien geeignet sind und führt Kartoffeln massenhaft nach überseeische Länder und im Frühjahr sogar nach Deutschland aus. Ein Bolksnahrungsmittel. wie bei uns ist aber dse Kartoffel in Italien trotzdem noch nicht geworden. Sie tritt gegen andere Gemüse zurück. Es würde vielleicht interessieren, etwas über die Preise dieser alltäglichen Lebensmittel in Genna zu erfahren. Ich habe versucht, einige Angaben zu erlangen, doch kaum hatte ich hier und da gL- sragt, als ich mich auch schon von Verkäufern aller Art umringt sah, die ihre Waren in der temperamentvollsten Weise anboten und deren Vorzüglichkeit priesen. Ehe ich wußte, wie mir geschah, hatte ich aus einer Schulter einen Kranz roter Zwiebeln, auf der anderen eine lange Perlenkette von Knoblauch hängen und als ich versicherte, daß ich von dieser Art Früchte augenblicklich keinen Bedarf habe, wollten sie wissen, was ich eigentlich kaufen wolle. Um mich vor weiteren Zudringlichkeiten zu schützen, suchte ich mein heil in der Flucht. Mich noch einmal nach den Preisen der Marktware zu erkundigen, ohne ernstlich Käufer zu sein, habe ich nicht mehr gewagt. « R. h a u s t i e r e i n N e a p e l. Am späten Nachmittag, als ich vom Besuch einer deutschen Familie zurückiuhr, konnte man in den Straßen, Gassen und Gäßchens Neapels zahlreiche hellodernde Feuer beobachten, an denen Kisten, Makkaronikörb«, alte zerbrochene Stühle und ähnlicher Hausrat verbrannt wurde. Aus die Frage nach der Bedeutung dieser Freudensener wurde mir mitgetoilt, es sei heute der Ge-? denktag eines heiligen. Dieser heilige sei der Schutzheilige der Pferde. Wer Pferde besitzt und etwas auf sich hält, steckt dann zur Feier des Tages ein Feuer vor seinem Hause an. Zuvor aber seien die Pferde auf einen bestimmten Platz, mit allerlei bunten Kettchen geschmückt, von der Hand des' Priesters geweiht worden. — Dagegen ließ sich nichts sagen, jedes Land hat seine Gebräuche, aber man muh wissen, welches schreckliche Los die armen Zugtiere gerade in Neapel erdulden. Aus manchen deutschen Dampfern wird, bevor sie in Neapel emtressen, ein Flugblatt verteilt, in welchem die Reisenden aufgesordert werden, bei Fahrten in Neapel und Umgebung nur solche Kutscher zu berücksichtigen, deren Tiere keine äußeren Spuren von Skt? letzungen an sich tragen, die von roher Behandlung herrühren. Noch schlimmer wie den Pferden ergeht es den armen geplagten Eseln, die, obfchon sie ebenfalls einm Schutzheiligen haben, oft halb verhuilgert und mit geschundenem Körper unter fortgesetzten Mißhandlungen schwere Lasten die steilen Straßen hinaus- iehen müssen. Wie zum hohn jeder Menschlichkeit setzt sich ann noch ihr Peiniger oben aus den elenden Karren. Eine andere merkwürdige, nur in romanischen Ländern noch übliche Erscheinung fällt dem Fremden in Neapel auf, das sind die Herden von Ziegen, die straßauf straßab getrieben und in oder vor den Häusern abgeniolken werden. Die Milchversorgung durch Kühe in derselben Weise soll in Neapel noch vor 10 Jahren Sitte gewesen sein, ist aber seitdein verboten. Hunde sieht man in Neapel selten, dasür desto mehr Katzen? Jede Familie besitzt ihre Katze und in jeder Wirtschast oder Kasseehaus wird wenigstens eine gehalten, meistens jedoch mehrere, die, sobald man Platz genommen hat, sich,einem schmeichelnd aus den Schoß setzen, um gestreichelt und gefüttert zu iverden. Dabei weiß ihr feiner Instinkt diejenigen Gäste herauszusindcn, welche ihnen zugetan sind. Auch sonst verraten diese Tiere in Neapel eine besonders hohe Intelligenz. So konnte ich eine Katz« beobachten, wie sie den Rhythmus der Musik im Casd der Galerie Umberto durch Schwanzbewegungeil mit einer Ausdrucksfähigkeit begleitete, die einem Kapellmeister Ehre gemacht hätte. R. ' vlutremigung augerhalb Oes Körpers. Die amerikanischen Chirurgen sind dran- und dran, eine Wundcrkur zn ermöglichen, öie alle übrigen Glanzleistungen aineri- kanilcher Chirurgie, die erst sür Schwindel gehalten ivnrden, sich dann aber als Wahrheit erwiesen. loeit in den Schatten siellle, wenn sie — wirklich anslrihrbar wäre. DaS Ziel, das ihnen da ei vorschwebt, ist lolgendes : Den, Kranken, der an irgend einer Krankheit leidet, die a»i chemischer Veränderung des Blutes beruht, wird das Blut abgezaplt. chemisch gereinigl und wieder eiiigeiiilll. Ganz so weit sind sie ireilich noch nicht, aber deii Medijiiie«, der llni- versttät Philadelphia sind soeben, wie dem .Daily Telegraph" a?,s Neiv Bock gekabelt wird, höchst merkwürdige Versuche vorgetiihrt ivorden. Tie Aerzte, um die es sich dabei hanelt. find die «rilen Fachleute, überdies Mitglieder des Bundes aurerikauischer Gesell- schasten sür erpernneutellc Biologie Soweit es sich um öcu T>er- ve such handelt, ist die chen»sche Blutreinigungskur ansterhalb des Körpers ans dem besten Wege zur Berivirklichiiiig Professor I. I. Abel, Tr. L. G. Rvluitre« und Tr. B. B. Turner, alle drei Lehrer an der John-Hopkins-Unioerntäl, sührten solgenden Versuch uor i Enieiir Hunde Leben ist, ist dem Telegrain», nicht z» entnehnie». — In de» 'Vorträgen z» diesein merkwürdige» Vers»che setzte» die drei Aerzte auseinander, inan löstue das Blut auszerlzalb des Körpers nun durch chemische Bert»!,reu von Harnstoff, Az ton und anderen Schädlichkeiten beireien. ivobe, natürlich die stillschweigende Porans- setznug ist, das, es vollständig ivieder «ingelrttet iverde» kann und die Salzlöinng da»» vollständig wieder verdrängt. Soiveit nian die Berfilche vorläufig beurteilen kann, ist zn sage», das> die Ber- drängung des Blutes durch Salzlösung, ohne dad das Tier dadurch geschädigt wird, sehr wohl möglich ist, denn in Deutschland find üh,»liehe Bersnche bereits zn anderen Zwecke» auSgesülirt worden: ivenn inan die Versuche mit einen, treiiclilggenden — also auS dem Tier herauspräparierleii — Sängetierherzen ansstilnen svill, bei denen das eigene Blut des getöteten Tieres izotwendig ist, verfährt man gengli so, das geivvniieue Bliit wird defibriniert, damit cs später in dem künstlichen KreiStaus nicht gerinnt, und mittler,veil« lebt das Säugetier — meistens nimmt man eine Katze — n-elter, obwohl das Herz eine Salzlösung, nicht aber Blut dnrrd die üldern Ireibt, Tast die kreisende Salzlösung allen, c,n Sängc» tlec länger« Zeit an, Leben erhalten kan», ist allerdiiigs kanni glaublich, da ja bald in den Lungen der GasauSlausch anihöien mühte, wenn kein roter Blullarbstoff inehr vorhanden ist. Freilich ist es inögllch, wie vor vielen Jahren Geitner in Wien gezeigt hatte, Sauerstoff »ii»,ittelbar in den Bliilkrel stans eines Tieres eiu- uleiten und hierdurch die Lungenatinuiig z» ersetzen. Vermischte». "DerKönigvonPreußenalsbayrischerSchutz- heilig er. Bekanntlich sind die Bayern noch immer nicht gut ans Preußen »u sprechen, das Wort „Preuß!" gilt ja in Bayern säst als Schimpswort, Tos ivar nicht immer so, Bor ctiva 130 Jahren, zur Zeit des bayrischen Erbsolgekrieges, als Preußen energisch für die Selbständigkeit Bayerns eintrat und sein Heer gegen Oesterreich aufmarschieren liest, das Bayern einsach verschlucken wollte, war in ganz Bayern keiner so populär wie Prenstens König, Friedrich der Große, Magier erzählt hierüber solgendes: „In den bayrischen Bauernhäusern sah man sorian das Bild Friedrichs des Großen neben den, des heiligen Corbinian, des Schutzheiligen von Bayern: oft brannte unter beiden Bildern eine Lampe, So sand es einst ein österreichischer Ossizier in einem bayrischen Dorse: er fragte, was das bedeute. Der Wirt gab zur Antwort: „Dieser da ist der Bayern Schutzpatron im t irnmel, und dieser hier, Friedrich, der Vreusienlönig, ist unser chuppatron aus Erden, Beide sind unsre Heiligen, und vor Heiligen brennen nur als gute Katholiken Lichter," * Menelik, derncnc Salomo, Ter verstorbene Negus Menelik rühmte sich, und seine Untertanen waren felsenfest davon überzeugt, daß er ein Sproß des Königs Salomo wäre, Tie Art, tvic er bisweilen in schiviengen Fällen das Recht zn finden wußte, läßt ihn wenigstens als geistigen Nachfolger dieses Ahn- herrn erscheinen. In Abessinien herrscht das mosaische Gesetz des .Auge uni Auge: wer eitlen andern verletzt oder getötet hat iind seine Schuld nicht mit teurem Gelde ablöse« kann, nnist den Blnt- preis zahlen. Eines Tages waren nun, >oie in der Times erzählt wird, zwei Männer damit beschäftigt, Pflaumen zu ernten: der eine saß aus dem Baum und schüttelte die Zweige. der andere stand darunter und las die Früchte ans, Plötzticli brach jedoch der Ast, auf dem t>er Monn oben saß: dieser stürzte heninte-r auf seinen Gefährten und brach ihm das Rückgrat, Wäbrend der säiwer Getroffene seinen Verletzungen erlag, kam der andere mit einigen Wunden davon Tie Familie des Getöteten forderte eine Geldenlsckädigung von 500 Mb, und da der Schuldige kein Geld hatte, forderte sie sein Leben, Ter Fall wurde vor Menelik gebracht, „Gut," sagte der Negus, nachdem er Heide Parteien angc- hört hatte, „Ihr habt das Recht, das Leben dieses Mannes zu fordern Aber das Gesetz stellt seit, daß der Mörder denselben Tod sterben inuß wie das Opfer, Also flottere einer von Euch auf diesen Baum innd damit wies Menelik aus einen riesigeir Maulbeerbaum in der Nähei und stürze sich von den Zweigen aus den Schuldige» herabDazu formte sich indessen keiner von den Bernwndicn des Getöteten en lickst testen. und so war HO den unfreiwillig Schuldigen Leben und auch Geld gerettct, ' Neuester Schlager vom M o r i tz ch e ». C s ist V.12 Uhr tu der Schule: der lln ernckst acht zn Ende, ivenn es 12 schlägt Ter Lehrer ist mit fcmfin Lein"off um Ende, er will seine II —12jährigen Buben aber noch bcs l äst, :rn, Hört, sagt der Lehrer, ich habe zwei Frage» zn stellen Wer d,e erst« Frage beantwortet, braucht die zweite Frage nicht z» lösen »nd kann -okort beinigebeii, 'Also denlt nach. Hieran- stellt der Lehrer die Frage: „W e viel Haare hat «in P-erd? Ratlos schainm die JnngenS vor sich Inn. Ta erbebt das Moritzchen die Hand. 'Ann, Moritz, tränt der Schiilgeivnltige, selber gespannt ans die Antwort, ivie rnrl Haare bat ein Pserd'? Olyie Besinnen gibt ststarli: die Antivort: 2999 9iü Haare! Aber Moritz, tragt nun erstaunt der Schzzlntann iveiter, ivol-ec iveiszl du denn das so genau? Herr Lehrer, tagt dieser atlkl» , das gilt nicht, das iit die zweite Frage, . . . Moritz konnte daran- iosort lieiingehen zn seiner Mutter. * D i e n c u e Z e i t, Cvlnmbus ist nach Spanien znrückgckehrt und hat 'Aachrichten von einem ivnnbenamen neue» Erdteil jenseits des Meeres mitgebracht, '„SHomd Zeile» soll ich drüber sckrrcibcn?" fronte der Berichterstatter der ,,Al>endzeitimg" von Cadiz, der den Entdecker interviewt IM „stkicküs wird geschrieben," antwortet der Redakteur, „Mag dock, der Colnmbus selbst dafür Reklame machen, wenn er will Das ist sicherlich nur der neueste Koup der Tcrraiiispekulantrn," * Mangelnder Erfolg, „Meine Mutter hat mich zu dem gemacht, ivas ich bin," sagte der politische Redner und schlug sich stolz in die Brust, „Ta muß sie aber daneben »och viel anderes zu tun gehabt haben," kam eine bescheidene Slimmc aus dem Winkel des Saales, * D i e teuren Eier, „Soll ich wieder eine Perle in dem Trank für Ihr Frühstück austösen?" fragte Charmio» Cleopatra, „Nein," antwortete die Königin, „Perlen sind zu billig und gewöhnlich. Koch mir ein weiches Ei," vüchertisch. — Altfränkische Bilder 1914. Mit erläuterndem Text von Professor jTr, Th, Henner, Würzburg, Verlag der König!, Universikätsdruckerri £>. Stürtz A G,, Würzbnrg, Preis 1 Mark, Zum 20, Male tritt der Prachtkalender seinen Weg in die Mell an Und wie immer bringt er Frrude und Genuß, wohin er kommt. Der neue Jahrgang behandelt das an der Mündung der Tauber und dem Maine gelegene, historisch und kimstgeschickillich inleressante Werlheim, verbunden mit einer biographischen Erinnerung an den feinsinnigen Dichter und Kulturhistoriker Alcran- der Kaufmann. Sodann zwei jr-nkische Frmrenbildnisse: Tie früh- verstorbene Malerin Margarethe Geiger und Eharlvtte v, Kalb, Weitrrlffn zwei beachte nstöette Altäre ii» Würzburger Dom: ein schönes Grabdenkmal in der Kirche zu Grünsseld, sowie das eines Gelehrten des 18, Jahrhunderts in der Würzburger Neubankirche: endlich zwei Bilder vergangener Fürhenherrlichkeit: Veitshöchhenil bei Würzburg und Schönbusch bei Aschassenburg, Magisch« vreieck. In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben beeeeeffhoorrrr derart eiuzutragcn, daß die einander ent- spicchendeii ivageiechten imb senkrechten Steif,c» gleichlniitend solgendes bedenie»: 1. Tenlschen Bolkshelden Oe' er-eichs. 2. Figur ans dem Kartenspiel. 3. SagenliaUes Wesen. 4. Ein Fürwort. 5. Einen Buchstabe». Auslösung in nächster Nunnner. Auslösung des Bilderrätsels in voriger Nummer r H a »> in e l k e u l e. Rebaklio»: K. Neurath. — Nolaiionsdrnck und Peilag der Brühl'schen Uuiversität«-Buch- und Steindruckerei. R. Lang^ Liehet^