m. 306 Der Bnjrt$«r etfcfeemt Ickqlich, autzer QtmrUagS. - Beilagen: viermal wachen »ich GlttzenerZamilieudliiller; UHimtl möditnil.KitiS: blatlsürdenilreis Sietzen (Dienstag und Freitags zweimal monatl Land> wirtschaftlich« Seirfragen Fernjprech - Anschlüsse: IürdleSchriitle>IungII2 Verlag, Geschäitsstellebt Adresse lür Drahtnachrichten: Anzeiger Sietze». Annahme von Anzeigen iür die Tagesnunrmer bis vormittags 9 Uhr. Lrft« AM Jahrgang Mittwoch, 30. Dezember Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unio.-Voch. und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Seschäftrftelle u. Druckerei: Schulftr. 7. -, I g» , rci >: monatl. 75 PH, viertel» jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Ziveigslellen monatl 65 Pi.; durch diePost Mk.2.— Vierteljahr!. ausichl. Bestellg. Zeilenpreis' lokal l5Pi., ausw. 20 Pl. — Haupt- schriltleiter: Aug. Goeß. Verantwortlich iür den volit. Teil: Aug. Goetz; iür .Feuilleton", .Vermischtes" und.Gerichts- saal": Karl Neurath; für .Stadt und Land" : Otto Braun; sür den Anzeigenteil: H. Beck. Kleinere Gefechte int Westen. Fortschritte an vzura und Rawka. (WTD.) GroßesHauptiiuartier.29. Dez. vor- mittags. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: BeiNicuport imö südöstlich Avcnt gewannen wir in kleineren Gefechten einigen Boden. Mehrfache starke französische Angriffe nordwestlich Ste. Menchould wurden unter schweren Verlusten für die Franzosen zurückgcschlagcn. Dabei machten mir einige hundert Gefangene. Ein Vorstoß im Bois Brüla westlich Aprsmont führte unter Erbcutung von drei Maschinengewehren zurForlnahme eines französischen Schützcn- gradcns. Französische Angriffe westlich Sennhrim wurden iidgcwiesen. Oestlicher Kriegsschauplatz: In Ostpreußen und Polen rechts der Weichsel keine Veränderung. Am Bzura- und Rawka-Ab schnitt schritt unser Angriff fort. In Gegend südlich Jiwwlodz wurden starke russische Angriffe zurückgcschlagcn. Oberste Heeresleitung. Es mehren sich die Stinimen über die unangreifbare lStellnng unserer deutschen Truppen nn Westen, und wenn man zurückkommende Soldaten aus dem Felde hört, so ist man erfreut über die zuversichtliche Stimmung, die bei den Deutschen da draußen herrscht. Wenn auch ein belgisches Organ selbst es berichtete, so ist es doch schwer glaublich, daß Belgien jetzt die Hilfe Japans alugerufen haben sollte! Desselben Japans, das jetzt innere Schwierigkeiten bekommen hat, und dessen Regierung die englandfreundliche Haltung nur mit der Begründung durchgedrückt hat, daß weitgehende Konzessionen dafür gemacht worden seien, llnd nun sollte Japan aus purem Mitleidsgefühl heraus sür Belgien (seine Soldaten ins Feuer schicken? Denn Belgien hat nichts zu bieten und nichts mehr dreinzuredcn. England hat ihm zu dieser Stellung verholsen. Bon der Hilfe des Bruders über dem Kanal aber scheinen die Belgier nichts mehr zu erwarten .... Jur O st o.n haben Hindenbrrrgs Heere an der Bzura und Rawka fortschreitende Angriffe gemacht. Ter österreichisch-ungarische Tagesberütft stellt fest, daß die Rüssen vor: den Karpathen erhebliche Verstärkungen bekommen haben und daß die österreichischen Truppen daher auf die Patzhöhen und in den Raum von Go rli c e zurückgeuommen tvorden sind. Gorlice liegt etwa 20 Kilometer sildwestlich von jenem Becken von Jaslo und Krosno, das die Russen neuerdings wieder besetzt halten. „Tie sonstige Lage im sltorden ist hierdurch nicht berührt", erklärt die österreichische Heeresleitung, und sie wird wohl gute Gründe haben, dies festzustcllen und der wetteren Entwicklung mit Vertrauen cntgcgenzublicken. Der österreichische Tagesbericht. Wien, 29. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird «erlautbart: 29. Dezember, mittags. Die r u s s i s ch c a ch t e Armee, die vor etwa einer Woche die Offensive gegen unsere über die Karpathen vorgerückten Kräfte ergriff, hat sich durch Ergänzungen von frischen Divisionen derart verstärkt, datz es geboten schien, unsere Truppen auf die Paß- Höhen und in den Raum von Gorlice zurückzuneh- men. Die sonstige Lage im Norden ist hierdurch nicht berührt. Auf dem Balkan-Kriegsschauplatze entfalten dir Montenegriner eine lebhaftere, aber erfolglose (Tätigkeit. Bei Trebinje wurde ein schwacher Angriff aus unsere Porsrldstellungcn mühelos abgcwicsen und die feindliche Artillerie zum Schweigen gebracht. Gegen ein starkes Grenzsort bei Ärivosijc hatten die montenegrinischen Geschütze naturgemäß nicht den geringsten Erfolg. Der Stellvertteter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Fcldmarschalleutnant. Die Lage in Polen. Berlin, 30. Dez. Der Mailänder „Corrierc della Sera" berichtet aus Petersburg: Seit deni 29. November kämpfen die Deutschen beinahe ununterbrochen gegen die Front an der niederen Bznra. Die Angriffe setzten nur drei Tage aus, wahrscheinlich, um den Artillerie- kamps noch intensiver zu gestalten. Die Deutschen haben an dem rechten Pilica-Ufcr die russische Nachhut abgeschnitten, die mit der russischen Armee am 21. Dezember an die Front Opoczno-Tomaszow vorgeschritten war. Die Oesterreicher und Ungarn leisten auf dem rechten Nida-Ufer den größten Widerstand. Deutsche Flugzeuge im Gouvernement Warschau. Berlin, 30. Dez. Aus Petersburg wird dem Perl. „Lokal-Anzeiger" über Rotterdam gemeldet, daß fünf deutsche Flugzeuge auf die Stadt Sochatschew im Gouvernement Warsclzau Bomben abwarfen. Zahlreiche Wohnhäuser und eine Markthalle sollen zerstört sein. Der gcsapgcne Gouverneur von Warschau. Berlin, 30. Dez. Wie die „Post" crsährt, hat die deutsche Regierung das Ansuchen der W i c d e r e n l l a s suug des in Kriegsgefangenschaft geratenen Gouverneurs von Warschau, v. Korff', abgclehnt. Russischer Bettel. Moskau, 29. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) „Rußkose Slovo" hat von offiziöser Seite erfahren, daß die russische Regierung Frankreich und England um die Entsendung von Artillerie- und Kavaliers, cuniformen nach Serbien ersucht habe. > Ter amtliche französische Bericht. Paris, 29. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom 28. Dezember nachmittags 3 Uhr; In Belgien rückicn wir fortgesetzt vor. ( ? ) Westlich Lombartzyde sind >oir augenblicklich am Fuße der Dünen, auf dciren der Feind seine Verteidigungslinie errichtete. Südlich von Ppern verloren wir in der Nähe von Hollebeeke einen Schützengraben. In der Gegend von Lens räumte der Feind infolge unserer Angriffe einen 800 Meter langen Schützengraben der vordersten Linie. Im Aisne-Tal und in der Champagne bekämpften sich die Artillerien mit Unterbrechungen, besonders heftig bei Reims und in der Gegend von Perthes, Der Feind beschoß namentlich die Stellungen westlich von Perthes, die wir gestern eroberten. Auf den Maas-Höhen rückten wir auf der ganzen Front ein wenig vor. In den Vogesen beschoß der Feind den Bahnhof von Saint Die; der Verkehr ist jedoch nicht unterbrochen. Im Oberclsaß wurde nordöstlich von Steinbach ein deutscher Gegenangriff zurückgewicsen. Amtlicher Bericht von abends N Uhr; Während des ganzen Tages hinderte ein heftiger Sturm die Operationen aus einem großen Teil der FroM; jedoch ivird gemeldet, daß ivir einige Fortschritte machten, besonders in den Argonnen. Holländische Mitteilungen über die feindlichen Verluste in Flandern. Berlin, 30. Dez. Nach der „Deutschen Tageszeiwng" stellt sich holländischen Blättermeldungen zufolge das Ergebnis der achttägigen englisch-ftanzösischen Offensivversuche aus der ftandrischen Front als wenig günstig für die Verbündeten dar. Etwa 20 von den Verbündeten besetzt« Dörfer seien bei den zwecklosen Versuchen und Vorstößen wieder au die Deutschen verloren gegangen. Tie Verluste der Verbündeten werden als enorm bezeichnet. Der Rotterdams Courant spricht von 150 Ol_,Q b i s 200 000 Mann und sagt' Die große Osfeicsive, die von"Joffre'am 17. Dezember angekünüigt wurde, und durch die die Deutschen vernichtet werden sollten, ist ohne Erfolg geblieben. Belgien ruft Japans Hilfe an? Berlin, 30. Dez. Der in London erscheinende „Jndv- pendence Belge" zufolge hat die belgische Regierung die Hilfe Japans zur Befreiung Belgiens augerufen. Danach scheint Belgien, so meint die Voss. Ztg., zu der Kraft des Dreiverbandes nicht mehr genug Vertrauen zu haben. Die Schlappe der Engländer. Berlin, 29. Dez. (Priv.-Tel.) Der „Lokalanzeiger" berichtet aus Rotterdam: Der bekannte Augenzeuge im englischen Hauptquartier meldet: Bon dem 22. auf den 23. Dezember wurde die ganze Nacht hindurch bekämpft. Wir rückten vorwärts und nahmen die deutschen Schützengräben. Weil unsere Stellung aber so schwer unter dem feindlichen Feuer litt, mußten wir nach unserer ursprünglichen Linie zurück. Am 23. Dezember schwächte der feindliche Angriff ab. Am 24. Dezember wurde mit Mörsern und Handgranaten gekämpft. Der „Lo- kal-Anzeig." fügt hinzu: Man liest zwischen den Zellen, daß hier die englische Schlappe verschleiert wird. Das UeberschwemmungSgcbiet bei Rieuport. Mailand, 29. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Corriere della Sera" weist darauf hin, daß das Ueber- schwemmungsgebiet bei Nienport, das sogenannte Polderland, einen 30 Kilometer langen und 4 Kilometer breiten See bildet, der zirka 25 Zentimeter von Schlamm- bänken unterbrochen ist, in die man bis über die Knie einsinkt und die jede Truppenbewegung ausschließen. Jenseits der überschwemmten Gegend, in der Nähe von Aper n, liegt ein waldreicher Teil, wo die Deutschen versteckte, rntt Stahlschilden geschützte Schützengräben haben. Beschießung von Ranch durch Luftfahrzeuge. Berlin, 29, Dez. (Priv.-Tel.) Me „B. Z." berichtet; Ueber die Beschießung von Nancy durch deutsche Flieger und einen Zeppelin wird dem Pariser „Journal" gemeldet: Am Freitag Morgen um 9 Uhr schleuderte eine „Taube" zwei Bomben herab, die nur Materialschaden anrichteteu. Am Samstag morgen 5,20 Uhr schleuderte ein Zeppelin eine Bombe, die in der Nahe des Bahnhofs niederfiel. Der Ballon nahm die Richtung von Westen nach Osten und ließ über der Stadt zahlreiche Bomben fallen. Mehrere Personen, darunter mehrere Soldaten, wurden verletzt. Eine Anzahl von Gebäuden wurden beschädigt. Der Verbleib der „Dresden". Berlin, 30. Dez. Nach einer Pariser Meldung der „Deutscher. Tageszeitung" ist nach der Seeschlacht bei den Falklands-Jnseln die „Dresden" cm der Südspitze Chlles in Punta Arcnas angekommen, habe dort Kohlen eingenommen und sei dann wieder in See gestochen. Zwei dänische Dampfer von den Engländern «»gehalten. Berlin, 30. Dez. In Kopenhagen herrscht über die Aufbringung zweier Dampfer der Bereinigten Tampfschiffahrtsgesellschaft große Aufregung. Die Schiffe kamen direkt von Island mit isländischen Produkten und Pferden. Letztere wurden auf Befehl der englischen Behörden zurückbehalten. Dieses Vorgehen erregt, wie der Voss. Ztg. geineidet wird, umso größeres Auf sehen, als in Dänemark ein Pferdeausfuhrverbot besteht und die Pferde also nicht nach Deutschland weiter gesandt werden können. Ein dänischer Dampfer gestrandet. Kopenhagen, 29. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Ter dänische Dampfer „R i g m o r" ist an der Küste von Westray, einer der Orkney-Inseln, gestrandet. Die Besatzung wurde von einem Fischdampfer gerettet. Aus Italien. Rom, 29. Dez. (WTB. Nichtamtlich:) „Gazetta Offt- c i ale" veröffentlicht ein Dekret, wonach im nächsten Jahre die« zweite Kategorie der Fahresklasse 1895 Tchs Monate unser die Waffen gerufen wird, ^ic Bedrängnis der Franzosen in Marokko, iris, 29. Dez. (W.B. Nichtamtlich.) Der „Temps" Tie Bewegung feindlicher Stämme ft nachgelassen Ter Braunes-Stamm Dinner eine feindselige Haltung ein. jcisra-Gebiet ist unverändert. Send- lsche Nachrichten über die Ereignisse l, die Proklamation des Heiligen leg einer Aufstandsbewegung aus- Ilelt- und Meddra-Gebiet wird eine Araber-Truppen gemeldet, die an- P«char-bu-Denib Vorstoß^» wollen, sind getroffen worden. kische Erfolge. l, 29. Mtz. (WDD. Nichtauttluh) Unsere Trupp^WMerten den: Feinde eine Schlacht im Tale des Muradflusses urid brachten ihm eine völlige Niederlage bei. Sie nahmen zwei Kanonen mtt Zubehör, ein Maschinengewehr, zwei Artillerie-Munitionswagen, 36 Maultiere, 115 Pferde; außerdem nahmen sie zwer höhere Offiziere, sieben Subalternoffiziere und 96Männ gefangen. Me russische amtliche Mitteilung vom 23. Dez. erklärt, daß die Russen bei Sartjram bei Sartikamgsch die Offensive ergriffen hätten; nun liegt dieser Ort rnl Kaukasus, so datz hier zugestcrnden wird, daß die türkische Armee sich auf russischem Gebiet befindet. Konstantinopel, 29. Dez. (WTB: Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Heute vog der Kaukasus- Armee angelangte Nachrichten besagen: Wir verfolgten den Feind. Es wurde eine beträchtliche Anzahl Gefangener gemacht und Kriegsmaterial erbeutet. Ein ftanzösisches Torpedoboot feuerte einige Granaten auf die Küstenwachr bei Kiklli gegenüber Tenedos ab, aber erfolglos. Die Engländer versuchten neuerdings eine Landung bei Akaba; zwei feindliche Boote versuchten sich der Küste zu nähern, kehrten aber unter dem Feuer des Gendarmericpostens um und hatten vier Tote. Die Erftrcbung eines festere» wirtschaftlichen Verhält. nisieS zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland. Budapest, 29. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Me Ungarische L>chwestervereiuigun,g der Mitteleuropäischen Wtrt- schaftsvereinignng hielt heute unter denr Vorsitz des ehemaligen Ministerpräsidenten M. Wekerle eine Sitzung ab, in der den Hauptgegeiistand der Erörterungen die Frage bildete, wie sich das handelspolitische Verhältnis zu Deutschland nach Beendigung des Krieges und nach Ablauf der gegenwärtig in Kraft stehenden Verträge gestalte. Geheimer Regierungsrat, Universitätsprofessor und geschäfts-- sührender Vizepräsident der Deutsck>en Schwestervereinigung M. Wolf machte ausführliche Mitteilungen über die Aus- sassungen, die über diese Frage in deutschländischen Interessentenkreisen herrschen. Im Anschluß daran entspann sich rin Gedankenaustausch Mrs Ergebnis faßte Wekerle schließlich wie folgt zusammen: Die Erfahrungen und Lehren des Krieges und die daraus sich entwickelnde politische Situation, aber auch die gegenseitigen wirtschaftlichen Interessen erfordern es, daß die Monarchie und Deutschland festere wirffchastliche Bande anstrebcn und diese rechtzeittg voc- bereiten, natürlich ohne Beeinträchtigung der handelspolitischen Freiheit beider Vertragsteile, deren Auftechterhaltung für beide Teile erwünscht ist. I * I « Die Engländer verprügeln ihre Inder. Ein interessantes Dokument über die Behandlung der Inder im englischen Heere ist in deutsche Hände gefallen. Es lautet in der Uebersetzung: Vertraulich. Nr.3/3 (A). Hauptauartier, Indisches Armeekorps. Datiert. 22. Oktober 1914. Memorandum für das Verhalten der Offiziere des Indischen Armeekorps. 1. Nach den Bestimmungen des Indischen Armee-Gesetzes § 45a kann aus körperliche Züchtigung »ou einem Kriegsgericht zu Recht erkannt werden bei jedem Verstoß, der von einer diesem Gesetz unterstehenden Militärperson rwm FeldwebcUcutmvU ab i#drtü im aktiven Slitrttl verübt worden ist. Auf Grund der Brsehls-Sammlung des Indischen Armeekorps dürfen jedoch solche Urteile nur gegen solche Personen gefallt werden, die schuldig befunden wurden: i) Grober Verstöße gegen Person oder Eigentum von Bewohnern des Landes, nach 8 41 des Indischen Armee-Gesetzes, d) Einbruch in ei» Haus zwecks Plünderung, oder Plündern, sei eS nach (a) oder nach 8 25 (j) desselben Gesetzes, c) Plündern als Posten oder auf Wache usw,, nach 8 26 (cl des Indischen Armee-Gesetzes, ckf Unehrenhaftes Betragen, nach 8 31 des Indischen Armee- Gesetzes, 2. Offiziere, die ein summarisches Gcncralkriegsgericht berufen, sollen stetS dafür sorgen nach 8 98 (11 (c), daß, wenn der llrteilspruch auf körperliche Züchtigung lautet, die Prozeßakten »hnen zur Bestätigung zugesandt werden. Mit Ausnahme der ,''rflllf, in denen die Ueberweisung in berechtigter Berücksichtigung der Erfordernisse deS Dienstes nicht ausführbar ist, sollen alle solche Fälle dem Gcneralauditeur des Indischen Armeekorps unterbreitet werden, zwecks Vortrags vor der Bestätigung, 3. Körperliche Züchtigung, aus Grund des 8 24 (2) des Indischen Armee-Gesetzes, soll auf die Fälle beschränkt bleiben, in welchen sich Personen Vergehen laut oben erwähnten Absatz (1) zu schulden lammen ließen, 4. Körperlicktz: Züchtigung darf nicht in Gegenwart von brr- tischen oder anderen europäischen Truppcir oder Zivilisten vollzogen werden. 5. Nach der Ansicht des Armcckrpskommandanten sollte Raub in diesem Lande sehr streng bestraft werden: die verhängte Strafe sollte deshalb nicht unter der Höchststrafe blechen, 6. Ein Exeinolar dieses Befehls soll im Besitz jedes britischen Offiziers der Artillerie und der indischen Formationen im Indischen Armeekorps sein. Ein Exemplar soll bei jedem Kriegsgericht, daS unter indischem Militärgesctz in dem Armeekorps abgehalteu wird, vorhanden sein, W, E, O'Leary, Oberst, Stellvertretender Generaladjutant, Indisches Armeekorps, Uebereinstimmend haben nicht nur die Berichte und Meldungen deutscher Truppen, sondern auch manche von und erbeutete Aufzeichnungen des Feinds; festgcstellt, welch' grausamen Plünderungen bisweilen französische Ortschaften durch Angehörige der verbündeten Armeen ausgesetzt waren, Daß das _ französische Heer selbst daran nicht schuldlos war, ist durch mehr als ein Aktenstück dargetan worden. Auch die Engländer haben es nicht verstanden, sich in dieser Hinsicht die Hände rein zu halten. Am schwersten mögen sie durch die Ausschreitungen ihrer indischen Truppen belastet sein. Daß es an solchen Ausschreitungen nicht fehlt, daß Fülle von Raub und Plünderung vorgekonimen sind, ja, daß Posten und Wachmannschaften daran beteiligt ivaren, erweist das vorstehende vertrauliche Memorandum sMUiie Offiziere des indische» Armeekorps, Die Ausschrei^Mcu muffen schwer gewesen sein, sollen sie die hier getro^Mni Maßnahmen einigermaßen begreiflich emMchun lassen^Mn, eS handelt sich um uichis (Vrin : bringt MV." i 1 ' > strafen vollzogen werden. in t ^ i i. es denn mi m.- ’ Wßra» dum, daß die Anordnung gelroffeD^^^^W^^^Mimarl britischer oder europäischer Truppcn^WMjrvllisten darf die Prügelstrafe nicht vollzogen werden! Was im Verborgenen geschieht, belastet das Gewissen dieser Kulturträger nicht. Insgeheim waltet über den indischen Truppen die Knute und vor den Augen der Welt spielt England die Rolle des Retters vor preußischem Militarismus, Rriegrdriese aus dem Osten. B»n unserem zum Ostheerc entsandten Kriegsberichterstatter (Unberechtigter NackHruck, auch auszugsweise, verboten.) Durch Ostpreußen nach Mlawa. Bilder, Stimmungen und Begebenheiten, Armee-Oberkommando 8, 25, Dez, Orteisburg. In dem Rieseirzimmer, in dem ich übernachte, hat vormals ei» Jäger gewohm, die Wände bangen voll Geweihen und Jagd- bildcrn, von der einen Wand sicht ein kunstgerecht auSgestopucr Clchtopf unter mächtigen Schaufeln in den bänmrrigcn Raum, den eine sehr dünne hohe Stearinkerze mit zittrigem Licht füllt. Ae Wände und der Schrank, viele von den Bildern und Bildchen haben merkwürdige Flecken, Wie ich sch genau auch he, bemerke ^ich, daß das Zimmer von Gelvehrkugrln dnrchsiebt ist. Die Schechen sind ernenrt, Nur an einem der drei Fenster hat man da-S zerschossene GlaS im Rahmen gelassen. Drei kreisrunde, ziemlich glatte Löcher, sonst ist die Scheibe unversehrt. Ae Russen haben auf ihrem Rückzug damals von der Straße in alle Häuser hiuemgcschossen, in allzuviel war es ja nicht möglich, denn der größere Teil der Stadt lvar ein Trümmerhaufen, Eine Krkgcl hat die beiden Schechen hübsch glatt durchschlagen. ist durcki die Spindentnr gegangen, durch ein dickes tannenes Hutbrctt, I>at die Oberwand des Schrankes durchbohrt und ist schließlich in ein Ocldild gegangen, das an der Wand hing. Mitten in dem Gesicht einer sehr seinen und lieben alten Anne, in der Tracht des beginnenden 19. Jahrhunderts, sitzt die russische schwarze Kugclspur, Das Gebäude gegenüber ist völlig ausgebrannt, durch dir sckwvrzumzackten Fenstcrhöhleu stiebt der Schnee, Ter österreichische Kamerad und ich, die wir zusammen hier in Masuren siiercn, stehen jeder an einem Fenster und blicken hinaus, bis wir vlötzlich jeder ans Kommando Mütze und Gummipelerino greisen und aus der sprechenden Stille des Zimmers in das stimm,« Sckuirctreibei, der Ruincnstadt flüchten, Ter Teil des Städtck>eils, durch den wir zunächst gehen, ist der unbeschädigte. Hier ist fetzt die lHauvtgeschästsstraßc, kleine, alte, einstöckige Häuser, die mit dem Giebel nach der Straße stcl en, sind unbeschädigt geblieben. Es ist lebhaftes Kauten und Verkaufen, die polnische Sprache und jder polnische Eindruck überwiegen. Es gibt >oie in allcit diesen Städten dicht hinter der Front vor allem Wollsachen, Konserven, Zigarren, iZi garet teil und wie in allen diesen Städten kann man kein« einzige anständige Zigarette austrciben und eine schlechte Kerze kostet 30 Pfennig, Ae Läden haben sich nach Bedürfnis ver- legt. Ein Papiergeschäft ist in den Laden eines Schneiders, der längst geflohen oder gefallen ist, gezogen. Neben dem Schreib- ravier und den Kalendern, die schon in großer Anzahl bereit liegen, sind noch ansehnliche Vorräte von Militärmützen und Hosenstoffen auf dem Boden, Eine Drogerie ist in einen Schn- stcrtaden gezogen. Die Apotheke Iwt ein halbniedergebrmrntes Gebäude mit Notdach versehen und sich nach Art der „Stores" in Wild-West-Amerika eingerichtet, SllleS ist aus frischem, uicht gestrichenem Tannenholz gezimmert, olles steht eng und fast lustig beieinander. Eine qualmige Petroleumlampe erhellt den Laden nicht sehr erheblich, Air gehen weiter in die Ruincnstraßen hinein. An den Eckhäusern, di« bis ein paar Fuß über der Erde von den Granaten zerfetzt worden sind, ist ost die Eckchand noch ein paar Meter hock» ziemlich unbeschädigt, der Gasarm ist dort wie sonst angcschraubt und das ganze einstige Haus dient so eigentlich nur noch als Latcrnenhaller für die Straßenbeleuästung, Klugerweise sind eben nur die nolwendigstcn Ausräumnngs- arbeitcn vorgeiwmmen worden: ein paar Sprengungen von übcr- hängenden Gebäudeteilen und Forträumcn von Schutt, 70 Prozent der Häuser sind cingcäschert. In unserem HauS, in das wir zurückkehrcn, ist In den unteren Räumen ein fcfjr gutes Lokal, Der Bürgermeister, der Apotheker, die „Spitzen" dm Städtchen nehmen dort ihren Abend- schoppcn. Just wie sonst auch. Sie sprechen davon, daß man min den alten verhutzelten und schmutzigen Stadtteil am See wunderschön neu wieder aufbauen könne und daß Ortclsburg eine ideale Stadt werden würde. Am nächsten Tag sehe ich mir den Eisenbahnzug an, den die Russen im November zusammengeschossen haben. Eine starke russische Kavallericvblcilung mit Artillerie war durch die Wald- aebicle vorgcbrochen und war bis zur Stelle gekommen, wo die Bahn nach Allenstein die Ortelsburger Provinzstraßc kreuzt. Der Zug nach Allenstein halte auf der Fahrt die Station Schwcn- tainen passiert, der Zugführer hasste noch trotz des Einbruchs der Russen durchzukommen. Aber die russische Kavallerie entwickelte außergewöhnliche Energie, Sie stellte ihre Kanonen auf die Straße aus, sperrte außerdem den Uebergang über die Straße durch aufgelegte Schwellen, Ans 150 Meter gaben die russischen Geschütze den ersten Schuß ab. Ich sah den zusaminengeschossenen Zug, Schon der erste Schuß hatte die Maschine unbrauchbar gemacht, Dicht über den Rädern saß ein mächtiges Loch, alles Gestänge war wie dünnes Rohr zerbrochen und zcrbogen. Die furchtbare Wirkung der Granaten aus Eisenziel war geradezu, lote zum besonderen Beispiel vordemon- striert, Kleingewehrfeuer hatte dann die anderen Wagen durch- sicbt, ein paar Granaten ivaren noch in Abteile zweiter Klasse gefahren und in die Packwagen, die völlig ausgebrannt waren, Tie Leute, die aus dem brennenden Zug auf die Felder slüch- tctcn, wurden sofort von der Kavallerie nicüergchauen, gleichgültig ob es Frauen oder Männer waren. Wer in der Nähe des Zuges wartete, blieb Derfrjlmt. Alle Polster wurden anfgerissen, ob Wertsachen darunter verborgen wären, alle Habseligkeilen in großer Eile durchsucht und durchplündert, lleberall sah ich noch die leeren großen Pappkartons, die zerbrochenen Flaschen, brschmutzie Photographien, zerrissene Briese ans dem Felde, Ehe die Russen ihre PlünderungSarbeit zu Ende führen konnten, slog vom Waldrand her der schrille Pfiff einer Patronckle. Mit größter Elle saß »um auf, die Artillerie hieb auf die Pserde und alles sauste die Straße nach Tombrowa zurück, Deutsche Kavallerie rückte an, und der deutsche Gegenstoß, der die cingedrungcne Arnrcc, deren Kavallerie sich hier „betätigt" hatte, bis über Mlawa hinaus warf, setzte ein. (Schluß folgt.) Brandpfeile einst und jetzt. Uralte, längst verschollene Waffen leben in diesem Kriege wieder auf: wie der alte Pfeil als Fliegerpseil wieder auf- erstanden ist und als sehr gefährliche Waffe gilt, sucht m» Jns.-Regt 168, 2, Komp, Bisher erhielten unsere im Felde stehenden Gen>einde- gliedcr 3 Eiserne Kreuze und eine Tavfirkcüsineüaille. X @ro6tn»!Bu(eif, 30. Dez, In dein bereits seit Mitte August im Frhrl, v, Nordcck zur Nabenauschen Sckiloß zu Großen- Bnscck, Kreis Gießen, ciiigerichtetcii Schloß-Lazarett, dessen Leitung der Stabsarzt Dr, med, G eng nag et und die AIice-Vereins-Sck>wcstcr Berta' B ü ch s l c r , welcher eine Anzahl vom Alice-Frauen-Verein anSgcbildete Helferinnen zur Seite stehen, übernommen haben, befinden sich augenblicklich 35— 40 Verwundete, die vom westlichen Kriegsschauplatz cingctroffen sind. Während der Schloßherr, der Großh, Kammerjnnker Dr, jur, Ludwig Freiherr von Nordcck zur Rabenau, als Oberleutnant im Hess, Garde-Drag.-Regt, im Felde stehend sich bereits vor einiger Zeit daS Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeits-Medaille erwarb, ivird die Oberaufsicht des Lazaretts durch sein« Mutter, Freifrau Auguste v, Nordeck zur Rabenau, gesührt, deren zweiter Sohn, Freiherr Karl, als Fliegerbeobachter- Ofiizier cbcnsallS auf dem westlichen Kriegsschauplatz steht. Ein weiteres Mitglied der Freiherr!. Familie, der Großh. Kanimerhcrr und HaupMiaml Frecherr Hugo v, Nordeck zur Rabenau, starb bereits ansang September in der Nähe des Mrirnekanals an der Spitze seiner Kompagnie den Heldentod fürs Vaterland, X Weickartshain, 80. Tez, Dein Bah»l>oisa»sscher Ferdinand Schäfer hier wurde vom Kai'er das Erinnerungszeichen fiir Löjahrig« Dienstzeit verliehen. Kreis Lauterbach. O Bermutsharn, 28. Dez. Schwer betroffen durch den Krieg wurde die Familie des Johannes Muth III,, hier. Der älteste Sohn und ein Schwiegersohn sind in den westlichen Kämpfen schon gefallen: der zweite Sohn wird vermißt, Kreis Friedberg. h. Butzbach, 29, Dez, Me Butzbach-Licher Eisenbahn-Gesellschaft hatte im letzten Betriebs- jahr 1914 abermals einen Verlust von 18358 Mark zu verbuchen. Das vor 10 Jahren eröffnete Unternehmen hat bisher noch keine Dividende verteilen können. Sein ursprüngliches Kapital von 550000 Mark ivurde im Laufe der Jahre auf 1867 000 Mark erhöht. Die Verluste erreichten die Höhe von 211976 Mark. Als vor zwei Jahren eine Sanierung des Betriebes erfolgte, durch die u. a, der Zinsfuß der sich im Besitz der betmligten Gemeinden befindlicher, 1554000 Mark Obligationen von 4 auf 2,75 Prozent ermäßigt wurde, glaubte inan der Bahn eineit besseren Betriebsnutzen sichern zu können. Doch erwiesen sich die Hvffuuirgen als trügerisch. Denn in beiden Jahren arbxitete man abermals mit einem Verlust, der im ersten 7617 Mark und jetzt im zweiten Jahr 18358 Mark betrug, zusammen 25 975 Mark, r, Bod-Nanheim, 29, Dez, Heute in den Frühsluilden brach in der in der Viktoria-Augusta-Straße gcletiencn B i l I a „Ticlemann", deren Besitzer sich zurzeit aus Reisen befindet, ein umfangreiches Schadenfeuer aus. Die gesamte J»ueu- cinrichtung der Villa, die mit 70000 Mk, gegni Brandschaden versichert ist, wurde teils durch Feuer, teils durch Wasser säst ver 1 nichtet. Nach der sofort eingeleiteten lliitersuchniig wurde Einbruch mit B r ä 11 d st i s t ii n g iestgestellt, Ten Brand haben die Einbrecher jedenfalls angelegt, um ihre Spuren zu ver wischen. — Am ersten Weihnachtsfeiertag erschoß sich liier der S ch u l k n a b c Willi Becke r. Die Gründe zur lat s.nd unbekannt. — Ter Turnverein von 1860 und der Männerturnverein veranstalteten an, zweiten Weihnachtstag Vaterländische A b e n d e. die von den Verwundeten aus unseren Lazaretten tehr zahlreich besucht waren. K. Vilbel, 29. Tez. In den dunklen Nächten vor Weihnachten wurden in den Siesniaierichcn Baumschulen etwa 3Oll junge, sehr wertvolle T n n n e » b £ u m e abgebro.cin und ge- st o h l e n. Tie Tat v konnten bisher nicht ermittelt werder. Hessen-Nassau. - h. F r a n k f u r t a. M., 29. Tez. Nach dem Vorbild der Städte Potsdam, Charlottenburq und Essen will man nunmehr auch hier die Küchenabfälle den Landwirten der Umgegend zur Biehfütterung zuführen. In einer Versammlung wurde allseitig die große Bedeutung der Abfallverwertung für die Volkswirtschaft anerkannt und nach längerer Aussprache beschlossen, die Stadtverwaltung zur Organisation der Angelegenl^eit auszufordern. Mit Hilfe der Landwirtschaftskammer sollen sodann loeite Kreise der Landwirtschaft zu regelmäßigen Abnehmern der Küchen- absälle gewonnen werden. Wie mitgeteilt wurde, wird der Gesamtwert der nutzbaren Stoffe, die in Deutschland dem Kchrichteimer zugesührt werden, auf jährlich 2 7 Millionen Mark geschätzt. Ein aus der Versammlung gewählter Ausschuß wurde mit der sofortigen Durchführung des Planes betraut. X. £> n n a n, 28. Tez. Don der Teulschen Dnnlov O'uinmi- Compagnie-Aktiengesellschaft »> Öaticui sind der hiesigen Organi- satio» des Roten Kreuzes Ute unsere Truppen im Felde 500 000 Zigarren überwiesen worden. Gerichi^saal« Ein englischer Kriegsgefangener z»m Tode verurteilt. Berlin, 29. Dez. 00 requirieren. 1100 Antoomnibttsse Halle die Lmnibii-getell- schalt der Stadl Paris zu stellen. Außerdem ivaren noch mehrere hundert Sonderfahrzeuge, so Antomobtle mit Schetnivetiern, mit Stationen für drahtlose Telegraphie und solche zttm Filtrieren inid Besörderit von Wasser vorhanden. Alles in allem versiiglc^ also das iranzösttchc Heer über einen Antontobilpark von 70 0<10 Fahrzeugen. Tie Zahl der deutschen, im Feld befindlicheit 5Uito- tttolnlc toirb von einer amcrikaniichen Fachzeitschttft eltvas niedriger, nämlich ans nur 55 000 eingeschätzt. 30 000 davon sind eigentliche Miitläriahrzeuge. tvozn »och >0 000 Anhättgewagen an die großen Militär-lkastantomobiie kommen. Tagcqen soll die Zahl der regnirierten Privatantos nur halb so grob aß >» Frankreich (ein, also nur 25 000 betragen. CiS wird dies daran! nrückgeiührt, dast das Aittotnobii in Deutschland noch nicht die Berdreitimg ivic in Frankreich besitzt. Tie Cnalänber haben gegen 20 000 Auto mo ilc aller Art ans dcn curoväischcn Kricgsschaitviatz geschickt, davon 1009 Londoner Atttomobilotttttibttssc. Allein die drei Attnecn TenIschiandS, Frankreichs nnd Englands vertilgen somit über rund 150 0 M Kraftfahrzeuge aller Art, ivobei die verbrauchten 'Wagen so weil trne möglich ständig durch neue crleyt werden Schä t man doch den Verbrauch an Kra'tlahrzettactt im Kriege so hockt, dast nach Friedensschlttst allein die deutsche Aitiomohit- Industrie Aufträge über 100 000 i,c»e Wngcti erhalte» wird. Sandel. — K r i e g « n a m e n als Warenzeichen sind nicht ein- tcagunasfähig. Tas kaiterltchc Palculamt hat emer Gieiteact , tiiiia die Mitietlnng getttacht, dast Worte und Tarstellungen. die Aul die gegenwärtigen politischen und kriegerischen Ereigniiie ^c- zug haben.' den Warenzcichenschntz nicht zugebilligt erhatten. B.- grinidun-i dafür ist. dast die freie Benutzung solcher Worte tu,' Tarstellnngen (Schlachlcunamen, Heeriübrer und Namen von Schifsenl bei der Atisstatttinn nnd Fetlbtelnitg von Waren entent allgemeinen Bcdürinis entspringt und der Verkehr mehr einet. Ausdruck vaterländischer Gesinnung in der .'lntvendmia solcher Zeichen nls eine» geschäftlichen Hinweis ans die U>- svrnnqsslätte ns«, der Ware sieht. Derartige Bezeichnungen sind von der Eintragung in di« Zeichenroile aiisgeschlosieii und können nicht zum Gegenstände von Sonderrechten gcniach' werden. Märkte. Ie. Frankfurt a. M. S ch we i n ein grkt bericht vom 30. Dez. Anlgetrieben waren 1233 Schweine. Pollsieischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 60.00—62,0 h Alk., Schlachtgewicht 74.00— .00®t., vollsteischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 60.00— 62.00 Alk., Schlachtgewicht 75.00-77. 0 Alk.: vollsteischige Schweine von 100 —120 bt* Lebendgewicht 80 . 00 —62.00 'l 1 !f„ Schlachtgewicht 71.00—78 Mk.. vollsteischige Schweine van 120 bis 150 b» Lebendgewicht 60.00—62.00 Mk, Schlachtgewicht 77—78.00 Alk. Geschäft mittelmäßig, gerät,mt. le. Frankfurt a. M., 30. Tez. (Sriq.-Telegr. des .Gieß. Anz.", Aintliche Notierungen der heutigen Frucht,narktvreiie. Weizen lhiesigers Mk. 27.50-00.00, Kurh-süscher Mk. 27.50-00.00, Welteraner Mk. 00.00-00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 20.50 -00.00, Gerste (Wetteraner) Mk. 00.00-00.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Mk. U 0 . 00 -Ol .00, Haser Mk. 22.30-C0.00, Mais Pik. 00.00 bis Pik. 00 . 00 . Weizenmehl 0 Mk. 43-44.50, Roqqeninebl 0 Pik. 35.50—36, Weizenklele Mk. 15.00—00.00 ohne Sack. Biertreber Mk. 20—20.50. Tie Preise verstehen sich ab Station zuzüglich der gesetzlich zuläistgen Provision. Ic. Frankfurt a. SOI., 28 Tez. (Oriq.-Telegr. des .Gießener Anzeigers".) K a r t o s s e l m a r k t. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 7,00 - 8,00, im Kleinhandel Pik, 8,00—9,00 für je 100 kg. Tie Marktpreise für Bich und Frucht und die Hiics.cner Fleisch- und Brotpreise am 28. Dezember 1914. Schlachtviehpreise in F ranks urt a> M. Fleischpreis« in Gießen Ochsen llälber Schwein« 50 Kg. Schlachtgewicht 91—101 Wk. v, Lg. Schlachtgw. 70—85 Pf. ’J, llg. 36—96 31* '/. . 80-84 . '/. . 80 - 96 . Cetreidepreise in Mannhe im Brotpreise tu Gießen: Weizen 11)0 1!q. 00.00 - 00.00 Mk. Roggen 100 Kg. 00.09—00.00 Mk. Weißbrot 2 Kg. 68 6t, Schtvarzbrot 2 Kg. 64 big Briefkasten der Redaktion. lAuouyme Ansragen bleibe» unberücksichtigt.) 8. tj. in w. Ihre beiden Fragen betr. des Eisernen Kreuzer sind zu verneinen. Meteorologische Beobachtungen der 5tation Gietzen. Tez. 1114 fo.S 1 sf O. w * o 'S C ~ .o if " I — I'll-I 2 leg-s« 5 „“S 1 Wetter 29 ' V 740,1 52 50 76 sw 6 | 10 Regen 29 l ” . 46.2 2 4 4,8 89 S 2 | 3 Bew. Himmel 80.11 H 1 149,5 26 4.6 84 SSW 2 i 9 " ' Höchste Temperatur am 28. bis 29. Dez. 1911 -—|- 9.6 • C. Niedrigste „ . 28. . 29. . 1914 --- ff- 2,3' . Niederschlag: 0,4 mm. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetleraussichten in Hessen am Tonnerstag, den 31. Tez. 1911: Wolkig, trocken, westliche Winde, kälter, Nackstsrost. Letzte Nachrichten. Friedensschalmeien in Rußland. i. Köln, 30. Dez. Die „Köln. Ztg." berichtet aus Sofia: „Ruskoje Slowv", das offiziöse Organ des russischen Ministers des Aeußcrcn, namentlich in der Ortetet Politik, bringt einen längeren Ausi'atz, der bezeichnend für die Stimmung in Rußland ist. Das Blatt führt aus, daß Rußland wenig Interesse an einem Angriffskrieg gegen Deutschland und Oesterreich- Ungarn habe, jedenfalls nicht genug, um einen solchen Krieg bis zum Ende der Erschöpfung durchzusührcn. Rußland solle einen günstigen Augenblick für einen annehmbaren Sondcrsricdcn abwarten. Die Weitersührung des Krieges sei nur eine Lebensfrage für England. Mit Lobgcsängen und Ermunterungsrusen spare man in Frankreich und England nicht, aber damit sei nichts erreicht, wenn die Taschen wie bisher zugeknöpft blieben. In Petersburg sollen Vorträge über die Bedeutung der deutschen Kultur für Rußland gehalten worden sein und fortgesetzt werden. Dabei sollen auch gerechte und frewtd- ckiche Ansichten zu Worte kommen. Die deutsche Front in Flandern. Kopenhagen, 29. Tez. Nach dcn Angaben französischer Kriegsberichterstatter macht die deutsche Front in Flandern vom Meere zwischen Lombartzvdc nach Westcnd eine Kurv« bei St. Georges, geht westwärts nach Ramscapello, das in den Händen der 'Belgier ist, biegt nach Osten in unregelmäßigen Windungen und folgt dem Hauptarm der Äser bis Dtxmuidcn, wo die Deutschen den nördlichsten wichtigsteir Teil besetzt halten, während die Belgier dar südwestlichen Teil besitzen. Von hier geht die deutsche Front nach Süden über Mcrckow durch überschwemmtes Gelände bis Bixschote, das im Besitz der Deutschen ist, von da nach Poelcapellc, das ebenfalls in dcutichem Bcksitz ist. Die deutschen Schützengräben erstrecken sich dis nach Passchendaele, das die Deutschen halten, und biegen hier nach Eheluvelt ab, das die Verbündeten besetzt halten. Schließlich folgt die Linie einem Waldrande bis zu der wichtigen Stellung östlich Hollebeekc, das von den Deutschen besetzt ist, und setzt sich dann über Warncton fort. Englische Verhandlungen mit dem Groß-Senussrn. Mailand, 30. Dez. Wie „Corriere della Sera" aus Kairo berichtet, ist die englische ägyptische Regiernng gegenwärtig in lebhaften Verhandlungen mit dem tz» r o ß - S c u u s s e ii, Ahmed c l er ch e r i s, begriffen. Dieser befindet sich in der Oase Bir Aziz bei Desna in der Cyrenaica, ivo er eine Abordnung von drei englischen Osslzicren eniviangen hat. Nach deren Rückkehr ist jetzt der Vertrauensmann des Groß- Senussen in Aegypten, der auch das Vertrauen der englischen Regierung besitzt, nach Bir Aziz abgereist, um dem Groß-Senussen im Namen der englischen Regierung die Kalisenwürde anzubicten. Ahmed el Scheris habe seine Neutralität versprochen, man müsse sie ihm aber bezahlen. Das geringste, was England ihm bieten könne, sei die Aufhebung des Äussuhrverbotcs von Lebensmitteln nach der Eyrenaica, Dadurch würden aber wieder die Interessen Italiens getroffen. — Die Lage an der Grenze zwischen Aegypten und der Cyrenaica bleibt also selbst bei dieser entschieden nicht dreiverbandseindlichcn Haltung durchaus unklar. Protest des Roten Halbmondes. Wien, 29. Dez. Der Rote Halbmond hat an das Rote Kreuz in Genf einen Protest gerichtet, weil die russische Regierung durch dcn ttalieiiischcn Botschaiier der Pforte hat bekannt- gcben lassen, sic werde den Roten .Halbmond nicht refpekliereiui Das Zentralkomitee des Roten .Kreuze? in Gens hat jetzt nach Konstantinopel initgetcilt, daß dem Roten Halbmond der volle 'Schutz der Genfer Konvention gebühre und daß es deshalb in Petersburg durch das russische Rote Kreuz riiterventeren wesbe, Dir neue Zivilliste des Sultans. Konstantinopel, 30. Tez. Tie Regierung macht ein neues Gesetz über die Zioilliste des Sultans bekannt. Danach Erfährt die Zioilliste des Sultans eine kleine Erhöhung. Sic beträgt künftig 240 000 Pfuich, das sind etwa 4'/- Millionen Mark (also ein immerhin mäßiger Betrag). Ferner erhält der Sultan 50 000 Pfund Rcprasentationsgelder. Ter Thronfolger erhält eine Apanage von 24 000 Psutid, die Apanage der anderen Prinzen und Prinzessinnen beträgt je nach dem Älter zwischen 150 000 und 450 Pfund monatlich. Die „Heldentaten" der französischen Marine. Rotterdam, 30. Dez. Uebcr dcn Untergang des französischen Unterseebootes „Curie" melden eng lische Blätter: Bei dem Angriff des französischen Tauch bootes gegen Cora machte die „Curie" den Persuch, in den Hafen einzuringen. „Curie" gelang es, in die Hafenmün- dung einzulaufeii, aber das Boot verfing sich dann in einem stählernen Netz, das den Eingairg versperrte. Bei dem Versuch, aus dem Netz zu entkommen, wurde die „Curie" von einem österreichischen Handelsdampser bemerkt, der sofort Alarmsignale gab. Die Forts eröffneten dann das Feuer: „Curie" wurde von zwei Schüssen getroffen. Die Beteiligung Portugals am Kriege. Mailand, 30. Dez. Tie Turincr „Stampa" meldet, daß am 20, Dezember zwei portugiesische Infanterie-Regimenter in Kairo cingetrosscn sind, die in englischen Kasernen untcr- gebracht wurden. Der neue Gouverneur von Warschau, M ü n ch e n, 30, Dez. Der neue Gouverneur von War schau, Peter Wladimirowitsch Werefkin, ist gewiß nicht wegen seiner ausgesprochenen Deutschsreundlichkeit, sondern als Freund der Familie Jsmolski zum Gouverneur er nannt worden. Baron Werefkin kannte man in München recht gut. Er weilte jeden Sommer als Gast in der Billa Jswolskis in Rottach am Tegernsee. Er war sehr oft der Gast der Familie Jswolskis, nio er als Freund der deutschen Kunst, des deutschen Militärs und des Deutschen Kaisers galt. Aufstand der Araber in Mesopotamien. Konstantinopel, 30. Dez. Von Nedsches und Kertub ans hat sich eine Anzahl arabischer Stämme gegen di« in Mesopotamien vordringcnden Engländer in Bewegnng gesetzt. Zur Sllltretung der Insel Sachalin. Wien, 29. Dez. Der japanische Botschafter in Washington hat entgegen dem Petersburger Tcmemi bestätigt, daß Rußland gegen Lieferung schwerer Geschütze und Beistellung der leitenden A rti l l er i e-O s f i z iere die zweite Hälft« der Insel Sachalin an Japan offi- gctreten habe, nnd hat davon die amerikanische Regierung ossi- ziell in Kenntnis gesetzt. — Das „Fremdenblatt" bemerkt zu der Abtretung: Die Geschichte kennt kaum ein zweites Beispiel einer Demütigung dieser Art, lvie cs das einst so prahlerisch« Rufland jetzt gegeben lwt. Es ist dies ein in der Geschichte ganz vereinzelt vorlommendcs politisches Wuchergeschäft. Dir Konferenz der skandinavischen Auslandsminifter. Stockholm, 30, Tez. Wie „Dagbladet" meldet, findet die neue Konferenz der Auslaitdsminister der skandinavischen Reiche am 30, Januar in Stockholm statt. Die englisch« Regierung hat auch die letzte Protcsteingabc der dänischen Regierung gegen die widerrechtliche Festhaltung der beiden dänischen Dampfer in der südlichen Nordsee ausweichend 'beantwortet. Höchstpreise für Mctallcrzeugnissc. (WTB.) Berlin, 29. Dez. (Nichtamtlich.) Aus Grund des Höchstpreisegesetzes für Erzeugnisse aus Kupfer,Messt n g und Aluminium ivird mit Wirkung vom 2. Januar 1915 bestimmt: Der Preis für 100 Kilogramm darf nicht überschreiten: bei Kupferwalzdraht 208 Mk., unverzinntem, rundem Kstpferdraht mit einem Durchmesser von mindestens 1,4 Millimeter 225 Mk., runden Kupferstangen mit einem Durchmesser von mindestens 13 Millimeter 235Mk., Kupferblech von mindestens 1,4 Millimeter Stärke in normalen Fabrikationstafeln bis höchstens 1 Meter Breite 240 Mk., gezogenem unverzinnten .Kupferrohr mit einem inneren Durchmesser von '20 bis 100 Millimeter und einer Wandstärke von nrindestens 3 Milliineter in Fabrilationsl,tilgen 260 Mk., Messingsrangen mit einem Kupfergehalt nntei: 60 Prozent und einem Durchinesser von mindestens 13 Millimeter in Fabrikationslängen 175 Mk., Messingblech mit einem KUpfergehalt unter 64 Prozent, mindestens l Millimeter Stärke und höchstens l Meter Breite 190 Mk., langgezogenem unverzinnten Messingrohr mit einein Kupfergehalt unter 64 Prozent mit einen, äußeren Durchmesser von 20 bis 100 Millimeter und einer Wandstärke von mindestens' 3 Millimeter 235 Mark, runden Muininiumstangen mit einem Durchmesser von mindestens 13 Millimeter 370 Mark, Muminiumdrchi mit Durchinesser von mindestens 4 Millimeter 370 Mk., LUuminiuinblech, mindestens 1 Millimeter stark, 385 Mk., Aluminiumblech, mindestens 0,5 Millimeter stark, 400 Mark. Bekanntmachung. Betr.: Ten Verkauf von Feucriverkskörpern. Jin Hinblick aus die gegenwärtig ernsten Zcitvcrhältnisse darf erwartet werden, daß das Publikum in der bevorstehenden Silvesternacht keinen lärmenden Unfug verübt, der in diesem Jahre die Gefühle zahlreicher Familien besonders verletzen würde. Insbesondere hat das geräuschvolle Abbrcnncn von Fcuerwcrkskörpern zu untcrblcchcn. Dabei machen wir ausdrücklich daraus aufmerksam, daß, soweit nicht durch die Mstitärbehördc der Verkauf von Feucriverkskörpern gänzlich untersagt ist, die Abgabe von solchen Fenerwerkskörpern, mit deren Verwendung eine erhebliche Gefahr für Personen oder Eigentum verbunden sein kann (Kanonenschläge, Frösche, Schivärmer n. dgl.) an Per sonen verboten ist. von denen ein Mißbrauch zu befürchten ist und insbesondere an Personen unter 16 Jahren. Ebenso dürfen vhos yborhaltige Sprcngstossc (Radaukörncr, Krawallsteinc, Kracher nsw.) nicht seilgehaltcn werden. Händler mit Fenerwerkskörpern, die den bestehenden Vor- scknstten zuwiderhandeln, werden ebenso wie die mit dem Ab brennen von Fenerwerkskörpern Ilnsng treibenden Personen utt« nachsichtig bestraft iverden Tics trifft auch zu für Eltern. Vormünder oder andere Personen, deren Obhut Kinder unter 12 Jahren oder sonstige nnzrtrcelnungssähige Personen anvertraut sind, wenn sic cs an der erforderlichen Aufsicht haben fehlen- lassen nird wenn diese während der Zeft, in der sie ohne soläre Aussicht waren, die bestehenden Vorschriften übertreten haben, Gießen, den 30, Dezember 1914. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Hechler. An das Großh. Polizeiamt Gießen, sowie die Graßh. Gendarmerie und die Ortspolizeibehürden des Kreises. Wir bsaustragen Sie unter Hinweis auf vorstehende Be- kannttnoänmg, in der Silvesternacht jeden groben Ilnftig mft allen Ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu verhrndern und falls er gleichwohl verübt sein sollte, »miachsichtig zur Anzeige zu bringen. . Gießen, den 30. Tczember 1914. Großherzogliches Krcisamt Gießen. , I. SBL; Hechler. Wir teilen unseren verehrten Kunden mit, dass unsere = KONDITOREIEN ^ von Silvester an bis auf weiteres täglich frische Berliner Pfannkuchen und Kreppei in bekannter Güte abgeben 12657D L. Döll A. Geissner H. Hettler J. Krämer Hervorrasendes lör I unsere Kräftigungsmittel Ensanose-Tabletten Besser als Schokolade, da nahrhafter, zugleich Vorbeagnngsmittel gegen Unten* and Darmkrankheiten. 1 Schachtel mit 45 Tabletten Mk. 1— . Aerztlich empfohlen. — Käuflich in allen Apotheken. Nttraltlelwerke H. A. V. des Hessisches Apotheker- Vereins in Reinheim, Hessen. i um ss Cafe Ernst Ludwig Silverster-Abend patriotisches Künstler-Konzert Die auf heute, den 30. Dezember, anberaumte ordentliche General-Versammlung findet um K Uhr abends statt. li^.-zO Statt besonderer Mitteilung Strammer Junge angekommen Landwirtschaftslehrer Hopp u. Frau Berthel geb. Eichenauer z. Zt. Giessen, 29. Dezember 1914 ms3 Alice-Schule. Am 4. Januar beginnen neue, drcimonalliche Kurse in 1. Kleidcrmachcn, 2. Wcihzeuanäben und Handarbeiten. 3. Bügeln und Kunstwaichcn, 4. Kochen. Anmeldungen werden von letzt an schriftlich vom Schulvorstand, z. H. des Vorsitzenden Gcheimrai vr. Fromme, oder am 2. Januar von 10—6 Uhr mündlich im Schulhaus, Steinsirahe 10, angenommen. Bei der Anmeldung sind vom Schulgeld 5 Mart, beim Kochknrs 10 Mark, sogleich zu eni- richlen. Nähere Auskunft über die einzelnen Kurie wird im Schuibaus oder vom Schulvorstand erteilt, der aus Wunsch Prospekte über die Schule und das damit verbundene Jniernnt,„sendet. >121640 Tic beiden Seminare für HandarbcitS- und Haus wirtschastslebrerinnen beginnen neucKuricam7.April. I Pädagogium ^euenlieimlieidelderg. trcitl895: !S4 Elnj.,182Primancr(0. II. 7/8. KUPen-ionat. ImKri egsjahr allein: 40Einjä hrige uJ4Primaner. |,»„,8S 7- ^ Giessener Paedagogium (Staatlich konzession. höhere Privatschule) Individuelle Vorbereitung in kleinen Klassen (VI—Ol) k. alle Prüfungen höherer Schulen, bes. Einjährigen-, Abiturienten - Examen Arbeitsstunden unter strenger Aufsicht Beste Erfolge. — Wiederholt bestanden Schüler ihre Prüfungen mit bedeutendem Zeitgewinn. Aufnahmen von Knaben und Mädchen jederzeit. Direktor Brackemann, Bleichstraße 6 Handarbeilsschiile von frl. Landmanu Gießen, Süd-Anlage 7. 12635 Beginn des Unterrichts in allen weiblichen Handarbeiten. Weihnäben, Stickereien ied. Art. iow. Kunst- arbeiteu, Brandmalerei, Ticsbrand. Schnitzerei. Leder- vlaittk uiw. Montag, den 4. Januar 1918. I Für Auswärtige ganze oder teilweise Pension im Hause. Der Privatunterricht beginnt am 6. Januar. 08575 IV. Bräun inj;, Kaiser-Allee 4 I. Zuschncide-Lehranstalt Kaiser - Allee 14». Die verschiedenen Kurse im Masiuebme», Zeichnen. Zuschnciden und Auiertigen sämtlicher Damen-Garderobe beginnen am 11. Januar 1915. Aameldanfcn nehme Jederzeit entgegen. law) Lina Petri. Zur Enthebung von Neniahrswünschen sür die Eliiabetb-Kleinkiuderichule nehmen die Unterzeichneten BorslandSmiiglieder Gaben entgegen. Die Namen der Geber werden noch vor Jahresschluss im Giehener Anzeiger veröffentlicht werden. Gienen, den 28. Dezember 1914. Frau Bänninger, Piarrcr BechlolSbeimer. Sparkasse- Kontrolleur HaaS, Fra» Heinrich .Heb, Mittelweg 14, Obeibibliothekar Or. Heuser, Frau Kommerzienrat Hevltgenftaebt, Professor Dr. Kransmüller. Fräulein V. Moeler, Frau Win», Kausmann LouiS Wolfs. (13646I> Freie Landeskirchlichc Bereinigung für das Grotzherzogtum Hessen. Die Jahresversammlung der Freien Landeskirchlichen Vereinigun ündei Samstag, den 2. Januar 1915 im „Hotel Grohbcrzog von Hessen" in Giehen mit nachstehender Gesdiäslsordnuiig statt: 1. Uni 2 1 ' 1 Uhr: Geschlossene Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Erstattung des- Jahres- und Kassenberichtes, Vorstandswahlen für 1915, Mitteilungen und Anträge. 2. Um 3 l / 2 Uhr: Oefsenlliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Geh. Kirchenrats Pros. I). Eck: „Kant und der Krieg-. 2. Ausivrache. Bei der öffentlichen Versammlung sind Gäste, Damen und Herren herzlich willkommen. 126871) Zu recht zahlreicher Beteiligung lädt ergebenst ein Ortsgruppe Giehen der Freien Landeskirchlichen Bereinigung sür das Grohberzogtum Hessen. Bekanntmachung. Das Musterungs- und AushebungSgeschäst sür 1915 sür die Militärpflichtigen der Stadt Giehen ssnüct am 7. und 8. Januar 1915 i. ö. Turnhalle der Ltastknabciisihule, Nord-Anlage 8 statt. Es haben sich zu stellen: Am DounnerStag, den 7. Januar ISIS, vormittags 7'h Ubr. die im Jahre 1894 und srübcr geborenen Militärpssichtigcn, am Freitag, den 8. Januar ISIS, vormittags 7>/»Ubr. die im Jahre 1895 geborenen Militärpssichtigcn. In den oben genannten Terminen Haben pünktlich zu erscheinen: 1. alle Miltiärvssichiigen, die sich überhaupt noch nicht zur Musterung gestellt haben. 2. alle Militärosiichttgen, die beim Kriegsersatzgeschäst zurückacsteUI morden sind. Zu den Militärpflichtigen gehören auch diejenigen Personen, die im Besitze des Berechtigungsscheines zuin einjährig-freiwilligen Dienst sind. Die wegen Uittauglidikeit non Truppenteilen zur Verfügung der Ersatzbehörden eiitlassenen Mannschaften haben sich in den, genannten Lokale am 9., 11. und 12. Januar 1915, vormittags 7.45 Uhr zu stellen: hierzu gehen ihnen besondere Ladungen durch das Bezirkskommando Gienen zu. Die zur Versikgung der Erlatzbebürden entlassenen Mannschaften haben die Pflicht, sich beim genannten Be- zirkskommando anzumelden: wer die Anmeldung unterlassen bat, muh sie sofort nachholen. Militärpflichtige. die in den obengenannten Terminen nicht pünktlich erscheinen, werden mit Geldstrafe bis zu 30 Mark oder Hast bis zu drei Tagen bestraft. Ist die Nichtgestellung absichtlich erfolgt, so können die Betrefsen- den als unsichere Hecrcspflichtigc behandelt und soiort eingestellt werden. - Wer sich nicht zur Stammrolle angemeldet hat, ist trotzdem vervfltchtet, tick zur Musterung zu stellen. Die Militärvssichtiflen haben ihre MustcrungS- auswciie oder Bcrcchtigungsichcine mitzuhringen. Gesuche aus Zurückstellung oder Besreiung vom Militärdienst sind nicht zulässig. Die Militärpssichtigcn haben reinlich an Körper und in ordentlichem Anznge zu erichcinrn. Dicie Bekanntmachung gilt für die Militärpssich- tigen als Ladung; besondere Ladungen ergehen nicht. Giehen, den 28. Dezember 1914. Der Oberbürgermeister. _I. B.: EmmeltnS. 128688 Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat beratene Voranschlag der Gemeinde Bellersheim für 1915 liegt vom 30. d. Mts. an eine Woche lang zur Einsicht aus unserem Bureau offen. Während dieser Zeit können bei uns schriftlich oder zu Protokoll Einwendungen gegen den Inhalt des Voranschlags erhoben werden. Bemerkt wird, daß auch die Erhebung einer Umlage beschlossen wurde, zu der die Ausmärker beizutragen haben. Bellersheim, am 28. Dezember 1914. Großh. Bürgermeisterei Bellersheim. Bopp. Feldpost - Kartons = 20 verschiedene Grössen = Billigste Bezugsquelle (Or Wiederverkäufer Ernst Baiser, Mäusburg II Klavierstimmen im Abonnement und aut EinzelbesteUung. Reparatur-Werkstätte fOr Pianmoa, FlOgel and Harmoniums. - Aulpolierea von Pianos. - Wilh. Rudolph, Hoflieferant Fernsprecher 389 „ n > Keltersweg 91 Wegen Inventur bleibt unsere Kaffe um 31 . b. Jlltö. nadjmitt. non 1 Kljr nn geschloffen. Giehen. den 30. Dezember 1914. 112858» SrmIikdiiiilijiMOii Eingetragene Eeiioffcnschnst mit beschränkter Haftpflicht. Für untere Marine spendeten die Gcsdtwistcr Else, Otto. Hans und Ludwig Rinn in Heuchclbetm als Weib nachtsgabe 100 Mk. Für diese hochherzige Spende aufrichtigen Dank! Pros. Bölzina, Goetheürahc 19. Allflk»nelneNentenm>stnltzuL 1 tttlgnrt, Lebend- und RentcnPerstdicrungsPercin -aus Gegenseitigkeit. - Die mit Ablaus des 31. Dezember L I. fällig werdenden Renten können pon da an gegen Ucbcrgnbe der »til Lebensbestätigung des Mitglieds und mit Ouittunn versehenen Rentenscheine tCouponst ohne jeglichen Abzug bei der Unterzeichneten Vertreterin in der Anstalt erhoben werden. Soweit ein Ttvidendenansvrttch besieht, cntsallen aus je eine volle Mark Rente 3 Pfennig Dipidendc. Beitrittserklärungen werden jederzeit entgegen I genommen [12654ss in Giehen: bei der Zahlstelle der Bank sür Handel und Industrie Niederlassung Giehen, Jobanncsstr. 1, als Inkasso u. AuSzahlungsftcllc. Zu Silvester empfehle: Alkoholfreien Punsch in vorzüglicher Qualität mit kräftigem Rolweingeschmack. 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