Nr. 3Ö4 Der ®t*6«ntr »nzekser erscheint täqtich, autzer Soimtag?. - Beilagen: viermal wöchentlich Si«hen«r,famiIienb>äNer: zweimal wöchc, nl.Nreir- blatl für 6en Kreis (Sitfttn (Dienstag nnd Freitag): zweimal nwnatl land- wirtschaftliche Zeirfragen Ferusprech - Anschlüsse: lnrdieSchrütleitungllL Verlag,GeschäitssteUeöl Adresse !>ir Dralilnach- richten: Anzeiger Sletzen. Annahme von Anzeigen für die Taqesmmnner bis vormittags U Uhr. Erster Blatt M- Zahrgang Montag, 28. Dezember J9J4 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Ein deutscher Zlieger über der Themsemündung! französische Angriffe zurückgeschlagen. Fortschritte im Osten. (WTB.) Großes Hauptquartier, 27.Dez.vorm. (Amll.) Westlicher Kriegsschauplatz. Ja Flandern ereignete sich gestern nichts wesentliches. Englische Schiffe zeigten sich heute morgen. Nordöstlich Albert machte der Feind einen vergebliche» Vorstoß auf 2a Boicellcs, dem heute früh ein erfolgreicher Gegenstoß unserer Truppen folgte. Französische Angriffe im McnrissonS-Grnndc (Argvnuen) nnd südöstlich Verdun brachen in unserem Feuer zusammen. Im Oberelsaff griffen die Franzosen unsere Stellungen östlich der Linie Tann-Tammerkirch an. Siimiliche Angriffe wurden znrückgcschlagcn. In den ersten Nachtstunden setzten die Franzosen sich in Besitz einer wichtigen Höhe östlich Tann, wurden aber durch einen kräftigen Gegenangriff wieder gcworscn. Die Höhe blieb fest in unserem Besitz. Ocstlichcr Kriegsschauplatz. In Ost- und West- prcußcu keine Veränderung. In Polen machten unsere Angriffe am Bznra-Tanca- Abschnittc langsam weitere Fortschritte. Südöstlich Tomaszow wurde die Offensive erfolgreich fortgesetzt. Russische Angriffe aus südlicher Richtung auf Inomlodz wurden unter schweren Verlusten für die Russen znrüikgcschlageu. Oberste Heeresleitung. Lus den heute vorliegenden Nachrichten sticht eine besonders hervor, wenn sie auch nichts enthält, was als folgenschweres Ereignis gewertet iverden tonnte: Ein deutscher Flieger hat sich bis an die Themseinündung vorgewagt! Neben der deutschen Marine hat nun auch die deutsct)c Lnst- ff orte einen Beweis des in ihr herrschenden Mutes gegeben. In diesem moralischen Erfolg erschöpft sich natürlich diese Unternehmung eines Einzelnen. Immerhin gelang es dem Tapferen, über Sheerneß drei Bomben abzuwerfen und Tausende von Engländern in Schrecken und Angst zu setzen. ES entstand ein großer Lärm durch englisches Geschütz- fcucr, aber - der Flieger, der durch englische Flugze uge über die Nordsee verfolgt ivurde, entkam. Einzelheiten ivill die „B ft. a. M." noch aus Anisterdam erfahren haben» Danach hätte der deutsche Albatrosdoppeldeckcr zwei Personen getragen und sei von drei englischen Flugzeugen verfolgt worden. An verschiedenen Punkten sahen angesamnieltc große Volks- ! mengen, wie Granaten von Ballonabwehrkanonen dickt bei dem Albatrosdovveldcckcr zersprangen »nd die Tcutsckwn mit ihren Bersolgern Scküsse weckselten. Der dcutscke Flugzeug- sührcr lenkte seine Masckine vorzüglich. Zwei der englischen Flieger, die über ihn hinzogen, versuchten ihn zu der mit cincm Schncllseuergcschntzc ausgerüsteten dritten englischen Maschine hinzudrängen. Wer der Albatrostlieger war zu geschickt. Er manövrierte jo glänzend, daß es seinen Verfolgern säst unmöglich wurde, zu schießen, ohne Gefahr zu laufen, die eigenen .gamc- I toben z» kreisen. Doch dann hatten sich zu den drei englischen Flic- * firtn noch eine Anzahl anderer Flieger gesellt und die deutsche Ma- > schinc schien verloren. Da kam der rettende Nebel und der Albatros sauste mitten durch die Luilslottc und entkam. Tie Engländer flogen nun schleunigst östlich, um den Gegner zwisckwn Southend und Sheerneß abzusangcn. Ter Versuch mißlang aber und die Versolgcr kehrten lwld unverrichteter Tinge wieder zurück. Wenn das richtig ist — und wir haben keinen Anlaß, an der Darstellung zu zweifeln —, so hat der deutsche Flieger nicht nur Beweise seines Mutes, sondern aucki, was ebenso wichtig ist, seiner überlegenen Geschicklichkeit gegeben. Wir dürfen den Rückschluß ziehen, daß unsere gut geschiisfeue^Wasse zur Luft in Gemeinschaft mit der deutschen Flotte am Tage der Abrechnung England aufs Neue i» Staunen setzen wird! 0 * , * ©in deutsches Flugschiff über Sheerneß. Londoir, 26. Dez. (W.B. Nichtamtlich.) Das Kriegs- > amt teilt mit, daß gestern um 12y» Uhr mittags ein fern d- lichcs Flugzeug über Sheerneß bemerkt wurde. Es tourde von britischen Fliegern verfolgt und beschossen. Don drei Schüssen getroffen, kam cs über dein Meere außer Sicht. AuS Sheerneß wird hierzu weiter berichtet, daß .drei englische Flugzeuge dem deutschen Flugzeug den Weg a b z u sch neiden versuchtet!. Dieses verschwand jedoch zu schnell iir dem Dunst, der über dem Meere lag. Ueber dem Lande war die Luft ganz klar. Es wurden keine Bomben abgeworfen. Die Bewohner von Southend saßen gerade bet Tisch, als sie durch Geschützfeuer ausgcschreckt wurden. Tausende eilten nach der Küste und suchten die Lust mit Fernrohren ab. Sie sahen zwei Flugzeuge in großer Höhe schnell nach der Nordsee fliegen. London, 27. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Dichter stiebet und Windstille ermöglichten am ersten Weihnachtstagc einem deutschen Flugzeug vom Albatros-Typ, die Küstcn- wachcn zu passieren. Als sich bei Sheerneß der Nebel lichtete, tourde das Flugzeug entdeckt, war aber schnell wieder verschivuuden. Darauf wurde cs tviedcr bei Gravcscnd signalisiert. Sein Ziel war offenbar London. Bei Erith wurde das Flugzeug von englischen Fliegern abgeschnitten und die Thenrse entlang zurückgejagt. Das deutsche Flugzeug flog über Essex nach der Sec, wobei cs an verschiedenen Punkten von Lnftschiffgeschützcn beschossen wurde. Das Feuer wurde erwidert. Schließlich gelang es dem deutsche» Apparat, in dem sich zusammenziehenden Nebel zu entkommen. Die englischen Flugzeuge kehrten unbeschädigt nach ihren Stationen zurück. Berlin, 28. Dez. Zn dem Erscheinen eines deuffchen Fliegers über der Themse heißt es in der „Kreuzztg.": Ein Weihnachtsgruß aus den Lüsten wird den Engländer» am ersten Feiertag die Festfreude toohl nicht wenig gestört haben. Das Jnvasionsgespcnst ist ihnen auch in diesen Tagen, in denen unsere lieben Vettern uns ganz und gar in unserem Gemüte laborierend gewähnt haben mögen, in peinlicher deutscher Deut- lichleit ausgestiegc». Ein kühner deutscher Flieger hat am ersten jFcicrtag seinen stltbatros über das Meer gelenkt und an die Tore Londons angektopst. Ter Erfolg eines so kühnen Uirtcr- nehmens kann, wenn cs sich um ein einzelnes Flugzeug handelt, immer nur ein moralischer sein, und der ist hier voll erreicht toorden. Der englische Angriff aus Cuxhaven'. Berlin, 28. Dez. Von dem englischen stlngriff auf Cuxhaven erhielten die Hamburger, wie der „Voff. Ztg." gemeldet wird, erst in den Abendsttmden durch Extrablätter Kenntnis. Die Nachricht tvnrde mit vollkommener Ruhe ausgenonrmcn. Das Straßcnlebeu war nicht verändert. Freude erregte das leichte Ab- schlagcn dieses AngriffeMdind der Gedanke, daß die deutsche Marine auf dem Posten gewcse-x war. Der österreichische Tagesbericht. Wien, 27. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, 27. Dezember, mittags. Die Lage in den Karpathen ist unverändert. Bor der zwischen Rymanow und Tnchow eingesetzten russischen Offensive wurden unsere Truppen in dem galizischen Karpathenvorlandc etwas zurückgenoinmeil. Feindliche Angriffe am unteren Dunajec und an der unteren Nida scheiterten. Die Kämpfe in der Gegend von Tomaszow dauern fort. Aus dem Balkan- Kriegsschauplatz hält die Ruhe an. Das Territorium der Monarchie ist hier mit Ausnahme ganz unbedeutender Grenzstrecken Bosniens, der Herzegowina und Süd-Dalmatiens vom Feinde frei. Der schmale Landstreisen Spizza-Budua wurde von den Montenegrinern schon bei Beginn des Krieges besetzt. Ihr Angriff aus den Bocche di Cattaro scheiterte vollständig. Schon vor längerer Zeit mußten ihre Angriffe nnd die auf die Grenzhöhen gebrachten französischen Geschütze, von unserer Forts- und Schiffsartillerie niedergekämpft, das Feuer einstellen. Ebenso ergebnislos verlief bekanntermaßen die wiederholte Beschießung einzelner Küstenwerke durch die französische Flottenabteilung. Ter Kriegshafen ist somit fest in unseren Händen. Oestlich von Trebinje entwickeln sich schwächere montenegrinische Wteilungcn auf herzcgowini- schem Grenzgebiet. Endlich steheir östlich der Drinastrecke Foca-Bisegrad serbische Kräfte, die von dort auch während unserer Offensive nicht gewichen waren. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs, v. Höfer, Fekdmarschalleutngnt. Der amtliche franzöfische Bericht. Paris, 26. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet : 3 Uhr nachmittags. Ein nicht sehr starker Artillerie k a m p f fand zwischen dem Meere und der L y S statt. Dichter Nebel machte Operationen unmöglich. Zwischen der Lys und Oise ivarieil wir mehrere ieindliche Gcgenangttfie bei Roulettes, Boiselle und Lihon, Ivo wir dem Feinde abgenommene Schützengräben verloren, die dann nach lebhasteni Kampfe wieder eingenommen wurden. Zwischen der Oise und der A i s n c tvnrde heftiges deutsches Geschützscuer in Chivrp, nordöstlich Soupir, ab-- gewiesen Fm Gebiet von Perthes brachte unsere Artillerie Batterien zum Schweigen, welche die kürzlich eroberten Schützengräben beschossen. Zwei heftige deutsche Gegenangrifse wurden in der Nacht vom 24. zum 25. Dezember abgewiescn. Gestern erlitt ein besonders heftiger Gegenangriff auf einer Front von 1500 Metern mit bedeutendem Truppenstärken einen völligen Mißerfolg. Aus den Argonnen nnd dem Kanrpfgebiet ztvischen der Maas und den Vogesen ist nichts besonderes zu melden. Im Oberelsaß war der Tag durch merkliche Fottschritte gekennzeichnet. Vor Sennheim erreichten wir den Waldrand aus den Hügeln westlich der Stadt und behaupteten uns dort trotz mehrfacher Gegenangriffe. Wir besetzten den Rand von Unter-Aspach und eine Höhe, die Aspach im Westen beherrscht. Paris, 27. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Tagesbericht vom 26. Dezember, 11 Uhr abends. Heute abend ist von der gesamten Front noch nichts wichtiges gemeldet worden. * 3 * -jl. . Weihnachten in der Reichshauptstadt. Berlin, 28. Dez. Tie Reichshanptstadt stand während der Wcihnachtsscicrtage im Zeichen der seldgranen Uniform. Gestern zogen sic zu HundertkAi, ja zu Tausenden wieder nach den Bahnhosen. Die Kämpfe im Osten. Berlin, 28. Dez. In einem englischen Blatt liest man der „Voss. Ztg." zufolge aus Petersburg: Der Großfürst versucht nicht, das deutsche Fortschrellen zu verhehlen. Die Anzahl der Deutschen, Ocstcrrcichcr und Ungarn, welche die Russen an verschiedenen Punkten angrifsen, wird auf der ganzen 200 Meilen langen Front aus 14/, Millionen geschätzt. Der türkische amtliche Bericht. Ko n st a n t i n o v e l, 27. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) ?lmt- lichcr Bericht. An der kaulasischcn Front setzt unsere Armee ihr siegreiches Vordringen sott. Ausfuhrverbot in Holland. Haag, 27. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Ausfuhr von lebendem Rindvieh nnd lebenden Schweinen aus Holland ist vom 24. ds. Mts. an verboten. Der Scekamps bei den Falklandsinseln. London, 27. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) „Dailn Chro- niclc" meldet aus Newyork über Montevideo: Die Offiziere der Flotte des Admirals Sturdee sind besonders stolz darauf, daß es den Engländern gelang, die Deutschen zu überlisten und die Ueber- rcste des Geschwaders des Admirals Cradock zu verstärken, ohne daß der Feind davon etwas crsuhr. Es gelang ihnen, zwei mächtige Panzerkreuzer heranzuzichen, die sich mit den Kreuzern „Cano- pus", „Carmaron", „Cornivall", „Bristol" und „Glasgow" vereinigten und am 7. Dezeuiber Fort Stanley zum Kohlen anliefcn. Die großen Kreuzer konnten sich im Hasen hinter dem Landrücken vollständig verbergen. Am 8. Dezember sinh erschien das deutsche Geschwader, osscnbar in der Absicht, die Falklands- Jnseln zu überrumpeln und Fort Stanle» als Kohlenstation zu besetzen. Als die deutschen Schisse nur die wenig starken feindlichen Schisse sahen, machten sie zum Gescchte klar. Es kam zmn Kampf.. Plötzlich erschienen in dem engen .Hasencingang die beiden englischen Panzerkreuzer. Admiral Gras von S p c c »icrkte jetzt, daß er in eine Falle geraten sei und gab seinen Schissen das Signal, sich zu zerstreuen. Es mar jedoch zu spät. Der Kampf enttoickelte sich fn der bereits geschildetten Weise. Die Deutschen, namentlich die „Scharnhorst", schossen ausgezeichnet. „Gneisenau" und „Scharnhorst" feuerten bis zum Augenblick des Unterganges. Inzwischen kämpfte die „Glasgow" mit der „Leipzig", die mehr ausrichten konnte als die anderen deutschen Schisse. Als die „Leipzig", in Feuer gehüllt, irrt Begriffe war, nuterzugehen, stellte die „Glasgow" das Feuer ein, subr dicht an das sinkende deutsche Schiff heran und ließ Boota herab. Als jedoch die ersten britischen Boote aussuhrcn, um die Besatzung der „Leipzig" zu retten, schoß die „Leipzig" noch einmal. Der Schuß explodierte aus dem Teck der „Glasgow". Daraus feuerte die „Glasgow" die letzte Breitseite ans die „Leipzig", die diese zmn Sinken brachte. Die britischen Offiziere bedauern, daß von der „Leipzig", offenbar in der Hitze des Kampfes, dieser letzt« Schuß abgegeben wurde. Sic glauben, daß es sich um einen bedauerlichen Zufall handle. Tic übrigen britischen Schisse holten die „Nürnberg" ein und forderten sie zur Uebergabe auf. Da sie sich weigcttc, tvnrde sie in Brand geschossen. Ihr Unterem»« rettete die Schiffe „Dresden" und „Prinz Eitel Friedrich", weil die englischen Schisse die Verfolgung einstellten und die lieberlebenden der deutschen Schisse ausnahmcn. — Nach anderen Berichten ans Montevideo wurde der Panzerkreuzer „Jnvinciblc" zwanzigmal von Schüssen getroffen, ohne daß er ernstlichen Schaden litt. Nur 14 von der Besatzung wurden vertvundct. Als die „Gneisenau" sank, hatte sie ihre ganze Munition verschossen, wollte jedoch nichts von Uebergabe wissen. Bei dem Untergang salutierten viele Offiziere. Ein Teil der Mannschaft versammelte sich wif dem Achterdeck und sang die „Wacht am Rhein". Eine große Anzahl, darunter auch Offiziere, wurden nachher gerettet, einige starben an Bord unserer Schisse. Tie übrigen wurden Krach England gebracht. Bon der „Scharnhorst" wurde niemand gerettet Tie Italiener in Balona. Ro m, 27. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) In Besprechung der L a n d u n g italienischer Matrosen in B a l o n a schreibt das „Giornale d'Jtalia": Die Landung werde im Lande mit Befriedigung ausgenommen. Jeder Italiener sei überzeugt, daß Italien ein Interesse an dem Bestehen eines unabhängigen Albanien habe. Italien beabsichtige keine Expansion in Albanien, doch verzichte es nicht auf die wachsame Wahrung der Rechte der Zivilisation und seines polittschen Ansehens. Infolge der Ausrufung des Heiligen Krieges hätten mehrere die Gelegenheit gekommen geglaubt, von neuem die moslemetischcn Albanesen zu Unruhen auszustacheln. Seit zwei Wochen werde Albanieir von blutigen Unruhen zerrissen, die sogar die Scheinregierung Essad Paschas in Gefahr brächten. Die Flammen der Erhebung dehnten sich mit ftirchtbarcr Schnelligkeit von einem Distrikt zmn andern aus, und berührten jetzt sogar Balona. Durch die eingegangenen Nachrichten sei in Italien der Eindruck hervor gerufen worden, daß eine Landung notwendig sei, und bei den erstell Flintenschüssen, die den Aufruhr anklindigten, sei die Stadt besetzt worden. Diese energische Tat der ita lieuischeu Matrosen habe genügt, um die Empöniug zu entwaffnen und einen dankbaren Empfang durch die Be völkernng von Balona zu erzielen. Die Landung sei also eine Ordnunasmaß reget, um ein Gemetzel zu verhüten, dessen erste Opfer die in Balona wohnhasten Euro päer geworden tvären. Doch sei cs nicht minder die Betonung der entschlossenen Wahrung der italienischen I n t e r esse n an dem für die Sicherheit Jtalims empfind lichstcn Punkte. Deshalb habe die Oeffentlichkeit. die keine territoriale Herrschaft in Albanien wünsche, mit Befriedigung die Landung ausgenommen, die im Interesse der Vermeidung von störenden Unruhen in Valona und zur Verhinderung einer Verminderintg der Würde Italiens keine längere Verzögerung geduldet tjattc. Rom, 27. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Agenzia Ztesani teilt mit, daß Maßnahmen getroffen worden sind, um ein Regiment B e r s a g l i e r i nach Valona zu entsenden, welches die daselbst gelandeten Matrosen ab- lösen soll. Das Regiment wird tnorgen in Valona eintrefsen. Kämpfe in Südafrika. Kapstadt, 27. Dez. WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Zwischen einem engliickren Komumndo und einer deutschen Patrouille von 60 Mann kam es am Norduser des Oranjcflnsses in der Gegend von Carnavan am Mittwoch zu einem Gefecht. Tie Enaländer verloren zwei Tote und einen Berwundeten, die Deutschen einen Toten und zwei Verwundete. Japan. Rotterdam, 27. Trz. WTB. Nichtamtlich.) Wie der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" ans Tokio meldet, teilte der lapanischc Minister des Aeußcrn bei der Beantwortung einer Anfrage in der javanischen Kanimer mit, daß kein einziges Land Japan ersucht habe, Truppen nach Europa zu schicl c n. * * * Die steigenden Brotpreise in England. L o n d o n , 27. Tez. lWTB. Nichtamtlich.) Die B r o t v r e i i e werden in den nächsten Tagen neuerdings steigen, so daß ein Brot von vier Pfund gegen 70 Pfennig kosten wird. Tic Ursachen der Teuerung > erden in erster Linie dem Mangel an Schissen und den darauf zurückznsührenden höheren Frachclitzen, der schlechten Ernte in Australien und der Schließung des Schwarzen Meeres zuge- schriebcn. Auch die Preise sür Salz sind bedeutend gestiegen. Dover. Der jüngste Besuch eines deutschen Wasserflugzeuges lenkt von neuem das Interesse auf Toner an der südöstlichen Ecke von England, dessen Kriegshasen von jeher eine besondere Bedeutung besessen hat. Ist er doch von: Festlandc aus am schnellsten zu erreichen, nicht bloß mit Flugzeugen. Ties war zur Zeit der Segelschiffahrt von noch größerer Wichtigkeit. Aber auch heute ist Dover eilt Brennpunkt des militärischen Interesses, da fein Hafen eine ganze Kriegsflotte auszunchmen vermag und zugleich gegen Sturm, Torpedo und llnterseebvotsangrifse Schutz gewährt. Außerdem führen von Dover ans fünf Kabel nach Frankreich, die von den Regierungen Frankreichs und Englands gemeinsam betrieben werden. Das alte, itoch von den Römern angelegte Kastell galt als uneinnehmbar. Mit den neuen Befestigungen der «stadt begann man. als Napoleons Landung von Bou- lvgne aus drohte. 1827 wurde der Ausbau zu einem modernen Kriegshasen begonnen, 1902 im wesentlichen vollendet. Auch frühere Seeschlachten lzabcn bei Dover statt- gesunden. Hier besiegten die Engländer ein französisches Geschwader, welches der Mönch Eustachius führte. Ernsthafter war eine Schlacht gegen die Holländer unter Admiral Tromp am 29. Mai 1692. Sie erösfnete die Reihe schivcrer Zusammenstöße zwischen den beiden seefahrenden Nationen, welche so lange um die Vorherrschaft aus dem Meere gerungen haben Bis heule ist cs England gelungen, diese Vorherrschaft sich zu wahren, hoffentlich nicht niehr für lange Zeit! — Zur Wirtschaftlichen Kriegführung. Mehr als je tritt gerade in diesem Kriege die Absicht ünsercr Gegner zutage, durch wirtschaftliche Schädigung unsere Heerestrast zu lähmen, unsere Volksernährung zu erschweren und damit die Ernährmig des Heeres zu stören und den Gang der Ereignisse in gewünschter Weise zu beeinflussen. Tie kontinentale Lage Deutschlands, sein hochentwickelte/. Wirtschaftssystem, die gewaltige Entwicklung seiner Industrie und seines Handels, die tetls auf ausländische Rohprodirkte angewiesen sind, legt einem so verschlagenen Gegner wie England den Gedanken einer wirtschaftlichen Aushungerung ohne weiteres nahe, und daß die Durchführung dieses Planes von seiten John BnllS ohne jede Sentimentalität erfolgt, dafür bürgen die Spuren, die im Burenkrieae sowie in Indien hinterlassen worden sind. Wir haben uns also ans eine mit allen Mitteln betriebene wirtschaftliche Kriegführung gefaßt zu tnachen und cS ist unsere Ausgabe, durch entsprechende Gegenmaßnahmen dasür zu sorgen, daß wir auch tu diesem Kriege Sieger bleiben. Mit in erster Linie unter den wirtschaftlichen Fragen steht die Stickstosfversorgung von Pflanze, Tier und Mensch. Ter Mensch hat ebenso wie daS Tier in seiner organischen Substanz (als Muskeln, Nerven, Blut usw.) eine beträchtliche Menge stickstoffhaltiger Substanz festgelegt, die einer dauernden Erhaltung und Erneuerung bedarf. Einen Teil der notwendigen stickstoffhaltigen Substanz bezieht der Mensch vom Tiere (in Gestalt von Fleisch, Milch, Eiern usw.), einen anderen Teil aus dem Pflanzenreiche sin Gestalt von Brot, Gemüse usw.). Tie Tiere, soweit sie hier für uns in Betracht kommen, veziehcn ihre stickstoffhaltige Substanz vom Pflanzenreiche, wobei die Einrichtung der Berdauungs- apparate weitgehende Anpassungen an die übliche Nahrung ausweist. — Tie Pflanze liefert also in letzter Linie die organisierten Stickstoffverbindungen für Tier und Mensch. Tie Pflanze ihrerseits bezieht den zur Organisation ihrer Stoffe nötigen Stickstoff vorwiegend aus dem Boden, und da der Stickstoff in den weitaus meisten Böden nur in geringer Menge vorhanden oder für die Pflanze aufschließbar gegeben ist, so ist bis zu einem gewissem Grade nicht allein die Höhe der Gesamlerute, sondern auch die Menge des in der Gesamternte vorhandenen Stickstoffes vom Bodcmvert abhängig. Um die ihr gestellte Ausgabe der Ernährung der deutschen Bevölkerung tosen zu löiinen, hat die deutsche Landwirtschaft schon seit Jahren eine künstliche Vermehrung der Stick- stoftvorräte im Boden angestrebt, wobei sie die von A. v. Humbold aufgesundenen ncckürlick>cn Satpeterlager Chiles ausnutzte. — Leider liegt der Salpeterhandel 'Chiles säst ganz in .Händen Englands, Ivo er wie noch so manches andere durchaus nicht gut ansgehoben ist. — England aber glaubt durch Absperrung der S alpet er zusuhr Deutschland, ganz schnell im ivahren Sinne des Wortes „anshungern" zu können. — Mein es spekuliert falsch! Wir haben in Teutschland in Gestalt der Kokerei eine dauernd fließende Stickstoflquelle, denn das bei der Verkokung der Steinkohle entstehende Ammoniak kommt, an «Schwefelsäure gebunden, als schweself'aures Ammoniak in den .Handel und kann (wie gerade auch die seit etwa 6 Fahren dnrchgeführten Versuche des Verfassers beweisen) fast ebensogut als Stickstoffdünger bemttzt werden, wie der Salpeter. — Die Voraussetzung aber für eine möglichst ausgedehnte Fabrikation von Ammoniak ist ein großer Gasverbrauch nnb Kvks- verbrauch — m ü g e al s o f e b e r gu i e r De u t s ch e ni öq- lichst viel Gas bczw. Koks anstatt Steinkohle verbrennen, so lv ä ch st d a m i t indirekt die Stick stosfzusnhr für unsere Felder. — Wie schon angedeutet, geiiügett aber diese gewonnenen Stickstoffmengen noch nicht zur Deckung unseres Stickstofibedarfs. Das Reich hat daher die Ausbeute einer erst in der allerletzten Zeit vor dem Kriege technisch fertig gewordenen Patents über- nominen, das die Erzeugung von Armnvniak unter Ausnutzung des Stickstoffes "der Lust zur Aufgabe hat. Noch sind aber diese Anlagen nicht gebaut und ihre Leistungsfähigkeit läßt sich nicht sicher ermessen, daher bleibt unsere Stickstofsversorgnng auch unter Berücksichtigung des Kalkstickstoffes (des Kälcimncyanemids), das auf elektrischem Wege (unter Benutzung von Kalk und Kohle oder von Kal ciumrarbit) bei Ausnutzung des LttftstickstofteS in Deutsch- land hergestellt wird, für die KriegSzeit selber tmd die nächsten Jahre nach dem Kriege nicht genügend gesichert. — Diese Sicherstellung der Stickstoffvorräle ist aber gleichbedeutend mit der Sicherstellung unserer Volksernährnng und Heeresernäbrung, daher bleibt es die zwingendste Ausgabe, alle vorhandenen Stickstofsguellen auszunntzen! Gibt eS in Teutschland noch unansgenutzte stickstoffquellen? Gewiß, sogar recht beträchtliche. Einige dieser Stickstofsqnellen, deren Ammoniak täglich zu hunderten von Kilogramm ungenutzt verfliegt, sind die Elektrizckätszcn- tralcu, so z. B. die Zentrale Wölfersheim der Provinz Oberhesjen. Nach den Untersuchungen von Ziemlich (Dissertation, Gießen 1912), der unter Naumanns Leitung in Gießen arbeitete, enthält die grubenfenchte Kohle der Grube Ludwigs ho ffttung 0,22 Prozent Stickstoff: von diesen! Stickstoff lassen sich bei Destillation der Kohle je nach der Temperatur 9—38 Prozent als Ammoniak gewinnen, daneben liefert die trockene Destillation der Kohle beträchtliche Mengen wertvollen Teers und genügend Heizgas, um eine Destillation überhaupt wirtschaftlich wichtig erscheinen zu lassen. Man hat seitlfer diesen Verhältnissen bei uns weniger Beachtung geschenkt, weil die hier zu gewinnenden Animoniakmeiigen anscheinend nur gering sind. Heute haben sich die Verhältnisse bei uns gewaltig geändert. Jede, auch die kleinste Stickstoffquelle muß ausgenntzt werden und ihre Ausnutzung erscheint bei der gewaltigen Preissteigerung der Stickstoffdünger auch rentabel. Was aber die Hauptsache ist, diese Stickstoffmenge kann ziemlich rasch und sicher beschafft werden. Tie Anlage einer Generator- gasfeuerung in Wölfersheim sann in längstens einigen Monaten erledigt sein, und das.Animoitiak kann bis zur Frühjahrsbestellung im März, April. Mai, Juni den hessischen Landwirten zur Verfügung gestellt werden und diese haben es auch zu Preisen von 28—30 Mk. und selbst 35 Mk. pro Doppelzentner unter allen Umständen nötig. Tie Not ist da, sie wird sich nach dem Kriege noch dringender bemerkbar machen! Darum scheinen alle Mittel zur Linderung recht. II. Soweit die Stickstosfversorgung der Pflanze und nun noch einiges über die Stickstofsversorgnng unserer Tiere. Tic gewaltige Entwicklung der Textil-, der Ocl- und Mühlenindustrie in Deutschland hat cs mit sich gebracht, daß während der Friedenszett gewaltige Mengen stickstoffreicher Pflanzeirabfälle ans dem deutschen Markte waren. Wie Verfasser schon früher betonte, mußte «diese Zufuhr mit dem Erstatten der Produktionsländer allmählich Wegfällen. — Jetzt hat unS der Krieg mit einen, Male diese Zufuhr ab- geschnitten und nun heißt's, hilf dir selbst! Auch hier gibt es noch eine ganze Reihe von Quellen, die besser als seither nutzbar gemacht werden könnten. .Hier sollen nur einige naheliegende erwähnt werden. Die in Hessen cingefichrten Kreisabdeckereien verarbeiten jührlich mehrere 1000 Zentner gefallener und verendeter Tiere. Die Verwertung der Kadaverrückstände als Futterstoffe war seither nicht sehr befriedigend, da die Prodntte, das Kadaver- mehl, nicht hygienisch einwandfrei waren. Dieser Uebel- stand ist zu beseitigen, wenn das beim ersten Dämpfen und Zerkleinern hergestellte Produkt einer zwecken Behandlung mit gespanntem Dampfe unterworfen wird. Auch hier sind keine besonders teuren und zeitraubenden Einrichtungen zu treffen und die Not der Zeck erfordert dringend, daß alles Mögliche versucht wird, um gute, einwandfreie Fntter- stosse zu schassen. — Daß aber das do.ppel gedämpfte Kä- davermehl ein gutes brauchbares Futter ist, hat Verfasser bei Versuchen mit Geflügel, Schweinen und Ochsen wiederholt gesunden. Noch andere Rückstände könnten als wertvolles stickstoffhaltiges Viehfutter Verwendung finden. Es sind die Rückstände der städtischen Haushaltungen. — Wird der Müll in Dreiteilung, als 1. Küchenabsiälle, 2. Knochen und 3. Staub, Schlacken, Asche usw. getrennt gesammeck, so können die Kuchenabfälle (wie Gemüse-, Kartoffel-, Obst- abfälle) ans Horden getrocknet werden und es entsteht dann ein Trockenfutter, das nach den Erfahrungen in Charkotten- burg gut von den Tieren verwertet wird. — Die Voraussetzung für die Durchführung dieses Verfahrens ist das notwendige Verständnis seckens dxr Bürger, der Hausftauen und des HauspersonälS. Ob und inwieweit eine probeweise Einsührnng dieser Mullverwertung in Gießen und anderen hessischen Städten möglich ist, fielst dahin. «Daher ist aber, das; uns auch hier die Not der Zeit alle Mittel, ihr zu be- gegiten, versuchen lassen sollte. Gelingt es uns in Deutschland (wie bisher auf dem politischen, so auch auf dem wirtschaftlichen Gebiete), uns mehr auf uns selbst zu besinneu und alle zmsere wirtschast- licheu Kräfte selbstbewußt und vereint' auszunutzen, dann hat uns der große Krieg trotz Mer Nöten und Beschwerden einen reichen Segen gebracht, denn — Gott ftrafe England! Dr. Kleb er ger. wie England Italien hinierging lesen wir in einem fesselnden Aufsatz über die britische Kolonialherrschaft, den Legationsrat Dr. Alfred Zimmermann für das Januarheft von Belhagen u. Kbasings Monatsheften geschrieben hat. Es heißt da: Wer erinnett sich nicht noch des blutigen Abenteuers der Italiener in Abessynien und der traurigen Erfahrungen, die sie da mit England gemacht? Seck laugen Jahren hatte das Königreich Italien, dessen Wortführer immer nr engen Beziehungen mit England standen, unter dem Einflüsse von Reisenden und gewissen Geschäftsleuten seine Blicke aufs Rote Meer geworfen. Es wollte aus der Erüflnung der neuen Weltstraße des «Suez kan als auch einen Vorteil ziehen. Die herrenlose Insel Sokotta schien ihm ein geeigneter Platz für ein afrikanisches Kolonialunternehmen zu sein. Während es seine Vorbereitungen traf, griff aber England, das von dem Plane Wind bekommen hatte, ein uiti> hißte seine Flagge auf der Insel 1875. Nun richtete Italien seine Blicke aus Tripolis. Doch in London zeigte sich keine Geneigthrit, Italiens Wünsche zu unterstützen. So wagte man in Rom nicht, an dieser Stelle mit der Türkei anzubinden, und entschloß sich, es mit einer kleinen- Bucht von Assab, die 1870 gelegentlich sür Anlage einer Kohlenstation am Roten Meer erworben worden >var, zu versirchen; 1880 ging die Blicht in die Hände der italienischen Regierung über, imd cs iviirdc in der Folgezeit dieser Besitz ringsum ausgedehnt. Da brach der Ausstand der Mahdisten aus und beraubte das von England damals besetzte Aegypten seines Hintcrlandes. Das englische Parlament wollte nach den Mißerfolgen der erftcn kostspieligen Züge gegen den Mahdi voll neuen Opfern sür den ägyptischen Sudan nichts wissen. «So sah sich die englische Regierung anderwärts nach Hilfe um. Schleunigst ivurdc die italienische Re- gierung crnruiigt, den einst türkischen Hafen von Massaua, der damals besonders als Tor Abessyniens diente, zu besetzen. Man hasste, ans diese Weise den, Mahdireich jeden dlusweg nach dcnc Meere abzuschneidcn. Die Einverleibung Massai,as in den italie- fchcii Besitz verwickelte binnen kurzem Italien in Schwierigkeiten nicht allein mit Frankreich, Rußland und der Türkei, sondern vor illem mit Abrssviiien, das sich des wichtigsten Hascnplatzes nicht berauben lassen ivollle. Toch int Vertrauen auf England ließ eS Italien aus einen Krieg ankonnncn, bei dem cs 1887 in Dogali eine schwere Niederlage erlitt. Zu seinem Gluck brachen in Abcs- synie» selbst Unruhen ans. Der Nc>nis starb, an seine Stelle trat Mcnelik von Schoa, dem Italiens Unterstützung willkommen H>av. ®r fand sich denn mit der italieyischen Festsetzung in Massaua Im Mai 1889 ab und erklärte sich nach Behauptung der Italiener sogar bereit, nur durch ihre Vermittlung fortan mit fremden Staaten zu verkehren. Der Erfolg veranlaßte Italien ttotz des Widerstandes seines Parlamentes seinen afrikanischen Besitz weiter ausziidehncn. Kaum hatte sich indessen Italien mit großen Opfern in seiner Kolonie eingerichtet und ging daran, sic gegen alle äußeren Angriffe zu sichern, als in England die Eifersucht erwachte. Die Mahdisten griiie» daS italienische 'Eryihraea an. Um ihnen erfolgreich cnt- gcgenzutrctcn, nahin Italien 1891 Kassala in Besitz und suchte Abessynien fester in die Hand zu bekommen. Da mußte cs alsbald die Erfahrung machen, daß Menclik nickst allein von Frankreich imd Rußland, sondern auch von England, ivcmr auch heimlich unterstützt wurde. Im Jahre 1895 kam es zum Krieg der Italiener mit Menelik, und am 1. März 1896 erlitten sic bei Adna eine vcr- -lichtende Niederlage. Sie mußten alle 'Ansprüche auf eine Schutz- herrschajt über 'Abessynien fallen lassen imd einen großen Teil der Kolonie räumen. Kassala wurde an Aegypten zurückgegcben'. Den vollen Tank Englands ernteten die Italiener aber im März 1899. Damals schloß England, ohne auf die ibin nur zu wohl bc -- kannten Wünsche und Pläne Italiens die leiseste Rücksicht ziz nehmen, hinter seinem Rücken erneu Vertrag über die Bcsitzverhätt- ilisse im Hinicrlande von Tripolis. Es überließ den wichtigsten Teil des Sndails, des .Hauptgebiets sür Absatz und Bezug von Waren sür Tripolis, kurzerhand bei, Franzosen! Aufgeklärt über den Wert der englischen Freundschaft haben diese bösen Erfahrungen die Italiener nicht. Nach wie vor sind sie im Fahnvasser der englischen Polckik geblieben. Um sich auch nur der Zustimmung Englands und Frankreichs für eine künftige mögliche Besitzergreifung von der Tripolisküste zu sichern, haben sie Deutschland in der Marokkoangelegenheit im Stich gelassen und so dem Dreibund den ersten schweren Stoß versetzt. Beim Trivolislriege war eJntalien dann weiter unangenehme Ueber- raschnngcn von seiten Englands Vorbehalten! Der Wunsch, einen aucki nur kleinen Vorteil herauszuschlagen, der mit Hilfe des Dreibundes für Italien nicht zu crlcntgen war, hat die Italiener aber auch damals veranlaßt, alle Streiche von englischer Hand ruhig hin- zunehmen. Heute ist cs klar, daß England selbst das dürre Tripolis den Italienern nicht überlassen hätte, wenn es nicht damals schon! den Krieg gegen Deutschland im Sinne gehalst und vvrausschcuiend berechnet hätte, daß der Trivolisbesiy die Italiener nötigen würde,- sich vom Kampsc an der Seite seines Verbündeten fernzuhatten. Au» Stadt und Land» Gießen, 28. Dezember 1914. Wcihnachtsfcier». Im Dvrvverein von 1846 fand am 2. Feiertag nackMnttngS eilte würdige Weihnachtsfeier für die I u g c n b t u r rt c r statt. Nach dem Auftnarsch der Türner begrüßte der Vorsitzende, .Herr Erle, die in großer Zahl erschienenen Angehörigen der Turner und die geladeneu Gäste. Tie hierauf folgeitden Stabübuugen der «Dchüler und das Bockturnen der Jugeirdtttrner fanden reichen Beifall. Anschließend daran hielt Herr Bölzing eine zu Herzett gehende Ansprache über die „Krieigsweihnachten 1914". Der von einem «Schüler gesprochene Prolog „Turners Weihnachten" fand freundlichste Aufnahme. Das von einem Schulmädchen nett und mit richtiger Betonung vorgettage x, in kräftigen Ausdrücken gehaltene „Soldcckenlie!/' niutete von den zarten Kinderlippen drollig an, und verfehlte seine» Eindruck auf die Zuhörer nicht. Von deii weiteren Darbietungen verdient der Flaggenreigen besonders herdor- gehoben zu werden. Stabwindübnngen und Pferdturnen boten weitere Abwechselung. Man hatte seine Freude an der Munterkeit der kleinen Turner, die sich> inck Emsigkeit und Geschick ihrer Aufgabe enlledigten. Eine Geschcnk- verteilung bildete den Schluß der schönen, von patriotischem Geiste getragenen Feier, die namentlich unter den Schülern noch lange nachklingen wird. Eine Weihnachtsbescherung für arme Kinder von Gießener Kriegsteilnehmern fand am 16. Dezember im Adelphenhause (Kaiserallee 87) statt. Die Feier nahm um vier llhr ihren Anfang mit dem Kaffee. Hierauf richtete der erste Chargierte zeckgeutaße, zu Herzen gehende'Worte an die Kinder und als sich dann unter den weihevollen Klängen zarter Weihnachtslieder die F4ügel° türen zu dem stimmungsvoll ansgestafteten Bescherungsraum öffneten, inalte sich ans den erwartttngsvolleu Ge- sichtertt der Kleinen hellste Freude über die im Lichterglanz sttahlenden Clxristbäunie und die überaus zahlreichen mißliche „ (Keschenke. Nach erfolgter Bescherung wechselten Della- mation und Spiel mileinmtder ab. Ten Kindern wurde zum Schluß noch ein Abendbrot gereicht, und so nahin die sttm- mnngsvolle Feier ihren Ausgang, die den Kindern stets in dankbarer Erinnerung bleiben wird, ebenso wie den Ver- bindungsnntgliedent und erschienenen Gästen. Weihnachtsbescherung der Kranken ves Landsturmersatzbatailllons Gießen. Am Mittwoch abend wurde auch den kranken Laudstürmern in der alten Aliceschule eine liebevolle und reichliche Weihnachtsbescherung zuteil. Eine Dame vom Roten Kreuz, ivür- digte in folgendem hübschen Gedichte den Wert der Land- sttirmleute: . ^ ^ Ter Eichenwald rauscht, ine Wolke zieht, Und hell wie Sturmwind klingt ein Lied. Das Lied vom Vaterland. Zu schirmen Heim und Vaterhaus, Alldeutschlauds Jugend zog hinaus. Von Berg und Tal und Strande. »' Und uuterbeB hält Hab und @ui, Ter Landsturmmann in sichrer Hui, lind Sttaßen, Brücken, Stege. Und Magazin und Pulvcrturm ^ Beschützt cr vor der Feinde Stur«. Ilttb Strom und Schienenwege. In Wind und Wetter Tag und Nacht, Der Landstnrmmann hält treue Wacht, Gewehr im Arm aus Posten. Und pfeift auch keine Kugel her, So pfeift der Wind doch umsomehr Aus Westen und auS Osten. So dient auch Ihr dem Vaterland. Mit Aug' und Ohr, mit Herz und Hand, Mit Seel' und Leib und Leben. Drum will im Glanz der Weihnackststcum' Dem Landstnriinnami der WeihimchiSmann Zum Danke Liebe geben. Die Damen vom Roten Kreitz sowie die Sterbe, Dr. WaslS und Dr. Ulberts, sorgten sür einen würdigen, stdnnrungsvollen Verlauf der Feier. Der Dank der Lazarctt- bewohner ist ihnen sicher. ** Ri tter des Eisernen Kreuzes: Hauptmann !v. Ascheberg vom Jäaerbat. 11 aus Marburg (1. Klasse), -erhielt bereits am 13. «ept. das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Unteroffiziere im Res.-Jnf.-Regt. 7l G Seibcrt und F. Stiel aus Kirchhain und Wilhelm Henning (Jns.-Regt. Rr. 132) gus Marburg, llffz. d. R. Heinrich Sa ft mannshausen aus Wolsgruben, Res.-Jnf.-Rogt. 83. Wehrmann Ludwig Schmidt aus Dautphe, Jns.-Regt. '234. Ussz. Krack aus Ockstadt, Res.-Jns.-Regt. 116. llssz. Heinrich Kippel aus Gadernheim, Jns.-Regt. 118. Tr. Emil Keller aus Darmstadt, Regimentsarzt des 46. Feldart.-Regts. Lehramtsreserendar Ludwig Wendhausen aus Darmstadt, Jns.-Regt. 88. Dr. Wilhelm S t u r ni s e l s aus Bad- Nauheim, llffz. im Jns.-Regt. 81. £.11. Ehrenpromotion. Die philosophische Fakultät unserer Universität hat zu Weihnachten den Professor der Theologie Geheimen Kirchenrat Tr. theol. Samuel Eck, „den leidenschaftlichen Freund des Vaterlandes, den glänzenden Redner, den rastlosen Erforscher deutschen Geisteslebens, den feinsinnigen Kenner klassischer Dichtung, den tiefen Denker, der die Gedanlen großer Philosophen, großer Geschichtsforscher nachschaffend, niitempfindend vor uns ausgebreitet hat", ehrenhalber zum Doktor der Philosophie ernannt. ** Freie landeskirchliche Bereinigung für das G r o ß h e r z o g t u m Hessen. Wie lvir bereits kurz gemeldet haben, hält die Freie landeskirchliche Bereini gung nächsten Samstag, den 2. Januar, im Hotel Groß- l>erzog in Gießen ihre Tagung ab. In der Milglie- derversamnilung, die nachmittags 2h» Uhr beginnt, werden hauptsächlich geschäftliche Angelegenheiten erledigt: Erstattung des Jahres und Kassenberichtes, Vorstandswahlen sür 1915, Mitteilungen und Anträge usw. An der Beratung dieser Gegenstände können sich natürlich nur Mitglieder der Vereinigung beteiligen. Um 3>- llhr beginnt in dein- selben Lokale die öffentliche Versammlung: in ihr wird .Herr Geh. Kirchenrat Pros. D. Eck einen Vortrag über „Kautz und der Krieg" leiten. Bei der öffentlichen Versammlung sind Gäste,-Damen und Herren, willkommen. " Eine eigenartige Weihnachtsfeier hatte sich in der Nacht des ersten Weihnachtstages eine Rotte halbwüchsiger Burschen ausgedacht. Skandalierend durchzog man die Straßen, zertrümmerte Gaslatcrnen und Feuermelder, riß Spaliere von den Wänden und was dergleichen sonderbare Belustigungen mehr sind. Tie Burschen sind übrigens erniiktelt, und die Polizei wird schon dafür sorgen, daß ihnen die Lust zu ähnlicheni Unfug, der in der jetzigen Zeit und mit Rücksicht aus die Feiertage doppelt schwer zu verurteilen ist, vergeht. " L a n d st ü r m e r - W c i ft » a ch t 3 a b e tt b. Im Zn- fammenhang mit dem Berichte eines unserer Mitarbeiter in der Nummer vom 27. Tez. unter der obiaen Ueberschriit werden wir darauf nniinerkianl gemacht, daß eS sich um Veranstaltungen au? privater Initiative und privaten Mitteln bandelte. Eine Kritik derselbe» in dem Sinne, daß eine Bescherung der Leute am Platze gewesen sei, hat uns und unserem GeivnhrSmanne setbstredcnd lerngeleaen, " Sladttheaser. Man schreibt »»5: Nochmals sei auf die morgige Ausführung de? neuen VoitSIusflvieleS „Ter Schlag- b a»»i* von Heinrich Lee binqewielcn. Die Aufführung dieser Neuheit paßt auch deshalb besonders gut in die Stinuiuing dieser Tage, weil der letzte Akt in der Silvesternacht spielt und mit d m Falle» des „Schlaqbaums" die Aussicht anf eine bessere Zuluiilt sür Deutschland erschließt. ** Benachrichtigung von Angehörigen und T r ii v p e n t c i l c tt b ei Ausnahme i u Reserve-Lazarette. Tie Mcdizinal-Abteilung des Kriegsmiiiisterüims macht bekannt, das; den Reserve- usw. Lazaretten des H e i m a t g e b i e t >1 besondere Fcldpostkartcn zur Benachrichtigung von Angehörigen nich Truppenteilen überwiesen worden sind, und bestimmt dazu: Jeder Verwundete „ich Kranke hat unmittelbar nach seiner Einliescrung zwei dieser vorbei lazarettseitig mit der genauen Bezeichnung des Rcscrvelazarctts zu versehenden Feldpostkarten auszn-- fütlcn und je eine an seine Angehörigen und an seinen Trnvven-- teil abzuscnben. — Wenn die Bcrnmndcteir selbst dazu nicht imstande sind, so hat dos Reservelazareti die Ausfüllung usw. zu vermitteln. Landkreis Gießen. kl. Altcn-Buseck, 26. Dez. Ter Postbote Karl Staubach von hier; zurzeit Unteroffizier der Reserve, hat das Eiserne Kreuz erhalten. Gleichzeitig wurde er zum Bizefeldwebel befördert. Er ist der zweite aus unserem Orte, der diese Auszeichnung erhielt. kl. Lollar, 26. Dez. Letzte Woche hat Bahnassistent Tauber unseren Ort verlassen zur Annahme einer Dienststelle in dcni eroberten französischen Gebiete. Kreis Büdingen. ~ Nidda, 27. Dez. Seit 14 Tagen ist der Bürstenmacher Nikolaus Enders von hier spurlos verschwunden. Alle Nachforschungen nach ihm blieben erfolglos. Der Verschwundene steht anfangs der sünsziger Jahre, hatte hier ein gutes Geschäft und sein schönes Auskommen. — Immer besser läßt sich jetzt die ungeheure Ausdehnung der Neuanlagen des Himmelsbach scheu Sägewerks am hiesigen Bahnhos übersehen. Gegenwärtig wird sür den Betrieb ein Schornstein von einer Frankfurter Firma errichtet, der 65 Meter hoch werden soll. Kreis Schotten. h. S ch o t t e n, 27. Tez. Das K r e i s a ni t ordnete für den Kreis Schotteir die sofortige Urbarmachung der vielen bisher nutzlos nmherliegenden Gelände stücke in den einzelnen Gemarkungen an. Tic Gemeindebehörden haben die aichaufähigen Bodenflächcn festzustellen und deren Besitzer zuni ungesäumten Anbau anznhalten. Ö £ a u b a di, 25. Tez. Eine weihevolle Weihnacht?- re r wurde gestern abend int hiesigen Lazarett abgehallen. Im ^ch geschmückten GesellschaÜSzimmer hatten üch um 8 Uhr Sol nn der Pflege beteiligte Damen und Pflegeschwesiern per eit. Auch die Gräfliche Familie nahm mt der Feier teil er Nebel verlas den WeihnachlStept und hielt anichließend eine kurze Ansprache. Ein GesangSgnartett von Mitgliedern Archen gelang Vereins trug mehrere schöne Weihnachlslieder vor verwundeten Krieger besonders ersreulen. Jeder Soldat , ein reiches E h r i sl q e s ch e n k. Kreis Friedbcrg. ^Butzbach, 27. De,. Am 26. Dezember wurde dem Balm Johann Schack durch den Bohnmctstcr Hüb von Gießen ^,hm verliehene gtinnerunge,; citficn für vierzig- icrvrigeDienstzeit überreicht. -Schack lvar zuerst Bahnwärter an der Köln—Mindener Bahn — Bahnmeisterei Tostadt — vom September 1874 bis 1. Oktober 1884 und von da ab in Butzbach auf Posten 80III. Er erfreut sich allgemeiner Beliebiheü in hiesiger Stadt. Möge cs ihm vergönnt sctn, noch lange Jahre frisch und rüstig seinen Dienst zu versehen. — Am 25. Dezember starb die älteste Frau Butzbachs. Frau Anna Elisabetbe Kunz, geborene Fey, Wüwe des Schloisermeisters Kunz, im Alter von 90 Jahren. Starkcnburg und Nheinhessen. O Osienbach , 28. z cz. Als Hin den burgspende be» wifligten die städtischen Körverschaüe» 10 000 Mark. Kreis Wetzlar. 'v. Wetzlar, 27. Tez. Auch im Geschäitsjahr 1914 Ivnrde die Piehleihkasse intseres Kreisvercins gut in Anspruch ge- nomiiten. Weit über 6000 Mk. wurden in Emzetbelrägen von rund 20g, 300 und 400 Mk. an arme Landwirte zum Anlans von Rindvieh ansgcliehen. Es kann bedürftige» Landwirten in ihr«» eigenen Jntereffe nur dringend einv'ohle» iverde», von der für sie recht günstigen Gelegenheit Gebrauch zu machcii und die Biehieitz- kasse mit ihren guten ZabltnigSbednigimgen i4 Prozent Zinsen und monallicher Kapitalabtrag in kleineren Beträgen) noch mehr in Anspruch zu nehme». Hessen-Nassau. M. Neustadt, 23. Tez. U> jereit im Felde stehenden Kriegern ivnrden am 26. November dieses Jahre? vom hiesigen Zweigverem de? Noten Kreuze? 11 ö Pakete mit Liebesgaben zn- geiandt. Täglich gehe» nun von de» Emviängern in warmen Worten gehaltene Dankschreiben beut Roten Kren, zu. Ter Rechnnngtsührer deS Roten Kreuze?, Sigdtkämmeier Keppter, erbielt von einem Soldaten, der in de» Scbützengräben des Ar- aoniienwalde? liegt, ein Stück Birkenrinde in einer Länge von 20 Zentimeter und in einer Breite von 15 Zentimeter, aui dem anigezeichnet stand: Feldzug 1914. Grub au? dem Argonnen- ivald. Fröhliche Weihnachten. 10. >2. — X Bad Orb, 25. Dez. Tie Stadtverordneten haben beichloffe», der Pstroie umnot daditrch zu begegnen, daß den Minderbemittelten der Anschluß an das städtische Elektrizitätswerk erleichtert wird. Tie cntfleheiiden Konen werden von der Stadtkasse vorgelegt, müffen aber drei Jahre nach FriedenS- schliiß mit Verzinsung zu 4 Prozent wieder z n r ü ck b e z a h l t werden. — Ferner würbe der Nied.-rschlagimg der Gemeinde-Ein- koniniensteuer sür die i::> Felde stehende» Krieger auS Bad Orb mit einem Einkommen unter 3000 Mk. sür die Tauer deS Krieges zngesliinmt. -.Frankfurt a. M., 27. Tez. Im Alter von 43 Jahren hat der Maler Wilhelm A l t h e i m am ersten Weihnachtstage seinem Leben ireiwillig ein Ende gemacht. In dem Dahingcschiede- nen verliert die Frankfurter Knnstlcrschast einen ihrer begabtesten und hervorragendsten Vertreter. Altheim war 1871 in Groß- Gerau als der Sohn eines Schneidcrnieisters geboren, llm den Meister, der seil langem mit schweren wirtschastlichen Sorge» zu kämpsen hatte, trauert neben seiner ihm erst vor kurzem angetranten Frau eine große Gemeinde. — Am Tage vor Weihnachten eröjsncte die Zentrale für Kricgsfürsorge eine neue Sammlung. Der Apell an die weihnachtlich gestimmten Herzen war nicht vergeblich: denn noch am gleick-en Tage gingen der Sammelsteile rund 3 50000 Mark in Beträgen von 1 Mark bis 40 000 Mark,n. — Der Magistrat hat zum erstenmal die Wahl eines Sozial- d^e m o k r a t e N zum stcllverttetenden Bezirksvorsteher im Stadtbezirk Bergerstraßc bestätigt. Die Wahl siel auf den Gc- schäftssührer Rumckeit. — ReichslagSabgeordneter Hermann Wcndel, der zu Anfang des Krieges s r c i w i l l i g in das hiesige Landstuimbataillon eintral, mit diesem nach Belgien ansrückte nnd es hier rasch zum Gefreiten nnd llntcroliizier brachte, ist letzt nach seiner Rückkehr unter Umgehung der Beiördernng zum Bizeseld webel ohne weüereS zum Offiziers-Stellvertreter ernannt wor den. Wendel ist augenblicklich im Garnisonlazarett tätig. b. Hammeib >, rg, 27. Tez. Ein für die Weihnachls- schlachtnng bestinnnter Ochie riß seinem Führer ani dein Wege nach dem Schlachtbanse ans Er slürinte gegen den llhrcnladen de? Josef Schneider und sprang durchs große Schau- lenster in den Laden. Hier richtete da? Tier in wcniaen Augenblicke» ein iürchlerlichcS EhaoS an. Fast feine llhr blieb unbeschädigt. Ter Schaden beträgt taufende von Mark, — IM FELDE erwarten unsere Angehörigen aus der Heimat Nachtichten über die Vorgänge daselbst und über die Ereignisse und Fostschritte auf den Kriegsschauplätzen. Durch die regelmäßige Uebersendung des Gießener Anzeigers kann mancher lebhafte Wunsch erfüllt werden. Die Nachsendung des Gießener Anzeigers ins Feld erfolgt am zweckmäßigsten durch die Post. Man b:stelle • ihn deshalb bei den zuständigen Postämtern vom 1. Januar an unter genauer Angabe des Namens, des Armeekorps, der Division, des Regiments und der Kompagnie. Außer dem üblichen Bezugspreis erhebt die Post nur eine monatliche Umschlaggebühr von 40 Pfennig. Bestellungen nimmt außerdem entgegen die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. I__ ) Letzte Nachrichten. Ei» englisches Torpedoboot verloren. (WTB.) London, 28. Dez. (Nichtamtlich. Reuter- Mcldung.) Ein britisches Torpedoboot lies während eines Sturmes aus der Höbe von Tandeews in Schottland ans Felsen ans. Die Bemannung rettete sich in Booten. Feindliche Flieger. Berlin, 27. Tez. (WTB. Amtlich.) Tic Londoner „Daily Mail" meldet unter dein 23. Dezember aus Dünkirchen, daß Flieger der Verbündeten eine neue Zeppelinhalle mit 12 Bomben bewarfen und in Brand gesetzt hätten. Es ist richtig, daß während der letzten Zeit Bomben von feindlichen Fliegern abgeworsen worden sind. Eine Zeppelinhalle haben sie jedoch nicht beschädigt. Fremde Eisenbahnen in deutscher Verwaltung. B r a u n s ch w e i g , 28. Dezember. Wie die ..Braunschweiger Landcszeiiung" meldet, sind von deutschen Eisenbahn, erwaitungen am 45. Dezember 7 russische, 19 belgische und 3 sranzösischc Eisenbahnlinien betrieben worden. Russischer Bericht über die Kämpf» under Weichsel. Kristiania, 28. Dez. Ter russische Gencralltab meldet: Aus dem linken Wcichscluser gibt es keine wesentlichen Veränderungen. Am unteren Lause der Weichsel und der Pilica hatten die Kämvsc am 25. Dezember einen weniger heiligen Charakter angenommen. In dem an die Pilica anstoßenden Distrikt waren dagegen während des ganzen Tages gewaltige Kämpfe im Gange. Den gleichen heiligen Charakter hatten die Kämpfe inü den Oesterreichern mi dem unteren Lause der Nida. Der russische Bericht in englischer Beleuchtung. Amsterdam, 28. Dez. „Daily Mail" läßt sich von ihrem Korrespondenten in Petersburg berichten: Das heutige Connnuniquä des russischen Generalstabs hat hier recht u n» angenehme Gefühle erweckt. Der Großsürst, versucht nicht, das deutsche Fortschreiten zu verhehlen. Tie Russen verteidige,» hauptsächlich die tleinen Flüsse, Bzura, Rawka, Pilica und Nida. An verschiedenen Stellen werdeit sie durch die Sümpfe an ihrer Front unterstützt, die ein Vordringen der Deutschen sehr erschweren. Vor Krakau sind die Russen 30 Meilen weiter zurück als in der vergangenen Woche. Aber wenn die Rußen nur imstande bleiben, Krakau zu bedrohen, dann tvärc selbst der -Skr - Inst Warschaus unfvichtig, mit Ausnahme allerdings des moral, schen Eindruckes. Die Versuche der Deutschen, die polnische Haupt stadl cinzunehmcn, lassen an Wucht nicht nach. Der deutsche Truck aus das russische Zentrum in Sockiaczow wird immer stärker, während der Veffuch, den russischen Flügel zusammcnzubiencil, schon bis an die Pckiea gelungen ist. Tos fünf Tage dauernde Bombardc ment von Sochaczow bat die meisten Bewohner veranlaßt, nach Warschau zu fliehen, wo sie fast unzurechnungsfähig ankamen und nicht imstande waren, Fragen zu beantworten. Wenn Engländer fliegen — Loitdon, 28. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) In den Berichten der englischen Admiralität über den englischen Angriff aus die deutsche Nordseeküftc heißt es: Drei englisch e F l i e g c r k a m c n a u f T a u ch b o o t e n, die ihnett Beistand leisteten, zurück. Ihre Flugzeuge waren gesunken. Ein Flieger wird vermißt. Ein Flugzeug wurde 12 Kilometer von Helgoland als Wrack gesichtet. Sein Los ist unbekannt. Ter englische M i ftcr fo l g in der Nordsee. Genf, 28. Tez. Das klägliche Scheitern der englischen Expedition nach Cuxhaven sucht die Presse der Verbündeten damit zu bemänteln, daß sie vorgibt, cs habe sich lediglich um einen E r kn » d u n g s v c r s u ch gebandelt. Man wollte die deutschen Gegenmaßnahmen kennen lernen, was ja auch entschieden gelungen sei. Ein französisches Unterseeboot gesunken. Mailand, 28. Tez. Ein französisches Unterseeboot vom Geschwader des Admirals Lapeyrßre ist auf der Höhe von Pola gesunken, als es versuchte, eines der österreichisch-ungarischen Schlachtschiffe zu torpe dicrcn. Tie Besatzung ist gerettet uno zu Gefangenen gemacht worden. Tie Gerüchte über das Bombardement der Dar d a n c 11 e n. K o n st a n I i u o v c s. 28. Dez. Seit einigen Tagen kommen die Gerüchte nicht in Rn!-:, daß die vor der Meerenge siegende englisch sranzösischc Flotte die TardancUen bombardiere. Diese Gerüchte gründen sich aus die Erwägung, daß. England und Frankreich alles werden daran setzen müssen, Rußland mit neuer Artillcriemunüion zu versehen, ein anderer Weg aber als der durch die Dardanellen heule nicht,»,» Hände» ist, und zwar auf lange Zell, da der Hafen von Archangelsk letzt zugcfrorcn ist ünd der Weg über Sibirien zu taug ist. Ferner wurde daraus hingewiesen, daß England schon der Volksstinnnnng wegen eine Mion mit seiner Flotte werde nnternehnien müssen, nnd zunächst vorziehen werde, diese gegen die Dardanellen als in der Nordsee -n tun. Allen oiescn Gerüchten und Meldungen gegenüber wird abermals offiziell erklärt, daß bisher keinerlei Bombardement der Dardanellen statt g e s n nt» e n habe außer der einige Tage nach Kricgsbcginir gemeldeten Beschießung. Bon der türkischen und der russischen Flotte. Konstantinopel, 27. Tez. sWTB. Nichtamtlich.' Ami lick er Bericht des .Hanvtguartiers. Tie amtlichen russisch :» Bk' richte aus Sewastopol teilen mit, das: die „H a m i D i c" vor Sewastopol torpediert nnd schwer beschädigt worden sei, so daß sic zwar Konstantinopel noch erreichen konnte, aber sür lange Zeit außer Gefecht gesetzt worden sei. .Hier ist die Aiiiivort aus diese Lügen: In diesen Tagen subr unsere Flotte mit Einschluß der „Hamidic" durch bas Schwarze Meer nnd kehrte unversehrt zurück. Eines unserer Kriegsickijsc begegnete am 24. De zcmbcr einer russischen Flotte, die ans 17 Einheiten zusammengesetzt war, nämlich 5 Linienschissen, zwei Kreuze.», 10 Torpedobooten und drei Minenlegern, das heißt ein türkisches Schiss gegen 17 seindkichc. Dieses türkische Schiss griif in der Nacht diese Flotte an, beschoß mit Erfolg das Linienschiff „Ro- stissaw" nnd versenkte die beiden Minenleger „Oleg" und „Aktivs". Ztvei Offiziere und 30 Seesoldaten wurden gerettet und zu Gefangenen gemacht. Zn derselben Zeit öcschosscin anderer Teil unserer Flotte erfolg reich Baku in. Am Bottnittag des 25. Dezember suchten zivei von unseren Schissen die oben genannte Flotte zum Kampfe zu zwingen, die cs vorzog, nach Sewastopol zu fliehen. Die Besetzung von V a l o n a und eie Großmächte. Wien, 28. Dez. Aus divlomatisiben Kreisen wird erflärt, daß die Landung von üalienischen Matrosen in Balona ebenso wie die Ende Oktober vorgenommenc Entsendung von Kriegsschisscn nach Balona und die Errichtung einer Sanitäts- und Hilisstation im Einvernehmen mit den übrigen Mächten, ins besondere Oesterreich-Ungarns, eriolgt sei. Italien komme ale- einzige neutrale Macht in Betracht, Es handele sich bei der Lan düng mehr um eine polizeüichc als nni eine militärische 'Aktion. Die Kämpfe in der Bilkowina. Budapest, 28, Tez, lieber den Stand der Kämpfe in der Bukowina trnrd gemeldet: Trotzdem die Russen mit sehr große» Streitlrästen an mehrereu Stellen in die Bukowina cindrangen und gewaltsam von hier einen Einbruch in Ungarn versuchten, so ist dieser Plan doch kläglich niiß lungcn. Wohl haben die Russen auf lurzc Zeit das Suczawa Tal an einer Stelle^zu erreichen vermocht, sie mußten sich aber bald in das Sereth-Tal zurückziehen, zveither ist cs den Russen nicht gelungen, über das Tereth-Tai hinauszu gelangen. Ten russischen Bemühungen, die Sereth-Linie zu forcieren, ist trotz deS großen Aufwlmldcs an Menschen- materiak nicht gelungen. Ein Dampfer-Zusammenstoß. Berlin, 28. Tez. Ter Kapitän eines in San Rcmo eingetrojscnen Danipfers berichtet, laut dem Berk. Lwk. Anz., daß bei den, Kap Sillciro der spanische Dampfer „San Domingo" und der ohne Lichter fahrende Dampfer „Pereal" so heftig zusammengefahrcn sind, daß beide Schiffe sofort sankeit. Nur 20 Matrosen konnten von beiden gerettet werden. * Wctteraussichten in Hessen am Dienstag, bei» 29. Tez. 1>>U; Bedeckt, Rcgentälle, lüdwestlirüc Winde. DcrantworUich für „Feuilleton", „Gerichtssaal" u. „Betmuckites ’ - I. B.: August Goctz. ^ Statt besonderer Anzeige. Heute wurde mein geliebler Mann, unser guter Vater und Sohn Heinrich Willy Schmidt Professor der Physik von langem, schwerem Leiden erlöst. In tiefer Trauer: Marie Schmidt, geh. Fromme Hilde Schmidt Lotte Schmidt Itosu Feeste, vorn. Schmidt hieheimrot Dr. Fromme nnd Frau. Giessen, 25. Dezember 1914. Die Beisetzung findet Dienstag, 29. Dezember, nachmittags 3'/i Uhr. auf dem neuen Friedhof statt. 12597 Am 2. Weihnachtsfeiertag starb im Lazarett zu Mainz infolge einer Lungenentzündung mein lieber teurer Mann, der beste Vater seines Kindes, unser guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Max Durake, Kaufmann Unteroffizier der Reserve im 34. Lebensjahre. ,. 60 , In tiefem Schmerz: Johann» Damike geh. Baumann, Giessen, den 27. Dezember 1914, Steinstr. 53, z. Zt. Mainz. Frankenhag 5. Die Beerdigung findet in Mainz Dienstag, den 29. Dez. 1914, nachm. 3 Uhr, vom Leichenhause des Mainzer Friedhofes aus statt. &8ac§ir»uf. Im Kampfe fürs Vaterland starben auf Frankreichs Erde den Heldentod unsere treuen Mitglieder Wehrmann Joh. Philipp Will im Reserve-Infanterie Regiment Kr. 116, Wehrmann Heinrich Kehr im Reserve-Infanterie-Regiinent Nr. 116, Gardist Heinrich Hodenbeuder im Garde-Infanterie-Regiment Nr. 115. 11618 Wir werden ihnen stets ein ehrendes Andenken bewahren. Treis a. d. Lda., den 24. Dezember 1914. Gesangverein „Llederkranz“ Gesangverein „Hoffnung * 8 Kegelklub „Alle Kenne“ BmMchenklnb „Teutonia“. 9 '*• ; •' *• n Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau AnnaMarie Lindenstruth Ww. geh. Weimar gestern vormittag 9V» Uhr, nach langem schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheira, Beuern, den 28. Dezember 1914. Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. ds. Mts. nachmittags 3Vj Uhr in Beuern statt. 12612 Du itarbit fo früh. Du nitrit non uns vermisst, Du warst so treu und aut, Dab matt dich nie vergißt. Den Heldentod sürs Vaterland starb insolge schwerer Verwuiiduag am 25. Dezember mein imitgstgeliebier herzensguter Mann, unser lieber Lohn, Schwiegersohn, Bruder. Schwager, Onfei und Nesse Wehrmann tm Reierve Ins. Regt. Nr. 110. 8. Kompagnie im 30. Lebensjahre. In liesem Schmerz im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Hosmann geb. Hosmann. Glesien iSchühenstrabc Nr. 48). Orlenberg, Grätlingen, Ober-Rotzbach, Oppenrod. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 30. Dez. 1914. nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. 12614 Wiedersehn war feilte Hossnuttg. Durch einen treuen Kameraden erhielten tvir am 23. dieses Monats die traurige Nachricht, das; mein herzensguter, treuer, mioergeisttcher Gatte, unser lieber Schwiegersohn, Bruder und Onkel Heinrich Wießner Feldwebel Leutnant im Rei. Regt. Nr. HO, I. Kompagnie. Inhaber des Eiserne» Kreuzes, im Alter von 28 Jahren in Rubland den Heldentod gestorben ist. In tiefem Schmerz: Fron Elise Wtekncr, geb. Stange. Londorf Familie Stange. Londorf Familie Wiefincr. Kesselbach. , S sra Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, Der ist nicht tot» der ist nur lern. Am 3. Dezember starb den Heldentod fürs Vaterland in Rufiland unser einziger bvfsnmtgs- voller Sohn, unser innigst geliebter Brtider ttnd Enkel, der Schulamtsaivtraut Wilhelm Bommersheim Kriegsfreiwilliger imRes.-Jns.-Regt.222,l.Komp. im Alter von 21 Jahren. In tiefer Trauer: Zamlie Friedlich BomwerSheii». Langsdorf, den 27. Dezember 1914. ( 12e, w Nachruf. Den Heldentod fürs Vaterland starb a,n 23. Oktober ans Frankreichs Erde unser liebes Mitglied Heinrich Jost Geireitrr im Rei.-Jnf.-Regt. 110 . 8. Komp. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 12609 Gesangverein „koncordia", Rödgen. Wir sagen allen denen herzlichen Dank, welche . iitio hei unserer t LilberbochzcitS Feier am 20. Dezember mit Geschenken ».Glückwünschen beehrt haben. Ernst Rohm und Frau, Wieseck. lagen tvir herzlichsten Dank. Karl Noth. Ltrafienwart, nebst Frau, Gicficn. I“ 61 ♦♦♦ ♦ ♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦ 9!achrus. Den Heldentod fürs Vaterland starb in Rußland in treuer Pflichterfüllung unser treuer Turnbruder Gefreiter Karl Zoller KricgSfrciw. d. 3. Komp. Res.-Jns.-Rcgt.L22 Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. fS:2a Turnverein Hausen. Am 19, Dezember starb in Nordsrank reich den Heldentod fürs Vaterland unser innigstgcliebler, einziger Sohn und Bruder Ludwig Dich Gefr. der Rcs. im II. Hess. Jäger-Bat. In tiefem Schmerz: Kmlit Wilhelm Iikh. Lich, den 27. Dezember 1914, Fn Frankreichs Erde ruht mein Gluck. 2Id) viel zu trüb verliehest Du die Deinen. Die in ,n der Heimat um Dich weinen. Sl»i 23. Oktober starb den Heldentod sürs Vaterland in Frankreich mein innigitgcliebier, unvergeisticher Gatte, der treuiorgendc Vater seines Kindes, inein lieber nnvergehtichcr Sohn, unser guter Bruder, Scknvager und Onkel Rksmist Heinrich Beiker Reserve-Ins. Regiment 110, ». Kompagnie im 28. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Emilie Becker, geh. Jünger, n. Kind. Klein Linden, Bockenheim, Remscheid, den 28, Dezember 1914. nm Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines Iribcn Mannes, unseres guten Vaters sagen wir herzlichen Dank. lit u Sit). Frebel und Kinder. iUuRtotjlcn 1,11 uuD III Anthrgzitkühlen Kisorni-Briketts Union-Briketts 8aS-n. Hüttenkoks, Holz emvfiehlt Van.wirth'§Nachs. West-Anlage 51. Televh. M. Dienstag. 39. Der. 1914 abends 8 Ubr 7. DienStag Abonn.-Voritell, GcwSbnl.Prciieiermäiitgt) Neuheit: Neuheit: ver SodlagdsvA Bolksluitiviel in 4 Akten v, Heinrich Lee. Ende gegen U Uhr. Soldaten vomFeldwebel abwärts zahlen bet allen Vorstellungen auiLu.3, Parkett nur halbe Preise. i126210 Statt Karten Karl Volz Marie Kreutzburg Verlobte Giessen, Weihnachten 1914 08522 Statt Karten Dina Schäfer Karl Schlierbach Verlobte Weinheim Giessen Weihnachten 1914 Herzlichen Dank allen denen, die uns bei unserer Silbernen Hochzeit mit Gratulationen nnd Geschenken beehrt haben 6 Michael Heidmann n. Frau, Giessen