Nr. 302 Drittes Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener ^amilienbläller" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelcgt, das „XreisblaN für den Kreis Eießrn" zweimal wöchentlich. Die „landwirtschastlichen Jett fr«-«»" erscheinen monatlich zweimal. Blatt * 64 . Jahrgang Donnerstag, 24 . Dezember 19J4 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Cberhesjen Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unrversitcüs - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriltleitung,Geschältsstelleu.Druckerec: Schulstraße 7. Geschältsstelle ».Verlag: ^»Köl,Schrill leilung: e-^112. Adresse lür Drahtnachrichten: Anzeiger Äteßen. heilige Haine der welttriegr. Ern beherzigenswerter Vorschlag. Der Vorschlag, den der Direktor an der königlichen Gärtnerlehranstalt zu Berlin-Dahlem gemacht hat, verdient die weitgehendste Beachtung. Es wäre schon, wenn er in allen Städten und bis in die kleinsten Dorfgemeinden hinein zur Verwirklichung gebracht würde. Ja, gerade in den letzteren läßt er sich noch am allerleichtesten erfüllen und deshalb sollte der Vorschlag durch ZellunHen überall hin verbreitet werden. Wir hoffen, daß die Gemeindcräte schon während der Kriegszeit der Angelegenheit praktisch näher treten. Es handelt sich um ein würdiges und dauerndes Denkmal für die tapferen Helden dieses Krieges. Der Vorschlag von Direktor Lange hat den Vorteil, etwas wirklich Schönes, etwas Daust erndcs und dabei nicht einmal Kostspieliges zu sein. Lange rät, in jeder Gemeirrde für jeden aus ihr im Kriege Gefallenen eine Eiche zu pflanzen. Diese Eichen zw- sammengcstellt auf irgend einem besonders hübsch gelegenen Punkte in der Nähe des Ortes würden dann ein beliebtes Wallfahrtsziel für die kommenden Generationen bilden. Sie könnten festlichen Zusammenkünften und Veranstaltungen dienen, sie könnten ein bleibender Ort der Weihe sein, der mit dem Seelenleben der Gemeinde, mit den bedeutendsten Schicksalen des Ortes inniast verwüchse. Es ist auch ein echt deutscher Gedanke. Wir werden an die heiligen Haine der Germanen erinnert; ihnen war ja auch Donars Eiche besonders heilig. Wir wollen gewiß an diese alte deutsche Tradition nicht anknüpfen im Sinne einer Wi^erbelebung überwundener Religionssormen. Tie Götter, denen einst in den heiligen Haine» geopfert wurde, sind als Sinnbilder unserer religiösen Vorstellungen gewiß nicht mehr zu brauchen — aber dae fromme Stimmung, mit der unsere Altvorderen ihre heiligen Haine betraten, die andächtige Empfänglichkeit ihres Gemütes, mit der sie sich dem geheimnisvollen Rauschen des Waldes, dem wunderbaren Treiben und Blühen der Natur Hingaben, das darf auch in der heutigen Generation noch wach gehalten werden. Und so läßt sich in anderer Form das Denken der hwltigen Zeit mit dem Fühlen der alten noch verknüpfen. Die Pietät zu den längst vergangenen Geschlechtern unserer Vorfahren wird sich mit dem ewig lebendigen Natursinn der Deutschen und mit der weihevollen Dcrnlliarkeit für die Hüben des jetzigen schweren Krieges verschmelzen. Wir brauchen ja auch geraüezu eine neue Form des Denkmals. Würden wir neben die Kriegerdenkmäler von 1870, die meistens in Stein und Metall die Germania oder den deutschen Adler darstellen, und die Namen der Gefallenen sesthalten, wieder ähnliche Denkmäler stellen, so würde das langweilig wirken, so Ivürde die Gleichförmigkeit sowohl die alten ulle die neuen Denkmäler in ihrer Wirkung aufs Gerrrüt entwerten. Man hat ja deshalb schon nach neuen Formen für die Ehrung B^marck-' gesucht. Es war ein glücklicher Gedanke, dem ehernen Kanzler die Feuertürme auf den deutschen Höhen zu errichten. Auch das eine pietätvolle Anlehnung an fromme Gebräuche unserer Altvorderen! Man kann aber natürlich auch diese Türme jetzt nicht etwa den Opfern des Krieges zu Ehren verdoppeln. Also irgend eine neue Zorn, muß gefunden werden. Die heiligen Eichenhaine scheinen da tvirllich die bestmögliche zu sein. Ganz neu ist auch dieser Gedanke nicht, Erinnerungs- bäumc zu pflanzen. Wir haben schon an vielen Orten Kaiser- ober Friedens- oder Bismarcklinden, >vic haben schon Eichen gepflanzt zur Erinnerung au die Befreiungskriegszeit, Tiese Mume aber stehew entweder inmitten der ttzemeinden, so daß der Gedächtnishai» des Weltkrieges doch wieder etwas ganz anderes und neues wäre und in seiner Stimmung keineswegs durch jene Einzelbäume gedrückt werden tonnte. Der welhnachtsbaum ein Geschenk veuischlands an Geste reich. ^as herrliche Bild der treueste» Gcmeinschast und Waffen- brüdersckast, das die jetzt vereint Schulter an Schulter in Polen kämvfenden deutschen und österreichisch-ungarischen Lruppen bieten, findet in dieser Weihnachtszeit sein schönstes Svmbol in dem Lichlcr- baum der beiden Nationen als c,n echter licbvertrauter Volksbrauch, eigen ist Tie gleichen Grundlagen der Kultur in Deutschland und Oesterreich kommen auch in dieser ganz gleichen Feier deS Weih- nachtssestes zum Ausdruck, während alle anderen Völker irch in wichtigen Dingen von ibnen unterscheiden. Der Engländer kennt lein Weihnachten ahne Mistel und Plumvudding, der Franzoie beschert erst zu Neujabr ein. dem Italiener stt Weihnachten m erster Linie ein kirchlicher Feiertag; sie alle haben uns den WcchnachtS- baun, nur als eine ivunderliche Merkwürdigkeit abgeguckt und zünden die Lichter mehr als eine Spielerei an. Nur in Tcupchland und Oesterreich-Ungarn Hai der WeihnachtsbLnin seine Wurzeln tief ins Volksgemüt eingegraben und prahlt mit fernem Hellen Glanz den beiligsten Sinn der frohen Botschaft in die Herze». Deutichland ist es gcweseii, daS dem stammesverwandten Nachbarlande den Weihnachtsbauui geschenkt hat. Im 18. Jahrhundert findet man von dieser Sitte in der Doppelnwnarchic noch nicht die geringste Spur. Ein Bild des Schönbrunner -vchlostes z. «.. das die das Ehristfest völlig ersetzende Nikolo-Bescherung unter Maria Theresia darstellt, gibt eine einsache Gabendarrcichiing wie der ohne jed,-n Lichter- und Baumesschmuck. Erst nach den Befreiungskriegen, als der Weihnachtsbanm voll Preutzen und Sachicn aus durch ganz Deutschland getragen wurde, breitete er seine leuchtenden Zweige auch über die Grenzen nach den österreichischen Landen hin. Wie die eingehenden Untersuchungen von a.r. E. M. Kronteld in seineni Werk über den Weihnachtsbaum erwieien haben, ist der erste historisch beglaubigte Christbanm von der Erzherzogin Henriette, der Gemahlin des Erzherzogs Karl, in ihrem Palais an der Sellerstätte in Wien aufgestellt worden, Tie Erzherzogin, eine geborene Prinzessin von N a s s a u - W e i l b n r g , brachte den schönen Brauch aus ihrer Heimat mit und iührte ihn 181 < am Diener Hofe ein. Der Kaiser Franz, »er als FestgMl den Weihnachtsabend bei dem Sieger von Aspern verbrachte, war so^ent zückt davon, daß er sich nun auch selbst einen solchen lieben Wien brachte". Aber dieser Weihnachtsbaum, dessen bunte Farbenhelle sich dein Malcrauge des Küaben aus ewig Oder aber, wo die letzteren außerhalb der.Gemeinde schon an einem schönen Platze stehen, läßt fitfji Manzlos und sinnvoll der kleine Eichenhain um sie herum gruppieren. Jeder Baum in diesem Haine würde dann den Namen eines Gefallenen sesthalten, würde im Fall des Ausgehens durch einen netten jederzeit ersetzt werden können, würde den Familien einen Ersatz bieten sür das fehlende Grab, um ihr liebevolles Andenken äußerlich zu betätigen tind ans dem Rauschen des Haines würde der ganzen Gemeinde eine ergreifende Mahnung zu Vaterlandsliebe und Pflichterfüllung entgegenllingcn sür alle Zeiten. Dr. Strecker. An» StaSt unv tanv. Gießen, 24. Dezember 1914. ** Ritter des Eisernen Kreuzes: Gefreiter E. Daube, 1. Garde-Res.-Regt,, Gefr, Fr. Heinrichs, 1. Garde-Res.-Regt., beide aus Frankenberg. Gefr. Joh. Berk aus Sontra, Jägerbat. 11. Vcrpflegungsofsizier beim Feldart.-Regt. 51 Bürgermeister Bickel aus Borken. Gesr. Wilh. Schenk aus Braunsels, Pion.-Bat. 11. Leutn. d. R. H. Haas aus Limburg, Ins.-Regt. 29. San.-Ufsz. Joachim Meyer aus Diez, Jnf.-Regt. 160. Divisionspsarrer Subregens Wolf aus Limburg. Landsknrmmann Uffz. Wilh. Zulauf von Grebenhain. Oberjäger (Berwaltungssuper- numerar) Ferdinand Lehnen, Jägerbat. 14, aus Wetzlar. Cand. med. Erich Stein, Kriegsfreiw. beim Jagerbat. 11, aus Ehringshausen. Lehrer A. Grunewald, Landw> Uffz. im Jnf.-Regt. 83, aus Oberasphe. Gefr. Io Hs. Habicht von Engelrod. Lizewachtm. Hans Vollmöller beim Stabe der 5. Kavalleriedivision, aus Lauterbach. Major L e ß » e r und Hauptmann Domizlaff (1. Klasse), Jns.-Regt. 168, in Butzbach, lljfz. d. R. Karl Staubach aus Sllen-Buseck, Postbote in Gießen (wurde gleichzeitig zum Vrzefeldwebel befördert). ** ©in zweiter hessischer .« r i c g s t a z a r c tt- ug. Ter Landesverein vom Roten Kreuz hat sich ent- chlossen, einen zweiten Hilfslazarettzng aus- zurusten. Er wird dazu instand gesetzt durch das Anerbieten unserer ev ang elisch en Landes kirche, die Mittel dazu durch Kollekten aufzübringen. Infolgedessen ist ungeordnet worden, daß sämtliche K i r ch e n o p f c r, die an den Feiertagen, an Silvester, Neujahr und in den Kriegsbetstunden im Januar eingehen, für diesen Zweck verwendet werden. Nach dem großen Erfolg, den zu Anfang des Krieges die Kollekte für das Rote Kreuz erzielte, darf man hoffen, daß auch die für den Lazarettzug nötigen Mittel ohne Schwierigkeiten zusammenkommen werden. Haben wir dock, inzwischen durch die Erfahrung gelernt, wie sehr das Los unserer Verwundeten gerade durch mangelhafte Trans- portmillel erschwert wird, und wir hegen alle den dringenden Wunsch, alles zu tun, um sie vor weiteren Schädigungen ihrer Gesundheit zu bewahren- Die Beschaffung weiterer Lazarettzüge ist darum dringend nötig und eine vaterländische Aufgabe. Gaben dafür werden auch außer in den Gottesdiensten von den Pfarrern entgegengenommen. Von anderer Seite wird uns zu demselben Gegenstand noch geschrieben: Der Gedanke des Großh. Oberkonsistoriums, die evangelischen Gemeinden Hessens möchten gemeinsam die Mittel zu einem Hilsslazarettzug aufbringen, ist, wie es scheint, auf einen sehr fruchtbaren Boden gefallen. So sind z. B. allein in Großen-Linden, Ivie man hört, über 600 Ml- für diesen Zweck in wenigen Tagen zusammengekommen. JÄier, der die bisher übliche Art des Eisenbahntransportes der Verwundeten an den Bahnhöfen kennen gelernt hat, wird nur das Eine bedauern, daß der glückliche Gedanke erst jetzt auftaucht. Aber wenn auch, die Zeit, auf diese Weise manchem für das Vaterland Verwundeten das Leben zu erhalten, äst- noch nicht vorbei. Gebe jeder dazu, was und wie er kann. einprägte, fand sonst wenig Beachtung. Allgemein wird in der Ueberlieserüng hervorgehoben, daß es der große.Schausvieler Lein« rich Anschütz gewesen sei, der deni Christbanm; in Oesterreich die Bahn gebrochen habe. Anschütz, dem der Ehristbäum auS der Sitte seiner lausitzischen Heimat her notwendig zur Weihnachtssreude gehörte, kam 1821 nach Wien und fand hier zu seinem Erstaunen daß man vvn Christbeskherimg und Weihnachtsbaum noch gar nichts wußte. Mit großer Mühe verschaffte er sich von einem Bauern auS der Umgegend einen Baum, den er nun putzte und mit Lichtern erhellte. Schubert war sein Gast an diesem Weihnachtsabend, dessen Feier in ganz Wien das größte Auffehen erregte. „Ich war eine bekannte Persönlichkeit," erzählt Anschütz in seinen Erinnerungen, „meine Einkäufe und Anstalten sielen aus, csti Freundeskreis, der die Vorbereitung meiner Mysterien mit Interesse beobachtete, batte nichts Eiligeres zu tun, als meinem Beispiel noch in demselben Jahre zu folgen, und ich kann wirklich sagen, daß inein Eintritt in Wien nicht wenig dazu beigetragen' hat, das Christfest so schnell in allgemeine Aufnahme zu bringen, denn schon im nächsten Winter wurden sörniliche Waldungen nach Wien geschleppt." In den kleinbürgerlichen Kreisen Wiens war die Weihnachtsranne noch in den 30er Jahren etwas Ungewöhnliches, nach 1848 aber war sie überall durchgedrungen und ist heute den Wienern so altvertraut wie den deutschen Landen, in denen sie zuerst aufgestellt wurde. Nach Ungarn brachte den Baum ebenfalls eine deutsche Prinzessin, Maria Dorothea, die Gemahlin des Erzherzogs Joses, die 1819 in Budavest den ersten Christbaum ansteckte. Nach 1840 ivurde die Sitte auch hier populär. Nach "-Mähren und Böhmen, nach Salzburg »nd Graz wurde der Christbauni in den 40er Jahren eingeführt, nach Tirol kam er kurz vor 1863. Seit dem letzten halben Jahrhundert aber hat sich der Weihnachtsbaum in allen auch den entierntesten Teilen der Doppclmonarchie eingebürgert, war schon in den 60er Jahren in Galizien und Polen gebräuchlich und ist so mit der deuffchen Kultur weit in die slavischen Gebiete gedrungen, — Lebereckt Hühnch ens^W ei h nach t e n. Unter den Dichtern, die den Schönheits- imd Stimmnngsgehält wtserer deutschen Weihnachtsfeier am reinsten ansgeschöpft haben, steht neben Theodor Swrm H e in ri ch Seide l, der Schöpfer des imsterb- lichcn „Lebereckil Hühnchens, dieses Urbildes der Bescheidenheit und Zufriedenheit, an erster Stelle, Wolfgang H. Seidel erklärt in seiner schönen Biographie seines Vaters dieses'Vorwalten der Wcih- nachtsstimmung in seinen Schrillen mit Recht daraus, daß diese Weihnachtsstimmung die Gruiidslllionnng seines ganzen Lebens war. Wie sein Leberecht Hühnchen, in dem der Dichter sich selbst gezeichnet, suchte und fand er ja auch in den Dunkelheiten des Dulcins stets den freudigen Lichtschimmer der Hoffnung, und die höchste Aufgabe seines Lebens und jeincr Kunst loar es ihm, die Licht- kräfie des Guten zu offenbaren und die Niedrigkeit der Welt durch Liebe zu übernnriden. Den Winterfrühling hat er das Weihnachts- ** Geistliche Musikauffürun g. Am 3,Weihnachtsfeiertag abends 5 Uhr wird in der Sbadtkirche eine Geistliche Musikanfführnng veranstaltet wer den, zu der besonders auch unsere Verwundeten eingeladen sind. Außer den beiden C h o r s ch u l e n unter ihren Leitern, den Herren Organisten O. Görlach und Habicht, werden Frau Landgerichtsrat Schenk und .Herr Geh. Kirchenrat I). Krüger, beide unter uns musikalisch bewährte und geschätzte Kräfte, mitivirken. Unsere schönsten Weihnachtslieder werden dabei die Gemeinde erfreuen. ** Stadttheater. Aus dem Theaterbllrecm schreibt man uns: Die erste Abonnementsvorstellung nach den Feier tagen findet am Dienstag den 29. Dezember?' statt und bringt das neue Vvlkslu st spiel „Der sMagbaum" vvn Hei» rich Lee. Das Werk, das bereits in Berlin, Frankfurt, Wies baden (Hoftheater) seine Probe glänzend bestanden hatte, ist jüngst auch in .Heidelberg und am Oldenburger Hof theater mit großem Erfolg anfgeführt worden.. Der Bei sasser führt uns in die Biedermeierzeit, deren Milieu und Charaktere er mit großer Liebe und Plastik schildert, gleich zeitig spielt der damalige Gegensatz von Nord und Süd in ergötzlicher Weise nril herein. „Ter Schlagbaum" darf in gewissem Sinne als aktuelles Werk gelten, schildert er ooch die Kämpfe um das Zustandekomme» des Zollvereins, der die Voraussetzung der späteren deutschen Einheit bildete. In der Neuheit, die unter der Regie von Direktor Stein g o c t t e r sorgfältig vorbereitet ivird, wirkt säst das gesnnile Personal mit. ** Konzert im Philosophcnwald. Das schon neulich von uns erwähnte Konzert unserer „Krieg s - frei w il l i g e n-K a p e ll e" sindet bei ganz neuem Programm am zweiten Feiertage, nachmittags 4 Uhr, im Phll- losophenwalde statt. Ta es zweifelhaft ist, ob noch weitere Konzerte stattnnden, ist es eine Pflicht der Tunkbarkeil, rast regster Besuch der Veranstaltung den wohltätigen Spieler» zeigt, >vie sehr die Bürgerschaft ihre Leistungen und Bem hnilgeu anerkennt. Besonders sei nochmals darauf liiiigewiese», daß der gesamte Erlös an Einnahme, zur Unterstützung bedürftiger Hinterbliebenen g c s a l l e u r r Angehöriger unserer Flotte dient. Ter Besuch des Konzerts bedeutet also eine Betätigung patriotischer Dankbarkeit. ** Dcr Turnverein von 1846 hält am zweiten Feiertag, nachmittags V-5 Uhr, in der Turnhalle der Siadt- knabenschulc eine schlichte Weihnachtsfeier mit Be- schenkung seiner Jugendturner ab. (Näheres s. Anzeige.) ** Ter Geldverkehr mit Kriegsgefangenen. Postanwcisungsbeträgc an deutsche Kriegsgefangene in Rußland werden nach einer soeben ergangenen amtlichen Erklärung der russischen Postverwaltnng unbeanstandet aus gezahlt. Es empfiehlt sich Hiernack'. Geld an deutsche Kriegsgefangene — nicht nur nach Ruß- land, sondern auch nach Frankreich und England -- allge mein nur durch Postanweisung zu versenden, da dieser Weg zweifellos der sicherste ist, ** Reutenquittungsformulare. Die Landes Versicherungsanstalt des Grobherzogtums Hessen ersucht uns, ihre Rentenempfänger darauf hinzuweisen, daß die Rentenguittungssormnlare künftig nicht mehr ans Ansordern direkt übersandt loerden, sondern in den Land« gemeinden bei den Großh. Bürgermeistereien und in den Städten bei den zuständigen Polizeirevieren erhältlich sind. Ein direkter Versand sindet somit nur noch an die außerhalb« des Großherzogtums wohnenden Rentenempfänger statt. "Die Wei hn a chts feri en für unsere sämllichen Schulen beginnen heute und dauern 14 Tage. " Das Hauptsteueramt ist am ersten Weih nachtsfeiertage, dem 25. Dezember, von 11—12 Uhr- fest einmal genannt, das Fest, an dem wiederaufleuchtet an Güte des Herzens und Freude der Seele, was vielleicht längst erloschen icknen. „Ick ging nach Licht und nicht nach Brot,", dies Wort eüics seiner Briefe ivar ein Motto seiner Lebenswanderung, nick wo hätte er da lieber Halt machen können im Kreislauf das Jahres als an dem Tage, da das Lickt der Welt zu uns gekommen ist. Schon mit der Nußernte begannen seine Weihnachtssrenden, denn dann hangle er sür die Blaumeksen, die in seinen schönen Weiü- nachtsinärchcn als flinke Boten alle .Kinderwünsche nach dem Weil, nachtslandc bringen, Walnüsse an Fäden itnf und brachte ihnen eine Vorausbescherung von Sonnenblnmensamen dar. Er stihlte sich als eins der seltenen Sonntagskinder, die genau den Weg wissen in jenes wunderbare und von ihm so reizend beschriebene Wunderland der Christherrlichkeiten, „in dem es Streuzucker schneit und in der Tiese eines angenehm duftenden Gebirges^ die feinste Vanlllenschokolade gewonnen wird." Ter Schmuck des Baumes ivie das Anzündcn der Lichte war sein ureigentümliches Hansvaterrecht. das ihm kein anderes Mitglied der Famkljc streitig machen durfte, und ivenn er einmal gesagt har, daß jeder Mensch den eigenen Christbanm für den schönsten ans der ganzen Welt halte, so machte er jedensalls von dieser Regel keine Ausnahme, Beim Schimückeu hatte er seine besonderen Grundsätze, von denen er nie abging. Tie Lichter mußten aus reinem Bienenwachs bestehen: mit Verachtung sprach er von dem-bleichen Kumilvachs, das nach 5 Minuten kein Rückgrat mehr habe und „wie-ein betrunkener Jockey an» dein Zweige sitze." „Und es soll mich Leute geben." sagte er dann wohl nnt bedenklichem Kopffchütleln, „die Stearinkerzen gebranchen und dem Baum Lichthaltcr in den Stanün bohren. Die Welt ist voll Unvernunft, mein Sohn!" Schöne Tinge ans Schokolade und Zuckerwerk, blankgeriebene Aepsel, bunte Netze, Papierketten und Glaskugeln landen eine lustige Wohnstatt in dem grünen Ölezweig: auch Lametta rieselte in blinkenden Wellen hernieder. Gegen fünft« liche Blumen, gegen Watteschnee und Wnchsengel aber Halle er eine große Mneigung, wie er auch das Auftreten des Weihnachtsniannes als eines Erschreckers und Belohners der Kinder nickt leiden mochte. Es schien ihni, als würde mit solch gewaltiamen Mitteln die zarte Phantasie der Kleinen vergewaltigt. Ten Baum zündete er steic- mit einem Lichte des Christbairme» vom vorigen Jabre a», nutz diesen Träger der heiligen Wcihnachtsslamuie bcivahrte er Ja ln stir Jahr in einer Perlmutterschalc auf. Während der Bescherung vslegte ein von ihm mit großer Sorgrolt zusammengestelltei- Jnl Ilavv ins Zimmer zu stiegen, und ivenn dann die Lichter allmäbliü' verloschen, wemr schon im Nebcnzimrncr der Abendbrotlisch. gedecki wurde, ging er mit den Kindern durch die Straßen, um fremde Weihnacktsbäumc zu besehen, „Tann horte er nickt auf, die »»,»- derbarste» Tinge 5 » erzählen, bis wir, lautlos.durch den Sckncg Lichterfeldes staviend, irgendivo einen Lichterichei» auiblitzen sähe» und mm mit ihm stehen blieben und an der Freude unbekanntcl. Leute, so gut wir es konnten, teilnahmen." ttwmrittcigö zur 'iß)Fertigung von aus dein Ausland ein- treffenden Postsendungen geöffnet. •• Silberne Hochzeit. Der Staatsangestellte Ludwig W > l h e l m und seine Ehefrau feiern am 26. Dezember 1814 ihre Silberne Hochzeit. " W ei hn achtSbänm c und Feuersgeiahr. Um die Weihnachtszeit finden sich in den Tageszeitungen häufig Berichte über durch Wcihnachtsbäume verursachte Brände. Rechnet mau zu diesen Branden noch die weit zahlreicheren hinzu, von denen Sie Oeffentlichteit nichts erfährt, so ergibt sich eine erschreckend große Zahl von Bränden, die, ganz abgesehen von dem materiellen, zum Teil eine bedeutsame Höhe erreichenden Schaden, auch Leben und ' -«nindheit zahlreicher Personen in ernstliche Gefahr bringen. Es ist daher geboten, zu Beginn der Weihnachtszeit die Auimerk- samkeit aus die Gelahr der Verursachung von Bränden durch Wcih- nachtsbäume zu lenken und einige einfache und doch wirksame Vorsichtsmaßregeln in Erinnerung zu bringen. Weihnachls- bäume dürse» nicht in der Nähe von Fenster- und Tlirvorbängen ausgestellt werden, denn der geringste Lultzug, der durch Oessnen einer Tiir, eines Fensters, durch rasches Vorbeigehen und dergl. verursacht wird, genügt, um die Vorhänge in die brennenden Kerzen hineinzuwehen. Als Baumschmuck sollen nur solche Sachen Verwendung finden, die schwer entzündlich sind. Dir von Straßen- tMidlern viel verlausten sog. Wunderkerzen sind durchaus nicht ungefährlich; bei ihrem Gebrauch ist größte Vorsicht geboten. Die Kerzen am Baume selbst müsse» so angebracht werden, daß sie senkrecht stehen und über ihnen liegende Zweige nicht anzünden; die Kerzen dürfen auch nicht so dicht übereinander angebracht werden, daß die unteren die oberen erwärmen, zum Verbiegen und zum Heraussallcn ans dem Lichthalter bringen. Kindern sollt« das Anzünden oder Auslöschen von Kerzen nie gestattet werden. /- > IM FELDE erwarten unsere Angehörigen aus der Heimat Nachrichten über die Vorgänge daselbst und über die Ereignisse und Fortschritte auf den Kriegsschauplätzen. Durch die regelmäßige Uebersendung des Gießener Anzeigers kann mancher lebhafte Wunsch erfüllt werden. Die Nachsendung des Gießener Anzeigers ins Feld erfolgt am zweckmäßigsten durch die Post. Man bestelle ihn deshalb bei den zuständigen Postämtern vom J. Januar an unter genauer Angabe des Namens, des Armeekorps, der Division, des Regiments undder Kompagnie. Außer dem üblichen Bezugspreis erhebt die Post nur eine monatliche Umschlaggebühr von 40 Pfennig. Bestellungen nimmt außerdem entgegen die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. ,_, Kreis Schotten. Ä’ Ohe r- Seibertenrod, 23. Dez. Unser neues Schul Haus ist jetzt noch vor Weihnachten ausgeschlagen worden. Es stellt einen großen, geräumigen Bau dar, der sich in nächster Milse der Kirche, an einem schönen, freien! Platze, erhebt. Um den Arbeitern Gelegenheit zur Arbeit zu geben, Nrird auch mährend des Winters an dem Neubau meiter gearbeitet. x A u s deni Boaelsberg, 23. Dez. Seit uralter Zeit findet in den Ortschaften unseres Gebirges am dritten Weihnachtsfeiertage (hier feiert man bekanntlich die hohen christlichen Feste immer mit drei Tagen) der Gesinde-- Wechsel statt. Allerdings sind Lang und Klang, unter dem er sich srülser vollzog, längst entschwunden: er geschieht jetzt in stiller Weise. Diesem Weclffel geht im Herbste tun Gallus das Dingen des Gesindes voraus. Wenn der Krieg in den Großstädten mitunter eine Herabsetzung der Dienst- botenlöhne nach sich gezogen hat, so sind die Gesindelöhnc auf deni Lande dieselben geblieben. Nach wie vor beträgt der Lohn fiir eine erste Magd bis zu 400 MI. und für einen ersten Knecht bis zu 000 Mk. Von einem Gesindemangel kann trotz des Weltkrieges keine Rede sein. Kreis Wetzlar. v. Wetzlar, 26. Dez. Durch Zuweisung einer stattliche» Zahl Liebesgaben konnten vom hiesige» Landratsaint 3 35 W c i h- »achtspakete in das Feld abgeschickt werden. — Das K o n z e r l der hiesigen Snngervereinigung brachte 700 Alk. Einnahme, die für bedürftige Familien von Wetzlarer Kriegern als Weihnachtsgabc verwendet wurden. Kreis Friedberg. A T r a i s - M ü » z c n b e r g , 2«. Dez. Morgen, am ersten Weihnachtsiciertag, begeht di« Witwe JHS. Stroh, Anna Marie, geb. Kemp!, dahier ihren 90. Geburtstag bei bester gefinger »nd körperlicher Frische als Groß» und Ur-Großn,ult,r. Starkenburg und Rheinhcssen. m. Osfenbachn. M., 24. Dez. Tie sterblichen Uever- rcste des verstorbenen .Kreisrates des Kreises Ofienbach, «Heimen RegiernncpsratS Loch mann, werden gestern nachmittag unter zahlreicher Beteiligung im Ofscnbacher >;remntorium eingeäschcrt. Unter der großen Zahl der Leidtragenden, die dem Verstorbenen die letzte Ehre cr- : lesen, befanden sich n. a als Vertreter der hessischen Rest: erung der Minister des Innern Exzellenz Tr. Braun. F. nanzminister von Ho in bergt zu Vach, Ministerialrat Holz inger und Oberkonsistvrialpräfidcnt 1). Nebel. Spielplan der Sietzener Sladttheaterr. Direktion: Hermann Stcingvetter. Dienstag, den 29. Dezember, abends 8 Uhr (7. Dienstag- X onnements-Vorstellmig, bei gewöhnlichen Preisen kerinäßigl): .Der Iagba»»i." (Slsubeil!) Volkrlnstsviel 1» 4 Akten von Heinrich e. Ende gegen 10X Uhr. strettag, den 1. Januar 1NIS, nach- a.inags 37, Uhr, be. Volkspreisen: Kinder-Vorstellnng: .Aschen- et." Weihnachts-Komödie mit Gesang und Tanz in 6 Bildern non (5. 21. Görner. Ende 6 Uhr. Abends 7 y, Uhr, bei klcmen ^ c.ien : „Wie einst im Mai.' Posse mit Gesang u. Tanzin 4 Bildern von .»doll Bernaner und Rudolph Schanzer. 'Mnsik von Walter olto und Willy Vredschneider. Ende IvkL Uhr. Sonntag, den ,a»nar, nachmittags 3X Uhr, bei VolkSpreisen; „Die Schmelter- l esichlacht.' Ende nach 0 llhr. Abend» 7'/, Uhr, bei kleinen en .Der Schlagbamn,' Ende gegen 1014 llhr. Ktandcsüint»n»»chrichten. Gießen. Aufgebote: Dez 18. JuMrs Ernst, Lchlosscr. mit Eniilie Naumann, beide in Löhlbach. — 21. Ernst Wilhelm Manku», Schaniedeineister, mit Marie Elisabeth Deist, beide in Hornel. Geborene: Dez. 12. Dem Jiistallateur Johann Heinrich Fischer eine Toäster, Anna Marie. — 15. Dem Zahnarzt Ludwig Wertheim ei» Lohn, Hans. — Dem Kaufmann Jakob Balthasar Häuser ein Sohn, Ernst. —■ 10. Dkm Taglölmer Karl Meise! eine Tochter. — 17. Dem Arbeiter Christian Kipper ein Sohn, Otto. — 18. Dem Reserve-Lokomotivführer Ernst Heinrich Karl eine Tochter, Hildegard Auguste. Stcrbcsällc: Dez. 16. Otto Karl Heinrich Peter Jäger, Student, 18 Jahre alt, Gocthcstr. 29. — Karl Wirth, Fuhrmann, 30 Jahre alt, Neneuweg 0. — 17. Georg Dietrich Dörncr, Mehgrrmcister, 76 Jahre alt, Neustadt 29. 18. 21n»a Maria Kreiling, geb. Rcbel, 75 Jahre alt, Rodhcimerstr 2. —- 19. Ernst Ruckelhmiß, 4 Jahre alt, Frankfurter Str. 77. — Heinrich: Rohrbach, Metallgießer, 35 Jahve alt, Ostanlage 40. — 21. Reinhard Wisncr, Stadtgeometer, 59 Jabrr alt, Henselstr. 2. — 23. .Karolinc Elise Helene Mantel, geb. Roth, 36 Jahre alt, Wcserstr. 8. Im Felde gefallen: Lkt- 24. Heinrich Ludwig Julius Huhn, Kaufmann, Reservist, 28 Jahre alt, Seltersweg 67, bei le Quesnoy gefallen. kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. 1. W e i h n a ch t s s e , « e i a a . den 2 b. D e z e ni b e r. Kollekte für einen Lazarettzng. Sottesslenst. Sn der Stadtkirche. ! Vormittags 97, Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Beichte und heiliges Abendmahl Inr Mallhäns- und Markns- gemeinde gemeinsam. 2tnmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. 2tbcnds b Uhr: Psarrassistent Hoiimann. In der Iohanncrtirche. Vormittags 9'/.. Uhr: Piarrer Bcchtolsheimer. 'Abends b Uhr: Piarrer Aus leid. Im ilonfirmandensaal Liedigslratze 5b. Nachurittags 4 Uhr: Taubstiimnien-Gottesdienst. Piarrer B e ch t o 1 s h e i m e r. 2. W c i h n a ch I s s c i c r ! a g , den 26. Dezember. Kollekte iür einen Lazarettzng. » Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 97, Uhr: Piarrer 3 tlnoabe. LIbends 6 Uhr: Siehe Johanneskirche. In der Johanneskirche. Vormittags 9", Uhr: Piarrer 2tnsie!d. Beichte und heiliges 2tbendn,ahl für die Lukas- und Johanncs- geineinde gemeinsam. ?Innie!dungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 5 Uhr : Pfarrer B e ch t o l 8 h c i m e r. S o n n t a g » n ch W e i b n a ch t e n, den 2 7. D e z e m b e r. Kollekte für einen Lazarettzng. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9'/, Uhr: Professor D. Sri) in». Abends 5 Uhr: Geistliche Mnsikansführung, zu der besonders auch unsere Verwundeten eingeladen werden. In der Vormittags 97, Uhr: Psarrassislem yonmann. Abends b Uhr: Siehe Stadtkirche. Samstag, den 28. Dezember 12. Weihnachtsselertag), abends 77, Uhr: Weihnachtsieiei: der Vercinigmig konfirmierter Mädchen der Marknsgemcinde. Sonntag, den 27. Dezember, abends 8 Uhr: WeihnachlSseicr des Wartburgvereins im Markussaale, Kirchstraße 9. AbendS 7,8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde. Evangelischer Sottesöientt. Lollar: Mittwoch, den 23. Dez.: Tie Kriegsbetstunde iällt aus. Mainzlar: Donnerstag, den 24. Dezember, nachmittags 6 Uhr: Liturgischer WeihnachtSgottesdiensl. Kirchbcrg: Freitag, den 25. Dez, I. Feiertag, vor»,. 10 Uhr. iHeil. Abendinahl für Slanienberg.) Freitag, de» 25. Dez., l. Feiertag, nachmittags 4 Uhr. Liturgischer Gottesdienst. 2. Feiertag, den 2». Dezember, vormittags 10 Uhr. 2. Feiertag, den 26. Dezember, nachmittags 4 Uhr. Kindergottesdienst. Nach allen Weihnachtsgottesdiensten: Kollekte iür Ausrüstung eines 2. hessischen Hilsslazareltzuges, Deka» Guß», an». katholische Gemeinde. Gottesdienst. Donnerstag, de» 2 4. Dezeinver: Nachmittags um b Uhr und abends um 8 llhr Gelegenheit zur veil. Beichte. Abends um 8 Uhr wird ei» sremder Priester Beichte hören. Freitag, den 2 5. Dezember. Weihnachtssest Vormittags von 5 Uhr an: Gelegsnheit zur hl. Beichte. , um S Uhr: C h r i st »i e t I c, . um 6 Uhr: Hl. Pleise. , nur 7 Uhr: Hl. Messe. , nm 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. » um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nnchmittags »>» 57, Uhr: Feierliche Vesper mit Segen. Nachmittags »in 5 Uhr und abends nm 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Samstag, den 26. Dezember: Fest de» heil. Stephan, Vormittags von 87, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. „ „8 Uhr: Austeilung der hl. Kömmunio». > , 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. . .11 Uhr: Hl. Meise init Predigt. MilitärgotteLdienst. Nachmittags mit 57, Uhr: Fcst-Andacht mit Segen Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte Sonntag, den 27. Dez., Sonntag »achWeihnachlen: Pormittags von 6V, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. , »ui 7 Uhr: Tie erste hl. Messe. . »8 Uhr: Austeilung der HI. Koinmimion. „ „9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ „11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Nachmittags um 57, Uhr: Andacht. viaspora-Sotlesdienst. Freitag, den 25. Dezember, 1, Feiertag: I» Hungen um 6 Uhr. In Laubach uin 10 Uhr. Sa in Stag, den 2 6. Dezember, 2. Feiertag: In Grüuberg um 9}i Uhr. I» Lich um 9'/, Uhr. Israelitische Neligionsgemeintz«. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, den 26. Dezember J ö 14 J'otab end 4.30 Uhr. M erg ens: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Labdatausgang: 5.20 Uhr. Israelitische Reliaionsgesellschast. Gottesdienst. Sabbatleier am 26. Dezember 1914: Freitag abend 4.05 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Samstag nachmit g 3.3» Uhr. Sabbat-AuSgang 5.20 Uhr, Wochengottesdienst: Morgen; 7.10, nachmittags 4.00 Uhr. Tie Marktpreise für Bieh und Frucht »ind die Gießener Fleisch- und Brotpreise _ mit 21. Dezember 1914. Echlachtviehprehe in F raut s »rt a. M. Fleischpreise in Gießen Ochse» Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 81 — 100 Mk. V, Kg. Schlachigw. 7ö—96 Bl. . . 73-77 , 7, Kg. 36-96 bis 7, . 80-84 . 7, . 80-96 . Eetrcidepreise di M a n n he im Brotprcis« >» Gieß:»: Weizen luO Kg, 00.00—0O.00 -Mk. Roggen 100 Kg. 00.05—00.00 Mk. 1 Weisiorol i Kg. 68 . jCchivarzbrot 2 Kg. 64 Piz. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Bctr.: Das Musterung»-- und Aushebiingsgeschäst 1915. Das MnsternngS- und AushebungSgcschäsl 1915 findet an den nachgriiauuieu lagen i» Gießen in der Turnhalle der Stabt knabenschule (Nord-Anlage 8k statt und zwar: Samstag, den 2. Januar 1917,, vorm. 7 - lllrr. für die Militärpflichtigen aus den Gcmcindcii Allertshausen, Beltershain, Climbach, Gcilsl-aiisc», Göbelnrod, Grünberg, Harbachs Kesselbach, Lauter, Lindnistruth, Londori, Lumda, Odeu- hausen, Lueckbonl, Reinhardshain, RüddiugShauscu, Saasen, Stangenrod, Ttoähauseu, Weickartshain, Wcitershaiii, Allxrch, Bellersheim, Bettenhanscn, Birklar, Tori-Gill und Eberstadt. Aeontag, den 4. Januar 1917,. vorm. 7 , llljt, iür die Militärvitichtigc» aus den Gemeinden Ettingshausen, Garbeuteich, Grüuinge», Hause», .Holzhcim, Hungen, Juhcidc», Langd, Langsdorf, Lich, Münster, Muschenheim, Nieder B.-liingeu. Nouueiiroth, ObbarnHosen, Ober Bcisiuge», Ober Hörgern, Ra bcrishauieu, Rvdhcim, Röthges, Stciubach, Slcinhcim, Drais-Hor lofi und Utphe. Dle.ic-tKg, de» 7, . Januar 1915. vorm. 7 %lUjr. für die Militärpslichtigcn der Gemeinden Vittingen, Davcnboru- Stcinberg, Lilleudorf ,Lahns, Alteudors (Lumdav> Alten Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardösclden, Dan bringen, oirosteii-Bnieck und Großen-Linden. Mittwoch, den 6. Januar 1915. vorm. 7 , Uhr. iür die Militärpflichtigen aus den Gemein den Hattenrod, Heuchelheim. Klein Linden, Lang-Göns. Leihgestern, Lollar, Mainzlar, Oppenrod, Reiskirckzcn, Rödgen, Rntlershansen, Ttansenberg, Treis -Lumda - und Trohe. Dolincr-:>iag. den 7. Januar 191.7, vorm. 77.- Uhr, für die Milttärpilichtigen ans der Gemeinde Wiesest und dic jciiigcn aus der Stadl Gießen, die i» den Jaßrc» 1^94 und früher geboren sind. Freitag, de» 8. Januar 1917», vorm. 7> Ubr, für die Militärpflichiigcn aus der Stadl Gießen, die im Jahre 1895 geboren sind. In den oben genamtten Termine» I>aben pünktlich zu erscheinen : ' 1. alle Milttärpilichtigen, die sich überhaupt noch nicht zur Musterung gestellt haben, 2. alle Militärpflichtigen, die beim KrisgÄersatzgcschäst zurück- gestellt worden sind. Zu den Militärpflichtigen gehören auch diejenigen Personen, die im Besitze des Bcrcchligungsschcincs zum cinjährig-srciwillen Dienst sind. Die tvcge» Untauglichkeit von Truppenteilen zur Verfügung der Ersatzbeliörden cntlasscncn Mannschasten haben sich in dem ge naniilen Lokale am 9., 11. und >2. Januar 1915, vormittags 7.45 Uhr zu stellen: hierzu gehen ihnen besondere Ladungen durch das Bezirkskoinmando Gießen z». Die zur Versügniig der Ertatzbehördcii entlassenen Mannschasten haben die Pslichl, sich beim gciiaimtc» BezirkSkommandv anznnieldcn: wer die Llnmcldung unterlassen hat, muß sie sofort nachholen. Militärpstichtigc, die in den oben genannten Terminen nicht pniiktlist, erscheinen, werden mit Geldstrafe bis zu dreißig Mar! oder Hast bis zu drei Tagen bestraft. Ist die Nichtgestettung absichtlich erfolgt, so können die Belresscndcn als unsichere Hcercs- pslichtige behandelt und sosort eingestellt werden. Wer sich nicht zur Stanimrvllc angcmeldet hat, ist trotzdem vcrpslichtct, sich zur Musterung zu stellen. Die Nlililürpslichkigen habe» ihre Mnsteningsonsweisr oder Bercchtigungsschcinc mitzubringcn. Gesuche ans Zurückstellnng oder Befreiung 'von Militärdienst sind nicht zulässig. Die Militärpflichtigen haben reinlich an Körper und in ordentlichem Anzüge zu crichcincn Diese Bekanntinachung gilt für die Militärpflichtigen als Ladung; besondere Ladungen ergehe» nicht. Gießen, den 23. Dezember 1914. Der Zivilvorsitzcndc der Ersatz-Kommission des Kreises Gießen. H e m m c r d c. Betr.: Wie oben. An den Lberbnrgcrmeister der Stadl Gießen und an dir Großh. Blirgrrmcisterrien der Landgemeinden des Kreises. Obige Bekanntniochung wollen Sic sofort mehrmals ortsüblich bekannt machen lassen und dafiir sorgen, daß die Militär- Pflichtigen, soweit sic in ihrer Gemeinde lonhnen und noch keine endgüttigc Entscheidung erhalten haben, sich rechtzeitig steilen. Es haben nur die Militärpslichtigcn zu erscheinen, die tatsächlich in der Gemeinde wohne». Ti- Pslickstigc», die iich in anderen Gemeinden zur Siammrott - gemeldet haben, sind znrück- zirwinien, wenn sie nicht die Arbeit an dem seitherigen A»s- eiithaltsort ausgcgebcn haben. Es ist auch dafiir zu sorgen, daß die Mililnrpslichtigcii ihre Mnsterungsanswrisc oder BcrechtignngS scheinc niitbringrn. Tie Großh Bürgermeister, i» deren Verhinderung die Großh Beigeordneten, Imben rcstüzcitig zu erscheinen. Gieße», den 23. Dezember >'.»1 t. 'Ter Zivilvorfiyciidr der Ersätz-Kuiniiiissivii de» Kreises Gießen. H e m in erde. Bekanntmachung. De t r.: Maul- und Klaucnseuchc: hier Bcobaä>tn»gs und gesühr- detcs Gebiet. Die Gemarkungen Stock h a u s c u und Weickartshain werden aus dem Beobachtungsgebict und die Gemarlungen G ü - b c 1 n r o d, Oneckborn und is I a » g e n r o d aus dem gesährdeien Gebiet s r ei g c g cb r n. Gicßcn, den 23. Dezember 1914. Großherzvalistzes KreiSamt Gießen. I. D.: H c i» in erde. dlfl ■£q »S 8 -K- ec ei ■ 3 ^ ?s c o 3 o ä . 5 ? - «'S g 5 5 Ä — §tz «r -' HZ 'JO m 3 - 5 *g • J Jr* «I i§c: ö 5 ^ 1.5 .0 A ?N : ÜSL ■'ig'W tj . B Qi g - Z-I !£ © “ C 3 <ß> ff Ce ÄJS S , c s s 5 ff ff ff «Sä - Je w c Z S LZ-L^ s § 5 . c? !§ ^ ^ ■*?< *b p. ? is^S^i flillff :>** ä : S t Sr^v . 5 > ' »D ;g r ^ ^ ^ 3 "T^ Q- © B <£’ c- B '•J-* — ä a .2 üi 1 ^■gs^S,- Ifiil® £:Ö --,-o- “T-® £ 2 " L «f S“C O, :<3 CT» , _ HL ;tr' B 5 J 8 <5 -£■?- >Q ^_vO C £* ä« S 5 -Sä ^ ^ £ w .S tr 0 -O o o: «> -£ 2 i : 2 - !ftlIS| 3 u (9 „„.E S|«|Jg| 3 © C Xi 3 §?i !oc^ c »c SQ 5 ax. ä o c ^ Ä ^Ä. •*-» -" ^'€'S t«*^r Cß^a b j L - s v L.ß .-Z^LZ l ^*L^a e^ = :-|s| tf , ~ B ** c 2*> >9 ’g x >o £ o — Ss 5 5 2 *| Q «j o W t 5 es PiP.^ WZ -- B •ö" r> >-2 U*f & p~ «3 &ü iSZL- c -e<£ ; aejisse S-i ff a _ t-* O P O w z.X^~ » 2 o ff. e~ s §■ g e w* £ c ---“ 55 p g,« | « »SäsSe v *©■ < 35 -— S «* 3 , - ec ( 9 -- © gtE C. 'C ^ ! ll= >- p : JQ S ~.a W >0 [o 4 ^ -O s .:0 g c> *_r o • - 3 jO ES «= c ^ = c »«£ 2 O ^ ~ P_ lill L- J-» C « ^ t? s *2* 5 ■§ J| £ -•" AZ '| 3 ^“C : S <^?.r ,- o — B Ä <3 ' *5 b = Ha«« «- c ^•-1.= ;5 Ä S’E" — >-*•— jO »s* K » •Sf ?s -Z.2 ö 3 Ä' o B 0 *- 3 ^o Li § p (9 <9 so 3 ic« c, *; jO ^ o B S • 5 Ä # Ä 5 Z p -ti w c XsTT- St ~ 0 03 -S .ü ^( 9(9 • 5 rog S. ^ «S- Ä — S pb ^ ^ D (9 n ^ ^ pW c c 3 vRP 'S cn 2 W M V C B *££(9 L ' 3 -. ( 3 C 4 > w« = lP!i ,o i^| 1 (9 5 Ä 'S »ä p '-^ 3^-2 * rfgl^a 5 l!:^©S »L-Lo g Li ^ ^ S | giaäa t-ts.’ES - 0 S o -2 i S'“ - .L r tr : EjfSjS-g =® = 1 lifli si /Si t: 1 - W ^ B >□11 — »'S Cg» W «e - 5 sr _«? Se c m JO _*■ B 5 O o - *B-«C- ^ S 'S ' III _ ;7 o 3 ^ j: ° U ^ '» 0 © £ § I a" S ^ 3 Si b £ s ^ - L ■& * « « c^- *- 't 3 B ö - B 5 >- v S Ä> 1 C' .2 :=/e “ oi . B £ « : ® 2 j- wo § 2 Sd %-. B~ G '— w =2*; ^ B • 2 ls=^ ■SS o .= >a; 2 — ^ vO '.' sB-2 SS o —«ÄSP d S y P ©-e •- O >0 — « ^ ^ c — «' o - f'trS «xb !f JO B Bw ül! B^I (9 ii^ B 40^6’ — L^tza 3 Ö W ~ 5 lL = I|| o ^ £ c ■~ls - ' 5 . '3 ^ P P - OÄ KZZ. ■C? o ; C CT. : o3 § " e a w B Jß B o Ö B-- I6»W e ZZ^D B«Z eiC-Ä g Ä- B (0 w flbi _ _ 05 .a^r ^ ^ s JO 2 >6* o <3 B •—- O jo >P Ü * : H» ^ Z. r- r* iO w --— ", s “ S»-S S>*c|, »fff 0 * o O 3 /ä u B e< p 9 o ^ |£ II ■- 4J M« B Li .Ejo^ P o B B Ci G § JO 3 p LW o c: cC.B l*si l! C, -u- JO 73 ^ Jw O B o -B'-P ^ SSji 5 B : c=“ 2 p^d «- 5 iit: o B p 2 e=© 2 5 § 3 c«ZE m ' a . Ä! de u e ÄSfJ 2S ; c'— " • d ei=> - ■» « ® £ Q^n 3d S : ©2 > P P ßj CP ^ Li ■«tre -—. .Li . ^ffS - ci B B . *2 '5' ff fff. •SÄ w S ' 3 -g uü" ^ pA P CD—’S S. B 3 ^ - W^a EKA^-« a ~ a 2 ff #',£ s ff®“ ; g “s.ffö'C : J? o e 'S .'a L^SiL — & £ 3 t; jQ fl5» O P, Ä 3 C , "B L.a »-ff, ^ g a c» SÄ-s L- r-> o •; tl O p ■ p — 5 5 S I'äjl M'g ^a-3 3 i*B=»r ff""12X0 S “2 3 ff- ä g % « ^ BP « ^ o w£ w - yes p^-e c e< = dL-- ' 2 3 - f :^-"B cb B i cr.3^9/ « ^ E'a'2 2fy‘gg sff$ _ E 5 ■-«.E = — 2 a - .- a r. ä--*h-i-gt . S-aZ C^,© <- d d^< y ^ c j*.* «■« » 2 er 2 ^ v> n * r:cs< «j a »-» s? 3t B B p ^ er C C -- —^ p L>Bp c f : er * —— O ' •. y • - Ci r* —" C — ■* ■•— c — «O «T y . a ” *= 3 d<; s-rc.?o,K- = !»a-s * £ — gffgt-' u ;a 5 “ j, o “ a-u sösic •" 2 |«|o s y* B "*cb B — n Ejjjo^äd ^ o ,o.St ^«r o - »-« ^ - 5 Dff «L = C 2 = « ff 2 = ■p se. & »- JO;;! 2 - _ 'S" 7 * ÖL m Br—vp/D ^ 0 ä ??P ff_ »ax a .„*«^„8 c p <ü - £ c - y 6 c*»-Bv ^2C§'bV 3, |s2 2 So E _ff =2 B -E»» io = — B> — «u ^ o - cr^r o C t:'^, p b o p 1 - -«. t 1 =»E==a-gsa*s 2 2 “:. ff gff^ =a = 2 o-sffß.J O 3 *- -B.ff-'ff! 5 ? 33 — ■-—3 3 y > 2 ^ B—" L 2 ^7 >2 V ^ x:*- L st 2 "A'SK'S— 2 ^"ff ff i. k ff w 2 ff ff a _ ff rillig a a S iä '21 i-t -äKS ÄS J !^|^j |5 ' y e »i ' -A S B B Cb ä- B B g.L \P *^T Bi %& .»aff, . Ä. 2 «»ff —ff!-» gff-ff S F >» LAff L'L - JA gsaSl ff»Z©L-SA. ’"•-= «SSawli s ? .e. & 0 «■ © Vrt 2 « P * o ^ p *- ß ß ß* :l#;~ IIwi-fJ5§B&3" 1 ' Z-2 er . o ff O " £ S-. =€ «<3? *o ^9 -L «.& ^3* s| 5 — l|?äSf 2 i 3 fi?5' 5-* "S| ®3> rt s f I £ O“ & »5t^ 5#» » c s§ Z§ l-fsgssrf tS 2 « 2-Ö) 3 2 5 : tvi 3 " L5= 5-^ 3 _ « 2 r jJf re*=E - sST -. -G 6 Üü O rt "aS to?; p 3«| 5 g o- N 3«__ §" rt ß ST fff o co a ß 2* 3-1°' rt je« 2 ß-o ^5>E srj** o,H. 2, « ^, r ’ — ^9 — 3,2 g s g If “reg ar^ Ö 3 g 2 * 2.® ' « o « ^ « -.- -^r. p hs-lf f ? p p ^3 -jjf =. i if D re 2. 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