Nr. 298 Zweiter Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Tie „Sietzener ZamillenblStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich b-igelegt, das „Kreisblatt für den Krtis Kietzen" zweimal wöchentlich. Die „landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. W. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhesjen Samstag, \9. Dezember Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiräls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung,Geschäitsslelle «.Druckerei: Schul- straße7. Geschäitsslcllc u.Berlag:sE>öI,Schrist- lcitung: «E112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Nriegsbriese aus dem Westen. Don nnserm Kriegsberichterstatter. fttnberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Auf dem Kriegsschauplatz au der belgischen Küste. Auf dem Zcebrügge-Kanal. G ro ß es H a u p t q u a r t i e r, den 15. Dez. Als wir uns morgens um 8 Uhr an einer der zahlreichen Anlegestellen der vielverzweigtcn Wasserstraßen Brügges versammelten, um die Fahrt nach der Seeküste anzutrcten, war cs noch schwarze, trübe Nacht. Kurzsichtig glotzten die fahlen Lichter der daienanlagcn durch den sein nicderstaubenden Nebelregen. Pünktlich mit dem Schlage der Uhr lichtet das kleine Flaggschiff „Nemo", ehenials eine elegante Jacht des Königlich Belgischen Jacht-Klubs, die Anker und beginnt lautlos und flink dem Meer zuzuglerien. Bald schlägt uns die erste Nordseebrise ins Gesicht: und nun lüften sich auch in der Ferne die schwarzgrauen Vorhänge und die Türnw von Brügge grüßen hinter uns her. Tie Vaterstadt Memlings, die Stadt der zierlicheir Spitzen und der schönen Frauen, die sich damit schmücken müssen, ist selbst in dieser düsteren Beleuchtung ein klingendes Märchen, das seine lächelnde Verträumtheit nicht verlieren kann. Leise und verschlafen summt über die Giebel das Lied der Glockenspiele, als ob es die Bürger in festen Schlummer wiegen wolle, damit sie nichts hören von dem Kriege, der so nahe an ihren Toren lärmt und wütet. Ein scharfer Signalpfiss, der schrill in der Weite verhallt, zerreist die Stimmung und ruft uns in die Gegenwart zurück Rasch nähen sich ein Beiboot, das uns in kurzem ?lbstande gefolgt ist. Sern Führer erhält den Befehl, die Wasserstraße von Wracktrümmern zu säubern, welche hier und da an den schnurgradc ver- lausenen Uferböschungen angetriebcn sind. Tie Reste eines bei der Beschießung Zeebrügges durch die englische Flotte gesunkenen Schisses, die ersten Spuren des Krieges, denen wir hier begegnen. Hier treibt ein zerbrochenes Boot kieloben, dvN das Dach und die Wände einer Kajüte. Das Beiboot bleibt zurück und wir sehen es emsig hin- und herkreuzcn, um die Arbeit auszwführen. In dem flachen Marsckstande, dessen Ucbersicht nur durch dünne Baumzeilen und vereitlzeltes Weidengestrüpp beeinträchtigt wird, erhebt sich plötzlich, wie mit einem Ruck dem Erdboden entstiegen. der Riesenstummel des Kathedralturnies von Lisscwcghc. Ein Wahrzeichen der Schisser, welches jahrhundertelang den Seglern als Wegweiser gedient hat, in dieser Beziehung ein Verwandter des „großen Michels" von Hamburg. Eine Straße kreuzt hier, über eine Drehbrücke lausend, den Kanal. Die slüchtendcn Belgier hatten diesen wichtigen Ucbergang dadurch uichrauchbar gemacht, daß ste die nötigsten Bestandteile des Bewegungsmechanismus entfernt hatten. Unsere Seeleute ließen sich abll nicht verblüffen. Sie schickten einen Taucher in den Kanal, der die fehlenden Telle rasch znsammensand bis auf eine Lasche. Da aber zu dieser das Gegenstück bereits geflinden war, so nmrdc eine Ordonnanz mll letzteren in die Stadt geschickt imb das verlorene Eisenglied nachgeschmicdet. Binnen eines Vormittags war die Brücke wieder gebrauck^sähig. .Zuerst mußte sie von deutschen Matrosen bedient werden, die sich hierzu, wie zu allen den andern vielseitigen Aufgaben, welche ihnen her Krieg stellt, sehr gut anschickten. Bald aber fanden sich dis geflüchteten belgischen Brücken- und Schleusenwärter wieder ein. Tic belgische Regierung hat zwar ihren ehemaligen Beamten streng verboten, in deutsche Dienste zn treten. Da sre ihnen aber nichts bezahlt und die Leute lebeit Müssen und da die deutsche Verwaltung den sehr schlecht bezahlten Leuten die Gehälter nach deutschem Beispiel ausgebcsscrt hat, so melden sich jetzt die belgischen Angestellten vollzählig auf ihren ehemaligen Plätzen. Sie tun überall an den flandrischen Wasserwegen wieder Dienst, vorerst selbstverständlich unter deutscher Aussicht. Uebergens hätte die Störung der Drehbrücke für uns wenig zu bedeuten gehabt, denn wir verfügen über hinlänglich viele DUfsbrücken, die sehr sinnreich gebaut sind und der Geistesgegenwart unserer Marine ein glänzendes Zeugnis ausstcllen Es sind Schiffsbrücken mit drehbarem Mittelglied: Ein tragsähiges Schiff steht als Turchgangstor quer in der Mitte der Brücke und kann im Augenblick, wo die Wasserstraße geöffnet werden soll, mll Stricken beiselle gezogen werden. Diese Oeffnung macht sehr wenig Umstände und die Tragfähigkeit der Brücke entspricht allen Bedürfnissen, die sich aus großen und eiligen Truppenvcrschie- bungcn ergeben. Der Krieg hat uns so manches gelehrt und hat, was manchem allen Seebär schwer elngehen wird, unsere Mallosen, >vo es Not war, sogar mit Lust Landratten werden lassen. Wll sahen ihrer «inen Zug an den Deichen längs dem Kanal Jnsanteriestellnngeni mll einem Eifer und einer Geschicklichkell ansbauen, als ob alle die frischen inngen Kerlchen verkleidete Pioniere seien. Taber sangen sic ihre munteren Seemannslieder, daß der Sand im Takt von den geschwungenen Schippen flog. Weihnachten und der Nrieg. Ms England uns den Krieg erkläll hatte, schrieb mll ein Freund: „Das ganze Christentum erscheint einem wie ein Hohn, wenn inan an das ,/lllerchrisllichsll" England denkt. O England, du Ausgeburt von Trug und Heuchelei." Btttcrer Schmerz hatten dem Freunde diese Wolle ausg»- preßl — mir aber gingen sie noch, bohrten und bohrten. Ja, wie besteht unser Christenglaube vor den weltzertrüm- mernden Ereignissen unserer Tage, so fragte ich mich immer wieder. Das Weihnachtsfest rückt näher, unsere Gedanken wandern unaufhörlich zu den Unsrigen, hie da draußen im Osten Und SSelten als treue Hut stehen gegen di« Feinde. Können sie das Clwistfest fellrn aus den blutigen Schlachtselbern, das Fest des Lebens mitten unter den grausamen Werkzeugen des Todes? Mit diesen quälenden Gedanken schlief ich eines Abends ein und bald umfing mich ein wunderlicher Traum, durch den mll Antwort werden sollte auf mellte Fragen. Ich lläumte: ich war allein ans weiter, versckneller Flur: alles bunte, frohe Leben war wie weggesogt. Mich, fror und ein Gefühl namenloser Einsamkeit legte sich mir auss Herz. Ich wußte, heull ist Weihnachtsabend und ein heißes Verlangen überkam mich nach Freunden, nach guten, verstehenden Menschen. Vor mir tauchte eine Swdt auf: doll wußte ich liebe Freunde. Ich eilte dorthin, schon erkannte ich eines der mll vertrauten Häuser. Ich stand davor, ich läutete die Glocke — schrlll tönte der Laut durch die nächtliche Stille — schlürfende Schritte näherten slch — gewiß die alle Magd. Wie würde sie staunen, mich so verlassen hier zu finden. Die Tür wird langsam geöffnet — ein kalter Hauch weht mll entgegen — das ist nicht dll Magd, die mll öffnet, das ist das Gerllpr mll Stundenglas und Hippe — das ftft der Tod! — Entsetzt fliehe ich von dannen — dort um die Ecke wohnen meine besten Freunde — ich rase — ich zerre wie wild an der Klingel und wllder das Gleiche. W o ich auch klopfe, es öffnet kein Freund, der Sensenmann tritt mir entgegen, ruhig, selbstverständlich, ohne Mitleid und ohne Hohn. ^ Ta packt muh das Grausen. Ich stürze soll: bald liegt Me Swdt hinter mll, ich bin wieder allein in der Nacht, allein in der Natur, die in ihrem weißen kühlen Leichentnche mir nichts zu bieten l>at als die Botschaft vom ©terbcn und Vergehen, „O, mein Gott," cuse ich verzweifelt ans, wozu schaffst du Leben, Je mehr wir uns Zecbrügge nähern, desto öfter sehen wir tiefe Granatlücher in der Uferböschung und im benachballen Gelände. Das fleine Fischerdorf war mit seinen winzigen, kaum zur menschlichen Bewohrmng geeigneten Hütten, die verstreut im sumpfigen Wiesenlande stehen, so unbedeutend, daß man cs aus älteren Karren von Belchen kaum erwähitt findet. Ta baute König Leopold II., der so viel für sein Land geschaffen hat, den Kanal, der Brügge deir unmittelbarcu Zugang zum Meere wieder crössnell. Man sagte damals, Brügge, die alte Königin der Nordsee, die nordische Nebenbuhlerin Venedigs, sollte sich' wieder zu der Handelscmpore entwickeln, die sie war, che die erzürnte Hansa ihr Kontor in der Mitte des 16. Jahrhunderts nach Antwerpen verlegte und damit den Niedergang Brügges besiegelte. Tas wäre ein romantischer Plan gewesen. Aber der Unternehmer des Kongostaates war kein Romantiker, der einen 15 Kilometer langen Wasserlvcg, acht Mller llef und so breit wie der Suezkanal, der gcwalttge neuzeitliche.Hafeuanlagen und eine Mole von fast zweieinhalb Kilometern Länge, die allein 58 Millionen Franken gekostet hat, — der alles dies aus dem Nichts des Dünensandes heraufwachsen ließ, nur weil ihn das Glockenspiel des verschlafenen Brügge gerührt und wehmütig gestimmt hätte. Nachträglich betrachlet, sieht das alles so aus, als habe diese Anlage ihre wohlberechncte Bedeutung in dem seit Jahrzehnten erwogenen Rriegsplan unserer Feinde gehabt. Tenn der Handelsverkehr ist in dem einsamen Hafen weder von selbst gekommen, noch hat man ernstliche Anstrengungen gemacht, ihn zu rufen. Dagegen waren die großalligen Anlagen im gegebenen Augenblick für eine englische Landung ganz wie geschaffen. Und nun ist es ein grausamer Treppenwitz der Weltgeschichte, daß die Engländer, nachdem sie zn spät gekommen sind und Zcebrügge in den Händen der Deutschen sahen. die ihnen so einladend hingestellte Ehrcnpforll zur belgischen Küste selbst zerschossen haben. Tie englische Flotte, die ans verhältnismäßig große Nähe herangekommen war, hatte die deutschen Küstenwachen durch erne recht plumpe Kriegslist zu täuschen versucht. Sie war aber rechtzeitig gesichtet worden, und der erste dicke Brummer, der einschlug, kam nicht überraschend. Er richtete als Blindgänger in der Brandmauer eines Bürgerhauses wenig Schaden an. Bald aber eröffnetot die Engländer Schnellfeuer. Fünfviertel Stunden lang war es unmöglich, die Einzelschüsse zn unterscheiden. Tas Gedröhn der platzenden Eiscnkolosse war fürchterlich, aber der angellchtcte Schaden stand in keinem Verhältnis zu dem Munitionsauswand. In die Fabrikanlage der Rombacher Hütte, die doch keinem kriegerischen Zwecks diente, sind eine Anzahl Volltreffer hineingesandt worden, offenbar in der ausgesprochenen Absicht, die deutsche Industrie zu schädigen. Dagegen ist das protzige Palasthotel, das englischem Kapital rmd englischem Geschmack seine Entstehung verdankt, sorgsältig geschont worden. Gleiche Rücksicht gegenüber den belgischen Bundesgenossen haben die Engländer aber nicht geübt. Am! schwersten sind-die Ein- wobner betroffen worden, die vertrauensvoll in ihren Häusern am Strande wohnen geblieben waren, da ihnen die Deutschen nichts laten und sie sich seitens der blltischen Verbündeten einer solchen Niedertracht nicht versehen hatten. Einigen von ihnen, die llotz dev Warnung durch die deutsche Besatzung ihre Wohnungen nicht verlassen wollten, sind die Dächer über dem Kovie zusainmenge- brochen. Der erste Tote war der Steuermann eines holländischen Schisses, der, ahnungslos am Strande ruhend, von einem Granatsplitter getroffen wurde, der ihm den Schädel spaltlle. Schließlich flohen die EinwoAner, wie wahnsinnig vor Angst schreiend, durch das Snmpfland aus Brügge zn, wo sie die Schreckensnachricht verbreiteten, daß John Bull, der angebliche Freund und Bundesgenosse, die belgische Küste beschieße und daß Zecbrügge in Flammen stehe. Den Zeebrüggern wird der englische Besuch unvergeßlich bleiben, und das Denkmal, das einige von ihnen nach ihrer Rückkehr einem von einem Bolltrefser zerllssenen Pferde gesetzt haben, dürste mit seiner grimmigen Grabschrfft dem britischen Nationalstolz wenig schmeicheln. Unsere Mallnemannschasten haben bei der Beschießung eure großartige Kaltblütigkeit gezeigt. Ein kaum 18jähriger Mallose, der während des ganzen Bombardements ungedeckt an der Küste Posten stand, hat versucht, die englischen Granaten zu zähleck. „Bis aus 115 war ich gekommen, als es aber dann losging, unsero Salven, die ganzen Brellseiten aus einmal, und die Teuselsdinger bald nah, bald weit llngs um mich einschlugeu, habe ich es guf- gcsteckt. Ich habe mir nur noch gedacht, daß die Engländer viel überflüssige Munition haben müssen und daß sie sehr schlecht schießen. Wir hätten das besser gemacht." Ein Obermaat war mll einigen Leuten auf der Mole, um einen Karren mit Kohlen zu holen, als die ersten Schüsse den Ärückcnsteg zerstöllen. „Kinder, llef ich", so erzähll er, „bringt euch schnell in den Unterständeir in Sicherheit." Er selbst wollte noch draußen bleiben, um durch das Fernglas die Zahl der englischen Schisse sest- zustellen. „Was meinen Sie, was mll meine Leute sür eine Äntwoll wozu rufst du uns Erdenkender ins Sein, wenn Bernichtung der Sinn und das Ende von allem ist? Was soll uns das Christfest, wenn Christus uns nicht zum Verkünder des Lebens, sondern des Todes wird? Zerschmettert warf ich mich auf die hartgefrorene Erde: Da packte mich eine feste Hand und als ich aufblickte, stand eilte jener Lichtgestalten vor mll, wie wir sic aus der Bibel als Engäl kennen, sah mich flammenden Auges an und sprach: „Du Narr, du kleinMüttges, knrzsichüges Menschenkind, wann wirst du lernen, in das Wesen der Dinge zu blicken, statt dich immer nur mit der Schale zu begnügen? Wann wirst du mit Geistesaugen schauen, statt dich mif deine blöden, äußeren Sinne zu mrlassen? Folge Mll." Und der Engel nahm mich bei der Hand und hieß mich in die Welle blicken. Er blies über die Schneefläche und siehe, der Schnee schmolz vor seinem Hauche und zarte, grüne Felder kamen zum Vorschein. Er fühlle mich in den Wald imb zeigte mll an Büschen und Bäumen verborgene Knospen, die durch W tut erftost und Not des Frühlings karrten, ltnd dann hieß er mich aufblickenj zu chen Sternen. Mt der Hand berührte er meine Allgen. Mir war, als sänken dichte, verhüllende Nebel und meine Seele erschauerte vor den Wundern, die sich ihr offenballen. Ich schaute das Leben der Moleküle und Mome, ich erkannte Kräfte, die mir bis dahin nicht einmal dem Namen nach bekannt waren und ich sah im Lanzen gros^n Weltoiraum diese Kräfte im Kleinsten und tm Gewaltigsten lebendig willen. Keimen sah ich, Entstehen und Vergehen in ewigem Wechsel. Furchtbaren Kampf — Weltenuntergang und .Aufdämmern neuer Welten durfte ich staunend ellebcn. Dämonen sah ich am Werke, aber Lichtgestalten durcheilten die Lüfte und bllämpftoi siegreich die SchreckenSgewaldcu. Und ich sah die Herrlichkeit der Sonnen und Gestirne, geordnet und eiwgereiht nach ewigen Gesetzen. Ich sah ft« sich schwingen in ewigem, göttlichen Reigen und Hölle sie jauchzend lobpreisen die „Harmonie der Sphären". Und dll Nebel sank, fest faßte dll Engel meine Hand und ich fühlte mich entrückt in eine andere, höhere Welt. Meine Angen schlossen sich, überwältigt von den Gehllmnissen des Lebens, die sich mll Hill offeirbarten. Als ich abll die Angen wieder ausschlug, da war die Fülle dll Gesichte verschwunden und nur das Erhabenste stand vor mll. Die Muttoe des Heilandes erblickte ich, das Haupt'umgeben von leuckftcndem Sternen- kranze, dll Magen voller Milde, abll auch voll unergründlichen gegeben haben? Nö, das könnte ich nun doch nicht verlangen, daß sie vor mir ausllssen! Tja, was blieb mir da übrig, da sind wir dann miteinander znrückgegangen, hübsch langsam und mit dent Kohlenkarren, damit die Engländer nicht denken sollen, daß sich Seiner Majestät blaue Jungens bor ihren dicken Brummerck fürchten." Und als ob der Tod dem answiche, der ihn verachtll, — dll ganz höllische Eisenhagel hat uns nicht einen einzigen Mann, nicht einmal einen Verwundeten gekoslll. Das ist angesichts der außerordentlichen Munilionsverschwendnng der englischen Flotte und bei der Nähe, in der sie sich ausgestellt hatte, fast ein Wundll. Uebrigens haben die Engländer wirklich,recht wenig gilt geschossen. Mehrere ihrll Granaten haben den Wassllturm getroffen, an dessen Erhalt als Einschießziel dem Feinde selbst am meisten gelegen sein mußte. Unsere Stellungen sind von keinem Geschoß auch nur berührt worden, obwohl anzunehmen ist, daß sie den Engländern ganz genau bekannt waren. Dll Granaten haben da, wo sie einschlngen, eine fürchterliche Ranch- und Gaswolke llzeugt, die ringsum dll ganze Nachbarschast schwefelgelb gesärbt hat, als ob sie ein Maler getüncht hätte. Ein verhältnismäßig großer Teil der Effenlolosse ist nicht zur Entzündung gekommen, sondern ist als Blindgänger am Wege liegen geblieben. Und da die Zusainmenschießnng einiger Fischerhütten und das Attentat auf Leben und Eigentum der Bürger eines verbündeten Staates auch bei den heutigen, stark hcrabgeminderten Ansmüchen des „seebeherrschenden Albions" kaum als eine große Ruhmestat angesehen werden dürste, so wird die englische Press« den Tag voir Zecbrügge schwerlich als ein zweites Trasalgar anpreisen können. SB. Schenermann. Kriegsberichterstatter. Aur Stadt und Land. Gießen, 19. Dezember 1914. **DieAbgabevonSteuererklärungen. Obwohl in der Aufforderung selbst genaue Angaben darübest enthalten sind, wer nach der allgemeinen ösfentlichen Aufi- forderung zur Abgabe von Steuererklärungen verpflichtet ist, scheinen doch noch — und insbesondere bei den Steuerpflich--' tigen mit Kapitalvermögen — über die Erklärungspflicht Zweifel zu bestehen. Nach den Gesetzen, die Vermögenssteuern und die Gemeindeumlagen betr., sind die Steuerpflichtigen mit Kapitalvermögen zur Abgabe einer Bermögens- erklärung verpflichtet, wenn sic zum erstenmal mit Kapitalvermögen in der Gemeinde veranlagt werden und dieses Vermögen mindestens 3000 Mk. beträgt, und ferner, wenn sie bereits mit Kapitalvernwgen veranlagt sind, aber Las Kapitalvermögen gegen die seitherige Veranlagung sicht um mehr als 3000 Mk. vermehrt hat. Verpflichtet ist sonach zur Abgabe einer Vcrmögenserklärung nicht, wer bereits mit Kapitalvermögen veranlagt ist und gegen die seit-i herige Veranlagung keine Vermögensvermehrung von mehr! als3000Mk. erfahren hat. Wertverminderungen auff Kapitalvermögen bedingen, wie dies übrigens selbstverständlich ist, eine Erklärungspflicht nicht. Ergehen beson-- der« Aufforderungen der Vorsitzenden der Veranlagungsj-t kommissionen zur Abgabe von Steuererklärungen an den einzelnen Pflichtigen, dann ist allerdings der Aufgesordertr zanst Abgabe der Erklärung verpflichtet. ** Ritter des Eisernen Kreuzes: Polizeisevgk. Neiser II. aus Limburg, Obergefr. im Res.--Fußart.-> Regt. 3. Uffz. d. R. Robert Laue aus Limburg. Gefr. Heller aus Herboru. Ingenieur Karl Schäfer aus Weil- burg, Ufsz. d. R. bei der 2. Ersatz-Komp, des Pion.-Bat. 3.' Res. Karl Dreht, Inf.-Mögt.81, aus Braunfels. Reservejäger Friedrich Hofmann, Fägerbat. 11, aus Dorlar.. Landwirtschastslechrer und TieMuchtinspektor H. Schmidt ans Oppershofen, Inf.-Regt. 116. Karl Michel, Wachtin, im Art.-Regt. 61 und Gust. B i n din gs Hans, Usszj. inr. Dvag.-Rogt. 23, aus Unter-Widdersheim. Musksttier Kurt. Günther aus Friedberg-Faullbach, Inf.-Regt. 168. Husar Karl Kratz aus Ruppertenrod, HusSKegt. 13. Pion.-UffA. d. R. H>einr. Schmidt >aus Weilburg. Geometer Sommer aus Lauterbach, Gesr. d. L. im Pion-Regt. 25. Assessor Günther aus Schlitz, Leutn. im Feldart.-Regt. 69. Sorgte Wagner aus Zeilhard, Res.-Jnf.-Regt. 116. Ufsz. Justus Kahler aus Wangershaasen, Füs.-Regt. 39. Lehrer M. Grunewald aus Oberrosphe, Ufsz. im Landw.-Regt.83. Kriegsfreiwilliger Jäger-Gesr. Helmut Schreiner aus Dillenburg. Vizefeldwebel Heinz aus Wetzlar, Pionier- Geheimnisse auf mich gerichtet. Ihr zur Rechten Christus, das sleischgewordcne Leben, die Kraft ewigen Werdens und unaus- hörtichll Erneuerung und zu chrll Linken — dll Tod. Ernst sprach Maria, „dll Muttll des Lebens", zu mir: Durch tiefe Sehnsucht und inneres schauen hast du mich und meinen göttlichen Sohn erkannt, so llkenne nun auch den Tod als das, was ll in Wahrheit ist Er ist dll Bote Gottes, dll die schwlle Pflicht hat, Bestehendes zu znstören, um Neues llstehcn zu lasten. Euch Mnschenkindll loszulösen ans lieb gewordenem Leben, um Euch neuem Leben und neuen, ungeahnten Entwick- tnngen z-uzusühren. Ob ll den einzelnen abruft in dll Blüte d« Jagend odll nach mühsamem und doch reichem Leben, ob ll sic rust aus dll Ajrbett des Friedens oder ob et die Edelsten dll Bölkll wie eben setzt auf dem Felde der Ehre dahinrafft wie volle Garben — immer dürft Ihr untll seinem Kusse, dll Euch scheidet von dem Erdenlebeir, llschanernd eine ?lhnung enrptzndcn von dll Herrlichkeit dessen, das an Euch soll ge-> offenbaret wllden. Uebll die hunklen Wasser dll Trübsal führt 'dll sMe Bote Euch ins Gefilde dll Seligen — zu den Quellen des Lebens. Frettnh geleitet er Euch nur bis ans Tor — ewiges Leben gibt Euch heute wie einst, der von sich sagen durfte: „Ich hin dll Weg, die Wahrhett und das Leben." Mt dies« Erkenntnis müßt Ihr Euch begnügen: den Vater sÄbll könnt Ihr nur ahnen, nicht erschanen, so lange noch Erdenstaub Eure Blicke trübt. Vom Geiste geleitet abll weidet Ihr ihn dlleinst llkennen als den Urquell olles Seins, als die Kraft, von welcher alle übvigcn Kräfte des Wettälls ihre Gesetze empsangen, als den Unllgründlichen, von welchem das Werden und Vllgohen, das Böse und das Gute als Ursache und Wirkung, als Antrieb und Vollendung dem Lebst singeordnet wurden. Wo immll Eu« Vllständnis nicht ausrercht, ordnet Euch willig ein als Werkzeug des Höchsten und misset, daß Ihr Mitwirken dürft zu h«r- lichcn ewigen Zielen. Ms sie also sprach, sah ich von neuem in weitem Kreise den ewigen Reigen leuchtender Stllne, und Scharen von Engeln umschwebten Maria, die Mutto: des Lebens und sangen: „Herr Gott, du bist unsere Zuflucht sür und sür. Ehe denn die Bllgc wurden und die Erde uird die Welt geschaffeir wurde, bist du Gott von Ewigkctt zu Ewigkeit." Bat. 11. Feldw. tm Res.-Jnf -Rgt. 240 Thomas Schwarz, Sotm des Leutn. a. D. Schwarz, chrm. Oberwachlmeisters in Gießen. ** Das Eiserne Kreuz. Aus dem Felde schreibt man uns i Am 30. Nov. wurde folgenden Angehörigen des 1/146 das Eiserne Kreuz verliehen: Feldw. Schardt 2/116, Feldw. Be ul er 3/116, Oss.-Stellv. Stoffel 2/116, Uffz. d. R. Stoffel 3/116, Uffz. d. R. Staub« ch L/116, Leutn. d. ‘9t. Adam. — Grüße an die liebe Heimat. ** Die Wochenhilfr während des Krieges. Zu dem Gesetz vom 3. Dezeuiber 1914, veröffentlicht im Rcichsgcsetz- blatt Nr. 106, wird uns geschrieben: Nach § 1 des Gesetzes ist man versucht auzunehmcn, daß eine allgemeine Versorgung der Wöchnerinnen während der Dauer des Krieges beabsichtigt sei. Dem ist aber nach der Begründung des Gesetzes nicht so. Tic Beihilfen werden nur sür die am 3. Dezember und später emgetretencn Geburten in volleni Ilnifangc des ß 3 gewährt. Für die vor dem 3. Dezember liegenden Geburten wird nur anteilmäßig das Wochengeld und gegebenenfalls das Stillgcld ge- tvährt und zwar soweit der Fristeiilaus noch zu berücksichtigen ist. Voraussetzung zur Erlangung der Wohltaten des Gesetzes ist, daß der Ebcmann: 1. im gegenwärtigen Kriege dem Reiche Kriegs-, Sanitäts- oder ähnliche Dienste leistet oder an deren Weiterlcistung oder an der Wiederaufnahme einer Erwcrbstätigkeit durch Tod, Verwundung, Erkrankung oder Gefangennahme verhindert ist und 2. vor Eintritt in diese Dienste aus Grund der Reichsversicherungsordnung oder bei einer knappschastlicheir Krankenkasse in den vorangcgangenen zwölf Monaten mindestens sechsundzwanzig Wochen oder unmittelbar vorher mindestens sechs Wock-en gegen Krankheit versichert war. Die Beiträge werden von der Krankenkasse ausbezahlt, der der versicherte Ehemann vor dein Eintritt zum Kriegsdienste angchört hat. Um in den Genuß der ausgeworfenen Beträge zu gelangen, wird den Bezugsberechtigten empfohlen, 1. einen Auszug aus dem Geburtsregister des zuständigen Standesamts und 2. eine Bescheinigung der zuständigen Ortsbchörde über den Tag der Einberufung und über die tatsächliche Dienstleistung des Ehemannes zu erwirken. Diese Bescheinigungen sind der auszahlenden Krankenkasse unter Angabe wo und wie lange der Ehemann gegen Krankheit versichert war, zu übergeben. Vor Auszahlung des vorgesehenen Stillgeldes ist den auszahlenden Kassen eine Bescheinigung der Hcbainmc oder des Arztes zu erbringen, daß die Wöchnerin tatsächlich stillt. Kreis Büdingen. — Ranstadt, 17. Dez. Gestern wurde in dem nahen gräf- lich-stolbergischen Walde beim Holzfällen der Arbeiter Ch. Bocher von Ober-Mockstadt sehr schwer durch einen fallenden Baum verletzt. Der Verunglückte trug einen doppelten Armbruch, einen Bruch des linken Beines sowie Rippeirbrüche und Verletzungen des Schulterblattes davon. Der Arzt ordnete die sofortige Verbringung des Mannes in die Klinik nach Gießen an. i Spielplan der Sietzener Stadttheaterr. Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag, de» 20. Dezember, jnachmittags 3X Uhr, bei Volks- preilen: »HasemanuS Töchter." Ende 6 Uhr. Abends 7'/, llhr, bei kleinen Preisen: »Als ich noch im JlUgelkleide." Ende 10X Uhr. Freitag, den 26. Dezember (erster Feiertag, abends 7‘/- Uhr, bei kleinen Preisen (Gutscheine haben Gültigkeit): „Colberg/ Historisches Schauspiel in 5 Akten von Paul Öerffc. Ende 10 K Uhr. Samstag, den 26. Dezember lzweiter Feiertag), nachmittags 37, Uhr, bei Volkspreisen: „Im weißen Rößst." Ende 57, Uhr. Abends 7V, Uhr, bei kleinen Preisen: „Als ich »och im Flügel- Ileide". Ende 107. Uhr. Sonntag, den 27. Dezember (dritter Feiertag), nachmittags 37, Uhr, de, Volkspreisen: Ktnder-Vor- stellung: .Aschenbrödel." Weihnachts-Komödie mit Gesang und Tanz in 8 Bildern von C. A. Görner. Ende 6 Uhr. Abends l'A Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): „Wie einst im Mai." Posse mit Gesang in 4 Bildern von Rndoli Bernauer und Rudols Schanzer. Plufik von Walter Kollo und Willy Bredschneider. Ende IPX Uhr. Briefkasten der Bedaktion. «lnouyme Anfragen bleiben unberücksichti-t-k k). $. in £. Die Zeichen bedeuten Körperschwäche oder Blutarmut, sowie Krankheiten des Herzens, die zeitweilig dienst- unlähia machen. TLirchlicbe Nachrichten Evangelische Geineinde. Sonntag, den 2 0. Dezember, 4. Advent. Sottesdlcnlt. Zn der Stadtkirche. Vormittags 97. Uhr: Piarrer Schwabe. Vormittags 1l Uhr: MilitärgotlcSdienst und heiliges Abend- inahl sür die Mitttärgcmeinde. Psarrer S ch w n b e. Nachniitlags 2 Uhr: Kinderkirche iür die Matthäus- und Marknsqemeinde gemeinsam. Psarrer Schwabe. 'Abends 5 Uhr: Psarrassistent Hofs mann. Abends 8 Ubr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Markusgemcindc. (Tiezstraßs IS.) Donnerstag, den 24. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Weih- nachtsseicr sür die Kinderkirche der Matthäus- und Markus- geniemde gemeinsam. Psarrer v. Schlosser, Psarrer Schwabe. Ani 1. Wcihnachtssciertaq findet im Hanvtgotlesdicnst Beichte und heiliges Abendmahl sür Matthäus- und Markusgemeindc gemeinsai» statt. Anmeldungen vorher bei dem Psarrer jeder Gemeinde erbeten. Zn der Zohanneskirche. Dormittags 97, Uhr : Psarrer A u s i e l d. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche sür die JohanncSqemeinde. Psarrer A u s f e l d. Nachmittags 3 Uhr: Weihnachtsfeier sür die Kleinkinder- Bewahranstalt. Psarrer Ans seid. Abends ö Uhr : Psarrer B e ch t o I s l> e i n> e -. Abends 77, Uhr: Dereinigimg der konfirniierten männlichen Jugend der Lukasgemeiudc im Lukassaal. Mittivoch, den 23. Dezember, nachmittags 3 Uhr: WeihnachtS- seier sür die Kinderkirchc der Lukasgeinsinde. Piarrer Bechtolsheim er. Donnerstag, den 24. Dezeuiber, »achinittags 37. Uhr: Weih- nachtsseier sür die Kinderkirche der Johanncszemeinde. Piarrer ?! » S s e l d. Sämtliche in beiden Kirchen vom l. Weihnachtsseiertage bis Neujahr, sowie in den Kriegsbelstimden im Januar eingebenden Opfer sollen für d i e B e s ch a 11 n n g eines zweiten Hessischen LazarettzugeS verivandt werden. Weitere Gaben dnsür werden von den Psarrer» entgegengenommen. Am 2. Wcibnachtsseiertag findet im Hauptgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl sür die Lukas- und Johannesgeineinde gcmeinsani statt. Annieldungen vorher bei dem Psarrer jeder Gemeinde erbeten. Wartburg, evangelischer Jünglings- und Männer-Verein. Sonntag, den 20. Dezeinbcr, abends 8 Uhr: Vortrag und Besprechung. Dienstag, den 22. Dezember, abends 8'/, Uhr: Bibelstunde Vibelkränzchen siir Schüler höherer Lehranstalten. Für die lünqere Ableilnng jeden Mittwoch von 6—7 Uhr, sür die ältere 'Abteilung jeden Sainstag von 6—7 Uhr im Johannessaat, vlbelkriinzchen für Mädchen aus der Zohannergemeinde. Jeden Dienstag von 6-7 Uhr im Johannessaal. Sonntags-Verein für Mädchen. Jeden Sonntagnachmittag von 2 Uhr ab Diezstr. 15 p. (Ansprache, Gesang, Spiele, Bibliothek). Evangelischer Gottesdienst. Kirchbcrg: Sonntag, den 20. Dezember, vormittags 10 Uhr. Mainzlar: Sonntag, den 20. Dezember, »achmiltaas 17» Uhr. Lollar: Mittwoch, den 23. Dez., abends 8 Uhr: Kricgsbetstunde. Dekan G u ß in a n n. - katholische Gemeind«. Gottesdienst. Samstag, den 19. Dezember: Nachmittags um b Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, den 20. Dez., 4. Advents-Sonntag. Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit znr hl. Beichte. . um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. „ um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. f DorniittagS um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ um I I Uhr: SM. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachmittags um 67, Uhr: Christenlehre; daraus sakramentalksch BruderschastS-Ändacht. Dienstag abend um 77, Uhr ist KriegSbittandacht. Diaspora-Gottesdienst. I» Lich um 97, Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Eiehen Dez. ICH s ^ tv ,h| ii A !"! sst* Z- sf Wetter 18 749,6 36 48 80 SSE 2 10 18. II 746,3 26 4,6 84 S 2 10 19. 741,9 26 6,2 93 8 10 i H i ii ii i Höchste Temperatur am 17. bis 18. Dez. 191 i = -f- 5.7 "C. Niedrigste „ , 17. . 18. , 1914 - + 1,7' „ Niederschlag: 4,0 mm. _ Verantwortlich für „Feuilleton", „Gerichtssaal" u. „Vermischtes": I. V.: A u g u st G o e tz. Viele Mütter sind der Ansicht, mit den, Nestle scheu Kindermeht ein aiislnndiicheS Erzeugnis zu kauten. Dem ist aber nicht so. Tie Nestle schc Kindermebl-Geiellichait i» Berlin und eine Fabrik gleichen Namens in Lniiern ivurdcn mit Schweizer Kapital gegründet. und werde» bei der Herstellung unseres KindermehleS deiitschc erstklassige Rohprodukte. bcsoiidcrs die voltrabinbalttge Allgäuer 'Alpeiiiiiilch, verarbeitet. Um alle Mütter von der Güte dieses seit einein batben Jahrhundert bclielnen NäbrmiiiclS zu überzeugen, werde» von der Ncstle-Gcsellschaft, Berlin W 57, Gratisproben jranko versandt, (““'s? Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Bctr.: Den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Inheiden. In Inheiden ist die Maul- und Klauenseuche aus- gebrochen. Es werden folgende Bezirke gebildet: I. Sperrbezirk: Gemarkung Inheiden. II. Dem siir die Gemarkung Hungen gebildeten Beobachtungsgebiet werden die Genmrkungcn Obbvrnhvfrv, Rodhcim mit Hof Graß und Steinheim einverleibt. Für diese Bezirke gelten die Bestimmungen unserer Bekanntmachung vom 12. Nov. 1914. abgedruckt im Kreisblatt Nr. 70 vom 17. Nov. d. I. An die Großh. Bürgermeistereien Langsdorf, Bettenhansen, Bellersheim. Utphe. Trais-Horloff, Inheiden. Langd. Bil- lingcn. litonnenroth. Obbornhofen. Steinhcim. Nodheim. Rabertshausen. Röthges, Ober-Bessingen. Niedcr-Bcssingen, Lich, Birklar mrd Mnsthcnheim. Sie werden veranlaßt, vorstehende Bekanntmachung, sowie diejenige vom 12. November d. I. sofort auf ortsübliche Weise zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Viehhändler sind ;u Protokoll zu bedeuten: die Protokolle sind uns binnen 24 Stunden einzusenden. Der Befolg der Vorschriften ist im Jnterrfse einer Verhütung der Weiteroerbreitung der Seuche streng zu überwachen. Zuwiderhandlungen sind zur Anzeige zu bringen. An die Großh. Gendarmerie des Kreises. Sie wollen dir Durchführung der Bestimmungen streng überwachen und jede Zuwiderhandlung zur Auzerg« bringen. Gießen, den 8. Dezember 1914. Großherzogliches Krcisamt Gießen. I. V.: H em m e rd e. r ♦ r ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ r ♦ ♦ r ! Ruhesessel, jede Lage verstellbar, von 2.50 M. an Kinderstühle, hoch und niedrig ... von L50 M. an Nähtische • Rauchtische ♦ Servirtische Blumenkrippen, weiß lackiert u. in Eisen Flurgarderoben von 16 M. an Peddigrohrsessel von 11 M. an Hofmöbelfabrik Th. Brück Telephon 373 • Ecke Schloßgasse - Brandplatz. 12277 a A Parfümerien, Seifen u. 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