Nr. 29Z £rr «letzener erscheint täglich, aicher Sonntag?. - Beilagen! viermal wöchentlich kiehenerZamilitiibläNer; zweimal ivcchentl.tireir- dlattfürdcnirreirSietzen (Dienstag und Freitag): zweitnal monatl Land «irlschastlich» Stirfragen Fernsvrech - Anschlüße: iürdieSchriitleitungllL Verlag,Geschäilsstelleäl Adresse lür Drahlnach- richten: Anzeiger Siegelt. Annahme von Anzeige« !>ir die Tagcsnnmmer di? vormittags !) Uhr. Erstes Blatt Zahrgang Zrettag, \S. Dezember M4 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Lotationr-ruck und Verlag der vrühl'schen llniv. Such- und Zteindruckerei 8. Lange. Lchristleitnng. Seschäftrstelle u. Druckerei: Schulftr. 7. at:tt«» j rei»: monatl. 75 iCü Vierteljahr!. ailt. 2.20; durch Abhole- tu Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis', lokal 15Ps., ausiv. 20 Ps. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich siir de,' polit. Teil: Aug. Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und.Gerichtssaal": Karl Neurath: siir „Stadt und Land": Otto Braun; sür den Anzeigenteil: H. Beck. Endgültiger Sieg im Osten! Die Erfolge des Vorstotzes an die englische Allste. (WTB.) Trotzes Hauptquartier, 17. Dez. vor- »nfttags. (Amtlich.) Bei N i e u p o r t setzten die Franzosen ihre Angriffe ohne setzen Erfolg fort. Auch bei Zillebeeke und La Bassse wurden Angriffe versucht, aber unter sehr st a r - len Verlusten für den Feind abgewiesen. Dir Absicht der Franzosen, bei S o i s s o n s eine Brücke Wer die AiSnr zu schlagen, wurde durch unsere Artillerie vereitelt. Oestlich Reims wurde rin französisches Erdwerk zerstört. Don der oft- und westpreutzischrn Grenze ist nichts Neues zu mrltzen. Die von den Russen angrkündigtc Offensivegegen Schlesien und Posen ist völlig zusamwenige brachen. Die feindlichen Armeen sind in ganz Polen nach hartnäckigen, erbitterten Frontalkämpfen zum Rückzug gezwungen worden. Der Feind wird überall verfolgt. Bei den gestrigen und vorgestrigen Kämpfen in Nord- polen brachte di« Tapferkeit west preußischer und hessischer Regimenter die Entscheidung. Die Früchte dieser Entscheidung lassen sich zurzeit noch nicht übersehen. Ober st e Heeresleitung. * . * (WTBZ Wien. 17. Dez. (Amtliches (Sotmminimte.) Die letzten Nachrichten lassen nicht mehr zweifeln, daß der W i d e r st a n d der russischen Hauptmacht gebrochen i st. Am S-üdflügel in der mehrtägigen Schlacht non Limanowa. im Morden von unseren Verbündeten bei Lodz und nunmehr an der Bzura vollständig geschlagen. durch unser Vorrücken über die Karpathen von Süden her bedroht, hatdcrF ei ndden allgemeinen )!i ückz ug ongetreten. den er im Karpathen-Vorland I>artl!«ckig kämpfend zu decken sucht. Hier greifen unsere Truppen auf der Linie Krosno — Zakliczyn a». An der übrigen Front ist die Verfolgung im Gange. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. H ö f e r, Generalmajor. * w * (WTB.) Berlin. 18. Dez. (Amtlich.) lieber den D o r st o ß nach d e r O st k ü st «Englands werden nachstehende Einzelheiten bekannt gegeben. Bei der Annäherung an die englische Küste wurden unsere Kreuzer bei unsichtigem Wetter von vier englischen Zerstörern angegriffen. Ein Zerstöre r w u r d e v e r n i ch t e t. «in anderer kani inschiverbeschädigtemZusta nd außer Sicht. Die Batterie» von H a r t l e p v u l imirden zum Schweigen gebracht. Der Gasbehälter wurde vernichtet. Mehrere Detonationen und drei große Brände indcrStadt konnten von Bord aus festgestellt iverden. Die Küstenwachtstation. Wasserwerk in Scarbo- r o u g h, Küstenwacht und Signalstation von W h i t b y wurden zerstört. Unsere Sch iffe erhielten von den K ü st e n -B a t t e r ie n einige Treffer, die nur g e - ringen Schaden verursachten. An anderer Stelle wurde noch einweitcrerenglischerTorpedobootszer- st ö r r r z n m S i n k c n g c b r a ch t. Stellvertretender Chef des Admiralstabs, gcz. B e h n k r. * . * In die freudige Stimmung über den neuen Ruhm unserer Marine trat gestern abend noch die neueste Mcldungi unserer obersten Heeresleitung hinzu, die in wenigen, knap-j Pen Sätzen doch ein folgenschweres Ereignis von ungeheurer tveltgeschichtlicher Bedeutung enthält: Das gesamte Russenheer, das unser Reich und die Habsburger Lande überfluten sollte, ist zufammengebrochen; eine neue Entscheidung auf dem Nordslügel hat die russische Niederlage vollständig ge-: Macht. Die deutsche und die österreichische Mitteilung ergänzen einander: Es gibt keinen Zweifel an der freudigen Tatsache, wir dürfen die Fahnen flattern lasten und auf- jauchzen, und doch darf unsere Freude nicht laut und oitelj sein, denn es steht uns besser an, voll stillen Dankes derer zu gedenken, die all ihre Kräfte und ihr Leben eingesetzt haben, um deni Vaterlande die Palme des Sieges zu gewinnen. Treue Hessensöhne waren mit dabei, wie wir telephonisch von unserer hessischen Gesandtschaft aus Berlin erfahren. auch das tapfere Reserveregiment der 116cr. Doppelt beglückt dürfen wir diesen lichten Tag inmitten grauser Kricgsschläge begrüßen: Wenn es noch eines Fingerzeiges bedurft hätte, jetzt haben nur die volle Gewißheit, daß es die reine Wahrheit ist. was jener schwedische Offizier, dev unsere deutschen Bemühungen ans eigener Wahrnehmung, kennt, verkündet hat: Deutschland muß und wird in diesem Ringen Sieger bleiben, weil es am besten gerüstet ist, weil tue deutsche Heeresorganisation untadelig und weil die Tapferkeit und der Wille zum Sieg bei den Unseren unwideü- stehllch sind! ES wäre aber undankbar, eines Mannes zu vergessen, der die Wacht Mi der Memel und der Weichsel in jencir unvergleichlichen Siegeszug übcrgeführt hat, der uiis nicht nur zum Befreier unserer Lande von wilden Horden wurde, sondern auch die stolze strategische Ueberlegenheit ausrichtcte, die wir jetzt ti'otz der zahllosen uns umlagernden Feinde besitzen: der neue, große Ehrentag Hsndenburgs ist gekommen ! In dm Tüchtigkeit, der einmütigen Tatkraft des- Volkes ist Mich ein Genie erwachsen, das in seiner herrlichen Ruhe und Sicherheit die wild tosende Zeit verklärt. Der Krieg ließ, die Kraft erscheinen, und nicht nur die rohe Kraft, die da sinnlos waltet, sondern die Kraft des Geistes, die allen anderen Mächten überlegen ist! Denken wir nach, wie es auch anders hätte kommen können. Was dachte man beim Ansbruch des großen Krieges? Man kannte den deutschen Plan, bei einem Zwei- srontenkrieg mit Einsetzung der Hauptkräste zuerst Frankreich mit schnellen Schlägen zu überwinden, und dann den Russen entgegenzutreten, die, so fürchtete man, wohl einen Teil deutschen Bodens anfänglich besetzt halten würden. Wir erinnern uns noch lebhaft des Besuches eines höheren Offiziers aus unserer Redaktion, der dieser Mutmaßung offen Ausdruck verlieh. Da aber kam Hindenburg. Der Glanz seiner Meisterschaft hat sich.erlich die Oberste Heeresleitung in ihren strategischen Erwägungen stark beeinftußt. Wir fühlen uns stark genug, die b e i d e n Grenzwachten zugleich auszuhalten und nach beiden Fronten zum Än- griss überzugehen. Wenn wir in den letzten Wochen Proben unserer Geduld anshalten mußten, so ist diese jetzt glänzend belohnt worden. Die Engländer hatten es verstanden, in Flandern größere Schwierigkeiten zu machen, als erwartet werden konnte, und der Vernichtungsschlag auf diesem Teil des Kampfplatzes war nicht so schnell zu führen, daß man der großen Russenwalze danach mit voller Wirksamkeit und Abwendung ihrer Schäden und Gefahren hätte entgegentreten können. Also: der n ä ch st e n Gefahr entgegen! Dte Feinde sollen überhaupt nicht den Triumph haben, auch nur vorübergehend deutsche Provinzen zu besetzen. .Hindenburg, mit den nötigen Verstärkungen ausgerüstet, gelang es, die große Aufgabe glänzend zu erfüllet:. Der übergroßen Kraft hatte er die Gewandtheit u. Ueberlegenbeit des Geistes gegenüberzustellen, und wenn noch ein anderer Umstand von entscheidender Bedeutung war, so wiar cs das gute taktische Einvernehmen mit unseren Verbündeten, die gleichfalls die erforderlichen Entschlüsse zu fassen wußten, um die Riesenwelle des Feindes zurück^uwcrftur und ihn an seinen schivachje» Stellen zu fassen. Besonders die letzte Offensive der Oesterreicher im Süden, von den Karpathen her, hat die Hindenburg'sche Taktik ergänzt und ihr zum endgültigen Siege verholfen. Noch ist das große Werk nicht restlos getan. Der Feind wird, nach alter deutscher lleberlieferung, verfolgt, und der Meister des Ostens wird nach seinem Wort handeln, daß auch der letzte Russe besiegt cm: Boden liegen müsse. Wir aber dürfen aus diesen letzten Siegen die sichere Hoffnung schöpfen, daß es nun auch im Westen vorangehen wird! Vereinzelte Angriffe des Feindes haben dort nicht das mindeste ausgerichtet, und der neue Generalstabschef v. Falkenhayn darf sich seiner wohlgelunaenen Entschlüsse freuen. Der Donner der deutschen Schiffsranonen vor der englischen Ostküste war ein Siegessalnt, und mehr als dies: die Zeit der Abrechnung mit England ist näher ge-> kommen! Zwei englische Torpedobootszerstörer sind bei dem deutschen Angriff in den Fluten versunken; wenn die englische Admiralität mit dieser „Demonstration", die leicht auszuführen gewesen sei, zufrieden ist, kann es uns recht sein. Der 16. Dezember war ein wolkenloser Freudentag,: mit geringen Beschädigungen und vollem Erfolge ihres Angriffes sind imsere Kriegsschiffe wieder in den heimischen Hafen znrnckgekehrt. Die russische Bemäntelung der Lage. Petersburg, 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der Stab des Generalissimus teilt mit: Die Feinde wurden in der Gegend von Mlaw a gegen die Grenze zurückgeworfen. Auf dem linken Weichselufer fanden den ganzen Tag über hartnäckige Angriffe der Deustchen in der allgemeinen Richtung von Keruosia auf Sochai^ew statt. Unsere Truppen waren gezwungen, diesen !Angrifsen unter ungünstigen örtlichen Bedingungen Wider- stand zu leisten und gingen abends etwas zu- r ü ck. Auf den anderen Teilen der Front dauern die Gegenangriffe unserer Truppen aus den Feind und seine Stellungen an und behindern dadurch seine Truppenverschiebungen in die Gegend, wo sein Hauptaugriff stattsindet. Unsere' Truppenbewegungen hindern das weitere Vorrücken der Oesterreicher, die von jenseits der Karpathen kamen. An den anderen Fronten keine wesentliche Veränderung. Der Angriff auf die Gsttüste Englands. Amsterdam, 17. Dez. (WTB. Mchtamtlich.) Die Blätter melden aus London: Ein Augenzeuge der Beschießung von Scarborough erklärte, daß d:e deutschen Kriegsschiffe eine außerordentliche Kaltblütigkeit bekundet hätten. Nichts habe darauf hrngewiesen, daß es deutsche und nicht britische Kriegsschiffe waren. Sie fuhren in die Bucht ein und näherten sich dem Pier mehr, als es, soweit man sich erinnern kann, ein K r i e g s s ch i f f j e g e t a n. Einer der ältesten Fischer von Scarborough sagte, daß es kein Löste wagen würde, sein Schiff so nahe an die Küste heranznbringen. Ein verwundeter englischer Matrose in Hartlepool erzählte: Sobald die Annäherung des Feindes signalisiert war, machten wir uns für das Gefecht fertig, aber das Feuern begann schon, ehe wir den Hafen verlassen hatten. Tie Küstenbatterien beantwortetet: kräftig das feindliche Feuer. Der erste Schuß traf Uns gerade, als wir den Hafen verließen; er ging in die Kommandobrücke, tat aber wenig Schaden. Ich glaube incht, daß unsere Kugeln den Feind erreichten. Unser Schiff wurde dreimal ge- troffen, wir flüchteten nach dem Dees, den wir um hell Uhr erreichten. Ein anderer Kreuzer, der Hartlepool verließ, blieb unbeschädigt. London, 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird unter dem 16.Dezember gemeldet: Heute früh erschien ein Geschwader deutscher Kreuzer von der Küste von Dorkshire und beschoß Hartlepool, Withby und Scarborough. Zu diesem Zwecke wustie eine Anzahl der schnellsten deustchen Schiffe benutzt. Tiste blieben ungefähr stne Stunde in Sehweite der Küste und wurden von englischen Kriegsschiffen angegstfsen, die Ausklärungsdienst taten, und ihnen den Rückzug abzuschneiden vestuchten. Die deustchen Schiffe flüchteten aber mit Volldampf und vestchwanden im Nebel. Die V e r l u st e sind bstdesteits unbedeutend. Die Admiralität benutzt diese Gelegenheit zu erklären, daß derartige Demo»- strationen, die gegen unbefestigte Städte oder Handelshäsen gestchtet sind, sehr leicht auszuführen sind, wenn man etwas Risiko auf sich mmmt, und daß sie keine militärische Bedeutung haben. Sie können einer gewissen Anzahl von Pestonen der Zivilbevölkerung das Leben kosten und dem privaten Besitz Schaden zusügen, was natürlich sehr zu bedauern ist. Dies darf aber kstnen Anlaß zu einer Acnderung der allgemeinen Flottenpolitik der Admiralität geben. (Es ist uns incht verständlich, wie die englische Admi- ralität behaupten mag, daß Hartlepool und Scarborough unbefestigte Plätze seien, wo doch in den englischen Meldungen selbst von der Tätigkeit der dort befindlichen Be- festignngswerke gesprochen lvird und allgemein bekannt ist. daß es sich um Marinestützpunkte handelt. Auch ist nicht: ersichtlich, woher die englische Mnniralität Nachrichten über angebliche denstche Verluste haben mag. Dies wirst von neuem ein grelles Schlaglicht aus die englische amllichc Berichterstattung, die in ihre,: Ausführungen auch nickst die moralische Wirrung des deustchen Vorstoßes abzuschwächen vermag.) London, 17. Dez. (WTB. Nichtamllich.) Das Kriegs- minstterinm teilt mft: Es waren offenbar 2 Schlachtschiffe und ein Panzerschiff, die bei Hartlepool in Sicht kamen. Sie begannen um 8 Uhr früh die Beschießung, Um 8 Uhr 15 Min. kam ein Bericht der Knsten- batterie, daß feindliche Schisse getroffen und beschädigt seien. Sie dampften um 8 Uhr 50 Min. iveg. Kein britisches Geschütz ist getroffen. Eine Granate fiel in die Reihen einer Abteilung von Genietrirppen, eine andere in die Reihen des 18. Bataillons der leichten Dnrhamer Infanterie. Die Verluste der Truppten betragen 7 Tote und 14 Verwundete. Die Stadt erlitt einigen Schaden. Die Gasfabrik ist in Brand geschossen. Bon der Bevölkerung, die sich ans den Straßen drängte, tvurden ungefähr 2 2 Personen getötet und 50 verwundet. Gleichzeitig erschienen ein Schlachtschiff und ein Panzerkreuzer vor Scarborough und lösten 50 Schüsse, die beträchtlichen Schaden anrichteten, In Scarborough gab es 13 Tote. Nirgends entstand eine Panik. Die Haltung der Bevölkerung war so gut, als man es wünschen: konnte. (Notiz des WTB.: So sagt das Reutcrsche Bureau. Augenzeugen berichten aber über die Haltung der Bevölkerung anders.) London, 17. Dez. (WDB. Nichtamtlich.) Die letzten Berichte aus Scarborough besagen, daß 12 Personen getötet und 24 verwundet worden sind. Amsterdam, 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Nach in den hiesigen Zeitungen Vorliegenden Meldungen aus den Londoner Morgenblättern wi:rdc imH ein alte? Kunstdenkmal in Dorkshire. „Evenmg Post" sagt, daß die Beschießung von Scarborough bei viele:: den bereits gefaßten Pia:: zur Ausführung brachte, sich bei einem Einfall in Sicherheit zu.bringen. Die Bahnzüge aus Scarborough hatten viel mehr Passagiere als gewöhnlich. Ein Augenzeuge erzählte ewem Bcrichterftattcr der „Jork- shirc Post"", daß in Scarborough tausende aus den Häusern auf die Straßen strömten, nach der Eisenbahnstation und in der Richtung der Hauptstraßen nach dem Innern des Landes zogen. Tic wenigsten batten etwas bei sich. Die meisten verließen den Zug in Park, Vom Zuge aus konnte :nan den ganzeit Auszug der Menschen nack, dem Innern des Landes mit KNWern aut Karren und allen mögliche:: anderen Fahrzeugen 'vahruelnncv Der Eindruck der Siegesnachricht in Berlin. Berlin, 18. Dez. Unter der llederschrift „Dir Siegesfeier in Berlin" schreibt die „Vossische Zeitung": Hätten unsere lieben Feinde doch diese Stunden des gestrigen Tages in Berlin erlebt! Wir haben eben eine besondere Art, unsere Freude auSzudrücken, kein Geschrei, lein Getaumcl, keine hochtrabenden Reden von improvisierten Kanzeln, nur ein halb« Lächeln. „Unter den Linden" war es infolge des Dezemberregens säst leer und in der Friedrichstraße sah man vormittags nur flüchtig Passanten auf eiligen Gcschästswcgcn. Da verbreitete sich die Siegesnachricht auf mysteriöse Weise. Plötzlich war die Menge da, im Nu bildeten sich ganze Knäuel von Menschen. Kurz vor >/»2 Uhr wagten sich die ersten Fahnen aus den Fenstern und immer schärfer dob sich das Schwarz, das Weiß und das Rot aus dem wieselnden Grau hervor. In ihrem Leitartikel sagt die „Vossische Zeitung": Ist auch die russische Offensive völlig zusammengcbrochen, so ist das doch noch nicht das Ende. Der Ausspruch Napoleons ,Im Kriege ist, so lange twch etwas zu tun bleibt, noch nichts getan," ist richtig verstanden, ein treffender Grundsatz für einen Feldherren wie Hindenborg. Er wird nach diesen Worten handeln, davon ist alle Welt überzeugt. Unsere Feinde werden genötigt werden, dem Wahn oder deni Gaukelspiel zu entsagen, ajls ob die Russen unaufhaltsam nach Berlin marschierten und des Deutschen Reiches Untergang besie- gell sei. Im vorwärts" wird der irrigen und verwirrenden Anschauung gegenübergetreten, als ob dieser Krieg mit wenigen Schlägen beendet sein könne. Die Entscheidung bleibt abhängig von dem Endergebnis. Dann sagt das Blatt: Auch solltat wir meinen, daß der jetzige Zusammenbruch der mit so gewaltigen Streitkrästen eingesetzten russischen Offensive gegen das deutsche Gebiet schon ein Erfolg ist, der sich sehen lassen kann. Der Eindruck in London. Berlin, 18. Dez. Ans Kopenhagen wird dem „Berliner Lokalanzeiger" telegraphiert: Der Eindruck, den die Beschießung der englischen Küste in ganz England gemacht hat, ist kaum wiederzugeben. Mcht nur in den beschossenen Städten ist der Schreck und die Ueberraschung ungeheuer, sondern auch die Londoner Bevölkerung ist aufs höchste erregt. Das Ge spen st des deu t sch« n Ein falle s macht heute die Engländer mehr erzittern denn je. Es herrsche Mißtrauen gegen die englische Motte, zumal man erst gehofft hatte, daß es den englischen Kriegsschiffen gelungen sei, den deutschen Kreuzern den Rückzug abzuschneiden, was sich jedoch später als trügerisch erwies. Die deutschen Kreuzer schossen mit großer Treffsicherheit. Die Geschütze der Festungen waren vollkommen machtlos. Eine Stimme aus Schweden. Berlin, 18. Dez. Der Marinemitardeiter eines Stockholmer Blattes schreibt: Noch einmal haben die Engländer d e n t s che «Unternehmungsgeist und deutsche Angriffslust fühlen müssen. Deutsche Kriegsfahrzeuge sind zu einer Aktion gegen englische Häfen geschritten, unbekümmert um die englische Herrschaft zur See. Es scheint, als ob dieser Vorstoß bezweckte, einen Teil der englis chenFlotteausihren Verstecke n he r- auszulockcn. Beschließt nun die englische Admiralität, den deutschen Vorstoß mit Kraft zu beantworten, dann imlß sie starke Kräfte vorschicken, allerdings mit dem Risiko, den Unterseebooten uno Minen reiche Beute zu geben. WM sie sich aber relativ abwartend verhalten, damit einer ängstlichen Volksmenge trotzend, daß die Deutschen auf dem cingeschlagenen Wege fortfahre,,, ein Zustand, der im höchsten Grade den englischen Stolz beugen mutz. Die allernächste Zukunft wird Klarheit darüber geben. Reue Kämpfe bei Upern. Berlin, 18. Dez. Ueber neue Kämpfe bei Dpern wird aus Sluis gemeldet: Die Deutschen suchen die Truppenzufuhr nach Dpern dadurch zu erschweren, daß sie die Station vor Apern vernichteten. Auf der ganzen Linie wird hartnäckig gekämpft, namentlich bei Langemarck, Passchendaele, dem Gehölz von Sonnebeck und der Front von Zillcbeeke und Hollebeeke, also nördlich und südlich Ppern. Die Stadt selbst wird auf das heftigste beschossen. Die Truppenbewegungen nach der Front dauern an. An der Wiederherstellung der Wege wird mmnterbrochen gearbeitet. Der amtliche französische Bericht. Paris, 17. Dez. (WTB. Mcht amtlich) Amtlich wird gemeldet: Man meldet einen leichten Fortschritt bis an die Nordsee ösllich Nieuport, südöstlich Dpern und längs der Eisenbahnlinie in der Richtung La B-assöe. Kein Zwischenfall auf der übrigen Front. Die französischen Abgeordneten im Felde. Paris, 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich) Die Zahl der unter den Waffen stehenden Deputierten beträgt 190. Sie wurden benachrichtigt, daß sie in der Kanüner- sitzung nur Zivilkleidnng ttagen dürfen. Finanzielle und wirtschaftliche Maßnahmen Frankreichs. Paris, 17.Dez. Die von den Kammern für das erste Halbjahr geforderten Kredite betragen 8 525 264 407 Franken, was einer Mehrausgabe von 5 929 442 885 Franken gegenüber den, gleichen Zeittaum des Borjahres entspricht. Die Mehrausgaben umfassen 5 428 602 304 Franken für Kriegsausgaben. Der Regicrungsentwurf verschiebt die Einführung der Einkommensteuer auf das Jahr 1916. Befreit von der Erbschaftssteuer iverden die Erben in direkter Linie und die Gatten aller Militärpev- sonen, die vor dem Feind gefallen sind oder während des Krieges und des darauf folgenden Jahres an den erlittenen Verletzungen oder Krankheiten versterben, die sie sich wäh-, rend des Mllitärdienstes zugezogcn haben. Diese Maßnahme findet auch auf Milidärpersonen der verbündeten Armeen Anwendung. Frist den Wiederaufbau der infolge des Krieges zerstörten (stebäude und zur Unterstützung der durch den Krieg Geschädigten ist ein Kredit von 300 Millionen vorgesehen. Der EntUturf erhöht den Höchstbetrag für die Ausgabe von Schotzschetuen während des ersten Halbjahres 1515 auf zwei Milliarden. P a r i s, 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der Ministerrat hat beschlossen, von den Kammern eine Kreditgewährung zu verlangen, um die Bevölkerung der besetzten Gebiete zu unterstützen. — Präsident Pvincarß Unterzeichnete ein Dekret, durch das das Moratorium für alle unter den Waffen befindlichen französffckien Bürger und die Bewohner der besetzten Gebart« in Kraft bleibt. Für alle anderen Personen kann die Fälligkeit der Zahlnngsvcrpflichtim- gen durch Entscheidung des Vorsitzenden der 'Zivilgerichte! in kostenlosem einfachen Rechtsversahren ausgesprochen iverden. Die Vorsitzenden der augerufenen Gerichtsinstanzen können auf Autrag dem Gläubiger die Beitreibung fälliger Forderungen gestatten. Durch den Erlaß werden alle sowohl vor als nach Kriegsausbruch eingeleitetrn Verfahren berührt. Die Grabstätten der Gefallenen. Brüssel, 17. Dez. (WTB. Richtmatlich.) Die Präsidenten der Zivilverwaltungen der belgischen Provinzen wurden vom Berwaltungschef des Generalgouverneurs angewiesen, für die Erhaltung und Pflege der Grabstätten der Gefallenen Sorge zu tra^u. Die Gräber sind zu bezeichnen, bezw. sind die vorhandenen Bezeichnungen wetterfest zu machen und durch Eintragung in ge- meiudeweise anzufertigende Karten festzulegen. Den Gemeinden wird ferner aufgegeben, ein Verzeichnis zu führen. Ihre Vorstände wurden für die Erhaltung der Kriegergräber verantwortlich gemacht. Fluchtversuch französischer Offiziere. München, 17. Dez, (WTB. Nichtamtlich) Wie aus Füssen im Mgän gemeldet wird, wurden fünf aus dem Gefangenenlager in Ingolstadt entflohene französische Offiziere, weiche Ztvilkleidung trugen, bei dem Versuch, die österreichische Grenze zu erreichen, festgenvm- men und wieder in Füssen eingeliefert. Die englischen Berluste. London, 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Das Pressebureau teilt mit, daß das englische Expeditionskorps bis zum 14. Dezember 3871 Offiziere verloren hat, nämlich 1133 Tote, 2225 Verwundete und 513 Vermißte oder Gefangene. Bis zum 11. November hatte der Verlust 2420 Offiziere betragen. Die Verlustliste enthält 15 Generale, 108 Oberste, 322 Majore, 1123 Hauptleute und 2303 Leutnants. Die österreichische Kriegsanleihe. Wien, 17. Dez. (WTB. Nichtamtl.) Die bei den Postsparkassen bisher verrechneten Zeichnungen auf die Kriegs-^ auleihc belaufen sich auf 2135 Millionen Kronen. Von diesen sind 400 Millionen voll eingezahlt. Die erste am 4. Dezember fällige 30 proz. Ratenzahlung beläuft sich auf 471 Millionen Kronen. Errichtung einer türkischen Moschee in Budapest. Budapest, 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der Gemeinderat bewMigte unter lebhaften Sympathiekund- gebun^n die Kosten für die Errichtung einer türkischen Moschee mit Rücksicht darauf, daß sich in Budapest zweitausend Mohammedaner ständig auftzalten. In der Sitzung wirrt)«« 10000 Kronen für den Roten Halbmond gewidmet. Das ungarische Rote Kreuz spendete für den Roten Halbmond 25 000 Kronen. Ausfuhrverbot Schwedens. Stockholm, 17.Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Regierung hat ein Ausfuhrverbot für Kartoffelmehl, Graphid- mafse, Tiegeleisen, Manganeisen, bearbeitetes Blei, Platten, Röhrenteile, Draht und Stangen aus Blei erlassen. Eine russische Kriegsanleihe. Basel, 17. Dez. (WTW. Nichtanttlich.) Rach einer Londoner Meldung verhandelt Rußland mtt Londoner Banken wegen der Emission von vierzig Millionen Pfund russischer Kriegsanleihe in England. Das schweizerische Bundespräfidium. Bern, 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die vereinigte Bundesversammlung wählte zum Bundespräsideuten für 1915 Giuseppo Motto (1871 im Kanton Tessin geboren, katholisch-konservativ, Mitglied des Bundesrats seit 1911, Vorsteher des Finanz-Zolldepartements), zum Vizepräsidenten des Buudesrats Eanrille Decoppet (1862 im Kauton Waad geboren, freisinnig, Mitglied des Bundesrats seit 1912, Vorsteher des Militärdepartements-). Die Bundesver- .sanrmlnng bestätigte auch die fünf übrigen Bundesräte Müller, Forrer, Hoffmaun, Schnltheß und Ealonder für die neue dreijährige Züntsdancr. Erörterungen nn italienischen Senat. Rom, 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der Senat erörterte die Interpellationen über den Zwischenfall von Höbet da. Marrgidano erklärte, Jtsllen habe ein Recht darauf, zu verlangen, daß seine Flagge nicht ungestraft beleidigt werde. Der Redner sprach der Regierung volles Vertrauen ans und sagte, er sei sicher, daß sic es verstehen werde, das Ansehen der Flagge bochzuhalteu. (Beifall.) M o r r a erklärte, daß Worte wenig wett seien, imd daß man, falls es notwendig sei, handeln müsse. Mit den langen Ansflüchten, wie sie die Türkei zu machen gewohnt sei, müsse aufgeräumt werden. Er erinnere an das Wort Viktor Ema- tntel II.: Italien müsse nicht nur geachttt, sondern auch gefürchtet werden (Beifall). Earafa sagt«, daß es sich um einen im türkischen Reiche gewöhnlichen Zwischenfall handle. In Beantwortung der Interpellation erklärte der Minister des Aeußerm S v n n i n o , er habe nach seinen in der Kammer gemachten Mittrilnugen nichts weites mjtznttthen Zwischen dem italienischen Botschafter und der türkischen Regierung dauerten lebhafte Besprechungen fort. Die italienischen Forderungen beträfen Freigabe des englischen Konsuls sowie Bestrafung derjenigen, die an den gegen das itatzeirische Kvnslllat in Hodeida begarrgenen Ausschreitungen schuldig seien. Der Verkehr zwischen Avnstmrtinovel und Soitrtbo sei schwierig, da dir einzige telegraphische Verbindung Aber das englische Kabel in Perim gehe. Infolgedessen habe sich IwLen bereit erklärt, dem Gouverneur von Bemen die Mitteilungen der Pforte zu übermitteln. Die türkische Regierung sei auf diesen Gedanken «umgangen und habe Italien 2 Depeschen zur Abseiüucng an den Gouverneur von Beinen übergeben, in denen er Anweisung erbäll, unverzügkich den engl. Konsul an das italienische Konsulat mtt-zu liefern und ferner einen Bericht über den Zwischenfall zu senden und die Urheber eventuell des Amtes z» entsetzen und dem Gericht zu übergeben. Jrgwischen habe man die Schritte auch in Hodeida unter Vermittlung des Konsuls Geschi und des Befehlshabers des Schiffes „Giuliana" fortgesetzt. Italien habe erreicht, daß der verwundete italienische Kawaß ansgeliefert wurde. Stmmnv fuhr fort: Mit einem Wort, wir können annehmen, daß angesichts der von der türkischen Regierung gezeigten g-rten Achsichten der bedauerlich« Zwischenfall von Hodeida nunmehr eine zufriedenstellende Lösung cntgegen- geführt wird. lLebhastrr Beisall.) Inzwischen freue ich mich, initteilen zu können, daß in diesen Tagen eine andere Frage, die sich drohend in ©tunen erhob, gelöst worden ist. Nach Nachrichten aus Beirut vom 12. Dez. war unser Konsulanttlich benachrichtigt morden, daß anfBesehl des Armoeführcrs in Syrien die Frenidenansnahmslos mit Einschluß der Konsulin der neutralen Senaten nicht mehr ins Ausland abreisen dursten und daß auch die Absackung der Post noch Europa suspendiert worden war. Ich ließ nach Kvn- swntinopel telegraphieren Und ans den ernsten Charakter dieser Nachrichten Hinweisen mit der Instruktion an unsere Botschast, sofort gegen di- unzulässige Lage, die so in Syrien geschaffen worden war, Widerspruch zu erheben imd die schleunige Wiederherstellung des normalen Znstmides zu verlangen. Gestern ist die Antwort angelangt, daß die osmanische Regierung bereits die getroffenen Maßmahnren aufgehoben hat. Infolgedessen köirnen unsere Mitbürger ohne Behinderung abreisen, wenn sie es wünschen. Die italienischen Dampfer werdet, in gewohnter Weise dem.Handelsverkehr obliegen können. Auch ivegen der Postver- bindungcn haben wir Zusicherungen erhalten. Mir scheint, daß diese Nachrichten geeignet find, alle Besorgnisse zn zerstreuen. Die vsnranische Regierung hat alles, was sie bis zn diesem Augenblick kun kounk«, getan. Das Ministettum hat das volle Bewußtsein seiner Verantwortlichkeit. Ter Senat kann sicher sein, daß es seine Pflicht erfüllens wird, (Allgemeiner Beisall.) Damit schloß die Besprcchlung. Aus dem Reiche. Bundesratsbeschlüsse. B erli n , 17. Dez. (W. B. Amtlich.) Der Bundesrat ge- ftaltete heute durch eine Verordnung das Zwangsverfahren zur Uebernahme von Gegen st ändert, für die Höchst- vreise festgesetzt sind, wesentlich wirksamer. Das Zwangsverfahren wird von der zuständigen Behörde dadurch cingeleüet, daß sie an den Besitzer eine Aufforderung erläßt, in der der Antrag-, steiler und die Umstände bezeichnet werden, unter denen er die Gegenstände übernehmen will. Kommt eine Verständigung nicht zustande, so ordnet die Behörde nach Prüfung ttwaiger Einwendungen die Ueberlassung der Gegenstände an. Damit der Besitzer nicht die Möglichkeit hat, über die Gegenstände in der Zwischenzeit anderweitig zu verfügen, kommt die Aufforderung der Behörde in ihrer Wirkung eitrcr Beschlagnahme gleich. Rechtsgeschäftliche Verfügungen über die beschlagnahmten Gegenstände, sowie Ber- sügungen, die im Wege der Zwangsvollstreckung oder Arrestvoll- zichung erfolgen, sind nichtig. Entziehung aus der Verstrickung wird tinter Strafe gestellt. Auch gemeinnützige Organisationen erhalten das Recht, derartige Aufforderungen zu erlassen, die auf die Tauer einer Woche dieselbe Wirkung haben, wie die behördliche Aufforderung, zu weiterer Geltung aber der Bestätigung durch die Behörde bedürfen. Wem die Anordnung zugegangen ist, der ist verpflichtet, dir Gegenstände, deren Enteignung ausgesprochen worden ist, bis zum Ablauf der behördlich festzusetzenden Fttst zu verwahren. Für dir Verwahrung kann ihm eine Vergütung gewährt werden. Weiter ist in der Verordnung noch das Zwangsvere fahren für ungedroschenes Getreide geregelt. In der heutigen Sitzung des Bundesrates gelangten zur Annahme: die Aendcrung des Gesetzes, bctr. Höchstpreise vom 4. August 1914 usw., die Vorlage, betr. Aenderung der Gebührenordnung für die Untersuchung iws in das Zollinland gehenden Fleisches, der'.Entwurf zu den Bestimmungen über die Verwendung der Reichsmittel, die für die von den Gemeinden ttn- gcrichtele Kriegswohlsahrtspflegc bertttgestellt sind, der Entwurf einer Bekanntmachung über die Vertretung von Genossar in der Generalversammlung der Erwerbs- und Wirt-- schafts-Genossenschaft, der Entwurf einerBekanntmachmrgz bctr. Fristen für Wechsel und Scheckkrcdü für Elsaß-Lothringen, Ostpreußen usw, * Berlin, 17. Dez. (SB, B. Nachtamllich.) Heute mittag wurde' in der Kuppelhalle des Reichstagsgebäudes die Ausstellung für Verwundeten- und Krankensürsorge im Ktteg« in Gegenwart der Prinzessin Este! Friedrich seierlich eröffnet. Aus Stadt «nd Canft. Gießen, 18. Dezember ISIS. Die Ausnutzung der Feldpost. Di« Feldpost wehrt sich. Sicher nicht ohne Grund und: siieschick. Man lese: Für das, was der Feldpost zugemutet wird, einige schlagende Beispiel«: Den Rekord eines jungen: Mädchens aus Höchst a. Main mit 184 Briefen, die übteigens alle! ankamen, schlug bald eure andere Braut, die binnen Monats fttst 250 Feldpostbriefe uiü> Päckchen an ihren Bräutigam absandte. Und diese Leistung ist nun wiederum durch eine neue Mittttkinp. in den Schatten gestellt. Es sind nämlich Fälle bekannt geworden, daß etn einzelner Soldat an einem Ruheüige bis 160 Pvstbrtten nach Hause geschrieben hat. Hier beginnt ttn direkter Mißbrauch der Feldpost,und hier ist eine der hauptsächlichsten Quellen für die Ueberbttastnng zu suchen, unter der Feldpost wie Truppentttle direkt geschLnM' werden zum Nachteil der Beförderung der übttgen Korrespondenz. — Hier ist der Punkt, wo ttne nntetttützende Tätigkeit des Publikums ttnsetzen sollt«. Es kann außerordentlich viel in dieser Richtung tun. Ein jeder kamt gegen die unüberlegte Bielschreiberei, oder vielmehr Biclsenderei auftrcten. Wozu jebat Tag Karten oder Päckchen senden, da doch die Wahttcheinlichkeit vorliegt, daß der Adreffat nicht jeden Tag errttchbar oder auch nur in der Lage ist, einen Brief zu lesen. Besser alle drtt bis vier Tage funü länger schrttben. Niemals dulden, daß innerhalb einer Familie nicht alles in einen llwschlag kommt. Es ist durchaus falsch, lieber viele Sendungen zu schicken, damit wenigstens ttnige ankommen. In der ersten Kttegszttt habat viele Bttefe sittlich bis 4 Wochen gebraucht. Das lag an mllüättschen Verhältnissen, TrtippenLewegungen usw. Jetzt ist aber sttt ttner ganzen Reihe von Wochen, von Polen noch abgesehen, die Beförderung geregelt, wie es nur möglich ist. Man übettcge sich anch, daß man nur Nötiges senden sollte, man denke an di- Bedürsitisse, an die Fvrtschaffunysmögllch-> kttten des Soldaten. Ein Kanonier erhielt z. B. einen Schlafanzug. Nun zu den Beschwerden! — Zunächst das „Nicht An-l kommen" der Sendungen. Wenn ttn Soldat den Empfang nicht: prompt meldtt, nimmt man nur zu häusig an, es stt nicht stnge»-> kommen. Da beschwert sich der Vater eines Fahnensimkers gleni» zwttmal, btt der Rttchspost mW der Feldpost, sein Sohn habe sttt Monatssiist keinerltt Post bekommen Btt der Untettuchung erklärte der Feldwebtt wie der Fahnarjnickr^ es stt diesem veggh mäßig eine sehr starke Post zngegangen — Eine Gntsbesitzerssraw beklagt sich bitter, ihr Mann habe von 35 Päckchen nur drtt pr» halten. Die Ansiage beim Truppentttl ergibt, daß der Mann alltt Päckchen bis ans zwtt erhalten hatte; die würden, wie er ivttnte, wohl auch noch kommen. — Eine Frau Gehttmrat schreibt der,: Rttchspost, die Fttdpost versage völlig; ihr Sohn, Regie- nmgsrat und Obetteutmntt d. R. v. L. habe sttt fünf Wvcheu wedeft von ihr noch von seiner Frau Bttesi, .Karten oder Päckchen er halte» Die Feldpost fand die ttugesandte Adresse ttchtig. Ansiage beim! Truppentttl. Antwort: Oberleutnant v. £. empfängt seine Post regelmäßig nnd hat erklärt, daß er sich nicht beschwert hat. — Eine Ehefrau bttchwert sich im Namen aller Frauen ihres Orts, sämüiche von ihnen gttandten Paketchen wären nicht a*» gekommen. Die Prüfung ergab, daß niemand im Orte um die Beschwerde gewußt hat, daß es sich nur um die Päckchen an dem Mann der Klägerin lzandttt, und daß dies« sie sämtlich bekommen hat. — Ein Herr S. in Bettin glaubt, sich nnt Recht: darüber beschweren zu müssen, weil er auf seine am 18. und 21. Qk» tober nach Bttgien aufgeltefettrn Btttte am 23. Oktober noch keine Antwort hatte. Mlzn leicht ist dos Publikum auch genttgt, ohne weiteres von Diebstählen zn reden, wenn Feldpostsachen. die den Adrttsaten nicht errttchten, auch dann nicht zurückkamai, wenn der Absender' angegeben war. — Es hat sich aber btt den Truppenteilen der Brauch ansgebildet, unanbttngliche Sendungen nicht zurückzngeben, sondern an Bedürftige der Truppe zu vertttlen. Auch Verabredetat sich Soldaten, die im Felde Freunde geworden, oft vor einem Gchecht, der Ueberlebarde solle strr den Gttallenar noch Eingehendes als sttn Eigentum betrachten^ So erklärt sich die Mehrzahl der Verluste. — Wenn der Soldat nach Hanse, schreibt, es habe ttwas im Päckchen gefehlt, pflegoi die Sünder sofort Schlimmes zu wittern Nicht sorgfältig Verpacktes geht aber oft ans dem wtttai beschwerlichen Wege entzwtt. Das passiert auch bei in Matge hergttlttlten, an diaS Publikum verkauften Feld- vostfendtingen. Ein bekanntes großes Zigarrenge- schäst beschwerte sich, ein Feldpostbrief stt sttnes Inhalts beraubt! Die Firma könne mit einer „g an zen M u ste r sa m m- lnng gleichartiger Fälle" auftvartrn. Die Untersuchung ergab, daß die angewandte Verpackung den Jnbalt in keiner Weise vor Verlust oder Beschädigung schützen konnte und daß migenscheiitlich deshallt ein Teil des Inhalts herausgttallen war. Im übrigen vermochte die Firma nur noch zwei gleichartige Fälle nachzuweisen, aber auch hier war cs um die Verpackung nicht anders b e st e l l t ge w ese n. So sah es also mit jener „Mustersmiinckma" von beraubten Sendungen aus. Nach all dem mich inmi den Eindruck kckonümm, daß die Feld-. p»s allmählich bei der Verteilung von Licht und Schatten immer günstiger abschneidrt. , n i ** Unsere Waffe ne rfolWe in Polen brachten den hiesigen Schulen als wirksame Würdigung ihrer Be- Üdentung einen freien Tag. — Ms Kuriosum sei erwähnt, daß wieder einmal d,c>. tollsten Gerüchte in der Stadt und der Umgegend die Runde machten und geglaubt wurden, unter denen das von Gefangennahme des ganzen russisch,en (iieneralftabs das zahmste war. Wenn man sich doch wenigstens davor hüten wollte — auch das wird wieder aus verschiedenen Orten berichtet —> aus Grund solcher Erzählungen gleich die Glocken zu läuten. . Unsere .Kriegsfreiwillige Kapelle" wird am -weiten Wrihnachtsseiertage nachmittags vier Uhr uns wieder mit ihren Darbietungen erfreuen. Der Besuch darf besonders empfohlen iverden wegen des wiederum echt vaterländischen Zweckes, den, die Mitglieder der Kapelle unentgeltlich und selbstlos Zeit, Mühe und ihren Feiertag widmen. Der gesamte Reinerlös soll nämlich dicsesmal durch Vermittlung des Oberbürgermeisters verwände werden zur Unterstützung hilfsbedürftiger Witwen und Waisen, deren Gatten und Väter aus unseren Kriegsschisscn ihr Leben für das Vaterland gelassen haben. ** Das Weihnachtsgeschäft im Dezember hat, trotzdem unsere Geschäftsleute in Anbetracht der Verhält- ttiffc recht bescheidene Erwartungen hegten, selbst diese nicht erfüllt. Die Umsätze in der Bekleidungsbranche und in den Manufakturwarcngcschästen sind, selbst an den Hcuipt- gcschäftstagen, als Weihnachtsgeschäft nicht zu bezeichnen, und der Ausfall an Einnahme ist sehr bedeutend. Auch die Spielwarengeschäfte und die Händler mit Süßigkeiten beschweren sich über einen mehr als flauen Gang ihres Handels im Dezember. Bei manchen Geschäften hot allerdings der Verkauf von Liebesgaben für unsere Soldaten im Felde Anfang des Monats manchen Ausfall an Einnahme wieder ausgeglichen. Am stärksten klagen die Geschäfte für Luxusartikel, die sonst zu Weihnachten volle Kassen erzielen. In dieser Branche stocken die Umsätze so gut wie ganz. Ein recht gutes Geschäft während der Zeit des Krieges machen die Zigarrcnhändlcr, deren Kundschaft zwar in Feindesland ist, deren Verlangen nach Tabaifabrikaten sich aber erheblich gesteigert [jat, und deren Verwandte und Freunde täglich dafür sorgen, daß mittels der Feldpost der Bedarf zum Rauchen nachgesandt wird. — Der vor einigen Tagen eröffnete W e i h n a ch t s in a r kt, der sonst einigen Dutzend Händlern in Gießen Gelegenheit gibt, ihre Buden auf Oswalds (harten und aus dem Kirchcnplatz aufzustellen, um ihre Ware an den Mann zu bringen, scheint heuer auch nickt zu ziehen, denn seit dem 'Krämermarkt am Mittwoch sind die Plätze säst leer geblieben. — Der Handel mit E h r i st bä u m e n ist auch nicht so flott wie in sonstigen Jahren und zeigt, daß ein Tleil der Leute, die sonst mit Tcuinenbämnen aus den Plätzen der Stadt Handel trieb, in diesem Jahre sich nicht viel von dem Geschäft verspricht. — Im ganzen zeigt sich also ein ivenig erfreuliches Bild, und es lväre nicht nur vom Gefühlsstandpunlte, sondern auch aus sozialen Erwägungen heraus zu begrüßen, wenn jeder, dem die Verhältnisse es gestalten, im Sinne des vor einigen Tagen an dieser Stelle erschienenen Artikels das Seinige dazu beitragen wollte, das wirtschaftliche Leben iveuiger unter den Unterschieden zwischen jetzt und früher leiden zu lafsen. ** Weihnachtstransporte ins Feld. Trotz oller Arbcitsüberhüiisung haben die Paketdepots und die anderen sich mit der Liebesgabenbesördcrung befassenden amtlichen Stellen ihren Humor noch nicht verloren, >oie aus folgender ergötzlichen, ersichtlich von der Notwehr eingegebe-- nen Bekanntmachung erhellt: „Wegen der ausgedehnten Transporte von Liebesgaben und Weihnachtspaketen ist es leider nicht angängig, auch noch Weihnachtsbäume in das Etappen- und Operationsgebiet vorzuführen." ** Verzicht auf englische Wohltaten. Der lrühere Besitzer des Braunsteinbergwerkes, der Engländer C, W. B. Ferni«, hat auch, nachdem das Bergwerk i» andere Hände übergeganqen war, durch seinen Generalbevollmächtigten, Herrn Sam. Pascoe, und nach dessen Tode durch den Sohn, Herrn Anglist Pascoe, die von ihm irüher an wohltätige Vereine und Anstalten acsveadeten Unterstützungen in nicht »»beträchtlicher Höhe zu Weihnachten anSzablcn lassen. In diesem Jahre ivurde das selbstverständlich nicht erivartet. Z» nicht geringem Erstaunen .wurden dennoch die alten Beträge durch Vermittlung der Mitteldeutschen Kreditbank zur Auszahlung angeboten. Herr Psarrer v. Schlosser hat die Annahme im Namen der von ihin vertretenen Vereine und Anstalten dankend abgrlehnt, da es nnler den geaenwärtigen Umständen sür einen Deutschen ausgeschlossen sei, Wohltaten von eine», Engländer zu empsanqen. "VvmGesangenenlager. Tie Baracken aus dem Trieb beginnen sich allmählich zu füllcn mit Gefangenen, die jetzt fast täglich aus dem Westen in kleineren Trupps einlresfcn. Bisher ist allerdings erst ein Viertel des verfügbaren Raumes mit etwa 2500 Franzosen und Belgiern belegt, zu denen noch 300 bis 400 Verwundete ko-nimen. Engländer, Russen und erotische Truppen scheinen in Gießen nur vorübergehend Quartier zu erhalten, da man die Gefangenen dieser Völker bisher stets von hier wieder abschob. '"Für Jäger. Da immer wieder Jäger aus andere» Kreisen i» den Kreisen des Festunqsbereichs Mainz an- qetroffen werden, die de» »ach Ziffer 4 der Bestiininnngen des Gouvernements notwendigen Waffenschein nicht besitzen, iverden die Interessenten auf die B e k a n n t m a ch u n g e n im heutigen Kreisblatt besonders hingewielen. ’• Personalnachrichten. Tie Großherzogin hat dem Ober-Posisekretär Rechnnngsrot Colin i» Darmsladt di« Erlaubnis zur Annahme und zmn Tragen des ihnt vom Kaiser verliehenen Roten Adler-Ordens 4. Klasse mit der Zahl ,80» erteilt, den Hauswärter tni nördlichen Kollegicngebäude zu Tarinsiadt Ludwig Jäger zum Kretsdiener bei dem Krcisamt Eroü-Gera», de» Finanzassessor Philipp Best aus Assenhcini und den Revisionskontrolleur bei dem Hauptsteneramt Worms Heinnch Bieqer zu WormS zu Obersteuerkontrolleuren ernannt. — Tie Reierendare Henrich zu Darmstadt, Dr. K a y i e r zu Worms und Kellner ,,, Darinstadt wurden zu RegicrungSaffeisoren ertlannt. Landkreis Gießen. r. R ü d d i n g S h a u s« », 16. Dez. Mzeleldwebel Margot! von hier, von der 8. Komp, des Jns.-RglS. Kaiser Wilhelm 116, Inhaber der Hessischen TapserkettS-Medaille und des Eisernen Kreuzes, ist am 8. Dezember zum Offizier-Stellvertreter besörderl ivorden. 10. Lollar, 17. Dez. Wieder hat ein Soh» unserer Ge- mcinde da» Eiserne Kren, erbalte» und zwar der Wachtmeister Otto Klippel im Feld-Artillerie-Regimcnt Nr. 26, Tarm- stadt. Es ist dies der drille ans tinsercnr Orte, der diese Auszeichnung erhielt. — Auch manche Tranerbotschast trisft ein. Schwer geprütt wurde jo die Familie Ä r ü n. Erst vor cinlge» Wochen traf die Nachricht «m, daß der eine Sohn, Musketier im Jni.» Reat. Sir. >68. i» den «ämolen ans dein westlichen Kriegsschauplatz aciallen ist. Nun mußte heute dir Familie Grün auch die Trauer- knnde von dem Heldenlodc ihres zweiten Sohnes, des Ersatz-Res. im Ersatz-Bai. des Jns.-Rcgts. Nr. 116, erfahren. Krris Friedbcrg. r Bad°Nauheim, 17. Dezember. In der heutigen Stadtverordnetenversammlung ivnrde lvlgendes beschlossen! Ter verstorben« Hermann Rosenthal hat der Stadt vor 2 Jahren 2000 Mark gestiltet. Bet seinem vor einiger Zeit eisolgten Ableben hat er diesen Betrag um 800 Mark erhöht. Die Versammlung nimmt dankend davon Kenntnis, - Ter Verkehrskomm is- sion werden ,ur Bestreitung notwendiger Ausgaben 2000 Mark bewilligt. — Die Versammlung ist damit cinvcr,landen, daß unler« Apotheken in den Wintcrnronatrn nur von 8 Uhr irüh bis 8 llhr abends Tagesdienst tun, doch darf in der Stunde von 8—9 Uhr abends keine Nachttare erhoben werden. Es wird ferner zuge» stiinint, daß die Apotheken im Winter Sonn- und Feiertags nur abwechselnd geöffnet find. — Die Wirtschasisrechnungen sür zwei Wagenschuppen i» Höhe von 8180 Mk. und 4473 Mk. werden genehmigt. — Für die Anlage des Regen- und Schmngwaffer- KanalS in der Landgraienstraße werden 10800 Alk. bewilligt. — D,e Stadt hatte für das lausende Wirtschastssahr größere Holzsällungen im Hochwald vorgesehen und da» Holz zunl Vertust niikges hrieben. Ta nur eia Angebot von der Firma HimmelSbach cnaeqanaen war, und der geboten« Pre S zu nieviig erscheint, l «schließt die Versammlung das Holz zur öffentlichen Versteigerung zu bringen. Di« VeieineFrobiinn und Bitdungsverein veranstalteten am Sonntag eine» Vaterländischen Abend mit glänzendem Erfolg. Den Mittelpunkt der künsilerlschen Darbietungen bildeten die Vorträge der Damen Wehrheim (Gesang) BechtolSheimer und Klcinsteuber (Klavier) und des Gesangvereins Frohsinn unter Leitung von Wilhelm Bechtolsheim er. Dr. Strecker ivrach in» Lause des Abends unter stürmischem Beisall über Deutschlands Flotte. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 17. Dez. Tie hauvtversammlung des landwirtschaftlichen Vereins war von den Landwirten gut besucht. Wmtelschiildirektor Tr. Koch sprach über .Landwirtschaftliche Kriegsmaßnahinen', Es wurde u. a. beschlossen, von dem Vermögen des Vereins sür das Rote Kreuz und den Vater» ländilchen Frauenverein je 200 Mk. zu bewilligen. d. Hochelheim, 17. Dez. An Kriegssvenden wurden hierielbst 291,79 Alk. und in D o r n h o l z h a u s e n 180,41 Mk. durch die Piarret der SannnelsteUe Wetzlar überwiesen. <2 Krosdori, 17. Dez. Lehrer Fleckenslein, welcher seit 1. August an unserer Schule wirkte, wurde nach Ulm (Bürgermeisterei Grestenstein) bcrnsen. vüchertisch. — Genaue Angaben über jedes ieindliche und neutrale Kriegs s chits werden in dieser Zeit der auch auf dem Wasser ausgetraaene» Kämpfe vom Publikum besonders schmerzlich vermißt. Läßt sich doch die unaei> hre Tragw ite einzelner Seeac'echie für den Nicht'achmann erst dann ermessen, wenn er sofort einen wirklich leichlverstündlichen Ratgeber zur Veriüqung Hot, aus den> er sich mit einem Blick Auskunit über Schiffstyp, Baujahr, Wafferverdrännung, Länge, Pfcrdekräite, Schnelligkeit, Armierung und Bemannnng der beteiligte» feindlichen Schiff« holen kann. Eine neue uni vorliegende Schrist wird solchem Wunsch in bester Weise gerecht: Flottentabellcn der Kindlichen und neutralen Seemächte. Rach dem Stande voni Herbst 1914 zusammcngestellt von Tr. Felix Feldman», Bremen (Verlag des Deutschen Osfizierblattes Gerhard Stalling in Oldenbmg i. Gr. Preis mit mehrlarbiger großer Jlaggentaiel 80 Pig.). Die knavve, üußerst übersichtliche ütnskuiislerleilimg über jedes ireinde Kricqs- lahrzeng von einige», Gciechiswert dürste den, praktischen Büchlein viele Freunde unter den Zeitnngslcsern verschaffen. Der bei- geqebene Textteil bringt kurze, interesiante Erklärungen über das Wesenlliche der einzelnen Schiffstype», über Kriegsbäien und Kriegsweritcn. Eine knappgeiaßte Scekriegsgeschichte der neueren Zeit ist auigcnomme», ebenso ein kurzer Abriß über die Entwicklung der deutschen Marine. Sanvel. "Die Fettviehpreise, ivelcheunsere Metzger jetzt zahlen, stellen sich pro Zentner Schlachtgewicht: Ochsen Mk. 88 - 90, vereinzelt extra gute Stücke bis Mk. 92; Bulle» A!k. 70—74, Rinder Mk. 78—80; Kühe, junge, gut ausgen,ästet Mk. 88 bis Mk. 72, altere, gut ausgeniästet Mk. 68—70, Wu rstkühe Mk. 88—80; Kälber Mk. 89—71; Schweine Mk. 88 -68. Der Stand der Ladenpreise in unserer Stadt stellt sich pro Pfund: Für Ochse» sleisch Mk. 0,91-1,00, Rindfleisch Mk. 0.9p, Knhsleisch Mk. 0,«0, Kalbsleisch Mk. 0,80, Schweine- fleisch Mk. 0,80—0,90 und Dörrfleisch oder Speck Akk. 1,20. x ILetterauSsichten in Lessen am Samstag, de» 19. Dez. ijU : Zunächst Zunahme der Bewölkung, später Niederschläge, etwas wärmer, südwestliche Winde. Letzte Nachrichten. (WTB.) Großes Hauptquartier, 18. Dez. bsrm. (Amtlich.) Dcr Kampf bei Nicuport steht günstig, ist aber noch nicht beendet. Angriffe der Franzosen zwischen La Bassec und Arras, sowie beiderseits der Somme scheiterten unter schweren Verlusten für den Gegner. Allein au der Somme verloren die Franzosen 1200 Gefangene und mindestens 1800 Tote. Unsere eigenen Verluste beziffern sich dort aus noch nicht 200 Mann. In den Argonncn trugen uns eigene gut gelungene Angriffe ciwa 750 Gcsangcnc und einiges Kriegsgcrät ein. Von den übrigen Teilen dcr Westfront sind keine besonderen Ereignisse zu melden. An der oft- und westpreußischcn Grenze ist die Lage unverändert. Au Polen folgen wir weiter dem weichenden Feinde. Oberste Heeresleitung. Der Eindruck des deutschen Flottenunternehmei,s in Rom. Rom, 18. Dez. Die erneute Beschießung der englischen Küste hat hier ungeheuren E indruck hervorgerufen. — „Popolo Romano" schreibt: Die Engländer seien jetzt darüber belehrt, daß die deutsche Flotte noch nicht vom Meere verschwunden sei. — Laut einer Londoner Depesche des „Mattino" herrscht in London große Aufregung. Man fürchtet nach diesem ersten Handstreich noch weit Schlimmeres, da der Winternebel die Aktionen der Deutschen begünstige. Zweifellos habe das Marineprestige Englands einen neuen schweren Stoß erlitten. Wie sich die Engländer zu trösten suchen. i. Köln, 18. Dez. Tie „Köln. Ztg." meldet von der holländischen Grenze: Tie englische Presse beschäftigt sich vornehmlich damit, in allen Tonarten zu erklären, der Versuch der Deutschen, durch die Beschießung der englischen Küste Schrecken hervorzurujen, ^LQ.wirkungslos geblieben. So schreibt die „Daily Mail": Der nächste Grund für da-s Handeln Deutschlands lag in dem Bedürfnisse, ihrem Haß gegen England Lust zu inachen. Sodann sollte unter allen Umständen Rach« für die Vernichtung des Geschwaders des Grafen Spee bei den Falklandsinseln genommen iverden. Drittens war es den Deutschen darum zu tun, den Neutralen zu zeigen, daß die Deutschen trotz allen: in der Nordsee auszutveten vermögen. Als vierter Grund erscheint die «Üe Hossmlng, einen solchen Schrecken zu verbreiten, daß England die Truppen, die es sonst nach dem Festland gesandt hätte, zurückbehielte. Ter sünsie und wichtigste Grund ist die Absicht dcr Deutschen gewesen, die britische Admiralität zu zwingen, größere Streitlräsie in den engen Raum dcr Nordsee zu entsenden, wo sie dann einer ständigen Gefahr durch die deutschen Minen und Unterseeboote ausgesetzt wären. Weder die' britische Wmiralität noch das Volk werden daraus hercinsallcn. Es gab keine Panik und cs wird keine geben, vielmehr wird die ernstliche Sammlung und die Genugtuung darüber Platz greisen, daß das Vorkommnis glücklich zur allgemeinen Kenntnis bringt, daß die Nation sich im Kriege befindet und für den Krieg gerüstet ist. ' Die Tapferkeit hessischer mttfmmn. Berlin, 18. Dez. Die hessische Gesandtschaft teilte uns gestern durch Fernsprecher die Namen dcr Regimenter mit, denen die Anerkennung des Haupt,' rrtiers im gestrigen Tagesbericht zuteil geworden ist. (Leider steht der Bekannt gäbe dieser Regimentsnunrmern die Anordnung des Generalkommandos im Wege, wonach wir nur mitteilen dürfe«, daß das Reserve-Jnsanterie-Regiment 116 sich unter ihnen bejindet.) Mißstimmung gegen Rußland in Havre und London. Breslau, 18. Dez. Aus Brüssel geht der „Schles Ztg." folgende Nachricht zu: In Havre, Bordeaux und London herrscht wachsende Mißstimmung gegen Rußland, weil es, anstatt alle militärischen Kräfte aus den geplanten Siegeszug nach Berlin zu konzentrieren, den nutzlosen Zug nach den Karpathen angetreten und so seine wahren pan slawistischen Ziele verraten hat, vor allem Rettung des slawischen Serbiens. An Serbiens Schicksal ist den westlichen Verbündeten aber gar nichts gelegen, wogegen das Fehlschlagen des schnlichst erwarteten Vorstoßes der Russen gegen Deutschland die West machte in eine verzweifelte Kriegslage bringt. In den drei genannten Städten hält man jetzt den russischen Kriegsplcm für verfehlt und befürchtet davon einen schlimmen Ausgang des Weltkrieges. Di« türkischen Truppen am Roten Meer. Rom, 18. Dez. Der „Mattino" erfährt aut dem Umwege über Syrakus aus Aegypten, daß die türkischen Truppen und die Beduinen 15 Meilen von dem Suezkanal entsernt in der Nähe des Roten Meeres stehen. So me Gurkhas. Basel. 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Den Baseler Nach- richten zufolge sind in Marseille 50000 Gurkhas einge- lroffcn. Tie Truppen sollen nach den, Norden gebracht werden. Die Zustände in den französischen Kasernen. Basel, 18. Dez. Tie „Humanitö" kritisiert die Zustände in den französischen Kasernen. Die Nahrung sei schlecht, die Disziplin unnöiig hart und schikanös. Das Blatt fragt, in welcher Stimmung die Rekruten nach einigen Monaten zur Front abgcbcn werden, nachdem sie in den Depots überanstrengt' und schlecht behandelt wurden. Die Schwierigkeiten der russischen Rekrutierung. Sofia, 17. Dez. Hiesige Großkauflente haben Nachrichten aus Rußland bekommen, in denen Mitteilungen über die S ch w i e - rigkcitcii enthalten sind, die in Rußland der Einberufung der R.cichswehr begegnen. Etwa die Hälfte der Bauern muß mit Gewalt zur Einkleidung grzwuirgeii werden. Viele sind geflohen. In Lupansk kam es zu einem Aufruhr, und es ersolgteu Ma s s enverha ftungen. Der Geist dcr russischen Truppen. i. Köln, 18. Dez. Tie „Köln. Ztg." meldet aus Stockholm: „Svenstä Tagbladet" schreibt über die Lage in Polen: Tie große Zahl der Gefangenen, die die Deutschen und die mit ihnen verbündeten Oesterreicher jetzt jeden Tag machen, ist ein sprechender Beweis dafür, daß der Geist dcr russischen Truppen unmöglich mehr der beste sein kann. Sie ist ein unverkennbares Zeichen dafür, daß das Vertrauen in die Führer zu wanken beginnt und daß der moralische Geist der Truppen durch Kämpfe und Entbehrungen der letzten Wochen schwer gelitten hat. Ein russischer General bei Lodz gefallen. Petersburg, 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich) Ter „No- woje Wremsa" zusolge ist bei Lodz Eleneral Welischtko, der sich bei Port Arthur auszcichnele, gcsallen. Das englisch-sranzüsischc Geschwader vor den Dardanellen. WTB. Basel, 17. Dez. (Nichtamtlich.! Nach einer Mhener Meldung besieht das englisch-französische Gcschwaoer, das die Dar dancllen blockiert, aus sechs Dreadnoughts, nämlich vier englischen und zwei französischen, sowie aus sieben Kreuzern, nämlich vier englischen und drei französischen, ferner aus zwei französischen Minenlegern, acht englischen Zerstörern und Unterseebooten und zahlreichen Transportschiffen. Den Oberbesehl hat ein französische,: Admiral. Ein Zug mit Lebensmitteln in die Lust geflogen. Budapest, 18. Dez. Der „Bester Naplo" meldet, daß ein von Lemberg mit Munition und Lebens mftteln nach den Karpathen abgcqangcner Panzcrzug auf dcr Strecke in die Lust geflogen sei. Tie Ursache ist unbekannt. Zum Burenaufstand. Rotterdam, 17. Dez. Mau will trotz dcr Sieges- bcrichte Bothas nicht an die Niederschlagung des Burenaufstandes glauben. Man weist insbesondere auf den Umstand hin, daß in der letzten Woche die Zensur von Briefen aus Südasrita noch verschärft wurde. Alle Stellen in Privatbriefen, die sich auf den Aufstand beziehen, werden ohne Federlesen gestrichen. Eine hiesige Zeitung, die dieser Tage einen Brief aus Johannesburg erhielt, fand, daß in der ohnedies sehr günstig für Botha lautenden Beschreibung dcr Zustände in Südafrika drei Seiten durch den Zensor unleserlich gemacht worden waren. Sehr bezeichnend ist die Tatsache, daß die „South Africa News", ein englisches Blatt, welches die Politik Bothas unterstützte, aus Mangel an Lesern und Abnehmern eingegangen ist. Ein japanischer Effrcndrgen für König Albert. R o m , 18. Dez. In Frankreich wird eine japanische Delegation erwartet, ivelche König Albert von Belgien einen wundervollen altjapanischcn Ehreusäbcl aus dem Jahre 1577 übcr- bringen wird. Diese japanische Hilse sicht unbedingt anders ans, als die französischen Politiker sie erivartcn. Dir Führer Ser „Emden". i. Köln. 18. Dez. Die „KAn. Ztg." ureldet vochder holländischen Grenze: Ter Londoner Berlchterstakter des „Slllgemeeu Handclsblad" meldet aus London: Der Kapitän des vcr nichtcten deutschen kleinen Kreuzers „Emden" von Müller und der Prinz von H o h c n z o l l e r n, der als Lcutnan: aus dem Lchifse Dienst tat, werdeii aus Australien dcnmächst nach London-überführt werden und soviel F r e r h c 1 1 genießen, als es mit der Tatsache, daß sie kriegsgesangen sino, eben vereinbar ist. neu! Göol in hübscher Metall-Felö-ose Auf vielfache Anregung aus dem Felde liefern wir zum Versand als Liebesgabe V 2 Flasche Odol in einer hübschen Metall-Felddose, die fix und fertig als Feldpostbrief (10 Psg. Porto) verpackt, in allen Apotheken Drogengeschäften, Parfümerien usw. zmn Original-Preis von 85 Pfg.*) zu haben ist. *) Die Mclall-Frlddose wirb während des Feldzuges kostensrej ncliefert. Der leichteren Mtilübrung wegen haben ivlr die halbe Flasche Odol sür diesen Zweck gewählt. 12049D Aufruf! Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, meine liebe Mutter, unsere herzensgute, treusorgende Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Frau Konrad Weber II. im Alter von 74 Jahren, sich zu rufen. nach kurzem Leiden durch einen sanften Tod zu 12431 Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Christina Rompf geb. Weber Wilhelm Anton Rompf, Bürgermeister Otto Rompf, Forstassessor, zurzeit im Felde Dr. Wilhelm Rompf, praktischer Arzt Artur Rompf, zurzeit irn Felde Katharina Müller Heinrich Weber, Forstassessor, zurzeit im Felde Ottilie Luh geb. Weber Ludwig Luh, zurzeit im Felde und 4 Urenkel Die Beerdigung findet Samstag, den 19. Dezember, nachmittags 3 Uhr, statt. Lang-Göns, Großen-Linden, den 17. Dezember 1914. Hunderttausend,: deutscher Krieger haben während der letzten Wochen und Monate aus der Reise zum östlichen Kriegsschauplatz oder verwundet und krank zurückkehrcnd die Provinzialhauvtstadt Rosen berührt. Eie alle zu ersrischen, die Verwundeten zu pflegen, die Kranken zu stärken, hat das Rote Kreuz der Etadl Menschenmöglichstes getan. Frauen und Mädchen aller Stände sind bei dem Liebeswerk tätig, und reich sind aus Stadl und Hand die Gaben geslossen. Aber die Leistungssahigkeit der Grenz- bcoölkerung ist nicht unerschöpflich. Zwar wird es auch ferner möglich sein, die durchziehenden Tarieren mit freundlichen Gaben zu emviangen und zu orsriiche». Es fehlen aber die Mittel, auch bei der Beförderung der Verwundete» aus den naben Schlachtfeldern zu Helsen. Ein Herzenswunsch Vieler! Denn ein guter Transport iit halbe Genesung. Die Ausrüstung eines HilsSlazarettzugcs kostet säst 100000 Mark! Darum wenden wir uns an Euch, die Fbr fern von de» Schrecknissen des Krieges wohnt. Helft uns. den Brüdern, die im Osten geblutet haben, den Weg zur Heimat erleichtern! Auch Eure Sühne sind vielleicht darunter. Wir bitten herzlich, Geldspenden einzuzahlen aus das Girokonto de? Mobtl- machungsausschufses vom Roicn Kreuz der Stadt Posen bei der ReichSbank Hauvt- stelle in Posen. Aber auch warme Untcrsachen sind äuberll willkommen: denn die auS deni Felde Zurückkcbrenden sind oft des Notwendigsten beraubt. Annahmestelle sür Liebesgaben MobilmachungSausschub Posen, Paulikirchstr. 10, sAnsiedlungSkvmmissionl. Die Namen der Bezirke. auS denen gröbere Beitrage gekommen sind, werden — den Verwundete» ei» Grub auS der Heimat — in den Lazarcktwngcu vermerkt werden. Rotes Kreuz Stadt Posen (Mobilmachungsausschuß) Frau von Straub Geh. Medizinalrat Professor Regierungsrat Gaede geb. Freiin von Ende De. Borchard Schristsührer Gattin des Komm. Generals- Generalobcrarzr und koniul- des V. Armeekorps tierender Chirurg des XXV. Armeekorps NamcnsdeSOstbecreSwünscheichderSamnilungdenbestenErsolg. __g e z. von Hin deuburg.General-Feldmarschall. |124t0b Heute morgen 6 Uhr entschlief sanft mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel, der MktzgemeiKtr Georg Ariltt. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Dörner Familie Eyser. Gießen (Neustadt 29), Hungen, den 17. Dezember 1914. Die Beerdigung findet Samstag, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. „441 M5KLNSÄÄ Ein tüchtig. Pferdekiltcht z. verm. Näh. Schottllr.211 gesucht. Dauernde Stellung- ---> 1 08389) E. Riibiameu. 3 Zimmer | 08432) Zeitunasträgerin, d. Hllse hat morgens n. abends, eine groge m _ 11-309 sucht Weinert, Ncuenweg 9. 3=3tmmei>®i)ljHung zuvern,. Lieber Strobe 9. Versteigerung. Samstag. 19. Dez. 1914, nachm. 2 Uhr, versteigere ich in dem Ladenlokalc Bahn hosstrabe 22: 1 vollständige Ladeneinrichtung. bestehend aus Ladcntbcke, 3 Regale», 2 Tekorationsgestelleu. 2 Kleiderständern, cif DckorationSständcrn u. 10 Herren und Knaben bullen. Versteigerung wahrscheinlich bestimmt. 12404 Müller. Grobh. Gerichtsvollzieher. I Verschiedene^ 12417) Die v. Herr» Hnupim. Coulmann innegchabtek—7- Zimm. Wobn., 1. Etg., ist zu vrni. Rah. Bcrallr. 9 vart. 08417) Zu verm. eine kleine Wohnung und ein Zimmer m. Kabinett. Allerweg IG. 08422] Möbliertes Zimmer auf längere oder kürzere Zeit zu vrm. Löberstr. 1 II. Kriegskindergarten Zu der am Sonntag, den 20. Dezember 1914 3 , Ubr in der Turnhalle der Oberrealschule stattfinden- den Weihnachtsfeier werden die Eltern und Freunde der Kinder herzlich eingcladen. _ 1243ÜD Licht- -Haus Programm Tom 16. bis inkl. 18. Dez. 1914: Der Herr des Todes Sensationelle Zirkustragödie ln 4 Aktes nach dem gleichnamigen Roman von Carl Rossner u. a. Der linftsprans dnreh die Todesknrve. Die beiden Komiker Ainer. Grotesk-Humoreske, Wintersport ln Savoyen Malerisches Landschaftsbild. Krieg im Frieden Zeitgem. Lustspiel ln 2 Akt». Znrltckerobert Drama. Voranzeige: Ab Samstag den 19. „Das Tal des Traumes“ wunderbares Schauspiel aus dem Liebes leben in 3 Akten mit Henny Porten in der Hauptrolle. 1239,a DV~ Militär ohne Charge zahlt werktags die Hälfte. Vermietungen 6 Zimmer \ 5 Zimmer C,U|U!I19 vlljl 1 .!) „ndreich!. Zubehör, sofort oder später zu vermictcu. Näheres zu eriragen i. d. Gesdtäitsstellc des Giebener Anzeigers.)“"" 4 Zimmer | 11/90] 4 Z.-Wobnung Selters,vcg 83, Hirh. per sos. zu verm. Näh. Bismarckstr. 20 I oder im Laden Sclterswcg83. Tammttrabe 25 j«« 4-Zimmer-Wohnuuq zu verm. Näh. Walltorstr. 13. Mietgesuehe u 4-Zimmerwobouug nebst Zubehör zum 1. April von einzelner Dame gesucht, bis 500 Mk., auch sch. Frontspitze. Schrill!. Angebote unt. 12433 an d. Giebener Anzeig, erb. Ein braves. Dienotnitidchen gesucht v. 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Da er bei seiner letzten Festnahme aus dem Zuge entsprungen ist, ist Borsicht geboten. Gietzen, 17. Dez. 1914. Ersatz-Bat. Jns.-Regts. 116. Neues od. wenig gebrauchtes kleines A ■■ f ~WS 2-Sitzer “ “ -«nt zu kausen gesucht. Nngeb. u. F. A. F. 2012 a.Rudols Masse, Frankfurt a. M. 12423 ss Militär-Anzug (116) sos. zu kaufen gesucht. Näh. Krosdorscr Str. 37 I. s«^ Verschiedenes PENSION KH AN DI. (Bel!-vue, Neuen Bäue 22) Felahargerl.miltaBSl isch,,,., Wer gibt Unterricht .... Zitherspielen? Schriftliche Angeb. u. 08426 an den Giebener Anzeiger. Empfehlungen Billige Gemüse Rotkraut Stück 5—15 Psg. Weibkraut „ 10—15 „ Sellcriekuoll.,, 5—10 „ Rote Rüben p. Pfd. 6 „ alle anderen Gemüse zu bekannt billigen Preisen. 1 Seift, NtueilW 52. Honig diesiähriger Ernte, naturr., vers.dte I0-P garant. -Dose Kückenlampen la. Hängegassvarbrenner a Mk. 5.40 > 04562 Varl Sehnnek, Bahnkofslr. 64. 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Ais teil noch im FiüoelkSeide Ein fröhliches Spiel in 4Auszügen von Albert Kehm und Martin Frehsce. Ende »nck« 10h, Uhr. Soldaten vomFeldwcbel ab- ivärtS zahlen bei allen Vorstellungen aus2.u.3. Parkett nur halbe Preise. 1124200