Kr. 295 trr Eichener Anzeiger erschein! täglich, außcr Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich Kiehener^amiliendlätter, zivcnnal wöchentl.iireir- dlatt für den Kreis Kietzen (Dienstag nnd Freitag): zweimal nronatl Land wirtschaftliche Zcilsragen Ferniprech » Anschlüsse: iiirdieSchr>it>eüu»glI2 Verlag,Geschäitsstelleöl Adresse inr TralUnnch- richlcn: Anzeiger Kietzen. Annahme von Anzeigen iür die Tagesmlnnner bis vonniltags !) Uhr. Erster Blatt Zahrgang Mittwoch. Dezember!l9l4 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 3n Galizien ZM0 Russen gefangen! Die Räumung Belgrads. Eine Dreikönigsbegegnung in Malmö. GroßcsSauptguarticr, 15. Dez., vorm. (WTB. Amtlich.) Die Franzosen «rissen gestern an mehreren Stcl- lcn vergeblich an. Ein Angriff gegen unsere Stellungen südöstlich Nvcrn brach unter starken Verlusten für den (Gegner zusammen. Ein feinvlicher Vorstoß aus der Gegend nordöstlich Suippcs wurde ebenso wie ein feindlicher Angriff nordöstlich Orncs (nördlich Verdun) unter schweren feindlichen Verlusten ab gewiesen. In der Gegend von A i l l n - A p r e m o n t (südlich 2t. Mihiel) versuchten die Franzosen in viermaligem Ansturm unsere Stellungen zu nehmen! dir Angriffe scheiterten. Ebenso mißlang ein erneuter feindlicher Vorstoß aus der Richtung Flirr» (nördlich Toul). In den Vogesen sind die Kämpfe noch im Gange. Bei der Rückeroberung des Dorfes Steinbach (westlich Sennheim) machten wir 3 0 0 Gefangene. Aus Ostpreußen nichts neues. Die deutsche, von Sold au über Mlawa in Richtung Cicchonow vorgcdrun- gcnc Kolonne nimmt vor überlegenem Feind ihre alte Stellung wieder ein. In Russisch-Polen hat sich nichts wesentliches ereignet. Die ungünstige Witterung beeinflußt unsere Maßnahmen. O b c r st c Heeresleitung. * * (WTB.) Wien, 15. Dez. Amtlich wird vcrlaurbart: 15. Dezember. Die Offensive unserer Armeen in West- Galizien hat hier den Feind zunr Rückzüge gezwungen und auch die russische Front in S ü d v o l e n zum Wanken gebracht. Unsere, den Feind in Wcst-Gali- zjen von Süden her unermüdlich verfolgenden Truppen gelangten gestern bis in die Linie Iaolow-Rajbrot. Bei dieser Verfolgung und in der letzte^ Schlacht wurden nach den bisherigen Meldungen 31 000 Russen gefangen genonk- mcn. Heute liegen Nachrichten über rückgängige Bewegungen des Gegners an der gesamten Front Rajbrot-Niepolomicc- Wolbrom-Rowo-ßiadomsk-Piotrkolv vor. In dem karpathischen Hochgebirge sind gegen das Vordringen feindlicher Kräfte in das Latoreza-Tal entsprechende Maßnahmen getroffen. Der Stellvertreter des Ehcfs des Gencralstabcs: v. H ö f e r, Generalmajor. Der österrcicksischc Borstoß aus dem Süden Galiziens ist von einer überraschenden Wirksamkeit, die an Hinden- burgs rasche Schläge erinnert. Jetzt wird auch der Südflügel der Russen arg bedrängt, und sowohl in Südpoien wie in Westgalizien ist der Feind in vollem Riickzug. Bon dem tags vorher genannten Dukla sind unsere Bundesgenossen wieder etwa 20 Kilometer nördlich, bis Jasla, vorgedrungen, und hierbei wurden insgesamt Kl 000 russische Gefangene gezählt. Also das Hindenburgsche Maß zur Abwechslung auch einmal im Süden! Tic Oesterreichcr stehen jetzt in der Linie Jaslo—Raj- brot. Wenn die „Köln. Ztg." heute au der Spitze ihrer ersten Mittwochausgabe die neueste Wiener Meldung vom 15. d. M. schon wiedergiebt und dennoch über die Lage ausführt, die Kampflinie liege in Galizien im rechten Winkel nach Osten über Ncu-Sandec, Gorlicc, Zmigrod bis Dukla, so ist sie eben den neuesten Ereignissen nicht gefolgt: Im Süden haben die österreichisch-ungarischen Truppen auf der ganzen Linie Neu-Sandec bis Tutla sich wieder 20 Kilometer weiter vorgeschoben und die russischen Heere noch weiter eingegrenzt. Im Norden und im Süden sind die russischen Flügel umgebogen worden, und da der Feind sich nur ans die Defensive beschränken kan», so wird es erklärlich, daß sachverständige Beurteiler seine Lage sür gefähr sich, ja unhaltbar erklären. Mit dem österreichischen Rück- zug in Serbien und neuerdings auch der Räumung Belgrads ist dieser große Fortschritt unserer verbündeten Heere nicht zu teuer erkauft. Tie Serben haben keinen Sieg erfochten; ihre Hauptstadt ist viclnrehr ohne .Kamp f preisgegeben worden. Im Norden von Polen macht sich die ungünstige Witterung bemerkbar, die unsere Truppen in ihreni Dorrücken beeinträchtigt. Der russische Schlamm gestattete vorläufig keine lebhaften Gefechte. Doch wir haben schon gestern dargetan, daß unser Nordflügel weiter vorgeschoben ist, und so ivird denn die Parole lauten: langsam, aber sicher. Tie neuesten Angriffe der Franzosen ans dem westlichen Kriegsschauplatz. die zurückgeschlagen worden sind, haben wohl leine besondere Bedeutung. 'General Joffre ist noch immer nicht zu der oou ihm geforderten „großen Offensive" über- gegangcn. Er wird seine guten Gründe dafür haben. Hoch aus dem Norden wird eine Neuigkeit gemeldet, die in vieler Hinsicht bedeutsam werden kann. Die Könige von Schweden, Norwegen und Dänemark werden aus des schwedischen Königs Initiative hin demnächst mit ihren sie begleitenden Ministern des Auswärtigen eine Zusammenkunft in Malmö haben. Es wird, besonders von dänischen Blättern, zu dieser Nackricht bemerkt, cs handle sich) nicht um einen neuen Dreibund mit bessiminten poiitischeic Zielen, sondern nur um die Absicht, einheitlich die Neutralität der drei Staaten zu gewährleisten. Nichts ist verständlicher und natürlicher, als daß die Nordstaate» in diesen ernsten Zeiten Fühlung miteinander nehmen. Seit dem Jahre 1363 haben die nordischen Könige eine solche Aussprache nicht inehr gehabt. Einigkeit wird die drei Reiche start machen, und sie werden mannigfachen Beschwernissen, die der Krieg für sie mit sich gebracht hat, künftig irirlsamer entgegenzutretcn wissen. — Deutschland hat von der Dreikönigsbegegnung nur Gutes zu erhoffen. Es ist noch nicht lauge her, daß der König von Schweden für die Stärkung der nationalen Wehrmacht im Hinblick auf die russische Gefahr persönlich, lebhaft eingetrcteu ist. Nun ist noch eine andere Gefahr hinzugekommen, nämlich die englische, die der neutralen Schiffahrt gilt und sich noch zu wcitergehenden Trohnugeu und Vergewaltigungen aus- wachscn könnte, wenn ihr nicht beizeiten ein Riegel vorgeschoben wird! * * * Belgrad kampflos geräumt. Wien, 15. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: 15. Dezember. Tic durch das notwendig gewordene Zurücknehmen des eigenen rechten Flügels geschaffene operative Lage ließ es ratsam erscheinen, a u ch B e l g r a d z u n ä ch st aufzugeben. Die Staat wurde iampslos geräumt. Die Truppen haben oucch die überstandcnen Strapazen und Kämpfe wohl gelitten, sind aber vom besten Geiste beseelt. Ter Sieg der Oesterreichcr in Westgalizicn. Berlin, 16. Dez. Der österreichisch-ungarische Sieg in Westgalizien wird im „Berliner Tageblatt" von Major M o r a h t solgcudennaßen gewürdigt: Tie Nachricht vo» der österreichisch-ungarischen Offensive, die in Westgalizien in Fluß geblieben ist, bat eine weittragende Bedeutung. Sic bestätigt uns die Stoßkraft des österreichisch-ungarischen Heeres und sie beweist aujs neue die Einheitlichkeit der operativen Gesamthandlungen im Osten. Das Vordringen der Oesterreichcr und Ungarn in Wrstgalizien, das die russische Front in Polen ins Wanken gebracht hat, wird wiederum auch aui die österreichisch-ungarische Front von Südvolen bis zu den Karpathen einen entastenden Einfluß ausüben und ebenso sich zu gunsten der deutschen Fronten entwickeln, welche mit der ersten und zweiten Armee und den sonst noch herangczogenen Ersotzarmeen der Austen >m Räume Piotrkow-Lowicz in schwerem Kampfe liegen. Die Führung Lützendorfs hat wieder über die russische Zahl triumphiert. Tic verbündeten Völker Deutschlands und Oesterreich-Ungarns haben die Berechtigung erhalten, der zukünftigen Entwickelung der Lage in Südpolen und Nordwestgalizien mit größtem Vertrauen entgegcnzusehen. In der „Krcuzzcitung" wird gesagt: Tie 31000 getangencn Russen sind gewiß ein Zeichen für die großen Erfolge, die das österreichisch-ungarische .Heer über die russische Jnvasionsarmee errungen hat. Ncr wichtiger noch ist das unaufhaltsame Vordringen, das den russischen Bewegungskreis immer mehr verengt und die strategische Lage immer stärker zugunsten der Verbündeten verschiebt. Ter Einfluß der siegreichen österreichisch-ungarischen Offensive erstreckt sich bis nach Polen hinein. Ter Zusammenhang der beiden Opcrations setder ist damit bergestclll und ein einheitliches Vorgehen auf beiden wird bald seine Früchte tragen. Tas österreichisch-ungarische Kricgsprcssequartier. Wien, 15. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Den Blättern zufolge begibt sich das Kricgspresseannrticr morgen an die westgalizische Front, zunächst ans das Schlachtfeld von L i m a n o w a. Die Kämpfe um Lowicz. Berlin, 16. Dez. Von den Kämpfen um Lowicz telegraphiert der Petersburger Korrespondent des „Sccole" am 14. d. Mts.: Die R i e s e n s ch l a ch t in Polen dauert ununterbrochen an. Tie Russen sind bemüht, ihre Stellungen um Lowicz, die sie in cm besestigtes Lager um- gewandelt haben, zu halten. Die von den Deutsche» entwickelte Kraft ivird als übermenschlich bezeichnet. Winterquartiere in Polen. Wien, 15. Dez. Ans dem Kriegspresseguarsier wird gemeldet : Bei der Armee Dank! ist ebenso wie bei der nördlich sich anschließenden Armee der Kampf zum Stehen gekommen. Tie Gegner liegen sich dort tief eingcgrabcn und meist untätig gegenüber. Wie mir ein Augenzeuge erzählte, borchen die Russen, die sonst viel unnützerweise geschost'cn halten, den Liedern der ihnen gegenüber liegenden Honved- H u s a r c u und kommen vertrauensvoll aus den Schützengräben Hera» s. Auch bemerkte der Gewährsmann, daß Stroh tragende Soldaten beiderseits nicht beschossen würden, was sich freilich russische Offiziere zunutze machen, um mit einem Strohbündel aus dem Rücken gefahrlos die Schützengräben zu erreichen. Die Winterguarttcre der Truppen sind solide ausgcbrut und zum größten Teil mit kleinen, zerlegbaren Oefen, die auch zum Kochen dienen, erwärmt. Anfangs bei Ausbruch der Kälte kam häutig iniolge von Unvorsichtigkeit E r i r i c r c n von Gliedmaßen vor, jetzt aber kennen die Soldaten die Gefahren des russischen Winters und begegnen ihnen bereits mit den nötigen Vorsichtsmaßregeln. Der allgemeine Gesundheitszustand der Truppen ist sogar günstiger als im Sommer, der eine Epidemie förderte. Die Cholera ist jetzt so gut wie erloschen. Für alle Fälle wurde jetzt in Zsol- nana eine Beobachtungsstation aus 60 Baracken für 6000 Mann errichtet, zu dem auch ein Krematorium, das erste überhaupl i» Oesterreich-Ungarn, gekört. In ihm werden die Verstorbenen zur Erleichterung der Desinfektion cingcäschcrt. Petersburg in verschärftem Kriegszustand. Berlin, 16. Dez. lieber die Verhängung des verschärf- ten Kriegszustandes über Petersburg dringt das „Stockholmer Tagblad" interessante Einzelheiten. Es wurde eine weitverzweigte Verschwörung ausgedeckt. Die Petersburger Universität sowie allen »derenHoch- schulen sind polizeilich geschlossen worden. Königskonferenz in Malmö. Stockholm, 15. Dcz. „Svens/a Tclcgrammbyran" meldet: Auf Einladung des Königs von Schweden wird am Freitag, den 18. Dezcnibcr, eine Zusammenkunftzwi- s ch e n den Königen von Schweden, Dänemark und stk o r w c g c n i n M a l m ö stattsinden. Tie Könige werden von ihren Ministern des Auswärtigen begleitet sein. Die Zusammenkunft ist ein Ausdruck sür das gute Verhältnis zwischen den drei nordischen Reichen und sür die zwischen ihnen bestehende vollständige lEinigkeit, ihre bis jetzt beobachtete Neutralitätspolitik aufrechtzuerhalten. Tas Zusammentreffen bezweckt insbesondere, Gelegenheit zu geben, sich über die Mittel zu berate», die in Frage kommen könnten, um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die der Kriegszustand fiir die drei Länder mit sich bringt, zu begrenzen und zu hemmen. Die Knebelung Finnlands. S t o ck h o l »i. 15. Dez. In Helsingfors wurden am Dienstag 8 finnische Landtagsabgcordnete unter Nichtachtung der Immunität f c st g e n o m in e n und nach Petersburg unter militärischer Bewachung gebracht .Sie sollen mit den sozialdemokratischen Duma-Abgeordneten, die in Petersburg verhaftet sind, hochverräterische Beziehungen unterhalten haben. Ein Sohn des Reichskanzlers in russischer Gefangenschaft. Berlin, 15. Dez. Der älteste Sohn des Reichskanzlers v. Bethmann Hollweg ist dem „Bert. Tagcbl." zufolge auf einem Patrouillenritt im Osten verwundet worden und in russische Gefangenschaft geraten. Tic Verwundung ist ziemlich schwerer Natur, da es sich außer um eine Verwundung am Bein um einen Kopfschuß handelt. Alle radikalen Mitglieder der russischen Duma verhaftet. Wien, 15. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer der „Politischen Korrespondenz" aus Bukarest zugehenden Mitteilung berichten aus Rußland dort eingetrosfene Reisende, daß nicht nur die Führer der sozialistischen, sonderil auch überhaupt alleradikalen MitgliederderDu- ma verhaftet ivordcn sind. Türkische Erfolge. Ko n st a ii tino p e l, 15. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Mitteilung des Großen Hauptquartiers. An der Grenze des Wilajets Wan dauern die Zusammenstöße der russischen Truppen mit unser» Abteilungen zu unfern Gunsten an. Die russische Kavallerie hat a» der persischen Grenze bei Sarai unsere Kavallerie angegriffen, deren Gegenangriffe von Erfolg gekrönt waren. Tic Russen wurden zurückgeschlagen und zersprengt. Der Kbedive in Wien? Berlin, 16. Dez. Aus Koustantinopel wird der „Deutschen Tageszeitung" berichtet, der K h e d i v e sei nach Wien ab ge re ist, um dort mit den leitenden Kreisen Fühlung zu nehme». * . * Ter amtliche französische Bericht. Paris, 15. Dez. (WTB. Nichtanitlich.) Der amtliche Kriegsbericht vom 14. Dezember 3 Uhr nachmittags meldet: Zwischen der Nordsee »nd Oise ist nichts Wichtiges vorgciaUe». Im Aisnegcbict nordwestlich von S o u p i r beschoß der Feind heftig unsere Schützengräben. Wir erwiderten das Feuer und zerstörten die seinigen. Bcideffeits erfolgte lein Jnfanterieangriff. Unsere Artillerie zerstörte eine bedeutende Feldbefestigung in der Nähe von Ailles. (?) Im Argonnen- und Gruriewald rückten wir mittels Minen leicht vor, ein feindlicher Angriff fand nicht statt, die feindliche,i Batterien mußten anscheinend weiter nördlich Stellung nehmen Ini Montmarc-Wald im Woövrc- gebiet warfen wir, nachdeni wir die Linie der Schützengräben in einer Ausdehnung von 500 Meter erobert hatten, zwei heilige Gegenangriffe zurück. Im Elia ß verschoben wir infolge unserer Fortschritte die Front bis zur Linie Höhe 425 nördlich ^teinbach. Aspachbrückc, Brünighosen und der Brücke 1500 Meter östlich Egling en. 11 Uhr abends. In Belgien konnten einige französische Angriffe längs des Kanals von Ävcrn westlich Hollebeeke voran kommen. Mehrere heftige Gegenangriffe wurden zurückgeworien. Ter Bahnhof von CommcrcN wurde von ans sehr großer Ent scrnung feuernder Batterie beschossen Ter Schaden ist unbedeutend. Im Elsaß wurde ein Osicnssvvorstoß des Fe,»des nordwestlich Eornay zurückgeworien. Po» der übrige» Front ist nichts zu melden. Dienstpflicht zwischen 18 und 52 Jahren in Frankreich. Kopen Hage n , 15. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) „Politiken" meldet aiis Paris : Ter K r i e g s m i n i st e r will ein Gesetz vorlegen, wonach jeder waffenfähige Franzose zwischen 18 und 5 2 Jahren dienstpflichtig ist. Fürst Bülow« Abreise nach Rom. Berlin, 15. Dez Fürst und Fürstin Bülow verließen Dienstag abend Berlin, um sich nach Rom zu begeben. Ter Fürst hat die letzten Tage seines Aufenthalts in Berlin noch zu den notwendigen Besprechungen wird zum Studium des diplomatischen Materials benutzt. Dienstag mittag besuchte ihn noch der italienische Botschafter Bol- l a t i, der mit dem Fürsten und der Fürstin seit langem in sreundschaftlicher Beziehung steht. Berlin, 16. Dez. Zu der gestern abend erfolgten Abreise des F ü r st c n Bülow und seiner Gemahlin hatten sich zur Verabschiedung aus dem Bahnhof erngcfun- den; der italienische Botschafter Bolatti, der frühere Staatssekretär der Reichslande Fürst Wedel mit Gemahlin, der frühere Botschaster Freiherr Mumm von Schwarzenstein, der Minister des Innern v. Löbell, Geheimrat Hamann vom Auswärtigen Amt und Kommerzienrat Arnold mit Gemahlin. Die Aussprache über die italienische Regierung« ertlärung. Rom, 15. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Im Senat wurden die Mitteilungen der Regierung besprochen. Alle Redner sprachen dem Kabinett Salandra ihr Vertrauen aus zu dem Vorgehen, das den Interessen Italiens vollkommen entspreche, und billigen die Neutralitätserklärung. Ter schweizerische Handel. Basel, 15. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Das Schweizer Handolsdcpartement veröffentlicht eine Tabelle, welche zeigt, wie sehr die Einfuhr in den ersten drei Kriegsmonaten zurückging. Tie Blätter weisen überzeugen» nach, oaß die Schweiz ihre eigenen Bedürfnisse nicht decken konnte und daß daher die Behauptung, sie bezöge Waren für andere Staaten, gänzlich unhaltbar ist. Die Tabelle weist auch darauf hin, wie schwer die schweizerische Volkswirtschaft unter den E i n s u h r s ch w i c r i g k e i t c u leide, welche bei deren Fortdauer zu Arbeitseinstellungen in den verschiedensten Industrien führen würde. Tollkühner Fluchtversuch eine« deutschen Offiziers. lieber oen tollkühnen Fluchtversuch eines jungen deutschen Leutnants in einem Koffer aus oem Gesangenen- läger in Dorchester berichtet die „Times" folgende Einzelheiten : Der Kvsser wurde mit dem übrigen Gepäck der Fremden über- gesührt, die aus dem Konzentrationslager Dorchester entlassen worden waren. Diese Leute hatten alle das dienstpslichtigc Alter überschritten und wurden unter militärischer Bedeckung nach Tilburp geschickt, um von dort niit dem holländischen Schiss „Batavia" nach Rotterdam übergeführt zu werden, von wo sie die Möglichkeit haben sollten, nach Deutschland zurückzukehren. Vor dem Bahnhot in Tilburv wurden sie an Bord des Schisses durch das Transportschiff „Kalherine" gebracht. Erst bei der Uebersührung der Koster trat die merkwürdige Entdeckung zutage. Nichts an dem Kotier erregte Verdacht; es war einer jener gewöhnlichen für den Versand von Streichhölzern benutzter Koster. Er trug die Ausschritt „Nou- voisomrus Sasrty Matches". Er hatte auch die verschristsmäßige Größe und war mit einem billigen Hängeschloß versehen. Der Koster lvurdc mit dem übrigen Gepäck in den Güterwagen bis nach dem Bahnhofs Tübury versandt und dann auf dem Transport heruntergrworsen, wo er etwa sechs Fuß tics heruntcrstel. Man sah, wie der Kosser bei dieser Behandlung sich überschlug und sehr hesttg aus ben Boden ausstreß, aber kein Laut verriet, daß in hem Koster ein lebendes Wesen sei. Auf dem Transvorlhos wurde eine Menge anderer Gepäckstücke aus den Koster gestellt, und das blieb so, bis man die „Batavia" erreichte. Zwei Arbeiter zogen ihn nun aus die „Batavia". Bei dieser Gelegenheit ging der Kosfer auseinander, und zum großen Erstaunen der Arbeiter kamen der Kopf und ein Arm eines Mannes zum Vorschein. Er wurde rasch herausgenommen und aus der Lage befreit, in der er so viele Stunden zugebracht hatte. Er konnte nicht mehr stehen und war vollständig erschöpst. Es dauerte einige Zeit, bis er wieder imstande war, zu reden. Ter Kapitän stellte sofort eine Untersuchung an, und der Flüchtling gab an, Otto K ö h n zu beißen. Er habe sich auf der „Potsdam" eingeschifst, um von Amerika aus nach seinem Regiment in Deutschland zurückzukehren, wo er Leutnant sei. Das Schiff wurde unterwegs angehalten und nach Southampton gebracht, von wo er als Gefangener nach Dorchester transportiert wurde. Er hatte fünfzehn Stunden im Koster zugebracht. Ter Kapitän nahm den Flüchtling wieder an Bord des Transportbootes und übergab ihn der Polizei. Eine Untersuchung des Koffers stellte fest, daß sich darin zwei mtt Wasser gefüllte Flaschen bcsanden, eine Flasche mit Fleischextrakt und etwa ein Dutzend Bananen. Die zwei Ecken des Kotters waren mit Schlingen versehen, um die Arme darin sest- zuhaltcn. Eine dieser Schlingen war gerissen, in der anderen hatte der Flüchtling noch seinen Arm, als die Entdeckung erfolgte Am nieistcn überraschte ein mit Sauerstoff gefülltes Kissen, dos offenbar dazu dienen sollte, die Luft in dem lleinen Raum des Koffers zu ersetzen. Tic kanadischen Hilfstruppcn für England. London, 15. Dez. -WTB. Nicküanttlich.) Der Staatssekretär der Kolonien crhicU eine offizielle Erklärung des kanadischen Premierministers Borden, die besagt; Anr 19. Oktober wurde von den, Premierinmister eine offizielle Erklärung über die Verteidigung Kanadas gegen eventuelle Einfälle und Angriffe, über die Organisierung, Ausbildung, Aus- rüstnng und Abseirdung des Expedstionskorvs abgegeben. Damals wurde vorgesehen, ungefähr 8 06 0 Mann Miliz für die itzarnisoncn und Grenzposten in Kanada unter den Waffen zu Italien, 30 000 Mami sofort zu rekrutieren und ausznbUden, in Abteilungen von 10 000 Mann über See zu schicken, sowie ferner, daß die ausziehenoen 30 000 Mann sofort durch die gleiche Zahl ersetzt würden Inzivischen iraien von den, Kriegsamt in London Mitteilungen ein, die für das zweite Expeditionskorps folgende Zusammensetzimg voriMngcn; 17 000 Offiziere ,md Mannschaften, 1765 Pferde, 58 Feldgeschütze und 16 Ma- schinengeweh«. Diese Truppe schließt Infanterie, Artillerie, technische Abteilungen, Signal- und Radsahver-Kompagnsen, Tram, Feldambnlanzen, Munttionspark, Regervepark usw. ein. Dieses Korps wird so schnell wie m ög l ich ausgerüstet werden. Zwei Infanterie-Brigaden loerden in Kürze fertig sein, falls das .Kriegsamt sie braucht. Geschützankäuse ,verden bei der britischen Regierung für Rechnung der kanadischen Regierung ge- nmcht werden. Inzwischen werden Feldartillerie-Ubteilungen mtt Zwölfvtündern, wie sie im Bnrcnkriege benutzt wurden, ausgebildet werden Der Prennerminsster hatte mehrere lbonserenzen mrt dem Milizminister und dem tRmeralstabschei über die Anzahl der Menschen, die zur Verfügung gestellt werden können, wodurch sich die gesamte kanadische Streitmacht aus 91 000 belaufeit würde. Sobald ein zweites Kontingent abgeht, werden 17 000 rekrutiert werden, wodurch die Gesamtzahl aus 108 000 Mann steigt. In ben ivestlichen Provinzen ist eine graste Zahl guter Reiter zur Benügung. Tie jüngsten Kabelnachrichten der britischen Regierung losten basten, baß diese Männer bald auf deni Knegsschlau- verwendet werden können Die Beschaff,mg de, Waffen und der lusrüstung ist die schwierigste Frage. Tie kanadische Regimmg arbeitet jedoch h-ierin mit der britischen Reglern,rg erfolgreich zusammen. (In,panierend sind diese Zahlen nicht gerade, wenn wir die deutschen Reserven betrachten! D. Red.) Ein neue« Raturalisiernngsgefctz in Großbritannien. London, 15. Dez. eit der zur AufbemohruuV bestimmten Kartoffeln ist die erste Bedingung für ihre Hatt- barteit. Sie müssen gleich nach dem Einkäufen sorgfältig verlesen werden. Alljährlich finden sich uuter den geernteten Kartoffeln angesaulte Knollen, in diesem Jahre sogar ziemlich viele. Da infolge des Krieges der Versand vielsach auf Schivierigkeiten stößt und verzögert wird, koun- tcn auch in sorgfältig verlesene Kartosieln während der Versendung noch Fäulnis eintreten. Bei dem raschen Wsatz war ei» neues Verlesen nach dem Ausladen wähl meiste»? wrcha niehr möglich. Der Käufer wird also immer einige schlechte Kartoffeln in seinem Vorrat finden. Es liegt in feinem eigensten Interesse, vor dem Aufbewahreu aufs sorgfLltigftx alle tranken Knollen auszulesen. Kranke Knollen zeigen nasse, eingesunkene Flecken —bei ganz verfaulten Kartoffeln ist das ganze Fleisch in eine übelriechende, breiige Mchsft verwandelt — oder blauviolette, ebenfalls eiagefunLne Stellen, unter denen beim Durchschneiden das Fleisch brann>- versärbt ist. Bon der Fäulnis werden in erster Linie diejenigen Knollen angegriffen, die Mrgefreffen oder sonstwie verletzt, gedrückt oder angesioren sind. Auch alle solche Kartoffeln müssen also gewissenhaft anSgelesen und. rasch verbraucht werden. Zu achten ist außerdem auf Knallen mit Druckflecken, die ebenfalls leichter faulen als gefunde. Die Kartoffeln sollen an einem kühlen, luftigen, dunkeln Orte ausbewahrt werden. Am besten eignen sich hierzu frostfreie Keller oder Speicherräume. Sinkt die Temperatur des Raumes auch nur einige Tage auf den Gefrierpunkt, so „erfrieren" die Kartoffeln: sie werden süß und sind zu Speisezwecken unbrauchbar. Durch mehrtägige Lagerung in mäßig warmen Räumen (Küche) Wunen sie allerdings wieder genießbar gemacht werden, erhalten aber wohl nur ausnahmsweise ihren vollen Speisewert wieder. Sind die Kartoffeln auch nur kürzere Zeit größerer Kälte ausgesetzt — es genügen meist —3° C. —, so gefrieren sie, sterben ab und verfaulen rasch. Wer auch zu w a rm e Räu m e, besonders solche, in deren Nähe sich Heiznngsanlagen befinden, sind zur Aufbewahrung ungeeignet. Die Kartosieln keinem leicht aus. Sie werden, wenn die Luft sehr trocken ist, wie bei Zentral- Heizung, bald welk und sind dann auch schlecht zu Speife- zivecken zu verwenden. Durch sorgfältige Lüftung ist für Eut- sernung der Feuchtigkeit aus dem Raume zu sorgen, wobei zu bedenken ist, daß die Kartosieln selbst viel Wasser enthalten und stettg in Dampfsorm an die Luft abgeben. Wärme und Feuchtigkeit beschleunigen die Entwicklung der Fäulnis- errcger und vermindern die Widerstandsfähigkeit der Knollen. Verfügt man nicht über geeignete Aufbewahrungsräume, so verzichtet man besser auf die Beschaffung eines größeren Kcrrtoffelvorrates für den Haushalt. Der durch Verfaulen oder Welken entstehende Verlust ist größer als die geringe Mehrausgabe bei wiederholtem Einkauf kleiner Mengen. Ueberdies ist durch die Anordnung von .Höchstpreisen das Hauptbedenken gegen den Einkauf im Kleinen im wesentlichen beseitigt worden. Die Kartosieln sollen nicht in Säcken ausbewahrt werden, da diese keinen genügenden Luftwechsel gestatten. Man breite, besonders anfangs, die Kartoffeln in möglichst dünner Schicht, bis sie oberflächlich trocken sind. Auch bei der späteren Aufbewahrung etwa in offenen Lattenkisten (nicht in Fäsiern) lege man sie so flach wie möglich. Während des Winters müssen die Kartoffeln öfters nachgesehen werden. Etwa iwersehene oder nachträglich angefaulte Knollen sind zu entfernen. Treiben die Kartoffeln, wozu in diesem Jahre Neigung zu bestehen scheint, stark aus, so sind; sie von Zeit zu Zeit abzukennen. * ** Probevorlesung. Tr. phil. Hubert Erhard, bH- her Privatdozent an der Uittoersttät Münster i. W., der sich an der Landesumversttät für 'Zoologie zu habilitieren wünscht, hält heut« Mittwoch., den 16. Dezember, 614 Uhr, in der Kleinen Aula seine Probevorlesung über Moderne Probleme der vergleichenden Physiologie. ** Das Eiserne Kreuz erhielten: Fcldunterarzt Tr. Fritz Deipel aus Gießen und- Assistenzarzt der Reserve vom Jnf.-Regt. 168 Dr. med. W. Seal in g, Schotten (geb. in Gießen). ** Auszeichnung. Wcingroßhändler Lu d w ig Cullmann in Heidelberg. Leutnant der Reserve beim Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 5, zurzeit Adjutant im 2. Bad. Grenadier-Regiment Nr. 110, hat^das Eiserne Kreuz erhalten. Herr Cullmann ist der Sohn des Herrn Generalmajors Cullmann in Gießen. ** Eine schöne Rücksichtnahme aufs Volks- empfinden zeigt die Fe l d p 0 st mit der Aufstellung folgender Gesichtspunkte für die Rückgabe unbestellbarer Feldpostsendungen, deren Empfänger vermißt wird oder tot ist. Es besteht bei der Rcichspostvcrwal- tung seit jeher die Bestimmung, daß die Postbcstellcr sie den Absendern in rücksichtsvollster Weise auszuhän digen haben und daß, wenn der Absender nicht in dem Postorte sondern auf dem Lande lebt, der Landbriefträgcr derartige Fcldpostscndungcn an die Ortsbehörde oder den Orts- gcistlichen ausliefern soll, damit die Angehörigen auf diesem Wege schonend vorbereitet werden können. Verschiedene, seit Ausbruch des jetzigen Krieges angestelltc Versuche ergaben, daß sich dieses letztere Verfahren auch in größeren Orten hat dnrchsühren lassen. Die Rcichspostverwal- tung erweiterte deshalb die bisherigen Bestimmungen dahin. iafe Feldpostsendungen, deren Empfänger tot ist oder ver- pichl wird, auch in Postorten ohne Mitwirkung des Post- bcstellpersonals den Absendern in geeigneter Weise zurückgegeben werden können. Das hierbei einzuschlagende Versah ren soll den örtlichen Verhältnissen angepaßt, auch soll auf freso n de re W ü n s che der. Ortsbehördcn und der Geistlichkeit, soweit sie sich mit den sonstigen postalischen Vorschriften vertragen, Rücksicht genommen werden. Den Truppenteilen tm Felde ist im übrigen neuerdings höheren Orts empfohlen worden, auf den unbestellbaren Feldpostsendungen an Gefallene fortan, statt des kurzen Vermerks, „tot" oder „gefallen", die Fassung anzuwenden „gefallen fürs Vaterland" oder „gefallen auf dem Felde der Ehre". ** Pakete an freut) cf)« Kriegsgefangene in Frankreich erleiden dadurch Verzögerungen, daß die französischen Eisenbahnstationen, denei, die Beförderung dieser Pakete obliegt, die Aufschriften nur schwer oder gar nicht entziffern können, tveil sie häufig unleserlich und mit deutschen Buchstaben geschrieben sind. Es empfiehlt sich daher, daß die Absender mindestens den Namen der Bestimmungs-Eisenbahnstation, sofern diese benannt ist, sonst den Bestimmungsort in der richtigen französischen Schreib weise und in lateinischen Buchstaben groß und deutlich angeben. Ist der Aufenthaltsort des Empfängers nicht bekannt, so kann dos Paket auch ohne diese Angabe ab- gesanfrt werden; aber auch dairn ist möglichst deutliche Schrift und, wenn bekannt, die Angabe der „Region" oder des Landesteils, wo der Empfänger sich befindet (Nord-, Südsrankreichj sehr zu empfehlen. ** Postfrienst während der Weihnachtszeit. Am Sonntag, den 2 0. Dezember, findet in Gießen eine einmalige Brief- und Geldbestellung und eine zweimalige Paketbestellung statt. Die Postschaltcr sind für die Annahme von Paketen von 8 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags, für die übrigen Gegenstände wie gewöhnlich (von 8— 9 Uhr vormittags und 12—1 Uhr nachmittags) geöffnet. — Am 1. Weihnachtsfeiertag wird eine einmalige Pakclbe- tstellung, am 2. Festtage eine Geldbestellung ausgeführt: -Briefbestellung und Schalterdienststunden wie an Sonntagen Die Landbestellung fällt am 1. Feiertage ganz aus. Am 1. Weihnachtstage kann die Verzollung von Paketen auf dem Hauptstcueramt von 11—12 Uhr erfolgen. •' Stadttbeaier. Aus dem Thecllerbureau schreibt mau uns: Aus vielsache Anfragen hin sei das Programm der Weihnachtsseiertage schon jetzt bekannt gegeben. ES wird gegeben am 25. Dezember, abends, „CoIberg', Schauspiel von Heyse (kleine Preise); am 26. Dezember »achniittags „I m weißen Rößl" (Bolksprcise), am 26. Dezember abends »Als ich noch im Flügelkleide" (kleine Preise); am 27. Dezember nachmittags „Aschenbrödel" (Dolkspreijes und am 27. Dezem- ber abends „Wie einst im Mai" (gewöhnliche Preise, e» inäßigt). Es werden schon jetzt Dorbeslellungen für sämtliche Feiertage im Theaterbureau angenommen. "An die Dichter und Kunstfreunde Hessens. Der Verlag &. £> o b m a n n, Hof-Buch- und Steinörucferei in Darmstadt, plant die Herausgabe einer Sammlung Gedichte, vornehmlich hessischer Verfasser, aus der Stimmung des jetzigen Krieges oder seinen Tatsachen entstanden, ernst, heller und nicht zum wenigsten auch in der Sprache der heimatlichen Mundart. Der Großherzogin, die in Würdigung des Unternehmens die Widmung angenommen hat, wird ein Teil des Ertrags für Zwecke der Kriegshilse zur Verfügung gestellt werden. Kn vornehmer Ausstallung soll das Merkchen der deutschen Buchkunst Ehre machen. So bittet der Verlag um Einsendung von Gedichten, die sich zur Aufnahme in die schon begonnene Sammlung eignen, und empfiehlt sein Vorhaben der wohlwollenden Llusnahme bei allen Freunden hessischer Art und stllnst in großer, herrlicher Zeit. ** Alkohol und Liebesgaben. Das preußische Kriegsministerium hat im November angeordnet, „alkoholische" Getränke, außer Rotwein, als Liebesgaben nicht mehr anzunehmen, bereits angenommene nicht den Truppen zuzusührcn, sondern nur für Verwundete und Lazarette zu verwenden, und daß im übrigen die Mäßigkeitsbestreblingen in der Armee auch weiterhin nachdrücklich zu fördern sind. ** Versteigerung von Pferden. Samstag, den 19. Dezember, vormittags 10 Uhr, werden in der neuen Dragoncrkaserne in Mainz zirka 20—25 ausrangierte Pferde durch die Landwirtschaftskammer versteigert. — Ferner findet Montag, den 21. Dezember, aus dem Pserdemarkt- plcm in D a r m st a d t eine Versteigerung von zirka 30 ausrangier- teu Militärpserden und von 23 Stück belgischer trächliger Stuten, Fohlen und weiteren 10 ausrangierten Pferden statt. Tie letzteren sind für die Landwirtschastskammer in Belgien direkt angekaust und nach Darmstadt gebracht worden. — Weiter kommen Montag, den 21. Dezember, vormittags 10 Uhr, bei dem Etäppcnpserdedcvot in Saargemünd eine größere Anzahl ausrangierter Pferde zur Versteigerung, darunter etwa 35 trächtige Stuten und einige Fohlen. Zur Versteigerung der aus rangierten Militärpferde wrrdcn nur Landwirte zugelasfcn, die sich verpslich- tcn, die Pferde in ihrem Betrieb zu verwenden und sie während der Kriegszcit nicht zu verkaufen. ** Verkauf von o st preußischem Flüchtlings- oieh. Tie Landwirtichastskammer macht die Landwitte darauf aufmerksam, daß das ostpreußische Flüchtlingsvich in erster Linie in Berlin zum Verkauf gestellt wird. Es gelangen dort wöchentlich 5—6000 Tiere zum Verkauf, nnler diesen befinden sich dami auch immer trächtige Kühe und Rinder in größerer Anzahl. Tie nächsten größeren Transporte werden Anfang dieser Woche einttcsfcn und' sowohl aus dem Zentralvichhof als auch aus dem Magcrviehhos in Fricdttchsselde zum Verkauf gelangen. Hauvl- markttage aus dem Zentralviehhos sind Mittwoch und Sonnabend jeder Woche, auf dem Magcrviehhos in Friedrichsfclde sindct jeden Tag Vcrkaus statt. Landkreis Gießen. -ft Wieseck, 16. Dez. Als Ergänzung zu den geftrigeit Mitteilungen über die Beiträge einzelner Gemeinden des Kreises zur Linderung der Nol in Ostpreußen und Elsaß-Lothringen lragen wir nach, das; für diesen Zweck von der Gemeind« W i c s c ck bei der Großh. Bürgermeisterei in Gießen 630 Mark abgeliescrt worden sind. , | , O Steinheim b. Hungen, 15. Dez. Wieder l>at ein Sohn unserer Gemeinde das Eiserne Kreuz erhalten und zwar der Feldwebel Beul er bei der 5. Kompagnie Jns.-Regt. 116. Gleichzeitig wurde er zum Ofsizicr-Stelloertteter befördert. b Aus Oberhejscn, 15. Dez. Kein Derbranchsanikcl ist augenblicklich mehr begehrt als das Petroleum, besonders da, ivohin noch keine elektrische tleberlondzentrale ihre Kabel gelahrt hat. In diesen Orten kennt man di-gegenwärtigen „Lichtnötc" »ich!. Wo aber daS Petroleum das beivährtc Lenchimittel ist, sind di« Leute tatsächlich in einer nichts weniger als beneidenswerte» Lage. Ter Petrolcnmwagen Hai sein Erscheinen eingestellt, beim Torikrämer feiert die Petroleum»»»»»«: schon seil Wochen, und um des Stearinlichts nngcsell'ge Flamme samnicln stch die panS- beivohner. Neulich durchfnbr ein Petroleuinivage» das Büdinger Land. Es war ei» Ereignis. Zn Hunderien strömte die Be- völkerung mit Behältern herbei; jeder ivostie das kostbare Nah in groben Mengen haben. Doch der Oelmann war unerbittlich. Nicht mehr als ein Liier verzapste er jedeSmal. „In einer Woche gibls ivieder was!" — In einer Woche! Bis dahin heißl's abermals iagelang die größt« Tparsanikeit üben oder im Dunkel» sitzen Und ,vie wirds erst im Hochwnller werden. Noch nie schätzte man das Petroleum so sehr, als heule, da es mit hoher Müiize aus» geivogen wird. Kreis Lauterbach. O Schlitz, 15. Dez. Durch den Ausbrnch des Krieges ist in der hiesigen Lemenindnstrie Arbeilsmangcl eingelrelen, da die .Zusuhr ausländischer Rohprodukte, besonders in Flachs und Baumwolle, e i n g c st e l l l ist. Um nun die Arbeiter weiler- beschäitigen zu können, beabsichtigt die Firma Lanqheinrich, ihre» F n b r i k b e t r i e b » m z u g e st a l t e n und für Militärarlikel ein- zurichten. Kreis Fricdbcrg. B. Frie db erg, 11. Dez. Seit gestern sind die Räumlichkeiten der ii e u e r b a u t e n Kaserne sür das 3. Bataillon des I»i.-Rgts. 168 s e r t i g g e st e I l t worden. In den letzten sün! Wochen wurde mit Hochdruck gearbellei, um dieselbe zum 15. Dezember fertig,»stellen. Es werden darin 200 gesangene russische Ossiziere unlergebrachl, die von morgen an eintrefsen sollen. O Holzhausen v. d. Höhe, lb. Dez. Aus dem hiesigen Bahnhos passierte am Sonntag ein bedauerliches Unglück. Der Landwirt Haas von Ober-Erlenbach ivollte morgens um 8 Uhr sein sechsjähriges Söhnchen nach Gießen in die Klinik bringen. Er geriet mit seinem Kinde unter eine» e i n s a h r e » d e n Z u g und verlor das rechte Bein und den linken Arm. Der Schiver- verletzte kam alsbald ins Hamburger Krankenhaus. Das Kind wurde weniger schwer verletzt und in die elterliche Wohnung nach Ober-Erlenbach verbracht. Die Untersuchung wurde sofort ein- qeleitet. Haas ist seinen Verletzungen erlege». Hessen-Nassau, si Marburg, 15. Dez. Ter Verkauf des Gemeinde- o bst es im Kreise Marburg brachte in diesem Jahre insgesamt 11 963,21 Mk. ein gegen 15 517,92 Mk. im Jahre 1913. Aut die Stadt Marburg entfallen hiervon 1177 Mk. gegen 1705 Mk. in 1913. — Der Territorialdelegierte der Freiwilligen Krankenpflege, Oberpräsident Exzellenz Hengstenberg sowie Regierungspräsident Gras von B e r n st o r f f nebst Gemahlinnen besichtigten heute unter Führung des Landrats von L ö w e n st e i n die hiesigen Lazarette. w. N e u st a d t, 15. Dez. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde den vom Magistrai aus Anordnung der Regierung ausgestellten zwei Nachträgen über die Entnahme von Wasser aus dem Wasserwerk der Stadt sowie zur Gebührenordnung des Statuts sür das städtische Wasserwerk die Genehmigung erteilt. Als Stellvertreter des Stadl- verordnetenvorstehers wählte die Versammlung den Landwirt Friedrich L o tz. Zum Mitglieds der Sparkassendirektion wurde der Rentier Bencdikl Vomschlob und als dessen Slellverlreicr der Bäckermeister Heinrich Theodor 61 i e s gewählt. In die Kassenprüsungskommisfion sür die Sladtkasse bestimmte die Versammlung den Schreinermeister Karl Theodor S ch m i t t d i e 1 und den Bäckermeister Heinrich Theodor G i e 3. Dann erfolgte die Feststellung der Stadtkassenrechnung pro 1913 gemäß dem Reserat der PrüsimgSkommisston aus eine Einnahme von 114110,36 Mk., eine Ausgabe von 132 605,80 Mk., sowie aus einen Kassen- bestand von 11801,76 Mk. unter Emlastung des Stadtkämmerers. — Gericbtsaktuar Edmund Gies, ein Sohn unserer Stadt, der aus dem Kriegsschauplatz im Westen kämpst, wurde zunr Osfizter besördert. b. Frankfurt a. M., 15. Tez. Bei der Zollabfertigung von Auiomobilreiien aus Turin hat ein Packer der Michelin- Pneumalik-Kesellschast in Frankfurt die Zollbehörde dadurch hinter das Licht gesührt, daß er schwere,noch ungewogene Reisen zu den gewogenen und dafür leichte, bereits gewogene zu den »»gewogenen legte. Es wurden also die leichten zweimal, die schweren aber gar nicht gewogen. Durch die Anzeige eines anderen Packers kam die Sache heraus. Die Zollbehörde hat jetzl dem Packer einen Strafzettel über 11855 Mark und 21651 Mk. Entschädigung für die Reisen, deren Beschlagnahmung ersolgen mußte, zugestelll. Die Angelegenheit wird noch die Gerichte beschäftigen. Unseren Aiyeigenkuiiden zur freundlichen Beachtung! Die gegenwärtigen Verhältnisse zwingen uns zu einem srüherenAnnahmeschluh für größere Geschäfts-Anzeigen wir bitten deshalb unsere Bunden um Aufgabe der Anzeigen bis vormittags U Uhr am Tage vor der Aufnahme. Nur dann können wir die rechtzeitige Veröffentlichung gewährleisten und für eine zweckdienliche Satz-Ausstattung sorgen Verlag der Giehener Anzeigers Un»versitätr»Na Die Metall-Felddose ivird während des Feldzuges kostenfrei gelicicri. Der leiäuere» Miiiubruna wegen habe» ivir die halbe 7-laschc Odol sür diesen Zweck gewäbll. 12049r> T ödes-Anzeige. Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten. Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass mein lieber Mann, mein guter, treubesorgter Vater, unser treuer Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Ludwig Heuser heute nacht 2 Uhr nach langem, schwerem Leiden durch den Tod erlöst wurde. Giessen, Offenbach a. M. (Ludwigstrasse 12), den 15. Dezember 1914. Im Flamen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Johanna Heuser, geh. Lvncker. Die Einäscherung der Leiche findet auf dem Friedhofe zu Offenbach in aller Stille statt. Beileidsbesuche werden freundlichst dankend abgelehnt. 08401 " 4 ,- Den Heldentod fürs Vaterland starb bei einem Sturmangriff in Russland in der Nacht vom 30. November bis 1. Dezember unser einziger Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Ilernmsisi Sclie^ier Finanzaspirant Reserve-Regiment 222, 6. Kompagnie im nahezu vollendeten 29. Lebensjahre. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen: 12351 Familie Schelper Familie Dörr. Giessen (Lindengasse 10), Wiesbaden, 15. Dezember 1914. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir hierdurch allen auf diesem Wege unsern herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Heleue Geissler, geb. Seipp. Lollar, 16. Dezember 1914. 12354 6 Zimmer l'utmnaittaäc 10 elcaantc <> - Hin». - Wohn. der Neuzeit entspr.eingericht. tot. ob. ftmt. z. verm. Fr*» A. r«lrl Ww..Menen »»,, M 2diönc Himinfr=$ol)tt. mit allem Zubehör »>. I. Avril evtl au-i, irüher zu ocruiiei. 1 22381 Vilbmi BftraH C 31 1». Mnlsze Ub n Ä v gebäude. 1. Ztod. bestehenb aus 6 Zimmern mit allem Zubehör, »er I. Avril zu venn. Räb . Pa rterre.__> lt,: " 6 Zimmer Westtar.Wegl 7111.. »egen uber des Babnboss, schöne 5-Zim. Wobm. Balkonuiiv. »er ioiort zu nenn. Nähere». (j;iln, Friedrichstr. 11 I. 1X027 g-Zi«mr-Kihiiuiiß iotort zu vermieten 110000 Näh. Kreb nerftr awe l«i I. Herrfchaftl. 5 Zimmerw. ,». Bad. Gas, el. Licht, iämtl. Zub. u. Gart, in d Vllbelmetr. ionl ob. zu», 1. Avril zu verm. Nah. bei l,.A>lh»0 und Liedig Itrahe 83 i,u Laben. 112240 eclßll Schöne, nrogc 5 Zim > Wohu. «er 1. Avril 1015 zu o erm. N äh Bleichste. 8 tjätli. JÜiIbclmitr. lOfli.,5Zim. Wohnung mit Zubehör io. >vrt zu vermiete». Näheres frrantfMttet Str. 89.I1W75 Burggraben Sc .J^immfrtooönuitfl «et sofort zu vermieten.!» Näheres Union Brauerei. ^ 4 Zimmer Nenenweii U wirb eine ichone 4-Z. W. m. eiet. Lickt, Gas u. «älk. n. b. n. Theot. frei. 108362 I-Zi>»kk-W>. mit Zubehör ioiort zu verm. Friedrichftraste I». >10318 Diabetes baielbit II. Stock. Jöiüiie kWim-Mn. mit iämtlicli. Zubeh. z. verm. 12072! Bahnlibofstraste29II. Ftiebrichftr. 43 p. 4 Zim. Wohnung m. all. Zub. ver Avril z. vermieten. RühereS Fran kinrter Str. 20.1122~<> 3 Zimmer 122481 Eleg. berrickaitliche Wohnung. beit, aus 3 Zint., Bab unb Zubeh, elektr. Licht, sogl.od.znl.Aprilz.v. Näh.bet L.Althoffu.Liebigstr.83.Lad. Eine »rohe I12MI 3=^inniicr=®ofiniina » ii verm. Licker Strafte 9. Kleine 3 Zimmer Wohn, an ruhige Leute zu vermieten. Näheres bei Franz Bette, MäuSburgl«. >12341 , 2 Zimmer 083881 2 •- 3im. - Wohn, und Küche z. v. Kaiier-Allee 34 I Verschiedene \ 121441 BiSmarckitr. 43 ist b. Beri. b. Jörn. Bankbir. Herzog d.7—8-Z.-W, inkl.Heiz. foi. o. a. 1.4. z. v. 21äh. Löberitr. 10 v. Norb Anlage 29, II. Stock. 5—6 Zim. o. 1. Avril z. verm. Näh. Löberitrastelt»». >12143 1 —5-Zim.-Wohnung mit Zbh. Pan. elw. Gartenant. per 1. April 1015 zu verm. 12251 Tiezstraste 10 II. Cil llnlnne 12 l. 5-Zimmer Wohnung. Badezimmer und reichl. Zubeh. v. ioi. ob. später. Ploititrahe5 III., »rohe 6-Zimmer-Wohn. mit Babez. ver I. 4.1915 zu verm. 12203 Näh. Rinn, Dst-Anlage 12 p. 3- 2-, n. l-Zin»nerwohn. u vermieten. Wehrum, srednersirahe 50. 8108 Kleine Wohnun»z.verm. Näh. Lieb i qstr. 61 1. >11488 11443! Kl. Wobnuii» z. vermieten. Rodbeimer Str. 4«. Meine Mnuiig Ä c hör an alleinitehende zuoerl. Frau ober kinderloses Ehepaar gegen Reinigung der Bureauräume ioiort unentgeltlich abzugeben. >12313 Friebrichstrane 8 ». i Üopis iU « vermieten. ** Löwcnaaiie 15. PESSIOS BRAMII. IBellevue!, Neuen Bäue 22. Mob. Haus, Bad. Zentralbeiz. Bon vornehm. Fannl. bestens empfohlen: ab l. Dez. Zimmer frei. Tel. 1085. P"’ 5 Zwei icbön möbl. Zimmer- unterer Stock, zu vermieten. 4lsterweg3512188 ^rcnnöL 5 iNord- ober West - Anlagel per 1. Jlpril 1915 »ei. Schristl. Angebote mit Preis u. 12113 a. b. Giehener Anzeiger erb. ü-W.-Nohn. oder West - Anlagel ver 1. Avril 1915 »es. Schristl. Angebote mit Preis u. 12345 a. b. Giehener Anzeiger erb. saut), möbliert« ftinnicr womögl.Zeniralheiz.geiucht. Schriftliche Angeb. u. 08392 an ien Giehener Anzeiger. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir hierdurch unseren besten Dank. Jni Namen der Hinterbliebenen: Jda Werner, geb. .Aas!. Gießen, den 16. Dezember 1914. 0S , 98 Danksagung. Zur die vielen Beweise inniger Teilnahme an dem so schweren Berluite meines lieben unvergehlichen Gauen, unseres guten BaterS, Sohnes, Schwiegersohnes, Bruders und Schwagers, des ^((>»11011)1$ Sobioiit SUingdfiöftr sagen wir aus diesem Wege allen Freunden und Bekannten, insbesondere Herrn Psarrer Barth sür seine trostreichen Worte am Grabe, den Vereinen und verwundeten Kameraden, sowie sür die viele» Kranz- und Blumensvenden unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Oppenrod, den 15. Dezember 1914. idiulentlopfö Mchcii das zu Hause schlafen kann, sür leichte Hausarb. »es. ( 1K7 ‘ Franks. Str. 57, Garte,ib | Möbl. Zimmer | oder Fräulein s. Zigarren- Fabrik, »egeben. Falles sür einige Stunden tägl. gesucht, a»ch wird ein Lehrling angenomm. Schristl. Angeb. unt. 12290 a. d. Gieh. SInzeig. Aiinilerer 5 t ausmann mit guter Schutbildg., schöner Handschrift, mögt Stenogr., I«. Zeugn., ver bald gesucht. Schristliche 2tngeb. u. 08391 an de» Giehener Anzeiger. Suche sür Ansang Januar !^Mgkikbtn;U'Lr Geschältsst. b. Gieh. Auz. Bin tifttij. PserhekneA gesucht. Dauernde Stellung. 083891 _ 6. Rübs amcn. '""TUcblitfii, tlfllHce. Hausmädchen gesucht für kleinen Haushalt. Näheres in der GeschästS- stelle des Giehener SInzeig. HkMS MMen m, *' ter 16 Jahreiü für tagsüber per sofort od. 1. Januar gesucht. Näheres in b. Geschäftsstelle beS Giehener Anzeig 112373 Stellengesuche Schuhmacher 47J.,selbständ.gearb.,wünscht Stell». Wild. Scharmanu, Kestrich, Post Gr.-Felda. ° - Sinütrprfiimii sucht Stelle s. nachmittags. Schristl. Angebote u. 0K96 a. b. Giehener Anzeiger erb. Aklter. besseres Fräulein möchte bie Führung eines bürgerl.frauenl.Haush.über- nebmen. Schristl. 2Ingeb. unt 12306 a. d. Gieh. -Inzeig, erb. Arbeitspferd auch zum Lausen sehr geeignet preiswert zu verk. b. Wilhelm Watzenborn. Södel iWetterans. Tel. Nr. 1 21 ml Wölfersheim. Mehrere gute Arbeitspferde billig zu verkaufen. >12377 Himmrich Prandplatz 5. Seutidifr 3 d)äieri)nnii wegen Einrücken zu verkauf. 12355, Kaiser Allee 39. z. verlaus. 13,5 Wellntr. IIII. Militär. Aus Artillerie - Geschirrarbeiten stelle fortwährend Sattler zu den höchsten Löhnen, wie sie die Berliner Innung zahlt, ein. Benötige 20—30 Mann. Ich vergebe auch bei sehr guter Bezahlung Heimarbeit aus Sattlerarbeiten. 1202 ‘ Geschirrfabrik L. Bölzing, Groß-Fclda. Kanarienvögel seine Sänger, zu verlausen. 0 8291, Sonuenstrahe 18. Gebrauchtes Sofa wegzugshalber billig zu verlausen. Anzusehen bei Ebr. Arnold, Polstergeschäst. Babnbosstrahe 31. >12379 Ncnc Wns^niaslliine zu verkaufen. 12356 Näh. Frankfurter Str. 59. um7| 2 (( tc jüren u. Fenster z.verk FrankfurterStr.29. Drei sehr schöne ^lcanderbänme zu verkaufen. >12353 Näh. Kaiser-Allee 23p. LSPack-Kisten zu verkaufen. 08395 («abelsbergerftrahe I. Eine Grube Mist I billig zu verkaufen. >12309 Alieestrahe 24. kinj.-llnisormn.-Mnntel > zu kaufen gesucht. >12380 Angebote an Wilhelm Master, Kaiser < Allee 27. (Mr. Hoilnndtr ’Äü 083931 Vidier Strage 15 v. Alteisen.Liimven.Kuoche», Papier, Kupfer, Messing, Zink. Zinn. Blei bei Louis Nolhenberger Neuenweg 22. 163 Ankauf von Lumpen, Knochen, Alteisen und Metall. Imsm FakobSchneller,Steinstr.43 Verschiedenes JIasohlnon*chrciben Stonosraphle BnchfiihrDn» alle Han08402 West Anlage 7. Iai> ^ 1I-S.I4 (tf RoUe 7 Ae 9 Ae usw.ohn. Rücksicht a.d.reg. Preis Frankfurter Tapeten-Fabrlk- Lager, AHerheiligenstr. 36. Dir.: Hermann Steingoetter. Freitag, den l8.Dez. 1914, abends 8 Uhr 6. Freitag-Abonn.-Vorftellg. Gewöbnl.Preiie lermähig» Neuheit! Neuheit! Als ich noch im Pliigeikieide Ein fröhliches Spiel in4Auf- zllgen von Albert Kehm u. Martin Frehfee. Ende nach IR/, Uhr. Soldaten vomFeldwebel abwärts zahlen bei allen Vorstellungen auf2.u.3. Parkett nur halbe Preise. >1235711