Rr. 293 Swettes Blatt Jahrgang Erschein! Isgfich mit Ausnahme btS Sonnürqs. Die „Aietzener ZamiNendläfter" werten dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „ltreirblatt für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschastlichen Zeitsragen" erscheinen monatlich zweimal. @fefper General-Anzeiger für Gderheffen Montag. H. Dezember m Rotationsdruck und Verlag der Brühtschen Universitäls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schristleitung,Geschästsstelleu.Druckrrei: Schul- straße 7. Geschäftsstelle u.Verlag:^E5l,Schrift- leitung: e=® 112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieße». vom rheinifch-westsälischen lrohlensyndikat. w E ssen , 11. Tez. Das Kohlcnsyndikot Kat in seiner Ijejitcgeit Siliung bezüglich Erhöhung der Preise solgendcn Beschluß gcsaßt: „Die Richtpreise ftir Kohlen und Briketts werden um durchschnittlich Mk. 2 .— aus die Tonne erhöht, diejenigen für KokS werden um durchschnittlich Mk. 1.50 die Tonne er mäßigt. Tie neuen Preise gelten vom 1. April bis 31. Aug. 1915, also für 5 Monate." Tie Richtpreise bilden die Grundlage für die Bestimmung der Verkauispreisc im Groß- uich Kleinhandel. Tie Preiserhöhungen wurdeir, wie von uns bereits mitgeteilt, mit der durch die Vermin derung der Bclegsckwsten hcrbeigesührten bedeutenden Steigerung der Selbstkosten und mit den vermehrten Kosten der sür den Bergbau erforderlichen Materialien begründet. Als mutmaßlicher Absatz sür Januar wurden 65 Proz. in Kohlen, 80 Proz. in Briketts und 30 Proz. in Koks angenommen und dementsprechend die Beteiligungsanteile festgesetzt. In, November 1914 betrug bei vicr- nndzwonzrg Arbeitstagen der auf die Beteiligung entsaftende Absatz 4 600119 Tonnen gegen 4 667 084 Tonnen im Oktober. Tas sind 65,29 Proz. der Beteiligung gegen 58,88 Proz. im Oktober: arbeitstäglich ergeben sich 191 679 Tonnen. Gegen den November des Vorjahres ergibt sich ein M i n d e r v c r s a n d von I 436 390 Tonnen, das macht anj den Arbeitstag weniger 69 366 Tonnen gleich 26,57 Proz. Der Koksabsatz stellte sich ans 548 466 To. gegen 566 725 T. im Oktober. Tas sind 35,33 Proz. der Beteiligung gegen 34,90 im Oktober. Im November vorigen Jahres betrug der Koksabsatz 807 797 Tonnen oder 56,62 Proz. der Be- keiligurzg. An Briketts tmirden 335 807 Tonnen gegen 304 681 Tonnen im November versandt. Tas sind 87,96 Proz. der Beteiligung gegen 72,03 Proz. im Oktober. Ter Versand in Briketts ist also gegen den Vornionat etwas gestiegen, während er in Kohlen einen kleinen Rückgang anin>eist, weil der November weniger Arbeitstage zählt: arbeitstäglich ist der Koblcnvcnand bedeuteiid höher als im Oktober. Die Förderung stellte sich auf 5 753 293 To. gegen 6 041 509 Tonnen im Oktober und 7 0891848: sie ist also gegen Oktober um 7,13 Proz. und gegen November 1913 um L9 Proz. geringer. Sodann wurden die Anträge des ?lusschusses auf Abänderungen im neuen Snndikatsvertragc mit großer Mehrheit angenommen. Ter Entwurf, des neuen Syndikatsvertrages ist nunmehr durch Mehrheitsbeichluß der Zechenbesst-cr genehmigt und soll in der aus den 23. Januar rugesetzten Zechcnbeswerver-- samürlung den jetzigen Svndikatsmitglüdern zur Uriterschrift vorgelegt werden, vorausgesetzt, daß die bis zum 20. Tezember eiu- Lefordertrn Erklärungen über die Berzichtleistung bis zuin 1. 'Oktober 1915 aus Bertäuse ab 1. Januar 1916 sämtlich cingchen. Es wurde hierbei bekanntgrgebcn, daß der preußische Ru1,rsiskus sich bereits erklärt hat. eine dicsbwmglichc Verpflichtung einzugcfteu. Dazu ist zu bemerken, daß die eingangs mitgeteilte Preiserhöhung sür Kobeln sür alle Zechen Anlaß sein wird, die verlangte Berzächrleistung bis zum 20. Dezember eiuzngehen. Mit dieser ^Berzichtleistung begeben sich die Zechen des ihnen nach dem Syvdiktas vertrug zustchenden Rechts, ab 1. Januar 1915 Verkäme für eigene Rechnung vorzunctznteir, falls das Syndikat mcht rechtzeitig bis dahin wieder erneuert ist. Sie verpflichten sich, bis 1. Oktober 1915 aus Eigenverkäufe zu verzichten, damit umu Jßett gewinnt, die «noch den Krieg vewögerte Erneuerung des Syndikats bis daliin zu bewerkstelligen 9kach den obigen Mitteilungen sollen nun die von dem Ausschuß sür die Erneue- mmg des Syndikats beantragten Abätiderrmgeii im Bertrags- entmurs genehmigt und der neue Bectraqseuttimrf der am 23. Jdnwii stattsindenden Versammlung der Zechenbesitzer zur Unterschrift vorgelegt werden. Tic Frage bleibt nnr. ob alle Zewen -rhrc Unterschrift geben werden. Es ist nicht das erstemal, daß der umredigiertc fertige Vertragsentwnrf, der Versammlung zu: llnterschvist vorgelegt wurde. Noch sedesinal kamen schwerwiegende Bedenken gegen die eine oder andere Bertragsbestimmung zum Vorschein. Es wird am 23. Januar kaum anders sein, zumal die gegenwärtige günstige Verfassung des .ikohkenmarkts bei vielen Zechenbesitzern die Ansicht hat aufkominen lassen, daß die Syn- dikatserneuerung zurzeit weniger dringlich sei und die Schaffung eines Provisoriums vollkommen genüge. lieber verschiedene Neuerungen ffn Syndlkatsvrrtvag herrscht mich heute noch keinesfalls Uebereinstiniurung. Tic Meinungsverschiedenheiten znnschen den reinen Zechen rrrrd den Hütteirzechcn über die Berbranchsbetei- ligung. und den beschränkten Kohlenzukani sür die Koksberstellnng bestehe» fort und die Bemühungen einzelner Hüttenzechen, den ihnen besonders unbegneinen 8 14 des neuen Snndikatsvertrags, der die Beschränkung des Kohlenzukanfs präzisiert, ivieder zu streichen, dürsten kaum von den reineir Zechen Unterstützung finden. Auch iu eurer Reihe weiterer grundlegender Bestimmungen bestehen noch Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Zechengruppen, die bis zunr 23. Ja,mar kaum beseitigt sein können. Tie Bereitwilligkeit des Ruhrfiskus, bezüglich des sistier- ten Verkaufs die gewünschte Verpflichtung cinzugehen, läßt aber die Hoffnung zu, daß wenigstens das Provisorium bis 15. Oft. 1915 am 23. Januar zustande kommt. Aus Hessen. Vorläufige Bildung der Kammern und Eröffnung des Landtages. Ter kommende Landtag (36.) ist, wie bekannt, durch landesherrlichen Erlaß vom 18. v. Mts. auf Mittwoch, 16. Dezember, zur Beratung imfr Beschlußfassung von Vorlagen, die infolge des Krieges geboten sind, cinbcrufen. Znuächst hat die vorläufige Bildung der Kammern zu erfolgen. Zu diesem Zwecke versammeln sich am 16. vorm. IOV 2 Uhr die Mitglieder jeder Kammer fiir sich in ihrem Sitzungssaal: sobald die Anwesenheit bei der Ersten Kammer von 14 Mitgliedern, bei der Zweiten Kammer von 30 Mitgliedern festgestellt ist, nehmen die landesherrlichen Bevollmächtigten — für die Erste Kammer «taatsrat Wilbrand. für die Zweite Kammer die Herren Staatsrat Dr. Best und Ministerialrat Hölzinger — die vorläufige Bildung vor. Hiernach sinden die Wahlen des Vorstandes in jeder Kammer statt'. U'nt 1B/z Uhr vereinigen sich beide Kammern in dem Sitzungssaal der Zweiten Kammer zur feierlichen Eröffnung des Landtags, die diesmal ö f f c .n t l i ch ist. Diese geschieht durch Staatsminister Dr. v. Ewald ans Grwnd des ihm erteilten Allerhöchsten Auftrags. Hierbei wird der Staats ininister eine Rede an die Ständeversammlung halten. Nach der Eröffnung des Landtags verlassen die Mitglieder der Ersten Kammer den Sitzungssaal der Zweiten Kammer, worauf alsdann die erste Sitzung^ der Zweiten Kammer stattsinden wird. ._ Höchstpreise für Mterlartoffeln. Das Wolfs-Bureau veröffentlicht folgende Bekamitmachung über die Höchstpreise für Futterkartosseln und Erzeugnisse der Kar- tosseltrocknerci sowie der Kartosselstärkcsabrikation, vom 11. Dezember 1914. Aus Grund des 8 3 des Gesetzes, betreffend .höchstpreiie, vom 1. August 1914 cReichs-Gesctzbl. S. 339) in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Oktober 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 458) hat der Bnndcsrat fotgende Verordnung erlassen: 8 1. Der Preis sür die Tonne inländischer Futter- oder Fcld- kartofseln darf beim Verkauf durch den Produzenten nicht übersteigen : im ersten Preisgcbiete, nämlich in den preußischen Provinzen Ostpreußen, Westpreußen, Posen, Schlesien, Pommern, Brandenburg, in den Großherzvgtüniern Mecklenburg-Schwerin, Mecklen- burg-Strclitz 36 Mark: ffn zweiten Preisgebiet, nämlich in der preußischen Provinz Sachsen, im Kreise Herrschaft Schmalkalden, im Königreiche Sachten, nn .Großherzogtume «astücn ohne die Enklave Ostheim a. Rhön, im Kreise Blankenburg, iin Amte Calvörden, in den Herzogtümern Sachsen-Meiningen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Koburg-Gvlhr ohne die Enllave Königsberg i. Pr., Anhalt, in den Fürstentümern Schwarzburg-Sondershausen, Schwarzburg-Rndolstadt, Renß ältere Linie, Reuß jüngere Linie 37,50 Mark; im dritten Preisgebiete, nämlich in den Preußischen Provinzen Schleswig-Holstein, Hannover, Westfalen ohne den Regierungsbezirk Ansberg und den Kreis Recklinghausen, im Kreise Grafschaft Schaumburg, im Großherzogtum Oldenburg ohne das Fürstentum Birkenfeld, im Herzogtume Braunschweig ohne den Kreis Blankenburg und das Amt Calvörde, in den Fürstentümern Schaumburg-Lippe, Lippe, in Lübeck, Brenicn, Hamburg 39 Mark: im vierten Preisgebiet, nämlich in den übrigen Teilen des Deutschen Reiches 40,50 Mark: Dem Produzenten gleich steht jeder, der Kartoffeln verkauft, ohne sich vor dem 1. August 1914 gewerbsmäßig mit dem An- oder Verkaufe von Karwsfeln befaßt zu haben. Der Höchstpreis eines Preisgebietes gilt für die in diesen« Gebiete produzierten Kartoffeln. Die Höchstpreise gelten nicht ftir Verkäufe, die eine Tonne nicht übersteigen. 8 2. Der Pc Äs für Erzeu.gnll.fse der inländischen Kartosseltrocknerei und Kartofselstärkesabrikation darf beim Verkaufe durch den Trockner oder Stärkefabrilanien nicht übersteigen für den Doppelzentner: Kartoffelstöcken...... 23,50 Mark, Kartoffelschnitzel...... 22,25 Mark, Kartofselwalzmehl...... 27,50 Mark, trockene Kartoffelstärke rmd Kartosselstärkemehl 29,80 Mark. _ Bei allen weiteren Berkäusen dars der Preis nicht überstek- gcn ftir den Doppelzentner: trockene Kartoffel- Kartoffel- Kartoffel- Kartoffel- stärke u. Kar- flocken schnitzcl walzmehl toffelstärkemehl in der prenß. Provinz Ostpreußen .... 24,30 23,05 27,80 30,10 in den übrigen Teilen des ersten Preisgebiets 25,30 24,05 28,80 31,10 iw. zweiten Preisgebiele 25,80 24,55 29,30 . 31,60 „ dritten „ 26,30 25,05 29,80 32,10 „ vierten „ 26,80 25,56 30,30 32,60 Die HöchstvrÄse im : Ws. 2 erhöhen sich bei Verkäufen, die eine Tonne nicht übersteigen, um 0,60 Mark sür den Doppelzentner. Ein nach den Absätzen 8 oder 3 bn einem Preisgebiete bs- stehender Höchstpreis gilt sür die Erzeugnisse, die in diesem Ge-i faict abzunehmen sind. 8 3. Tie Höchstpreise (8 l und § 2) gelten fiir Lieferung ohne Sack, bei Kartosselivalzmehl, trockener Kartoffelstärke und Kar- tofselstärkemelst ftir Liesencng mit Sack. Sie gelten ftir Barzabtnng bei Empfang. Wich der Kaufpreis gestundet, so dürfen bei den Höchstpreisen nach 8 1 üud 8 2 Abi. I bis zu 2, bei den Höchstpreisen nach 8 2 Abs. 2 bis zu 1, bei den Höchstpreisen nacht 8 2 Ws. 3 bis zu 3 vom Hnn dert Jahreszinsen über Reickrsbanwiskont hinzugeschlagen werden. 8 4. Tie Höchstpreise nach 8 1 und 8 2 Abs. 1 schließen die Kosten des Transports bis zum nächsten Güterbahnhpfe, bei Wassertransport bis zur nächsten Anlegestelle des Schiffes oder Kahnes sowie die Kosten der Berladuirg ein. Tie Höchstpreise nach 8 2 Abs. 2 schließen die Kosten des Transportes bis zum 'Bahnhof des Ortes ein, wo die Ware ab- znnehmen ist. Tie. Höchstpreise nach 8 2 Abs. 3 gelten ab Lager. 8 5. Tie Höchstpreise nach 8 l^iind 8 2 Abi. 1 und 2 dieser Verordnung sind Höchstpreise im Sinne von 8 2 Ws. 1. Die Höchstpreise nach 8 2 Ws. 3 dieser Verordnung sind Höchstpreffc ini Sinne von 8 2 Abs. 2 des Gesetzes, betreffend HöchstprÄse, vom t. August 1914 in der Fassung der-Bekanntmachung über Höchstpreise vom 28. Oktober 1914. 8 6. Diese Verordnung tritt am 14. Tezember 1914 iu Kraft. Ter Bundesrat bestimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens. Zusammenstoß eines Lazarettzuges mit einem Güterzng. München, 12. Dez. (Ndcldnnq der Korrespondenz Hoffman».) Die Kgl. Eisenbahndirektion teilt mit: Am 11. Dezember abends ist ein von Saarbrücken kommender und nach Karlsruhe bestimmter, mit 260 Berwundeben besetzter Lazarettzng in der Station Rohrbach bei St..Ingbert auf den im dritten Geleise stehenden Güte»- zug 2838 aufgefahren. Beide Lokomotiven des Laza rottz-nges sowie ein hinter der Lokomotive lcrnsender Hetz' wagen und zwei Wagen am hinteren Ende des Lazarett- zuges sind dabei entgleist. Vier Wagen des Güterzpgps wurden zertrümmert. Der Lokomotivführer der Vorspann- lokomotive des Lazarettzuges wurde leicht verletzt. Sonst sind keine Verletzungen weder beim Lazarettzng noch beim Personal des Güterzuges eingetretm,. Sämtlich»' Geleise waren gesperrt. Seit 1 Uhr nachts ist das erste und seit 8 Uhr vormittags auch das zweite Geleise wieder frei. Die Ursache ist noch nicht endgültig festgestellt Vermutlich liegt eine fehlerhafte Bedienung der Stellwerk- anlage vor. Tie Insassen des Lazarettznges wurden in einem später eingetroffenen leer zum Kriegsschauplatz fahrenden Lazarettzng einquartiert und sodann aus Lazarette der Strecke Rohrbach-Homburg-Nennkirchen verteilt ülehlspeisen - Suppen ausDr. Oetker’s Gustin sind billig, nahrhaft und wohlschmeckend’ Keine deutsche Hausfrau wird noch das englische Mondamin kaufen <ßicftcttcr Stadttheater. Die Schmetterlingsschlacht. Komödie von Hermann Sudermann. Nur VorÄngenoimnenheit kann leugnen, daß! der Verfasser der „Ehre", der „Heimat" und von „Sodoms Ende" irgendwo in seinem Herzen einen Gefühls- und Empsmdungswinkel besäße. Als Sndermann vor am paar Jahren seinen „Beftler »on Syrakus" aui die Deutschen Bühnen sandte, hat man ihm^ vielfach diesen Winke! streitig machen wollen, ihm mit einer großen Einmütigkeit effektvolle Mache und theatralische Rechenkunst^ als die FundameMe seines Schaffens vorgeworscn und nnt einer gewissen Schadenfreude die Wirkung sÄner Ichövinngen fraglos verallgemeinernd jn» die groben Register des blanken Erfolghungers gestellt. Suderuwnn hat mit seinen! „Bettler" das Urteil über seine Knust in einer Art beÄnftußt, daß nmn es schon vom Stcmdvunkt lileranscher Bildungsbeslisfenheit begrüßen kann, wenn man Gelegenheit bekommt, an Hand des Genusses eines sÄner jüngeren Werke fich zu eÄnnern, daß Her- inann «ndermorm nicht immer nnt geballter Faust dahin schlug, wo andere leife, wie mit einem Fittich die Stirn streiften, nnt anderen Worten, daß cr nicht mir Regisseur, sondern auch — Dichter ist. Seine zeichnende Hand ist unheimlich sicher. Wer well er wÄß. daß der TeiNsche seine Senlimentalftät liebt, so Vev- zichtet cr nicht aut den voÄischen Khusgang^ und hütet sich loohl, die Welt ungeschminkt zu zeigen und der Satire nidft ani Ende doch noch eine liebenswürdige Ntoral anzuhängm. So entstand wenigstens „D i e .S ch m e t t« r l i n g s s ch l a ch t". Tie mit virtuoser Intimität gezeichnete Famllienkomödie der glänzenden Misere derer, die »ach anßmi „auf sich haktenl", zuchause aber die Kaffeebohnen zählen müssen, und deren Mvha unh Omega die Jagd nacb der guten Partie ist. Eine gantz böse ^atroc würde daraus werden, wenn eben Sndermann nicht ans diese llnannchm- lichknt verzichtete und die Fanülienmoral on einem reinen Seelchen gesunden ließe — soweit dies möglich ist und erraten iverden kann, lieber der Frage, wie weit es damit gedeiht, fällt bekanaN- lürf> zum letzten mal der Vorhang Wie weft der DrnmMiker die Phantasie seines Publikums beschäftigen will, das ist bÄ solchen FragezÄchcnschlüssen eigenllich eine mehr äußerliche Frage, ebenso wie die Schmetterlinge ivenig mit denn inneren Gehdlt des Stückes zu schaffen haben. Jedenfalls verklingt die vikanie Melodie unter versöhnlichen Tönen, wie sie auch in ihrer FarbigkÄt bald vergessen lässt, wie unsagbar beaucm cs sich Sndermann mit seiner' Exposition gemacht hat: Ein vaar vorstellendc Handbewe- gnngen und gemütliche llTfterhaltnngeu, und der Stein rollt. Einen Sudermannabend der hefte» Art gab gestern unser Theater, den sich mft gutem Gewissen ein paar Hundert Menschen mehr hätten ansehen können. Sie wären gewiß auf ihre Kosten gekommen. Ganz im GÄst der Komödie restlose Uebertragung des Lebens auf der Bühne. Da war jede Gestalt vorzüglich gespielt. Tie fÄn gestÄchelten AuftÄtte und der RÄchtnm des Stücks kanien zu lebendiger Spiegelung. Ter erste Dank dafür gebührt Phlline Wen gerbt, die als Rösi Äne überaus sÄne, ausgeglichene Leistung bot und Äne vollkommene Vermischung der DarstelleÄn mit dem Tarzustellcnden zeigte, Än Aufgehn in der sympathischen Welt schwärmenden Jungmädchentums, das von tavserem Ovscrsinn und rührender Naivität wie von Änem .HÄligenschein nmkränzt wird. Wenn wir nicht nach dem Theaterzettel sondern nach unserer Be- weÄung der LÄstungen gehn, möchten wir an zweiter Stelle Carl R o 11 e ck nennen, dessen Aufgabe allerdings kÄner psychologischen Anstrengungen bÄ>aft, der aber den mit allen Wassern gewaschenen, kaltschnäuzigen, smaÄen, selbstgefälligen GeschästsrÄsenden mit so viel ergötzlichm Bildtreue über die Bühne flanieren ließ, daß er Än gut TÄl am Enolg beansvruchen dan, und sogar mit Äner zÄtgemäßcn volftischen Spitze auswartete, die ihm verständnisvollen BÄsall aus ossener Szene Äutrug. Kitty Sonntag-Blume zÄchnÄe das etwas zwÄsclhastc Cha- rafterbild der lebensftohen jungen Witwe gÄchickt nach, und Auguste F r e n z e l als die mit drÄ HÄratssähigen Töchtern gesegnete, fürs Air und das Glück der Kinder zu jedem Opfer bereite Mutter, bewährte ihr sicheres DarstÄlungsvermögen. Walter Dworkowski, der auch für die Svielleitnng zeichnÄe, stellte mit viel eigener 'Ausgestaltung den galligen, zitronensmirrn Geldsack- rÄter Winkelmann ganz famos heraus. Auch die übrigen Rollen, das anspruchsvolle Gänschen Laura in Maria Schild, der am Gängelband und hinters Lickst geführte gute Kerl Max in Ferd. St ei »Hofer und der Firlefanz Wfthelm Vogel in Ludwig Grosser, fanden ihre sachgemäße Vertretung. SÄnen Stimmungen angepaßt erziÄtc das Stück so denn auch verständnisvolle Heiterkeft sowohl als angenehme Rührung und als ganzes wohlverdienten und gern geipcndelen BÄsall. -a-, * Deutsche ttunft in Zeindeslanv. Ein Mitarbeiter schreibt uns «ns dem Felde: Die «llte Kathedrale von Laon, von deren Türmen inan bei klarem Wetter die Türme von Reims am Horizonte hernber- tvinken sieht, erlebte ain ersten 'Adventssonntag ein merkwürdiges Ereignis. Die alte, ans einem hnseisensürmigen Bergkamm über die Msne- und Oise-Hügel emporragende Stadt Laon ist von der deutschen Heeresleitung zu einem der wichtigsten Etappenplätze gemacht worden!: sie ist ein bedeutender Eisenbahnknotenpnnkt und beherbergt wohl ein Dutzend meist spezialisierter Kriegslazarette. Zu dem zahlreichen Personal all dieser Einrichtungen gesellen sich Truppen, die hier in Reserve liegen, und täglich kommen zahlreiche Offiziere und' Mannschasten aus den nahen Schützengräben herein, um allerhand Bedürsnisie zu befticdigen, sei es nach neuen Nachrichten, sei es nach Lebensmitteln, Bekleidungsstücken, Heizmaterial usw. In dieses bunte deutsche Leben ist mui auch die deutsche Kunst eingegliedert lvorden, dank der Tatkraft Professor Fritz Steins, der gerade in diesem Herbst die Nach- solgerschafl Max Negers an der Meininger Hoskapellc hatte antreten sollen, aber vorerst als srnwilliger Kriegskrankenpfleger mit ins Feld gerückt ist. Stein griff auf einen Gedanken zurück, den er schon in seiner alten Wirkungsstätte Jena seil Begirm des Krieges mit großem Erfolge verwirklicht hatte, nämlich den der mus tkalischen Andacht in der Art der berühmten Leipziger Motette, jedoch mit Bevorzugung der Orgelvorträge. So trug denn das deutsche Heer nach Frankreich hinein den denffchesten Musiker, und deutsch war es auch, daß der denffchc Soldat die langentbehrte künstlerische Erbauung mcht in leichter Kimst, sondern in der schwersten und höchsten erleben wollte. Bach stand mit der dreiteiligen Fuge Ed-dur an der Spitze des Programms und war ferner mit dem Orgelchoral „Herzlich tut mich verlangen", sowie mit dem Cyoralvvrspiel „Wachet ans, ruft uns die Stimme" vertreten. Prof. Stein wurde unterstützt durch die Ntistin Mapga Spoor-Berlur, die chrem Gatten als Krankensckstvester ins Feld gefolgt ist, sic sang Mozarts „Ave verum Corpus". Keiner der Deutschen, die jene Wendstunde in den mächtigen Hallen der französischen Kathedrale miterlebt haben, nnd wohl auch keiner der Einheimischen, wird die musikalische Feier vergessen, und unvergeßlich wird es auch sein, wie die ganze Gemeinde sich zu dem Gesänge dc's Mtniederlündischen Tankgol>ets der- einte. K. SB. Durch frühzeitige Einkäufe sind wir in der Lage, unsere meisten Artikel heute noch zu alten niedrigen Preisen verkaufen zu können. Wir empfehlen als Bett-Damaste Weisse Halbleinen Weisse Piques Weisse Hemdentuche Schürzenzeuge Banmwoll-Flanelle Fertige Bettwäsche Handtücher Tischtücher Servietten Hamen-Hemden von Kretonne Hamen-Hemden von Croise Hamen-Nachthemden Hamen-Beinkleider Hamen-Nachtjacken Farbige Flanell-Hemden Farbige Beinkleider Farbige Nachtjacken Binder-Hemden Servier-Kleider Kolter in Wolle nnd Baumwolle Kamelhaar-Hecken Biber-Bettücher Waüel- und Pique-Decken Tüll-Bettdeckeü Tischdecken Steppdecken Puppen-Steppdecken Herren-Wäsche Dnterzenge Schürzen jeglicher Art in schwarz, farbig und weiss Taschentücher in grosser Answahl, weiss und farbig 12214m Haltestelle der elektrisch.Strassenbahn Bahnhofstrasse 44 Haltestelle der elektrisch.Strassenbahn Balfcnhofstrasse 44 Mitglied der Rabatt-Sps »snigung Saarburs, den 11. Dezember 1914. Aus den Gemeinden Winnerod, Reiskirchen, Linden- ttruth und Bersrod ist nur eine Waggonladung Liebes- naben für die KriegSgeschädialeu des Kreises Saarbura i. L. zugcgangen. Den einzelnen hochherzigen und ovierwilligen Spendern auö den genanmen Gemeinden, insbesondere nber dem hochwürdlgen Herrn Pfarrer Hoimann zu Winnerod beehre ich mich namens der Geschädigten den berzltchsten Dank auSzusprechen. 12319 Der KreiSdirektvr. Bekanntmachung. Die in 1878, 1874. 1873, 1872, 1871, 187« und m 1. August bis 31. Dezember 18«» geborenen »nanSgebildcte« Landsturmvstichiigeu II. ÄuigcbotS werden bicrmii ausgesorderi, „ch vom 16. bis 2». Dezember 1911, vormittags von 8 bis 12 Uhr nnd nach uüttags von 2 bis 6 Uhr, im Rathaus am Marktplatz unter Borlage ihrer Miliiärvavicrc (oder anderer AuS- weispapierel zur Landsturmrollc zu meiden. Wer die Anmeldung in der vorstehend gesetzten Frist unterlähi. wird mit Freiheitsstrasc von 8 Monaten bis zu fünf Fahren befhroft. (stieben, den 12 Dezember 1914 Der Oberbürgermeister. I. B.: Emme lins. 122936 Einladung z«r Ergänzungswahl des Vorstandes der israelitischen ReligionSgemcinde Gießen. Es wird zur Kenntnis der Interessenten gebracht, daß in Gemäßheit der Bestiinmungen der Wahlordnung für die Wahl des Vorstandes der israel. Religionsgemeinde Gießen vom 4. August 1871 infolge Ablaufs der Wahlzeit des Mitgliedes Herrn Siegmund Roscnbaum eine Ergänzungswahl notwendig geworden ist, und daß diese Wahl Freitag, den 18. Dezember IN 14, IM Sitzungssaale des Gemeindehauses in der Lony- straße dahier stattfinden soll. Alle nach §§ 2 und 6 der Wahlordnung Stimmberechtigten werden z» dieser Wahl mir dem Bemerken eingeladen, daß die Abstimmung in den Stunden von 1« Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags staltfindet. Zum Wahlkommissär wurde Herr Max Fried- berger ernannt. ia97D Gießen, den 14. Dezember 1914. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. S. Heichelheim, Geheimer Kommerzienrat. Feine Damen-Schneiderei NI. Harth Seltersweg 75 msoij Telefon 406 Holzverkauf in der fürstlichen ObersSrsterei Sich. Die fürstliche Obersörsterei Lich verkauft freihändig ans dev, Distrikt Riedwald in verschiedenen Losen wlgen- deS Nutzholz: tenbauhol» und ., 267 @i ftnt, 267 Stau habet). Los, Abteilung 16a, schwaches ylchtenbauholz lein stärkerer Stamm habet) und Fichien - Derbstangen, 31 Siämme — 7,00 Sitm., 46 Derbstangen — 3,98 Mstm. 3. Los. Abteilung 18, schwaches Uchtenbauholz und Jichten- Derbsiangen, 73 Stämme -- 17,27 ,Htm., 6 Derbstangen “ 0,86 Fstm. 4. Los, Abteilung 11, Kiefernbaubolz Imeistens in der Stärke von 18 bis 28 am Milten- durchmesser) und starkes Fichienbaubolz, 182 Kiefern --- 76,2l Fstm.. 11 Sichten -- 12,69 Fstm. S. Los, Abteilung 10a, Kiesernbauholz und Jichlenbauholz, 7 Kiesern --- 2,87 Hilm., 21fichien -8,79 ststur 6. Los, Abteilung!, Uchtenderbstangen >3 Stämmchen habet) 939 Stück 41,02 sfsttn. 7. Los, Abteilung 3, Fichlciibaubolz II Derbstange dabei und ein stärkerer Stamm) 8 Stück 2,79 J-stm. ES wird alsbald und zu jeder Zeit in Ber° Handlung getreten und bei gutem Gebot der Zuschlag erteilt. Kleine Korrekturen bei den Kestgehaltsaugabeu bleiben noch Vorbehalten. [1229SB (^•Ziehung 19.u.21.Dezcmbcri ‘Weihnächte MM des Thiipinger lHuseums m Eisenach. 3333 0euhnne Hus.mark 15000 ®tS 68 S co 50810 Bar ohne Abzug zahlbar Losezul.!Hk. , " rt ”" iish c. hl 25.Pfg.ulra durch Lofferiebank G.m.b.H. •Eisenach. Ferner in den durch Plakafe kenntlichen Verkaufsstellen. , Rudolf Moste,'Annoncen ErpcditionF rankjurt a.M. 12171ss OrtSgravve Gictzru. Anskunftftelle für Zraueilbenlfe. Frauen n. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft sür nüe Berufe imaltenRakhaus, Marktvlatz 14, Dienstag nachmittags von 6'/, bis TI, Uhr. _ V » Rechtrschutzsteke. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft in Rechtsangelegenheiten im alten Rathaus Marktplatz 14 Mittwoch nachmittags von 6V<—8 Uhr Weihuaehfs-Lollepie. Kiehnn«; am 21 . Dez. 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Er beichivörl als höchste Verkörperung des Tcutschtmns die Heldengestalt Arminius herauf, die dann so ost den Deutschen in ihren Kämpfen vorangeteuchlet, und er spricht es aus, daß die Deutschen noch immer die unbezivinglichcn Krieger und rernen Naturen seien, wie die allen Germanen, aber zugleich Kulturmenschen, die das Pulver und die Buchdruckerkunst crsnndcn. Lelbst Eaesar und Cicero müßten ihre Taten und Reden beioundern, F r i s ch l i n hat diesen Gedanken in seinem „Julius redivivus" dra- inatisch gestaltet. Meißner ihn überiwnimen, und so hat die,er Triunrph des Deutschtums über das Altertum noch aus Bismarck gewirkt. Wie Sutten den ruheichen „Deutschen Aar" feiert: ^Ent schwingt er deur Boden sich kühn in die offenen Lütte. Wehe, wie breitet er dann Schrecken und Furcht um sich her!", so hat Luther gesagt: „Deutschland ist wie ein schöner weiblicher Sengst, der Futter imi> alles genug hat, was er bedarf: es fehlet ihm aber an einem Reuter; es ist mächtig genug an Stärke und Leuten: eS mangelt ihm aber an einem guten Haupt." Wieder klingt hier etwas von Bismarck an, der gesagt hat: „Sehen wir nur Deutsch' land in den Sattel; reiten wird es schon können." Der 30jährige Krieg, der das größte Elend über Deutlchland bringt, läßt dafür die Prophezeiungen wie glänzende Sterne einer fernen besseren Zeit am dunkeln polittschen Horizont aufsteigen. In einen, prachtvollen uittcr leichten, Humor tiefen Ern,, bergenden Traumbild sc-ines „Simplicissimus" läßt Grimmelshausen einen „Erzphantasten", der sich für den Gott Jupiter ausgibt, von einen, neuen deutschen Weltreich künden: „Jch^ will einen deutschen Helden erwecken, der soll alles mit der Schärfe des Schwertes vollenden. Zulehl wird er den größten Polentaten in der Welt befehlen und die Regierung über Meer und Erden so löblich anstellen, daß beides, Götter und Menschen, ein Wohlgefallen darob haben sollen. Die Könige in England, Schweden und Dänemark werden, weil sie teutschen Geblüts und Herkommens, der in Hispa- nia, Frankreich und Portugal aber, weil die alten Teutschen iclbige Länder hiebevor auch eingenommen und regiert haben, ihre Kronen von der teutschen Nativ» aus freien Stücken zu Lehen enipsangen, und alsdann wird wie zu Augusti Zeiten ein ewiger beständiger Friede in der Welt sein." Ja, Deutschland wird sogar auch das Kulturerbe Alt-Griechenlands antrcten, und Jupiter selbst gelobt, ,,alsdann die griechische Sprache abzuschwören und nur teutsch zu reden". Mitten aus de», grausigsten Kriegseleud blüht in dem Roman dies Gemälde künftiger Herrlichkeit heraus, und die Deutschen erscheinen nicht nur als das weltbeherrschende, sondern auch als das klassische Volk der Neuzeit, ivaS die Weimarer Olympier und die Frichro»,antiker mit größerem Recht ebenfalls predigten. Dem lustigen Phantasiegespinst des Dichters steht die viel tiefer gegründete Anschauung des Philosophen zur Seite. L e i b n i» hofft und Iivibkt für ein neues, von Deutschen geschaffenes heiliges, römisches Reich, dem alle Fürsten der Erde Achtung und Ehrfurcht daibringeu. Der Prophet einer höhere» Haruwnie und Einheit, die in dem deutschen Gottesstaat ausgeprägt sein sollte, hat noch nichts von feiner Verwirklichung erlebt, es sei denn, daß er in den. Großen Kurfürsten, dem Lehen st ein seinen Roman Arminius ahnungsvoll als den, „Hermann Deutschlands" widmete, den Vorläufer des Zukunstshelden erkennen wollte. Das 18. Jahrhundert sah bereit- in Friedrich d. Gr. einen solchen Fürste», der ganz Europa kühn und siegreich die Sttrne bot. Der nationale Gehalt, den der König in die deutsche Kultur brachte, äußerte sich in kühnen Hoffnungen, wie sie z. B. Klopstock und Justus Möser aussprache». Tie Dichter um Gleim und Rauiler verkündeten den Anbruch eines goldenen Zeitalters: selbst die Franzosen, die bisherigen unbestrittenen Geistesführer, lernten die Teutschen endlich achten. Raynal sagte zu einem Teutschen: „Ihre Literatur steigt, unsere sinkt," und Torat rief aus: „O Deutschlatch, unsere guten Taae sind dahin, die deinigen brechen an!" Friedrich aber schaute in seiner merkwürdigen Schrift „De la littsrature allcmande" mit Scherblick in die Zukunft: „Wir werden unsere klassische» Dichter haben, unsere Nachbarn werden deutsch lernen, die Höfe werden es mit Freuden wrechen, und unsere veredelte und vervollkommnet« Sprache wird sich durch unsere guten Schriftsteller von einen, Ende Europas zum andern verbreiten." Rasch kam diese Zeit heran., Die junge Generation, die der greise Herrscher nicht mehr verstand, wollte durch die deutsche Nation alle Nationen aufklären und erziehen, und 30 Jahre nach seinem Tode bekannte! die geistvollste Französin, die erst« Schriftstellerin ihrer Zeit, F r a u v o n S ta « l, die bereits Weimars Größe ahnte: „Deutschland muß durch seine Latze als das Herz Europas gelten, und die große Gemeinschaft die,es Kontinents würde ihre llnabhängig- keit nur durch dies Land wiedererlangen, denn nur die Unabhängig- keit der Seelen wird die der Staaten begründen." icke „neue Jugend der Menschheit", die Frau von Stael in dem „Vaterlaich des Denkens" fand, erfüllte in den Freiheitskrieges ihren Traum von der Befreiung Europas. Die ganze Epoche des Jahrhundeittanfan^s drängt in kühne» Prophezeiungen au, diese Fülnersckwst Teutichlands hin, von Jean Paul uich Hölderlin bis zu Friedrich, Schlegel uich Novalis. Tic deutsche Ro,»antik ist in der Dichtung, Philosophie und Musik eine einzige grobe Prophettn auf die Größe des Vaterlandes. „Ob sich die deutsche Welt ausricht zu», Außerordentlichen?" fragt Arnim 1805, ahnungsvoll, und Fichte predigt Teutschlauds Berat zur Schaffung der Wettkultnr, E. M. Arndt preist das „Herz Europas" und sielst als seine „Weltmisswn": „Als ein Bollwerk zwifchen Frankreich, und Rußland und als ein Schildhalter skandinavischer, hispanischer und ilalienifcher Freiheit wird es wohltätig in dxr Mitte liegen und als der eigentliche Mittelpunkt des europäischen Lebens das wütende und zerstörende Zusammeu- stürmen des Osten und Westen hindern". Auch später sind die Dichter die besten Propheten getoefcn: Herwegh sagte Tcutfch- lands Flottcnmachl voraus, Pfizer die Einigung nndcr Preußens Führung, für die dann Treitschke so begeistert eintrat. Selbst Viktor Hugo hat einmal von der dentschen Seele erwartet, daß sie „im gegebenen Augenblick die Menschheit erheben und retten werde": Carlyle im deutschen Staat „den Präsidenten Europas" gesehen und Napoleon III. die Deutschen als „dle Rafse der Zukunft" gefürchtet. Es bewahrheitet sich eben das Wort Goethes aus dem Schlußchor von „Epimcnides Erwachen" seiner eigentlichen Freiheitsdichtung: So waren wir und sind es auch, Das edelste Geschlecht, Von biederm Sinn und reinem Hauch Und in der Taten Recht. Viichertisch. — „Der Deutsche Kriegskalcnde r", ein rechtes Soldaten- und Volksbuch, ist soeben erschienen. Schon sein Aeußeres nimmt sür ihn ei». Alls de», Umschlag prangt eine sainole lllanen- zeichuung des bekannten Malers Proicssor Angela Jank und im Innern stillt die Fülle guter und interessanter Bilder ans, die, vom Kalendarnnn angesangen, überall in, Text verstreut sind. General der Jnianterie v. Janson beginnt mit der trefflich aulqebautei, Chronik der bisherigen WeltkriegSereignisse zu Lande u»ter dem Tiiel „Heldenkämpke in Well und Ost". Kontreadiniral Schliever gibt die recht geschickt geschilderte Chronik der Ereignisse zu Wasser. Es solgen die Anstätze: „Tie deutsche Lullflotte" von General v. Eckenbrecher, „Wie das Rote Kreuz entstand" von H. G., „Jung- tkeutschlandS KriegShitte" von Richard Norvhausen, „Deutschlands Fiiiaiizrllstnng" von Leo Zolles. „Grundlagen des dentschen Ausstieges" vo» Tr. Paul Rohrbach, „Tie Deutschen Rußlands während des Krieges" von Generalsekretär 21. Geiser. Tan» kommt der unterhallend« Teil, beginnend mit einer vorzüglichc» Skizze Nanny Lambrecht» „Die Notlrauung" (Szene ans den, lanatisierten Brüssel zu Kriegsbeninn). Auch eine Reihe Kriegsgesänae und einige humorvolle Beiträge in Wort und Bild bereichcru das kleine Buch, das bei sein»,,, mäßigen Preise von 60 Plg. <120 Seiten Umtang, Verlag von Gerhard Stelling in Oldenburg i. Gr.', hoffentlich Eingang in recht wette Kreise findet. Ter Kalender ist hauptiächlich al« Liebesgabe tllr liniere Feldgrauen und Matrosen gedacht. Er läßt sich leicht als Feldpost briet verschicken Ihne» kommt es auch in doppelter Weise zugute, weil sein Rcingemtnn iast ausnahmslos in dle Kassen der vom Verein lürs Tentjchtum in, Auslande veranstalteten und unter den, Protektorat der nra»Kronprinzessin stehende» »Volkssamnckung sür die känipsende» Söhne unseres Volkes" fließt. — Der „Lahrer Hinkende Bote" tritt zum 11b. Male seine Wanderung an. Er wirst einen Blick ans die Wtrrsale der Zelt, und sein Nachwort j» den,Weltbegebe,iheilen" (das nur »och einen, Teil der Kalender beige'ügt werden konnte, ans Wunsch aber kostenlos nachgelicsert wird) saßt die Ereignisse der jüngsten Zeit bis z» den neuesten Siegen unseres Hinde,iburg, de» v»b,»reichen Erkolge» im Westen und der Erhebung des Islam in eine volkstümliche Kriegsbetrachtung zusanimen. Ter „Hinkende" ist kein Sauerseher, das iiihlt man auch dieser Darstellung an, die bei aller Schalkheit aut einen der großen Paterlandssachc würdigen zuversichtlichen Toi, gestimmt ist. Ten übrigen Inhalt des beliebten Kalenders, der in Text und Bild bewährten, Herkommen tre» bleibt, bilden sttininungs- und fvannnngsvolle Erzählungen anerkannter VolkSschrillsteller, vielerlei Unterhaltendes, aber auch Belehrendes, wie des Hinkenden Standrede über den Panamakanal. Diamanträtsel. In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben aaaabbdee efikkllmnrrrss au derart einzntragen, daß die wagerechten I Reihen tolgendes bedeuten: I. Einen Buchstaben. 2. Teil des menschlichen Körpers. 3. Mathematische Figur. 4. Deutsche Stadt. 5. Einen Raubvogel. 6. Biblischen Rainen. 7. Einen Buchstabe». Die senkrechte und wagrechte Mittelreihe ergeben das Gleiche« Auslösung in nächster Nummer. Auslösung des Rätsels in voriger Nummer l Alster, Laster, Aster, Aller. Kchrtstleitnng: Ang. Goetz. - Rolalionsdruck und Verlag der Brühlffche» ll»iv»rsitäls-Dnch- und Slelndrnckerei, N. Lange, Gieße». An drn Akern der Drins. bioniM, aus der Zeit der Annexion von Ernst Klein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) 8. Kapitel. Von Vitkovici her jagte ein Dragoner in gestrecktem Galopp ans Racovac los. Spät an, Abend wär's, und die beiden Ossiziere rauchten gerade ihre Nachtmahlszigarren, als der Soldat vor ihr Hans sprengte. Sie stürzten beide hinaus, als sie ihn von drinnen hörten. Ter Mann war atemlos. Und die vorgeschriebene Form seiner Meldung vergaß er auch in seiner Aufregung. „Herr Oberleutnant," stieß er hervor, „nicht weit von Vitkovici jsl eine Bande von ungefähr dreißig bis vierzig Mann davei, über die Drina zu gehen." . Durch das schlafende Dorf gellte das Alarmsignal. Fünf Minuten später standen die Strafnni marschbereit da, und die Dragoner trabten herbei. Franz saß ans. Er und Desider hatten sich schnell geeinigt. „Jili reite ans Vitkovici zu", sagte Franz, „werde dir schon rechtzeitig Meldung schicke». Teufel — was ist denn das?" Um die Dorfstraße bog ein ztveiter Dragoner herum. Er kam augenscheinlich von Süden her. Bor den Offizieren parierte er sein dainpjendes Pferd, daß es sich ans >dcn .Hinterfüßen aufbänmte, und überreichte Desider eine geschriebene Meldung. Zugführer Ragst meldete, daß von dem am rechten User der Drina, etwa 1000 Meter oberhalb Slubovizja gelegenen Orte Bulövica, eine Bände von ungefähr zwanzig Mann sich den, Flusse nähere, augenscheinlich in der .Absicht, ihn z» überschreiten. „Was ist denn los?" fragten sich die Offiziere ver- tvundert. „Am (Silbe ist der Krieg erklärt," meinte Franz, „und die wissen das früher als wir." „Was kümmert uns das," rief Desider, „Sic kommen und sie sollen uns bereit finden. Kinder," wandte er sich an seine Leute, „wir haben da von zwei Seiten Meldung erhalten, daß die Serbe» im Anmarsch sind. Jetzt geht's Gott sei Dank, endlich los!" Die Strafnni und die Dragoner brachen in nicht enden- wollendes Hurra aus. Efghi Hassan schrie nicht mit, aber in seinen schwarzen Auge» begann cs zu snnketn. Er blieb im Ort zurück mit seine» ,süns Gendarmen lull, mit fünfzehn Strafuni, jsvährend Franz mit seinem Zug »ach. links davonjagte und Desider mit -seinen Leuten im Laufschritt nach der anderen Seite hin abbog. Vorsichtig stellte der alte Soldat rings um den Ort Wachen aus, um von allen Seiten sicher zu sein. Er selbst ernannte sich um Wachtposten am Eingang des Torfes, von Ivo aus er as gegenüberliegende Ufer überblicken konnte. Gelassen hüllte er sich in seinen Mantel, setzte sich auf einen Meilenstein und legte das Gewehr ans die Knie. Und wartete. Schweigend standen oben am lichten Nachthinimel die Sterne; kein Laut war ringsum hörbar. Es war, als schlvebe der Frieden über das schlafende Land und hielt seine segnende Hand darüber, daß kein Lärmen es störe. Efghi Hassan, der in seiner Art ein Philosoph war, dachte an den Gegensatz zwischen der friedlichen Stille jetzt und dem freudigen Jubel, mit dem vor wenigen Minuten die Soldaten in den Kampf gezogen waren. Hinaus in die dunkle Nacht, in die Gefahr. Esghi. Hassan zuckte als Philosoph die Achseln und gedachte des Kismets, des Schicksals, das unabänderlich jedem Menschen vorherbestimmt ist. Drüben, ini feindlichen Orte, kein Laut. Kein Licht an den Fenstern. Waren den» alle Bewohner mit den Kvmi- datschis mitgezogen? Und er lauschte, ob er nicht aus der Ferne etwa einen Schuß vernahm. Aber nichts — nichts. Hätte Esghi Hassan nur einen Schimmer von Poesie besessen, so hätte er die Atemzüge der schlascndeix Erde hören müssen. s So verrann eine Stunde — eine zweite. Noch immer saß Esghi Hassan ans seinem Meilenstein und wartete. Plötzlich snhr er auf: Aus Slubovizja kam langsan, und schwerfällig ein Wagen durch den Schnee gerollt, hielt aus den Fluß zu und fuhr ohne Zögern über das Eis. Kein Zweifel, er kam auf Racovac zu. . toic ein Falk spähte der alte Gendarm dem Geführt entgegen. Und als es näher kani, erkannte er, daß zwei Menschen'darauf saßen, ein Mann und eine Frau, armselige, in Lumpen gehüllte Bauern. „Halt!" Mit zitternder Hand hielt der Bauer die kleinen, zottigen Pferde an. „Wer seid Ihr?" Und das Geivehr schußbereit im Arm, trat der Gendarm an den.Wagen heran. Seine Pfeife schrillte durch die Nacht, und gleich (darauf standen die Gendarmen und di« Strafnni im Kreis um die Fremden. Die waren zwei alte Leute, die sich vor Angst und Kälte ganz znsammeiv- krümmten. „O, Gospodin," antwortete der Bauer in flehendem Tone, „tvir sind arme, unglückliche Leute. Ich bin Mirko Mirkovich ans Orovica drüben in den Bergen. Und das ist die Marja, meine Frau. Wir wollen nach Kraljevopolje, wo meines Vaters Brndersohn ein kleines Anwesen hat. Diese schrecklichen Komidatschis haben gar so schrecklich gehaust bet unL. Alles haben sie uns weg'genomtnen, alles. Und gcstent . . ." Ter Schmerz verschlug ihm die Stimme. „Ra, was. war gestern?' fragte Efghi Häfsan gleichmütig. „Gestern haben sie uns unsere Traga, unser Kind, unseren Sonnenschein . . . erlaßt mir das, Gospodin. Sie ’5’S r 3 © »©s to'S = ö: o S C (51^2. S 3 « »» s. " crB ro PS is cjr^* C?.Cr ril* o cr’B ^ er 2 E or r 2 zzzEL ^ ~ Sso*»' 2 'S ' 3 w & or §l < - i-ssr" Ö = g as§ oar =5 O —, co .&• ' " 0 ^ 3 = §; P er p-, O- ^ p co re S5 —>ZJ.^ s» 5 1 ®: ro ro^j-e —-. Je o' p'5?. ro*7 ^ ^ro ro'Je ' >5< 3*® P=^ I so - O: or H ^-0 - P co _T re ' 1 *‘~ ^5 « -5i^" ca = 5 . ^ er LS"' L- ft L- £ s S-t 3^5 , _ SaHSoS" g g<» o ~-^ng — 2..-* ft CT' ^ 2 '2.3 £<*•=• p 5 jÄi ° <5?1? ■äiS 5 - = ^' 5 .s ; = «§^ 2 o*« g s - S 1 — " 2 ’ 3 'S? ~ Ä or^E» ö) ro S'« 5 > : - 2 , Sö e/ty' «'C; - anj« £g 5 O ’o S' ^ L ^ ~ g)_ C:3C -—! Sn Äo'o 3 "Äe - 0,2 3 P ro ^'rt5' re 3 " LsLs J§JSi , » ?f 2. 51 » 3 t -er ro 5 5 ro p =* ~ ’S 3 ©»'^-a 30 2 “ & 'SP«SS=5 g E a - - s &2. = -S. 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P ZC ■ ^2-' 2 C P _ 0 Zf S: ’ , pp »20^^® -’ 2.0 re*s Or >'£§' "* 3 <-i 2-CO 5 ; ■3 O» Sz. «fl ~S^ ^ ^ o p Pp p-p 2:2 p ^2 Zf P co w - Z. 3 ®?Vr^^LA^ pp 2 p. p ^ öS? _ e S e® -ft — 3 S sc« Q Z7^P 2.P. re ee D «“« | HiäS'po^ t«'« Z ft3A """'S '— er —>57 >50 =. ro « s 3 5 3 O CO* ?PS'^' ® S»ÄP' Or 7 2^2.0 p — py« p K & r^p ■ P^o : 2A§ • 3?« : * 0 * jj| O . rw - ZK 3 P O Q^S I E) 2 H^oeo 3s '3 . 3^59'^^ 2 -^ 2 2 o'p^ S§£,zto p^ CT re w . _ re —f» re re <-* "p» r-> r-j te«:s - 3 « 5T-g' a ' 0 .£ • ft ft £.«- _ Sf S 3 « g. o- -53 z§- s,= ~ e ‘ — er *• re «-* : ft.g B ft 3 3 Ö 2 ® .8 =*'°r SZ- 3 <0 O-? 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