m. 2)| Zweite; Blatt Jahrgang Cstch«»! lägllch mit Ausnahme des Soiintag;. Die „Gießener Zamilienblätter" werden dem »Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Ureirblatt für den Kreis Siegen" zweimal wöchentlich. Die „Lan-wirlschastllchen Seitsragen" erscheinen monatlich zweimal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhejsen Srcltog, B. Dezember Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen Universitäts»Buch- und Steindruckerci. R. Lange, Gießen. Schri!tleitung,Geschästsstelle u.Druckerei: Schul- straße?. Gejchäitsstelle u. Verlage Sch riit- leitung: «-SK112. Adresse iür Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. » de 'r ' T' leer it- ni ev in !NI 10 t / - i I M • ls |D l Dü I, -! Hl 11 II. d- Die irische Gefahr für England. lieber die Bewegung aus der „smaragdenen Insel" sind wir nur aus englischen Quellen unterrichtet, die selbstverständlich nach Möglichkeit verschweigen und vertuschen. Wenn also schon die „Times" über öfsenlliche Prolest- vcrsammlungen berichtet, die von bewassnelcn Bürgerivehren gegen eine Sprengung durch Polizei oder Militär geschützt wurden, Versammlungen, aus denen zum Gelöbnis des Nichl- eintrilts in die englische Armee ausgesordert wurde, so spricht das deutlich genug. Derartige Berichte kommen aber keineswegs überraschend, denn man weiß, daß schon am 15. vorig. Monats in Dublin eine große VolkSvcrsaminlung staltsand, aus der einstimmig beschlossen wurde, immer nur sür Irland zu kämpscn und nimmer zu ruhen, bis Irland als freie und unabhängige Republik unter den Völkern dasteht." Erklärte doch gleichzeitig das jetzt von der Regierung unterdrückte Blatt „Irish Volunteer": „Der einzige Weg zu deni ruhmreichen, glücklichen Irland unserer Träume führt über den Zerfall des britischen Reiches". Die jetzige Gärung iin Reiche Alt-ErinS, die eine Neuauflage der während des Burenkricges dort herrschenden Bewegung bildet, kann wicht Ivundernehmen, denn in den mehr als sieben Jahrhunderten, welche seit der im Jahre 1171 er- iolgten Eroberung Irlands verflossen sind, hat zwischen den beiden Ländern niemals Friede geherrscht, auch dann nicht, als nach langen blutigen Kriegen endlich im Jahre 1801 die Bereinigung der beiden Königreiche äußerlich vollzogen wurde. Den letzten LoSrcißungsocrsuch hatten die Iren iin Jahre 1793 gemacht, als England in einen Kampf auf Leben und Dod mit seinem jetzigen Bundesgenossen, mit Frankreich, verwickelt war. Der Ansstand wurde blutig niedergeschlagen. Aber wenn auch die offenen BesreiungSveriuche seitdem aufgehört Häven, so fanden sich die Iren doch keineswegs mit ihrem Geschick ab, und das ganze neunzehnte Jahrhundert hindurch hat man immer von der Tätigkeit der Gcheimgesellschasten, der Fenier, der Laudliga, der „Mond- scheinbanden", von ihren zahlreichen Attentaten und von dem Boykotten (daS seinen Namen von dem Kapitän Boykott ableitet) gehört. Die englischen Herren sorgten durch ihre Ausbeutetaktik, durch ihre Politik, deren Ziel es nach Jones Mitchells Ausspruch ist, „von Pol zu Pol zu rauben", dafür, daß der durch die Verschiedenheit des Stammes, der Sprache und der Religion (Irland ist überwiegend katholisch) genährte Gegensatz nicht nachlicß. Dies nach Glad>- stoneS Zeugnis „ebenso schikanöse und niederträchtige wie grausame System" hat ein sehr patriotischer Engländer, Burke, als „einen mit großem Scharfsinn erdachten und ausgearbeitcten Mechanismus" bezeichnet, so gewiß ein Volt zu unterdrücken, arm zu machen, herabzuwürdigen und in ihm die menschliche Natur selbst zu erniedrigen, wie nur je einer aus dem bösen Witz der Menschen hervor- gegaugeu ist. Die Bevölkerung der grünen Insel ist zu besitzlosen, ausgebeuteten Pächtern herabgedrückt worden, und Irlands .Handel hat England ganz in seine Gewalt gebracht. Bon den 61 Millionen Pfund Sterling einheimischer Erzeugnisse, die aus Irland ausgeführt werden, gehen 53 Millionen nach England, denn „Irlands Fisch ist Herren- fisch und Irlands Vieh ist Herrenvieh", und von den elf Millionen, die ins Ausland gehen, werden über zehn von englischen Häfen verfrachtet, während die zahlreichen vortrefflichen irischen Häsen öde und brach liegen. Ist doch trotz der hohen Geburtenziffer Irlands die Bevölkerung seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts von 8>/s ans 1> gesunken, weil die englische Politik und der Hunger die Mehrzahl der Bevölkerung auS der Heimat nach dem freien Amerika vertrechen. Dort, in der Nordamerika nischen Union, ist auch der Herd der jetzigen cuitienglischen Bewegung Irlands, und von dort aus wird die Agitation im Mutter- iande betrieben. Weiß man doch ganz genau, daß die Grcy und Genossen den Ausbruch des Weltkrieges nicht zuletzt deshalb beschleunigten, um die seit dem Ulsterkonflikt nicht mehr einzudämmende irische Gefahr zu beseitigen. Man will die Homerule-Jren als Kanonenfutter benutzen, um sie aus diese Weise bequem losznwcrden, und eben dagegen richtet sich die Agitation auf der grünen Insel, denn wenn man dort schon kämpfen will, möchte man für sich selbst Kämpfen. So sind es denn auch fast ausschließlich die Ulster- Freiwilligen, die Homerule-Gegner, welche sich zum.Heeres- vie Duelle des Amazonenstromes entdeckt. Dem Forschungsreisenden James Campbell Besieh ist cs auf einer langen, an Abenteuern und Gesahren reichen Expedition gelungen, die wahre Quelle des Amazonenstromes^zu entdecken. Zwar glaubte bereits der amerikanische Geograph Squires vor vierzig wahren, die Quelle des Ricsenstroms gesunden zu haben, doch bat (sich seine Behauptung nunmehr als falsch erwiesen. Im World Magazine gibt Campbell Beslcy jetzt einen ersten anschaulichen ^Bericht über seine bedeutende Leistung, die ein altes Geheimnis der Geographie endlich löst. Mit zehn Gefährten verließ er New Port im Juni 1013; das Ziel seiner Reise war, die unbekannten Gebiete der Quellgewässer des Amazonenstromes zu erforschen und die Statten der Jnkaansiedlungen, die er bei einer srüheren Expedition entdeckt hatte, näher zu studieren. Außerdem wollte er überhaupt Leben unb Charakter der Eingeborenen dieses Gebre- tes von Südamerika näher kennen lernen. Der Weg führte zuerst nach dcui Chanchamaya-Gcbict, einem wahren Fieberloch, in dem man sich sür dsle solgenden Strapazen akklimatisieren wollte. Tic gefährlichen Uta-Fliegen machen liier das Leben zur Hölle, und die „Espiuidia", eine Krankheit, die an den Knochen Geschwüre hcrvorrust, so dick und so rot wie Tomaten, ergreift säst jeden Europäer. Von den elf Mitgliedern der Expedition wurden iüns so krank, daß sic die Weiterreise ausgebcn mußten; zwei andere starben nachher, der eine an einer Krankheit, der andere an der Verwundung durch einen vergisteten Pfeil, der ihn während der Kämpse nrit den Eingeborenen getroffen batte, io daß nur noch vier von der Reise glücklich zurückkehrten. Nachdem man die Espundia überstanden hatte, fuhren die Reisenden an der südamerikanischen Küste entlang von Lima irach Mollendo, und von dort mit einer kleinen Estenbahn ins Land hinein bis Sicuani, von wo mit einer Schar eingeborener Träger und elf Lamas der Ansmarsch zu einer dreimonatlichen Reise inS Innere erfolgte. Ihr Weg führte nordöstlich durch Peru zum Titicaca- 2cc und dann über die 18 000 Fuß hohen Felsklivpen der Anden herunter nach dem säst grenzenlosen Plateau im Cuzco-Ge- biet, wo es ein halbes Dutzend Zuflüsse gibt, die wahrscheinlich oen Amazonenstrom weiter nordostwärts erreichen. Hier begann nun die Suche nach der wirklichen Quellet. „Wir spürteir". erzählt. Campbell Beslcy, „etwa 25 Kilometer von den» Ort, den dienste melden und die sich für Kitchener und French, die selbst Iren sind, begeistern, während die überwiegende Mehrzahl der Irländer auf den Standpunkt Sir Roger Casements, dem unlängst seitens des deutschen Auswärtigen Amts versichert wurde, daß Deutschland dem Jrenvolke nur natioitale Wohlfahrt und nationale Freiheit wünscht, stellt, nämlich auf den Standpunkt: „Wenn dieser wirklich ein Krieg für die kleinen Nationen ist, wie seine Urheber ihn nennen, möge er dann für eine kleine Nation daheim beginnen." Im übrigen sind wir in Deutschland weit davon entfernt, überschwängliche Hoffnungen auf diese irische Bewegung zu setzen, aber sie zeigt doch, ebenso wie der schon! so "oft fälschlich totgesagte Burenausstand und die immer weiter um sich greifende Erhebung des Islam, daß has britische Imperium an allen Ecken und- Enden wankt. _ Line „Emden" vor 450 Jahren. Die Heldentaten des Kapitän v. Müller stehen gewtß bis jetzt einzigartig da in der kurzen Geschichte unserer Flotte; aber es hat auch schon früher tapfere und kühne deutsche Seefahrer gegeben, die sich vor Englands Meerherrschast nicht fürchteten und dem stolzen Mbion viel Schaden zufügten. Als einen solchen Vorläufer des Kapitäns der „Emden" kann man PaulBencke von Danzig betrachten, dessen von Gustav Freytag prächtig der Chronik des Reimar Kock nacherzählten Abenteuer der neueste Jnsel-Almanach wieder abdruckt. Es war im Jahre 1173, „daß die Englischen großen Mutwillen trieben gegen alle Osterstädte, Lübeck, Hamburg, Wismar, Danzig, und' wiewohl viele Tageleistun- gen derselben geschehen sind, konnte doch ein Vertrag der Sache nicht geraten. Deshalb wurden die Osterstädte genötigt, Schiffe in der See mit Volt und Geschütz zu halten, welche die Kaussahrt vor den Englischen betvachen ninßten. Da begab es sich, daß die Englischen ein großes Schiss in der See hatten, welches „Johannes" heißen mußte, nick» sic ließen sich höre», sie wollten damit die ganze See überwachen und die Lsterlinge zwingen. An dies große Schiff der Englischen kam ein Schisser von Danzig, mit Namen Paul Bcnete, welcher auch ein Orlogschisf führte, und kam mit den Englischen in Kampf und gewann das große Schiss und brachte es seinen Herren nach Danzig." Benetc wurde nun zum Hauptmann des Schisses gemacht und setzte sich bei den Engländern bald in Respekt. Im Auftrag der Engländer und mit englischem Geld rüsteten einige Florentiner Finanzmänner zu Brügge ein großes Schiff aus, eine „Galleye", die das Wappen des Herzogs von Burgund trug, mit Welschen besetzt war und einen Lombarden zum Kapitän hatte, damit man den englischen Ursprung nicht merke. „Ms dies Paul Beneke hörte, "hatte er Verlangen, die Galleye zu besehen. Nicht lange dcwauf kamen die Florentiner mit der Galleye zur See, nicht anders als wem: da eine Burg oder Schloß Hergeslossen käme. Paul Beneke näherte sich der Galleye, bot ihnen seinen Gruß und frnA. woher sie kämen und wohin sie den Willen hätten." Der Kapitän der Galleye gab eine spöttische und freche Antwort, „Aber er fand einen rechtschaffenen deutschen Mann vor sich. Deshalb sprach Paul zu dem Lombarden, er sollte die Flagge streichen und die Güter von sich geben, die nach England zu Haus gehörten, und wenn er nicht in gutem wollte, so sollte ey dennoch streichen und damit das Schiff und Gut verloren haben. Diese Worte achtete der Welsche für große Torheit, daß der Deutsche ans seinem Schiffe dem Welschen in. so großer unangreifbarer Galleye dürfte so trotzige Worte geben. Msbald war Paul Beneke und sein Volk fertig und drückten zu der Galleye heran und hielten mit dem Welschen eine Zeitlang Schußgefecht." Dann besaht Beneke, nachdem er seine Leute ermuntert und eiden Kammern, sowie deren Finanz- und Gesetzgebungsausschüssen statt, in welcher die sür die bevor- stehenden Kammerverhandlmigen notwendig gewordenen Gesetzesvorlagen einer allgemeinen Aussprache unterzogen wurden. Tie Regierung legte zunächst ein sog. Notgesetz vor, durch welches eine Abäiiderimg des Wahlgesetzes vom 3. Juni 1911 dahingehend erfolgen soll, daß die 36. Landtagsperiodc die Gülttgkeit der jetzt abgelausenen .30 Landtagsmandate bis zum Herbst 1915 verl tim gern wird. Weiter kam eine Regierungsvorlage zur Besprechung über die Gewährung von Darlehen an bedürftige Gemeinden, wofür ein Betrag bis zu acht Millionen zur Verfügung gestellt werden soll. Eine andere Vorlage bettisst die Wanderung des Finanzgesetzes. Es sind in den Etatsjahren von 1911—1914 für außerordentliche Ausgaben insgesamt rund 38 Millionen Mark .gesetzmäßig bewilligt worden, die bisher nicht durch Anleihe begeben wurden. Im Finanzgesctz ist nun besttmmt, daß die crsorder- tichcn Staalsmittcl nur bis zum Betrag von 10 Millionen Mark durch) Schatzanweisungen beschafft werden kömren. Da mm jetzt die Flüssigmachung weiterer Staatsmittel erforderlich wird und die gcgcnwättige Zeit für die Begebung von Staatsanleihen nicht geeignet erscheint, so schlägt die Regierung in dem Gesetzentwurf vor, zuzustimmen, daß ein Betrag bis zu 38 Millionen auf dem Wege der Schatzanweisungen bczw. Wechsel begeben werden kann. Eine weitere Vorlage bepvccke die Abänderung des Enteignungsgesctzes in einigen Punkten, welche die Beschaffung von Arbeitsgelegenheit und die Beschäftigung von Kriegsgefangenen usw. betreffen. Ferner wurde ein Gesetzentwurf vor- gclegt, in rwWient die Bestimmungen über die Beschlußfähigkeit der Stadtverordnetenversammlungen und Landgemeinden nach der Landgemeindeordnung eine änderung erfahren sollen. Endlich wurde noch eine Regierungsvorlage bekannt gegeben irnd erörtert, nach welcher für das Da r M- städter Hoftheater ein Zuschuß von 50000 Mark bewilligt und ihm weiter ein Darlehen im Betrage von 50 000 Mk< gewährt werden soll. In der Versanrmluirg wurden sämtl«i>e Vorlagen eingehend erörtert und ibncn im allgemeinen zngesttmmt. Eine feste >8eschlußfassung oder Abstimmung darüber konnte bei der verttaulicksen Beratung natürlich noch nicht erfolgen. Au; dem Reiche. Hannover, 10. Dez. (WTB. Nichtatnllich.) Dr. S t r e s e ni a n n ist dem „Hann. Cour." zufolge bei der Reichstagsersatzwahl für den verstorbenen Dr. Semmler im Wahlkreise Aurich-Wittmund bei starker Wahlbeteiligung mit über 8500 Sttmmen, die bisher gezählt wurden, gewählt worden. Zwanzig Bezirke stehen noch aus. Berlin, 10. Dez. (WTW. Amttich.) In der heittigen» Sitzung des Bundesrates gelangten zur Annahme die Vorlage betreffend Aenderung der Grundsätze über die Besetzung der Deamtenstellen mit Militäranwärtern, der Entwurf einer Bekanntmachung über die Versagung des Zuschlages bei Zwangsversteigerungen von Grundstticken, die- Vorlage betreffend Lzöcksstpreise sür Kupfer, altes Messing usw. und die Vorlage bettesfend Höchstpreise siir schwefel- saures Ammoniak. zum Meer. Ter Vilcanota geht in den llmbamba, der wieder in den Ucayali mündet, und dieser strömt in den Pntamayo und bildet somit den Amazonenstrom. Der Sirmps, aus dem der Riesenfluß entsteht, ist in Peru nahe an de^ Grenze von Bolivien. Dicht dabei sind die Vilcanota-Berge. Squires war mcht bis zur richtigen Stelle gekommen. Wir aber erttchteten ein dauerndes Denkmal von Steinen, um den Fleck tzu bezeichnen, weim wieder einmal ein Reisender hierher kommen sollte." Im Verlaus seiner weiteren Reise fand Campbell Besley die Spuren der beiden amerikanischen Forschungsreisenden Cromer und Seljan, die verschollen waren. Nach einem langwiettgen Durchbruch durch» den dichtesten Urwald, bei dem er ihre Fußstavfen verfolgtt, kam er schließlich an die Stelle, wo sie von ihren eingeborenesnt Trägern ermordet worden waren. Auch er selbst hatte furchtbare Kämpfe mit den Wilden zu bestehen. Bor einem Ueberfall rettete sic nur die Wachsamkeit ihrer Hunde. Nachdem die Reisenden: dem Hagel der vergifteten Pfeile entkommen waren, hinten sic nach achtmonatlicher Wanderung in diesem Lande der Sümpfe und des Urwaldes, von dem große Tälle nlnr von pfeifenden Assen! bewohnt und mit wilden Bananen bestanden sind, cm Floß und fuhren die Zuflüsse des Amazonenstroms herunter, bis sie an dem Einfluß des Ucayali und des Pntamayo den HauptstrvM erreichten, und nun glücklich an das Ende ihrer gefahrvollen und erfolgreichen Fahrt kamen. — Hansin schrifken im Kriegsjatzr. Uitter deni Einfknß der großen weltgeschichtlichen Ereignisse, die schon so manches halbverschüttete edle Gut im dentsckien Volke wieder ans Tageslicht beföldcrten. entttand auch die solgenbc hübsche I n - schrift, die in Kassel der iBaumeistcr eines soeben fertig- gestellten Hauses seineni Werke zu Stutz und Frommen kommen- den Geschlechtern mit auf den Weg gegeben hak: 1911 . In großer Zeit büi ick» geschaffen, Wo deutsckie Mt und deutsches Schy>crt Sich gegen eine Welt in Waffen In blut'gem Kampfe neu bcivähtt. Es ivätt hochettrcnlich, loenn die liebe alle Sitte der- Hausiii- schttsten sich wieder einbürgern würde. ] Statt besonderer Anzeige. Gestern abend verschied sanft nach längerem Leiden inrolge eines Schlaganfalles mein lieber Mann, unser guter Vater, Grossvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel im 70. Lebensjahre. Rektor Ludwig Schaaf Giessen (Steinstrasse 11), 9. Dezember 1914. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Bertha Schaaf, geb. Katzenbach. Die Beerdigung findet Samstag, den 12. Dezember, nachmittags 2 1 / 1 Uhr, auf dem neuen Friedhofe statt. Wir bitten, von Beileidsbesuchen absehen zu wollen. ,D Statt jeder besonderen Anzeige. Nach Mitteilung des Regiments wird uns zur Gewißheit, daß mein geliebter Mann Fritz Throm Vize-Feldwebel im Landw.-lnf.-Regt. 116, Inhaber des Eisernen Kreuzes seiner schweren Verwundung, die er im Kampfe für sein Vaterland erhielt, erlegen ist. Gießen (Goethestr.10), 11. Dez. 1914. Im Namen der Familie: Ella Throm, geb. Zinsser. Ich bitte von Beileidsbesuchen absehen zu wollen. 12237D Heute nacht starb unerwartet mein lieber Mann, unser guter, treuer Vater, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Professor Friedrich Franz Oberlehrer am Gymnasium in Laubach im Alter von 44 Jahren. Laubach, Giessen, Michelstadt, den 10. Dezember 1914. Für die trauernden Hinterbliebenen: Johanna Franz, geb. Fuhr. Die Beerdigung findet in Giessen, neuer Friedhof, am Sonntag, den 13. Dezember, vormittags 11 Uhr, statt Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Tode meines lieben Mannes und für die zahlreichen Kranzspenden herzlichsten Dank. Hedwig Piotrowski geb. Krause. Gießen, den 10. Dezember 1914. Danksagung. 08322 Kür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kranzspenden bei dem uns so schwer beirossenrn Verlust sagen wir allen aus diesem Wege unseren innigsten Dank. Insbesondere danken wir Herrn Pfarrer Büchner, Treis a. d. Lda., für seine trostreichen Worte, sowie den Vereinen und der Schützenabteilung für das letzte Geleit. OMI Familie Braun. Täublingen, 9. Dezember 1914. allerbestes Fabrikat, außergewöhnlich billig zu verkaufen. 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Nutzholz Tar- klaffe i Mittendurch- meffer 10a 9b Eichen 5 II. 50-59 40 13b 28 III. 40-49 30 25 IV. 30-39 25 1 V. l,nter30 20 lWannerholzl 17a Kiefern 8 III. 30-40 14 15 IV. 15-30 14 35 If. 14—25 10 (3 m lang! 7d Kiefern 10 IV. 15-30 14 35 11. 14-23 10 (3 m tangi 2b 3a Kiefern ii r. 30-40 14 8a 11b 20 IV. 25-30 14 40 ii. 14-25 10 (3 m lang! 4b Fichten 10 iii.u.iv 15 80lStangens i.—ui. 13b Kiefern- 20 III.U.IV 15 10 gruben- holz 30 II. 14-22 10 (2u.3mlfl.) 3b Kiesern 38 IV. 13-18 10 4b Eichen 21 5 II.Il.I1I. 40-59 (2 m lang! 5a 25 8 IV. 30-39 20 (2 m langl 8a 30 V. 17-22 15 (2 m lang' 10d Kiesern 28 4 III.U.IV 14-20 12 (2 ra lang) 8 Eichen i; II. u.m. 40-54 5 2 4 V. 20-29 14 (2 ra lang 5 Eichen 14 II.U.HI. 40-55 3 V. 18-30 15 2c Fichten IV. 15-20 10 3 Kiesern 25 IV. 14-25 10 Name deS Auskunft erteilenden Försters Nächste Bahn- vertadeftelle u. Entfernung bis dahin Avel, Oberkleen Werkmüller. Wetzlar Botb. Vollnkirchen Oberkleen 2 Km. Langgöns 8 Km. Wetzlar 8 km. Dutenhofen 2 km. Wetzlar 10 km. Wetzlar 8 km. Langgöns 6 km. Verschlossene, mit der Aufschrift «Nutzholz-Verkauf" versehene Gebote sind bis Dienstag, 22. Dezember 1814, vormittags 11 Mir. an das Bürgerineifteramt »>l Grobrechtenbach, Kreis Wetzlar, eiiiznsenden. Die Gebote müssen enthalten die Preise sür die Einheit, die genaue Adresse der Bieter und den Zusatz. dah sich dieselben den Verkauföbedingungen untermersen. Diese können aus dem Burgermeisteramte zu Grobrechtenbach etngesehen, oder gegen Schreibgebtihr von dort bezogen werden. Grobrechtenbach (Kreis Wetzlar), den 8, Dezember 1914. Las Lürgrrmkittersmt. 122188 I 5 Zimmer ilflöncs "m Intrlm. Zubehör, fofovl oder später zu vermieien. Näheres zu erirngen i. d. Geschäftsstelle des Gienener Anzeigers. 1"°'° »-KllMklMpW mit Zubehör zum l. Avril 181!» zu mieten gejucht. Lchriftl. Angebote »n>. («304 a. d. Giebener Anzeiger erb. ßinc 4=3immfnoo5üung leleklr. Lichll ver Januar zu miete» gei. Säiritit. 2tngeb. u. 12189 a. d. 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November d. I. bereits iäUig gewesene Hotz und HeunraSgetd für dn-S Ni. 1914 kann in den nächsten 8 Tagen nuch ohne Kosten an die Stadtkasse bezahlt werden^__ 12222B Bekanntmachung. Diejenigen hiesigen Einwohner, welche im Lause dieses Jahres Hunde adgeichafft. aber noch nicht abgemeldet haben, wollen dies spätestens bis zum 31. Dezember ennveder müudkidi oder schristliäi aut dem Stadthaus iZimmer Nr. 81 anzeigeu. Vordrucke sür schriftliche 2lb- »letdiingen sind dori erbältlidi. Die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundeabgabe dauert bei Nichtabmeldung auch im folgenden Jahre und zwar solange fort, als die entsprechende Anzeige versäumt wird. Gieben, den 8. Dezember 1914. Der Oberbürgermeister. »etter. U2204B Aultliuiig und BnvMtW skädtisllicr Gärten. Bei der städtischen Perwattung iii angeregt worden, das an der LicherStraffe zwischen dem Bahnübergang und dem Waldeinoang vor der Ziegenziichtstaiion gelegene städtische Gelände zu etwa 80 eingesriedigten Gärten in der Gröffe von je etwa 300 qm anzulegen und dabei sür eine beaneme Wasserversorgung dieser Gärten durch eine Avzweignng von der dort vorübersührenden Wasserleitung zu sorgen. Weiter ist die Anlegung von etwn 12 solcher einge- sriedigter Gärten aus dem städtischen Grundstück am Wismarer Weg rechts der Lahn, gegenüber der Mililär-Bade- nnstatt, angeregt worden. Die lnndwirtschnttliche Deputation ist nicht abgeneigt, der gegebenen Anregung näher zu treten. Bevor sie jedoch in eine etngebende Prüfung über die Ilusftihrbarkeit und Zweckniäfftykeft der mir erheblichen Kosten verbundenen Anlage dieser Gärten eimrilt und ükesbezügliche Anträge bei der Stadiverordneten-Versammlung stelli, wünscht sie Feststellungen darüber, in welchem Umfange ein Bedürfnis nacki solchen Gärten bei der hiesigen Einwohnerschaft besteht. Liebhaber solcher Gärten werden daher htermii aus- gesorderi, in den Geschäftsräumen des Oberbürgermeisters — Zimmer Nr. 15 — bis iväteftens 1. Januar 1915 ihre Abiichl zur Pachtung eines derartigen Gartens gegen die biersür sestznsetzende Pacht aus die Dauer von mindestens 5 Jahren zu erklären. 111904B Der Lageptan kann daselbst eingefehen werden. _ Bekr.i Fetdbereinigung Heuchetheiin. Nachstehende Bekannimachung bringe ich hlerinft zur öffentlichen Kenntnis. _ I12228D Bekanntmachung. In der Zeit vom 9. bis einsdiltehlich 22. Dezember ds. IS. liegt aus Grobberzogticher Bürgermetsterei Heuchel- heim das Projekt über Anssükirung von Drainagen in den Fluren II. III. IV. VII. und VIII. nebst Abschrift des Beschlusses vom 8. Dezember ds. IS. zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Aus- schtuffes mährend der Offenlegung bei Groffherzogftcher Bürgermeisterei Heuchelbeim schriftlich einzuretchen. Friedberg, den 6. Dezember 1614. Ter Groffh. Feldbereiniaungskommiffär: _ gez. Schnittlvahn. RegterungSrat. _ Im Mitteldeutschen ArbeitsnachweiSverband besteht zur Zelt eine starke Nachträge nach: Eifendrehern, Revolverdrehern, Karuffelldrehern, Kopfbanddrehern. Fräsern, Bohrern. Stanzern.^ Werkzeugschlossern. Werkzeugmachern für Schnitte und Stanzen. Noürschloffern, Letriebsschloffern. Nevaratur- schtoffern, alt. Banschtossern, Kupferschmieden, Kesselschmieden, ätt. Hus- »nd Wagenschmieden, tüchl. Installateuren und Svenglern, Elektromonteuren sur Stnrk- und Schwachstrom, Sattlern sür Militär-Geschirr- u, Riemenarbeit, Gerber», Sattlern und Polsterern, Tavezterein für Ktubseffel, Kisteninachern, Wagengarnierern, Verdeckmachern, iüngeren Schuhmachern für Frankfurt a.M. und auswärts, Erdarbeitern, Grubenarbeitern, Fahrdurschen, Krankenpitegern. Meldungen von Arbeitsuchenden dieser Berufe nimmt mändltch oder schriftlich entgegen der ftäDtifdic Arbeitsnachweis Gießen, der die Gesuche weiterleitet. _112223B Probieren Sie m.I*. Südrihm- Olargarlse Pfund 63 Pfennig Nlhrsals-Kalle« Psd. 45 Ps. Nihrsals-Kabao Psd. 1,46 und 1,60 Mk. Htkrsals - Schoholadeipmlvsr Psd. 1,20 Mk. Ndhrsalx-Tee Pakei 50 Psg. Ia. Braillaa-Wttrltl 50 2t. 1,10 Koch, mUlotraOe 2. 108327 Stadt. Wohnungsnachweis Gießen» Astcrwcg S. 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