Erste; Blatt Nr. 28') Der »lehener Anzeiger «rscheinl täqlicf), onfter Sonntags. - Beilage,'' viermal ivochemlick, OletzenerZamilienItläNer. zweimal ivächeml.llreir: bIatisürde»«rei;Sietzen (Dienstag imdFrcilagl; zweimal monall land- «trlschasllichc äeitsraglii Ferusprech - Anschläge surdieSchriitleilnngllL Verlag,GeschänostcUeöl Adresse iiir Drahluach- richten; Anzeiger Kieken. Annahme von Anzeigen sür die Tagesmnnnier bis vornnltagS 0 Uhr. M- Jahrgang Mittwoch, v. Dezember J9J4 'S e ; II q -3 3 r C t >; nionatl. 75 Ps., oiertel* jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen nwnall. 65 Pi.; durch diePost D!k.2.-viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreie- lokalI5P>.. ausw. 20 Pi. — pnnyt- Ichriitleiter: Aug. Goey. Verantwortlich sür den volit. Teil; Aug. Goeß; iiir „Feuilleton", „Vermischtes" und.Gerichts- saal": Karl Neurath; iür „Stadt »nd Land" ; Otto Braun; sür den Anzeigenteil: y. Beck. weitere Erfolge gegen die Russen, heftige Rümpfe in westgalizien. (WTB.) GroßesHauptguartier.8. Dez., vorm. kAmtlich.» An der flandrischen Front bereiten die durch die letzten Regengüsse verschlechterten Bodenverhältnisse den TruNvenbewegungen grosze S ch w i c r i g k c i t e n. Nördlich Arras haben wir einige kleinere Fortschritte »Macht Das Kriegslazarett in Lille ist gestern abgebrannt. Wahrscheinlich liegt Brandstiftung vor. Verluste an Menschenleben sind aber nicht zu beklagen. Die Belzauptung der Franzosen über ein Vvrwärts- "kmrmcn im A r g o n »e n w a l d c entspricht nicht den Tatsachen. Seit längerer Zeit ist dort überhaupt kein französischer Angriff mehr erfolgt. Dagegen gewinnen wir fortgesetzt langkam Boden Bei Malancourt, östlich Varenncs. wurde vvr- »eftern ein französischer Stützpunkt genommen. Dabei ist der grössere Teil der Besatzung gefallen. Der Rest — einige Offiziere und etwa löst Mann — wurden gefangen. Ein französischer Angriff gegen unsere Stellungen nördlich Ranen wulAe gestern abgcwiesen. Im Osten liegen von der ostpreuhischen Grenze keine besonderen Nachrichten vor. In Nordpolen folgen die deutschen T r u p - p e n d e ni ü st I i ch und s ü ö ö st I i ch Lodz schnell z u - rückw r i ch e n d e n Feinde unmittelbar. Anher den gestern schon gemeldeten ungewöhnlich starken bkuligcn Verlusten haben die Russen bisher etwa 5 0 0 0 Gefangene und 16 Geschütze mit Mnnitionswagcn verloren. In Südpolen hat sich nichts Besonderes ereignet. Oberste Heeresleitung. Die geschlagenen Russen werde» östlich und südöstlich von Lodz durch unsere Truppen verfolgt, und >vir haben bisher etwa 5000 Gefangene gemacht und 16 Geschütze mit Mw- nitionswagen erbeutet. Dazu kommen die außerordentlichen Verluste der Russen. Ueberall sehen diese sich jetzt in die Bev- teidigungsstellung gedrängt, lieber die militärischen Win-- jkungen des Sieges von Lodz werden wir erst in einigen Tagen zuverlässige nähere Nachrichten haben. Die österreichisch- ungarischen Truppen ergänzen, wße aus ihrer letzten Meldung hervorgeht, vortrefflich die Bewegungen der Deutschen. Sie griffen m Westgalizien auch von Westen her den Feind an und verjagten ihn aus seiner Stellung, wobei sie ihm ebenfalls über 5000 Gefangene abnahmen. Oestlich von Czenstochau versuchen cs die Russen, die offenbar dort starke Kräfte zusaiumeugezogen haben, nochmals mit Angriffen, die aber überall zurückgeschlagen nmrden. Es gibt nunmehr auf den ausgedehnten Schlachtfeldern eine ganze Reihe von strategischen Möglichkeiten. Wir wissen, daß Hindcnburg ein Meister der Ueberraschuug ist und daß die Stärke der Deutschen u. a. auch im Hilfsmittel der Eisenbahnen liegt. Warten wir also ruhig ab. Airs irgend eine Weise werden bfe' Russen in den nächsten Tagen erneut unangenehme Erfahrungen »lachen. Im Westen brüsten sich die Franzosen mit lokalen Erfolgen. Was es bannt auf sicht hat, erkennen wir aus dem letzten Bericht unserer .Heeresleitung. Sie weist z. B. mach, daß im Argonnenwalde seit längerer Zeit überhaupt 'kein französischer Angriff mehr erfolgt ist, daß also der .französische Berickst schwindelt, tvenn er das Gegenteil behauptet Tic Stimmung in Teutsckstand ist gut, diejenige chl Frankreich und Rußland schlecht. Frankreich zieht schon in den konnnrnden Februar- oder Märztagen seine Zahres- klasfe von 19111 ein; das sind also die Achtzehnjährigen. Klus einer amtlichen ftanzösischen Ilebcrsicht, die im vorigen !Jahre dem ftanzösischen Parlament über den Geburtenrückgang vorgelegt wurde, können wir die genauesten Zahlen ^darüber feststcllen. Es lprndelt sich um die Geburten der Jahre 1885 und 1896. Im Jahre 1885 hatte Frankreich inrr 854 000 Geburten aufzuweisen, rund 21000 >veniger als l Fahr vorher. DicselLe Zahl kennzeichnet ungefähr 1 das Jahr 1896. Die Geburtenzahlen ermögliche» uns also, so schließt die „Frkft. Ztg.", der wir diese Angaben entnehmen, die Gestaltung der ftanzösischen Reftutenzahleu von 1915 und 1916 zu verfolge». Man wird dabei berücksichtigen, daß durch freiwillige Meldungen von der gesetzlichen Dienstpflicht und nach Rückstellungen ein gewisser Ausgleich gegenüber der jährlich schwankenden Geburten- und Rekrutenzahl erreicht wird. Nun ist aber die Zahl der Geburten nicht gleichbedeutend mit der Zahl der waffenfähigen Mannschaften. "Abgesehen davon, daß diese Zahl die männlichen und weiblichen Geburten betrifft und erst die Verhältnisteilung zwischen de» beiden Geschlechtern vor genommen werden muß, wird die Rekrutenzaht noch um rund 50 Prozent gegenüber der männlichen Geburtenziffer erniedert, da mau die Anzahl der Todesfälle in 18 bezw. 19 Jahren und die Anzahl der Untauglichen in Abziehuug bringen imiß. Nach dieser Berechnung ergibt sich für die Jahresklassen 1915 und 1916 folgendes Bild; Die Statistik lehrt mis, daß auf 1000 Mädchen etiva 1070 Knaben kommen, und daß von 1000 lebendgeborenen Knaben gegenwärtig in Frankreich etlva 750 die Altersgrenze von 18 Jahren noch überleben. Für die Jahrgänge 1915/16 hat Frankreich also im Durchschnitt jährlich 525 MO junge Leute, von denen es nach Abzug der Untauglichen, der Zurückgestelltcn und der für Hilfsdienste Eingezogenen noch etwa 2M0M Mdarm = 64 o/o der Dienstpflichtigen als halbwegs selddiensttauglich in eine Armee einreihen kairu. Es geht also daraus hervor, daß Frankreich in den beiden Jahrgängen 1915 und 1916 nn- esähr 400 OM Mann zur Verfügung hat. Nimmt man an, aß vielleicht aus diesen Jahren sich schon 50 OM Mann als Freiwillige gemeldet haben und bereits im Felde stehen, dann ergeben sich als neu einznsetzende Truppen nur sieben Armeekorps nach Abzug der üblichen Fehlstellen. Man versteht es also, daß der belgische Dichter Maeter- lingk im „Figaro" einen Hilseschrei ausstößt, indem er dort ausrust, daß Frankreich und Belgien verloren seien, wenn die neutralen Länder nicht eingriffen. Nun, wir sehen am Beispiel Portugals, -daß solche Entschlüsse nicht gerade leicht sind. Nach den neuen Siegen im Osten wird niemand für die Unterlegenen uich am Kriege Schuldigen die Hand ins Feuer legen wollen. Selbst der Mikado hat in seiner Thronrede, deren Inhalt in einer der nachstehenden Meldungen nachzulesen ist, mit keinem Worte gesagt, daß er auf den Kriegsschauplätzen im Westen einzugreifen gedenkt. Er erhosft nur einen baldigen Frieden im Osten. Wahrscheinlich war es ihm darum zu tu», nur ein mildes Wort auszusprechen; wer weiß, ob nicht in seinem Jiiiicrn schon Gebauten heranreife», wie er die Verlegenheiten der Engländer und Russen ans-- znnntzen vermöchte! Leichte Erkrankung des Kaisers. (WTB.) Berlin. 8.Dez. (Richtanttlich.» S. M. der Kaiser hat seine fiir Heine geplante Abreise zur Front infolge einer Erkrankung an fieberhaftem Bronchial- katarrh um einige Tage verschieben müssen. Er konnte aber gestern und heute den Vort' "g des l5hefs des General- stabes des Feldheeres über die Kriegslage cntgegennrhmen. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 8. Dez. mittags. Die Kämpfe in West- galizien nehmen an Heftigkeit zu. Nunmehr auch von Westen her angreifend verjagten unsere Truppen den Feind aus seiner Stellung Dobezpce— Wieliczka. Der eigene Angriff dauert an. Die Zahl der Gefangenen läßt sich noch nicht übersehen. Bisher wurden über 50116, darunter 27 Offiziere, abgeschoben. In P o l r n wurden erneuerte AngriffcderRus- s e n im Raume südwestlich Piotrkow von unseren und deutschen Tnlppeii überall ab ge wiesen. Inden Karpathen hat sich nichts von Bedeutung ereignet. Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabes: v. H ö f e r, Generalmajor. Ungarn vom Feinde gesäubert. Ofen Pest, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Halbamtlich wird gemeldet: Der in den Komitaten S a r o s und Z am P- l e n eingedrmrgene Feind besindet sich, von unseren Truppen bedrängt, überall auf dem Rückzüge. Unsere Truppen sind an mehreren Stellen bereits auf galizisches Gebiet vorgedrungen. Bon dem ungarischen Gebiete besinden sich nunmehr nur eine oder zwei Gemeinden in den Händen des Feindes. Das Erscheinen einer kleineren feindlichen Kolonne in Darnya (Komitat Marmaros) ist überhaupt von keinerlei Bedeutung. Bom Besuche des Kaisers in Breslau. Wien, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kriegskorre- spondent des „Fremdenblattes" erfährt noch folgende Einzelheiten von der Breslauer Zusammenkunft am 2. Dezember: Kurz vor der Rückfahrt des Erzherzogs Friedrich und des Erzherzog-Tchronfolgers Karl Franz Josef sowie des Chefs des Gcneralstabes Freiherrn Konrad v. Hötzendorf waren Kaiser Wilhelm und die Gäste zu einem intimen Frühstück vereinigt. Während der Tafel erhielt der Kaiser ein dringendes Telegramm. Der Kaiser öffnete es, stand ans, erhob sein Glas und brachte ein Hurra auf die österreichisch-ungarische Armee aus. Dann verkündete er hoch erfreut die Nachricht vom Falle Belgrads. Die Zusammenkunft währte von früh bis 2 Uhr mittags. Der Kaiser hatte die Gäste am Bahnhof erwartet und geleitete sie bei der Abfahrt wieder an den Zug. Eine Ansprache des Kaisers. (WTB.; Breslau, 8. Dez. (Nichtamtlich.; Der Chef des Generalstabes der Armeeabteilung Woprsch übermittelt der „Schlesischen Zeitung" mit der Bitte um Ber° öffentlichung folgende Ansprache, die der Kaiser vor den Abordnungen der zur Armeeabteilung Woyrsch gehörenden Truppenteile und der österreichischen Truppen gehalten hat: Kameraden! Ich habe Mir Deputationen der im Osten kämv- jenden Truppen hierher bestellt, well es Mir nicht möglich ist. Euch alle vorn in den Schützengräben begrüßen zu 'können,. Ueberbringt Euren vorne kämpfenden Kameraden Meine herzlichsten Grüße sowie Meinen kaiserlichen Tank und den Tank des Vaterlandes für Eure heldenhaite Haltung und Ausdauer, die Ihr in den letzten drei Monaten der russischen Uebermackst bewiesen hobt. Bei uiks zu Hause spricht man mit Recht ans, daß jeder im Osten Kämpfende ein Jöelb sei. Ihr habt die Ehre, Schulter an Schulter mit dem Heere S. Maj. des Kaisers Franz Joses, Meines Freundes und geliebten Vetters, zu käilrpfcn, für eine gerechte «achc, für die Freiheit, für die Existenzberechtigung einer Nation und einen zukünftigen langen Frieden. Wenn es auch noch lange dauern kann, ivir dürfen dein Feinde keine Ruhe lassen. Wir iverden weiter kämpfen nttt dem Erfolge wie bisher; denn der Himmel ist aus unserer Seite. Mit Gott werden wir uns einen langen Frieden erkämpfen. Tenn unsere Nerven sind stärker als die unserer Feinde. Mein kaiicr- licher Freund hot Mir schon mehrfach die Tavserkeit der mit unseren österreichischen Brüdern zusammen kämpfenden Truppen hervorgehoben und, wie Ich sehe, Erich durch allergnädigste Verleihung von Auszeichnungen seinen Tank gezollt. Wenn Ihr zurückkehrt in Eure Stellungen, nehmt Euren Kameraden Meine herzlichsten Grüße mit und saget ihnen: Wenn Ich auch lvieder nach dem Westen muß, daß meine Gedanken stets bei Euch sind und meine Augen stets aus Euch ruhen, ats wenii Ich hinter Euch stände. Und nun zum Schluß, laßt »ns unseren freudige» Gefühlen Ausdruck geben, indeni wir rufen: T. M. Kaiser Frau» Joseph und sein Heer hurra! hurra! hurra! Die Offensive südlich voi« Belgrad. Wien, 8. Dez. (WTB. Nichtaintlich.) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: 8. Dezember. Tie Umgruppierung erfolgt prcgrainmäßig. Eliizeluc Versuche des Gegners, sie zu stören, wurden abgewiesen. Hierbei erlitt der Feind empfindliche Verluste. Unsere Offensive südlich Belgrad schreitet günstig vorwärts. Hier wurden 14 Offiziere und 4M Manu gefangen genommen. König Rikita und sein verlorenes Heer. London, 8. Dez. (WTB. Nichtaintlich.) Reuter meldet aus Petersburg; Der König von Montenegro telegraphierte an die Börsenzeitung, daß nunmehr die dritte montenegrinische Armee aus dem Schlacht selbe gefallen sei. Trotzdem wolllen die Montenegriner die Verteidigung ihres Landes fortsctzen und des Feindes Land angreifen. Der König fügt hinzu, daß die Mittel erschöpft seien und die Montenegriner für Beistand mit Geld und Material äußerst dankbar wären. * * * Die französischen Berichte vom Montag. Paris, 7. Dez. Die heutigen amtlichen Berichte lauten: Um 3 Uhr 30 nachmittags; In der Gegend der Mer fahren wir fort, einige Schützengräben anzugreisen, welche der Feind aus dcni linken User des Kanals gehalten hat. In der Gegend von Armen- tieres und von Arras, in der Gegend der Oise und der Aisne und in den Argonnen gcht es nichts zu melden, außer im allgemeinen die Ueberlegenheit unserer Offensive. In der Champagne hat unsere schwere Arttllefte zu wiederholten Malen einen sehr benierkcns- werten Vorteil über die seindliche Arttllerie erlangt. Nichts Neues auf der Ostfront, wo unsere Stellungen wie in den vorhergehenden Tagen behauptet wurden. Um 11 Uhr abends; In Belgien haben die Deutschen O st- Dünkirchen, vier Kilometer von Nie »Port, beschossen. Zwischen Betbune und Lens haben wir die Ortschaft Verwestes und die Stellung von Rutoir genommen, östlich deren wir längs der Eisenbahn stehen. Merklicher Fortschritt unserer Truppen in der Gegend von Rouvroy; von Äarvillers und Le QueSnoy-en-Santerre (alle 3 in der bihcrigen Front ini Kampfraum nordwestlich von Rohe) nichts zu melden. Die Kammertagung in Paris. Berlin, 8. Dez. Aus Kopenhagen ivird gemeldet; „Berlingske Tideude" meldet aus Paris: Vorgestern wurden die Mitglieder des Parlaments telegraphisch für den 2 2. Dezember, 2 Uhr nachmittags, nach Paris e in - berufen. Aus Anlaß der Parlnmentstagung beginnen die Mitglieder der Regierung nach Paris zuriickzukehren. Samstag kam Brianü, Sonntag die Minister Ribot, Malvi, Doumcrguc, Augagneur, gestern Thomson, Seinbat und Guesde, am Mittwoch kommt Präsident Poincare nach Paris. Ministerpräsident Piviani erklärte, wie Iveiter aus Paris gemeldet wird, einem Mitarbeiter des „Pettt Pari fienne", die Regierung werde in her Kammer die Annahme des Vorschlages der Verschiebung der Senatswahlen, die provisorischen Budgetzwöiftel, wie die Ratifizierung der während der sessionsloseu Zeit von der Regierung erlassenen Dekrete und Bestimmungen verlangen. Minister Ribot er klärte, die Finanzlage sei denkbar günstig. Die Einberufung der Altersklasse 1816 in Frankreich. Paris, 8. Dez. (WTB. Mchtamtlich.) Der „Temps" meldet, die Einberufung der Altersklasse 1916 werde voraussichtlich am "20. März 1915 erfolgen. Ein Tagesbefehl des Königs von England. L o n d o n, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. König Georg erließ, bevor er aus Franfteich zurückkehrte, folgenden Tagesbefehl: Es ist für mich eine Freude, mein« Armee im Felde zu sehen und eine Vorstellung von dein Leben erhalten zu können, da» Ihr stihrt. Ihr Izabt durch T-iszwli». Mut und Ausdauer tue Ueberlieserungen der brittschen Armee hockMhalten mrd ihrer' Geschichte neuen Ruhm hinzugefügt. >Jch kmin an Euren Kämpfen Gefahren und Erfolgen nicht trilnehmeii, aber ich kann Euch die Versicherung des Stolzes, des Vertrauens und der Tankdarieil geben,' die ick, und Eure Landsleute empfinden. Wir verfolgen stets in dKdailkcn Euren sickere» Weg zmn Siege. ftumftnUit «»b der Dreiverband. Bukarest. 7. Tez. (Etr. Sin.) Nack, Bllittermeldllngen lehnte der Mirnsterpräsident Bratiauu das Ansuchen der Tripleentente ab. sich zum Angxrff auf Bulgarien zu verpflichten, falls dieses Griechenland in dem Augenblicke bedrohen sollte, wo Griechenland Serbien militärisch Helsen würde. Freiherr v. d, Goltz in Bukarest. Bukarest, 8. Dez. (WTB. Zirchtamtlich.) General- fcldmarschall Frhr. v. d. Goltz ist heute hier eingetrofsen. Konstantinvpel, 8. Dez. (Priv-Tel.) Nuri Bei, der Bruder Enver Paschas, wurde zum Adjutanten des Feldmarschalls Frhrn. v. d. Goltz Pascha ernannt. Ko n st a » t i n o pcl, 8. Tez. sWDB. Nicküamtlich.) Zn der heute bevorstehenden Ankunft des Generalseldmarichalls von der Goltz, der von Kaiser Wilhelm dem Sultan als Geneval- adjntant beigegeben worden ist, bringen die Blätter Begrüßungs- artiket und bewnen, daß Freiherr vz d. Goltz, dessen Wahl eine Kundgebung der gegenseitigen freundschaftlichen Gesinnungen zwr- jchen den beiden Herrsckrern sei, mit herzlichsten Gefühlen e mpfa ngen wird, zumal er Jahre hindurch seine Kräfte dem Fortschritt und der Hebung des osmanischen Heeres gewidmet habe. Reue Beschränkungen der Schiffahrt durch England- London, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der Flotten- korrespvndent der „Times" schlecht: Die neuen Beschränkungen der Schiffahrt in der Nordsee und im Kanal haben ihre Ursache in der Gefahr, die durch die Tätigkeit der deutschen Minenlegerund Unterseeboote entstanden ist. Tie Ausnahmemaßnahmen bezwecken, die Tätigkeit dieser neuen Waffe zu hindern. In Amerika wird die englische Zensur getadelt. London, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Times" melden aus Washington: Hier wird wieder die englische Zensur getadelt. Die phantasielose Geheimtuerei der britischen Behörden erregt größeres Mißtrauen zu der britischen Offenherzigkeit und Ehrlichkeit, als irgend eine der diplomatischen Schmierigkeiten und internationalen Entfremdungen der letzten Jahrhunderte zu tun vermochte, und das, obwohl die Allgemeinheit der amerikanischen öffentlichen Meinung auf seiten Englands ist. „World" veröffentlicht den Brief ihres Londoner Korrespondenten, der ein weiterer Beweis für die Schädlichkeit der Zensur sei, da er den Eindruck erwecke, daß die Ungereimtheiten des Zensors nicht nur auf einen Adangel mi Temperament, sondern auf die wirkliche Notwendigkeit, 'die Tinge zu verschleiern, Wl- rückzusiihreu seien. Canadas Hilfe für England. London, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) „Daily Telegraph" meldet aus Toronto: Premierminister Borden hielt eine Ansprache im Papire and Canadian Club, wobei er sagte: Ich habe am 1. August ein geheimes Telegramm an die britische Regierung gesandt, in der ich den Wunsch. Canadas aussprach, ein Expeditionskorps zu schicken, falls der Krieg ausbräche. Das Anerbieten wurde erst am 6. August angenommen. Die Rekrutierung hatte unterdessen begonnen. Binnen sechs Wochen waren 35 000 Mann zur Einschiffung bereit. Darauf wurden Vorkehrungen getroffen. weitere 35 000 auszuftellen, die vor kurzem aus 50000 vermehrt wurden. Sobald ein Kontingent abgeschickt Ist, wird an dessen Stelle die gleiche Zahl von Leuten ve- lrutiert. Die Press« hat die Zahl der unter den Waffen befindlichen Canadier mit 100 000 Mann angegeben, ich ziehe es jedoch vor, keine Zahlen zu nennen. Wenn die Erhaltung des Reiches doppelt und dreimal so viel erfordert, werden sie gesunden werden. (Ob alle Canadier so denken, wie angeblich Herr Borden, darf bezweifelt werden. Red.) Die Unruhen in Irland. L o n d o n, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Times" melden aus D u b l i n: Gegen die Unterdrückung der aufrührerischen Blätter wurde eine öffentliche Protest Versammlung ahgehalten. Eine Kompagnie der Bürgerarmee, bestehend aus Mitgliedern der Transportarbeiter- gewerkschast, die mit Gewehren ausgerüstet waren, diente der Versammlung als Schutzwache. Muer der Redner sagte, daß die Gewehre nicht untätig geblieben wären, wenn Polizei oder Militär versucht hätten, die Versammlung zu spreugnc. Es seien Vorkehnmgen getroffen worden, uni die unterdrückten Blätter in anderer Form fortzusühren. Andere Redner sprachen gegen die Rekrutierung. Me Anwesenden wurden aufgefordert, zu geloben, daß sie nicht in die britische Armee einlreten und auch ihre Mitbürger nach Möulichkeit am Eintritt verhindern würden. — Die Zeitungen „Jreland" und „Fiennafail" haben ihr Erscheinen nngestcllt. Die Wehrmacht der Bereinigten Staaten. L o n d o n, 8. Dez. (WTB. Nichtamü.) Die ime§" melden aus New Jork: Die Flotten- und Armeeliga hat eine Agitation gegendieBestrebungenderFriedens- f re un de eröffnet. Die Forderung auf Untev- suchung des Standes der Landesverteidigung durch den Kongreß wird täglich stärker. Sie wird durch sensationelle Enthüllungen über mangelhafte Bereitschaft der Armee und Flotte genährt. Trotzdem tut die Regierung alles, um die vorgeschlagene Untersuchung zu verhindern. «om Hilfskreuzer „Prinz Eitel". L o ndon ,8. De%. (WTB. Nichtamtlich.) Das Rercter- sche Bureau meldet aus Santiago de Chile: Die Hafenbehörden von Papudo bei Valparaiso melden, daß der Hilfskreuzer „Prinz Eitel" die Bemannung des englischen Dampfers „Chartas" an Land gesetzt hat, den er auf der Höhe von Corral versenkte. Die japanische Thronrede. London, 8. D^. (WTB NichtamKicht) DaZ Renlev- sche Bureau meldet aus Tokio vom 7. Dezember- In der bei Eröffnung des Pari amen t s vervesenen Thronrede heißt es: Ich bin glücklich zu verkünden, daß die Freundschaft des Reiches nrit den Verbündeten Staaten an Herzlichkeit zunimmt. Das Bündnis mit Großbritannien und die Entente -mit Frankreich und Rußland werden in der gegenwärtigen kritischen Lage durch stärkere Bande der Freundschaft ftster gefügt. Der Friede wird im Orient allmählich wieder hergestellt werden. Der große Krieg ist jedoch noch nicht beendet. Ich verlasse mich auf die Loyalität und Tapferkeit meiner Untertanen und wünsche, daß das Atel möglichst schnell erreicht wird. Die Thronrede schließt mit der Aufforderung an das Parlament, einmütig bei der Dvrchfiihrung des Programms der Verwaltung znsammen- zuarbeiten. * * .* Sympathie-Kundgebung griechischer Univcrfitätsprofessoren. Wien, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Nachdem erst kürzlich von einer Sympathiekundgebung spani- cherGelehrter für Deutschland und Oesterreich-Ungarn berichtet worden war, ging jetzt Wiener Universitätsproscsso- ren ein Schriftstück zu, das eine gleiche Stellungnahme der Professoren der Universität Athen knndtut. Es ist eine Zuschrift, die gleichlautend von den einzelnen Professoren an ihre Kollegen in Oesterreich-Ungarn und Deutschland gerichtet ist und die gleichzeitig die Erklärung enthält, daß diese Form anstelle der Gesamtkundgebung rmr mit Rücksicht auf die Neutralität Griechenlands gewählt worden sei. Eine solche an das Mitglied der Akademie der Wissenschaften, den Wiener Universilätsprosessor Paul Kretschmer gerichtete Zuschrift trägt die Unterschrift des berühmten Athener Philologen Pros. Dr. G. N. Hotzidakis, ein engerer Fach- genosse und persönlicher Freund des Prof. Kretschmer, und lautet: „In den schweren Zeiten, die gegenwärtig auf dem deutschen Volke lasten, fühle ich mich mit vielen Griechen, die während ihrer Stndienzeft deictsche Kultur und Sinnesart kennen und schätzen gelernt haben, in Dankbarkeit für die in Deutschland erhaltene wissenschaftliche und allgemeine Förderung, das Bedürfnis, den Freunden und Lehrern in Teutschland unsere warme Sympathie auszudrücken. Die einmütige und opferwillige Erhebung des deutschen Volkes, das Zusammenhalten aller Parteien und Klassen ohne Unterschied der Stellmig und des Ranges, sein heldenmütiges Verhallen, sowie die an den Tag gelegte opferwillige Fürsorge für alle vom Kriege oirekt oder indirekt Betroffenen, nicht minder die gerade bei diesem Anlasse zutage getretene erstaunlichewirt- chaftliche Stärke rufen unsere volle Bewunderung hervor. Im empfinde daher umsomehr das Bedürfnis, mein tiefstes Bedauern auszusprechen über die Berichte von Vorkonimnissen, die mit der ganzen Art des deutschen Volkes und seinem Ehrgefühl nicht im Eftiklange stehen können. Wer das Glück gehabt hat, deutsches Wesen in Wahrheit kennen zu lernen, wird niemals geneigt sein, solchem Bericht Glauben »tu schenken. In der lleberzcugnng, daß Deutschland um die Erhaltung seiner hohen Kultur käinpst, hege ich die Hofsming und spreche den Wunsch aus, das deutsche Volk und seine Kulturarbeit mögen unbeeinträchtigt aus der schweren unheilvollen Krifts hervorgehen. Daß eine große Anzahl Griechen aller Berufsarten mir gleichgesinnt ist, weiß ich sicher. Sie würden auch gerne an eine ähnliche Kundgebung gemeinsam herantreten, wenn sie es nicht als patriotische Pflicht erachteten, in keiner Weise Veranlassung zu geben, daß ein derartiges Vorgehen als Verletzung der von unserer Regierung offiziell erklärten Neutralität von irgend einer Teste mißdeutet werden könnte. Umsoniehr fühlt sich jeder von uns veranlaßt, einzeln diese seine Gefühle der Bewunderung und Sympathie seinen Freunden und Lehrern auszudrücken." Auch an Professoren der anderen deutschen Universitäten Oesterreichs gelangte diese Kundgebung, und in noch größerer Anzahl an Professoren des Deutschen Reiches. Unterzeichnet ind sie von den hervorragendsten Männern Griechenlands. Aus dem Reiche. Berlin, 8. Dez. (W. B. Amtlich.) Ab 15. Dezember werden die deuffchen Postscheckämte r den Ueberweisungsverkehr mit den schweizerischen Postscheckbnreaus wieder ausnehmen. Die Kontoinhaber erhalten dadurch auch ivährcnd des Krieges die Mög- lichkest, in gleicher Werse, wie es- im Verkehr mst Oesterreich- llngarn und Luxemburg der Fall ist, bargeldlose Zahlungen nach der Schweiz in Auftrag zu geben und von da zu empfangen. Berlin, 8. Dez. (WTB. Amtlich.) Die zum Besuche kranker und verwundeter deutscher Krieger vorgesehene Fahrpreisermäßigung wird nunmehr auch her Reisen bis zu deutschösterreichischen Grenzorten gewährt, wenn die zu Besuchenden in österreichischen oder ungarischen Lazaretten liegen. Ferner ist die Fahrpreisermäßigung auch auf Reisen ausgedehnt worden, die im Falle des Ablebens! kranker oder verwundeter Krieger zu ihrer Beerdigung von 'Angehörigen unternommen werden. Heer nnd Flotte. Berlin, 8. Dez. (WTB. Nichtamüich.) Das „Milstär- wochenblatt" meldet: Erzherzog Carl Franz Joses von Oesterreich, bisher ä la suite des Zweiten westfälischen Hn- sarenregiments Nr. 11, wurde zum Chef dieses Regiments ernannt. Freiherr Conrad v. Hötzendorf, österreichisch-ungarisch Generalstabsches für die gesamte bewaffnete Macht, wurde zum Chef des Fünften Garderegiments z. F. ernannt. Line neue Revolution in Mexiko. London, 9. Dez. (WTA. Nichtamtlich.) Remter meldet aus El Paso: In Mexico hat eine neue Revolution begonnen. Es nmrde ein Ausruf verbreitet, in dem die GenerÄe Salazar und Campa, die während der Herrschaft Huertas leitende Stellungen innehatten. Billa und Carranza an den Pranger stellen. Sie rühmen sich, überall in der Republik Anhänger Fu besitzen. Die beiden Generäle sollen an der Spitze vvn Truppen in Chihuahua stehen. Um» Stadt und Land. Gießen, 9. Dezember 1914. **Dre Liebesgaben für das 18. Armeekorps auf der Wanderung. Die fihr fcrie Angehörigen des 18. Armeekorps und des 18. Reserve-Armeekorps bestimmten Liebesgabe »pakete gingen gestern in einem Sonderzug von 36 großenGüterwagen vomSüdbcchnhof inFrankfurt aus an die verschiedenen Fämten. Tausend fleißige Hände hatten bereits fest Tagen die eingegangenen 136—140000 Pakete immer und immer wieder gesichtet und geprüft, jede Ungenaue Adresse verbessert und die Pakete dann regimenter- weffe verstaut. Nach menschlichem Ermessen scheint eine Fehlleitung bei diesen Sendungen crnsgeschlossen zu sein. An dieser Riesensülle vmi «iubem hat sich der Bereich des ganzen 18. Armeekorps betestigt. Woran die liebe he ff i s ch e und nassauische Schuljugend, die durch eine Pfennigsammlurrg küssende der schönsten Wollsachen ausbrachte und diese mit Wers und Reim versehen jetzt den wackeren Soldaten znschickt. Ferner find zu nennen die 25 Kisten Lazarettliebesgaben der Girotzherzogin Vvn Hessen, die viel« hundert Pakete umfassende Spende der Post- und Telegraphenbeamtinnen des Bezirks, 8000 Flaschen Bier des Main-Rheinischen Brauereiverbandes, die Sendung des Rhein- Mainischen Gasttvirteverbandes. Und schließlich die unübersehbare Menge von Einzelstiftungeit, vielfach von lingenannten Personen. Eine alleinstehende Dam« bedachte z. B. 40 Soldaten, die kein Hieim mein Ijaben, mit sehr wertvollen Gaben. — Und »venn dieser Zug fort ist, dann dürften noch 3 — 4 solcher Züge zufirmmengestellt werden, so gewaltig ist der Zustrom der Spendm, die durch das Milttär zur lPerschickung kommen. Dazu gesellen sich die Postsendungen, in einer Menge, die jeden Begriff buch stäblich übersteigt. Die Weihnachtswochen 1914 bleiben den draven „Postern" und „Effendahnern" nicht minder unvergeßlich usie den Spendern und den lieben Beschenkte» dort draußen in Ost und West und an der Küstenwacht. ** Stadttheater. Ans Aboniicutenkreisen ist, wie uns das Thealerbureau schreibt, der Wunsch laut geworben, wieder einmal eines der volkstümlichen Stücke Adolf L'Arronges in den -spielvlan aufznnehmen. Es ist deshalb für die Monnements- vorstcllung am Freitag das bekannte lnstspiclartige Volksstück „Hascmanns Töchter" angesetzt worden, das eine sehr gute Besetzung mit den derzeitigen ersten Kräften ermöglicht. ** Von der Alice-Schule. Der unter dem Protektorat der Großherzogin stehende Alice-Schulverein in Gießen beginnt das Jahr 1915 ans 4. Januar mit dreimonatigen Kursen in Kleidermachen, Weißzeugnähen und Handarbeiten, Bügeln und Kunstwaschen und im Kochen. In den 36 Jahren ihres Bestehens hat die Aliceschulc in einem von der Stadt Gießen zur Verfügung gestellten Schulhaus, seit einigen Jahren auch in einem zweiten eigenen Haus, einer großen Zahl von jungen Mädchen den Segen eines geregelten Unterrichts gewährt: viele haben auch an den Seminaren der Schule die staatliche Prüfung als Habdarbefts- oder als Haushaltungslehrerin bestanden. Diese Seminare beginnen ihre neuen Kurse erst am 7. Avrll. Auswärtigen ist Gelegenheit gegeben, im Internat der Schule unter Aussicht der Lehrerinnen zu mäßigem Preise zu wohnen. Im übrigen verweisen wir aus die Anzeige im heutigen Blatt. ** Der Heilstättenverein für das Groß- Herzogtum Hessen versendet soeben seinen Geschäftsbericht für das Rechnnngssahr 1913. Ans der interessanten Zusammenstellung ist zu ersehen, daß die Einnahmen 300 250, die Ausgaben 294 227 und der Kassenbestand am 31. Dez. 1913 6 023 Mk. betrugen. Das Aktivvermögen bezifferte sich am gleichen Tage auf 820 421 Mk., das Reinvermögen auf 239 421 Mk. Gegen das Vorjahr hat cs sich um 4832 Mk. gehoben. Das Geschäftsjahr war besonders bedeutsam durch die Eröfstrung der LupusheUstätie in Gießen. Der Mitgliederbestand des Vereins betrug Ende 1913 1613 gegsn 1632 im Jahre zuvor. — Auf Donnerstag, den 17. Dez. d. I. lädt der Verein nach Darmstadt in den Sitzungssaal der Landesversichernngsanstall zur ordentlichen Mitgliederversammlung ein. — Unter den Schlesiern, die in den letzten Wochen die Gastfteundschast Gießener Bürger in Anspruch nehmen mußten, befand sich auch eine Anzahl Schüler höherer Lehranstalten, die während der Zeit ihres Hierseins hiesige Schulen besuchten. Bekanntlich ist den jungen Lands-, leuten nunmehr die Rückkehr in die Heimat ermöglicht worden. Bei ihrem Wschied aus Gießen bitten uns die erwähnten Gymnasiasten und Oberrealschüler um Bermittlnng nachstehenden Dankes- und Abschieds grüß es: „Der Stadtverwaltung von Gießen und allen, die uns so bereitwillig und liebenswürdig in ihren Familien ausgenommen haben, sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. Wir werden die Stadt und ihre Bürger, die bemüht waren, uns in allem die Heimat zu ersetzen, stets in dankbar« Erinnerung behalten. Mit einem herzlichen Lebewohl die oberschlesischen Gymnasiasten und Oberrealschüler." Landkreis Gießen. ^ Da u bringen, 8. Tez. Heule wurde der im Kampse gegen unsere Feinde im Westen den Heldentod inr das Vaterland gestorbene Reservist Heinrich Braun zur letzte» Ruhe gebettet. Unter den zahlreichen Trauergästen waren auch eine Anzahl Ver- wundete, die hier und in der Nachbarschaft zur Genesung weilen. Nach einer zu Herzen gehenden Trauerrede des Geistlichen legten u. a. Kriegerverein. Gesangverein, Männertnruverein und Gejellig- keitsverein „Fidelio" Kränze nieder. Eine Abteilung vom Landsturm-Ersatzbataillon Gießen senerte als Abjchicdsgriiß drei Gewehrsalvcn über das Grab. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 8. Tez. Die Wiederwahl des Apothekenbesitzers Siegmund Hiepe zum Kreisdeputierten des Kreises Wetzlar ist aus eine weitere sechsjährige Amtszeit bestätigt worden. Hessen-Nassau. er. Marburg, 8. Tez. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß die Gnlndung einer Kriegsdarlchns- kasse mid gab deni Antrag auf Aufnahme einer Anleihe von 200 000 Mark für Einguartierungszwecke seine Zustimmung. tz. Frankfurt a. M., 8. Dez. Unter dem Vorsitz des Steuerinspektors II s ch e r t (Diez) trat der Gesamt-Taunus- k l u b hier zu seiner diesjährigen Hauptansschntzsitzung zusammen. Vertreten waren fast alle Zweigvereine. Der Antrag des Stammklubs aus Bewilligung von weiteren 1080 Mark für das Fortbestehen der Monatsbläiter des Klubs fand Annahme. Ein Antrag des Zweigvereins Höchst a. M., dar Blatt im Krieg« nicht erscheinen zu lassen, wurde abgelehnt. Der vom Kassenwart vor- gelegte Rechenschaftsbericht bot ein den Verhältnissen entsprechendes recht günstiges Bild. Bon der seit langen Jahren üblichen Auszeichnung der sogenannten „Goldeneick steht man ab, da die vorgesehenen Wanderungen wegen des Krieges ansiallen mußten. Jedenialls wird für das KriegSjahr ein besonderes Abzeichen geschahen. X Hanau, 7. Tez. Ueber die Pflege der Muttersprache in den Schulen hat die Könlgl. Regierung in Kassel, Abteilung für Kirchen- und Schulwesen, einen Erlaß an die ihr unterstellten Schulen gerichtet, in dem von dem eigenen Empfinden aller Schulaufsichtsbeamten, Schulleiter und Lehrkräfte erwartet wird, daß vor allem auch im Unterricht und im gesamten Schulleben unsere Muttersprache gründlich gepflegt und von allem entbehrlichen fremden Wesen befreit werde. Wenn auch durch in die heimische Sprache übergegangene Lehnwörter einzelne grammatische und technische Bezeichnungen unentbehrlich geworden seien, könnten doch die jungen Geschlechter an deutschen Gruß und Vermeidung sehr zahlreicher iremdländischer Bezeichnungen für die Bedürfnisse des täglichen Lebens, sür Speisen und Getränke, für körperlich« und geistige Beschäftigungen, sür Spiel« und Uebungen im täglichen Leben leicht und mit Erfolg und Recht gewö^it werden. Auch durch die Schuljugend könne die öffentliche Meinung dahin gestärkt werden, daß in GeschästSauischristen und kaufmännischen Bezeichnungen die deutsche Sprache zu ihrem vollen Rechte komme. Ter Erlaß schließt: Helsen wir unicrer Jugend, sich noch tiefer zu vertieien in den Reichtum, in die Prncht unlerer Mutteriprachc und deutschen Dolksempfiiidens, damit sie in V«ter- landsliebe und Gottesinrcht aus wahrhaft deutschem Wesen dauernd Kraft schöpf« iür die Ausgaben der Zukunft. h. B a d H o m b ii r g v. d. H„ 9. Dez. Tie Stadtverordnetenversammlung beschäftigte sich gestern u. a. mit der Kartosselnot. Zur Steuerung derselben hatte die Stadt 200 Zentner sür 750 Mark angekaust. Hierzu bemerkte der Ober- bürgenneister. daß in .Homlorrg keine größeren Kartossellager mehr vorhanden seien, selbst bei den großen Landwirten der Umgegend nicht. Die Versammlung stellte dem Magistral anheim, sofort alle nur zu erlangenden Kartoffeln a u f z u k a u s e u, da man besürchten müsse, daß bis zur Beendigung der Erhebungen über die Vorräte schon alle Ware in festen Händen sich befinde. ?luch wurde festgestellt, daß die hiesigen Lazarette wegen Mangels an Kartoffeln bereits ihren Bedarf bei der Stadt requftieren müßten. b Dillenburg, 8. Dez. In einem hiesigen Garten wurde die Leiche einer kleinen Kindes ansgegraben. Als Mutter wurde ein Mädchen von 25 Jahren ermittelt. vermischte». — Eine Statue Alexanders des Großen entdeckt. Uebcr einen wertvollen antiken Fund in ftchrene wird aus Bcngasi berrcküet: Nackchem dir Ausgrabungen in ftvrene .zeitweilig unterbrvckwn und, bat Pros. Ghiclanzam im Arcliäo- logisck>en Museum von Bengasi eine Sichtung und Ordnung der wertvollen Ausgrabungsergebnisse vorgenvmmen. Die ^lussindung einer Brnnsstatue, des Diskuswerfers uuü der Trei Grazien ist Seaflß bekannt. Acht ist cs dem italienischen Gelehrten gelungen, ein neues echtes Meisterwerk der Irivchischen fltanft scstziistellcn. Es handelt sich um eine prächtige Statue dllexanders des Großen, dir in diesen Tilgen aus Stücken, die an denselben Orten in Kyrenc iure dir andern drei Statuen gefunden wurden, zusammengesetzt worden ist. Die Statue in sehr gut erhaltenem panschen Marmor ist 2,30 Meter [jodt. Alexander ist aufrecht stehend dargrstrM, vollständig nackt, prachtvoll in seiner kraitvollen Schönheit, mit einenr Gesicht von masestätischer Würde, Ter eindrucksvollen Figur fehlen mir die Arme: wal>rscheintich hielt er in der rineii Hand das Szepter, in der andern Hand eine Lanze. Aber auch in seiner unvollständigen Erhaltung ist das Werk von höchstem Werte und übertrifft noch die berühnrte Venus, Während diese mit einem Preise von 250 000 Lire angesetzt wurde, ist die Statue Alexanders des Großen mit 400000 Lire im Inventar oerzoichwet. vüchertisch. — Speinanns Kalender. SpemannS Alpen» Kalender 1915 (2 Mk., Verlag Spemann, Stuttgart) erschien soeben in bekannt vorzüglicher Ausstattung, Das Bilderniaterial ist mit großer Sorgsalt nnsgewäblt. Textlich enthält der schöne »ud empfehlenswerte Kalender nützliche Hinweise »nd Ratschläge iür jeden Berqireund. — Speinanns Kunst-Kalender, der sich in kunstliebenden Kreisen srenndlichste Sympathien erworben hat, erschien soeben iür 1915 im 18. Jahrgang. (Preis ebenlalls 2 Mk.) Neben den allen Meistern dringt der mit gutein Geschmack und Sorgsalt redigierte Kalender zahlreiche Reproduktioiien hervorragender lebender Künstler, Der Kalender verdient seine große Verbreitung, Cingcfandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung,) Auszahlung von Quartirrgeld und Weihnachtsfest, Die maßgeblichen Stellen würden sich sicherlich den Dank weiter Kreise erwerben, wenn sie veranlassen loollten, daß die Einguartierungsgelder für die Zeit vom 1, November bis wenigstens 15, November noch vor Weihnachten ausbezahlt werden. Es sind doch sehr viele Leute, die auf das Geld rechnen und ihre Mittel, mit denen sie ihren Lieben eine Weihnachtssrcude machen wollten, für Verpflegung der Einquartierung ausgewandt habe». ^ Lumdamühlen und Mahllohn. Ich mochte die Oeffentlichkeit aufmerksam machen aus einen Mißstand, der bei einem Teil der Luindamühlen ausgekommen ist, das sogen. „Molkern". Das Möllern ist eine Vezahlungs- art des Landwirts an den Müller für das Herstellen von Mahlgut aus Getreide, d. h. der Müller dohäjlt sür sich einen Deik von dem ihm zur Vermahlung übergevenen Getreide als seinen Lohn. Diese Art Zahlungsweise, überkommen ans der Zeit der Naturalienwirtschast, paßt in unsere Zeit der reinen Geldwirt- schast nicht mehr hinein und sollte von den reellen Müllern sowohl als deren Kundschaft als überlebt abgeschasst werden. Der Müller hat für seine Arbeit Anspruch aus einen bestimmten Lohn, welcher nnc bei allen übrigen Handwerkern in Geld zu bestehen hat. Der Landwirt hat Anspruch daraus, daß er weiß, welchen Lohn er iür die Vermahlung eines bcstinrmtrn Quantums Getreide zu bezahlen hat. Schon im Interesse einer geordneten Buchführung beim Müller sowohl als beim Landwirt ist dieses dringend geboten. Seit längeren Jahren sind deshalb auch allmählich viele Bäcker und Landwirte zur Barzahlung anstatt des MolternS überge- gangeu 'Der Mahlpreis pro 100 Kilogramm Korn betrug für den Bäcker, der geioöhnlich ein größeres Quantum vermahlen ließ, 1,50 Mk., für den Landwirt bei gewöhnlich nur einem Sack 2 Mk. Dieser Preis entsprach ungefähr einem Moltcr von 24 Pfund aus 200 Pfund Korn bei einem Durchschnittspreis von 7 bis 8 Psg. pro Pfund. Diese Bezahlung von 2 Mk. pro 100 Kilogramm (200 Pfund) für Vermahlung wird gewiß von keinem Fachmann als schlecht bezeichnet werden können. Seitdem nun durch den Krieg die Kornpreise in die Höhe gegangen sind, haben die Müller der hiesigen Gegend beschlossen, wie ich von einem Müller zu meinem Schaden erfuhr, daß keine Barzahlung für das Mahlen mehr angenommen, sondern nur noch gemöllert wird. Der Hergang der Sache, durch welchen ich von dein Beschlüsse der Müller Kenntnis erhielt, ist folgender: Ich übergab dem Knecht des betreffenden Müllers 100 Kilogramm sehr gut gereinigtes Korn (Roggen) init deni Bemerken, daß ich nicht gemolken haben, sondern bar bezahlen wolle. Als ich nach einigen! Tagen das Mahlgut zurück erhielt, trug ich nach dem Mahllohn. Der Uebcrbringcr teilte mir mit, daß durch Beschluß der Müller nicht mehr in bar bezahlt werden könne. Ich wog alsdann das mir noch verbliebene Mahlgut nach. Es waren 120 Pfund Mehl und 48 Pfund Kleie. Es! waren somit gemöllert 20 Pfund Mehl 5 17 Psg. — 3.40 Mk. und 12 Pfund Kleie ä 8 Psg. — 96 Pfennig, zns. 4,36 Mk. Der Müller halte sich also 16 Prozent des Mahlgutes einbehalten. In früheren Jahren betrug der Malter nur 12 Prozent bei einem Kornprcis von 14 Mk. und darunter, jetzt 16 Prozent bei einem Kornpreis von über 24 Mk. pro 100 Kilogramm. Es wäre sehr zu wünschen, daß unsere Regierung eine Bezahlungsart für das Vermahlen von Getreide sest- fctzte, welche beiden Teilen gerecht würde. Sollte aber in dieser Hinsicht von der Regierung nichts unternommen werden, so verbliebe nur der weit schwierigere Weg des genossenschaftlichen Zusammenschlusses der interessierten Landwirte zum Zweck der Abschassung der Mölleret und der Festsetzung eines entsprechend gerechtfertigten Mahllohnrs. Ein Landwirt. Amtlicher Wetterbericht. Oeffcntlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichtcn in Hessen am Donnerstag, den 10. Dez. 1911 : Bedeckt, zeilweise Niederschläge, südliche Winde, mild. Letzte Nachrichten. Aus dem Westen. Berlin, 9. Dez. Wie dem „Berliner Lokalanzeiger" aus Rotterdam gemeldet wird, warf ein deutscher Flieger am Sonntag Bomben aus H a z e b r o u ck ; 16 Personen wurden getötet oder verwundet. — Der französische Kriegsminister Millerand erließ, um dem empfindlichen Mangel an Offizieren abzuhelscn. einen Befehl, demzufolge gut veranlagte Soldaten der jüngsten Jahrgänge nach ganz kurzem Dienst als Unteroffiziere zu Offizieren ernannt werden könnten. Der Küstenkampf. Magdeburg, 8. Dez. Die „Magd. Ztg." schreibt: Es kann nicht bezweifelt werden, daß die deutschen Geschütze der englischen Kriegsflotte im Kanal schwere Verluste zugefügt haben. Dies beweist die fortwährende Anschwemmung zahlreicher englischer Leichen an der holländisch-belgischen Küste. Bisher sind in Belgien allein über hundert Leichen geborgen worden. Täglich werden neue gelandet. Man schließt daraus, daß die deutschen Geschütze große Verheerungen auf den englischen Kriegsschiffen angerichtet haben. Milde Witterung in Ostpreußen. Berlin, 9. Dez. In ganz Ostpreußen trat gestern laut ,Mrl. Tagebl." «ine ungewöhnlich Milde Witterung ein. Ein Unfall in Dresden. Berlin, 9. Dey. In Dresden wurde bei einem Zw- sammenftoß zwischen einem Kraftwagen der Luststhiffevabteilnng und einem Stvahcnbatznwagen letzterer nebst Anhängewagen aus den Schienen gehoben und mngeworsen. Von den Insassen des Autos wurden Tr. Littmunn von der Wetterstation des Flugplatzes sofort getötet und ein Oberleutnant sehr schwer verletzt. Dir russischen Verluste. Wien, 9. Dez. Der Kriegsberichterstatter der „Neuen Fr. Presse" rechnet bei Ueberprüsung der Angaben der Offiziers- Verluste, die im „Rnßkoje Invalid" mitgeteilt sind, aus, daß die Russen bis zum 4. Dezember etwa 60000 Offiziere verloren haben. Im Verhältnis dazu müssen die Ge- samtverluste, niedrig gerechnet, 2—2> ■> Millionen Mann betragen. Ti« Verhältniszahl der russischen Offiziere zu dn Mannschaft entspricht in dieser iltechnung den Kriegen von 1866 und 1870. Bulgarische Beschwerden gegen Rumänien. Sofia, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die bulgarische Presse protestiert in lebhafter Weite gegen das bureaukratischeÄor- gehcn der rumänischen Behörden, die gegen >edesRecht die Einfuhr für Bulgarien besttmmter Waren durch Rumänien hindern. Ta sogar die kriegführenden Mächte den Handel zwischen neutralen Ländern respektieren, kann sich Bulgarien das Verhalten Rumäniens nicht erklären, das ein Beweis bizarrer Auffassung hinsichllich der Beobachttmg internationaler Pslichteir gibt. Die Finanzlage Bulgariens. Sofia, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) In der Sobranjc unterbreitete der Finanzminister das Budget und legte die finanzielle und wirtschaftliche Lage des Landes dar, das unter den Rückwirkungen des europäischen Krieges leide. Infolge des Krieges weise das Budget des laufenden Jahres ein leichtes Defizit auj. Diesem werde durch die Einführung einiger neuer Steuern begegnet werden, unter denen sich insbesondere die Steuer auf die Ausmhr von Zerealien befind«. HuuLerttauscnd Mann englische Verluste. A m st e r d a m, 8. Dez. Oberst Repington, der Militärkritiker der „Times", schätzt die englischen Verluste in Flandern an Toten, Verwundeten und Vermißten a u s 100 000 Mann. Dies würde um 20 000 Köpfe höher sein, als die ursprüngliche Stärke des englischen Expeditionskorps betrug. Amerika und England. London, 8. Tetz. (MDB. Nichtamtlich.) Die „Times" melden aus Washington: Es sind Anzeichen vorhanden, daß die Kongrcßtagung außerordentlich wichttg sein wird, da ein gcwalttger Angriff aus 'die englische Konterbande-Politik erwartet wird. Auch beabsichtige Wilson rin Gesetz einzubringen, das die amerikanische Regierung ermächtigt, die deutschen Handelsschiffe auszukaufen, die in New Jork liegen. Man erwartet scharfe Debatten, da der Plan als ungesund bezeichnet wird. Das eroberungssüchtige Japan. Genf, 9.Dez. Nach einer Privatmeldung aus Tokio erfährt der Schlußsatz der kaiserlichen Botschaft an die Volksvertretung, daß Japan noch Militärische Aufgaben während dieses Krieges zu erfüllen habe, seitens der höheren Kreise die Deutung, daß Japan seine Hoffnung, Jndochina zu gewinnen, nicht aufgegeben habe. Wäre ein gütliches Abkommen mit Frankreich unmöglich, so würde Japan zu anderen Mitteln greifen. 20 000 Mark bar als Weihnachtsgeschenk! Wem wäre das nicht willkommen? Diese schöne Summe und daneben noch einen Hauptgewinn von 5000 Mark unter 3333 Geld-Gewin- nen kann jedem zusallen, der sich noch rechtzeitig ein Los der 5. Eisenacher Geldlotterie zum Besten des Thüringer Museums in Eisenach sichert. Die Ziehung ist sür den 19. und 21. Tez. aus- gesetzt. 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SIMMIG: lieber die Südamerikas desPrinzen Heinrieh o. seiner Gemahlin an Bord des Dampfers „Cap Tralalgar“ am Donnerstag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr, in der neuen Aula der Universität 12087V Der Reinerirag ist iür vaterländische Zwecke bestimmt. Eintrittskarten zu 1 Mark sind in den Buchhandlungen von Frees, Seltersweg, K o c h, Selters weg, L e gl e r, Süd-Anlage, P f ei f f e r, Walltorstr., Schneider, Neuen Bäue, sowie Ernst Baiser, Mäusburg, und abends an der Kasse zu haben. — Zutritt von der Ludwigstraße aus. — Verwundete haben unentgeltlich Zutritt zur Galerie von der Goethestraße aus. Die Universität hat die Veranstaltung des Vortrages übernommen und hofft im Hinblick auf den wohltätigen Zweck auf regen Besuch. Der Rektor: SOMMER. faninnirtf, JJiriiljänMrr m GW und UMgknd ui, & Wttzemeijlkl! Vevsannnlnirg morgen Donnerstag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr, im Rest. „Znm Felsenkeller", Bahnhosstr. 12181V Tagesordnung: Tie Maul- und Klauenseuche in hiesiger Stadt. 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Haas Hecker, stud. iur. Kriegsfreiwilliger im Infanterie-Kegt. „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116, 5. Kompagnie. ' Sein Andenken wird die Landsmannschaft stets in Ehren halten. Die Landsmannschaft Chattia. M Durch einen sanften Tod wurde gestern mittag 2 1 /, Uhr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante Frau Susanne Weeg Ww. im Alter von 66 Jahren nach langem, schwerem Leiden erlöst. Die trauernd Hinterbliebenen. I. d. N.: Christian Weeg. Giessen und Frankfurt, den 9. Dezember 1914. fi2t78 Die Beerdigung findet in aller Stille statt. — Von Blumeu- spenden und Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. ia jeder Forai a. jedem Stil, wie .Inaiker «St Ruh, Friedrichshütte, Neuhütte und noch verschiedene erste Firmen. Lager in Kachelöfen. Ci askochern, Gasherde Sie kaufen am billigsten bei der Firma W. Dürbeck Nachf. erstes Spezialgeschäft am Platze. Diezstr. 6. Diezstr.ö. Gebe gebrauchte Oefen ». Herde zu jedem Preis ab. Prima Fleisch zum Finhackcn oft- vreisioer- 5 . IKoihidtilh 08219 Marktitranc iS. sagen wir innigsten Dank. . Im Namen der tiestraucruden Hinterbliebene» ^ Zamilie har! Zhm. Wiescck, den 8. Dezember 1914. W ärme-öeiclieii Für unsere frierenden Krieger im Felde empfehle die iansendsndt bewahrten Taschenöfchen „Soldatenfrende“ imit Ersatzkohlen). [0826t* E. Ktidxenstein, Neustadt 6 . Bringe hiermit mein großes Spielwarenlager Viele Neuheiten in empfehlende Erinnerung Größte Auswahl Uhrwerk-, Dampf- u. elektrische Bahnen mit allem Zubehör. Latema magica’s, Kinemato- graphen. Automobile, elektrische Lehrmittel, Dampfmaschinen, Betriebs-Modelle, Läden. Pferdeställe. Festungen, Soldaten, Soldaten- gamituren, Kasper-Figuren-Schattentheater, Laubsäge- u. Handwerkskast-, Nagelarbeiten Fliegende Holländer, Leiter u. Kastenwagen Schaukelpferde, Gespanne und Rollfuhrwerke Puppenzimmer u. -Möbel, Zimmerpüppchen Küchen, Küchen - Einrichtungen, Herde Kaffee- und Tafel-Service aus Porzellan und Emaille. 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N.: Emilie Hahn, gab. Wörner. Ober-Dauernheimer Hof, den 8. Dezember 1914. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, 10. Dezember, nachmittags 4 Uhr, in Geiss-Nidda. ( UI5S Schneekönig Klavier st im men im Abonnement und auf EmzelheeteUnng. Reparatur-Werkstätte für Pianinos, Flegel und Harmoniums. —— Aufpolteren »on Pianos. - Willi. Rudolph, Hoflieferant ^ernwp rechef 389 «a belterswes 91 A la. Taschenlampen für unsere Krieger in allen Preislagen. Ia. hellste Spnrbiriicii. ls-Daner-Battenen Carl Schnack, langjährig Militürlieierant, mtlKriegSlieserungen iur die Druvvenieile betraut. vorz&gUcbes Seifenpulver garantiert ohne •chidllche Be- atandtelle und von groSer Wasch- x kra«. Deutsches Erzeugnis. Za haben bei: Schade & Ffillgrabe Kaufmännische/ Verein. Wir bitten unsere Mitglieder den morgen abend in der nroüe» UnioersitätS-Aula stattiindenden Lichtbildcr- Vortrag zahlreich zu besuchen. Eintrittskarten sind zu 4. — 'Ulf- an bekanntgcgebenen Stellen zu Haben. 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Dez. in der UnioersitätSaula stattfindenden I12155D Llchtblldervortrag für vaterländische Zwecke ausmerksam. KreiSaruvve tSieheu des Deutschen AlottcuveretnS. «D KrUprterein Mus Zu dein Donnerstag, den 10. l. M„ abends 8 Uhr, in der neuen Aula stattsindendcn Lichtbildervortrag für vaterländische Zwecke sind die Mitglieder mit der Bitte recht zahlreichen Besuchs sreundlichst etngeladen. Eintrittspreis 1 Mk. [12186V Der Vorstand. vir» Hermann Siafaigoetter. Arcilan, den 11.Dez. 1911, adcndS 8 Uhr 5. tzrcttaa-Abonn.-Voritellg. (Oewädnt.Preise termäsugt> KlskMIIlS Alhlkk Volksstück in 4 Akten von Adolvb L Arronae Ende 10'/, Uhr. Soldaten vomAcldwebel abwärts zahlen bei allen Vor ftcllnngen aus2. u.3. Parkett nur halbe Preije. • J21«SC I