Ar. 28b Der 2ftijr»STt erscheint tätlich, sicher SanntagS, - Beilage»: viermal wocbenllich Ge-enerHimIItenbläNkr, zweunat wöchentt.Xrei; blau für den «reu Kietzen (Dienstag und Freilag): zweimal nionail Land »tnschaftliche Seilfrage« Fernjprech - Anschlüsse : fürdie Schriftleiinng 112 Berlaq.Beschäitsstelleöl Slbrtfie für Drahliinch- rrchten: Anzeiger Sietzen. Annahme van Anzeigen für die Tages»,»»,»er bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt m. Jahrgang Samstag. 5. Dezember General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'jchen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Seschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. ^«cd! VciiiqSvrci»: mono». 75 Vf., vierle!- jährl. V!k. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen inonatl. 65 Pf.: durch diePost A!k.2.— Vierteljahr!. auSfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf.. ausiv. 20 Pf. — Haupl- fchristleiier: Aug. Goetz, Verantwortlich für de» volil. Teil: Aua. Goch: für .Feuilleton", ,Ver- mifchtes" und.Gerichts- faal": Karl Neurath: für .Stadt und Land" Feindliche Angriffe im Westen und Osten abgewiesen. Fürst Bülow Botschafter in Rom. WTB.) GrvtzesHauvtouartier. 4. Dez., vorm. fAmtlich.) Auf dem westliche» Kriegsschauplatz wurden ftAnzösische Angriffe gegen unsere Truppen in Flandern wiederholt abgewiesen, ebenso in der Gegend nordwestlich Altkirch, wo die Franzosen bedeutende Verluste batten, ^A uf dem östlichen Kriegsschauplatz sind feindliche An- «risse östlich der masurischen Seenplatte unter großen Verlusten für dir Russen abgeschlagen worden. Unser« Offensive in Polen nimmt normalen Verlauf, Oberste Heeresleitung, WKhrerü» eine scheinbare Ruhe auf den Kriegsschauplätzen eingetreten ist, erklingen die feineren Waffen der Diplomatie, Gs trifft sich glücklich, daß nach der Klärung in der italienischen Kammer und der Prograninirede Sa- landvoL die kaiserliche Order den früheren Reichskanzler, Fürsten Bülow, an die Spitze der römischen Botschaft berufen hat, Unerwünschte und müßige Dcutirngen sallen damit weg. und die Mitwelt hat wenigstens einige sichere Anhaltspunkte dafür, was Fürst Bülow in Rom ivird vollbringen können und was nicht. Große Hoffnungen auf Italiens Bundes- genoffenschaft werden wir vorläufig nicht hegen dürfen: die 'Erörterungen der Parlamentarier in der italienischen Kammer, die man in einer der nachsbehende» Meldungeit nach- lesen kann, sind nicht danach angetan, uns freudig zu stimmen, Wenn aber ein Diplomat in den italienischen Stimmungen für uns Nützliches zu erwirken vermöchte, so ist dies Fürst Bülow, der seit 1909 in Italien lebt, eine Tochter des Landes zur Gattin hat und alle erforderlichen Beziehungen alsbald nutzbar zu machen in der Lage ist. Bon englischer Seite war vor einiger Zeit daran gezweifclt worden, daß im deutschen Volke wirklich volle tsinmütigkeit bestehe. Die „Times" schrieb nämlich neulich folgendes: ,Jn Deutschland lebt ein fleißiges, gescheites, ein großes Volk, Dieses Volk aber wiU in uns den Glauben erzeugen, daß seine Glieder, alle, gleich fühlen, denken, haw- deln, und läßt sich von seiner Regierung deshalb die Meinungen, die es haben darf, in den Mund legen. Ihm fehlt der Wille zur Freiheit, Deren Wesen sehen wir darin, daß jeder einzelne glauben darf, was er selbst für wahr hält, und tun darf, >oaS ihm selbst richtig dünkt," denn wissen wir nstht, ob es von der „Times" für politisch besonders zweckmäßig gehalten wird, daß einige ihrer Kolleginnen eifrig bemüht sind, der britischen Admiralität anseinanderzusetzen, Wie der Kampf zur See eigentlich geführt werden müsse uud inwiefern darin bisher schwerwiegende Fehler gemacht worden seien. Das Gezanke aus hochgestellte Persönlichkeiten in den englischen Kriegsämtern hatte nicht eimnal ästhetisch genommen ein vorteilhaftes Aussehen, Ganz gewiß wünschen auch wir, und mit uns jede deutsche Zeitung, eine gelinde Handhabung der Zensur, aber zu behaupten, daß grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten in Bezug aus die Füknmng des Krieges bei uns herrscht«n und daß die Zensur sie nur unterdrückte, das ist denn doch ein arges Stück, Wir dürfen denientgegen auf den deutschen Reichs tag verweisen, wo jeder erwählte Vertreter des Volkes seinen Standpunkt offenkundig l>atte vertreten können Aber die Einmütigkeit, d-rc daraus hervoraeht, hält jeder Kritik stand. Der Abgeordnete Dr, Liebknecht, der eitizig rmd allein einen Sonderstandpunkt eingenommen hat, findet bei keinem Menschen in Deutschland Gegenliebe Der „Vorw," teilt init, Liebkneckst habe dem Präsidenten des Reichstags nachträglich eine Erklärung zitgehen lassen, die seine Abstimmung über die Kriegskredite motivieren sollte. Eine solche Erklärung zu der Klbssimmung abzugeben, sei zulässig und sie sei in das Protokoll auszunehmen, Der Reichstagspräsident habe jedoch die Aufnahme der Lieb- knechtschen Erklärung äbgelehnt, iveil sie so abgefaßt sei, daß sie, wenn sie in der Sitzung öffentlich vorgetragen worden wäre, unbedingt Ordnungsrufe nach sich gezogen hätte. Auch dieses Ereignis wird in der parlamentarischen Geschichte keine Spuren hinterlassen, abgesehen natürlich davon, daß aller Voraussicht nach Liebknecht die längste Zeit Abgeordneter gewesen ist. Er soll selbst angckündigt Inrben, daß er sein Mandat niederlegen roerde, Uebrigens ivird in militärischen Dingen die englische Zensur kaum weniger energisch geübt als der uns. Ein Beweis dafür ist der Unwille in der englischen Bevölkerung darüber, daß der Untergang des Linienschiffes „Audacious" amtlich verschwiegen worden ist. Daß die Londoner Autori- räten ein bißchen ilturnmel und sogenannte Volksmeinung in üer Presse etwas weitherziger zulassen als wir, spricht doch keineswegs dafür, daß der Freiheitsgedanke dort etwa entschiedener hochgehalten würde als bei uns. Wir haben in diesen Zeiten nicht das Bedürfnis, zu mäkeln und zu streiten, und es regt sich bei ums niemanid darüber aulf, daß die deutsche Eigenart unbeirrt ilrren Weg geht und von dem englischen Muster keine Notiz nimmt. Fürst Bülow Botschafter in Rom. (WTB.) B e r I t n , 4, Tez, (Amtlich.) Tie ,,Norddeutsche Allgemeine Zeitung" ineldet: Ta der kaiserliche Botschafter in Rom, von F l o t o w, aus Gesundheitsrücksichten einen längeren Urlaub antrcten muß, hat Seine Majestät der ! Kaiser den Fürsten von Bülow mit der Führung der Geschäfte der kaiserlichen Botschaft in Rom beauftragt, B c r l i » , 4, Dez, (W, B, Nichtamtlich ) Dir „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die Erklärungen des italienischen Ministerpräsidenten 2 a l a n d r a werden als eine bedeutende, sür die Politik Ilaliens die Richtung gebende Verlautba runq, wie in Italien selbst, so auch in Europa großen Eindruck machrn. csalandra Hot großen Wert daraus gelegt, sestzustellen, daß Italien seine bisher beobachtete Neutralität aus eigenem sreicn Entschluß eingeleitet und durchgesuhrt habe. Die gleiche Freiheit des Entschlusses will der italienische Staatsmann seinem Lande tür den Fall gewahrt wissen, daß die weitere Fortdauer der Neutralität etwa mit den Lcbensintercssen dcS Königreichs nicht mehr vereinbar scheinen sollte. Würden infolge der großen euro- väischen Verwicklungen schwerwiegende Aendcrnngen im Besitzstände der Großmächte wahrscheinlich werden, so würde Italien sich zu einer Politik drr Enthaltsamlett nicht silr gebunden erachten, Für die Freunde und Verbündeten Italiens hat diese entschlossene Wahrung seiner Großmachtstellung nichts lleberrasätendes. Wir hatten solche teste und starke Töne schon von dem Marquis dt San Giuliano öfters vernommen und erwarteten von vornherein, daß auch nach scincni Heinigong sich sür die von ihm begonnene Politik ein kräsriger Fortsetzer finden werde. Einer Mehrheit sür diese nationale patriotische Politik wird das Kabinett Salandra in der italienischen Kammer sicher sein, Bri den Verbündeten Italiens besteht volles Einverständnis dafür, daß sich das apenni- nische Königreich bei den europäischen Entscheidungen nicht ausschalten lassen kann, Berlin, ü, Dez, Zur Entsendung des Fürsten Bülow nach Rom schreibt der „B e rl i n e r L o kal-An ze i ger": Damit ist emcr der weitaus fähigste » deutschen Staatsmänner aus einen der gegenwärtig schwierigsten Posten unserer diploma- ttschen Vertretungen im Äüislande berufen. Dies ivird in den wci- lcstcn Kreisen des deutschen Volkes nür großer Genugtuung begrüßt werden. Wieder hat Kaiser Wilhelm bewiesen, daß er die Forderungen des Tages mit klarem Blick erkennt und dafür toird er vielen Dank und Zustimmung in unserer großen, aber auch ernsten uud schweren Zeü rinden. D I italienische Politik von ihrem' soeben erst aus berufenem Munde erklärten gesu-.den Egoismus abzubringen, kann nicht die Aufgabe des Fürsten Bülow sein, er könnte sie auch nicht erfüllen. Die politische Situation in Italien ist jetzt schwieriger als noch vor Wochen und wir dürfen nicht zu viel erwarten, Jchcnfalls wird es dem ungewöhnlich geschickten Mann gelingen, den Treibereien der in Rom beglaubigten diplomatischen Vertreter der ims feindlich gegenüberstehenden Staaten wirksam entgegeirzutreteir. Was er sonst erreichen kann, hängt viel von dem Gange der großen historischen Ereignisse ab, die sich vor unseren Augen abspielen. Aber man kann wohl eines sagen: Was überhaupt in Rom zum Nutzen Italiens und Deutschlands erreichbar ist, wird Fürst Bülow erreichen. Das ,I8erliner Tageblatt" schreibt: Fürst Bülow selbst wird nicht wünschen, daß an seine Entsendung Erwartungen geknüpft werden, die über das Maß des Erreichbaren gehen. Auch er kann mit allen seinen großen Fähigkeiten, mit all seiner Klugheit und diplomatischen Geschicklichkeit nicht von heute aus morgen eine Situation umwandeln. Er hat mit dem Widerstand derjenigen Kreise zu rechnen, denen die üalienischc Neutralität nicht genügt und denen ein akttves Eingreifen zugunsten Englands, Frankreichs und Rußlands erwünscht erscheint. Fürst Bülow leistet in dieser Stunde Deutschland einen Dienst, den man ihm zu danken hat. Die „Kreuzzeitung" .hält die Entseniklrng des Fürsten Bülow für eine äußerst glückliche und- ist überzeugt, daß es den diplomatischen Fähigkeiten des Fürsten Bülow gelingen wird, die deutsch-italienischen Beziehungen in Bahnen zu erhalten, die den Interessen beider Mächte entsprechen, Daß die Bedingungen dafür auch auf italienischer Seite vorläyen, habe erst jetzt wieder die Rede Salandras bewiesen. Die „D rutsche Tageszeitung" meint: Der Umstand, daß Deutschland den vorigen Reichskanzler auf den römischen Posten schickt bedeutet eine Aufmerksamkeit sür Italien, die dort gewürdigt werden wird. Aus der italienischen Kammer. Rom. 4, Dez. (WTB, Nichtamtlich.) Die Kammer trat heute in die Erörterung der Regierungserklärung ein. Der unabhängige Sozialist Labriola vertrat die Ansicht, daß die Verantwortung sür den europäischen Krieg auf Deutschland falle und daß die italienischen Interessen gegen-, wärtig durchaus von denen der Zentralmächte getrennt werden inüßlen, Eavagnari stellte fest, daß die Regierung, als sie bei Kriegsbeginn die Neutralität erklärte, nicht nur ihr Recht ausübtc, sondern ihre Pflicht ersülllc. Eugento Chiesa von der republikanischen Partei wünschte eine Intervention Italiens in dem ungeheuren Kampfe. Italien könne nur mit ungeheurer Svmpathic aus die Sache der Mächte sehen, di« die Grundsätze der Freiheit und der Zivilr- sation verteidigten, V a c c a r o gab auch im Namen mehrerer anderer Deputierter der Ueberzeugung Ausdruck, daß die Erklärungen der Regierung dem Gefühl und den Interessen des Landes entsprächen, Alfredv B a c ce l l i billigte die Haltung der Regierung und die Neutralität, Was die Zukunft anbeträfe, so würde Italien seine Aüsgabe erfüllen, wenn die Entwicklung der Ereignisse eine neue Lage herbeiführen sollte, die eine längere Wahrung der Jntcresien Italiens fordern würde. Inzwischen müsse man der Regierung ohne Unterschied der Partei die Macht und die Autorität geben, den Ereignissen gegenüberzutreten, (Lebhafter Beifall.) Der Sozialist Treues erklärte sich im Namen seiner Parteigenossen für eine Tagesordnung, die die Erklärungen der Regierung nicht billigt. Er stellte fest, daß, während die Neutralitätserklärung die einmüsige Zustimmung des Landes gefunden habe, man verschiedener Ansicht darüber sei, was diese Neutralität alles in sich schließe. Er und seine Freunde seien Anhänger der absoluten Neutralität, Das brauche keine Gleichgültigkeit gegenüber dem größten der historischen Ereignisse zu bedeuten, Sic könne und müsse sür Italien ein Mittel sein, seine große Mission der Humanität und Gerechtigkeit während des Krieges und auch später ans zuüben. Tie europäischen Sozialistenkongrcsse hätten sich gegen den Krieg ausgesprochen, ivenn er nicht ein nationaler Verteidigungskrieg sei. Der Redner schloß mit der Ver sicherung seines vollsten Vertrauens in die Wiederherstellung der Arbeiter-Internationale. (Beifall aus der äußersten Linke»,) Ein Zeugnis spanischer Gelehrten für deutsche Kultur Berlin, 4, Dez, (WTW, Nichtamtlich.) Einem Berlin e r ll n i v e r s i t ä t s p r o s e s s o r ist ein Schreiben zu gegangen, das in der llebersetzuirg unter Auslassung unwesentlicher Stellen folgendermaßen lautet: Barcelona, 21. 9tov, Hochgeehrter Herr! Ta ich vor mehr als einem Jahr das Vergnügen halte, der Vertreter Sva niens ans dem Berliner Kongreß sür Aesthetik zu sein, ivende ich mich an Sie als dem Präsidenten des ständigen ?i«s schufses sür ästhetische Kongresse, dem ich gleichfalls anzirgcböWN die Ehre habe, um im Verein mix den Gelehrte». deren Unter • schritten sich an die meüiigc anschließc» and die alle Prosessorcz der »iiiversüät in Barcelona sind, anläßlich der Lage, in de, sich das große deutsc1>e Volt besmacl, die Bewunderung zn bezeugen, die >oir sür dre Wissenschaft und Kultur Ihres Landes empfinden, eine Bewunderung, die gewiß alle gebildeten, von Vorurteilen fteien Spanier mit uns teilen. Tic Veranlassung zu einer Kundgebung m den gegenwärtigen Verhältnissen gibt meinen Kollegen und mir den Wunsch, daß sic als Prolest gegen die ungerechten Anschutdraungen dienen möge, die eine vartciitche und von der Leidenschaft verblendete Presse anläßlich dieses ge ioaltigcn Krieges gegen das deutsche Volt erhebt, iiiid gegen! die Bezeichnung „Barbaren", mit der die gebildetsten Männer der Erde belegt werden. Wer die Liebe zu Kiiiisldenlmälern: kennt, in der wder Deutsche erzogen torrd, wer die niioerglcich- ticken Musern Deutschlands besuckche, wer da weiß, daß es in Deutschland keine Analphabeten gibt, daß Männer und Frauen, selbst bescheideneren Standes, die Verse ihrer hervorragendsten Dichter und die Werke ilzrer unvergleickstichen Ton- künstler mlswendig kcirneii, und wer nun jetzt sieht, >vic dies ganze deutsche Kulkirvolk sich erhebt, um das Vaterland mit seinem Blute zu verteidige», ohne daß das Heer aus Sötdiieriz oder Nolonioltruppen besteht, der ist dessen ganz siäicr, daß, ivenn die deutschen Truppen sich gcznmngen saheil, irgendein KnnsLeiikmal zu zerstören, sie es jedenfalls nur taten, um das eigene Leben zu verterdigeiz. Ich zeichne, Herr Professor, hoch- ächtungsvoll ergebenst Pros, Tr, Jos« Jordan de Urries y Azara, Angeschlossen sind die llnterichristcn der mich in Teutschland bekannten Professoren: Eduards Percz Agudo, Martiniaiio Mar- ünez, Ei>smc Parpal, Jose Llmoros, Claudio Miralles des Imperial, I. I, Boro y Eomas, Pedro F-ont h Puia. Aus dem Elsaß. Berlin, 4, Dez, lWTB. Nichtamtlich ) Zu der amtlichen Pariser Meldung vom 2 . Dezember, daß sranzösischc Truppen im Elsaß Oberaspach und Niedcraspach erobert hätten, erfahren wir von maßgebender Seite, daß es sich bei Oberaspach lediglich um eine Postierung handelte, die von unseren Truppen ftciwillig geräumt wurde. Das Ereignis ist ohne jeden Belang, Niederaipach ist nach wie vor in deutschen Händen. Tapfere Landwehr an dev Grenze Schlesiens. Breslau, 4 Dez, (WlTB. Nichtamtlich,> Wie die „Schles, Ztg," berichtet, teilte General d, F, v o n W o y » rach, der vom Kaiser bei seiner Amvesenhcit bei der ihm unterstellten Arureeableilung zum Generalobersten ernannt worden ist, dies dem Obcrpräsidenten der Provinz Schlesien in einem Briefe mit, in dem cs heißt: Ich weiß es und ich bin stolz daraus, daß ich diese erneute Auszeichnung lediglich der allergnädigstcn Anerkennung der guten Leistungen meines braven Landwehrkorps zu verdanken habe, das treue Wacht hält an der törenze unserer lieben Heimatprovinz Schlesien, Eine Auszeichnung des Prinzen Foachim von Preußen. Berlin, 4, Dez, (WTB, Nichtamtlich,- Tein Prinzen Joachim von Preußen ist sür seine Tapferkeit in dem Gefecht bei Kutno von Kaiser Franz Josef das österreichisch-ungarische Militärvcrdicnstkrenz init der Kriegsdckorg- tion verliehen worden, Prinz Joachim besitzt bereits das Eisern: Kreuz Erster Klasse. Sin Schlachtenbericht der Ocsterrcicher. Wien, 4, Dez, (WTB, Nichtamtlich.) Amtlich ivird oerlautbart, 4, Dezember mittags: In den Karpathen, in Westgalizien und in S ü d v o l e n verlief der gestrige Tag im allgemeinen ruhig. Die Kämpfe in Nordpolen dauern fort. Da« Vordringen in Serbien. Wien. 4 Dez, >WTB, Nichtamtlich ) Vom südlichen .Kriegs- ßbauplatze wird amtlich geschrieben: 4, Dezember, Die Besitzergreifung von Belgrad criolgte gestern in feierlicher Weise, Der Vormarsch unserer Krastc geht an, nördlichen Teile ' der Front kampstos vorivärts, toobei gestern 800 Mann zu Gefangenen gemacht wurde». Westlich und südwestlich von Ärand relowatz stellen sich dem Vordringen imsercr Truppen starke f.ür- j IhJjc Kräne entgegen, welche durch bringe Angriiie, die rnsgciiunt abgewicftn wurden, versuchen, den Rückzug der serbischen Armeen zu decken. Russische Greuel in der Bukowina. , Lien, -t, Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs- presseauarticr wird gemeldet: Aus der Bukowina wird 1 über fortgesetzte Greueltaten d^c r Russen, insbesondere gegen Rumänien, berichtet. So haben in Zedova am Screth Kosaken den 85 jährigen Gutsbesitzer Rittmeister a. D. Deneter Ritter von G o j a n , dessen rumänische Nationalität ihnen bekannt war, um Mitternacht aus dem Bett gezerrt, ihn ini Garten angebunden und blutig geschlagen: inzwischen demolierten sic die Wohnung Gojans und raubten sie bis auf die letzte Decke aus. Auch wurde beobachtet, daß die Kosaken verwundete Gendarmen an die Pferde banden und sie so fortschafften. Ein Sieg der Türken. iWTB.) .Konstantincpcl. 5. Dez. lNichtamllich.) Der a m t l i ch c Bericht des Gcncralstabes teilt mit, das; die tu r lisch e nT rup p c n einen qrofzen Erfolg in der Zone des Flusses Tschorkh davon getragen haben. Einzelheiten folgen. K o n st a n t i n o p e l, 4. Tez. (WTB. Nachtamtlich.) Mitteilung aus dem Hauvtouarticr. Unsere Truvven haben in der Gegend am Tschorok und bei Adschara alle Tage neue Erfolge. In nördlicher Richtung vorgehend, sind sie in Adschara eingedrungen und südöstlich von Batum vorgerückt. Ostwärts vor- gchend, gelangten sie in die Gegend von A r d a k h a n. Bei einem Kampfe westlich von Ardakhan erbeuteten sie mit anderen Wagen ein Maschinengewehr. Die Russen gingen auf Ardakhan zurück. Tic feindliche Flotte vor den Tardancllcii. Berlin, 4. Dez. (Ctt. Bln.) Aus Ronr berichtet die „B. Z. a. SR 1 .": Ankömmlinge aus .Konstantinopel melden, daß vierzig französische und englische Schiffe vor den Dardanellen kreuzen und Gerüchte von Ängriissabsichten verbreitet find. Türkische Militärkreise halten jeden Durchbruchsversuch für aussichtslos, da die Befestigungen wesentlich verstärkt und die Minensperren unüberwindlich seien. Die Türken protestieren gegen russische Erfindungen. Konstantinopel, 4. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier veröffentlichte gestern folgende Erklärung: Nach russischen amtlichen Mitteilungen twmJ29. November tväre die Sinai-Halbinsel von unseren Truppen vollständig geräumt worden. Ferner sollen zwei unserer an der kaukasischen Grenze operierende Divisionen in ihrem Bestände ans die Hälfte gesunken und einige unserer Bataillone vollständig vernichtet sein. Es wird behauptet, der Divisionskommandeur sei getötet und ein zweiter desertiert. Der für uns siegreich verlaufene Kamps in allernächster Nähe des Suezkanals zwischen unseren Truppen und den Engländern, der damit endete, daß auf der Seite der Engländer zwei Offiziere und zahlreiche Soldaten getötet wurden und eine große Zahl Gefangeneren unsere Hände siel, genügt, um zu beweisen, daß, sich die Sinai-Halbinsel i ii unserem Besitzbesindet. Was die Äteldungen von ungeheuren Verlusten unserer an der kaukasischen Grenze iäiiipfenden Einheiten und den Tod eines Divisionskommandeurs betrifft, so sind diese vollständig falsch. Ae Meldung von der Desertion eines Divffionskonnnandanten verdient nicht einmal dementiert zu werden. — Die in Tiflis aus russischer Quelle verkündete Nachricht, daß ein deutscher itzencral, 14 andere deutsche Offiziere und drei österreichisch- ungarische Offiziere, die sich unter den am 34. November ia den Kämpfen an der kaukasischen Grenze gemachten Gefangenen befinden sollen, in Tiflis eingetroffen seien, ist gleich- ialls reine Erfindung. Förderung der deutsche» Sprache durch die Türke«. Konstantinopel, 4. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Unter Bezugnahme auf die letzte Niederlage der Serben stellt der „Taswir-i-Eskiar" fest: „Das ist das Ende der verbrecherischen Erpresser", und gcht seinem Erstaunen darüber Ausdruck, daß der Dreiverband noch Anstrengungen macht, ein serbisch-bulgarisches Einvernehmen hinsichtlich Mazedoniens herbeizuführen. Das Blatt sagt: ^Der Augenblick ist gekommen, sich zu fragen, mit welchem Serbien man sich einoernehmen will. Die Zeitungen zeigen ihre lebhafte Genugtuung über die Ausbreitung des H eiligen Kriegesin Marokko, das so von der französischen Tvrannei befreit werden würde. Die Zeitung „Sabah" stellt fest, daß die türkische Sprache den Einfluß der französischen Sprache erfahren habe, von der zahlreiche Worte im Türkischen gebraucht würden, und teilt mit, daß man entschlösse nsei, in Zukunft dafür deutsche zu gebrauchen, so an Stelle der französischen Worte ,L>err, Frau, Fräulein, Freiherr, Graf, Ritter, Fürst, Großfürst, Erzherzog" und andere, für die sich im allgemeinen ein Bedürfnis fühlbar machen werde. Man empfindet es hier als nötig, die deutsche Sprache zu verbreiten. Ihr Unterricht, der schon obligatorisch in den lürkischen Lyzeen eingeführt und die als Lehrfach schon in der sraiizösischen Schule in Stambul von Sajet-Benoit eingerichtet ist, wird auch in anderen türkischen Schulen ein- gesührt werden, wo bisher nur das Französische gelehrt wurde. Der Zar auf Reise«. P c t c r s b u r g, 4. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) -Der Zar hat die aktive Armee verlassen. Er bsgibt sich in verschiedene Städte Mittel)- und Südrußlands, um die Be nvund e l e ii. zu besuchen. Die Angst der Engländer vor der Fnvafio«. London, 4. Tez. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Daily Mail" meldet aus Harwich: An der Ostküste werden ausgedehnte Vorbereitungen gegen die deutsche Invasion getroffen. Sedes Tors hat ein Komitee, das sich mit den zu ergreifenden Maßnahmen beschäftigen soll, um die Folgen eines deutschen Ein- ialts abzuschwächen und die Zivilbevölkerung zu schützen. Man glaubt nicht, daß eine Landung der Deutschen an dieser Stelle möglich ist, man hält eS jedoch für gut, für alle Fäll« vo r b er e itet zu sein. Eine neue Verlustliste der englischen «dmiratttät. London, 4. Dez. Die Admiralität hat eine nene B e r l u st l i st e veröffentlicht. Danach hat die Marine seit Beginn des Krieges 308 Offiziere und 7035 Mann verloren, darunter 220 Offiziere und 4107 Mann tot. Reue Angriffe ans Ehurchikl. London, 4. Dez. „Morn in g Post" erneuert ihre Angriffe auf Churchill. Das Matt hofft, Ashgnith werde die ernste Gefahr erkennen, die darin liege, einen solchem Dilettantenan der Spitze der Adnrivalftät zu behalten. Ter Angriff des Mattes gründet sich ocitf das Schweigen der Admiralität über ein Unglück!, das die Flotte betroffen hat, nämlich das Sinken oder Stranden des „Auda- cious", das die ausländische Presse bereits gemeldet hat und zu dem die „Kölnische Ztg," oenierkt habe, die englische Regierung sei offenbar der Volksstimmung nicht sicher. Kopenhagen, 4. Dez. (WTB. Nichtamtlich.i „National Tidende" meldet aus London: Presse und Publikum äußerten die größte Mißstimmung darüber, daß die Admiralität den U n t e rgcrng des Lin i eu s ch i f fe s „Auda- cious" verschwiegen habe, der jetzt doch nicht melfr zu bestreiten sei, da die deuffchen Zeitungen den Unfall veröffentlicht hätten. Wenn auch Menschenleben nicht verloren gegangen seien und der Unfall einem einzigartigen Zufall zuzuschreiben sei, so errege das Verfahren der Admiralität doch das größte Mißtrauen, da das Publikum nicht wisse, ob mehr solcher Unglücksfälle verschwiegen würden. Attli- tärische Gründe für die Verheimlichung seien nicht vorhanden, also diene sie nur dem Bestreben, daS englische Publikum im Unklaren über die Situation zu. lassen. Unruhen in Irland. A m st e r d a ni, 4. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Te- legraas" berichtet aus London: In D u b l i n hat die Polizei gestern nacht Haussuchungen bei allen Zeitungsverkäu- fern und in allen Läden abgehalten. Eine Anzahl Exemi- plarc des Blattes „Irish Freedom" wurden beschlagnahmt; in den Räumlichkeiten dieses Blattes wurde ebenfalls Haussuchung abgehalten. England und der Protest Amerikas. Washington, 4. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der britische Botschafter überreichte dem Staatsdepartement eine Note, in welcher erklärt lwird-, daß England, nicht beabsichtige, die amerikanische Schiffahrt durch das Durchsuchen nach Konterbande aufznhalten. Ein freundschaftlicher Vergleich sei wahrscheüi- lich, wenn die amerikanischen Reeder auf den Frachtbriefen deutlich angäben, daß, wenn Kupfererz zugleich mit einer leichten Ladung, z. B. Fleisch, zugelassen würde, um als Ballast zu dienen, dieses nicht zur Durchfahrt durch neutrale Länder nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn be- ttmmt sei. * * * Der Landsturm zweiten Aufgebots anfgerufen. Berlin, 4. Dez. (WTB. Amtlich.) Der „Reichsanzci- ger" veröffentlicht eine Kaiserliche Verordnung, wodurch der aus dem Landsturm ersten Aufgebots übergetretene Land- turmzweiten Aufgebots zur Anmeldung zur Landturmrolle ausgerufen wird. Gleichgeitig wird eine Bekanntmachung des Reichskanzlers bekanntgegeben, wonach der Ausruf des Landsturms zunächst lediglich die Herbeifiihrung der Eintragung in die Listen bezweckt. Die Anmeldung hat in der Zeit vom 16. bis einschließlich 20. Dezember 1914 zu erfolgen. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung des Stellvertreters des Reichskanzlers betreffend die Wochenhilfe während des Krieges. Au» Hesse«. Hessische Parlamentarier im Felde. Wie der Präsident des dcutsthen Reichstags in der siamsten großen Rachstagssitzung pritteiRe, befinden sich von den Mit- gliedern 65 im Felde, also etwa ein Sechstel der BvMücrtretev. Wesentlich kleiner ist das Verhältnis der Kriegsteilnehmer bei der hessischen Zweiten Kammer. Hier standen von den 58 MitÄüüern 6 im Fckde, von denen, wie bekarmt, der Abg. Rochtsanwrckt Dr. Box he»mer-Worms, der Vertreter dos 9. Starkeuburgcr WaUkveiseS (Lampertheim! bereits den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat. Dir zurzeit im Heeresdienst tätigen Mitglicker der Zweiten Kammer sind: Gutsbesitzer Franz Best-Osthosen lnatl.), Houpvntrn» der Landwehr, Bürgernmister Ernst Choistmn Finger-Pfeddersheim (nach), Reservelentnant, Landwirt Eduard Lutz-Elpenrod (Oberst Bauernbund), Rittmeister der Landwehr, Pros. Otto llrstadt-Gießen (fortschr. Volks«), Oberl eutna nt d. 9t, Forstmeister Da Karl Weber (Bauernbund), Reserveoffizier. Mit Ausnahme der Sozialdemo- kralen sind also sämtliche Parteien der Kammer am Kriege direkt beteiligt, Nationalliberale und Bauernbündier mit je zw«. Freisinnige und Zentrum mit je einem Mitglied. — Ungleich größer «13 in bei Zweiten Kammer ist das Berhsvnis in der Ersten Kammer. Hier steht von den z. Z. 37 Mitgliedern fast ein volles Dutzend im Feld, nämlich: Der neue Kammerpräsident, Fürst SolmS-Hohensolms-Lich als Major und Ordonnanzoffizier, serorr sein Bruder, Prinz Reinhard zu Solms-Lich, der in der Ersten Kammer das ftandeslherrliche Hans Solms- Braunsels vertritt, als Major beim Stab eines aktiven Feldkorps, Fürst Dsenburg-Birstein, als Major ä ls suite, hei der Leitung des Roten Kreuzes, Fürst Leiningeu, als Major beim Stab des Generalkommmwos des Gardekocps, Fürst Löwe n st e i n (Mitglied des Reichstags) an bervorragender Stelle in der Kriegskrankenpslege, Gras Stolberg-Roßla als Major ä Ia suite, Prinz Viktor *u Erbach-Schönberg als Hauptmann äls suite bei der deutschen Botschaft in Wien, Prinz Leopold d s e n b u r g als BahnhosskomMandant in Darmstadt, Fürst Stvlberg-Wernigerode und Graf Wilhelm zu Solms-Laubach, beide Rittmeister ä Ia suite und als Ritter des Jobanuiterordcns in der Krankenpflege tätig. Endlich kann noch der jetzige Chef des Gräflichen Howes Schlitz, Gras Wilhelm, Oberleutnant und Adjutant bei einer höheren Kavallerie- sormation. mit hinzngezählt werden., der infolge des Ablebens des Kammerpräsidenten Grasen Schlitz demnächst seinen Platz in der Ersten Kammer einnehmen wird. Von den 16 zurzeit in Hessen vorhandenen standesherrlichen Mitgliedern der Ersten Kämmer sind also 11 im Heeres- resp. Kmegsftankerrpflegrdienst tätig. Aus dem Reiche. Dep Fitere Ausschuß des Reichestages, der am 1. Dezember von 10 Uhr vormittags bis 10*/. Uhr abends, am 2 . Dezember von 10 Uhr vormittags bis 2*/z Üyr nachmittags und am 3. De^mber von 10 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends getagt Hai, hat nahezu alle durch den Krieg angeregten Fragen sozialer, wirtschaftlicher und rnnerpoli- tischer Art in den Kreis ihrer Erörterungen gezogen. An der Hand der dem Reichstage vvrgelegten Denkschrift über w-sttsthaftliche Maßnahmen ans Anlaß des Krieges sind zunächst diese, sodami aber auch allgemeine Fragen der inneren Politik eingehend erörtert worden. Der Ausschuß hat im Einvernehmen mit der Reichslertung beschlössen, den gesamten Inhalt der Beratungen durchaus verttaukrch zu be- haicheln, indessen die Gebiete, die behandelt werden, bekannt zu geben. Demgemäß kann nachstehendes über die Ansschußverhcmddrngen nritgeteibt werden: Bon Fragen wirtschaftlicher Att sind die folgenden erörtett worden: Der Erlaß der Ausfuhrverbote uni» die Handhabung der Ausnahmebewillianng von ihnen, die Beschaffung von Futtermitteln, Anstänst im allgemeinen, Beschlagnahme von Rohstoffen uud Fabrikaten in den besetzten (Gebieten, Verhinderung von Preistreibereien und Regelung des Zwischenhandels, die Einkäufe der Heeresverwaltung, Maßnahmen gegen ausländische Unier- nchnrungen im Jnlande, Festsetzung von Höchstpreisen für Nahrungsmittel und für Rohstoffe, die für militärische Zwecke von Bedeutung sind, nzie z. B. Wolle unv Meiall«, Verwaltung smaßregeln wirtschasi.icher Art gegenüber dem AuSlande, die Lage der Hausbesitzer und Mab» nahmen zu ihrem Schutz, insbesondere die Errichtung von Einigungsämtern für die Beziehungen zwischen Mietern und Vermietern, Hypothetcngläubigern und Hypothekenschuldnern sowie die Lage der Zuckcrindnsttie. Aus sozialem Gebiete wurde behandelt die Unter- tützung per Familien der Krieger sowie der Familien der im Ausland« znrückgehaltencn Zivil gefangenen, die Kultivierung der Moore und Oedländereien, die Arbeitsverhält- nisfe der Schanz- und Festungsarbeiter. Im Anschluß an die Erläuterungen zu dem im Etat vorgesehenen Fonds von 200 Millionen Mark wurde die Frage der Erwerbslosen-Für- orgc uüd der Wochcnhilse während des Krieges eingehend erörtert. Endlich nahmen einen breiten Raum die Erörterungen über die Verpflegung und Behandlung der Kriegsund Zivilgefangenen in Deutschland, die Verhaltungsmaßregeln gegenüber der Bchandluizg der Deutschen im Ausland«, die Fürsorge für die Flüchtlinge aus Ostpreußen und Elsaß-Lothringen, die Militärseelsorge, die Verpflegung der Truppen auf den Eisenbahntransporten, die Einsetzung einer Kommission aus Vertretern neutraler Staaten zur Untersuchung der Verhältnisse in den Gesangenenlaoern, die Fürsorge für die Verwundeten, Vermehrung der Lazarettzüge, die Behandlung der Nordschleswiger, Polen nnd Elsaß- Lothringer, die Beförderung von Einjährig-Freiwilligen jüdischen Glaubens zu Reserveoffizieren, die Handhabung der Preßzensur und die Aufrcchterhaltung des Kriegszustandes während der Dauer des Krieges, insbesondere die Frage der rechtlichen Grundlagen hi er fair. Endlich wurde die Frage angeregt, ob das Mandat Wotterles durch seine Erklärungen in der seiirdlichen Presse als erledigt anzusehen sei. Fm Airschluß an die Rede des Reichskanzlers am 2 . Dezember wurden die Folgen, die das einmütige Zusammenstehen des ganzen Volles auf innerpolitischcm Gebiete zeftigen wurde, von einer Reihe von Rednern und dem Stellvertteter des Reichskanzlers erörtert. Beim Militär-Telegraphen von Berlin ist BedarfanTelegraphisten. Ehemalige Unteroffiziere und Mannschaften, welche beim Mililär-Telcgraphen von Berlin oder in einer Festung in der Morsetelcgraphic ansgebildet sind oder sonstige Berusstelegraphisten, die .nicht mehr dienstpflichtig sind, wollen sich zwecks Einstellung ans dem Geschäftszimmer des Militär-Telegraphen, Neue Wache, melden. Unseren Aiyeigeickinöen zur fteundlichen Beachtung! vie gegenwärtigen verhättnisse zwingen uns zu einem früherenAnn ahmeschlutz für gröhere Geschäfts-Anzeigen wir bitten deshalb unsere ttunben um Aufgabe der Anzeigen bi; vormittags U Uhr am Tage vor der Aufnahme. Nur dann können wir die rechtzeitige Veröffentlichung gewährleisten und für eme zweckdienliche §atz - Ausstattung sorgen Verlag des Giehener Anzeigers Au» Stadt «nd Cant. Gieße n, 5. Dezember 1914. Verlustliste. Reserve-Jnftutterie-Regt. Nr. 222, Westen. . t I. und Ui. Bataillon. Gefecht e vom 31. 10. bis 14. 11. 14. I. Bataillon. 1. Aompcranie. MiÄ. Otto HabermeA, Wollenrod. La»» terbach, tot. — Mnsk Friede Ostheim, Echzell, Büdingen, In». — Musk. Fritz Bomwann. Falkängesäß, lvw. — Müsk Lach Glenz. Lich, Gießen, lvw. 2 . Kompagnie. Offz.-Stellv. Karl Stein, Beuern, schon» — Musk. Karl Schäfer, Gleiberg, Wetzlar, lvw. — Musk. far! Rvbka. Gleiwitz, lvw. — Musk. Ernst Koller. Wetzlar, lv». — Musk. Karl Hain, Frohnhausen, Dillkreis, lvw. — Musk. Andreas Thiever, Giengen i. Württbg., lvw. — Musk. Wilhelm Dömte, Müsingen, Nordhcmsen, schon». — Gesr. Wilhelm Lich, Oberndorf, Wetzlar, tot — Musk. Heinrich Schilling. Hainchen, Büdingen, lvw. — Musk. Johs. Wallbott, Kraftsolms, Wetzlar, schvw. — Musk. Ernst Hirschhorn, Wetzlar, lvw. — Musk Herm. Hirt, Leipzig, lvw. — Musk. Johs. Jakob, Vilbel, lvw. — Gest. Adolf Wieder, Garbenheim, Wetzlar, lvw. — Gesr. Theodor Zimmer, Lich, Gießen, lvw. — Gesr. Bruno Radecke, Rettert, Unter» lahnkreis, lvw — Gesr. Alsrtt» Rappel, Paschwitz, Liegnitz. lvw. — Gest Friedrich Schneider, Orleshausen, Büdingen, lvw. 3. Kompagnie. Musk. Heinr. Herzberger, Lauter, Gieße«, UNO. 4. Kampagnee. Musk. Georg Sctzsried, Kl.-Kaüben, Friedberg, tot. — Musk. Friedrich Schmitt, Aßlar, Wetzlar, lvw. r-. Musk. Karl Früher, Gießen, lvw. III. Bataillon. 9. Kompagnie. Ers.-Res. Ernst Gberhardt, Leipzig, tot. — Kriegsfteiw. Rud. Hosmann, Wallertheim i. Rheinh., low. 10. Kompagnie. Feldw. Jakob Phil. Mauz. W-chenheim a. Haardt, lvw. — Musk. Fridolin Fett«, Sängern. Gebweiler, bot. 11. Kompagnie. Krgsfteiw. Karl Galli. Biebrich, Wiesbaden, schwv. — Musk. Gustav Grün. Lißberg, Oberhesjen, lvw. — Musk. Ewald Schulz, Berlin, schwv. — Krasfteiw. Wilhelm Stoiber, Wehen, Unirrtaunus, lvw. — Ers.-Res. Adam Römer, Kleinschwalbach, Obertmmus. bot. 12. Kompagnie. Offz.-Stellv. Rudolf Wichmann, Ober» gebra, Gr.-HoHeustein, lvw. — Utffz. Daniel Intime, Rolabach, Dieburg, lvw. — Ers.-Res. Leo Eckett, Mondstld, Wercheim, lvw. Gcft. Johann Brückl, Simpering, Landshut. lvw. — Krgssteiw. Alois Mundschenk, Laubenheim, Mainz, lvw. — Krgsfteiw. Ernst Mütter, Laubenheim, Mainz, bot. — Ers.-Res. Peter Neumann, Worms, lvw. — Krgsfteiw. Fritz Billiger, Biebrich, Wiesbaden, lvw. — Krgsfteiw Albert Ebh, Mainz, lvw. — Krgsfteiw. Valentin Gerhard, Hähnlrin, Bensheim, lvw. — Ers.-Res. Gerat Friedmanu, Worfelden, Gr. -Gerau, lvw. Jnfanterie-Regt. .Kaiser Wilhelm. Nr. 116, Gießen. Le Quesnon am 2. 11. 14. Kriegsfteiw. Walter Lohmaiin (5. Komv ), Bonn, vcrm. — Krgsfteiw. Herm. Machalett (5. Komp.), Licht, verm. — llrieys- fteiw. Otto Sachscr (5. ltvmp ), Nürnberg, verm. — Knegsftmw. Georg Schmoll (5. Komp.), Bvckenhcim. Frankfurt, verm. —, » Btf-'Ät Lanillius Schneider (5. JCamp.', verbstein, »crm. — 84- Earl Karle (5. Stomp ), Groß-Fclda, Alsfeld, Perm. —■ Musk. Herrn, Kubbier (5. Kvmp,>, Oberbrügge, verm — öcfr. Georg Schuchard (7. Kvinp,), Alsfeld, lvw. — Res. Joh, Keiler (I. Stomp,), Nd. -Eichbach, verw. Ohne Angabe der Kompagnie, Res, Pansch, gern, v. Res,-Regt, Nr. UL, lvw, — Heereslieferungen von Decken, Im Interesse des Handels irnd der Industrie bittet die stellvertretende Inten - dantirr des 18, Armeekorps um Belanmgabc folgender Bestimmung: „Aus Anordnung des Königlichen Kriegsministeriums findet von nun ab der Ankauf von wollenen und halbwollenen Decken für den Kasernen- und Lazarett-Haushalt nur durch die stellvertretende Intendantur 3, Armeekorps in Berlin statt, Lieferanten, die sich durch ein Zeugnis ihrer zuständigen Handelskammer oder .Hanwverkskammer darüber ausweisen können, das; sie dem bc- krcficnden Warenzweige angehören, leistungsfähig und zuverlässig sind, haben mit einem solchen Ausweis ihre Angebote möglichst mit Proben, Angaben der Größe, Schwere und des Preises der Decken an die genannte Intendantur zu richten" ** Die Ausbildung von KriegShunden, die vor einigen Wochen in Angriff geiwmmen wurde, macht recht gute Fortschritte, Das zur Verfügung gestellte Hundematerial eignet sich, wie das Zusammenarbeiten mit den Führern erMbt, ganz vorzüglich zu dem Zweck, Bisher konnten nur 6 Tiere in Dressur genommen werden, doch soll deren Zahl nunmehr verdoppelt werden, und man hasst, daß sich geeignete Führer freiwillig dazu melden. Im andern Fall wird man die Militärbehörde bitten, 6 geeignete Landsturmleute zur Ausbildung als Führer zu bc stimmen, ** Die Steinkohlenbezugsgesellschast Gießen hat ihren Mitgliederbestand im letzten Rechnungsjahr von 1352 aus 1452 Mitglieder erhöht. In den einzelnen Sorten Brenn - material wurden umgesetzt: Nußkohlen 65 746 Zentner, Anthrazit-- kohlcn 12 464 Zentner, Eisorm-Briketts 16 556 Zentner, Braunkohlen-Briketts 8758 Zentner, und Hüttenkoks 2483 Zentner, zusammen 106 040 Zentner Brennmaterial. Die Preise, welche für die Mitglieder frei Haus in Rechnung gestellt lourden, stellen sich pro Zcwtner: Nußkohlen: Winter 1,22 Mk., Sommer 1,17 Mk : Anthrazitkohlen: Winter 1,78, Sommer 1,74; Eisorm- briketts: Winter 1,17, Somnier 1,13; Braunkohlenbriketts: Winter 0,83 Nik,, Sommer 0,83 Mk, Der Kokspreis stellt sich im Winter aus 1,54 Mk,, im Sommer aus 1,47 Mk, •* Sie Silberne Hochzeit feiern am 6. Dezember der Gerber Heinrich Kraft und seine Ehesran Marie, geb, Engel. Landkreis Gießen. O Klei n »Lin den, 6 Dez. Das Fest der goldenen b o ch z e i t leierten gestern in aster Stille im Kreise ihrer Kinder unser alter Bürgermeister Ludwig Schaum und seine Ehesran, geb, Langsdorf. Beide Jubilare sind noch sehr rüstig und gesund; sie stehen im Alter von 73, bezw 74 Jahren. F. Geilshausen, 4. Dez. Folgendes Schreiben ans Königsberg i. Pr, kam heute hier an: Für die mit gesäl- ligein Schreiben vom 27, November überwiesene schöne Spende von 200 Mark für die kriegsnotleidcnden Ostpreußen gestatte ich mir meinen aufrichtigen und herzlichen Tank auszusvrechen. Ich darf bitten, den hochherzigen Gebern in geeigneter Weise hiervon Mitteilung zu machen. Es ist hochersreulich, wie alle Deutschen in Ost und West, in Nord und zpüd zusammenstchen, um das Elend unserer so schwer geprüften Provinz zu lindern. Ilr vor-- züglicher Hochachtung Tr, Körte, Oberbürgermeister, Hessen-Nassau. b Villmar a. d.L., 4. Tez. In dem Tumiel der Lahnbahn nahe Villmar wurden die L a n d st u r m m ä n ii e r Löw und Schneider von hier während ihres Wachdienstes von zwei Zügen, die sich dort kreuzten, überfahre n. Löw st a r b an> der Stelle, Schneider verschieb nach einigen Siunben im Limburger Krankenhause. Ein dritter Landsinrmmami ans Höchst a. M. konnte sich durch einen schnellen Sornng noch im ietzten Auaen- btick in «oicherheil bringen. Die beiben Getöteten bmterlassen Frau und Kinder. — Ein zweiter löblicher Uniait trug sich cben'alls auf der Lahnbahn ini nahen Arfnrt zu. Hier wurde der Po'iagenl Vieiiler aus Seelbach, als er die Gleise überschreiten wollte, von einem Zuge erlaßt und aul der Stelle gelötet. 6e(i(i;t5faaL ^ Leipzig, 4, Tez, DTB. Nichtamtlich.i Vor dem zweiten Strafsenat des Reichsgerichts begann heule vormittag der ^>pionageprozeß gegen den Handlungsgehilfen Johann Litschke, den Handlungsgehilfen Paul Kreide,, de» Hausdiener Cito Kahle und den Stausmann Franz F i s chcr, sämtlich ans Berlin, fvegen versuchien Verrats militärischer Geheimnisse und anderer Straftaten, Der Angeklagte Kahle stahl bei der Firma Mittler v, Sohn in Berlin, wo er in Stellung war, drei Pläne der deutschen Schisse „Großer Kursürst" und „Magdeburg", Ter Angcllagte Fisckier versuchte mit ihm, diese geheim zu haltenden Zeichnungen der französischen Regierung zur Kenntnis zu bringen, Tie beiden anderen Angeklagten Kreide und Litschke sollen im November 1913 und später versucht haben, sich durch Angestellte der Firma Mittler u, Sohn geheim» zuhallcnde Schriften und Zeichnungen zu verschaffen, um diese einem llnierhändler der französischen Regierung auszulieiern. Fischer hat es, obwohl er von dein von Litschke und Kahle geplanten Verbrechen Kenntnis hatte, unterlassen, hiervon der Behörde Mitteilung zu machen. Zu der Verhandlung sind iünj Zeugen erschienen, Die Lessenltichkeii wurde ausgeschlossen. Das Reicks- gcrichl verurteilte den Angeklagten Litschke zu zwei Jahren Ge- sängiris. Kable wegen Diebstahls zu einem Monat Gefängnis imd Kreide wpgen Unterlassung der Anzeige des von Litschke ge. planten Verbrechens zu drei Monaten Gefängnis. Fischer wurde freigesprochcn. Das Gericht hat angenommen, daß es sich bei diesen Plänen nicht um geheimzuhaltende Gegenstände handelte, Litschke wurde bestraft, weil er glaubte, daß die Pläne geheiinznhattende Gegenständ« seien, Be»lin, 4, Tez, Das „Bert, Tgbl," meldet aus Erfurt: Das hiesige Kriegsgericht verurteilte zwei kriegsgesangcne Turkos, welche in dem Gefangenenlager einem dritten Turlo den Geldbeutel entrissen, zu je neun Monalen Gesängnis, vermischte». * Ein großes Bergwerks Unglück in Japan. Das Reutersche Bureau berichtet aus Tokio, daß aus öcffuibo ein Bergwerksunglück gemeldet wurde, bei dem 437 Menschen um gekommen sind. * Breslau, 4, Dez. Die Gemeindeverttetung von Zabrze beschloß einstimmig die Umlaufe des Ortsnamens i» Hinüen- b u r g, Sic erbat telegraphisch die Zusttmmung des Feldmarschalls: Die 70 0)0 Seelen zählende Ortschaft wolle inner dem neuen Namen fortan die Ausgaben einer Pslegestätte deutschen Lebens in der Ostmark weiter erfüllen und den Namen eines Mannes dauernd lebendig erhalten, der in schwerer Zeit im ganzen Vater- lande, besonders im deutschen Osten, Verttauen und Zuversicht hochhielt, _ Letzte Nachrichten. Die Kämpfe an der User. Berlin, 5. Dez. Vom westlichen Kriegsschauplatz wird der „Deutschen Tagesztgi" über Paris aus Kopenhagen berichtet, daß der Artüleriekampt südlich B p e r n fortgesetzt werde. — Laut „Voss, Ztg." lsättc am Mittwoch eine deutsche Truppe,nnacht versueist, die Äser auf Flößen zu durchgueren, die von Molvrbooteri gezogen waren. Zu den Kämpfen im Ober-Elsaß. i. Köln, 5. Dez. 'Die „Köln. Ztg." meldet aus Zürich: In einer Bejprccksung der Stampfe im Ober-Elsaß bemerkt der militärische Mitarbetter des Berner „Bund": Auf dent scher Seite besteht wohl die Absicht, die noch von den Frau zosen besetzten Vogesentäler und den Sund gern zu säubern, soweit dies ohne große Verluste möglich ist. Fragwürdig crsckseinl, ob darüber hinaus eine Offensive gegen Bclfort geplant ist, Inrnrerhii, haben die Kämpfe an iinserer Grenze sijr uns auch dann eine Bedeutung, wenn keine größereit Operationen geplant sind. Kommt es an den in Betracht lonunenden Stellen zu cinem Infanterieangriff, so müssen unsere Truppen darauf vorbereitet sein, nötigenfalls zum Schutze unserer Grenzen cinzngrcifni Die strategische Lage im Osten. i. Kol». 5, Tez. Dir „Köln. Ztg," meldet aus Zürich: Ter militärische Mitarbeiter des „Benier Bund" schreibt: Ge« neralseldniarschall von Hin den bürg hat dank der Entschluß» iähigteit seiner (S'ienerale und der siampffraft seiner Truppen die Einkreisung gesprengt und sich aus eine strategisch gesickerte, die AngrMsrichtuug innehalttndc Position zurückgezogen. Die Russen sind dadurch gezwungen, Üjrren rechten Flügel neu zu gruppieren und das Gesetz des Handelns wieder an die Teutschen abzugeben, Augenblicklirt» scheint die Schlacht frontal zu stehen, dockt bei .Hin denburgs Strategie wird es dabei nicht lange bleiben. Sturmangriffe auf Przemysl. Berlin, 5. Tetz. Neue Sturmangriffe auf Przeuchsl ivur- den, wie der „Berliner Lokalanzeiger" meldet, von den öfter reichffch-ungarischen Truppen abgeschlagen. Der Abbau der russischen Siegeshofsnungen. i. si'ültt, 5. Dez. Der russische Gesandte im Haag teilt den Blättern mit: Die KämP-fe dauern in den verschiedenen Teilen des Gelärches bei Lowitsch fort. Beträchtliche fernd> lickte Streitkräffe, die gegen Ende des November vom tuest lickien auf den östlichen Krieffsschanplay geiporfen worden sind, haben in dem Rvunve Lnbomirsk Sczerzotv eine An- griffsbewegung eingrlcitet. Auf dem liirken Teile der Front sind keine Aenderungcn eingetreten, AnfftanV im Sudan, K o n st a ii t i n o p c l, 4, Tez, iWTB, Nichtanitlich.) „Tas- wir-i-Eskiar" erfährt, der englische General Wingate Pascha, der jüngst in Aegypten eingxtrofsen sei. sei nach dem Sudan entsandt worden, um eine gegen die Engländer gerichtete Aufstands bewegung zu unterdrücken. Infolge der Ausdehnung dieser Bewegung habe England beschlossen, noch l4000Manndort< hin zu entsenden. Dasselbe Blatt stellt sest, daß in Aegpptcn keine indischen Truppen vorhanden seien, da England sic eiufernc habe, weil sie sich weigerten, gegen den Khalisen Krieg zu führen. NESTLE Altbewährte Nahrung ■ fiirKmder und Kranke Kartoffellieferung. Die Lieferung von ca. 70000 Lpcise- kartoffeln für die hiesige Anstalt soll öffentlich vergeben werden. Angebote sind verschloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis spätestens Mstag, 1s. Dezember 1914, Mmittons 10 Uhr hierher einzureichen. In den Angeboten sind die Kartoffelsorten zu benennen und die Bedingungen, die auf dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten offen liegen, anzuerkennen. Die Proben sind getrennt von den Angeboten einzureichen. Es bleibt Vorbehalten, die Lieferung zu teilen, so daß sich mehrere Lieferanten an ihr beteiligen können. Zuschlagsfrist 3 Tage. Gießen, den 5. Dezember 1914. Großh. Direktion der Landes-Heil- und Pflege- anfialt bei Gießen. (12077B m I. g.; Lotz, Großh. Hausverwalter. _ Nähmaschinen Geldkassetten, Geldkörbe Wertpapier-Kasten sind passende Weihnachtsgeschenke. Grösste Aus- - wähl bei Fr, Krogmann Bahnhofstr. 30 Bahnhofstr. 30 1000 Kinderservice :: von 25 Pfennig an :: für EngTos-Verkauf bestimmt, aber durch Nichtreisen am Lacer (da beide Reisende im Feld), stellen wir im Ladendes Schuhhaus Süß zum Verkauf. 112073 Lang & Wiedersiein Wieder-VerkÄufer erhalten hohen Rabatt. Universal-Schrank für Bureau und Kontor statt 145 Mark für 75 Mark. Einige feine Modelliermappen, Amat-Album z.Einst.von Photograph. Ara at. Karton8zum Aufkleben von Photograph. Diverse Ovalrahmen. zur HAlfte dee aeattL Preises. FE. Kühn4n*s8)fSe Ifce re*v eg-36. Schokolade 1 Vorzug l. Schweiz. Blocklchoko- ladc, 100 Gr. Packg.. Bsd, z. Mk. 1.70 in 50 u. 100 Psd. »ii,. Kerner deutsch. Fabr. 100 Gr. Packung d. Pfd. zu Mk. 1. 0. Sendung, erfolg, mit. Nachn. ab Frankfurt a. 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