Xtr. 284 Der 6isie . 0irdieSchr>üle»iu>ttl2 Verlag,DelchLilsstelieöi Adresse iür Dralnnacli- richten: Anzeiger Siegen. Annahme von Anzeigen iür die Tagesiunniner bis vormillags 0 Uhr. Erster Blatt 164. Jahrgang Donnerstag, 3. Dezember M4 General-Anzeiger für Oderhessen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei 8. Lange. Zchristlcttung, Sejchästrstelle u. vruckerei: Schulstr. 7. c> t i ii i o e i i : monatl. 75 > volit. Teil: Aug. Goetz: iür .Fciiillelon", ,Der- miichtes' imd^Gerictts- iaal": Karl Sicurath: iür .Stadt und Land" : Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beek. Erneute Einmütigkeit des Reichstags! Belgrad gefallen? (WTBZ Trotzes Hauptauartirr. 2. Dez.. mmn. (Auttlich.) Im Westen wurden kleinere Vorstöße des Feindes abgerviesrn. ImArgouncr- Wald wurde vom wmtlembeig schcn Infanterie-Regiment Nr. 120, dem Regiment des Kaisers, ein starker Stützpunkt genommen. Dabei wurden zwei Ofsi- *im und annähernd 300 Mann zu Gefangenen gemacht. Aus Ostpreußen nichts Neues. JnNordpolcn nehmen die Kämpfe ihren normalen Fortgang. In Südpolen wurden feindliche Angriffe zurück- geschlagen. Ober st c Heeresleitung. (WTB.) GrotzeS Hanptguartirr. 2.Dez., vorm. (Amtlich.) Die in der ausländischen Presse verbreitete Nachricht. datz in der von uns gemeldeten Zahl von 40 000 russischen Gefangenen die bei Kutno gemachten 23 000 mit- enthalten feien, ist unrickitig. Die O st a r m c e hat in den Kämpfen bei W l o c l a w e c, Kutno, Lodz und L ow iez vom 11. November bis 1. Dezember über 80 0 0 0 nnverwundrtc Russen gefangen genommen. Oberste Heeresleitung. ' . * Der 8 Dezember wird für Deutschland in der Weltgeschichte in leuchtender Größe dasteh.ni: Einig und würdevoll hat der Reichstag die geforderten jkriegskredite von ch Milliarden bewilligt: es wurden keine erregten Reden i gehalten. und die paar wätzc, die der Abg. Dir. S p ahn nach des Reichskanzlers Ausführungen namens sämtlickier bürgerlichen Parteien sprach, waren gerade in ihrer Schlichtheit irnb Festigkeit von so bedeutender Wirkung. Es war kein Anlaß getvesen, Mideres zu erwarten, und der Verlaus des Krieges in den vergangenen ersten 4 Monaten hat mit leuch- leuder Flammenschrift verkündet, >oic Deutschland unbeirrt, stolz uird sicher seinen Weg zu gehen hat. Der leitende Staatsmann l/attc die Aufgabe, bekannte Tatsachen nvch ein- nml im Zusammenhang anfzurollen, vor aller Welt die Feststellungen zu treffen, die ihren Weg schon durch die deutschen Zeitungen gemacht habeil und aufzurnjen zum tapferen Dnrchhalten, das uns die Krone des Sieges verspricht. Herr v. BetlMann Hollweg lmt seine Ausgabe glänzend erfüllt. Seine Worte waren Irastvoll, überzeugend, von echtem, dcutsü-em Enrpsiiidcn getragen. Er hatte auch vor der Parlament taguug schon sehr geschickt gearbeitet, mbcni er die inzwisckien ausgcsutidenen neuen sprechenden Beweise von der Doppelzüngigkeit Englands, besonders von dessen Schleichwegen in Belgien, schwarz auf weiß durch die Welt flattern ließ. So gewann seine Rede, die sich auf diese bekannten, noch in frischer Erinnerung lebenden Dinge einfach berilscn konnte, ihren Klang von Erz, der durch kein Papiergeraschel beeinträchtigt lourde. lind nur »och einzelne, bisher nicht gehörte Feststellungen erhöhten die Wirkung; die bedeutsamste davon >var, daß schon Anfangs Juli England eine deutsche Warnung erhielt, indem der britischen Regierung angedeutet wurde, daß ihre geheinten Verträge mit Rußland über eine Marinetonvention ernste Gefahren für den Weltsriede» in sich trügen! Höchst klar und für alte Deutschen befriedigend war das Bild von dem beiderseitigen Verhältnis zwischen Deutschland und England, das der Rcichstanzlcr entrollte. Auf der einen Seite, näintich der deutschen, volle Ehrlichkeit und Wahrheit in den Absichten sowohl wie im Auftreten. Der .Kanzler ließ keinen Zweifel, daß er die englische tztei- gung zir einem friedlichen ^Zusammengehen am besten dadurch zu geivinnen glaubte, daß er die wachst ende Pracht unseres Reiches als Faktor einstellte. Endland sollle überzeugt werden, daß es das wachsende Risiko eines Krieges mit Deutschland in seinem .Interesse vermeiden könnte. Die deutsche Regierung stand auf dem grundehrlichen Standpunkt, daß die beiden maästigen Länder in der Welt Platz genug fänden, um sich im Frieden zu vertragen und zu fördern. Das aber war Englands Wille nicht! Der Kanzler beleuchtete auch die andere Seite vortrefflich: Eigensucht, Neid >tnd Heimtücke. Er sprach diese Worte nicht ans, aber sic sind die kurzen Kennzeichen der vorgebrachten Tatsachen. Wenn das Ausland die Wahrheit suchen und hören will, so hat es sie jetzt erlangt. Mit der Wahrheit und Gerechtigkeit aber haben glücklickicnveise auch die Erfolge unserer Waffen Schritt gehalten. Das stolze Siegesgesühl, das der Reichskanzler bekundete, die vollkommene Uebereinstiinmnng dieser Bekimdung mit der Ueberzeugung nrid dem ungebeugten Streben des ganzen deutschen Volkes werden dem Auslände die Leuchte hatten und chm zeigen, wohin der Weg dieses Zeitalters geht. Die Schranken sind gefallen, die, so sagte der Kanzler, eine öde und dumpfe Zeit die Glieder des deutschen Volkes trennten, und lvir stimmen freudig und einmütig seiner Parole zu, daß wir durchhalten wollen, bis wir die Sicherheit haben, daß keiner mehr wagen wird, imseren Frieden zu stören, einen Frieden, indem wirdeutschesWesenunddeutscheKraft entfalten und entwickeln wollen als freies Volk! Belgrad gefallen! Wien, 2. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Seine Majestät Kaiser Franz Josef erhielt von dein Kommanbantrn der 5. Armee imchsteRndc Huldigungsüepeschc: Hochbeglückt. bitte ich Ew. K. u. K. Apostolische Majestät am Tage der Vollendung des 00. Jahres Eurer Majestät glorreichen Regierung, die ehrsurchtsvollsten Glückwünsche der 5. Armee, sowie die allrrunterkünizste Meldung z» Füßen legen zu dürfen, daß die Stadt Belgrad heute von den Truppen der 5. Armee in Besitz geno mmen w o r d e n i st. Frank, General der Infanterie. Budapest, 2. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die österreichisch-ungarischen Truppen haben nach einer aussülzrlichen Meldung des „Magnar Hirlap" gestern abend tu einem unwiderstehlichen Bajonettsturm die Westseite Belgrads genommen. Heute früh hielten die Truppen unter stürmischer Begeisterung ihren Einzug. Wien, 2.Dez. (WTB.) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: 2. Dezember. Da der Feind im Rückzüge ist, fanden gestern keine größeren K ä m p f e statt. Die vorgetriebeneu Nachrichtenabteilungen stießen auf feindliche Nachhuten und machten mehrere hundert.Gefangene. Die Freude in Budapest. Budapest, 2.Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der Bürgermeister hat folgende Bekanntmachung anschlagen lassen? Der Bürgermeister der Haupt- und Residenzstadt meldet dem Publikum, daß Belgrad gefallen ist. Man hat sich gegen uns verschworen, hat uns hochmütig in unserem Leben und unserem Recht gekränkt. Man hat den Erben unseres Thrones ermordet. Unsere tapferen Soldaten zeigen jetzt, daß man uns nicht ungestraft beleidigen kann. Afft Gottes Hilfe haben sie ihre ruhmreichen Fahnen in dem Hauvtneit der gegen uns gesponnenen Zerstörung aufgepflanzt. Biogen nun auch unsere Fahnen lochen und unsere Fenster sich erhellen. Mögen Glockeri ertönen und unsere überströmendc Freude, unseren unbegrenzten Stolz und unser unerschütterliches Vertrauen verkünden. Es lebe das Valerlaud! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 2.Dez. (WTB. Nichtamllich.) Amtlich wird ver- lautdart: 2. Dezember. Die Ruhe in unserer Front in Westgalizien und in Russisch-Po l en hielt im allgemeinen auch gestern an. In der vergangenen Nacht wurde ein ruffi- scher Angriff nordwestlich von Wolbrom abgewiesen. Die Wüchse rm Raume westlich Noworadomsk und bei Lodz sind in günstiger Entwicklung begriffen. Bor Prze- mhsl blieben die Russen unter dem Eindruck des letzten Ausfalles paffiv. Mehrere feindliche Flieger warfen erfolglos Bomben ab. Die Operationen in den Ka r p a then sind noch zu keinem Abschluß gekommen. Die Nachricht von dem Einrücken unserer Truppen in Belgrad löste auf dem nördlichen Kriegsschauplatz unaussprechlichen Jubel aus. Der Stellvertretende Chef des Geiieralstabs: v. Höfer, Generalmajor. Das 68jährige Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josefs. Wien, 2. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Me „Abendpost" widmet dem heuttgen 66jährigen Reg ier u ng>S jub i- l ä u m Kaiser Franz Josefs einen Festarttkel, in dem sie hervorhebt: » Biel Erhabenes erfuhren wir in diesen Monaten, doch das Uebrrragendstc von allem ist das, ivas Kaiser Franz Joseph in zwei Menschenattrrn zum Heile des Reiches mit rastlosem Geist und nie ermaltcitder Arbeüskraft leistete an dem Wiederaufbau und der Verjüngung des Reiches, sowie an kulturelleir Errungenschaften aus allen Gebieten, vor allem an der zielbewußten Ausgestaltung der Wehrmacht zu Lande und zu Wasser. Auch die Geschichte wird die große Wahrheit bekräftigen, daß das Reich in seiner heutigen Macht und fortschreitenden Entwickelung eine persönliche Schöpfung des Kaisers Franz Joseph ist. Groß wie im Frieden erweist sich der Kaiser im Kriege. Wenn sich unsere Kriegssührung von jener unserer Feinde so vielfach zu ihrem Vortelle unterscheidet, wenn die Behandlung der Angehörigen der gegnerischen Staaten, wie der Kriegsgefangenen, von den Geboten der Menschlichkcft und Schonnng bestimmt wird, so entspricht dies dem Seelencchel und der rftterlichen Gesinnung des Kaisers. Seine Herrscher- und Mannestugenden zwingen auch einer Welt in Waffen Bewunderung ab. Unsere Wehrmacht wird den ihr aufgezwungenen Kampi ehrenvoll durchkämoien, tief durchdrungen von der Zuversicht, daß der gerechten Sache der Sieg zuteil wird. Das Blatt schließt mit dem innigsten Wunsche, daß dem Kaiser nach ruhmvoller, erfolgreicher Beendigung des Feldzuges noch lange Jahre des Friedens wie bisher in unerschütterlicher körperlicher Frische urch bewunderungswürdiger geistiger Regsamkeit zum Glücke seiner getteuen Böller und zum Heile des Reiches nrrd der Welt beschieden sein mögen. Gott erhalte den Kaiser, Gott schütze das Vaterlaiid. Gott segne unsere Waffen! Die österreichische Kriegsanleihe. Wien, 2. Dez. (WTB. Nichtamllich.) In den letzten Tagen sind zahlreiche große Anmeldungen auf die österreichische Kriegsanleihe ein-gelaufen. Das Schlüßergebnis dürste die bisheriMU Schätzungen von 1600 Millionen übersteigen. Eine Postkonvenkion zwischen Oesterreich und Bulgarien. Sofia, 2. Dez. (WTB. tziichtanttlichc) Die Sobranje hat die zwischen Oesterreich-Ungarn und Bulgarien abgeschlossene Postkonvention angenommen. Zusammenkunft der Häupter unserer Feinde. (WTB.) P aris, 2. Dez. (Nichtamtlich.) Poincare, Bi- viani und Jofsrc trafen am Dienstag vormittag mit König G e o r g in dem englischen Hauptquartier zusammen. P o i n - care »nd König Georg fuhren im Automobil nach der englischen Front, voll der Bevölkerung in den Ortschaften, die sie durchfuhren, stürmisch begrüßt. Sie verwclllen den ganzen Tag inmitten der englischen Truppen, des Abends speisten Poincare, der .Wnig, der Prinz von Wales, Jofsre und Frenck im Hauptquartier. Poincarö und Biviani reisten des Nachts ab und trafen heute wäcder in Paris ein. Typhus in Calais? London, 2.Dez. (WTB. dttchtamllich.) Die „Times" veröffentlichen einen Brief eines Majors des englischeir SanitätSwcsens aus Calais, in dem es heißt, daß Calais^ van einer Thphusepidemie bedroht sei. Die belgische Armee sei von Typhus durchseucht. Wenn man dieKrankheit sich aus- breiten taffe, werde von der belgischen Armee bald nichlsk mehr übrig sein. Es sei unbedingt zrotwendig die SipitaU einrühttrngen schnellstens zu vervolllonminen. Beschießung der belgischen Küste. Rotterdam, 2. Dez. (WTB. NichlkamMcht.) $teE „Stienwe Rotterdamsche Courant" meldet aus O o st bü rg vom 1. Dezember: Die heftige Beschießung der belgischen Küste, die heute den ganzeil Tag anvauerte, hat vermutlich Ostend- gegolten, wö man auf hoher Sec die britische Flotte liegen sah. Brüsseler Zustände. Rotterdam, 2. Dcz. In Brüssel ist es ruhig. Meldungen über Knappheit der Lebensrnittel sind falsch. Nur Mehl gibt es tvenig. Fleisch, Gemüse und Früchte sind dagegen viel billiger als vor dem Kriege. Ein Sohn des belgischen Ministerpräsidenten in deutscher tzlefangenschnft. Amsterdam. 2. Dez. Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet, daß einer der Söhne des belgischen Ministerpräsidenten de Broqueville, der als Freiwilliger uu belgisck>en Heere Dienst tat, gefangen genomrnen worden ist. Bayerische Auszeichnungen der Führer de» Oftheeres- München, 2. Dez. (WTB.) Nichtarutlich.) Der König geruhte in besonderer Anerkennung der hohen Verdienste, welche sich Generalfeldmarschall von Hinden- burg, sowie Generalleutnant von Ludendorff «m die Führung der im Oste» kämpfenden Armeen erworben haben, ersteren mit dem Großkrcuz, letzteren mtt dem Kvm>- mandeurkreuz des Militär-?Lap-Josephordens auszu-, zeichnen. Auskünfte über deutsche Kriegsgefangene. Berlin, 2. Dez. (WTB. Nickftamtlich) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Unter den Stellen, die aus Grund der ihnen im Austauschvervehr zugehendeu Kricgsgesangenenlisten über den Ausenthall der in fetrtb» liche Äesangenschaft geratenen Angehörigen des deutschen 5>eeres Auskunft erteilen können, wird auch das AuSwcttckige Arnt crufgefiihrt. Dies ffl nicht zutreffend. Tenn das Auswärtige Amt hat Mar auf diplonratische,n Wege Listen der deutschen Kriegsgefangenen erhalten, gibt diese Listen aber unverzüglich an das in erster Linie zur WtSkunsterteilungl berufene Zentralnachweisbureau des Kriegsin inist eriums weiter. Das Auswürttge Aint ist also seinerseits nicht in der Lage, Auskünfte über deutsche Kriegs- gefaitgene zu erteilen Ebensowenig kann die amerikanische Boffcbaft in Berlin Anfragen über deutsche Kriegsgefangene beantworten. Der Zentralstelle für den Auslandsdienst, Berlin, Wilhelmstraße 62, gehen forttausende von den verschiedensten Stellen im Jnlande Mittcllungen uni> Anregungen zu, die sämtlich zur Kenntnis genoiumen, geivissenhaft geprüft uird enffprechend verwertet werden. "Namentlich gelangt die Zentralstelle durch die Vermittelung von Geschäftshäusern oder Verbänden in den Besitz einer Menge wertvollen Materials. Bei der Fülle von Zusendungen dieser Art ist es der Zentralstelle nicht möglich, im einzelnen jedem Einsender deit Enipsang zu bestättgni oder zu danken; sie nimmt indessen gerne Gelegenheit, ans diesem Woge für die ihr durch solche Arttlel zuteil werdenden ivertvolleu Mitteilungen ihren Dank auSzusprechen, bereit sachgemäße Berücksichtigung sie sich nack; wie vor angelegen sein läßt. * . * «US dem türkischen Hauptquartier. Konstantinopel, 2. Xe&. (WTB. Nichtamllich.) Be- richt des Hauptqnartters. Die Kämpfe dauern an der Grenzr von Aserbcidschan fort. Die Türken im Kaukasus. Kon stau tinop c l, 2. Dez. Aus denl Gebiet des Kaukasus wird gemeldet, daß die gegen Batunl marschierenden ttirkischen Truppen überall frelldig cuffgenmumelt werde». Der bei dem letzten Bvmbardeureut von" Trapczutll, »vic öonettet, sckjtver verwundene russiflhe Konsulat! ist jetzt de» Verletz»,^«n, die er durch russische Granaten erlitten hatte, erlegen. Die Russen gehen inr Kaukasus gegen die moham- inedMiischen Bewohner mit größter Strenge vor. Sie suchen Tausende in das Heer einzureihcn, um sie nach andere» .eeriegDschaichlatzen zu versclsickc». Während bisher zahlreiche niohammedanische Stämme feine Soldaten zu stellen brauchten, wurden jetzt allein a„S dem Stainmc Kabartni .8006 .Mann unter die Waffen gezlvungen. Doch wissen alle Mo° hannncdaner nn Kaukasus, daß der Heilige Krieg prokla- iniert ist oder wenigstens, daß der Krieg mit der Türkei aus- gebrochen ist, und sind entschlossen, den Russen nach Kräften Widerstand zu leisten. Die englische Gewaltherrschaft in Aeghpten. Genf, 2 Die deutschen und österreichischen Staatsangehörigen in Aegypten, deren es nach amtlicher Statistik 15 000 gibt, iverden dort von den englischen Behörden andauernd belästigt. Mle Männer Wischen 18 und 45 Jahren wurden nach, Malta gebracht. Die übrigen kamen in das Konzentratianslager von Mex. Die türkischen Staatsangehörigen erfahren dieselbe Behandlung. 75 Türken sind bereits in der Zitadelle von Kairo untergebracht ivorden. Bulgarischer Botschafterwcchsel. So fi a, 2. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der bulgarische Gesandte in Konstantinovel, Tontschew, ist nach Wien versetzt worden. Die Konstantinopeler Gesandtschaft wird vor- läusig der frühere Gesandte in Cettinje, K u l u s ch a w, leiten. Die Eisenbahnbrücke über den Wardar gesprengt. Saloniki, 2. Dez. (WTB. Nichtamtlich.^Die Eisenbahnbrücke über den Warda zwischen Strumitza mrd Dewirkapu ist von Banden gesprengt worden. Der Mttelpfeiler wurde zu zwei Drittel, der nördliche vollständig zerstört. Drei Brückenseldcr sind eingestürzt. Der >Berkchr zwischen Uesküb und Saloniki ist eingestellt. Die Wiederherstellung der Brinke wird längere Zeit beanspruchen. Bei der Zerstörung soll ein blutiger Kampf Wischen Len Banden und serbffchem Militär stattgesunden lieben. Eisenbahn- tvagen mit Verwundeten passierten Saloniki auf dem Wege nach Monastir. Siege der Senussi in Marokko. Koustantinopcl, 2. Dez. (WDB. Nichtamtlich) Nach Mitteilungen aus amtlicher Quelle hat im südliche» Marokko in der Schauja bei Au, Galaka zwischen Se- nussis und französisclien Truppen unter dem Befehl des Generals Largou ein Gefecht staltgefunden. Der Führer der Schaujas, Scheich Abdullah, fand hierbei zwar den Tod, doch wurden die Franzosen in die Flucht geschlagen. Die Senussi trugen auch in den Gegenden von Kamnem imb, Wadai glänzende Siege davon. Der Bnrenkrieg in englischer Beleuchtung. London, 2.Dez. (WTB. Nichtamtl.) Das Reutersche Bureau meldet aus Prätoria unter dem 30. November: Gestern kam es bei der Farm Quartsonlein nächst Edenville zu einem Gefecht zwischen Oberst Manis Botha und einer Burenabteilung von 120 Mpnn unter Piek Henning. Drei Buren wurden getötet, 73 gefangen genommen, der Rest floh. Kommandant O e n i ck e r hatte gestern ein Gefecht mit einer Burenabteilung unter Gcheon van Buren in der Nachi- Barschaft von Bothaville. Ban Buren und zwölf andere Buren, darunter ein Schwerverwuudeler, nmrden gefangen, die übrigen flohen und wurden verfolgt. In Bothaville ergaben sich zahlreiche Buren. Besetzung der Insel Neupommern durch «»stralische Truppen. London, 2. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Hier eingetroffene australische Blätter bringen Einzelheiten über die Besetzung der Insel Neupommern durch australische Streitkräfte. Am 1. September erreichte das australische Geschwader die .Herbertshvhe und landete 25 Mann, um von der ungefähr vier Meilen landeinwärts gelegenen drahtlosen Station Besitz zu ergreifen. Die Gelandeten stteßen auf unerwartete »Wider st and seitens der Deutschen und bewaffneten Eingeborenen, die unter den Kokosnußpalmen verborgen waren. Ein australischer Offizier und ein Unteroffizier wurden getötet. Später wurden weitere 150 Mann gelandet, dir unter dem Widerstand der Eingeborenen bis auf 100 Yards an die Station heran gelangten, wo sie 6 Deutsche und 40 Eingeborene verschanzt fanden. Hier wurde ein australischer Offizier getötet und einer verwundet. Nm späten Nachmtttag übergaben die Verteidiger die Station. Während der Schanzgraben nach Waffen durchsucht wurde, brach ein neues Gefecht aus, das jedoch die Eroberung der Station nicht verhindern konnte. Inzwischen besetzte die Infanteriekolonne widerstandslos den Ort Herbcrtshöhc. Ebenso wurde Rabaul ohne Kamps eingenommen. Zwei Tage später wurde die Insel für eine britische Besitzung erklärt. Inzwischen verschanzten sich größere Streitkräfte von Deutschen und bewaffneten Eingeborenen in dem von der Küste 6—8 Mellen entfernten Gebirgsdistrikt Tomo. Nach einer Beschießung durch die Schifssgeschütze erreichten die australischen Truppen unbehindert Tomo. Die englischen Schiffsverluste. London, 2. Dez. (MB. Nichtamtlich.) Der Fiotteu- korrespondent der „Times" schreibt: In den ersten vier Monaten des Krieges vernichteten deutsche Unterseeboote sieben brttische Kriegsschiffe und vier Handelsschiffe, ferner durch Kanonenschüsse drei brittfche Kriegsschiffe und 50 Handelsschiffe. Deutscher Reichstag. (WTB.) Berlin. 2.Dez. (Nichtamtlich.) DrrReichs- tag nahm nach der mit überaus stürmischem Beifall auf- genommenen Rede des Reichskanzlers die angeforderten fünf Mlliartzen der neuen Kriegskredite gegen dir einzige Stimme des sozialdemokratischen Abgeordneten Dr. Liebknecht an. 3. €>i tzu n g. Nachmittags 4 Uhr. Am Dnndesratßtiscke: Reichskanzler Dr. von Betbnamn Holl- loeg, Dr. Delbrück, von Jagow. Großadmiral von Tttpitz, Goar HertLng, Kvaetke, Dr. Säst, Dr. Svdow, von Wendel, Beseler, von Loebell, Hadeufiuin und eine Fülle von BerwNmächttgtrn zum Buudesrnt itttb Kommissarttn, Das Hans ist vollständig besetzt. Sämtliche Zichörertribünen -sind schon vor Begri« der Sitzung überfiillt. 'Der Platz des Abg. TriMborn (Ztr.), der heute sein 60. Lebensjahr vollendet, ist mit einem Rosenstrauß gesckmnuü. A uf dem Platze des im Tttld« gefallenen Abg. De. Frank lttgt ein Lorbeerkrauz. Präsident- Dr. Kämpf eröffnet die Sitzung -um 4 Uhr ,1.5 iMn. mit folgender Ansprache^ Meine Herren! Nach vier- '-nonatLcher Vertagung ,heiße ich Sie alle zu treuer Arbeit in ottsem Hanse wllllommen, Dieicnigen aber unter uns, die mü in das Best» haben chhe» können und die aus dgm Felde hev- beigeeklt sind, iwn an den Ivichtigru Arbeiten des Reichstags teilzunehmen, begrüße ich auf das allerherzltthste, (Lebhafte Zustimmung.) Seitdem wir am 4. August unter dem gewalttgen Eindruct der auf uns einstürmendcn Ereignisse uns getrennt frobcn, sind wichtige welthistorische Ereignisse euigetreten, vor allem aber hat sich, gezeigt, daß alle Gedanken des deutschen Volkes aus diesen! gewattigcn Krieg gerichtet sind in dem Vertrauen, daß die Einigkeit des deutschen Volkes alle Hindernisse überwinden werde, in denr Bewußtsein des Sieges, das getragen wird von der Stärke der militärischen Macht Deutschlands zu Wasser und zu Lande, und von den, Bcwufüseiil der wirtschastliä>cn Stärke deS deutschen Vaterlandes. (Erneuter lebhafter Beifall.) Alle wehrfähigen Männer sind ins Feld gezogen oder erwarten ungeduldig den Mgenblick, der sie zu den Fahnen ruft. (Bravo!) lieber eine Million Kriegsfreiwillige hab-en sich zii den Fahnen gemeldet imd nur ein kleiner Teil von ihnen hat jetzt eingeroihk werden können. ?lus unserer Mitte sind 65 Abgeordnete und 27 von unseren Beamten unter die Fahnen gerufen und der erste, der aus unseren Reihen auf dem Felde der Ehre gestorben ist, war ein Kriegsfreiwilliger. (Die Abgeordneten haben sich von ihren Plätzen erhoben.) Wer nicht hinausgceilt ist, sorgt für Verwundete und Angehörige. Eine Opfersieudigkeit sondergleichen geht durch das ganze Land. Alt und jung, Fürst Und Volk sind beteiligt an den Werken des Volkskrieges. Die großartige Organisation unseres Geld- und Kreditwesens sindcl ihren Gipfelpunkt in den Erfolgen der Zeichnung der Kriegsanleihe. Bravo!) Zu unseren Gegnern hat sich das japanische Reich gesellt, das für seinen Undank nur anführen kann: die Beutegier nach dem Wahrzeichen deutscher Kultur, das wir im fernen Osten ansgerichtet haben. Dagegen ist den treuverbündeten Reichen Deutschland und Oesterreich-Ungarn ein neuer Bundesgenosse erstanden in dem Osmanenreiche (Bravo!), das mtt allen islamitischen Völkern das englische Joch abschütteln und damit die Grundsätze der englischen Kolonialmacht erschüttern will. Ich erinnere an die Erfolge von Lüttich, Namur, Maubeuge, Longwy, Mülhausen und Taunenberg. Alle Schlachten haben bewiesen, daß alle unsere Truppe» — von dem ersten bis zum letzten Regiment — die Reserve, Landwehr, Landsturm, Kavallerie und Artillerie, Pioniere und alle Spezialwaffen von dem gleichen Geiste beseelt sind. (Bravo!) Unter dem Gesänge „Deutschland, Dcuffchland über alles" haben sie die feindlichen Stellungen gestürmt. Dem Heere steht die Flotte ebenbürtig zur Seite. Das Herz geht uns aus, wenn wir an die „Gaben" und die „Scharnhorst" denken und an die „Emden" (lebhaftes Bravo!), die alle Meere unsicher gemacht hat, und vor der die Flotten unserer Gegner zitterten. Ich erinnere ferner an die Schlacht bei Eoronel und an die glorreichen Taten der Unterseeboote, die heute den Schrecken der ganzen britischen Flotte und des britischen Heeres bilden. (Bravo 0 Wir schließen in unseren Dank ein auch die Bewohner und Farmer unserer Kolonien, lvir danken denen, die freiwillig die Arbeit übernommen haben, die Leiden des Krieges zu mildern und für unsere Verwundeten zu sorgen. (Bravo!) Schwer sind di« Ber- luste an Verwundeten und Menschenleben, die der Krieg fordert. Wir trauern mit den Frauen und Eltern und sind stolz auf so viel« Heldcnsöhne, die ihr Blut vergossen und ihr Leben hingegeben haben in den, Weltkriege, den wir um imsere Existenz zu führen haben. Unter den Fahnen unseres Heeres und unter der Flagge unserer Flotte werden wir siegen. (Lebhafter Beifall.) Daraus ehrt der Präsident die inzwischen verstorbenen Mitglieder des Reichstags: Dr. Semler (nat.-lllch, Ritter (Kons.), Metzger (Soz.) und Dr. Brabant (Fortschr. Vollsp.), sowie in längerer Rede den aus dem Felde der Ehre gefallenen Abg. Dr. Frank. Der Präsident verliest sodann ein Glückwunschletegramm nebst Antwort aus Anlaß des Geburtstags der Kaiserin, ferner Telegramme, die er ans Anlaß des Falles von Tsingtan an den Kaiser und den Staatssekretär v. Trrpitz gesandt hat, sowie die eingegan- genea Antworttelegramme, ferner den Tetegrammwechsel zwisclum den Präsidenten des ungarischen Abgeordnetenhauses und des Deutschen Reichstages. Hierauf tritt das Haus in die Tagesordnung er». Auf der Tagesordmmg stehen Nachttagsetats (KrttgSvorttgeiff. t Der Reichskanzler über dir Kriegs- mW Beklage. Reichskanzler Dr. vo-n Brthmann Hollmeq: Meine Herren! S. M. der Kaiser, der draußen bei der Armee wellt, hat mir bei meiner Abreise ansgetraqen, der deutschen Bol^vertretung, mit der er sich in Sturm und Gefahr in der gemeinsamen Sorge um das Wohl des Vaterlandes bis zum Tode eins weiß, seine besten Wünsckie und herzlichen Grüße zu übermitteln, und zugleich von dieser Stelle aus in seinem Namen der ganzen Nation Dank zu sagen sür die beispiellose Ausopserimg und Hingabe für die ge- wallige Arbeit, die draußen und daheim von allen Schichten des Volkes olmr llnterschied geleistet worden ist und weiter geleistet wird. (Lebhafter Beffall.) Auch unser erster Gedanke gilt dem Kaiser, der Armee und Marine, unseren Soldaten, die im Felde und aus hoher See für die Ehre und Größe des Reiches kämpsen. (Beifall.) Voll Dank und mit felstnsestem Bertranen blicken wir aus sie (erneuter Beifall), blicken wir zugleich auf unsere österreickhsch-ungarffchen Waffenbrüder (lebhafte Zustimmung), die treu mit uns vereint in glänzend bewährter Tapferkeit den großen Kamps kämpsen. — Noch jüngst hat sich uns in dem uns ausgezwungrnen Kämpfe ein Bundesgenosse zugesellt, der genau weiß, daß mll der Vcrnichtting des Deuffchen Reiches es auch mit seiner staatlichen Selbstbe st ui u n un g zu Ende wäre (sehr richtig!), das Ottomanischr Reich. Obwohl unsere Gegner eine gewaltige Koalition gegen uns ausgeboten haben, so werden fte hoffentlich die Erfahrung machen, daß airch der Arm unserer mächtigen Verbündeten bis an die schwachen Stellen ihrer Welffttllwrg reicht. (Beffall.) Am 4. August bekannte der Reichstag den unbteugsamen Willen des gesamten Volkes, den ihm aufgezwnngenru Kumps aufrmiehme,, nach seine Unabhängiqkett bis zum äußersten m verteidigen. Seitdem ist Großes geschehen. Wie kann inan dir Heldentaten der einzelnen Armeen, Regimenter und Schivadvonen auszählen bei einem Kriege, dessen Fronten durch die ganze Weit gehen. Ihre Taten wird die Weltgeschichte verzeichnen, (LrNuftrr Bsiffoll.) Die unvergleichliche Tapserkell unserer Truppen hat dien Krieg in Feindesland getragen. Noch stehen wtt sest und stark da urch können mll aller Ziwersicht der Zukunft entgogerffchen. (Lrbhoster Beffall.) Aber bi« Widerstarrdskrast des Feindes ist rwch nicht gebrochen, wir sind nicht am Ende der Ochser. Die Nation wird diese Opfer wcüer tragen mit demselben Heroismus, mit da» «8 sie bisher getragen hcll, dam wir mKffen und wollen diesen Berteidiguusskrieg, den wtt, von allen Setten bedrängt, für imser Reich und unsere Freiheit führen, bis zum guten Ende dnrchkümpsen. (Allge m ei n er, lebhafter Beifall.) Dann wollen wir aber auch der Dreisttgkett gedenken, nnt der man sich an Miseren in Foindesdmd lebenden wehrlosen Landsleuten, zuM Teil in einer jeder Zivilisation hnsprechenden Weise (lebhafte ZllNmm»ng) vergriffen hat. Die ekt muß es erfahren, daß niemand eimtm Deutschen uugMtznt ein Haar krümmen kann. (Lebhafter, wiederholter Beffall ) \ Meine Herren! Wenige Augenblick-, nachdem jene Sitzung vom 4. August zu Ende gegangen war, erschien der grvßbritan- rrffche Botschafter, NM uns ein Ultimatum Englands und nach dessen sofortiger Ablehmmg die .ikriegserNärnug zu überbringen. Da ttb Tittch damals z« dieser endgültigen Stellnngrmhme der brittschen Regierung noch nicht äußern konnte, will ich jetzt ettngc Ausführungen dazu machen. — Die Frage nach der Vrr- auttoortnng an diesen größten aller Kriege liegt sür uns klar. Me äußere Berantwortting tragen diejenige« Männer in Rußland, die dir allgemeine Mobilisierung der russischen Arm« betrieben und durchgrsetzt haben (Znstimmung), die innere Berant- wartung aber ttägt die brttische Regierung. (Erneutt lebhafte Zustimmung.) Das Londoner Kobinett komttr den Kttcg unmöglich mackwn, wenn es in Petersburg unzlveideiitig erklärte, England sei nicht gewillt, auf dem österreichisch-serbischen Konstikt einen Kontinentalkrieg der Mächte ausbrechen zu laffen. Eine solche Sprache hätte auch Frankreich gezwuirgen, Rußland encrgffch von allen kttcgerischcn Maßnahmen abzuhalten. Dann aber gelang unsere Permittlungsaktion zwischen Men und -Petersburg und es gab keinen Krieg. England hat das nicht getan. England kanittr die kriegslüsternen Treibereien einer zum Teil nicht verantwortlichen, aber mächtigen Gruppe um den Zaren. Es sah, >vse das Rad ins Rollen kam, aber es fiel ihm nick>it in die Speichen. (Lebhafte Zustimmung.) Trotz aller Friedensbeteuerungen gab London in Petersburg zu verstehen, England siehe auf der Seite Frankreichs und damit auch Rußlands. (Lebhasrc Zustimmung.) Das zeigten klar und unwiderleglich die inzwischen erfolgten Publikationen der verschiedenen Kabinette, insbesondere das Blaubuch, das die englische Regierung herausgcgebcn hat. Nun gab es in St. Petersburg kein Halten mehr. Wir besitzen darüber das gewiß unvcrdächttge Zeugnis des belgischen Geschäftsträgers in St. Petersburg, der berichtet — Sie kennen seine Worte, aber ich will sie hier wiederholen — am 30. Juli an seine Regierung: England gab anfänglich zu verstehen, daß es sich nicht in einen Konflikt hineinziehen lassen wolle. Sir George Buchanan sprach es ganz offen aus: heute ist man in St. Petersburg sest davon überzeugt, ja man hat sogar die Zusicherung, daß Englarid Frantteich beistehen werde. Meser Beistand fallt ganz außerordentlich ins Gewicht und hat nicht wenig dazu beigettagen, der Kttegspattei Oberwasser zu verschaffen. (Hört, hört!) Erst vor sieben Wockicn gab ein englischer Staatsmann im Parlament die Versicherung: Kein Verttag, kcuie Abmachung binde die schrankenlose Weltstellung Englands, falls ein Krieg ausbreche, frei, könne Großbritannien sich entscheiden, ob es an einem europäischen Krieg teilnehmen wolle oder -richt. Also es war keine Bündnispflicht, kein Zwang, es war keine Bedrohung des eigenen Landes, die die englischen Staatsmänner vcranlaßtt, den Krieg entstehen zu lassen und dann sofort selbst in ihn einzutteten. Dann bleibt nur übrig, daß das Londoner Kabinett diesen Wettkrieg, diesen ungeheuren Weltkrres, kommen ließ, weil ihm die Gelegenhctt gekommen fdjkto, mit Hilfe seiner volttischen Entcirtegenossen dar Lebensnerv seines größten europäischen Konkurrenten ans dem Weltnmrtt zu zerstören. (Sehr vickstig!) So ttägt England und Rußland zu- sanrmen —> über Rußland habe sch mich am 4,. August ausgesprochen — vor Gott und der M-enschhett die Verantwortung für diese Katastrop^, die über Europa, die über dir Menjckchett hereingebrochen ist. Die belgische Neutralität, die England zu schützen vorgab, ist eine Maske. — Mm 2. August, abends 7 Uhr, teilten wir tn Brüssel mit, daß wir durch die uns beturnteq Kricgsvläne Frastkreichs um unserer Selbslerhattuns willen gezwungen seien, durch Belgien m marschieren. (Sehr wahrp Aper schon am Nachmittag desselben Tages, am st. August, also bevor m London das geringste von dieser Demarche bekannt war und bekannt sein konnte, hatte die englische Regierung Frankreich ihre Untersttitzung zugesagt (Hört, hört!), und zwar b-üstnqungÄoS zugesagt sür den Fall eines Angrfffes der deutschen Notke ans die sianzösffche Küste. Von der belgischen Neutralität aber war mit kemem Wort die Rede. 'Diese Tatsache ist sestgestcllt durch die Erklärung, die Stt Edward Greh am 3, August imllnbcr- luruse abgab, usid die mir am 4* August infolge des erschtuertru telegraphischen Verkehrs nicht in extenso bekairut war, und bestätigt durch das Blaubuch der englischen Rrgierrmg selbst Wie hat da England behaupten kömien, es habe das Schmert g»- zogen, well wir die belgische Neuttalität verlebt hätten? Wie konnten die englischen ^matsmäuuer, denen doch die Ve rg auyew- hott genau bekannt war, überhaupt von der belgischen Neuttalität sprechen? Ms ich am 4, August von dem Unrecht sprach, das wir mtt denr Einmarsch in Belgien begingen, staud^noch nicht fest, ob s«h die Brüsseler Regierung nicht in der Stunde Heck Not dazu entschttetzen würde, das Land zu schonen und sich unter Protfft auf Antwerpen zurriÄuziehen- Sie erinnern sich, daran, daß ich noch der Einnahme von Lüttich aut Antrag unserer Hoereslritilug eure erneute Aufforderung in dresem 'Sinne an die belgische Regierung gerrchttt habg Ms ruLtärffchci, Gründen mühte ine Müglichkett zu einer solche» Entwicklung auch unter allen tt-rwständcn offen gehalten werden, Für di« Schuld der belgischen Reyier»»» lagen schon damals mannigfache Arrzeichcn vor; postkive schrfft- llche Beweise standen mtt noch nicht zn Gebote. Den ^mglAchew Staatsmännern aber waren diese Beweis« genau bekannt. (Sehr richtig!> Und wenn jetzt durch die in Brüssel ausgesuudenent von mtt der Ocffentlichkeit übeogebenen Aktenstück scstgestellt worden ist. wie und in welchem Grad« Belgien seine Neutralität England gegenüber mei'sgeqeben hatte, so fft nun vre hr alle Wett über zwei Taffachen im Klaren: Ms unsere Truppen in der Nacht vom 3. zum 4. August das belgische Gebiet betraten, befanden sie sich ans dem Boden eines Staates, der seine Nruttakttät selbst längst preisgegrben hatte. Und di« andere Tatsache: Nicht um! der belgischen Neuttalttät willen, di« es selbst mtt untergraben! batte, hm uns England den Krieg erklärt, sondern well es glaubte, zusammen mtt zwei Großmächten des Festlandes imser Herr werden zu kömien. (Wiederholtes lebhastes Sehr richtig!) Schon sett dem 2. August, seit seinem Verspttchen der Kriegs- solae an Frankreich, war England nicht mehr neutral, sondern tüffächkich ttn Kriegszustand mit »ns. Me Motivierung seiner Kriegserklärung vom 4. August mtt der Verletzung der belgischen Neuttalttät war nichts als ein Schaustück, geeignet, das eigene Land und das neuttale Msland über die wahren Beweggründe zum Kriege ttrrznführen. (Sehr richffg!) Jetzt, wo der bis in alle. Einzelheiten ausgearbeitete englisch-belgische Kriegsplau cuthüllt ist, erscheint auch die Politik der «nglffchen StaaSmäuner für alle Z«t vor der Weltgeschichte gekennzeichnet. Di« engliscff- Divloinatic hat ja auch ein übriges dazu getan. Auf ihren Ruf entriß uns Japan das heldenmütige Kiouffchau und verletzte dabei dtt chinesische Neuttalttät. Ist England gegenüber diese-» Neu- tralitüt«hrnch cingeschttttru? (Sehr gut! Sehr rrchttg!) Hat -8 da seine peiuSche Fürsorge für dtt ncuttalen Staaten gezeigt? ^^Mttne ^Herren! Ms ich vor fünf Jahren auf diese« Matz te- rnseu wurde, stand dem Dreibund festgefügt dtt T ripelent eute gegenüber, rin Werk der Engländer, bestinnnt, dem bcfmntten MinziP der „Balance of Power" zu dienen, d. ft, i»5 Deutsche üb ertr u g en, der sett Jahrhurtderteu befolgtt Grundsatz der englischen Polttck, sich gegen dtt stärkste Macht des .Kpntments „ wendeu, sollte in der Tripelenteute sein stärkstes Werk»«, finden. Dari» tag Mt vornherein dw-r aggr«ssiv« Eharakter der Tuirpfee-atr»*e gegen dir rein dettvsive Tendenz des Drestmudes, durin tag der Keim zu der gewaltsame» Explosion. Ein Voll von der Größe und der Tuchügkctt des deutschen läßt sich in ferner freien und friedlichen Entwicklnng nickt ersticken. Angesichts dieser Lage war der deutschen Pokttikder Weg klar bvrgezeichnet. Me mußte versuchen, durch eine Verständigung mtt de» einzelnen Mächten derTripleenteute die Krttgsgefabr zn dannen, stt nrnßtr gleichzeitig^ «usere Web» krast so stärken, daß sie dem Kriege, wenn er doch kbm, gewachsen war. Stt wffsen, meine Herren, wir haben beides getan. In Frunk- reich begegneten wir immer >meder dem Revanckwgcdanken: von ehrgeizige,: Politikern genährt, erwies er sich stärker als der un- zweffelhaft von einem Telle des französischen Volkes gehegte Wunsch, mit uns in ement nachbarlichen Verhältnis zu leben. Mit Rußland kam es zwar zu einzelnen Bereu,barnuyeu. ober seine feste Mlian; nnt Frankreich, stin Gegensatz zu dem mtt uns vcrbitndeten Oesterreich und ein von panslawistlschen MachtgeÜisten gczüchteler Deuffchenbaß machten Vereinbarungen unmöglich, dtt im Falle von pvlttffchen Krffen dtt Kriegsgefahr ausgeschlossen hättt. Verhältnismäßig am freiesten staich England da. Ich habe schon vorher daran erinnrrt, mit welcher Emphase dtt englischen Staatsmänner immer aufs neue ihrem Parlament das ganz ungebundem Selbstbestttnrnungsrecht GroßbrttamrttuS gerühmt lmben. Hier konnte am ehesten der Versuch zu einer Verständigung gemocht werden, die taffächlrch den Wellsittden garantiert hätte. Danach habe ich gehandelt, danach mußte ich bandeln. Der Weg Ivar schvial, das wußte ich wohl. Dtt iasnlarc englische Denkart hat im Laufe der Jahrhunderte einen politischen Grundsatz mit der Krott eines selbstverständlichen Dogmas ansgcstaltet, den Grundsatz nämllch, daß England ein arbitrium mundi gebühre, d,-s es mir aufrecht erlmlten köiuie durch die unbestrittene Seeherrschaft einerseits und das viekberusene Gleichgewicht der Kräfte ans dem Konttnent andererseits. Ich habe niemals gehofft, diese,, alten englischen Grundsatz durch Zureden zu durchbreckie». Was ich für möglich hielt, war, daß die wachsende Macht Dcutstlilands und das Wachstuche Alsik» «in«S Krieges Englsnd nötigen könnte, einzustben, i«ß »»srr alte Grundsatz unhaltbar, unpraktisch geworden und ein ftiwücher Ausgleich mit Deutschland vorzuziehen ist. Jenes Dogma aber lähmte immer wieder die Möglichkeit einer Verständigung, Einen neuen Anstoß erhielten die Vcrlzandlungen durch die KrisiS non 1911. Dem englischen Volke war über Nacht klar geworden, daß cS vor dem Abgrund eines europäischen Krieges gestanden hatte. Die BolkSstimmung zwang die englischen Machthaber zu einer Annäherung an Deutschland. In langwieriger Arbeit gelang eS schließlich. sich über verschiedene strittige wirtschaitliche Jntcresseniragen, die Afrika und Vordcrasien betrafen, zu verständigen, Damit sollten dir möglichen posttischen ReibungSslächen verminden werden. Die Welt ist weit, (Sehr richtig!) Sie bietet, wenn man nur die freie Entfaltung unserer Kräfte nicht hindern will, beiden Völkern Raum genug, in friedlichem Wettbewerb ihre Kräfte zu messen, (Sehr richtig!) Das war ein von der deutschen Politik stets vertretener Grundsatz, Aber während wir so verhandelten, war England unablässig darauf bedacht, seine Beziehungen Frankreich und Rußland immer enger zu gestalten. Das Entscheidende dabei war. daß über das politische Gebiet hinaus immer festere militärische Abmachungen für den Fall eines Kontincntalkriegcs getroffen wurden, England betrieb diese Verhandlungen möglichst geheim. Wenn etwas davon durchsickerte, wurde chre Bedeutung in Presse und Parlament als durchaus harmlos hingestrllt. Verborgen blieben sie unS nicht, wie Sie aus den Veröffentlichungen wissen, die ich veranlaßt habe. Die gesamte Situaston loar eben die: England >var zwar bereit, sich über Einzelfragen mit uns zu verständigen. Oberster und erster Grundsatz seiner Polistk aber blieb der: Deutschland muß in der freiim Entfaltung seiner Kräfte im Schach gehalten werden durch die Balance os Power, das ist die Grenzlinie sür freundschaftliche Beziehungen mit Deutschland zu dem Zwecke: Stärkung der Tripel en tent e bis anfS äußerste, Als die Freunde militärische Zusicherungen darauf verlangten, sind die englischen TtaatSntänner sofort bereit, sie zu geben. Ter Ring ist geschloffen, England ist Frankreichs Gefolgschaft sicher, und damit auch der Rußlands. Aber freilich auch England bindet seinen Willen. Wollen Frankreich oder Rußland, ivo die in Herden Ländern vorhandenen chanvinisstschen .Kreise in der militärischen Konivenz Englands ihre stärkste Stütze sinden, wollen Frankreich oder Rußland loSgelzen. England ist moralisch in den Händen seiner Freunde, lind das nur zu wclchenr Zweck? Deutschland muß niedergehalten werden. Wir haben es an Warnungen bei der englischen Regierung nicht fehlen lassen. Noch zu Anfang Juli dieses Jahres habe ich derl englischen Regierung andcuten lassen, daß mir ihre geheimen Verhandlungen mit Rußland über eine Marmekonvention bekannt seien. Ich habe sie auf die ernste Gefahr aufmerksam gemacht, die diese englische Polistk für den Weltfsteden berge: vierzehn Tage später schon stat daS ein, was ich vorausgesagt habg Wir haben aus der gesamten Lage der Tinge die Konsequenzen gezogen. Schnell hintereinander bade ick, Ihnen die größten Rü- stungsvorlagen gebracht, die die deutsche Geschichte kennt, und Sie haben in voller Erkenntnis der Gefahr einmütig und opferbereit bewilligt, was für unsere Selbstverteidigung notwendig war. Und als der Ksteg ansgebrochcn ist, läßt England jeden Schein falleir. Laut und offen verkündet es: Englaich will kämpfen, bis Deutschland niedergezwungen ist, wirtschaftlich und inilr- tästsch. Panslaioiskischcr Deutschenhaß sstmmt jubelnd zu. Frank- rstch hofft, nstt der ganzen Kraft einer alten soldatischen Nation die Scharte von 1870 auszuwetzen. Darauf haben wir an unsere Fstnde nur die eine Antwort: Deutschland läßt sich nicht vernichten. (Lebhaftes, sich wiederholt crneucimdeS Sehr stchstg!) Wie unsere militärische, so hat sich auch die sin an stelle Kraft Deutschlands glänzend bewährt, sich rückhaltlos in den Dienst des Vaterlandes zu stellen. Das nnrtschaftlichr Leben wird auftecht erhalten. Die Zahl der Arbsttsloftn ist verhältnismäßig gering. Die Organi- sationskrast und Organisationskunst Deutschlands sucht in neuen Formen Uebeln vorzubeugcn, Schäden anszuglstchcn. Kein Mann, keine Frau entzieht sich der freiwilligen Mitarbeit. Keine Werbetrommel braucht gerührt yii werben. (Sehr richstg! Heiterkeit.) Und aUc zu dem einzigen und großen Zweck, sür Las Land der Väter, für die Hoffnung der Kinder und Enkel alles hinzugcben an Gut und Blut Wenn dieser Geist, diese sittliche Größe des Volkes, wie sie die Weltgrsthichte noch nicht gekannt hat, wenn der millionenfach bewährte Heldenmut unseres Volkes in Waffen gegenüber eimr Well von Fstnden von unseren Gegnern als Milftaris- mus geschmäht wird, wenn sie uns Hunnen und Barbaren schelten, wenn sie eine Flut von Lügen über uns auf dem Erdennind verbreiten, ich glaube wahrlich, wir können stolz genug sein, um uns darum nicht zu grämen. (Lebhafter Bestall.) Dieser wimderbare Gstst, der dir Herzen des deutschen Volkes durchglüht in nie gesehener Einigkeit, in der unbedingten Hingabe des einen an den anderen, er muß und er wird siegreich blstben. Wenn ein ruhmvoller, wenn ein glücklicher Frieden erkämpft sein wird, dann toollcn wir diesen Geist Hochhalten als das heilige Vermächtnis dreser surchtbaren und großen Zeit, (Bravo!), Wie von einer Zauber- gemalt sind die Schranken gefallen, die eine öde und dumpfe Zcitlang die Glieder des Volkes tremsten, die wir gegeneinander aufgerichtct hatten in Mißverstand, in Mißtrauen und in Mißgunst, Eine Befreiung, eine Beglückung ist cs, daß min einmal dieser ganze Wust und llnrat weggefcgt ist (Bravo!), daß nur der Marm gilt, einer gleich dem anderen, stner dem anderen die Hand rstchend sür ein einziges und heiliges Ziel. Ich wiederhole noch einmal das Wort, das der Kaiser sprach, als der Ksteg auSbrnch: Ich kenne kstne Parteien mehr, ich kenne nur noch Tcustchc, Wenn der Ksteg beendet sein ivich. werden Pasteten wiederkchrcn. Ohne Parteien, ohne politischcik Kamps kein politisches Leben, auch sür daS freieste und einigste Volk, (Erneuter Beifall,1 Aber kämpfen wollen wir dafür — ich für mein Tstl verspreche cs Ihnen — daß es in diesen Kämpfen nur mehr Deutsche geben darf, (Lebhafter Bstsall.) Mstne Herren! Ich schließe meine kurzen Slusführungen, Die Zstt ist nicht sürWorte, Nicht über alle Fragen, di» das Volk und die auch mich im Tiefsten bewegen, kann ich sprechen. Nur stns noch: In Treue und mit hstßem Danke gedenken wir der Söhne Deutschlands, die auf den Schlachtfeldern im Osten und Westen, aus hoher See, an den Gestaden des Stillen Ozeans und in unseren Kolonien sür die Ehre des Vaterlandes ihr Leben gelassen haben, vor ihrem jetzt verstummten Heldennrute stnigen wir uns in dem Gelöbnis, auszu- lialten bis zum letzten Hauch, damit Kinder und Enkel in einem stärkeren Deutschland srst und gesichert gegen fremde Drohung pich Gewalt an der Größe des Rstches weitcrbanen können. (Großer Beifall.) Und dieses Gelöbnis soll hinauSschallcn zu unseren Söhnen und Brüdern, die wstterkämpfen gegen den Feind, zu dem Herzblut Deutschlands, das in zahl- und namenlosem Heldennrute aufwallt, für das wir berstt sind, alles hinzugeben, was wir haben, lnnausschallen auch zu unseren Landsleuten im AuSlarrde, den draußen für uns Sorgenden, den von der Hstmsahst Abgeschnittc- nen und Gefährdeten, den widerrechtlich Gefangenen und Mißhandelten, Wir batten knrrch, bis wir Sicherheit haben, daß kstncr mehr tragen wird, unseren Fsteden zu stören, stnen Fsteden, in dem wir deutsches Wesen und deutsche Kraft entfalten und entnnckcln ioollcn als frstes Bolk, (Ungebenrer, jubelnder Beifall im ganzen Hause und auf den Tribünen, Stürmisches Händeklatschen, das sich immer erneuest. Die Beijallskundgebungen dauern inimrten- lang.j Die Erörterung, Abg. Hiaase kSoz,): Die sozialdemokratische Fraktion steht nach wie vor aus dem Standpunkt vom 4. August, daß der Krieg als tiefere Ursache ökonomische Jnterstsengegensätze hatte. Noch sind unsere Grenzen vom Fstnde bedroht. Daher muß das deutsche Volk auch heute noch alle Kräfte zum Schutze des Landes stnsetzen. Wir bewilligen daher die Vorlage, dankbar gedenkend all derer, die Leben und Gesundhstt hingegebcn haben, und derer, die unter unsäglichen Mühen im Dienste deS Vaterlandes stehen Für sie muß in weftestcm Maße gesorgt werden, (Beif, bei den Soz.) Abg, Tr, Spahn (Zentrum): Namens aller übrigen Parteien , (Bravo) habe ich zu erllären, daß >vir zahlreiche Wünsch» hinsichtlich der Versorgung der Kriegsteilnehmer, auch der Äerztc und Lazarettgehilsen, haben. Mer heute lommt es daraus nicht an Hacke gebietst! Uns das Wohl des deutschen Vaterlandes: Wrr nckls- scn den Ksteg durchhalten, bis der Sieg errungen ist und ein Fstedc, der den ungeheuren Opfern entsvstcht und der eineit dauernden Schutz gegen alle Fstnde gcwährlststet. Zu unseren tapferen Soldaten in Heer und Flotte und den Schulter an Schulter mit uns kämpsenden österreichisch-ungarischen Truppen haben wir das Vertrauen, daß der Kamipi bis zu diesem Ziel gsiührt wird, (Bstsall und Händeklatschen,> Tamil schließt die estte Beratung, Ohne Debatte werden sodann die Vorlagen in zweiter Lesung angenommen, ebenso in sosostiger dsttter Beratung; diesmal gegen, die Stimme des 'Abgeordneten Liebknecht (Soz.). (Bewegung und dröhnender Bstsall.) i Mg. Graf von Westarp (kons.) bestchtet über die Petitionen, die er der Regierung zur Verücksichtigung zu überivstsen beantragt. Tie Bevölkerung von Ostpreußen uiid Elsaß-Lothringen könne versichest sstn, daß ihre alte Heimat im alten Glanze wicderhergestellt und sie in ihre Erwerbsstände wieder stngesetzt würden. — Ter Reichstag beschließt sodann, der Vorlage best, Vestagung bis zum 2. März 1915 zuzustimmen, Schlußrede des Präsidenten. Präsident Tr. Kämps: Wrr sind am Ende unserer heutigen Arbeit angelangt. Ich kann mit besonderer Genugtuung sest- stellcn, daß, die Einmütigkeit des deutschen Volkes, die sich in der Annahme der Vorlagen bekundet hat, in nichts geschwächt worden ist, und daß das deutsche Volk dadurch zu erkennen gibt, daß es den uns ausgezwungenen Ksteg fostsctzcn wird bis zu dem Ende, das wir uns gesetzt haben) Niemals hat es in derl Weltgeschichte jemals einer lolen Kraftansstengung bedurft ivie heute. Wir sind stnig unter den Fiibrern des Heeres und dev Marine und der oberst«! Heeresleitung Seiner Majestät des Kaisers, und wft verstauen darauf, daß die Größe des deulsäwn Volkes alle Hindernisse aus dem Wege räumen wird, die sich diesem Ziele entgegenstellen. Wir verstauen darauf, daß wir einen Frieden erlangen, der es uns ermöglicht und unseren! Kindern und Enkelkindern, dafiir zu sargen, daß wir in Frieden und Ruhe unserer Aufgabe in der Welt gerecht werden können und nicht gestört werden durch frevelhaften Ucbcrmut irgend eines unserer 'Nachbarn- Wir erneuern unsereir Tank für die Kraftansstengungen ssttens des Heeres und der Marine und aller derjenigen, die zu Hause geholfen haben, die Lstden des Krieges zu mildern. Deutschland lann nicht besiegt werden, solange cs stnig ist, und auf diese Einigkeit hoffen und bauen nur als auf das sicherste Palladium unserer Zukunft. (Lebhafter Bstsall.) Rstchskanzler Dr, v. Bethmann Hollweg vestiest sodann die kaiserliche Verordnung, betreffend Vertagung. Präsiden* Dr, Kämpf erbittet und erhält den Auftrag, den Parlamenten der verbündsten Nationen Sympathietelegramme zu senden. Er schließt die Sitzung mit den Worten: Soeben sind wir am Schlüsse unserer heutigen Sitzung angelaiigt, und wir trennen uns mit dem erhebenden Gefühl, für das Vaterland getan zu haben, was in diesem Augenblick unsere Pflicht war. Wir trennen uns mit dem Ruse: Seine Majestät der Kaiser, unser Volksheer, unsere Alarme, unser Vaterland, leben hoch! — Das gesamte Daus stimmt in den dreimaligen Rus begststert stn, — Schluß: 6 Uhr, Hu* Stadt und Land. Gieße n, 3. Dezember 1914. ** Der Nachwuchs im Handwerk, Die Handwerkskammer schreibt uns: Dem Handwerk erwachst in jetziger Zeit neben den Fragen der Arbeitsbeschaffung und damit Aufrecksterhaltung der Destiebe eine soziale Aufgabe von weittragender Bedeutung, Es ist dies die Sorge um die Heranbildung und (Erhaltung des handwerklichen Nachwuchses, Mehr denn je treten die durch Abschluß des Lehrvertrags von dem Lehrmeister übernommenen Verpflichtungen in den Vordergrund Fehlt doch in gar vielen Fallen zu Haufe der Vater des Lehrlings und ist es dann sfttliche Pflicht des Lehrmeisters, in väterlicher Weise die Erziehung des Lehrlings zu überwachen und ihm in und außerhalb des Berufes väterlich zur Serie zu stehen. Wer auch das allgemeine Interesse für das Handwerk erfordert, daß dieser Frage erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet wird. Der Krieg hat einen großen Ausfall geschulter Arbeitskräfte im Gefolge, der sich nach Friedensschluß besonders bemerkbar machen wird. Wie in jedem anderen Berufsstand, so werden nachBeendigungdes Krieges auch an das Handwerk große Aufgaben herantreten, die nur bewältigt werden können, wenn ausgebildete Arbeitskräfte genügend vorhanden sind. Die Lehrmeister sollten daher bedacht sein, wenn es sich irgend ermöglichen läßt, die Lehrlin ge in dem Betriebe zn behalten und auch nach Beendigung der Lehre weiter zu beschäftigen- Eine vorzeitige Entlassung ohne Aussicht auf Unterkunft in gleichartigen Betsteben bringt die Gefahr mit sich, daß der Juirge dem erlernten Berufe entfremdet, ja dem Handwerk gänzlich verloren gehen kann. Hier besteht für die Innungen und gewerblichen Vereinigungen ein dankbares Gebiet der Betätigung im Interesse des Handwerks, **Der Zeitpunkt des Backhaus-Konzertes war der .Gegenstand eines „Eingesandts" in der letzten Nummer unseres Mattes, Die Leitung des Konzert- Vereins schreibt uns folgendes auf die darin enthaltene Anregung, das Konzert ftüher beginnen zu lassen: „Auf das gestrige Eingesandt erwidern wir mit Dank für das sreund- liche Interesse, das sich für unsere Veranstaltungen darin kundgibt, folgendes: Das Backhaus-Konzert war ursprünglich, dem Herkommen nach, auf Sonntag (den 6. Dez.) nachmittags angesetzt. Da der Künstler abends zuvor in Süddeulschland konzertiert, würde es einer siebenstündigen Eisenbahnfahrt bedurft haben, um chn am Sonntag nach Gießen zu bringen, abgesehen davon, daß bei dem gegenwärtv- gen Eisenbahnverkehr eine verspätete Ankunft nicht ausgeschlossen war. Unter diesen Umständen mußte das Konzert gegen unseren Willen vom Sonntag auf Monkag verlegt werden, den einzigen Tag, den der Künstler noch zur Verfügung hatte. Bei der Wahl der Abendzeit leitete uns die Absicht, das Konzert allen Kreisen zugänglich zu machen, wie das überdies aus den angesetzten billigen Eintrittsvrcisen hcrvorgeht, Uebrigens wird der Konzert-Verein auf Wunsch vieler, die auf die abgesagten musikalischen Veranstaltungen in diesem Winter nicht gänzlich verzichten wollen, drei weitere Konzerte im Januar und Februar veranstaften, die mit Rücksicht auf unsere auswärtigen Zuhörer alle ans Sonntag-Nachmittage angeietzt sind. Nähere Mitteilungen darüber behalten wir uns für allernächste Zeit vor," ** Bortrag in der Universität. Der Hinweis in der gestrigen Nummer auf den Bortrag von Geh. Kirchenrat Pros, Dr. E ck ist durch ein Versehen einen Tag zu früh veröffentlicht worden. Der Vortrag findet heute abend 8V« Uhr statt. •• Die Sammlung von K l e i d u n g 3 ft ü cf e n ;c. für die Notleidenden in O st p r e u 6 c n und Elsaß-Lothringen im bisherigen Eichamlsgebäude am Neuenweger Tor wird mit dem heutigen Tage eingestellt. Tie Gaben sind auch hier in anerkennenswerter Weise recht reichlich gcsiossen, •* Auszeichnung. Dem Leutnant Karl Stein aus Gießen vom Jnsauterie - 'Regiment 113 wurde das Eiserne Kreuz und die Hessische TapserkeitSmedaille verliehen. Kreis Frirdbcrg. d. Frledberg, S. Tez. Das M a t h i l d e n st i i t hat sür die Industrieschulen der Orte, die dem Friedberger Mathildenstist angehören, 1 0 0 0 M a rk g e st i s t e t. Es kommen 30 Orlschasteu m Frage. Tie Höhe der gesülteten Unterstützungen schwanlt zwischen 5,70 Mark und 247 Mark. .-iS?* Hessen-Nassau. (m) Kirchhaiu, 2. Dez. Dem Einjährigen Gutmann R ü l f von hccr, bei dem 92. Regt, in Braunschiveig, wurde das Eiserne Kreuz verliehen, — Der Hornist Gefr, Bieter von Niederklctn hat ebenfalls das Eiserne Kreuz erhalten, — InLangenstci n traf heute morgen die Nachricht von dem Ableben des schwerverwundeten, im Lazarett zu Krefeld liegenden Konrad S ch a a f ein. — Herr Pfarrer Fliegen- s ch m i d t aus Kirchhaiil hielt gestern in seiner Filialgcmcinde Langenstcin einen Go t t e s d i e n st zu Ehren der gefallenen .Krieger, der Reservisten Heinrich K a l c t s ch und Heinrich Knack. Der Kriegerverein nnd der Gesangverein beteiligten sich mit ihren umflorten Fahnen an diesem Trauer- gottesdienst. Erdbeben auf der Insel Lenkas. Sofia, 2, Dez, (WTB, Nichtamtlich.) Auf der Insel Lenkas richtete ein Erdbeben furchtbare Verwüstungen an. Der Berg Pefkulia ist eingestürzt. In einer Ausdeh-mma öou drei Kilometern drangen die Meeresfluteu in das Tal von Kalamitzi ein und überschwemmten eure Fläche voit 50 Hektar. An mehreren Stellen der Insel bildeten sich kleine Hügel. 23 Personen lvurden getötet und 50 verletzt. In der Stadt Leukas ustrd der Schaden auf eine Million geschätzt. Briefkasten Ver Redaktion. lAuoutzme «usragkn bleib«»» unberücksichtigt.! H. S. 100. Zur Erleuchtung de» Treppenhauses ist „ach dem Bürgerlichen Gesetzbuch der Vermieter ver- vsiichtet. Hier am Orte ist «S jedoch vieliach üblich, beim Abschluß des MictskoulrakteS dem Mieter die Beleuchtung seines Stock,oerks zu überiaffen. Eine Polizeiverordnung über den Gegenstand besteht nicht. il. 8. 73. Ihre Fragestellung ist nicht ganz klar. Soweit ivtc übersehen können, ,verden Sie bei völliger Wiederherstellung natüv lich mit der Wiedercinstellung rechnen müsse». £. k>. in Grimberg. Die von Ihnen angegebenen Orte können ivir beim besten Willen i», Atlas nicht entdecken. Sie lauten übrigens auch so »mvahricheinlich, daß wir Schretblehler vermuten müssen. Vielleicht handelt es sich um St. Eloy und St. Amour. Beide Orte liegen i» Südsrankreich, erstercr im kvx äe vöwe, der andere in der läovebo evmtäe. Letzte Nachrichten. Die Lage in Polen. Rotterdam, 2.Dcz. (WTB. Nichtamtlich.) Nach dem Urteil militärischer russischer Kreise hat die Lage in Polen eine neue ungewöhnliche Bedeutung gewonnen. Es gab noch kein Ereignis, mit dem so große Interessen und so große Gefahren verbunden waren. Alles weist auf ein Fortdauern und selbst auf eine Vermehrung der gegenwärtigen Spannung hin. Da die Deutschen ihre Stellungen gegenüber Lodz und Lowicz befestigen, so ist es deutlich, daß der Feind bald Ver stärkungen erwartet. Es ist ebenfalls klar, daß Ostpreußen zu weit abliegt, um Gclegenlteit zu einer Gegendenwustraliou zu bieten, selbst wenn die Rüssen dort über eine überwältig gende Mehrheit verfügten. Die Strecke zwischen Plozk und Soldau eigne sich außerdem nicht zu Truppenbewegungen. Die militärischen Mitarbeiter der bedeutendsten Zeitungen sagen, daß die deutsche Offensive fortgesetzt werden wird. Die Befchießrrng von Ypern. Paris. 2. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) „Petit Parisien" teilt auf Grund der Angaben eines Bewolmers mit. daß die Beschießung von Ypern seit dem 3. November ununterbrochen fortdauert? Täglich richten die deutschen Flieger über der Stadt mit Bomben einen größeren Schaden au als selbst schwere Artillerie. Die Wasserversorgung ist gestört. Tie Stadt wird bald von den letzten Einwohnern verlassen sein. Prcssestimmen zur Rcichstagäsihung. Berlin. 3. Dcz Zur gestrigen großen Sitzung des Reichstags sagt der „Berl. Lokalanzeiger": Aufs neue hat die Welt erfahren, daß das deiltsche Volk einmütig hinter der Regierung steht und zu allen Opfern, die von ihm verlangt werden, mit Freuden bereit ist. Wenn der Sozialdemokrat Liebknecht nach dem bedenklichen Ruhm geizte, das Vaterland in der Stunde der Gefahr im Stickie zu lassen, so hat er sich eben außerhalb des deutschen Volkes gestellt. Der leise Mißton, der dadurch immerhin in die Verhandlungen gebracht wurde, konnte den Gesamteindruck nicht trüben. Das „Berliner Tageblatt" schreibt: Ter Eindruck der ersten Kriegssitzung des Reichstages vom 4, August ist gestern in vielem noch übertroffen worden. Sck)on das äußere Bild war von einer überwältigenden Großartigkeit. Nicht bloß alle Tribünen waren überfüllt, selbst in dem Sitzungssaal, der sonst ans das srrcngste ausschließlich für die Wgeordneten Vorbehalten wird, drängte eine große Zahl von Damen und Herren. Wie man auch sonst heute mit der herkömmlichen Ordnung gebrochen, das nahm man erst wahr, als sich am Schlüsse der Rede des Reichskanzlers ein lang- dauernder Beifallssturm, wie Bravos und Händeklatschen, Luft machte, au dem sich nicht nur die Wgeordneten, sondern auch das Tribünenpublikum beteiligte. Die Eröffmmgsrede des Reichstagspräsidenten Kämpf bedeutete einen würdigen Auftakt. Man kann nicht wohl besonnener uird wärmer sprechen wie er. Man kann auch nickst mutiger und selbstbewußter den unvermeidlichen Verlusten dieses Weltkrieges gegenüberstehen wie er. Er sprach von schweren Verlusten au Verwundeten und Toten, sprach auch von dem unvergeßlichen Dr. Frank, der als erster ans dem Reichstage den Heldentod gefunden und deffen Platz durch einen von den Wgeordneten gestifteten Lorbeerkranz geschmückt war. Seine Ansprache klang aus in die Worte: Wehren wir uns, wenn es sein mutz, gegen die ganze Welt. Die „Vosfische Zeitung" schreibt: Jedes Auge hing an dem Münde des Reichskanzlers, als er sich erhob, um die Vorlage über die zweiten fünf Milliarden zu begründen. Was brauchte er viel zu begründen, wo über die Notwendigkeit nur eine Meinung war. In der Tat, die große Stunde fand kein kleines Geschlecht. Liebknechts Disziplinbruch. Berlin, 3. Dez. Der Vorstand der soziald-emo- kra tischen Reichs to gs frakt io n stellt fest, daß Karl Liebknecht entgegen deni alten Brauch der Fraktion, der durch einen Beschluß fiir den vorliegenden Fall erneuert wurde, gegen die .Kriegskredttvorlage gestimmt hat. Der Vorstand bedauert diesen Bruch der Disziplin, der die Fraktion noch beschäftigen wird, aufs tiefste. K SS mm Ausstattungen iioiatathrtsr »berssi.dmr wie elegsnteutsr Art bei gediegner Asustsituug »u denkbar billigstem Preise C.A. HARTMANN Wäschefabrik 11947» Damen- u. Kinder-Wäsche eigene Konfektion, in guten Stoffen Duinkeadea, Bandform, is kräftig. Hemiea- tsek mit Zwiraspitza........St. 1.66 B»aeah«mdea, Bnndforn, »ns träft. Hemden- tuck mit Baadlanguette.......St. 1.95 Bneahesidea, glatte Ferm, mit Durchbruch und Languetta...........St. 2.70 Bsmen-Muhtbruden, »ns gutem Hemden- toch mit Laaguette........ .St. 3.60 Neu Wäscherei Durch grosse Abschlüsse im Herbst1913 u. Frühjahr1914 können wir noch mit sehr vorteilhaften Preisen aufwarten. Außergewöhnlich vorteilhaft Eis. Hemdentacli ohne Appretur Marke 6, 82 cm br., kräft. Qn»l., im 15-Mtr.-Stück Mtr. 39 Pf. « 30 . * . 37 Pf. . rr,8» . . „ • . 16 . „ . 49 Pf. . 30 , „ . 47 Pf. Bants Barcheat-Naehtjaeksu ........ St 1.75 Bants Barcksnt-Beinklsider.........St 1.65 Sehiirzem, in grosser Auswahl, sehr billig. Bettwkscbc. sauber genaht Bunte Bettbezüge: 1 Deckbettbszug 1 Q 585 2 Kissenbezüge 1 .... Beekhettbezcge , »ns weise gestreiftem Satin St 5.25 „ aus weissem Damast . . St. 5.65 Kispembezüge, weiss Cretonse, glatt ... St. 1.10 „ „ Halbleinen, „ ... St 1.50 Bettücher, 140X200 cm ans schwerem Nessel St. 2.30 „ 150X200 cm ans Molton .... St 2.00 „ 150x225 cm ans kräftig. Haustnch St. 2.70 „ 150X233 cm ans gutem Cretonne . St 3.20 1 ! I 22352S ffiit . • . St. 5.65 Besonders günstiges Angebet! Reinleinene Taschentücher bestes Fabrikat m’feinfädig so lange Vorrat reicht: Dtzd. 3.60 und 4.60 Kinder-Tasehentacber in weiss mit bunten Borden Dtzd. 1.10, 1.25, 1.45 Uns gütigst zugedachte Weihnachts-Aufträge in anzufertigender Wäsche, Steppdecken etc., sowie in ---------- Namen-Stickerei Handstickerei u. Maschinenstickerei, bitten wir uns baldmöglichst zu erteilen Hi 1 a* rt / 1 Oberbettuch mit leinen Spitzen I uanmar \ 1 Kissenbezug mit Einsätzen j St. 7.15 T - , , l u Serviette».........Dtzd. 5.70 usenzeag. TiBchtücber 120X115 St. 2.10, 120x150 St. 2.55 I Durch unsere 6 kopfige Stickmaschine | liefern wir zwei Namen von 5 Pfg. an Weiße Hohls.-T.-Tücher Buchstaben-T.-Tücher in Mako Dtzd. 2.20 f. Kinder, Kart. ’/, Dtzd. 1.10 in Reinleinen Dtzd. 3.90 f. Damen, „ */, Dtzd. 2.40 Für unsere Krieger! Bnnte Taschentücher, 48X48 cm gross, feldgrau, Dtzd. 3.10 blan, Dtzd. 3.55 Warme Hemden :: Jacken :: Beinkleider :: Leibbinden in Barchent, Halbwolle, Wolle, Kamelhaar und Seide Feldkiseen, mit Dannenfüllung in wasserdichtem StoH Stück 2.86 Eis. Badapelam ohne Appretur Marke 20, 83 cm br., feinfäd. QuaL, im 20-Mtr.-St. Mtr. 49 Pf. . 40 „ . . 47 Pf, Schweres Haastncli für Bettücher Marke 35,150 cm br., im 13'/,-Mtr.-8t. (f. 6 Bett.) Mtr. 110 Pf. . 30 . . . 106 Pr. Kräftiger Cretonne für Bettücher Marke 40, 150 cm breit, im 15-Meter-Stttck Mtr. 1.18 de. 30 . „ Mtr. 1.13 Hansntacher Halbleinen für Bettücher Marke 55, 140 cm br. bei 13'/, Mtr. (f. 6 Bettücher) Mtr. 1.26 de. „27 . .12 . Mtr. 1.17 Bielefelder Halbleinen, geklärt Marke 65, 83 cm breit, für Kissen 98 Pf. do. im 30-Meter-Stück 95 Pf. 160 cm breit, für Oberbettücher n. Bettücher 205 Pf. do. im 30-Meter-Stück 195 Pf Buntes Bettzeug, echtfarbig Marke Z 83 cm breit, Mtr. 46 Pf. bei 20 Mtr. 44 Pf. „ ZI 83 „ „ „ 55 Pf. . 20 „ 52 Pt . „ 130 „ „ „ 95 Pf. „ 20 „ 90 Pt Weissgestreifter Beitsatin f. Deckbett-u.Kissenbez. Marke SA, 83 cm breit, Mtr. 75 Pf. bei 20 Mtr. 72 Pf. „ „ 133 „ „ „ 144 Pf. „ 30 „ 120 Pf. Weisser Bettdamast für Deckbett- n. Plnraeattbecüge Marke DDB, 133 cm breit, Mtr. 120 Pf., bei 30 Mtr. 113 Pf. Sehr wohlfeile Handtücher Marke HL weisse Gerstenkornhandtücher m. r. Bd. 40X100czaDtzd. 4.40 „ GH 50 graue Drell-Haudtücher 40x110 „ „ <95 „ GH 54weis*eDrell-Handtücher 40X110 „ „ 5.90 „ GH 24sreisseGer»t«nkonibaadt.48X110 „ „ 6.40 iiwitmanmninsimaur mB Xri Zugunsten des Roten Kreuzes nnd der Kriegshilfe. DoS iüiefcener Fröbel-Seminar und der Seminar- Kindergarten »eranftallen Samstag und Sonntag, 5. und 6. Dezember, in den Raumen des Geiellichaits- wrriu«, Sonnenftrahe, nachmittags von 3 Uhr ad verkaufstage mit Darbietungen der Kinder deren Ertrag oben genannlen Zwecken dienen soll. Eintritt für taÄiene 20 Pfg., für Kinder 10 Pfg. Militär-Artike wie Hemden Hosen Jacken Westen Strümpfe Socken Fusslappen Kniewärmer Kopfschützer Schals Halstücher Pulswärmer Handschuhe Schiesshandschuhe Hosenträger T aschentücher empfiehlt in grosser Auswahl Spezialgeschäft Franz Bette 11609a Mäusburg10 Mäusburg 10 Konzert-Verein Montag, den 7. Dezbr., abends 7 8 / t Uhr, in der neuen Aula zum Besten der Hinterbliebenen gefallener Qießener Wilhelm Backhaus Großherzoglich Hessischem Kammervirtuosen. Sonate op. 13 in C-moll (pathetique) Sonate op. 57 in F-moll (appassionata) Sonate op. 101 in A-dur Sonate op. 111 in C-moll (Dem Erzherzog Rudolph gewidmet) DerStemway-Flügel ist aus dem Hofpianofortelager von Wilhelm Rudolph. Eintrittskarten: '• P' atz m. 3.-, z Platz -M. 2.-, 3. Platz M. 1.-, 4. Platz M. 090, sämtlich numeriert, Studenten- karten M. 1.— (für den zweiten Platz gültig), für Schüler nnd Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pfg., sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier, Tel. 671 und abends an der Kasse zu haben. Öffnung des Saales 7 V» Uhr. «880 p y Lacht- -Haus Tom 8. bl m ftnltl. 4 . Deienbor 1914 : Die drei Schaffen Kriminalistische Studie in 3 Akten. Ein Ansflag auf den grossen St. Bernhardt Interessantes Gebirffspanoraraa. Pfiff als Heister des Fahrrades Lustiger Filmschwank. Polidor als Tänzer Lach schlager I. Kangee. Vereitelt Hochspaunendes Drama in 1 Akt. Spalafo