Hr. 279 Der eiHMtft JJnjrfg« erscheint täglich, außer Eoimtags. - Beilagen! viermal wächenilich »ietzenekLamiliendlötter, zeoennal wöcbentl.llreis- dlaNsürdenUreis Siezen (Dienstag und freitags: zweiinal monatl Land- wirtschastliche Seirsragrn Fernsprech - Anschlüsse: sürdie Schriitleitung 112 Verlag,Geschäitsstellebl Adresse lüc Tratitnach- richteiu Anzeiger Sietzen. Annahme von Anzeigen ffir die TageSnununer bis vormtttags 9 Uhr. Erster Blatt 164. Jahrgang Aeitag. 27. ttoocmbcr 19M Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rolationröruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Such- und Steindrnckerei 8. Lange. Schriftleitung, Seschästrftelle u. Druckerei: Schulftr. 7. Bezugs» rei s: monatl. 75 Pf., viertcl- jährl. Mk. 2.29: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Ps.; durch diePost Mk.2.— Vierteljahr!. ausschl. Beslellg. Zeilenpreie- lokal lbßj^ ausw. 20 Pi. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Berantwortlich für den oolit. Teil: Aug. Goetz: für .Feuilleton", .Vermischtes" und,GerichtS- saal": Karl Neurath; sür .Stadt und Land" i Otto Braun; sür de» Anzeigenteil: H. Beck. sieg an der Nordsront in Russisch-Polen: 40000 Gefangene. 70 Geschütze. M Munitionswagen. s50 Maschinengewehre. Das englische Linienschiff vulwark in die Lust geflogen. WTB? Gratzcs Hauptauartirr, 26. Rovrmb. «rm. (Amtlub.) Die Lage aus dem westlichen Kriegsschauplatz ist unverändert. In Kegend St. H ila i r c und So ua i n wurde ein mit schrken Kräften angefctzter, al'er schwächlich durchgesüstr- ter französischer Angriff unter großen Verlusten »urückgeschlagen. Bei Apremont machten wir Fortschritte. In Ostpreußen ist die Lage nicht verändert. In den Kämpfen der Truppen des «Generals v. Mackensen vei Lodz tmd Lowicz haben die russische erste und zweite und Teile der fünften Armee schwere Verluste erlitten. Außer vielen Toten und Verwundeten haben die Massen nicht weniger als etwa 40,000 unvcrwundete Gefangene verloren. 70Grschütze.160 Munitio ns wagen, 150 Maschinengewehre sind von uns erbeutet worden. 30 Geschütze unbrauchbar gemacht worden. Auch in diesen Kämpfen haben sich Teile unserer jungen Truppen, trotz großer Opfer, auf das glänzendste bewährt. Wenn es ungeachtet solcher Erfolge noch nicht gelungen ist, die Entscheidung zu ertäntpien. so lieg! das an dem Eingreifen weiterer starker Kräfte des Feindes von Osten und SMen her. Ihre Angriffe sind gestern überall abgewiesen worden, der endgültige Ansgang des Kampfes steht aber noch aus. Oberste Heeresleitung, WTB.! London. 26. Nov. (Nichtamtlich.) In der gestrigen Sitzung des Unterhauses teilte Lord Ehurchill mit. daß das Linienschiff „B u l w a r k" am 25. Nov. morgens in Sh er netz in die Luft geflogen ist. Zwischen 700 und 800 Mann sind umgekommen, nur 12 wurden gerettet. Tie anwesenden Admirale berichteten, sie seien überzeugt, daß die Ursache eine innere Erplosion des Magazins war und daß keine Erschütterung des Wassers erfolgte. Das Schiff sank in drei Minuten und war verschwunden, als sich die dichten Nliuchwolken venogcu hatten. Tie Erplosion war so stark, daß die Gebäude von Sherneß bis aus die Fundamente erzitterten, und wurde mehrere Meilen weit vernommen. Das Linienschiff „Bulwark" stainmtc ans dem Jahre 1899, hatte 15 250 Tonnen Deplacement, 18 bis 19 Seemeilen Geschwindigkeit, vier 30,5, zivöls 15 - Zentimeter- Geschütze und 750 Mann Besatzung. Wieder durften Ivir die Fahnen hissen und Jubelgeläute erschallen lassen. 11 Tage nach, dem Siege von Wloclawek ist cs dem Generals. Mackensen gelungen, seine siegreiche Verfolgung des Feindes in einem weiteren folgenschweren Siege zu krönen. Die Russen sind jetzt an ihrer Nordfront etwa 100 Kilometer weit zurückgeworfen worden, trotzdem sie Zeit gehabt hätten, durch ihre erheblichen Reserven eine . solche Katastrophe anfzuhalten, und sic haben dabei insgesamt nahezu 70000 Mann cingebüßt, die in deutsche Gefangenschaft gerieten. Dazu kommen, wie nach dem Wortlaut der neuen deutschen Meldung zu entnehmen ist, die außerordenlt-, lich schiueren Verluste an Toten und Verwundeten, sowie die ebenfalls katastrophal wirkende Einbuße einer großen Menge Kriegsmaterials. Rechnet man die Erfolge der Oesterreicher hinzu, so haben die Russen in den letzten Schlachten 92 000 Gefangene verloren! Die Entscheidung ist noch nicht vollständig erfochten. Wenn in der gestrigen Meldung unserer Heeresleitung von Angriffen weiterer russischer Kräfte von Osten und Süden her die Rede ist, so waren diese Angriffe von unseren übrigen f lvciter südlich stehenden Truppen zu bestehen, also wohl östlich bau Czenstochan. Ter Feind ist überall abgeschlagen worden, aber der endgültige Ausgang der Kämpfe steht noch aus. Es ist uns nicht mehr bange, daß auch die koinmenden Kämpfe mit unseren! Siege enden werden. Es erweist sich, immer wieder als ausschlaggebend, daß unsere Heeresleitung im Osten die sichersten Nachrichten über die feindlichen Bewegungen hat, womit die überraschende deutsche Taktik zu . rechnen vermag. Selbst wenn unsere Truppen bei Czenstochan tvieder etwas zurückgehen ivürden — was würde dies be- I- .weisen? Hindenburg wird sich aus alle Weise Gelegenheit >verschaffen, zu neuen Schlägen auszuholen, ivcnn die russische I , zahlenmäßige lleberlegenheit immer noch als Hauptfaktor an- zusctzeil sein sollte. Eine ganz besonders erfreuliche Meldung komnit heute aus London hinzu. Das engl. Linienschiff Bulwark ist am 25. November in Sherneß infolge einer noch rätselhaften Ursache in die Luft geflogen. Sherneß ist eine feste Seestadt südlich an der Mündrmg des Medwap in das Hafengebiet der Themse, liegt also nur etwa 30 Kilometer östlich von London. Vor Sherneß liegt immer ein großer Teil der britischen Flotte, und lver lveiß, ob die englische Admiralität hier nicht wieder etwas vertuscht, was ihr unangenehm ist. Eine „innere Explosion des Magazins" soll die Ursache gewesen sein, „keine Erschütterung des Wassers" sei j jcstzustellen gewesen. Nach der Geheimhaltung des Unterganges des Ueberdrsadnoughts Audäcious ist jedenfalls kein großes Vertrauen auf die Ehrlichkeit der englischen Meldungen in die Gemüter gezogen. Wir freuen uns, daß die Engländer wieder einen sehr fühlbaren Schifssvcrlust zu verzeichnen haben, und wenn cs sich auch bei „Bulwark" um ein älteres Kampfschiff handelt, so hebt der Borsall doch das Ansehen der britischen Seemacht aufs neue in eine bedenkliche Beleuchtung. Jedenfalls sind die Herren Engländer über die Ursachen der Schiffslata- sttophe der Welt weitere Aufklärungen schuldig, wenn sie nicht den Eindruck verstärken wollen, daß etwas faul sei im Staate Dänemark! Die Ricfcnschlacht in Russisch Pole«. Wien, 26. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich lvird ver- lautbarl: 26. sttovcmber mittags. Die Schlacht in Russisch-Polen hat an einem großen Teil der Front den Charakter eines stehenden Kampfes angenommen. In Westgalizien lvehren unsere Truppen die über den unteren Dunajec vor- gedrungenen russischen Kräfte ab. Auch die Kämpfe in den Karpathen dauern fort. Der Stellvertteter des Chefs des Generalstabs: v. H ö f e r, Generalmajor. Der Sieg des Generals v. Mackensen. Berlin, 27. Nov. Im „Berl. Lok.-Anz." heißt es zu den gestrigen Kämpfen in Russisch-Polen: In den Berichten über die großen Kämpfe, die wir nach der Kriegsbeute, die General von Mackensen machte, mtt vollstem Recht als einen großen Sieg betrachten, zeigt sich dessen Bescheidenheit und Offenheit. Denn nur ein Mann, der sich auch der noch ausstehenden HaupteMscheidung sicher fühlt, kann mit einer derattigen Ruhe darauf Hinweisen, daß er noch weitere Kampfe mit anrückendcn Verstärkungen zu bestehen haben wird, ehe der Sieg als endgülteg zu betrachten ist^ Im Norden Ostpreußens muß unsere Lage durch die Schläge bet Lodz und Lowicz beeinfMßt tverdcu. Tie dorttgc russisch« Offensive loar .nur denkbar, solange sich ihr linker Flügel durch eine von Warschau ausgehende Offensiv« gedeckt fühlte. Mtt deren Zusammenbruch war auch sie gescheitert. Ans Przempsl. Berlin, 27. Nov. Mittelst Fliegerpost beförderte Feld- Postkarten mte Przempsl. die gestern in Wien eintrascil, teilen mit: Nus geht es gut: habt nur keine Angst. Vom serbischen Kriegsschauplatz. Wien, 26. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich unter dem 26. November gemeldet: In den Kämpfen an der Kolubara ist seit gestern ein wesentlicher Fortschritt zu verzeichnen. Das Zentrum der feindlichen Front wurde in einer starken Stellung bei Lazarev ätsch von den durch ihren Elan rühmlichst bekannten Regimentern Skr. 1l, 73 und 102 erstürmt. Hierbei wurden 8 Offiziere und 1200 Mann gefangen genomnren und drei Geschütze, vier MunitionSwagen und drei Mafchinengetvehrc erbeutet. Auch südlich des Ortes Ljig gelang es, die östlich des gleichnamigen Flusses gelegenen Höhen zu nehmen und 300 Gesang e n e zu machen. Die von Valjewo südwärts vorgerückten Kolonnen stehen vor Kosjerici. Ein Aufruhr der Drina-Division. Berlitz, 26. Nov (Priv.-Tel.) Das „Berl. Tagcbl." meldet aus Sofia: Nach einer Meldung aus Ni sch soll tti der Drina-Division ein Aufruhr ausgebrochen sein. Die Beschießung von Zeebrngge. Amsterdam, 26. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) .DeleAiaaj" meldet äus Sluis vom 25. November: lieber die Beschießung Zcebrugges sind übertriebene Gerüchte im Umlauf. Nur ein Gebäude im Hasenviertel geriet in Brand. Das eigentliche Zles- brügge ist nicht getroffen worden. Englisches Lob der deutschen Kämpfer. London, 26. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Boach Themas schreibt in der „Daily Mail" über die deutschen Truppen: Die Deutschen erweisen sich als sehr erfahrene Kämpfer. Tie erstaunliche individuelle Geschicklichkeit der Deutschen ist eine der Ueberraschungen der späteren Stadien des Krieges. Die Einzelleistmigen der deutschen Soldaten waren hervorragend. Wenn die Maschine zu versagen beginnt, kommt der einzelne Mann zur Geltung. Dieser Sieg des Einzelnen über die Schrecken der Maschine ist nicht gering anzuschlaaen. — In demselben Artikel schreibt Thomas: Es gibt einen Punkt nördlich Dpern, wo die Laufgräben der Gegner nur 50 Dcrrds voneinander liegen. Dort ist die homerische Art, mit Worten zu fechten, eingerissen.. Unter den Franzosens st einer, der gut Deutsch kann, imstande, Beleidigungen hinüberzurufen, wie sie in Berlin gewürdigt werden. Umgekehrt ist in dem deutschen Laufgraben ein Deutscher, der gut Französisch kann. Jeden Morgen rufen sich beide Parteien an, und fragen, ob der Gegner noch am Platze sei. Neue Uniform der französischen Truppen. Berlin, 26. Nov. (Priv.-Tel.) Das „Berl. Tagebl." meldet aus Ehristtania: Nach einer Drahtmeldung aus Paris kann man jetzt eine neue Uniform der französischen Truppen sehen. Die roten Beinkleider sind abgeschafft, die ganze Uniform graublau und weiß. Sie soll fast unsichtbar sein. London, 26. Nov. (WDB. Nichtamtlich. Die „Times" melden aus Cat als vom 22. November: Durch Calais marschierten französische Truvvrn, die mit einer neuen Feldumform ausgerüstet waren. Die neue Unfforni hat eine Helle blaugraue Farbe, die in der grauen Winterlandschast schwer sichtbar sein soll, sich jedoch so sehr von der deutschen Feldunfform unterscheidet, daß. Verwechselungen ausgeschlossen seien. Kappe. Rock und Hose besitzen die gleiche Farbe. Um die sranzösischen Patrioten mit dem Verschwinde» der historischen roten Hosen ya versöhnen, find in dem Blau rote Fäden erngewebt. Einig« ältere Truppen, die neu ausgerüstet werden mußten, sind mtt dieser Uniform ausgestattet. Höchstpreise und Entschädigungen in Luxemburg. Luxemburg, 26. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Karmuer hat gestern ein Gesetz betr. die Festsetzimg von Höchstpreisen für Lebensmittel und Gebrauchsartikel angenommen. Wie das „Luxemburger Wort" meldet, hat das Deutsche Reick bis jetzt dem Großherzvgtnm Luxemburg für Flurschäden usw. Entschädigungen in Höhe von 1 2 83 000 Franken gezahlt. Außerdem erhielt die großherzogliche Regierung für die Benutzung von Straßen und Wegen sowie sür die Benutzung von Staatsgcbäudcn für Einquartierung die Smnme von 311000 Fr. Das Gefecht der „Emden" mit dem englischen Kreuzer Sidney. Berlin, 26. Nob. lWTB. Nichtamtlich.) Bon dem Kommandanten S. M. Schiff „Emden", Fregattenkapitän v. Müller, ist nachstehender telegraphischer Bericht über das Gefecht S. M. Schiff „Emden" mit dem englischen Kreuzer „Sidney" beiden Kokosinseln eingetroffen: Der englische Kreuzer „Sidnev" nähette sich den Kokosinseln nnt hoher Fahrt, als dort gerade eine von S. M. Schiss „Emden" ausgeschiffte Landungsabteiluug das Kabel zerstörte. Das Gefecht zwischen den beiden Kreuzern begann sofott. Unser Schießen war zuerst gut: aber binnen kurzem begann das Feuer der schweren englischen Geschütze, wodurch schwere Verluste in unseren Geschützt bediennngen emtraten. Die Munition ging zu Ende, und die Geschütze mußten das Feuer einstellen. Trotzdem die Ruderanlage durch das feindliche Feuer beschädigt war, wurde der Versuch gemacht, auf Torpedvschußweite an die „Sidney" heranzukommen. Dieser Versuch mißglückte, da die Schornsteine zerstört waren und Mfolgedcssen die Geschwindigkeit der „Emden" stark herabgesetzt war. Das Schiss wurde deshalb in voller Fahtt an der Nvrd-(Liw-)Seite der KokoSinseln auf ein Riff gesetzt. Inzwischen war es der Landungsabteilung gelungen, auf einem Schoner von der Insel zu entkommen. Der englische Kreuzer nahm die Verfolgung auf, kehrte aber am Nachmittag wieder zurück und feuerte auf das Wrack S. M. Schiff „Emden". Ilm weiteres unnützes Blutvergießen zu vermeiden, kapimlierte ich mit den, Rest der Besatzung. Die Verluste S. M. Schiff „Eniden" betragen: 6 Offiziere, 1 Dcckoffi- ziere, 26 Unteroffiziere und 93 Mann gefallen: 1 Unteroffizier. 7 Mann schwer verwundet. Die Verlust i te der cuglischen Flotte. London. 26- »Rov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Admiralität veröffentlichte gestern abend die »Ber lustliste der englischen Flot'e seit dem Beginn des Krieges. Tie Liste führt 220 Offiziere als tot. 3i als verwundet und öl als vermißt oder interniert auf, ferner an Mannschaften 4107 als tot. 436 als verwundet und 2492 als vermißt oder interniert. vom Burenkrieg. Berlin, 26. Nov. Meldungen der Tageszeitungen aus 'S n p ft q b t zufolge sollen starke Abteilungen von Buren nördlich von Hoc> vstadl ausgetaucht sein. Aus Kapstadt seien mit der Bahn Verstärkungen nach Blömsontcin gesandt worden. Tie Kämpfe in Ostasrika. London, 26. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter berichten über die Kämpfe in Ostaftika folgendes! Zu dem Angriff auf einen wichtigen deutschen Bahnhof wurden IVs Bataillone englischer Streitkräste am 2. November zwei englische Meilen von dem Bahnhof gelandet, die sofort vor rückten. Diese kleine Streittraft sah sich noch außerhalb der Stadt in ein heftiges Gefecht verwickelt, mußte jedoch vor dem überlegenen Feinde zurückgehen und Verstärkungen ab- warten. Am 4. November früh wurde der Angriff erneuert. Auf 800 ihards vom Feinde entfernt gerieten die englischen Truppen in ein heftiges Feuer. Trotz starker Verluste drangen jedoch die Soldaten des Grenadier-Regiments 101 am linken Flügel der Aufsteilung in die Stadt ein und griffen den Feind mit dem Bajonett an. Auf deni rechten Flügel -rangen das North-Lancashirc-Regiment und die Kaschmir- Risles vor und erreichten ebenfalls die Stadt. Sie sahen sich jedoch einem heftigen lbewehrseuer aus den Häusern aus- gesetzt und wurden gezwungen, 500 »Jards zurückzugehen. Die Verluste der britischen Truppen waren so schwer, daß man es als zwecklos aiisehe» mußte, den Angriff zu erneuern. Die »Abteilung schiffte sich daher lrvieder ein uird kehrte zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Ihre Ge- famtverluste betrage» 795 Mann an Offizieren und Mannschaften, unter ihnen 141 Engländer. * • * Reichsbeihilfe für Wöcherinnen. Berlin, 26. Nov. (WTB. Nichtaintlich.) Die ,,Nordd. Allg. Ztg." schreibt über Reichsbeihilfe für 'Wöchnerinnen: Der Bund es rar Hot in seiner heutigen Sitzung aus Grund der ihm durch das Reichsgesetz vom 4. August d. Js. erteilten Ermächtigung, eine wirtschaftliche Maßregel beschlossen, die als ein «hervorragender Akt sozialer Fürsorge in weitesten Kreisen mit Ge- Mugtuung begrüßt werden wird. Danach soll allen denjenigen «Frauen im Falle der Entbindung sowie für die Zeit nach der Niederkunft aus Müteln des Reiches eine außerordentliche Unterstützung «gewährt werden, deren Ehemänner während des gegenwärtigen Krieges dem Reiche Kriegs-, SanitStS» oder ähnliche, also nicht «etwa zu Erwerbszwecken bestimmte Dienste, leisten, soweit die Männer zum Kreise der gegen Krankheit versicherten Personen gelhören. Die Unterstützung besteht i» Hälse durch Hebamme oder «Arzt sowohl vor der Entbindung, als auch schon vorher bei et Üvaigen SchwangcrschaftSbeschwerdcn. ferner im Wochen- und Still Held. Das Wochengeld wird für 8 Woä>«n gezahlt in Höhe von feiner Mark pro Tag. Das Stillgeld voti 50 Pfennig täglich ermatten Wöchnerinnen, solange sie ihre Säuglinge selbst stillen, bis «irr Tauer von 12 Wochen nach der Niederkunst. Die Krankenkassen «ermitteln diese Leistungen und erhalten Ersatz dafür aus der kReicbskassc. Für die Behandlung nach der Entbindung werden in Hebern Einzelfalle 25 Mark, ftir diejenige von Schloangerschafts- Ibeschwerden bis 10 Mark gewährt. Tie Beihilfe wird auch danu «gewährt, wenn der Ehemann bei seinem Eintritt in den Kriegsdienst von seinen! Rechte freiwilliger Weiterversicherung keinen Gebrauch gemacht hat. Ferner soll die Krankenkasse eine gleiche Hilfe mich den für die eigene Person versicherten weiblichen Personen leisten, bei denen eine Kriegsteilnahme des Ehemanns nicht in Frage steht. In diesem Falle haben aber die Kassen die Kosten selbst zu tragen. Der Beschluß des Bundesratcs, dessen Durchsübrung allein kfür das Reich einen durchichnittlichen Kostenauswand von »etwa 2 Millionen Mark für jeden Monat erfordert, lgeht vornehmlich von zwei Gesichtspunkten aus: Einmal hat der 'ffiut zu den Fahnen, also die Wahrung der höchsten Pflicht, gegen das Äaterlanv, den Mi dein Kriege teilnehmenden Ehemännern die Möglichkeit genommen, hier selbst mit der nötigen Hilft für die Ihren einzutreten. Da ist es denn nur billig, wenn dftsen Männern die Sorge um Wohl und Beistand ihrer Famüirn durch die löe- jwißheit erleichtert wird, daß ihre Frauen in deren läiwerstcr Stunde vor äußerster Not geschützt und der Sorgen um das Leben Der Neugeborenen entzogen sind. Indessen aber machen die gewaltigen Opfer an Menschenleben, die der Krieg fordert, es zu einer unabiveisbaren Pflicht des Vaterlandes, vorsorglich auf die Erhaltung und Kräftigung der kommenden Generation schon bei ihrem Eintrüt ins Leben Bedacht zu nehmen. Die Beschlüsse des Bundesrats sollen sofort in Kraft treten, sobald der Reichstag in seiner bevorstehenden Tagung die erforderlichen Mittel bewilligt haben ivird. An seiner Bereitwilligkeit hierzu dürste kaum zu zweiftln sein. Die österreichischen Finanzen. Wien , 26. Nvv. läge betr. die Verarbertunq von Rüben, Rübensäften und Topinanchurs in Brennereien sowie ein Antrag betr. die Aenderung des WeingefetzeS. Berlin, 27. Nov. Daß der Monat Oktober eine über Erwarten starke En t 1 astu n g des deutschen und insbesondere auch des Großberliner Arbeitsmarktes gebracht habe, wird im ,Svrmärts" hervorgehoben. Hamburg, 26. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Ersatzwahl für den verstorbenen Reichstagsabgeordneten Metzger i st aus Freitag, 29. Januar 1915^sestgesetzt worden. Au» Stadt und Land. Gießen, 27. November 6814. Der Gießener Landsturm in Feindesland. Bunbam-biurbain-bnnbam! Der Ton der Schelle ist der näm- nan schrille, ob sie die Wache zum »Befehlsempfang oder aus einer andern tnenstsichen Veranlassung zufommenruft. Aber nicht schwerfällig und bruminenü wce ,o„jr verlassen die Männer ihre Schlupfwinkel, in die sie sich vor der Kälte und dem schneidenden Winterwind geflüchtet hatten. Die Ursache des wohlbekannten Klanges zu ungeivohntcr Stunde hat sich rasch herumgesprochcn, und leichl- iüßig wie Burschen, die Fiedel und Brummbaß zur „Kerb" locken kommen sie herbei, die Landstürmer, denn dem Zauber des Wortes „P o st aus der H e i ni a t" kann sich keiner entziehen. Wie lauscht alles, wenn der Wachhabende aus dem großen Postbeutel einen Brief nach dem andern zieht und die Antichristen verliest! Wie freudig tönt das „Hier!" des Glücklichen, den ein Gruß der Lieben erreicht, und es tut der Freude gewiß keinen Abbruch, wenn der Gruß mit einem Päckchen Tabak oder Zigarren oder anderen Gottcsgaben beschwert ist! Mag auch der Himmel noch so grämlich dreinschauen und den ersten Schnee aus die hartgeftorene Erde schütteln: im Wachtlokal könnte man an Frühlingsanfang glauben; munter stiegt die Rede hin und her, früher einander völlig Fremde freundschaftlich verknüpftnd. Der Fernstehende kann sich eben gar kein Bild davon machen, wieviel für den im Felde Stehenden jede Mitleüung aus vertrautem Kreise bedeutet. Im Becher stolzer Freude, zum Schutze des Vaterlandes den Dienst mit der Masse versehen zu dürfen, ist dem Soldaten auch das ein Wermulstropfen, daß er von aller Zwiesprach mit dem Leben im ganzen so ziemlich abgcschnitten ist. Wie geht es der Frau, was machen die Kinder, die Freunde, die Genossen froher Stunden, die auch mit draußen — wer weiß wo — den großen Kamps kämpfen? Und nun gar erst die Vorgänge auf dem Kttegstheater! Wer berichtet den Soldaten darüber? Wohl sieht er Dranspottzug mff Transportzng die Schienen entlang rollen, wohl treffen täglich lange Züge mit Verwundeten ein, und Kraffialn-cnge tragen Botschaften und Material aller Art ovn den Kommando- und Lagerftellen in den Bereich platzender !Kra naten und kehren schließlich wie der Vogel ins Nest zunr Ängel- Punkt der kriegerischen Bewegungen heim. Aber die Nachrichten die aus diese Weise von Mund zu Mund wandern, sind w e n r g verläßlich, und der »Mensch unseres „aufgeklärten" Jahrhunderts lernt cs so begrciftn, «bis in welche alles irdische Matz übersteigende Höhen die Berichterstattung kindlicherer Zeiten Helden und Heldentaten hffmufschraubte. Es dürfte ein ergenes recht ansprechendes Kapitel abgeben, die sog. „Schusterparole" — der Soldatenwitz kemit einen noch kernigeren Ansdruck — int »Ver hältnis zu dem wirklichen Verlauf der Kraegsereignisft ziu be leuchten. Das modernste und allgemeinste Bildangsmittel, die Zeitung, ist Heuer arg ins Hintertreffen egraten. Die gewohnte und als Selbstvmtändlichkeü betrachtete Pünktlichkeit des Erscheinens tvard zur Sage. Wie einen kostbaren Schatz hüjet der Landstairinmaiin seinen Gießener Anzeiger — sei er auch aclft Tage und mehr alt — vor dem Heißhunger der „Landser" und lieft mit inniger Antestnahme und Rührung die Meldung von Geschehnissen, die auch ihn angehen: von des Reiches Krieg und Sieg, von stiller »Arbeit für den häuslichen Herd rmd seine Streiter, von den schmerzlichen Opfern, die mich das stillst« Dörfchen in der Wetterau oder im Vogelsberg für das geliebte Vaterland bringen muß. So bedeutet jede Ninnmer des Gießener »Anzeigers, die in die Hände unserer Lccirdstürmer gelangt und von Zimmer zu Zimmer reist, ein ehrliches Stück Heimatgefühl. Ter Mensch lebt wahrlich näht vom Brote allem.. Reißt mühin der Faden, der den deutschen Vatettandsver leidiger rirtt dem Einst verbindet, dank der eifrigen, wenn auch nicht immer glücklichen Täsigkeit der Feldpost niemals ganz ab. so wird die Zivilbevölkerung Frankreichs, die ihre männlichen »Angehörigen zu Zchntausenden ins ungewisse Los der ttze- sangenschaft wanden, sieht, noch ganz anders von Abschieüs- schmcrz und Trennungsweh heimgesucht. Die deutsche Heeresverwaltung gestattet zwar auch hier einen offenen Brieffvechsel, aber nattirgemäh rrmfaßt dcc Spanne zwischen »Absendung eines ölchcn Schreibens ilnd dem Empfang der »Antwort aus einem >er Gefangenenlager manche Woche mtb manchen Monat. Haufen- iveise kommen daher oft französische Frauen und Mädchen zu deutschen Posten gelaufen und bestürmen sie mit Fragen, ob ihr Brief vom soundsovieltcn wohl in die rechten Hände gelangt, ob, wann und >vo »Antwort zu erwarten sei. «Oer mitfühlende Land- stnrmmann «hat mithin seine liebe Not, die Aufgeregten zu beruhigen und den »Vorschriften gemäß abzuweisen. Vergleichshalbcr möge hier ein »Brief (in fteier Übersetzung) folgen, der dem Feldpvstamt B. zur Beförderung an einen in Maubeuge gefangenen iranzöffschen Landwehrmann ansgegeben wurde: „H., 16. OK. 1914. Lieber Heinrich, ich schreibe Dir ein paar Worte, um Dir mitzuteilen. daß ich wohlauf bin. ebenso unsere Kleinen. Ich hoffe, von Dir so bald wie möglich Nachricku zu empfangen Die ganze Familie schließt sich meinen Grüßen ür Dich an. Ich schließe meinen Bries, indem ich Dich im Geiste umarme Fürs ganze Leben Deine Frau Angeliea Joly." Man sieht, die Sprache der Liebe ist interuational. Hier ist nichts vv» jener »Phrasenhaftigkeft zu mlcrken, di« in amtlichen sranzösischen Schriftstücke» höchste Triumphe feiert, die beispielsweise bei »Ausbruch des Krieges in der Botschaft des Präsidenten der Republik an den Senat und die Kamimer der Abgeordneten zum Vorschein kam und noch heute hie und da in »Bruchstücken an den Sttaßenecken zu lesen ist: „Seit mehr als 40 Jahren haben die Franzosen in aufrichtiger FriedeuSl ebe alle Wünsche nach vollgülttger Genugtuung (des reparattons legitimes) in die Tiesc des Herzens verbairnt. «Sie haben der Welt das Beispiel eines großen Volkes gegeben, das — aus seiner Niederlage durch »Willenskrast, Geduld und Arbeit entscheidend erstanden — seine wiedererwachte und verffingte Stärke nur zum Nutzen des Fortschritts und zum Wohle der Menschheit verwandt hat." Sollten dem von der Kriegsgeißel so schiver getroffenen Volke nicht eiinnal die Augen darüber ausgeheu, zu wessen Vorteil es jetzt unermeßliche Werte hoftuungslos verschleudern muß? R. G. * ** Der Herzog won Braun schweig fft gestern abend in zwei »Automobile« nrit Gefolge und Dienerschaft hier eingetrofßen rrrrd hat rm Hotel,/ff-roßh erzog twn Hessen" »Wohnung genommen Heute morgeu um 9 Uhr trat der Herzog die Weiterfahrt nach Bra»rschwieig an. — 8. Gießener Liebe-gaben fahr t. Von dem :Reserve-Jnfanterie-Regffneut Nr. 116 ging dem Herrn Oberbürgermeister nunmehr folgendes Dankschreiben für die erhaltenen Liebesgaben zu: „Euer Hochtvohlgeboren beehre ich mich, im Namen des mir unterstellten Regiments den allerherzlichsten Dank für die vielen Liebesgaben auszusprechen. Sie sind hochwillkom- nien, können vorzüglich gebraucht werden und siend für viele Leute geradezu eine »Wohltat. Indem ich Euer Hochwvhl-- geboren bitte, allen gütigen Spendern den aufrichtigen Dank übermitteln zu wollen, sende ich der verehrten Bürgerschaft der lieben Stadt Gießen des Regiments beste Grüße imdf verbleibe in vorzüglicher Hochachtung Euer Hochwohlgeboren ergebenster v. Westernhagen, Oberstleutnant und Regimentskormuorrdenr ** Stadttheater. Es fei auch an dieser Stelle auf die Schülervorstellung am nächsten Samstagnachnttttag 3 1 /, Uhr aufmerksam gemacht, die Lessings „Minna von Barnhelm in anerkannt vorzüglicher Darstellung bringt. ** Die Verwendun g der Naturkräste rm Kriege. Eines der intereffantesten Problem« der modernen Kriegftihrung behandelte gestern abend in einem lehrreichen Vortrage in der Aula der Universität Prof. Dr. König, indem er in fesselnden »kbuSführimg« namentlich die Entwicklung der Schießkunst von ihren Aniängen Mi untersuchte. Der Krieg als technisches Problem betrachtet, könne, so ffihrte der »Vortragende aus, keine Begeisterung wecken, deml er sei letzten Endes ein Rech«neremvel. Er spräche mit Zahlen, die dos Ergebnis kühler Rechnungen und zäher Versuche seien. »Alle mechanisch« »Arbeit bringe materielle Wirkungen hervor. Als man begann, diesen Zwecken die .Kräfte der Natur dienstbar zu machen. trat die Technik zum erstenmal auf. Unser Zeitalter wirdchas der Technik genannt: es kennzeickmet sich in diesem Sinne durch die »Beherrschung der Nattirkräfte. »Vergleichen wir den technischen Apparat d-S Krieges mit demjenigen des Friedens, so finden wir, daß der rare das Spiegel bild des andern fft. In alle Erffndungen des Friedens spielt fast unmittelbar das Interesse des zkttcges hineffi. Der sriedtiche Trannc des »Menschen von der Eroberung der Lust schuj eines der wichtigsten modernen Kriegsmittel. Ohne den starken Ansporn der Interessen der Landesvetteidignng «oäre es zu mancher Erffnduug nicht gekommen. Die Fragen allerdings, >vie sich unsere technischen Hilfsmittel heule beivähren, nncoiel von ihnen noch vorhanden ist, darauf kann und dark nocl> nicht geantwortet werden. Tiefe Antwort Ivird der Große Generalstub geben, wenn er einst die ungeheure Bilanz dieses Krieges ziehen wird. Die Entwicklung des Krieges hat sich in erster Linie an die Ueberwindung der Entfernung zwischen den Gegnern durch die geschlenderte Angriffswaffe gelialten. Die einsachste Att dieser Ueberwindung war der »W u r s, der geschleuderte Stein. In dem Bestreben, die Wurfweite zu erhöhen, verlängerte man den werfenden Arm und schul die Schleudern, Katapulte und Ballisten. Zu leichtfaßlichen »Ausführungen untersuckste der »Vottragend« sodann die physikalische «Seite des »Wurfes, die Gesetze der »Bal-, l i st i k. Unter »Anwendung des in imseren Tabellen gebräuchlichen »Maßes des Metersilogranims, der Kraft, die erforderlich ist, ein Kilogramm einen »Meter hoch zu heben, ergibt sich, daß der M,e n s ch beim Wurfe eine solche von 40—50 Meter/Kilogramm leisten könne, mit anderen Worten: Wenn der Diskuswerfer im »Augenblick des Loslassens seiner 2 Kilogramm schweren «Scheibe ein« Geschwindigkeit von 19 Metern in der «Sekunde ertellt, so leistet er eine »Arbeit von etwa 40 Kilogramm/»Metern. Die stärksten Wurf- maschinen der ftüheren Zeiten erreichten eine »Arbeitsleistung von 75 000 Kilograinlii/Metern. Eine vollständige Umwälzung aut Iran Gebiete der »Ballistik hatte die Ersindung des Schießpulvers zur Folge, ovn deni loir mft Stolz sagen können, daß sie einen Deutschen zum Vater hat. ?lls Beweis für die Tatsache führte der Redner Ariofts Raseichen Roland an. Das Kaliber der ftüheren Geschütze hat dasjenige unserer grüßten »Mörser um ein ganz Erhebliches übertroffen. So ichlenderten die Riesengeschütze der damaligen Zeit bei einem höchsten Kaliber von 76 Zentimetern Steinkugeln bis zu 800 »Pfund Gewicht. Ihre Ausgabe aber war bedeutend leichter als etwa die unserer „Fleißigen »Betta", denn sie schleuderten ihre Geschoffc aus geringer Entfernung. Dir Verbesserungen, die man in der Schießkunst oornahin, beschränken sich in den ersten Jahrhundetten aus die Waffe selbst. Eine wichttge andere Veränderung toar der lieber gang vom Rundgesckwß zum Lanageschoß und die Anbringung von Zügen im »Rohre, um das lleberschlagen der Geschosse zu ve» hindern. Nur die Tr e t b fr a f t- ber Geschoffe hielt sich all die Zeit unveräridert an das alte Schwarzpulver. Dann schenkte »ns die Chemie in der letzten Hälft« des vorigen Jahrhunderts die Schießbaumwolle. Zunächst gelang es nicht, sie in der »Ballistik zu verwenden. Erst spät gelangte man mit zahlreichen Versuchen dahin, ihr und den verwandten Zusammen« setzungen die brauchbare Verbrennungsgeschwindigkeit zu geben. Gleichzeitig damit trat die Rauchschwäche des Schusses rin, denn die Gase der heute gebräuchlichen Triebmittel verbrennen fast vollkommen. Tie Arbeit des den Laus verlassenden Jnfanterirgeschosfts Modell 98 beträgt 387 Klgr. Im Rückstoß sind ihr Grenzen gezogen. Anders ist etz bei der Arttllerie. Der Rückstoß wird bei ihr mechanisch ausgeglichen. Für ein 38-Zttn.-Schiffsgeschütz init 20Rttr. Rohrlänge ergibt sich eine Wucht, d. h. eine dem Geschoß ertelltc AnsangsgeschwiMiigkett und damit eine »Arbeitsleistung von 3 4 »Millionen Klgr., was ungefähr der Gewalt zweier mit der Geschwindigkeit von 110 Klm. in der Stunde fahrenden zusammenstoßenden l)-ZÜAe entspricht. Irine lmndertpftrdrge »Maschine müßte anderthalb Sttinden lang arbeiten, um eine solche »Arbeit zu leisten. Unsere modernen Grvß- geschütze sind »Präzisionsinstrumente, die mit den fernsten mathe- masischen Met«hoden arbeften. Trotz der ins llngemesftne gesteigerten Wirkungen unserer Geschosse, denen man kaum eine Grenze erdenken kann, scheint es aber nicht wahrscheinlich, daß die Naturkräste dft Mttwirking des Menschen jemals cmmöglich machen können, daß also in Zukunft die Steigerung der Waffenwirkungen einen Krieg ausschließen kann. Irgendwo würden immer Wille und Geist Mitwirken und das Wort: „Und setzet Ihr nicht das Leben ein, nie wird Euch das Lebe« gewonnen sein", wird immerdar seine Geltung behalten. Denn der Krieg ist ganz zuletzt ein moralisches Problem — Der Vereinslazarettzug des Hessischen Roten Kreuzes kann Sonntag, den 29. und Montag, de» 30. ds. Mts. während der Zeit von 9 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags besichttgt werden. Für die Besichtigung wird zugunsten des Roten Kreuzes ein Eintrittsgeld erhoben, das am Sonntag vormittag (9—1 Uhr) 1 Mark, am Sonntag nachmittag (von 1—4 Uhr) 25 Pfennige und am Montag während des yan^n Tages (9 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags) 50 Pfmmge be- ttägt. Die eingehenden Beträge werden für den Lazartttzug verwendet. Ter Zug steht zur Bejichttgung aui dem Darmstädter Güterbahnhof, Eingang vom Tornheimer Weg, unmittelbar vor der Brücke, der Haltestelle „Stirnweg" der Sttaßenbahn. Der Lazarettzug, der vom Landesverein vom Roten Sven, und dem während des Krieges mit ihm vereinigten Mice-Fravei»- Verein für .Krankenpflege mit Genehmigung des preußischen Kriegsministeriums ausgerüstet wurde, ist am Gebuttstag des Grobherzogs seiner »Besttmmung übergeben worden. Zu diesem Zweck fand nachmittags 4 Uhr aus dem reservietten Tell des Hauptbahu- hoss eine steine Feierlichkeü in Gegenwatt einer Anzahl geladeu» Gäste statt. Nachdem die Großherzogin de» in voller Ausrüst»i>g ausgestellten Zug, der als sog. planmäßiger SilsslazarettMg die Bezeichmmg .^ereinslazarettzug T. 1" führt, eingehend besichtigt hatte, erfolgte durch de» Vorsitzenden de« Hessische» Landes Vereins, Erz. K o r w a n, die Uebergabe an de» Derritorml- delcgietten der freiwilligen Krankenpflege, Minister de« I n n er n Erz- v. H o m b e r g k, der für dir mustergültige Ausstattung des Zuges dann mit einer steinen »Ansprache dankte. Die Uebergabe des Zuges an tue «Linienkommandantur wird in den nächsten Tage» erfolgen nnd am 1. Dezember wird er zu den Truppen ff» Feld seiner »Bestimmung entgeqengefühtt werden. Der nette Lazarett,ng besteht aus insgesamt 37 Wagen mit 79 Achse» und enthält 33 Krankenwagen mit je 12 sehr praktisch eingerichteten Lagerstätten ftir liegende Verwundete, ferner einen Operattons- und Apotheker- wagen, je einen Wogen für die »Aerzte, den begleitenden Johatmiter Baron v, O t t i n g e r und den Rechnungsführer, zwei Wagen für das männliche und weibliche Kranknipflegepersonal, bestehend aus 41 Pflegern und 4 Pflegettnuen. Küchen- und Borratswaßen, 3 Heizkesselwagen usw. »Der Zug kann neben einer Anzahl L«cht- verwundettt im ganzen 272 «Schwerverwundete ausnehmen, für welche durchweg bequeme und praktisch eingerichtete Lagerstätten vorhanden find. Den ärztlichen Dienst versehen als leitender »Arzt Dr. med. B o g el-Heppenheim, dem zunächst die weiteren Aerzte «Sanitätsrat Dr Merkel-Darmstadt, Dr, Schmitt- Jugenheim a. d. B. und Dr. Bruch-Mainz zur Teste stehen. Zugführer ist Apotheker Oskar Krauß-Babenhausen, Stellvertreter Kauffnann Reidlinger-Mzey. Die mühevolle Vor- bereitung des VereinslazartttzugeS, die am 17. Oktober von der Zentralstelle genehmigt wurde, lag in den Händen des Herrn Ministettalrat Dr. Kratz, des Frttherrn nnd der Frttftau von Lettin gor. Baurat Prof. Knapp und ttner Anzahl Darmstädter Mediziner. ** Das Umrcchniingsverhältnis für Postanweisungen nach Deutschland ist neu festgesetzt worden in N o r w e g e n aus 89 Kr. — 100 Mark, und in S ch w e - den auf 88Kwnen = 100 »Marl. Landkreis Gießen. f Ellingshausen, »25. Nov. In der heutigen Kriegsbetstunde, welche nculzunttags 1 Uhr stattfand, gedachte der Geistliche unseres Landes Herrn beim Mar- sienst. «Zeine »Ansprache legte er die «teile 2. Samuelis Kap. 1 VerS 25—27 zu Grunde: er hielt dann eine Trauerandacht für den ani 13. »Noveinber den Heldentod, für d-as Vaterland gefMerren Lehrer Otto Lack, Bizefeltstvcbel im Landw -Jnf,-Reg, 116. , Kreis Schotten, -f- Laub ach, 25. 9lou. Verbünde» mit der Einweihung des neuerbaute» Schulgebäudes fand geiler» mittag im hiesigen naslum eine Vorieier des Geburtstages des Grobherzogs statt. An den Einweihungsieiertichleilen nahmen Kreisrat Tr, Merck und Regierunqsbaunieisler F r e >> von Schollen als Vertreter der Regierung teil. 'Als Geladene ivarcii voii liier der Stadloorsland, Kamnierdirektor Birnbaum als Vertreter des Gräfl. Hauses, Bauleiter Kreisslratzenineiuer Somni erkor» und die an dem Bau beschönigt gewesenen Haudwerksleute er- schieneii. Die Feier wurde eröffnet mit einem von den Schülern im Schulho! gesungenen Chor „Lobe den Herr»', Regierungsbaumeister Frey übergab hieraus den Schlüssel des Neubaiies mit Worten der Anerkennung sür das bereitwillige Entgegenkommen der slädtischei, Behörde, die umsichtige Leitung des Baues »iiter Kreissiraßenmeister Sommerkori, und das Fneinanderarbcitcn der Haudwerksleute, ivodnrch es möglich war, den Bau in volleiidetec Weise herzustellen, an Bürgermeister Ritter. Tieser ivubte die Bestrebungen, mit denen die Lladt Laubach mit iördcrudem Interesse die Lehranstalt unterstützte, hervorzicheben »iid gab bei, Schlüssel Kreisral Tr, Merck, ivelcher ibu im 'Austcag der Negierung »ahm und dein Vertreter des in Kriegsdienst einberuienen Direktors Tr. Müller» Professor Z l>» in erma » n, ans- liändigte. Tieiem ieierlicheti Einweihnngsakl iolgte die Gebiirls- lagsleier des Grobberzogs, die i» der Aula abgehalten ivnrüe. Zu abtoechselnder Bortragssolge waren hierzu vier geniischte Chöre und neun vaterländische Gedichte, von denen ein Teil in jüngster Zeit entstanden ist, zusammengestellt, Tic Festrede hielt Pros, Tr, W etz e l l, Cin allgemeiner Gesang: „Run, deutsche Schmiede, Häm mert!" schloff den Festakt, — Das neue Schulgebäude enthält vier groffe Klassenzimmer, das Lehrerzimmer, Pedelllvohnung und groffe Kellerräume, Es wurde mit einent Kostenaufwand von 30 01X1 Mark hergestellt, i. Herchenhatn, 26. Nov. Wieder haben die Holzhauer ihre Arbeiten begönne». Die besten Arbeitsträlle sind allerdings ausgcrückt zur Verteidigung des Vaterlandes. Während in sonstigen Jahren 30—40 Mann aus unserem Orte die Hoiz- l aueraxt in den Wald trugen, bat Urb in diesen, Jahre kam» d,c Hälile zusannneugelan. lim aus diese Stärke zu kommen, stellten sich Männer in gereisten Jahren und Jünglinge ein. . Kreis Fricdberg. w B a d - N a n h e i IN, 38. Nov, Der Geburtstag unseres Grobherzogs ivurde gestern in der Turnhalle der Stadtschule durch eine crgreckenbe »leier begangen, zu der sich ans Veranlassung der Lazaietiverivaltnnq eliva 600 verwundete Kriegsteilnehmer einqesunden ballen. Die Schüler der Stadtschule sauge» und detlamierlen und Herr Dr. Strecker hielt eine z» Herzen gebende Ansprache, in der er der Opier gedachte, die Misere Armeen and das Volk jür das Vaterland bringen müßten, — Durch leichtsinniges Umgehen mit Bohnerwachs, das ei» Dienstmädchen zur Erivarninug nni den Eien gestellt Halle, entstand m einem Hans? der Fürslenslrabe ein Zimmerdrand, bei dem die ganze Einrichtung des Zimmers vernichiel ivurde. , Butzbach, 26. Rov, Ter Kriegervcrein und der Militärverein versginmelten sich gestern abend gegen 8 Uhr vor dem Gasthaus zuni Löwen zu einem gemeinsamen Kirchgang zur Feier des Geburtstages des Grohherzogs, Pjarrcr Loos hielt die Fest- vredigt. Tic Stadtkirche war voll besetzt, Kreis Wetzlar. A Cb ci: [laufen (Kreis Wetzlar), 27. Rov. Sind) in unserem Dörsche» hat der Krieg schon drei Opser gesorderl. Von unseren Känipsern erhielt der Feldwebel d.L. Becker das Eiserne Kreuz. >v, Wetzlar, 26, Nov, Mittwoch nachmittag trasen hier die ersten Kriegsgefangenen (etwa 500 Franzosen) ein, Tas Baraclrntager an der Frankfurter Straße geht seiner Vollendung entgegen. Es kostet gewaltige Anstrengung, um das erforderliche Material aus diese Höhe zu schassen. -»v- ' Hessen-Nassau, " w. 26 ei Iburg, 25. Rov. Am Dienstag wurde nach langem Leide» Geh. Sanitätsrat Tr. Moritz B ü s g e n im 86. Lebensjahr zu Grabe getragen. Mit ihm ivird ivobl der letzte ehemalige herzoglich naffauiiche Bataillonsarzt zur großen Armee gegangen lei», l, Langendernbach, 26, Rov, Bei dem Kampfe um T s i n g l a » waren vier Söhne des Herrn K r e m e r von hier beteiligt, lieber das Schicksal der Tapscrcn ist noch keine Nachricht zu erhalten, e, Erdhaufen bei Gladenbach, 26, Nov, Lehrer H e l w i g starb in einem Angriffsgefecht bei Verdun den Heldentod, Unsere Gemeinde hat in ihm einen gediegenen Lehrer und Erzieh« verloren. )( Marburg, 26. Nov, Tas Schwurgericht verurteilte gestern den Landwirt G, B i rk ans Niederklein im Kreise Kirch- hain wegen Sittlichkeitsvcrbrechens zu 1 Jahr Zuchthaus, — Am heutigen letzten Verhandlungstage wurde der Arbeiter Wladislaw Sobornack aus Lublin in Rußland, der am 3. November aut der Domäne Marienrode eine Scheune anzündetc, den Gutsherr mit der Mistgabel bedrohte und in Borken einen Betrugs verübte, zu 4 Jahren und 2 Wochen Gefängnis und 4 Wochen Hast verurteilt. Amtlicher Wetterbericht, Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 29 . Nov. 1914: Trüb, Regenlalle, südwestliche Winde. Letzte Nachrichten. (WTB.) Großes Hauptauartier, 27. Rov. vormittags. (Amtlich .) Eine Belästigung ver flandrischen Küste durch englische Schiffe fand auch gestern nicht statt. Auf der Front des westlichen Kriegsschauplatzes sind keine wesentlichen Veränderungen eingetreten. Nordwestlich Lnngcmarck wurde eine Häuscrgruppc genommen und dabei eine Anzahl Gefangener gemacht. Im Argonnenwaide machten unsere Angriffe weitere Fortschritte. Französische Angriffe in Gegend Apremont und östlich St. Mihiel wurden zurückgeschlagen. Im Osten haben gestern keine entscheidenden Kämpfe stattgesunden. Oberste Heeresleitung, EnglanSfeindliche Bewegung in Irland, London, 26, Nov, (WTB, Nichtamtlich,) Die „Times" veröffentlicht — vom 24. November — folgende Ausgabe ans rührerischer irischer B l ä 11 e r st i m m e n: So schreibt „Irish F r e e d o w": Zu Eurem höchst distinguierte» Patron und Wohltäter England sagen wir: Kämpfe deine Kämpfe selbst aus! Wir wollen nichts von dem Ruhme deines aufgeblähten Imperiums haben! In der Schlack» von Fontenvh, wo wir euch ^geschlagen haben, haben wir mehr Ruhm geerntet, als in tausend Schlachten, die wir für euch gewonnen haben, lins geht die Verlegenheit, in der ihr euch setzt befindet, nichts an. Es sei denn, daß wir hoffen, daß ihr geschlagen werde,, — „I rish Volontecr" vom 7, No vember schreibt: England tust das irische Volk zum Kampfe gegen eine Nation, die niemals einem einzigen Irländer sein Haar gekrümmt hat, sondern im Gegenteil mit der 'Bevölkerung dieses Landes sympathisierte, wie ein irisch-amerikanisches und deutschamerikanisches Bündnis beweisen, W e n n d i e D e u t s ch e n k o m- mcn u n d unser Land mit Gewalt nehmen, würden sie dazu gerade so berechtigt sein,, wie Räuber, die es mit Gewalt fest halten. In derselben 'Ausgabe der Zeitung heitzt es: Auch die Blindesten unter uns wtffen^etzt, daß sich der britische Löwe nicht geändert hat und daß der Seeräuber England dersclbeunbarmherzigeFriedensstörer geblieben ist, der er war, als er die dänifckze Flotte vor Kopenhagen nichtete und 'Aegyptens Kamps um die Konstitution durch die Beschießung 'Alerandricns unmöglich machte. Wir sehen klar, daß das Imperium seinem Wesen nach bleibt, was es immer war: eine uner trägliche Trohnng für den Frieden und den Fortschritt in der Well Unsere einzige Sicherheit und einzige Hosinung aus eine nationale Entwicklung »ltd nationale Ehre liegt darin, d a ß w i r d a s B a n d. das uns an den englischen Imperialismus bindet, d n r ch > ch n e i d e n, Ter einzige Weg zu dem ruhmreichen »ich glücklichen Irlano unserer Träume stihrt über den Zerfall des britischen Reiches, Eiiälanü «legen Kolumbien und Ecuador. London, 26, Nov, (WTB, Nichtamtlich,) Im Untcrhause teilte Charles Roberts im Namen des Auswärtigen 'Amles mit, daß die Vorstellungen Englands und Frankreichs bei Kolum bien und Ecuador wegen Benutzung der Funkenstation und wegen Erricknung einer Flotte n da s i s auf den Galava gos i n i c t n durch d i e Deutschen keinen Eriolq gehabt hätten und die Regierungen Englands und Frankreichs die guten Dienst- der Vereinigten Staaten angerusen hätten, um eine strikter, Beobachtung der Neutralität seitens Kolumbiens und Ecuador» durchzusetzen. Sie erklärten zugleich, daß, falls die Regierungen vom Kolumbien und Ecuador in ihrer gegenwärtigen Haltung ver harrten, sich England und Frankreich genötigt sehen könnten, ans Notwehr die notwendigen Maßregeln zuni Schutze ihrer Interessen zu ergreifen. Tie amerikanische Regierung crtlürtc sich bereit, diese Mitteilungen den Regierungen von Kolumbien und Ecuador zur Kenntnis zu bringen. Aus dem türkischen Hauptauartier. K o n st a n t i n o p e l, 26, Nov, Das Hauptauartier gibt be kannt : Im allgemeinen hat sich ans den Kriegssschauplätzen nichts verändert. Heute ivurde testgestellt, daß mir dem Feinde bei Morghal vier Geschütze abnahmen, von denen zwei unbrauchbar gemacht wurden. Das Vorrückcn der Türken. R o m, 26, Nov, (Ctr, Frkf.) Nachrichten aus Kairo besagen, die Engländer sperrten die Karawancnstraße aus der Eyrc- naila nach Aegypten mit Schanzgräben, Die türkische 'Armee unter Jzzet Pascha, 66 000 Man» und 10 000 Beduine» mit 5000 Kanteten rücken aus der Bahnstrecke nach Mekka aus Maan vor, 80Kilometer von der Grenze, Tie Sennsse» bauten eine Feldbahn nach der Lase el Nakl, 100 Kilometer vom Kanal, Die Eng ländcr verfügen über 50000 Mann außer den Garnison-- und Sicherheits-Truppen, (Friß Zig.) Cssad Pascha und der neue Streit in Albanien. Turazzo, 26, Nov, (WTB, Nichtamtlich,- Meldung des Wiener St: K. Korr.-Bureau: Verspätet eingetroffen Zwischen Sck'iat und Tirana fand eine Begegnung de- 'Abgesandten Cssad Paschas und den Insurgenten statt, Ta- Ergebnis war, daß heute in Turazzo eine Abordnung der Insurgenten eintras, um eine friedliche Beilegung der Wirren zu ver nick en, Tic 'Abordnung forderte besonders die 'Abberufung de- oon Cssad Pascba nackt Tirana entsandten Polizeichefs und die sofortige Freilassung der von diesem dort VerhastKen, Es wird angenommen, daß eine friedliche Beilegung des Konfliktes mög lick) ist. Die Stimme der Vernunft in Italien. i, Köln, 27. Nov Tie „Köln, Zig," meldet au- Zürich: Wie die Mailänder „Stampa" berichtet, bedauern die 2)ü nistet der konstitutionellen Demokratie C i»f e l l i und M a r - tini den Beschluß der Demokraten und Resormsozialisten, für den Krieg zu agitieren Dadurch kämen Die Minister in Ver legenheik, Ter Führer der R a d i k a l e n hat seinen Parteifreunden ebenfalls Vorsicht in ihren Entschlüssen ancmpsohlen Verantwortlich sür „Feuilleton", „Gerichtssaal" u, „Vermischtes"' I, V,: A u g u st G o e tz. Philosophenwaid. Sonntag, «len 29. November Grosses Konzert zum Besten der Kinder aller im Felde stehender Regimenter Nr. 116 und anderer, sowie der Kaiser!. Marine als Weihnaohtsgabe. Au»führende: 35 Herren ehemaliger üülüärmnsiker new. Direktion: Herr firossh. Musikdirektor C. Eransse. Anfalls 4 Uhr. [11798D] Eintritt 50 Pfg. Licht - Spiel - Haus Vom 25 » bis inkl. 27. XoTenibci* 1914: — —— Liebesintriguen ----- Hervorragender Liebes- und Lebensroman in 3 Akten. 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Freitag, den 26.Febr. 1917, vormittags I0Ubr. sollen aus hieiiaem 2l»»sgcrick», Ziin, Nr, 1K die demVhotograoben Heinrich Nicket dahier zu- geschiiebcnen Grundstücke Flur 3 Nr, 97-/,» - 1211 »,» GroSaarien, zu Lndwigo platz 2 gehörig Flur 3 Nr. 98 -- 467 I,m Ho>- reile, Ludwigüvlaß 9>r. 2 zwangsweise vcrüeigcrt werdew Die amtsgerichtlidie Ber- sünung ist im OrlSgerichl öffenllidt ausgehännl. Gießen, den 18. ;>iou. 1914. Großh. OrlSgerichl, Simon, X, 83/14, 117806 ZivaliAsvtrslkißtniiiii. Freitag, den!».Märr 19 4H. vormittags to Uhr, sollen ans hiesigem -imlsgerichi. Zimmer 18, die den August Ktemmratb Eheleuten in äüeßen zugeschrteb, Grundstücke Flur 4 2ir, löst,» = 530 qm Hosreile am Brennofen lKaiser'AUec 101 Flur 4 Nr, 15*/,o --- 15 qm Hosreitcgrund daselbst zwangSiveise versteigert werden, .... Die amtSaeridittiche Ver sügung ist m> OrtSgerichtS- zimmer öffcntlid, auSgehüngt Gieße«, den 18, 2ivv, 1914, lüroßh. OrtSgericht, Sinto n. mit Brut vernichtet radikal * Goldgeist ruchlos. 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Nov. 1911, uackinsttaas :i'h Ubr: Volks-PreiseI Volks Preise) Im weissen Rössl Lustspiel itt 3 Aufzügen von Oskar Binniemhal und Gustav Kaürlvurg. Eudc 5-. Mir, Abciids 7'/, Ubr: HleioePresse I Kleine Preise! Sic JMenilcincriu Schauspiel tu 4 Akten von Ernst von Wiidenbruch. Ende 10", Uhr, Sotdaten vom Feldwebel abwärts zableu bet allen Vorstellungen aus 2. n. 3, Parken nur halbe Preise, itl802> Es starb fürs Vaterland mein Sohn Richard Scharf! cand. arch. und Leutnant der Reserve, Inf.-Regt. 143. Im Namen der Hinterbliebenen: Richard Scharff. Giessen, den 26. November 1914. Beileidsbesuche dankend abgelehnt. Todesanzeige. Heute morgen 10 Uhr verschied sanft unsere liebe Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau Theodore ßoth geh. Vogt im 77. Lebensjahre. Mit der Bitte um stille Teilnahme die trauernden Hinterbliebenen: I. d.N.: Georg Roth, Apotheker. Giessen, Worms, 26. November 1914. Die Beerdigung findet Samstag, den 28. November, nachmittags 2>/ 2 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. mos Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir innigsten Dank. Im Namen der traueruden Hinterbliebenen: A. M. Lindenslrulh geb. Otto. Beuern, 27. November 1914. empfehlen unser Lager in Trauerhüt., schw. Schürzen, schw. Satin-Blusen, schw. H andschuhen, Trauer-Flor, Cr6pe, schwarze Krawatten, Trauer-Schleier. 8635a unter Nr. 349 u.Sie Trauer Für Telephonieren Sie 1000 Muster-Paare der schönsten erha’t.so.f. Auswahl 1 nur hochfeine Sachen jedes Paar 95 Pfg. Kaiaus Katz Giessen, Bahnhofstr. 14 Für unsere Soldaten! zum Verschicken im Paket oder als Feldpostbrief j 1795 a] Verpackung und Adressierung gratis Hemden Kopfschützer Wollene S , 'T cke " Wollene Hosen Socken Pulswärmer Handschuhe vt y 11 oocKen ttt ii nanasenuhe W Ollene Strümpfe W ollene Eusschlüpfer Kniewärmer Ohrenschützer Alles in sehr reicher Auswahl zu bekannt mäßigen Preisen Alex. Salomon & Cie. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsern lieben, treusorgenden, unvergeßlichen Gatten, Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Veiten V. Gemeinde- Einnehmer nach kurzem Krankenlager heute nacht 2 Uhr im 61. Lebensjahre zu sich zu rufen. In tiefer Trauer: Sophia Velten, geb. Weigel Großen-Linden, Katharina Lang, geb. Velten den 26. November 1914. Heinrich Velten, z. Zt im Feld Ludwig Lang, z. Zt. im Feld Maria Velten, geb. Schmandt Die Beerdigung findet Samstag, den 28. Novbr., nachmittags 2 Uhr statt 11 su Am 31.10. und 2.11.14 starben aus Frankreichs Erde den Heldentod sürs Vaterland unsere nnvergestlichen Kameraden Oksirier Stellvertreter Valentin Joseph Wenzel Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und Unteroffizier Philipp Tron der Leib - Kompagnie Infanterie - Regiments „Kaiser Wtlbetm" Nr. 110. [ UM4 D Tas Unteroffizier - Korps der Leib- Kompagnie Infanterie - Regiments „Kaiser Wilhelm" Rr. 116. Die Todesstunde schlug zu sriib. Doch Gon der Herr bestiinmie sie. Am 8 . November starb auf Frankreichs Erde den Heldentod fürs Vaterland unser unvergeßlicher, lieber Sohn Friedrich Seipp Unterofsiz.der M. ®. St. iw Ins. Reg. Nr. 168 , Inhaber der Tavserkeitsmedaitle. In tiefem Schmerz 11810 ) Die trauernden Hinterbliebenen Dorf-Gin. Fante Seipp nebst Angehörigen. Nachruf. Am 10. November starb in Frankreich den Heldentod sürs Vaterland unser Sangesbruder Karl Leib Reservist der Maichinciiaewebr-Abteilling Ritter des Eisernen KrenzcS. Wir verlieren in ihm ein treues, tüchtiges Mitglied und werden ihni ein dauerndes Andenken bewahren. 08095 Gesangverein Germania Krofdorf. Den Heldeniod sürs Vaterland starben unsere lieben Turnbrnder Georg öechthold Reservist im Res.-Jns.-Regt. 81, Wilhelm Wagner Reservist im 1. Garde-Ersatz Bai. Heinrich Speier Musketier im Ins-Regt. 88. Wir verlieren in ihnen drei unserer beiten Mitglieder. welche sich stets mit grobem Eiser der edlen Turnsache widmeten. <11791 Turnverein Ovenhausen Kreis Wetzlar. empfehlen: Wasserdichte Westen und Hosen mit Leder-, Pelz- und Flanell-Futter Wollene Schlafdecken,Schales,Strickwesten mit und ohne Aermel Woll. Unterhosen, Jacken, Hemden Socken Kniewärmer in Wolle Kniewärmer wasserdicht, mit Pclzfutter Leibbinden Kopfschützer Ohrenschützer Pulswärmer Schießhandschuhe Fußlappen Lederhandschuhe mit Pelz. Kamelhaar und Wollfutter Unterziehhandschuhe Hosenträger Halsbinden Taschentücher Luftkissen Als besonders praktische Neuheit II- in einem Stück vereinigt. Dieses Stück ist ein sicherer Schutz gegen Kegen und keuch:e Killte des Erdbodens und kann als 500-Gramm-Feldpostbrief versendet werden. Große Auswahl! Billige Preise! 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