8r. 2Z( Der Gietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal möcbemlirl) LictzeneiAamiüenblätler; zweimal wöcheiiillireis-- dlatt für den Ureis Liehen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl Zand- wirtschaftlich« Zcirsragcn Fernivrech - Anschlüsse: sürdieSchriktleilungl12 Verlag, Geschäits stelleöl Sldreise lür Trahinach- richten: Anzeiger Liehen. Annahme von Anzeigen lür die Tageennmnier bis vormittags b lll,r. Erstes Blatt 164. Jahrgang Mittwoch, 18. November 1914 7 -> ISezu gsr> rei 5: monatl. 75 Vs., viertel» sährl. V!k. 2^0: durch ilbhole- n. Ziveigstellen monatl 65 Ps.: durch dieVost Mt.2.— viertel» jälirl. ausschl. Beilellg. Zeilenpreis: lokal 15V!-, ausm. 20 Vi. — Haupl- schriitleiter: Aug. Goetz. Vcranlwortiich lür bei» volit. Teil: Äug. Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und.GerichtS- saal": Start Ülcuraih; für „Stadt und Land" : Notations-ruck und Verlag der vruhl'schen Univ.-Vuch- und Zteinüruckerei N. Lange. Schristleitung, Seschaftsstelle u. Druckerei: Zchulftr. 7. An^i^nteü:' H? Beck! Der Gouverneur von Warschau mit ssKem Stabe gefangen. GrotzeS Hauptquartier, 17. Nov., vorm. (Amtlich.) Auch der gestrige Tag verlies aus dem westlichen Kriegsschauplatz im allgemeinen ruhig. Südlich Verdun und nordöstlich C i r e y griffen die Franzosen erfolglos an. Die Operationen auf dem p ft 1 i d) e n Kriegsschauplatz nahmen weiter einen g ü n st i g c n Fortgang. Nähere Nachrichten liegen noch nicht vor. Oberste Heeresleitung. * Berlin, 17. Nov. (SB. B. Nichtamtlich.) Unter den in der Schlacht bei K u t n o Gefangenen befindet sich der G o u v e r - neutDon Warschau, v. Korff, mit seinem Stabe. * * * Von den deutschen Siegen über die Russen haben wir gestern und heute nur spärliche Einzelheiten vernommen. Das ist ganz natürlich, da die iveiteren deutschen Absichten natürlich verschwiegen bleiben müssen und neue Unternehmungen gegen den hcrangezogencn Feind erforderlich sind. Daß des Gouverneur von Warschau mit seinem Stabe in Gefangenschaft gcratcit ist, bedeutet, auch für sich allein genommen, einen schönen Erfolg. Die Hanptfcstung in Rusiisch-Polen entbehrt nunmehr ihrer sachverständigen Leitung, und dies wird sich nichts nur bei einer etwaigen Verteidigung gegen deutsche Angriffe geltend machen, sondern auch schon früher, bei der Unterstützung der russischen Truvpen im Felde. Der russische Generalstab hat am 17. d.Mts. einen amtlichen Bericht verbreitet, der zwar schon von der deutschen Offensive zwischen Weichsel und Warthe spricht, aber die Siege Hindenburgs verschweigt. Zwischen den Zeilen kann inan "bie Erklärung dafür lesen, warum es dem russischen Deere bei seinem Vormarsch so schlecht ergangen ist. Es wirkt erheiternd, wie in diesem furchtbarsten aller großen Kriege die elementarsten soldatischen Regeln mitunter vor den Zeitungslesern behandelt werden. Der wohlgemeint« Freudcnrus eines Wiener Blattes, es sei das Bezeichnende, daß Hindenburg sich nicht da schlage, wo es der Feind wolle, sondern wo er selbst es für gut halte, trifft selbstverständlich den Nagel aus den Kops. Ist diese Feststellung aber ihrem Inhalt nach nicht etwas höchst Sclbst- verständliches, das noch immer, im Kriege wie imFricden, auch im Kopse des harmlosesten Musketiers, seine Geltung hatte? Freilich, die Russen sind wieder, schon zum vierten Male dem Meister Hindenburg in die Falle gegangen. War dies unbesonnen und naiv, so ist es der amtliche Petersburger Bericht nicht weniger. Es halt so ganz und gar nichts Aus- hetzerrdes, weder für die Neutralen noch irgend jemand sonst in der Welt, wenn die Russen hier im Tone des Vorwurfs alles das aufzählen, was die klugen Deutschen auf ihrem Rüchug vernichtet und zerstört haben. Und unser Gewissen ist doch ein anderes als das kvsakische! Selbstverständlich mußte alles beseitigt werden, was dem Heere des Zaren den raschen Vormarsch hätte erleichtern oder ermöglichen können. Brücken, Bahnen, Straßen, Telegraphcn- leitungen mußten zerstört werden. Wer wir haben keine friedlichen Einwohner massakriert, wie die Eindringlinge in Ostpreußen. Und der Erfolg des deutschen Vorgehens war ganz kriegsmäßig und zweckentsprechend: alles dies hielt, so sagt der russische Generalstab, unsere Verfolgung, ernstlich aus. Wenn wir jetzt noch in der Zeit unterhaltsamer, papier- uer Polemik lebten, so würden wir den russischen Generalstab fragen: Seid Ihr erstaunt und erbost darüber, daß Hindenburg nicht tapfer sich Euch gerade gegenübcrstellte, daß er vielmehr mit einem Teil der Seinen unter Benutzung des „ausgedehnten Eisenbahnnetzes" nordwärts ausbog und >weder einmal Euren rechten Flügel zusammenhieb? Tann habt Ihr aus der kurzen Geschichte der deutschen Feldzüge dieses Krieges immer noch nichts gelernt. Hindenburg wird es Euch nicht übelnehmen; er ist ein unermüdlicher Lehr- weister. Es darf Euch darum nicht kränken, wenn der Kaiser ihm, seinem Ludendorf und all den Treuen, die, bis zum einfachen Wehrmann herunter, mitgeholsen haben, jetzt schon Dank und Anerkennung ausgesprochen hat. Auch der österreichische Gencralstab hat sich unterm 17. November geäußert und festgestellt, daß der deutsche Sieg bei Kutno berests seine Wirkungen auf die Gesamtlagc geäußert habe. Die Oesterreicher, die sich noch ihrer entscheidenden Siege über die Serben erfreuen, haben sich jetzt auch wieder in Galizien aufgerafst und, aus ihrem Standort bet Krakau vordringend, die vorderen Besestiguugslinieu der Russen „nördlich der Reichsgrenze" eingenommen. Das bedeutet, daß die Russen Verstärkungen nach Norden abgc- schoben haben. Einige Gefahr bliebe demnach für West- preußcn und Schlesien bestehen — wenn die deutsche .Heeresleitung im Osten nicht eben Vorbereitungen getroffen hätte. Hindenburg beherrscht mehr als die Elemente der Kriegskunst ; die Theorie ist nichts ohne die Ausfübrung. Wir sind iiberzeugt, daß der russische Gencralstab über die Gründlichkeit des deutschen Unterrichts sich auch weiterhin nicht zu beklägen haben wird! Im englischen Unterhaus sind die Mittel für eine zweite Million Solvaten bewilligt ivorden. Wo steckt die erste Million, das ist für uns die nächste Frage. Tr. Karl Peters, der ja bekanntlich bis vor kurzem drüben geivcsen ist, schildert im „Tag" die Art, >vie Lord Kttchener seine Ar- incc von l 000 000 Mainz, die er gegen Ende August gefordert hatte, znsanrmenzubringen versucht habe. Nämlich noch nack dem Rekrutierungssystem aus dem 18. Jahrhundert. Jt. seinem Aufruf, der überall angeschlagen worden ist, sinder sich folgende charakteristische Satze: „Tie Deutschen kämci. immer näher und würden bald jetzt auch England bedrohen. Penn ihr kämpfen würdet, weim die Deutschen in euren, Lande stehen, warum wellt ihr in das Heer nicht schon jetzt eintreten? Sonst könnt ihr gewärtigen, Deutsche werden zu müssen. Ihr werdet gexlvungen werden, unter oer deutschen Fuchtel zu leben, man wird euch nur die deutsche Sprache erlauben, eure Kinder werden in den Schulen nur Deutsch lernen, und eure Sohne werden gezwungen iverden, Soldaten des Landes zu werden, das wir nun bekämpfen. Dour King and your Fatherland want you now. (Euer König und euer Vaterland brauchen euch j ctz t.) Dieser letzte Satz wurde überall wiederholt und bildete den eigentlichen Sttinulus für die Werbungen. Es ist schwer, festzustellcn, so erklärt Karl Peters dazu, wie viele neue Solvaten Lord Kitchener ans diese Weise bekam. Die natürliche Verlogenheit der enqliichen Presse wirkt stets in die Kalkulationen verwirrend hinein. Zuerst prahlte man von einer Million, dann plötzlich waren es 100 OOü Mann. Lord Kitchener gab im Loid- Mayors-Baniett 1250000 ausgebildetc Soldaten an: Mr.Aläuith nannte im Parlament l 086 000. Jedenfalls waren die Recruiling- Ossices in den ersten Tagen ziemlich umstanden, dann wurden sie leer. An der Londoner Zivilbevölkerung merkte man überhaupt keine Abnahme; das militärische Element blieb stets im Hintergrund. Das Kriegsministerium bewilligte den neuen Rekruten zunächst eine Anzahlung von 5 Psd. St., also etwa 100 Mark. Dies wird viele Arbeitslose und Landstreicher angelockt haben. - Aber auch bessere Elemente meldeten sich, Handwerker und Arbeiter, selbst höhere Klassen. Wßerdem erhielten sie natürlich volle Ausrüstung und ihre Verpflegung. Das britische Kriegsministerium bildete sich ein, daß es auf diese Weise eine Armee aus der Erde stampfen könnte, während das Wesentliche doch stets die Führung und die Durchbildung des Offizierkorps bleibt. Die neue „Armee" war großenteils in den Londoner Parken untergebracht, und ihre Angehörige durften in hunderten von Zeitungen darüber klagen, wie schlecht sie bezahlt würden, wie peinlich die Anwesenheit von Unreinlichkeit und Insekten wäre, und viele zogen es darum vor, ganz unter freiem Himmel zu schlafen. „Ich habe", so erzählb Peters, „aus den unteren Klassen manche Aeußcrung über Lord Kttchener gehört, die nicht gerade schmeichelhaft für ihn war. Jedenfalls dürfte die neue Armee Kitcheners erst fertig sein, wenn die Entscheidung ans dem Kriegsschauplätze längst gefallen sein wird." Wie der Gouverneur von Warschau gefangen wurde. Berlin, 17. Nov. (Priv.-Tel.) Das „Bcrl. Tagebl." meldet aus Gnesen: Der Gouverneur von Warschau, v. Korff, fuhr gestern mit seinem Adjutanten in einem Privatauto in der Richtung auf Kutnö ab. Bei Tarj- now stieß er auf die Kavalleriespitze der Deutschen. Dragoner holten das Auto ein und nahmen die Insassen fest. Abends kam er unter Begleitung eines Leutnants und eines Dra, onergcsrei en in Gnesen an, wo er in einem Hotel untergebracy. wurde. Der Krastwagenführer, ein Pole, erzählte. daß in Warschau große Angst vor den Deutschen, zumal vor Luftbomben, herrsche. Ein Bericht des russischen großen Gencralstabs. Petersburg, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Große Generalstab verössentlicht folgenden Bericht: Nach den Kämpfen im Oktoberpus den Straßen nach Warschau und Jwangorod, die durch unsere Siege gekrönt wurden, begann derFeinddenRückzngzu seiner Grenze, wobei er schonungslos die Eisenbahnen und die Chausseen z e r st ö r t e. Längs der Eisenbahnen sprengten die Deutschen die Bahnhöfe und die dazu gehörenden Gebäude in die Lust oder steckten sie in Brand und vernichteten alle Wassertürme und Weichen. An gewissen Kreuzungen sprengte der Feind die Schienen so vollständig, daß für die Wiederherstellung der zerstörten Strecke und das Legen neuer Schienen längere Zeit ettorvcrlich sein wird. Ebenso sprengten die Deutschen alle Brücken und Wasserleitungen, selbst die kleinsten, von Grund aus, um dadurch ihre Wiederherstellung unmöglich und einen Notban notwendig zu machen. Auf den Chausseen wurden sämtliche Brücken zerstört, die Straße selbst schachbrettartig auf der rechten und linken Seite ausgegraben oder gesprengt. Der Feind schlug die Telegraphenstangen um, zertrümmerte die Isolatoren und zerschnitt die Drähte. Alles dies hielt unsere Verfolgung ernstlich aus, wodurch es dem Feinde gelang, auf der linken Weichsel usw. allmählich aus unsereni Aktionsgebiet hcrauszukommen und sich seinem Gebiete zu nähern. Nachdem die Deutschen diese Ausgabe erfüllt hatten, benutzten sie ihr ausgedehntes Eisenbahnnetz, ihre Truppen ans dem schnell st en Wege nach Norden zu schaffen, um gegen unseren linken Flügel starke Streitkräfte zusammenzuzichcn. Mitte November mackste sich die deutsche Offensive in der Gegend zwischen Weichsel und Warthe bemerkbar, die zu Kämpfen fühttc, die sich gegenwärtig auf der Front Plozk—Lentchits—Puncioff entwickeln. In Ostpreußen, in der Gegend von Stalluvönen ynd Posesscrn, versuchte der Feind durch gesonderte Abteilungen unsere Offensive auszul,alten, zog sich aber zurück, nachdem dieser Versuch mißglückte. In der Gegend Soldau — Neiden bürg dauert die Altion an; unsere Ossensive gegen Krakau und die galizische Front wird fortgesetzt. Tic Versuche der Oesterreicher, aus unseren Angrisssstraßen feste Stellungen einzunebnien, blieben ohne Erfolg. In den Kämpfen am 13. November, südlich Lyck, machten wir 10 Osiizicrc und Tausende von Soldaten zu Gefangenen. (Notiz des WTB. Man weiß, mit welcher.Vorsicht die russischen Zahlcnangabcn anfzunchmcn sind.) Die Oestcrrcicher gehen wieder erfolgreich vor. Wien, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- iautbart (17. November mittags): Aus dem Bereich von K ra ka i oorbrechend nahmen unsere Truppen gestern die vorderen Besestigungslinien des Feindes nördlich der Reichsgrenze. Im Raume Wolbram—Pilica gelangte« oie Russen zumeist nur in das Bereich unseres ArtillerieseuerS Wo feindliche Jnsantette angrisf, wurde sie abgewicscn. Eines uw (crer Regimenter machte 500 Gefangene und erbeutete zwei Ma- schinengeivehrabteilungen. Ter deutsche Sieg bei Kutno äußert bereits seine Wirkungen auf die Gesamtlag c. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabes. v. Höser, Generalmajor. Ein Armeebefehl Hindeuburgs. Berlin, 18. Nov. Ein gestern in Thorn ausgegebener Armeebefehl des Generalobersten von Hindenburg besagt laut Berl. Tageblatt: „Seine Majestät haben auf meine gestrige telegravhische Meldung folgendes Allerhöchst geantwortet: Generaloberst von Din- denburg! Für den schon gestern und heute erreichten schönen E r f o l g der von ihnen .geleiteten Operationen svende ich Ihnen in höchster Freude meinen kaiserlichen Dank. Auch Ihres General st abschefs und Ihrer anderen Mitarbeiter im Stabe gedenke ich mit höchster Anerkennung. Ihren braven, nie versagenden Truvven entbieten Sie ebenfalls meine Grüße und Dank für die unübertrefflichen Leistungen in Marsch und Gefecht. Meine besten Wünsche begleiten Sie für die kommenden Tage. Wilhelm, I. R." Diese Allerhöchste Anerkennung soll uns ein Sporn sein, auch fernerhin unsere Pflicht zu tun. Der Oberbefehlshaber im Osten, v. Hindenburg. Wiener Stimmen über die neuen Siege Hindenburgs. Wien, 17.Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter begrüßen mit Freude den neuerlichen Sieg der deutschen gegen die russischen Truppen. Das „Neue Wiener Tag bl." sagt: Was die oberste deutsche Heeresleitung heute meldet, ist echt Hindenburgsche Taktik. Er schlägt sich nicht jwrt, wo es der Gegner will, sondern er schlägt, wo er cs für angebracht erachtet. — MuH die „Nene Freie Presse^ hebt die strategische Bedeutung des Erfolges der Deutschen hervor und schreibt: Dieser große Erfolg kann die Saat sein für die Hauptentscheidung. Deutschland ist sich bewußt, das ein dauernder Friede nicht bloß in Frankreich und an der Küste der Nordsee, sondern auch in Rust and errungen werden muß, daß es nicht ruhen und nicht rasten könne, ehe dieses Werk vollbracht ist. Die Monarchie hat die gleiche Ueberzeu- gung, deshalb sind alle Siege gemeinsam, wie sich auch das Blut der Soldaten aus den Kampfplätzen vermischt. — Das „Fr e m d e n bla tt" stellt fest, daß die neuerliche russische Offensive gegen Ost- und Westprcußcn sehr rasch wieder Fiasko erlitten habe. Die Sieg: von Baljewo und die deutschen Siege werden nicht ocrfehlen, tiefsten Eindruck zu machen, da dadurch sinnfällig die Ohnmacht Rußlands, seinen Freunden Unterstützung zu gewähren, zutage tritt. Italien und die Nachricht vom Siege Hindenburgs. Mailand, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) „Corriere della Sera" verzeichnet in fetter Ueberschrift die siegreiche deutsche Ossensive längs der Weichsel, deren großer Erfolg am besten an der Zahl der Gefangenen und der erbeuteten Geschütze zu messen sei. Im übrigen wird jetzt auch von den italienischen Militärkritikern bestätigt, daß die deutsche Gegenoffensive rechts und links der Weichsel den russischen Aufmarsch vernichtet habe. Demselben Blatte zufolge wer- den die italienischen Freiwilligen in Frankreich nach dem Lager Mailly le Camp gebracht, wo sic noä> ausgcbildet werden, um dann erst Ende des Monats an die Schlack,tfronv geschickt zu werden. Journalisten werden im Lager nicht geduldet; sie mußten es sofort wieder verlassen. Przemysl und Krakau. Berlin, 17. Nov. Die „B. Z. a. M." meldet aus Wien: Die Festungen Przemysl und Krakau sind so gut versorgt, daß sie viele Monate, ja ein Fahr dem Feinde trotzen können. Der Rückzug der Serben. Wien, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kriegsberichterstatter der „Neuen Freien Presie" meldet, daß sich die Serben Nach dem Fall von V a l j e v o zehn Kilometer weit in der Richtung auf Kragujewatz zurückgezogen haben. Um die neue Stellung tobt ein neuer Kamps. Tic Beschießung von Belgrad. O f e n p e st, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Pester Lloyd" meldet: Seit Sonntag dauert die Beschießung der Belgrader Festung wieder an. Unter dem Schutze des Ar- tillerieseuers wurde die Ausbesserung der Eisenbahnbrücke in'Angriff genommen. Die serbischen Geschütze versuchten, diese Arbeit zu stören, aber vergebens. Einige Monitorc, die auf der in der Nähe des serbischen Ufers liegenden Zigeuner» insel Ausstellung genommen hatten, unterstützten unser Ar» tilleriefeuer. Die'serbische ArtiUerie, welche auf dem 206 Meter hohen Bergrücken Benowa, ü Kilometer südwestlich von Belgrad, ausgestellt ist. enmderte das Feuer. Das Ar» tillericduell dauert fort. Andere Truppenteile ziehen von Obrenovac die Save entlang nach Belgrad. Auch an einem anderen Punkte der Save, 0 Kilometer von Semlin bei Surcin, überschritten unsere Truppen ans einer Ponton» brücke den Fluß, Siegcsfrcudc in Wien. Wien, 17. Nov. (WTB. Mchtanttlich.) Oberbürbernreister Dr. Weißkirchner ordnete anlüMch der Siege der österreichisch-ungarischen Armee in Serbien die Beslag- gung des Rathauses uno sämtlicher städtischer Gebäude an. Er richtete an Feldzeugmeister Potiorck ein Telegramm, in welchem er die Freude der "Stadt Wien über die glänzenden Erfolge der tapferen Südarmee ausspricht und de» l>el- denmütigen Söhnen Oesterreich-Ungarns sowie ihren ge nialcn Führern im Namen der Stadt Wien die herzlichsten Grüße entbietet. Italiens Haltung. Turin, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Ter römische Mit arbeite! der „Gazctta del Pvpolo" berichtet aus vorzüglicher Quelle: Die üalienische Politik ist nach wie vor nicht aggresiv, sondern in der Defensive und bereit zum Eingreifen, falls die italienische Bevölkerung außerhalb der Landesgrenzen in Gefahr ist, von den anderen Staaten absorbiert zu werden. Es iü zurzeit völlig unrichtig, dan Sonnino bereit sein soll. Italien zur Unterstützung Englands nach Aegypten zu iüh en, was eine Kriegserklärung der Dreibuuoi.euase bewirken würde. Italien beabsichtige nur, seine durch die türlsische .Agitation bedrohte Kolonie Libyen zu schützen. Der Angriff auf Apcrn. Kopenhagen, 17. Nov. Der „Daily News" wurde gemeldet, die Deutschen haben einen verzweifelten Angriff auiPpern begonnen. Tie Operationen der Alliierten in dieser Gegend befinden sich an einigen Punkten im Fortschreiten. Vieles hängt davon ab, ob die noch einige Tage die Stellung behaupten können, die sic jetzt einnchmen. Die deutsche Ossenftoe ist mit größerer Heftigkeit eingeleitet worden als je zuvor Frische französische Truppen in Flandern. Amsterdam, 17.Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der belgische Berichterstatter von „De Tijd" meldet: Zur Verstärkung der geschwächten westlichen Front und zur Ablösung belgischer Truppen wurden frische französische Truppen hrran- gesührt. Ein Teil der Belgier geht nach Paris, um die unverbrauchten Truppen der Pariser Fortbesatzungen für den Frontdienst frei zu machen. Schnee in Rordfrankrcich. Berlin, 17. Nov. Die „B. Z." meldet aus dem Haag: In Nordsrankreich ist am Montag Schnee gefalle». Das Wetter war in den letzten Tagen sehr kalt, stürmisch und sehr regnerisch. Heute herrscht sehr starkes Schneetreiben. Die Wege sind in Moräste verwandelt. Beschießung von Armentidres. Ko pen h ag e n, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) „Politiken" nieldet aus Paris: Armenlieres wird beschossen. Mehrere Fabriken gingen in Flammen auf. Der Schaden ist bedeutend. Das städtische Hospital wurde geräumt. Reue deutsche Angriffe aus Reim» und Umgegend. London, 17. Nov. (WM. Nichtamtlich.) „Morning Post" meldet: Seit Freitag herrscht große Tätigkeit in der Champagne. Reims urnd Umgebung werden heftig beschossen. Die deutschen Linien erstrecken sich im Halbkreis nm die Stadt. Die Deutschen haben verschiedene Forts im Besitz. In den letzten 48 Stunden wurden heftige Angriffe des Feindes auf den wichtigsten Punkten ausgesührt, wobei der größte Druck in der Richtung auf Berry-au-Biac und Thiclt ausgeitbt wurde. Die Deutschen haben offenbar große Verstärkungen erhalten, und die Artillerie und ihre schwersten Belagerungsgeschütze wieder von den Höhen abgefahren. Die deutschen Laufgräben sind ein Altes Erche vorgeschoben worden. Die nächtlichen Angriffe dauern ständig fort. Heute früh nmrdcn die Schlachthäuser gesprengt. Ersatz abhanden gekommener Auszeichnungen. Berlin, 17. Nov. Ein neues Armee-Verordnungsblatt enthält, wie die Korrespondenz Piper mitteilt, folgendes: Ich genehmige. daß denjenigen Angehörigen, des aktiven Heeres, die während des jetzigen Feldzuges ohne ihr Verschulden das Eiserne Kreuz verloren haben, diese Auszeichnung unentgeltlich ersetzt werden darf. Vorstehende Be- stimmung hat auch auf die übrigen Orden, die von Offizieren. Sanitäts-, Zeug-, Feuerwerk- und Fcstuugsbmi-Osnzierc» sowie von den Beamten verloren wurden, sinngemäß Ainoendung zu finden. Aus den nrir gehaltenen Vortrag genehmige ich, daß die von Angehörigen des aktiven Heeres Mährens des jetzigen Feldzuges ohne chr Verschulden verlorenen Dienslauszeichnungskreuze und Landlvchrdicnstlwszeichmmgen unentgeltlich er cyt werden dür- jen. Großes Hauptquartier. Gcz. Wilhelm l. K. Eine Spende von in Argentinien lebenden Deutschen. Berlin, 17. Nov. (WTB. Mchtamtlich.) Die Deutsche llcberseeische Bank in Buenos Aires hat dem Stellvertreter des Reichskanzlers 3 7 5000 Mark als das Er- bebnis einer Kriegsspende übersandt, welche die in Argentinien lebenden Deutschen und Deutschenfreunde ur Unterstützung der Verwundeten und notleidenden Fami ien in Deutschland gesammelt haben. — Diese hochherzige Spende wird in ganz Deutschland mit lebhafter Freude begrüßt werden als ein Zeichen treuer Auhänglichleit a» die alte Heimat und inniger Teilnahme an dem großen Kampf, in dem sie steht. Die neue größere „Emden". E m d c n, 17. Nov. Aus das Beileidstelegramm der städtischen Kollegien an den Kaiser aus Aulaß des heldenmütigen Unlcrgangs der Emden hat der Kaiser folgende Antwort gesandt: Großes Hauptquartier, Zivilkabiiiell. 15. Nov. Herzlichen Dank sür das Beileidstelegramm anläßlich des betrübenden und doch so heldcnhaslen Endes meines Kreuzers Emden. Das brave Schiss hat auch noch im letzten Kamps gegen den überlegenen Feind Lorbeeren sür die deutsche Kriegsslagge erworben. Eine neue slärlere Emden wird erstehen, an deren Bug das Eiserne Kreuz angebracht werden soll in Erinnerung an den Ruhm der alten Emden. Tic Tätigkeit des Kreuzers „Karlsruhe". Am st erbaut, 17. Nov. (WTB Nichtamtlich.) Das „.Handclsblad" meldet aus London: Der Kapitän des eng lischen Dampfers „Maria", von Pucntas Arenas nach England unterwegs, erzählte, oaß sein Schiff ain 20. September von dem deutschen Kreuzer „K a r l s r uh e" beschlagnahmt und versenkt loordeu ist. Der Kapitän und die Mannschaft der „Maria" ivurdc» an Bord des Be gleitfchifses „Crefeld" gebracht. Die „Karlsruhe" hatte damals bereits die Dampfer „Polvicastle", „Strathroy", „Map- leberanch", „High-Landhopc" und „Jndraui" beschlagnahmt. An demselben frage wie die „Maria" wurden die Dampfer „Cornish Eity", am darauffolgenden Tage die Dampfer „Rio Agusa", ,,Farne", „Niaba del Arinaga", „Lyurolvank „Cervantes", „Pruth" uno „Eondor" beschlagnahmt. Am 22. Oktober lies die „Ercfeld" in Santa Eruz ein und landete insgesamt 439 Personen von den erbeuteten Dampfern. Ein englischer „Sieg". Rotterdam, 16. Nov. (WM. Nichtamtlich.) Der „Nicuwe Rotterdamsche Courant" meldet: Das deutsche Regierungsfahrzeug „Komet", das bei Neu-Guinea vo» einer austraische» Flottenabtcilung fortgenommeu ivurdc, ist dieser unter dem Namen „Una" einverleibt worden. * . * Aus dem englischen Unterhaus. London, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) (Unterhaus.) Asquith stellte bei Beantwortung von Anfragen eine Solderhöhung der unteren Rangklassen der Armee in Aussicht. Er sagte: .B isher wurden 438 Unteroffiziere zu Unterleutnants befördert. — Aus die Frage, welche Schritte die Regierung getan habe, um den Feinden die Zufuhr notwendiger Artikel abzu- schneiden, erklärte Asquilh, daß die Regierung seit Kriegsbcginn keiner anderen Frage größere Aufmerksamkeit geschenkt habe. Es sei eine der schwierigsten Fragen, hauptsächlich deshalb, weil es sich um Güter sür den Feind handle, die aus neutralen Ländern durch neutrale Schisse ausgesührt würden und in erster Linie einen neutralen Bestimmungsort halten. Wenn die Regierung willkürlich handle, würde sie mit den Rechten der neutralen Mächte in Konflikt kom!- men. So belangreich es sei, dem Feinde mit allen gesetzlichen Mitteln Kriegsmaterial, Lebensmittel und andere dringend notwendige Güter abzuschnciden, so sei von ebenso großem Interesse, daß England sich nicht willkürlich gegen das Völkerrecht und gegen die neutralen Länder verhalte. Die Regierung strebe darnach, mit großer Vorsicht beide Pflichten zu erfüllen, so daß ein Konflikt vermieden würde. Asquith sagte ferner über die Zunahme der Stein kohlen-Aus- suhr nach Skandinavien, er glaube, daß die Vermehrung nicht sowohl daraus folge, daß Steinkohlen schließlich nach Deutschland gingen, sondern vielmehr, daß Skandinavien eine Zeitlang der Vorräte beraubt gewesen sei. Asquith fuhr fort: Es war nicht zu verwundern, daß sich die skandinavischen Länder an England wandten, um Vor rate zu erhalten, die sic nicht mehr aus Deutschland erhielten. Holland sei ein Land, das Rechte als neutraler Staat/ geltend mache. Die britische Regierung habe keinen Grund zu Klagen. Holland besiudc sich in einer delikaten und schwierigen Lage, da das Land den Unterlauf des Rheins beherrsche und an Belgien grenze. Asquith schloß: Ich beklage mich nicht über die Art, wie Holland seine Verpflichtungen als neutraler Staat erfüllte, aber andererseits müssen w i r dafür^sorgen, daß Güter, die tatsächlich sür den Feind und seine Armeen bestimmt sind, ihn nicht unter dem Vorwände erreichen, daß sie für neutrale Häsen konsigniert seien. Asquith wies schließlich ans den geringen Prozentsatz der Krankheiten in der Armee hin. Das Unterhaus nah», nach kurzer Aussprache ein stimmig das Gesetz zur Bewilligung des Kredits von 225 Millionen Pfund an und ermächtigte die Regierung, die ziocite Million Mann unter die Massen zu rufen. England gegen Frauen und Kinder. Berlin, 18. Nov. Gegen die von England betätigte Einsperrung von deutschen Personen weiblichen Geschlechts sind, wie die „Rundschau" erfährt, durch Vermittelung einer neutralen Macht nochmals die schärfsten Schritte in London unternommen worden, von deren Ausgang es abhängt, ob nicht Deutschland zu gleichen DergeltungSmaßnabmen auch gegen die zahlreichen sich in Deutschland aufholtenden Engländerinnen schrer- ten wird. Ein englischer Dampfer auf Grund geraten. Kopenhagen, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) „Berlingske Tidcnde" meldet aus Drontheim: Ter eng- lischeDampfer „W e i m a r" (?), von Archangelsk nach Leith unterwegs, geriet bei einer Dve bei Bosereholm auf Grund. Aus dem Dampfer befanden sich 28 englische Marineoffiziere und Matrosen, die mit einem Eisbrecher von Kanada gekomnien waren; sie sind in Drontheim interniert worden. Abreise des russischen Gesandten in Teheran. Kopenhagen, 17. Nov. Eine Blatternachricht aus Petersburg besagt: Der russische Gesandte hat Teheran verlassen und ist nach Päbris übergesiedclt. Die persische Regierung hat das Parlament zu einer außerordentlichen Tagung einbcrufen. Petersburger Blättern zufolge wurde in Teheran der Aufruf des Kalifen amtlich durch die Regierung bekannt gegeben mit der gleichzeitigen Verkündigung, daß der Durchzug türkischer Truppen durch Persien von der Regierung gestattet worden sei. Die Haltung Bulgariens. Wien, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Einer Meldung der Südslavischen Korrespondenz ans Sofia zufolge veröffentlicht das bulgarische Regierungsblatt „Naradni Prawa" nachstehende Erklärung : Wir erfahren, daß in Sofia serbische Abgesandte eingclrossen sind, um Verhandlungen über irgendwelche Konzessionen an Bulgarien auf der Basis der Abtretung des linken Warda-Ufers unter illnerkennung der nationalen und kirchlichen Rechte der Bulgaren in Mazedonien zu pilcgcn. Wir zweifeln daran, daß diese Abgesandten Glück haben werden, weil Bulgarien und die bulgarische Regierung mit solchen unbedeutenden Zugeständnissen nicht befriedigt werden können. An» fu'ffen. Die Erneuerungsmahlri« zur Zweiten Kammer. (rb.) D a r m st a d t, 16. Nov. Die V o r st ä n d c und Vertrauensmänner sämtlicher Parteien der Zweiten hessischen Kammer waren heut nachmittag im Ständehause zu einer gemeinsamen Besprechung zusain- mengetreten. Die unter Vorsitz des bisherigen Kammerpräsi- denten, Oberbürgermeister Köhler-Worms, stattfand. Den einzigen Gegenstand der Beratung bildete die Frage der Erncucruiigswahlcn zur Zweiten Kam in er ohne W a h l k a nt p s ans Grund des gegenwärtigen Besitzstandes der Parteien. Dieser Vorschlag war gelegentlich der gemeinsamen Beratung der Kammcrvorstände und Finanzausschüsse mit der Regierung vom Abg. Ulrich angeregt und von der Regierung sympathisch ausgenommen worden; sowohl die Naiionallibcrale Partei, wie gestern auch die Freisinnige Volkspartei, hatten sich im allgemeinen ebenfalls damit einverstanden erklärt. In der fast vierstündigen Beratung ergaben sich nun aber doch allmählich nicht unerhebliche Schwierigkeiten. Es wurden besonders von den sozinldemo kratischen Rednern zahlreiche Anforderungen oder Vorbehalte gellend gemacht, die bei den Vertretern der anderen Parteien zum Te, aus starke» Widerspruch stießen. Da unter diesen Umständen zwischen den verschiedenen Parteien in der Versammlung eine Verständigung nicht erzielt werde» konnte, so soll in einer in 14 Tagen einzubcrufenden Versammlung ein ncucrVereinigungsvcrsllch unter.« nommen werden. Die für die erste Halste des Dezember beabsichtigte kurze N o t st a n d s l a g u n g derLandständ, wird dadurch nicht beeinträchtigt. » (rb.) D a r m st a d t, 16. Nov. Der Rcichstagsabg D r. m e d. B c ck c r, der bei der letzten Wahl im Januar 1912 als nationalliberaler Vertreter für den Rcichstagswahlbezirl Bingen-Alzey gewählt worden ist, war bekanntlich schon vor mehr als einem halben Jahre an einem schweren Gallenstein- leiden erkrankt. Nachdem er mehrere Monate im hiesigen städtischen Krankenhaus gelegen und sein Zustand wiederholt einen sehr bedenklichen Charakter angenommen hatte, unle» zog sich Dr. Becker vor vier Monaten einer neuen schweren Operation in der Gießcncr Klinik. Nachdem der chirurgische Eingriff seinerzeit glücklich gelungen war, hat sich in der Zwischenzeit der Zustand des Patienten so weil gebessert, daß er vorgestern aus der Klinik entlassen werden konnte. Aur dem Reiche. Die Reichstagsrrsatzwahl in Mannheim. Mannheim, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Bei der Heu» stattgesundcnen Reichstagsersatzwahl sür den im Felde gcsallcne» Reichstagsabgeordneten Dr. Ludwig Frank im Wahlkreis Mann- heim-Weinhcim-Schwctzingen wurde der sozialdemokratische Kan- didat Redakteur Oskar Geck mit 11574 Stimmen gewählt. Ein Gegenkandidat war nicht ausgestellt. ' Berlin, 17. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Tic von den T a r- lehcnskassen auSgclichencn Beträge oermindcrle» sich in der Zeit vom 7. bis zum 14. November uw 80*0 auf 1036,7 Millionen Mark. Davon entfallen 750,4 Millionen Marl aus solche Entnahmen, die sür Zwecke der Kriegsanleihe beansprucht wurden. Ta am 7. November die sür Zwecke der KriegS- anleihe bewilligten Darlehen 801,9 Millionen Mark betrugen, ist eine Verminderung um 51,5 Millionen zu oerzcirhuen. Dies ist um so bemerkenSwettcr, als die Einzahlungen aui die Kriegsanleihe in der Woche vom 7. November bis zum 14. November um 95,6 aus 3673,8 Millionen stiegen. — Kontingentierten Zucker belciben die Darlehenskassen bis zu zwei Dritteln des aus der Verordnung des Bundesrats vom 31 Oktober 1914 sich ergebenden jeweiligen Kontingents deS Preises. Berlin, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Tie „B. Z am Mittag" erfährt von einer Persönlichkeit, die an der Besichtigung einiger Einrichtungen der sozialdemokratischen Gewerkschasten telnabm K af; die Fahrt junr 1 ’ • gemein- chasilich nah den Kon umvcrcinsanlagcn nach l ich enbe g g ng. Nach deren Besichtigung trenn.,.. >ich die Fahrt eilnebmcr , zw.1 Gruppen, von denen die eine die Einrichtungen deS Holzarbeiier- verbandes befuchtr, die andere baS GewerkichaitshauS. An beiden Orlen wurden dir Teilnehmer mit einer Ansprache gegrüßt, auf die bei den Holzarbeitern der ReichSschatzsekrelär Kuh», im Ge- werkschastshaus Handclsminister Sydow mit einigen Tankesworirn erwiderten. Tie Teilnehmer an der Bcsichttgungssabrt empfingen wie sic erzählen, sehr wertvolle Eindrücke, die sicherlich später, wie die „B. Z." glaubt, bei der Lösung dringender Fragen, z. B der Arbeitslosensürsorge von großem Nutzen sein werden Znglciä aber ist der Ministcrbcsuch bei den Gewerlschaste» in der gegenwärtigen Zeit rin glänzendes Zeugnis für die pvliliiche Einigl.it und Geschlossenheit des deutschen Volkes. München, 17. Nov. (28. 93 ) Der Kommandierende General des I. Bayerischen Armeekorps hat einen Erlaß veröffentlicht, der sich gegen die Gehaltskürzungen und L o h n m i n« dcrungen, insbesondere gegenüber den Heimarbeiterinnen lichtet, und zur Hintanüaltung eines derartigen gemeingefährlichen Ge- bohrens strenge Zwangsmaßrcgeln in Aussicht stellt. _ » , I M l -l . . , II.... " " Ans Stadt nnv Land. Gienen, 18. November 1914. KricgSbcfuch aus Schlesien. Wenn unsere Stadt den Pnlsschlag der Zeit mich nickst aus nächster Nähe zu fühlen bekommt so gibt es doch in ihr soviel dessen zu sehen, was uns an die kriegerische Zeit erinnert, daß, die Gedanken in ständigem Kreislaus um die großen Geschehnisse gehalten tverden. Tie Garitison, die seit Kriegsbeginn Tausende und Taufende junger Streiter ins Feld sendet, unsere Landsttlrmcr, die in Gieße» ihren Ba- taillonsnamen haben, das Gefangenenlager, das als Stadt für sich ein Drittel der Bewohner ganz Gießens aufnehmen könnte, die zahlreichen Lazarette, mit denen unsere Universitätsstadt dem Vatcrlande tatkräftige Hilfe leistet, alles das erinnert zu jeder Stunde und auf allen Wegen daran, daß der Krieg die Stunde beherrscht. Kleine und große Vorkommnisse aller Art gesellen sich hinzu, das Bild zu vervollständigen, und in den weiten Rahmen fügte sich gestern ein neuer Ton: Viele, vicleHunderte von Landsleuten aus den schlesischen Grenzgebieten, vornehmlich aus dem Regierungsbezirk Oppeln, kamen auf der Durchreise durch Giessen und mußten für einige Zeit die gern geübte Gastfreundschaft der Bürgerschaft in Anspruch nehntcn. In den Nachmittagsstundcn pochte und schellte es an vielen Türen, und in allen standen, von wenigen erwartet, aber von allen herzlich in Empfang genommen, junge Männer aus dem Osten des Vaterlandes, die das Gebot des Klie- gcs aus der Heimat geführt hatte. Wtr sprachen mit einer ga,tzen Reihe von ihnen. Begreiflicherweise kommt ilpieii die deutsche Muttersprackw ganz anders von den Lippen als den Hessen, und so war die Verständigung zwisckwn dem Besuch aus dem Osten und den Qnartierwirteu nicht immer gaiiz einsach, zumal die meisteu launi wußten, iveshalb ina» sie aus der .Heimat geholt hatte, und was man mit ihnen beab- sichttge„er aug sa 0 ^ Te f \ n her Nähe von Benthe». Eist kleines, zutrauliches Kerlchen, eben siebzehnjährig, der am Abend des letzten Samstags sicherlich mit anderen Gedankeö schlascn gegangen war, als am Dieitstag morgen an dev andern Seite des deutschen Vaterlandes in ein frcnidcs Quartier gehen zu müssen. „Kaum ligg' ich sch.asfen." erzählt er. „scl^ellts draußen auf der Straße. Mitten in Nacht um ll Uhr. Schreit der Polizeidiener: „Alle Männer und Burschen ztoischen 17 und 24 Jahren müssen morgen früh 5 Uhr vor Gemeindelsaus. Oh. waren am andern Morgen viele Tausend vor Gemeindehaus. (Ter kleine Landsmann lmt in der Aufregung natürlich ein wenig ausgeschnitten.) Dann ist der Ortsvorsteher gekommen und hat gcsaggt: Mle müssen sahrrn nach Beuthen. Tann sind nur eingestiegen in d,ese große Paketwegm unv gefahren — gesal>rcn — gefahren bis Giften. Was soll u» tun in Gissen?" Zum Abschiednehinen sec wenig Zeit gewesen, zun, Packen schon gar nicht. „Tie von uns, was gcoue und lräslige sind, werden Soldatten, kleine schicken sie wredcst heim." Und der Kleine erlaubte sich eine kräftige Kritik, datz man ihn nicht schon hinten in seiner Heimat als hinreiclstnd ist in erkannt habe. Mit einem wahrhafi unwahrscheinlichen Appetit machte er sich dann an einen soliden Küssee und meinte kauend: „Das einzige Guttc an Reise ist. daß mau kriggt richttgen .Hunger." Wann er denn zum letztcnnim ettoas bekomme» l>abe? „Lwitc morgen um scchse." Und war es nachinitlags sünse. Nun, er holte das Bersäumlc nach 3ami mef'bete sich sein Reinlichcke itsbediirfnis, „Oh, >m?>n> ch mich kennte einmal woscksien ins Gesicht, Wir hcrbben ein Wasser von Sonnig in der Frohe!" Mit tabefcoifcm Scheitet, der noch von dem seit Torrn tag entbehrten Element ! rieste, kam er wieder und erzählte was seiner Heimat; rnrd I >abei kamen dem Meinen die Dränen, die er mannhaft her- ' interschlnckte, Bon seirien Eltern^ die an ihm die wichtigste Hilfe hatten, seinem Bruder, der bei einem Straßburger Regiment in Frankreich stehe und seit sechs Wochen nicht! nehr geschrieben habe, von seiner Schwester, die Heiratei, votlte, als der Krieg kam, und ihren Bräutigam habe hiw- : leben müssen, von der Ernte, denr Vieh und allem, ivas sein jerz bewegte, erzählte er in seinem Grenz-dialekt fließend md ohne Scheu, Ws tvir ihn trösten wollten: Gr käme ja :ald Mieder heim und sähe auch ein scksönes Stüsck Welt, oenn er so weit herum komme, wurde er ernstlich vcgc: „Si, prechen „Heimkoinmen", Ich glaube nichts, Errst saggen sic, vir fahren nach Beuchen, dmrn nach Äggnitz, dann naä, Jreslau, Jetzt sind wir an andere Seite von'Deutschland md wozu? Keiner weiß! Und alles wegen Russen, wegei, lerdammte! Wir woltten, -wir wären zuhause, — Gewiß,' etzte er beschwichtigend hinzu, „Leute hier sind serr freundlich, aber zuhause ist besser." Mit dem Dunkeln wurde er immer stiller und suchte früh ein Bett auf. Mit ihm werden noch viele, viele von der ,erlassenen.Heimat geträumt haben. Den jungen Bol-ksge»vssen, die von der rauhen Wirklich- eit so schonungslos aus dem Schoß, der Familie gerissen ourden, den Trennungsschmerz zu erleichtern und ihnen iber die unfreiwillige Trennung chavvgAuhelsen, muß uns, ,ie wir fern den gefährdeten Gaeirzmarken sind, eine liebe, elbstverständliche Aufgabe sein. Wie ivir hören, ist es nicht lusgcschlvssen, daß die Leute längere Zeit die Gastfreund- chast Hessens in Anspruch nehmen müssen. Alan spricht von 6 000, die im Großherzogtum verteilt werden sollen. In Offenbach, Därrbiirg und Darmstadt sind ebenso wie in ßießeu Scharen von ihnen untergebracht, in Gießen allein !000. Erst gestern morgen uin 8 chhr kam die Nachricht von >em bevorstehenden Besuch auf der Bürgermeisterei Mt, und nan kann sich denken, welche Arbeit in der kurzen Zeit zu bewältigen war, um die Unterbringung zu reg:in. Nament- ich die Lehrpersonen l>aben hier hilfreiche Hand geleistet, o daß in den ßtachinittagsstuniden ein jeder sein Quartier atte. Unter den Schl-esiern befinden sich junge Leute jedes Standes. Gymnasiasten, Kaufleute, Bauern, Hüttenarbeiter md Bergleute aus dem oberschlesischeii Eiseniudustriegebiet, Ule mußten sich der Reise anschließeu. In der ganzen Maß- mhme wird man nur eine notwendige Vorsichtsmaßegel zu erblicken haben. Wie kürzlich amtlich festgestcllt cmrde, besteht für die Provinzen Posen und Schlesien keine ßriegsgesahr; aber einzelne Einbrüche des Feindes können iei der Ausdehnung der Grenze immerhin denkbar sein. In Ostpreußen haben die Russen bei ihren tviederholten Besuchen »underte junger Banner abgeschleppt und zu Gefangenen gemacht. Dem wäll inan hier einen Riegel vorschieben. Den schlesischen Landsleuten wird die hessische Bevölke- ung — ans mancherlei Zeichen konnte man dies schon sksrern erkennen — nach Kräften die Heimat zu ersetzen uchen, bis ihnen die Verhältnisse die Rückkehr gestatten.' » ' Ruf dem Felde der Ehre gefalle». lAus Dessen und den Nachbargebielen.) Einj.-Freiw. Fritz Herz, Jns.-Regt. 118 in Worms. — Kindwehnu, Heinr. Müller II., Jns.-Regt, 118 aus Dalsheim. — Res. Jakob Köhler, Jns.-Regt. 118 aus Worms. — Oberl. >. R. und Postsekr. Rudoff Dieser in Zwingenberg. — Krrcgs- reinj. Abmiriem Jos. Peters, Jns.-Regt. 80 in Wiesbaden, - Kricgssnnw. Freiherr Carl von Gcrsdorfs, Garbe-Kür - liegt, aus Wiesbaden. — Landwehrm. Ad Hermann, Ins - liegt, 80 aus Wiesbaden. — Res. Hugo Wagner, Jns.-Regt. SO aus Sonnenbcrg. — Landwchrm. Otto Riedel, Jns.-Regt. N aus Wiesbaden. — Bizcseldw. Karl Schröder, 1b. Garbe- lies.-Jägerbat. aus Wiesbaden. — Einf.-Freüo. Heinr. Kut- cher in Wiesbaden, — Musikmeister Carl Engel Hardt, 0ns-Regt, 172. — Uffz. Louis Keil, Jiger-Doag-Regt. 13 ms Kölzenhain. — Res, Friedrich Eckhardt, Jns.-Regt, 11b ms Tauernbeim, — Gcsr, d L, Wüh. Frirdr. R ü h l. Pionier- öat. 21 aus Herüorn. —- Res. Heinrich Bernhardt, Jnf.- liegt. 167 aus Naunheim. — Landwehrm. Walter H tnmaiin ms Waldhausen. — Einj.-Freiw. Willy Knall, Res.-Jäger- 3at. 24 aus Weilburg. — Res. Oswald Bender, Jns.-Regt. 116 aus Niederscheld. — Lt. d. R. und wissenschaftl. Hilfslehrer im,Gymnas-ium in Lanrm Ernst Hosfmann, Jns.-Regt. 143 srühcr 116) aus Büdingen. — Fahnenjunker Hans Karg, Jns- licgt. 118 aus Friedberg. — Uffz. d. R. und stud. für. Fritz Stesfan, Jns.-Regt. 116 aus St. Blaisc-Poutay. — Musk. Zvan Lorenz, Jns.-Regt. 42 aus Mainz. — Musk. Heinr. Schnri t t, Jns.-Regt. 117 aus Zornheim. — Uff». Peter Stern* >el, Jns.-Regt. 116 aus Wonsheim. — Uff}. Adam Zulauf, Fns-Regt. 168 aus Gau-Odernhsim. — Ufsz. d. L. Jakob Auf» eger, Jns.-Regt. 118 aus Hamm (Rhcinh). — Gesr, d. R. DiNh Schcuren, Jns.-Regt. 168 aus Offenbach a. M. — Res. Heinr. Auq. Mahr, Jns.-Regt. 115 aus Dudenhofen ber Oiscnbach. — Musk. Gg. Stiesel, Jns.-Regt, 116 aus Offen- rach a, M. — Landwehrm, Gg, Scho n}, Ans.-Rcgt. 116 aus Steinheim. — Einj.-Freiw Uff}, und Postassistenl Wilh, Groß, Ztis.-Rcgt. 115 aus Sickenhofen. — Res. Heinr. Andr. Sauer, Zns.-Regt. 116 aus Griedel- — Kriegsfreiw. Ernst ©rieb, Jns.-Regt. 168 aus Griedel. ** Personalnotizen. Tie Großherzogin hat dein Bürgermeister und Standesbeamten Julius Fenchel in Griedel ms Silberne Kreuz des Lerdienstordens Philipps des Großmütigen icrlichen. — llebertragen wurde am 12. November d. Js. der Zchulamtsasvirantiu Johanna Fuchs aus Bingen eine Lehrerin- tclle an der Volksschule zu Ober-Mörlen, Kreis Friedbcrg. ** Der Ortsgewerbeverein hielt am Samstag ibend seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende gedachte einleitend der im Laus des Jahres ver- torbenen Mitglieder, insbesondere des Herrn Rechtsanwalt tsansmann, der in den letzten Jahren sich so überaus verdient gemacht hat um unser hessisches Handwerk. Den Hauptgegenstand der Tagesordnung bildete ein Bericht des Borsitzenden über die Tätigkeit des Gcwerbevcreins während ves Krieges. Der Verein hat bis jetzt 35 Mitglieder oder Löhne von Mitgliedern, die in den Krieg gezogen sind, mit ic einem Anteil bei der hessischen Kriegsversicherung vcr- : ch c r t. Er hat aus seinem Vermögen 5000 Mar! entnommen und einen „Kriegsfonds" gebildet, aus dem in Not vefindlichen Mitgliedern kleinere Darlehen gegen geringe Verzinsung gewährt werden sollen und hat außerdem zwei Anteile für die in Aussicht genommene Kriegskreditkassc gezeichnet. Der Vorsitzende hat sodann noch Eingaben an die Stadtverwaltung und das Großh. Hochbauamt gemacht, Arbeiten für den Winter vorzusehen, durch die einer Arbcits losigkeit im Winter vorgebeugt werden soll. Eine gleiche Eingabe hat er an die Privatarchiteklcn gerichtet. Die sich ans, schließende rege Aussprache ergab allscitige Zustimmung zu den getroffenen Maßnahmen. Herrn Baurat Becker, der eingehende Aufschlüsse über die beabsichtigten staatlichen Arbeiten gab, ivurde der Dank des Vereins für seine Täligkcit, die er gerade während der Kriegszeit im Interesse des Hand- Werks entfaltet hat, ausgesprochen. Herr Bauunternehmer Gg. Becker wurde in den Vorstand neugewählt. Liebesgaben für unsere Flieger, Ter Studentische Lustjlotten-Vc.ein hat i» Erkenntnis der Notwendigkeit, beim Eintritt der rauhen Jahreszeit die Flieger- und Lust'chisier- iruypen mit warmer Unterkleidung ocrioigen zu mühen, eine Sammlung von Liebesgaben, die sich über sämtliche Universitäten und Hochschulen erstreckt, eingclcitet. Eine Zusendung von Liebesgaben für un.ere Fliegerabteilungcn und Flugzcugparks, die in großer Zahl im Felde stehen, ist bislang leider noch »ich! oder nur wenig erfolgt, weshalb Spenden dringend erwünscht sind. Tie S a m m e l st c l l e für Pakete befindet sich in München 2, Gocthcstraße 48/3 e. Geldsendungen werden aus das Postschcck- onlo 53c>7 des Studeniiichcn Luftstollen-Bercins, Ortsgruppe .-üncheu, Postscheilamt München 1, mit dem Vermerk „Beitrag ür Liebesgaben" erbeten. ** Weihnachtssendungen für die Truppen. Die E t a p p e n k o m m a n d a n t u r D a r ni st a d t macht darauf aufmerksam, daß Weihnachtssendungen ür die im Felde stehenden Truppen möglichst bald, keinesfalls aber nach den, 10. Dezember auszu- gebcn sind, da sonst keine Aussicht auf rechtzeitige Beföv- oerung vorhanden ist. ** D i e letzte Verlustliste des 3. Bataillons Inf.-Regts. 116 ist dem Ersatzbataillon aus dem Felde noch nicht z u g c g a n g c n. Den an uns hcrangetretenen Wünschen nach Bekanntgabe können wir daher einstweilen nicht entsprechen. ** Sladttheatcr. Für die Fest- und Wohltätigkciisvor- stellung am 25. d. M. ist als Elast für den „Wallen stein" der König!. Schauspieler Herr Oskar B o h n k e vom Hofthcaler in Kassel gewonnen worden. ** Die „Bürgergesellschaft" feierte in diesen Tagen in aller Stille das Fest des 50jährigen Beste Heus. ?Jr*. Rücksicht auf den Krieg wurde von besow- deren Festlichkeiten abgesehen, dagegen eine den jetzigen Verhältnissen angepaßtc kleine Feier im engsten Mitgliederkreisc im Bereinslokal Frankfurter Hof abgehalten. Bei dieser Gelegenheit gab der derzeitige Vorsitzende, Schlossermcister Dörr, einen Rückblick über die Geschichte sowie die Tätigkeit des Vereins in den letzten 50 Jahrentz dabei besonders erwähnend, daß der Verein schon die Küiegsjahrc 1870/71 durchlebt und damals bei dem allgemeinen Rückgang des Vereinslcbens die Krisis glücklich überstanden habe, so daß er hoffe, daß der Verein auch nach diesem Knieg wieder wachse, blühe und gedeihe. Er gedachte weiter der z. Zl. im Felde stchcnden 22 , Mitglieder des Vereins, von denen eines schon den Heldentod gefunden hat. Mit besonderer Freude wurds die Mitteilung ausgenommen, daß den in Feindesland kämpfenden Mitgliedern seitens des Vereins je eine Sendung Liebesgaben nebst Begleitschreiben zugesandt worden sei. ** Personenverkehr nach Metz. Der erweiterte Befehlsbereich der Festung Metz bars bis aus iveiteres nur noch von solchen Personen betreten werben, die einen Erlaubnisschein mit ber Unlerschrist des Militärpoüzcinicislers der Festung Metz, Generalleiünants von Ingersleben, besitzen. Reisende ohne solchen Erlaubnisschein werden vor Metz aus den Zügen ausgesetzt. Fahrkarten nach den Metzer Bahnhöfen und nach den am Schlüsse aufgesührten Stationen innerhatb des erweiterten Beschisbcreichs sind nur an Reisende mit solchem Erlaubnisschein abzugeben. Reisende, die den Festungsbereich dnrchfaliren, brauchen keinen Erlaubnisschein. Zum erweiterten BeseMb-reich brr Festung Metz gehören folgende Stationen: Amanweiler, Ancy (Mo>el), Ars lMosel), Bötchen, Chätel-St. Germain, Eoin-Cuvry, Com (Seckte), Contchcn, Courcclles (Nied), Faüly, Falkenberg kLothr.), Hagendingen, Herlingen kLothr.), Kiirzcl, Lanbonvillers, Longeville, Waizieres, Mmweller, Marly (Lothr.y Moulins, Novöant, Nouilly, Pange, Peltre, Reinilly, Romdach, St. Oudert kLolyr.), «>anry bei Bigy, Lanry (Nied), Tctcrck>en, Vantoux-Vallisres, Vigy (Lothr.), Bolmeringen und Woippy. *^Mehr Sorgfalt bei derVerpackung von Sendungen für Gefangene. Die Schweizerische Postverwaltnng, die den Postverkehr mit den deutschen jkriegsgesangenen in Frankreich vermittelt, führt Klage darüber, daß die als Briese versandten Schächtelchen aus Karton mit Zigarren usw. für Kriegsgefangene oft schon in der Schweiz beschädigt eintresscn. Es könne selten ein Postsack entleert werden, ohne daß dabei Trümmer von solchen Schachteln, sowie zerbrochene Zigarren und Zigaretten hcransfallen. Dir deutschen Wsendcr sollten daher auf besonders haltbare Verpackung der Liebcsgabcnbriese an Kriegsgefangene um so mehr Bedacht nehmen, als diese Sendungen durch zahlreiche Hände gehen, bis ffe zu den Kriegsgefangenen gelangen. **AbgabevonausrangiertrnMilitärvferden. Samstag, den 21. d. M., vormütags 10 Uhr, werden in der neuen Dragonrrkaserne in Mainz etwa 15—20 ausrangierte Militärpferde durch die Landwirtschastskammcr an hessische Landwirte versteigert. Zur Versteigerung werden nur Landwirte zugelassen, die sich vervilichten, die Pferde in ihrem Betriebe zu verwenden und sie während des Krieges nicht zu verkaufen. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung. Gleichzeitig wird daraus aufinerksam gemacht, daß das Psrrdcdepot Saargemünd Montag, den 30. November, vormittags 10 Uhr, in Saargemünd ebenfalls ctiva 90 ausrangierte Militärpserde versteigert. Bescheinigung wegen Zulassung zu der Versteigerung in Saargemünd erteilt die Landioirtschastskanrmer Darmskadt sür die Londnürtc des Großherzogtums auf Änfordern. Dir Gesuche um Erteilung dieser Bescheinigung müssen von der Bürgermeisterei des Antragstellers mü dem Vermerk versehen sein, daß Geiuchftellcr Landwirt ist und die Pferde für seinm eigenen Bedarf benötigt. Landkreis Gießen. X Wieseck, 16. Nov. In der heutigen Gemeinderatssitzung wurde verschiedenen eingelausenen Rechnungen durch den Geineinderat Genehmigung erteilt. — Für den zum Heer ein- gezogenen Rohrnieister S ch m i d t wurde der Schlosser Adolf Weller vom Gemeiuderat als Vertreter angenommen. — Die Aniräunriing von Gräben im Wcrllbimnn und im Stranck, wird genehmigt. — Eine verspätet cingelanfene Rechnung sür die Ge- mcindclrankenkasse mußte, da die Kasse auigelöst ist, zurückgcwicscn werden. — Zu der am 1. Dezember stattsindenden Vieh - und Getreidezählung wurden als Kommissionsmitglieder die Ge- mcindcräte D. Erb, L. Deibel, Seibert, Fr, Deibel, Wacker und Bäcker: außerdem: Hch, Ihm, H, Reidel, Hch. Weller XII, und die Flurschützen Weller und Vogel bestimmt. O Watzenborn, 18. Nov. Am 19. November ist der Hiien>reber Johavne? B r ü ck e l XIII bei der Firma Heyli e»- siacdt ch Co A.-K. 3 5 Jabrc unnntcrbrocke» als Treber tätig. O Leihgestern, 18. Nov. Dem Vizeseldwcbel Wilhelm Schäfer von hier, der bei der 7. Komp. Lairdw.-Jni.-Rgts. 116 im Felde steht, wurden das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Schäfer hot sich in den Gefechten bei Vitry iurd Cernay in hervorragender Weise ausgezeichnet und außerdem mehrfach die feindlichen Stellungen ausgekundschaftet. Kreis Lautcrbach. >ä Laut erb ach, 17. 9!oo. lstachdem die Unruhe des Krieges und die schlechten Bahuverbiuduuge» leüber eine Abvaliuna der P i a r r k o n s e r e » z e » unmöglich gemachl batieu, ocifauimeln sich nun die P'arrcr des Kreises am nächsten Montag liier, um nach einem Reierot des P'arrers G e r i ch von Hovtznannsseld si,ti ihre Criabrnngen über die -Jirbeit des Aiarrers in seiner Gcn>einde iväbreiid der Kriegs,» t nnsz--t nsche». O L a u t e r b a ch , 16. Nov. Tic Schüler der hiesigen Realschule veranstalteten am Samstag unter Leitung ihres Direktors Peoiessor F ö r m e r im Kasino einen Untcrhaltungs abend für die im hiesigen Krankenhause untergebrachtcn Verwundeten mit Musikanfführungen und patriotischen Vorträgen. Tic nicht ganz marschfähigen Verwundeten wurden mittelst Automobil nach dem Kasino bcsurdert. Die Unterhaltungsabcnde sollen in jeder Woche cinnial wiederholt werden^ Auch in dem von Baron Albrccht R i e d e s e l zu Eisenach in Sickendorf eingerichteten Lazarett wurde am Freitag durch hiesige Musikschüler ein Konzert sür die dortigen Verwundeten veranstaltet. ick v a n z e u n a i », 17. v.oo Ter Krieg bat in unserer Gemeinde bereits drei Opfer geiordert. Zwei Soldaten sind vermißt und vermntlfch auch qcfaUcn. ' iä. Frischborn, 17. Nov. Nachdem erst vor ivenigen Tagen in der hiesig-» nollbeiei.icn Kirche eine Tranerieicr für t«» m Franlrefch gefallenen verhe>raicte» Landn'ebrmnim Karl Sturz ge. alten ivorden ivar, halte sich ge ern in dem steine» 'ilialdori B l I tz c II r o d eine trotz des sliönienden Regens zahlreiche ilKrsnmnilnnq, an der Spi.e der Krieg rverein von Lanlcr- oach, emgeinnden, um einem jungen verheirateten Wehrmann, dem antnia-in David Böniel das letzte weleit zu gebe». B ist »> Festungstazaretl zu Koblenz einer schwere» Bcrivnndnng erlegen, die er am r8. August in Frankreich erhallen Halle. Er nand bei den IItzer». iä. Herbslein, 1-.Nov. Der hiesige evanaelifche Piarrer Happel hat den geisttilien Rock mit der Uniform vertauscht und liegt an der Seile seiner Kameraden im Cchügengrahen in -rankreich. Kreis Friedbcrg. A Butzbach, 17. Nov. Ter heutige Katharrneu- markt war gegen früher schwach besucht. Schmibuten, Musiker, Karussells usw. ivaren nicht vorhanden und die sonst in irühercn Jakiren an diesem Tage üblichen Tanzbclustignngcn in verschie- denen Sälen fanden nicht statt. Infolgedessen verlies der Markt sehr ruhig. Der Schweinemarkt war gut beschickt und zwar _mit 598 Ferkeln, 7 Läufern und 6 Einlegern. Es wurden gez^lt: Für Ferkel bis sechs Wochen alt 6—7 Mk., sechs bis acht Woäicn alt 8—9 Mk., acht bis dreizehn Wochen alt 10—12 Mk.; Läufer: 14—16 Alk. und Einleger 20 bis 25 Mk. das Stück. Etarkenburg und Nheinhessen. O Darmstadt, 18. Nov. Gestern kamen auch hier 2300 jimger, znm großen Teil wehrpflichtiger Männer aus den schlesischen G r c n z b e z i r k e n an, die tefls in Privat-, teils in Massenguartiercn Unterkunst fanden. Die Behörde hat dazu mit- getcilt, daß es sich lediglich um einte Borsichtsmahregäl handle, die keinen Grund zur Beunruhigung in sich schließe. Hessen-Nassau. ». Aus NaIIan, 17. Nov. Tie Spende der 16 landwirt» schaitlicken Bei rksoereive und des Vereins nafsauifcher Land- »nd äo'.slwirte - insgesamt l-'OOO Mk. — wurde der Landwirt- ichastskammer f>ir Ostpreußen zur Linderung der Not dieier schwer heimgelnchten Provinz üverwiefcn re Wissen, l7. Nov. Das Walz iverk ist dauernd init reichlichen Ansträgen versehen, rie hanplfächlich zu Kriegszwecken Verwendung finden. Cs sind inr das kommende Jahr E r iv e i t e< nntgen gröberen UnifanqrS geplant. Gleichzeitig sind Wohnungs- Nenbanisn in ber 3l>bciierkolonic vorgesehen. E h r i n g s h a u j e n (Dill), 17. Nov. Lehrer A n t h o n i hierselbst ivurde zum Kreis-Jngcndpsleger ernannt. Büchertisch. — KrieqSnummcr 15 der.JllustriertenZeitiing' kJ. I. Weber, Leipzig). — istni den Heldenkampi der Besatznng von Tsingtau weiie» diesmal in besonderer Weile das packende Motiv des tlins lagcs, ein ganzseitiges Bild a»i der ernen Titelseite und ein nnsgczeichneler, tieiemp>undci>er Aussatz .Tsingtaus Helden- kamvs' aus der Feder des Konlreadmirals g. T. Schliever hin, Bicilerer Raum ist seiner dem Emgiei>e» derTnrkei in das Ringen der Völker in dem Artikel .Tie Erhebung des Islams und der Welikrieg" von Vroi. Dr. Georg Kampfimeyer eingeräumt, der durch eine gute Relieikartc des türkisch-ägyptische,, Gienzgebi-Ies und eine istnzahl Aninahmen von dein durch den lürkische» Vormarsch aui Aegypten bedrohtc» Sncztanale illustriert wird. An sonstigen interessanten, meist reich illustrierten Äluisätzen nennen wii a.: Fritz Aküllcr .Ter Krieg — eine Rncktehr zur Natiir"; Gebeimral'Bros, Dr, Tilinanns .Die »ioderne Kriegschirnrgie"' Landgcrichtsdirektor Tr. v Cainve .Die llmweriung aller Werl« durch den Kriegs; Regierungsrat I. Nenberq „Etwas über Kriegs- geiangeneE, Ein doovctscitiges Bild des SonderzcichneiS W. Ganse gibt uns eine» Begriff von der Fiirchlbarkeit der Käinpie bei der Bercniiung der Festung Przeinysl durch die Russen, ivährend Aiar Barascudls einen eiiolgreiche» Angriff deiitscher >,i,d öslcrreichisckp ungarischer Kavallerie aui riisnsche anschaulich und lebendig ivieder- gibt lind Willy Stöwer die Vernichtung des enylis ben Südamerika- GelchivaderS durch das denische Kreiizergeschwadcr in gewohnter meisterlicher Weile darstellt. Außerdem enthält die hochiittercffante Nummer »och eine große Anzahl aiisgezeichneter kleinerer Streu- biider von den verschiedenste» Kriegsschauplätzen, von denen die originelleil, eiiies gesunden Humors nicht eiitbehreiiden Bteistisl- zeichnnngen des in der Front kämpfenden Mitarbeiters der „Illustrierten Zeiliing" O. I. Olbertz besondere Erwähnung verdienen. M i i ■ i ■ . , Met eorolog is che veobachtungen der Siotlon Siebe». Nov. Ult L. Z Si o Sgl s s LÄ C o ^ jQ «1 i S% s c t» ä 1 m Up A SBcae» 17 J 49 7 5,1 4,0 61 N 2 4 Sonnenschein 17. L“ 53,3 1 2 40 80 N 2 10 Btd. Himmel 18. 4»- ■ 56,2 — 0.3 3,8 84 N 2 5 Bew. Himmel Höchste Temoeratnr am 16, bis 17. Nov. 191 l = -f- 6 2 C. Niedrigste , , 16. . 17. . 1914 = + 0,8' , Niederschlag: 0,0 mm. Letzte Nachrichten. Die Furcht vor den deutschen Unteneebooten. Rotterdam, 18. Nov. Ans Furcht vor den dentick>en Ilnter- seebvoten werden fortan keine englischen Trnppcntransvorle mehr über den Kanal geleitet werden, Tie Truppen sollen über Irland transportiert tverden. Verantwortlich sür „Feuilleton", „Gerichtssaal" u, „Vermischtes": I. V,: August G o e tz. Licht - Spiel - [Hfa&ss Tom 18. bin inkl. 20. XoTCmber 1914: Die berühmte heißblü ure Fi mschiinspielerin Lissi Hebaschka als Hauptdarsteller!» in dem 3-aktigco faszinierenden kinematographischen Meistere erk Ein Seedrama von realistischer Darstellung. Tlnrsica im Winter. Natui'bild. Da« KompaKnlesescbüft. Urgelungene Posse, flrnvrli nn«l Hanblier. Die Abe teuer des bekannten Wild-West-Keilers 1 uffalo Jones Jagden mit dem Lasso in Afrika. 2 Akte. Todcsnint. Erschütternde Tragödie. Wer z.pletzt lacbt, lacht am besten. Lustige burleske. 11568 JÜclUSf I*cl 11051 d Mehr denn ,e he '^ 1 ES ' n heut '2 cr Zeit, durch weises Wirtschaften die zur Verfügung stehenden Mittel so ' — —— wenig wie möglich schwächen! — Gerade im Haushalt gibt es viele Dinge, bei denen gespart werden kann, ohne daß die Lebensführung darunter zu leiden braucht. So z. B. [bildet eine stets wiederkehrende nicht unbeträchtliche Ausgabe die Reinigung der Wäsche. Die Kosten hierfür lassen sich wesentlich verringern, wenn — das selbsttätige Waschmittel und zwar allein ohne Zutat von Seife, Seifenpulver usw. gebraucht wird. Ein einmaliges etwa '| 2 stiindiges Kochen genügt, um die schmutzigste Wäsche ohne Reiben und Bürsten vollkommen sauber zu machen; sie ist dann blütenweiß, wie au! dem Rasen gebleicht, und besitzt einen frischen, würzigen Geruch! Besonders ist die Anwendung von Persil auch wichtig für Kranken- und Verwundetenwäsche sowie Verbandstoffe, die durch das Waschen gleichzeitig desinfiziert werden. All diese Vorzüge in Verbindung mit der großen Ersparnis an Zeit und Arbeit zeigen zur Genüge die Überlegenheit und Billigkeit des PEMSIL-debraniciis gegenüber dem alten mühevollen und kostspieligen Waschverfahren. Deshalb sei die Losung für jede Hausfrau: Die nächste Wäsche allein mit Persil ohne Jede Zutat! Infolge unserer großen Vorräte an allen Rohstoffen liefern wir Persil auch während des Krieges in gleicher Güte und zum gleich billigen Preise wie bisher. HENKEL & Cie., DÜSSELDORF, alleinige Eabrikanten auch der bekannten i wammmumm HENKEL S BLEICH-SODFt. mm Vortraq in der neuen Aula der Universität am Donnerstag, den 10 . November, abends 8V, Mir. Geh. Hofrat Professor I>r. Behaglicl: g Der Krieg im altdeutschen Epos. Znm Besten von Hinterbliebene» im Felde aesallener Giekener. «ui,trittskarten — eine z» 30 Pi«., zehn zu 2,50 _ sind in den Buchhandlungen von F-reeS, SelterSweg, Koch. SelterSweg, Regler, Süd-Anlage, Schneider. Neuen Baue, sowie Ernst Baiser, Mäusburg und abends an der Kasse zu haben._ 11557D AdlerAutomobil Droschken Vermietung auf Tage u. Wochen Göbel & Appel Bestellungen werden entgegengenommen: mse AHcestrassc 25, Niid-Anlagi- 20 (Telephon 102), Seltcrsweg 01 (Tel. 916). Hotel Hohne (Tel. 123). Petroleum-Heizöfen ins Emil Pistor Nachfolger Zum Totenfest "” prehl " Kränze, wie alljährlich zu allen Preislagen. alle Sorten ÜVilh. Gerhardt, Gärtnerei (neben dem alten Friedhof.' 07028 Hervorragende Neuheiten Weihnachts - Arbeiten in angefangenen u. vorgezeichn. Kissen, Läufern Deeken, Fengtc-rmäntelii, Sehlaf- decken.Teppichen.Krngen-.ManschetLn-, Krawatten- und Wäsciie-Kasten etc. etc. in grösster Auswahl n. billigsten Preisen Herren Westen, neue schöne Dessins Kinderarbeiten Mfnllt» znm Stricken und Häkeln von _ Golfjacken, Mützen, Kinderjäckchen, Schals, Schlafdecken und aller Militärsaclien Muster und Anleitung zum Stricken von flllltlrsaehen stehen gratis zur Verfügung Düngt jetzt mit KaEkmehB ist billig mochi die Bilanzen gesund erzeugt krustige Körner liefert gutes üppiges Futter macht den Boden locker wtrkl Slickston sparend fnnn jederzeit, auch den Winter über, auSgestreut werden. Oberh. Kalk- u. Stein-Industrie G.m.b.H. Butzbach (Oberhessen) lomD Feldpost-Pakete Zahnbürsten, Seifen, Zahnpasta und Tri 11 ?;d lasser (Odol im Feldpostbrief), etc. etc. Hantcrcmo Kognak, A rrnc.Knni Wein und Punsch Tabak, Zigarren und Zigaretten, Kaffee-, Tee- und Kakao tabletten, Schokolade liefert ver andfertig 11546 Kolapastillcn, Pfefferminz, Frost- und Prüservativcreinc, Formani int, Verbandstoffen, Leibbinden, Ohren Schützer Kreuz-Drogerie August Noll Balinhofstrasse 51. Gegründet 1888. Fernsprecher 2082. Bestellungen für Weihnachtspakete jetzt schon erbeten. nnc Damen-Hüte finden Sie bei uns in grosser Aus- 1.Elegante schicke Hüte mit mod. Band . Blumen- und Feder- Garnituren. Preislagen: Mk. 12.50, 10.50, 1 * ;n 850 und O.iJU Uniformen und Umarbeiten ält. Hüte wird schnell und billigst besorgt. Besichtigen Sie unsere Spezial - Hut-Fenster L 11 Schulstrasse 4. (11418a Das beste, haltbarste und wärmste für unsere Truppen ist Unterkleidung aus echt. Katnelh aarstoffen Kamelhaar-Weste mit Acrmel ............ Mk. 15.— Kamelhaar-l’ntcrhose ................ Mk. 18.— Kamelhaar-Brust- und Lclbschützer in einem Stück gearbeitet ............... Mk. 6 .— und Mk. 7.50 Kamelhaar-Lungenschützer............. Mk. 3,— Kamelhaar-Leibbinden ................Mk. 3.— FritzNowack, Für die nuS der Boifsschule enilossenen Mädchen soll in der Alieeschule ein Forlbildungskurjus im Kochen gehalten werden. Die Dauer des Kursus erstreckt sich auf 15 Abende des Winters, beginnend am Montag, de» 23. November <> Mir. Der Ilnierricht iit „nentgeitlich, das Kostgeld beträgt 30 Pfennig iür jeden Abend. Anmeldungen werden in der Schule. Steinstrahe Id von beute an täglich von 11—12 Uhr enigegengenommen. Gienen, den 16. November 1914. Der Schulvorstand 11506D Keller. in allen Grössen aus bestem Material. --Wiederverkäufer gesucht. - Ernst Baiser, Mäusburg 11. Tannen - Brennholz kurz geschnitten der Karren 2.75 Mk. empfiehlt <11274 Köferei Philipp Sommerten, Bleichstraste 12.__ !Üil Dir.: Hermann Strlnjoetter. Freitag, den20.Nov. 1914, abends H Uhr Volk»vor»telln«ig. Volka-Prtliel Volki-PraUll Lustspiel in 4 Akten von Karl Niemann. Ende »ach 10'/, Uhr. Soldaten vom Feldwebel ab' wärls zahlen bei allen BoP stellungen auiLu.3 Par«« nur halbe Preise. lAlWA