Nr. 269 Der ®icfstner Anzeiger erscheint täqlidi, aufeev Ssnnlags. - Beilagen: viermal wöchentlich SietzencrLamilienblätter; zweiinal mödientt.Ureir- blaNsürdenlrreikLietzen (Tienslnq und Freitag); zweimal monatl LanL- wirtscheftüchr seitfragen Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchriitleilimgllL Verlag,Geschaitsstcllcöl ■ Adresse für Tralilnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeige» für die Tagesnunnner bis vorinittags S Uhr. Erstes Blatt 16§. Jahrgang Montag, t6. November Geueml-Mzeiger fir Oberhessen Rotationrdruck und Verlag -er Srühl'schen l!niv.-S»ch- und Steindruckerei li. Lange. Schrisilcitung, Seschästrstellc u. Druckerei: Zchulstr. 7. »eruq»» rei»: inonatl. 75 Ps., viertel» lährl. Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen nionatl 65 Pi.; durch diePost Mk.2.—viertel- ,äl,rl. aurschl. Beüellg. Zeilenprei»' lokalI5M, cuisw. 20 Bf. — Haupt- schriflleiter: Aug. Goetz. Berantivortlich für den polit. Teil- Aug. Goetz; sür „Feuilleton", „Vermischtes" und,.Kcricht§- saal"^ Karl Neurath; für .Stadt und Land": Clio Braun; sür de» Anzeigenteil: H. Beck. Mühsames Vorarbeiten in Westslandern. Die ErhebMg k% Islam. Großes Dauptguartier, 1s. Nov., vormittags. (W.B. Amtlich.) Die Kämpse in Wcstslandern dauern an, in den letzten Tagen behindert durch das regnerische und stürmische Wetter. Unsere Angriffe schritten weiter langsam vorwärts. Südlich Ipern wurden 700 Franz-osen gefangen ge- MtMnen. Englische Angriffe westlich Lille wurden abgrwiesen. Bei Berry-au-Bac nmßtrn die Franzosen eine beherrschende Stellung räumen. Im Argonnerwalde nahmen unsere Angriffe einen guten Fortgang. Die Franzosen erlitten starke Verluste und ließen auch gestern wieder über 150 Gefangene in unseren Händen. In Ostpreußen dauern die Kämpfe noch an. Bei Stalin- pönen wurden 500 Russen gefangen genommen. Bei Svldau fiel noch keine Entscheidung. In der Gegend von Wloclawec wurde «in russisches Armeekorps zurückgcworfen. 1500 Gefangene und 12 Maschinengewehre fielen in unsere Hände. ^ Oberste Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, den 15. Nov. vorm. sAmtlich.) Tie Kämpfe auf dem rechten Flügel zeitigten auch igestern, durch das ungünstige Weiter beeinflußt, nur geringe Fortschritte. Bei dem mühsamen Vorarbeiten wurden einige hundert Franzosen und Engländer gefangen genommen und zwei Maschinengewehre erbeutet. Im Argonnenwalde gelang es, einen starken französischen Stützpunkt zu sprengen und im Sturm zu nehmen. Die Meldung der Franzosen, sie hätten eine deutsche Abteilung bei Coincvurt (südlich von Marsal) in Unordnung gebracht, ist erfunden. Die Franzosen hatten vielmehr hier erhebliche Brrbistc, während wir keinen Mann verloren. Im Osten dmiern an der Grenze von Ostpreußen und in Russisch-Polen die Kämpfe fort. Eine Entscheidung ist noch nicht crfolat. Oberste Heeresleitung. * * * Auch aus den beiden letzten Tagesberichten unserer Heeresleitung geht hervor, daß die deutschen Truppen sich langsam Bahn brechen und am Abschnitt der Äser wieder kleinere Erfolge gehabt haben. Die Engländer hatten bekanntlich verkündet, je länger die Entscheidungen sich verzögerten, desto mehr werde sich die Lage Englands und seiner Bundesgenossen verbessern. Nun, wir haben davon noch nichts gemerkt, im Gegenteil! Unsere Hoffnungen haben sich erfüllt: Die Erhebung der Buren, von der uns die englische Zensur nur wenig und ivahrscheinlich nur rosig Gefärbtes Mitteilen läßt, die Erhebung des Islam, die nun wirklich in einer ungeheuren Ausdehnung entflammt ist, so daß auch die Franzosen in M a r o k k o bereits iu höchster Not schweben — das sind Dinge, die sich erst in der Entwicklung befinden und ihre vollen Folgen erst in einigen Wvchcn zeigen werden. Denn das Gebiet des Islam ist zu weit und groß, die Berkehrsverhältnisse und Nachrichtenvermittlung sind dort zu schwierig und umständlich, als daß der Fctwa etwa so wirken könnte wie in Deutschland der Mobilmachungsbefehl. Smt merhin, überraschend kommen diese Dinge ja auch der mohammedanischen Welt nicht. Bon besonderem Interesse wird es sein, wie sich die 78 Millionen Muselmanen in Indien verhalten werden, von wo wir vorläufig noch alle Nachrichten durch das englische Sprachrohr erhalten. Der Feldzug gegen Aegypten hat schon zu sichtbaren Erfolgen des türkischen Heeres geführt, das ja auch gegen die Russen siegreich gewesen ist. Wäre cs unseren Feinden nun nicht vielleicht doch lieber, tvcnn sie die afrikanischen und indischen Mitkämpfer in ihrer Heimat gelassen hätten? Wir hatten Tsingtau von Anfang an, als die Japaner uns den Krieg erklärten, für vorläufig verloren erklärt; wie wird dagegen England den Wfall Indiens, des Zentrums seiner Macht, ertragen? Doch wir wollen uns an.bcn eindrucksvollen Kmidgcbnn- gen, die uns jetzt der Draht aus Koirstanrinopel berichtet, nicht berauschen. Es ist nötig, daß Deutschland alle seine Kräfte zusammcnnrmmt, um die Gegner im Westen und Osten niederznringcn. Denn es ist klar, daß die Engländer in dem Kainps, der auch um ihre Existenz geht, alle ihre Mittel springen lassen werden. Es ist charakteristisch, daß in der letzten Zeit französische Stimmen eirrdringlich die Gefahren geschildert haben, die eintreten, wenn Deutschland den Küstenstrich bis Calais gewinnt. Die Engländer sehen sich also von ihren Freunden angeeifert und niüsscn es sich gefaben lassen, Andeutungen zu hören, daß sie noch nicht alles getan haben, was in ihren Kräften steht. Man appelliert in Paris jetzt an den britischen Eigennutz! Me Belgier sollen mit ihren englischen Helfern bereits zerfallen sein, da sie wohl wissen mögen, daß ihr letztes Heil nur in einer Verhandlung mit Deutschland liegen könnte. Indessen, wir müssen solche Meldungei: dock) mit einiger Vorsicht aufnehmen, denn es gibt natürlich auch gutgemeinten Klatsch, den wir uns vom Leibe halten müssen. So viel ist sicher, daß die Belgier für die furchtbare Heimsuchung ihres schönen Landes sich bei den Engländern zu bedanke,: haben Iverden. Die Kämpfe in Westftandern. Amsterdam, 15. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) ,,Tele- graas" meldet aus Slvuis vom 11. Nov.: Gestern abend begannen an der Küste wieder die Kanonen zu donnern, nachdem lange Zeit Stille geherrscht lfatte. Gleichzeitig wurde wieder auf der Front in der Umgebung von Lambartzyde und Nicuport gekänipst. Die See stürmte und ein kalter Wind fegte über die Dünen und die Ebene; gleichwohl wurde hartnäckig gekämpft. In der Nacht brach ein gewaltiges Unwetter lvs. Zwischen den krachenden Donncrschlägen donnerten die Geschütze. Die deutschen Matrosen machen aus treibende Minen Jagd und sprengen sie in die Luft. Die Küste von Ofteiche bis nach Knoche ist jetzt ganz in Verteidigungszustand versetzt. Zwist zwischen Belgiern unS Engländern? Berlin, 15. Nov. (Ctr. Dln.) Verschiedene Quellen nrelden übereinstfinmend, daß zwischen Belgien und England ernste Zwistigkeiten ausgebrochen sind. So berichten insbesondere die a m b u r g e r Nach richte :>." aus Brüssel: Aus bester Quelle kann bestätigt werden, daß zivtschen Belgien und England sehr e r n st c Differenzen bestehen). Es heißt, daß jeder persönliche Verkehr zwischen König Albert und der englischen Heeresleitung aufgehört hat. Der König wünscht eine direkte Verständigung mit Deutschland, was England unter allen Umständen zu hintertrciben sucht. Eine Brüsseler Mitteilung der „Kreuzztg." bestätigt diese Nachricht. Darin heißt es n. a.: Die Belgier werfen den Engländern vor, daß sie auch in dei: Känchfen bei Mcuport von ihren Verbündeten tagelang in: Stich gestaffsen wurden, wodurch sich ihre inlgeheuren Verluste erklären. Fast eine ganze belgische Division ist vernichtet worden. Die englischen Verluste. London, 14. Nov. (WTB. N:chtmnilich.) Im Unterhaus hat A s q u i t h in Beantwortung einer Frage mitgeteüt, die englischen Verluste auf dem französischen Kriegsschauplätze betrügen bis zum 31. Oktober ungefähr 57000 Mann. lieber eine völkerrechtswidrige Verletzung des Genfer Abkommens durch belgische Radfahrer weiß ein Landwchr-Jnfmiterie-Regiment an seine Vorgesetzte Behörde zu berichten. Es handelt sich um den Ueber- fall des Hospitals in Aelbeke, etwa 8 Kilometer nordöstlich Tonrcoing. Tie Schilderung des unerhörten Vorfalles lautet folgendermaßen: Am Sonntag, den 11. Oktober zwischen 1—2 Uhr nachmittags erschienen in Aeleke 18 bis 20 belgische Radfahrer unter Führung eines Offiziers. Sic drangen in das als Feldlazarett eingerichtete Hospital, ein, welches durch eine Genfer Fahne gekennzeichnet war. In die beiden Säle, in weichen gegen 40 Schwerverwundetc, darunter auch einige Leichtverwundete lagen, wurden von ihnen mehrere Schüsse, etwa 5—6, abgegeben, ohne zu treffen. Den in einem Saale befindlichen Santtätsfeldwebel zogen sie aus dem Fenster und erschossen ihn auf der Straße, obwohl er eine Genfer Armbinde trug. Mit den Radfahrern war ein Panzer-Automobil angckommen. Einwohner haben sich an dem Uebersall nicht beteiligt. Diese Angaben sind mir soeben durch die Bizewachtmeister Grallinger und Engel vom 2. schweren Reileiregiment, sowie durch die Ulanen Pfeiffer und Schneider vom 2. bayerischen Ulanen- Regiment gemacht worden, welche leichtverwundet sind und nach Dunkelwerden aus dem Lazarett aufbrachen, um die Hilfe deutscher Truppen herbrizuholen. Japaner im rnffischen Heer. Berlin, 14. Nov. (Ctr. Dln.) Der Korrespondent des „Achtuhrabendblattes" in Insterburg berichtet, er habe sich durch eigenen Augenschein überzeugen können, daß unter den bei Eydtkuhnen und Stallüpönen in der letzten Woche statigefnndenen Gefechten Japaner gefangen genommen wurden. Sie tragen die japanische Uniform. Verwechslungen mit mongolischen Truppen erscheinen demnach ausgeschlossen. Es tmirde auch von den deutschen Offizieren und Soldaten bestätigt, daß die Gefangenen Japaner seien, und zwar handelt es sich um Artilleristen, die auf russischer Seite kämpfen. Warme Unterkleidung für die Truppen. (WTB.) Berlin, 14. Nov. (Nichtamtlich.) Der Kriegs- cmsschuß für warme Unterkleidung hat auch in der abge- lauscnen Woche seinem Programin entsprechend je einen Wollzng sowohl nach dem Westen als auch nackt dem Osten zur Beförderung gebracht. Ein erheblicher Teil der diesmaligen Sendungen stammte ans dem Königreich Sachsen und konnte seiner Besttmnrung besonders rasch zugeführt werden. Inzwischen haben sich die 'Ansprüche nach Versorgung der in den Schützengräben liegenden Truppen mit Wolldecken außerordentlich enveitent. Der Kriegsausschuß hat bereits mehr als 1000 000 Mk. zur Beschaffung solcher Decken aufgcwandt und die Truppen haben mit äußerster Dankbarkeit und dem Gefühl großer Erleichterung diese Spenden empfangen, die eine neue Bürgschaft für die Anf- rechtcrhaltung des.übrigens vorzüglichen Gesundheitszustandes unserer wackeren Krieger im Felde gewähren. Es ist nunmehr Aufgabe des Kriegsausschusses, für Beschaffung ivciterer Mittel zu sorgen, wodurch eine Unterbrechung der bisherigen Lie bestätigreit verhindert und nach Miglichkeit sichevgestellt wird, in der planmäßigen Versorgung der einzelnen Truppenteile mit dem über die vorschristsrnäßigen Ausrüstungsgegenstände hirrausreichenden Kälteschutz fort- ;»fahren. Die Einsicht der Notwendigkeit solcher vorsorgen- oen Tätigkeit ergreift immer weitere Kreise. So haben sich z. B. sämtliche Fachverbäüde der Großh. Hessischen Eisenbahngemeinschaft und der Rcichscisenbahn mit fast 600 000 Mitgliedern angeschlossen. Dieses Beispiel bedarf dringend der Nachahmung durch andere Verbände und Privatpersonen. Es ergeht deshalb hierdurch die Bitte an die große Oeffentlichkett, vor allem Geldbeiträge an das Bankhaus Mendelssohn & Co., Berlin, Jügcrstraße, für den Kriegsausschuß für warme Unterkleidung bald möglichst einscnden zu wollen. Tie Lage der «verbündeten Heere in Russifch-Pc^cn. (WDB.) Ofenpest, 14. Rov. i Nichtamtlich.) Im „Pcstcv Lloyd" veröffentlicht Feldmarschull-Leutnant Schay einen aas- klärcnden Artikel über die Lago auf dem russischen Krregsskbau»- platz, in weläxim es u. a. heißt: Dem Laien ist Zurückgehen identisch mit Geschlagcnscin, obgleich zwar ein Fechter, der durch einen Sprung nach rückwätts einem gefährliche:: Hieb des Geg- ncrs ausiueicht, gewiß nicht für besiegt erklärt wird. Der Vorteil der Rückzugsoperalioncn der österrrichiscl>-ungarischen und der deutschen Armee liegt in folgendem: Tr:: Russen fehlt letzt zunächst die Unterstützung durch die drei mächtigen Weichselsestungen und das gctvaltigc Hindernis der Weichscl-Don-Linic. Som:t käme nnr noch der große Kräfteüberschuß der Russen zur Geltung. Aber awti dieser Kräfteüberschuß wir» bedeutend vermindert sein. -Die Entfernung von der Wachselstrecke Nowogeorgictosk-Jvaugorod westbich bis zur deutschen Grenze bettägt rund 200 Kilvmetzer. Aus dieser langen Strecke lausen nunmehr die naturgemäß cmp- findlickieit Verbrndungstlmien der Russen, die durch namhafte Krätle gesichert werden müssen. Durch Einschließung der vor unserer Front liegenden Festungen Prsemysl und eventuell auch Krakau gehen den Russen weitere Kräfte für die offene Feidschlacht verloren. Die Stellungen der Verbündeten sind ferner dadurch verbessert, daß den Russen sür Krästeversüguiigen hinter ihrer Front nurrmehr keine, so leistungsfähigen Bahnen zur Verfügung stehen, wie östlich der Weichsel. Hervorzuheben ist auch, daß infolge deS Vordringens der Rmsen in Polen ihr Rücken, wenn imfi nur indirekt, durch die Lcs«erreicher und Ungarn in Galizien bedroht erscheint, was die Atifinrrksamkeit der Russen und eventuell auch mehr Truppen als bisher in diese heikle Richtung lenkt. Durch Zurücknehmen der verbündeten Arnlecn hat sich also ihre Lage gegenüber den Berhältnissen an der Weichsel bederitend gebessert, und der Nachteil des Ausgebens einer bereits erreichten Stellung wird reichlich durch die Vorteile der neuen Situation wettgcmacht. Tic Kämpfe gegen die Serbe». Wien, 15. Nov. iWTB. Nichtamtlich.) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: 15. November. Um für den Slbzug seiner Trains Zeit zu gewinnen, leistet der Gegner aus den Höhen nördlich und westlich Valjevo in vorvercitcicn Stellungen Widerstand. Unseren trotz unausgesetzter Kämpfe und großer Strapazen vom besten Geiste beseelten Truppen gelang es schon gestern, den Schlüssclvunkt der scindlichen Stellung, die Höhen bei Kamenica und die von Leznica nach Daljavo führenden Straßen, nach harten Kämpfen zu erobern. 580 Gefangene wurden gemacht tind zahlreiche Waffen und Munition erbeutet. Unsere Truppen standen gestern abend vor Obrenovas, bei Ub und im Angriff auf den Höhenrücken Jauttna, auf der Rückenlinie östlich Kamenica und in südlicher Richtung bis aus Stubica, dem Sattclpunkt der Straße Rogacika-Valjevo. Tie österreichische Kriegsanleihe. Wien, 15. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Den Blättern zufolge erreichten die Voranmelduitgen auf die österreichische Kriegsanleihe bisher die Höhe von 400 000 000 Kronen. Unter den gezeichneten Beträgen befinden sich 25 Millionen von der Ersten Oestcrrcichi» scheu Sparkasse und viele Zeichnungen von einer Million und darüber. Kundgebungen vor der deutschen Botschaft in Koustantinopcl. Konst an tin opel, 15. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Uebcr die großen Kundgebungen der Türken wird weiter gemeldet: Nach der Kundgebung vor dem Sultan spielte sich vor der d e u t s ch e n B o l s ch a s t eine unvergleichliche i^ene ab. Trotz des strömenden Regens sammelte sich bei eintretender Dunkelheit eine Riesenmenge von Tausenden vor dem deutschen Botschaftsgebäude an. Ms der deutsche Botschafter ans dem Balkon erschien, ertönten minutenlang Zurufe und Händeklatschen. Die Musik spielte „Heil dir im siegerkranz". Deutsche und türkische Fahnen wurden ge- lchwenki. Der Vorsitzende des Komitees der Jungtürken N a - z i m B e i.^hielt eine Ansprache, in der er ausführte, die Vertreter des Islams seien glücklich, gemeinsam mit den tapferen und siegreichen Mächten in den Krieg ziehen zu können. Der deutsche Kaiser sei ein wirklicher Freund der Os» manen. Das habe er heute bewiesen und das sei unvergeßlich. Botschafter Frh-r. v. Wange nhcim erwiderte, er begrüße mit Genugtuung den Ausdruck der Freude vieler Tausende darüber, daß das türkische Heer gemeinsam mit den deutschen Streitkräften ß.n den Krieg ziehe. Er dankte für die Kimd- gcbnngen und sagte, er werde nicht verfehlen, seiner Regierung und dem Kaiser zu berichten, der sich immer als treuer Freund zur Türkei gezeigt habe. ?lls Zeichen seiner Freundschaft habe der Kaiser einige mnsclmanische (befangene geschickt und sic dem Sultan zur Versiiganig gestellt. Die Türkei und der Islam befänden sich an einein Lßeitdepunkt ihrer Geschichte. Er sei feit überzeugt, daß die Heere der drei Ver- kündeten, die zur Walpeung ihrer hchligsrcn Güter ansabc tljm selcht drei Deutsche für die Naturalisierung empfohlen. Es wäre nicht grausam, sondern notwendig, alle Deutschen als Spione und Feinde zu beharrdeln. Bettesss der Internierung und Freilassung von Deutschen habe die Zivilregierung keine Macht, die Initiative zu ergreifen, da das eine rein militärische Angeleg-nhttt sei. Das Staatssekretariat des Innern handelte auf Ansuchen de- Militär- uw MarinebehOrden. K itÄener habcam?. Septembererklärt,ausgewrssenGrur- ben sollten io e \ t er e Ver haf tu n g e n v o r g e o m m ert werden, was geschehen sei. r.i- Umstände erlanbten kein bestimmtes System, oietmeltr müsse ftd> die Regierung durch die Frage der Gefahr leiten lassen. Wenn ein Einiall von Zeo- Velinen zu erwarten sei, würden die Leute interniert werden müssen, da die Befürchtung bestände, sie würden versuchen, eine Panik hervorzubringen. Ja es fei denkbar, daß Internierungen in großem Mahstabe statliänden, um Derartiges zu oerbiudern. — Mac Ken na fuhr ört: Im leöten Mona, erh elt die mit tr rische Frage ein anderes Aussehen. Die Regierung nahm au« Wunsch derPbi.-itärbchScde» mehr Verhaftungen vor, aber eä_wurde rtid-t für notwendig geheim, damit sortzufthrrn, und die Militärbehörden lehnten es ab, für die- Unterbringmrg der deutschen Verhafteten zu sorgen. Mac Kenn« machte ironische Anspielungen aus die Aeußerungen von Lord Charles Bercssord, dag der englische Krieg verloren ginge, well das deutsche Marmeamt durch Spione in England Informationen erhalten habe. Bonar Law griff Mac Kennas Maßregeln an und sagte, jeder Deutsche in Großbritannien, gleichviel ob er naturalisiert fei oder nicht, sympathisiere stets mit seinem eigenen Lande und sei verdächtig. Große Anstrengungen müßten gemacht werden, um den Verkehr solcher Untertanen feindlicher Staaten stets zu überwachen, der den englischen Interessen irgendwie schaden könnte. Lord Beresford forderte die Regierung auf, alle Untertanen feindlicher Staaten hinter Stacheldraht einzuschließen, einschließlich der in hohen gesellschaftlichen Stellungen. die mehr Einfluß hätten als andere. Der Radikale D a l z i e l betonte, an der Ostrüßc von Schottland herrsche die Empfindung, daß die Spioncnirage nicht richtig behandelt werde. Es >ei nicht zu leugnen, daß für die Provinzen der Ostküste von Schottland sür die deutschen Läsen und das dänische Schiffahrtsgebiet von Wichtigkeit sei. ob deutsche Unterseeboote es erreichten. Der Abgeordnete erwähnte den Fall, in dem ein Deutscher von der Behörde die Erlaubnis hatte, sich mit einem photographischen Apparat )n der Umgebung von Rosehrae fiei zu beloegen. Der Fall beweise, daß die Besorgnis des Publikums gerechtfertigt sei. Hieraus vertagte sich das Unterhaus. Ter Vurenkricg Kavstadt, 15. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Ein amtliches Telegramm aus Pretoria teilt mit, daß Oberst Badenhorst, der von Weloenhoek im nördlichen Oranjesreistaat vorrückte, seinem Bericht zusollge, am 12. Novernibir bei Frank- f.o r t das Rehellenkommando unter dem Beseht von Van Böller an gegriffen uni> dessen Lager mit 47 Mamr und 56 Pferden erobert hat. Zwei Rabellen sielen, drei wurden verwundet, t> Inwieweit die Engländer es hierbei mk,t der Wahrheit halten, kann leider nicht nachgeprüft iverdcbr. Lord Roberts t- London, 15. Rov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird mitgeteW, daß Lord Roberts gestorben ist. Lord Roberts besand sich in Frankreich auf Besuch bei den indischen Truppen, deren Oberbefehlshaber er gewesen ist. Er hatte sich am Donnerstag eine Erkä l tnn g zugezogen, aus der sich eine Lungenentzündung entwickelte, der er nunmehr erlegen ist. Lord Roberts war einer der besten Männer, die England ans militärischem Gebiet anizuweisen hatte. Nicht weniger als 40 Jahre seines Lckens hat er in Indien zugebracht und dort seine mür- tättscke Lacishahn vom Kadetten bis zum ttzeueralseldmarschall durchgemacht. An den meisten englischen Kolonialkriegen des letzten halben Jahrhunderts hat Lord Roberts teilgenommen. So >oar er einer der sähigsten Generale der Engländer während des Aufitandes in Afghanistan im Jahre 1879, und als die Schwiettgkeiten des Burenkrieges nberwälttgend groß wurden, sandte man Lord Roberts zur Unterstützung von Kitchener nach Afiika. Roberts und Kitchener waren übrigens seit jeher erbitterte Gegner, und dieser Tatsache ist es wohl auch zuzuschreiben, daß Roberts beim Ausbruch des jetzigen Krieges keine Verwendung gesunden hat. Das Legen deutscher Minen. Berlin, 15. N»v. (WTB. Nichtamtlich.) Dje „Nvrdd. Mg. Ztg." verössenchicht eine Erwiderung der deutschen Regierung aus den Protest der brittschen Regierung gegen das Legen deutscher Minen in der Nordsee. Darin wird etwa folgendes ausgestlhrt: Obgleich das achte Laager Abkommen vom 18. Oktober 1607, woraus die brittsche Regierung sich beruft, völkerrachürch cm gegenwärtigen Kriege für keinen Beteilrgken bindend ist, band sich die deutsche Regierung an seine Besttm-- mungen, abgesehen von Art. 2, den sich sowohl Deutschland wü Frankreich ausdrüchlrch Vorbehalten haben, s r e i w i l l i g. Die Behmiptung der lwitffchcn Regierung, daß die deutschen Minen offenbar durch Ftscherbootr, vielleicht sogar unter neutraler Flagge gelegt seien, ist völlig aus der Luft gegriffen^ Die deutschen Minen sind ausschließlich von deutschen Kriegsschiffen gelegt. Wer wett von der Küste und den Häsen des Gegners Minen verankert werden dürfin. ist im .Haager Aibkommcn nicht bestimml, auch nicht durch völkerrechtliche llebimg festgclegt. Die englische Angabe über die Entfernung der deurillen Minen von der bedrohten Küste ist wett übertrieben. Vielmehr sind die Minen so nahe gelegt worden, wie es die Gestaltung des Ankergrundes und die Ber- halttäffe der Küste gestatteten. Unwahr ist die Behauptung über Sperrung neutraler ZUfahrtstrasien. Keine deutsche Mine ist auf der Zusahttstraste von der hohen Sec zu einem neutralen Hasen gelegt. Deuttchersetts sind Minen mit aller möglichen Sorgfalt verankert. Sollten einzelne insolge von Strömungen oder Stürmen ins Treiben gekommen sein, so sind diese Fälle wckt weniger zaUreich als bei den englischerseits gelegten Minen, die an der belgischen und niederländischen Küste angc- trieben wurden und dort Schoden getan haben. Wieder eine Reuter-Lüge. (WTB.) Berlin, 14. Nov. (Amtlich.) Eine Meldung des Reuterschen Bureaus aus russischer Quelle behauptet, daß zwischen dem 23. Oktober und dem 5. November die Russe» den Deutschen 22000 Gefangene, ixrrunter 323 Offiziere, gnehr als 100 Kanonen und 4 Haubitzen abgenoimnen haben. Wir sind erinächtigt, festzu- stellen, daß diese Angaben erfunden sind.. Die Einschließung des „Königsberg" ,m Rufijlfluß. London, 15. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Flotten, korrespondeut der „Morning Post" icftreiit: Eine glücklicherweise kurze Verlustliste, die die Admiralität veröffentlicht, zeigt, daß, als der deutsche lUreuzer „Königsberg" im Rusiji- F l u 6 eingcschlossen wurde, ein Gefecht stattsaud. Es nmrdc bereits gemeldet, daß die Mannslliast der „Königsberg" mtt Geschützen gelandet war und sich in der Flltßmüichrmg verfchatrzt hatte. Es scheint daher, daß die Verseirkung bcr Kohle,rschijn im Fahrwasser des Flusses unter deupFeuer, des Feindes geschah. Die englischen Schiffe waren das Schlachtschiss „Golrath" und die leichten Kreuzer „Cliatam" und „Weymouth". Ein japanisches Torpedoboot gesunken. Tokio, 15. Nov. Amtlich wird bestätigt, daß ein java- niiches Torpedobvott beim Minensischen in der Bucht von Krau tschau durch eine Mine zum Sinken gebracht worden ist. Vom italienische» Heer. Rom, 15. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Nach Zeitungsinel- düngen hat der Mini st errat eiustimuttg neue außerordentliche Ausgaben sür das Heer im Betrage von 400 Millionci» , Lire beschlossen. >_ 1 Au§ dem Reiche. Die Regelung des Miets Verhältnisses in K r i e g c. Ter Vorstand des Deutschen Städietages, der im Berliner Rathaus zu einer Sitzung zusammengetreten war, hat über die Regelung des Mietsverhältnisses im Kriege solgende Entschließung einstimmig gefaßt: Trotz der fast unübersehbaren Fülle von Aufgaben und Leistungen, welche der Krieg den Gemeindeil gebracht hat, haben die Gemeinden ein besonderes Interesse jür die Frage der Mietszahlungen an den Tag gelegt und je nach den örtlichen Verhältnissen durch o:ganisaeorisü»e Älaßnahmen, z. B. durch Kredilsürsorge, tatkräftig bewährt. Nachdrücklich zugunsten der Hausbesitzer wirken die Beschlüsse der Gemeinden, wonach vielfach besondere Mietszuschüsse für die Kriegersamilieu vor>wsetzcn oder allgemeine Zuschüsse der Gemeinden zu den Reichsmindestsätzen reichlicher bemessen werden, damit dann ein Teil der Miete gewährleistet werden !ann. Die Gemeinden haben dce in diesen Mietsunrerstützungen liegendeir großeir Opser im Interesse des Vaterlandes gern aus sich genommen, obwohl die Fürsorge sür die Knegerfamilien gnindsätzlich und jedenfalls im Rahmen des Notwendigsten Angelegenheit des Reiches ist und deshalb umfassend nur durch Einlreten des Reiches geregelt werderl kann. Diesen Leistungen der Gemeinden gegenüber cn:behrt die von dem Schutz- verband sür deutschen Grundbesitz in breiter Ocsfentlichkeit ver- ttctcne Ansicht, die Gemeinden laten in Mietsfiaqen nicht, was llmen obliegt, jeder Berechtigung. Trotz aller Slnstürme gegen die Gemeinden hält der Deutsche Städtetag daran fest, daß jetzt die Verwendung der Gemeindemittel auch in Kriegszeiten, und besonders in Kriegszeiten, ausschließlich durch das Interesse der M- gememheit bestimmt werde und daß selbst zugunsten des den Gemeinden so eng verknüpften Hansbesitzerstairdes eine Hilisattion, die anderen Ständen versagt bleibt, aus öffentlichen Mitteln unzulässig ist. Die von dem Schugverband für deutschen Grundbesitz vorgcschlagem Aktion würde die finanzielle Leistungssähigkeit der Gemeinden und damit die Grundlage des Hausbcsi:ers zerstören. Hamm (Wests.), 14. Nov. Der frühere fortschrittliche Abgeordnete Geh. Juittzrat Windt borst, Stadtverordneter und Ehrenbürger von Hamm und Welefeld ist heute im 81. Lebensjahre geswrben. D Asrr Stadt m»$ LanS. (Sieben, 16. November 1914. ** Autounfall ßes Großherzogpaares. Der Großherzog, der am Samstag abend aus emige Tage von der Front zu seiner Familie zurückgekehrt ist, ist gestern morgen mit seiner Gemcrhlin einer großen Gefahr entgangen. Nachdem das Großherzogliche P ar am Margen den Gottesdienst in der Hostirche besuitt hatte, wollte nran am istachmittag im Auto einen Besuch des Prinzenpaares Friedrich Karl in Frankfurt unternehmen. Das Auto, das nicht von dem gelvoh-tten Chauffeur, sondern von einer jüngeren Kraft gesteuert wurde, fflhr in raschem Tempo über die Feldbergstraße, als an der Jir-u. zung des Doruheimerwegs ein Wagen der Elektrischen Straßenbahn vom Bahnhof her heranbam. Beide (öesährte bremsten init aller Macht, doch konrtte der Z u s a in m e n st o ß nicht mehr vermieden tperden. Das Auto des (ßroß- herzoglichen Paares wurde von dem Wagen der Straßenbahn erfaßt und einige Meter zur Seite au den Bordstein der Straße geschleudert. Der Chauffeur stürzte aus dem Wagen, während das Oirohhcrzogspaar trotz des Ernstes des Vorfalles mit dem bloßen Schrecken davon kam. Auch der Chauffeur wurde nicht verletzt. Tie beiden Fahrer behaupten, rechtzeiiig Signal gegeben zu haben,, doch scheint es, als ob der Chauffeur nicht die richttge Fahrbahn eine gehalten hat. Die polizeilichen Erhebungen sind im Gange. Das stark beschädigte Anlo >m>rde abends oo» .Hosangeslell- teu abgeholt. — Der Großherzog wohnte abends im Hof« kheatcr der Vorstellung von Trrstan und Isolde unter Felix Weingartner bei. »»Den ersten Schneefall brachte uns der gestrige Sonntag abend. Manch sachverständiger Blick war im Laufe des Tages prüfend zu den eilig ziehenden Wolken geflogen, und die empftndlichc Külte im Verein mit dem charakteristischen, verwaschenen Grau des Himmels hatte überall die Prophezeiung im Gefolge: Heute wird es sitt-erlich schneien. Und richtig: In der Dämmerung begann es erst sacht und zaghaft von oben mit kleinen weißen Flocke» zu riefeln, aber bald begann ein Schneegestöber von solcher Dichtigkeit, daß trotz des nassen Bodens im Handumdrehen die schönste Wrnterlandschaft entstand. Selbst auf dem Pflaster und dem Asphalt konnten sich die großen, nassen Flocken zu einer dicken, weißen Decke schichten, in der alles Geräusch des Verkehrs erstarb. Viel Leben zeigten allerdings in den Abendstunden die Straßen nicht; der Auseitthalt draußen war zu naß und ungemütlich, als daß man die wanne Strlbe damit hätte vertauschen wollen. So mancher wird beim Anblick des winterlichen Bildes unserer Soldaten gedacht haben, die den Unbilden des Wetters io oft ohne Schutz preisgegeben sind, und bei manchem wird dabei das Verständnis für die Notwendigkeit, ihnen aus der warmen Heimat zu helfen, noch lebendiger geivordeir sein. »» Vom 116. Landwehr-Jnfanterie-Regi- m e n t. Wie heldenmüttg sich unsere hessischen Landsleute — das Landwehr-Jnf.-Regt. 116 ist aus Landwehrleuten aller drei Provinzen in Darmstadt gebildet worden — an den Käntpsen vor der Front betätigt haben, zeigt die Tatsache, daß an die Angehörigen des Regiments bisher nicht weniger als 101 Eiserne Kreuze uird 14 hessischeTapser- keitsmedaillen unseres Großherzogs crtellt werden konnten. Das Eiserne Kreuz erhielleu: Oberstleutnant und Regimentskommandeur Graf v. Schliejsen, Haupttnann Perschke, Oberleutnant Wagner, Oberlt. Moewes, Oberlt Schäfer, die Leutnants Paluschka, Schiustcr, Wester, Hahn, Wagner, Himmelreich und Clvrius, die Ofs.-Stcltv. Hiuten- berg, Neuroth, Dieter, Eckhardt und Petri, llntcrzahlmcister Sievert, Bizefeldwebel und Regimentsschreiber Gerhard, die Vizeselinoebel Best, Schäfer, Schneider und Malftnus, die Feldwebel llhil, Schmidt und Bär, die Uirtcrosfizicre Graupuer, Eisen, Adler, FaeoL, Lind und Lippert, die Ge- freiten Frehner, Claus, Tengler, Werner, Stamm, Bops, Drüderle, Michekmann und Kemps, Musketier Rodrirrn, die Wehrmänner Paulus, Heinzmann, Dretsch, Deubel, Schcmb, Schachner, Wolter, Kühn und Klober; Oberstleutnant Krause, Major Müller, Major Ruhnau, Hauptmann Frhr. Schenck zu Schweinsberg, Hauptmann Laubis, 5zauptmann Becker, die Oberleutnants o. Lorentz, ©ger, Fuchs, Pistor und Bö- ning, die Leutnants Dittmar, Rcemann, Rühl, Schäfer und Meyer, Stabsarzt hx. Böhmer, Stabsarzt Dr. Herrmann, Feldw.-Lt. Stöckius, Vizefeldw. Schmidt, Bizeseldw. Nack, Sanit.-Uffz. Pohtmann, Gefr. Leutsch, Gefr, Kurz, Gefr, Keil, Wehrmann Schreiber, Tambour Schneider, Wehrm. Holler, Wehrm. Blanck, Wehrm, v, Bastuijen, Lcutn, Bcisenhcrz, Off.-Stellv. .Hahn, Osf,-Stellv, Trietsch, Off,-Stellt», Kirschs ner, die Unteroffiziere Jffert, Hax, Schneider und Böhm, ©efr, Neumann, Wehrm, Simmermacher, Bizeseldw, Throm, Bizeseldlv. Christmann, Wehrm, Simon. Bizefeldto, Spielmann, Feldw. Kreuter, Leutti, d, R. Bölgner, Leutn, d, R. Conrad, Feldw. Schmidt, Wehrm, Honsbach, Gefr, Schöii- born, — Die hessische T a p f e r k ei t s m e d a i l lc erhielten: Major Ruhnau, Haupt mann F-rciherr Scheuck zu Schweinöberg, Hauptmann Perschkc, Oberst. Böning, Leutn. Schäfer, Bizeseldw. Schmidt. BizefvLw. u. Negimentsschr, Gerhard, Gefr. Melchior, U-fz. Seipp, Gefr. Kräh, Bizeseldw. Schäfer, Wehrm. Schneider, Uffj. Nebelung und Bizeseldw. ** Friedliche Erfolge in Kricgszeiten. Während draußen unter Kanonendonner die Geschicke der Völker entschieden werden, ist auch in den Mauern Leipzigs die Entscheidung in einem durch jahrelanges Ringen und ernstliche Mühe vorbereileten Wettkampf gefallen, der liur in FriedenSzeilen möglich und durchaus friedlicher Natur war. Die erste, mit großer Begeisterung eröfsncte, buch gewerbliche Ausstellung, au der siel, das Inland und Ausland in gleichem Maße betcitigt hatten, wurde Mitte Oktober in aller Stille, aber feierlich und würdig geschlossen. Auch hier in dem friedlichen Ringen um die höchsten internationalen Leistungen der Druckcrwelt, hat Deutschland den ersten Platz behauptet, wie aus den Besprechungen der Ausstellung und vor allen Dingen aus dem Urteil der Preisrichter hervorgehl, Noch sind utis nicht alle Einzelheiten bekannt, aber gewiß wird es unsere Leser interessieren zu hören, daß die Brühl'sche Druckerei mit dem Ehrenpreise der Stadt Leipzig — nach dem großen Staatsprcisc die höchste Ehrung — ausgezeichnet wurde, ** Liebesgaben für unsere Freiwilligen, Die Versammlung, die gestern auf dem Felicnkeller tagte, um über die Sammlung und Absenkung von Weihnachtsgaben an das Reserve-Infanterie Regiment „Bisckiweile c" zu beraten, war zahlreich besucht. Es wurde ein Ausschuß zur Erledigung der Sache gewählt. Die rcgung zu dieser Sammlung geht, wie bekannt ist, von Frau Oberst Statt in Wiesbaden aus, die gestern tele- vhonisch die erfreuliche Mitteilung machte, daß der Herr Oberst swlz auf sein Regiment sei unü dieser Tage schon eiserne Kreuze an dasselbe verteilt habe. ** Freiwillige Gaben für die im Felde stehenden Truppen. Das stellvertretende General-Kommando des XVIII. Armeekorps und der Brzirksodmann Oberpräiidcnt Hengstenbcrg in Cassel haben wiederholt in den Tagesolät- tcrn bekannt gegeben, daß Gaben für Truppen im Felde durch nachstehende Äbuahmcstcllen in Frankfurt zu befördern sind: Abnahme st eitel: für Sanitätsbilssmittel sLazarettbedarfi im Carlton Hotel am Hauptbahnhvs: A b n a h m e st e l l e 2: für Bekleidungsstücke, Nahrungsmittel, Gennßmittel in der Stellv. Intendantur des XVIII. Armeekorps, Hedderichstr. Nr. 59. Diese Stellen bitten dringend, alle von Vereinen uitb Privaten gesammelten Liebesgaben für unsere Truppen ihnen zu Überweisen. Gaben mit Sonderbcstimmungcn, z. B. für Angehörige einer Provinz, einer Truppengattung nsw. anzunehmen ist nicht möglich. Bei Zusendung von Gaben aus der Umgegend in Kisten muß Inhaltsverzeichnis aufgeklebt werden, ** Zeitungen und Pclzwerk für unsere Soldaten werden, wie eine Anzeige in vorliegender Nummer besagt, Licbig- sliaße 19 entgegeiigenommcn, ** S t a 6 1 11) e n t e r. Aus dem Theaterbursau ivird »ns ge- schriebeu: In Gutzkow's historischem Lustspiel .Zopf und Schwer!', das in der morgigen Abonnenieiils-Vorllellnng gegeben wird, sind in Hauptrollen beschäftigt die Domen Frenzel, Schild und Wengerdt und die Herren Steinho'er, Schubert, v. Roggenhausen, Goll »ud Drescher. — Tie diesjäbrige Feil- vorltellung zu Grobherzogs Geburtstag ivird als Wohjlätig- keitsoorstelluug zu einem vaterländischen Zwecke gegeben und es grlien deshalb Gutscheine nicht, ("eiuäljlt wurde .Wallensteins Tod' mit einein Gast als Wallenstein. Vorbestellungen werden schon jevt eulgegenqenommen. Hauswirtschastliche Kurse der Aliceschule, Man schreibt uns: Tic während des Krieges erfolgte Preissteigerung mancher notwendiger Lebensmittel, die wohl bei allen Fa- nrilien nicht von einer Steigerung, sondern von einem Rückgang der Einnahmen begleitet ist, macht es den Hausfrauen und den im Haushalt tätigen weiblichen Personen zur nnabweislichcn Pslicht, darauf bedacht zu sein, daß die Speisen mit möglichst geringen K o sl c n hergestellt werden, aber ohne daß ihre Schmackhaftigkeit und ihr Nährwert darunter zu leiden. In der Absicht, zu sparen, greift gar manche Hausfrau zu falscben Mitteln und fetzt ihrer Familie Gerichte vor, die wohl billig finb, deren Zubereitung und Zuiainniensctzamg aber nicht geeignet ist, den Menschen gesnich und kräfttg zu erhalten. Zur Vorbereitung aui den wirkli.ä>en Beruf als Hausfrau haben deshalb viele Volksschulen den landwirtschaftlichen Unterricht eingcführt, und mich in Miseren Gae- ßener Volksschulen gemehen die Mädchen des letzten Schirljahrs Unterricht ttn Kochen einfacher, billiger und doch schmackhafter und kräfttger Speisen, Da dieser vor der Konfirmatwn stattfindende Unterricht aber naturgemäß nur eine Grundlage zu geben vermag, so hat die Alice-Schulsl seit einigen Jahren Fortbildungskurse eingerichtet, inj denen frühere Volksschülerinnen unentgeltlich Unterweisung im Kochen von Gerichten für den einfachen Haushalt bekommen. Besonderer Wert wird daraus gelegt, daß die Mädchen die Kosten des Gerichts vorher auch berechnen lernen, Tie Mädchen iverden dazu angehaltcn, sparsam zu wirtschaften und mit einer gegebenen Geldsuminc auszukommen, Diese Kurse werden Montag, den 2 3, November, um 6 Uhr, beginne» und sich über lö Abende ersttecken. Tos zubercitelc Essen wird von den Mädchen verzehrt, das Kostgeld dafür beträgt 30 Pfg, für den Abend, der mit dem Svü- len des Geschirrs und dem Ausräumcn der Küche schließt. Die Vorsteherin dieser Kittsc ist Fräulein Hof, die in den letzten drei Jahren ähnliche Kurse in Koblenz mit großem Erfolg geleitet hat, A n m e l d i, u g e n dazu haben in dieser Woche täglich von ll bis 12 Uhr in der Schule, Steinstraßel0, zu geschehen, In der gleichen Zeit werden auch Auimeldungen zu einem L a ck k u r s entgcgcngenommen, der mit dem 1. Dezeuibcr beginnend Dienstag und Freitag nachmittag gehalten wird (Honorar 15 Mk.). Der .stziirs wird in diciein Jahre sicher besonders starken Zuspruch finden, denn welche Frau und welches junge Mädchen möchte nicht unseren braven Kriegern selbstbereitetes Backwerk ins Feld senden! ** Keine unnütze n Autofahrten mehr. ES ist, wie die Militärbehörden mitteilen, dringend notwendig, den Verbrauch der Bereifungen der Kraftwagen nach Möglichkeit einzuschränken, Kraftwagen sind deshalb im Privntverkehr nur in den dringendsten Fll'en zu benutzen. ** B c s ch r ä u k u n g e u i m P o st v e r k e h r m i t d c r T ü r- kei, Mexiko und Portugal, Der Postanweisungs- und Nachnahmeverkehr mit der Türkei (ttirkische Postanstalten) wird aus Grund einer Mitteilung des Jnternattonalen Bureaus des Weltpostvereins vorläufig eingestellt — Ter Postanweisungs- Verkehr mit Mexiko sowie der Postamt,cisun»s- unv Postauftrags- verkehr mit Portugal ist ebenfalls vorläufig eingestellt worden, Landkreis Gießen. -1 R cis k i r cki eii, 15. 9lct>. Sludi hier bot sich unter Dem Vorütz des Wachliueiüers G l a u v eine I u g e n d in e h r gebildet. Dieselbe übt nun jeden Sonntag vorerst ini Schulhof, bei s-tcrbter ö iticrnng sin Saale des penn Gnntrnni, Später, ivenn Frost cingeiret n ist, sotten Ue. ungen im Gelände rorgeiioinuicu werden. Es gehören der Wcbr etiva 40 junge Leute an, s O d c » li a ii s e ii, 16. Nov Eins -Freiw.-Ilnteio'kizier und Eisenbahnprattikant Weber vom Regiment 116, Sobn des Bahu- ! hotsantjebers Weber liier, erhielt das Eiserne Kreuz O 'Hoblet m bei üiinaen, 16. Nov Dem Feldwebel ll h I der . Kompagnie Luidw.-stütz» Itegnnenis Nr, >16 von Rodheim bei Önngeii ivuree vom Eroßherzog von tz essen die T a p i e r t e i t s- ! m e d a i l l « verliehen. Hessen-Nassau. H Marburg, 13. Nov. Ter Md istrat setzte als Höchstpreis iür den Liler Milch 22 1>g. lest. b B a d H o m b ii r q v. d. H., 13. Nov. Prinz Oskar von Preußen und Gemahlin verlieben heute iriih Schloß öomburq. Bor ihrer Abreise beschenkten sie die Lieferanten und die Dienerschast mit wertvollen Andenken. b. F r a n k l n r t a. M., Id. Nov. Ter Polizeipräüdent hat bestimm^ daß sämtliche Belgier, Engländer, Franzosen, Russen Montenegriner, Javaner und Leiben, die sich noch in Frnn"nrt aiishntten, den Stadlbeärk bis zum 24. November, abends 6 Uiir, zu verlassen haben. Wer nach diesem Tage noch in der Stadt sich aiifhätt, wird verbietet. Bis zum Dienstag, 17. November. hat jeder feindliche 'Ausländer anzu,reden, wohin er zu reven beabsichtigt. Die Ueberstedlimg nach Mainz. Darmstadt, Groß-Berlin und zahlreichen anderen Orten ist verboten. Wer nicht die Mittel zur 'Abreise besitzt, wird in das Nelanqeueulager zu Gieße» nbergesnhrt. Den Ausländern ist die Reise m das Heimatland gestaltet. Nur die Russen dürsen das Reichsgebiet nicht verlassen. Büchertisch. — „ U e b er die D e r b ü t un g u n d Br k ä m p s u n g von K r i e^q s s e u ch e n ". (Verlag von Joh. Ambrosius Barth, Leipzig.) DnS Schristchen, von dem Professor der bvgiens Pr, Va>ll E ch in i b i in Gießen, enthält ani Schluß Scnchcninerkbiälter, eins in deutscher, daS andere in iranzösischer Sprache, für Geianqencntager und eignet sich ans diesem Grunde zur Verteilung sowohl an die nnlergeordneieii Stellen, das Samtäispersonal, wie an die Kranken, Pcrivundelen und Gclangenen selbst, — Das 7. Heit der Zeitschrift «Der Völker krieg" i'Verlag von Julius Öofsmami in Stuttqaiti gibt ein abgerundet!s Bild von der Eroberung Belgiens durch die deaischen Trupoen und der Einsetznng der deutschen 'Verwalt ng. AIS eine Art Vorspiel geht in Hest 3 die vorzügliche Schilderung der Ein- nabme von Lüttich voraus, und den Schlußstein wird später der Fall von An»werven mit den anschließenden Känip'en in üiord- westbelgien bilden. Was in der Mitie liegt, ist in dem vorliegenden Hest znsammengesaßt; die Eroberung von Namur, der Einzug in Brüssel, die Anssälle aus Antwerpen, der belgische Franktiienr- krieq mit dein schrecklichen Straigerlcht in Löwe», die Einrichtung der benlschen Perwalinng unter dein Generalgonvernenr van der Goltz, — alles zieht in vackcndeii authenttschen Schilderungen vorüber, zu denen die in geschickter Gliederung voraivikstellten Meldungen der Prelle gewissermaßen das Gerivve bilden, lieber die wirischasttiche Leistnngrsähigkeit des neu in dcnlsche Dermaliung genonimeneii Landes handelt ein Aufsatz dc4 ^ eichstagsabgeord» nelen Hofs, Ein interesfanter Abschnitt ist den deivscheu und österreichischen Riesenmö' lern gewidni t, von deren turehtbarer Wirkung meiirere der beigegebencn phowgrap iicheu dlninnhmen eine Bvrsiellimg vermitteln. Ferner diene» ein , ildiiis des Ißencral- goiwerneurs v. d, Kpln, sowie Aiinchlen von Raniur und deniz er- slörlen Teil von Löwen zur Deranschiauttchnng der intcresianlen und überlichtlicben Tarslellinig, — Jedes Hell von .Tee Völker» krieg" kostet 30 Psennig. Amtlicher Wetterbericht. Oessentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wcllerausiichten in Hessen am TienSlag, 17 Noo. >Slt: UnbeiiuiiSig, zeiliveise Regensällr, kühler, Winde ans nördlichen Richtungen. Lrtzte Nschrichlen. Die Protestnoten der Nordstaatcn. London, 15. Nov. (WTB, Nichtamtlich.) Die Protestnote, die Schweden, Nvttvegen und Dänemark an die Mächte des Dreiverbandes gerichtet haben, ist in durchaus freundschaftlichem Tone gehalten. In der Note legen die drei angefühtten Mächte die Unzuträglichkeiten dar, die sich für sie aus dem Vorhandensein von Unterseebooten ergeben. Die dänische Gesandtschaft hat noch hinzugefügt, cs handle sich ebenso um die Ostsee wie um die Nordsee. Russischr Nicöcrlage in Persien. Konstantinopel, 15. Nov, (WTB, Mchtamtl-ich.) Ein Privattelegramm der „Agence Ottomane" bestätigt die Einnahme der persischen Stadt St »tut durch die türkischen Truppen und die regellose Mucht der diesen Teil Persiens okkupierenden Rnssen, In dem Telegramm heißt es: Die muselmanischen Stämme vereinigen sich in Massen mit ihren Glaubensgenossen. Die persische Bevölkerung zeigt sich den ttirkijchen Truppen gegenüber voller Dank und überhäuft sie mit Ehren, Dste nordwestlich vom Urmiasee gelegene Stadt Kotur ist der Hanptort de-? gleichnamigen Distriktes. Früher der Türkei gettzirend, war sie durch deu Berliner Vertrag zum Dank für die von Persien während des türkifch-russischens Krieges im Jahre 1878 beobachtete Neutralität an Persien gekommen. Heute ist sie von der Türkei wieder in Besitz genommen. In der Provinz haben die Freiwtlligen-Anmet- dnngen zum Militärdienst begonnen. Der Aufsttind der Buren gewinnt an Ausdehnung. Amsterdam, 16. Nov. Entgegen den englischen Beschwichtigungen, melden die holländischen Blätter eine starke Ausbreitung des Burenanfstandes. Tie Afrikaner der Kap- kolonie schließen sich den Oranje- und Transvaalburen massenhaft an. Fricdensgedanken in Paris? G e n f, 16. Nov. Die Pariser Mittagsblätter sprechen hartnäckig von dem künftigen Frieden. Man erkennt, daß in Frankreick) die Sehnsuckst nack) dem Frieden zu erwachen beginnt. Freilich deuten die Blätter noch an, daß Deutschland zuerst sprechen müsse. Hinzu kam noch die (bis jetzt noch nicht bestätigte) Hiobspost von der Einnahnn: Dperns durch die Deutschen. Englische Truppentransporte nach Südafrika? Rom, 16.Nov. Gestern ist ans New Aori in Neasicl der italienische Dampfer „Europa" eingetroffen. Er begegnete im Atlantischen Ozean einem starken englischen Geschwader, sowie acht Transportschiffen, welche englische Truppen nach Südwest-Afrika zu befördern schienen. Der Dampfer wurde von den englischen Schifseil gezwungen, eine Ladung von einigen Tonnen Kupfer in Gibraltar zu landen. Ein Aufruf der bulgarischen Nationalliga. Sofia, 16. Nov. Die Nativnatliga erließ einen Aufruf, in dem Volk und Regierung ausgefordert werben, den Moment der Befreiung Macedv niens von serbisch- griechischem Joch nicht zu verpassen. Buigarisn müsse die Grenze bekonrmen, die ini Vertrage von San Slesgiw senge,'etzt worden sei Di-- Türken und die Rimiänen werden aufrichtig ver- sichert, daß Bulgarien nicht etwa die Wiederbesetzung der Midia« Enos-Liirie oder des den Rumänen abgetretenen Dobrutscha-Ge- bicteS anstrebc, sondern eine Freundfchajt und nachbarliche Treue wünsche. Die Flucht des Ehepaares Eaillaur. Genf, 16. Nov. Aus Bordeaux wird die Flucht des Ehepaares Caillaur bestätigt. Ter frühere Minister war als Ober- zah mcister wegen unerlaubter Entsernuirg vom .Heere mit vierzehn Tagen Arrest bestraft worden. als «las englische Mondamin ist 0E§fS©lP Dr.Oetker’sGustin zur Bereitung von Puddings, Milch- und Fruchtflammeris. In Paketen zu 13, 30 und CO Pfg. überall zn hoben. | 3 Zimmer | 0stillN Schöne Mansardenwohnung. 3 Zim., avgeschl Borvlav, an ruhige Leme zu uevm._Alicrstrn vc 27. ■ 2 Zimmer ' | AöikMsüsarde«.^ oii einzelne Dame oder sehr rnb. Leute alsbald z» verm. 11'- 89 Süd Anlage 23. I üudgraf • F&tllyp -Platx 8 NI. II ttim.-DZovn. mit Zubehör iotuit zu vernneten. (I14H7 v>ä :. Frankinrter Ttr. 20 . Mo 1. Zimmer\ OTHiiO, Mo bl. Zimmer zn ve-miel. Teltersweg 8i>. 0788t! Sch vlöbl.Ziin.in.od.o. P ens, bill. z.v. Grabenktr.8 II 07rvi2l Billige Scklajstellc Mittclwca 21 ll. ilidgoBche, Laden für Kolonialwaren zu mieten oder gangbares Oleschäst zu übcrnehnien gesucht. Schrislliche Angeb, u. 07883 an den Gießener Anzeiger. 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No vember fiel auf dem westlichen Kriegsschaupl atz mein lieber Mann, der Vater unserer beiden Kleinen, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager Ernst Hoff mann wissenschaftlicher Hilfslehrer am Königl. Gymnasium zu Hamm, Leutnant der Reserve des Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116, zugeteilt dem Infanterie-Regt. Nr. 143, Inhaber des Eisernen Kreuzes- !Ly HofEmann Frau [Professor Hoffman n u. Familie Tiegierungsrat Fresenius u. Familie. Hamm (Westfalen), Büdingen, 13. Novemb. 1914. 11508 Am 31. Oktober 1914 ist unser lieber ältester Sohn 'tzH und Bruder i stud. iur. Fritz Steffau Unteroffizier d. K. des Inf.-Regfs. K. IV. II. Nr. 116 in Frankreich beim Sturm auf feindliche Stellungen für das deutsche Vaterland gefallen. Oberlandesgerichtsrat Carl SteiTan dermalen Hauptmann u......im Feld und Familie. 111509 D St. Blaise-Pontay, Colmar i. E., den 14. November 1914. Heute morgen 4'U Uhr verschied sanft nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Margarete Wagenbach, gell. Velz. In tiefer Trauen Chr. Wasenbach. Prof. Willi. W asenbach and Frau Anna, geh. Dietz. Druckereibesitzer .1. Christ und Frau Kettchen, geh. Wagenbach. Harle Wasenbach. Gießen, Breslau, den 16. November 1914. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18. November, nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 11505 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir innigen Dank. Heinrich Heineck Theo Heineck Luise Scholz, geb. Jost. Gießen, den 16. November 1914. ff® itk ' - Damen - Hüte Besichtigen Sie unsere Spezial - Hut -Fenster finden Sie bei uns in grosser Aus- wald.Elegante schicke Hüte mit mod. Band-, Blumen- und Feder- Garnituren. Preislagen: Mk. 12 50,10.50, ß !() 8.50 und v.tlü Umformen und Umarbeiten ält. Hüte wird schnell und billigst besorgt. L Schulstrasse 4. Üül [11418a Wirr Tmmbr»! Tos echte i;t nicht mit' Mehl, fiieic oder Schrot Oerneiteüt, sondern an» dein ganzen, imoerletzlen Getreidekorn. Es enthält daher alle Nährstoffe deS tBelreideS in aniaeschtoisener ivorm. die bei ge- mölmUditi! Medlbroten durch den MaHlprozeH auegrschleden sind. Aerzt- lirl) verordne! ! TaS Beste für Gesunde und Krönte! Stets ech! ',u habe» bet: 4»e«rg V, »Ilcntel»,tl»ri8chw»»h nnd Eberh. Uctigcr Xacltf. lOSdliv KielerBiickiinge irisch einnctrofien u. Hill, bei August Wallenfels Cdaululwarea, Delikatessen n. Wsip.kandlang [, M;3 Giessen. Telefon 26t. Marktplatz 17. Den Heldentod sürs Vaterland starb am 4. Oktober im Feldlazarett in Frankreich nach schwerer Verwundung unser innigst geliebter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Friedrich Hofmmm Reservist in der 6. Koni». Jnsaiiterie-Regimcnts „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 im Aller von 23 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen! Familie Karl Hosmatnt «»sä« Margarethe Mohr. Stetnbach, Annerod, den 16. November 1914, 21m 2. November fand den Heldentod fürs Vaterland unser liebes, treues Mitglied Karl Schlapp Kriegsfreiwilliger im Jnf.-Rcgt. 116, 2. Komp. Ehre feinem Ifndenken! 1,498 Turnverein Mainzlar. Wegen Krankheit bleibt bis auf weiteres eise Praxis gesshfasse«. Vertreter sind die Herren: m» Zahnarzt Jaeger, Frankfurt. Str. 1, Zahnarzt Jletz, Seltersweg 79. Zahnarzt ISTaaibacEi, Bahnliofstrasse G5 a. m Für die ans der BoikSschuIe ciillassenen Mädchen soll in der SIliccschuie ein FortdildiingskuriuS im Kochen gehalten werden. Die Dauer des Kursus erstreckt sich aut 15 Stbende des Winters, beginnend am Montag. den 2ti. November fi HOt. Der Unterricht iit »»entgeltlich, das Kostgeld beträgt 30 Pfennig sür jeden Abend. Slnmeldungen werden in der Schule, Stcinstrahc lg, von beule an täglich von 11—12 Uhr entgegcngcnominen. Giessen, den 16. November 1914. Der Schulvorstand 11506V __ Keller. __ Vergebung von Drainagen. Für die gemeinschaftliche Drainage der Feld- bcreinigung Ebcrstadt und Holzheim sollen vergeben werden: Lieferung von Drainröhren, veranschl. zu 538 Mk. „ Steinzcugröhren „ 91 .. „ Mündungsröhren „ „ 7 „ Anfahren der Röhren......72 „ Graben- und Rohrvcrlegungsarbeiten. . 1080 „ Liefern von Pflöcken....... 5 „ Die Verdingungstinterlagen liegen ans Grvßh. Bürgermeisterei Holzheim offen, wo die Angebote, mit entspr. Aufschrift versehen, in Prozenten des Kosten- nnfchlags verschlossen und postfrei cinznreichen sind. Eröffnungstermin: Dienstag, den 24. ds. Mts., vormittags 9 Uhr, auf dem Rathaus zu Holzheim. Gießen, den 14. November 1914. Großh. Nultiirinspcktion Gießen. H. Steinbach. N 496 8 Feine Damen-Schneiderei nod r L Dauarhsit I Billig! Giessen [ 11504 ] Telefon 408 enmne Stfifraifctltit diele«. Die Beitrüge zur Kranken- und Invalidenversicherung für den Monat September 1914, sowie die Arbeitgebcranicile für Ersatzkassenmitglieder für das 3. Quartal 1914, können noch bis einschließlich den 26. ds. Mts. ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 14. November 1914. iii 94 D Ter Borstand. I. A.: Alb. Lcntz. in allen Grössen aus bestem Material. --Wiederverkäufer gesucht.-- Ernst Baiser, iäusburg 1t. ZU HER PIANINOS iETEN FLÜGEL HARMONIUMS Monatliche Mietpreise: 2—30 Mk. Bei Ankauf gemieteter Instrumente Mietgutschrift nach besond. Bedingungen Wilh. Rudolph • Giessen HOFLIEFERANT [11331a] Seltersweg 91 A Lichl -Spfe^EUaus Vom 14. bi« inkl. 17. \ovcmber lt)14: Eine grosse lebcrrnsclicnsB-DarbietnnK: Oas Sensationelles kinematographisehes Schauspiel in 3 Akten voll aufsehenerregenden hochspannenden Momenten. Julias als Gladiator. Komödie. Liciitgsste Ilr. 14- Grosser Detektiv- und Kriminalroman in 2 Akten. Tollkühne Verfolgungen. Das waghals. Entweichen über eine Bnhnspcrre! Eine Menge verblüffender Trick*! 11473a F.ine gestörte Erstaufführung. Humoreske. I>ieneuesten kinematographischen Auinalimen vom Kriegsschauplatz. 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